Handbuch für die Erweiterbarkeit

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1 Handbuch für die Erweiterbarkeit

2 Inhalt Pakete für die Erweiterbarkeit... 2 Actions... 2 Items... 2 Itemset... 2 Die UseCaseNewAction... 3 Eigene Shapes... 4 Der Shape Container... 5 User Objects... 6 Weitere Möglichkeiten... 6 Handbuch für die Erweiterbarkeit Seite 1

3 Pakete für die Erweiterbarkeit Der Koala Editor bietet die Möglichkeit eigene Module zu implementieren. Im Folgenden wird die Erstellung eines Modules anhand eines Anwendungsfalldiagramms erklärt. Ausgangspunkt für eine Neuerstellung ist das Paket de.hsos.koala.modules. Innerhalb dieses Paketes erstellen wir ein neues Paket welches den Namen usecase tragen soll. Im nächsten Schritt erstellen wir innerhalb unseres neuen Pakets die Pakete actions, items und itemset. Actions Innerhalb dieses Paketes speichern wir alle Klassen die abstrakte Actions erweitern. Darunter befindet sich auch unsere Einstiegsklasse bzw. die Schnittstelle zwischen Editor und Module. Die ModuleNameNewAction. In unserem Fall wäre das die UseCaseNewAction.java. Vorhandene Module bieten einen guten Einstieg um sich ein Bild über typische Actions zu machen. Genannt sei an dieser Stelle auch die ExportAction, welche für einen gewünschten Export erstellt werden kann. Items An dieser Stelle speichern wir unsere Grafiken die Knoten im Graphen repräsentieren. Innerhalb von JGraph werden diese als Shapes bezeichnet. JGraph bietet noch zwei weitere Möglichkeit um Knoten graphisch darstellen zu können. Zum einen statisch über ein Bild, zum anderen über ein spezielles Shape XML Format. Dieses enthält die benötigte SVG Struktur und statische Verweise. Diese sei nur am Rande erwähnt, da wir Java 2D nutzen um ein Shape zu erstellen. Itemset Innerhalb dieses Paketes speichern wir eine ItemSet Klasse die im Prinzip einen Container für unsere erstellten Shapes darstellt. Handbuch für die Erweiterbarkeit Seite 2

4 Die UseCaseNewAction Sind die drei Pakete erstellt, beginnen wir innerhalb von actions eine neue Java Klasse zu erstellen. Nennen wir sie UseCaseNewAction.java. Im Folgenden ist eine Beispielimplementation gezeigt: import de.hsos.koala.modules.usecase.itemset.usecaseitemset; import com.mxgraph.view.mxgraph; import de.hsos.koala.actions.abstractnewaction; import de.hsos.koala.modules.controller.koalamodule; import = KoalaModule.class) public class UseCaseNewAction extends AbstractNewAction implements KoalaModule { public void hookgraph(mxgraph graph) { setgraphstyle("usecase-style.xml"); setparalleledges(true); graph.setallowloops(false); graph.setallowdanglingedges(true); public KoalaBasicItemSet setitemsetforpalette() { return new UseCaseItemSet(); public String getmodulename() { return "usecase"; Wichtig ist die Lookup Annotation um das Module im Editor zu registrieren. Erwähnt sein die Tatsache, dass Netbeans und Eclipse ein unterschiedliches Verhalten aufweisen. Eclipse Nutzer sollten die services Datei im Ordner META-INF nutzen um ein Modul zu registrieren. Unter Netbeans reicht die Annotation und unser Modul wird vom Editor gefunden. Die Implementation des KoalaModule Interfaces ist Grundvorraussetzung. Die drei überschriebenen Methoden setitemsetforpalette() und getmodulename() stellen eine Minimalkonfiguration da und sind verpflichtend. Die Methode hookgraph() ist eine von vielen Methoden die es dem Modulersteller ermöglicht Funktionalität und Optik zu überschrieben bzw. anzupassen. Handbuch für die Erweiterbarkeit Seite 3

5 Mit der getmodulename() Methode geben wir unserem Modul einen offiziellen Namen, dieser muss eindeutig und einzigartig sein, da später gespeicherte Daten beim Laden anhand dieses Namens zugeordnet werden. Mit der setitemsetforpalette() Methode veröffentlichen wir unseren Shape Container auf welchen wir aber noch näher eingehen werden. Zu guter Letzt die hookgraph() Methode. Diese Methode bekommt ein mxgraph Objekt übergeben. Dieser Graph stellt unter anderem die Zeichenfläche da. Im obigen Beispiel ist zu sehen dass ein spezieller optischer Style hinterlegt wird. Dieser wird in einer XML Stuktur gespeichert und in einer CSS-ähnlichen Beschreibung konfiguriert. Die genannte Datei liegt innerhalb der Paketes de.hsos.koala.resources.styles. Des Weiteren bietet der Graph verschiedenste Optionen zu aktivieren oder deaktivieren. Dies geschieht in der Regel über boolsche Parameter. Für eine komplette Auflistung aller Optionen verweisen wir an die offizielle JGraph API. Haben wir unsere UseCaseNewAction erstellt stellt sich noch die Frage wieso es sich bei der Schnittstelle um eine abstrakte Aktion handelt. Im Prinzip wird diese Aktion in den Menü Elementen des Editors hinterlegt und bei einem Klick aufgerufen. Die Actions werden ausgeführt und das Modul beginnt mit seiner Arbeit. Eigene Shapes In unserem Fall wollen wir in eigenes Shape erstellen, und für weitere Elemente auf JGraph eigene Daten zugreifen. Im Folgenden zeigen wir ein Beispiel Shape welches mit Java 2D erstellt wurde. package de.hsos.koala.modules.usecase.items; import java.awt.rectangle; import com.mxgraph.canvas.mxgraphics2dcanvas; import com.mxgraph.shape.mxbasicshape; import com.mxgraph.util.mxconstants; import com.mxgraph.util.mxutils; import com.mxgraph.view.mxcellstate; import java.util.map; public class SystemContextShape extends mxbasicshape { public void paintshape(mxgraphics2dcanvas canvas, mxcellstate state) { int start = (int) Math.round(mxUtils.getInt(state.getStyle(), mxconstants.style_startsize, mxconstants.default_startsize) * canvas.getscale()); Handbuch für die Erweiterbarkeit Seite 4

6 Map<String, Object> style = state.getstyle(); Rectangle tmp = state.getrectangle(); if (configuregraphics(canvas, state, true)) { canvas.getgraphics().setcolor(mxutils.getcolor(style, mxconstants.style_fillcolor)); canvas.getgraphics().fillrect(tmp.x, tmp.y, tmp.width, tmp.height); if (configuregraphics(canvas, state, false)) { canvas.getgraphics().drawrect(tmp.x, tmp.y, tmp.width, tmp.height); canvas.getgraphics().drawline(tmp.x, tmp.y + start, tmp.x + tmp.width, tmp.y + start); Im Prinzip leitete sich jedes Shape von mxbasicshape ab und wird um Java 2D Elemente erweitert. Der Shape Container Wir erstellen in unserem itemset Projekt die folgende Klasse UseCaseItemSet.java: package de.hsos.koala.modules.usecase.itemset; import de.hsos.koala.modules.usecase.items.systemcontextshape; import com.mxgraph.canvas.mxgraphics2dcanvas; import com.mxgraph.model.mxgeometry; import de.hsos.koala.constants.koalapathconstants; import de.hsos.koala.palette.koalabasicitemset; public class UseCaseItemSet extends KoalaBasicItemSet { public void createvertexitems() { /** * Hinzufuegen eines Bildes als Element auf der Zeichenflaeche. */ String actorstyle = "image;image=" + KoalaPathConstants.SHAPE_PATH + "usecase/actorbig.png"; this.addvertexitem("akteur", null, "usecase/actor.png", actorstyle, "Akteur", new mxgeometry(0, 0, 50, 123)); /** * Hinzufuegen eines, von mxgraph, bereitgestellten Shapes. */ this.addvertexitem("nutzfall", null, "usecase/usecase.png", "ellipse", "Nutzfall", new mxgeometry(0, 0, 220, 110)); Handbuch für die Erweiterbarkeit Seite 5

7 /** * Hinzufuegen eines, selbst erstellten Shapes, welcher das spezielle Verhalten der mxswimlane erbt. */ mxgraphics2dcanvas.putshape("swimlane", new SystemContextShape()); this.addvertexitem("systemkontext", new SystemContextShape(), "usecase/systemcontext.png", "swimlane", "Systemkontext", new mxgeometry(0, 0, 300, 450)); Die Klasse UseCaseItemSet erweitert die KoalaBasicItemSet Klasse welche die Methode createvertexitems() vorgibt. Diese Methode wird vom Editor aufgerufen, was uns befähigt über den Aufruf von this.addvertexitem(...) der Palette weitere Items hinzuzufügen. Wie im Beispiel zu sehen, gibt es drei Möglichkeiten ein Paletten Item zu erstellen. Entweder über ein statisches Bild, ein Shape von JGraph oder unser selbst erstelltes Shape. User Objects User-Objects (Benutzer Objekte) sind eine sehr wichtige Komponenten innerhalb des Editors. Oft besteht der Wunsch an jeden Knoten und jede Kante ein spezielles Objekt anzuhängen. Diese Objekte werden genutzt um beispielsweise Knoten bzw. -Kanteneigenschaften zu speichern und um diese weiter zu verwenden. Beispielsweise UDL und JSF. Hier wurden Kontextmenüs implementiert um die Benutzer Objekte zu füllen. Ein User-Objekt kann jede Art von Objekt sein, wichtig dabei ist die Registrierung dieser Objekte. Für Kanten Objekte tun wir dieses in der newaction mit Hilfe der Methode addtransitionvalue(). Bei Knoten verhält es sich etwas anders. Hier muss das Objekt über die UseCaseItemSet Klasse innerhalb der addvertexitem() Methode hinzugefügt werden. Weitere Möglichkeiten Jedes Modul besitzt die Möglichkeit spezielle Anpassungen vorzunehmen. Am Beispiel der fertigen UDL und JSF Implementation ist auch die Möglichkeit eines Exports zu sehen. Den Möglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt, so bietet der Editor auch die Möglichkeit, eigens angepasste Context Menüs für Knoten und Kanten zu erstellen. Grundsätzlich gilt, jede weitere oder angepasste Konfiguration wird in der newaction registriert und über eine eigene Klasse beschrieben. Für einen eigenen Export besteht beispielsweise die Handbuch für die Erweiterbarkeit Seite 6

8 Möglichkeit die abstrakte Export Action zu erweitern und diese mit der setexportaction() Methode in der newaction einzubinden. Ein Blick in die vorhandenen UDL und JSF Module sowie in die abstractnewaction Klasse unter de.hsos.koala.actions lohnt sich immer um sich einen Überblick zu verschaffen. Handbuch für die Erweiterbarkeit Seite 7

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