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1 Ratgeber GFMK MS TITelThemA Aus dem Verlag von Gut leben trotz Multipler Sklerose Ihr Begleiter durch Krankheit, Therapie und Alltag Ihr Exemplar zum Mitnehmen

2 Unser ganzheitlich-integratives Behandlungskonzept vereint medizinische Kompetenz mit der einzigartigen barrierefreien Umgebung am Sorpesee. Weil Individualität zählt Die bewährte Kombination aus schulmedizinischen und komplementären Behandlungsstrategien führt als Komplexbehandlung zu einem optimalen Therapieergebnis. Modernste Diagnostik und Therapie bilden einen interdisziplinären Prozess, der täglich geplant und angepasst wird. Wir wollen zusammen mit Ihnen durch eine individuelle Betreuung den besten Erfolg möglich machen. Ihre Gesundheit ist unser Ziel. Unsere Therapieformen umfassen: Medikamentöse Therapie Schmerztherapie Akupunktur Physiotherapie Physikalische Therapie Ergotherapie Logopädie Ernährungstherapie Aktivierende Pflege Gesundheitsschulung und training Lindenstraße Sundern / Langscheid am Sorpesee Telefon Fax

3 Inhalt > das KRAnKheITSBIld Was ist Multiple Sklerose (Enzephalomyelitis disseminata)? 4 Eine Erkrankung mit vielen Erscheinungsformen 4 Entstehung der MS 5 Diagnose 5 Verlaufsformen der Multiplen Sklerose 6 > TheRApIe der ms Überblick über die aktuelle MS-Therapie 9 Frühe Therapie der Multiplen Sklerose 12 > TheRApIe der SympTome Symptomatische Therapie 16 Einer abnormen Müdigkeit (Fatigue) entgegenwirken 16 Schmerzen bei MS 17 Wenn die Muskeln streiken 17 Inkontinenz muss kein Problem sein 18 Sexuelle Störungen behandeln 18 Bewegung hilft, gezielt Symptome zu bekämpfen 19 Empowerment Freiheit durch Kraft 27 Experteninterview mit Prof. Dr. Karl Wessel und Dr. Carsten Moschner 28 > ms AKTuell Aktiv bleiben trotz Handicap 30 Reisen mit Mobilitätsproblemen 31 Berufliche und soziale Rehabilitation 32 Barrierefreiheit der Weg zu mehr Selbstständigkeit 34 > RAT und hilfe Die DMSG bietet praktische Hilfe 36 DMSG Landesverband Thüringen e. V. 37 DMSG Landesverband Niedersachsen e. V. 37 Neurologische Gesundheitsratgeber im Internet 38 Wichtige Adressen und Internet-Tipps 38 > ImpReSSum/ WISSenSchAfTlIche BeRATung 38 > glossar 39 > BeSTellfoRmulAR: Befund MS KoSTenfReI für praxis/klinik/shg 40 > leben mit ms Am Anfang steht die Krise 22 Eine Mutmach-Geschichte der anderen Art 22 Ergotherapie praktische Hilfe für den Alltag 24 Ratgeber ms

4 das KRAnKheITSBIld > Was ist Multiple Sklerose (Enzephalomyelitis disseminata)?! Die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS) gehört zu den häufigsten Erkrankungen des Zentralnervensystems (ZNS). Das Krankheitsbild und die damit einhergehenden Beeinträchtigungen sind bei jedem Patienten unterschiedlich und reichen von Taubheitsgefühlen über Seh- und Koordinationsstörungen, Schmerzen, starke Müdigkeit, kognitive Einschränkungen oder Blasenentleerungsstörungen bis hin zu Muskelschwäche. Diese Symptome treten meist schubweise auf und bilden sich besonders zu Beginn der Krankheit z. T. oder vollständig wieder zurück. Auch wenn die Ursache der MS ungeklärt und eine Heilung noch nicht möglich ist, gibt es vielfältige Therapiean sätze. Krankengymnastik, Ergo- und Bewegungstherapie sowie die medikamentöse Behandlung der einzelnen Symptome sind von ebenso großer Bedeutung, berichtet die DMSG Niedersachsen. BASISInfoRmATIonen > Eine Erkrankung mit vielen Erscheinungsformen Rückenmark und Gehirn bilden zusammen das ZNS, das für die Koordination aller motorischen Funktionen und innerorganischen Abläufe sowie für die Integration aller äußeren und inneren Reize verantwortlich ist. Dabei arbeitet es nach dem Prinzip einer Schaltzentrale, die elektrische Impulse über die von einer Isolierschicht umhüllten Nervenfasern weiterleitet. Die Schutzschicht der Nerven besteht aus Myelin (Markscheide oder Myelinscheide), einer weißen, fetthaltigen Substanz. WAS GESCHIEHT IM KÖRPER? Bei einem an MS erkrankten Menschen sind die Markscheiden der Nervenfasern aufgrund einer fehlgeleiteten Abwehrreaktion des Immunsystems geschädigt, sodass die einzelnen Impulse nur noch verlangsamt bzw. gar nicht mehr weitergegeben werden können. Man spricht hierbei von einer sog. Demyelinisierung (Entmarkung) der Nervenfasern, die an diversen (multiplen) Stellen auftreten kann und zur Entstehung eines verhärteten (griech. skleros = hart), narbenartigen Herdes führt. Durch Gewebsschädigungen degenerieren (verfallen) die demyelinisierten Axone (Nervenzellfortsätze) zunehmend. Besonders diese axonalen Schäden werden heute für die dauerhaften klinischen Symptome der MS verantwortlich gemacht. Sie sind nur wenig regenerierbar und führen über die Zeit wohl auch zum Verlust ganzer Nervenzellen. Die Entmarkung kann zumindest in Anfangsphasen teilweise vom Nervensystem repariert und funktionell kompensiert werden. WER ERKRANKT? Laut DMSG (Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft) leiden ca Menschen bundesweit an dieser chronischen Erkrankung des ZNS, die häufig erstmalig zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr, aber auch Überwiegend Frauen sind von Multipler Sklerose betroffen. bei älteren Personen nach Erreichen des 50. Lebensjahres oder Kindern vor dem 16. Lebensjahr auftritt. Bei den ca Neuerkrankten jedes Alters pro Jahr überwiegt der Anteil der erwachsenen Frauen. foto: photodisc 4 Ratgeber ms 2011

5 das KRAnKheITSBIld > Entstehung der MS Die Ursachen der Multiplen Sklerose sind bislang ungeklärt. Fest steht jedoch, dass bei diesem Krankheitsbild spezifische Abwehrzellen, mit denen das körpereigene Immunsystem normalerweise auf eindringende Krankheitserreger reagiert, falsch programmiert sind, sodass sie statt fremder Strukturen körpereigene (z.b. Eiweiße der Markscheiden und andere Proteine des Nervensystems) bekämpfen. Die falsch geprägten sog. T-Lymphozyten (Untergattung der weißen Blutkörperchen) können nach Überwinden der Blut- Hirn-Schranke ihr aggressives Potenzial wirkungsvoll entfalten, da sie im Hirngewebe stark aktiviert werden. Die Markscheiden, wie auch die Nervenzellfortsätze (Axone) selbst, werden geschädigt. Dies ist u. a. auch deshalb möglich, weil regulatorische T-Zellen, die dem Entzündungsprozess entgegenwirken könnten, nicht ausreichend vorhanden sind. Experimentelle Studien und einige Fallbeispiele deuten darauf hin, dass bei einer selteneren Untergruppe der Erkrankung die primäre Ursache nicht im Immunsystem selbst, sondern im Zentralnervensystem liegt. Das Immunsystem würde demnach auf vorgeschädigte Zellen des Nervensystems (z. B. genetisch geschädigte Gliazellen) mit einer sekundären Entzündung reagieren, die den primären Schaden vergrößert. GENETISCHE DISPOSITION BESTEHT Es wurden zahlreiche Hypothesen zur Entstehung der Multiplen Sklerose diskutiert und entsprechende Studien durchgeführt. Hierbei konnte u. a. gezeigt werden, dass die Erkrankung zwar nicht direkt vererbt wird, wohl aber eine genetische Disposition besteht: z. B. weisen Kinder, deren Eltern an einer MS leiden, ein höheres Erkrankungsrisiko auf. Ähnliches gilt für eineiige Zwillinge, von denen der jeweils andere eine ca. 25%ige Erkrankungswahrscheinlichkeit besitzt, wenn bei seinem Geschwister die Krankheit bereits besteht. Auch wenn sich kein eindeutiger Auslöser der MS bestimmen lässt, so liegt die Vermutung nahe, dass ein ganzer Verbund von Faktoren die Krankheitsgenese bedingt. > Diagnose Um festzustellen, ob ein Patient an MS erkrankt ist, kann der behandelnde Neurologe auf ein breites Spektrum diagnostischer Verfahren zurückgreifen. Dem vorangestellt ist jedoch eine gründliche Ermittlung der individuellen Krankheitsvorgeschichte (Anamnese), sodass bereits in der Vergangenheit aufgetretene MS-Symptome, die als solche nicht erkannt wurden, identifiziert werden und andere potenzielle Ursachen der jeweiligen neurologischen Beeinträchtigung ausgeschlossen werden können. Wurde durch die Anamnese der Verdacht auf eine MS-Erkrankung erhärtet, geben klinische Tests, in denen u. a. Motorik, Koordination, Reflexe und Sehfunktion des Patienten eingehend untersucht werden, nicht nur Aufschluss darüber, in welchem Maße seine neurologischen Funktionen geschädigt, sondern auch welche Hirnregionen betroffen sind. Darüber hinaus kann in elektrophysiologischen Tests (z. B. Messungen der zentralen Nervenbahnen) die Leitfähigkeit der Nervenfasern ermittelt werden. Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein computergestütztes Bildgebungsverfahren, das Gewebsveränderungen bzw. Veränderungen des Hirn- und Rückenmarkgewebes sehr detailliert darstellt und sich daher in der MS-Diagnostik bewährt hat: Mit spezifischen MRT-Sequenzen und der zusätz- Ratgeber ms

6 das KRAnKheITSBIld lichen Gabe eines Kontrastmittels können die entzündlichen Areale des ZNS, die abhängig von individuellem Krankheitsbild und -grad differieren, sichtbar gemacht werden. Eine MRT- Untersuchung, die meist nicht länger als 30 Minuten dauert, hat zudem den großen Vorteil, dass die Patienten hier nicht wie bei anderen bildgebenden Verfahren einer Strahlenbelastung ausgesetzt sind. Eine weitere Untersuchungsmethode, mit der sich eine Entzündung des ZNS feststellen lässt, ist die sog. Lumbalpunktion, bei der der Rückenmarkskanal des Patienten zwischen zwei Lendenwirbel-Dornfortsätzen hindurch punktiert wird, sodass Nervenwasser (Liquor) gewonnen werden kann. Da das Rückenmark meistens in Höhe des ersten oder zweiten Lendenwirbels endet, ist es bei diesem diagnostischen Eingriff nicht gefährdet, da die Punktion in einem tiefer gelegenen Bereich erfolgt. Relevante Größen bei der Laboranalyse des Liquors sind hierbei die Zahl der Entzündungszellen sowie der Nachweis von Immunglobulinen (Antikörpern), die nur im Liquorraum auftreten, im Blut jedoch nicht nachweisbar sind. Weiterhin werden Erreger-vermittelte Erkrankungen wie z. B. Borreliose ausgeschlossen. > Verlaufsformen der Multiplen Sklerose Selten verläuft die MS ausschließlich in Schüben. Dann ist eine vollständige, aber auch eine unvollständige Rückbildung der aktuellen Schubsymptome möglich (schubförmiger Verlauf). Am häufigsten erleiden die Betroffenen in den ersten Jahren der Erkrankung mehrere Schübe, denen sich dann die zweite Phase mit einem eher langsam fortschreitenden Verlauf anschließt. Wie viele Schübe auftreten und in welchen zeitlichen Abständen sie sich ereignen, ist dabei individuell sehr unterschiedlich und hängt von der sog. Krankheitsaktivität ab. Einige Menschen erleiden mehrere Schübe innerhalb eines einzigen Jahres, bei anderen wiederum vergehen viele Jahre seltener auch einmal Jahrzehnte bis zum nächsten Schub. Auch der Übergang in die langsam fortschreitende Phase ist höchst unterschiedlich (sekundär chronisch-progredienter Verlauf). Diese Phase kann nach zwei bis drei Schüben, aber auch erst nach zehn bis 20 Schüben beginnen und damit vielleicht schon nach zwei bis drei Jahren der Erkrankung oder auch erst nach vielen Jahren. VIELE SCHÜBE VERLAUFEN UNBEMERKT Wir wissen mittlerweile, dass viele Schübe auch unbemerkt verlaufen, trotzdem aber nicht weniger Spätfolgen haben können. Dies ist auch ein wesentlicher Grund für einen möglichst frühzeitigen Behandlungsbeginn bei schubförmiger MS. In diesem Zusammenhang sind auch regelmäßige Untersuchungen mittels Kernspintomografie wichtig. Auch im langsam fortschreitenden Stadium können allerdings noch Schübe auftreten. WAS IST ÜBERHAUPT EIN SCHUB UND WIE ÄUßERT ER SICH? Als Schub bezeichnet man das Auftreten eines oder mehrerer neuer neurologischer Symptome innerhalb weniger Tage. Hierzu zählen auch Symptome, die eventuell schon bei einem früheren Schub aufgetreten waren, sich in der Folgezeit aber wieder zurückgebildet hatten. Die Symptome eines neuen Schubes gehen nicht innerhalb weniger Stunden wieder zurück, sondern bleiben über mehr als 48 Stunden bestehen oder verstärken sich in den folgenden Tagen sogar weiter. Schübe werden häufig durch Infekte, ausgeprägte seelische oder körperliche Belastungen (Stress), Operationen und vieles mehr ausgelöst. Auch nach einer Entbindung steigt das Risiko eines Schubes an, während es im Verlauf der Schwangerschaft erheblich geringer ist als sonst. Früher wurden übrigens auch Impfungen verdächtigt, MS-Schübe auszulösen. Mittlerweile weiß man aber aus zahlreichen Studien, dass diese Gefahr 6 Ratgeber ms 2011

7 das KRAnKheITSBIld i. d. R. nicht besteht. Welche Impfungen im Einzelfall sinnvoll sind, sollten MS-Betroffene mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Viele Patienten vermuten, dass die gelegentlich auftretenden kurzfristigen Veränderungen des Befindens und/oder des Leistungsvermögens, z. B. nach einer größeren körperlichen Anstrengung, im Rahmen einer Erschöpfung, bei großer Hitze oder auch im Rahmen eines Infektes, ebenfalls Schübe seien. Es können dann z. B. verstärkt Sehstörungen, eine Muskelschwäche oder eine vermehrte Spastik auftreten. Diese Symptome bilden sich aber in aller Regel recht rasch, manchmal innerhalb von einer halben bis zwei Stunden wieder zurück und werden daher nicht als Schub eingestuft. PRIMÄR CHRONISCH-PROGREDIENTER VERLAUF Lediglich bei % aller MS-Betroffenen treten niemals Schübe auf, der Krankheitsverlauf wird dann als primär chronisch-progredient bezeichnet. Bei diesem Verlauf gibt es nur seltene Phasen, in denen sich einmal entstandene Symptome zumindest teilweise wieder zurückbilden. Dieser Verlaufstyp unterscheidet sich von der primär schubförmigen MS in mehrfacher Hinsicht. So sind die Betroffenen bei Erkrankungsbeginn meist älter als diejenigen mit einer schubförmigen Multiplen Sklerose. Frauen sind bei primär chronisch-progredientem Krankheitsverlauf in etwa gleich häufig betroffen wie Männer. Die im Kernspintomogramm nachweisbaren Herde sind zumeist kleiner und weniger zahlreich, auch nehmen sie wohl eine geringere Menge Kontrastmittel auf. Eine Unterscheidung der einzelnen Verlaufsformen der MS ist noch aus einem anderen Grund wichtig. Die vielfältigen Studien mit Beta-Interferonen, Glatirameracetat, Mitoxantron u. a. hatten zum Ergebnis, dass diese Wirkstoffe nur beim schubförmigen Verlauf eine eindeutige Wirksamkeit zeigen, z. T. auch beim sekundär chronisch-progredienten Verlauf, allerdings nur, wenn hierbei noch Schübe auftreten. Insbesondere beim primär chronisch-progredienten Verlauf konnte ein positiver Effekt auf die Entwicklung neuer Symptome leider nicht nachgewiesen werden, sodass die Wirkstoffe hierfür auch nicht zugelassen sind. Die Folge dieser Erkenntnis ist leider, dass der Neurologe für diesen Verlaufstyp auch keine eindeutige Therapieempfehlung geben kann. Prof. Dr. Thomas Henze, Nittenau Zur Behandlung der MS in guten Händen sein BAD OEYNHAUSEN MEDIAN Weserklinik Telefon +49 (0) / BAD SALZUFLEN MEDIAN Klinik Flachsheide Telefon +49 (0) / BAD SÜLZE MEDIAN Klinik Telefon +49 (0) / BAD TENNSTEDT MEDIAN Klinik Telefon +49 (0) / 35 0 BERLIN-KLADOW MEDIAN Klinik Telefon +49 (0) 30 / BERNKASTEL-KUES MEDIAN Klinik Burg Landshut Telefon +49 (0) / FLECHTINGEN MEDIAN Klinikum Telefon +49 (0) / 82 0 GRÜNHEIDE MEDIAN Klinik Telefon +49 (0) / MAGDEBURG MEDIAN Klinik NRZ Telefon +49 (0) 391 / WIESBADEN MEDIAN Klinik NRZ Telefon +49 (0) 611 / Unsere Ärzte und Therapeuten können Ihnen mit speziellen Therapien helfen, mit der MS besser zu leben. Ratgeber ms

8 TheRApIe der ms 8 Ratgeber ms 2010

9 TheRApIe der ms > Überblick über die aktuelle MS-Therapie Trotz intensiver Forschung und des Einsatzes neu entwickelter Medikamente ist die Multiple Sklerose bisher nicht heilbar. Realistische Ziele der MS-Therapie sind eine schnelle Rückbildung der Symptome nach einem Schub und die Verhinderung von neuen Schüben. So soll Behinderungen und zunehmenden Einschränkungen im täglichen Leben vorgebeugt werden. Bei bestehenden Einschränkungen ist es das Ziel, eine weitere Verschlechterung zu verhindern, die vorhandenen Funktionen zu bewahren und die bestehenden Symptome mittels Krankengymnastik, Ergotherapie und verschiedenen Medikamenten zu mildern. SCHUBTHERAPIE BEI MULTIPLER SKLEROSE Zur Akuttherapie eines Krankheitsschubes mit Verschlechterung der bestehenden Beschwerden oder neu aufgetretenen Symptomen wird eine Behandlung mit Kortison empfohlen. Das Ziel ist eine schnelle Wiederherstellung der Funktionen wie vor dem Schub. Dazu werden über drei Tage Infusionen mit Kortison verabreicht. Oftmals kommt es bereits nach der ersten Gabe zu einer Besserung der Beschwerden. Nach den drei Tagen der Stoßtherapie verbleibt das Kortison noch eine Weile im Körper, sodass in den folgenden Tagen eine weitere Besserung möglich ist. Bleibt jedoch eine zufriedenstellende Rückbildung der Beschwerden aus, so kann nach ca. zwei Wochen eine erneute Stoßtherapie mit erhöhter Dosis und verlängerter Behandlungsdauer erfolgen. Falls im Anschluss noch schwerwiegende Funktionseinschränkungen vorliegen (z. B. ausgeprägte Lähmungen oder Sehstörungen), kann eine Blutwäsche (Plasmapherese) angeschlossen werden. Hierbei werden die gegen den eigenen Körper gerichteten Antikörper aus dem Blut gewaschen. Da dies das Herz-Kreislaufsystem belasten kann, wird diese Therapie auf Intensiv- oder Überwachungsstationen unter engmaschigen Kontrollen von Blutdruck, Puls und Herzaktion sowie weiteren Faktoren durchgeführt. SCHUBPROPHYLAXE BEI SCHUBFÖRMIG VERLAUFENDER MS Zur Schubprophylaxe sind in Deutschland Interferonpräparate, Glatirameracetat, Natalizumab und Mitoxantron zugelassen. Die erste Wahl bei neu diagnostizierter, schubförmiger MS ist ein Interferonpräparat oder Glatirameracetat. Ob die gewählte Schubprophylaxe wirksam ist, kann frühestens nach sechs Monaten bis zu einem Jahr beurteilt werden. Bei Patienten mit hoher Krankheitsaktivität und schneller Verschlechterung kann eine Umstellung auf Natalizumab oder Mitoxantron erfolgen. INTERFERONE Interferone werden i. d. R. mehrmals pro Woche je nach Präparat ins subkutane Fettgewebe oder in den Muskel gespritzt. Bei den Interferonpräparaten treten häufig, vor allem am Anfang der Therapie, grippeähnliche Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen oder Schüttelfrost auf. Die grippalen Symptome können mit Paracetamol oder Ibuprofen vor Verabreichung der Interferone abgedämpft werden. Zudem wird eine abendliche Anwendung empfohlen, sodass mögliche Nebenwirkungen verschlafen werden. Bei den Präparaten, die ins subkutane Fettgewebe gespritzt werden, können lokale Rötungen und Verhärtungen an der Einstichstelle auftreten. Bei Schwangerschaftswunsch müssen Interferone nicht im Vorfeld abgesetzt werden, da nach den neuesten Analysen kein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten oder Fruchtschädigung besteht. Während der Schwangerschaft wird jedoch als Vorsichtsmaßnahme eine Therapiepause empfohlen. GLATIRAMERACETAT Glatirameracetat wird einmal täglich ins subkutane Fettgewebe verabreicht und ist insgesamt gut verträglich. Grippeartige Nebenwirkungen wie bei den Interferonen sind nicht zu erwar- Ratgeber ms

10 TheRApIe der ms ten, jedoch werden häufig lokale Reizungen und Verhärtungen an der Einstichstelle beobachtet. Selten tritt eine sog. Flush - Symptomatik auf, und zwar dann, wenn das Medikament versehentlich in eine Vene injiziert wird. Hierbei kommt es zu Gesichtsrötung, Herzrasen und manchmal auch zu Luftnot. NATALIZUMAB Bei schnellem Krankheitsfortschritt unter Interferonen oder Glatirameracetat kann eine Therapie mit Natalizumab eingeleitet werden. Hierbei handelt es sich um Antikörper, welche alle vier Wochen als Kurzinfusion intravenös verabreicht werden. Die Gabe erfolgt i. d. R. ambulant in einem neurologischen Zentrum oder einer Praxis. Die meisten Patienten erfahren unter dieser Therapie eine Stabilisierung der Erkrankung mit verminderten Schüben. Eine mögliche Nebenwirkung kann eine progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) sein. Hierbei handelt es sich um eine Viruserkrankung des Zentralnervensystems, die bisher fast nur bei stark abwehr-geschädigten Patienten beobachtet wurde (z. B. nach Organtransplantationen oder bei Aids). Zudem wurden gehäuft Lebererkrankungen beschrieben, sodass eine regelmäßige Kontrolle der Leberwerte während einer Behandlung mit Natalizumab erfolgen sollte. Unter Natalizumab wird eine strikte Schwangerschaftsverhütung empfohlen und es sollte nicht gestillt werden. foto: photodisc THERAPIE DER SEKUNDÄR PROGREDIENTEN MULTIPLEN SKLEROSE Bei dieser Verlaufsform ist bei rascher Verschlechterung eine Mitoxantrontherapie sinnvoll. Das Medikament wurde ursprünglich zur Behandlung von Krebserkrankungen entwickelt und wird alle drei bis sechs Monate als Infusion verabreicht. Die Wirksamkeit ist bei Patienten mit rasch fortschreitender, schubförmiger MS und bei Patienten mit sekundär progredienter MS belegt. Während der Therapie muss eine strenge Schwangerschaftsverhütung erfolgen. Mögliche Nebenwirkungen sind Übelkeit und Erbrechen, Durchfall, ein erhöhtes Risiko für Infektionen, eine Schädigung des Herzens mit Abnahme der Pumpfunktion und Unfruchtbarkeit. Einzelne Fälle von Leukämie sind beschrieben. Vor Verabreichung muss eine Ultraschalluntersuchung des Herzens erfolgen, nach Verabreichung regelmäßige Blutkontrollen. Die Mitoxantrongabe kann mit einem Kortisonstoß (siehe oben) kombiniert werden. THERAPIE DER PRIMÄR PROGREDIENTEN MULTIPLEN SKLEROSE Diese Verlaufsform ist die seltenste und bisher ist keine gesicherte Immuntherapie bekannt. Interferone und Glatirameracetat haben in Studien keinen Erfolg gezeigt. Bei schnellem Fortschreiten der Erkrankung können regelmäßige Kortisonstoßtherapien wirksam sein, selten kann auch eine Behandlung mit Mitoxantron erwogen werden. BEHANDLUNG DER KRANKHEITSSYMPTOME Neben der Schubtherapie und der Schubprophylaxe spielt die Behandlung der Symptome eine bedeutende Rolle für das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Symptome wie Spastik, Gangstörung, Blasenstörungen, Depressionen, Schmerzen und Schlafstörungen können mit verschiedenen Medikamenten gelindert oder ganz aufgehoben werden. Wichtig ist auch, nicht offensichtliche Beschwerden wie Konzentrationsstörungen, Depressionen, Fatigue, Impotenz oder Verstopfung anzusprechen. Nur so kann gezielt behandelt werden. Eine krankengymnastische und ergotherapeutische Mitbehandlung bei Patienten mit z. B. Gang- und Koordinationsstörungen ist eine wichtige Säule der MS-Therapie. Hierbei werden u. a. Strategien entwickelt, die bestehenden Einschränkungen zu kompensieren. Dr. Dorothea Obert, Universitätsklinikum Göttingen 10 Ratgeber ms 2011

11 Mit Erfahrungsberichten von Betroffenen TheRApIe der ms Die Blase im Griff... Jetzt neu: Broschüre zu Blasensymptomen bei MS... mit der richtigen Therapie bei Blasenstörungen durch Multiple Sklerose Hollister Incorporated Niederlassung Deutschland Riesstraße München Telefon: 0 800/ gebührenfrei Heute muss ich sagen: Ein Glück, dass ich mich damals, als mir mein Arzt den ISK empfohlen hat, nicht habe abschrecken lassen. Durch das Katheterisieren bekam ich wieder einen Teil Lebensqualität und Freiheit zurück. Mein Aktionsradius hat sich seit dem deutlich vergrößert. Deshalb kann ich jedem nur raten, seinen Mut zu packen und unvoreingenommen auszuprobieren, was ihm am besten hilft. In diesem Sinne: Den Mutigen gehört die Welt! Wenn auch Sie von Blasenstörungen betroffen sind, sind Sie nicht alleine. Natürlich ist es nicht leicht, über dieses Thema zu sprechen. Aber es lohnt sich. Reden Sie mit Ihrem Arzt. Denn: Es gibt viele Wege wie z. B. den intermittierenden Selbstkatheterismus, das bedeutet die Entleerung der Blase mit Einmalkathetern für mehr Lebensqualität und Unabhängigkeit. Blasensymptome bei Multipler Sklerose Hollister begleitet Sie gerne mit umfangreichen Infomaterialien zum Thema Blasenstörungen bei MS kompetenter Beratung unter der gebührenfreien Nummer: 0 800/ Hollister unterstützt Sie nach Verordnung des intermittierenden Selbstkatheterismus durch Ihren Arzt mit anwenderfreundlichen und sicheren Produkten für den Selbstkatheterismus auf Wunsch auch mit einer individuellen Produktvorstellung des Katheters bei Ihnen zu Hause 2011 Hollister Incorporated. Hollister und Logo und Attention to Detail. Attention to Life sind Warenzeichen von Hollister Incorporated. Ratgeber ms

12 TheRApIe der ms > Frühe Therapie der Multiplen Sklerose Die Diagnose der Multiplen Sklerose wird unter Anwendung der sog. McDonald-Kriterien heute schon sehr früh, oft bereits nach dem ersten Schub gestellt. Für den Patienten macht sich diese frühe Phase der Erkrankung typischerweise durch das Auftreten von Schüben bemerkbar, im MRT ist sie durch den Nachweis neuer und insbesondere Gadolinium (ein Kontrastmittel) aufnehmender Herde charakterisiert. Bei einem typischen Schub treten neue Symptome wie Störungen des Gehens, der Sensibilität und der Sehkraft auf, die sich aber meist weitgehend zurückbilden. Offenbar tritt aber bereits in der frühen Phase nicht nur eine Markscheidenschädigung, sondern auch eine Schädigung von Axonen, also der eigentlichen Ausläufer der Nervenzelle, ein, durch die der spätere langfristige Verlauf wesentlich bestimmt wird. Der frühe Einsatz immunmodulierender Therapien zielt gerade neben der Verminderung der Schubzahl auf die Beeinflussung dieser langfristigen Schädigungsfaktoren ab. UNTERSCHIEDLICHE MS-TYPEN UND VERLAUFSFORMEN Studien zum natürlichen Verlauf der MS ohne Therapie haben gezeigt, dass bei den meisten Patienten mit schubförmigem Verlauf nach einem variablen Zeitraum eine klinische Progredienz (Fortschreiten der Krankheit) mit zunehmender schleichender neurologischer Verschlechterung auftritt, die anfangs noch von Schüben begleitet ist. Davon grundsätzlich unterscheiden lässt sich die sog. primär-progrediente Verlaufsform der MS. Untersuchungen von MS-Herden zeigen, dass es Unterformen der MS gibt, die sich in den Mechanismen der Gewebeschädigung unterscheiden. Insbesondere beim sog. Typ II der MS spielen Antikörper eine besondere Rolle. Wichtig ist auch die Abgrenzung der sog. Devic-Erkrankung, auch Neuromyelitis optica genannt, die durch einen spezifischen Antikörpertest (Nachweis von Aquaporin-4-Antikörpern im Blut) diagnostiziert werden kann. IMMUNMODULATOREN REDUZIEREN MS-AKTIVITÄT Die initialen Therapieversuche und Studien zur Beeinflussung des Verlaufes der MS durch Interferon-beta und andere immunmodulierende Substanzen, insbesondere Glatirameracetat, zielten auf die Reduktion von Schüben bei Patienten mit aktiver Erkrankung ab. Durch alle verfügbaren Interferonbeta-Präparate und genauso durch Glatirameracetat ließ sich eine wirksame Reduktion der Krankheitsaktivität in großen kontrollierten Studien nachweisen. Dagegen waren die Ergebnisse der Studien zur Wirksamkeit von Interferon-beta und Glatirameracetat beim sekundär progredienten Verlauf der MS enttäuschend. Ein positiver Effekt von Interferonbeta ließ sich im Wesentlichen nur dann nachweisen, wenn zusätzlich noch Schübe auftraten. Die Wirksamkeit immunmodulatorischer Therapien scheint daher ganz wesentlich auf der Reduktion der Schübe und der begleitenden Entzündungsprozesse zu beruhen. Der optimale Zeitpunkt des Einsatzes einer Therapie, die den Krankheitsverlauf ändert (einer sog. Basistherapie), ist deshalb besonders wichtig. In den nächsten Jahren werden voraussichtlich weitere in Tablettenform zu verabreichende Medikamente eingeführt werden. GÜNSTIGER EFFEKT FRÜHER THERAPIE Hinweise auf den günstigen Effekt eines frühzeitigen Therapiebeginns auf den späteren Verlauf gaben schon die ursprünglichen Studien zum Wirksamkeitsnachweis bei gesicherter schubförmig-remittierender MS bzw. deren Nachbeobachtungsstudien. Dabei war der Therapieeffekt bei frühem Einsatz des Medikamentes deutlicher als bei anfangs nur mit Placebo behandelten Patienten. Dies führte zur Durchführung dreier kontrollierter Studien mit Interferon-beta bei Patienten nach einem ersten MS-Schub (klinisch isoliertes Syndrom). In den Studien zur Frühtherapie wurde untersucht, ob die Therapie mit Interferon-beta nach einem klinisch isolierten Syndrom das Auftreten eines zweiten Schubes verzögert 12 Ratgeber ms 2011

13 TheRApIe der ms oder verhindert. In der CHAMPS-Studie wurde dabei nachgewiesen, dass bei Beginn einer Behandlung mit Interferonbeta-1a innerhalb von zwei Wochen nach einem mit Kortison behandelten ersten Ereignis im Zeitraum von drei Jahren um 44 % seltener ein erneuter Schub auftrat als bei mit Placebo behandelten Patienten. Dieser Effekt war bei Patienten mit hoher entzündlicher Aktivität besonders deutlich und führte bei dieser Subgruppe zu einer Reduktion des Auftretens eines zweiten Schubes um 66 % im Vergleich zu Placebo. Interferon-beta-1a ist deshalb für die Frühtherapie der MS nach einem ersten Schub zugelassen. Ähnliche, sogar deutlichere Effekte ergaben sich in der BENEFIT-Studie mit Interferon-beta-1b, das ebenfalls zur Behandlung eines erstmaligen demyelinisierenden Ereignisses bei aktivem entzündlichen Prozess zugelassen wurde. Die entsprechende Studie mit Interferon-beta-1a, die sog. REFLEX- Studie, wurde ebenfalls abgeschlossen, die ersten Ergebnisse deuten dabei auf einen ähnlich positiven Effekt hin. In gleicher Weise wurde auch für Glatirameracetat in der PRECISE-Studie hoch signifikant nachgewiesen, dass durch das Medikament im Vergleich zum Placebo ein späteres oder selteneres Auftreten eines zweiten Schubes erreicht werden kann. Ein besonderes Problem stellen Patienten dar, die innerhalb kurzer Zeit, also weniger Monate, mehrere Schübe erleiden und eine hohe Aktivität im MRT zeigen. Bei diesen Patienten besteht heute die Möglichkeit zur Behandlung mit Natalizumab, einem monoklonalen Antikörper, der einmal monatlich als Infusion gegeben wird und die Einwanderung der Entzündungszellen ins Gehirn blockiert. Dieses Medikament kann aber, wenn auch selten, bedrohliche Nebenwirkungen in Form einer Virusinfektion des Gehirns auslösen, sodass die Indikation sehr sorgfältig gestellt werden muss. Immer wieder wird gefragt, ob wirklich alle Patienten nach einem ersten Schub behandelt werden sollten, da ja bei einem Teil der Patienten die Erkrankung so gutartig verläuft, dass eine wesentliche Beeinträchtigung der Lebensqualität nicht oder erst nach Jahren auftritt (bei etwa % der Patienten). Jedoch gibt es kaum Möglichkeiten zur Vorhersage des Verlaufes. Ein wichtiger prognostischer Faktor ist aber in erster Linie das Ausmaß der MRT-Veränderungen bei Diagnosestellung. Ein frühzeitiger Einsatz einer immunmodulierenden Therapie zielt auf einen prophylaktischen bzw. den Krankheitsverlauf abschwächenden/hemmenden Effekt ab. In aktuellen Konsensus-Papieren wird ein frühzeitiger Einsatz dieser Therapien empfohlen. Aufgabe des behandelnden Arztes und des MS-Spezialisten ist es, mitzuentscheiden, ob bei einem Patienten ein erhöhtes Risiko vorliegt. Bei Erstmanifestation der Erkrankung mit nur wenigen Herden sollte eine Verlaufsuntersuchung im MRT erfolgen. Zeigt sich eine Zunahme der Krankheitsaktivität mit Nachweis neuer/aktiver Herde, sollte mit Interferon-Beta oder Glatirameracetat behandelt werden. Bei von Anfang an zahlreichen Herden ist eine Behandlung schon nach dem ersten Ereignis möglich. Bei hochgradiger Krankheitsaktivität mit immer wiederkehrenden Schüben und schneller Entwicklung neurologischer Defizite sollte neben den wiederholten hoch dosierten Kortisonstoßtherapien auch über den frühen Einsatz der neueren Therapien (Natalizumab) nachgedacht werden. Bei sehr schweren und hartnäckigen Schüben wird heute eine Plasmapherese-Behandlung (Blutwäsche) empfohlen. DURCHBRUCH DER KRANKHEITSAKTIVITÄT UND NEURO- LOGISCHE DEFIZITE VERMEIDEN Die Entwicklung geht dabei insgesamt eher zum frühen Einsatz aggressiver Therapien hin, da damit der sog. Durchbruch der Krankheitsaktivität und die frühzeitige Ansammlung deutlicher neurologischer Defizite vermieden werden sollen. Die entsprechenden kontrollierten Studien hierzu sind derzeit in Planung bzw. haben gerade begonnen. Die Entscheidung über den Einsatz solcher potenziell auch nebenwirkungsreicher Therapien wird zunehmend in Zusammenarbeit mit spezialisierten MS-Zentren entweder in Kliniken oder in Schwerpunktpraxen getroffen. Prof. Dr. med. Fedor Heidenreich, Hannover Ratgeber ms

14 AnZeIge > Das Leben im Mittelpunkt trotz Multipler Sklerose Warum die Hautverträglichkeit von MS-Medikamenten so wichtig ist In der Basistherapie der Multiplen Sklerose (MS) werden grundsätzlich Interferone oder Glatirameracetat angewendet, deren Langzeitwirksamkeit seit über 15 Jahren nachgewiesen ist. Doch bei den Präparaten gibt es wichtige Unterschiede, beispielsweise die Art der Injektion: Die meisten Medikamente werden mehrmals wöchentlich oder täglich subkutan, d. h. ins Unterhautfettgewebe, gespritzt. Außerdem gibt es ein intramuskuläres Interferon, das einmal wöchentlich in den Muskel gespritzt wird. Bei allen Injektionen kann es zu unterschiedlich starken Hautreaktionen kommen. Juckreiz und Schwellungen bis hin zu dauerhaften Verhärtungen können die Folge sein. Hautverträglichkeit ist für viele MS-Patienten daher ein wichtiges Thema. Schließlich ist unsere Haut mehr als nur eine Hülle. Gesunde Haut kann einen großen Teil zu unserer Lebensqualität beitragen. Gemeinsam mit Freunden ausgehen, einen Partner finden: All dies fällt natürlich leichter, wenn die Haut gesund ist. Damit MS-Patienten sich auch weiterhin auf ihr Leben konzentrieren können, ohne ständig an die Krankheit denken zu müssen, ist eine gut verträgliche Therapie, die sich einfach in den Alltag integrieren lässt, unerlässlich. So könnte mit einem intramuskulären Interferon das Auftreten von Hautreaktionen und z. B. grippeartigen Symptomen auf einmal wöchentlich reduziert werden. Durch die längeren Regenerationsphasen wird die Haut zusätzlich entlastet. Erleichterung bietet auch die Applikationshilfe AVOJECT IM, die durch eine kürzere und kleinere Kanüle zusätzlich eine schmerzarme Selbstinjektion ermöglicht. PROFESSIONELLE BETREUUNG FÜR EINE UNKOMPLIZIERTE THERAPIE Wichtig ist in jedem Fall eine konsequent durchgeführte Therapie, auch wenn die Selbstinjektion anfangs ein wenig Übung erfordert. Unterstützung bei allen Fragen rund um die Therapie finden Betroffene in speziellen Patientenprogrammen wie z. B. AVOSTART-1a. Dieses kostenfreie Programm bietet Services, wie z. B. die persönliche Betreuung und Schulung in der Selbstinjektion durch MS-Schwestern unabhängig von Praxisöffnungszeiten. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter oder kostenfrei unter der Telefonnummer 08 00/ Ratgeber ms 2011

15 Mo Di Mi Do Fr Sa So TheRApIe der ms Begleitung macht stark Maßgeschneiderter Service für MS-Patienten: Patiententasche zum Therapiestart Injektionshilfe AVOJECT Individuelle Injektionsschulung Kompetente telefonische Ansprechpartner Informations- und Serviceartikel Patientenzeitschrift MS Life & News -Newsletter Wir freuen uns auf Sie: (kostenfrei) Ratgeber ms

16 TheRApIe der SympTome > Symptomatische Therapie Dass MS viele Gesichter hat, macht es z. T. schwer, mit ihr umzugehen. Viele der Symptome könnten auch andere Ursachen haben, werden deshalb zu spät beachtet und falsch oder gar nicht behandelt. Dabei verhilft eine symptomatische Therapie, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität wieder zu verbessern. Die typischen Störungen betreffen die Bereiche Bewegung und Koordination (z. B. Spastik, Muskelschwäche, Muskelzittern), Beeinträchtigung der Hirnnerven (z. B. Augenbewegungsstörun- gen, Sprech- und Schluckstörungen), vegetative Bereiche (z. B. Blasen- und Darmstörungen, Störungen der Sexualität), neuropsychologische Symptome (z. B. Fatigue, Depressionen) und äußern sich nicht selten auch in diffusen Schmerzen. Zu ihrer Behandlung stehen Medikamente, aber auch viele nicht-medikamentöse Maßnahmen zur Verfügung. Eine symptomatische Therapie kann neben der MS-Basistherapie zu einer wesentlichen Verbesserung der Lebensqualität und des Wohlbefindens beitragen. Achten Sie also auf Ihre Beschwerden und besprechen Sie sie mit dem behandelnden Arzt, der Ihnen weiterhelfen kann, auch wenn vielleicht die ersten Behandlungsansätze nicht sofort den gewünschten Erfolg bringen. > Einer abnormen Müdigkeit (Fatigue) entgegenwirken Eine große Ermüdung, die sowohl den körperlichen als auch den geistigen Bereich betreffen kann, ist ein häufiges Problem bei MS und häufig Ursache dafür, dass die berufliche Tätigkeit nicht mehr ausgeübt werden kann oder zumindest die Tagesplanung umgestürzt werden muss. Viele der ca. zwei Drittel von der sog. Fatigue betroffenen MS-Erkrankten werden froh sein über das Herannahen der kühleren Jahreszeit, weil Wärme die Ermüdung noch verstärkt (Uhthoff-Phänomen). Selbstverständlich kann eine ungewöhnlich rasche Ermüdung auch andere Ursachen haben als die MS, sodass eine genaue Abklärung durch den Neurologen erfolgen sollte. foto: ShuTTeRSTocK Damit der Betroffene seinen Alltag entsprechend strukturieren kann, sollten Tagesaktivitäten und das Auftreten der Fatigue-Phasen in einem Müdemacher-Protokoll dokumentiert werden. Der Tagesablauf lässt sich nach dessen Analyse so planen, dass häufige Pausen, geregelte Bettruhe, eine gezielte Planung von Unternehmungen in sinnvollem Wechsel und der individuellen Leistungsfähigkeit gemäß stattfinden. Vor allem gilt es, seine Zeit neu zu managen und Prioritäten zu setzen: Was ist wichtig? Was kann ich aufschieben? Was kann ich delegieren? Kurzfristige Besserung kann eine Kühlung durch kühle Bäder, Kühlelemente oder Klimatisierung verschaffen, langfristig wirkt sich regelmäßiges Muskeltraining positiv aus. WAS TUN GEGEN DAS ABGESCHLAGENHEITSGEFÜHL? Der Fatigue kann z. B. durch regelmäßige Gymnastik und entspannungsorientierte Methoden wie Feldenkrais, Eutonie und Qi Gong begegnet werden. Erst wenn diese und ähnliche Übungen keinen Erfolg bringen, sollte eine medikamentöse Behandlung angedacht werden. Gedächtnis- und Konzentrationsdefizite lassen sich hingegen manchmal bereits durch Denksportaufgaben (Sudoku oder Kreuzworträtsel) in den Griff bekommen. Reichen diese nicht aus, kann der behandelnde Neurologe zusätzlich mit dem Patienten spezielle, EDV-basierte Trainingseinheiten durchführen. 16 Ratgeber ms 2011

17 TheRApIe der SympTome > Schmerzen bei MS Schmerzen können viele Ursachen haben und sind entsprechend unterschiedlich in den Griff zu bekommen. So können Schmerzen direkt durch die krankheitsbedingten Nervenschädigungen auftreten, z. B. bei der Sehnerven- oder der Gesichtsnervenentzündung. Aber auch bestehende MS-Symptome wie Spastik, Kontrakturen, Fehlhaltungen können in der Folge Schmerzen verursachen, häufig sind das sog. muskuloskelettale Schmerzen in Gelenken, Muskeln, Sehnen oder Bändern. Auch Krämpfe in Armen oder Beinen können schmerzhaft sein oder schlecht angepasste Mobilitätshilfen, die Druckstellen verursachen. Nicht zuletzt kann die Therapie der MS selbst Schmerzen auslösen, etwa u. U. die Behandlung mit Beta-Interferonen. Zur Analyse führen Sie am besten ein Schmerztagebuch, in dem Sie Häufigkeit und Intensität der Schmerzereignisse protokollieren. Krämpfe und Muskelschmerzen können Sie durch progressive Muskelentspannung nach Jacobson, durch Gymnastik oder Meditation reduzieren oder Sie nehmen die Hilfe von Physiotherapeuten in Anspruch. Hydrotherapie, Massagen, elektrische Nervenstimulation, Akupunktur und chiropraktische Behandlung können ebenfalls ausprobiert werden. Sollte das nicht ausreichen: Eine Kombination von Medikamenten und nicht-pharmakologischen Maßnahmen hilft heute, Schmerzen fast immer wirkungsvoll zu bekämpfen. So können Nervenschmerzen durch Antidepressiva, Entzündungserscheinungen durch Kortison behandelt werden. Grippeähnliche Schmerzen, die im Zusammenhang mit der Therapie auftreten, können oft durch Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure, Paracetamol oder durch Antirheumatika gelindert werden, bei Schwellungen der Injektionsstellen hilft lokale Kühlung. > Wenn die Muskeln streiken dann liegt oft eine Spastik, eine Muskelsteifigkeit, vor. Bewegungen müssen gegen diesen Widerstand ausgeführt werden, worunter die Geschicklichkeit leidet. Kommt eine Muskelschwäche hinzu, können längere Gehstrecken kaum noch bewältigt werden. Die Stärke der Spastiken kann sich unvorhergesehen ändern. Es kommt auch vor, dass die Steifigkeit ganz plötzlich in die Muskeln einschießt und starke Schmerzen verursacht. Vor allem seelische Faktoren wie Stress, Angst, Verzweiflung können sich negativ auf das Geschehen auswirken. Eine konsequente Physiotherapie, etwa nach dem Bobath- Konzept, kann helfen, Spastiken wirksam zu lösen. Auch eine Behandlung mit motorgetriebenen Fahrrädern oder die Bewegung auf einem Laufband ist hilfreich. Außerdem gibt es spezielle Lagerungen zur Dehnung der versteiften Muskulatur. Eine andere Möglichkeit sind Eis- und Kältebehandlungen. Unter den medikamentösen Substanzen haben sich u. a. Baclofen (in schweren Einzelfällen als Infusion ins Rücken- mark) und Gabapentin bewährt, wobei die Dosierung individuell angepasst werden muss, um Nebenwirkungen wie Müdigkeit, Übelkeit oder Schwindel zu vermeiden. foto: ShuTTeRSTocK Ratgeber ms

18 TheRApIe der SympTome > Inkontinenz muss kein Problem sein Harninkontinenz ist das Unvermögen, Urin in der Blase zu speichern und zu einem willkürlich festgelegten Zeitpunkt zu entleeren. Bis zu drei Viertel aller MS-Patienten leiden je nach Krankheitsstadium daran. Die intakte Blasenfunktion hängt von einem perfekt aufeinander abgestimmten Zusammenspiel zwischen verschiedenen Muskelgruppen im Beckenbodenbereich ab, das vom Gehirn koordiniert wird. Das Gehirn schickt dabei die entsprechenden Befehle über das Rückenmark zu den Muskeln ein Vorgang, der durch Defizite der Nervenleitfähigkeit stark beeinträchtigt wird. Dabei wird die Blase in einem regelmäßigen Rhythmus entleert, und zwar auch ohne das Bedürfnis, Wasser lassen zu müssen. Bei Harndrang außerhalb des festgelegten Zeitpunkts muss diesem widerstanden werden. Ein rhythmisches Beklopfen der Bauchdecke oberhalb des Schambeins wirkt unterstützend. foto: dak/wigger Hilfestellung kann ein Arzt dann geben, wenn der Patient ihn auf sein Problem anspricht. Besonders hilfreich ist es, bereits zum ersten Gespräch ein sog. Miktionstagebuch mitzubringen, in dem der Patient notiert hat, wann, wie oft und wie viel Urin er in den letzten Tagen gelassen hat. Ist die Speicherfunktion der Blase beeinträchtigt, sodass der Betroffene unter ständigem Harndrang leidet, kann ein gezieltes Blasenfunktionstraining, das sog. Timed Voiding, helfen. Je nachdem, ob das Problem in der Speicherung des Urins oder der Entleerung der Blase liegt, kann der Urologe in Absprache mit dem Neurologen ein entsprechendes Medikament verordnen. Wenn diese Therapien nicht den gewünschten Erfolg bringen, können Betroffene auf moderne Hilfsmittel zurückgreifen, die sie für überschaubare Zeit von einer Toilette unabhängig machen. Einlagen, Einmal-Urinflaschen, Kondomurinale für Männer oder Einmalkatheter sind komfortabel zu handhaben und gewährleisten Freiheit und Flexibilität. > Sexuelle Störungen behandeln Verminderte Sensibilität im Genitalbereich kann die Orgasmusfähigkeit von Frauen einschränken und damit zumeist auch das sexuelle Verlangen. Eine Trockenheit der Scheide führt zudem oft zu Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Bei Männern kann die Erektions- und Ejakulationsfähigkeit beeinträchtigt sein. Weil Sexualität auch bei Gesunden maßgeblich durch das eigene Körpergefühl, durch Stress und Anspannung beeinflusst wird, ist es wichtig, eine positive Haltung und ein ausgeglichenes Selbstwertgefühl zu erhalten oder wiederzufinden. Eine vertrauensvolle Partnerbeziehung und offene Gespräche können über manche Probleme hinweghelfen. Bei Frauen kann zumeist die Trockenheit der Scheide mit Hormonpräparaten behandelt werden, manchmal löst bereits ein Gleitmittel das Problem. Die Schwellkörper-Autoinjektionstherapie, Vakuumpumpen oder das operative Einsetzen von Penisprothesen sind Optionen bei Störungen der Erektionsfähigkeit bei Männern. 18 Ratgeber ms 2011

19 TheRApIe der SympTome > Bewegung hilft, gezielt Symptome zu bekämpfen Waren körperliche Aktivitäten bei Menschen mit MS früher noch umstritten, so haben neuere Studien bewiesen, dass der gesundheitliche Wert sportlicher Betätigung auch bei dieser Erkrankung positive Effekte zeigt. Ausreichende Bewegung hilft, die Symptome zu beherrschen, funktionale Fähigkeiten zu erhalten und das emotionale Wohlbefinden zu fördern. DER VON MEYRA: Die Symbiose von Design und Dynamik Wie eine Veröffentlichung der DMSG darlegt, ist der Allgemeinnutzen sportlicher Aktivitäten gerade für MS-Patienten hoch einzuschätzen. Positiv auf den Körper wirkt sich Bewegung aus, indem sie den Blutdruck senkt, die Gefäßelastizität verbessert und die Blutfette reduziert. Das Immunsystem wird angeregt, aber auch die Psyche profitiert: Emotionale und kognitive Fähigkeiten werden verbessert, die Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit erhöht, Depressionen und Angst abgebaut. Somit steigen Lebensqualität und soziale Leistungsfähigkeit zusätzlich häufig unterstützt durch ein sportliches Gruppenerlebnis. SO WIRKT SPORT AUF DIE SYMPTOME Als Ursache für die positiven Effekte wird angesehen, dass die Durchblutung bestimmter Hirnregionen durch Bewegung um 30 % erhöht wird. Außerdem steigert sie die Bildung von Botenstoffen, die helfen, Nervenzellen neu zu bilden und zu regenerieren. Vorläufige Forschungsergebnisse deuten an, dass sportliche Aktivität somit Reparaturmechanismen im Gehirn aktiviert und den Abbau der Denkleistung bei MS dadurch verlangsamt. Auch wenn sich viele Patienten durch Ataxie, Schmerzen oder sensorische Störungen in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sehen ein Hinderungsgrund für eine ausgewogene, ange- Extrem kompakt und belastbar! Ratgeber ms

20 TheRApIe der SympTome passte sportliche Betätigung müssen diese Symptome nicht sein. Viele davon lassen sich durch Sport lindern. So etwa Fatigue, die sich durch Bewegungsarmut eher verschlimmert. Hier helfen aerobe Bewegung und Yoga. Gegen Muskelschwäche, die durch den Abbau der Muskelmasse in Ruhe verstärkt wird, hilft gezieltes Krafttraining. Dehnungsübungen wirken sich dagegen positiv auf Spastiken aus und helfen, Kontrakturen zu vermeiden. MIT TRICKS PROBLEME VERMEIDEN Und schließlich gibt es Tricks, um Probleme wie Ermüdungsund Erhitzungserscheinungen zu vermeiden. Eine kühle Dusche, ausreichendes Trinken, angemessene, nicht zu warme Kleidung sorgen für Erfrischung. Wenn Sie nicht in klimatisierten Räumen trainieren, sondern im Sommer im Freien, so ist der kühlere Nachmittag der Mittagszeit vorzuziehen. Und überfordern Sie sich nicht: Kleine Intervalle statt eines strapaziösen Dauertrainings helfen Kräfte sparen. Wenn Sie trotzdem unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Das sollten Sie auch tun, wenn Sie sich während eines Schubs sportlich betätigen wollen. Vielleicht ist es sinnvoll, das Trainingsprogramm dann zu unterbrechen oder entsprechend abzuändern. Ebenso sollten Sie Anstrengung nach der Einnahme bestimmter Medikamente oder bei Infektionskrankheiten meiden. Für welchen Sport Sie sich entscheiden, hängt natürlich von Ihrer persönlichen Neigung ab, denn vor allem soll die Bewegung Spaß machen. AQUA-TRAINING UND SCHWIMMEN Aqua-Training ist besonders gelenkschonend, weil das Wasser 80 % des Körpergewichts trägt. Gleichzeitig bewirkt jedoch der Wasserwiderstand, dass es viel wirkungsvoller ist als Übungen auf dem Trockenen: Eine Minute Aquatraining fordert Sie fünfmal so stark. Die Wassertemperatur sollte 30 Grad nicht überschreiten. Optimal ist eine Trainingsdauer von einer halben bis zu einer dreiviertel Stunde, die Sie zwei- bis dreimal pro Woche absolvieren sollten. Aqua-Training ist besonders gelenkschonend und wirkungsvoll. REITEN UND NORDIC WALKING Reiten erfordert Ausdauer und wirkt somit der Fatigue entgegen. Die rhythmischen Bewegungen fördern das Koordinationsvermögen, den Gleichgewichtssinn und reduzieren Spastiken. Beim therapeutischen Reiten nutzt man die positiven Effekte, um gezielt Schmerzen und Verspannungen in Hüftgelenk und Rücken zu reduzieren. Nordic Walking aktiviert durch die speziellen Bewegungsabläufe nahezu die gesamte Körpermuskulatur und ist somit geeignet als Ausdauertraining. Es wirkt sich positiv auf Herz und Kreislauf aus, kräftigt die Arm- und Rumpfmuskulatur, lockert zugleich die Schultermuskulatur und fördert die Koordination. YOGA Gerade zu Yoga gibt es bereits zahlreiche Untersuchungen an Menschen mit MS. Die positive Wirkung bei Symptomen wie Fatigue, Muskelschwäche und Gleichgewichtsstörungen ist daher belegt. Beispiele für geeignete Elemente sind bewusstes Körpertraining, Atemübungen, Entspannung, Training der Wahrnehmung und Körpermeditation. foto: ShuTTeRSTocK 20 Ratgeber ms 2011

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