Projekt: Menschen mit Behinderung im Krankenhaus. Gertrud Hanenkamp Landes-Caritasverband für Oldenburg e. V.

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1 Projekt: Menschen mit Behinderung im Krankenhaus Gertrud Hanenkamp Landes-Caritasverband für Oldenburg e. V.

2 Inhalte Allgemeine Informationen: Hintergrund des Projektes Anliegen der Caritas Projektteilnehmer/Zielgruppe Problembeschreibung der Menschen mit Behinderungen Ziel des Projektes Detaillierte Informationen: Kommunikation Finanzierung / Begleitperson / Ärztliche Stellungnahme Aktueller Stand: Ansprechpartner Angebote/Überleitungsbogen Aufbau und Mitarbeit am Netzwerk Öffentlichkeitsarbeit

3 Allgemeine Informationen

4 Hintergrund UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Deutschland seit dem 26. März 2009 in Kraft

5 Anliegen der Caritas Hilfe für Menschen, besonders für die, die auf fremde Hilfe angewiesen sind. Für Menschen in Notlagen, die in der breiten Öffentlichkeit nicht hinreichend beachtet werden. Das Projekt: Einfach anders Menschen mit Behinderung im Krankenhaus bedient dieses Anliegen. Es setzt sich zu Beginn mit der Problematik besonders von Menschen mit geistigen oder schweren Mehrfachbehinderungen, die in einem Wohnheim der Eingliederungshilfe leben und bei denen ein Krankenhausaufenthalt geplant ist, auseinander. Öffnung für Menschen mit anderen Behinderungen.

6 Projektteilnehmer St. Franziskus Hospital, Lohne Caritas-Verein Altenoythe e.v., Friesoythe St. Marienhospital, Friesoythe Andreaswerk e.v., Vechta

7 Zielgruppe Menschen mit Behinderungen Personen aus dem geistig behinderten Bereich Personen mit Mehrfachbehinderung Personen mit sinnesbezogener Behinderung Personen mit psychischer Behinderung Personen mit körperlicher Behinderung Mitarbeiter aus Behinderteneinrichtungen (direkte Bezugspersonen) Bezugsbetreuer, WBL Leitung Geschäftsführer gesetzl. Betreuer / Angehörige Mitarbeiter aus Krankenhäusern Pflegepersonal, PDL Sozialdienst Ärzte Geschäftsführer

8 Problembeschreibung Menschen mit Behinderungen (besonders Menschen mit einer geistigen oder schweren Mehrfachbehinderung) stehen oft vor vielfältigen Problemen, wenn sie einen Krankenhausalltag bewältigen müssen. Strukturen im Krankenhaus (Sicherheit; Vertrauen) Kommunikation (einfache Sprache, Beteiligung auf Augenhöhe) Rituale und Gewohnheiten (Vorlieben akzeptieren). Mehrfachbehinderung - fälschlicherweise als geistig behindert angesehen (Zeit, genaues Hinsehen) Weitergabe von Informationen von Betreuungspersonal, Angehörigen erfolgt oft nicht optimal (Pflegeplanung) Bauliche und räumliche Faktoren (Barrierefreiheit) Finanzierung einer Begleitperson oft nicht gewährleistet. (Antragsverfahren)

9 Ziel Möglichst optimaler Aufenthalt im Krankenhaus Einbeziehung des Menschen mit Behinderung in seine Behandlung Bessere Zusammenarbeit von Behinderteneinrichtungen/Diensten und Kliniken Offenheit für andere Wege zur besseren Unterstützung Sensibilisierung der Fach-Öffentlichkeit Netzwerk aus Einrichtungen und Kliniken

10 Detaillierte Informationen

11 Kommunikation Auftrag von Klinik und Eingliederungshilfe gesetzl. Betreuer / Angehörige

12 Ausbildung der Pflegekräfte Die Ausbildung umfasst theoretische Stunden Lt. Curriculum ist vorgesehen: für das Lernfeld Behinderung = 18 Stunden für das Lernfeld Rehabilitation = 10 Stunden Bis 2003 wurde das Themenfeld Behinderung kaum in der Ausbildung thematisiert

13 Finanzierung Begleitung im Krankenhaus Wohnheim der Eingliederungshilfe: Sozialhilfeträger zahlen häufig die zusätzlichen Kosten für den Mehraufwand bei einer Betreuung im Krankenhaus nicht u. U. Reduzierung der Pflegesätze für Wohnheim für die Zeit des Krankenhausaufenthaltes Situation im Krankenhaus: Seit 1998 ist in die DRG s Behinderung mit einberechnet DRG kann für eine Begleitperson nicht abgerechnet werden PKMS-Abrechnungssystem (Pflege-Komplex-Maßnahmen-Scoure) Angehörige/Begleitperson: Begleitperson über Antragsverfahren

14 Ärztliche Stellungnahme Die stationäre Behandlung umfasst auch die aus medizinischen Gründen notwendige Mitaufnahme einer Begleitperson. (SGB V 11) Krankenkassen lehnen oft die Übernahme der Kosten für eine Begleitperson ab Ärztliche Stellungnahme: Medizinische/therapeutische Notwendigkeit Medizinische Gründe für die Mitaufnahme: Schwere Behinderung, daher ständiger Betreuungsbedarf erforderlich Verständigung mit Patient nicht ausreichend möglich Psychische Schäden zu erwarten Kooperation z. B. für Untersuchungen nicht zu erwarten Begleitperson kann Hilfen zur Einübung z. B. therapeutischer Verfahren, technischer Hilfen geben

15 Aufgaben der Begleitperson im Krankenhaus Grundsätzlich: Pflegeaufgaben übernimmt das Pflegepersonal im Krankenhaus Begleitperson übernimmt Begleitungsaufgaben Zu bedenken ist: Haftungsgründe/Zuständigkeit der Begleitperson klären, schriftliche Vereinbarung Vollmacht für den Bereich Gesundheitssorge durch den Patient, gesetzl. Betreuer Vollmacht kann auch nur für bestimmte Zuständigkeiten gegeben werden Betreuerausweis/Vollmacht

16 Aktueller Stand

17 Informationen/Angebote Vorstellung des Projektes in Kliniken und Behinderteneinrichtungen der Caritas im Oldenburgischen Teil im Bistum Münster Vorstellung des Projektes in Gremien, Ak s vor Ort und im DICV Os und DICV Hi Arbeit/Auftrag in einem Krankenhaus/Wohnheim (Dienst) Erwartungshaltung an die Einrichtung/Dienst sich zu kümmern Überleitungsbogen; Notfallmappe ; Konzept Hospitation; Schulung; Fortbildungsangebote

18 Entwicklung Ansprechpartner/Vertreter im Krankenhaus / Wohnheim (Dienst) Standards/Ablaufbeschreibung Bestehende Strukturen werden als ausreichend angesehen Netzwerk Öffnung des Projektes für ungeplante Einweisungen Öffnung des Projektes für die Zusammenarbeit mit anderen Trägern Einbeziehung von Angehörigen, Betreuer, Krankenkasse, Sozialamt

19 Anprechpartner Wohnheim Krankenhaus Ansprechpartner Plan/Organisation Ansprechpartner Bezugsperson opreratives Tun Pflegekraft

20 Überleitungsbogen (oberer Teil)

21 Überleitungsbogen (unterer Teil)

22 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Einfach anders Menschen mit Behinderung im Krankenhaus. Gertrud Hanenkamp Landes-Caritasverband für Oldenburg e. V.

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