Schulprogramm (beraten und beschlossen von der Schulkonferenz am , zuletzt ergänzt am )

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1 1 Schulprogramm (beraten und beschlossen von der Schulkonferenz am , zuletzt ergänzt am ) Bei der Ausarbeitung dieses Programms haben mitgewirkt die Schülerinnen und Schüler die Mütter und Väter die Lehrerinnen und Lehrer Mirko Erlkamp, Norman Gipser, Julia Heinrich, Philipp Leser, Manuel Neumann und Inga Strunk, Lucia Musbach, Mechthild Nüssen, Manfred Richlewski, Annegret Spies, Thomas Uhländer und Brigitte von Blumenthal, Josy Altenhoff, Hermann Bredenfeld, Detlef Laboch, Ulrich Pütz, Horst Schuh, Johannes Sonntag, Klaus Trojan und Vroni Turki. Das Programm stellt eine Momentaufnahme dar und soll in regelmäßigen Abständen fortgeschrieben und ergänzt werden.

2 Inhalt 2 Teil 1: Schulprogramm (Stand Schuljahr 2000/2001) 1. Ein paar Gedanken vorweg! Seite 3 2. Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) Seite 4 3. Erprobungsstufenberatungskonzept Seite 5 4. Wahlpflichtbereiche I und II (Klassen 7 bis 10) Seite 6 5. Mittelstufenberatungskonzept Seite 7 6. Gymnasiale Oberstufe (Klassen 11 bis 13) Seite 8 7. Schulfahrten Seite Schülervertretung Seite Schülerzeitung Pult Kult" Seite Integration der Elternarbeit Seite Vorschlag: Schulvertrag Seite 18 Teil 2: Lehrpläne Sekundarstufe I Seite 19 Klasse 5 Seite 19 Klasse 6 Seite 28 Klasse 7 Seite 34 Klasse 8 Seite 41 Klasse 9 Seite 48 Klasse 10 Seite 56 Teil 3: Lehrpläne Sekundarstufe II Seite 65

3 3 Ein paar Gedanken vorweg! Die Schule als Bildungsstätte hat sich in den letzten 20 Jahren grundlegend verändert. Sie wurde früher von Eltern und Außenstehenden oft als fremd und teilweise sogar mit Angst erfahren. Heute ist Schule transparent geworden, sie hat sich geöffnet. Aber auch Lehrer, SchülerInnen und Eltern haben sich verändert. Im Haus des Lernens sind SchülerInnen und Lehrer stolz auf ihre Schule und identifizieren sich mit ihr. Begrüßenswert ist, dass auch Eltern sich heute mehr als früher für die Schule ihres Kindes interessieren, sie möchten am Schulleben teilhaben. Es ist ihnen wichtig, welches Image die Schule hat, die ihr Kind besucht, welche Besonderheiten diese Schule von allen anderen unterscheiden. SchülerInnen, Lehrer und Eltern - ihnen allen ist das Selbstverständnis der Schule so wichtig wie ihr Profil in der Öffentlichkeit. Wir, die SchülerInnen, LehrerInnen und Eltern des Gymnasiums Wanne, hoffen, dass der unverwechselbare Charakter unserer Schule durch dieses Schulprogramm deutlich wird.

4 Erprobungsstufe (Klassen 5 und 6) Die Erprobungsstufe soll herausfinden, ob ein Schüler intellektuell in der Lage ist, bei langsamer Heranführung an die Anforderungen des Gymnasiums diese zu erfüllen. Unser Ziel ist es, solche Bedingungen zu schaffen, unter denen eine positive, (angst)freie Entfaltung der Schülerinnen und Schüler im persönlichen wie im Lernbereich möglich ist. 4 Zur Erreichung unseres Ziels betrachten wir folgende Bedingungen als unerlässlich: - Die Förderung der sozialen Integration der SchülerInnen, z.b. durch das Patensystem, Spielnachmittage, die Berlebeckfahrt. - Die Schaffung kommunikativer Strukturen für SchülerInnen und Eltern, z.b. durch Orientierungsstunden, Tage der offenen Tür, Bunte Abende" für die Eltern der Klassen 5 und 6, klasseninterne Feiern und Feten, Wahrnehmung von Lehrersprechstunden und anderen Gesprächsterminen v.a. auch die regelmäßigen klassenübergreifenden Pflegschaftssitzungen für türkische Eltern. - Das Transparentmachen von Strukturen sowohl im lernorganisatorischen als auch im schulorganisatorischen Bereich, z.b. durch die Broschüre Meine Klasse" (, die jedem Schüler/jeder Schülerin mit dem Aufnahmebescheid zugeschickt wird), durch Information über schulische Termine, über Entscheidungen der Mitbestimmungsorgane; durch die Darlegung von Bewertungsmaßstäben sowie angemessene Auskunft über den Leistungsstand und durch die fachspezifische Vermittlung von Lernmethoden. - Die Herstellung von Berechenbarkeit wiederkehrender Abläufe, z.b. Gegenstände von Klassenarbeiten durch Probearbeiten, Wertmaßstäbe für erwartetes und nicht erwartetes Verhalten (Lob und Tadel). - Die Angleichung von fächerbezogenen Wissensständen im ersten Halbjahr der Klasse 5. - Die Vermittlung von Geborgenheit zum einen durch das Eingehen auf individuelle Nöte und Sorgen der Kinder zum anderen durch eine schülergemäße Gestaltung des Arbeitsplatzes/-raumes. Es ist dabei klar, dass eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen diesen Bedingungen besteht, so dass die hier vorgegebene Reihenfolge keine hierarchische ist. Während die genannten Beispiele schon zum Bestand der Arbeit in der Erprobungsstufe an unserer Schule gehören, sollen die folgenden, im Erprobungsstadium befindlichen Projekte im Sinne der oben genannten Bedingungen allgemein verbindlich für die Erprobungsstufe der Zukunft festgeschrieben werden. Dies ist einerseits ein 5-tägiges Methodentraining zu Beginn der Klasse 5. Die Zielsetzung dabei ist, die Schüler in die Lage zu versetzen, unabhängig und selbstbestimmt mit dem Lernstoff umzugehen. Andererseits gehört dazu die Elternarbeit in der Form von Elternabenden, die helfen, die Bildungs- und Erziehungsarbeit von Elternhaus und Schule besser zu koordinieren. Ebenso soll fächerübergreifende bzw. -verbindende Projektarbeit vertieft und erweitert werden. Ob das uns selbst gesteckte Ziel erreicht und die ihm zugeordneten Bedingungen erfüllt bzw. aufrecht erhalten werden können, muss in den bereits bestehenden Mitbestimmungsgremien der Erprobungsstufe überprüft werden. Über die Ergebnisse führen wir Protokolle, welche dem Schulleiter, der Schulpflegschaft, der Lehrerkonferenz und der Schulkonferenz zugänglich gemacht werden.

5 5 Erprobungsstufenberatungskonzept Tiefgreifende Veränderungen (sowohl hinsichtlich der Sozialisationsbedingungen unserer Schülerinnen und Schüler in der Bundesrepublik allgemein als auch auf Grund schulpoli-tischer Vorgaben) machen ein umfangreiches Beratungskonzept erforderlich, das zudem in besonderer Weise auf die Tatsache reagieren muss, dass Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf und entsprechender Problemlage das Umfeld des Gymnasiums Wanne prägen. Für die Erprobungsstufe bedeutet dies, dass bereits vor der Entscheidung der Erziehungsberechtigten über den Besuch der weiterführenden Schule eine intensive Beratung hinsichtlich der Bedingungen für den Übergang zum Gymnasium stattfinden muss. Diese soll einerseits dazu beitragen, dass Schülerinnen und Schüler, die nach gesichertem Urteil der Grundschullehrerinnen und lehrer am Gymnasium überfordert wären, die richtige Schullaufbahnentscheidung treffen, andererseits sollen Begabungsreserven erschlossen und bildungsferne Schichten der Bevölkerung ermutigt werden, ihre Kinder zum Gymnasium Wanne zu schicken. Neben den bereits erwähnten Informationsveranstaltungen vor der Aufnahme ist vor allen Dingen die Pflege des Kontaktes zu den Grundschulen unseres Einzugsbereiches wichtig, wobei die Lehrkräfte Hilfestellung zur Beratung hinsichtlich des Übergangs von Schülern ins Gymnasium erhalten. Die Zusammenarbeit mit den Grundschulen erstreckt sich über die zwei Jahre der Erprobungsstufe in Form von gemeinsamen Beratungen in Konferenzen und wechselseitigen Hospitationen im Unterricht und Besuchen zu besonderen Anlässen. Angesichts unseres Einzugsbereiches ist die intensive Kooperation mit der RAA ein wichtiges Mittel, Schülerinnen und Schüler aus türkischen und osteuropäischen Elternhäusern bei der Lösung von Lernproblemen und Konflikten zu beraten, wobei in besonderen Fällen auch die Erziehungsberechtigten der Kinder mit einbezogen werden. Für alle Schülerinnen und Schüler der Erprobungsstufe gilt, dass wir sie bei schulischen und psychischen Problemen beraten und - bei schwerwiegenden Konflikten - Lösungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Heilpädagogik und Psychotherapie in Herne-Wanne und anderen Institutionen zu entwickeln suchen. Zum Beratungskonzept in der Erprobungsstufe gehört auch, dass frühzeitig besondere Begabungen erkannt werden und die Erziehungsberechtigten in entsprechender Weise über geeignete Fördermaßnahmen informiert werden. Um auf die besonderen Problemlagen angemessen reagieren zu können, hat die Schulkonferenz die Notwendigkeit der o.a. Tätigkeiten festgestellt und die Beauftragung einer Lehrkraft mit der Wahrnehmung dieser intensivierten Form der Beratung beschlossen.

6 Wahlpflichtbereiche I und II (Klassen 7 bis 10) 6 Nach der ersten Weichenstellung für die Schullaufbahn durch die Wahl der zweiten Fremdsprache ab Klasse 7 (Wahlpflichtbereich I) weist das Gymnasium Wanne mit Beginn der Klasse 9 im Stundenplan drei bzw. vier Unterrichtsstunden aus, in denen die SchülerInnen ihren Neigungen und Interessen entsprechend Fachschwerpunkte setzen können (Wahlpflichtbereich II). Die an unserer Schule im Rahmen der Möglichkeiten angebotenen Fächer/Programme sind in ihrem Bildungsgehalt und ihren Anforderungen gleichgewichtig. Die angestrebte Profilbildung der Schule setzt ein langfristig konstantes Angebot der Fächer/Programme voraus. Die Wahl erfolgt für die Dauer von zwei Jahren (Klassen 9 und 10). Die Schule ist verpflichtet, mindestens eine neu einsetzende Fremdsprache innerhalb des Wahlpflichtbereichs II anzubieten. Dies ist an unserer Schule Französisch. In der dritten Fremdsprache umfasst der Unterricht vier Wochenstunden. Die beiden anderen Fächer/Programme sind Informatik und Chemie/Physik. Diese werden jeweils drei Wochenstunden unterrichtet. Es ist jedoch beabsichtigt, den SchülerInnen in einer zusätzlichen Übungsstunde die Möglichkeit zur Einübung selbständiger Arbeit im Rahmen der Unterrichtsthemen zu geben. Die Leistungsanforderungen, insbesondere die Zahl der Klassenarbeiten pro Schuljahr sind in allen angebotenen Fächern/Programmen gleich. Die erreichte Leistungsbewertung (Endzensur) ist bei der Versetzung in die Klasse 10 bzw. die Klasse 11 in jedem Fall versetzungswirksam.

7 7 Mittelstufenberatungskonzept Gehörte die Beratung von Erziehungsberechtigten und Schülerinnen und Schülern hinsichtlich der Wahl der zweiten und dritten Fremdsprache sowie der Fächer im Wahlpflichtbereich II zu den überkommen Aufgaben eines Gymnasiums, so wurden in den letzten Jahren angesichts der tiefgreifenden Veränderungen hinsichtlich der Sozialisationsbedingungen und des städtebaulichen Umfelds unserer Schülerinnen und Schüler (Stadtteile mit besonderem Erneuerungsbedarf) besondere Problemlagen offenkundig, auf die sich das Gymnasium konzeptionell einstellen musste. In der Mittelstufe müssen die Zusammenarbeit mit der RAA und das Gespräch mit den Erziehungsberechtigten nicht-deutscher Herkunft fortgesetzt werden, um im interkulturellen Dialog den Integrationsprozess der Schülerinnen und Schüler unterstützend zu begleiten. In der Klasse 7 hat die Drogenprävention ihren Platz, wobei die Jugend-, Konflikt- und Drogenberatung in Herne-Wanne unsere Bemühungen ergänzt. Um festgestellte Defizite der Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Fähigkeit, in der Gruppe gemeinsam und methodisch angemessen zu arbeiten, beheben zu können und Ansprüchen der Wirtschaft an künftige Absolventen zu genügen, führen wir vom Schuljahr 2001/02 an ein fünftägiges Projekt zur Verbesserung der Teamfähigkeit durch. Die Einbeziehung der Eltern entspricht sowohl dem zu Grunde gelegten didaktischen Konzept Dr. Klipperts als auch den tatsächlichen Erfordernissen in unserem Stadtteil. Die Gewaltprävention in Klasse 8 geschieht in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Bochum als Angebot, Gewaltmechanismen zu durchschauen und Strategien zur Vermeidung von Aggressionen zu trainieren. In Klasse 9 vergewissern wir uns der Unterstützung von PRO FAMILIA Bochum bei der umfassenden Sexualberatung der Schülerinnen und Schüler. In den Klassen 9 und 10 beraten wir über erreichbare Schulabschlüsse nach Klasse 10 und geben Orientierung im Hinblick auf weitere Ausbildungsgänge und Berufsausbildungen nach Abschluss der Sekundarstufe I (zur Zusammenarbeit mit dem BIZ siehe Seite 9). Für alle Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe gilt, dass wir sie bei schulischen und psychischen Problemen beraten und - bei schwerwiegenden Konflikten - Lösungen in Zusammenarbeit mit dem Institut für Heilpädagogik und Psychotherapie in Herne-Wanne und anderen Institutionen zu entwickeln suchen. Zum Beratungskonzept in der Mittelstufe gehört auch, dass frühzeitig besondere Begabungen erkannt werden und die Erziehungsberechtigten in entsprechender Weise über geeignete Fördermaßnahmen informiert werden. Um auf die besonderen Problemlagen angemessen reagieren zu können, hat die Schulkonferenz die Notwendigkeit der o.a. Tätigkeiten festgestellt und die Beauftragung einer Lehrkraft mit der Wahrnehmung dieser intensivierten Form der Beratung beschlossen.

8 Gymnasiale Oberstufe (Klassen 11 bis 13) Als kleine" Schule mit SchülerInnen hat das Gymnasium Wanne seine Stärken: Überschaubarkeit, Abwesenheit von Gewalt und Drogenkonsum, intakte Schüler-Schüler wie Schüler-Lehrkräfte-Beziehungen erscheinen als nicht zu unterschätzende Vorteile gegenüber den sog. großen Systemen". Um die Palette der Fächer-Wahlmöglichkeiten, die die Ausbildungs- und Prüfungsordnung Gymnasiale Oberstufe zulässt, möglichst vollständig auszuschöpfen, arbeitet die Oberstufen- Konzeption unserer Schule mit zwei Ansätzen: 8 1. der Kooperation mit dem Gymnasium Eickel und der Oberstufe der Gesamtschule Wanne- Eickel - auf der Basis eines dreiseitigen Kooperationsvertrages seit mehr als 12 Jahren erfolgreich durchgeführt; 2. einer intensiven Beratungsarbeit gegenüber den Schülerinnen und Schülern sowohl unserer eigenen 10er Klassen als auch derjenigen, die als Inhaber des Qualifikationsabschlusses von Real- oder Hauptschulen bei uns ihre Schullaufbahn fortsetzen wollen. Die Oberstufenarbeit des Gymnasiums Wanne ist seit mehr als 15 Jahren gekennzeichnet durch vier wesentliche PRINZIPIEN: 1) BERATUNG Wir wollen, dass bei jedem/r unserer SchülerInnen der Anspruch der bewussten, selbständigen Fächerwahl auch praktisch eingelöst werden kann. 2) BERUFSORIENTIERUNG Wir wollen, dass Berufsberatung und theoretische wie praktische Berührung mit der Arbeits- und Berufswelt integraler Bestandteil der Schullaufbahnen unserer SchülerInnen sind. 3) KOOPERATION Wir wollen, dass in Zusammenarbeit der drei genannten Oberstufen-Schulen ein breiteres und für den/die einzelne SchülerIn differenzierteres Kursangebot realisiert werden kann. 4) KOMMUNIKATION Wir wollen, dass gerade am Anfang, aber auch während der gesamten Laufzeit des Oberstufen- Kurssystems gezielt auf den Zusammenhalt und die pädagogische Integration der Jahrgangsstufen hingearbeitet wird. IM EINZELNEN bedeutet das: 1.) BERATUNG d.h. intensive, individuelle SchülerInnenberatung in den Bereichen - Schullaufbahn-Planung von Pflicht- und Wahlkursen vom Ende der Klasse 10 bis zum Abitur; - Fachprofile und Fachanforderungen - Information über Fächer in der Gymnasialen Oberstufe (GOSt) vor einer Fachwahlentscheidung; - Leistungsbedingungen - grundsätzliche und schülerinnenspezielle Beratung in Bezug auf die Erfüllung der Leistungsanforderungen. Dies alles leisten wir für Gymnasiasten. Seiteneinsteiger" von Haupt- und Realschule werden zu speziellen Terminen besonders intensiv und auf ihre speziellen Probleme hin (oft keine zweite Fremdsprache bis zur Klasse 10) beraten.

9 9 2.) BERUFSORIENTIERUNG d.h. mit der Klasse 10 beginnende und bis zur Stufe 13 fortgesetzte umfassende Berufsberatung in Zusammenarbeit von Schule und BerufsInformationsZentrum (BIZ) bzw. Berufsberatung der Bundesanstalt für Arbeit (einschließlich Oberstufen-Betriebspraktikum in der Stufe 11). 3) KOOPERATION d.h. Zusammenarbeit der drei Oberstufen-Schulen am Ort (Gymnasium Wanne, Gymnasium Eickel, Gesamtschule Wanne-Eickel) bei der Einrichtung von Oberstufenkursen; der Einrichtung und Sicherung von einzelnen Schullaufbahnen; der inhaltlich-fachlichen Gestaltung der Lehrpläne. 4) KOMMUNIKATION d.h. von der Schule durchgeführte/initiierte/unterstützte Veranstaltungen, Projekte und noch vieles mehr, z.b.: Burg-Tage" auf der Jugendburg Gemen in der 11; Stufenfahrt in der 12/13; Unterstützung für weitere Projekte/Projektwochen/Projekttage/Wettbewerbe usw. auf SchülerInnen- /SV-Initiative. GANZ PRAKTISCH bedeutet das: 1) BERATUNG Dazu hat eine Schülerin der Stufe 11 für diese Broschüre den Ablauf ganz praktisch aus ihrer Erfahrung beschrieben: - Die Broschüre Die gymnasiale Oberstufe" wird in der Klasse 10 durchgearbeitet und auf Verständnis überprüft, - Schullaufbahn-Planungsgespräche etwa 2 Monate vor der endgültigen Wahlentscheidung in Kleingruppen mit persönlicher Beratung, - Erstellung eines vorläufigen Laufbahnplanes (ggf. mit verschiedenen Optionen) bis zur 13 unter Zusammenführung von Pflichtbedingungen und SchülerInnen-Neigungen für jede(n) SchülerIn in Zusammenarbeit Beratungslehrkraft/Oberstufenleitung, - SchülerInnen können immer Fragen stellen, - Überdenken der vorläufigen Laufbahnplanung; bei neuen Fragen oder Unsicherheit bezüglich Fächerkombinationen/Pflicht- und Wahlbedingungen/ Alternativen stehen Lehrer jederzeit nach Absprache zur erneuten Erörterung zur Verfügung, auch am Rande des Unterrichts der laufenden 10; - Allgemeiner Informationsabend zum Thema Oberstufe" für SchülerInnen und Eltern/Erziehungsberechtigte gibt Gesamtüberblick und klärt Fragen, - Genügend Zeit für die SchülerInnen, sich auf alles einzustellen, - Alle Lehrer geben fächerbezogene Informationen über den Oberstufenunterricht, fortlaufend von Stufe 11 - Stufe 13. 2) BERUFSORIENTIERUNG Sie umfasst mindestens diese Angebote/Schritte/Projekte: - Berufsvorbereitung als Schwerpunkt-Unterrichtsthema in der 10; - entsprechend vorbereiteter erster BIZ-Besuch in der 10 (beides vor der ersten Schullaufbahn-Information); - Planung und Durchführung des Betriebspraktikums (14 Tage) am Ende des ersten Halbjahres 11, mit (von Beginn der 11 an) zweitem BIZ-Besuch; Bewerbung um Praktikums-Stellen bzw. schulgestützte Beratung und Hilfe bei der Suche nach Praktikums-Stellen; Projekt-Arbeit zur direkten Vorbereitung und zur Nacharbeit des Praktikums; Praktikum selbst.

10 10 - Themen-bezogene Angebote der Berufsberatung während der Stufe 12 (5 Veranstaltungen) und der Stufe 13 (1 Veranstaltung), zusätzlich jeweils individuelle Sprechstundentermine: dies alles alle 1 1 1/2 Monate jeweils ein Mal - die Berufsberatung kommt in die Schule! 3) KOOPERATION Sie bedeutet für unsere SchülerInnen (sinngemäß umgekehrt natürlich auch für die der anderen beteiligten Schulen): - Erhöhung der Chancen für das Zustande-Kommen von Kursen (nach der Einführung von Mindest-Wahlzahlen als Bedingung für die Einrichtung von Oberstufen-Kursen durch das Schulministerium besonders wichtig); - Erhöhung der Chancen für das Zustande-Kommen auch weniger häufig gewählter Kurse, z.b. Informatik-Grundkurs, Französisch-Grund- und Leistungskurs, fortgesetzter Latein-Grundkurs, Kunst-Leistungskurs; - Vermehrung der. Fächer-Kombinations-Möglichkeiten besonders bei den Leistungskursen im Rahmen des vorgegebenen Stundenplan-Rasters; - Vermehrte Möglichkeiten der Sicherung von Schullaufbahnen bei WiederholerInnen einzelner Jahrgangsstufen oder der Abiturprüfung. 4) KOMMUNIKATION Wir tun einiges dafür, dass an die Stelle der Klassengemeinschaft" der Klassen 5-10 eine Stufengemeinschaft" von der 11 bis zur 13 tritt: - die SchülerInnen der 11 fahren zu Beginn der Oberstufe mit ihrer Beratungs-Lehrkraft (die sie übrigens während der gesamten Oberstufe als solche begleitet) für drei Tage in die Jugendburg Gemen: zu die alten Klassen übergreifenden Aktivitäten + gemeinsamen Projekten, aber genauso zur gezielten Vorbereitung auf die, eine höhere Selbständigkeit erfordernden, Eigenheiten des Oberstufen-Unterrichts; - Beratungslehrkraft, Oberstufenleitung und SchülerInnen (Stufenvertretung) planen gemeinsam die Studienfahrt der Stufe in 12 bzw. 13 (Ziele, Begleitung, Konzeption, einzelne Aktivitäten); - Projekttage oder Projektwochen, Stufenfeste, die Aktivitäten rund um das Abitur: dies sind zwar Unternehmungen, bei denen die Initiative mehr oder weniger von SchülerInnen-Seite ausgeht, die auf Seiten der Lehrkräfte aber jederzeit auf wohlwollende Unterstützung treffen.

11 Schulfahrten 11 Klassenfahrten finden am Gymnasium Wanne in den Stufen 5, 7 und 10 statt. In der Klasse 5 ist der Integrationsgedanke das wesentliche Merkmal der mehrtägigen Kennenlernreise" in das Schullandheim Berlebeck, an der auch die Paten (s. Kapitel Erprobungsstufe", S. 4) als Ansprechpartner unserer jungen Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Das Zusammenraufen" der Kinder zu einer integrierten Gemeinschaft soll hier auf den Weg gebracht werden. Die Möglichkeit einer umfassenderen, klassenübergreifenden Zusammenführung bietet sich dann, wenn mehrere Klassen zusammen fahren. Die multikulturelle Zusammensetzung der Lerngruppen unserer Schule macht Integration ebenfalls zu einem notwendigen Vorhaben. Hinsbeck als Haus des Landessportbundes NRW ist hauptsächlich auf Grund seines sportlichen Angebots seit einigen Jahren das Ziel der Klasse 7. Es können auch andere Orte angefahren werden. Die Fahrt, die in der Sekundarstufe I wohl einige der nachhaltigsten Erlebnisse für unsere Schülerinnen und Schüler bringt, ist die Ski- und Winterfahrt der Klassen 10 nach Inzell. Diese Fahrt hat bereits eine lange Tradition am GW und wird wohl auch in den nächsten Jahren die Winter-Institution bleiben. Für die Schülerinnen und Schüler stellt die Fahrt den markanten Abschluss der Sekundarstufe I dar und lässt sie eine klassenübergreifende Gemeinschaft erleben. Die Brücke zur Oberstufe (Sekundarstufe II) bildet das 3-tägige Integrationsseminar in der Jahrgangsstufe 11 (meistens in Gemen), durch das sogenannte Seiteneinsteiger" aus der Klasse 10 der Real- oder Hauptschule zunächst die Möglichkeit bekommen sollen, ihre Mitschülerinnen und Mitschüler näher kennen zu lernen. Eine weitere wesentliche Funktion dieser Fahrt ist darüber hinaus die Einführung in oberstufenspezifische Lern- und Arbeitsmethoden. Seit 1997 wird für interessierte Schüler und Eltern neben dem offiziellen Fahrtenprogramm eine Wochenendfahrt nach London angeboten, die auf eine Eltern-Lehrer-Initiative zurückgeht. Die besondere Bedeutung dieser Unternehmung ist hier der Aspekt der Motivation für den Sprachunterricht. Die Kinder erfahren in der lebendigen Situation, dass sie Sprache als Werkzeug, als Mittel eines aktiven Umgangs mit anderen Menschen einsetzen können. Von hier aus wird dann häufig ihre Einsicht in die Sinnhaftigkeit des Fremdsprachenunterrichts erleichtert. Die Schule ist bestrebt, das Fahrtenprogramm für ihre Schülerinnen und Schüler innerhalb der gegebenen Möglichkeiten so interessant wie möglich zu gestalten, denn der pädagogische Wert einer Klassenfahrt darf nicht übersehen werden. Integration als Verdichtung sozialer, interaktiver Strukturen des Miteinander innerhalb eines Klassenverbandes ist dabei ein wesentliches Moment. Neue Erfahrungen in einer zu entdeckenden, neuen Umwelt spielen hier sicherlich auch eine bedeutende Rolle. Nicht zuletzt passiert es oft, dass ein Kind dem Lehrer plötzlich in einem ganz anderen, viel positiveren Licht erscheint. Man erkennt auf einmal Verhaltensweisen und Eigenschaften, die man aus der im Wesentlichen durch Unterricht geprägten Schulsituation niemals hätte ableiten können. Klassenfahrten können das Wesen eines Kindes eröffnen, das meist durch Noten verdeckt bleibt, und vermitteln dadurch ein Verstehen. Häufig hängt die Planung und die organisierende Realisierung eines außergewöhnlichen Fahrtvorhabens von der Mitarbeit aktiver Eltern ab: So konnte z.b. auf Grund der Initiative eines Vaters und der Unterstützung durch Mütter und ehemalige Schülerinnen und Schüler eine Klasse eine alternative Winterfahrt nach Heidal/Norwegen unternehmen. Die Schule wird von daher immer offen sein für Ideen, Konzepte und Aktivitäten in diesem Bereich.

12 Schülervertretung 12 Die Schülervertretung (SV) ist eine feste und sehr aktive Einrichtung unserer Schule. Zu Beginn eines jeden neuen Schuljahres treffen sich alle KlassensprecherInnen und deren VertreterInnen zu einer Schülerratssitzung. In dieser ersten Versammlung des Schülerrats wird die neue SV und ein(e) Schülersprecher(in) von den KlassensprecherInnen nach den entsprechenden Bestimmungen gewählt. Weiterhin werden von allen Mitgliedern des Schülerrats zwei Verbindungslehrer für die Dauer eines Schuljahres gewählt. Sie unterstützen die SV bei der Planung und Durchführung ihrer Aufgaben. Seit mehreren Jahren haben sich hierbei zwei Lehrer (m/w) in diesem Amt bewährt. Die Arbeit der SV an unserer Schule besteht hauptsächlich darin, sich für die Interessen der Schülerinnen und Schüler einzusetzen. Das Arbeitsfeld der Schülervertretung ist recht vielseitig. So gehört unter anderem die Organisation und die Gestaltung des Programms der alljährlichen, bei den Schülern sehr beliebten, Karnevalsfete für die Klassen 5 und 6 dazu. Diese Fete dient nicht nur dem reinen Vergnügen, sondern fördert darüber hinaus auch das freundschaftliche Miteinander. Dies ist besonders wichtig, da beide Klassenstufen noch einige Jahre an der Schule gemeinsam verbringen werden. Weiterhin macht es sich die SV zur Aufgabe, das alljährliche Sommerfest zu planen und auszurichten. Die SV koordiniert die individuellen Beiträge der einzelnen Klassen so, dass sich die Besucher über ein reichhaltiges Angebot freuen können. Ein Teil der Einnahmen dieser Veranstaltung dient der Finanzierung der anfallenden Ausgaben der SV. Ein weiteres wichtiges Aufgabenfeld für die Mitglieder der SV ist es, Ansprechpartner für die Schülerinnen und Schüler zu sein. In diesem Rahmen nimmt die SV Anregungen und Anträge der Schüler entgegen und versucht offene Fragen zu beantworten. Außerdem bemüht sich die SV beispielsweise Streitigkeiten zwischen den Schülern untereinander zu schlichten und versucht auch bei Schwierigkeiten zwischen Lehrern und Schülern zu vermitteln. Desweiteren informiert die SV durch Aushänge an einer Pin-Wand die Schülerinnen und Schüler über Veranstaltungen im näheren Wohnbereich; meist aber nur über solche Veranstaltungen, die der SV vom Veranstalter mitgeteilt wurden. Wichtige Beiträge leistet die SV, mit Hilfe ihrer Verbindungslehrer, auch zu den Projektwochen, die jeweils unter verschiedenen Thematiken veranstaltet werden und in einem Abstand von 2-4 Jahren durchgeführt werden. Eine wichtige Zielsetzung stellt die Einrichtung einer schulinternen Cafeteria dar.

13 Schülerzeitung Pult Kult" 13 Die Pult Kult ist mittlerweile eine feste Einrichtung am Gymnasium Wanne. Sie ist die bisher langlebigste Schülerzeitung, deren Redaktion sich schon frühzeitig über mehrere Stufen aufgeteilt hatte, um langes Fortbestehen zu garantieren. Die Redaktion der Schülerzeitung ist versucht, aus einem möglichst neutralen Blickwinkel in Reportagen und weiterer journalistischer Arbeit sowohl positive als auch negative Aspekte des Lebens an unserer Schule darzustellen. Dies verläuft natürlich nicht immer ohne Kontroversen, aber eine Schule braucht eine unabhängige Plattform, die auch für Kritik offen ist. Natürlich liegt das Hauptinteresse der Schüler an der Pult Kult an den vielfältigen Berichten von Klassenfahrten, Schulveranstaltungen, Messen und Konzerten. So versuchen wir, eine möglichst ausgewogene Themenauswahl zu treffen, die Schüler aller Altersklassen interessiert. Für die zukünftigen Ausgaben wird es einen Wechsel sowohl im Format als auch im Gesamtkonzept geben: Da die Produktion einer DIN A4-formatigen Zeitschrift äußerst zeit- und kostenaufwendig ist, hat sich die Redaktion entschlossen, Pult Kult in Zukunft als ein in sehr kurzen Abständen erscheinendes Mitteilungsblatt im DIN A5-Format herauszugeben. Die Aktualität wird dadurch höher, ohne dass die Qualität der Berichterstattung leiden müsste. Da wir dieses Mitteilungsblatt vorzugsweise werbefrei herausgeben möchten, suchen wir natürlich ständig Sponsoren, die uns bei der zweifelsfrei wichtigen Arbeit finanziell unterstützen.

14 Integration der Elternarbeit 14 Ein weiterer Schwerpunkt am Gymnasium Wanne ist die Integration von Eltern in die schulischen Aktivitäten. Die Mitarbeit der Eltern ist sinnvoll und wird durch das Schulmitwirkungsgesetz garantiert und gefördert, z.b. bei Zusammenkünften wie: Klassenpflegschaftssitzungen, Schulpflegschaftssitzungen, Elternsprechtagen, Schulkonferenzen, Klassenkonferenzen, Fachkonferenzen, Unterrichtsbesuchen (nach Anmeldung beim Schulleiter). Bei diesen Treffen nehmen Eltern ihre Rechte wahr und erfüllen die Pflichten des Schulmitwirkungsgesetzes. Zusätzlich existieren eine Reihe von Initiativen und Elternaktivitäten, die nicht obligatorisch durch das Schulmitwirkungsgesetz vorgeschrieben werden: Möglichkeiten, die interessierten Eltern gegeben sind, an der Schule zum Wohl ihrer und anderer Kinder aktiv zu werden, sind: - Elternstammtische (bes. wichtig in der Orientierungsstufe und in der Sekundarstufe I) - Verein der Freunde, Förderer und der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wanne e.v., - Arbeitsgemeinschaften, die von Eltern geleitet oder begleitet werden, - Begleitung von Projekttagen und Projektwochen, - Unterstützung von Schulfesten, - Beteiligung an Tagen der offenen Tür", - Gestaltung Bunter Info-Abende", - Teilnahme an pädagogischen Tagen, - Mitarbeit im Arbeitskreis Stundenausfall/Lehrermangel in Zusammenarbeit mit der Herner Elterninitiative, - Teilnahme an Info-Abenden für ausländische Eltern, - Initiierung von Elternprojekten, z.b Schulhofbegrünung, - Teilnahme an außerschulischen Studienfahrten, z.b. Londonfahrt. Elternstammtische bieten interessierten Eltern die Möglichkeit zum Gespräch mit den Klassen- und Fachlehrern. In ungezwungener Atmosphäre ergibt sich die Gelegenheit des Gedanken-, Ideen-, Informations- und Meinungsaustausches. Lehrer, Schüler und Eltern sehen in den Stammtischen ein Forum, das geeignet ist mitzuhelfen, in den Klassen ein entspanntes, vertrauensvolles und sozial integratives Lehr- und Lernklima zu schaffen. Unterrichtsbesuche Eltern haben die Möglichkeit, nach Absprache mit dem Schulleiter dem Unterricht in der Klasse ihres Kindes beizuwohnen. Auf diese Weise ist es den Eltern möglich, sich ein eigenes Bild von der Mitarbeit und dem Verhalten des eigenen Kindes, aber auch dem der Klasse sowie der Unterrichtsgestaltung durch den Lehrer zu machen.

15 15 Förderverein Seit 1979 gibt es einen Verein der Freunde, der Förderer und der ehemaligen Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Wanne e. V. Er hat sich zum Ziel gesetzt, zur Bildung und Ausbildung der Schüler beizutragen, schulische Veranstaltungen zu unterstützen und mitzugestalten. Er hilft dann weiter, wenn der Schulträger die Kosten nicht übernehmen kann. Beispiele für Aktivitäten sind: - als wichtigstes Ziel: Unterstützung in sozialen Härtefällen: Zuschüsse auf Grund einer besonderen finanziellen Situation der/ des Erziehungsberechtigten, wenn die Teilnahme eines Schülers oder einer Schülerin an einem Schulausflug oder einer Klassenfahrt ohne Hilfe nicht möglich ist. Die Entscheidung trifft der Sozialausschuss des Vereins; - Zuschüsse zu Skifreizeiten ( Finanzierung von Ausleihgebühren), - Ausstattung der Schule mit zeitgemäßer Hard- und Software, - Anschaffung von Geräten für die verschiedenen Unterrichtsformen, - aktive und finanzielle Unterstützung von Schulfesten besonderer Art ( 90 Jahr-Feier), - Unterstützung der ökologischen Gestaltung des Schulgeländes, - Anschaffung von Ausstellungsvitrinen, - Neuanschaffung einer Musik- und Lautsprecheranlage für die Aula, - Mitglieder zu gewinnen, die tatkräftig mithelfen, ihr Know-how und ihre Ideen beisteuern und den Verein mit Sachspenden unterstützen. Alle Maßnahmen kommen den Schülerinnen und Schülern zugute. Der Verein ist gemeinnützig und stellt daher Spendenquittungen aus, die steuerlich absetzbar sind. Der Mindest-Jahresbeitrag beträgt zur Zeit noch 20 DM. Erfreulicherweise sind viele Lehrer unseres Gymnasiums Mitglieder im Förderverein. Arbeitsgemeinschaften, die von Eltern geleitet oder begleitet werden, bieten Eltern Gelegenheit, sich immer stärker in die schulische Arbeit zu integrieren. Angestrebt werden, neben der Computer- und Schulgarten-AG, weitere Arbeitsgemeinschaften in den Bereichen Sport, Musik, Technik, Sprache, Medien. Projekte, Projektwochen Folgende Projekte werden in Abständen an unserer Schule durchgeführt und von der Elternschaft unterstützt: - Projektwoche: Wir gestalten unsere Schule. Diese Werkwoche wurde von Schülern und Lehrern und einzelnen Eltern mit Engagement und Einsatz durchgeführt. - Projekttag: Wir machen unsere Schule sauber. - Ökologische Umgestaltung des Schulhofs, - Namibia-Projekt, Namibia Rock-Konzert, - Rechtskunde-Kurs in den Klassen 10, - Politiker-Interview des Sowi-Kurses (Erstwähler, Kommunalwahlen), - Landtagsbesichtigung,

16 geplant : Projektwoche mit dem Thema : Gesund und fit - Weiterhin geplant: Erste-Hilfe-Kurse für alle Klassen, - Drogen-Sucht-Prävention und - Gefahren durch Sekten. Die jeweiligen Vorhaben erwachsen aus der Kommunikation der am Schulleben Beteiligten und sollen in exemplarischen Situationen ganzheitliches Lernen und Arbeiten ermöglichen. Schulfeste 16 Auch hier sind Ideen, Engagement und tatkräftige Mithilfe von Eltern stets willkommen, um zusammen mit Lehrern und Schülern in lockerer Atmosphäre ein für alle Beteiligten erfolgreiches Fest zu feiern, dessen positive Ausstrahlung weit über den Schulhof hinaus in die Öffentlichkeit dringt und das Profil der Schule prägt. Tag der offenen Tür Ein Kennenlern-, Schnupper- und Informationstag für die Schüler/ Eltern der Grundschulen. Schule stellt sich dar, Schule öffnet sich, durchsichtig und erfahrbar mit dem Ziel, dass möglichst viele Schüler (und auch Eltern) sich hier wohl fühlen und sich für dieses Gymnasium entscheiden. Bunte Informationsabende Schüler, Lehrer und Eltern der Klassen 5 und 6 gestalten einen bunten Abend mit einem Rahmenprogramm aus Musik, Information und Geselligkeit. Ziel dieser Veranstaltung ist es, dass sich die Eltern und die Fach- bzw. Klassenlehrer besser kennen lernen, Berührungsängste abbauen und Informationen jeglicher Art austauschen. Ganz nebenbei sorgen Gemütlichkeit und ein buntes Programm für gute Unterhaltung. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt. Pädagogische Tage In Kleingruppen versuchen Lehrer und Eltern mit eingeladenen Referenten, Lösungen zu aktuellen Problemen zu erarbeiten und neue Ideen und Anregungen aufzugreifen. Nach den ersten beiden pädagogischen Tagen zu den Themen Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern" und Kommunikation und Zusammenarbeit im Kollegium" hat am bereits die zweite Veranstaltung zu dem Themenkreis Neue Formen des Lehrens und Lernens" stattgefunden. Arbeitskreis Stundenausfall/Lehrermangel Dieser Elternkreis arbeitet Hand in Hand mit der Herner Elterninitiative, die schon durch viele Aktionen auf die Situation in den Schulen aufmerksam gemacht hat. Die Aktivitäten der Eltern werden durch die Berichterstattung in der lokalen Presse und im lokalen Rundfunk bekannt gemacht. Erfreulicherweise konnte die Initiative auch durch Zusammenarbeit mit Politikern der im Landtag vertretenen Parteien schon Teilerfolge erzielen.

17 17 Ökologisches Konzept Darunter verstehen Schüler, Lehrer und Eltern die umweltbewusste Umgestaltung des Schulgeländes. Hier wirken Schüler, Lehrer und Eltern gemeinsam an einem Konzept (Garten-AG, Schulhofbegrünung). Bei der Gestaltung des Schulhofes entwickeln Schüler soziale Kompetenz, handwerkliche Fähigkeiten und Verantwortungsbewusstsein für ihre Schule. Freizeiten Seit ca. 3 Jahren finden außerschulische Studienfahrten nach London oder anderen interessanten Zielen statt, die an unserer Schule stets auf reges Interesse von Schülern, Eltern und Lehrern stoßen. In einem zusammenwachsenden Europa werden so europäische Kulturen erfahren, Sprachkompetenzen entwickelt und Lernanreize auch für den Unterricht geschaffen. Dass der gemeinsame Spaß auf solchen Fahrten auch den sozialen Zusammenhalt der Schüler untereinander fördert, ist selbstverständlich (siehe auch Kapitel Schulfahrten"). Zusammenfassend lässt sich sagen: Wenn alle am Schulleben beteiligten Gruppen Hand in Hand arbeiten, sich einbringen und engagieren, wird unsere Schule für unsere Kinder - und auch für Lehrer und Eltern - zu einem Ort, an dem eine positive menschliche Gemeinschaft erfahrbar und damit prägend wird und an dem Vorurteile und Blockaden abgebaut werden. Eine solche Schule, die geprägt ist von Toleranz und Akzeptanz, wird die Integration von Schülern aus unterschiedlichen Kulturen und von unterschiedlichen Religionen zu einem weiteren Schwerpunkt ihrer Arbeit erheben.

18 Schülerinnen und Schüler 18 M ütter und Väter Lehrerinnen und Lehrer Stadt Herne und Bezirksregierung Schülerinnen und Schüler haben das Recht auf guten Unterricht und individuelle Förderung, aber auch die Pflicht, ihre schulische Arbeit als wichtigen Bereich ihres Lebens ernst zu nehmen. Väter und Mütter haben das Recht auf eine qualifizierte Bildung ihrer Kinder, aber auch die Pflicht, ihre Töchter und Söhne zu fördern und zu erziehen, sowie die Möglichkeit, schulisches Leben mitzugestalten. Lehrerinnen und Lehrer haben das Recht auf würdige Arbeitsbedingungen, aber auch die Pflicht, sich fortzubilden und ihren Unterricht weiterzuentwickeln. Die Stadt Herne als Schulträger und die Bezirksregierung Arnsberg als Schulaufsicht haben das Recht, Richtlinien und Ziele der Bildungsarbeit zu entwickeln, aber auch die Pflicht, die notwendigen Lern- und Arbeitsbedingungen an der Schule zu schaffen. Dazu gehören die Zuweisung neuer Lehrerinnen und Lehrer und eine gute Ausstattung der Schule.

19 Teil 2: Lehrpläne Sekundarstufe I 19 Die Erprobungsstufe Der Charakter der Erprobungsstufe Die ersten zwei Jahre am Gymnasium, also die Klassen 5 und 6, bilden eine Einheit, die sogenannte Erprobungsstufe. Von der Klasse 5 in die Klasse 6 gibt es keine Versetzung, so dass auch kein Kind "sitzen bleiben" kann. Ein Kind kann aber die Klasse 5 wiederholen, wenn seine Lehrer und Eltern meinen, dies sei angebracht. Erst am Ende der Klasse 6 entscheidet die Versetzungskonferenz endgültig darüber, ob ein Kind in eine andere Schulform wechseln soll oder ob es am Gymnasium bleibt, ob es dort versetzt wird oder ob es die Klasse 6 wiederholen soll / muss. Dieser Entscheidung gehen Beratungsgespräche mit den Eltern voraus. Unterricht in den Klassen 5 und 6 Der Unterricht am Gymnasium unterscheidet sich in folgenden Punkten von dem an der Grundschule: 1. neue Fächer wie Biologie, Erdkunde und Englisch finden sich im Stundenplan; 2. die Fächer werden von verschiedenen Fachlehrern unterrichtet, so dass 3. der Klassenlehrer/die Klassenlehrerin höchstens zwei Fächer mit sieben Stunden in ihren Klassen unterrichtet; 4. die Klassen 5 und 6 haben in der Regel ein Klassenlehrerteam (möglichst einen Lehrer und eine Lehrerin); 5. der Physik-, Biologie, Musik- und Sportunterricht wird in Fachräumen erteilt, so daß zwischen den Einzelstunden teilweise der Unterrichtsraum gewechselt werden muß; 6. der Stundenplan umfaßt in der Regel sechs Unterrichtsstunden pro Unterrichtstag; 7. aufgrund des Vertretungsplans können sich Änderungen im täglichen Stundenplan ergeben. Das Patensystem Schüler und Schülerinnen aus den Klassen 9 bereiten die Aufnahme der Fünftklässler vor und begleiten sie vom Tag der Einschulung an durch den Schulalltag. Zu ihren Aufgaben in der Vorbereitungsphase gehören die Teilnahme am Tag der offenen Tür, der Empfang der angemeldeten Schüler und Schülerinnen der Grundschulen zu einem Informationsbesuch im März/April sowie die Vorbereitung der Einschulungsfeier. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres setzt die Betreuung der neuen fünften Klassen ein. Die Hauptaufgabe der PatenschülerInnen besteht in der Integration der SchülerInnen der Klassen 5 in das Leben ihrer neuen Klasse bzw. ihrer neuen Schule. Jede Klasse 5 hat in der Regel drei bis vier PatenInnen. Sie helfen den SchülerInnen "ihrer" (aber auch der anderen) Klassen 5 z.b. beim Wechseln der Fachräume, bei Gängen ins Sekretariat und anderen Problemen, die sich durch den Wechsel ergeben. Jeweils zwei von ihnen begleiten "ihre Klasse" bei der ersten Klassenfahrt. Leistungsbewertung In den schriftlichen Fächern bilden Klassenarbeiten und die mündliche Mitarbeit die Grundlagen der Leistungsbewertung. In anderen Fächern wie Erdkunde, Politik, Physik, Geschichte, Religion, Musik können (müssen aber nicht!) Tests geschrieben werden, die neben der mündlichen Mitarbeit in die Leistungsbewertung einfließen. Fach: kath. Religion Bereiche Sprache der Religion Altes Testament Kirchengeschichte Liturgie und Spiritualität Christen in der Nachfolge Klasse 5 Inhalte Die Bibel als Heilige Schrift Könige in Israel - Berufung und Versagen Der Weg der ersten Christen Gebet als sprechender Glaube Frühchristliche Gestalten der Nachfolge Jesu 2. fakultative Metapher und Analogie als Schlüssel zum Verständnis religiösen Sprechens; Die Patriarchen als Leitbilder des Gottesvolkes; Jesus in seiner Zeit und Welt; Die Feste der Kirche im Jahreskreis; Der Islam als Weltreligion in unserer Nähe Die Umwelt Jesu; Kein Auge hat je gesehen - Bilder von Gott; Ich taufe dich; Jesus und seine Freunde; Mit der Angst leben; Mohammed und die Muslime; Die Welt ist nicht in Ordnung; u.a. Diskussion; Referat; Entschlüsselung von (wissenschaftlichen) Texten; meditative Verfahren des Zugangs zu Themen und Gegenständen; Herstellung von Texten, z. B. von Stellungnahmen, mod. Gleichnissen, Wunderberichten u.a.; Collagen; Wandzeitungen; Erstellen von Graphiken (im Anforderungsniveau mit dem Alter der Schüler steigend) Sehen, Hören, Malen; Basteln, freies und gelenktes Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Schülervortrag, Interview, Gruppen-, Einzelund Partnerarbeit, (Podiums-) Diskussionen, Schreibgespräch, Gottesdienst ( im Anforderungsniveau mit dem Alter der Schüler steigend)

20 Fach: ev. Religion 20 Leitlinien Gott suchen - Gott erfahren Jesus und seiner Botschaft begegnen - Christus bekennen Wirklichkeit deuten - prophetisch reden und handeln In der Schöpfung mit der Schöpfung leben Als Ebenbild Gottes handeln Kirche als Gemeinschaft erfahren - um Kirche streiten Aus Hoffnung leben Inhalte Zweifel und Glaube - Abraham Jesus in seiner Zeit und Beispiele heutiger Nachfolge Die jahwistische und die priesterschriftliche Schöpfungserzählung und heutiger Umgang mit derschöpfung Die ersten Gemeinden: das Christentum breitet sich aus Wie begegnen uns Gemeinden heute? Wege nach Jerusalem gehen - gegeneinander, miteinander zueinander 2. fakultative Mose, Jakob; Propheten und ihre Deutung eines Geschehens als Handeln Gottes; Der Mensch - Bild Gottes, Menschen in Not - Diakonie heute; Stationen der Geschichte Israels von der Landnahme bis zum Königtum Davids, Märtyrer in der römischen Antike; Kirche-Taufe-Gottesdienst, Evangelisch-Katholisch; jüdische, muslimische und christliche Feste Religionsunterricht - wozu?; Wir vergessen nie, dass wir Sklaven waren; Elija, ein streitender Prophet; Gleichnisse vom Reich Gottes; Wahrheit und Lüge; Ohne Miteinander geht es nicht; Evangelisch-Katholisch; Glück ist ein Geschenk; Die Bibel; Mit der Angst leben; Mohammed und die Muslime; Die Welt ist nicht in Ordnung; Du sollst - du darfst; u.a. Diskussion; Referat; Entschlüsselung von (wissenschaftlichen) Texten; meditative Verfahren des Zugangs zu Themen und Gegenständen; Herstellung von Texten, z. B. von Stellungnahmen, mod. Gleichnissen, Wunderberichten u.a.; Collagen; Wandzeitungen; Erstellen von Graphiken (im Anforderungsniveau mit dem Alter der Schüler steigend) Sehen, Hören, Malen; Basteln, freies und gelenktes Unterrichtsgespräch, Lehrervortrag, Schülervortrag, Interview, Gruppen-, Einzelund Partnerarbeit, (Podiums-) Diskussionen, Schreibgespräch, Gottesdienst ( im Anforderungsniveau mit dem Alter der Schüler steigend ) Fach: Deutsch - "Wir und unsere Schule" Erfahrungen und Erwartungen zum Thema "Schule" - "Erzählen" Erlebniserzählung, Nacherzählung, Ausgestaltung von Erzählkernen, Textmustern, Bildergeschichten - "Kinder - und Jugendbuch" altersgemäße Thematik und Problematik - "Texte verändern" Beschäftigung mit Bau - und Gestaltungselementen fiktionaler und nicht-fiktionaler Texte - "Szenisches Spiel/ Spiel mit Sprache" Textvorlagen in Spielszenen umsetzen, Theater kennenlernen -"Rechtschreibung und Zeichensetzung" Aufbau eines gemeinsamen Rechtschreibwortschatzes, Rechtschreiberegeln, einfache Satzzeichen - "Wortarten, Satzglieder" 2. fakultative Inhalte/Unterrichtsreihen - "Medien" - Medienerfahrung (z.b. Fernsehen) und Mediengestaltung (z.b. Schülerzeitung) - "Einfache Formen literarischer Gattungen" (z.b. Naturgedichte, Fabeln) - "Appellative Texte" kennenlernen und produzieren - "Informationsquellen" kennenlernen und benutzen - Wiedergeben - Planen - Üben - Beschreiben - Sammeln - Festigen - Gliedern - Sichten - Wiederholen - Zusammenfassen - Ausarbeiten - Sichern - Verschriftlichen - Präsentieren - Anwenden

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