Welches sind Ihre Rechte und Pflichten in Sachen Outplacement?

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1 Landesamt für Arbeitsbeschaffung Für weitere Informationen k ontak tieren Sie Ihren lok alen Arbeitsamt. Die Adressen sind im Telefonbuch oder auf der W ebsite: Welches sind Ihre Rechte und Pflichten in Sachen Outplacement? Infos heet T101 Zuletzt aktualis iert Die sechste Staatsreform WICHTIGE MITTEILUNG ZUR 6. STAATSREFORM Die Informationen in diesem Infoblatt beziehen sich auf Befugnisse, die zum 1. Juli 2014 der W allonischen Region und der Deutschsprachigen Gemeinschaft übertragen wurden. (siehe www. emploi. wallonie. be, www. ifapme. be). Es wurde allerdings eine Übergangsphase vorgesehen, in der das LfA provisorisch diese Befugnis weiter ausübt. Das LfA bleibt als o aufgrund des Kontinuitäts grunds atz es mit der Aus führung dies er Materie beauftragt, bis die Region bzw. die Gemeinschaft operativ imstande ist, diese Befugnis wahrzunehmen. Die bestehenden Vorschriften und Verfahren was betrifft der Outplacementscheck bleiben in Kraft, bis die Region oder die Deutschsprachige Gemeinschaft sie abändert. FÜR WEN IST DIESES INFOBLATT BESTIMMT? Dies es Infoblatt gilt allein für den Arbeitnehmer, der z um Datum s einer Entlas s ung das 45. Lebens jahr vollendet hat, ein Jahr ununterbrochener Betriebszugehörigkeit hat, und der keinen Anspruch auf eine Kündigungsentschädigung von mindestens 30 W ochen hat. Der Arbeitnehmer, der Anspruch auf eine Kündigungs- oder Entlassungsentschädigung von mindestens 30 W ochen hat, hat unabhängig von seinem Alter Anrecht auf ein anderes Outplacementsystem. Nähere Informationen über dies es andere Outplac ements y s tem finden Sie auf der W ebs ite des Föderalen Öffentlichen Dienstes Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung : : WAS IST EIN OUTPLACEMENT? Unter " Outplac ement" vers teht man eine Reihe von Diens tleis tungen und Hilfes tellungen, die individuell oder in Gruppen von einem Dritten, einem s ogenannten Diens tleis ter, im Auftrag eines Arbeitgebers erteilt werden, um es einem Arbeitnehmer zu ermöglichen, selbst und möglichst schnell wieder eine Arbeit bei einem neuen Arbeitgeber zu finden oder eine Berufstätigkeit als Selbständiger zu entwickeln. Es handelt sich zum Beispiel: um eine psychologische Betreuung um eine logistische und administrative Unterstützung um die Aufstellung einer persönlichen Bilanz um die Hilfe bei der Arbeitsuche um die Begleitung bei den Verhandlungen z um Abs c hlus s eines neuen Arbeits vertrags um die Betreuung bei der Integration in das neue Arbeits umfeld

2 Der Dienstleister kann ein öffentlicher Dienst (ADG, FOREM, ACTIRIS) sein oder eine private Dienstelle, eine Umschulungszelle... HABEN SIE ANRECHT AUF DAS OUTPLACEMENT? Allgemeines Sie haben Anrec ht auf ein Outplac ement, wenn Sie die nac hfolgenden Bedingungen k umulativ erfüllen: Sie s tehen in einem Arbeits vertrags verhältnis mit einem Arbeitgeber des Privats ek tors; Sie wurden entlassen, jedoch nicht aus schwerwiegendem Grund; Im Moment der Entlassung (=Notifizierung der Kündigungsfrist oder sofortige Beendigung des Arbeits vertrages), haben Sie das 45. Lebens jahr vollendet und mindes tens ein Jahr ununterbroc hener Betriebszugehörigkeit bei diesem Arbeitgeber zurückgelegt; Das Anrecht fällt weg ab dem Zeitpunkt, wo Sie die Ruhestandspension beanspruchen können. Kündigung durch den Arbeitgeber Voraussetzung des Anrechts auf das Outplacement ist die Kündigung durch den Arbeitgeber, d.h. eine Handlung durch welche der Arbeitgeber Sie davon in Kenntnis setzt, dass er beschlossen hat, den zwischen Ihnen und ihm bes tehenden Arbeits vertrag aufz ulös en. Es kann von einer Kündigung durch den Arbeitgeber nicht die Rede sein, wenn der Arbeitsvertrag unter nac hfolgenden Ums tänden endet: durch Ablauf der Frist, für die der befristete Arbeitsvertrag abgeschlossen wurde; bei Vollendung der Arbeit, für die der Vertrag abgeschlossen wurde; wegen höherer Gewalt; wegen freiwilliger Arbeits aufgabe; WELCHES SIND IHRE PFLICHTEN ALS ARBEITNEHMER? Als Arbeitnehmer, der das 45. Lebens jahr vollendet hat, müs s en Sie: auf jedes Outplac ementangebot eingehen; an jedem Outplac ementangebot mitwirk en; um das Outplacement, auf das Sie Anrecht haben, bitten, wenn Ihr Arbeitgeber es Ihnen nicht selbst anbietet; Sie können vom Bezug der Arbeitslosenunterstützung ausgeschlossen werden, wenn Sie diesen Verpflichtungen nicht nachkommen. Die Konkrete Einhaltung dieser Verpflichtungen kann je nach Ihrer Situation verschieden sein. Siehe weiter. DAS OUTPLACEMENTVERFAHREN Allgemeines Für die Entlas s ungen (= Notifiz ierung der Kündigungs fris t oder s ofortige Beendigung des Arbeits vertrages), die nach dem zugestellt wurden, muss der Arbeitgeber allen entlassenen Arbeitnehmern, die darauf Anrec ht haben, ein k onk retes und gültiges Outplac ement anbieten. Aus nahms weis e mus s er bes timmten Arbeitnehmern nur dann ein k onk retes und gültiges Outplac ement anbieten, wenn diese ihn ausdrücklich darum bitten. Um zu erfahren, ob und wie Ihr Arbeitgeber Ihnen aus eigener Initiative ein Outplacement anbieten muss, lesen Sie das Infoblatt für Arbeitgeber W as müssen Sie in Sachen Outplacement unternehmen? Nr. E42. Dieses Infoblatt ist erhältlich bei Ihrer Zahlstelle oder beim Arbeitslosenamt des LfA oder kann von der W ebsite www. lfa. be heruntergeladen werden. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen aus eigener Initiative ein Outplacement anbieten? Ihr Arbeitgeber hat Ihnen ein Angebot aus eigener Initiative gemacht

3 Prinzip Ihr Arbeitgeber mus s Ihnen innerhalb einer Fris t von 15 Tagen nac h dem Ende des Arbeits vertrages (= Ende der verlängerten oder nic htverlängerten Kündigungs fris t oder Zeitpunk t der s ofortigen Beendigung des Arbeits vertrages unter Zahlung einer Entlas s ungs ents c hädigung) per Eins c hreiben ein gültiges und k onk retes Outplac ement anbieten. W enn Ihr Arbeitgeber Ihnen rechtzeitig ein gültiges und konkretes Angebot macht, sind Sie verpflichtet: das Outplac ement anz unehmen an dem Outplacement mitzuwirken. Sie verfügen über eine einmonatige Fris t ab dem Angebot, um das Angebot s c hriftlic h mittels Eins c hreibebrief oder durc h Abgabe eines Briefes, des s en Doppel als Empfangs bes tätigung vom Arbeitgeber unterz eic hnet wird, anz unehmen. W enn Sie das Outplac ementangebot ablehnen oder wenn Sie auf das Angebot ohne gültigen Grund nic ht reagieren, verlieren Sie Ihr Anrec ht auf das Outplac ement. Auß erdem können Sie vom Bezug der Arbeitslosenunterstützung ausgeschlossen werden, wenn Sie das Outplacementangebot nicht annehmen oder wenn Sie an dem Outplacement nicht mitwirken. Ausnahmen W enn Sie erachten, dass Sie körperlich oder geistig nicht oder nicht mehr in der Lage sind, ein Outplacement anzunehmen oder an einem Outplacement mitzuwirken, können Sie spätestens im Moment Ihrer Ablehnung eine Arbeitsunfähigkeit von >66% geltend machen. Sie werden sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen müssen. W enn die Arbeitsunfähigkeit von >66% bestätigt wird, werden Sie nicht ausgeschlossen. Sie werden auch dann nicht ausgeschlossen, wenn Sie den Vorteil einer Freistellung für ältere Arbeitslose genieß en, die Sie beantragen k önnen, wenn Sie im Moment des Antrages auf Unters tütz ung das 60. Lebens jahr vollendet haben. W enn Sie den Vorteil dieser Freistellung genieß en, können Sie nicht ausgeschlossen werden, wenn Sie das Outplacement nicht annehmen oder wenn Sie an dem Outplacement nicht mitwirken. W enn Sie beschließ en, das Angebot anzunehmen und wenn Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Mitwirkung mehr leisten, können Sie vom Bezug der Arbeitslosenunterstützung ausgeschlossen werden, auß er wenn Sie rechtzeitig und zu Recht eine Arbeitsunfähigkeit von > 66% (siehe weiter oben) geltend machen. Ihr Arbeitgeber hat Ihnen kein Angebot aus eigener Initiative gemacht Prinzip W enn Ihr Arbeitgeber Ihnen nicht rechtzeitig ein gültiges und konkretes Outplacement angeboten hat, müssen Sie ihn schriftlich in Verzug setzen, und zwar in einer Frist von: 1 Monat nach Ablauf der Frist von 15 Tagen; 9 Monate nach Ablauf der Frist von 15 Tagen, wenn Ihr Arbeitsvertrag unter Zahlung einer Entlassungsentschädigung aufgelöst wurde. Dies muss mittels eines Einschreibebriefes oder durch Abgabe eines Briefes, dessen Doppel von Ihrem Arbeitgeber als Empfangs bes tätigung unterz eic hnet wird, ges c hehen. Sie können vom Bezug der Arbeitslosenunterstützungen ausgeschlossen werden, wenn Sie ihn nicht rechtzeitig und in gültiger Form in Verzug setzen. Ausnahmen Sie werden nicht ausgeschlossen, wenn Sie den Vorteil einer Freistellung für ältere Arbeitslose genieß en, die Sie beantragen k önnen, wenn Sie im Moment des Antrages auf Unters tütz ung das 60. Lebens jahr vollendet haben. W enn Sie den Vorteil dieser Freistellung genieß en, können Sie nicht ausgeschlossen werden, wenn Sie das Outplacement nicht annehmen oder wenn Sie an dem Outplacement nicht mitwirken. W enn Sie beschließ en, das Angebot anzunehmen und wenn Sie zu einem bestimmten Zeitpunkt keine Mitwirkung mehr leisten, können Sie vom Bezug der Arbeitslosenunterstützung ausgeschlossen werden, auß er wenn Sie rechtzeitig und zu Recht eine Arbeitsunfähigkeit von > 66% (siehe weiter oben) geltend machen.

4 Sie werden auch dann nicht ausgeschlossen, wenn Sie: s ofort nac h dem Ende des Arbeits vertrages während einer z us ammenhängenden Zeit von mindes tens 2 Monaten als Arbeitnehmer bei einem neuen Arbeitgeber oder als Selbs tändiger im Auftrag eines Kunden die Arbeit wieder aufgenommen haben. effek tiv einem Outplac ement nac hgegangen s ind. Ihr Arbeitgeber muss Ihnen nicht aus eigener Initiative ein Outplacement anbieten? Ihr Arbeitgeber hat Ihnen ein Angebot aus eigener Initiative gemacht W enn Ihr Arbeitgeber Ihnen unaufgefordert ein gültiges und konkretes Angebot gemacht hat, sind Sie nicht gez wungen, das Outplac ement anz unehmen. Sie k önnen dies es Outplac ement als o problemlos ablehnen. Sie können aber auch beschließ en, das Outplacement anzunehmen. In diesem Fall sind Sie gezwungen, daran mitzuwirken. W enn Sie erachten, dass Sie körperlich oder geistig nicht oder nicht mehr in der Lage sind, ein Outplacement anzunehmen oder an einem Outplacement mitzuwirken, können Sie spätestens im Moment Ihrer Ablehnung eine Arbeitsunfähigkeit von >66% geltend machen. Sie werden sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen müssen. W enn die Arbeitsunfähigkeit von >66% bestätigt wird, werden Sie nicht ausgeschlossen. Ihr Arbeitgeber hat Ihnen kein Angebot aus eigener Initiative gemacht W enn Ihr Arbeitgeber Ihnen k ein Outplac ement aus eigener Initiative angeboten hat, k önnen Sie problemlos entscheiden, Ihr Anrecht auf das Outplacement nicht zu fordern. W enn Sie jedoch entscheiden Ihren Arbeitgeber um ein Outplacement zu bitten, müssen Sie eine schriftliche Bitte an ihn richten und zwar mittels eines Einschreibebriefes oder durch Abgabe eines Briefes, dessen Doppel von Ihrem Arbeitgeber als Empfangs bes tätigung unterz eic hnet wird. In dies em Fall is t der Arbeitgeber verpflic htet, Ihnen ein gültiges Angebot z u unterbreiten. Sie müssen dann das Outplacement annehmen und an dem Outplacement, das Ihnen auf Ihre ausdrückliche Bitte hin angeboten wurde, mitwirken. W enn Sie das Outplacement ablehnen, können Sie vom Bezug der Arbeitslosenunterstützung ausgeschlossen werden, auß er wenn Sie rechtzeitig und zu Recht eine Arbeitsunfähigkeit von > 66% geltend machen (siehe weiter oben). Dauer und Ablauf des Outplacements Allgemeines Sie haben während eines Zeitraums von max imal 12 Monaten Anrec ht auf ein Outplac ement. Das Outplac ement is t in 3 Phas en von jeweils 20 Stunden unterteilt. In einem Zeitabs c hnitt von höc hs tens 2 Monaten ab dem Beginndatum des Outplac ementprogramms, erhalten Sie insgesamt 20 Stunden Outplacement. Nach dem ersten Zeitabschnitt, setzt sich das Outplacement während eines folgenden Zeitabschnitts von 4 Monaten fort, mit einer Ges amtdauer von 20 Stunden. Das Outplacement setzt sich dann wieder während eines folgenden Zeitabschnitts von höchstens 6 Monaten fort, mit einer Ges amtdauer von 20 Stunden. Der Übergang von einer Phase zur anderen erfolgt automatisch, ohne dass Sie es ausdrücklich zu beantragen haben. Abbruch oder Nichtingangsetzung des Outplacements Es kann sein, dass Sie das Outplacement nicht beginnen oder fortsetzen möchten, weil Sie einen Arbeitsplatz bei einem neuen Arbeitgeber haben. Sie müssen den Arbeitgeber schriftlich davon in Kenntnis setzen. In der ersten Situation hat das Outplacement noch nicht begonnen, in der zweiten Situation wird das Outplac ement durc h die Mitteilung abgebroc hen. W enn Sie die neue Arbeitsstelle binnen 3 Monaten nach dem Dienstantritt verlieren, können Sie Ihren

5 Arbeitgeber s c hriftlic h darum bitten, das Outplac ement aufz unehmen oder wieder aufz unehmen. Dies e Bitte müssen Sie innerhalb von einem Monat nach dem Verlust der neuen Arbeitsstelle einreichen. W enn Sie noch kein Outplacementangebot erhalten haben, muss Ihr Arbeitgeber Ihnen noch ein Angebot in einer Frist von 15 Tagen ab dem Moment Ihrer Bitte machen. Die Mitteilung über die neue Arbeitsstelle oder die selbständige Tätigkeit sowie die Bitte um Aufnahme oder W iederaufnahme der Outplac ementbetreuung mus s s c hriftlic h erfolgen, und z war durc h Sendung eines Eins c hreibebriefes oder durc h Abgabe eines Briefes, des s en Doppel von Ihrem Arbeitgeber als Empfangs bes tätigung unters c hrieben wird. Ihr Arbeitgeber mus s alle s c hriftlic hen Handlungen durc h Vers endung eines Eins c hreibebriefes vornehmen. Im Falle einer W iederaufnahme beginnt dies e mit der Phas e, in der das Outplac ementprogramm abgebroc hen wurde und zwar für die restlichen Stunden. Das Outplacement endet auf jeden Fall bei Ablauf der zwölfmonatigen Zeit nach seinem Anfang. Sonderfall: die Gegenkündigung durch den Arbeitnehmer W enn Sie während der Kündigungsfrist dem Arbeitsvertragsverhältnis mit einer verkürzten Kündigungsfrist ein Ende setzen, weil Sie eine andere Arbeitsstelle gefunden haben, verlieren Sie nicht sofort Ihr Anrecht auf ein Outplac ement Sie bewahren das Anrecht auf das Outplacement bis zu 3 Monate nach dem Ende Ihres Arbeits vertrags verhältnis s es mit Ihrem Arbeitgeber. Um das Outplacement aufzunehmen oder wieder aufzunehmen, müssen Sie eine schriftliche Bitte innerhalb von drei Monaten nach dem Ende des zwischen Ihrem Arbeitgeber und Ihnen bestehenden Arbeitsvertragsverhältnisses einreichen. Zu diesem Zweck müssen Sie einen Einschreibebrief schicken oder einen Brief übergeben, des s en Doppel von Ihrem Arbeitgeber als Empfangs bes tätigung unters c hrieben wird. W enn Sie zu diesem Zeitpunkt noch kein Outplacementangebot erhalten haben, muss Ihr Arbeitgeber Ihnen ein gültiges Outplac ement in einer Fris t von 15 Tagen ab dem Moment Ihrer Bitte anbieten. Sie müssen alle schriftlichen Handlungen vornehmen, indem Sie entweder einen Einschreibebrief schicken oder indem Sie eine Urk unde übermitteln, deren Doppel Ihr Arbeitgeber unterz eic hnet hat. Ihr Arbeitgeber mus s alle s c hriftlic hen Handlungen durc h Vers endung eines Eins c hreibebriefes vornehmen. Falls das Outplac ement bereits begonnen hatte, beginnt die W iederaufnahme mit der Phas e, in der das Outplac ementprogramm abgebroc hen wurde und z war für die res tlic hen Stunden. Das Outplac ement endet auf jeden Fall bei Ablauf der zwölfmonatigen Zeit nach seinem Anfang. WAS GESCHIEHT, WENN IHR ARBEITGEBER IHNEN KEIN OUTPLACEMENT ANGEBOTEN HAT? W enn Ihr Arbeitgeber seine Verpflichtungen in Sachen Outplacement nicht nachkommt und Sie demzufolge das Outplacement, auf das Sie Anrecht haben, nicht in Anspruch haben nehmen können, können Sie unter gewissen Bedingungen ein Outplacement zu Lasten des LfA beanspruchen. Sie müssen nachweisen können, dass Sie: alle Bedingungen erfüllen, um Anrec ht auf das Outplac ement z u haben; Ihren Arbeitgeber rechtzeitig und in gültiger Form wegen der Nichtbeachtung seiner Verpflichtungen in Sachen Outplacement in Verzug gesetzt haben (siehe weiter oben). W enn Sie allen Bedingungen genügen, erhalten Sie einen Outplacementscheck. Mit diesem Scheck können Sie sich dann an ein Outplacementbüro Ihrer W ahl wenden, um ein Outplacement zu erhalten. Da LfA bezahlt das Outplac ementbüro. DAS OUTPLACEMENT ZU LASTEN DES LFA BEANTRAGEN Sie müssen den schriftlichen Antrag bei einem Arbeitslosenamt des LfA stellen, vorzugsweise anhand des Formulars C 230, dies in einer Frist von 6 Monaten ab dem Zeitpunkt, wo Sie Ihren Arbeitgeber in Verzug

6 setzen. Beschäftigungszeiten von weniger als 3 Monaten verlängern diese Frist. W enn Ihr Arbeitgeber Ihnen aus eigener Initiative ein Outplacement anbieten musste, müssen nachfolgende Belege beigefügt werden : eine Kopie des Kündigungs s c hreibens; eine Kopie des Formulars C4; eine Kopie des Briefes, mit welchem Sie Ihren Arbeitgeber rechtzeitig in Verzug gesetzt haben, weil dieser Ihnen nicht unaufgefordert ein Outplacement innerhalb von 15 Monaten nach dem Ende des Arbeitsvertragsverhältnisses angeboten hat oder weil das Angebot Ihrer Ansicht nach nicht gültig war; eine Erk lärung Ihrers eits, der entnommen werden k ann, das s der Arbeitgeber nic ht innerhalb eines Monats positiv auf Ihre Inverzugsetzung reagiert hat. W enn die Kündigung nach dem zugestellt wurde und Ihr Arbeitgeber Ihnen nicht unaufgefordert ein Outplac ement anbieten mus s te, müs s en nac hfolgende Belege beigefügt werden: eine Kopie des Kündigungs s c hreibens; eine Kopie des Formulars C4; eine Kopie des Briefes, mit welchem Sie spätestens 2 Monate nach der Zustellung der Kündigung eine Bitte um Outplac ement bei Ihrem Arbeitgeber oder dem Fonds eingereic ht haben; eine Kopie des Briefes, mit welchem Sie Ihren Arbeitgeber rechtzeitig in Verzug gesetzt haben, weil dieser Ihnen kein Outplacement innerhalb von 15 Tagen nach Ihrer Bitte angeboten hat oder weil das Angebot Ihrer Ansicht nach nicht gültig war; eine Erk lärung Ihrers eits, der entnommen werden k ann, das s der Arbeitgeber nic ht innerhalb eines Monats positiv auf Ihre Inverzugsetzung reagiert hat. W enn es im Sek tor ein Sonderverfahren gibt, mus s der Beweis erbrac ht werden, das s dies es Sonderverfahren befolgt wurde. BEARBEITUNG DES ANTRAGES DURCH DAS LFA Prüfung der Bedingungen Das LfA muss prüfen, ob Sie allen Bedingungen genügen, um in den Genuss eines Outplacements zu Lasten des LfA zu kommen. Zu diesem Zweck wird das LfA sich mit Ihrem Arbeitgeber in Verbindung setzen. Innerhalb einer Fris t von einem Monat ab Ihrem Antrag wird das LfA Ihren Arbeitgeber fragen, warum er Ihnen das Outplacement, auf das Sie Anrecht haben, nicht angeboten hat. Er verfügt über eine Frist von 15 Kalendertagen ab der Notifizierung (= 3 W erktage nach der Versendung) dieser Bitte um Rechtfertigung, um eine Antwort zu geben. W enn er: nicht rechtzeitig antwortet, wird angenommen, dass er seinen Verpflichtungen in Sachen Outplacement nicht nachgekommen ist; rechtzeitig eine Rechtfertigung gibt, wird das LfA diese Rechtfertigung prüfen und zu dieser Angelegenheit Stellung nehmen. Sie und Ihr Arbeitgeber werden von der Entscheidung über die Tatsache, ob das Nichtvorhandensein eines Outplac ementangebots gerec htfertigt is t oder nic ht, in Kenntnis ges etz t. Abgabe eines Outplacementschecks W enn alle Bedingungen erfüllt sind, erhalten Sie vom LfA ein Outplacementscheck, mit dem Sie sich an ein Outplac ementbüro wenden k önnen. Im Prinzip erhalten Sie Ihren Outplacementscheck vor dem Ende des 2. Monats nach der Einreichung der volls tändigen Ak te beim Arbeits los enamt. WOHIN KÖNNEN SIE SICH MIT IHREM OUTPLACEMENTSCHECK WENDEN? Sie können sich mit Ihrem Outplacementscheck an jedes zugelassene Outplacementbüro wenden.

7 Die Adressen der zugelassenen Outplacementbüros finden Sie auf den W ebsites der Regionen bzw. der Deutschsprachigen Gemeinschaft. Das Outplacement muss innerhalb von 12 Monaten ab der Ausstellung des Outplacementschecks beginnen und alle Bedingungen des geltenden KAA Nr. 82 müssen erfüllt sein. WELCHES SIND DIE PFLICHTEN DES OUTPLACEMENTBÜROS? Das Outplac ementbüro mus s den im KAA Nr. 82 genannten Verpflic htungen nac hk ommen. Dies e Verpflic htungen betreffen u.a.: die vertraulic he Behandlung aller Informationen über Sie den Abschluss einer Unfallversicherung die die selbe Absicherung wie die Arbeitsunfallgesetzgebung anbietet für alle Unfälle, die sich im Laufe des Outplacementauftrags, sowie auf dem W eg zum und vom Ort, wo dies er Auftrag durc hgeführt wird, ereignen; die Nichtaussetzung oder den Nichtabbruch des Outplacements im Falle einer eventuellen Nichtzahlung des Arbeitgebers die Zurückgabe, am Ende des Auftrags, Ihrer Akte auf Ihre Bitte hin die Nic hteinmis c hung in Ihre Kontak te mit potentiellen Arbeitgebern die Nichteinmischung, sowohl was die Entscheidung der Entlassung als auch die diesbezüglichen Verhandlungen betrifft Das LfA is t für etwaige Streitfälle, die z wis c hen dem Arbeitgeber, dem Arbeitnehmer und dem Outplac ementbüro nac h Annahme des Outplac ementangebots auftreten k önnten, nic ht befugt. Eventuelle Klagen bez üglic h der Nichtbeachtung des vorerwähnten KAA können an die Inspektion der Sozialgesetze des föderalen Öffentlichen Dienstes Beschäftigung, Arbeit und Soziale Konzertierung, Rue Ernest Blérot 1, 1070 Brüssel (Tel ) geric htet werden. Die Streitfälle in Bezug auf diese Gesetzgebung können bei den Arbeitsgerichten anhängig gemacht werden. WAS GESCHIEHT, WENN SIE IN DEN GELTUNGSBEREICH DER MASSNAHMEN ZUM "AKTIVEN MANAGEMENT DER UMSTRUKTURIERUNGEN" FALLEN? Unter bes timmten Bedingungen mus s Ihr Arbeitgeber eine Bes c häftigungs z elle im Rahmen des ak tiven Managements der Umstrukturierungen schaffen. W enn Ihr Arbeitgeber eine solche Beschäftigungszelle geschaffen hat, müssen Sie sich unter bestimmten Bedingungen in diese Beschäftigungszelle eintragen lassen und während einer gewis s en Zeit eingetragen bleiben. W enn Sie in dieser Beschäftigungszelle eingetragen sind, muss die Zelle Ihnen mindestens eine Outplac ementmaß nahme z u Las ten des Arbeitgebers anbieten. W ährend der Mindes tz eit, in der Sie eingetragen bleiben müssen, muss das Outplacement mindestens den in dem KAA Nr. 82 festgeschriebenen Qualitäts normen genügen. Sie müssen dieses Angebot annehmen und daran mitwirken. W enn Sie dieses Angebot nicht annehmen oder wenn Sie nicht mitwirken, dann können Sie vom Bezug der Arbeitslosenunterstützung ausgeschlossen werden. W enn Sie erachten, dass Sie körperlich oder geistig nicht oder nicht mehr in der Lage sind, ein Outplacement anzunehmen oder an einem Outplacement mitzuwirken, können Sie spätestens im Moment Ihrer Ablehnung eine Arbeitsunfähigkeit von >66% geltend machen. Sie werden sich einer medizinischen Untersuchung unterziehen müssen. W enn die Arbeitsunfähigkeit von >66% bestätigt wird, werden Sie nicht ausgeschlossen. W eitere Informationen finden Sie auf der W ebsite

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