inspire Magazin für moderne Zutrittslösungen #01/2015

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1 inspire Magazin für moderne Zutrittslösungen #01/2015 REPORT: INDUSTRIELLE WERKE BASEL TECHNIK: XS4 SOFTWARE PROACCESS SPACE TECHNIK: SALTO MOBILE SOLUTIONS EINBLICKE: PRODUKTION IWB Wasserkraftwerk Birsfelden Basel; Bild: IWB/Christian Flierl

2 02 Die neuen SALTO Mobile Solutions erlauben die nahtlose Einbindung von Smartphones in Zutrittslösungen

3 EDITORIAL 03 Vielseitig Der Duden definiert vielseitig u. a. mit viele Dinge beherrschend und verschiedene Fähigkeiten besitzend. SALTO hat sich seit seiner Firmengründung genau darauf spezialisiert. Aus diesem Ansatz hat sich ein Portfolio entwickelt, das nahezu allen Zutrittsanforderungen in Gebäuden gewachsen ist, weil eine große Auswahl an Produkten und Technologien alltägliche wie auch spezielle Einsatzzwecke abdeckt. Das führt zu einem außergewöhnlich breiten Spektrum realisierbarer Lösungen. Einige davon stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe unseres Partnermagazins inspire vor. Sie reichen von einem verkabelten Online-Zutrittssystem über eine komplexe und mit anderen Gewerken verknüpfte Online-/Offline-Lösung bis hin zu einer kleinen, aber höchst effektiven wie effizienten SVN-Anwendung. Referenzobjekte sind dabei u. a. eine Bäckereizentrale, eine Industrieanlage mit teils derben Einsatzbedingungen und eines der exklusivsten Hotels in den Alpen. Wie SALTO trotz seiner überschaubaren Unternehmensgröße eine solche Vielfalt produzieren kann, erklären wir gleich am Anfang dieser Ausgabe auf den Seiten 6 und 7. Sie erhalten hier einen kleinen Einblick in die Abläufe und Organisation der Fertigung und werden sich anschließend wahrscheinlich nicht mehr wundern, warum die kleinste Losgröße bei SALTO 1 ist. Lassen Sie sich inspirieren! Axel Schmidt Geschäftsführer SALTO Systems Deutschland Urs Keller Geschäftsführer SALTO Systems Schweiz

4 04 INHALT Bild: GHM/Reto Guntli Bild: IWB/Mathias Leemann 30 32

5 INHALT 05 INHALT UNTERNEHMEN 03 Editorial 06 Einblicke Produktion 08 News 15 Veranstaltungen REPORTS/KURZREPORTS 16 Industrielle Werke Basel (CH) 20 Drei-Ähren-Bäckerei, Zella-Mehlis (DE) 24 Hotel The Chedi Andermatt (CH) 28 Hotel Scandic Berlin (DE) 29 Gewerbe- und Bürozentrum Wien-Mitte (AT) TECHNIK 30 XS4 Software ProAccess SPACE 32 SALTO Mobile Solutions Impressum Herausgeber SALTO Systems GmbH Schwelmer Straße Wuppertal Deutschland SALTO Systems AG Werkhofstraße Eschlikon Schweiz Redaktion Hagen Zumpe (V. i. S. d. P.) Bildquellen alle: SALTO Systems, außer, wo entsprechend vermerkt TERMINE 34 Messen/Kongresse

6 06 EINBLICKE PRODUKTION REGIONALE WERTSCHÖPFUNG ALS SCHLÜSSEL ZUM ERFOLG Dass wir es schaffen, so viele Einheiten eines so breiten Portfolios zu produzieren, und das in so kurzer Zeit und mit den hohen SALTO Qualitätsstandards, macht mich am meisten stolz, freut sich Santiago Estevas. Der Produktionsleiter von SALTO erklärt auch, warum: Viele unserer Prozesse bestehen aus manueller Fertigung. Die schwierigste Aufgabe dabei besteht darin, all diese Schritte in einem Produktionssystem zu koordinieren. Maximale Anpassung an Kundenwünsche SALTO legt großen Wert darauf, eine der vielfältigsten wenn nicht sogar die vielfältigste Produktpaletten im Zutrittsmarkt anzubieten und gleichzeitig die Anzahl der produzierten Einheiten eines Produkts nicht zu limitieren. Die niedrigste Losgröße, die wir produzieren, ist 1. Wir wollen die größtmögliche Individualisierung erreichen, um die Anforderungen unserer Kunden am besten zu erfüllen, erklärt Santiago. Vertriebsmitarbeiter können daher Produktversionen nach Kundenwünschen konfigurieren, auch wenn es sie zuvor noch nicht gegeben hat. Sobald eine Bestellung im System hinterlegt ist, beginnt die Planung des Einkaufs und der Produktion. Um die zeitnahe Herstellung zu bewerkstelligen, braucht es entsprechend abgestimmte Prozesse. Das heißt, die Produkte werden bis zu der Stufe, bis zu der die meisten Varianten sich gleichen, vorgefertigt. Die finale Herstellung erfolgt schließlich nach der Bestellung. Das bedeutet zugleich, dass die Arbeiter verschiedene Produktionsschritte beherrschen müssen, um dieser Flexibilität gewachsen zu sein. Derzeit beschäftigt SALTO 40 Mitarbeiter in der Fertigung, die jeweils für eine Produktlinie ausgebildet sind, innerhalb dieser jedoch flexibel zum Einsatz kommen. Sie gelten daher erst nach etwa einem Jahr als vollständig ausgebildet. Unsere Arbeiter erhalten selbstverständlich auch Boni, allerdings nicht auf Basis von Mengenzielen, sondern von Qualitätszielen, fügt Santiago hinzu. Passend zu dieser Philosophie setzt SALTO in der Produktion auf die 5S-Methode (im deutschen Sprachraum mitunter 5A genannt). Dabei handelt es sich um ein japanisches System der Arbeitsplatzgestaltung. Im Kern geht es darum, alles sauber und ordentlich zu halten sowie Abläufe stetig zu optimieren. Da wir die Dinge immer besser machen wollen, schauen wir konstant nach entsprechendem Potenzial. Ein Beispiel dafür sind unsere wöchentlichen Meetings mit Arbeitern und Führungskräften, um über Qualitätsthemen und Produktivität zu diskutieren. Wir nutzen natürlich auch Business-Intelligence-Werkzeuge. Und die enge Santiago Estevas, Produktionsleiter SALTO Systems

7 EINBLICKE PRODUKTION 07 Verknüpfung der Abteilungen Forschung & Entwicklung, Qualitätsmanagement und Produktion trägt ebenfalls dazu bei, unterstreicht Santiago. Aufgrund des starken Wachstums von SALTO wurde im letzten Jahr die Produktionsfläche während des laufenden Betriebs erweitert. Das neue Areal bietet nun 40 Prozent mehr Platz für die Fertigung und beinhaltet sowohl ein Quadratmeter großes automatisiertes Warenlager als auch ein komplett neues Testlabor mit doppelt so großer Fläche wie der Vorgänger. Das Warenlager ist ein Highlight, da es neben der effizienten Lagerung von Teilen und Halbprodukten auch die schnellere Abfertigung von Lieferungen ermöglicht. Seit dem Ausbau besitzt SALTO eine Produktionskapazität von rund Einheiten pro Jahr. Lokale und regionale Zulieferer Die meisten Lieferanten von SALTO stammen aus Europa. 80 % der Wertschöpfung werden im Umkreis von 100 Kilometern der Zentrale von SALTO erzielt, 50 % sogar innerhalb von 25 Kilometern. Mit diesem Ansatz haben wir eine wirklich integrierte Lieferkette realisiert und können auf höchstem Niveau die Koordination von Design, Produktion und unseren Zulieferern sicherstellen. Außerdem und das ist eine Kernanforderung bei SALTO erreichen wir auf diesem Weg die beste Qualität, ist Santiago überzeugt. Von den Zulieferern wird erwartet, dass sie ein Qualitätsmanagement nach ISO 9000 betreiben und eine Reihe von Anforderungen erfüllen hinsichtlich Service, Qualität, Verpackung, Dokumentation etc. Ein konstant hohes Niveau bei den Themen Qualität und Service ist die Voraussetzung, um ein SALTO Lieferant zu bleiben. Wir evaluieren jährlich jedes Unternehmen und seine Leistung, fügt Santiago hinzu. Viele von den derzeitigen Zulieferern arbeiten schon seit der Gründung des Unternehmens mit SALTO zusammen, eine Beendigung erfolgt nur aufgrund von anhaltenden Qualitätsproblemen oder wenn sich Technologien ändern. Ein Beispiel sind Federn, die immer kleiner werden. Mittlerweile haben wir dafür einen Lieferanten aus der Schweiz, wo Kompetenz und Erfahrung mit diesen Teilen wegen der Uhrenindustrie sehr ausgeprägt ist. Grundsätzlich fokussiert sich SALTO auf regionale und europäische Zulieferbetriebe, weil diese Zusammenarbeit mit höherer Qualität und, dank der geografischen Nähe, mit sicherer Logistik einhergeht. Die elektronischen Bauteile werden 15 Kilometer von unserer Zentrale entfernt hergestellt. Mit unserem Anspruch an Qualität und unserer Just-in-time-Fertigung ist eine Herstellung in China nicht vereinbar, resümiert Santiago. Die Produktionsabteilung ist sehr dezentralisiert, wodurch Eigenverantwortung und Flexibilität gestärkt werden. SALTO beschäftigt mehr als 40 Arbeiter in der Fertigung, die von drei Produktlinienmanagern geleitet wird, welche selbst aus der Fertigung stammen. Im neuen Warenlager arbeiten 15 Beschäftigte und ein Teammanager. Das Management setzt sich aus weiteren sechs Personen zusammen, die für den Einkauf, die Produktionsplanung, die Erstellung von Arbeitsanleitungen, die Optimierung der Fertigungsprozesse sowie die Automatisierung von Arbeitsprozessen zuständig sind. Geleitet wird die Abteilung von Santiago Estevas, der COO von SALTO ist. Er besitzt einen Master in Ingenieurwissenschaften und einen Master of Business Administration (MBA). Vor seiner Zeit bei SALTO war er als Projektmanager für den spanischen Werkzeughersteller Bellota in Mexiko und als Systemanalyst für SAP-Produktionsplanung bei Deloitte Consulting in Chicago tätig. Santiago ist Chief Operating Officer (COO) von SALTO sowie einer der Gründer und Mitinhaber des Unternehmens. Wir wollen die größtmögliche Individualisierung erreichen, um die Anforderungen unserer Kunden am besten zu erfüllen. Santiago Estevas, Chief Operating Officer (COO) SALTO Systems Das automatisierte Warenlager trägt zu effizienteren Abläufen bei Fertigung und Versand bei

8 08 NEWS KURZ VORGESTELLT VERTRIEBSTEAM IN DER SCHWEIZ ERWEITERT # SALTO Mitarbeiter im Kurzporträt Maren Knappe Alter: 41 Position: Marketing und Leitung Vertriebsinnendienst bei SALTO Deutschland Aufgaben: Messe- und Eventorganisation, Auftragsabwicklung mit Schwerpunkt Hotellerie, Organisation und Verwaltung Prospekt- und Werbematerial Im Innendienst liegt mein Fokus darauf, unsere Partner bestmöglich zu betreuen, was u. a. zeitnahe Reaktion, umgehende Bestellung und Unterstützung bei Komplikationen einschließt. Im Marketing geht es mir vorrangig um einen professionellen Auftritt von SALTO auf Messen und Kongressen, wozu ich u. a. eine pünktliche Abwicklung und passgenaue Ausstattung für das Standpersonal zähle. Catherine Stäheli Alter: 29 Position: Logistik und Administration bei SALTO Schweiz Aufgaben: Abwicklung der Kunden- und Partneraufträge, Bestellung bei Lieferanten, Versenden der Ware Ich lege besonderen Wert darauf, Partneranfragen so schnell wie möglich kompetent zu beantworten und bei Bestellungen den bestmöglichen Termin abzuklären und zu bestätigen. # David Wuffli, René Mogy und René Dietrich: neue Kunden- und Projektberater bei der SALTO Systems AG David Wuffli (45) ist für den Vertrieb der SALTO Lösungen in der Westschweiz verantwortlich. Zu den Aufgaben des Ingenieurs HTL gehören die Unterstützung der Partner sowie die Akquise neuer Projekte in der Region. Wuffli blickt auf 15 Jahre Erfahrung in der Bau- und Sicherheitsbranche zurück. Zuletzt war er als Kundendienstleiter für die Stadt Lausanne bei Schindler Aufzüge beschäftigt, davor neun Jahre als Leiter der Niederlassung Westschweiz bei Assa Abloy und drei Jahre als Leiter der Niederlassung Lausanne bei Securiton. René Mogy (53) ist neuer Verkaufsingenieur für die Nordwestschweiz. Sein Fokus liegt auf dem Objekt- und Projektgeschäft sowie der Kunden- und Partnerbetreuung. Der Eidg. dipl. Verkaufskoordinator verfügt über langjährige Erfahrung im Verkauf komplexer Lösungen in den Bereichen Security, Automation, Zutrittskontrolle und Türengineering. Mogy war zuvor als Berater im Objektgeschäft bei Assa Abloy Schweiz sowie Alpiq InTec Ost tätig. René Dietrich (47) ist neu als Verkaufsingenieur für die Region Mitte zuständig. Zu seinen Schwerpunkten zählen die Forcierung des Objektgeschäfts und der Ausbau der Partnerbetreuung in diesem Gebiet. Der Eidg. dipl. Handelsreisende bringt mehr als 24 Jahre Erfahrung in der Sicherheitsbranche mit. Vor seinem Engagement bei SALTO war er u. a. bei SEA, Dom, Eschmann und Delay Beschläge als Technischer Verkaufsberater, Filialleiter und Außendienstmitarbeiter beschäftigt.

9 NEWS 09 PRODUKTMANAGEMENT ERHÄLT VERSTÄRKUNG VERTRIEBSORGANISATION BEI CLAY AUSGEBAUT # Michael Unger: neuer Vice President Produktmanagement in der Unternehmenszentrale von SALTO Michael Unger (43) fungiert in seiner neuen Stellung als Schnittstelle zwischen Entwicklung und Marketing. Er wird das Produktportfolio weiterentwickeln, maßgeblich in die Ausarbeitung der Spezifikationen von Produkten und die Priorisierung von Entwicklungsprojekten eingebunden sein sowie als relevante Quelle für interne und externe Produktinformationen dienen. Der studierte Betriebswirt (Wirtschaftsuniversität Wien) kommt von EVVA, wo er 24 Jahre in unterschiedlichen Bereichen und Positionen tätig war. Gestartet hat er in der Produktion als Stellvertreter der Betriebsleitung für den Bereich IT wechselte er in den neu gegründeten Bereich Produktmanagement und trug hier die Verantwortung für die SALTO Produkte innerhalb der EVVA-Gruppe. Zuletzt war Michael Unger Leiter des Produktmanagements und somit für das gesamte Portfolio der elektronischen, mechanischen und DIY- Produkte zuständig. SALTO gewinnt mit Michael Unger nicht nur einen ausgewiesenen Kenner des Marktes, sondern auch einen Experten der SALTO Produktlinie sowie mechanischer Sicherheitstechnik. Er wird hauptsächlich von Wien aus arbeiten und ist Teil des Teams von Marc Handels, Vice President Marketing & Sales. # Christian Schmitz und Andreas Schulze: neues Vertriebsteam für Clay Christian Schmitz (32) ist seit 1. Dezember 2014 neuer internationaler Vertriebsleiter von Clay. Der Betriebswirt mit Schwerpunkt Technik/Maschinenbau verantwortet u. a. die Weiterentwicklung der Vertriebs- und Marketingstrategie der Echtzeit- Zutrittslösung Clay by SALTO. Darüber hinaus wird er gemeinsam mit den neuen Account Managern bei SALTO den Vertrieb über Fachpartner ausbauen und die Zusammenarbeit mit Distributoren forcieren. Zuletzt war Schmitz mehrere Jahre Sales Manager für elektronische Schließsysteme im Objektbereich für Burg-Wächter. Er ist am Hauptsitz von Clay Solutions B.V. in Amsterdam tätig. Andreas Schulze (46) ist seit 1. Februar 2015 neuer Account Manager Clay by SALTO in der Vertriebsregion DACH. Zu seinen Kernaufgaben zählen der Ausbau des Errichterund Distributorennetzes über mehrere Vertriebskanäle hinweg sowie die Qualifizierung und Vertriebsunterstützung der Partner im deutschsprachigen Raum. Er fungiert zugleich als Schnittstelle zwischen dem SALTO Außendienst und Clay. Der Werbe- und Industriekaufmann kommt ebenfalls von Burg-Wächter, wo er im technischen Vertrieb für den Fachhandel beschäftigt war. Schulze arbeitet in der deutschen Niederlassung von SALTO.

10 10 NEWS IHRE STIMME FÜR SALTO JustIN MOBILE KEY STRATEGISCHE PARTNER- SCHAFT GESCHLOSSEN # SALTO steht beim diesjährigen GIT Sicherheit Award mit seiner JustIN Mobile Key Lösung im Finale Zum dritten Mal in Folge hat es SALTO ins Finale der Abstimmung zum GIT Award geschafft. JustIN Mobile Key tritt in der Kategorie D Zutritt, Einbruch- und Perimeterschutz an. Die Abstimmung erfolgt entweder auf der Award-Website unter oder per mit der Nennung der Favoriten (einer pro Kategorie) an Die Wahl begann am 1. Juni 2015 und endet am 1. Oktober Die Verleihung der GIT Sicherheit Awards findet im November statt. Abstimmung GIT Award, 1. Juni bis 1. Oktober 2015: oder per an # SALTO und Maxxess integrieren Sicherheitslösungen SALTO und Maxxess haben eine tief gehende Zusammenarbeit vereinbart, die das SALTO Virtual Network (SVN) mit der Sicherheitsmanagement-Software efusion von Maxxess zusammenführt. Mit der efusion-plattform sind IP-basierte und vernetzte Sicherheitslösungen unter Einbeziehung von Zutrittskontrolle, Videoüberwachung, Einbruch- und Brandmeldesystemen, Freilandüberwachung und Gebäudemanagementsystemen möglich im Leistungsumfang stets den Anforderungen der Anwender angepasst. Maxxess ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Sitz in Südkalifornien und Niederlassungen in Großbritannien, Dubai und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die mehrfach ausgezeichnete IP-basierte Sicherheitsmanagement-Software efusion basiert auf einem offenen und umfassenden Ansatz. Dadurch erlaubt sie die Integration einer Vielzahl von Produkten und Systemen anderer Anbieter unterschiedlichster Gewerke. Lösungen von Maxxess finden sich weltweit in über Installationen.

11 NEWS 11 3 BRONZEMEDAILLEN BEI TITELKÄMPFEN # Martin Falch: erfolgreich im Sommer und Winter Martin Falch hat seine Medaillensammlung im vergangenen Sommer und Herbst weiter aufgestockt. Er belegte bei den Weltmeisterschaften im Cross-Triathlon in Zittau den 3. Platz, gewann ebenfalls Bronze bei den Europameisterschaften im Halbmarathon in Mallorca und erreichte beim Hochzeiger-Duathlon in Jerzens (Tirol) noch einmal den 3. Rang. Im letzten Winter belegte er zudem in der Gesamtwertung des alpinen Europacups im Slalom sowie in der Superkombination jeweils den 2. Platz in seiner Klasse. Die von SALTO Systems 2005 ins Leben gerufene Initiative free2move.org fördert weltweit den Behindertensport und unterstützt Teams sowie Sportlerinnen und Sportler im Training und bei Wettkämpfen. 4 SILBERMEDAILLEN BEI WELTMEISTERSCHAFT # Andrea Rothfuss: erfolgreich bei der Alpinen Skiweltmeisterschaft Andrea Rothfuss hat bei den Alpinen Skiweltmeisterschaften der Behindertensportler vom 4. bis 10. März 2015 im kanadischen Panorama (British Columbia) viermal Silber gewonnen. Die von SALTO Deutschland unterstützte Sportlerin belegte jeweils in der Abfahrt, im Super-G, in der Super-Kombination und im Riesenslalom den 2. Platz und trug somit wesentlich zum erfolgreichen Abschneiden der deutschen Mannschaft mit insgesamt 10 Medaillen bei. Martin Falch (rechts) bei der Siegerehrung der Cross-Triathlon-Weltmeisterschaft 2014 in Zittau Andrea Rothfuss mit ihren 4 WM-Medaillen Bild: Andrea Rothfuss Bild: Simon Pech

12 12 NEWS 5 JAHRE SALTO DEUTSCHLAND # SALTO Deutschland feiert in diesem Jahr sein 5-jähriges Firmenjubiläum. inspire hat sich mit Geschäftsführer Axel Schmidt über die Anfänge und wichtige Meilensteine unterhalten. Warum hat SALTO 2010 eine eigene Niederlassung in Deutschland gegründet? SALTO Systems war in Deutschland bereits seit dem Jahr 2002 mit einem Exklusivdistributor am Markt vertreten, welcher den Vertrieb aber sehr stark über den Baubeschlaghandel sowie Sicherheitsfachgeschäfte und Schlüsseldienste vorangetrieben hat. Der Vertriebskanal über Systemintegratoren, z. B. Siemens, Honeywell und Nedap, sowie Sicherheitserrichter war stark unterentwickelt. Hier hatten wir den richtigen Riecher, haben SALTO hervorragend platziert und den Marktanteil überproportional gesteigert. Was waren für dich damals die Gründe, bei SALTO anzufangen? Der erste telefonische Kontakt mit Marc Handels, Vice President Marketing & Sales, und das darauf folgende Meeting mit Marc Handels, Javier Roquero (CEO) und Juan Imedio (VP R&D) in Spanien war so intensiv, familiär und inspirierend, dass ich mich beim ersten Besuch in SALTO verliebt habe und das hält bis heute an. Das ganze Unternehmen hat mich verzaubert die Menschen, Produkte und die Region haben mich begeistert. Was ist dir vom Start am eindrücklichsten in Erinnerung geblieben? Auf einer Seite der Spirit von SALTO, der überall zu spüren war, und auf der anderen Seite die ungeheure Innovationskraft und das riesige Know-how, das von allen Mitarbeitern getragen wird. Beim ersten Meeting in Spanien hatte ich ein paar Produktideen erwähnt. Diese wurden dann von der Entwicklungsabteilung innerhalb von nur drei Wochen bis zu meiner Vertragsunterzeichnung als funktionsfähige Prototypen realisiert. Das war sehr beeindruckend. Wer waren neben dir die Mitarbeiter der ersten Stunde? Zur Büroeröffnung am 1. Oktober 2010 konnte ich Ute Nerger für den Vertriebsinnendienst und Bernd Jakob für die System- und Projektberatung in der Region Süd gewinnen. Zwei alte Hasen in der Branche, die perfekt passten. Dann kam Sebastian Pickert als Techniker dazu und am Jahresende war das Startteam mit Frank Adams für die Region Nord komplett. Welche Meilensteine gab es in den vergangenen 5 Jahren für SALTO Deutschland? Als Erstes die Security in Essen im Oktober 2010 mit einem wahnsinnigen Interesse an SALTO und einem Riesengedränge auf dem Stand. Dann das erste Großprojekt Evangelisches Krankenhaus Mülheim mit mittlerweile über Beschlägen, Zylindern und Lockern, das 2011 begann natürlich die Übernahme aller SALTO Vertriebsaktivitäten in Deutschland. Und Ende 2013 der Gewinn des größten deutschen Zutrittskontrollprojekts in Berlin mit mehr als Türen. Wie beurteilst du das heutige Standing von SALTO in Deutschland? Wir werden von all unseren Wettbewerbern und Marktbegleitern mindestens als die Nummer 2 in Deutschland gesehen. Das heißt, wir sind ganz vorn dabei. Mittlerweile sprechen uns große Endkunden direkt an, was eine Honoration unserer bisher geleisteten Arbeit darstellt. Von unseren Partnern wiederum werden wir als extrem zuverlässig anerkannt, was mich persönlich sehr stolz macht und die von Anfang an gelebte Firmenphilosophie von SALTO bestätigt. Intensiv, familiär und inspirierend. Axel Schmidt, Geschäftsführer SALTO Systems Deutschland

13 NEWS 13 ZUTRITTSPUNKTE SALTO SYSTEMS # WELTWEIT DEUTSCHLAND ÖSTERREICH LUXEMBURG SCHWEIZ 8 Seit der Gründung von SALTO Systems 2001 wurden weltweit mehr als Zutrittspunkte mit SALTO Technologie ausgestattet, davon über in Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz. Standorte: Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Kolumbien, Mexiko, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Slowakei, Spanien, Südafrika, Tschechische Republik, USA und Vereinigte Arabische Emirate

14 14 NEWS DISTRIBUTIONSPARTNER IN ÖSTERREICH # Der österreichische Markt nimmt für SALTO eine Sonderstellung ein. Denn hier arbeitet das Unternehmen eng mit dem Exklusivdistributor ESSECCA GmbH zusammen. inspire sprach mit Wilfried Hirmann, Geschäftsführer der ESSECCA, über die Eigenschaften des Unternehmens und seine Lieblingsprojekte. Herr Hirmann, mit welchen drei Eigenschaften würden Sie ESSECCA charakterisieren? Erfahren innovativ flexibel. Mit unserer jahrelangen Erfahrung im Bereich der elektronischen bzw. auch mechanischen Zutrittslösungen und aus den von uns bisher erfolgreich realisierten Projekten können wir unseren Kunden flexible ihren Bedürfnissen angepasste Zutrittskontrollen anbieten. Damit stellen wir die perfekte Kombination aus Sicherheit und komfortabler Anwendbarkeit im täglichen Ablauf sicher. Und wie passt SALTO in diesen Mix? SALTO ist das Herzstück unserer Lösungen. Die SALTO Produkte haben sich bei unseren Kunden bewährt und werden aufgrund ihrer Zuverlässigkeit bzw. hohen Qualität sehr geschätzt. Die SALTO Software ist einfach zu bedienen und bietet eine hohe Bandbreite individueller Einstellungsmöglichkeiten. ESSECCA hat auf Basis der SALTO Standardschnittstellen (SHIP, SALLIS) eine Integration in andere Anwendungen geschaffen, über welche bei Bedarf flexibel weitere kundenspezifische Anpassungen und Einbindungen vorgenommen werden können. Somit sind wir in der Lage, die Kundenanforderungen sehr individuell und bedarfsorientiert abzudecken. Sie vertreiben nicht nur die SALTO Produkte, sondern installieren sie auch. Warum? Wir sehen uns als Lösungsanbieter, der von der sicherheitstechnischen Beratung und der Systementwicklung über die Installation bis hin zur Wartung und permanenten Begleitung sämtliche Dienstleistungen erbringt. Damit veredeln wir die bewährten SALTO Produkte und können den Kunden auf dessen Wunsch einen Rundumservice zur Verfügung stellen. Wir sind damit der verlässliche Partner in allen Sicherheitsfragen für unsere Kunden. ESSECCA ist als Anbieter nicht nur auf Zutrittslösungen beschränkt. Welche Gewerke bieten Sie noch an und gibt es dabei auch Synergien mit SALTO? Neben den Zutrittslösungen bieten wir als Sicherheitsfachbetrieb auch Alarmanlagen auf Funkbasis oder verkabelt an. Unser Lösungsportfolio umfasst aber auch Videogegensprechanlagen und Videoüberwachungsanlagen. Ergänzend können wir unseren Kunden auf Wunsch auch mechanische Sicherheitslösungen bis hin zur kompletten sicherheitstechnischen Ausstattung (Motorschlösser, Fluchtwegterminals, Panikstangen, Türschließer etc.) auf Basis von definierten Türtypen anbieten. Mit diesem Gesamtpaket sparen unsere Kunden den Aufwand für die Koordination der Schnittstellen, welcher bei der Beauftragung mehrerer Lieferanten anfällt. Für uns ergeben sich Synergien in der Projektabwicklung, in der Montage und später auch bei der Wartung und dem Service. In Österreich verfügt SALTO über eine überdurchschnittlich große installierte Basis. Auf welche Projekte sind Sie besonders stolz? Wir haben in den letzten 15 Jahren etwa Zutrittsstellen elektronisch abgesichert. Damit gehören wir zu den Marktführern in Österreich. Stolz sind wir auf jedes einzelne Projekt: vom kleinen Bürohaus bis zum Großgebäude. Als herausragende Referenzprojekte möchte ich stellvertretend für viele andere die Wirtschaftsuniversität Wien, das Geschäftszentrum Wien-Mitte, das Finanzministerium, den Krankenanstaltenverbund, den DC Tower (höchstes Gebäude in Österreich) oder das T-Mobile Center erwähnen. Wir sehen uns als Lösungsanbieter. Wilfried Hirmann, Geschäftsführer ESSECCA GmbH

15 VERANSTALTUNGEN 15 MOBILE ZUTRITTSLÖSUNGEN FÜR HOTELS IM ZEICHEN DER VERNETZUNG # # Rückblick: HotelExpo 2./3. Februar 2015 in Berlin, HOGA Februar 2015 in Nürnberg und INTERNORGA März 2015 in Hamburg Selten hat eine Technologie so rasant Anklang im Markt gefunden wie mobile Zutrittslösungen auf Basis von Bluetooth Low Energy (BLE). Keine Veranstaltung vergeht, ohne dass sich die Mehrzahl der Anfragen genau darum dreht. So auch auf den drei Hotelmessen, auf denen SALTO Deutschland in diesem Jahr bereits ausgestellt hat. Im Mittelpunkt stand folgerichtig jeweils die neue JustIN Mobile Key Technologie für den Hotelzutritt via Smartphone. Damit erhalten Hotelgäste ihren Schlüssel auf ihr Smartphone egal, wo sie sich gerade befinden, können ihr Zimmer betreten, einchecken oder der Rezeption eine Nachricht hinterlassen. Der Datenaustausch erfolgt hochverschlüsselt und ist damit gegen Abhören und Kopieren gesichert. Details zu den neuen Smartphone-basierten JustIN Technologien finden Sie ab Seite 32 in dieser Ausgabe. Rückblick: Innosecure 22./23. April 2015 in Velbert-Heiligenhaus Die Innosecure präsentierte sich einmal mehr als Informations- und Vernetzungsplattform für Entwickler, Integratoren, Forschungsinstitute und Hersteller von Sicherheitstechnik. Dabei versteht sich die Veranstaltung explizit als Treiber einer stärkeren Zusammenarbeit unterschiedlicher Branchen wie Zutrittskontrolle, Automotive und IT. Ein zentrales Thema war in diesem Jahr der zunehmende Einfluss mobiler Technologien auf den Bereich der klassischen Sicherheitstechnik. Im Raum standen Fragen zur Architektur und Sicherheit von Cloud-basierten Lösungen, wie mobile Endgeräte in Zutrittslösungen eingebunden werden können, wie Geschäftsmodelle künftig gestaltet sein können und welche rechtlichen Konsequenzen das für Betreiber und Nutzer haben wird. Vorträge zu aktuellen Forschungsprojekten an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, z. B. zur akustischen Lokalisierung in Verbindung mit Videoüberwachungsanlagen oder Verriegelungstechnik mittels Formgedächtnistechnik, flankierten diese Themen. SALTO Deutschland zeigte passend zum Hauptthema nicht nur seine neuen mobilen Zutrittslösungen, sondern lobte darüber hinaus den mit 500 Euro dotierten Best- Paper-Award aus. Nach dem Votum der Teilnehmer überreichten Vertriebsleiter Marc Rentrop und Marketingmanager Hagen Zumpe den Pokal und Scheck an Johannes Roos von der Tuomi S.A. für seinen Vortrag NFC im Smartphone der Abschied von Mifare?. Zutritt per Smartphone mit SALTO JustIN Mobile Key Johannes Roos (2. v. r.) erhält den Best-Paper-Award Bild: schloss+beschlagmarkt/camillo Kluge

16 16 REPORT INDUSTRIELLE WERKE BASEL Bild: IWB/Simon Havlik Kehrichtverwertungsanlage Basel ZUTRITTSSICHERHEIT TROTZ FEINSTAUBGEFAHR Von der klassischen Büroumgebung bis hin zum extremen industriellen Einsatz die Zutrittslösung beim Basler Energieversorger IWB erfüllt die unterschiedlichsten Anforderungen Wir haben seit ca. acht Jahren SALTO im Einsatz, ursprünglich nur in der Verwaltung, erinnert sich Peter Berini, Leiter Instandhaltung & Sicherheit Betriebsgebäude bei IWB. Nachdem das mechanische Schließsystem in den Kraftwerken nicht mehr vom Hersteller unterstützt wurde, haben wir uns entschlossen, auch hier Elektronik einzusetzen. Hauptgründe waren die einfachere Schlüsselverwaltung und die größere Sicherheit im Fall von verlorenen oder gestohlenen Schlüsseln. Vor rund zwei Jahren fiel bei IWB die Entscheidung, bei der Identifikationstechnologie von LEGIC prime zu Mifare DESFire zu wechseln. Wir wollten mit der gleichen Karte neben der Zutrittskontrolle auch die Zeiterfassung sowie das bargeldlose Bezahlen an unseren Essensund Kaffeeautomaten ermöglichen klassische Multiapplikation eben. Wir haben uns für Mifare DESFire entschieden, weil die Chips kleiner und günstiger sind und es eine größere Auswahl an Produkten gibt, die damit funktionieren, begründet Berini die Entscheidung. Das elektronische System der ersten Generation musste wegen des Wechsels der ID-Technologie komplett ausgetauscht werden, weshalb IWB Mitte 2013 die Zutrittskontrolle neu ausschrieb. Für Peter Berini ein Projekt mit einem größeren Ausmaß. Für uns ging es nicht nur um den Wechsel der ID-Technologie, sondern gleichermaßen um die Aktualisierung und Ausweitung des gesamten Zutrittssystems. Im Endausbau werden wir neben der Verwaltung auch den kompletten Bereich Produktion/ Energie mit zwei Wasserkraftwerken und fünf Heizkraftwerken in einem dezentralen System verwalten. Nach der Ausschreibung und Submission erhielt erneut die SALTO Lösung den Zuschlag. Entscheidend waren ganz unterschiedliche Aspekte. Einerseits haben wir bereits sehr gute Erfahrungen mit dem System gesammelt, es läuft stabil und ist robust, auch unter widrigsten Bedingungen. Andererseits hat uns das einheitliche Erscheinungsbild der elektronischen Beschläge, Zylinder und Wandleser überzeugt. Darüber hinaus ist mit der

17 REPORT INDUSTRIELLE WERKE BASEL 17 OBJEKT Industrielle Werke Basel 4002 Basel (CH) SALTO PRODUKTE SALTO Virtual Network (SVN), Zutrittskontrollsystem auf Mifare DESFire-Basis XS4 Original Beschläge (716 Stück) XS4 GEO Zylinder (30 Stück) XS4 Original Wandleser (70 Stück) XS4 Locker, elektr. Spindschlösser XS4 Software ProAccess zum Anlegen und Verwalten der Zutrittsberechtigungen XS4 Codiergerät zum Personalisieren der Identmedien XS4 Programmiergerät für Offline-Komponenten XS4 Locker zur Leitersicherung Software eine effiziente und übersichtliche Berechtigungs- und Anlagenverwaltung möglich. Und nicht zuletzt waren und sind wir vom Engagement des Unternehmens sehr angetan. Wir haben immer sofort und umfassend Unterstützung bei Fragen oder Problemen erhalten. Das zeugt von Verlässlichkeit, der wir eine sehr hohe Priorität beimessen, erläutert der Sicherheitsmanager die Wahl von SALTO. Überdies erfüllt das Zutrittssystem auch alle technischen Anforderungen hinsichtlich der Integration der ID- Technologie wie auch einer dezentralen Berechtigungsverwaltung. Wir haben jetzt über das Unternehmen verteilt die gleichen Beschläge, Zylinder und Leser und mehr Anwendungen als zuvor integriert. Ein weiterer Vorteil ist, dass wir die Software weiter nutzen konnten und uns somit nicht in ein neues System einarbeiten mussten, freut sich Berini. Derzeit setzen die Industriellen Werke Basel 716 elektronische XS4 Original Beschläge von SALTO ein. Diese Wir haben immer sofort und umfassend Unterstützung bei Fragen oder Problemen erhalten. Das zeugt von Verlässlichkeit, der wir eine sehr hohe Priorität beimessen. Peter Berini, Leiter Instandhaltung & Sicherheit Betriebsgebäude IWB

18 18 REPORT INDUSTRIELLE WERKE BASEL sind an allen Büro- und Zwischentüren der Verwaltung und Kraftwerke installiert. Außerdem finden sie sich an Lagerräumen, IT-Räumen, den Zugängen zu Werkstätten, zum Chemikalienlager, Maschinenräumen, Magazinen und Garderoben. Sie verrichten auch in extrem schmutzbelasteten Räumen zuverlässig ihren Dienst, erklärt Berini. In unserem Müllbunker befindet sich Staub, der feiner ist als Mehl die elektronischen Beschläge funktionieren dennoch einwandfrei. Wir haben das ganz normale Zubehör für die Außenmontage verwendet: eine Gummidichtung. Neben den Beschlägen verwendet IWB 70 XS4 Online-Wandleser an den Haupteingängen, rund 30 elektronische XS4 GEO Zylinder an Glastüren, z. B. von Besprechungsräumen, und einige XS4 GEO Cam Lock Zylinder für die Sicherung von Schranktüren. Eine besondere Lösung hat sich Berini für die Leitersicherung ausgedacht. Wir haben spezielle Bügel angefertigt und als Schloss den XS4 Locker angebracht. Auf diese Weise ist immer nachvollziehbar, wer wann an welchem Ort eine Leiter entnommen hat. Davor kam es das eine oder andere Mal vor, dass Leitern verschwanden. Das ist jetzt vorbei. Da Peter Berini laut Behördenauflage zu jedem Zeitpunkt wissen muss, wie viele Personen sich auf dem Betriebsgelände aufhalten, um im Gefahrenfall zielgerichtete Rettungsmaßnahmen einleiten zu können, nutzt er die Online-Wandleser an den Eingängen zur Anwesenheitsdokumentation. Dafür hat er je einen Einund Ausgangsleser an den Eingängen installiert, jeweils farblich unterschiedlich markiert. Die Anwesenheitsübersicht ist auch der Grund, weshalb IWB getrennte Hard- und Software für die Zeiterfassung einsetzt. Denn die Werkstätten dürfen auch privat genutzt werden. Dann ist zwar keine Buchung in der Zeiterfassung nötig, aber die Anwesenheit muss dennoch dokumentiert sein. In den meisten Fällen befinden sich daher die Lesegeräte der Zeiterfassung direkt neben den Ausgangslesern. Das Management der Zutrittslösung übernimmt die Software ProAccess von SALTO. Die Organisation erklärt Berini so: Wir verwalten mit dem System über Benutzer. Über die Mandantenfunktion haben wir das Management der Zutrittsberechtigungen dezentralisiert, d. h., ich übernehme die Berechtigungen für die Kraftwerke und ein Kollege kümmert sich um die Berechtigungen für die Unternehmenszentrale. Das Schöne daran ist, dass wir unterschiedliche Philosophien umsetzen können. In der Produktion gibt es z. B. keine persönlichen Rechte, sondern nur Rechte für Personengruppen, in die Nutzer zugeordnet werden. Damit vereinfachen wir die Berechtigungsverwaltung ungemein. In unserer Hauptverwaltung wiederum gibt es deutlich mehr Einzelberechtigungen. Das lässt sich mit der Software problemlos umsetzen. Die Handhabung der Software ist trotz der Komplexität des Systems laut Berini einfach. Ich habe mir die nötige Zeit zur Einarbeitung genommen. Daher komme ich sehr gut damit zurecht. Eine weitere Sonderlösung stellt die Verknüpfung der Zutrittskontrolle mit der Unterweisungssoftware sam* von Secova dar. Externe Mitarbeiter müssen eine obligatorische Online-Schulung absolvieren, wenn sie das Betriebsgelände betreten wollen. Über eine Standardschnittstelle ist diese Software mit ProAccess verbunden, wodurch nur dann ein Ausweis ausgestellt wird, wenn der Betreffende die Schulung durchlaufen hat. Industrielle Werke Basel (IWB) ist das Unternehmen für Energie, Wasser und Telekommunikation der Region Basel. IWB besitzt und betreibt dafür alle notwendigen Anlagen zur Verteilung und Speicherung sowie zur Qualitätskontrolle. Dazu gehören fast Kilometer Leitungen für Energie und Trinkwasser. Bis 2017 kommen Kilometer Glasfaserleitungen dazu. Kunden von IWB sind über Haushalte, kleinere und mittlere Unternehmen sowie Industrie und Verwaltung in Basel und Umgebung. Als selbstständiges Unternehmen im Besitz des Kantons Basel-Stadt beschäftigt IWB bei einem Umsatz von 789 Millionen CHF rund 800 Mitarbeitende. XS4 GEO Zylinder sichern die Besprechungsräume XS4 Original Wandleser als Ein- und Ausgangsleser

19 REPORT INDUSTRIELLE WERKE BASEL 19 Bild: IWB/Mathias Leemann Aschenbunker der Kehrichtverwertungsanlage Basel XS4 Original Beschläge sichern die diversen Werksbereiche XS4 Original Wandleser am Eingang des Besucherzentrums

20 20 REPORT DREI-ÄHREN-BÄCKEREI

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