Vom Barcode bis zur Konzernbilanz alles auf einer. Plattform. Daten & Fakten Inhaber: Armin Talke, Norbert Talke & Alfred Talke

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1 Ü Der Vortrag - Übersicht Wer ist und was macht die ALFRED TALKE Logistic Services? Wie kam die ALFRED TALKE dazu, ein ERP-System einzusetzen? Warum hat man sich für ein SAP R/3 System entschieden? Wie ist die ALFRED TALKE bei der Einführung vorgegangen? Wo steht die ALFRED TALKE heute? Wie sieht man die Vorteile heute? Wie soll es weiter gehen? Ü Vom Barcode bis zur Konzernbilanz alles auf einer Plattform 2 Ü ALFRED TALKE Logistic Services ist Logistic Service Provider für die Chemische und Petrochemische Industrie Einer der führenden Anbieter bei Sicherheit, Qualität und Umweltmanagement Daten & Fakten Ü Inhaber: Armin Talke, Norbert Talke & Alfred Talke Ein familiengeführtes Unternehmen mit 60 Jahren Erfahrung 23 angeschlossene Niederlassungen in Europa, dem Mittleren Osten und Asien Über 800 Mitarbeiter & 750 zugehörige Subunternehmer Transporteinheiten (LKW & Container) Mehr als m² Lagerfläche, 75% für Gefahrgüter Ihr Komplettanbieter für mehrwertorientierte Chemielogistik 3 4 1

2 Ü Strategische Geschäftsfelder Logistics Ü Liquid Value Added Services Liquid Logistics Tank Transportation Road & Intermodal Value Added Services Dry Bulk Logistics European Transport solutions Ultramoderne Anlagen & Technisches Equipment Voll / Halbautomatische Abfüllanlagen Reinraumabfüllungen gemäß GMP Anforderungen Value Added Services Warehouse Logistics Logistics Center / Multi & Single Client Solutions Transport & Distribution Höchste Sicherheitsstandards Analyselabor Befüllung von Fässern und IBCs Logistic Solutions Beratung, Planung, Bau und Betrieb Stickstoffinertisierung oder Überlagerung Abfüllkapazitäten bis zu t / pa 5 Bulk Logistics Ü Dry Value Added Services & Bulk Storage Vollautomatische Absackanlagen Palettier-, Wickel- und Schrumpfautomaten Silieren und umfüllen aus bzw. in Big Bag und Oktabin Be- / Entladung von Linerbag Containern 6 Logistics Ü Warehouse Logistic Center / Multi & Single Client Solutions Mehr als 350 Lagersilos Antwerpen Hürth Ludwigshafen Moerdijk Tarragona 7 Über m² Lagerkapazität Sicherheits- & Qualitätssysteme Gefahrstofflager Regallager CO2 -Löschanlagen Flüssigkeitsversiegelte Böden Temperaturgeführte Lagerung Zolllager SAP LES Logistics Execution System EH&S IT -Modul für Gefahrstofflagerung 8 2

3 Referenzen (Auszug) Der Weg zum ERP-System 9 10 Systemlandschaft im Jahr 2003 BEREICH PRODUKT HERSTELLER OS DB Reinigung C-Bank Windows LAGERUNG Eigenentwicklung Farag AS/400 DB2 Rechnungs - wesen CSS AIX Informix SE Werkstatt CosWare COS AIX Oracle 8i TRANSPORT Roadliner ilas AIX Universe Die Ausgangslage und erste Schritte in 2003 stark heterogenes Systemumfeld hinsichtlich der Anwendungen, Systemanbieter, Betriebssysteme, Datenbanken Kein System- Know -How im Hause, Betreuung erfolgt durch externe Systemhäuser Stammdatenpflege erfolgt in jedem System separat durch unterschi edliche Personen Die Lagerverwaltung ist nicht ans Rechnungswesen angeschlossen. Daher wird die Rechnung im System des Transports geschrieben. (doppelte Stammdaten) Schlechte Erfahrungen mit Vorprojekt: Während man eine neue Lage rlösung entwickeln wollte, ging das Softwarehaus im Projekt Pleite Zunächst sucht man nun nach einer branchenspezifischen Komplettlösung, die alle Unternehmensanforderungen abdeckt. Eine solche Komplettlösung wurde nicht gefunden. Spezialisierte Lagerverwaltungen deckten kaufmännische Prozesse nicht ab, vielmehr setzten sie vielfach zur Abrechnung ERP-Systeme voraus. Die Unternehmensführung entschließt sich nun, den Einsatz eines ERP-Systems zu prüfen

4 Die Anforderungen von TALKE an ein ERP-System Gesucht wird ein System mit breiter Abdeckung von Unternehmensfunktionen Da ein ERP-System eher ein Generalist als ein Spezialist ist, ist eine hinreichende funktionale Abdeckung im Standard wichtig. Es soll an spezielle Anforderungen ggf. anpaßbar sein. Abhängigkeit von einzelnen Partnern und Personen (Eigenentwicklung) oder mehreren Partnern soll vermieden werden. Investitionssicherheit: Der Anbieter muß standing im Markt haben. Er soll auch in 10 Jahren noch vorhanden sein. Abbildung der operativen Abwicklung in den Kernbereichen des Unternehmens. -> Dies sind in 2003: Auftragsabwicklung und Abrechnung im Bereich Lagerung, Lagerhaltung, Buchhaltung (Debitoren-, Kreditoren -, Anlagen-) und Ergebnisrechnung. Entscheidungfindung Nachdem man nun die Alternative ERP-Systeme untersucht, ist SAP R/3 schnell in der engeren Wahl: Die SAP AG ist Marktführer bei ERP-Systemen und erfüllt die Forderung nach standing im Markt. TALKE ist in der Chemiebranche tätig und 80% der TALKE Kunden setzen SAP Systeme ein. Bei den grossen Kunden sind es alle. Kundenanbindungen sollen realisiert werden. Der Kunde will Bestände etc. sehen. Er will sich nicht an neue Begrifflichkeiten gewöhnen. Um die Frage der funktionalen Abdeckung zu entscheiden, wird ein Prototyp gebaut. Kernprozesse des Bereiches Lagerung (Einlagerung, Auslagerung, Abfüllung) werden dargestellt und es wird ein Pflichtenheft für eine R/3 Einführung erstellt. Der Prototyp zeigt, daß auch die komplexen Abfüllprozesse abbildbar sind. Die Entscheidung fällt; SAP soll eingeführt werden. Lizenziert wird mysap ERP. Ein Einführungsprojekt wird aufgesetzt Vorgehen bei der Einführung Zeitlinie Projekt ATOS Jun Aug 2003 Prototypenphase Sep 2003 Entscheidungfindung Okt 2003 Nov 2003 Bildung der Projektgruppe, Lizenzierung, Hardwarebeschaffung Jan 2004 GoLive FI / CO (Buchhaltung / Kostenrechnung) Nov 2003 Aug 2004 Konzeption, Vorstellung und Anpassung von Standard-Prozessen GoLive Lagerung Kontraktlager DOW Methocel in Stade GoLive Lagerung Niederlassung Schwarzheide GoLive Lagerung Niederlassung Stade GoLive Lagerung Niederlassung Ludwigshafen GoLive Lagerung Logistikzentrum Schwarzheide / GoLive Lagerung Kölner Raum (Kalscheuren, Knapsack, Niehl) in zwei Schritten Vorgehen im Projekt Eingeführt wurden FI / CO; LES (SD, MM, WM), PP -PI, EH&S. Das sind die SAP - Kürzel für externes und internes Rechnungswesen, logistics execution system (Vertrieb, Materialwirtschaft, Lagerverwaltung) und Produktionsplanung für die Prozeßindustrie. Im Modul EH&S werden Gefahrstoff- und Gefahrgutdaten verwaltet. Es werden unternehmensweite Standardprozesse entwickelt. Die Standardprozesse werden vom kleinsten zum größten Standort entwickelt. Mit größer werdenden Standorten kommen komplexere Abwicklungen hinzu. Mit den Standardprozessen werden auch Standardformulare entwicke lt. Ein Lenkungsausschuß überwacht das Projekt fortlaufend und trifft kurzfirstig Entscheidungen. EDI -Schnittstellen und Barcode -Einsatz für ein Teilprojekt kommen während des Projektes On Top dazu und werden ohne größere Auswirkungen auf den Zeitplan integriert. Im Projekt sind ein externer Projektleiter und vier externe Modu l-berater eingesetzt, zwei interne Modulverantwortliche und ein interner Projektleiter. Dazu ein externer Formularprogrammierer und ein bis zwei ABAP-Programmierer nach Bedarf

5 Die Situation heute: Das Rechnungswesen nutzt SAP R/3 zur Abbildung der 19 Gesellschaften der Gruppe. Das neu eingeführte Controlling nutzt die Ergebnisrechnung, also das Modul CO-PA des SAP R/3 Der Bereich Lagerung nutzt das SAP R/3 SD zur Abrechnung, sowie SAP R/3 LES und PP-PI zur Abbildung des operativen Geschäftes an 20 Standorten. Direkte Integration der SAP-Module SD und FI/CO Die weiterhin im Einsatz befindlichen Systeme der Bereiche Transport und Tankreinigung sind über Systemschnittstellen an die SAP R/3 Module des Rechnungswesens (FI/CO) angeschlossen. Einsatz von SAP R/3 LES im Bereich Containerdepot ist geplant im Zuge des Ausbaus des Containerdepots. Alle Bereiche - Transport, Lagerung, Technik, Werkstatt, Reinigung - verfügen mit der Ergebnisrechnung über ein sehr flexibles Berichtswesen, das von den Fachbereichen gut angenommen wird. Vorteile des Einsatzes von SAP R/3 im Bereich Warehouse Logistics Die Abläufe Einlagerung, Auslagerung, Konfektionierung wurden standardisiert; es wird mit standardisierten Belegen gearbeitet. Neue Möglichkeiten von SAP R/3 werden genutzt: EDI Schnittstellen werden betrieben mit BASF, Standort Schwarzheide Die Lösung kann flexibel genutzt werden. Es stehen Einlagerungsstrategien für Regal- und Blocklagerung zur Verfügung. Durch Einsatz des EH&S können Gefahrstoff- und Gefahrgutinformationen hinterlegt und auf den Belegen angegeben werden. Die Einhaltung der Regeln zur Gefahrstofflagerung kann überwacht werden. Integrierte Abrechnung der erbrachten Leistungen (Bewegungen) und des Lagergeldes (!) über Reports. Dazu wurde im Projekt ein eigenes Lagergeldprogramm erarbeitet. Integrierte Schnittstelle in FI und CO. Neue interne Schnittstellen konnten in kürzester Zeit realisiert werden Exemplarisch: Der Standort Schwarzheide Als Ergebnis einer Ausschreibung der BASF wurde das Zentrallager der BASF Schwarzheide 2005 in Betrieb genommen. Konsequente Verschlankung und Qualitätssteigerung der Prozesse durch Einsatz einer EDI Schnittstelle und Barcodes mit Datenfunk-Scannern Automatische Übernahme der Ein- und Auslagerungsaufträge über eine EDI Schnittstelle Belabelung der Paletten bei Einlagerung (HU-Konzept des LES) mit Barcodes Das SAP R/3 WM sucht die Plätze zur Einlagerung heraus. Zwei Einlagerstrategien (Blocklager und Regallager) stehen zur Verfügung. Alle Bewegungen der Ware werden über Scanner quittiert, dabei ko mmen Palettenetiketten und Lagerplatzkennzeichnungen zum Einsatz. Scannen der Palettenlabel bei Verladung ermöglicht die Prüfung gegen die Lieferung. Konsequenz: Minimale Rate an Fehlverladungen (< 1 Promille) Systemlandschaft im Jahr 2006 BEREICH PRODUKT HERSTELLER OS DB TRANSPORT Roadliner inconso Linux Universe Rechnungs - Wesen, Controlling, Lagerung, Lagerverwaltung mysap ERP Reinigung C-Bank Windows Werkstatt CosWare COS Linux Oracle 8i 19 20

6 Projektfinanzierung Das Projekt wurde an die Deutsche Leasing verkauft und zurückgeleast. Die Projektabwicklung wurde dynamisch an neue, erweiterte Anfordeurngen aus Geschäftsausweitungen angepasst. Das Projektvolumen blieb im geplanten Rahmen Entscheidend für das Zustandekommen des Leasinggeschäftes war die Bonität von TALKE. Vorteil des Leasings: Die Kosten werden über die Dauer der Nutzu ng verteilt. Was hat TALKE vor? Derzeit - März/April übernimmt TALKE die nationale Distribution für den Kunden IMCD Deutschland, Köln (ehem. Interorgana), für den man bereits seit Jahren lagert und abfüllt. Eine interne Auftragsweiterleitung, zwischen Lager- und Transportabteilung, eine EDI-Rückmeldung im Abfüllgeschäft sowie ein elektronisches Bordero zum Sammelgutspediteur werden eingerichtet. In 2007 wird TALKE ein Containerdepot in der Hauptniederlassung Hürth- Kalscheuren bei Köln mit SAP R/3 abbilden. Ebenfalls in 2007 soll ein neues Abfüllzentrum in Zwijndrecht bei Antwerpen in Betrieb genommen werden auf Basis der TALKE-Standardprozesse Das für 2008 geplante Public Warehouse im Al Jubail Commercial Port, Al Jubail, Saudi-Arabien, soll mit dem TALKE Lagersystem auf Basis der Standardprozesse betrieben werden. Das Rollout erfolgt mit eigenen Mitarbeitern, bei Bedarf unterstützt durch die Beratungspartner aus dem Projekt Vielen Dank Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. ALFRED TALKE GmbH & Co. KG Logistic Services Ullrich Platt - ERP Management - Max Planck Str. 20 D Hürth Tel.: +49 (0)

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