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1 Seite 1 von 5 Aktienmärkte DAX setzt sich über der Punkte Marke fest Der DAX unternahm in dieser Woche keinen neuen Anlauf um das bisherige Jahreshoch vom 04. Januar nach oben zu durchbrechen. Stattdessen stabilisierte er sich in einer Bandbreite von bis Punkten. Damit hielt er sich über der in der Vergangenheit wichtigen Marke von Punkten. Gleichzeitig sank er jedoch unter die technisch wichtige 200-Tage-Linie. Die im Rahmen der Quartalsberichtssaison veröffentlichten Zahlen der deutschen Unternehmen lieferten bisher kaum einen Grund für eine Kurskorrektur und die Dividendenrendite sollte unterstützend wirken. Renten & Volkswirtschaft Die deutsche und die europäische Wirtschaft zeigen sich optimistisch Aufwärtstrend beim Öl hält an Die Deutsche Wirtschaft wächst weiter. Der ifo-geschäftsklimaindex fiel zwar um 0,1 Punkte auf 106,6 Punkte, dabei konnten die gestiegenen Erwartungen jedoch den Rückgang in der Beurteilung der aktuellen Lage fast kompensieren. Die gute Stimmung spiegelt sich auch am Arbeitsmarkt wieder. So ist die nicht saisonbereinigte Anzahl an gemeldeten arbeitslosen Menschen in Deutschland auf den niedrigsten April-Wert seit 25 Jahren gefallen. Auch der private Konsum in Deutschland steigt weiter und stützt die wirtschaftliche Entwicklung damit. Alle Unterkomponenten des GfK-Konsumklima für Deutschland verzeichneten Zuwächse, wodurch der Gesamtindex um 0,3 auf 9,7 Punkte stieg. Ebenfalls verbessert hat sich laut einer Umfrage der Europäischen Kommission das Wirtschaftsvertrauen im Euroraum. So verzeichneten 4 von 5 Teilindikatoren einen Anstieg, was zu einem Gesamtindex Plus von 0,9 Punkten auf 103,9 Punkte führte. Damit liegt der Indikator über seinem langjährigen Durchschnitt. Auch aufgrund der Meldung, dass sich Saudi Arabien zum ersten Mal seit 1991 Geld am Kapitalmarkt besorgt hat setzte der Ölpreis seinen Anstieg fort. Die Marktteilnehmer sehen dadurch eine größere Chance für eine Einigung der Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) auf eine Senkung der Überkapazität auf ihrer kommenden Sitzung im Juni.

2 Seite 2 von 5 Unternehmensnachrichten aus der Berichtssaison Zahlen der DAX-Unternehmen werden positiv an der Börse aufgenommen Airbus mit Schwächen Adidas: Der zweitgrößte Sportartikelhersteller der Welt hat am Mittwoch überraschend vorläufige Zahlen für das 1. Quartal 2016 veröffentlicht. Dabei übertrafen die Daten die Erwartungen der Marktteilnehmer. So stieg der Umsatz um + 17 % auf 4,80 Mrd. Euro (Vorjahreszeitraum 4,08 Mrd. Euro) und das operative Ergebnis legte sogar um 35 % auf 490 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum 363 Mio. Euro) zu. Dies lag vor allem an einer höheren Kosteneffizienz und einer gesteigerten Bruttomarge. Aufgrund des starken Ergebnisses im 1. Quartal erhöhte der Konzern seine eigenen Prognosen für das Jahr Nach der Veröffentlichung stieg der Aktienkurs zwischenzeitlich über 9 % an, schloss zum Börsenschluss jedoch lediglich noch mit einem Plus von knapp unter 6 %. Airbus: Der Auftakt in das Jahr 2016 fiel schwach aus. Der Umsatz des Unternehmens fiel mit 12,1 Mrd. Euro im 1. Quartal zwar nahezu stabil aus. Dies lag jedoch daran, dass die Umsatzrückgänge von positiven Währungseffekten kompensiert wurden. Im bereinigtem operativem Ergebnis schlägt sich der Umsatzrückgang gepaart mit dem Wegfall von einmaligen Sondereffekten dafür voll nieder. Er beträgt hier gegenüber dem Vorjahreszeitraum 23 % auf nun noch 501 Mio. Euro. Seine Erwartung auf ein operatives Ergebnis auf Vorjahresniveau hat der Konzern zwar beibehalten, dennoch gab der Aktienkurs um 4,6 % nach. Bayer: Der Chemie- & Pharmakonzern konnte solide Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Während der Umsatz bei 11,9 Mrd. Euro verharrte, stieg das Konzernergebnis um 13 % auf 1,5 Mrd. Euro. Diese gute Entwicklung verdankten die Leverkusener insbesondere neu eingeführten Medikamenten. Nach diesem ordentlichen Start bestätigte der Vorstand seine positiven Erwartungen für das Jahr Der Aktienkurs konnte von den guten Ergebnissen nur kurzfristig profitieren und schloss den Börsentag der Berichts- Veröffentlichung mit einem kleinen Minus von 1 % ab. Deutsche Bank: Die Erträge des größten deutschen Finanzinstituts gingen im Vorjahresvergleich um 22 % auf 8,1 Mrd. Euro zurück. Dabei konnten sich die Frankfurter nicht dem globalen Trend von rückläufigen Gewinnen im Aktien- und Rentenhandel entziehen. Dank geringerer als von den Marktteilnehmern erwarteten Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und einer Reduzierung des Verwaltungsaufwandes, wurden im 1. Quartal jedoch schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzern erzielte ein Nettoergebnis von Mio. Euro anstelle von erwarteten 250 Mio. Euro. Die Aktie avancierte nach der Veröffentlichung zum Tages-Best-Performer im DAX mit + 3,95 %. Volkswagen: Hauptgrund für den Verlust von 7,4 Mrd. Euro im 4. Quartal 2015 (Vorjahreszeitraum + 3,2 Mrd. Euro) waren Rückstellungen für die Kosten des Diesel-Abgasskandals in Höhe von weiteren 9,5 Mrd. Euro. Damit belaufen sich die Rückstellungen für dieses schwarze Kapitel der Unternehmensgeschichte in 2015 bisher auf insgesamt 16,2 Mrd. Euro. Das Imageproblem scheint zu einem Umsatz- und Margenrückgang bei VW geführt zu haben. Dieses spiegelt sich auch im Ausblick der Konzernleitung für 2016 wider. Bei konstant hoher Auslieferungszahl wird ein Umsatzrückgang von bis zu 5 % und ein Margenrückgang von bis zu 1 % in 2016 erwartet. Trotz eines negativen Vorsteuerergebnis wird eine Dividende in Höhe von 0,11 Euro je Stammaktie (Vorjahr 4,80 Euro) bzw. 0,17 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr 1,37 Euro) vorgeschlagen. Mit der Ankündigung einer bevorstehenden Einigung im Diesel-Abgasskandal in den USA in der vergangenen Woche setzte eine Erholung des Aktienkurses um ca. 10 % ein.

3 Seite 3 von 5 Zentrale Marktdaten Aktienindex Indexwert 52-W-Hoch 52-W-Tief Prozentuale Veränderung 1 Woche 1 Monat 3 Monate 12 Monate DAX ,1 % + 4,8 % + 7,1 % - 12,6 % EuroStoxx ,8 % + 4,6 % + 4,9 % - 15,9 % Dow Jones ,8 % + 1,7 % + 11,0 % - 1,5 % S&P ,8 % + 1,9 % + 9,6 % - 1,8 % Geduckt pirscht sich die US-Notenbank an die nächste Leitzinsanhebung an. Aus Angst, die Marktteilnehmer zu verschrecken? Fed lässt den Zeitpunkt der bevorstehenden Anhebung aber offen Die US-Notenbank Fed bewertet im Statement zu ihrer Sitzung vom 26. und 27. April die Entwicklung am US- Arbeitsmarkt als positiv. Zudem wurde der Hinweis auf globale Wirtschaftswachstums- und Finanzmarktrisiken gestrichen auch wenn man diese weiter genau beobachten wird. Dafür wurden die leichte Schwäche der heimischen Wirtschaft und die nachlassende Wachstumsdynamik des Konsums neu als mögliche Belastungen aufgenommen. Unterm Strich ist das Statement nicht besonders euphorisch aber auch nicht negativ. Mit diesen Formulierungsänderungen gegenüber der Märzsitzung hält die Fed sich die Tür offen für eine Anhebung der Leitzinsen auf der nächsten Sitzung am 14. und 15. Juni. Gleichzeitig legt sie sich aber nicht fest auf diese Sitzung. Bis zur nächsten Sitzung werden somit die zwischenzeitlich zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturdaten besondere Aufmerksamkeit erfahren. Da mindestens eine Leitzinsänderung in 2016 von den Marktteilnehmern an den US-Kapitalmärkten bereits teilweise eingepreist sein dürfte, sind keine massiven Marktreaktionen in Folge einer Anhebung zu erwarten. Zu dem etwas verhalteneren Inlandskonjunkturausblick passen die diese Woche veröffentlichten volkswirtschaftlichen Daten. So sind die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter im März nur um 0,8 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Nach dem Rückgang von 3,1 % im Februar erwarten die Markteilnehmer jedoch einen deutlichen Anstieg um 1,9 %. Ohne die volatile Komponente der Transportgüterbestellungen gab es sogar einen Rückgang bei den Auftragseingängen um 0,2 % im März. Auch das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im 1. Quartal konnte mit 0,5 % die Markterwartung von 0,7 % nicht erfüllen. Auffällig war der 2. Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen in Folge (1. Quartal ,6%). Ausgewählte wichtige Termine : ISM-Index verarbeitendes Gewerbe (USA) : Auftragseingänge in der Industrie (USA) : Arbeitsmarktdaten (USA)

4 Seite 4 von 5 Wir sind für Sie da Die Spielregeln der Finanzwelt haben sich fundamental verändert. Erfolgreiche Vermögensanlage ist heute eine komplexe Herausforderung. Gefragt sind maßgeschneiderte Lösungen für Sie und Ihr Vermögen transparent, flexibel, individuell und komfortabel. Hierfür stehen wir als Sparkasse Bremen mit unserem Finanzkonzept. Zusätzlich bieten wir einen umfassenden Service und aktuelle Informationen. Aktienmärkte & Rohstoffe Dr. Sascha Otto Leiter Wertpapier- & Portfoliomanagement Telefon: Volkswirtschaftliche Analysen, Notenbanken & Rentenmärkte Björn Mahler Telefon: Volkswirtschaftliche Analysen Lars Schmidt Telefon:

5 Seite 5 von 5 Rechtliche Hinweise Diese Veröffentlichung dient ausschließlich zu Informationszwecken. Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die von der Die Sparkasse Bremen AG als zuverlässig erachtet werden, ohne allerdings zwingend von unabhängigen Dritten verifiziert worden zu sein. Es besteht keine Garantie oder Gewährleistung im Hinblick auf Genauigkeit, Vollständigkeit oder Eignung für einen bestimmten Zweck. Alle Meinungsäußerungen, Schätzungen oder Prognosen geben die aktuelle Einschätzung des Verfassers bzw. der Verfasser zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und können sich ohne vorherige Ankündigung ändern. Frühere Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die zukünftige Entwicklung eines Finanzinstruments. Es besteht keinerlei Zusage, dass ein in dieser Veröffentlichung genanntes Portfolio oder eine Anlage eine günstige Anlagerendite erzielt. Die Inhalte dieser Veröffentlichung sind nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten oder irgendeiner anderen Handlung beabsichtigt und dienen nicht als Grundlage oder Teil eines Vertrages. Weder diese Veröffentlichung noch eine Kopie dieser Veröffentlichung, auch nicht auszugsweise, darf ohne die vorherige schriftliche Erlaubnis der Die Sparkasse Bremen AG an unberechtigte Personen oder Unternehmen verteilt oder übermittelt werden, es sei denn, die Weitergabe ist vertraglich gestattet. Die Art und Weise wie dieses Produkt vertrieben wird, kann in bestimmten Ländern, einschließlich der USA, weiteren gesetzlichen Beschränkungen unterliegen. Personen, in deren Besitz dieses Dokument gelangt, sind verpflichtet, sich diesbezüglich zu informieren und solche Einschränkungen zu beachten. Quellenangaben: Charts & Marktdaten: Die Sparkasse Bremen AG/S-Investor/Thomson Reuters/vwd/Bloomberg Die Sparkasse Bremen AG Private Banking Dr. Sascha Otto Am Brill Bremen Telefon:

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