JAKLJAN, EIN KURORT FÜR DIE SEELE

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1 Zeitschrift des Vereins Internationale Patenschaft für das herzeg-bosnische Kind GÖTTLICHE GNADE IM ÜBERFLUSS MÜTTERN GEHT DAS HERZ ÜBER JAKLJAN, EIN KURORT FÜR DIE SEELE 1

2 INHALT EINE ZEITSCHRIFT, DIE VON HERZEN KOMMT 03 KURZER TÄTIGKEITSBERICHT DES VEREINS 04 SOMMER AUF JAKLJAN 07 MÜTTERN GEHT DAS HERZ ÜBER 08 JAKLJAN, EIN KURORT FÜR DIE SEELE 11 GÖTTLICHE GANDE IM ÜBERFLUSS 12 EIN RUHIGER HAFEN 13 JAKLJAN DIE ERFAHRUNG 13 ECHTER FREUNDSCHAFT 14 MEINE ZUKUNFTSPLÄNE 15 FREUDE IST FÜR MICH WAS IST DAS LEBEN? 17 BITTE HELFEN SIE FRA JOZO - 18 WERDEN WIR IHN ERKENNEN? 19 EIN BRIEF AN JESUS 20 WER IST FÜR MICH JESUS CHRISTUS? 21 ZEHN JAHRE PATENSCHAFTEN 22 MEINE BERUFUNG 24 EIN ERHOLUNGSORT FÜR KÖRPER UND SEELE 25 HALTET EURE HERZEN OFFEN 26 ANPASSUNG ODER AUSWANDERUNG PATEN FÜR KRIEGSWAISEN 31 BADIJA EIN NEUES JAKLJAN 32 HERZENSGEBET FÜR FRA JOZO UND BISCHOF 34 WEISSE FEDER VON HERZOGENBURG 35 ICH HABE EUCH EIN BEISPIEL GEGEBEN 36 JAKLJAN Herausgeber: Internationale Patenschaft für das herzeg-bosnische Kind, Kardinala Stepinca 14, Široki Brijeg, Bosnien-Herzegovina Für die deutsche Ausgabe und Information: Traude Janisch, Neubaugasse Gratkorn, Österreich Tel./Fax: 0043 (0) Übersetzung: MMag. Angelika Stangl Copyright: Alle Rechte vorbehalten, Nachdruck verboten 2

3 Jakljan Eine Zeitschrift, die von Herzen kommt Unser lieber Leser! Wieder einmal hältst du ein Jakljan in Händen. Was ist das aber in Wahrheit!? Eine Zeitschrift, die sich von allen anderen Zeitschriften unterscheidet. Eine, die nicht von echten Journalisten und Graphikspezialisten stammt. Eine, die man an keinem Zeitungsstand finden wird. Eine, die von Herzen geschrieben wurde. Eine, die zu Tausenden Exemplaren gedruckt wird, weil sie jeder haben möchte, der mit dem Herzen liest. Die Bilder in dieser Zeitschrift stammen nicht von einem professionellen Fotografen, sondern von unseren Mitarbeitern, die alles mit dem Herzen gesehen und festgehalten haben und nun als Geschenk darbieten. Eine Einleitung für eine solche Zeitschrift zu schreiben ist ganz einfach. Einen Moment lang versetzt man sich in den warmen Sommer zurück und tritt an den Steg vor das Schiff MIR I DOBRO (Frieden und Heil), das eine neue Gruppe von Müttern, Kindern und Jugendlichen an Land bringt. Ihre leichte Müdigkeit verfliegt beim offenen Blick auf die kleine Insel, die ihnen zuruft: Herzlich willkommen! Diese Stimme erfüllt die Herzen und sofort schwemmt unser blaues Meer alle Sorgen weg. Jeder hat es eilig, seine Kinder, seine Mama bei der Hand zu nehmen und seine Tasche zu schnappen. In kurzer Zeit werden alle in der Kirche mit unserer Familie eins, die sich über alle freut. Hier ist jeder wichtig. Hier kann man kein Appartement buchen und bezahlen, kein Essen und Trinken bestellen und bezahlen. Hier ist kein Geld im Umlauf. Hier verliert jedes wirtschaftliche Prestige seinen Wert. Hier sind wir alle einander ebenbürtig und jeder hat jeden gern. Hier stört niemand einen anderen. Hier wird niemandem etwas gestohlen oder weggenommen. Hier gibt es keine Betrogenen. Und wenn das Programm beginnt, sind alle anwesend. Das Gebet quillt wie silberne Wellen aus der Kirche, es erfüllt die Herzen, taut die Herzen auf, gibt den verzagten Seelen Kraft. Die erste Eucharistiefeier in der provisorischen Kirche, die schon so viele Tränen der Freude, der Dankbarkeit, der Reue sah, vereinigt im Kelch und mit der Hl. Hostie alle in gnadenvoller Liebe, zu einer Familie und Kirche. Diese Atmosphäre des allmächtigen Heiligen Geistes verwandelt alles. Ein jeder fühlt sich wohl. Die Priester, die Ordensschwestern, FRAMA, die Kinder, Mütter, Ärzte und Helfer, alle werden einander so nah und vereint in ein Herz. Niemand hat es nötig zu protestieren, zu schreien, um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Jeder ist GELEITWORT umhüllt von Frieden. Jedes Herz benötigt nur allein das. Und so ist es an jedem Morgen und an jedem Tag. Und am letzten Tag? Das ist dann wieder der schwerste. Das ist der bitterste. Das ist der schmerzhafteste. Wir müssen Abschied nehmen. Wieder fährt das Schiff MIR I DOBRO mit seiner lieben Last ab. Wir lassen den Zauber und die Schönheit der Insel und des Meeres zurück und kehren wieder in unser jeweiliges Zuhause zurück, wohin wir die allerwichtigste Erfahrung mitnehmen, nämlich die der Freundschaft, des Gebetes, des Glaubens und der Gemeinschaft. Alles, was wir auf Jakljan bekommen, können wir nirgendwo anders erlangen, und wenn, dann nur unter ganz anderen Umständen. Wiederum sieht sich das Kind mit verführerischen Auslagen und Geschäften, Spielen und Computerprogrammen konfrontiert, wiederum zeigen sich die Macht des Geldes und die Ohnmacht der Armut. Wiederum sind wir in einer Umgebung, in der Ausdrücke wie Kriegswaisen, Kinder der gefallenen Verteidigungskämpfer, Witwen der kroatischen Ritter und ähnliche auf der Tagesordnung stehen. Und in solch trüben Verhältnissen strahlt die Erfahrung von Jakljan wie ein sorgfältig geschliffener Diamant und zeigt einen ausnehmenden Wert. Lieber Leser! Ich weiß, dass ich dir keine vollständige Antwort auf die Frage: Was ist Jakljan? gegeben habe. Deswegen bitte ich dich, weiterzulesen über die Erfahrungen der Mütter, Kinder, Mitarbeiter, Freunde. Ich hoffe, dass du die gewünschte Antwort bekommen wirst, und dass du dich in unserem Programm finden und das Herz öffnen mögest, um Gutes zu tun. Gut und heilig ist es, Gutes zu tun! Ihr ergebener Fra Jozo Zovko O.F.M. 3

4 Kurzer Tätigkeitsbericht Internationale Patenschaft für das herzeg-bosnische Kind Der Verein Internationale Patenschaft für das herzegbosnische Kind ist eine humanitäre Bürgervereinigung, die auf Initiative von Fra Jozo Zovko im Dezember 1992 gegründet wurde. Im dreizehnten Jahr seines Wirkens führt er alle bisherigen Programme der geistlichen und materiellen Unterstützung für Kinder gefallener Soldaten und ziviler Kriegsopfer fort. Gleichzeitig baut er die bestehenden Programme weiter aus und ruft neue Programme ins Leben, mit denen er auf die Bedürfnisse der Ärmsten und Gefährdetsten reagiert. Der Gründer des Vereins, Fra Jozo Zovko, ist in einer Person Geistlicher und Leiter all dieser Programme, die mit Hilfe der Mitarbeiter des Vereinsbüros verwirklicht werden. 4 Treffen mit einer Patin aus Österreich Das Patenschaftsprogramm Mit dem Patenschaftsprogramm begann der Verein schon im Jahre Dieses Programm läuft über 16 Koordinatoren in zwölf Ländern der Erde: USA, Kanada, Australien, Italien, Frankreich, Holland, Österreich, Schweiz, Deutschland, Großbritannien, Irland und Korea. Die Vereinskoordinatoren geben jenen, die eine Patenschaft übernehmen wollen, die Informationen über ein Kind weiter, die sie von uns erhalten. Die Paten verpflichten sich für fünf Jahre oder bis zur Volljährigkeit des Kindes, zur finanziellen Unterstützung und das Kind im Gebet zu begleiten. Jedes Kind bekommt den Gesamtbetrag, den der Pate eingezahlt hat, und die Abwicklung jedes Geldtransfers vom Paten zum Kind erfolgt über den Bankweg. Seitdem der Verein seine Arbeit aufgenommen hat, waren etwa Kinder von gefallenen Soldaten und zivi- len Kriegsopfern, aber auch Vollwaisen, deren Eltern nicht im Krieg umgekommen sind, in das Patenschaftsprogramm integriert. Im Jahre 2004 halten wir in der aktiven Evidenz des Patenschaftsprogrammes Patenkinder und 130 Kinder, für die Paten gesucht werden. Heuer haben wir uns noch einer anderen Kategorie der Ärmsten und Gefährdetsten zugewandt, nämlich den Kindern aus kinderreichen (vier und mehr Kinder) und sozial gefährdeten Familien. Bis zum Ende des Jahres 2004 haben wir die Unterlagen von insgesamt 492 Kindern aus über 100 hilfsbedürftigen Familien entgegengenommen. Bis zum heutigen Tag wurden für einige dieser Kinder Paten gefunden. Familien, für deren Kinder hingegen bis Weihnachten keine Patenschaften abgeschlossen werden konnten, wurde dank der Spenden von Medugorje Magazin, Medugorje Web und der St. David s Relief Stiftung eine einmalige Hilfe gesichert. Besonders wichtig ist es, den persönlichen Kontakt zwischen Paten und Patenkind zu ermöglichen. Zu diesem Zweck organisieren das Vereinsbüro und die Koordinatoren Einzel- und Gruppentreffen: Gruppentreffen mit Paten aus Italien, Österreich, Deutschland und den USA sowie 300 Einzeltreffen. Das Programm der Gruppentreffen leitet Pater Jozo Zovko, damit die Paten und Familien neben dem Kennenlernen der Kinder einen Tag im gemeinsamen Gebet verbringen, die heilige Messe miteinander feiern und dem Herrn und der Muttergottes für das Geschenk der Liebe und Freundschaft danken. Geistliche Erneuerung auf Jakljan Das Programm der geistlichen Erneuerung, das im Sommer 2004 zum elften Mal und auf Jakljan zum neunten Mal stattfand, versammelte etwa Vereinsmitglieder in acht Gruppen. In der ersten Gruppe hatten wir Kinder da, die der Jugenddiabetesgesellschaft von Mostar angehören, und in der letzten Gruppe waren heuer Kinder aus Medugorje. Paten und Wohltäter aus den USA, Deutschland und Italien waren ebenfalls zu Besuch auf Jakljan gekommen. Spenden in Form von Nahrung und Hygieneartikeln kamen auch dieses Jahr von den Mitgliedern des Vereins Mir i Dobro aus Viggua und aus dem Zentrum der Königin des Friedens aus Pescara. Nach dem Ende des Aufenthaltes der Vereinsmitglieder auf Jakljan fand eine dreitätige geistliche Erneuerung für etwa zweihundert Mitglieder von FRAMA aus der herzegowinischen Franziskanerprovinz unter der Leitung von Pater Miro Šego, Pater Dario Dodig und Pater Sretan Curcic statt.

5 Das Institut der Heiligen Familie Das Institut der Heiligen Familie, ein Haus für Unterkunft, Erziehung und Bildung von elternlosen oder vernachlässigten Mädchen betreute im Schuljahr 2004/05 insgesamt 35 Schützlinge, die in Široki Brijeg oder Mostar die Schule besuchten. Im Juni 2005 schlossen 5 Schützlinge die Mittelschulausbildung ab. Mit Beginn des Schuljahres 2005/06 nahm das Institut dreizehn neue Mädchen auf. Die Mädchen sind zwischen 14 und 21 Jahren alt und besuchen das Gymnasium oder die Universität. Neben dem regelmäßigen Unterricht lernen die Mädchen auch die Hausarbeit sie helfen beim Putzen und in der Küche. In drei Gruppen absolvierten die Mädchen einen Computerkurs. Pater Stanko Mabic leitete einen Chor und Andelka Ereš einen Kunst- Workshop. Besonders aktiv waren die Mitglieder der Abteilung für Liturgie und Schauspiel, die zum Festtag des Hl. Josefs, des Hl. Nikolaus, zu Weihnachten und zum Schulanfang jeweils ein Stück und eine Hl. Messe vorbereiteten. Im September machten sie eine Wallfahrt nach Medugorje zum Fest Kreuzerhöhung und im Oktober besuchten sie das Mutterdorf und den Garten des Hl. Franz von Asissi. Zehn Mädchen aus dem Institut der Heiligen Familie verbrachten einen Teil der Sommerferien auf Jakljan, wo sie am Programm der geistlichen Erneuerung mithalfen und daran teilnahmen. Die Gebetspartnerschaft Mariä Heimsuchung Die Gebetspartnerschaft Mariä Heimsuchung feierte im Jahr 2005 das zwölfte Jubiläum ihres Bestehens. Diese organisierte Gebetsfamilie, die am Festtag Mariä Heimsuchung 1993 während schwerster Bombenangriffe entstand, zählt heute über Mitglieder in 21 Ländern der Erde. Unsere Gebetsbewegung wurde im Herzen der Muttergottes geboren, innerhalb des Planes zur Bekehrung der Welt. Wir beten täglich, ein Gesätzchen des Heiligen Rosenkranzes mit dem Geheimnis für einen Gebetspartner in BiH. Ebenso beten die Gebetspartner in BiH und Fra Jozo täglich für uns. Das fundamentale Motto unseres Apostolats lautet: Den Bruder in Not durch Gebet und Liebe besuchen und die Botschaften der Muttergottes zu leben und zu verbreiten. Sie treffen sich in ihren Gemeinschaften einmal wöchentlich zum gemeinsamen Rosenkranzgebet, zur Hl. Messe und zur Anbetung. Unsere Gemeinschaft begleitet mit ihren Gebeten und Opfern alle Mitglieder, Freunde, Wohltäter, Mitarbeiter und Programme unseres Vereins. Bitte, komm, bete mit uns und melde dich an! Anmeldungen zum Mitbeten bitte an: T. Janisch, Tel. + Fax: 0043 (0) Beim 12. Jahrestreffen der Gebetspartnerschaft Mariä Heimsuchung, das am 28. und 29. Mai 2005 in Siroki Brijeg und in Medjugorje abgehalten wurde, nahmen 900 Mitglieder aus Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Polen, Italien, Irland, Slowenien und Österreich teil. 5

6 Pilger aus Korea in Siroki Brijeg Seminare und geistliche Erneuerung Im Laufe des Jahres 2005 leitete Pater Jozo Seminare für Priester, Ordensleute und Laien in folgenden Sprachen: Italienisch, Spanisch, Tschechisch, Polnisch, Kroatisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Koreanisch, Slowakisch und Russisch. Alle Seminare dauerten jeweils vier Tage und wurden im Institut der Heiligen Familie abgehalten. Teilgenommen haben 700 Personen. Einmalige Hilfsleistungen Wegen der schwierigen sozialen und wirtschaftlichen Situation bekommen wir tagtäglich immer mehr Anfragen um finanzielle und materielle Hilfe von sozial gefährdeten Familien, Kranken, Flüchtlingen und Verfolgten. Wir sind uns der schwierigen wirtschaftlichen Lage in unserem Land bewußt und helfen ihnen im Rahmen unserer Möglichkeiten, die beschränkt sind, da die meisten Spenden, die wir erhalten, zweckgebunden sind. Einmalige finanzielle Hilfe, sowie Nahrung, Kleidung und Schuhe erhielten 280 Familien. Außerdem haben wir einmalige Hilfe für Missionen im Kongo geleistet und Nahrung, Kleidung und Schuhwerk für das Institut Pazaric und das Institut Bakovici in Fojnica gespendet. Treffen mit Pilgern und Missionsreisen In Zusammenarbeit mit dem Informationszentrum in Medugorje und über das Vereinsbüro werden täglich Termine für Treffen zwischen Fra Jozo und Pilgern vereinbart. Über das Büro der Gemeinschaft wurden auch seine Missionsreisen nach Italien, Österreich, Deutschland und in die ganze Welt organisiert. 6 Heim für körperlich und geistig behinderte Kinder Mit Blick auf die Bedürfnisse von über 200 behinderten Kindern aus der Westherzegowina ergriff der Verein Internationale Patenschaft für das herzeg-bosnische Kind die Initiative für den Bau einer Institution, wo sie täglich bleiben können und die notwendigen Therapien bekommen. Anfang 2003 begrüßten Vertreter der Don Carlo Gnocchi-Stiftung diese Initiative und erklärten sich bereit, den Bau des Heims für körperlich und geistig behinderte Kinder in Široki Brijeg zu finanzieren. Die Gemeinde Široki Brijeg stellte den Baugrund und die Infrastruktur für das Objekt zur Verfügung, das im November 2003 fertiggestellt wurde. Der zweite Teil dieses Projekts besteht in der Ausstattung des Objekts und in der Ausbildung von Fachkräften. Neben der Don Carlo Gnocchi-Stiftung wird an der Ausstattung des Heimes auch der italienische Verein Mir i Dobro sowie die amerikanische Stiftung St Clare teilnehmen. Das Heim konnte im Laufe des Jahres 2004 seine Pforten öffnen. Vesna Cuzic Heim für körperlich und geistig behinderte Kinder

7 Sommer auf Jakljan AKTUELLES Dass alles vom ersten bis zum letzten Tag wie am Schnürchen lief, darum kümmerten sich unsere Mitarbeiterinnen. Das geistliche Programm leiteten Priester und Schwestern, für medizinische Notfälle standen Ärzte und Krankenschwestern bereit. Natürlich konnten wir die Saison nicht ohne unsere freiwilligen Helfer beginnen. Vor allem möchten wir hier unseren Fausto aus Italien erwähnen, der täglich für frische Brötchen sorgte, sowie Marianna Murinova aus der Slowakei, Margarete Bartl und Elfriede Zeller aus Österreich. Die freiwilligen Helfer waren mit viel Liebe bei der Arbeit und so funktionierte in der Bäckerei, Wäscherei und in der Küche alles perfekt. Weil die Mitglieder von FRAMA wegen ihrer schulischen Verpflichtungen bei der ersten Gruppe verhindert waren, haben wir alles selbst organisiert. Etwa zehn junge Leute erklärten sich bereit, einen Teil ihres Aufenthaltes auf Jakljan den Kleinsten zu widmen, damit ihre Mütter am täglichen Programm teilnehmen konnten. Unter den etwa hundert Müttern und Kindern, die die erste Woche auf Jakljan verbrachten, befand sich auch eine Gruppe von dreißig zuckerkranken Kindern aus Mostar, die in Begleitung eines Elternteils und ihrer Ärztin Dr. Zeljka Bilinovac waren. In der dritten Woche gesellte sich der freiwillige Helfer Robert Colclough aus Irland zu Fausto hinzu. Seine Aufgabe war es, den Strand und die Umwelt sauber zu halten. Wegen seiner Güte, Geduld und Liebe, die er ausstrahlte, war er ständig von Kindern umgeben. Wir durften auch eine Gruppe von zehn Ministranten mit ihrem Leiter Vino Ledušic in unserer Mitte begrüßen. Für sie war der Aufenthalt auf Jakljan die Belohnung für den ersten Preis, den sie bei einem Ministrantenwettbewerb in der herzegowinischen Franziskanerprovinz zur Himmelfahrt der Seligen Jungfrau Maria gewonnen hatten. Am Montag, dem 30. Juni, hatten wir neben dem planmäßigen Programm auch Besuch von Fra Jozo. Die FRAMA-Mitglieder aus Široki Brijeg erwiesen sich in diesem Jahr als jene mit der besten Vorbereitung und Organisation. Aufgrund ihres Enthusiasmus, ihrer Fröhlichkeit und ihrer Arbeit erreichten sie, dass alle auf der Insel für jeden Punkt auf der Tagesordnung offen waren und mitarbeiteten. Daneben bereiteten sie im Rahmen des Abendprogramms das Theaterstück Helferin Muttergottes vor. Die aufopfernde Arbeit der Schwester Ljilja Pehar mit den Müttern war eine hervorragende Ergänzung dazu. Diese Gruppe hatte auch das Glück, mit Hilfe von Priestern, die ihren Urlaub im Franziskaner- kloster in Slano verbrachten, einen Bußgottesdienst zu feiern. Neben Robert haben wir in dieser Woche eine neue freiwillige Helferin dazubekommen, nämlich Barbara Schönbucher. Sie erfüllte alle ihr anvertrauten Aufgaben selbstaufopfernd, gewissenhaft und mit viel Liebe. Anfang August begrüßten und beherbergten wir in der Gruppe unsere Freunde und Verehrer der Königin des Friedens, aus den USA unter der Leitung von Vater Charles Mangan und Rosemarie Marando. Auch Treffen mit unseren Freunden und Wohltätern standen auf dem Programm. Chiarina Daolio, Vereinsvorsitzende von Mir i Dobro, legte Zeugnis über ihr Leben und die Arbeit ihrer Mitglieder ab. Einen Tag verbrachten die Paten aus Deutschland auf Jakljan. Ivo Šeparovic, Sänger aus Dubrovnik, hielt an einem Abend auf eigene Initiative ein Konzert für Mütter und Kinder auf Jakljan ab. Am Maria-Himmelfahrts-Tag war es besonders festlich, denn zur Feier dieses hohen Festtages fanden eine Prozession und eine besondere Hl. Messe statt. Die letzte Gruppe umfasste neben Mitgliedern unseres Vereins auch Kinder aus dem Mutterdorf aus Medugorje. Mit Clownkostümen und einem tollen Programm sorgte eine Schauspielergruppe aus Frankreich für Spaß. Wir sind dem Herrn dankbar für alle Gnaden und Gaben, mit denen er uns diesen Sommer auf Jakljan beschenkt hat, und verabschieden uns von den Müttern, Kindern, unseren Freunden und Mitarbeitern mit dem Wunsch, dass sie Frieden und Heil auf ihrem Weg und im täglichen Leben begleiten möge, bis zum nächsten Treffen... 7

8 Mütter über Jakljan Das morgendliche Rosenkranzgebet Ich bin nicht allein Zum ersten Mal bin ich auf Jakljan und nach langer Zeit fühle ich, dass ich nicht allein bin und dass ich zu einer schönen Gemeinschaft gehöre, die sich um uns sorgt. Ich bin nicht einsam und deswegen bin ich glücklich. Hier gefällt es mir wunderbar. Ich spüre Frieden und Zufriedenheit. Besonders freue ich mich wegen meines Sohnes, der sich hier besonders wohl fühlt und sagt, dass er am liebsten den ganzen Sommer hier bleiben würde. Ich bin erstaunt über seine Zufriedenheit und seine Begeisterung über das Gesamtbild und die unvergiftete Atmosphäre auf Jakljan. Er ist gerade in den Jahren, wo er auch ganz schön unberechenbar sein kann. Seine Zufriedenheit und sein Glück übertragen sich auf mich und deswegen bin ich ihnen unbeschreiblich dankbar. Eine solche Wandlung bei mir und bei ihm können nur die Liebe und der Frieden bewirken, die ihr uns geschenkt habt. Ich danke allen: Von Fra Jozo angefangen über Fra Mate, Schwester Ana bis zum Küchenpersonal und den freiwilligen Helfern... Wenn wir das Glück haben, dass ihr uns noch einmal einlädt, werden wir sehr gerne kommen. Izolda Kovacevic Tage, die mein Leben veredelt haben Zum ersten Mal bin ich hier auf Jakljan. Die geistliche Erneuerung und den Aufenthalt hier habe ich sehr intensiv erlebt. Und auch wenn ich nie mehr hierher kommen werde, nehme ich die positiven Erfahrungen mit und werde sie sicher in meinem Leben und im Leben meiner Kinder umsetzen. Einige Male bin ich bei den Predigten 8 Müttern geht das Herz über von Fra Mate und Fra Jozo und bei der Meditation mit Schwester Ana in Tränen ausgebrochen. Geflossen sind sie nicht so sehr wegen der Trauer, auch nicht wegen der Probleme, sondern ich habe einfach gespürt, dass sich jedes Wort an mich richtet. Mein Herz hüpfte vor Freude bei jeder Eucharistiefeier in der Kirche. Nach dem Vortrag von Schwester Ana über die Beichte hatte ich das Bedürfnis zu beichten, ging mein Leben von der Kindheit bis jetzt durch, fand einige alte und neue Sünden und befreite mich von ihnen. In meinem Leben sind Gebet, Fasten und Besuch der Hl. Messe etwas ganz Normales und Alltägliches. Das bringe ich auch meinen Kindern bei. Ohne Gebet, ohne Glauben wären wir nichts. Ich bitte den lieben Jesus und die Muttergottes, dass sie meinen Kindern und mir Glauben und Gesundheit geben mögen, damit wir unser Kreuz tragen können. Ich bete um Geduld und Kraft, damit ich mein irdisches Leben richtig leben kann, damit ich meine Kinder das Beten lehre. Mein jüngster siebenjähriger Sohn Andrija betet nicht gerne Rosenkranz am Morgen und am Abend, aber als wir letztes Jahr einmal in der freien Natur waren, sagte er zu mir: Gell, Mama, der liebe Gott ist gut, er hat die schöne Natur erschaffen, damit wir darüber staunen können. Ich bete für ihn, dass er fühlt, dass das Gebet nicht etwas ist, was man muss, sondern ohne das wir nicht leben können. Mein älterer Sohn Hrvoslav, der neun Jahre alt ist, erlebt das Gebet und den Kirchenbesuch ganz anders. Er betet, singt und klagt nicht, dass es ihm zuviel wird und dass er das nicht möchte. Ich hoffe, dass das so bleibt. Ich danke Fra Jozo, Fra Mate und Schwester Ana und auch den Mitarbeitern des Vereins für diese wunderbaren Tage, die ich hier auf Jakljan erleben durfte und die mein Leben veredelt haben. Zum ersten Mal habe ich auch Fra Jozo gesehen, bin zu ihm hingegangen und habe mich vorgestellt. Ein großes Dankeschön diesem großen Priester für alles, was er für uns und unsere Kinder tut, dafür, dass er uns Mut gibt, uns beten und danken lehrt, uns lehrt zu lieben. Danke unseren Wohltätern und Paten. Danke Jesus und Seiner und unserer Mutter Maria. Ana Krstic, Kiseljak

9 Siebenmal Jakljan Ich war voll Hass. Ja, ich habe alle gehasst, die mich zugrundegerichtet, vergessen, im Stich gelassen haben. Ich dachte, dass mir zuviel Leid zugemutet wurde. Und dann Jakljan! Jakljan! Jakljan! Siebenmal Jakljan. Alle Worte der Selbstzerfleischung haben sich verflüchtigt. Der Aufenthalt auf dieser Insel fand die richtigen Worte für mein Herz und meine Seele. Diese Worte haben auch mein verschlossenes Herz geöffnet. Es sind Worte des Gebets. Dort habe ich erkannt, dass ich, die ich glaubte, meine Seele so gut zu kennen, nicht wusste, dass ich sie in Wirklichkeit erstickte und aushungerte. Der Mensch braucht eine Erneuerung des Geistes, auch wenn er sich dessen nicht bewusst ist. Er sträubt sich, aber der Liebe, die uns hier entgegengebracht wird, können wir uns nicht widersetzen. Ich fühle mich wie ein Acker, zur richtigen Zeit gepflügt, bereit für die Saat. Siebenmal ist das Samenkorn der Liebe darauf gefallen und siebenmal ist das anderen an mir aufgefallen. Ich fühle, wie ich mich verändere, und ich danke euch dafür. Mara Boras, Zepce Ich habe mein Kreuz angenommen... Ich bin Mutter zweier Kinder und schon zum fünften Mal auf Jakljan. Auch vorher habe ich gebetet, aber nach dem Tod meines Mannes kam anstelle des Gebetes nur eine Frage über meine Lippen: Mein Gott, warum ich, wie habe ich mich gegen Dich versündigt? Auf Jakljan habe ich durch Gebet und geistliche Übungen langsam gesehen, wie meine Frage an Bedeutung verlor. Dank der geistlichen Erneuerung auf Jakljan bin ich heute fähig, mir und anderen zu verzeihen, und das Wichtigste, ich bin fähig, mein Kreuz anzunehmen. Auf Jakljan bin ich zu einer positiven und starken Persönlichkeit herangereift. A. G. Begegnung mit Gott Das ist mein dritter Aufenthalt auf Jakljan. Als ich zum ersten Mal hierher gekommen bin, war ich sehr einsam. Ich hatte keine Lust, mich mit anderen Müttern zu treffen. Ich habe nicht verstanden, wie sie lachen und spielen konnten. Auch den Rosenkranz habe ich nicht gerne gebetet und die Heilige Messe war mir zu lang. Meine Kinder, ein Siebenjähriger und ein Neunjähriger, meinten, ich solle mit den anderen Müttern spazieren gehen und beten, denn sie fühlten sich hier richtig wohl. Am schönsten fanden sie den Morgenrosenkranz, den sie am Ufer entlang beteten. Ihre Worte haben mich sehr beunruhigt und als ich bei einer Abendmesse gerade kniete, betete ich zu Jesus, Er möge mir den Geist der Freude eingießen, damit auch ich mich am Gebet und am Zusammensein freuen könnte. Und was ist nach der Heiligen Messe geschehen? Beide Kinder haben auf dem Spielplatz gespielt und eine innere Stimme flüsterte mir zu, ich solle hingehen und mitmachen. Die Kinder waren so überrascht, dass sie mich später vor Freude mit Küssen überhäuften. Seither erlebe ich Jakljan anders, wie eine Begegnung mit Gott. Wenn ich mit den Kindern den Rosenkranz bete, bin ich Gott viel näher. Dank sei Gott habe ich dieses Jahr mit meinen Kindern erkannt, was für ein starkes Gebet der Rosenkranz ist, und dass sich alle Probleme lösen lassen, wenn man mit dem Herzen betet. D. M. Am schönsten ist das gemeinsame Gebet Mein erster Aufenthalt auf Jakljan war von Angst und Unbehagen bestimmt. Meine Tragödie war noch ganz frisch, die Wunden waren tief. Ich war sehr verschlossen und weinte ständig. Aber als dann die Tage verstrichen, fing ich an, mit den anderen auf der Insel zu kommunizieren. Ich sah, dass ich nicht allein auf der Welt war, dass hier Frauen sind, die Ähnliches durchgemacht haben wie ich. Alle, die auf der Insel mitgeholfen haben, waren so nett. Jeder von ihnen strahlte Güte aus. Man konnte sehen, dass Gott in ihnen und auf der ganzen Insel gegenwärtig war. Am schönsten von allem war das gemeinsame Gebet. Es nährte die Seele und heilte die Wunden. Die Insel hat diesbezüglich sehr viel in meinem Leben verändert. Ich habe angefangen, mutiger voranzuschreiten und in die Zukunft zu schauen. Der zweite Aufenthalt war voller Freude, Freude, wieder hier sein zu dürfen. Neue Bekanntschaften, das Zusammensein mit Kindern und Müttern haben mein Leben bereichert. Wir haben gelernt, wie man betet und Gott preist. Wir haben begriffen, dass wir nicht allein sind, dass Gott in jedem Augenblick bei uns ist und dass wir das Kreuz, das uns auferlegt wurde, mit Würde tragen sollen. Blazenka Perkovic Gespräch mit der Ordensschwester 9

10 Schmerz, unserer Trauer, unserem Leid, in allem, was wir in unserem Leben durchgemacht haben. Wirklich, diese zehn Tage, die ich hier auf Jakljan verbringen durfte, sind die schönsten Momente meines Lebens. Hier erhole ich mich vor allem geistlich und genieße das. Kata Badaric Heimkommen Auf Jakljan kommen heißt für mich Heimkommen. Der Ort, in dem ich geboren und aufgewachsen bin, wurde im Krieg zerstört, ebenso der Ort, wo ich geheiratet habe. Meine Erinnerungen an die Kindheit und die Erinnerungen an die Ehe sind damit auch untergegangen. Kein einziger Ort gibt mir das Gefühl des Zuhauseseins. Auf Jakljan komme ich jedes Jahr, nur einmal war ich nicht. Jedes Mal, wenn ich vom Schiff aus auf Jakljan blicke, habe ich das Gefühl heimzukommen. Hier bin ich entspannt, ruhig und ausgefüllt. Jeder Teil von mir ist an seinem Platz. Meine Gedanken sind gesammelt und klar. Wie mir so bedeutet auch meinem Sohn der Aufenthalt auf Jakljan viel. Jedes Jahr warten wir ungeduldig auf das Formular für Jakljan und dann zählen wir die Tage bis zur Abreise. Dank sei Gott für Jakljan und für Fra Jozo und sein großes Herz! Milica Buric Die schönsten Momente in meinem Leben Jakljan! Allein der Gedanke an Jakljan erfüllt mein Herz mit einer Wärme, die sich nicht beschreiben lässt. Jakljan, diese Insel, auf die wir schon zum fünften Mal kommen, bietet ein Programm der geistlichen Erneuerung. organisiert das alles. Diesen Menschen erfüllt eine unbeschreibliche göttliche Liebe. Er ist voller Güte. Er ist wie der Sohn, den ich verloren habe. Er ist unser Wohltäter, der Mensch, der sich um uns kümmert, mit einem Wort: Ich wünsche ihm ein langes Leben und alles Gute, er möge jeden Tag genießen und Gott möge ihm Gesundheit geben. Natürlich hilft ihm dabei Schwester Kata, die uns Trost gibt in unserem 10 Jakljan hat uns zu reifen Menschen gemacht Hier fühle ich mich sicher und beschützt. So als würde die Muttergottes mich in ihren Armen halten und mir sagen: Fürchte dich nicht. Du bist nicht allein. Wir sind alle eine große Familie. Ich bin stolz, dass meine Kinder und ich Teil dieser Familie sind. Jakljan hat uns zu reifen Menschen gemacht. Von kleinen, weinerlichen und unsicheren Kindern sind wir zu sicheren, fröhlichen Menschen herangewachsen, voller Vertrauen und Glauben in Gott und voller Hoffnung für die Zukunft. Indem wir hier alle Güte auf Jakljan erfahren haben, lernten wir auch, frohen Herzens zu geben und die Freude beim Schenken zu spüren. Hier bekommen wir viel, aber das heißt auch, dass wir viel haben, um es anderen weiterzugeben. So ist unser gesamtes Leben ausgefüllt und ganz., die mitgeholfen haben, damit wir vollkommen gesunde Menschen werden, an Seele und Leib, denn wenn die Seele krank ist, kann der Leib nicht gesund sein.. Jela Lepan

11 Jakljan, ein Kurort für die Seele Prozession am Festtag Mariä Himmelfahrt Jedes Jahr schreiben wir am Ende unseres Aufenthaltes auf der Insel der Erneuerung über das, was wir in dieser Zeit erlebt, erkannt und gelernt haben. Das ist gar nicht so einfach, denn alles Erlebte setzt sich langsam und löst und tränkt das Herz und die Seele im Innersten. Die ersten Eindrücke nach dem Anlandgehen auf Jakljan sind die Müdigkeit, aber auch das Staunen über die Schönheit dieses Fleckchens Erde. Verlegene Blicke zu unbekannten Leuten, die ich zum ersten Mal sehe, und auf beiden Seiten ein Lächeln, wenn sich die Blicke treffen. Blicke, so als ob wir uns verstehen. Am zweiten Tag verschwindet die Befangenheit und es entsteht eine entspannte Atmosphäre, Bekanntschaft, Freundschaft und gegenseitiges Erkennen verwandter Seelen. Jakljan ist ein Ort der Entlastung, der Selbstfindung und der Begegnung im Gebet mit der Seele, die voller Dornen ist. Diese Dornen ziehen wir durch die geistliche Erneuerung auf Jakljan leicht heraus und verschaffen dadurch der Seele Erleichterung. Meiner Seele hat Jakljan Entlastung, Entspannung und Freundschaft mit Frauen aus verschiedensten Gegenden gebracht. Auf Jakljan habe ich am Festtag Maria Himmelfahrt etwas erlebt, wovon ich nicht einmal im Traum gedacht hätte, dass ich das einmal erleben würde. Wir haben die Muttergottesstatue über die ganze Insel getragen und dazu inbrünstig gebetet, und als ich in die Kirche kam und die Hl. Messe mit einem Lied begann, das die FRAMA aus Mostar sangen, spürte ich, wie ein besonderes Gefühl meinen Körper übermannte, so als ob ein mehrmaliges Zucken durch meinen Körper geht und das Blut mit einer solchen Geschwindigkeit strömt, als würde man Wasser in die Venen gießen, und plötzlich eine so starke Gefühlswallung, dass mir die Tränen unkontrolliert über das Gesicht rannen. Völlig überwältigt und verlegen halte ich die Hände vor die Augen, damit es niemand merkt und denkt, mir sei nicht gut, wo mir doch gerade ein so großer Stein vom Herzen fiel, von dem ich nicht wusste, dass ich ihn mit mir herumgetragen hatte. Ich weiß nicht, was mit mir los war. Ist unsere liebe Muttergottes, bei der ich im Gebet Zuflucht suche, unangekündigt gekommen und hat mir den schweren Stein vom Herzen gerollt, vom dem ich nichts wusste? Von diesem Tag an bin ich auf Jakljan noch gelöster und glücklicher und ich hoffe, dass ich dieses Glück mit meinen Kindern in Novi Travnik in unserem Haus und mit unseren Freunden fortdauern lassen kann. Jakljan ist ein Ort, wo man seine Seele heilen kann, wo man die Schmerzen leichter erträgt, wo die Einsamkeit verschwindet und die Liebe geboren wird! Danke dem Fra Jozo. Danke allen, die auf irgendeine Weise an der Liebe und am Leben auf Jakljan mitwirken, um es uns Müttern und unseren Kindern leichter zu machen und zu helfen, wenn es uns am schlechtesten geht. Es ist euch wieder einmal gelungen, eine Frau aufzurichten und ihr Kraft zu geben, damit sie stolz und mutig ihren Weg mit ihren Kindern weitergehen kann. Danke allen, die mir mit Gottes Hilfe geholfen haben. Dragica Kranic Bikic, N. Travni 11

12 12 Göttliche Gnade im Überfluss Wenn man etwas aufzählt, besteht immer die Gefahr, dass man etwas vergisst. Was soll ich also auf zwei Seiten sagen? Ich bin zum ersten Mal hier mit meinen Söhnen. Wir fühlen uns hier besonders wohl. Bis jetzt hatten wir zwei große Festtage im Jahr: Ostern und Weihnachten. Das sind Tage, wo man spürt, dass alle mit einem verwandt sind, Brüder und Schwestern sind. Ich danke Gott und den guten Menschen, dass sie uns hierher gebracht haben, was uns wie große Festtage mitten im Sommer vorkommt. Jakljan ist offensichtlich dafür gedacht, den Kindern zu dienen und ich weiß nicht, ob die Begründer dieses Projekts am Anfang überhaupt eine Vorstellung davon hatten, welche Rolle diese Insel nicht nur im Leben der Kinder, sondern auch der Eltern spielen wird. Zum Glück gibt Gott den guten Leuten, was sie verdienen, und im Gespräch mit Eltern und Kindern hat sich bei mir die Meinung gefestigt, dass Jakljan für alle eine Oase des Friedens und der Freude ist, für alle, die hierher kommen, gleich in welcher Rolle. Im Zeitalter der Globalisierung, wie im Westen so auch bei uns, ist Geld der Maßstab der meisten Dinge, wenn nicht sogar der Maßstab schlechthin. Auf Jakljan nicht. Hier sind Liebe, Demut, Gebet und Freundschaft der Maßstab. All das, wovon wir als kleine Kinder gelernt haben, dass es gut, heilig und notwendig ist. Unsere Gruppe hatte Glück. Es gab keinen Regen wie zur selben Zeit des vergangenen Jahres. Aber wir haben alle die Schauer der göttlichen Gnade gespürt, die sich über uns ergossen haben. Wir könnten gar nicht aufhören, Fra Jozo, Fra Miro, Schwester Kata und den Helfern zu danken. Aber in erster Linie begrüße ich die edle Idee Jakljan und dann erst ihre bereits oben erwähnten Umsetzer. Es gibt keinen Vergleich zwischen meinen bisherigen Sommerurlauben und diesem. Nicht weil dieser Urlaub gratis war, weil ich nichts ausgegeben habe, sondern weil ich gelassen und ruhig war und meine Kinder und ich uns so geborgen fühlten wie noch nie. Irgendwie scheint mir, Gott hat uns eigentlich besser beschützt als bis jetzt und es hätte uns nichts Schlimmes zustoßen können. Ich frage mich, wie die Kinder, ob groß oder klein, so glücklich sein können. Es kann nicht sein, dass niemand von ihnen Probleme hat, oder Gott hat sie hierher geführt, damit sie die Schwierigkeiten ihres Alltags vergessen. Am Ende meines Aufsatzes angelangt stelle ich fest, dass ich nur über Schönes geschrieben habe, denn es gibt einfach nichts Schlechtes zu berichten. Wahrscheinlich wird Teo die Tränen nach dem verlorenen Match beim Fußballturnier vergessen, Marko wird vergessen, dass er im Schatten der Palme eingeschlafen ist, und die anderen Kinder werden auch so manche Kleinigkeiten vergessen. In meiner Aufzählung habe auch ich sicher etwas vergessen. Aber Gott gebe, dass sich die anderen Eltern daran erinnern mögen. Eines werden wir aber bestimmt nie vergessen: Den FRIEDEN und das HEIL von JAKLJAN. Gott gebe allen im Leben noch viel, viel JAKLJAN. Vlado Rogic, Vater

13 Ein ruhiger Hafen Das ist mein erster Aufenthalt auf Jakljan und ich möchte euch mitteilen, was mich bei der Ankunft berührt hat. Es waren die Segenswünsche des Fra Jozo für Ostern und Weihnachten, die er den Müttern und Kindern gegenüber aussprach. Ich wollte diesen Menschen kennen lernen, der so schön schreibt, der bewirkt hat, dass mein Ostern und Weihnachten wieder im vollen Glanz erstrahlt und ich mich wieder darauf freue. Seine Worte haben bewirkt, dass ich das Leben wieder von der göttlichen und schöneren Seite her betrachte, und haben mich aus meiner Einsamkeit geholt. Sie gaben mir Kraft, um mich aufzubäumen. Jetzt bin ich endlich auf Jakljan, der Insel, von der mir schon so viele erzählt haben, aber denen es nicht gelungen ist, ihre Schönheit zu beschreiben. Das muss man wirklich erlebt haben, diese Leute, Priester und Ordensschwestern. Die Insel habe ich als etwas Besonderes erlebt, als etwas, wovon ich dachte, dass es so etwas nicht gebe. Soviel Frieden habe ich noch nirgendwo gefunden, etwas so Einfaches und so Schönes wie ein ruhiger Hafen für einen müden Seemann. Das ist für mich diese Insel, die alle Wunden heilt. Das ist eine Kraftquelle für einen erschöpften Menschen. Stille... nur das Schlagen der Wellen und das Vogelgezwitscher. Ein Windhauch ist zu spüren. Gebet, Lieder, aufmunternde Worte... hier fühlt man die Kraft und Macht des Glaubens. Gott! Liebe! Oh, mein Gott, was für ein Frieden, das menschliche Herz wünscht sich nichts anderes. Hier traf ich Fra Miro, der mit seiner tiefen Stimme den Menschen in der Predigt fragt, wie stark sein Glaube ist, wieviel Gott für den Menschen tut, damit er sich selbst findet und den Weg, von dem er manchmal abweicht, nämlich den Weg des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe. Dann traf ich Schwester Kata, die mit uns den Rosenkranz betet und hierher gekommen ist, um uns bei allen Problemen zu helfen, die uns bedrängen. Sie ist gütig und kann mit wenig Worten viel ausdrücken, so als würde sie zu den verborgensten Gedanken des Menschen und einer verwundeten Seele durchdringen. Sie spricht so, dass der Mensch die Kraft des Glaubens an die Liebe spürt, dass er sich stark fühlt und dass sein Schmerz und sein Leid durch Glauben und Gebet nachlassen. Und endlich traf ich auch Fra Jozo, meinen Helfer, meinen Tröster, den mir der liebe Gott geschickt hat. Es war wunderbar, diesem Menschen zuzuhören, der soviel für uns getan hat und noch immer tut. Alle Freunde zusammen, meine Eltern, niemand konnte mich mehr trösten als er. Er hat mich zu Gott zurückgebracht, zur einzigen Liebe, zum Trost und zur Quelle der Kraft. Dafür werde ich ihm ewig dankbar sein. Dankbar für diesen Frieden, auf dieser Insel des Gebets, des Glaubens, der Liebe, der Gleichheit. Fra Jozo, Dank sei dir und allen guten Menschen, Priestern und Ordensschwestern. Von Herzen danken euch meine Kinder und ich. Vergelte euch der liebe Gott alles Gute, was ihr an uns und unseren Kindern getan habt und tut. Immer werde ich mich gerne an euch erinnern, sowie an die Insel Jakljan, die in meinem Herzen Insel des Glaubens, der Liebe, des Trostes und der Kraft heißt. P. Antolovic 13

14 Kinder über Jakljan Jakljan - die Erfahrung echter Freundschaft Am besten hat mir der Vortrag und das Gespräch mit Fra Mate gefallen. In diesen neun Tagen habe ich von ihm mehr gelernt (und viel Nützlicheres) als in meiner gesamten bisherigen Schullaufbahn, denn er hat uns gelehrt, wie man ein guter Mensch wird. Davorka Jakljan ist die schönste Insel auf Erden, denn hier gibt es Frieden, Stille, das Meer usw. Neue Freundschaften werden geschlossen. Am liebsten gehe ich in die Kirche, zum Gebet, zum Baden und zum Fußballspielen. Alles ist so ordentlich und schön. Toni Auf Jakljan war ich schon mehrere Male und jedes Mal ist es noch besser. Wie der Mönch gesagt hat es hängt von uns ab, wie wohl wir uns auf Jakljan fühlen. Wenn wir Jakljan einfach nur als Urlaub erleben, dann hätten wir gar nicht hierher kommen brauchen. Aber wenn wir Jakljan als Ort sehen, an dem wir alles haben, was wir für die Erholung des Körpers und der Seele brauchen, und wo wir die Erfahrung der echten Freundschaft mit den anderen und Gott machen, dann begreifen wir, dass es eine Insel ist, auf die man so oft wie möglich kommen sollte. Josip Auf Jakljan gefällt mir alles, weil ich weiß, dass alles nur durch die Bemühungen von guten Menschen so gut läuft. Vom Aufenthalt auf Jakljan habe ich eigentlich wenig erwartet, ich wurde aber reich beschenkt. Hier gefällt es mir ausgezeichnet und ich hoffe, dass ich noch einmal die Gelegenheit haben werde, hierher zu kommen. Ivan Am besten haben mir die Predigten von Fra Mate und die Gespräche mit Fra Jozo gefallen. Die Gespräche, das Zusammensein und das Abendprogramm waren außerordentlich gut. Es gefiel mir der Friede, die vollkommene Erholung und die Tatsache, dass die Probleme, mit denen wir uns herumkämpfen, weit weg waren. Fausto hat mich mit seiner unermesslichen Liebe, die er uns allen schenkt, schwer beeindruckt. Die Fahrt nach Jakljan war sehr aufregend und allein schon der Gedanke, dass ich dort jemanden kennen lernen würde, mit dem ich meine Erfahrungen teilen kann. Hier bin ich im geistlichen Sinn stärker geworden. Marko 14 Ich bin schon zum fünften Mal hier auf Jakljan. Ich habe diesen Ort sehr gerne, weil ich hier viele Freunde kennen lerne oder Freunde treffe, die ich schon früher kennen gelernt habe. Aber das ist nicht der einzige Grund, warum ich hier bin. Der wichtigste Grund, warum ich hier bin, ist die geistliche Erneuerung, und das heißt jeden Morgen und Abend Rosenkranzgebet und Heilige Messe. Manche mögen das Meer und das Baden lieber. Ich mag das Meer natürlich auch, aber eigentlich bin ich hierher gekommen, um mit meiner Mama, meinem Bruder und meiner Schwester in die Kirche zu gehen. Iva Pejic Als ich zum ersten Mal auf Jakljan kam, war ich aufgeregt wegen der Leute. Jetzt bin ich zum zweiten Mal hier. Am Morgen ist Rosenkranz um 7 Uhr 30, und das Frühstück ist um 8, dann gehen wir in die Schule, um mit den anderen zusammenzusein, und dann gehen wir bis zum Mittagessen baden. Nach dem Essen gehen meine Schwester, meine Mutter und ich baden bis zur Abendmesse. In der Heiligen Messe singen wir fröhliche Lieder, alle sind wir glücklich, weil wir Kinder Gottes sind. Auf Jakljan gefällt es mir, weil wir alle etwas gemeinsam haben, nämlich dass wir entweder nur mehr einen Elternteil oder gar keine Eltern mehr haben. Jeden Abend spielen wir und das macht mir Spaß. Am meisten gefallen mir das Meer mit den vielen Fischen und den verschiedenen Farben und der Strand. Grga Tunjic (1990) Als ich in Slano das Boot kommen gesehen habe, waren alle froh. Als ich mit dem Boot gefahren bin, dachte ich, ich fahre ins Paradies. Der zweite Tag war sehr schön und sonnig, überall war fröhliches Kindergeschrei zu hören. Wir haben die schöne FRAMA kennen gelernt und den fröhlichen Hochwürden. Am Abend gab es Spiele, die die FRAMA vorbereitet hatte. Am dritten Tag waren Volleyballturniere. Am folgenden Tag gab es ein Quiz. Der sechste Tag war ein besonderer, Fra Jozo ist gekommen. Als er die Heilige Messe zelebriert hat, schien es, als ob der Heilige Geist komme. Andrej Rezo

15 Einige der Arbeiten Meine Zukunftspläne Mit wie viel Reife und Ernsthaftigkeit die Jungen über ihre Zukunft nachdenken, zeigen folgende Arbeiten. Familientragödien und die Umstände, in denen sie leben, haben sie reifer und verantwortungsbewusster als die meisten ihrer Gleichaltrigen gemacht. Sie erkennen die wahren Werte des Lebens: Die Schulbildung abschließen, eine Familie gründen und die Liebe zurückgeben, die ihnen geschenkt wurde. Und das alles mit dem starken Glauben und dem Vertrauen in Gott. Ich bin sechzehn Jahre alt, deswegen denke ich noch nicht soviel über mein zukünftiges Leben nach, sondern über die Gegenwart, d.h. über meine Schullaufbahn. Ich möchte das Gymnasium abschließen und das studieren, was ich möchte. Danach möchte ich natürlich heiraten und eine Familie mit wenigstens vier Kindern gründen! Ich möchte, dass meine Kinder beide Elternteile haben, nicht wie meine Freunde auf Jakljan und ich. Und ich werde um den Glauben beten, diese Kinder zu erziehen und auf sie aufzupassen, denn ich weiß, wie schwer es meine Mutter mit mir hat. Ivan, 16 Wie jeder Mensch möchte ich alle meine Ziele erreichen. Vor allem möchte ich die Handelsakademie abschließen, dann das Studium. Nach dem Studium möchte ich eine Arbeit finden, mit der ich ein normales Leben führen kann. Ich möchte auch eine Familie gründen, die den Weg Gottes geht. Und neben allen diesen Wünschen möchte ich auch anderen Menschen helfen, wie das Jesus getan hat. Marijana, 17 Im Laufe meines Heranreifens habe ich angesichts der traurigen Ereignisse in der Welt angefangen, mich mit dem Gedanken zu tragen, anderen Menschen zu helfen. Meine Zukunft sehe ich in einer bescheidenen Familie und darin, vernachlässigten Kindern zu helfen. Ich würde gerne einige Dinge in diesem Leben verändern, aber allein werde ich das nicht können. Ich möchte gerne die Liebe, die mir meine Familie, die Paten und die guten Menschen schenken, zurückgeben. Deswegen möchte ich alle Leute auffordern, einander zu helfen, ohne Rücksicht auf die Nationalität, denn vor Gott sind wir alle gleich. Wir müssen an uns selbst und an Gott glauben, denn die Verantwortung für die Welt bleibt bei uns. Miroslav, 17 Mein Zukunftsplan besteht darin, dass ich Gott nie verrate, und dass ich ständig bei Ihm und Er bei mir bleibt. Ich möchte, dass sich in meiner Familie nichts verändert, denn sie ist für mich die beste auf dieser Welt, und was die Zukunft angeht, das ist nicht weit weg, denn ich habe mich noch nicht entschieden, was ich einmal werden möchte. Aber ich möchte, dass mir Gott bei meiner Entscheidung hilft, denn Er weiß, was für mich am besten ist. Anita, 15 Mein Zukunftsplan sieht so aus, dass ich das Gymnasium abschließe und dann Pädagogik studiere. Schon immer war ich gerne mit Kindern zusammen und spielte gerne mit ihnen. Ich möchte Christus auf Seinem Weg nachfolgen, der uns sagt, dass wir nicht ins Reich Gottes kommen, wenn wir nicht werden wie die Kinder. Ich möchte gerne Lehrerin werden, wie Jesus unser Lehrer war, denn ohne Gebet und ohne Ausdauer erreichen wir nichts. Irena, 16 15

16 Der Mensch, der mir am meisten bedeutet Der Mensch, der mir am meisten bedeutet, ist meine Mama. Auch wenn sie gestorben ist, so ist sie doch für mich die wichtigste Person geblieben. Wann immer ich an sie denke, glaube ich, dass sie am Leben ist, dass sie noch da ist, dass sie mich lieb hat. Ich habe zwei Brüder, einen jüngeren und einen älteren. Auch sie können noch nicht begreifen, dass Mama gestorben ist. Mein Papa ist schon vor langer Zeit umgekommen, als ich noch klein war, ich kann mich gar nicht mehr an ihn erinnern. Mama war krank und ich habe jeden Augenblick mit ihr verbracht, gelacht und ihr etwas erzählt. Bevor ihr Herz zu schlagen aufhörte und sie die Augen schloss, sagte sie uns, dass sie uns lieb hat, dass wir auf einander aufpassen und einander helfen sollen, in guten wie in schlechten Tagen. Noch heute erinnere ich mich an ihre Worte, die sie unter Tränen gesprochen hat. Ich weiß, dass sie jetzt im Paradies ist, mit Gott und den Freude ist für mich... Freude ist für mich, wenn mir etwas gelingt, in das ich viel Mühe investiert habe, wenn ich also mein Ziel erreiche. Eine Freude ist es auch, wenn ich von Leuten umgeben bin, die ich gern habe, und das sind meine Freunde, meine Familie, denn wenn sie glücklich sind, bin auch ich glücklich! Ante, 14 Freude ist ein wunderbares Gefühl, das in mir meine Freunde, ein schöner Tag, ein nettes Wort, das Lächeln eines geliebten Menschen wecken können. Um jemanden glücklich zu machen, bedarf es so wenig... Mladen, 17 Es ist eine Freude, am Leben und gesund zu sein. Ich freue mich, dass ich eine Mutter habe, ohne die mein Leben unvollständig wäre. Eine Freude sind mir auch meine zwei Brüder. Aber an erster Stelle steht Gott. Er leitet meine Wege und ohne Ihn wäre mein Herz leer. Ich freue mich, dass mir Gott viele Freunde geschenkt hat. Ich bin an jedem Tag meines Lebens froh und erkenne einfach durch das Gebet Gott und meinen Schöpfer. Das ist ganz einfach, denn ist es nicht eine Freude, dass es mich gibt? Tatjana, 15 Engeln, die auf sie aufpassen. Meine Mama, mein Papa und meine Brüder sind ein Teil von mir und ich bin ein Teil von ihnen. Wir werden aufeinander aufpassen, wie Mama gesagt hat und wie wir es ihr versprochen haben. Tijana Kovacevic, 15 16

17 Was ist das Leben? Das Leben ist Gottes schönstes Geschenk an uns. Manchmal erscheint es uns wie ein Dornenweg, aber es gibt auch schöne Momente. Im Leben haben wir alle unser Kreuz zu tragen. Einige Leute würden gerne ihre Kreuze loswerden und schneiden dabei zum Schluss am schlechtesten ab. Viele Leute sind im Leben nie zufrieden. Junge Leute nehmen Drogen, während andere um Gesundheit beten. Viele sind arm und zufrieden mit dem wenigen, das sie haben, während andere, Reiche, das Geld verschwenden und immer mehr und mehr haben möchten. Viele sagen, dass das Leben nicht das schönste Geschenk ist, aber meiner Meinung nach ist es Gottes schönstes Geschenk. Ivana und anderen Hilfsbedürftigen. Und ein verlorenes Leben verdient alle Trauer dieser Welt. Viele heutige Heilige und Selige lebten ihr Leben nach dem Evangelium in Armut und Gebet und halfen anderen. Jeder hat die Gelegenheit zu leben, jeder sündigt in seinem Leben, aber Gott, der voll Barmherzigkeit, Güte und Milde ist, wird jeden Fehler verzeihen, wenn wir uns am nächsten Tag dieses Fehlers bewusst sind und uns entschließen, ihn nicht mehr zu machen. Das Leben ist kurz, aber mir scheint es oft zu lang. Manchmal wünsche ich mir, dass es kürzer wäre, aber dann begreife ich, dass mein Leben mehr voller Glück ist, als ich Gott, der es mir geschenkt hat, je dafür danken ka nn. Marijan Das Leben ist ein Geschenk Gottes, auch wenn wir im Leben viele Enttäuschungen erleben, die uns wie eine Katastrophe vorkommen, in Wirklichkeit aber göttliche Gnade sind. Leben ist auch Glück, das wir oft erleben, zum Beispiel, wenn wir eine gute Note bekommen. Das Leben stammt von Gott und deswegen sollen wir es mit guten Werken ausfüllen, mit Güte und Menschlichkeit gegenüber anderen, vor allem gegenüber Kranken, Alten Gott hat uns das Leben geschenkt, aber wir richten uns selbst zugrunde. Manche Leute nehmen Drogen und zerstören dadurch ihr Leben und das Leben ihrer Eltern, die sich um sie sorgen. Das Leben wird gut, wenn du anderen Gutes tust. Wenn du in schlechte Gesellschaft gerätst, kann es auch mit dir ein böses Ende nehmen. Das Leben wird dir geschenkt, damit du darauf acht gibst und vorsichtig bist. Igor 17

18 Bitte helfen Sie Fra Jozo! Die Hilfsprojekte sind auf Ihre Hilfe angewiesen, da sie sich nicht selbst finanzieren können. Danke schon im Vorhinein für Ihr offenes Herz und Ihre Hilfsbereitschaft. Spendemöglichkeiten: 1. Überweisung Ihrer Spende auf eines der folgenden Konten. Österreich: P.S.K , BLZ Kto. Inh. Traude Janisch f. Kinder Fra Jozo Zovko BiH Schweiz: Traude Janisch, PK PostFinance St. Gallen für Kinder Fra Jozo Zovko Deutschland: , BLZ , HVB Freilassing Kto. Inh. Traude Janisch f. Kinder Fra Jozo Zovko BiH Bei Überweisungen aus dem Ausland nach Österreich: BIC: OPSKATWW IBAN: AT Übernahme der Patenschaft für ein Waisenkind 3. Erwerb der schhönen und hilfreichen Bücher von Fra Jozo Zovko O.F.M. (Der Erlös kommt zur Gänze dem Institut der Heiligen Familie und den Kindern zugute.) INFORMATION, BÜCHER, KASSETTEN, VIDEOS, CDS, DVDS, BAU- STEINBILDER, ANMELDUNG FÜR EXERZITIEN, PATENKINDER UND GEBETSPARTNERSCHAFT: Traude Janisch, Tel. + Fax: 0043 (0)

19 Werden wir IHN erkennen? Aus den Arbeiten der Jugendlichen haben wir einige ausgewählt zum Thema Werden wir IHN erkennen?, über das sie mit Hilfe eines Priesters nachdachten. In ihren Überlegungen senden sie uns eine reife Botschaft: Lasst uns wachsam sein und beten! Jesus ist immer mit uns und bei uns, aber wir verstehen das nicht. Bis jetzt waren wir noch klein, wir haben Jesus auf eine kindliche Weise gepriesen. Aber jetzt sind wir in einem Alter, wo wir uns auf ein selbständiges Leben vorbereiten sollen. Wir müssen uns darauf vorbereiten, eine Familie zu gründen. Wir wissen, dass uns im Moment noch unsere Mütter, unsere Brüder und Schwestern zur Seite stehen. Aber sie werden nicht immer da sein. Er ist mit uns, seit der Geburt, der Taufe, der Hl. Erstkommunion, der Firmung und jetzt und wird immer bei uns sein, Er, der vollkommenste Mensch, Jesus Christus, unser geliebter Bruder. Das Lied unserer Herzen ist Er. Die Liebe in unserem Leben ist Er. Er ist die Luft, die wir atmen, das Wasser, das wir trinken und die Liebe, die wir geben. Ihn lieben wir, Ihn preisen wir. Aber trotz allem habe ich persönlich Angst, dass ich etwas Wichtiges versäume und dass ich dadurch eine Gelegenheit verpasse, Jesus zu erkennen, wenn ich das am nötigsten habe. Martina Saric, 15 Jesus, ich bitte Dich, hilf mir, dass ich Dich finde, dass ich Dich erkenne. Gib mir ein Zeichen, wie Du es bei deinen Jüngern getan hast... Bei alledem, was tagtäglich auf uns einströmt, ist es fast unmöglich, Deine Zeichen zu sehen, aber ich fühle sie, versuche Dich in den Leuten zu sehen, aber die Leute sind so unvollkommen, so nicht wie Du und deswegen habe ich Angst und frage mich, werde ich Dich erkennen, wenn Du vor mir stehst? Miranda Gavric, 16 Er ist hier, ob wir wach sind oder schlafen. Die Frage ist nur, spüren wir Seine Nähe und Liebe. Wir glauben es, aber manchmal regt sich auch Zweifel in uns... Sind wir bereit für Sein Kommen? Wenn Er an die Tür unseres Herzens klopft, werden wir Ihn freudig aufnehmen oder einfach Mauern um uns herum aufbauen? Die unermessliche Liebe Jesu und Jesus selbst können wir in jedem Kind erkennen. Es ist selbstlos, bereit, dir die Hand hinzustrecken, wenn du fällst und Flügel zu schenken, damit du dich emporschwingen kannst. Jesus hat gesagt, dass die Kinder die Ersten im Reich Gottes sind! Deswegen entdecken wir Jesus, erwarten wir Ihn mit offenen Armen und lassen wir diese Verachtung und diese Ablehnung nicht mehr zu. Wir dürfen Ihn nicht ablehnen! Seien wir wachsam und beten wir! Katarina Cubela, 17 19

20 Ein Brief an Jesus Lieber Jesus! Zuerst einmal muss ich Dir sagen, dass ich Dich sehr lieb habe. Du hast mir alles gegeben, was ich wollte. Ich habe keinen Vater, aber ich erinnere mich noch vage an ihn. Das sehe ich von der positiven Seite. Zum dritten Mal bin ich jetzt hier auf Jakljan. Ich habe noch andere Kinder kennen gelernt, die auch keinen Vater mehr haben. Danke, dass Du mir Gesundheit und Verstand gegeben hast. Wenn ich Sendungen über Kinder anschaue, die keine Arme oder Beine mehr haben, tun sie mir leid. Ich habe die dritte Klasse mit Auszeichnung abgeschlossen und meine Schwester Michaela hat die fünfte Klasse mit Auszeichnung abgeschlossen. Das verdanken wir alles Dir. Wenn ich krank bin, kümmert sich meine Mama um mich. Meine Schwester, meine Mama und ich gehen jeden Sonntag in die Kirche. Wir beten zu Dir. Ich möchte Dich kennen lernen, damit Du mir von Deinen Wundern erzählen kannst. Deine Matea Lieber Jesus! Zuerst möchte ich Dir danken, dass Du für mich und für alle Menschen auf der Welt sorgst. Danke, dass ich jeden Morgen glücklich und zufrieden aufwachen kann, weil ich alles habe, was ich brauche. Ich lebe glücklich mein Leben, das Du mir geschenkt hast. Ich bin glücklich, weil Du mir einen Schutzengel zur Seite gestellt hast, der über mich wacht und auf mich aufpasst. Entschuldige, wenn ich Dich einmal verletzt haben sollte oder das gemacht habe, was ich nicht hätte tun sollen. Jesus, immer wenn ich traurig bin, weiß ich, dass Du bei mir bist und mich tröstest. Du erträgst allen Schmerz mit mir und bist glücklich, wenn ich glücklich bin. Danke, dass Du alle meine Gebete hörst. Ich habe Dich lieb und weiß, dass auch Du mich liebst. Diesen Brief schreibe ich Dir von ganzem Herzen und ich weiß, dass Du ihn erhalten wirst. Lucija, Lieber Gott! Vielen Dank für die Gesundheit, die Freude und das Glück. Danke für meine Familie, dass Du ihnen Gesundheit, Verstand und viel Glück im Leben gegeben hast. Lieber Gott, erhöre unsere Gebete und mach, dass alle Menschen in Frieden und Freude leben. Lieber Gott, Du hast uns viele Gaben geschenkt, ohne die wir nicht leben könnten. Du hast uns die Natur geschenkt, das Meer, das Festland und viele andere Gaben. Lieber Gott, gib mir gute Gesundheit in der Zukunft und mach, dass ich ein glücklicher und anständiger Mensch werde. Danke für meine Mutter und dafür, dass Du ihr Gesundheit und Verstand gegeben hast und sie mich in allen meinen Schwierigkeiten und Schwächen versteht. Gib, dass sich alle Menschen auf der Welt verstehen und einander helfen, und dass es keine Kriege und keinen Hass mehr gibt. Lieber Gott, gib, dass alle Kinder dieser Welt in der Zukunft den Frieden auf Erden stiften. Unterstütze uns dabei, lieber Gott. Wir könnten uns das ganze Leben lang immer nur bei Dir bedanken. Und noch einmal danke für alles, was Du für uns getan hast. Vedran, 1991 Lieber Jesus! Ich danke Dir für alles, was Du für mich getan hast. Ich habe Dich sehr lieb. Dankbar bin ich, dass Du mir eine Familie und ein Zuhause geschaffen hast. Ich glaube an Dich und an Deine Liebe, die Du uns geschenkt hast. Du hast ein Herz so groß wie die Sonne, das vor Liebe, Freude, Fröhlichkeit und Glück strahlt. Du bist mein größter Freund. Ich wünsche mir, dass wir immer Freunde bleiben, die einander lieben und sich des Lebens erfreuen. Wenn ich Dich betrachte, denke ich bei mir, dass Du wie ein Sonnenstrahl bist, der mein Herz trifft. Ich möchte Dich sehen und Dir sagen, dass ich Dich liebe. Danke für alles. Alles Liebe von Deiner Ana. Ana, 1991

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