Aufschaltbedingungen für Brandmeldeanlagen

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1 Stadtverwaltung Halle (Saale) Halle, Dezember 2005 Geschäftsbereich III / Fachbereich 37 AZ: Fachbereich Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst Ressort 1 Team Vorbeugender Brandschutz Aufschaltbedingungen für Brandmeldeanlagen 1. Antragstellung Der Antrag zur Aufschaltung einer Brandmeldeanlage (BMA) in der Leitstelle des Fachbereiches (FB) Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst (BKR) Halle (im folgenden Leitstelle) ist rechtzeitig, jedoch mindestens 28 Tage vor dem beabsichtigten Termin, vom Betreiber über die Fa. Siemens Building Technologies GmbH & Co.oHG, Region Ost, Niederlassung Berlin, Nonnendammallee 101, D Berlin, Telefon: zu stellen. 2. Allgemeine Betriebsbedingungen 2.1 Der FB BKR betreibt eine Feuermelde-Empfangseinrichtung als Konzessionsanlage. Der Anschluss von Brandmeldeanlagen hat durch den Konzessionär, Fa. Siemens Building Technologies GmbH & Co.oHG, Region Ost, Niederlassung Berlin, Nonnendammallee 101, D Berlin, Tel , zu erfolgen. Verbindlichkeiten zwischen dem Konzessionär und dem Betreiber sind durch einen Vertrag zu regeln. BMA und deren Anlagenteile müssen vom VdS zugelassen sein. Die Errichtung und Inbetriebsetzung darf nur von Fachkräften entsprechend DIN erfolgen. Nach Auslösen des Alarmzustandes der BMA ist sicherzustellen, dass der Fernalarm (Brandalarm) an die Feuerwehr automatisch weitergeleitet wird. Der Fernalarm der BMA ist über eine Alarmübertragungsanlage (AÜA) weiterzuleiten (DIN 14675). BMA müssen den jeweils gültigen einschlägigen Bestimmungen und Anforderungen entsprechen. Insbesondere sind das zur Zeit: DIN VDE 0833 Teil 1 - Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall DIN VDE 0833 Teil 2 - Gefahrenmeldeanlagen für Brand, Einbruch und Überfall Festlegungen für Brandmeldeanlagen DIN EN 54 - Brandmeldeanlagen Anschbd 05 1

2 DIN Feuerwehr-Bedienfeld für Brandmeldeanlagen DIN Brandmeldeanlagen VdS Richtlinien für automatische Brandmeldeanlagen BMA müssen betriebssicher erhalten werden. Der Betreiber der BMA trägt alle Kosten, die durch Betrieb und Instandhaltung der Anlage entstehen Änderungen oder Erweiterungen der BMA müssen bei der Planung mit dem Team Vorbeugender Brandschutz des FB BKR abgestimmt werden. Nach Abschluss der Arbeiten ist eine Abnahme erforderlich Auf Verlangen des FB BKR ist der Betreiber der BMA verpflichtet, auf seine Kosten alle Änderungen oder Ergänzungen vornehmen zu lassen, die zur Verhinderung von Störungen und im Interesse der zuverlässigen Funktionssicherheit sowie der notwendigen Einheitlichkeit der BMA erforderlich sind. Die Aufschaltung wird von der Erfüllung aller Forderungen abhängig gemacht Wenn sich während des Betriebes wiederholt Unregelmäßigkeiten oder Störungen an der BMA zeigen, die zu vermeidbaren Fehlalarmierungen führen, behält sich der FB BKR geeignete Maßnahmen vor. Dies können sein: Überprüfung der BMA Verrechnung des Einsatzes von Kräften und Mitteln Unterbrechung der Aufschaltung in der Leitstelle Die Wiederaufschaltung kann von Funktionsprüfungen einzelner Melder, einer Überprüfung der gesamten Anlage (Gutachten) bzw. der unverzüglichen Durchführung notwendiger Änderungen abhängig gemacht werden Eine Funktionsprüfung der BMA mit Auslösung des Hauptmelders darf nur im Einvernehmen mit dem FB BKR erfolgen Der gewaltlose Zutritt im Alarmfall zu allen mit Brandmeldern bzw. mit selbsttätigen Löschanlagen geschützten Räumen ist rund um die Uhr sicherzustellen. Dies kann außer einer ständig besetzten Stelle (Pförtner o.a.) auch durch ein installiertes Feuerwehr - Schlüsseldepot und dem darin zu deponierenden Generalschlüssel realisiert werden. Anschbd 05 2

3 2.7. Spätestens bei der Abnahmen ist vom Betreiber mindestens ein verantwortlicher Mitarbeiter mit Name, Funktion und Telefonnummer schriftlich zu hinterlegen, der im Bedarfsfall zu jeder Tages- und Nachtzeit zu erreichen ist. Sollte durch Nichtgewährleistung dieser Forderung ein zusätzlicher Mehraufwand entstehen, ist der FB BKR berechtigt, diese dem Betreiber der Anlage zu berechnen. 3. Brandmeldezentrale (BMZ) 3.1. Der Hauptfeuermelder ist als bauliche Einheit zusammen mit der Brandmeldezentrale sowie dem Feuerwehrbedienfeld in einem leicht auffindbaren und für die Feuerwehr jederzeit zugänglichen und ausreichend beleuchteten Raum am Zugang für die Feuerwehr, in der Regel im Erdgeschoß, unterzubringen. Der Zugang zur Brandmeldezentrale ist mit einer roten Blitzleuchte kenntlich zu machen Zur Vermeidung von Falschalarmen muss der Betreiber der BMA vor Beginn von außergewöhnlichen betrieblichen Vorgängen, wie z. B. Schweißarbeiten, den betroffenen Meldebereich für die Zeit der Arbeiten abschalten. Für diese Zeit sind Kompensationsmaßnahmen (z.b. Brandwache) festzulegen. Hinsichtlich der Vermeidung von Falschalarmen können BMA mit automatischen Brandmeldern in der Betriebsart TM* (BMA mit technischen Maßnahmen) sowie PM** (BMA mit personellen Maßnahmen) zur Vermeidung von Falschalarmen betrieben werden. TM*, PM** - gemäß DIN VDE * Betriebsart TM: Verifizierung des Alarmzustandes wie - Alarmzwischenspeicherung: der Brandmeldezustand wird erreicht, wenn nach einer max. Verzögerungszeit von 10 sec die Brandkenngröße noch ansteht; - Zweimelderabhängigkeit; - Zweigruppenabhängigkeit. komplexe Bewertung von Brandkenngrößen, wie - Vergleich von Brandkenngrößenmustern; - Einsatz von Mehrfachsensormeldern. ** Betriebsart PM: Bei der Überprüfung des Alarmzustandes durch Personen wird die Weiterleitung von Brandmeldungen an eine hilfeleistende Stelle verzögert. Dabei müssen die nachfolgenden Bedingungen eingehalten werden: - Die Verzögerung darf nur während der Zeit der Abwesenheit von Personen wirksam sein. - Die Quittierung der einlaufenden Meldungen muss innerhalb von 30 sec erfolgen. Anschbd 05 3

4 - Ohne Quittierung muss die Meldung spätestens nach 30 sec weitergeleitet werden. - Die maximale Erkundungszeit darf nach der Quittierung 3 min betragen. - Bei Eingang einer weiteren Meldung während der Erkundungszeit muss die Übertragungseinrichtung unverzögert angesteuert werden. - Das Einschalten der Verzögerung der Weiterleitung darf nur manuell möglich sein; das Ausschalten muss automatisch erfolgen, wobei die Möglichkeit des manuellen Ausschaltens zusätzlich gegeben sein muss. In der BMZ ist zur Dokumentation aller Betriebsvorgänge ein Drucker einzubauen, eine Einzelmelderkennung wird verlangt. 4. Feuerwehrbedienfeld (FBF) 4.1. Das FBF muß im selben Raum in unmittelbarer Nähe der Brandmeldezentrale untergebracht sein. Wobei die Bedienstelle der Brandmeldezentrale und des FBF ohne Standortänderung des Bedienenden einsehbar, gut bedienbar und frei zugänglich sein müssen Das Schloss (Halbzylinder) für das FBF wird durch die Fa. Kruse geliefert oder durch den FB BKR zur Verfügung gestellt. Die Kosten gehen zu Lasten des Betreibers der Anlage Die Benutzung des Feuerwehrbedienfeldes ist nur den Mitarbeitern des FB BKR vorbehalten. Den Instandhaltungsfirmen kann im Einvernehmen mit dem FB BKR die Benutzung ermöglicht werden. 5. Feuerwehr - Laufkarten 5.1. Feuerwehr - Laufkarten sind entsprechend der DIN nach 10.2 zu fertigen Als zusätzliches Einsatzhilfsmittel kann im speziellen Fall ein Tableau (in der Regel Lageplan - Tableau) gefordert werden. Das Tableau ermöglicht aufgrund der graphischen Darstellung des Überwachungsbereiches (Leuchtmelder) dem Betrachter ein schnelles, differenziertes Erkennen des Meldeortes. Das Lageplan - Tableau muß alle markanten Punkte der baulichen Anlage eindeutig erkennen lassen (z.b. Außenwände, Brandwände, Treppenräume, Flure etc.) und am Feuerwehrzugang angebracht sein. Der Standort des Betrachters ist eindeutig zu kennzeichnen. Anschbd 05 4

5 5.3. Aus einsatztaktischen Gründen kann die Erstellung von Feuerwehrplänen nach DIN verlangt werden. Je nach Erfordernis sind die Feuerwehrpläne an der Brandmeldezentrale zu hinterlegen und/ oder dem FB BKR zu übergeben Beim Einsatz eines graphikfähigen Druckers ist im Einzelfall mit dem FB BKR abzustimmen, welche der unter 5 genannten Pläne entfallen können. 6. Feuerwehr Schlüsseldepot ( FSD ) 6.1. Voraussetzung für die Erteilung einer Freigabe zum Erwerb eines Doppelbartumstellschlosses ist ein formloser, schriftlicher Antrag. Dieser ist zweckmäßigerweise beim FB BKR abzugeben, um dabei gleich die notwendige Detailabsprache zu tätigen. Zum Betrieb des FSD wird zwischen dem Betreiber und dem FB BKR eine Vereinbarung geschlossen Das FSD ist am Zugang zum Gebäude bzw. der Einrichtung entsprechend den Einbauvorschriften des VdS und nach vorheriger Absprache mit dem FB BKR zu installieren. Der Standort des FSD ist mit einer gelben Rundum- oder Blitzleuchte zu kennzeichnen Aus einsatztaktischen Gesichtspunkten ist nur ein Schlüssel (Generalschließung) im FSD zu deponieren. Die Deponierung ist zu protokollieren Im FSD ist ein Doppelbartumstellschloss (Fa.Kruse) einzubauen. Die Schließung Halle wird durch den FB BKR eingebracht. 7. Wartung und Instandhaltung 7.1. Für BMA, die auf die Empfangszentrale der Feuerwehr in der Leitstelle aufgeschaltet werden, ist ein Instandhaltungsvertrag abzuschließen. Die Instandhaltung der BMA muss nach den Anforderungen der in der DIN VDE , DIN VDE sowie der DIN14675 erfolgen. Anschbd 05 5

6 7.2. Vor Beginn von Arbeiten, Änderungen an der BMA bzw. Abschaltung der Übertragungseinrichtung zur Leitstelle, ist die Leitstelle zu benachrichtigen. Im Objekt/Gebäude ist rechtzeitig durch geeignete alarmorganisatorische Maßnahmen sicherzustellen, dass im Brandfall eine unverzügliche Alarmierung der Feuerwehr erfolgen kann Die einmal jährlich vorgeschriebene Wartung und die vierteljährlichen Inspektionsarbeiten sowie alle Vorkommnisse in der BMA sind fortlaufend in einem Betriebsbuch (an der BMZ hinterlegt) zu dokumentieren. 8. Schlußbestimmungen 8.1. Erforderliche Detail- und Vorabsprachen sind mit dem Team Vorbeugender Brandschutz des FB BKR zu führen Bei der Endabnahme der BMA ist dem Mitarbeiter des FB BKR eine Kopie des Installationsattestes für Brandmeldeanlagen (BMA), VdS - Druckstück Nr und 2310, zu übergeben Nicht erfüllte Absprachen, die zur Beanstandung führen und das Aufschalten verzögern, gehen nicht zu Lasten des FB BKR Der FB BKR behält sich vor, die Aufschaltung von der Einhaltung der Aufschaltbedingungen für BMA abhängig zu machen Technische Änderungen bzw. Neuerungen, die von diesen Aufschaltbedingungen abweichen, sind grundsätzlich mit dem FB BKR abzustimmen und ihm ggf. zur Genehmigung vorzulegen. Anschbd 05 6

7 Der kostenlose Download von über 200 TAB s (technische Anschlussbedingungen für Brandmeldeanlagen) wird Ihnen zur Verfügung gestellt von: Unternehmensberatung Wenzel Beratung und Zertifizierung DIN Dipl.-Ing. Stephan Wenzel Flößerstr Gaggenau Tel.: Fax: Jede TAB erhalten Sie inhaltlich und sachlich komplett unverändert, lediglich diese beiden Infoseiten wurden angehängt.

8 FAX an: 0700 / Unternehmensberatung Wenzel Dipl.-Ing. Stephan Wenzel Flößerstr. 22, Gaggenau Telefon: 0700 / Internet: Angebot Beratung DIN EN ISO 9001 und DIN Angebot Zertifizierung DIN EN ISO 9001 und DIN Newsletter DIN geänderte/neue TAB verfügbar: Ich suche eine individuelle Lösung und bitte um Rückruf. Ort/Datum: Stempel/Unterschrift: Firma: Abteilung Ansprechpartner Straße PLZ, Ort Telefon Fax Homepage

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