Aktien & Co. Ein Streifzug durch die Welt der Wertpapiere und die Geschichte des Kapitalismus

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1 Öffnungszeiten Dienstag und Mittwoch von Uhr ISBN: Aktien & Co. Ein Streifzug durch die Welt der Wertpapiere und die Geschichte des Kapitalismus Telefon Fax Wertpapierwelt Baslerstrasse 90 CH-4600 Olten Aktien & Co. Ein Streifzug durch die Welt der Wertpapiere und die Geschichte des Kapitalismus

2 Aktien & Co. Ein Streifzug durch die Welt der Wertpapiere und die Geschichte des Kapitalismus Stiftung Sammlung historischer Wertpapiere (Hg.)

3 Texte Dagmar Schönig und Thomas Fenner, Wertpapierwelt Fachliche Beratung Jakob Schmitz, Düsseldorf Lektorat BMP Translations AG, Basel Ausstellungsgestaltung Gina Moser Ausstellungsdesign, Zürich Gestaltung Bernet & Schönenberger, Gestaltung & Typografie, Zürich Druck Freiburger Graphische Betriebe, Freiburg Wertpapierwelt, Baslerstrasse 90, CH-4600 Olten Telefon , Fax Öffnungszeiten: Dienstag und Mittwoch von Uhr Auflage 200 Ex Stiftung Sammlung historischer Wertpapiere ISBN:

4 Inhalt Vorwort 5 Aktien & Co. 7 Wie Finanzinstrumente funktionieren Einführung 8 Aktien 17 Anleihen 33 Derivate 47 Historische Finanzinstrumente 55 Sicherheitsmerkmale von Wertpapieren 64 Geschichte des Kapitalismus 67 Wie die Aktie die Welt veränderte 17./18. Jahrhundert: Die Entstehung der Aktiengesellschaft Jahrhundert: «Take-off» im Industriezeitalter Jahrhundert: Weltkriege, Wirtschaftswunder und World Wide Web 121 Register der abgebildeten Wertpapiere 150

5 5 Vorwort Kaum jemand hat schon einmal eine Aktie gesehen und die Zertifikate verschwinden immer mehr. Dennoch bestimmt das Auf und Ab der Wertpapiere an den Börsen zu einem grossen Teil unsere Wirtschaft. Als vor zehn Jahren die Wertpapierwelt als erstes internationales Museum für historische Wertpapiere im schweizerischen Olten seine Türen öffnete, machte sie die Welt der Aktien und Anleihen und ihren Einfluss auf die Wirtschaftsgeschichte einem breiten Publikum zugänglich. Anhand historischer Wertpapiere Relikten aus einer früheren Zeit vermittelt sie Zusammenhänge und zeigt in allgemein verständlicher Form, wie Aktien und andere Finanzinstrumente schon immer die Wirtschaft bewegt haben. Heute ist es wichtiger denn je, die Funktionsweise der Wertpapiere und der Finanzmärkte zu verstehen, denn beinahe jeder ist in irgendeiner Art direkt oder indirekt über Pensionskassen und Versicherungen an der Börse investiert. Täglich berichten die Medien ausführlich über die Kursentwicklungen an den internationalen Börsen. Sie sind zu einem wichtigen Hinweis über den Zustand unserer Wirtschaft geworden. Doch die Börse, Aktien und Anleihen sind für viele noch immer ein Buch mit sieben Siegeln geblieben. Wie funktionieren diese Finanzinstrumente überhaupt? Wie entstand und verbreitete sich die Idee der Aktiengesellschaft, auf der unsere Wirtschaft beruht? Diese beiden zentralen Fragen hat die Wertpapierwelt anlässlich ihres zehnjährigen Jubiläums aufgenommen. Während in einem Teil der neuen Dauerausstellung die Vielfalt an Finanzinstrumenten und ihre Funktionsweise erklärt wird, widmet sich der andere der Entstehung und Verbreitung der Aktiengesellschaft in den letzten 400 Jahren und zeichnet damit die Geschichte des Kapitalismus nach. Mit «Aktien & Co.» lädt die Wertpapierwelt ein, aktiv in die Welt der Finanzen einzutauchen, die Geschichte der Wirtschaft zu ergründen und selbst zum «Insider» des Geschehens an den Börsen zu werden.

6 7 Aktien & Co. Wie Finanzinstrumente funktionieren Wer kein gewiefter Börsianer ist, dem schwirrt beim Lesen der Finanzseiten einer Zeitung schnell einmal der Kopf: Aktien, Obligationen, Fonds, Optionen, Futures und was es sonst noch alles gibt. Die Finanzwelt kennt seit Jahrhunderten ganz unterschiedliche Instrumente, die der Geldbeschaffung oder Geldanlage dienen. Doch wie funktionieren diese Wert papiere eigentlich? Wie ist die Börse entstanden? Was heisst Grundkapital und warum werden Wertpapiere heute nicht mehr gedruckt? Ein Blick zurück in die Vergangenheit und auf die historischen Dokumente hilft, sich im Dschungel der Finanzwelt zurechtzufinden.

7 8 Vom Tauschhandel zur Effektenbörse Schon seit Urzeiten trieben die Menschen miteinander Handel, wo immer sie aufeinander trafen. Anfangs waren es direkte Tauschgeschäfte, bei denen z. B. der Bauer sein Getreide oder Gemüse beim Jäger gegen Fleisch eintauschte. Mit der Einführung von Geld als allgemeinem Tauschmittel musste nicht mehr ein unmittelbarer Geschäftspartner gefunden werden. Nun konnten Zwischenhändler gegen Geld auf Märkten Produkte kaufen und an anderen Orten wieder verkaufen. Im Mittelalter entstanden in Europa an wichtigen Verkehrsknotenpunkten grosse Warenmessen, an denen für ein paar Wochen im Jahr Kaufleute aus aller Herren Ländern zusammenkamen und Geschäfte in allen möglichen Handelsgütern abschlossen. Auf diesen Jahrmärkten machten nicht nur Händler und Produzenten ihr Geschäft, sondern auch Geldwechsler, die sich darauf spezialisiert hatten, die vielen unterschiedlichen Währungen, die damals im Umlauf waren, gegeneinander aufzurechnen und zu tauschen. Mit der zunehmenden Bedeutung des Seehandels entstanden in Norditalien erst in Venedig, dann in Florenz und in Flandern mit Brügge und später Antwerpen grosse internationale Handelszentren. Dort füllten exotische Gewürze aus Ostindien, englische Tuche und Rohzucker aus der neuen Welt die Lagerhallen und Kontore. Oft trafen sich die Kaufleute bereits im Vorfeld einer Messe oder Warenauktion an einem bestimmten Ort, um Geschäfte anzubahnen und Informationen auszutauschen. Ein solcher Ort für geschäftliche Zusammenkünfte konnte z. B. ein Gasthaus sein, wie das der Familie «van der Beurs» in Brügge, die drei Geldbeutel in ihrem Wappen führte. Der Legende nach soll aus der Redewendung «zu den Beursen gehen» der Name «Börse» entstanden sein. Börsen als Handelsplätze Die Kaufleute gingen im Lauf der Zeit dazu über, nicht immer alle Waren zum Verkauf an eine Messe zu transportieren. Sie erkannten, dass zu jeder beliebigen Zeit ein Preis für ein immer gleiches Produkt mit einer festgesetzten Qualität ausgehandelt werden konnte, und versammelten sich auch unabhängig von den etablierten Messen. Bei diesen Treffen schlossen Käufer und Verkäufer ihre Geschäfte ohne direkten Waren- und Geldaustausch ab, wobei schon damals der Termin für die Erfüllung der Verträge teilweise weit in der Zukunft lag. Für den Handel wurden für alle verbindliche Regeln aufgestellt und je mehr Händler zusammenkamen, umso fairer und transparenter war die Preisfindung. Das erste feste Gebäude, das nur zum Zweck dieser geschäftlichen Zusammenkünfte gebaut wurde, war die Börse von Antwerpen im Jahr 1531.

8 Öffnungszeiten Dienstag und Mittwoch von Uhr ISBN: Aktien & Co. Ein Streifzug durch die Welt der Wertpapiere und die Geschichte des Kapitalismus Telefon Fax Wertpapierwelt Baslerstrasse 90 CH-4600 Olten Aktien & Co. Ein Streifzug durch die Welt der Wertpapiere und die Geschichte des Kapitalismus

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