Braucht jeder Patient eine pharmazeutische Betreuung?

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1 Braucht jeder Patient eine pharmazeutische Betreuung? Carole Kaufmann, MSc(Pharm) Pharmaceutical Care Research Group & Kantonsspital Baselland, Klinische Pharmazie

2 Das Problem [1] Wiesner C. Dissertation. Universität Basel,2001. [2] Eichenberger PM, et al. Pharm World Sci2010;32(3): [3] Williams EI., et al. BMJ 1988 Sep 24;297(6651): [4] Schlienger R.G., et al. Pharm World Sci 1999;21(3):

3 Klinische Pharmazie Definition «Die klinische Pharmazie ist jener Teilbereich der Pharmazie, der die Entwicklung und Förderung einer angemessenen, sicheren und ökonomischen Anwendung von Arzneimitteln zum Ziel hat.» «Im Spital versteht man unter klinischer Pharmazie die patientenorientierten pharmazeutischen Tätigkeiten auf den Pflegeabteilungen in interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den anderen Fachpersonen.»

4 Klinische Pharmazie Nutzen Patientenbezogen Medikationsfehler Unerwünschte Arzneimittelereignisse (ADEs) Unerwünschte Arzneimittelreaktionen (ADRs) Therapietreue, Patientenwissen Verwendung der geeigneten Medikation Kaboli PJ, et al. Arch Intern Med 2006;166: Ökonomisch Zusammenfassung der relevanten Literatur von 1996 bis 2000 Total: 16 Studien Zeigen ein Kosten Nutzen Verhältnis von durchschnittlich 1:4.68 Schumock GT, et al. Pharmacotherapy 2003;23(1),

5 Klinische Pharmazie Für wen? Braucht jeder Patient eine pharmazeutische Betreuung? Wie finden wir die Patienten, welche am meisten profitieren?

6 HARM Studie Hospital Admissions Related to Medication Retrospektive Studie, Screening von ungeplanten Spitaleinweisungen. Begünstigende Faktoren von vermeidbaren medikamentenassoziierten Hospitalisationen. Beeinträchtigte Gedächtnisfunktion 4 oder mehr Komorbiditäten Abhängige Lebenssituation Eingeschränkte Nierenfunktion Mangelnde Therapietreue Polypharmazie Leendertse AJ, et al. Arch Intern Med 2008;168(17):1890 6

7 Wer ist Risikopatient? Frau C, 1930, Polymedikation, Femur Fraktur Frau A, 1970, einfache Fraktur, guter Allgemeinzustand Herr B, 1950, St. n. CVI, davor keine Medikamente Herr D, 1920, unterernährt, dement

8 Von der Idee zu den Risikofaktoren [1] Fink A, et al. AJPH 1984;74: [2] Campbell SM, et al. J Clin Pharm Ther 2001;26(1):5 14.

9 28 Risikofaktoren

10 Und nun?

11 Anforderungen an ein Screeningtool Praktikabel Einfach & schnell durchführbar in der täglichen Praxis Ausführbar durch den Patienten D.h. Verständlich für medizinische Laien

12 Nutritional Risk Screening Kondrup J, et al. Clin Nutr 2003; 22:

13 28 Risikofaktoren

14 DART (Drug Associated Risk Tool)

15 DART (Drug Associated Risk Tool)

16 DART Validierung Wie zuverlässig ist ein Self Assessment? Korrelation Patientenaussagen klinische Daten Abgleich der Patientenantworten aus dem DART mit Informationen aus Patientenakte Labor Validierter Fragebögen

17 DART Validierung Micromental Test Diagnoseliste Patientenakte

18 DART Validierung Abgleich der Patientenantworten mit bekannten validierten Fragebögen (BMQ, Morisky) Horne R, et al. J Psychosom Res 1999;47:

19 DART Validierung Abgleich der Patientenantworten mit bekannten validierten Fragebögen (BMQ, Morisky) Morisky DE, et al. J Clin Hypertens 2008;10:

20 Ausblick Sind die gesammelten Risikofaktoren aussagekräftig? Korrelation Patientenaussagen/Risikofaktoren klinische Outcomes

21 Ein Screening Tool hilft die Risikopatienten zu identifizieren. Pharmazeutische Betreuung vermindert arzneimittelbezogene Probleme. Arzneimittelbezogene Probleme sind häufig.

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