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1 HVB Trends & Märkte Spezial Oktober 2014 Das Europäische Bankensystem ist krisenfester geworden Werbemitteilung

2 Das Europäische Bankensystem ist krisenfester geworden Der Banken-TÜV ist abgeschlossen, die Europäische Bankenunion kann Anfang November (gut vorbereitet) starten. Monatelang wurden Anforderungen definiert, Kriterien harmonisiert, Bankbilanzen auf Herz und Nieren geprüft und anspruchsvollen Stresstests unterzogen. Am vergangenen Sonntag haben dann die Europäische Zentralbank (EZB) und die Europäische Bankenaufsicht (EBA) die Ergebnisse präsentiert und weitgehend grünes Licht für die Solidität der europäischen Banken gegeben: Von den 123 getesteten europäischen Instituten konnten laut EZB zum Stichtag nur 25 Institute die strengen Anforderungen nicht erfüllen. Und zwölf davon haben ihre Kapitallücken mittlerweile bereits geschlossen, darunter auch der einzige deutsche Durchfaller, die Münchener Hypothekenbank. Der Rest muss und wird wohl rasch nachbessern. Insofern kann das aufwendige und zeitintensive Projekt als Erfolg verbucht werden. Das europäische Bankensystem ist krisenfester geworden. Und das ist nicht so sehr der relativ niedrigen Zahl der Durchfaller geschuldet, als vielmehr der Tatsache, dass die Institute im Zuge der umfassenden Bewertung von EZB und EBA (englisch comprehensive assessment ) massiv Risiken bereinigt und allein seit Sommer 2013 über 200 Mrd. EUR frisches Kapital aufgenommen haben. Das Risiko einer neuerlichen, breit angelegten Bankenkrise ist damit spürbar zurückgegangen. Die Institute verfügen heutzutage über weit höhere Risikopuffer und können externe Schocks besser verkraften als noch vor einem Jahrzehnt. Damit ist auch das Risiko geschwunden, dass sich eine Bankenkrise in eine neuerliche Staatsschuldenkrise auswächst. Entsprechend zufrieden zeigten sich dann auch Aufsichtsbehörden und Finanzmärkte. Der Euro, Bankenwerte und auch die Kreditmärkte starteten nach der Bekanntgabe der Ergebnisse gut in die neue Woche bevor der enttäuschende Ifo-Index die Stimmung an den Märkten insgesamt wieder trübte. Freilich, ein Persilschein für das europäische Bankensystem ist die umfassende Bewertung durch EZB und EBA nicht. Die Ergebnisse mögen die Investoren (vorerst) zwar überzeugt haben. Allerdings schafften doch viele Banken die Anforderungen des Extremszenarios ( adverse scenario ) nur recht knapp. Strukturell, d. h. in Sachen Kapital- und Ertragsstärke haben (kontinental)europäische Banken noch Nachholbedarf (auch nach der umfassenden Bewertung bzw. den erfolgten Sanierungsmaßnahmen). Das ist auch der Tenor einer weltweiten Bankenstudie des Internationalen Währungsfonds IWF von Ende September. Den europäischen Instituten gehe es laut IWF durch Sanierungsmaßnahmen zwar meist gut genug, um zu überleben. Viele der Banken würden mit der Vergabe von Krediten aber nicht genügend Gewinne erwirtschaften können, um ihre Kapitalbasis zu stärken. Zudem könnten sie die wirtschaftliche Erholung nicht energisch genug unterstützen. Sie müssen, so der Fonds, ihr Geschäftsmodell noch fundamentaler überholen. Ähnlich argumentieren auch die Bundesbank und der Bundesverband deutscher Banken. Und noch eines: Die Erwartung, dass nach Bilanzprüfung und Stresstest der Kreditzyklus im Euroraum endlich anspringt (und damit die Konjunkturerholung angeschoben wird) ist ebenso unwahrscheinlich wie der implizite Vorwurf des IWF falsch ist, dass die europäischen Institute nicht nachhaltig Kredite zur Stützung der Wirtschaft bereitstellen (können). Es mag vereinzelte Angebotsengpässe geben. Das weit größere Problem der unzureichenden Kreditentwicklung im Euroraum aber ist und bleibt die Kreditnachfrage, nicht das Angebot. Und da können Bilanzprüfung und Stresstests nicht wirklich helfen. Hilfreicher wären hier fiskalpolitische Impulse z. B. über zusätzliche öffentliche Investitionen, die dann auch die private Investitionstätigkeit anregen. Wenn Unternehmen genügend rentable Investitionsprojekte vorantreiben, werden sie auch finanziert bzw. kreditiert werden. Aber auch wenn die umfassende Bewertung des europäischen Bankensystems den Kreditzyklus nicht anschieben kann: Sie ist ein wichtiger Schritt in Richtung Europäische Bankenunion, die mit Übernahme der Aufsicht der großen, systemrelevanten EWU-Banken durch die EZB am 4. November 2014 nun gut vorbereitet starten kann. Das europäische Bankensystem ist krisenresistenter geworden und kann die Folgen von Finanzmarktkrisen künftig besser abfedern auch wenn keine Krise der vergangenen gleicht. Der Teufelskreis von Bankenund Staatsschuldenkrisen scheint nun aufgebrochen. In den folgenden Abschnitten wollen wir detaillierter auf die Methodologie und die Ergebnisse der umfassenden Bewertung des europäischen Bankensystems durch EZB und EBA eingehen. 2 Trends & Märkte Spezial

3 BILANZPRÜFUNG UND STRESSTESTS: DIE VORGEHENSWEISE Am vergangenen Sonntag, den 26. Oktober, haben die EZB und EBA die Ergebnisse ihrer umfassenden Bewertung ( comprehensive assessment ) publiziert, die sie in den letzten zwölf Monaten vorgenommen haben. Die umfassende Bewertung führte dabei die beiden Komponenten rigorose Bilanzprüfung (englisch Asset Quality Review, kurz AQR) und die eher prospektiven Stresstests zusammen und zielte letztlich auf eine Stärkung der Bankbilanzen, eine Verbesserung der Transparenz und eine Stärkung des Vertrauens in das europäische Bankensystem. Hintergrund dieses Prozederes war nicht zuletzt die Tatsache, dass die EZB sich auf die Übernahme ihrer Aufsichtsfunktion im Rahmen des Einheitlichen Aufsichtsmechanismus (Single Supervisory Mechanism) vorbereitet. Ab dem 4. November wird die EZB die Verantwortung als Supervisor für die 120 wichtigsten Kreditinstitute übernehmen, die fast 85 % der gesamten Bankaktiva repräsentieren. Im Rahmen der von der EZB und den nationalen Behörden (National Competent Authorities) durchgeführten Bilanzprüfung wurde untersucht, ob die Aktiva in den Bankbilanzen zum 31. Dezember 2013 ordnungsgemäß bewertet wurden. Diese Form der Bilanzprüfung ermöglichte einen länderübergreifenden Vergleich der Banken, da statt der bis dahin divergierenden Konzepte bei der Beurteilung der Bilanzen harmonisierte Definitionen und eine einheitliche Methodik angewandt wurden. Mehr als Experten unterzogen über 800 einzelne Portfolios einer eingehenden Prüfung, wobei sie unter anderem die Kreditqualität von Schuldnern der Banken gründlich untersuchten. Diese Überprüfung lieferte der EZB umfangreiche Informationen über die von ihr in Zukunft direkt beaufsichtigten Banken. Die Stresstests wurden von den teilnehmenden Banken, der EZB und den nationalen Aufsichtsbehörden in Zusammenarbeit mit der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde auf Basis der in der Bilanzprüfung ermittelten Werte durchgeführt. Dabei wurden zwei Szenarien entwickelt ein Basisszenario, das auf den makroökonomischen Vorhersagen der EU-Kommission vom Frühjahr 2014 aufsetzt, und einem Stressszenario (adverse scenario; zu den Annahmen siehe unten). Im Basisszenario und in der Bilanzprüfung mussten die Banken eine harte Kernkapitalquote (Common Equity Tier 1, kurz CET1) von mindestens 8 % erfüllen, im adversen Szenario war eine CET1-Quote von mindestens 5,5 % Voraussetzung für das Bestehen des Tests. Der Stresstest lieferte dabei keine Prognosen über zukünftige Entwicklungen. Es handelt sich vielmehr um eine Aufsichtsmaßnahme, bei der die Widerstandsfähigkeit der Banken in einem schwierigeren Konjunkturumfeld geprüft wurde. Die teilnehmenden Banken wurden dabei zu konservativen Projektionen veranlasst, die dann nach strikten Vorgaben auf den Prüfstand gestellt wurden. Das Basisszenario fußte auf folgenden Projektionen: z Für die EWU wurde ein Wirtschaftswachstum von 1,2 % für 2014 bzw. 1,7 % für 2015 angenommen. z Die Arbeitslosenrate sollte gegenüber ihrem historischen Höchststand 2013 leicht zurückgehen. z Die Inflation sollte sich im Euroraum 2014 auf 0,8 % und im Jahr 2015 auf 1,2 % erhöhen. z Der Abbau des strukturellen Defizits, also des um zyklische Faktoren bereinigten Fehlbetrags, wird sich dieses Jahr weiter fortsetzen stabilisiert sich dann das strukturelle Defizit. Für das Stressszenario wurden folgende Annahmen bzw. Abweichungen für die zentralen makroökonomischen Indikatoren bzw. Finanzmarktgrößen vorgegeben: z Die EU fällt 2014/2015 in die Rezession zurück, so dass 2016 das reale BIP (Bruttoinlandsprodukt) um kumuliert 7 % unter dem Basisszenario liegt. Demnach schrumpft die reale Wirtschaftsleistung 2014 um 0,7 %, 2015 um 1,5 % und kommt 2016 nicht über Stagnation hinaus. z Die Arbeitslosenrate ist höher als im Basis- szenario und zwar um 0,6 Prozentpunkte im Jahr 2014, 1,9 Punkte 2015 und fast 3 Prozentpunkte im Jahr z Ein starker Anstieg der langfristigen US-Anleihenrenditen führt zu höheren langfristigen Zinsen auch in Europa. Die Renditen liegen 2014 um 150 Basispunkte über dem Basisszenario, in den Jahren 2015/16 um ungefähr 110 Basispunkte. z In Europa sollten Aktienkurse im Durchschnitt um knapp 20 % zurückgehen. z Die jährlichen Inflationsraten für die EU liegen spürbar unter dem Basisszenario. Für 2014 wurden 1,1 % projektiert, für die beiden Folgejahre 0,6 % bzw. 0 %. 3 Trends & Märkte Spezial

4 DIE ERGEBNISSE 1 Im gesamten Euroraum sind bei der umfassenden Bewertung 25 der 130 größten Geldhäuser durchgefallen. Die Kapitallücke der Banken belief sich per Ende 2013 auf insgesamt 25 Mrd. Euro. Von den 25 Instituten haben zwölf Geldhäuser ihre Kapitallücken in den vergangenen Monaten bereits geschlossen und ihre Bilanzen um 15 Mrd. Euro gestärkt. Die übrigen 13 Institute müssen nun in den nächsten zwei Wochen der EZB einen Plan vorlegen, wie sie die Lücken (von insgesamt 10 Mrd. EUR) schließen wollen. Den Plan für Lücken aus der Bilanzprüfung und/oder dem Basisszenario müssen die Institute innerhalb von sechs Monaten umsetzen. Lücken, die beim Stressszenario aufgedeckt worden sind, müssen sie innerhalb von neun Monaten schließen. Die Bilanzprüfung allein ergab, dass zum Jahresende 2013 eine Korrektur des Buchwerts der Bankaktiva um 48 Mrd. EUR erforderlich ist (Deutschland: 3,9 Mrd.). Dies wird sich in den Abschlüssen der Banken oder den aufsichtsrechtlichen Anforderungen widerspiegeln. Bei Anwendung einer Standarddefinition für notleidende Engagements (Verbindlichkeiten, die 90 Tage überfällig sind, oder Engagements, die ausfallgefährdet oder bereits ausgefallen sind) zeigte sich zudem, dass die notleidenden Engagements der Banken um 136. Mrd. EU auf insgesamt 879 Mrd. EUR zugenommen haben. Der umfassenden Bewertung zufolge würde sich ferner das CET1-Kernkapital der Banken die Messgröße der finanziellen Solidität einer Bank im Stressfall um rund 263 Mrd. EUR verringern. Dies hätte eine Abnahme des Medians der CET1-Quote um 4 Prozentpunkte von 12,4 % auf 8,3 % zur Folge. Der Rückgang fällt damit stärker aus als in vergleichbaren Untersuchungen der Vergangenheit, wodurch deutlich wird, dass ein strenger Maßstab in der umfassenden Bewertung angelegt wurde. Von den 25 durchgefallenen Banken kommen 9 Institute aus Italien, jeweils drei aus Griechenland und Zypern und jeweils zwei aus Belgien und Slowenien. Die Anforderungen nicht erfüllen konnten schließlich je ein Geldhaus in, Österreich, Spanien, Frankreich, Irland, Portu- gal sowie Deutschland. Folgende Institute haben laut EZB ihre Kapitallücke bereits geschlossen: Axa Bank of Europe (Belgien), Bank of Cyprus, Cooperative Central Bank (beide Zypern), C.R.H. Caisse des Refinancement de l Habitat (Frankreich), Münchener Hypothekenbank (Deutschland), Piraeus Bank (Griechenland), Veneto Banca, Banco Popolare, Credito Valtellinese, Banca Popolare di Sondrio, Banca Popolare dell Emilia Romana (alle Italien) und Liberbank (Spanien). Die 13 Banken, die ihre Kapitallücke noch nicht geschlossen haben, sind: Eurobank und National Bank of Greece (Griechenland), Hellenic Bank (Zypern), Monte dei Paschi di Siena, Banca Carige, Banca Popolare di Milano, Banco Popolare di Vicenza (alle Italien), Dexia (Belgien-Frankreich), Österreichischer Volksbank Verbund (Österreich), Permanent TSB (Irland), Banco Comercial Portugues (Portugal), Nova Ljubljanska Banka und Nova Kreditna Bank Maribor (Slowenien). Die Bank mit dem größten Kapitalloch war das italienische Geldhaus Monte dei Paschi di Siena, dem beim Test 2,1 Milliarden Euro Kapital fehlten. Alle Banken außerhalb des Euroraums, die am Stresstest teilgenommen haben, haben ebenfalls bestanden. Die geprüften Geldhäuser in Großbritannien, Dänemark, Schweden, Norwegen, Ungarn und Polen hätten auch im Stressfall genug Eigenkapital, teilte die EBA am Sonntag in London mit. Während die EZB nur Banken im Euroraum prüfte, nahm die EBA auch Institute in europäischen Ländern außerhalb der Währungsunion unter die Lupe. DAS ABSCHNEIDEN DER DEUTSCHEN INSTITUTE 2 Nach Angaben der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und der Deutschen Bundesbank vom 26. Oktober 2014 stehen die deutschen Institute solide da ( auch wenn sie sich auf ihren Lorbeeren nicht ausruhen dürfen ) und würden selbst einem schweren wirtschaftlichen Schock mit ihrer Kapitalausstattung standhalten. Das Abschneiden der 24 deutschen Teilnehmer nannten Elke König, Präsidentin der BaFin, dann auch sehr erfreulich. Insgesamt hätten die 24 deutschen Stresstest-Teilnehmer seit Jahresbeginn 14,4 Mrd. Euro hartes Eigenkapital aufgenommen. Durchgefallen ist erwartungsgemäß nur die Münchener Hypothekenbank. Sie hatte Ende 2013 nicht genügend Kapital, um die geforderten 8 %-Kernkapitalquote zu 1 Die Ausführungen orientieren sich an der Pressemitteilung der EZB vom vergangenen Sonntag. 2 Die Ausführungen orientieren sich an der Pressemitteilung der Bundesbank von Sonntag, Trends & Märkte Spezial

5 erreichen. Die Lücke belief sich auf 229 Mio. EUR. Nach einer Kapitalerhöhung um 408 Mio. EUR käme das Institut nun aber selbst in einer Krise (adverse scenario) auf eine CET1 Kernkapitalquote von 7,5 %, und damit mehr als die verlangten 5½ %. Im Rahmen der Bilanzprüfung (AQR) wurden die Aktivpositionen in den deutschen Bankbilanz daraufhin überprüft, ob die Institute ihre Bewertungen hinreichend konservativ bilanziert haben. BaFin und Bundesbank errechneten einen zusätzlichen Wertberichtigungsbedarf von nur 3,9 Mrd. Euro hartem Eigenkapital. Die Anforderungen waren dabei strenger als die geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Auch beim Stresstest haben die deutschen Banken gut abgeschnitten. Im Basisszenario liegt die harte Eigenkapitalquote der deutschen Banken am Ende des Projektionszeitraums 2016 im Durchschnitt bei 12,5 %. Im Stressszenario zeigt sich, dass auch im Stressfall die Eigenkapitalquote mit einem Durchschnitt von 9,1 % ausreichend bleibt. EIN SEHR GUTES ERGEBNIS AUCH FÜR DIE UNICREDIT Die Ergebnisse dieser Prüfung bestätigen unsere starke Kapitalbasis. Die UniCredit zählt aufgrund ihrer Kapitalkennziffern zu einer der widerstandsfähigsten Banken in Europa. Federico Ghizzoni, CEO UniCredit Das Ergebnis der umfassenden Bewertung war auch für die UniCredit erfreulich. Die UniCredit ist demnach eine der widerstandsfähigsten Banken in Europa. Mit einer soliden Kapitalbasis übertrifft sie die Mindestanforderungen deutlich. Die CET1-Kernkapitalquote für 2016 liegt selbst im Stressszenario mit 6,8 % spürbar über den geforderten 5,5 % trotz des sehr konservativen Ansatzes von EZB und EBA, und trotz des gegenwärtigen negativen makroökonomischen Marktumfelds. Mehr noch: Die CET1-Kernkapitalquote 2016 erhöht sich im Stressszenario sogar auf ein sehr komfortables Niveau von 7,8 %, wenn die positiven Auswirkungen der bereits in der ersten Jahreshälfte 2014 vorgenommenen Maßnahmen zur Kapitalverbesserung mit berücksichtigt werden. Dazu zählt die Zuteilung von Gratisaktien anstelle einer Bardividende, die Bewertung der Anteile an der Bank of Italy, der Börsengang der Fineco und die Veräußerung der DAB, die in diesem Zeitraum erwirtschafteten Gewinnrücklagen sowie die Optimierung der risikogewichteten Aktiva. Die Auswirkungen des Asset Quality Review auf die CET1-Quote liegen bei sehr geringen 19 Basispunkten eine Bestätigung der bilanziellen Widerstandskraft der UniCredit und ihres umsichtigen Ansatzes zur Kreditklassifizierung und Kreditrisikovorsorge. In Anbetracht der positiven Ergebnisse der umfassenden Bewertung bestätigte die UniCredit dann auch ihr Gewinnziel für 2014 und ihren Fokus auf die Kreditvergabe an Haushalte und Unternehmen in Italien und ganz Europa. BILANZPRÜFUNG UND STRESSTEST EINE ERSTE EINSCHÄTZUNG Wie aber ist die umfassende Prüfung des europäischen Bankensystems zu werten? Um es auf den Punkt zu bringen: Das kosten- und zeitintensive Projekt kann als Erfolg verbucht werden. Warum? 1. Es gibt nun europaweit einheitliche Maßstäbe, Kriterien und Verfahren, um die Solidität von Banken zu messen und die Widerstandsfähigkeit der Banken selbst in einem schwierigeren Konjunkturumfeld abschätzen zu können. 2. Die positiven Marktreaktionen zeigen, dass die Investoren anders als bei Untersuchungen der Vergangenheit die Prüfungen und Tests als glaubwürdig erachten. Die Anforderungen und Maßstäbe waren streng genug, um Schwachstellen aufzudecken aber auch nicht überstreng, um neue grundsätzliche Zweifel am Finanzsektor zu schüren. EZB und EBA ist diese Gradwanderung gelungen. 3. Die Glaubwürdigkeit der umfassenden Bewertung spiegelt sich auch in den Ergebnissen wieder. So lag der veranschlagte zusätzliche Kapitalbedarf der Durchfaller mit ursprünglich 25 Mrd. EUR über den Erwartungen. Und auch der aggregierte Rückgang der CET1-Kernkapitalquote im Stressszenario fiel deutlich stärker aus als in früheren Simulationen. 4. Die umfassende Bewertung hat auch dazu beigetragen, dass das europäische Bankensystem nun widerstandsfähiger bzw. krisenresistenter geworden ist (auch wenn man nicht weiß, wie die nächste Krise ausschauen wird). Und zeigt sich gar nicht mal so sehr an der relativ niedrigen Zahl der Durchfaller. Viel entscheidender ist, dass die Institute im Zuge der 12-monatigen Bilanzprüfung und Stresstests massiv Risiken bereinigt und allein seit Sommer 2013 über 200 Mrd. EUR frisches Kapital aufgenommen haben. 5 Trends & Märkte Spezial

6 5. Das Risiko einer neuerlichen, systemischen Bankenkrise ist damit spürbar zurückgegangen. Die Institute verfügen heutzutage über weit höhere Risiko- bzw. Verlustpuffer und können externe Schocks besser verkraften als noch vor einem Jahrzehnt. Damit ist auch das Risiko geschwunden, dass sich eine breit angelegte Bankenkrise in eine neuerliche Staatsschuldenkrise auswächst. Dieser Teufelskreis dürfte nun durchbrochen sein. Der Risikoverbund aus Banken und Staaten, in dem sich Bankenkrise und Staatsschuldenkrise gegenseitig verstärkten, sollte der Vergangenheit angehören. 6. Die umfassende Bewertung war eine wichtige Etappe hin zur Europäischen Bankenunion. Sie kann nun mit der Übernahme der Bankenaufsicht über die 120 größten und systemrelevanten Banken im Euroraum durch die EZB gut vorbereitet am kommenden Montag (4. November) starten. Die einheitliche Europäische Bankenaufsicht (Single Supervisory Mechanism) bildet zusammen mit dem einheitlichen Abwicklungsmechanismus nicht lebensfähiger Institute (Single Resolution Mechanism) sowie den gemeinsamen Standards für die Einlagensicherungssysteme der Mitgliedsländer die tragende Säule der Europäischen Bankenunion. Sie vervollständigt die Europäische Währungsunion. 7. Freilich, und das sollte man auch erwähnen, gibt es auch Defizite und Schwachstellen im Prozedere der umfassenden Bewertung. So schafften doch viele Banken die Anforderungen des Stressszenarios ( adverse scenario ) nur recht knapp. Und ein regelrechtes Deflationsszenario (auch wenn es unwahrscheinlich ist) wurde auch nicht durchgerechnet. Mehr noch, hätte die EZB analog zur Fed auch eine so genannte leverage ratio (Eigenkapital zu Schulden) von 4 % vorgegeben, wäre die Durchfallquote gleichfalls höher gewesen. 9. Und schließlich sollte man sich auch von überzogenen Erwartungen verabschieden. Die umfassende Bewertung hat zwar gezeigt, dass die Banken krisenresistenter geworden sind. Dass die Banken nun den Kreditzyklus und damit auch die Konjunkturerholung anschieben, ist sehr unwahrscheinlich. Die unzureichende Kreditentwicklung im Euroraum ist weit mehr ein Kreditnachfrage- denn Kreditangebotsproblem. Da können Bilanzprüfung und Stresstests nicht wirklich weiterhelfen. Hilfreicher wären hier fiskalpolitische Impulse z. B. über zusätzliche öffentliche Investitionen, die dann auch die private Investitionstätigkeit anregen. Wenn Unternehmen genügend rentable Investitionsprojekte vorantreiben, werden sie auch finanziert bzw. kreditiert werden. Was aber heißt das für die Investoren und für unsere Anlagestrategie? Die europäischen Banken haben ihre Sanierung vorangetrieben und damit zweifelsohne Fortschritte gemacht auch wenn noch immer Nachholbedarf besteht. Sie sind krisenresistenter geworden und stehen möglicherweise besser da, als von so manchem Analysten vermutet. Wir fühlen uns daher wohl mit unserer Entscheidung im Sommer, innerhalb einer neutralen Aktienausrichtung europäische Banken aufzustocken auch weil ihnen die aufgestockten umfangreichen unkonventionellen Stimulierungsmaßnahmen der EZB zugutekommen. 8. Ein Freibrief für die europäischen Banken ist die umfassende Bewertung daher keinesfalls. Ausruhen dürfen sich die (kontinental)europäische Banken nicht. Strukturell, d. h. in Sachen Kapital- und Ertragsstärke haben sie im internationalen Vergleich noch Nachholbedarf (auch nach der umfassenden Bewertung bzw. den erfolgten Sanierungsmaßnahmen). Das ist auch der Tenor einer weltweiten Bankenstudie des Internationalen Währungsfonds von Ende September. Sie müssten, so der Fonds, Leistungsangebote verteuern, neu definieren oder sogar streichen. Quersubventionierungen von Geschäftsbereichen seien ebenfalls zu überdenken. Und wenn sie nicht profitabel werden, sollte man sie auch vom Markt nehmen. 6 Trends & Märkte Spezial

7 IMPRESSUM Herausgeber: UniCredit Bank AG, HypoVereinsbank Private Banking Kardinal-Faulhaber-Straße 1, München Fachredaktion: Oliver Postler, Nikolaus Keis, Christina Steinhoff Erscheinungsweise: nach Bedarf abgeschlossen am DISCLAIMER Unsere Darstellungen basieren auf öffentlichen Informationen, die wir als zuverlässig erachten, für die wir aber keine Gewähr übernehmen, genauso wie wir für Vollständigkeit und Genauigkeit nicht garantieren können. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Die in diesem Report diskutierten Anlagemöglichkeiten könnten je nach speziellen Anlagezielen, Zeithorizonten oder bezüglich des Gesamtkontextes der Finanzposition für bestimmte Investoren nicht anwendbar sein. Diese Informationen dienen lediglich der eigenverantwortlichen Information und können eine individuelle Beratung nicht ersetzen. Bitte wenden Sie sich an den Anlageberater Ihrer Bank. In der Bereitstellung der Informationen liegt kein Angebot zum Abschluss eines Beratungsvertrages. Alle Angaben dienen nur der Unterstützung Ihrer selbständigen Anlageentscheidung und stellen keine Empfehlungen der Bank dar. Diese Information genügt nicht den gesetzlichen Anforderungen zur Gewährleistung der Unvoreingenommenheit von Finanzanalysen und unterliegt nicht dem Verbot des Handels vor der Veröffentlichung von Finanzanalysen. Die Informationen in diesem Bericht beruhen auf sorgfältig ausgewählten Quellen, die für zuverlässig erachtet werden, doch kann die UniCredit Bank AG derer Vollständigkeit oder Genauigkeit nicht garantieren. Alle hier geäußerten Meinungen beruhen auf der Einschätzung der UniCredit Bank AG zum ursprünglichen Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung, ganz gleich, wann Sie diese Information erhalten, und können sich ohne Vorankündigung ändern. Die UniCredit Bank AG kann andere Publikationen veröffentlicht haben, die den in diesem Bericht vorgestellten Informationen widersprechen oder zu anderen Schlussfolgerungen gelangen. Diese Publikationen spiegeln andere Annahmen, Meinungen und Analysemethoden der sie erstellenden Analysten wider. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung, Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit sollte nicht als Maßstab oder Garantie für die zukünftige Wertentwicklung genommen werden, und eine zukünftige Wertentwicklung wird weder ausdrücklich noch implizit garantiert oder zugesagt. Die Informationen dienen lediglich der Information im Rahmen der individuellen Beratung durch Ihren Berater und können diese nicht ersetzen. Alle Angaben sind ohne Gewähr. Die Informationen richten sich ausdrücklich nicht an Personen mit Wohnsitz in den USA und Großbritannien. Quellen zu Grafiken: soweit nicht einzeln angegeben: Thomson Reuters Datastream, eigene Berechnungen.

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