Protokoll des 3. Netzwerktreffens NEUE WEGE FÜR JUNGS am September 2006 in Berlin

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1 Protokoll des 3. Netzwerktreffens NEUE WEGE FÜR JUNGS am September 2006 in Berlin

2 Protokoll des 3. Netzwerktreffens am September 2006 in Berlin Doro-Thea Chwalek begrüßt die Netzwerkpartnerinnen und partner in den Tagungsräumen der Bank für Sozialwirtschaft in Berlin und blickt auf ein erfolgreiches halbes Jahr zurück. Begrüßung durch die Projektleitung Neue Wege für Jungs Doro-Thea Chwalek Doro-Thea Chwalek begrüßt alle Netzwerkpartnerinnen und partner insbesondere diejenigen, die neu ins Netzwerk Neue Wege für Jungs hinzugekommen sind. Die Projektleitung knüpft an das Netzwerktreffen am Januar 2006 in Frankfurt an und erwähnt, dass die Anregungen der Netzwerkmitglieder von damals, mehr Zeit für informellen Austausch zu haben, aufgenommen wurden. Das Netzwerktreffen bietet den Austausch sowohl in den Workshops als auch informell am Abend an. Seit dem letzten Treffen im Januar 2006 im Paritätischen Bildungswerk in Frankfurt ist das Netzwerk Neue Wege für Jungs weiter gewachsen und hat derzeit 51 Mitglieder, die sich aktiv beteiligen. Durch eine gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit konnte sich Neue Wege für Jungs weiter bekannt machen und viele Aktivitäten im letzten halben Jahr realisieren: o Eine erfolgreiche Preisverleihung mit 25 Prämierten des 1. Wettbewerbs Fort- Schritte wagen! und Vergabe von drei Sachpreisen im Frühjahr 2006 o Rückblick zum erfolgreichen Girls Day Mädchen-Zukunftstag und den Jungenaktionen, die am stattfanden o Neue Materialien als wichtige Impulse für verschiedene Aktionen (Praxisleitfaden und Schulbroschüre) o die Entwicklung der dreiteiligen Posterreihe zum Einsatz für die pädagogische Arbeit und der Start der Posterkampagne Coole Jungs, o Vorbereitungen für die 2. Wettbewerbsrunde Fort-Schritte wagen! im November 2006 Doro-Thea Chwalek gibt einen kurzen Ausblick auf den Nachmittag und die Pressekonferenz im Bundespresseamt am nächsten Tag und weist darauf hin, dass am Abend die Möglichkeit zur informellen Austausch in der italienischen Gaststätte besteht. Netzwerktreffen sollen vor allem den Austausch und das Lernen von einander fördern, aber auch Gelegenheit bieten, Neues zu erfahren, so Doro-Thea Chwalek. 1

3 Das Projekt Neue Wege für Jungs ist in den letzten Monaten deutlich gewachsen, die neuen Netzwerkpartnerinnen und Netzwerkpartner stellten sich vor: Netzwerktreffen Neue Wege für Jungs in der Bank für Sozialwirtschaft in Berlin o Hans-Ulrich Pollaschke, Stadt Germering, Angebote für Jungen am Girls Day Mädchen-Zukunftstag o Christian Sieling, Jugendbildungswerk Kreis Offenbach, außerschulische Jugendbildungsarbeit o Daniel Georgi, Paritätisches Bildungswerk LV Brandenburg e.v., Projekt Aktion:sozial o Edith Golisch (mit Cornelia Golisch-Koch, Jugendhilfe Nordwestbrandenburg), Berufsbildungsstätte START GmbH Parchim, Projekt WINDOW o Niko Bittner, Pfunzkerle e.v., Projekte für Jungen zum Übergang Schule Beruf o Stefan Peter, Landesverband Soziokultur Sachsen e.v., Projekte zur geschlechtsbezogenen Arbeit o Hannah Wadepohl, Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim, Jungenangebote am Girls Day o Martin Titzck, Wendepunkt e.v., Angebote für Jungen zur Förderung der Identitäts- und Persönlichkeitsentwicklung o Matthias Kühne, Pro Mann Magdeburg, Boys Day Jungen-Zukunftstag o Stefan Kühne, DRK Jugendhilfe Kleine Marsch Bremen, Jungen-Aktionstag Bremer Jungs o Heike Hunneshagen, Ruhr-Universität Bochum, Projekt JIPPPP o Gabriele Wittrin und Stefanie Schmid, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen des Landes Brandenburg, Zukunftstag für Mädchen und Jungen o Edeltraud Hermann, Stadt Filderstadt, Boys Day Jungen- Zukunftstag o Verena Rauchfuß, Bildungswerk der Thüringer Wirtschaft e.v., Projekt FrITZI Derzeit engagieren sich insgesamt 51 Initiativen und Netzwerke im Projekt Neue Wege für Jungs. 2

4 S t a r t s e i t e 3. Netzwerktreffen Neue Wege für Jungs Präsentation Neue Wege für Jungs Christina Mersch präsentiert den aktuellen Stand des Projektes Neue Wege für Jungs und weist insbesondere auf die zweite Wettbewerbsrunde Fort-Schritte wagen! hin. Christina Mersch, Presse-Öffentlichkeitsarbeit, Neue Wege für Jungs Netzwerktreffen September 2006 Berlin Gefördert vom 2006 Kompetenzzentrum Technik Diversity Chancengleichheit.e.V. 3

5 Netzwerkkarte Netzwerk mit 52 Beteiligten (Stand Aug. 2006) Medienpräsenz Meldungen zum Netzwerkprojekt bzw. zum Boys Day Der Schwerpunkt der Berichterstattung lag auf Printmedien (81%), es folgten Online-Medien (17%) und Nachrichtenagenturen (2%). Die Berichterstattung über das Netzwerkprojekt und den Boys Day erreichte theoretisch 44 Prozent aller in Deutschland lebenden Personen einmal. 4

6 Medienpräsenz 2006 Regionale Tageszeitungen und Anzeigenblätter veröffentlichten am meisten (80%) Meldungen. Der Anzeigenäquivalenzwert lag bei knapp Euro. 83% der Meldungen bezogen sich auch auf den Girls Day Mädchen-Zukunftstag Angebote für Jungen werden häufig als Parallelveranstaltung genannt. Zeitraum der Berichterstattung: hauptsächlich Ende April Medienimage Das Medienimage ist positiv. Die Beteiligten des Netzwerkprojektes sind mit ihren positiven Äußerungen in den Medien die maßgeblichen Träger und Multiplikatorinnen des Images. Breite und dezentrale Ansprache der Öffentlichkeit Stärken 5

7 Medienimage Vergrößerung des Netzwerkes erhöht das Interesse der regionalen Medien und verstärkt somit auch die Berichterstattung Thematisierung der Ziele des Projektes und der dahinter stehenden Problematik sensibilisiert die Öffentlichkeit und kann weitere Unterstützer des Projektes mobilisieren Ansprache von Publikumszeitschriften Chancen Medienimage Starke Fokussierung der Berichterstattung auf den Boys Day als Parallelveranstaltung unterschlägt den Netzwerkgedanken und inhaltliche Aufstellung des Projekts Starke zeitliche Bindung an den Girls Day verengt den Fokus auf die allg. Berufswahlproblematik und weg von der Geschlechterproblematik allgemein Schwächen bzw. Risiken 6

8 Fachbeirat Fachbeirat besteht derzeit aus 13 Mitgliedern Sitzungen mit jeweiligen Schwerpunktthemen: Berlin Berlin Bonn Berlin Wissenschaftliche Begleitung Fragebögen für Jungen, Schulen, Veranstalterinnen und Veranstalter und Organisationen Verschickte Fragebögen: Jungen % Schulen ,5% Organisationen % Veranstalter % Qualitative Evaluation an 6 Standorten bundesweit 7

9 Wissenschaftliche Veröffentlichungen Expertise Posterkampagne Coole Jungs 8

10 Wettbewerb Fort-Schritte wagen! 2006 Wettbewerbsstart: 03. November 2006 Einsendeschluss: 29. Januar 2007 Wettbewerb Fort-Schritte wagen! 2006 Schirmherrschaft: Christoph Biemann Produzent und Moderator der Sendung mit der Maus 9

11 Gute-Beispiele-Datenbank über 60 Einträge stehen bereits als Recherchemöglichkeit zur Verfügung Ausblick 2006/2007 Veröffentlichung der Dokumentation der 25 prämierten Konzepte & Ideen des 1. Wettbewerbs (Herbst 2006) Relaunch der Website (November 2006) Preisverleihung des 2. Wettbewerbs (April 2007) Entwicklung eines Praxispakets (Mitte 2007) 10

12 Vortrag und Diskussion Dortmunder Studie: Schriftliche Befragung von Jungen im Alter von Jahren zur Selbstwahrnehmung, Beziehungsgestaltung, Freizeit und Schule Bünyamin Aslan, Universität Dortmund Institut für Soziologie Die aktuelle Studie, eine Faktorenanalyse von Frauen und Männertypen (1600 Jungen der Klassen 8-10 (Sek I) zwischen 14 und 16 Jahren wurden an Dortmunder Schulen befragt) zeigt keine wesentlichen Unterschiede oder Veränderungen zur Studie, die 1995 veröffentlicht wurde. Haupt- und Gesamtschüler haben ein männlicheres Bild von sich, die Jungen zeigen keinerlei Haushaltsverhalten. Jungen haben ein sehr positives Selbstbildnis. Woher kommt die positive Selbstdarstellung von Jungen? Jungen suchen nach der angepassten, treuen Kumpanin, ohne Widerspruch heutige Frauen passen nicht dazu. Die Dortmunder Studie wird im November 2006 veröffentlicht. Im Frühjahr 2007 ist eine weitere Studie zum Selbstbild von Jungen geplant. Es soll eine qualitative Studie mit Interviews von Jungen realisiert werden. Auf die Anmerkung Warum wird nicht geglaubt, dass es Jungen gut geht, sie zufrieden sind und ein gutes Verhältnis zu ihren Vätern haben? zum Vortrag von Bünjamin Aslan von Alexander Bentheim gab es folgende Antwort: Tatsache, dass kein emotionales Verhältnis zum Vater besteht (es wird z.b. nicht über persönliche Probleme gesprochen), widerspricht der Aussage, dass sie ein gutes Verhältnis zu ihren Vätern haben. 11

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27 Pressekonferenz und Start der Posterkampagne Coole Jungs Die Pressekonferenz zur Posterkampagne Coole Jungs fand am im Bundespresseamt statt, die Poster wurden durch Staatssekretär Gerd Hoofe veröffentlicht. Anschließend fand in den Tagungsräumen der Bank für Sozialwirtschaft ein Methodenworkshop mit Miguel Diaz, Projektkoordinator Neue Wege für Jungs und Rolf Tiemann vom Bremer Jungenbüro statt. Die Methoden für die Arbeit mit Jungen wurden nicht nur vorgestellt, sondern ganz praktisch in der Kleingruppe erprobt. Anregungen aus der Abschlussrunde: o Mehr Zeit für informelle Gespräche, Zeit zum Vernetzen: offiziell Zeit dafür einplanen o Vorgehensweise bei Eintagesveranstaltungen besprechen, praktische Tipps zur Organisation vorstellen o Materialien entwickeln: Frauenberufe vorstellen, soziale Kompetenzen verdeutlichen o Argumentationshilfen für Arbeitgeber, Lehrkräfte, Eltern und Schüler für Ausbildungsstellen erstellen, Arbeitgeber einladen, Perspektivenwechsel ermöglichen, Kontakt: Arbeitsministerium NRW Demographieberatung o Fortbildung Jungenarbeit anbieten (Methodenfortbildung) o Fortbildung Marketing Wie verkaufe ich mich und mein Produkt? o Vernetzung der sechs Landesarbeitsgemeinschaften auf Bundesebene durch das : Gezielter Austausch im Anschluss an ein Netzwerktreffen o Bedarfe von ins Netzwerk geben und beim nächsten Treffen gemeinsam in Kleingruppen bearbeiten, als Unterstützung des Netzwerkes für uns 26

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