Malware auf mobilen Geräten: Alter Wein in neuen Schläuchen? IT-Sicherheit am Donaustrand, Regensburg,

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1 Malware auf mobilen Geräten: Alter Wein in neuen Schläuchen? Felix Freiling IT-Sicherheit am Donaustrand, Regensburg,

2 2/36

3 Quelle: apple.com 3/36

4 Quelle: nokia.com 4/36

5 Quelle: google.de 5/36

6 Mobiltelefone Wer besitzt eines der gezeigten Modelle? Wer besitzt mehr als ein Mobiltelefon? Wer besitzt ein Mobiltelefon, das älter als ein Jahr ist? Wer trägt sein Mobiltelefon auch im Urlaub bei sich? 6/36

7 Schadsoftware Allgemeiner Begriff: Schadcode Ausführbarer Programmcode, der schädliche Funktionen enthält Meist in Form von Schadprogrammen (Schadsoftware, Malware) Potentially Unwanted Programs (PUPs) Beispiele im PC-Bereich: Viren, Würmer, Trojaner PCs infizieren, um PC-Ressourcen zu missbrauchen Treibende Kraft: kriminelle Industrie, die daran Geld verdient Diebstahl von Daten, SPAM, Erpressung (Denial-of- Service) 7/36

8 Botnets 8 8/36

9 Quelle: IMDB 9/36

10 Quelle: bild.de 10/36

11 Malware auf Mobiltelefonen? Quelle: google.de, bild.de 11/36

12 Die mobile Welt Quelle: Becher 12/36

13 Spezifika im Vergleich zu PCs Direkte Erzeugung von Kosten Teure Premium -Telefonnummern werden auf absehbare Zeit bleiben Existenz eines Netzwerkbetreibers Kontrolle des Netzes an zentralen Punkten möglich Begrenzte Kontrolle der Mobiltelefone durch Betreiber (Firmware-Update, SIM-Karte) Begrenzte Ressourcen des mobilen Gerätes Batterie, zum Teil auch Speicherplatz und Rechenzeit Relativ hohe Diversität der Technologien Unerfahrene Benutzer 13/36

14 Quelle: premiumrate.com.au 14/36

15 Historisch relevante Beispiele Cabhir (2004) Skulls (2004) BlankFont (2005) CommWarrior (2006) 15/36

16 Befällt SymbianOS Cabhir (2004) Übertragungsweg: infizierte Installations-Datei über Bluetooth Schadfunktion: keine, bis auf Batterieverbrauch durch dauernde Verbreitungsversuche/Senden über Bluetooth 16/36

17 Quelle: F-Secure 17/36

18 Befällt SymbianOS Skulls (2004) Übertragungsweg: infizierte Installationsdatei Schadfunktion: überschreibt Dateien und Logos, macht System unbenutzbar 18/36

19 Blankfont (2005) 19/36

20 Befällt SymbianOS Übertragungsweg: infizierte Installationsdatei CommWarrior (2006) Erster Schadcode, der neben Bluetooth auch über MMS verschickt wurde Globale Verbreitung 20/36

21 Quelle: Becher 21/36

22 Erstes Fazit Die meiste mobile Malware gibt es (noch) für SymbianOS (also Telefone von Nokia) Die meiste mobile Malware verbreitet sich auf Basis von Benutzerinteraktion Diversität der Plattformen von Vorteil Gefahr durch homogene Frameworks wie.net oder J2ME (Java) 22/36

23 MMS-Titel bei CommWarrior Matrix has you. Remove matrix! 3DGame from me. It is FREE! MS-DOS emulator for SymbvianOS. Nokia series 60 only. Try it! Nokia ringtoner Security update #12 Live3D driver with polyphonic virtual speakers! OS service pack #1 from Symbian inc. Happy Birthday! It is present for you! Free *SEX* software for you! Porno images Internet Cracker Norton AntiVirus 23/36

24 24/36

25 Verhaltensregeln Altbekannt: Auf Vertrauenswürdigkeit der Quellen achten Nicht alles einfach so installieren Insbesondere gefährdete Benutzer: Antivirenprodukte verwenden Speziell für Mobiltelefone: Bluetooth ausschalten, wenn es nicht benötigt wird Regelmäßig Telefonrechnung kontrollieren 25/36

26 Quelle: itb.net 26/36

27 Mobiltelefone und Straftaten Mobiltelefone sind wertvolle Quelle digitaler Beweismittel Kommunikationsbeziehungen (Ruflisten), Kommunikationsinhalte (SMS) Große Speichermengen vorhanden (Text, Daten, Bilder) Zugriff (klassisch) über TwisterBox Neue Modelle einfacher über manipulierte Bootloader auslesbar 27/36

28 Quelle: Spreitzenbarth 28/36

29 Experiment Vorlesung Forensische Informatik Sommer gebrauchte Mobiltelefone im Internet ersteigert (meist Nokia, ohne SIM-Karten), Kosten Telefone durch Studierende analysiert Telefone enthalten teilweise Standarddateisysteme, aber fast immer proprietäre Dateiformate Viel händische Analysearbeit, Reverse Engineering Kommerzielle Tools verfügbar Demo Version des Cell Phone Analyzer (verschleiert teilweise die echten Daten durch Punkte) 29/36

30 Nokia 3510i Wiederhergestellt wurden: Kontaktlisten gewählte Rufnummern eingehende Rufnummern gesendete SMS empfangene SMS Keine Fotos (3510i hat keine Kamera) 30/36

31 Wear Levelling Flash-Speicher kann nur endlich oft beschrieben werden Mobiltelefone versuchen, den vorhandenen Speicher möglichst gleichmäßig zu beschreiben Beispiel: YAFFS im neuen Google-Phone Besonders interessant für Forensiker 31/36

32 Andoid YAFFS 32/36

33 Zusammenfassung Mobile Malware ist eine reale Bedrohung Stärkere kriminelle Aktivität im Mobiltelefonbereich zu erwarten Benutzer als wesentliche Schwachstelle Besonderheiten der Mobiltelefone sind interessant für Forensiker 33/36

34 BMBF-Projekt zu mobiler Malware Start voraussichtlich Herbst 2010 Beteiligt: Universität Mannheim Ruhr-Universität Bochum Zynamics GmbH, Bochum G-Data GmbH, Bochum 34/36

35 Quellen Ken Dunham (Hrsg.): Mobile Malware Attacks and Defense. Syngress, Michael Becher: Security of Smartphones at the Dawn of their Ubiquitousness. Dissertation, Universität Mannheim, Michael Spreitzenbarth: Mobile Phone Forensics. Diplomarbeit, Universität Mannheim, /36

36 Abstract Malware auf mobilen Geräten: alter Wein in neuen Schläuchen? Inhalt: Wie unterscheidet sich mobile Malware von klassischer Malware? Gefahren durch mobile Malware Forensische Untersuchung mobiler Geräte 36/36

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