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2 Seite 3 von 7 Alleinerziehende Eine weitere Problemgruppe bilden die Alleinerziehenden, hauptsächlich Frauen. Hierzu zählen ledige, geschiedene oder verwitwete Mütter, die oft keine Ausbildung haben oder ihren Beruf in der Ehe zurückgestellt haben und jetzt von Rente oder Pension leben. Die Väter dagegen gehören zu einer höheren Einkommensklasse. Über die sozialen Beziehungen Alleinerziehender gibt es verschiedene Meinungen. Weiterhin gibt es keine ausreichenden infrastrukturellen Rahmenbedingungen, d.h. Kindertagesstätten, so dass die Alleinerziehenden von Sozialhilfe leben müssen, was in die Armut führt. Auch die Wohnsituation ist schwierig, da eine Wohnung oft zu groß und damit zu teuer ist, wenn der Partner ausgezogen ist und das Sozialamt nur noch einen Teil der Miete übernimmt. Durch eine Rückkehr in den Beruf oder eine nachgeholte Ausbildung, könnte die Armut verlassen werden. Gesellschaftliche Ursachen für Einkommensprobleme sind die Benachteiligung durch das Steuerrecht, die Zahlung für Kinderbetreuung, die in einigen Fällen unregelmäßigen Unterhaltungskosten des ehemaligen Partners und die Gesellschaftsideologie Erläutere den Bereich Armut und Überschuldung (Definition, Entwicklung, Ursachen)! Eine Person ist dann überschuldet, wenn von ihrem Einkommen nach Abzug von festen Verbindlichkeiten wie z.b. Miete, Versicherung etc. und der Tilgung von Krediten und Zinsen die übrig bleibenden finanziellen Mittel nicht ausreichen, um eine Lebensführung finanzieren zu können. Dies führt zu einer neuen Verschuldung, die wieder abgezahlt werden muss und so weiter. Gründe für diese Entwicklung sind einmal Banken und Händler, die für Kreditaufnahme werben (z.b. bei Immobilien, Autos, Elektronik), die aber zu Beginn der Verschuldung die Kreditwürdigkeit nicht hinreichend überprüfen. Weitere Gründe sind Lebensrisiken, die für die heutige Zeit typisch sind und nach Eintritt die Finanzsituation stark ändern, so z.b. Arbeitslosigkeit oder Trennung bzw. Scheidung vom Lebenspartner. Welche Auswirkungen hat Armut für Psyche und Verhalten der Betroffenen? Bei Arbeitslosigkeit folgt auf den Schock der Armut zuerst eine optimistische Phase, dann jedoch der Pessimismus. Es gibt Geldsorgen, man langweilt sich, hat ein verringertes Selbstwertgefühl und damit sinkende Aussichten auf neue Arbeit, was schließlich im Fatalismus enden kann. In den USA hat ein 1-%iger Anstieg der Arbeitslosenrate auch einen Anstieg von Suizid, Verbrechen, Einweisungen in Psychiatrien und Inhaftierungen sowie steigenden Alkoholismus zur Folge. Folgen der Armut sind Krankheiten, die gezwungene Aufgabe der Eigenständigkeit und somit Kontrollverluste, Minderwertigkeitsgefühle und eine Veränderung der sozialen Beziehungen (Arbeitskollegen, Freunde, Familie). Es entsteht die Gefahr, dass die Betroffenen in Kriminalität oder Drogenkonsum abgleiten. Um Rabatte zu bekommen, brauchen sie einen Sozialausweis, womit durchaus eine (zumindest subjektiv empfundene Diskriminierung verbunden sein kann. Es haben jedoch auch die Kinder darunter zu leiden, dass sie in Kino, Urlaub und Geschenken gegenüber Freunden und Mitschülern ausgegrenzt sind und somit zu Außenseitern werden, was seelische und physische Folgen hat. Nenne wichtige strukturelle Ursachen für Armut! Ursachen für Armut sind Krankheit, zu geringes Einkommen oder zu geringe Rente, Tod des Ernährers oder Trennung und Arbeitslosigkeit. Auch psychische und intellektuelle Defizite und Süchte können indirekte Verursacher sein.

3 Seite 4 von 7 Erörtere, inwieweit auch individuelle Verantwortung eine Rolle spielt! Leute müssen in Versicherungen einzahlen (Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung etc.) private Vorsorge (Rücklagen durch Spareinkommen etc.) gute Ausbildung und Verlässlichkeit bei der Arbeit Stellenabbau nicht vom Einzelnen beeinflussbar Mitgliedschaft in Gewerkschaften Eigenes Bemühen um einer Verbesserung der Lebenssituation Sozialstaat Definition Der Sozialstaat sorgt für einen sozialen Ausgleich bei der Bevölkerung, z.b. durch Linderung der Einkommensunterschiede durch Steuern, Kindergeld, Sozialhilfe). Weiterhin sorgt er für eine Soziale Sicherung, z.b. durch Renten-, Pflege-, Arbeitslosen-, und Krankenversicherung. Dies funktioniert nach dem Solidaritätsprinzip. Soziale Sicherung Wie sind Arbeitslose finanziell abgesichert?/ Erläutere den Begriff der Sozialhilfe! Vom Bruttolohn werden Lohnsteuer und die Sozialabgaben für die Sozialversicherung, die jeweils 1:1 von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt werden, abgezogen. Hinzukommen gegebenenfalls weitere Abzüge, wie Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag. Das Übriggebliebene ist der Nettolohn. Seit dem 1. Sozialhilfe für Erwerbsfähige und deren Angehörige ersetzt. Die wohl bisher umfassendste Sozialreform in Deutschland seit dem Bestehen der Bundesrepublik hat in dieser Leistung Arbeitsuchen durch Bundesagentur für Arbeit und kommunale Träger diese Leistung. Die Leistung ist der Höhe nach weitgehend identisch mit der Sozialhilfe und setzt sich wie diese zusammen aus einer Regelleistung (bis 1. Juni 2006: West-Länder sowie Berlin: 345,00 - Juni 2006 einheitlich in ganz Deutschland angemessenen Kosten der Unterkunft und Heizung, ggf. Mehrbedarfszuschlägen und einmaligen Beihilfen. Menschen, die zuvor einen höheren Betrag an Arbeitslosengeld erhalten haben, können bis zu 2 Jahre lang einen Zuschlag zum Arbeitslosengeld II erhalten. Hinzu kommen ggf. Regelsätze für Kinder bis zum 14. Geburtstag in Höhe von 60 % und ältere Haushaltsangehörige in Höhe von 80 % des Eckregelsatzes (Paare erhalten je 90 % des Eckregelsatzes), die Miete und Heizkosten für die Wohnung, gegebenfalls Mehrbedarfszuschläge (für Alleinerziehende, Schwangere, chronisch Kranke und andere) sowie einmalige Beihilfen bei Schwangerschaft und Geburt, für Erstausstattungen an Bekleidung, Möbeln und Hausrat, sowie für mehrtägige Klassenreisen.

4 Seite 5 von 7 Wie die Sozialhilfe ist auch das Arbeitslosengeld II abhängig von Einkommen und Vermögen. Beim Vermögen gelten jedoch deutlich höhere Freibeträge als in der Sozialhilfe. Zudem ist der Rückgriff des Sozialamts auf Unterhaltspflichtige eingeschränkt: Menschen ab 25 (unter 25 mit abgeschlossener Berufsausbildung) können das Arbeitslosengeld II elternunabhängig erhalten, wenn sie darauf verzichten, Unterhaltsansprüche gegen ihre Eltern geltend zu machen ( 33 Abs. 2 SGB II). Empfänger von Arbeitslosengeld II sind, sofern keine Familienversicherung im Sinne des 10 SGB V besteht, in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, die Beiträge übernimmt der Leistungsträger. Personen, die Leistungen nach dem SGB XII beziehen, werden nicht pflichtversichert. Sofern keine Pflichtversicherung (z. B. über eine versicherungspflichtige Beschäftigung) besteht, werden die fälligen Beträge für die freiwillige Weiterversicherung die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung als Bedarf berücksichtigt. Personen, die nicht krankenversichert sind, können Leistungen nach dem 5. Kapitel SGB XII (Hilfen zur Gesundheit) erhalten; hier besteht seit dem 1. Januar 2004 die Möglichkeit der Meldung an eine Krankenversicherung; die Krankenkasse leistet im Rahmen des Betreuungsverhältnisses wie für reguläre Mitglieder gesetzliche und satzungsgemäße Leistungen, die Kosten trägt das Sozialamt ( 264 SGB V). Sollte Hartz IV in der jetzigen Form beibehalten werden? Der eine Problembereich ist der Kostenfaktor, der zur Staatsverschuldung führt. Hartz IV soll ein optimales Gleichgewicht für die Grundbedürfnisse der Hartz IV-Empfänger bewirken, was aber oft nicht geschieht. Manche Empfänger erhalten einen Ausgleich durch Schwarzarbeit, was zu einem Steuerausfall führt und wiederum zur Staatsverschuldung, wodurch dann auch wieder die Sozialhilfe reduziert werden muss. Hartz IV-Empfänger können zu einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung herangezogen werden. Die -Euro- mit Beträgen zwischen 1 ieder an Arbeit heran zu führen und für den Arbeitsmarkt attraktiver zu machen und richtet sich besonders an Langzeitarbeitslose. Oft wird kritisiert, dass durc -Euro- -Eurozu besetzen. Der zweite Problembereich liegt darin, dass Hartz IV unter den Niedriglöhnen liegen muss, da sich die Arbeitslosen sonst für Hartz IV entscheiden (Lohnabstandsgebot). Außerdem sollte es eine Möglichkeit geben, dazuzuverdienen, ohne dass der Staat alles kassiert, so dass ein fließender Übergang von Hartz IV zur Vollzeitarbeit erreicht werden kann.

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