Workshop Geht das auch einfacher? Leichte Sprache / Sprachgebrauch in den Medien

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1 Pressematerial Special Olympics Deutschland April 2016 Workshop Geht das auch einfacher? Leichte Sprache / Sprachgebrauch in den Medien SOD in Leichter Sprache Leichte Sprache SOD-Sprachgebrauch SOD-Sportregeln und Prinzipien in Leichter Sprache Healthy Athletes - Zahnputzanleitung in Leichter Sprache Healthy Athletes Raucherprävention

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3 Pressematerial Special Olympics Deutschland April 2016 Infos zu Special Olympics Deutschland In Leichter Sprache Special Olympics gibt es seit 1991 auch in Deutschland. Die Abkürzung für Special Olympics Deutschland ist: SOD. Bei SOD gibt es 27 Sportarten. Jedes Jahr gibt es viele kleine und große Sport-Wettbewerbe Athleten machen mit. Nationale Spiele sind die größten Sport-Wettbewerbe von Special Olympics in Deutschland. Die 1. Nationalen Sommerspiele waren 1998 in Stuttgart. Damals waren Athleten dabei. Heute sind bei Nationalen Sommerspielen Athleten dabei. Es gibt auch Nationale Winterspiele. Hier nehmen 800 Athleten teil. Und viele Menschen sind als Zuschauer oder Helfer mit dabei. Special Olympics Deutschland schickt jedes Jahr auch Athleten zu Europäischen Spielen oder Weltspielen.

4 Seite 2 Viele bekannte Sportler unterstützen SOD. Sie machen Special Olympics überall bekannt. Zum Beispiel Magdalena Neuner. Die Schirmherrin von SOD ist Daniela Schadt. Sie ist die Lebens-Gefährtin vom Bundespräsidenten Joachim Gauck. Was ist eine Schirmherrin? Eine Schirmherrin ist eine bekannte Person. Eine Schirmherrin unterstützt gute Ideen und Projekte. Daniela Schadt unterstützt SOD. Sie macht SOD überall bekannt. Und besucht unsere Athleten. Daniela Schadt sagt: SOD schafft sportliche Angebote auch im Alltag und steht mit einem ganzheitlichen Konzept für Inklusion im Sport. Diese Entwicklung unterstütze ich gern. Ganzheitliches Konzept für Inklusion im Sport bedeutet: Es gibt einen Plan, wie der gemeinsame Sport von Menschen mit und ohne Behinderung funktioniert.

5 Pressematerial Special Olympics Deutschland April 2016 Sag es einfach Special Olympics Deutschland in Leichter Sprache Special Olympics Deutschland stellt seit Dezember 2015 auf der Homepage grundlegende Informationen in Leichter Sprache bereit. Die Texte über Special Olympics wurden in Zusammenarbeit mit dem Büro für barrierefreie Informationen Capito Berlin verständlich aufbereitet und mit Symbolen und Illustrationen untermauert. Die Internetseite in Leichter Sprache ist ein großer Schritt für die Unterstützung der Athleten und für alle, denen Special Olympics ans Herz gewachsen ist, sagt SODAthletensprecher und Vizepräsident Mark Solomeyer. Wir Athletensprecher freuen uns sehr über die Seite, denn wir konnten uns bei der Entstehung einbringen. So wurden alle Elemente in der Gestaltung und Navigation der Website an das Nutzungsverhalten von Menschen mit geistiger Behinderung angepasst. Eine einfache Navigationsführung mittels Icons bietet eine schnelle Orientierung auf der Website. Die Inhalte sind entsprechend in Leichter Sprache aufbereitet und werden über den Text hinaus mittels Bildern transportiert. Mit der zusätzlichen Vorlesefunktion und der Option der Schriftvergrößerung werden Barrieren überwunden und individuelle Anpassungsmöglichkeiten für die Website-Besucher geschaffen. Das responsive Webdesign der Website ermöglicht auch die Nutzung auf mobilen Endgeräten. Die Internetseite ist sehr informativ. Jeder Athlet kann viele Infos zu Special Olympics finden und so viel besser verstehen. Wer nicht lesen kann, kann sich sogar alles vorlesen lassen. Das ist für uns sehr wichtig, so Mark Solomeyer. Ich empfehle allen Athleten die Seite zu besuchen. Und ich empfehle auch anderen Institutionen diese Seite zu besuchen, damit es noch mehr Internetseiten in Leichter Sprache gibt. Dass Athletinnen und Athleten von Special Olympics Deutschland aktiv im Internet und Web 2.0 unterwegs sind, dafür spricht unter anderem das Online-Tagebuch von Daniela Huhn auf der SOD Homepage. Jede Woche berichtet die SOD-Mitarbeiterin und Athletin in ihrem Online-Tagebuch von ihren Erlebnissen und Eindrücken in der SOD-Geschäftsstelle und von ihrem Training als Fußballerin. Zudem werden von SOD zunehmend Print-Materialien in Leichter Sprache erstellt. Im Gesundheitsprogrammes Healthy Athletes wurden diverse Anleitungen zur Gesundheitsprävention in Leichter Sprache verfasst und in mehrere Sprachen übersetzt.

6 Seite 2 Im Rahmen des vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Projekts "Betriebliches Gesundheitsmanagement - Selbstbestimmt fit am Arbeitsplatz" sind neben der Website in Leichter Sprache auch Regelwerke in Leichter Sprache für die Sportarten Schwimmen, Roller Skating, Badminton, Bowling, Handball, Tennis, Leichtathletik, Radfahren und Basketball in Zusammenarbeit mit Capito erstellt worden. Die Regelwerke wurden entsprechend der Regeln der Leichten Sprache auch grafisch gestaltet und von den SOD Sportkoordinatoren sowie von den Athletensprechern geprüft. Die Regelwerke für die Sportarten Tischtennis und Boccia sind in Kooperation mit der Lebenshilfe Bremen in Leichter Sprache verfasst worden. Ebenso hat SOD ein bisher noch nicht verfügbares Bild-Kompendium für den Sport unter dem Titel Bilder für den Sport entwickelt. Es enthält Abbildungen und deren Verwendungsanleitungen für die Einbindung und Erstellung von Materialien in Leichter Sprache für den Sportbereich. Sven Albrecht, Geschäftsführer von Special Olympics Deutschland: Es entspricht dem Ziel von Special Olympics Deutschland, Menschen mit geistiger Behinderung die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, und dazu gehört ohne Zweifel, dass Texte und Gesprochenes verstanden werden. Unsere Athletinnen und Athleten können nun auf diese Informationsquellen ohne besondere Erschwernis zugreifen. Mit der Bereitstellung der Informationen in Leichter Sprache geht SOD einen weiteren Schritt auf dem Weg zur Teilhabe und Selbstbestimmung der Athletinnen und Athleten entsprechend der UN-Konvention für die Rechte von Menschen mit Behinderung. Das Angebot wird nun schrittweise immer weiter ausgebaut, und dies unter direkter Mitarbeit unserer Athletensprecher. Das Netzwerk Leichte Sprache, dem unter anderem die Bundesvereinigung Lebenshilfe angehört, war im Jahre 2006 in Deutschland gegründet worden. Es setzt sich dafür ein, dass Texte für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen verständlich verfasst werden und die Schriftsprache wichtiger Mitteilungen oder Anträge an die Lesekompetenz von Menschen mit Beeinträchtigungen angepasst wird. Weitere Informationen zur Leichten Sprache und den offiziellen Richtlinien:

7 Pressematerial Special Olympics Deutschland April 2016 Sprachgebrauch Worte sind wichtig! Worte können Türen öffnen und dadurch Menschen mit Behinderungen ein unabhängiges Leben ermöglichen. Worte können aber auch Schranken oder Stereotype schaffen, die nicht nur erniedrigend für Menschen mit Behinderungen sind, sondern ihnen auch ihre Individualität rauben. Die folgenden Richtlinien zum Sprachgebrauch sind von Experten in Sachen geistiger Behinderung entwickelt worden. Sie sollten von jedem beherzigt werden, der über Menschen mit Behinderungen spricht oder schreibt, damit alle Menschen in ihrer individuellen Persönlichkeit und mit der ihnen zustehenden Würde dargestellt werden. Wir bitten, folgende Terminologien zu verwenden: Eine Person hat eine geistige Behinderung. Sie leidet nicht an, ist nicht betroffen von oder gar ein Opfer von geistiger Behinderung. Man spricht von Menschen mit geistiger Behinderung, denn es sind Personen, Menschen oder Individuen mit einer Behinderung und nicht Behinderte. Eine Person benutzt einen Rollstuhl, sie ist nicht an einen Rollstuhl gebunden. Man unterscheidet zwischen Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung. Sie sollten entweder als Erwachsene, als Kinder, als Jugendliche oder als ältere bzw. jüngere Athleten bezeichnet werden. Demzufolge sind Erwachsene mit Sie und Herr oder Frau anzusprechen, wie auch sonst allgemein üblich. "Down s Syndrom" und mongoloid sind durch Down Syndrom ersetzt worden. Die Special Olympics Teilnehmer sind Athleten und Athletinnen und als solche zu bezeichnen. Unter gar keinen Umständen sollte das Wort in Anführungszeichen erscheinen! Über Menschen mit geistiger Behinderung sollte im gleichen Stil berichtet werden, wie über Menschen ohne geistige Behinderung. Bei der ersten Nennung des Athleten wird der volle Name angegeben. Bei allen weiteren nur noch der Nachname. Eine Person ist körperbehindert und nicht verkrüppelt. Der Terminus "Special Olympics International" sollte immer dann verwendet werden, wenn von der weltweiten Special Olympics Organisation (SOI) die Rede ist.

8 Pressematerial Special Olympics Deutschland April 2016 Sport-Konzept Wettbewerbs-Regeln und Sport-Angebote von Special Olympics Bei der Eröffnungsfeier von Nationalen Spielen sprechen die Athleten einen Eid. Mit einem Eid verpflichtet man sich, einen fairen Wettbewerb zu machen. Der Eid von Special Olympics lautet: Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, lasst mich mutig mein Bestes geben. Bei uns kann jeder mitmachen. Dabei ist es egal, wie stark oder schnell ein Sportler ist. Wir haben ein Konzept dafür: das Special Olympics Sport-Konzept. Ein Konzept ist ein Plan. In dem Plan steht, wie alle Sportler an fairen Wettbewerben teilnehmen können. Fair bedeutet gerecht. Special Olympics hat dafür besondere Regeln: Sportarten-Regeln bei Veranstaltungen: Klassifizierung und Prinzip des Aufstiegs Wettbewerbs-freies Angebot Unified Sport

9 Seite 2 Prinzip des Aufstiegs Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben Sport-Wettbewerbe sind aufregende Erlebnisse. Damit es für alle Athleten auch schöne Erlebnisse werden, soll jeder Athlet erst bei kleineren Wettbewerben teilnehmen. Dort können die Athleten viel lernen. Dann klappt es auch bei großen Wettbewerben gut. Ein Athlet kann bei großen Sport-Veranstaltungen von Special Olympics teilnehmen, wenn er: regelmäßig zum Training geht und vorher schon an anderen Wettbewerben teilgenommen hat. Das bedeutet: Ein Athlet muss mindestens 10 Stunden in 2 Monaten bei einem Trainer Sport machen. Der Athlet muss auch die Regeln seiner Sportart gut kennen. Ein Athlet soll zuerst an Sport-Wettbewerben in der Nähe seines Wohnortes teilnehmen. Dort kann er viel lernen. Danach kann er an größeren Sport-Wettbewerben teilnehmen. Zum Beispiel: in anderen Bundesländern an Nationalen Spielen an Europäischen Spielen und an Weltspielen Das gilt für jede Sportart.

10 Seite 3 Dann kennt sich der Athlet in dieser Sportart gut aus und kann sich leichter verbessern. Wer an großen Sport-Veranstaltungen teilnehmen möchten, muss vorher an Anerkennungs-Wettbewerben teilnehmen. Anerkennungs-Wettbewerbe Für die Anerkennungs-Wettbewerbe hat Special Olympics besondere Regeln. Die Einteilung in Leistungs-Gruppen erfolgt an verschiedenen Orten mit den gleichen Regeln. Dann ist die Einteilung in Leistungs-Gruppen gerecht. Und ein nationaler oder internationaler Sport-Wettbewerb ist fair. Klassifizierung Einteilung in Leistungs-Gruppen Bei Wettbewerben von Special Olympics werden die Athleten in Leistungs-Gruppen eingeteilt. Athleten, die etwa die gleiche Leistung haben sind in einer Leistungs-Gruppe. So haben alle Athleten die Möglichkeit, eine Medaille zu gewinnen. Die Einteilung der Athleten in Leistungs-Gruppen heißt Klassifizierung. Das geht so: 1. Trainings-Leistung Der Athlet gibt seine beste Trainings-Leistung in einer Sportart an. Zum Beispiel, wie schnell er 100 Meter laufen kann. 2. Klassifizierungs-Wettbewerbe

11 Seite 4 Bei den Sport-Veranstaltungen gibt es zuerst Klassifizierungs-Wettbewerbe. Danach werden die Athleten in Leistungs-Gruppen eingeteilt. Das bedeutet zum Beispiel: Alle Athleten, die etwa gleich schnell 100 Meter laufen kommen in eine Leistungs-Gruppe. So hat jeder Athlet eine gute Chance zu gewinnen. Danach gibt es die Final-Wettbewerbe. Jede Leistungs-Gruppe hat zwischen 3 und 8 Athleten. Die Leistungs-Gruppen werden auch zwischen Männern und Frauen und nach Alter unterschieden. Der 1. Platz bekommt eine Gold-Medaille. Der 2. Platz bekommt eine Silber-Medaille. Der 3. Platz bekommt eine Bronze-Medaille. Der Platz bekommt eine Schleife. Alle Athleten werden bei der Sieger-Ehrung geehrt.

12 Selbstbestimmt gesünder Vorbereitung ? Du brauchst: Zahn - Bürste Zahn - Pasta Fertig! Becher Wasser Richtig Zähne - Putzen Sand - Uhr Los geht es! Wasser in den Becher füllen. Die Zahn - Bürste in den Becher stellen. Der Kopf steht oben. Kau - Flächen oben drauf Die Zahn - Bürste ausspülen. Außen Den Mund mit Wasser ausspülen. Innen Die Zeit ist um. Jetzt nur ausspucken. Die Zähne an allen Seiten putzen. Special Olympics Deutschland: Projekt - Selbstbestimmt gesünder Die Sand - Uhr umdrehen. Zahn - Pasta auf die Zahn - Bürste machen.

13 Gesunde Lebensweise Rauchen ist ungesund Rauchen macht krank! Es gibt Menschen, die rauchen: Zigarette Zigarre Wasser-Pfeife Auch Passiv-Rauchen macht krank: Das heißt: Andere Menschen in ihrer Nähe rauchen. Und Sie atmen den Rauch ein. Projekt - Selbstbestimmt gesünder

14 Wirkungen: Wenn Sie rauchen, macht das Ihr Herz und Ihre Lunge krank. - Ihre Ausdauer nimmt ab. - Sie husten stärker und häufiger. Daran können Sie sterben! Rauchen macht Ihre Zähne kaputt. - Sie riechen aus dem Mund. Rauchen macht Ihre Haut alt. - Ihre Haut wird faltig und grau. Rauchen ist auch teuer. Wenn Sie jeden Tag eine Schachtel Zigaretten rauchen: Dann zahlen Sie 150 im Monat. Dafür können Sie sich einen neuen Fernseher kaufen. Nicht-Rauchen ist kostenlos. Sie haben dann mehr Geld! Freuen Sie sich über das Nicht-Rauchen. Darauf können Sie stolz sein! Special Olympics Deutschland e. V. Selbstbestimmt gesünder II Projekt - Selbstbestimmt gesünder

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