Sachbericht 2009 für das Projekt digicult Museen Schleswig-Holstein Berichtszeitraum:

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1 Projektbüro digicult Museen SH Christian-Albrechts-Universität zu Kiel DigiCult Museen S-H, Olshausenstr. 75, Kiel StR i.h. L. Landwehr, Tel.: Sachbericht 2009 für das Projekt digicult Museen Schleswig-Holstein Berichtszeitraum: Zusammenfassung Im Berichtsjahr 2009 konnte das Projekt gemäß den qualitativen und quantitativen Indikatoren und Meilensteinen, deren Erfüllung sich in den Kapiteln des Berichtes widerspiegelt, weiter vorangebracht werden. Es gab gegenüber dem Antrag Verschiebungen der Arbeitsbereiche durch aktuelle fachliche und politische Entwicklungen für Konzepte und Strukturen zur Digitalisierung des kulturellen Erbes. Maßgebend waren die Planungen zur Weiterentwicklung der Europeana und die Umsetzung der europäischen Ziele in Deutschland im Rahmen der Entwicklung der Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB). So wurde der Mitarbeit von digicult in der Bund-Länder-Fachgruppe zur Entwicklung der DDB größere Bedeutung zugemessen, zumal im Berichtsjahr durch Bund und Länder die Zustimmung zum Struktur-, Fach- und Finanzierungskonzept der DDB auf höchster politischer Ebene entschieden wurde. Die deutschen Bundesländer sind somit aufgerufen, Pläne und Strukturen zu entwickeln, um dauerhaft econtent aus ihren Kulturerbeeinrichtungen für die DDB zur Verfügung zu stellen. digicult wurde als Mitglied des zukünftigen Kompetentznetzwerks, das als Träger der DDB fungieren soll, nominiert. Wegen fehlender Rechtsform wird es durch die Stiftung Historische Museen Hamburg vertreten. Deshalb nahmen im Berichtsjahr die Planungen zur Verstetigung des Projektes durch Überführung in eine sichere Rechtsform mit wirtschaftlicher Eigenständigkeit einen größeren Raum ein. Hierzu gehörten auch die Verhandlungen mit weiteren Museen, Verbänden und Bundesländern, um im Rahmen eines digicult-verbundes die Projektkompetenz einer größeren Nutzerzahl verfügbar zu machen und damit auch die Eigenwirtschaftlichkeit abzusichern. Ein laufender Schwerpunkt war die Betreuung der digicult Museen in Schleswig-Holstein und Hamburg und der digicult Gruppe Saarland. Dazu wurden die vorhandenen Software-Werkzeuge weiterentwickelt (digicult.dokbase und digicult.xtree) bzw. neu erstellt (digicult.web). Die in 2008 mit neuen Technologien aufgebaute Thesaurussoftware xtree konnte vom Teststatus in den Produktivbetrieb mit mehreren Anwendern überführt werden. Die mit nationalen und internationalen Partnern weiterentwickelten Standards museumdat/lido und museumvok/vocnet konnten für die Datenmodellierung der webbasierten Erfassungssoftware digicult.web übernommen werden. So wurde eine inhaltlich und technisch solide Basis für die zukunftssichere Weiterentwicklung geschaffen. Auf Grund notwendiger Verbesserungen und Anpassungen von

2 xtree an die Erfordernisse in der praktischen Nutzung durch die ausgesuchten Anwender wurde die daran gebundene Entwicklung von digicult.web später als geplant in Angriff genommen. Zum Ende des Berichtszeitraumes befindet sich digicult.web mit einer exemplarischen Erfassungsmaske für Meteoriten in Zusammenarbeit mit dem Geologischen Museum der Universität Hamburg im Teststatus. Ein wichtiger quantitativer Indikator, die Anzahl der im Rahmen von digicult veröffentlichten Objekte, konnte mit fast Datensätzen im Museumportal Nord, etwa 6000 bei digicult Saarland und etwa Datensätzen im Intranet Hamburg gegenüber den Zielsetzungen im Antrag übertroffen werden. Ebenso wurde der Nachweis der im Rahmen von digicult erfassten Objekte in den großen Kultur- und Wissenschaftsportalen wie Europeana, BAM, Prometheus und MICHAEL weiter vorangebracht. Die bisherigen Ergebnisse sind eine solide Grundlage, die vorgenommenen Projektziele in der Restlaufzeit des Projektes zu erreichen. Auf Grund der intensiven Vorbereitungen zur Verstetigung des Projektes sehen wir einem positiven Projektabschluss Ende Oktober 2010 und einer darauf folgenden Kontinuität der Arbeiten in dem avisierten Rahmen eines genossenschaftlich organisierten digicult-verbundes positiv entgegen. 1 Softwareentwicklungen zum Wissensmanagement Das digicult-datenstrukturkonzept beruht auf vernetzten Datenbanken, in die von den Museen, von den Projektmitarbeitern und von anderen Partnern Vokabular- und Museumsobjektdaten eingepflegt werden. Der Datenaustausch findet bevorzugt durch Webservices statt. Die Museumsobjektdaten werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und von dort in Portalen publiziert. Ebenso werden Vokabulare zentral gehalten, können aber auf Grund der Webbasierung der Vokabulardatenbank in verteilten Redaktionen entwickelt und von verschiedensten Anwendern an unterschiedlichen Orten genutzt werden.

3 In 2009 fanden Softwareneuentwicklungen und -optimierungen in folgenden Modulen statt: 1.1 Weiterentwicklung Vokabularmodul digicult.xtree xtree als zentrales, webbasiertes Tool für die multilinguale Verwaltung von Vokabularen (u.a. Thesauri, Klassifikationen, Folksonomien) wurde im Jahr 2009 in mehreren Stufen (Version 0.80 > 0.85 > 0.86 > 0.865) weiterentwickelt. Nach einer ersten Umsetzung der Evaluation des neuen xtrees durch die Vokabularexpertin Frau Jutta Lindenthal, ist xtree nun auch in der Lage, Strukturierungselemente (Node Label, Kategorien) konform ISO/DIS zu verwalten. Der museumvok 0.5 Webservice mit dem Format museumvok 0.2 wurde teilweise implementiert. (http://wiki.digicult-museen.net/index.php/xtree:voc.museumvok:_topics/museumvokws-05.) Weitere Informationen zu Version 0.86 können über das EntwicklerWiki abgerufen werden: Für ein kooperatives Übersetzungsprojekt mit dem J. P. Getty Trust, dem Institut für Museumsforschung Berlin und dem Bildarchiv Foto Marburg wurde der gesamte Getty Art & Architecture Thesaurus (AAT, Subjects Terms) nach xtree importiert. Neben zahlreichen kleineren Tools, die dafür entwickelt wurden, war es nötig, die Quellen als eigene Entität mit Verknüpfungsmöglichkeiten zu den Terms in xtree zu implementieren, was in dem Versionsprung auf 0.85 umgesetzt wurde. Das AAT Konzept drachmas in xtree Inzwischen arbeiten unsere Kooperationspartner produktiv mit der aktuellen Version. Das Jüdische Museum Berlin verwaltet seit Dezember 2009 sein Vokabular in xtree. Dafür wurde eine Importschnittstelle von zthes-xml nach xtree entwickelt, und einige Anpassungen in der Webanwendung selbst getätigt. Diese Änderungen führten zusammen mit einer Performance- Steigerung zu der Version 0.86.

4 Für die Datenweitergabe an das Europeana Connect Projekt wurde im Herbst eine SKOS RDF Exportschnittstelle umgesetzt. Im Zuge der Kooperation mit dem Landschaftsverband Rheinland wurde eine RSS-Schnittstelle für die Forumseinträge implementiert. Es handelt sich hierbei um ein Redaktionstool, das die Arbeit in verteilten Redaktionen erleichtert. Zusätzlich wurde auf dem Weg zu xtree 0.87 ein Klassendiagramm in UML (Unified Modelling Language) für xtree erstellt, sowie ein RTF-Export implementiert (Version 0.865). Des Weiteren wurden die in xtree verwendeten Frameworks auf die aktuellen Versionen (Zend Framework 1.9.6, Doctrine 1.2.0, dojo 1.3.2) aktualisiert und die Kompatibilität zu PHP 5.3 hergestellt. Drüber hinaus entwickelt digicult seit Dezember 2009 ein XML Schema (XSD) als Ergänzung für das DTD-basierte Austauschformat museumvok 0.2 der museumsvokabular-initiative (www.museumsvokabular.de ). Screenshot vocnet UML Als Beispiel der Nutzung von xtree für ein Museum wurde für das Geologische Museum der Universität Hamburg eine Meteoriten Klassifikation in Zusammenarbeit mit Prof. Schlüter entwickelt. Diese Klassifikation könnte später von Meteoriten-Sammlungen über Webservice bei der Objekterfassung als Basisdatenbank verwendet werden, wobei noch lizenzrechtliche Fragen abzuklären sind.

5 Beipiel für Vokabulararbeit im neuen xtree: Meteoriten Klassifikation. Ziel dieser Softwareentwicklung ist es, diese an neue Standards und europäische Forderungen anzupassen und damit durch Nutzung der in dem Tool verwalteten Vokabulare eine saubere Basis für semantische Interoperabilität auf internationaler Ebene zu schaffen; besonders auch in Hinblick auf zukünftige LOD- Technologien (Linked Open Data). So kann das Kulturerbe aus den verschiedensten Quellen in Beziehung gebracht und unter fachübergreifenden Fragestellungen treffsicher über neueste Technologien (RDF, SPARQL) recherchierbar gemacht werden. Entscheidend für die seit Ende 2009 produktive Arbeit mit dem neuen Tool sind die Multilingualität, die Möglichkeit, Polyhierarchien abzubilden und die strenge Implementierung aktueller Thesaurusnormen und Austauschstandards. Dabei wurde auch das neue xtree durch Weiterentwicklung der Webservices in das Gesamtkonzept von digicult eingebunden, so dass über digicult.dokbase oder über andere Erfassungssysteme per Webservice auf die zentral in xtree verwalteten Vokabulare zugegriffen werden kann. Die Weboberfläche wurde durch das Redaktionstool anwenderfreundlicher gestaltet, die neuen Im- und Exportschnittstellen verbessern die Basis für vielfältige Nutzungen. Sie sind zudem an die aktuellen Erfordernisse im Rahmen der Europeana angepasst. Insgesamt arbeiten zurzeit etwa 13 Mitarbeiter aus 6 Einrichtungen mit dem neuen xtree; neben den schon genannten Einrichtungen auch das Helms-Museum der Stiftung Historische Museen Hamburg (Archäologischer Fundortthesaurus) und die museumdat Arbeitsgruppe Berlin (eventtype Klassifikation). Ab 2010 sollen Stück für Stück die etwa 40 Vokabulare aus dem alten xtree in die neue Version überführt werden.

6 1.2 Neuentwicklung digicult.web Um bei der ständig wachsenden Anzahl der digicult Museen den Aufwand für Client-Installationen und Support zu begrenzen, fiel Ende 2008 die Entscheidung, die schon lange ins Auge gefasste webbasierte Erfassung von Sammlungsobjekten durch die Eigenentwicklung einer entsprechenden Software umzusetzen. Eine solche kann mit jedem Internetbrowser unabhängig vom Rechnertyp und Betriebssystem genutzt werden, da sie zentral auf einem Webserver zur Verfügung steht. Siehe dazu auch Jahresbericht Die notwendigen Weiterentwicklungen von xtree und dabei nicht vorhersehbare technischen Schwierigkeiten verzögerten allerdings den Beginn des Vorhabens. So konnte erst Mitte 2009 mit der Entwicklungsarbeit begonnen werden- parallel zur den ergänzenden Verbesserungen an xtree. Die zu dem Zeitpunkt vorliegenden technischen Erfahrungen mit dem xtree Modul konnten allerdings in hohem Maße für die Softwareneuentwicklung verwertet werden. Wie bei xtree wurden bei der Entwicklung von digicult.web nur Open-Source basierte Softwarekomponenten verwendet. So wurde auch die MVC Architektur (Model-View-Controller) von xtree übernommen und mit den gleichen Tools und Frameworks gearbeitet. Auch die jahrelangen inhaltlichen Arbeiten und Praxiserfahrungen im Rahmen der Client- basierten Software digicult.dokbase konnten für die Strukturen von digicult.web genutzt werden. Wie bei digicult.dokbase steht die anwenderfreundliche Erfassung von Museumsobjekten im Vordergrund. Es kommt ebenfalls der DMB/IDM Datenfeldkatalog zum Einsatz. Die Weiterentwicklungen des Harvestingstandards museumdat/lido sowie die Berücksichtigung des Ereignis orientierten Conceptual-Reference-Model (CIDOC CRM) der Dokumentationsgruppe des Internationalen Museumsrates ICOM ergaben die Grundlage für die Datenmodellierung. Die Haupteigenschaften von digicult.web in kürze: Spartenspezifische Eingabemasken Einbindung von kontrolliertem Vokabular und Personen/Organisationen aus xtree über Webservice Lokale Vokabulare, Personen und Körperschaften Einfaches Veröffentlichen der Objektdaten im Internet Schnittstelle zu digicult Museumsportal, Europeana, DDB, Erstellt mit OpenSource Software (PHP 5.3, Zend Framework, Doctrine, dojo) Läuft mit normalem Browser (z.b. Mozilla Firefox), muss nicht auf lokalem Rechner installiert werden Datenmodell orientiert sich u.a. an museumdat/lido + CRM Core Literaturerfassung im BibTeX-Format geplant SRU Schnittstelle nach GBV-PICA vorgesehen erste Betaversion, 1. Quartal 2010: Meteoritensammlung + Geologie der Universität Hamburg digicult.web befindet sich zurzeit in der Testphase und wird in Zusammenarbeit mit der Universität Hamburg, Geologisches Museum an die Bedürfnisse der Praxis angepasst. Danach soll digicult.web auf weitere Museumssparten ausgeweitet werden.

7 Objekte Vokabulare Personen/Organisationen Medien Literatur Objekte Objektliste Suche Name: Stannern Stannern Stannern Stannern Aarhus Grunddaten Name: Klasse: Fundgewicht: Stückz. total: Material: Shock: Weathering: Fall: Stannern AEUC-M Ca. 52 kg 2??? Freigabe Internet Zeit: Datum: Fund: Datum: Ort: Längengrad: Breitengrad: 06: Iglau W N 1,2,3 digicult.web Layoutentwurf Eingabemaske Layout Entwurf Eingabemaske Meteoriten, Geologie Layout-Entwurf einer kunsthistorischen Erfassungsmaske in digicult.web, Grunddaten

8 1.3 Weiterentwicklungen digicult.dokbase Neben zahlreichen kleineren Entwicklungen (z.b.div. Masken- und Karteikartenanpassungen für Museen mit unterschiedlichsten Sammlungsbereichen) stand 2009 die Weiterentwicklung des Workflows für das Urheberrecht bei Personen zwischen der Künstlerverwaltung im webbasierten xtree, der Objekterfassungssoftware digicult.dokbase und dem Metadatencontainer digicult.meta im Mittelpunkt. Dazu mussten neue Module implementiert und bestehende erweitert werden: z.b. Modul für die Verwaltung der Werkrechte eines Künstlers. Gezeigt wird hier die Eingabemaske für Künstler, deren Rechte von der Verwertungsgesellschaft VG Bild-Kunst vertreten werden. Wenn der Künstler in xtree vertreten ist, werden die Felder durch Übernahme des Identifiers aus der Künstlerdatenbank automatisch ausgefüllt. Werke von Schmidt- Rottluff werden somit im Museumsportal nicht angezeigt, da die Urheberrechte bei der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst liegen. Dieses Rechtemanagement läuft automatisiert ab und erleichtert den Museen erheblich die Eingabe- und Recherchearbeit. Zwischen der Personen- und der Institutionsverwaltung von digicult.dokbase und dem webbasierten xtree wurde ein Webservice implementiert. Dadurch kann in Dokbase nicht nur in der lokalen Datenbank nach Künstlern gesucht werden, sondern es kann zusätzlich direkt in den xtree Datenbanken recherchiert werden. Es können z.b. die Lebensdaten eines Künstlers aus der Künstlerdatenbank xtree eingespielt werden und Museen sind in der Lage, veränderte Lebens- oder Urheberrechtsdaten in die xtree Vorschlagsdatenbank zu übermitteln.

9 Einfache Skizze des kollaborativen Workflows. Unter application 1-3 sind hier die unterschiedliche Inventarisierungs-/Dokumentationssoftwareprodukte zu verstehen. Mit dem digicult-webservice kann nicht nur aus digicult.dokbase, sondern auch aus anderen Erfassungsprogrammen auf die Daten in xtree zugegriffen und Vorschläge für neue Personen/Institutionen/Vokabulare gemacht werden. Dieses ist insbesondere für die Museen interessant, die sich am digicult-verbund beteiligen, aber ihre schon in Betrieb befindliche Erfassungssoftware nicht wechseln wollen. Redaktionsoberfläche Vorschlagsdatenbank xtree

10 Für die Kommunkiation zwischen digicult.dokbase und xtree wird ein SOAP basiertes Netzwerkprotokoll unter Anlehnung an mehrere standardisierte Namensräume oder Ontologien (FOAF, vcard, DC, SKOS, GPX, CRM) verwendet. 1.4 Neu- bzw. Weiterentwicklung Portalsoftware (digicult.portal) 1.41 Intranetportal Stiftung Historische Museen und Kulturbehörde Hamburg Im Zuge der Kooperation mit Hamburg wurde beschlossen, einen zentralen webbasierten Zugang zu den Objektdaten der Hamburger Stiftungsmuseen im Rahmen eines Pilotprojektes zu entwickeln. Diese Pilotentwicklung wurde in 2009 umgesetzt. Ziel des musealen Hamburger Intranets ist es, die Bestände von 4 Stiftungsmuseen (Helms-Museum, Museum Hamburger Geschichte, Museum der Arbeit, Altona Museum) innerhalb des Dataport Netzwerkes, zu dem auch die Kulturbehörde der Hansestadt gehört, webbasiert recherchierbar zu machen. Für die Erstumsetzung wurden die Objektdaten aus drei unterschiedlichen Sammlungsverwaltungssystemen (Faust, MuseumPlus, digicult.dokbase) in einem zentralen Repository auf Basis von CRM Core homogenisiert. Als Austauschformat diente das museumdat- Format. Eine Teilmenge der Daten aus dem Intranet, die für die Öffentlichkeit zur Verfügung stehen sollte, wurde über die digicult Metadatenbank in das Museumsportal Nord weitergegeben (geregelt durch Freigabemechanismen in den jeweiligen Erfassungssystemen). Sie steht damit auch für weitere Portale wie die Europeana oder die zukünftig Deutsche Digitale Bibliothek zur Verfügung.

11 Notwendig hierzu war die Neuentwicklung von einer XSLT-basierten Importschnittstelle für museumdat-daten in das Hamburger Intranet im Rahmen einer einer DataGrid-basierten Intranet Anwendung (Zend Framework, Doctrine, Dojo AJAX). Screenshot mit Archäologischen Fundobjekten Die technische Basis ist ein in Zusammenarbeit mit Dataport eingerichteter Linux-Server. Um die Daten von den Hamburger Museen in die Intranetdatenbank importieren zu können, unterstützte digicult zwei Hamburger Museen bei dem museumdat-export aus den Erfassungsprogrammen MuseumPlus und Faust. Folgende Daten wurden in das Hamburger Intranet importiert (Stand ): Museum Altona: Objekte Museum der Arbeit: Objekte Helms-Museum: Objekte (davon Archäologische Objekte) Import Fundobjekte des Helms-Museums nach digicult.dokbase Anfang 2009 fand der endgültige Import der Fundobjekte des Helms-Museums in das digicult.dokbase Erfassungssystem statt. Während des Migrationsprozesses wurde ein hierarchisches Fundortvokabular aus den Ursprungsdaten erstellt und mit den Fundobjekten verknüpft. Ein Großteil der Objekte wurde mit dem Material- und dem Objektbezeichnungsvokabular aus xtree verknüpft. Mit dieser Strukturierung und damit verbundenen Qualitätsverbesserung konnten die Daten in die Intranetdatenbank Hamburg übernommen und in Teilen exemplarisch in das Museumsportal Nord eingebunden werden.

12 1.4.2 Museumsportal Nord Seit November 2009 arbeitet das digicult-team an einer neuen multilingualen und semantischen Suche. Die Objektkerndaten aus dem Museumsportal Nord und Museumsportal Saarland werden für die neue erweiterte Suche mit den Vokabulardaten aus xtree abgeglichen und dadurch mit Zusatzwissen angereichert (Data Enrichment). Um den Komfort für den Anwender zu erhöhen, wurde auf AJAX-Technologie und Vorschlagssuche mittels des Ajax Tools DOJO zurückgegriffen. Außerdem wurde erstmals eine Importschnittstelle für das museumdat-format implementiert und testweise das Framework des Museumsportales für die Anzeige von mehreren Bildern erweitert. Im Beispiel werden dem Hauptbild sieben zusätzliche Fotos zugeordnet, die eine Rundumsicht auf das Objekt erlauben. Zukünftig sollen auch 3D Bilder eingebunden werden.

13 Museumsportal: Marlene Poelzig-Moeschke: weißer, sitzender weiblicher Akt Das Museumsportal wurde zudem um die Museen der Stiftung Historische Museen Hamburg erweitert. Neben dem Altonaer Museum, das von Beginn des Projektes dabei war, werden nun auch Sammlungsobjekte des Archäologischen Museums/Helms-Museum und des Hamburg Museums (Museum für Hamburgische Geschichte) nachgewiesen. Neu dazu kamen Sammlungsobjekte aus weiteren schleswig-holsteinischen Museen wie Landesbibliothek/Landesgeschichtliche Sammlung Kiel, Assaulenko Stiftung Plön, Firmen-Museum Pohl-Boskamp, Heimatstube im Klosterstift Bordesholm, Kulturbüro der Stadt Neumünster, Dorfmuseum Schönwalde, Kunsthistorisches Institut der Universität Kiel, Detlefsen Museum im Brockdorff-Palais, Heimat- und Handwerker Museum Wahlstedt, Dorfmuseum Schönwalde und Museum Eckernförde. 2 Entwicklung Austauschformat LIDO/museumdat Das digicult-team hat im Berichtszeitraum an mehreren Arbeitstreffen einer Arbeitsgruppe für das Harvestingformat für Museumsobjekte, museumdat, in Berlin teilgenommen. Seit Sommer 2009

14 wurde zudem mit Partnern intensive Arbeit in die Weiterentwicklung von museumdat 1.0 zu der zukünftigen Version LIDO (Lightweight Information Describing Objects) investiert. Im August wurde in Zusammenarbeit mit Richard Light (CollectionTrust) und Regine Stein (Foto Marburg) die erste Vorversion zu LIDO vorgestellt: Das Copyright liegt bei ARTstor, ATHENA Project, Collections Trust, Deutscher Museumsbund - Fachgruppe Dokumentation, Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte - Bildarchiv Foto Marburg, digicult Schleswig-Holstein, Institut für Museumsforschung (SMB-PK), J. Paul Getty Trust, Zuse-Institut Berlin. Die Entwicklung läuft weiter. Es besteht die Hoffnung, dass dieses Harvestingformat als strukturiertes XML-Schema eine internationale Anerkennung erhält und so für zentrale Nachweisportale im Internet wie die Europeana, nationale Portale und weitere Wissensdatenbanken die Zugänglichkeit von digitalen Content ohne Qualitätsverluste aus verschiedenen Sparten und Erfassungsprogrammen ermöglicht. 3 Verstetigung digicult Einer wichtigen Aufgabenstellung im Projektantrag wurde im Berichtsjahr besondere Bedeutung zugemessen: der dauerhaften Fortführung des Projektes in einer etablierten Rechtsform, die einen eigenwirtschaftlichen langfristigen Betrieb ermöglicht. Nachdem sich auf der Projektkonferenz im März 2009 die Projektmitglieder für die Fortführung von digicult ausgesprochen und ihre Bereitschaft angekündigt hatten, für die Entwicklungen und Dienstleistungen von digicult nach Projektende einen finanziellen Beitrag zu leisten, wurde im Sommer 2009 die Arbeitsgruppe Verstetigung digicult eingerichtet. Je ein Vertreter von kleinen, mittleren und großen Museen sowie ein Vertreter der Staatskanzlei Schleswig-Holstein und der Stiftung Historische Museen Hamburg entwickelten mit der Projektleitung ein Modell für einen zukünftigen digicult-verbund. Nach Evaluation aller in Frage kommenden Rechtsformen (Verein, GmbH, Genossenschaft) fiel die Entscheidung unter Einholung externer Kompetenz von der Fachhochschule Kiel für die Genossenschaft. Insbesondere nach der Novellierung des Genossenschaftsgesetzes 2007, bei der Belange der Kultureinrichtungen berücksichtigt wurden, bietet sie hervorragende Möglichkeiten zur Förderung der Mitglieder eines genossenschaftlichen Dienstleistungsbetriebes für Museen und weitere Einrichtungen des kulturellen Erbes. Hohe Flexibilität in der Gestaltung der Satzung, die Begrenzung des Risikos für das einzelne Mitglied durch Ausschluss einer Nachschusspflicht, professionelle Geschäftsführung bei demokratischer Mitbestimmung durch die Generalversammlung und die eindeutige Zielsetzung auf Förderung der Mitglieder durch den Betrieb der Genossenschaft statt Gewinnmaximierung einschließlich der Betreuung durch den Genossenschaftsverband ergaben ein klaren Vorteil für diese Rechtsform. Das Vorhaben wurde mit den Partnern in Hamburg und dem Saarland abgestimmt. Im Berichtsjahr wurden alle notwendigen Unterlagen als Basis für eine Gründungsversammlung zusammengestellt und kommuniziert: Entwurf einer Satzung, eines Wirtschaftsplanes, eines Leistungskataloges, einer Gebührenordnung, die Beschreibung des Vorgehens usw. Durch Vortrag auf der Herbsttagung des Museumsverbandes und in Einzelgesprächen mit den bisherigen digicult- Mitgliedern wurden die potentiellen Gründungsmitglieder vorbereitet und zur Teilnahme eingeladen. Absichtserklärungen sollten die finanzielle Grundlage durch Zusicherung von Geschäftsanteilen und Jahresentgelten absichern. Es gelang so im Berichtsjahr, die notwendigen Gründungsvorbereitungen voranzubringen, um in 2010 rechtzeitig vor Projektende den Übergang vom Projekt zur Genossenschaft umzusetzen. 4 Digitalisierung und Portalnutzung Seit der letzten Erhebung Anfang März 2009 stieg die Zahl der im Museumsportal-Nord publizierten Objekte um 7000 auf etwa Dazu kamen im Hamburger Intranet ca und im Portal

15 digicult Saarland etwa 5500 Objekte. Damit wurden die im Projektantrag benannten quantitativen Zielvorstellungen deutlich übertroffen. Entwicklung der publizierten Sammlungsobjekte im Museumsportal Nord Die Gründe liegen in der Erweiterung und Verbesserung der entwickelten Werkzeuge (u.a. Ausweitung auf weitere Sparten), in der Gewinnung neuer digicult Museen in Schleswig-Holstein und deren intensiver Betreuung und auf der produktiven Zusammenarbeit mit den digicult Partnern Hamburg und Saarland. Die Logfileanalyse des Museumsportals Nord weist für das Jahr 2009 etwa 28 Millionen Zugriffe auf bei einer Besucherzahl bis über pro Monat und etwa 14 Seitenaufrufen pro Besucher im Durchschnitt. Für ein regionales Portal sind dieses überzeugende Nutzungszahlen, auch wenn man den Besuch von Suchmaschinenrobots berücksichtigt. Diese wiederum verbessern die Position des Portales und seiner Inhalte bei Google oder ähnlichen Suchmaschinen. digicult und das Museumsportal sind daher bei Google hoch gelistet. Logfiles Stand Datenweitergabe an digicult externe Portale und Datenbanken digicult ist seit Sommer 2009 offizieller Partner der Europeana und arbeitet an der Entwicklung der zukünftigen Version v1.0 mit. Im November 2008 wurden zur Eröffnung der Europeana digicult Datensätze auf diesem europäischen Kulturportal veröffentlicht. Im Berichtsjahr 2009 wurden etwa Datensätze aus dem zentralen digicult Repository von museumdat auf das

16 inzwischen verbesserte ESE Format (Europeana Semantic Elements) der Europeana übertragen, so dass die Qualität der darauf in der Europeana abbgebildeten digicult Metadaten und Bilder deutlich gesteigert werden konnte. Die europäische online-stellung der digicult Daten unseres Partners Saarland erfolgte anlässlich des internationalen Museumstages im Beisein von Ministerpräsident Müller. Weitere Datenlieferungen erfolgten im Berichtsjahr an das Forschungs- und Lehre Bildarchiv Prometheus. Diese Daten stehen Lehrern und Dozenten aus dem Schul- und Hochschulbereich insbesondere für die Lehre zur Verfügung. Für den Nachweis der Museumsobjekte im deutschen Portal für Bibliotheken, Archive und Museen (BAM- ) wurde eine Datenaktualisierung vorgenommen. Eine Spezialentwicklung erfolgte mit unserem Partner Verbundzentrale des GBV Göttingen: Durch Transformation der digicult Daten vom Standard museumdat in das pica System der Bibliotheken konnte eine Schnittstelle zwischen Museums- und Bibliotheksbereich geschaffen werden. Die dabei entwickelte Datenbank GBV-digicult wurde erstmalig auf dem Bibliothekstag 2009 in Erfurt vorgestellt und ist seit Oktober 2009 auf der GBV Website online erreichbar. Auch bei dieser Datenbank wird der Besucher mit der jeweilige Quelle der Datenerzeugung im Museumsportal Nord verlinkt, die direkt zum betroffenen Museum, das das Objekt eingestellt hat, führt. Die Metadaten wurden zudem soweit möglich mit Begriffen der Schlagwort Normdatei der Bibliotheken verlinkt und so die zum Objekt passenden Literaturdaten verfügbar gemacht. (http://www.gbv.de/de/services/news/vzg/2009/0552/fulltext). 5 Museumsbetreuung, Schulungen, Fortbildungen Einen großen Arbeitsaufwand erforderte wieder die Betreuung und Schulung der schleswigholsteinischen Museen und Sammlungseinrichtungen, auch auf Grund des weiteren Zuwachses an digicult Einrichtungen in Zudem wurden die Teams in Hamburg und im Saarland und Mitarbeiter der VZG unterstützt. So hatte unsere Kulturwissenschaftlerin im Projekt, Frau Frauke Rehder, 69 Beratungstermine, davon 38 mal vor Ort in den Museen. Sie führte 39 Neuinstallationen bzw. Updates von digicult.dokbase durch. Weitere Unterstützung erfuhren die Einrichtungen durch 23 intensive Beratungsgespräche und Schulungen. Die EDV technische Betreuung der Museen wurde von Herrn Axel Vitzthum übernommen, der zudem auch bei Programm- oder Netzwerkproblemen vielfach vor Ort war, um für das Hochladen von Objektdaten und Bildern zu sorgen und Museumsmitarbeitern oder lokalen Netzwerkadministratoren Unterstützung zu geben. Dazu kam der laufende Telefon- und Mailsupport durch alle digicult Mitarbeiter. Frau Rehder sorgte außerdem für die Vokabularreplikationen bei der Vorbereitung der Updates, so dass die von den Museen neu eingegebenen Vokabulare in die zentrale xtree Datenbank eingetragen und mit festen für alle gültigen Identifizierungsnummern versehen werden konnten. Mit dem Fotografenmeister im Projekt, Herrn Sönke Ehlert, kümmerte sie sich zudem um die Sicherung der Bilddaten, insbesondere der kleineren und mittleren Museen, auf einem zentralen Server bei der Verbundzentrale des GBV in Göttingen. Für die Objektdigitalisierung hat Herr Ehlert 37 Fototermine vor Ort in den Museen wahrgenommen und gestaltete dabei ca Aufnahmen von Museumsobjekten. An 36 Tagen führte er zudem intensive Beratungen vor Ort durch. Herr Ehlert koordinierte und leitete Schulungen, in denen er Museumsmitarbeiter- und Mitarbeiterinnen in Techniken digitaler Bildaufnahmen und -bearbeitung weiterbildete. Darüber hinaus hat Herr Ehlert die Häuser bezüglich der Anschaffung des technischen fotografischen Equipments zur Digitalisierung beraten und zum Teil die Beschaffung der Geräte organisiert.

17 In seiner Hand lag zudem die Qualitätskontrolle der digitalen Bilder, die stichprobenartig für die einzelnen Häuser durchgeführt wurden. Ein besonderer Schwerpunkt lag in der einmonatigen Betreuung von Mitarbeitern der Assaulenko- Stiftung der Förde Sparkasse in Plön zur digitalen Erfassung ihrer Gemälde- und Grafiksammlung. digicult konnte den Mitarbeitern hierzu eine komplette Blitzanlage leihweise zur Verfügung stellen, die Einweisung erfolgte durch Herrn Ehlert. Nach Beendigung der Erfassung der Bilder zeigte sich Herr Ehlert in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern verantwortlich für die Bildkorrekturen und Umrechnungen der Aufnahmen. Arbeit bei der Assaulenko Stiftung in Plön Ein weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit waren die Aufnahmen im Hamburg Museum. Die schwierigen Aufnahmesituationen bestanden in den Größen der Objekte (Portale von über fünf Metern Größe) und vielen Details. Diese Aufnahmen erforderten eine sehr hochauflösende-kamera (Mamiya RZ 67 mit dem digitalen Rückteil Phaseone P 45) und ein umfangreiches Blitzlichtequipment, welches von DigiCULT mit Unterstützung der Landesbiliothek Kiel zur Verfügung gestellt wurde. In Letzterer wurden historische Landkarten mit einer Spezialscankamera der Fa. Pentacon Dresden (80 Mio Pixel) im Rahmen von digicult hochaufgelöst digitalisiert. Für die Zukunft ist geplant, ein Teil dieser Digitalisate auch auf dem Portal mittels einer Zoomer Software in Ausschnitten in höchster Qualität sichtbar zu machen. Fotoaufnahmen im Hamburg Museum Neben der Fortbildung und Schulung der Museumsmitarbeiter wurde im Rahmen der Fach AG Volontäre des Museumsverbandes Schleswig-Holstein eine Fortbildungsveranstaltung für alle Volontäre am in Kiel zum Thema Digitale Objekterfassung und digicult durchgeführt. Die Unterstützung der Museen und Sammlungseinrichtungen durch intensiven Beratungen und Dienstleistungen sind nach den bisherigen Projekterfahrungen ein entscheidendes Kriterium, die Entwicklung der Werkzeuge zum Wissensmanagement in die konkrete Digitalisierungsarbeit vor Ort zu überführen, so dass auch bei neu hinzugekommenen Museen der notwendige Qualitätsstandard bei der Generierung des econtents für das zentrale Repository von digicult gewährleistet werden konnte. 6 Vokabulararbeit Auf der Grundlage des Vokabulartools xtree wurden- zum größten Teil in Verbindung mit externen Partnern- bestehende Vokabulare weiterentwickelt und neue hinzugefügt. Dabei standen im Berichtszeitraum folgende Aktivitäten im Vordergrund: o Weiterentwicklung der archäologischen Thesauri zu Objektbezeichnung, Material und Technik in Zusammenarbeit mit demhelms-museum, digicult Saarland und weiteren Partnern.

18 o Teilnahme an der AG-Datenfelder der Stiftung Historische Museen in Hamburg, Vorführung Personendatenbank inklusive Urheberrechtszuweisung, Hamburg, o Teilnahme am Redaktionstreffen zur Weiterentwicklung der Oberbegriffsdatei OBG: sowie im Museum der Arbeit in Hamburg, im Bibliotheks-Service-Zentrum (BSZ) in Konstanz, in der Bayrischen Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in München o Erweiterung der vorhandenen Vokabularien, vor allem Ikonographie inklusive Abgleich mit Normvokabularen o Pflege und Erweiterung der in digicult verwendeten Künstlerdatei und des Stilthesaurus o Vorbereitungen zur Übertragung des AAT Thesaurus von Getty in eine deutsche Fassung im Rahmen eines geplanten DFG Projektes mit den Partnern Getty Trust, Foto Marburg, dem Institut für Museumsforschung Berlin und weiteren. Zu diesen Arbeiten sind in der Regel umfangreiche Recherchen in Adressdateien, Fachlexika, Taxonomiedatenbanken, publizierten Klassifikationen oder Thesauri notwendig. So werden z.b. die in digicult xtree aufgenommenen Künstler auf der Basis internationaler und nationaler Künstlerlexika und -datenbanken wie AKL, ART-Guide, artlibraries.net, documenta Archiv Kassel, Grove Art Online, Kindlers Malereilexikon, Kunstlexikon / Peter W. Hartmann, Prestel-Künstlerlexikon, Weilbachs Künstlerlexikon, Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs, Altonas und der näheren Umgebung, usw. und bei Google, Wikipedia, und der VG-BildKunst recherchiert. Dabei werden umfangreiche biografische- und Urheberrechtsdaten aufgenommen und Verweise zu anderen Datenbanken wie Getty ULAN, SWD, oder AKL ergänzt oder neu hinzugefügt. Für kunsthistorische Stilbegriffe wurden Stillexika wie Neue/Belser Stilgeschichte, Knaurs Stilkunde, R. Broby-Johannsen: Kunst- und Stillexikon, KEYSERS GROSSES STILLEXIKON EUROPA und Datenbanken zur Kunstgeschichte zu Rate gezogen. So wurden im Laufe des Projektes über 40 Vokabulare und zusätzlich Personen- und Institutionen in xtree aufgenommen, die den Museen zur Sacherschließung zur Verfügung stehen. digicult wurde dabei u.a. von der Kunsthistorikerin beim Saarländischen Museumsverband, Frau Andrea Weber, unterstützt. 7 Vorträge und Teilnahme an Tagungen, Publikationen 7.1 Externe Vorträge, Konferenzen, Workshops (Auszug): Insgesamt wurden von den Mitarbeitern und dem Berichterstatter 14 Vorträge auf Konferenzen, Workshops oder Fortbildungstagungen gehalten, u. a. bei dem Athena Treffen in Rom, bei der Auftaktveranstaltung zum internationalen Museumstag im Saarland und bei dem Workshop Vernetzte Datenwelten- Ein Workshop des Deutschen Archäologischen Institutes (DAI) zur Umsetzung vom CIDOC-CRM ; aber auch bei Hochschulkonferenzen, Fachworkshops oder Fachtagungen des deutschen Museumsbundes oder der Museumsverbände. Zu den fachwissenschaftlichen Tagungsbeiträgen und der Verbandsarbeit kam die Arbeit in verschiedenen Facharbeitsgruppen wie der AG Datenaustausch der Fachgruppe Dokumentation des Deutschen Museumsbundes (DMB), in der AG Museumsvokabular, in der OBG Gruppe, in der Bund-

19 Länder Fachgruppe zur Deutschen Digitalen Bibliothek (DDB), in der AG Datenfeld HH, in Archäologiefachguppen und in der Getty museumdat Working Group. Dieser intensive Wissensaustausch war auch in 2009 eine entscheidende Komponente zur Verbesserung der Leistungen von digicult. Teilnahme an Workshops/Tagungen (in Auszügen) Als Mitglied des Netzwerkes Europeana v1.0 Thematic Network nahm digicult an der Auftakttagung in Den Haag vom bis teil Teilnahme und Vortrag bei Athena Workshop in Rom am Teilnahme am LIDO Treffen am 16./ in Rom, am in Antwerpen Teilnahme an der Frühjahrs- und Herbsttagung des Museumsverbandes SH am in Büsum und Mölln Teilnahme am Workshop Digitalisierung und Portale der regionalen Museumsämter und Verbände und des Institutes für Museumsforschung in Berlin am Vorträge (Auszüge): Axel Vitzthum, Frank Dührkohp: Art and Architecture Thesaurus SKOSified in Rom, Axel Vitzthum: CRM and SKOS in the digicult Network in Berlin, DAI Workshop, Frauke Rehder: Das Projekt digicult Museen Schleswig-Holstein, Vorstandssitzung des Heimatvereins Preetz und Umgebung e.v., Preetz, Frauke Rehder: Die Verwendung von kontrolliertem Vokabular im Rahmen eines Verbundprojektes das Beispiel digicult, Tagung des Museumsverbands Sachsen-Anhalt, Halle, Frauke Rehder: Zusammenführung bestehender Ordnungssysteme in gängige Terminologie. Beispiele von digicult, Tagung des Museumsverbands Sachsen-Anhalt, Halle, Frauke Rehder: digicult Museen Schleswig-Holstein - Objekterfassung und Internetpräsentation, Herbsttagung der Vereinigung Westfälischer Museen e.v. Arnsberg, Lütger Landwehr: Aktueller Sachstand des digicult-verbunds, Präsentation auf der Frühjahrstagung der FG Dokumentation des DMB, , in Stralsund Lütger Landwehr: Von digicult zur Europeana Präsentation anlässlich der Auftakttagung zum Internationalen Museumstag, PerlBorg, Lütger Landwehr, Birgit Wiegandt: Zusammenführung von Bibliotheks- und Museumsbeständen: Onlinerecherche im Verbund von digicult Museen SH und der Verbundzentrale des GBV (VZG), 98. Bibliothekartag Erfurt, Lütger Landwehr: digicult - Software: Ein Gesamtkonzept zur Erfassung und Publikation von Museums- und Sammlungsobjekten im Verbund, Konzeptpräsentation auf der Herbsttagung der Fachgruppe Dokumentation des DMB, Berlin,

20 L. Landwehr: digicult- ein Gesamtkonzept zur Erfassung und Publikation von Museums- und Sammlungsobjekten im Verbund, Projektpräsentation für die Staats und Universitätsbibliothek Jena und den Museumsverband Thüringen; Jena, Printpublikationen: Landwehr, L.: Probleme bei der Präsentation musealer Inhalte im Internet in: Institut für Museumsforschung (Hrsg.): Zwischen technischem Können und rechtlichem Dürfen- Filmarchive, Filmmuseen und die Digitalisierung, Mitteilungen und Berichte aus dem Institut für Museumsforschung, Nr. 47, Berlin 2008 Landwehr, L.: Digitalisierung und Online-Publikationen Erfahrungen aus der Praxis in Deutscher Museumsbund (Hrsg.): Museumskunde S , Band 74, 1/09 Berlin Ausblick: Das Projekt konnte im Berichtszeitraum 2009 wichtige Meilensteine in der Softwareentwicklung, in der Vokabulararbeit und bezüglich nationaler und internationaler Kooperationen und Vernetzungen erreichen. Die notwendige Betreuung der Einrichtungen in der Region wurde trotz Ausweitung auf weitere Museen kontinuierlich fortgesetzt. Die Aktivitäten über Schleswig-Holstein hinaus ergaben die Grundlage für einen überregionalen digicult-verbund. Dieser kann langfristig nur finanziert werden, wenn sich die Lasten auf viele Schultern verteilen. Zentrale Entwicklungen und Dienstleistungen in einem vernetzten Verbund machen Synergieeffekte möglich. Alle Beteiligten profitieren von der partnerschaftlichen Zusammenarbeit, die im digicult Verbund mit dem technischen Dienstleister Verbundzentrale des GBV strukturiert und gebündelt wird. Hierdurch hofft das Projektteam als Kompetenzzentrum auch nach Beendigung der Projektlaufzeit im Rahmen der dann gegründeten Genossenschaft einen gewichtigen und dauerhaften Beitrag zur Unterstützung der digitalen Dokumentation und Zugänglichkeit des kulturellen Erbes in Deutschland leisten zu können. Kiel, den 15. März 2010 Lütger Landwehr, Projektleitung

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