Management-Weiterbildung im Gesundheitswesen

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1 Management-Weiterbildung im Gesundheitswesen Trier/ Luxemburg, Stand: 21. September 2003 Prof. Dr. Andreas J.W. Goldschmidt, IHCI im Fachbereich IV der Universität Trier Von: Prof. Dr. A. Goldschmidt Empfänger: An: Datum: Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen (... für MedCo) -> Welches ist der "richtige" Weg? Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, finde ich sehr gut, wenn dieses Thema diskutiert wird. Da Wettbewerb auch das "Geschäft mit der Aus- und Weiterbildung" belebt, finde ich es auch gar nicht schlecht, dass hierbei die Namen Dr. Braunschweig-Institut, European Business School (ebs) und VWA gefallen sind. Gab es vor etwa 5 Jahren gerade mal 4 MBA-Angebote in Deutschland, so gibt es mittlerweile über 120 Einrichtungen, die mindestens einen MBA-Abschluss im Angebot haben! Doch wie sieht es mit deren nationaler und internationaler Anerkennung und Zertifizierung aus? Was ist die persönliche Wertschöpfung aus diesem oder jenem Abschluß? Stimmt es, dass ein FH-MBA nicht für die Führungsriege bei einer Unternehmensberatung ausreicht (manager magazin 6/2003)? Unabdingbar und abhängig vom Wandel des Gesundheitswesens und seiner Arbeitswelt, stellt lebensbegleitende Qualifizierung gerade hier eine besondere Notwendigkeit dar. Es gibt aber nicht "die" richtige Lösung für eine die Medizincontroller/innen interessierende berufsbegleitende Weiterbildungsbildungsmöglichkeit. Selbst eine klare persönliche Lösung ist evtl. nicht ganz einfach zu finden. Übrigens ist dies in der AG Medizin Controlling der GMDS eine der wesentlichsten Punkte, die uns seit ihrer Gründung immer wieder beschäftigt hat: Professionalisierung und entsprechende Zertifizierung bzw. Diplomierung des Berufsbildes.

2 (1) Die Ausbildung für das Management - das MedCo befindet sich ja meistens auf der zweiten Managementebene - setzt bereits gewisse Mindesterfahrungen im Berufsleben voraus und kann m.e. keinesfalls in den Primärsektoren der Schule, Ausbildung oder im Grundstudium auf fruchtbaren Boden fallen (auch wenn manche Studenten glauben mögen, sie hätten bereits im ersten oder zweiten BWL-Semester "den Marschallstab im Tornister"). Der notwendige Praxisbezug bzw. Erfahrungshintergrund ist auch einer der wesentlichen Gründe, warum die Industrie insbesondere die exekutiven, also berufsbegleitenden Weiterbildungsmaßnahmen ihrer Mitarbeiter in aller Regel wesentlich höher einschätzt als die im Vollzeitstudium wahrgenommenen Weiterbildungsangebote. (2) Die drei wichtigsten Möglichkeiten zur Weiterbildung dürften zum einen die Berufsakademien (BA und VWA) sein, dann die (öffentlichen und privaten) Fachhochschulen und schließlich die (öffentlichen und privaten) Universitäten. Volkshochschulen etc. seien hier einmal aussen vor. Die Berufsakademien leisten hier seit vielen Jahren Hervorragendes, die Fachhochschulen sind deren Beispiel zunehmend gefolgt, die Universitäten haben hier noch einen großen Nachholbedarf. Die Essener Th. Goldschmidt AG hat übrigens 1907 die erste VWA (zunächst) für die Fort- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter gegründet (heute bereits etwa Hörer), aus der sich später die FOM (FH für Ökonomie und Management) als m.e. bislang größte deutsche, private und von der Wirtschaft gegründete FH gebildet hat (z.zt. etwa Hörer). Im Stufenkonzept zu Universitäten gibt es seitens VWA+FOM zahlreiche Anknüpfungspunkte zu Universitäten in ganz Deutschland. Im "Dreistufenmodell" der berufsbegleitenden Weiterbildung wird diese bis hin zur Ausbildung von Führungskräften angestrebt. (3) BA/VWA, FH, Universität? Wichtig ist es, zu seinen persönlichen Zielen auch das persönliche "Karriereprofil" zu definieren. Wenn dieses nicht nur Wissenserwerb sondern "erste Managementebene" lautet, so gilt es m.e. ggf. einen allgemeinen Trend auch in den Gesundheitsreinrichtungen zu beachten: Der Universitätsabschluss oder -MBA wird, auch bei gleicher sonstiger Leistung - und entgegen dem im öffentlichen Dienst weit verbreiteten Irrtum, dass in der Industrie diesbezüglich alles ganz anders sei - in aller Regel mit einem besseren Einkommen belohnt. BA/VWA-, FH-, Universität-Diplome oder -Master, -MBA und/oder ggf. Doktor-Titel wirken sich in aufsteigender Reihenfolge, also in Abhängigkeit von der Art der Bildungseinrichtung und/oder von der nationalen und ggf. internationalen Evaluation direkt auf den Geldbeutel der Betroffenen aus, da sie für Unternehmen u.a. auch einen gewissen Imagefaktor darstellen. In manchen Krankenhäusern, in denen das MedCo z.b. (noch) einem (nicht diplomierten und/oder nicht promovierten) Verwaltungsdirektor klassischer Prägung direkt unterstellt ist, können Titel - wie einzelne Erfahrungen von Medizincontrollern zeigen - aber auch kontraproduktiv sein. (4) Bei der Aus- und Weiterbildung ist auf die Qualität zu achten, und zwar nicht nur hinsichtlich des formalen inhaltlichen Angebotes, des fachlichen Kataloges bzw. Curriculums. Daher ist häufig Vorsicht vor sog. (Pseudo- )"Gütesiegeln" und "Zertifikaten" geboten. Wichtig sind Akkreditierung bzw. internationale Anerkennung z.b. eines entsprechenden Master of Business Administration (MBA) (... wenn das denn das professionelle Ziel sein soll). Durch die Akkreditierung soll die Spreu vom Weizen getrennt werden und ein Mindestmaß an Ausbildungsqualität und die Anerkennung im In- und/oder Ausland gewährleistet werden. Dabei handelt es sich also um eine Art Gütesiegel, früher nur für die Business Schools (diese haben, wie die z.b. die "ebs", in der Regel den Charakter von Fachhochschulen). (5) Wer seinen inhaltlich orientierten Weg in Richtung Diplom, Master oder was auch immer nach Sichtung des riesigen Marktes an Weiterbdildungsangeboten gefunden hat, der wird sich schließlich mit den Rahmen- und Randbedingungen beschäftigen müssen, wie z.b.:

3 Zertifizierung (welche? wer hat zertifiziert? ist die Zertifizierungsinstitution staatl. anerkannt?) Maßnahmen gegen den Unterrichtsausfall? Kontinuierliche kompetente Studierendenbetreuung? Präsenzzeiten, Zeitabfolge für die Unterrichtseinheiten? Finanzielle Rahmenbedingungen? etc. etc. (6) Abschließend sei gesagt, dass es zum Thema "Management Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen" im neuen "Management-Handbuch DRGs" des Hüthig-bzw. Economica-Verlags ein wirklich sehr ausführliches Kapitel mit vielen Aspekten, Details, vergleichenden Tabellen (z.b. zu vorhandenen Angeboten) und Grafiken zur exemplarischen Einarbeitung in dieses Thema gibt (auch als PDF-Download unter zu finden!). Unter dem Link und sind die Herausgeberangaben unter dem Zusatzlink/Zusatzfenster "u.a." noch alt, der Rest dürfte aber stimmen (Bestellanschrift, Preis, ISBN etc.). Da auch dieses Kapitel nicht der Weisheit letzter Schluss sein kann, wird es kontiniuierlich in dem Loseblattwerk überarbeitet und ggf. ergänzt. Für Anregungen dazu bin ich Ihnen jederzeit sehr verbunden. Mit besten Grüßen, Ihr Andreas Goldschmidt Prof. Dr. A. Goldschmidt - ENDE der - Im neuen, internationalen, berufsbegleitenden Weiterbildungsstudiengang "MBA HealthCare Management" der Universität Trierwerden die erforderliche Art, die Dauer, die Zulassungsvoraussetzungen, die angebrachten Unterrichtssprachen, die sinnvolle Teilnehmerzahl, das notwendige Lehrveranstaltungsangebot und dessen Inhalte wie folgt berücksichtigt: "Executive MBA HealthCare Management" ab 2004 an der Universität Trier, geplant in Kooperation mit Luxembourg (Institut IUIL), mit der Universität Marburg (Institut HCM) und der Universität Salzburg (University Salzburg Business School, USBS). Im Fachbereich IV (Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik, Informatik/Wirtschaftsinformatik) der Universität Trier wurde am das International Health Care Management Institut IHCI (Internationales Institut für Gesundheitsmanagement, Logistik und Wirtschaftsinformatik im Gesundheitswesen) gegründet. Hierfür wurde eine C4- Stiftungsprofessur für "Gesundheitsmanagement und -Logistik" mit Schwerpunkt Medizin- Controlling eingerichtet. Außerdem wurde eine Junior-Professur W1 für "Medizincontrolling und Wirtschaftsinformatik im Gesundheitswesen" zum besetzt (Fr. Dr. Sergl- Pommerening, Universität Mainz). Hier sinngemäß zehn wichtige Auszüge aus dem aktuellen Entwurf der Studien- und Prüfungsordnung: (1) Ziel des Weiterbildungsstudiums ist es, als postgraduales Weiterbildungsangebot und als Executive Master of Business Administration auf wissenschaftlicher Grundlage die erforderlichen analytischen Fähigkeiten sowie die notwendigen Handlungskompetenzen zu vermitteln, die für eine überdurchschnittlich erfolgreiche Tätigkeit als Führungskraft im Gesundheitswesen erforderlich sind. Mit dem "Executive Master of Business Administration (MBA) in HealthCare Management" soll ein Beitrag zur Personal- und Organisationsentwicklung im Gesundheitssektor geleistet werden. Er strebt eine Verbesserung der Management-Ausbildung für Führungskräfte in Institutionen des öffentlichen und privaten Gesundheitswesens an. Ziel des Weiterbildungslehrgangs "Executive Master of Business Administration (MBA) in HealthCare Management" ist es auch, angehende Top-Führungskräfte auf ihre Rolle als Entscheidungsträger vorzubereiten.

4 (2) Zielgruppe des Weiterbildungsstudienganges sind Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen bzw. alle Berufsgruppen des Gesundheitswesens nach ihrem Studien- oder vergleichbaren Abschluss, die nach einer Zeit von in der Regel zwei Jahren beruflicher Erfahrungen ein Weiterbildungsstudium aufzunehmen beabsichtigen. Dieses Weiterbildungsstudium richtet sich aber auch an Führungskräfte in verantwortungsvollen Positionen, die ihre Kompetenzen mit neuen Methoden und Ideen ergänzen wollen. (3) Nach Maßgabe verfügbarer Plätze beträgt die Gruppengröße ca. 25 Personen und soll die Anzahl von 30 Studierenden nicht überschreiten. Übersteigt die Zahl der Studienwerber die Zahl der Studienplätze je Aufnahmetermin, muss ein Reihungsverfahren durchgeführt werden. Grundlage des Reihungsverfahrens sind die berufliche Qualifikation, der Studienerfolg, die Ergebnisse des Aufnahmegespräches sowie die Reihenfolge des Einreichens der Bewerbungen. (4) Die Ausbildungsphilosophie des "Executive Master of Business Administration (MBA) in HealthCare Management" richtet sich an folgenden Methoden aus: - Intensive Lernmodule mit Präsenzunterricht und direkt anschließenden Prüfungen; - Praxisorientierte Anwendungsfälle sowie eine Praxisarbeit im eigenen Umfeld der Studierenden; - Berufsbegleitende Studiumsgestaltung unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Studierenden zu den Entscheidungsträgern des Gesundheitswesens gehören; - Unterstützende Angebote aus dem Internet, das als Lernplattform genutzt wird. (5) Der internationale Charakter des Lehrganges soll auch durch entsprechend ausgewiesene Professoren und praxiserfahrene Professionals, einen internationalen Teilnehmerkreis und einen Anteil von englisch geführten Lehrveranstaltungen sichergestellt werden. Unterrichtssprachen sind Deutsch und Englisch. (6) Der Studiengang ist berufsbegleitend und umfasst vier Semester. Die Lehrveranstaltungen finden in geblockten Lehrgangsmodulen statt. Pro Semester ergibt sich eine Präsenzpflicht von etwa 4 Wochen, die sich auf 2 Blöcke von jeweils 2 Wochen verteilen. Vorgesehen sind sieben bis acht etwa zweiwöchige Präsenzblöcke. Weitere Details regelt die Studien- und Prüfungsordnung. Die einzelnen Module werden an unterschiedlichen - auch ausländischen - Veranstaltungsorten eingerichtet. Hinzu kommen vertiefende Studien, die mittels internetbasierten Lernens (e-learning) im Umfang von 2 Semesterstunden vermittelt werden sollen. Der erste Studiengang soll im Oktober 2003 beginnen. Der Studiengang beginnt gemäß der derzeitigen Planung spätestens nach dem Abschluss des ersten Studienganges jedes Jahr im Wintersemester. Das Studium schließt nach zwei Jahren (vier Semestern) mit der Master Thesis und deren Verteidigung ab. (7) Das Studienprogramm umfasst die drei Pflichtfächer (Fachgebiete) Management, Rechtliche Grundlagen und Gesundheitswesen sowie ein Wahlpflichtfach. Zur Anrechnung der Studienleistungen wird das European Credit Transfer System (ECTS) verwendet. Mit diesen Punkten wird der relative Anteil des mit den einzelnen Lehrveranstaltungen verbundenen Arbeitspensums bestimmt (d.h. Anzahl Vortragsstunden, aber auch Selbststudium, Komplexität des Themas etc). (8) (Anrechnung:) Studienzeiten, Studien- und Prüfungsleistungen werden ohne Gleichwertigkeitsprüfung angerechnet, wenn sie an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule in der Bundesrepublik Deutschland in einem Studiengang erbracht wurden, dessen Studieninhalte zu dem Curriculum des Weiterbildungsstudienganges fachliche Zusammenhänge aufweisen. (9) (Berufspraxis:) Einschlägige berufspraktische Tätigkeiten werden angerechnet. (10) (Voraussichtliches) Entgelt: Für den Besuch des Weiterbildungsstudiums haben die Teilnehmer ein Entgelt gemäß der Entgeltordnung zu entrichten. Das Entgelt wird unter Berücksichtigung der tatsächlichen Kosten des Lehrgangs kalkuliert und jährlich überprüft und ggf. neu festgesetzt.

5 Folgende Hinweise finden Sie im Internet unter -> IHCI-Logo Stand: 21. September 2003 Anschrift des IHCI: IHCI Fachbereich IV, Universität Trier Internationales Health Care Management Institut WIP (Wissenschaftspark Trier-Petrisberg) Sickingenstrasse 98 (Geb. 002, DG) D T r i e r Kontakt/Lehrstuhlinhaber, geschäftsführende Leitung: Univ.-Prof. Dr. Andreas Goldschmidt Tel.: /-4161 (Fr. G. Kalicki), Fax: -4170/-4171, und Kontakt während des Umbaus im Wissenschaftspark ggf. auch ggf. auch über: (1) Univ.-Professor Dr. Dietrich Dickertmann, Prodekan des Fachbereichs IV der Universität Trier, Universitätsring 15, Trier, Tel./Fax: / -3968, (2) über das Dekanat Tel./Fax : / (Fr. Benz) MBA HealthCare Management-Informationen: * MBA HCM-Infos (PDF-Download) (132 kb) * Studien-/Prüfungs-Ordnung (PDF-Download) (48 kb) * Management-Weiterbildung im Gesundheitswesen 9/2003 (PDF-Download) (ca. 2,2 MB!) - Beitrag von Goldschmidt+Krings zum Thema "Management Aus- und Weiterbildung im Gesundheitswesen". Aus: Markus Beck, Prof. Dr. Andreas J.W. Goldschmidt, Andreas Greulich, u.a. (Hrsg.): Management Handbuch DRGs. Loseblattwerk im Ordner. 1. Auflage ISBN ,00 bei Fortsetzungsbezug. Hüthig-Verlag, jetzt Economica: Lage des IHCI: Lage_des_IHCI_(Fb_IV_der_Univ_Trier)_ab_ PDF (1,4 MB!) -> Lageplan IHCI Anfahrtspläne zum IHCI: Fahrt_vom_Hauptbahnhof-Trier_zum_IHCI_ab_ PDF (171 kb) -> Anfahrtsplan vom Hbf Fahrt_vom_Univ-Campus_Trier_zum_IHCI_ab_ PDF (92 kb) -> Anfahrtsplan vom Campus -> Achtung! Ggf. wegen Umbauarbeiten für die Landesgartenschau 2004 gesperrt! Fahrt_vom_A602-Autobahn-Anschluss_zum_IHCI_ab_ PDF (223 kb) -> Anfahrtsplan AB (1) Fahrt_(2)_vom_A602-Autobahn-Anschluss_zum_IHCI_ab_ PDF (105 kb) -> Anfahrtsplan AB (2) -> Achtung! Ggf. wegen Umbauarbeiten für die Landesgartenschau 2004 gesperrt!

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