20. Mai Gold. Die Magie des gelben Metalls. Seite 4. bankundbörse. P.b.b. Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140 Wien, Zulassungs-Nr.

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1 Mai 20 bankundbörse Gold Die Magie des gelben Metalls Seite 4 P.b.b. Erscheinungsort, Verlagspostamt 1140 Wien, Zulassungs-Nr.: 05Z036425W

2 I N H A L T EDITORIAL Steuerzahlen, Steuersparen, Zahlen sparen 3 COVER Gold Die Magie des gelben Metalls 4 ANALYSE Coface Zuversicht Europas im Schwinden 7 ANLAGEMARKT/BÖRSE Wiener Börse Neuer Index ATX Global Players 5 Zertifikate Forum Austria Auszeichnungen für die besten Emittenten und Zertifikate Österreichs 10 Wiener Börse Preis 20 Post, Palfinger, OMV und Andritz als Sieger 15 Wiener Börse Zuwachs für den Dritten Markt 19 UNTERNEHMEN OMV AG Gutes erstes Quartal 20 6 Wienerberger Pipelife stärkt Ergebnisse 8 AMAG Solides Ergebnis trotz rückläufigem Alupreis 9 Miba Umsatz- und Ergebnisplus 11 Intercell Abschluss der Verschmelzung mit Vivalis Palfinger Quartalsumsatz und ergebnis leicht gesteigert VERBUND Solides Quartalsergebnis 14 AGRANA Umsatz und operatives Ergebnis mit Rekordwerten 16 Kennzahlen börsenotierter Unternehmen BDI, Binder+Co, BWT, Semperit, SW Umwelttechnik, update software 17 Telekom Austria Group Höherer Nettogewinn 18 UBM Guter Start ins Jahr Pankl Racing Systems AG Reduziertes Wachstum 20 SERVICE Termine Aktionärstermine 21 Wertpapierkalender 21 Seminare 21 Aktienmärkte Indexzahlen CEE Stock Exchange Group 22 Aktienmärkte in Europa 23 Internationale Indizes 24 EuroStoxx 50 Kurse 24 Aktienkurse Prime Market 25 Mid Market 27 Standard Market Continuous 27 Standard Market Auction 28 Other Securities 28 Österreichische Aktien an ausländischen Börsen 29 Devisen Drei Impulse ein klarer Trend: Der Yen bleibt schwach 30 Wirtschaftsdatenbank 31 2 IMPRESSUM Verleger, Hersteller und Herausgeber: Szabo-Scheibl Verlag + PR OG, 1140 Wien, Felbigergasse 5/16; Chefredakteur: Werner Michael Szabo; Sitz der Redaktion: 1140 Wien, Felbigergasse 5/16, Telefon: , Telefax ; Homepage: Druck: Robitschek & Co Ges.mbH; Jahresabonnement: EUR 220,- inklusive Porto und MWSt.; Erscheinungsweise: wöchentlich; Abonnements laufen ganzjährig und müssen vier Wochen vor Ablauf abbestellt werden, sonst erfolgt Weiterlieferung und Weiterverrechnung gemäß den Usancen im Zeitungswesen; EE = Entgeltl. Einschaltung; Erscheinungsort: Wien, Verlagspostamt: 1140 Wien; 60. Jahrgang 19-20/20 bankundbörse

3 E D I T O R I A L Der Liebesbrief vom Finanzamt hat nur einen kleinen Haken: den angehängten Erlagschein. Steuerzahlen ist des Bürgers edelste Pflicht, also mache ich mich auf zur nächsten Postsparkasse. Der Kontoautomat steht da, wo er stehen soll, weit weg vom Geschehen am Schalter. Immerhin gibt es einen Stand für Mobiltelefone gleich nebenan, denn hier herrscht ULP, unsere liebe Post mit ihren Partnern. Bankomatkarte einschieben, PIN eingeben, abbuchen beauftragen Zahlschein einschieben. Zahlschein einschieben? Das Ding sperrt sich. Einen Augenblick bin ich gerührt, dass unsere kurze Bekanntschaft dazu führt, dass der Zahlschein den Ist-Bestand auf meinem Konto zu verteidigen scheint, dann wird mir klar, dass er Hilfe braucht. Der Eingabeschlitz scheint etwas zu eng. Mit ein bisschen Manipulation geht das Einführen denn doch, aber der Automat lässt sich nicht hinters Licht führen: Ungültiger Zahlschein. Wie bitte? Originalzahlschein vom Finanzamt mit dem Aufdruck Bawag P.S.K. und wird nicht akzeptiert? Wo bin ich? Neuerlicher Versuch, neuerliche Ablehnung. Der ist zu breit, sagt die Dame beim Mobiltelefonstandl, den müssen Sie zuschneiden. Wie bitte, ich soll eine Schere mitführen, wenn ich auf die Bank gehe? Ja schon, meint die Dame, Steuerzahlen, Steuersparen, Zahlen sparen denn sie habe keine. Ich bin nicht willens ein amtliches Dokument eigenmächtig zu zerstören und begebe mich an den Schalter. Angemessene Wartezeit, andere haben auch Anliegen. Dann. Der Kontoautomat akzeptiert den Erlagschein nicht. Gibt es nicht. Hinweis auf die Breite, Vergleich mit anderen Erlagscheinen, ach ja, der ist breiter, na so was. Was soll ich da machen? (mit starker Betonung auf ich ). Händisch abbuchen. Ja gut. Das kostet mich jetzt aber nichts? Doch, natürlich, das geht automatisch. Sie können es ja beeinspruchen, wenn die Abbuchung erfolgt ist. Kleines Detail am Rande: Andere, vom Finanzamt ausgegebene Erlagscheine weisen ebenfalls die Überbreite auf. Zumindest eine Charge ist falsch gedruckt. Bringt ein kleines Körberlgeld, oder Onlinebanking. Szenenwechsel. Eine Dame versucht direkt beim Finanzamt, die Unterlagen für die Einkommensteuer zu kriegen und auch auszufüllen. Bleibt gleich hängen, weil der Hinweis auf die Ausfüllhilfe nutzlos ist: Das Formular ist leider nicht da, nein es gibt auch keine Reserve. Aber man könnte natürlich über das Internet Wer da keinen Zugang hat, Pech gehabt. Kleiner Schwenk. Er ist einer von uns, heißt es in Loyalitätsadressen der Spieler von Bayern München an Ulrich Hoeneß. So sehen das auch die Aufsichtsräte des Klubs, die den Wurstfabrikanten weiterhin als Strippenzieher und Gallionsfigur des Vereins haben wollen. Steuerhinterziehung ist ein Delikt, die Selbstanzeige führt bestenfalls zur Straffreiheit. Der Steuerhinterzieher Hoeneß als einer von uns, das hat den Hauch einer schiefen Optik. Die werden doch wohl nicht auch 3 Steuerzahlen als Hindernisrennen, ergibt Geschichten, macht also Spaß meint Ihr Ernst Scheibl 19-20/20 bankundbörse

4 Gold Die Magie des gelben Metalls Gold als Anlageform ist in jüngster Zeit sehr beliebt geworden. Nicht zuletzt wegen der Turbulenzen auf den Finanzmärkten, ist der Goldpreis in den letzten Jahren stark angestiegen. Allerdings kann es rasch in die andere Richtung gehen, wie die Entwicklung der letzten Wochen und Tage gezeigt hat. 4 Von Werner M. Szabó Der an der Londoner Goldbörse ausgewiesene Goldpreis erreichte am 5. September 2011 (erstes Goldfixing) einen Spitzenwert von 1.896,50 US-Dollar je Feinunze (31, Gramm). Zu dieser Zeit glaubten Goldexperten, dass damit der Plafond noch lange nicht erreicht ist und prognostizierten einen Wert von deutlich über US-Dollar. Aus heutiger Sicht war das eine krasse Fehleinschätzung. Aktuell liegt der Goldpreis mit rund US-Dollar um 25 % unter dem Spitzenwert vom September Mitte April dieses Jahres markierte der Goldpreis mit US-Dollar sogar den tiefsten Wert der letzten 20 Monate. Angesichts der Preiskorrektur bei Gold werden bereits wieder Kaufempfehlungen lanciert. Prinzipiell ist die Idee richtig, dass Preiskorrekturen für Neuveranlagungen genutzt werden. Doch kann diese Strategie, die beispielsweise bei Aktien großen Sinn macht, auch bei Gold angewendet werden? Es scheint eher eine Glücksache zu sein den richtigen Einstiegszeitpunkt zu erwischen, denn der Goldpreis ist größeren Zyklen unterworfen. Kurz- bis mittelfristige Anlagestrategien sind bei Gold eher fehl am Platz. Gegen einen neuerlich raschen Anstieg des Goldpreises sprechen einige Fakten. So haben die durch die Finanzkrise ausgelösten Ängste immer mehr nachgelassen, die Maßnahmen verschiedener EU-Problemländer scheinen zu greifen und der Euro hat sich als stabil erwiesen. Die Europäische Zentralbank hat mit ihrer Politik für eine Beruhigung an den Märkten gesorgt, weshalb die Spekulationen gegen Europa abgeflaut sind. Längerfristig ist durchaus wieder mit einem Anstieg des Goldpreises zu rechnen. Dafür sorgt schon die ständig steigende Nachfrage nach physischem Gold, insbesondere aus China und Indien. Wann und wie stark der Preis wieder anziehen wird, kann aber niemand sagen. Privatanleger sollten abwarten Privatanleger, die in der Boomphase Gold gekauft haben, befinden sich derzeit in einem Dilemma. Da bleibt nur zu hoffen, dass das angelegte Geld aktuell nicht benötigt wird. Denn wer etwa mit dem letzten Weihnachtsgeld Ende November 20 Gold in Form eines Philharmonikers zu einer Unze gekauft hat, würde aktuell bei einem Verkauf einen Verlust von 20,5 % hinnehmen müssen. 17 Prozentpunkte entfallen dabei auf den reinen Goldpreisverfall und 3,5 Prozentpunkte auf die Preisspanne zwischen An- und Verkauf. Experten raten Privatanleger daher abzuwarten. Ende November 2011 kostete der Philharmoniker Euro, aktuell bekommt man dafür aber nur mehr Euro. Generell geht man davon aus, dass Gold langfristig seinen Wert nicht verliert. Fakt ist aber auch, dass beim Kauf von Gold in welcher Form auch immer Spesen anfallen. Außerdem wirft Gold keine Zinsen ab. Nicht zuletzt fallen für die sichere Lagerung der Münzen oder Barren in einem Banksafe zusätzlich Gebühren an. Gold eignet sich höchstens als Beimischung zu einem Portfolio (etwa 5 bis 10 %) und hier wiederum für vermögende Privatkunden. Als primäres oder sicheres Basisinvestment für Normal- bzw. Einstiegssparer ist Gold nicht geeignet, betonen die Experten der Arbeiterkammer in einer Untersuchung zum Thema 19-20/20 bankundbörse

5 Goldanlage. Die AK-Autoren verweisen auch auf die Belastung durch Spesen. Dabei kommen Online-Anbieter überhaupt schlecht weg: entweder sind die Spesen gar nicht ausgewiesen oder nur kleine gedruckt versteckt bzw. sind überhaupt nicht zu finden. Für Golddepots bei Banken wurde beispielsweise eine jährliche Depotgebühr von 0,24 % bis 0,264 % vom Kurswert erhoben. Zu berücksichtigen sind auch 5 Goldpreis je Feinunze Ende 2001 bis (US-$, 1. Fixing) bankundbörse 19-20/ Kaufspesen von beispielsweise 1,25 % vom Kaufvolumen und Ausfolgungsspesen von 2,4 % vom Kaufvolumen. Eine Gold-Veranlagung in Form von Wertpapieren bedarf einer fundierten Beratung bzw. kann diese noch risikoreicher sein als die reine Goldveranlagung, betonen die AK-Experten. Ob Goldmünzen (zb Philharmoniker, Golddukaten, Gulden, Kronen) oder Goldbarren (von einem Gramm bis zu einem Kilogramm) Gold wird meist mit allen gängigen Einheiten gehandelt. Die Preise gestalten sich, wenn auch nicht extrem, doch recht unterschiedlich. Generell kann festgestellt werden, dass die Spanne zwischen An- und Verkaufskurs geringer wird, je größer das Gewicht der Münzen oder der Barren wird. Beträgt diese bei einem Goldbarren mit einem Gramm noch bis zu rund 30 % verringert sich diese bei einem Kilo Gold bereits bis auf rund 1 %. Bei Goldmünzen kommt in der Regel noch der Prägezuschlag hinzu, welcher die Kosten für das im Vergleich zu Goldbarren etwas aufwendigere Herstellungsverfahren beinhaltet. > Wiener Börse Neuer Index ATX Global Players Die Wiener Börse berechnet und veröffentlicht seit. Mai 20 den neuen Index ATX Global Players. Der Index umfasst jene Unternehmen, welche an der Wiener Börse im prime market Segment gelistet sind und über einen Globalumsatzanteil (alle Umsatzanteile außerhalb Europas) von mindestens 20 % verfügen. Der Index wird einmal jährlich im September neu zusammengesetzt. Startdatum des Index ist der mit Punkten. Der ATX Global Players wird realtime in Euro berechnet und verteilt. Konzipiert als handelbarer Index kann er als Basiswert für strukturierte Produkte und standardisierte Derivate verwendet werden. Folgende fünf Aktienwerte sind zum Indexstart am stärksten gewichtet: voestalpine, Andritz, Schoeller-Bleckmann, Lenzing und RHI. Weiters enthalten sind: Palfinger, AMAG, Semperit, Zumtobel, Kapsch Trafficcom, Rosenbauer, Do&Co, AT & S, Wolford und Century Casinos /20 bankundbörse

6 Viele an der Wiener Börse notierten Unternehmen behaupten sich nicht nur in Österreich, sondern spielen auch am Weltmarkt eine gewichtige Rolle. Die Wiener Börse fasst diese Unternehmen in dem neuem Index ATX Global Players zusammen. Die Auswahl erfolgt einmal jährlich (im September), es gibt keine Beschränkungen in der Anzahl der Aufnahmen bzw. Streichungen. Das maximale Indexgewicht pro Unternehmen beträgt 20 %. Die im Index am stärksten vertretenen Branchen sind: Produktionstechnik & Maschinen (37 %), Bergbau & Metall (24 %), Chemie (11 %) und Erdöl & Erdgas (11 %). Auch der deutsche Stratege Hermann Simon stellt in seiner Untersuchung Hidden Champions fest, dass es gerade in Österreich im globalen Vergleich sehr viele Weltmarktführer gibt. Dieser ortet in Österreich, Deutschland und der Schweiz außergewöhnlich viele Marktführer, obwohl die genannten Länder nur einen Anteil von rund 1,5 % der Weltbevölkerung aufweisen. Mit insgesamt 116 dieser Weltmarktführer bezogen auf die Bevölkerungszahl hat Österreich etwa denselben Anteil wie die beiden anderen deutschsprachigen Länder. Die hohe Zahl erfolgreich am Weltmarkt agierender Unternehmen stellt sicher, dass einerseits das Innovationstempo in der österreichischen Wirtschaft hoch bleibt, andererseits damit auch ein ständiger Antrieb zur Verbesserung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit gegeben ist. Außerdem arbeiten sie mit mehr als Zulieferbetrieben zusammen, die zu etwa 90 % dem Bereich der Klein- und Mittelbetriebe zuzurechnen sind. > 6 OMV AG Gutes erstes Quartal 20 OMV Kennzahlen bankundbörse 19-20/ 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz ,9% EBIT ,3% CCS Ergebnis vor Sondereffekten ,4% EGT ,4% Periodenergebnis ,9% Ergebnis je Aktie (Euro) 1,39 2,41 73,4% Cashflow aus Betriebstätigkeit ,9% Cashflow je Aktie (Euro) 3,96 4,31 8,8% ROE % 15% - OMV Mitarbeiterzahl ,2% Im ersten Quartal 20 haben wir eine starke operative Performance gezeigt. Trotz der Veräußerungen in der britischen Nordsee und dem Produktionsstopp in Schiehallion (GB), um die Feldneuentwicklung voranzutreiben, konnten wir unsere Produktion gegenüber Q4/ steigern. Wir haben die finale Investitionsentscheidung getroffen, das vielversprechende Aasta Hansteen Gasfeld inklusive neuer Pipelineinfrastruktur zu entwickeln. Dies wird die Rolle von Norwegen als Kernland in unserem Portfolio weiter festigen. Im Downstream-Bereich haben wir mit der Veräußerung unserer Marketing-Tochtergesellschaft in Kroatien einen weiteren wichtigen Schritt gesetzt. Als Teil unseres Performancesteigerungs-Programms energize OMV konnten wir das Working Capital um mehr als 500 Mio. Euro. Euro reduzieren, erklärte Gerhard Roiss, Generaldirektor der OMV. Bei einem um 4 % auf (1. Quartal 20: ) Mio. Euro gestiegenen Umsatz lag das Konzern-EBIT der OMV im ersten Quartal 20 mit Mio. Euro deutlich über dem Wert des Vorjahres (9 Mio. Euro). Das liegt vor allem an dem einmaligen positiven EBIT- Effekt von 440 Mio. Euro durch den abgeschlossenen Verkauf von LMG Lagermanagement GmbH (LMG), einem Unternehmen, das einen Großteil der österreichischer Pflichtnotstandsreserve der OMV hält und verwaltet, aber auch an wesentlich besseren Raffinerie- und Petrochemie-Margen. Auch die Netto-Sondererträge von 427 Mio. Euro stammen vor allem aus dem LMG-Verkauf. Der EBIT-Beitrag der Rumänien-Tochter Petrom lag mit 351 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahresquartals (4 Mio. Euro), da heuer der Explorationsaufwand höher war und die Verkaufsmenge im E&P-Bereich geringer. Der Finanzerfolg war mit -58 Mio. Euro deutlich schlechter als im ersten Quartal 20 (-10 Mio. Euro). Die Ursache seien vor allem geringere Ergebnisbeiträge von assoziierten Unternehmen, heißt es im Quartalsbericht. Die laufenden Ertragsteuern des 19-20/20 bankundbörse

7 Euro 40 OMV-Konzerns betrugen im ersten Quartal 270 Mio. Euro. Die effektive Steuerquote verringerte sich von 31 % auf 21 % ebenfalls eine Folge des LMG-Verkaufs, aber auch geringerer Verkaufsmengen in Libyen. Der den Aktionären zuzurechnende Periodenüberschuss stieg von 452 Mio. Euro auf 786 Mio. Euro. Das OMV Aktie bankundbörse 19-20/ Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung:.818 Mio. Euro Aktionärsstruktur: ISIN: AT Analystenempfehlungen Kursziel Empfehlung Erste Bank 38,50 Accumulation Raiffeisen 35,90 Hold ,5% Republik Österreich (ÖIAG). 24,9% IPIC (International Petroleum Investment Company, Abu Dhabi), 0,3% Eigene Aktien, 43,3% Streubesitz Gewinn je Aktie (Euro): 4,18 (20), 3,43 (2011), 1,91 (2010) Dividende je Aktie (Euro): 1,20 (20), 1,10 (2011), 1,00 (2010) Ergebnis je Aktie im Quartal lag bei 2,41 (1,39) Euro, das CCS-Ergebnis je Aktie vor Sondereffekten betrug 1,07 Euro (nach 1,39 Euro). Die OMV hat ihre Nettoverschuldung gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 37 % auf 2,415 Mrd. Euro reduziert, der Verschuldungsgrad beträgt 15 %. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit stieg um 9 % auf Mio. Euro. Die Reduktion der Belegschaft im Gesamtkonzern wird weiter fortgesetzt, die Mitarbeiterzahl sank im Jahresabstand um 5 % auf Ausblick Für das Gesamtjahr 20 erwartet die OMV, dass der durchschnittliche Brent-Rohölpreis weiterhin über 100 Dollar je Barrel liegen wird. Auf den europäischen Gasmärkten dürften die Preise weiterhin zunehmend durch Hubpreise statt durch an den Ölpreis gebundene Gaspreise beeinflusst werden. In Rumänien werden die Gaspreise liberalisiert, im Juli und Oktober soll dort der Gaspreis für Nicht-Privathaushalte erhöht werden. Die Raffinerie-Margen werden aufgrund gedämpfter Nachfrage und weil OMV-Kapazitäten wieder in Betrieb gehen heuer auf ein moderates Niveau zurückgehen, so die Erwartung. Im Petrochemie-Geschäft sollen die Margen auf dem Niveau von 20 bleiben. Das Tankstellengeschäft kämpft weiterhin mit einer schwachen Nachfrage. > 7 Coface Zuversicht Europas im Schwinden Offenkundig haben die Berufsoptimisten unter den Wirtschaftsgurus allzu früh das Ende der Krise das vielzitierte K -Wort ausgerufen, die dunklen Wolken über dem europäischen Wirtschaftshorizont wollen sich nicht verziehen. Das sieht auch der weltweit agierende französische Kreditversicherer Coface so, der sich dieser Tage in Wien zu einer sogenannten Country Risk Conference getroffen hat. Wobei sich die Experten einig waren, dass eine kurzfristige Erholung der Wirtschaft in der Eurozone, insbesondere in Südeuropa derzeit nicht in Sicht sei. Coface ist sich mit Wirtschaftsforschern darin einig, dass die Eurozone auch 20 in der Rezession (- 0,4 %) verharrt, wobei Österreich auf ein leichtes Plus von 1 % kommen sollte. Hauptursachen sind laut Coface die allseits bekannten Fakten wie die hohe Staatsverschuldung und die daraus resultierende Austeritätspolitik. Die Folge sei wiederum die Zurückhaltung der Banken bei der Kreditvergabe an den privaten Sektor und die nicht zuletzt durch die gestiegene Arbeitslosigkeit gesunkene Konsumbereitschaft der privaten Haushalte. Auch Exporterfolge könnten die wirtschaftlichen Folgen dieser Binnenprobleme nicht kompensieren. Besonders stark betroffen ist Südeuropa: laut Coface Prognose wird Italien heuer einen Rückgang des BIP von 1,4 %, Spanien von 1,5 %, Portugal von 2 % und Griechenland von 4,5 % erleiden. Negative Aussichten sieht der Kreditversicherer, der auch jährlich wie die großen Ranking-Agenturen Länderprüfungen durch /20 bankundbörse

8 führt, auch für unseren südlichen Nachbarn Slowenien mit einem Minus von 1,6 %. Bestnote (A1) verteilt Coface für Westeuropa lediglich an Norwegen, Schweden, Schweiz und Luxemburg. Dahinter (A2) folgen Dänemark, Deutschland, Finnland, Österreich und Malta. Auf Rang 3 sind unter anderem Frankreich, Belgien, Großbritannien und die Niederlande. Irland und Island kommen beide auf das viertbeste Ranking, dahinter rangieren Spanien Italien und Portugal, und am Ende mit dem schlechtesten Rating finden sich nicht überraschend Griechenland und Zypern. International gesehen sind die Schwellenländer weiterhin robust, am stärksten China und Indien, wobei sich durch die lockere Geldpolitik einzelner Länder das Risiko einer Kreditblase deutlich gestiegen ist. Die US-Wirtschaft sollte 20 auf ein Wachstum von 1,5 % kommen. Coface selbst hatte im vergangenen Jahr laut Austria- Chef Oliver Krupitza trotz des wirtschaftlichen Abschwungs in der Eurozone den Umsatz auf 1,5 Mrd. Euro steigern können, der operative Gewinn betrug fast 190 Mio. Euro. > 8 Wienerberger Pipelife stärkt Ergebnisse Die Geschäftsentwicklung des Baustoffkonzerns Wienerberger AG war wie immer in den ersten drei Monaten stark durch die Witterung beeinflusst. Insbesondere der Bereich Ziegel Europa hatte aufgrund der geringen Bauaktivitäten deutliche Mengenrückgänge zu verzeichnen. In der Division Rohre & Pflaster Europa brachte die erstmalige Einbeziehung der im Mai 20 übernommenen Pipelife deutliche Umsatz- und Ergebniszuwächse. In Nordamerika konnten trotz der ungünstigen Witterung, die Absätze auf Vorjahresniveau gehalten und die Margen im Ziegelgeschäft aufgrund von Kosteneinsparungen gesteigert werden. Insgesamt gelang es der Wienerberger Gruppe, trotz der widrigen Witterungsverhältnisse in den ersten drei Monaten aufgrund der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife einen um 34 % höheren Umsatz von 492 Wienerberger Kennzahlen bankundbörse 19-20/ 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 366,8 491,9 34,1% EBITDA operativ 3,9 2,1-46,2% EBIT operativ -42,5-48,8 - Ergebnis vor Steuern -53,8-67,8 - Ergebnis nach Steuern 1 ) -50,1-58,5 - Ergebnis je Aktie (Euro) -0,50-0,57 - Free Cashflow 2 ) -2,4-242,5 - Normalinvestitionen 20,8 20,7-0,5% Wachstumsinvestitionen 0,4 0,1-75,0% 1 ) vor nicht behrrschenden Anteilen und anteiligem Hybridkupon 2 ) Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Casflow plus Wachstumsinvestitionen Mio. Euro zu erwirtschaften, während das operative EBITDA mit 2,1 Mio. Euro unter dem Niveau des Vorjahrs (3,9 Mio. Euro) lag. Pipelife hat in den ersten drei Monaten 183 Mio. Euro zum Umsatz und Mio. Euro zum operativen EBITDA beigetragen. Der organische Umsatz war mit 16 % rückläufig, wobei dies hauptsächlich auf geringere Absatzmengen bei Ziegeln, Dachziegeln und Flächenbefestigungen aus Beton aufgrund der widrigen Witterung zurückzuführen war. Die Durchschnittspreise lagen leicht unter dem Niveau des Vorjahrs, wobei es regionale und produktgruppenspezifische Unterschiede gab: Während die Preise für Hintermauerziegel in Folge gezielter, zeit- Wienerberger Aktie bankundbörse 19-20/ Euro ISIN: AT Analystenempfehlungen Kursziel Empfehlung Erste Bank 8,50 Reduce Raiffeisen 9,50 Hold Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung: Mio. Euro Aktionärsstruktur: 100% Streubesitz Gewinn je Aktie (Euro): -0,61 (20), +0,07 (2011), -0,58 (2010), -3,17 (2009) Dividende je Aktie (Euro): 0, (20), 0, (2011), 0,10 (2010), 0,00 (2009) 19-20/20 bankundbörse

9 lich begrenzter Verkaufsaktionen in Osteuropa rückläufig waren, blieben die Preise für Dach- und Vormauerziegel weitgehend stabil. 300 Mio. Euro Anleihe erfolgreich platziert Im April 20 hat Wienerberger sehr erfolgreich eine neue Anleihe begeben. Aufgrund der starken Nachfrage nach dem Papier wurde das Volumen von den ursprünglich geplanten 250 auf 300 Mio. Euro aufgestockt und der Kupon bei 4 % fixiert. Beachtlich war auch das internationale Interesse an der Anleihe: Mehr als 75 % wurden außerhalb von Österreich und rund die Hälfte bei institutionellen Investoren platziert. Die Mittel aus der Neuemission will der Konzern zur Refinanzierung der im April 2014 fälligen Anleihe sowie zur Finanzierung des operativen Geschäfts verwenden. Heimo Scheuch erläutert dazu: Grundprämisse unseres Handelns bleibt finanzielle Disziplin und somit auch unser intern gestecktes Ziel, die Entschuldungsdauer zu Jahresende nicht über 2,5 Jahre ansteigen zu lassen. Unser Hauptaugenmerk werden wir in diesem Jahr weiterhin auf die Generierung von starken Cashflows, die Forcierung von hochwertigen Baustofflösungen und die Entwicklung von neuen Produkten legen. Bei der Weiterentwicklung des Geschäfts will der Konzern das Hauptaugenmerk auf kleinere Bolt-on-Projekte im Kerngeschäft legen, wo wertschaffende Gelegenheiten für weiteres Wachstum der Gruppe genützt werden sollen. Ausblick Wienerberger hält trotz des schwächeren Starts an den Wachstumszielen für das Jahr 20 fest. Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender von Wienerberger, erläutert dazu: Ob wir unsere ambitionierten Ziele erreichen können, wird auch davon abhängen, ob wir den Rückstand aus dem ersten Quartal zumindest teilweise aufholen können. Zusätzlich spielt natürlich die Entwicklung unserer Märkte im weiteren Jahresverlauf eine wesentliche Rolle. Unsere Sicht auf die Märkte hat sich in den letzten drei Monaten nicht wesentlich verändert. Da die Bautätigkeit in Europa größtenteils erst mit Mitte April angelaufen ist, ist die Visibilität auf die weitere Entwicklung in den relevanten Märkten nach wie vor gering. Ich erwarte ein anhaltend schwieriges Marktumfeld in den Niederlanden, Frankreich, Polen und Tschechien, während sich Deutschland, Großbritannien, Bulgarien und Rumänien stabiler entwickeln sollten. Die in der zweiten Jahreshälfte 20 angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen befinden sich in der planmäßigen Umsetzung und sollten für das Gesamtjahr die erwarteten 18 Mio. Euro an Einsparungen bringen. Aus der erstmaligen Einbeziehung von Pipelife in den ersten fünf Monaten 20 rechne ich mit einem Beitrag zum operativen EBITDA von rund 30 Mio. Euro. Aus heutiger Sicht halten wir daher an dem Ziel von deutlichen Umsatzund Ergebnissteigerungen für die Gruppe für das Gesamtjahr fest. > AMAG Solides Ergebnis trotz rückläufigem Alupreis Die AMAG-Gruppe war im 1. Quartal 20 in den drei Segmenten Metall, Gießen und Walzen voll ausgelastet. Die Auftragslage per Ende März 20 ist sehr solide. Die gesamte Absatzmenge konnte um 2 % auf Tonnen gesteigert werden, wobei die Segmente Metall und Walzen Zuwächse von 4 % und 5 % erzielen konnten. Der Umsatz der AMAG-Gruppe betrug im 1. Quartal Mio. Euro und lag vor allem bedingt durch AMAG Aktie bankundbörse 19-20/ Euro Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung: 825,2 Mio. Euro Aktionärsstruktur: ISIN: AT00000AMAG3 Analystenempfehlung Kursziel Empfehlung Erste Bank 24,50 Hold ,99% B&C Alpha Holding GmbH, 16,5% RLB OÖ Alu Invest GmbH, 11,1% AMAG Arbeitnehmer Privatstiftung, 5% Oberbank Industrie- und Handelsbeteiligungsholding GmbH, 5% Treibacher Industrieholding GmbH, 0,4% AMAG Management, 32,1% Streubesitz Gewinn je Aktie (Euro): 2,02 (20), 2,50 (2011), - (2010) Dividende je Aktie (Euro): 0,60 (20), 1,50 (2011), - (2010) /20 bankundbörse

10 den um 174 USD/t niedrigeren durchschnittlichen Aluminiumpreises um 3 % unter dem Vorjahresniveau von 209 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verringerte sich von 34,6 Mio. Euro im 1. Quartal 20 auf 31,4 Mio. Euro im 1. Quartal 20. Der Rückgang resultierte insbesondere aus dem Wegfall von im 1. Quartal 20 positiv verbuchten Einmaleffekten im Segment Service, Bewertungseffekten im Zusammenhang mit Fremdwährungssicherungsgeschäften im Segment Walzen und dem weiterhin hohen Margendruck im Segment Gießen. Mit diesem Ergebnis hat die AMAG in einem schwierigen Marktumfeld mit sinkenden Aluminiumpreisen einmal mehr Ertragskraft bewiesen. Die gute operative Entwicklung mit solidem Ergebnis und Cashflow gepaart mit einer hohen Eigenkapitalquote und niedrigem Verschuldungsgrad kennzeichnen das aktuelle Quartal, so Gerhard Falch, CEO AMAG Austria Metall AG. Das Betriebsergebnis (EBIT) der AMAG-Gruppe betrug 19,0 Mio. Euro (1. Quartal 20: 22,4 Mio. Euro). Das Konzernergebnis nach Steuern reduzierte sich von 18,7 Mio. Euro im 1. Quartal 20 auf 15,0 Mio. Euro im 1. Quartal 20. Ausblick Auf Basis des guten Auftragsstandes zum Ende des 1. Quartals 20 geht AMAG von einer Vollauslastung der Kapazitäten im 2. Quartal 20 aus. Die unsicheren Rahmenbedingungen am Markt lassen eine präzise Vorschau auf das Jahresende derzeit nicht zu. Das Segment Gießen ist von der Konzentration auf den europäischen Markt und von einem hohen Anteil an Automobilprodukten gekennzeichnet. Die Absatzprognosen für die europäische Automobilindustrie sind für das Jahr 20 rückläufig und daher erwartet AMAG weiterhin einen hohen Margendruck. Eine Entspannung ist derzeit nicht absehbar. Der allgemeine Trend eines Wachstums im Leichtbau bleibt jedoch aufrecht. Zusammenfassend erwarten wir aus operativer Sicht wiederum ein erfolgreiches Jahr, wenngleich die oben genannten Einflussfaktoren zu einer leichten Abschwächung des Ergebnisses im Vorjahresvergleich führen könnten, so Gerhard Falch abschließend. > 10 Zertifikate Forum Austria Auszeichnungen für die besten Emittenten und Zertifikate Österreichs Bereits zum siebenten Mal wurde heuer der Zertifikate Award Austria vergeben, bei dem die Emittenten für die besten und innovativsten Produkte ausgezeichnet wurden. Als Gesamtsieger über insgesamt sieben Kategorien ging zum wiederholten Male die Raiffeisen Centrobank vor Erste Group Bank AG und UniCredit onemarkets hervor. Das Match um das beste Österreich-Zertifikat des Jahres konnte ebenfalls die Raiffeisen Centrobank für sich entscheiden, Platz 2 und 3 gingen in dieser Kategorie an die Erste Group Bank Kategorien und Preise bankundbörse 19-20/ Info & Service 1. Raiffeisen Centrobank AG 2. UniCredit onemarkets 3. BNP Paribas Discount-Zertifikate und Aktienanleihen 1. Raiffeisen Centrobank AG 2. Erste Group Bank AG 3. Vontobel Österreich-Zertifikat des 1. Raiffeisen Centrobank AG 2. Erste Group Bank AG 3. Commerzbank Jahres Index- und Partizipations-Zertifikate 1. Royal Bank of Scotland 2. Raiffeisen Centrobank AG 3. UBS Anlageprodukte mit Kapitalschutz 1. Raiffeisen Centrobank AG 2. UniCredit onemarkets 3. Société Générale Hebelprodukte 1. BNP Paribas 2. Erste Group Bank AG 3. Raiffeisen Centrobank AG Bonus- und Express-Zertifikate 1. BNP Paribas 2. Raiffeisen Centrobank AG 3. Erste Group Bank AG Gesamtwertung Bester Emittent 1. Raiffeisen Centrobank AG 2. Erste Group Bank AG 3. UniCredit onemarkets Publikumspreis 1. Volksbank Investments 2. Raiffeisen Centrobank AG 3. UniCredit onemarkets 19-20/20 bankundbörse

11 AG und die Commerzbank. Im Vorfeld der Veranstaltung wählte das Publikum zudem sein Zertifikate- Haus des Jahres : Die meisten Stimmen konnte hier die Volksbank Investments auf sich vereinen. Der Zertifikate Award Austria kürt die Besten der Besten und ist eine Auszeichnung für die kontinuierliche Arbeit, die die Emittenten das ganze Jahr über leisten, zeigt sich Heike Arbter, Vorsitzende des Vorstandes des Zertifikate Forum Austria, über den Erfolg der Veranstaltung erfreut. Obwohl Zertifikate noch immer ein vergleichsweise junges Produkt sind, erkennen Privatanleger immer mehr die Vorzüge dieses Anlageinstrumentes. Gerade im aktuellen Niedrigzinsumfeld werden Zertifikate zunehmend als Alternative zwischen Sparbuch und Aktie in der Vermögensveranlagung gesehen. Zertifikate sind oftmals die Antwort bei der Suche der Anleger nach höherer Rendite bei gleichzeitig verträglichem Risiko, um nach Berücksichtigung der Inflation keinen Vermögensverlust zu erleiden. Aktuell sind österreichische Privatinvestoren mit rund,4 Mrd. Euro in Zertifikaten investiert. Auch das ist ein schöner Erfolg, so Arbter. Insgesamt 18 Emittenten reichten in diesem Jahr ihre Produkte ein und ließen diese von einer unabhängigen Jury bewerten. Die 17-köpfige Jury setzte sich aus Asset-Managern, Retail-Bankern, Online-Brokern und Finanzjournalisten zusammen. Die Objektivität und Unabhängigkeit des Evaluierungs- und Abstimmungsprozesses wurden von der renommierten Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Ernst & Young geprüft und bestätigt. > 11 Miba Umsatz- und Ergebnisplus Die Miba Gruppe konnte das Ergebnis des Vorjahres abermals steigern. Der Konzernumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 20/ stieg auf 606,6 Mio. Euro, das EBIT auf 69,9 Mio. Euro. Insgesamt 80 Mio. Euro Zukunfts-Investitionen tätigte der Konzern 20 in Kapazitätserweiterung, Forschung & Entwicklung sowie in Aus- und Weiterbildungsprogramme. Während die Nachfrage nach unseren Komponenten für Motoren und Getriebe im ersten Halbjahr erfreulich hoch war, setzte sich dieser Trend im zweiten Halbjahr nicht fort, relativiert Peter Mitterbauer das insgesamt erfreuliche Ergebnis. Umso mehr setzen wir jetzt auf Maßnahmen wie die Standardisierung von Kernprozessen und bereiten intensiv Produktneueinführungen in allen Geschäftsbereichen vor. Damit schaffen wir die Grundlagen für das Bestehen in einem volatilen Marktumfeld und weiterhin profitables Wachstum, bekräftigte F. Peter Mitterbauer, der im Juli den Vorstandsvorsitz von seinem Vater übernehmen wird. Marktanteile in Motoren- und Fahrzeugindustrie gesichert Dank konsequenter Fokussierung auf Technologieführerschaft, einer soliden finanziellen Basis sowie hoch qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten wir unsere Marktanteile in der internationalen Motoren- und Fahrzeugindustrie erfolgreich behaupten, so Peter Mitterbauer. In dieser Branche ist die Miba mit der Entwicklung und Produktion von Gleitlagern, Sinterformteilen, Reibbelägen, Leistungselektronik-Komponenten und Sondermaschinen wichtiger Partner für alle namhaften Hersteller. Miba steigerte den Konzernumsatz 20/ gegenüber dem Vorjahr um,9 Mio. Euro auf 606,6 Mio. Euro. Miba Aktie bankundbörse 19-20/ Euro Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung: 75,3 Mio. Euro Aktionärsstruktur: ISIN: AT ,92% Mitterbauer Beteiligungs-AG, 17,47% Streubesitz, 5,61% Eigene Aktien Gewinn je Aktie (Euro): 33,48 (2011), 33,99 (2010), 9,93 (2009) Dividende je Aktie (Euro): 8,00 (2011), 7,00 (2010), 2,50 (2009) /20 bankundbörse

12 Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf 69,9 (2011/: 67,0) Mio. Euro. Insgesamt 80 Mio. Euro investierte das Unternehmen weltweit in den Ausbau von Kapazitäten (51 Mio. Euro), Forschung & Entwicklung (28,2 Mio. Euro) sowie Ausund Weiterbildung (1,6 Mio. Euro). Einen Teil davon finanzierte Miba bereits aus dem Erlös der im Februar 20 begebenen Unternehmensanleihe. Es macht mich stolz, dass wir auch im aktuellen Erfindungsranking des österreichischen Patentamtes wieder einen Spitzenplatz belegen konnten, so Peter Mitterbauer. Mit 21 Neuanmeldungen belegte die Miba 20 den fünften Platz unter den innovativsten Unternehmen Österreichs. aber längerfristig mit einer spürbaren Erholung. Die Zeichen stehen gut insbesondere für China und die USA, so F. Peter Mitterbauer. Am chinesischen Standort wird Miba in den kommenden Jahren mehr als 30 Mio. Euro in zusätzliche Produktionskapazitäten investieren, in den USA bereitet sich das Unternehmen auf einen weiteren Großauftrag aus der nordamerikanischen Baumaschinenindustrie vor. Unser Stammsitz ist und bleibt jedoch das Salzkammergut. Hier investieren wir zum Beispiel in eine neue Vormaterialfertigung für Gleitlager, und hier ist auch das Herz unserer Forschung & Entwicklung angesiedelt, bekräftigt F. Peter Mitterbauer. > Ausblick: Wachstum in China und USA Trotz des vorsichtig positiven Ausblicks des Internationalen Währungsfonds mit einem weltweiten Wirtschaftswachstum von 3,5 % ist die Entwicklung auf den Absatzmärkten der Miba schwer vorhersehbar: In den ersten Monaten 20/14 setzte sich die zurückhaltende Entwicklung des zweiten Halbjahres 20/ fort. Ausnahmen sind die Automobilbranche in den USA und der Lkw-Markt in China, der wieder anzuziehen beginnt. Für das Gesamtjahr 20/14 können wir nicht mit Sicherheit von weiterem Wachstum ausgehen, rechnen Die Miba Gruppe bankundbörse 19-20/ Die börsennotierte Miba AG zählt zu Österreichs führenden Industrie- und Technologieunternehmen in Laakirchen (OÖ) gegründet, entwickelt und produziert die High-Tech-Gruppe heute an mehr als 20 Standorten in elf Ländern. Miba Produkte sind in Pkw, Lkw, Baumaschinen, Zügen, Schiffen, Flugzeugen und Kraftwerken der weltweit jeweils führenden Hersteller zu finden. Spezialisiert ist das Unternehmen auf Gleitlager, Reibbeläge, Sinterformteile und Beschichtungen. Weiters fertigt die Miba passive elektronische Bauelemente wie Widerstände und Entwärmungssysteme, die u.a. bei Energieübertragungssystemen benötigt werden. Darüber hinaus entwickelt und produziert das Unternehmen Sondermaschinen zur präzisen mechanischen Bearbeitung von Großbauteilen. Miba beschäftigt mehr als Mitarbeiter, die Hälfte davon in Österreich. Intercell Abschluss der Verschmelzung mit Vivalis Die Verschmelzung von Intercell AG und Vivalis SA geht ins Finale. Wie Intercell mitteilt, wurden nun durch die Einreichung der relevanten Dokumente beim Handelsregister des Handelsgerichts Lyon die letzten administrativen Schritte zum Abschluss der Verschmelzung der zwei Unternehmen zur Bildung von Valneva SE eingeleitet. Intercell-Aktionäre erhalten am erwarteten Abschlussstichtag 28. Mai 20 für je 40 Intercell-Aktien (ISIN AT ) neue Stammaktien und neue Vorzugsaktien von Valneva. Der Umtausch der Aktien erfolgt automatisch und ohne Kosten für Aktionäre. Aktienspitzen von weniger als einer neuen Valneva- Aktie werden über die Börse verkauft und die Erlöse werden den jeweiligen Aktionären spesenfrei in bar gutgeschrieben. Vivalis-Aktien (ISIN FR ) sind vom Umtausch nicht betroffen und bestehen weiter, jedoch mit neuem Namen Valneva. Die Valneva- Aktien werden sowohl an der NYSE Euronext Paris als auch der Wiener Börse gehandelt. Intercell-Aktien werden mit Marktschluss des 21. Mai 20 vom Handel an der Wiener Börse ausgesetzt, um die Abwicklung aller Orders vor dem Umtausch in Stammaktien und Vorzugsaktien von Valneva zu ermöglichen. Die Valneva-Stammaktien (ISIN FR ) werden ab 28. Mai 20 im Prime Markt-Segment der Wiener Börse unter dem Ticker-Symbol VLA und weiterhin im geregelten Markt der NYSE Euronext Paris unter dem Ticker-Symbol VLS.PA notieren. Die Valneva- Vorzugsaktien (ISIN FR ) werden ab 28. Mai 20 im geregelten Markt des NYSE Euronext Paris unter dem Ticker-Symbol VLSpr.PA und im unregulierten Dritten Markt der Wiener Börse unter dem Ticker- Symbol VLAP gehandelt werden. > 19-20/20 bankundbörse

13 Palfinger Quartalsumsatz und ergebnis leicht gesteigert Die PALFINGER Gruppe verzeichnete im 1. Quartal des Geschäftsjahres 20 angesichts der unverändert schwierigen Wirtschaftslage einen sehr zufrieden stellenden Geschäftsverlauf. Der Konzernumsatz konnte auf Vorjahresniveau gehalten und das Ergebnis leicht gesteigert werden. Wir sind tatsächlich mehr als zufrieden einerseits, weil wir das Wachstum von PALFINGER fortsetzen konnten, andererseits, weil dies den Erfolg unserer Strategie bestätigt. Ohne die konsequente Internationalisierung außerhalb Europas und die neue Business Area Marine Palfinger Kennzahlen bankundbörse 19-20/ 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 223,9 225,8 0,8% EBITDA 25,0 25,4 1,6% EBIT 17,7 18,1 2,0% Ergebnis vor Steuern 14,7 15,6 6,0% Konzernergebnis 10,7 11,0 3,0% Investitionen in Sachanlagen,5 7,0-43,9% Eigenkapital 344,9 363,5 5,4% würde unser Geschäft heute nicht so positiv verlaufen, so Herbert Ortner, Vorstandsvorsitzender der PALFINGER AG. Der Umsatz des 1. Quartals 20 liegt mit 225,8 Mio. Euro knapp über dem Wert des 1. Quartals 20 von 223,9 Mio. Euro. Während in Europa aufgrund des schwierigen Umfelds Rückgänge zu verzeichnen waren, ermöglichte die positive Entwicklung in Nordund Südamerika sowie Russland, dass dieses hohe Umsatzniveau gehalten werden konnte. In der Business Area Marine trug die Ende 20 erfolgte Akquisition von Palfinger Dreggen zum Umsatzwachstum bei. Das EBIT der ersten drei Monate 20 erhöhte sich um 1,9 % auf 18,1 (1. Quartal 20: 17,7) Mio. Euro. Dazu haben maßgeblich die Regionen außerhalb Europas und die Business Area Marine beigetragen. Die EBIT- Marge konnte somit gegenüber dem Vorjahr leicht auf 8,0 % erhöht werden. Das Konzernergebnis liegt mit 11,0 Mio. Euro ebenfalls über dem Vergleichswert des Vorjahres (10,7 Mio. Euro). Die erfolgte Restrukturierung zuvor schwacher Business Units und die Flexibilisierung in allen Bereichen trugen dazu bei, dass PALFINGER trotz der Umsatzverschiebung diese Ergebnissteigerung erreichen konnte. In Europa war im 1. Quartal 20 ein weiterer Nachfragerückgang spürbar. Nordamerika entwickelt sich nun bereits seit zwei Jahren sehr erfreulich, in Südamerika konnte das gute Niveau nach den Steigerungen der vergangenen Quartale gehalten werden. Der Geschäftsverlauf in Asien zeigte im Berichtszeitraum einen Aufwärtstrend. Auch das chinesische Joint Venture mit Sany wird in Zukunft einen positiven Effekt auf die Geschäftsentwicklung haben. PALFINGER führte im Berichtszeitraum seine strategischen Projekte konsequent fort. Die Internationalisierungsbestrebungen bleiben im Fokus, die weitere Flexibilisierung wird insbesondere auch im Verwaltungsbereich fortgesetzt. Innovationen verbessern zunehmend Prozesse und Produkte. In Italien gründete PALFINGER im Februar ein Joint Venture, das sich auf Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Hubarbeitsbühnen spezialisiert. Palfinger Platforms Italy S.r.l. wird das bestehende Produktportfolio der PALFINGER Hubarbeitsbühnen um technisch einfache und preisgünstige Aufbauten erweitern. Dadurch soll auch das volumenstarke Marktsegment für Lkws bis 3,5 t erschlossen werden. Palfinger Aktie bankundbörse 19-20/ Euro ISIN: AT Analystenempfehlung Kursziel Empfehlung Erste Bank 22,50 Reduce Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung: 907 Mio. Euro Aktionärsstruktur: 65% Familie Palfinger, 5% Delta Lloyd, 1% Palfinger AG, 29% Streubesitz Gewinn je Aktie (Euro): 1,15 (20), 1,19 (2011), 0,68 (2010), -0,22 (2009) Dividende je Aktie (Euro): 0,38 (20), 0,38 (2011), 0,22 (2010), 0,00 (2009) 19-20/20 bankundbörse

14 Die Eigenkapitalquote der PALFINGER Gruppe lag zu Quartalsende mit 43,1 % weiterhin auf hohem Niveau. Die Nettofinanzverschuldung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr vor allem durch die Emission eines Schuldscheindarlehens in Höhe von 77,5 Mio. Euro im Oktober 20 und die Refinanzierung ausreifender Darlehen. Dadurch stieg die Gearing Ratio von 56,6 % zum 31. März 20 auf 62,4 % zum Berichtsstichtag. Der operative Cashflow erhöhte sich von 7,5 Mio. Euro in den ersten drei Monaten 20 auf 18,0 Mio. Euro im 1. Quartal 20. Der Free Cashflow betrug 10,9 Mio. Euro nach 5,5 Mio. Euro im Vergleichsquartal. Ausblick Die drei strategischen Säulen der PALFINGER Gruppe Internationalisierung, Innovation und Flexibilisierung haben in Zusammenhang mit den veränderten Marktbedingungen in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Sie werden konsequent weiterverfolgt, um auch in Zukunft nachhaltig profitables Wachstum zu generieren. Die Internationalisierung wird insbesondere in China, Brasilien, Russland bzw. in der Business Area Marine forciert. Die Etablierung des Joint Ventures in China sollte ebenfalls bereits im Laufe des Jahres 20 erste Erfolge zeigen. Bis zum Jahr 2017 sieht PALFINGER das Potenzial, den Jahresumsatz auf rund 1,8 Mrd. Euro zu verdoppeln. Das soll vor allem dadurch erreicht werden, dass die gesamte Produktpalette verstärkt in den BRIC-Märkten eingeführt wird. Auch die Business Area Marine birgt großes Potenzial. Das Management plant, dieses langfristige Umsatzziel durch organisches, aber auch anorganisches Wachstum zu erreichen. > 14 VERBUND Solides Quartalsergebnis VERBUND präsentiert für das Quartal 1/20 eine solide Geschäftsentwicklung in einem schwierigen energiewirtschaftlichen und gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Das operative Geschäft im ersten Quartal 20 war von erhöhter Wasserkrafterzeugung aufgrund guter Wasserführung der österreichischen und bayerischen Flüsse positiv beeinflusst. Das insgesamt rückläufige Niveau der Großhandelspreise für Strom belastete die Ergebnisentwicklung jedoch ebenso, wie die nach wie vor schwierige wirtschaftliche Situation für Gaskraftwerke. Ein negativer Ergebnisbeitrag der italienischen Sorgenia verringerte das Konzernergebnis. Die EBITDA-Prognose für das Geschäftsjahr 20 von rund 1 Mrd. Euro bleibt aufrecht und wird durch die gute Wasserführung der ersten drei Monate gestützt. Für das Geschäftsjahr 20 ist geplant, die Dividende zu erhöhen und insgesamt 1 Euro/Aktie auszuschütten. Grund dafür ist der erfolgreiche Abschluss des Asset Swaps mit E.ON am 24. April, dessen bilanzielle Darstellung im zweiten Quartal 20 erfolgt und an dessen Wertrealisierung die Aktionäre teilhaben werden. Wolfgang Anzengruber, VERBUND-Vorstandsvorsitzender: Mit unserer Fokussierung auf Wasserkraft und die Märkte Österreich und Deutschland ist VER- BUND sehr gut für den massivsten Umbruch des Strommarkts seit der Liberalisierung im Jahr 1999 gerüstet. Mit dem Tausch unserer Türkei-Beteiligung gegen Anteile an bayrischen Wasserkraftwerken, die uns nun zu 100 % gehören, verbessern wir unsere Kapitalstruktur und das Risikoprofil und stärken unser erneuerbares Erzeugungsportfolio mit Fokus auf Wasserkraft. Gaskraftwerke und Sorgenia-Beteiligung belasten Die operative Geschäftsentwicklung im ersten Quartal 20 war von einer guten Wasserführung positiv beeinflusst. Die Erzeugung der Jahresspeicherkraftwerke stieg deutlich um 8,8 %. Damit stieg die Erzeugung VERBUND Kennzahlen bankundbörse 19-20/ 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 837,8 862,3 2,9% EBITDA 348,8 3,3-10,5% EBITDA-Marge 41,6% 36,2% - EBIT 283,7 233,7-17,6% EBIT-Marge 33,9% 27,1% - Konzernergebnis 9,1 77,1-40,3% Gewinn je Aktie (Euro) 0,37 0,22-40,5% Cashflow (operativ) 246,1 285,1 15,8% Nettoverschuldungsgrad 82,0% 60,7% /20 bankundbörse

15 aus Wasserkraft insgesamt um 3,5 %. Die Erzeugung aus Wärmekraft sank hingegen um 9,1 %. Das 20 in Vollbetrieb gegangene Gas-Kombikraftwerk Mellach in der Steiermark erzeugte 284 GWh ( 111 GWh). Die Erzeugung der anderen thermischen Kraftwerke von VERBUND in Österreich war nahezu stabil ( 7 GWh). Die zwei Gas-Kombikraftwerke in Frankreich erzeugten weniger Strom ( 43 GWh). Die Windkraft-Anlagen erzeugten 8 GWh (+87 GWh). Insgesamt war die Eigenerzeugung von VERBUND im ersten Quartal 20 um 1,9 % höher als im ersten Quartal 20. Das EBITDA reduzierte sich um 10,5 % auf 3,3 Mio. Euro, das operative Ergebnis sank um 17,6 % auf 233,7 Mio. Euro. Das Konzernergebnis verringerte sich um 40,3 % auf 77,1 Mio. Euro. Verantwortlich dafür war vor allem der negative Beitrag der italienischen Sorgenia, im Wesentlichen beeinflusst durch eine Wertminderung ihrer 39%igen Beteiligung an der Tirreno Power S.p.A. Der daraus resultierende Ergebniseffekt für VERBUND betrug im ersten Quartal 20 insgesamt 38,4 Mio. Euro. Der Cashflow aus operativer Tätigkeit betrug 285,1 Mio. Euro und verbesserte sich um 15,8 %. Der Free Cashflow verbesserte sich deutlich von -144,8 Mio. Euro im ersten Vorjahresquartal auf nun 53,4 Mio. Euro. Kosten senken und Kapitalstruktur stärken Die fordernden Rahmenbedingungen für Stromversorger verlangen eine verstärkte Kostendisziplin. Im ersten Schritt setzt VERBUND 20 die Ausgabensenkung konzernweit fort und erarbeitet weitere Maßnahmen. Das Investitionsprogramm bis 2017 wurde von 2,2 Mrd. Euro auf 1,5 Mrd. Euro reduziert. Im Bereich Wasserkraft wird der Bau des 430 MW-Pumpspeicher-Kraftwerks Reißeck II/Kärnten (Inbetriebnahme 2014) fortgesetzt und das 50 MW-Laufwasserkraftwerk Ashta/Albanien in 20 fertiggestellt. Darüber hinaus modernisiert das Unternehmen laufend bestehende Anlagen und erhöht so die Effizienz seiner Kraftwerke. > 15 VERBUND Aktie bankundbörse 19-20/ Euro ISIN: AT Analystenempfehlung Kursziel Empfehlung Erste Bank 16,10 Hold Raiffeisen 19,00 Buy Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung: Mio. Euro Aktionärsstruktur: 51% Republik Österreich. 25 % Syndikat EVN und Wiener Stadtwerke, 5 % TIWAG, 20 % Streubesitz Gewinn je Aktie (Euro): 1, (20), 1,02 (2011), 1,28 (2010), 2,09 (2009) Dividende je Aktie (Euro): 0,60 (20), 0,55 (2011), 0,55 (2010), 1,25 (2009 inkl. Sonderdividende 0,25) Wiener Börse Preis 20 Post, Palfinger, OMV und Andritz als Sieger Bei der diesjährigen Wiener Börse Preis-Verleihung wurden einmal mehr heimische börsenotierte Unternehmen ausgezeichnet. Der Wiener Börse Preis 20 wurde an insgesamt zehn Unternehmen in vier Kategorien verliehen. Als Sieger für den ATX-Preis ging diesmal die Post hervor. Es folgten Andritz und AMAG. Die Nummer eins beim Small & Mid Cap-Preis ist Palfinger, gefolgt von Flughafen Wien AG und Rosenbauer. Als Sieger für den Corporate Bond-Preis wurde OMV gekürt. Auf Platz 2 und 3 folgen Wienerberger und STRABAG. Den Privatanleger-Preis erhielten Andritz, vor Erste Group Bank und OMV. Die Initiatoren dieser Auszeichnung sind das Aktienforum, der Cercle Investor Relations Austria (C.I.R.A.), die Oesterreichische Nationalbank (OeNB), die Österreichische Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management (ÖVFA), die Vereinigung Österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG), die Wiener Börse und der Kapitalmarktbeauftragte des Bundesministeriums für Finanzen. Die Wiener Börse Preise wurden heuer bereits zum sechsten Mal vergeben. Börsenotierte Unternehmen gehören zu den größten und besten Unternehmen Österreichs und sie sind sehr wichtig für die heimische Volkswirtschaft. Mit ihren laufenden Investitionen sorgen sie einerseits da /20 bankundbörse

16 für, dass das Innovationstempo in der österreichischen Wirtschaft hoch bleibt und dass andererseits ein ständiger Antrieb zur Verbesserung der Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit gegeben ist. Die an der Wiener Börse gelisteten Unternehmen sind somit auch wichtige Impulsgeber für den Wohlstand Österreichs, sagt Claus J. Raidl, Präsident der Oesterreichischen Nationalbank, im Rahmen der Preisverleihung. Als zentrale Institution am Kapitalmarkt ist es uns ein besonderes Anliegen, gemeinsam mit unseren Partnern, all jene Unternehmen auf die Bühne zu holen, die hinsichtlich Kommunikations- und Informationspolitik am Kapitalmarkt eine Vorreiterrolle einnehmen. Viele an der Wiener Börse notierten Unternehmen behaupten sich nicht nur am Heimmarkt, sondern spielen auch am Weltmarkt eine gewichtige Rolle und haben sich daher zu Recht auch bei internationalen Investoren einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Mit den heute überreichten Preisen wollen wir diese hervorragende Arbeit auszeichnen, so die beiden Vorstände der Wiener Börse, Birgit Kuras und Michael Buhl. > 16 AGRANA Umsatz und operatives Ergebnis mit Rekordwerten Der Zucker-, Stärke und Fruchtkonzern AGRANA verzeichnete im Wirtschaftsjahr 20/ mit einem Umsatzanstieg um 18,9 % auf 3,07 Mrd. Euro und einer Verbesserung des operativen Ergebnisses um 1,9 % auf 236,9 Mio. Euro neue Rekordwerte. Möglich war dies durch höhere Absatzmengen in allen drei Segmenten sowie ein höheres Verkaufspreisniveau bei Quotenzucker. Im Segment Frucht belasteten Reorganisationsmaßnahmen in Europa sowie Rückstellungen auf Grund aufgedeckter Unregelmäßigkeiten bei einer mexikanischen Tochtergesellschaft das Ergebnis der Betriebstätigkeit mit 19,1 Mio. Euro. Wegen Insidergeschäfte des Firmenmanagements bei der AGRANA Fruit Mexiko mit Kunden und Lieferanten hat der Konzern für mögliche Forderungsausfälle in der Bilanz 20/ Vorsorgen in der Höhe von 14,8 Mio. Euro gebildet. Es habe eine personelle Verflechtung zwischen dem Management der Mexiko-Tochter und Lieferanten sowie Kunden gegeben, erklärte Agrana-Finanzvorstand Walter Grausam. Der Generaldirektor von AGRANA Fruit Mexiko, der Finanzchef und Einkaufsleiter sowie vier weitere Mitarbeiter seien gefeuert worden. Derzeit kann die AGRANA den Schaden noch nicht genau beziffern, hofft aber, dass die firmeneigene Vertrauensschutzversicherung die möglichen Ausfälle abdeckt. Im Segment Frucht wurden auch Reorganisationsmaßnahmen eingeleitet. Notwendig wurde dies aufgrund der Marktbedingungen in Europa stagnierender Markt, Änderungen im Konsumverhalten, zunehmende Konzentration in der Molkereiindustrie. Deshalb hat sich AGRANA zur Zusammenlegung der zwei europäischen Regionen West- und Zentraleuropa entschlossen. Diese Restrukturierung erfordert für die Personalreduktion und für Prozessanpassungen einen Aufwand von 4,3 Mio. Euro. AGRANA Kennzahlen bankundbörse 19-20/ 2011/ 20/ Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 2.577, ,9 18,9% Segment Zucker 884,4 1.1,5 26,8% Segment Stärke 764,3 804,3 5,2% Segment Frucht 928, ,1 22,7% Operatives Ergebnis 232,4 236,9 1,9% Segment Zucker 1,3 119,1 6,1% Segment Stärke 81,9 72,6-11,4% Segment Frucht 38,2 45,2 18,3% Ergebnis vor Steuern 206,3 190,2-7,8% Konzernergebnis 155,7 156,5 0,5% Ergebnis je Aktie (Euro) 10,73 10,52-2,0% Dividende je Aktie (Euro) 3,60 3,60 0,0% Mitarbeiter ,9% Integration von Ybbstaler Der Umsatz im Segment Frucht legte im Geschäftsjahr 20/ um 22,7 % auf 1.140,1 Mio. Euro zu. Das operative Ergebnis konnte mit 45,2 Mio. Euro den Vorjahreswert von 38,2 Mio. Euro deutlich übertreffen. Die Verkaufspreise für Fruchtzubereitungen lagen im Vergleich zum Vorjahr auf gutem Niveau und spiegelten den Anstieg der Rohstoffkosten wider. Die Produktionsmenge von Fruchtsaftkonzentraten konnte um rund 75 % gesteigert werden. Der in diesem Bereich 19-20/20 bankundbörse

17 erreichte volumenbedingte Umsatzanstieg resultierte zum Teil auch aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der Ybbstaler Fruit Austria GmbH ab 1. Juni 20. Der Umsatz im Segment Zucker stieg im Geschäftsjahr 20/ um 26,8 % auf 1.1,5 Mio. Euro. Das operative Ergebnis lag mit 119,1 Mio. Euro über dem Vorjahreswert (1,3 Mio. Euro). Ausreichende Mengen an Nicht-Quotenzucker, flexibles Reagieren auf sich ändernde Marktbedingungen, die gute Preisentwicklung bei Quotenzucker und die positive Entwicklung im Nebenproduktbereich (Trockenschnitzel und Melasse) trugen zur positiven Entwicklung im Segment Zucker bei. Im Segment Stärke legte der Umsatz um 5,2 % auf 804,3 Mio. Euro zu. Diese Zuwächse konnten durch AGRANA Aktie bankundbörse 19-20/ Euro ISIN: AT Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung: Mio. Euro Aktionärsstruktur: 75,5% Z&S Zucker und Stärke Holding AG, Wien, 24,5% Streubesitz Gewinn je Aktie (Euro): 10,52 (20/), 10,73 (2011/), 5,95 (2010/11) Dividende je Aktie (Euro): 3,60 (20/), 3,60 (2011/), 2,40 (2010/11) höhere Verkaufsmengen sowie bessere Verkaufspreise bei den Verzuckerungsprodukten erzielt werden. Das operative Ergebnis von 72,6 Mio. Euro lag um 9,3 Mio. Euro unter dem Rekord-Vorjahreswert. Die hohe Profitabilität des ersten Halbjahres konnte auf Grund der trockenheitsbedingt gestiegenen Rohstoffaufwendungen im zweiten Halbjahr im Gesamtjahr nicht gehalten werden. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet AGRANA einen leichten Umsatzanstieg. Es wird zwar mit einem soliden, aber etwas niedrigeren Ergebnis als im Vorjahr gerechnet. Das Investitionsvolumen (rund 143 Mio. Euro) wird heuer wieder deutlich über dem Abschreibungsniveau liegen. > Kennzahlen börsenotierter Unternehmen BDI -BioEnergy 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 6,4 7,9 +23,8% EBIT 0,27 0,31 +15,4% EBIT-Marge 4,2% 3,9% - 17 Ergebnis vor Steuern 0,56 0,52-7,2% Periodenergebnis 0,54 0,50-7,2% Ergebnis je Aktie (Euro) 0,14 0, -0,1% Cashflow operativ -2,0 1,6 - Binder+Co 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 17,47 22,07 +26,3% EBIT 1,03 0,94-8,7% EBIT-Marge 5,9% 4,3% - Ergebnis vor Steuern 1,00 0,86-14,0% Periodenergebnis 0,57 0,59 +3,5% Ergebnis je Aktie (Euro) 0, 0,11-15,4% BWT 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 119,14 119,84 +0,6% EBITDA 10,53 9,72-7,7% EBIT 6,69 6,02-10,0% Ergebnis vor Steuern 6,24 5,15-17,5% Periodenergebnis 4,32 3,57-17,4% Ergebnis je Aktie (Euro) 0,26 0,21-19,2% Semperit 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 201,8 215,2 +6,6% EBITDA 24,4 29,3 +20,4% EBIT 16,5 18,8 +,5% Priodenergebnis 11,6,5 +7,5% EBITDA-Marge,1%,6% - EBIT-Marge 8,2% 8,7% - Ergebnis je Aktie (Euro) 0,56 0,60 +6,6% SW Umwelttechnik 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 7,7 5,4-29,9% EBITDA -0,9-1,3 - EBIT -1,8-2,2 - Ergebnis vor Steuern -1,1-3,3 - update software 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Umsatz 8,03 7,85-2,2% EBIT -0,35-1,02 - Ergebnis vor Steuern -0,17-0,96 - Periodenergebnis -0,23-1,00 - Ergebnis je Aktie (Euro) -0,02-0, /20 bankundbörse

18 Telekom Austria Group Höherer Nettogewinn Die Telekom Austria Group hat im 1. Quartal 20 Umsatzerlöse von 1.049,0 Mio. Euro erwirtschaftet, was einen Rückgang um 0,6 % im Vergleich zum 1. Quartal des Vorjahres bedeutet. Das bereinigte EBITDA der Gruppe ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6,8 % auf 336,9 Mio. Euro zurück. Trotzdem konnte aufgrund geringerer Abschreibungen und niedriger Zinsaufwendungen der Nettogewinn um 18,4 % auf 55,5 Mio. Euro gesteigert werden. Wir konnten im 1. Quartal 20 mit soliden Ergebnissen in ein weiteres schwieriges Geschäftsjahr starten. Der nahezu stabile Umsatz und die Gewinnsituation sind positive Zeichen. Wir sind als Technologieführer insbesondere bei 4G/LTE in einer exzellenten Startposition für die Zukunft. Zudem fokussieren wir mehr denn je auf operative Effizienz, um dem wettbewerbsbedingten und makroökonomischen Druck zu begegnen, kommentiert Hannes Ametsreiter, Generaldirektor der Telekom Austria Group, die Entwicklung im 1. Quartal 20. Auf Grund des harten Wettbewerbs und der regulatorischen Eingriffe sanken die Umsatzerlöse in Österreich um 3,7 % auf 680 Mio. Euro und in Bulgarien um 15,8 % auf 97,5 Mio. Euro. Die Segmente Weißrussland und Weitere Märkte (Slowenien, Republik Serbien, Republik Mazedonien und Liechtenstein) Telekom Austria Aktie bankundbörse 19-20/ Euro Analystenempfehlungen Kursziel Empfehlung Erste Bank 4,50 Sell Raiffeisen 6,80 Hold Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung: Mio. Euro Aktionärsstruktur: ISIN: AT ,42% Republik Österreich, 16,025% RPR Privatstiftung, 6,75% Amérika Móvil, 48,8% Streubesitz und Telekom Austria AG Gewinn je Aktie (Euro): 0,23 (20), -0,57 (2011), +0,44 (2010), +0,22 (2009) Dividende je Aktie (Euro): 0,05 (20), 0,38 (2011), 0,75 (2010), 0,75 (2009) konnten jedoch im Jahresvergleich ein Umsatzwachstum von 35,6 % auf 81,6 Mio. Euro bzw. von 9,9 % auf 108,7 Mio. Euro verzeichnen. Kroatien bleibt dank der positiven Entwicklung des Festnetzgeschäftes mit einem Minus von 0,5 % bei einem Umsatzvolumen von 92,1 Mio. Euro nahezu stabil. Die gute Umsatzentwicklung in Weißrussland und den Weiteren Märkten konnte die Rückgänge in Österreich und Bulgarien beinahe zur Gänze ausgleichen. Die Telekom Austria Group begegnet dem stetigen Margen Druck mit einer Reihe von internen Effizienzsteigerungsprogrammen. Ergänzend haben wir Maßnahmen ausgearbeitet, um unsere Umsätze abzusichern: Wir haben uns dazu entschieden, unsere Position als Premium Anbieter zu festigen und Kunden mit hochwertigen Endgeräten an das Unternehmen zu binden. Dadurch erhöhen wir zwar kurzfristig operative Kosten, zielen damit aber auf eine zumindest mittelfristige Absicherung von wichtigen Umsatzerlösen ab, erklärt Hans Tschuden, Finanzvorstand und stellvertretender Generaldirektor der Telekom Austria Group, die aktuelle Preispolitik. Regulatorische Rahmenbedingungen und wirtschaftliches Umfeld weiterhin schwierig Die schwache Konjunktur in einigen Märkten sowie ein intensiver Wettbewerb auf allen Hauptmärkten der Gruppe stellen eine Herausforderung dar, wodurch die Preise nach unten gedrückt werden. Darüber hinaus reduzieren regulatorische Vorschriften in Form von Senkungen der Zusammenschaltungs- und Roaming Tarife die Umsätze weiter, vor allem in Segmenten, die sich an den EU-Gleitpfad für mobile Terminierungsentgelte halten müssen. Die negativen Effekte 18 Telekom Austria Kennzahlen bankundbörse 19-20/ 1.Qu.20 1.Qu.20 Verände- Mio. EUR Mio. EUR rungen Konzernumsatz 1.055, ,0-0,6% EBITDA bereinigt 361,4 336,9-6,8% EBIT 1,0 117,8 5,2% Nettoergebnis 46,9 55,5 18,3% Investitionen 145,8 149,0 2,2% Mitarbeiter ,8% 19-20/20 bankundbörse

19 aus Regulierung beliefen sich im 1. Quartal 20 umsatzseitig auf Konzernebene auf einen Betrag von 20,9 Mio. Euro. Der Rückgang des Gruppen-EBITDA war somit knapp zur Hälfte (46,7 %) durch regulatorische Eingriffe bedingt. Die Investitionen der Gruppe stiegen im 1. Quartal 20 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,2 % auf 149,0 Mio. Euro an. Ausblick Die Ergebnisse der ersten drei Monate des Jahres haben die Erwartungen der Telekom Austria Group für das Gesamtjahr 20 weitgehend bestätigt. Das Management geht davon aus, dass die Ergebnisse weiterhin von einer Reihe externer Faktoren, wie wettbewerbsintensive Märkte, Regulierungsmaßnahmen und makroökonomische Gegenwinde, beeinträchtigt werden. Auf den Hauptmärkten der Gruppe in Österreich, Bulgarien und Kroatien wird der Preisdruck im Mobilfunkbereich durch intensiven Wettbewerb verstärkt. Auf dem Heimatmarkt der Telekom Austria Group wird dadurch die anhaltende Substitution der Festnetz-Sprachtelefonie durch die Mobilkommunikation angetrieben, und Initiativen für Datentarife im Festnetzbereich werden erschwert. Darüber hinaus werden regulatorische Vorschriften die Geschäfte weiter belasten. > 19 UBM Guter Start ins Jahr 20 Der an der Wiener Börse notierte Immobilienentwickler UBM Realitätenentwicklung AG legte im neuen Geschäftsjahr 20 einen guten Start hin und verzeichnete im ersten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Umsatzanstieg um,6 Mio. Euro oder 37,0 % auf 46,7 Mio. Euro. Noch deutlicher verbesserte sich die Ertragslage. Vor allem dank hoher Wohnungsverkäufe in Deutschland erhöhte sich das konsolidierte Ergebnis um 0,9 Mio. Euro oder 81,8 % auf 2,0 Mio. Euro. Ob sich der positive Trend auch in den nächsten neun Monaten fortsetzen wird ist von den Immobilienverkäufen abhängig. Die Aussichten aber sind günstig. Wie prognostiziert, verbessert sich die Verfassung der für UBM wichtigen Immobilienmärkte Polen und Deutschland. Nicht nur am Wohnungsmarkt nimmt das Investoreninteresse zu. Während sich in Deutschland das Hotelgeschäft erholt, läuft in Polen die Vermietung gewerblicher Immobilien deutlich besser als im Vorjahr. In Erwartung weiterer Erholung hat UBM die Investitionen im 1. Quartal um 47,8 % auf 23,8 (1. Quartal 20: 16,1) Mio. Euro gesteigert. Für 20 sind 100 Mio. Euro budgetiert. Der Fokus liegt auf dem deutschen Wohnungsmarkt, dem Poleczki Business Park in Warschau sowie Büros in Krakau und München. In Frankfurt und Amsterdam befinden sich Hotels in Entwicklung. Auch der Personalstand ist im 1. Quartal 20 kräftig gewachsen. Weil im Jänner das Angelo Hotel München Leuchtenbergring zur Gänze übernommen wurde und das Angelo Hotel München Westpark in Betrieb ging, stieg die Anzahl der Mitarbeiter durch den Zuwachs beim Hotelpersonal um 87 Personen oder 18,9 % auf 548. > Wiener Börse Zuwachs für den Dritten Markt Die Wiener Börse hat in jüngster Zeit für den Dritten Markt other securities mehrfach Zuwachs bekommen. Neu hinzugekommen sind die Aktien von CEE- REF S.A. und Angel Telecom Holding AG sowie die Genusrechte der LIFE Settlement Holding AG. Mit 6. Mai 20 wurden die Aktien der CEEREF S.A. (ISIN: LU ) im Dritten Markt aufgenommen. CEEREF S.A. mit Sitz in Luxemburg ist eine Immobilien Investment- und Entwicklungsgesellschaft mit einem Fokus auf die Region Zentral- und Osteuropa, insbesondere Slowenien und Kroatien. Am. Mai folgte die Aufnahme der Genussrechte von LIFE Settlement Holding AG. Die LIFE SETTLEMENT Holding AG ist eine Gesellschaft, die auf den Erwerb, 19-20/20 bankundbörse

20 das Halten und die Verwaltung von amerikanischen Ablebensversicherungen spezialisiert ist. Das Unternehmen bietet über ihre Genussscheinmodelle interessierten Anlegern die Möglichkeit, sich an einem diversifizierten Portfolio amerikanischer Ablebensversicherungen zu beteiligen. Derzeit verwaltet die Gesellschaft ein Genussscheinvolumen von ca. 20 Mio. Euro in zwei Rechnungskreisen. Der Investmentfokus liegt auf diskontierten US- amerikanischen Ablebensversicherungen mit einer Laufzeit zwischen 1 und 7 Jahren. Jüngstes Mitglied im Dritten Markt der Wiener Börse ist die in der Schweiz ansässige Angel Telecom Holding AG. Das Geschäftsmodell der Holdinggesellschaft und deren operativ tätigen Tochtergesellschaften ist der internationale Handel mit Telefonminuten. Für Ende Mai hat Intercell die Notierung der Valneva Vorzugsaktien im Dritten Markt der Wiener Börse angekündigt. Valneva ist der neue Name der fusionierten Unternehmen Intercell und Vivalis SA. > 20 Euro 35 In einem insgesamt herausfordernden konjunkturellen Umfeld stiegen die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe im ersten Quartal 20 im Vergleich zum Vorjahr um 1 % auf 37,0 (1. Quartal 20: 36,5) Mio. Euro. In den einzelnen Geschäftsbereichen ergibt sich ein differenziertes Bild. Während die Umsätze im Racing/ High Performance Bereich um 2 % auf 32,0 (31,2) Mio. Euro gestiegen sind, sanken die Umsätze im Aerospace-Bereich um 4 % auf 5,1 (5,4) Mio. Euro. Sonderbelastungen wie die Anlaufkosten High-Performance-Bereich in Bruck/Mur haben sich auf die Entwicklung des operativen Ergebnisses dämpfend ausgewirkt. Das Pankl Aktie bankundbörse 19-20/ Pankl Racing Systems AG Reduziertes Wachstum ISIN: AT Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 3,1 Mio. Euro und liegt damit um 1,3 Mio. Euro unter dem Rekordwert des Vorjahres (4,4 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBIT-Marge von 8,2 % (,2 %). Der Umsatz des Segments Racing/High Performance belief sich in den ersten drei Monaten auf 32,0 (31,2) Mio. Euro. Während sich die ersten angelaufenen Projekte im High-Performance-Bereich positiv auf die Umsatzentwicklung auswirkten, ist heuer im Motorkomponentenbereich durch die bevorstehende Formel-1-Reglementänderung im Jahr 2014 von V8-Motoren auf V6-Turbo-Motoren eine veränderte Saisonalität zu erkennen. Das EBIT verringerte sich demgemäß von 3,7 Mio. Euro auf 3,1 Mio. Euro. Die EBIT- Marge liegt bei 9,7 % (,0 %). Im Segment Aerospace sank der Umsatz im ersten Quartal 20 von 5,4 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro bei einem EBIT von 0,1 (0,5) Mio. Euro. Dies entspricht einer EBIT-Marge von 1,9 % nach 9,0 % im Vorjahr. Trotz der anhaltend starken Nachfrage im europäischen Luftfahrtgeschäft konnten die deutlichen Umsatzrückgänge der amerikanischen Luftfahrtgesellschaft nicht kompensiert werden Börsenotiert seit: Marktkapitalisierung: 84,7 Mio. Euro Aktionärsstruktur: >58% Cross Group, <25% Qino Group, <17% Streubesitz Gewinn je Aktie (Euro): 1,77 (20), 1,23 (2011), 0,78 (2010), 0,37 (2009) Dividende je Aktie (Euro): 1,00 (20), 0,40 (2011), 0,00 (2010), 0,00 (2009) Ausblick CEO Wolfgang Plasser: Erwartungsgemäß hat sich das Wachstumstempo im ersten Quartal deutlich reduziert. Etliche Serienprojekte beginnen ab dem zweiten Quartal Volumen und positivere Ergebnisbeiträge zu bringen, das US-Luftfahrtgeschäft beginnt sich zu erholen und die neuen Formel 1 Motoren und Autos werden uns einen sehr starken Herbst bringen. Für das Gesamtjahr gehen wir nach wie vor davon aus, dass wir den Umsatz um 5 10 % steigern werden. > 19-20/20 bankundbörse

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