München, den Einführung

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1 1. Einführung München, den Die vorliegende Zwischenauswertung umfasst die Ergebnisse aus drei Befragungswellen, die zwischen Dezember 2009 und Juli 2010 unter Besuchern des Deutschen Museums durchgeführt wurden. Nach Durchführung der ersten Erhebung wurde das Erhebungsprogramm modifiziert, so dass es im Rahmen des Berichts zu Auswertungen kommen kann, denen lediglich die empirischen Befunde aus der Welle I oder alternativ der Welle II und III zugrundegelegt wurden. Soweit allerdings nicht explizit vermerkt beziehen sich die Auswertungen auf alle drei durchgeführten Erhebungswellen. Mit der Besucherbefragung auf der Museumsinsel des Deutschen Museums wurde insbesondere das Ziel verfolgt, die aktuelle Besucherstruktur zu erfassen. Über die Erfassung der soziodemographischen Daten der Besucher (Geschlecht, Alter, Bildungsabschluss und aktuelle Stellung im Erwerbsleben) hinaus, waren die Ausgaben, die Besucher im Rahmen eines Museumsbesuchs tätigen, bzw geeignete Rahmendaten, die auf die getätigten Ausgaben rückschließen lassen, zu erheben. Ziel ist es, auf Basis der getätigten Angaben Aussagen über den regionalwirtschaftlichen Effekt des Deutschen Museums zu treffen. 2. Durchführung der Datenerhebung und Stichprobe Die Datenerhebung fand in drei saisonal gestaffelten Erhebungswellen zwischen Dezember 2009 und Juli 2010 statt. Die Befragungen innerhalb der ersten Welle wurden zwischen dem 10. Dezember und 17. Dezember 2009 an acht Besuchstagen, in der zweiten Phase (6. April bis 11. April 2010) an 6 Besuchstagen und in der dritten Welle (22. Juli bis 28. Juli 2010) nochmals an 7 Tagen durchgeführt. Ziel war es mit der Lage der Erhebungswellen sowohl verschiedene regionale und bundesweite Ferienzeiten (bayerische Osterferien im April, Sommerferien in einigen Bundesländern im Juli) als auch solche Zeitpunkte in die Datenerhebung einzubeziehen, die eher als durchschnittliche Besucherphasen charakterisiert werden können (Dezember). Alle Befragungen wurden jeweils in der Zeit von 10:00 bis 17:00 durchgeführt, hierzu standen 87 Studierende der Hochschule München aus dem Fachbereich Tourismus zur Verfügung. Die Interviewerinnen befragten in den genannten Zeiträumen insgesamt n= 1344 zufällig ausgewählte Besucher über 14 Jahre beim Verlassen des 1

2 Deutschen Museums auf der Museumsinsel. Tabelle 2.1 gibt die Verteilung der Befragungen auf die drei Erhebungswellen wider. Tab. 2.1 Befragungsteilnehmer Erhebungsphase Anzahl der Befragten Anteil in % 10. Dezember und 17. Dezember ,8 6. April bis 11. April ,6 22. Juli bis 28. Juli ,6 Gesamt ,0 Quelle: Erhebung der HM FK /10 Interviewverweigerer Nicht alle angesprochenen Museumsbesucher waren bereit ein Interview zu geben. In Tabelle 2.2 wird die Verteilung der Personen dargestellt, die aus verschiedensten Gründen nicht bereit waren ein Interview zu geben. Im Durchschnitt waren rund 40 % der angesprochenen Museumsbesucher nicht bereit ein Interview zu geben. Besonders hoch lag der Anteil im Dezember 2009, was nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein dürfte, dass das in dieser Welle verwendete Frageprogramm deutlich umfangreicher war als in den folgenden Wellen. Die Befragten mussten daher mit einem höheren Zeitaufwand rechnen, so dass auch die Ablehnungsrate stieg. Tab.2.2 Interviewverweigerer Erhebungsphase Verweigerer Verteilung Verweigerer 10. Dezember bis 17. Dezember ,0 42,9 6. April bis 11. April ,9 38,0 22. Juli bis 28. Juli ,0 37,9 Gesamt ,0 39,8 Quelle: Erhebung der HM FK /10 Anteil Dropout in % (n=1344) 2

3 3. Besucherstrukturen Soziodemographische Strukturen Tab. 3.1 Alter der Befragten Personen Alterskohorten Anzahl Anteil in % (n=1314) Gültige Prozent Kumulierte Prozent , ,2 9,4 23, ,9 8,1 31, , , ,6 27,2 75, ,2 10,4 86,1 60 u. älter ,5 13,9 100 Gesamt ,8 100 Keine Angabe 30 2,2 Anzahl Quelle: Erhebung der HM FK /10 Tab. 3.2 Altersanteile der Besucher in den 3 Erhebungsphasen (in %) Erhebungsphase 10. Dezember und 17. Dezember April bis 11. April Juli bis 28. Juli 2010 Gesamt u. älter Gesamt Quelle: Erhebung der HM FK /10 3

4 Abb. 3.1 Geschlechterporportion der Besucher in verschiedenen Altersgruppen (n=1291) 100% 90% 80% 70% männlich weiblich 60% Anteil in % 50% 40% 30% 20% % 0% u. älter Altersgruppen Quelle: Erhebung der HM FK /2010 Die Geschlechterporportion ist bei den unter 25-Jährigen nahezu ausgeglichen. Allerdings ist mit zunehmendem Alter eine Tendenz Richtung Männerüberschuss beobachtbar. Insbesondere Frauen zwischen 25 und 30 Jahren sind besonders selten im Deutschen Museum als Besucherinnen beobachtbar. Tab. 3.3 Schulabschluss (angestrebte Abschlüsse bei Schülern/Studenten) Häufigkeit Prozent (n=1344) Gültige Prozente Kumulierte Prozente Hauptschule 93 6,9 7,1 7,1 Realschule/Mittlere Reife ,4 26,5 Abitur/(Fach-)Hochschulreife ,6 28,2 54,7 Studium , ,7 Sonstiges 43 3,2 3,3 100 Gesamt ,8 100 Keine Angabe 30 2,2 Gesamt Quelle: Erhebung der HM FK /10 4

5 Zweifelsohne besteht eine deutliche Überrepräsentanz von Akademikern und zukünftigen Akademikern gegenüber der Bevölkerungsgruppe mit Hauptschul- und mittlerem Schulabschluss. Abb.3.2 Bildungsabschlüsse unter männlichen und weiblichen Besuchern (n=1291) Anteil in % weiblich männlich Hauptschule Realschule/Mittlere Reife Abitur/ (Fach-) Hochschulreife Quelle: Erhebung der HM FK /2010 Studium Sonstiges 5

6 Abb.3.3 Bildungsstruktur bei Besuchern in verschiedenen Altersgruppen (in %) (n=1265) Anteil in % Studium Abitur/(Fach-)Hochschulreife Haupt-/Realschule u. älter Quelle: Erhebung der HM FK /2010 6

7 Abb.3.4 Besucher nach Stellung im Erwerbsleben (Angaben in %) (n=1315) 7

8 Abb.3.5 Geographische Herkunft der Besucher (Angaben in %) (n=1333) 8

9 Abb.3.6 Altersstrukturen der Teilpublika nach geographischer Herkunft (Angaben in %) (n=1310) Ausland Übriges Deutschland Übriges Bayern unter u. älter München und Umgebung % 10% 20% 30% 40% 50% 60% 70% 80% 90% 100% Quelle: Erhebung der HM FK /2010 Tab. 3.4 Altersstrukturen der Teilpublika nach geographischer Herkunft (n=1310) Altersgruppen München und Übriges Übriges Insgesamt Umgebung Bayern Deutschland Ausland unter 25 22,3% 27,4% 20,8% 25,5% 23,3% ,4% 24,2% 21,8% 25,2% 25,0% ,8% 38,1% 44,0% 35,8% 37,8% 60 u. älter 17,6% 10,3% 13,4% 13,5% 13,9% Quelle: Erhebung der HM FK /2010 9

10 Abb.3.7 Geographischer Herkunft in 3 Befragungswellen (Angaben in %) (n=1310) Anteil in % München und Umgebung Übriges Bayern Übriges Deutschland Ausland Dezember 2009 April 2010 Juli 2010 Gesamt 10

11 Abb.3.8 Besucher mit Einbezug des Deutschen Museums in ihre Reiseplanung (Angaben in %) (n=1330) 100% 90% % 34 70% 60% nein ja 50% 40% % 66 20% 10% 0% München und Umgebung Übriges Bayern Übriges Deutschland Ausland Gesamt Mehr als ein Fünftel der Besucher des Deutschen Museum geben an, dass Sie den Besuch vor Antritt ihrer Reise nicht geplant hatten. Tab. 3.4 Deutsche Museumsbesucher nach Besuchsart Häufigkeit Prozent (n=1344) Gültige Prozente Kumulierte Prozente Übernachtung in MUC ,1 52,8 52,8 Tagesausflug ,9 47,2 100,0 Gesamt ,0 100,0 Ungültige Angaben 67 5,0 Gesamt ,0 Quelle: Erhebung der HM FK /10 Rund 53 % aller Besucher des Deutschen Museums übernachten in München. 11

12 Abb.3.9 Übernachtungsgäste in München mit/ohne Einbezug des Deutschen Museums in ihre Reiseplanung (Angaben in %) (n=1274) 100% % 60% nein ja 40% % 0% Übernachtung in MUC Tagesausflug Von den Übernachtungsgästen in München haben 24 % der Besucher des Deutschen Museums ihren Besuch im Museum in Ihre Reiseplanung einbezogen, wohingegen der entsprechende Anteil unter den Tagesreisenden bei 19 % liegt. Dieser Unterschied ist bei einem Signifikanzniveau von 5 % signifikant, d.h. beruht nicht auf zufälligen Unterschieden. 12

13 Abb.3.10 Hauptreisemotiv Deutsches Museum für Übernachtungsgäste und Tagesreisende (Angaben in %) (n=1271) 100% 90% 80% 70% 55 60% 50% 81 nein ja 40% 30% 20% 45 10% 19 0% Übernachtung in MUC Tagesausflug Der Anteil der Besucher des Deutschen Museums, die angeben hauptsächlich des Deutschen Museums wegen in München zu sein, beträgt insgesamt 31 %. Der korrespondierende Wert ist unter den Übernachtungsgästen mit 19 % erwartungsgemäß niedriger, mit 45 % unter den Tagesreisenden mehr als doppelt so hoch. 13

14 Abb Besucher aus dem Ausland und anderen Bundesländern mit Besuchsabsicht vor Antritt der Reise (Angaben in %) (n=581) Sonstiges 14% Zeitung 1% Hörfunk, Fernsehen 3% Veranstaltungsprogramm allgemein 2% Anregung durch Schule, Kurs 11% von früheren Besuchen her bekannt 28% Anregung durch Freunde, Bekannte 25% Faltblätter, Prospekte 2% Reiseführer 14% Plakate 0% Insgesamt 28 % der ausländischen Besucher des Deutschen Museums bzw. Besuchern anderen deutschen Bundesländern, die bereits mit der Absicht das Museum zu besuchen anreisten, war das Museum vor ihrem Besuch bekannt, 25 % wurde das Museum von Freunden oder Bekannten empfohlen, 14 % dieser Personengruppe erlangte ihre Informationen aus einem Reiseführer und 11 % durch die Schule oder andere Kursveranstaltungen. 14

15 Abb Besucher aus dem Ausland und anderen Bundesländern, die insbesondere des Deutschen Museums wegen nach München gereist sind (Angaben in %) (n=191) Sonstiges 15% Zeitung 2% Hörfunk, Fernsehen 4% Veranstaltungsprogramm allgemein 3% Anregung durch Schule, Kurs 12% von früheren Besuchen her bekannt 33% Anregung durch Freunde, Bekannte 24% Faltblätter, Prospekte 1% Reiseführer 6% Von den ausländischen Besuchern bzw. Besuchern aus anderen bundesdeutschen Ländern, die hauptsächlich des Deutschen Museums wegen in München waren, kannte bereits ein Drittel das Museum von früheren Besuchen, rund einem Viertel war das Museum von Freunden und Bekannten empfohlen worden. 12 % bekamen eine Anregung seitens der Schule. Deutlich weniger bedeutsam ist innerhalb dieser Gruppe der Informationskanal der Reiseführer (6%). 15

16 Abb Besucher, die insbesondere des Deutschen Museums wegen nach München gereist sind differenziert nach der Nutzung weiterer Angebote in München (Angaben in %) (n=1335) 100% 90% 80% 48 70% 60% 50% 76 nein ja 40% 30% 52 20% 10% 24 0% Nutzung weiterer Angebote in München Keine Nutzung weiterer Angebote Insgesamt 24 % der Besucher, die angaben auch weitere Angebote in München im Rahmen Ihrer Reise oder Ihres Ausflugs in Anspruch zu nehmen, waren hauptsächlich des Deutschen Museums wegen in München. Der entsprechende unter denen, die keine weiteren Angebote nutzten lag mit 52 % mehr als doppelt so hoch. 16

17 Abb Familienanteil der Besucher aus der Stadt München und dem S- Bahn Einzugsbereich (Angaben in %) (n=265) Familie m. Kindern 20% Sonstige 80% Der Anteil der Münchner, die mit ihren Familien das Deutsche Museum besuchen liegt bei rund 20 %. Familie ist hier in dem Sinne definiert, dass nicht nur der Ehepartner/Partner den Befragten begleitet, sondern neben dem Partner ein weiteres Familienmitglied Teil der Besuchsgruppe ist. Ausgehend von einer weiteren Familiendefinition, die lediglich zumindest eine Begleitung des Befragten in Form eines Partners voraussetzt, beträgt unter den Befragten aus München und Umgebung der Anteil ca. 22 %. 17

18 Abb Sonstige Ausgaben in pro Person im Museum (ohne Museumsshop und Gastronomie) (n=527) Ausland 4,3 Übriges Deutschland 3,7 Übriges Bayern 3,6 München und Umgebung 3,1,0,5 1,0 1,5 2,0 2,5 3,0 3,5 4,0 4,5 5,0 18

19 Abb Anteil der Schüler, Studenten und Auszubildenden an allen Besuchern des Deutschen Museums aus München und Umgebung (Anteil in %) (n=329) Schüler, Studenten, Azubis 25% Sonstige 75% Quelle: Erhebung der HM FK /2010 Insgesamt ein Viertel aller Besucher des Deutschen Museums aus München und Umgebung sind Schüler, Studenten oder Auszubildende. 19

20 Abb Veränderung der Beeinträchtigung durch Modernisierungsmaßnahmen aus Sicht der Besucher des Deutschen Museums (Anteil in %) (n=1329) Anteil in % 100% 90% % % 60% deutlich merklich kaum überhaupt nicht 21 50% 40% 30% % 10% 0% Dezember 2009 April 2010 Juli 2010 Die Besucher des Deutschen Museums nahmen im Juli 2010 deutlich mehr Beeinträchtigungen durch Modernisierungsmaßnahmen im Museum wahr als im Dezember Während im Juli % der Befragten angaben, dass ihr Besuch merklich oder deutlich durch Modernisierungsmaßnahmen beeinträchtigt worden war, galt dies im Dezember für lediglich 14 %. 20

21 Abb Anteil der Personen, die eine sonstige Ticketart erwarben, die angaben Mitglied des Deutschen Museums zu sein (Anteil in %) (n=73) 70,0 60,0 63,0 50,0 40,0 37,0 30,0 20,0 10,0 0,0 Mitglied Nicht-Mitglied Insgesamt gaben 37% der Personen, die die Kategorie Sonstige Ticketart wählten, an, Mitglied des Deutschen Museums zu sein. 21

22 Abb Häufigkeit der Münchenbesuche von im Dezember 2009 befragten Personen (Nicht-Münchner), die hauptsächlich des Deutschen Museums wegen in München sind und das Museum Bestandteil ihrer Reiseplanung war (Anteil in %) (n=66) Anteil in % 10,0 9,0 8,9 8,0 7,0 6,0 5,0 4,0 3,0 3,0 3,3 2,0 1,5 1,0,0 erster Besuch 1 Mal 2-4 Mal Häufiger als 4 Mal 22

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