So jung, und... schon ein Kind? Minderjährige Schwangere und junge Eltern zwischen Sehnsucht und Überforderung

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1 So jung, und... schon ein Kind? Minderjährige Schwangere und junge Eltern zwischen Sehnsucht und Überforderung

2 Impressum Redaktion: Angelika Maasberg Landesvereinigung für Gesundheit Niedersachsen e.v. Fenskeweg Hannover Tel.: 0511/ Fax: Internet: Hildegard Müller pro familia, Landesverband Niedersachsen e.v. Steintorstr Hannover Tel.: 0511/ Fax: Internet: -Beratung für Mädchen und Jungen: Die Texte geben die Meinungen der jeweiligen Autorinnen und der jeweiligen Autoren wieder. Die Fachtagung wurde gefördert durch:

3 Inhaltsverzeichnis Vorwort 5 Grußwort und thematische Einstimmung zur Tagung So jung, und schon ein Kind? 7 Prof. Dr. Hans-Joachim Schwartz 7 Minderjährige Schwangere - junge Mütter und Väter 11 Beate Martin Was macht das Thema so brisant? Gibt es einen dramatischen Anstieg? Erster Geschlechtsverkehr immer früher? Nachlässiges Verhütungsverhalten? Dramatischer Anstieg von Schwangerschaftsabbrüchen bei Minderjährigen? Beginnt die Geschlechtsreife immer früher? Und die Jungen? Wie kommt es überhaupt zu Teenagerschwangerschaften? Mehr Sexualaufklärung in Deutschland? Und was ist, wenn Mädchen schwanger werden wollen? Und die Väter? Das Verhalten der Jugendlichen in Bezug auf die Schwangerschaft Warum hat die Verhütung -trotz Wissen und Sexualaufklärung- versagt? Über den Umgang mit Sexualaufklärung 18 UNICEF-Studie: Außenseiter mit Kind 21 Rudi Tarneden Die Zahl der Teenager-Mütter im internationalen Vergleich Wenn Mädchen Kinder bekommen Sexuelle Revolution und gesellschaftlicher Wandel 22 Casa Luna Einblicke in die alltägliche Lebenswelt junger Mütter 25 Anneke Garst Familiäre Hintergründe Gründe der frühen Schwangerschaft Umgang mit Verhütung Die Entscheidung für das Kind Die Väter Aufnahme in der Mutter-Kind Einrichtung Anforderungen an die jungen Mütter in der Einrichtung Aspekte der Mutter-Kind Beziehung Die Psychische Situation der jungen Mütter Häufige Verhaltensmuster jugendlicher Mütter Gratwanderung der pädagogischen Arbeit 30 Aufsuchende Familienhilfe für Junge Mütter 31 Sabine Fliß, Iris Riepenhausen Ausgangspunkt Zielgruppe 31

4 1.3 Aufgaben der Hebammen Aufgaben der SozialarbeiterIn Kooperation mit dem sozialen Dienst 32 Nehmt die Väter ernst! Junge Väter zwischen Wunsch und Wirklichkeit 33 Ralf Ruhl Väter wollen geachtet werden Bedeutung der Herkunftsfamilie Ressourcen junger Väter Väterlichkeit lernen 34 Bedeutung von Sexualität und Familiengründung in muslimischen Ländern / Familien 37 Dr. Meltem Avci-Werning Besondere Schwierigkeiten beim Aufbau einer stabilen Ich-Identität von muslimischen MigrantInnen Identität in der Migration Frauen im Islam 37 Erziehung und Elternschaft sind basic needs, gehören zu den grundlegenden und verantwortungsvollsten gesellschaftlichen Aufgaben 41 Uta Schultz-Brunn, Edith Stemmler-Schaich Elternpraktikum für Jugendliche Schwerpunkte des Projektes 42 Möglichkeiten und Grenzen in der Beratung minderjähriger Schwangerer 43 Anke Kollenda, Birte Lutz Beziehung zwischen BeraterIn und minderjährigen Schwangeren Begleitpersonen in der Beratung Möglichkeiten in der Beratung minderjähriger Schwangerer: Grenzen in der Beratung minderjähriger Schwangerer: 44 Literatur 47 Romane 47 Fachliteratur 47 Videos 48 Broschüren 48 Beratungsstellen der pro familia Niedersachsen 49 Autorinnen 51

5 Vorwort Wenn Kinder Kinder kriegen. Minderjährige Mütter in Deutschland: Mehr als junge Mädchen werden jährlich ungewollt schwanger und knapp junge Frauen unter 18 Jahren haben im Jahr 2001 in der Bundesrepublik ein Kind bekommen. Die Zeit der Schwangerschaft, der Geburt und der ersten Lebensjahre des Kindes stellt an diese Mädchen hohe Anforderungen und bedeutet eine Zeit großer Veränderungen. Sie fühlen sich häufig hin und her gerissen zwischen den eigenen jugendlichen Wünschen und Bedürfnissen und den Anforderungen und der Verantwortung, die das Leben mit einem Kind an die jungen Mütter stellen. Im Spannungsfeld zwischen Überforderung und positiver Bewältigung benötigen die jugendlichen Schwangeren und jungen Mütter Rat, Unterstützung und Begleitung von Erwachsenen. Wie sollte diese Unterstützung aussehen, welche Formen der Begleitung und Betreuung entlasten die jungen Mütter und unterstützen sie gleichzeitig in der selbständigen verantwortlichen Bewältigung des Alltags und in der weiteren Lebensplanung - sowohl beruflich als auch privat. Welche Rolle spielen die jungen Väter? Diese und andere Fragen wurden auf der Fachtagung zum Thema So jung,... und schon ein Kind? Minderjährige Schwangere und junge Eltern zwischen Sehnsucht und Überforderung mit Expertinnen und Experten aus der Praxis erörtert und diskutiert. Einige interessante Beiträge zu der Fachtagung sind in dieser Broschüre zusammengefasst. Wir möchten auf diese Weise Interessentinnen und Interessenten die Möglichkeit geben, sich näher mit der Lebenswelt junger Schwangerer, junger Mütter und Väter auseinander zu setzen, unterschiedliche Formen der professionellen Unterstützung und Begleitung kennen zu lernen und darüber mit anderen ins Gespräch zu kommen. Hannover 2004 Angelika Maasberg Hildegard Müller 5

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7 Grußwort und thematische Einstimmung zur Tagung So jung, und schon ein Kind? Prof. Dr. Hans-Joachim Schwartz Vorstand pro familia Landesverband Niedersachsen e.v. Ich möchte Sie im Namen des Landesverbandes Niedersachsen von Pro Familia sehr herzlich bei dieser Tagung So jung, und schon ein Kind? willkommen heißen. Es scheint ziemlich schwierig zu sein, einigermaßen exakt festzustellen, wie häufig Geburten jugendlicher Mütter in unserem Land sind wir hören von einem dramatischen Anstieg ebenso wie von einer gleichbleibenden oder gar leicht sinkenden Zahl. Einigermaßen verlässlich scheinen Berechnungen zu sein, die von gegenwärtig Geburten jugendlicher Mütter in Deutschland pro Jahr sprechen wir werden darüber noch Genaueres von Frau Martin hören. Noch schwieriger ist es natürlich, die Zahl der Schwangerschaften Jugendlicher zu ermitteln. Was deutlich zugenommen hat, ist die Aufmerksamkeit, die auf dieses Thema gerichtet ist. (1) Ich vermute, dass dieses wachsende Interesse zum einen mit dem allgemein wachsenden Interesse am Säuglingsalter, an der frühen Kindheit und der frühen Eltern-Kind-Beziehung zu tun hat. Das Wissen um die frühen Jahre ist in den letzten Jahrzehnten geradezu explodiert: die Bindungstheorie, die sich mit der frühen Beziehungsentwicklung und deren Bedeutung für das weitere Leben eines Menschen befasst, ist zu einem der fruchtbarsten entwicklungspsychologischen Konzepte geworden; das Bild vom Säugling hat sich drastisch verändert hin zu einem in der Interaktion mit seinen Eltern aktiven Wesen, was in der Metapher Der kompetente Säugling, geprägt von Martin Dornes, sehr deutlich zum Ausdruck kommt; das Thema hat eine zusätzliche Dramatik und ich glaube, der Begriff ist nicht übertrieben - durch die neurophysiologische Forschung bekommen. Diese Forschung liefert immer mehr Befunde, nach denen die frühen Erfahrungen im Leben eines Menschen, und zwar innerhalb wie außerhalb des Mutterleibes, für seine weitere Entwicklung Chancen und Grenzen setzen, die später nur noch begrenzt korrigierbar sind; und die Forschung liefert Belege, dass zu den besonders bedeutsamen Bedingungen die emotionale Qualität der Eltern-Kind-Beziehung gehört; und zwar ist diese nicht nur für das Wohlgefühl des Säuglings und Kleinkinds verantwortlich ist, also sozusagen für die psychische Dimension, sondern auch für die Reifung und damit für die spätere Funktionsfähigkeit des kindlichen Gehirns, die dann ihrerseits wieder die emotionalen und kognitiven Möglichkeiten des Kindes, Jugendlichen und Erwachsenen bestimmt. (2) Die zunehmende Aufmerksamkeit für dieses Thema hat aber auch mit ganz praktischen Erfahrungen zu tun: 7

8 Die Zahl der ratsuchenden minderjährigen Schwangeren hat vor allem in den letzten zwei Jahren in vielen der niedersächsischen Pro Familia Beratungsstellen sehr zugenommen. Auf die Beraterinnen und Berater kommen damit sehr eigene Anforderungen zu, wenn sie die minderjährigen Schwangeren begleiten, sie bei einem Schwangerschaftskonflikt beraten und im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen informieren, welche Unterstützungsmöglichkeiten es für sie gibt, wenn sie sich für die Fortsetzung der Schwangerschaft entscheiden, und welche Möglichkeiten es gibt, wenn sie die Schwangerschaft unterbrechen möchten. Hier ist also ganz spezifisches Wissen und Können gefragt und auch vorhanden Dass auch die Notwendigkeit gesehen wird, den Blick über die Schwangerschaft hinaus auf die Geburt und die Zeit danach zu richten, macht das Thema dieser Tagung deutlich. Die Mitarbeiterinnen der Jugendhilfe werden immer häufiger mit den Problemen jugendlicher Mütter konfrontiert, wobei sich ihnen nicht nur die Frage nach möglichen Hilfen für Mutter oder Eltern und Kind stellt, sondern immer wieder auch die Frage, wie lange sie in die Entwicklung der jungen Mütter investieren können und dabei die Risiken tragen können, die für das Kind fast zwangsläufig vorhanden sind, während die Beziehungs- und Erziehungsfähigkeit der Mutter, der Eltern gefördert wird. (3) Was aber auch zugenommen hat, ist die Zahl und Differenziertheit der Handlungs- und Behandlungskonzepte, mit denen jungen Eltern geholfen werden kann, ihre Aufgaben in ihrer neuen Funktion wahrzunehmen und wie Winnicott formuliert hat hinreichend gute Eltern zu werden, Eltern, die ihr Kind nicht nur angemessen versorgen, sondern auch Freude im Zusammensein mit ihm entwickeln können. Wenn wir dennoch oft Hilflosigkeit angesichts der Schwierigkeiten junger Eltern erleben, dann also nicht in erster Linie, weil es keine adäquaten Hilfen gibt, sondern weil zum einen diese Hilfen noch zu wenig bekannt sind, noch zu wenig Fachkräfte sich kompetent gemacht haben für diese besondere Klientel, aber auch weil oft die finanziellen Möglichkeiten fehlen, die vorhandenen Hilfsmöglichkeiten auch auszuschöpfen. Die finanzielle Begrenztheit unserer Möglichkeiten können wir hier konstatieren, aber nicht ändern. Was wir können, ist, unser Verständnis für die Situation von Jugendlichen weiter entwickeln, die ungewollt schwanger wurden oder die die Schwangerschaft auch als Problemlösung gewollt haben, die als Mutter und Vater neben ihren eigenen Entwicklungsaufgaben für das Wohlergehen und die Entwicklung eines Kindes zu sorgen haben, und wir können uns mit den methodischen Möglichkeiten auseinandersetzen, wie wir im Falle einer Schwangerschaft zu einer verantwortlichen Entscheidung der Jugendlichen beitragen können und wie wir den jungen Müttern und Vätern helfen können, sich ihrer Verantwortung zu stellen, ohne daran zu zerbrechen. Diese Tagung soll Anregungen geben für diese Arbeit, soll einen Beitrag liefern zu der Entwicklung besonderer Kompetenzen im Bereich früher Hilfen, soll Gelegenheit zum Austausch bereits gesammelter Erfahrungen sein. Ich gra- 8

9 tuliere den beiden Organisatorinnen, Frau Maasberg und Frau Müller, zu dem Erfolg dieser Tagung, die wegen des Andrangs im Herbst vergangenen Jahres heute nun ein 2. Mal veranstaltet wird, und ich danke Ihnen sehr herzlich im Namen des Landesverbandes Pro Familia für die Vorbereitung und Gestaltung dieses Tages und Ihnen auch diesmal wünschen, dass der Zuwachs an Verständnis und Handlungskompetenz bei den Teilnehmerinnen Ihr Lohn sein möge. Ich wünsche Ihnen allen einen anregenden Verlauf dieser Tagung. 9

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11 Minderjährige Schwangere - junge Mütter und Väter Beate Martin Besser als ihr Ruf Jugendliche, ihre Sexualität und frühe Schwangerschaft eine Analyse der gegenwärtigen Situation in Deutschland 1. Was macht das Thema so brisant? Jugendliche werden in einer Phase schwanger und/oder Eltern, in der sie eine Vielzahl alterstypischer Entwicklungsaufgaben zu bewältigen haben. Sie befinden sich mitten in der Phase der Lebens- und Perspektivenplanung (z.b. Partnerwahl, Planung der schulischen Laufbahn bzw. der Berufswahl). Hinzu kommt die körperliche und emotionale Auseinandersetzung mit dem eigenen Frau sein/frau werden, Mann sein/mann werden und die Phase des Unabhängigwerdens und der Ablösung vom Elternhaus und der Kernfamilie. 1.2 Gibt es einen dramatischen Anstieg? werden. pro familia hingegen wendet sich gegen eine derart verkürzte Darstellung. Seit Veröffentlichung der neuesten Schwangerschaftsabbruch-Zahlen des Statistischen Bundesamtes im April dieses Jahres mehrten sich die Schlagzeilen wie: Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen dramatisch gestiegen oder Mit 13 Jahren Mutter. Realistisch betrachtet gibt es einen Anstieg auf den ich später noch näher eingehen werden. Jedoch kann von einem dramatischen Anstieg in Deutschland noch nicht die Rede sein. Die veröffentlichten Ergebnisse, auch der letzten aktualisierten Untersuchung zur Jugendsexualität (BZgA) führten in den Medien zu einem jugendkritischen Echo: Jungen und Mädchen würden zu früh Sexualität erleben und dann auch noch schlecht verhüten. Glaubt man den Ausführungen in den Medien muss diese Frage mit ja beantwortet Trend: Geburten unter 18 Jahre bis 2001 Geburten Minderjähriger Logarithmisch (Geburten Minderjähriger) Quellenangaben zu der Statistik können bei der Referentin erfragt werden. 11

12 Geburten unter Minderjährigen 15 Jahr und jünger 16 Jahre 17 Jahre Quellenangaben zu der Statistik können bei der Referentin erfragt werden. 2. Erster Geschlechtsverkehr immer früher? Die Behauptung, dass Mädchen und Jungen ihren ersten Geschlechtsverkehr immer früher erleben, kann durch die neuste Vergleichsstudie der BZgA nicht bestätigt werden. 1 Im Jahr 2001 ist der Anteil der koituserfahrenen Mädchen und Jungen gegenüber 1998 konstant geblieben. Hingegen war im Zeitraum von 1994 bis 1998 ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen. 2.2 Nachlässiges Verhütungsverhalten? Im internationalen Vergleich steht Deutschland gut da, denn die Rate der ungeplanten Schwangerschaften ist immer noch sehr niedrig. 2 Der Grund hierfür liegt im Vergleich mit anderen Ländern an einem hohen Aufklärungsniveau, welches in Deutschland in den letzten zwanzig Jahren stetig verbessert und teilweise mit staatlicher Unterstützung finanziert worden ist. Die Mehrheit der Jugendlichen verhält sich verantwortungsbewusst beim Sexualverkehr, lautet ein Resümee in der BZgA Jugendstudie. Bereits beim zweiten Geschlechtsverkehr sind es nur noch 3% der Mädchen und 4% der Jungen, die keine Verhütungsmittel benutzen! 96% der Jugendlichen, die in einer Partnerschaft leben, sprechen gemeinsam über Verhütung und neun von zehn Jugendlichen haben zumindest einmal Erfahrungen mit der Benutzung von Kondomen gehabt. 3 Das sind im internationalen Vergleich traumhafte Zahlen und kein Grund zur Klage. Dennoch ist damit zu rechnen, dass der Anteil der koituserfahrenen Jugendlichen, insbesondere der Jüngeren wachsen wird. Diese Tendenz darf in der sexualpädagogischen Arbeit nicht unberücksichtigt bleiben. Denn die Aufklärung in Schule und 1 Jugendsexualität 2001, eine Wiederholungsbefragung von 14 bis 17 jährigen und ihren Eltern, BZgA (Hrsg.) 2 Unicef (Hrsg.): Studie Außenseiter mit Kind. Köln Jugendsexualität 2001, BZgA (Die Studie knüpft an eine Untersuchung aus den Jahren 1980, 1994, 1996 und 1998 an. Ziel war es Trendentwicklungen aufzuzeigen. 12

13 Elternhaus setzt in den meisten Fällen zu spät ein. Von Nöten wäre eine Förderung kontinuierlicher professioneller Sexualpädagogik bereits für Kinder im Grundschulalter bis hin zu einer Begleitung im Jugendalter. Dazu benötigen Eltern, Lehrerinnen und Lehrer Unterstützung, denn diese gehören neben der Gruppe der Gleichaltrigen nach wie vor zur wichtigsten Aufklärungsquelle für Kinder und Jugendliche. Aber auch die soziale Biografie hat Einfluss auf das Verhütungsverhalten. In Deutschland ergaben Untersuchungen in Mutter-Kind- Einrichtungen, dass viele der dort lebenden jungen Mütter in ihrer Kindheit Missstände im Familienkreis und Elternhaus erlebt haben, die den Wunsch oder das Eintreten einer frühen Schwangerschaft erklären könnten. Alkoholismus, Vernachlässigung, Erwerbslosigkeit der Eltern, materielle Not, Misshandlungen und auch erlebte sexuelle Übergriffe und Gewalt gehörten zu den prägenden Erfahrungen der jungen Mütter. Sexualität und Sexualaufklärung unterliegen einem stetigen Wandel. Viele Erwachsene fühlen sich damit überfordert. pro familia Beratungsstellen bemühen sich seit 1952 darum Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Wissen, Sensibilität und viel Gefühl auf ihrem Weg zu einer selbstbestimmten Sexualität zu unterstützen. 2.3 Dramatischer Anstieg von Schwangerschaftsabbrüchen bei Minderjährigen? Noch nicht, von einem Drama kann zum Glück bisher noch keine Rede sein! Über einen Zeitraum von fünf Jahren, von 1996 bis 2001, ist die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche bei Minderjährigen um 2881 angestiegen. Der in den Medien aufgeführte gestiegene Anteil von 60 % entsteht dadurch, dass die Abbrüche bei minderjährigen Frauen seltener vorkommen als bei Erwachsenen. Das bedeutet, kleine Veränderungen wirken sich prozentual sehr stark aus. Dennoch: Während bei den Frauen im reproduktiven Alter die Anzahl der Schwangerschaftsabbrüche fast konstant geblieben sind (77 auf 80/ pro Frauen in einer Altersgruppe), ist ein Zuwachs in der Gruppe der Minderjährigen zu verzeichnen (von 33 auf 52/ pro Frauen in einer Altersgruppe). Die Ursachen hierfür können vielfältig sein. Trend: Schwangerschaftsabbrüche Minderjähriger bis 18 Jahre Logarithmisch (bis 18 Jahre) Quellenangaben zu der Statistik können bei der Referentin erfragt werden. 13

14 Trend: Schw angerschaftsabbrüche der Jährigen je Mädchen Abbrüche der Jährigen je Mädchen Quellenangaben zu der Statistik können bei der Referentin erfragt werden. 2.4 Beginnt die Geschlechtsreife immer früher? Seit Mitte des 19.Jahrhunderts werden Daten über die Geschlechtsreife bei Mädchen erhoben. Beispielsweise waren Mädchen im Jahr 1860 bei ihrer ersten Menstruation durchschnittlich 16,6 Jahre alt. Im Jahr 2001 wurden die Mädchen durchschnittlich zwischen ihrem elften und zwölften Lebensjahr geschlechtsreif. Noch gravierender ist die Veränderungen bei den Jungen. Hier kann von einer späteren körperlichen Entwicklung als bei den Mädchen nicht mehr gesprochen werden. Ihre Geschlechtsreife setzt mittlerweile durchschnittlich im gleichen Alter ein. Es sind nur noch kleinere Verzögerungen gegenüber den Mädchen zu erkennen. 4 Es ist davon auszugehen, dass körperlich frühere Reife, die auch mit der vermehrten Ausschüttung von Sexualhormonen einher geht, auch zu früheren Sexualkontakten führen wird. Demgegenüber setzt die soziale Reife bei vielen Jugendlichen immer später ein (z.b. durch längere Schul- und Ausbildungszeiten, Stichwort aus den Medien Hotel Mama ). Über die Vorverlagerung des Koitus gibt es bislang keine aussagekräftigen Untersuchungen. Laut der Jugendsexualitätsstudie der BZgA bleibt besonders das erste Mal für die meisten Jugendlichen kritisch, weil es oft ungeplant passiert. Das betrifft vor allem jüngere Jugendliche, insbesondere die jüngeren Mädchen. Sexualaufklärung tut not. Aufklärung, auch in jungen Jahren, muss mehr gefördert werden. Kontinuität muss gewährleistet sein. Die Themen und Inhalte müssen dem Zeitgeist angeglichen werden. pro familia bietet Sexualaufklärung, Verhütungsberatung, Sexual- und Paarberatung für alle Altersgruppen an. In der Jugendsprechstunde suchen nicht nur Jugendliche Rat, sondern auch Eltern und pädagogische Fachkräfte bitten um Tipps, Ratschläge und Unterstützung. 4 Kluge, Forschungsstelle für Sexualwissenschaft und Sexualpädagogik Universität Landau, Mai

15 3. Und die Jungen? Jungen übernehmen zunehmend Verantwortung für Partnerschaft und Sexualität. Eltern unterstützen ihre Kinder darin und empfehlen geschlechtsbezogene Verhütungsmittel (Kondome für die Jungen, hormonelle Kontrazeptiva für die Mädchen, im letzten Jahrzehnt vor allem die Pille). 5 In unserer sexualpädagogischen Gruppenarbeit stellen wir auch bei den Jungen ein vermehrtes Interesse an Verhütungsmitteln fest. Viele Jungen äußern sich zum Thema Schwangerschaft mit Sätzen wie z.b.: Das wäre eine Katastrophe oder das würde ich mir noch nicht zutrauen oder auch ich bin dafür verantwortlich, dass meine Freundin nicht schwanger wird:. Jungen übernehmen tendenziell mehr Verantwortung. 93 % aller Jungen zwischen dem 14. bis 17. Lebensjahr haben zumindest einmal Erfahrungen mit dem Kondom gemacht. Bereits bei ihrem zweiten Geschlechtsverkehr verhüten nur noch 4 % der Jungen gar nicht und weitere 3 % unzureichend. Diese Zahlen sinken auch bei weiterem Geschlechtsverkehr nicht signifikant. Es ist zu vermuten, dass diese kleine Gruppe durch bestehende sexualpädagogische Angebote nicht erreicht wurde oder ihnen diese erst gar nicht zur Verfügung standen. 6 pro familia NRW bestätigt den Eindruck, der sich aus der Vergleichsstudie zur Jugendsexualität der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung erkennen lässt. In sexualpädagogischen Gruppenveranstaltungen mit Jungen machen wir vergleichbare Erfahrungen. Jungen haben ein großes Interesse an Verhütungsmitteln und das Kondom hat für sie den Schrecken verloren. Der Satz die Benutzung eines Kondoms ist wie Bonbons mit Papier lutschen, ist zwar noch nicht aus ihrem Vokabular verschwunden, aber auch nicht mehr en vogue. Das Verantwortungsbewusstsein, sich und die Partnerin zu schützen und eine ungewollte Schwangerschaft zu vermeiden, ist deutlich gestiegen. Unverändert konstant blieb in den letzten Jahren die relativ hohe Zahl von 15 % der männlichen Jugendlichen, die beim ersten Geschlechtsverkehr gar nicht verhüten. 7 Dies passt nicht ins Bild der sexualaufklärerischen Erfolge der vergangenen Jahre, die der Studie und aus unseren praktischen Erfahrungen ansonsten zu entnehmen sind. Ein Grund könnte sein, dass 34 % (!) der männlichen Jugendlichen (1994: 25 % / 1996: 30 %) ihren ersten Geschlechtsverkehr als völlig überraschend erlebten. Tendenz steigend. Hier sollten vertrauensvolle Aufklärungs- und Beratungsangebote ansetzen. Offenheit und Erfahrungsaustausch unter den männlichen Jugendlichen muss gefördert werden. Je eher sie das Kondom kennen lernen, desto besser. Sinnvollerweise sollte das Kondom vor dem ersten Geschlechtsverkehr bekannt und erprobt worden sein. In Grundschulen bietet sich ein spielerisches Umgang wie beispielsweise das Wettspiel Kondomjagd an. In weiterführenden Schulen kann das Überziehen von Kondomen an verschiedenen Holzpenismodellen erprobt und geübt werden. Hier lernen die Jungen die Vielfalt und die unterschiedlichen Möglichkeiten kennen und bekommen im Anschluss ein Kondom zum Üben mit nach Hause. Nur durch kontinuierliches, erfahrungsorientiertes und lebendiges Lernen kann Prävention gelingen. Denn auch die Jungen erleben ihren ersten Geschlechtsverkehr meist unvorbereitet, völlig unerwartet und ungeplant. Die von Jungen und Mädchen vielfach gewünschte Planung entspricht nicht der Realität. 5 Jugendsexualität 2001, BZgA 6 vgl. Jugendsexualitätsuntersuchung BZgA 7 ebenda 15

16 Um die Benutzung von Kondomen sicherer zu gestalten, fordert pro familia NRW seit langem die Entwicklung eines Jugendkondoms. Gemeint ist eigentlich die Herstellung von Kondomen in unterschiedlichen Größen. Die Ergebnisse einer Studie an der Universität Essen, die in Kooperation mit dem pro familia Landesverband NRW durchgeführt worden ist, bestätigen diese Annahme. Viele Kondome sitzen schlecht und für etliche Männer ist die Einheitsgröße zu groß, sowohl für Erwachsene als auch für Jugendliche, die sich noch im Wachstum befinden. In Nachbarländern wie Dänemark oder den Niederlanden wurde der Trend zur Vorverlagerung der Geschlechtsreife und den früheren ersten sexuellen Kontakten längst erkannt und bei der Produktpalette der angebotenen Kondome umgesetzt. Für viele Jungen könnten ein oder zwei schlechte Erfahrungen (z.b. Kondom abgerutscht oder zu locker bzw. zu lang!) eine ablehnende Haltung zum Kondom fördern und verhindern, dass sie aktuell und zukünftig das Kondom als ein für sie geeignetes Verhütungsmittel akzeptieren. 4. Wie kommt es überhaupt zu Teenagerschwangerschaften? Die Sexualmoral und der kulturelle und gesellschaftliche Umgang mit Sexualität scheinen die Höhe der Schwangerschaftsrate bei Jugendlichen zu beeinflussen. Internationale Vergleich belegen, dass in Länder mit einer rigiden Sexualmoral wesentlich mehr minderjährige Frauen schwanger werden als in Ländern mit einer guten Quote an Sexualaufklärung und sexualpädagogischen Konzepten. 8 Gleichermaßen bedeutsam ist aber auch die Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln. Länder, die für ihre BewohnerInnen die Versorgung mit kostenlosen Kontrazeptiva anbieten, haben die geringste Anzahl an Schwangerschaftsabbrüchen zu verzeichnen, z.b. in den Niederlanden. Denn bloßes Wissen alleine trägt nicht zu einer Verhaltensänderung bei. Die gesetzliche Verankerung, die es jungen Frauen unter zwanzig Jahren ermöglicht, kostenlose Verhütungsmittel zu bekommen, hat auch in Deutschland zur Vermeidung ungewollter Teenagerschwangerschaften beigetragen. 4.1 Mehr Sexualaufklärung in Deutschland? Die bestehenden Möglichkeiten und Angebote sind gut. Eine Erweiterung und die Entstehung neuer Konzepte hingegen sinnvoll. Im Zuge des allgemeinen Sozialabbaus ist eine Verschlechterung anstatt einer Verbesserung zu erwarten. 4.2 Und was ist, wenn Mädchen schwanger werden wollen? Schlechte Schulausbildung, Chancenlosigkeit auf dem Arbeitsmarkt, Unreife, Unwissenheit und Trotz tragen dazu bei, dass eine frühe Schwangerschaft gewünscht und als Lebensperspektive in Betracht gezogen wird. Auch diese Mädchen und jungen Frauen müssen unterstützt und begleitet werden. Auch wenn es aus Erwachsenensicht unverständlich erscheint. Es gibt für viele junge Frauen den Wunsch ein Kind möglichst früh- zu bekommen. Viele Mädchen erleben zunächst durch die Schwangerschaft eine Aufwertung ihrer Persönlichkeit. Sie sind auf einmal etwas besonderes. Sie sind wichtig und für andere interessant. Gespeist und gepaart wird der Wunsch nach einem Kind auch mit der Sehnsucht nach Harmonie, Dauerhaftigkeit und einer eigenen Familie, verbunden mit der Erwartung von anderen Zuwendung, Hilfe, Unterstützung und Aufmerksamkeit zu bekommen. Und auch immer wieder der Wunsch, den Partner durch die Schwangerschaft an sich zu binden. 8 Vgl. Unicef-Studie 16

17 Trend: Schwangerschaften Minderjährigen (Abbrüche + Geburten) Abbrüche und Geburten Logarithmisch (Abbrüche und Geburten ) Quellenangaben zu der Statistik können bei der Referentin erfragt werden. 5. Und die Väter? Der Vater des zu erwartenden Kindes muss nicht zwangsläufig auch minderjährig sein. Gerade an Sonderschulen erleben wir es sehr häufig, dass die Mädchen der Illusion erliegen, dass ihr (älterer) Geliebter seine Ursprungsfamilie verlässt, sobald sie von ihm schwanger ist. Manchmal erfährt der Vater nichts von der Schwangerschaft oder leugnet die Möglichkeit, dass er als Vater in Betracht kommen könnte. Aber es gibt auch viele jugendliche, minderjährige Väter. Die zu erwartende Vaterschaft stellt auch für die Jungen eine große Herausforderung dar, zumal sie sich mit ihren Problemen meistens allein gelassen und unverstanden fühlen. Die Beratungsangebote sind für Jungen in der Regel nicht zugänglich, da sie sich von ihnen als Jungen/Männer nicht angesprochen fühlen. Aufgrund des Schwangerenfamilienhilfegesetzes hat jeder (Mann) das Recht auf Aufklärung, Verhütung, sowie die Schwangerschaft berührenden Fragen. Dennoch fühlen sie sich häufig in einer Nebenrolle, unbeachtet und allein gelassen in Bezug auf eine Entscheidungsfindung und die zukünftige Lebensgestaltung. Sie haben das Gefühl lediglich nur in Bezug auf rechtliche und wirtschaftlich Belange angesprochen zu werden. Aber auch sie brauchen Unterstützung und Hilfestellung bei der Bewältigung der neuen Lebensaufgaben. Auch sie müssen sich auf ihre neue Rolle als werdender Vater, Vaterrolle und veränderte Partnerschaft, sofern diese bestehen bleibt, einstellen. Wie auch in anderen Bereichen, neigen die (jungen) Männer dazu, sich auch in diesem Zusammenhang unter Druck zu setzen und meinen, ihre Probleme alleine lösen zu müssen. Die bestehenden Beratungsangebote reichen offensichtlich für diese Gruppe der Jugendlichen nicht aus und müssten dringend erweitert werden. Aus den Untersuchungen von Frau Dr. Remberg geht hervor, dass eine gelungene Partnerschaft am ehesten dazu beiträgt, dass jugendliche Mütter zufrieden sind und ihre Lebenssituation mit wenig Hilfe von außen bewältigen können und dass viele junge Männer durchaus ein Interesse daran haben ihre Partnerin zu unterstützen und sich um das Kind zu kümmern. 17

18 5.1 Das Verhalten der Jugendlichen in Bezug auf die Schwangerschaft Bei eingetretener Schwangerschaft versuchen die Jugendlichen auf unterschiedliche und vielfältige Weise Erklärungen und Gründe zu finden, die außerhalb ihrer Eigenverantwortung liegen. Dieses Verhalten bringt ihnen Entlastung, um die für sie schwierige Situation zu meistern und ist als eine für sie notwendige Bewältigungsstrategie zu betrachten, denn die jungen Frauen und Männer fühlten sich mit der Verantwortung überfordert. Als Gründe für das Eintreten der Schwangerschaft wurden meistens alltagstheoretische plausible Vermutungen, die eine medizinische Argumentationskette verfolgten, z.b. die Wechselwirkung von Pille und Antibiotika oder Kondomunfälle. 9 Jugendliche Mütter, die aus stabilen Familienverhältnissen stammen, bleiben meistens in ihrer Herkunftsfamilie und finden dort Unterstützung. Sie kommen mit Eltern oder anderen Familienmitgliedern zur Beratung. In den meisten Fällen schafft die Familie Möglichkeiten, um das Kind zu versorgen. Jugendliche Mütter, die aus instabilen Familien stammen, 10 bei ihnen ist die Schwangerschaft auch eher auf einen bewussten oder unbewussten Kinderwunsch zurück zu führen, benutzen die Möglichkeit der frühen Elternschaft, um Einrichtungen aus Jugendhilfemaßnahmen in Anspruch zu nehmen und um dem Elternhaus zu entfliehen. 9 Vgl. Einblicke in die alltägliche Lebneswelt jugendlicher Mütter, Dr. Remberg, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, siehe Ausführungen im Kapitel Nachlässiges Verhütungsverhalten 6. Warum hat die Verhütung -trotz Wissen und Sexualaufklärung- versagt? Die Gründe hierfür sind vielfältig und entsprechen den Untersuchungsergebnissen der BZgA ebenso wie denen von Frau Dr. Remberg. Es gab kaum signifikante Unterschiede im Verhütungsverhalten zwischen den jungen Mädchen und Frauen bei denen eine Schwangerschaft eingetreten ist und zwischen denjenigen, wo es nicht dazu kam. Gründe für Nicht-Verhütung waren: Spontaner Sex Interiumsunfälle (z.b. sie wollten die Pille nehmen, aber hatten den Termin beim Gynäkologen verpasst.) Alkoholkonsum Sich auf den Partner verlassen (z.b.: gedacht, dass schon nichts passieren wird. Mangelnde Kommunikationsfähigkeit (besonders in intimen Situationen ist es schwierig über Sexualität zu sprechen) Scham über die Umstände beim ersten Mal Keine regelmäßige Verhütung Verhütungsmittel versagt (angeblich) Mythen über Sexualität (z.b. beim ersten Mal wird man nicht schwanger.) 7. Über den Umgang mit Sexualaufklärung Bei denjenigen, wo die Verhütung versagt hat, gab es unterschiedliche Aussagen in Bezug auf die Erfahrungen, die sie mit Sexualaufklärung gemacht haben. Von ihnen wurde die Aufklärung in den meisten Fällen als nicht angemessen beurteilt. Auch hier stehen die Aussagen der jungen Frauen natürlich im Zusammenhang mit ihren Motiven, die bereits an anderer Stelle erklärt wurden. Dazu gehören die Vermeidung von Schuldgefühlen und/oder der (un)bewusste Kinderwunsch. Als Gründe für eine nicht angemessene Aufklärung wur- 18

19 den genannt: zu früh (peinlich), zu spät (langweilig), zu wissenschaftlich (schulisch, biologisch). Es gab ein großes Interesse an der Pille danach, am Thema Gefühle und Zyklus. 11 Da auch Alltagsmythen und Ängste das Verhütungsverhalten beeinflussen, - z.b.: die Pille als Schutz vor Krankheiten, aber auch sie macht dick oder das Kondom ist nicht gefühlsecht, ist ekelig oder unpraktisch - sind diese Aussagen eine Untermauerung meiner Aussage, dass Sexualaufklärung früh, beginnend im Vorschulalter und kontinuierlich angeboten werden muss. Welche Unterstützung und Beratung jugendliche Mütter und minderjährige Schwangere im Alltag und in der alltäglichen Begleitung benötigen, leitet über zu dem Vortag von Frau Garst, wo wir Einblicke in die alltägliche Lebenswelt von jungen Schwangeren und Müttern erhalten werden.. 11 Vgl. Dr. Remberg, WWU Münster und praktische Erfahrungen pro familia Sexualpädagogik 19

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21 UNICEF-Studie: Außenseiter mit Kind Rudi Tarneden Köln, In den Industrieländern werden jedes Jahr schätzungsweise 1,25 Millionen Teenager schwanger von ihnen brechen die Schwangerschaft ab, während ihr Baby zur Welt bringen. Dies ist das Ergebnis der ersten internationalen Vergleichsstudie über junge Mütter im Alter von 15 bis 19 Jahren, die UNICEF in 28 OECD-Staaten durchgeführt hat. Danach hat sich zwar in den reichsten Ländern der Erde die jährliche Zahl der Kinder, die von Teenagern zur Welt gebracht werden, in den vergangenen drei Jahrzehnten mehr als halbiert. Gleichzeitig sind aber die sozialen Probleme dieser jungen Mütter gestiegen. In zahlreichen Ländern der Europäischen Union ist ihr Armutsrisiko doppelt so hoch wie für Frauen, die zu einem späteren Zeitpunkt ihr erstes Kind bekommen. In Deutschland leben über die Hälfte der Frauen, die bereits als Teenager ein Kind bekommen haben, in relativer Armut. Vielfach mussten sie ihre Ausbildung abbrechen und haben auch später kaum Chancen, einen qualifizierten Beruf auszuüben. UNICEF ruft dazu auf, bessere Bildungsund Ausbildungsmöglichkeiten für Teenager-Mütter zu schaffen. Gleichzeitig müssen Kinder und Jugendliche in Schule und Elternhaus von früh an lernen, über Gefühle, Sexualität und Partnerschaft zu sprechen. Vertrauensvolle Aufklärungs- und Beratungsangebote für Jugendliche sowie Offenheit in den Familien sind der beste Weg, Heranwachsende zu einem verantwortungsvollen Sexualverhalten zu erziehen. Wenn es gelingt, die Zahl der Teenagerschwangerschaften in den Industrieländern weiter zu senken, so das Fazit der UNICEF- Studie, ist dies ein Weg, das Armutsrisiko von Familien und die Weitergabe von Armutsbiographien von einer Generation an die andere zu verringern. 1. Die Zahl der Teenager-Mütter im internationalen Vergleich Die meisten Teenager-Mütter leben nach der UNICEF-Studie in den USA. Dort ist die Geburtenrate in der Altersgruppe zwischen 15 und 19 Jahren mehr als doppelt so hoch wie in den meisten anderen Industrieländern. Auf junge Frauen kommen dort 52 Geburten. In Europa hat Großbritannien die höchste Rate. Hier bringen durchschnittlich 31 von Teenagern ein Kind zur Welt. In Korea, Japan, der Schweiz, den Niederlande und in Schweden leben die wenigsten Teenager-Mütter mit einer Rate unter 7 pro tausend Jugendliche. Deutschland liegt mit rund 13 Geburten pro Tausend Frauen zwischen 15 und 19 Jahren im Mittelfeld der OECD-Staaten. 2. Wenn Mädchen Kinder bekommen Teenager-Mütter sind in den Industrieländern heute eine Minderheit - allerdings mit gravierenden sozialen Problemen. Zwar kommen nicht alle aus schwierigen Verhältnissen. Doch können ungünstige soziale Voraussetzungen wie Armut, niedriger Bildungsstand sowie Probleme in den Familien die Wahrscheinlichkeit einer frühen Geburt erhöhen. In Großbritannien beispielsweise ist die Wahrscheinlichkeit einer Teenagerschwangerschaft für Mädchen, deren Eltern ungelernte Arbeiter sind, zehn- 21

22 mal so hoch wie für Mädchen, deren Eltern der Mittelschicht angehören. In den USA leben 40 Prozent aller Teenager in Haushalten mit geringem Einkommen. Auf diese Gruppe entfallen jedoch 80 Prozent aller Geburten und 60 Prozent der Abtreibungen bei Teenagern. In Deutschland ergaben Untersuchungen in Mutter-Kind-Einrichtungen, dass für viele der dort lebenden Mütter Alkoholismus, Vernachlässigung, Erwerbslosigkeit der Eltern, materielle Not, Misshandlungen und auch sexueller Missbrauch zu den prägenden Erfahrungen ihrer Kindheit zählen. Mädchen, die Kinder bekommen sind auch im späteren Alter in vielen Bereichen benachteiligt: Die jungen Mütter müssen plötzlich erwachsen sein, obwohl sie selbst ihre Kindheit noch nicht hinter sich gelassen haben. Sie geraten schnell an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Schule und Berufsausbildung treten in den Hintergrund und werden häufig abgebrochen. Damit sinkt die Chance, später einmal einen qualifizierten Beruf auszuüben. Die Folge: Das Armutsrisiko für Mütter und Kind ist deutlich erhöht. Im Alter von 30 Jahren gehören in Deutschland zum Beispiel 54 Prozent der ehemaligen Teenager-Mütter zu den 20 Prozent der ärmsten Haushalte. In praktisch allen Industrienationen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten ein tiefgreifender Wandel der Sexualbeziehungen ereignet. Die Heranwachsenden machen immer früher ihre ersten sexuellen Erfahrungen. In 10 von 12 Industrieländern, für die Daten vorliegen, haben mehr als zwei Drittel der Jugendlichen ihren ersten Geschlechtsverkehr vor ihrem 20. Geburtstag. In Dänemark, Finnland, Deutschland, Island, Norwegen, Großbritannien und den USA sind es über 80 Prozent. In Australien, Großbritannien, und den USA hat ein Viertel der 15-Jährigen bereits Geschlechtsverkehr. Gleichzeitig bekommen Frauen durchschnittlich deutlich später ihr erstes Kind. Ausschlaggebend hierfür sind vor allem das gestiegene Bildungsniveau sowie bessere Ausbildungs- und Berufschancen von Frauen sowie der vergleichsweise leichte Zugang zu Verhütungsmitteln. Viele Jugendliche sind allerdings nur unzureichend auf ihre sexuelle "Freiheit" vorbereitet. Zum einen empfinden sie einen Druck, endlich ihre ersten sexuellen Erfahrungen zu machen. Zum anderen können sie das, was sie über Verhütung und Partnerschaft wissen, vielfach nicht auf ihre eigene Situation übertragen. So benutzt zum Beispiel in England nur jedes zweite Mädchen unter 16 Jahren beim "ersten Mal" ein Verhütungsmittel. Bei Rückfragen und Interviewwünschen wenden sie sich bitte an die: UNICEF-Pressestelle Rudi Tarneden 3. Sexuelle Revolution und gesellschaftlicher Wandel 22

23 Quellenangaben zu der Statistik können bei der Referentin erfragt werden. 23

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