Jugendliche in der Krise? Wege erfolgreicher Intervention. Pilotstudie

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1 Jugendliche in der Krise? Wege erfolgreicher Intervention Pilotstudie Linz 2009

2 Von der Idee zur Initiative Klagen über Verhaltensauffälligkeiten in Schulen Hohe Erwartungen an Schulen, Jugendwohlfahrt und Jugendpsychiatrie Wünsche verbesserter Vernetzung

3 Projektstruktur Längsschnittprojekt Kooperationsprojekt Praxisorientiertes Projekt

4 Forschungsfragen Welche Interventionen schulisch/außerschulisch werden gesetzt? Welche Bedeutung wird den Interventionen von den unterschiedlichen Akteuren beigemessen? Welche Veränderungen (+/-) erlebt der Jugendliche aufgrund der Interventionen? Eignet sich das Dokumentationssystem?

5 Theoretisches Konzept Integrativer Ansatz Konzept der Resilienz (Scheithauer/Petermann 2000, Wustmann 2004) Konzepte von Stress-Bewältigungsansätzen (Fend 2000) Konzept der Entwicklungsaufgaben (Oerter/ Dreher 2002)

6 Resilienzforschung (1) Personale Ressourcen Bindungsfähigkeit Temperament Selbständigkeit Kontrollüberzeugung Problemlösefähigkeit Phantasie Humor Gesundheit Außerfamiliäre Ressourcen Sichere Bindungen Einbindung in soziales Umfeld Schulerfolg Familiäre Ressourcen Erziehungsstil Stabilität, Zusammenhalt Sozioökonomischer Status Sichere Bindungen Einbindung in soziales Umfeld

7 Resilienzforschung Risikofaktoren Vulnerabilitätsfaktoren (schwieriges Temperament, geringe Fähigkeit zur Selbstregulation, geringe kognitive Fähigkeit, ) Risikofaktoren im Umfeld (chron. Armut, fam. Disharmonie, Mobbing durch Gleichaltrige) Schutzfaktoren personale Schutzfaktoren fam. und soziale Schutzfaktoren

8 Bausteine Konzept (2) Stress-Bewältigungs-Konzepte (Klein-Heßling/Lohaus 2000, Seiffge-Krenke 2000, Flammer 2003). - aktives Coping/Nutzung soz. Ressourcen (Austausch, Nutzung instit.hilfen, Trost suchen) - internales Coping (Reflexion des Problems, Arbeit an Einstellung, ) - Rückzug (Vermeidung, Verdrängung, Verleugnung, )

9 Stress-Bewältigungs-Konzept Belastungen Ereigniseinschätzung Coping-/ Abwehrstrategie Entwicklungsrisiko pers./soz. Risiken Ressourceneinschätzung Fend 2000

10 Bausteine Konzept (3) Entwicklungsaufgaben im Jugendalter Verarbeitung biolog. Entwicklung Reorganisation sozialer Beziehungen (Eltern, Peers) Bewusstmachen eigener Weltanschauungen Klarheit über sich selbst gewinnen Umgang mit schul. Anforderungen/ Erarbeitung Berufsperspektive Vorstellungen entwickeln Partnerschaft/Familie Dreher 2004

11 Produktive Bewältigung Personale Ressourcen Bewältigung altersspez. Entwicklungsaufgaben Soziale Ressourcen Leistungserfolge Soziale Erfolge Fend 2000,214

12 Konzept der Untersuchung Personale Risken Personale Ressourcen Life Events Fam./soz.Risken Bewältigung Entwicklungsaufgaben Coping-/ Abwehrstrategien Interventionen Psycho.- soz. Befindlichkeit Fam./soz. Ressourcen

13 Methodik Mehrmethoden- und Mehrperspektivenansatz n= 8 Fallanalysen Welle Basisdokumentation Problemzent. Interviews M J L BL Welle 2 Kurzinterviews 2009 J Welle Problemzent. Interviews N.N J M

14 Dokumentationssystem Zielsetzung - Deskriptive Beschreibung - Testung Erhebungsinstrument Zeitraum - Oktober Dezember n=45

15 Struktur Instrument Soziodemografie Vorstellungs-/Aufnahmebedingungen Wohnsituation Sozialstatus Anamnese u. familiäre Belastungen Psychopath. Befund Somatisch-neurol. Befund Diagnosen ergänz. somat. Diagnosen ergänz. psych. Diagnosen Therapie krit. Ereignisse während Behandlung Ende der Behandlung Behandlungsergebnis Empfohl. Weiterbehandlung Therapie vorab

16 Antwortskala - Instrument unzutreffend trifft zu vorgekommen In den letzten 2 Jahren vorgekommen unbekannt

17 Klinisch-psychiatrisches Syndrom Sucht/Abhängigkeit 2% Angststörung 2% Zwangsstörung 2% Autismus 2% Hyperaktivität/Aufmerksamkeit 17% Anpassungsstörung 19% Depression 19% Emotionale Störung 36% N=42 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40%

18 Assoz. Aktuelle abnorme psychosoziale Umstände Mangel an Wärme in der Eltern-Kind-Beziehung 13% Erziehung, die unzureichende Erfahrung vermittelt 13% Sündenbockzuweisung durch Lehrer/Ausbildner 20% Lebensbedingung mit mögl. psychosozialer Gefährdung Psychische Störung/abweichendes Verhalten eines Elternteils 23% 23% Abnorme Streitbeziehungen mit Schülern/Mitarbeitern 27% Allgemeine Unruhe in Schule/Arbeitssituation 33% Unzureichende elterliche Aufsicht/Steuerung 33% Disharmonie in der Familie zwischen Erwachsenen 37% Inadäquate/verzerrte intrafamiliäre Kommunikation N=30 47% 0% 5% 10% 15% 20% 25% 30% 35% 40% 45% 50%

19 Schulstörungen N=40 65% Leistungsstörungen 55% schlechtes Betragen/Aggression 45% Konzentrationsstörung 33% Kontaktstörungen 30% Hypermotorisches Verhalten 20% Schulverweigerung/Schulangst 15% Schulschwänzen

20 Interventionen Beratung sozialer Dienste/Jugendämter 66% Helferkonferenz/Teilnahme an Hilfeplangesprächen 63% Kinder- und jugendpsychiatrisch-psychotherap. Behandlung 58% Beratung von Kindergärten/Schulen 32% Beratung von Heimen 24% Medikamentöse Therapie 24% Kinder- und jugendpsychiatrische Gruppentherapie 13% Elterngruppen 13% N=38

21 Fall 1 Lukas besucht zum Zeitpunkt t1 einen polytechnischen Lehrgang. Er lebt seit 3 Jahren in einer Stieffamilie (Mutter, Freund der Mutter, 2 Halbgeschwister (1,5 und 4 Jahre). Die Wohnverhältnisse sind großzügig.

22 Fall 1 Berichtete Probleme extrem konflikthafte Mutter-Sohn-Beziehung mangelnde Schulleistung Schulverweigerung

23 Fall 1 Ressourcen/Risiken + hellwach, intelligent + grundsätzlich motivierbar + kleinen Kreis von Freunden + Gesprächspartner in Familie außer Mutter - Life events (Scheidung, Stieffamiliengründung, Geburt Halbgeschwister) - Überforderung Mutter - Zeitmangel Mutter - extrem kontrollierender Erziehungsstil - kein adäquater Umgang mit Entwicklungsaufgaben - schwieriges Verhalten gg. Lehrkräften - Randposition Klassengemeinschaft - depressive Verstimmung

24 Fall 1 Interventionen Psychotherapie im Alter von 7 J. (Grund: Verhaltensprobleme, sex. Phantasien) Behandlung psychosomatischer Probleme Hausarzt LNK Abklärung Arbeit an Copingstrategien des Jugendlichen

25 Fall 1 Ausblick Wie gelingt es Mutter/Familie auf Bedürfnisse des pubertierenden Sohnes angemessen zu reagieren? Welche Entlastungen können mobilisiert werden?

26 Fall 2 Johanna ist zum Zeitpunkt t1 14 Jahre alt und wiederholt die 3. Klasse Hauptschule. Sie lebt mit 17jähriger Schwester beim Vater und dessen Freundin. Der Vater und die Schwester sind derzeit arbeitslos. Mutter lebt mit neuem Partner und dem 6 Monate alten Säugling in 2- Zimmer Wohnung in der Nähe. Eltern haben gemeinsame Obsorge.

27 Fall 2 Berichtete Probleme Schulverweigerung Suizidgedanken Selbstverletzung

28 Fall 2 Ressourcen/Risiken + starker Wille, Durchsetzungsfähigkeit +/- hohes Verantwortungsgefühl f. Familie +/- Wunsch nach fam. Geborgenheit + vertrauensvolle Beziehung zu Mutter und zu Schwester + Offenheit für professionelle Hilfe + Klasse gut integriert - Unbewältigte Trennung der Eltern/unklare Obsorgefragen - Alkoholkrankheit Vater - Mutter übernimmt wenig/keine Erziehungsverantwortung (Gefahr Rollenumkehr!)

29 Fall 2 Interventionen - Betreuungslehrerin - Kooperation Schule mit Elternhaus - Jugendwohlfahrt: Einzelbetreuerin - Stationäre Aufenthalte Jugendpsychiatrie

30 Ausblick Wie gelingt es der Jugendlichen Verantwortung abzugeben? Wie gelingt es Eltern unklare Beziehung zu klären? familiäre Verstrickungen ge- Wie können löst werden?

31 Danke für die Aufmerksamkeit!

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