VERMÖGEN VERANTWORTUNGSVOLL WEITERGEBEN

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "www.volksbank.at VERMÖGEN VERANTWORTUNGSVOLL WEITERGEBEN"

Transkript

1 VERMÖGEN VERANTWORTUNGSVOLL WEITERGEBEN

2 2

3 VORWORT Eine aktuelle österreichische Studie zeigt auf, dass nur jeder Fünfte Erbangelegenheiten geregelt hat. Vernünftiges und richtiges Gestalten von Erben und Vererben sowie Vermögensweitergabe ist wichtig und immer aktuell. Die Materie ist rechtlich komplex und für die Betroffenen wirtschaftlich und emotionell bedeutsam. Die vorliegende Broschüre erscheint in überarbeiteter Neuauflage. Sie soll einer ersten Orientierung dienen und Anregung sowie Hilfestellung für verantwortungsvolle Vermögensweitergabe geben. Mit der vorliegenden Broschüre bietet die Volksbank einen ersten Einstieg in die Thematik. Ziel ist die Sensibilisierung für rechtzeitige Vorsorge und sinnvolle Vermögensübergabe. Die Form dieser Information ersetzt keinesfalls die notwendige Beratung durch einen rechtskundigen Experten. Die Broschüre kann helfen bei weiterführenden Fragen eine eventuell vorhandene Schwellenangst zu überwinden, um Rechtsberatung bei Notar oder Anwalt zu suchen. Erb- und Schenkungsrecht und damit verbundene steuerliche Fragen werden im Überblick dargestellt. Auf die Möglichkeit der Vermögensweitergabe durch die Gründung einer Privatstiftung wird überblicksmäßig eingegangen.

4 INHALT VORWORT 3 ERBEN UND VERERBEN 5 Verlassenschaft bzw. Nachlass 6 Vermögen vererben 6 Vermögen erhalten 6 Erbe 7 Legatar 7 Pflichtteilsberechtigte 7 Letztwillige Verfügung 7 Erbvertrag 8 Testament 8 Gesetzliche Erbfolge 12 Pflichtteil 13 Pflichtteilsanspruch 13 Die Höhe des Pflichtteilanspruchs 13 Pflichtteilsminderung 14 Enterbung 14 Erb- und Pflichtteilsverzicht 15 Verlassenschaftsverfahren 15 Todesfallaufnahme 15 Abtuung armutshalber 16 Überlassung an Zahlungs statt 16 Nachlasskonkurs 16 Erbantrittserklärung 16 Erbantrittserklärung (unbedingt, bedingt) 17 Erbsentschlagung 17 Vermögensaufstellung 17 Vermögenserklärung 17 Einantwortung 18 Auslaufsregelung Erbschaftssteuer 18 Grundbuch 18 SCHENKEN UND ÜBERGEBEN VORWEGGENOMMENES ERBEN 19 Allgemeines 20 Schenkung 20 Schenkungsmeldegesetz 21 Meldepflicht von Schenkungen 22 PRIVATSTIFTUNG 24 Grundlagen 25 ZUKUNFTSVORSORGE 26 Private Zukunftsvorsorge 27 garantiert und staatlich gefördert DIE BANK IHR PARTNER IN VERMÖGENSANGELEGENHEITEN 29 Allgemeine Informationen 30 (Lohn-, Gehalts-, Pensions-, Privatgirokonten, Wertpapierdepots, Firmenkonten, Sparbücher, Safe, Ablebensversicherung) ANHANG CHECKLISTEN 31 Impressum 39 4

5 ERBEN UND VERERBEN 5

6 ERBEN UND VERERBEN VERLASSENSCHAFT BZW. NACHLASS Damit sind jene Rechte und Pflichten der/des Verstorbenen gemeint, die im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die ErbInnen übergehen. Darunter fallen materielles und immaterielles Vermögen, z.b. Grundstücke, Gebäude, Spar bücher, Wertpapiere oder Schmuck. Bei Miet- und Pachtrechten gibt es eine Sonderrechtsnachfolge. Bestimmte nahe Angehörige, die mit der/dem Verstorbenen im gemeinsamen Haushalt lebten, haben ein so genanntes Eintrittsrecht: die Ehegattin/der Ehegatte, Verwandte in gerader Linie (Eltern, Großeltern, Kinder, Enkelkinder), aber auch die Lebensgefährtin/der Lebens gefährte. Vererblich sind aber auch Forderungen und Schulden (z.b. Steuerschulden) sowie zum Todeszeitpunkt fällige Unterhaltsverpflichtungen. Nicht vererblich hingegen sind bestimmte, an die Person des Erblassers gebundene Rechte und Pflichten. Dazu gehören u. a. Unterhaltsansprüche, Gewerbeberechtigungen oder persönliche Dienstbarkeiten (z.b. Wohnrecht). Bei Gewerben besteht allerdings ein spezielles Fort - betriebsrecht für Eheleute bzw. Deszendenten (Kinder). VERMÖGEN VERERBEN Ein Testament zu errichten und damit seinen letzten Willen kundzutun, sollte immer gut und gründlich überlegt sein. Der Gesetzgeber schützt jedoch jene Personen, die die Tragweite eines derartigen Entschlusses nicht richtig erfassen können. Dazu unterscheidet das Gesetz zwischen:. TESTIERFÄHIGE PERSONEN. BESCHRÄNKT TESTIERFÄHIGE PERSONEN. TESTIERUNFÄHIGE PERSONEN. TESTIERFÄHIGE PERSONEN Personen über 18 Jahre, die im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind, wenngleich die für die Bejahung der Testierfähigkeit weitaus geringere Anforderungen an den Geisteszustand als für die Geschäftsfähigkeit verlangt werden.. BESCHRÄNKT TESTIERFÄHIGE PERSONEN 14- bis 18-Jährige können nur mündlich vor Gericht oder vor einem Notar ihren letzten Willen kundtun, wobei das Gericht oder der Notar sich überzeugen muss, dass eine gewisse Einsichtsfähigkeit und Reife gegeben sind. Personen, für die ein Sachwalter bestellt ist, können frei testieren. Es sei denn, das Pflegschafts - gericht ordnet besondere Formvorschriften an (etwa Testamentserrichtung mündlich vor Notar oder Gericht).. TESTIERUNFÄHIGE PERSONEN Unmündige Minderjährige, das sind Personen unter 14 Jahren. Geisteskranke, Geistesschwache und Sinnesverwirrte (z.b. Personen unter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Medikamenten). Die letztwillige Verfügung muss bestimmt und frei von List und Zwang sein sowie im Zustand der vollen Besonnenheit mit Überlegung und Ernst erklärt werden. VERMÖGEN ERHALTEN Wer als Nachlassempfänger in Frage kommt und welche Arten der Nachlassregelung es gibt, soll folgende Grafik veranschaulichen: ERBLASSER ERBE LEGATAR PFLICHTTEILSletztwillige Verfügung letztwillige Verfügung BERECHTIGTER Testament Vermächtnis Testierfähigkeit ist die Fähigkeit, eine gültige letztwillige Anordnung ( letzter Wille ) zu errichten. l Erbvertragliche Erbfolge l Testamentarische Erbfolge } l Gesetzliche Erbfolge Berufungsgründe geordnet nach ihrer Stärke 6

7 ERBEN UND VERERBEN DER ERBE Den Übernehmer des Vermögens nennt man Erben. Er erhält grundsätzlich alle Vermögenswerte, das heißt, er wird Gesamtrechtsnachfolger. Somit hat der Erbe dieselben Rechte und Pflichten wie der Erblasser. Er wird Eigentümer der Liegenschaften, der Sparbücher, der Wert - papiere oder des Schmuckes und aller anderen Vermögenswerte, die frei vererblich sind. Er wird hingegen auch Schuldner gegenüber den Gläubigern des Erblassers (siehe Seite 16: Bedingte und unbedingte Erbantrittserklärung). Ist nur ein Erbe vorhanden, so erhält er den gesamten Nachlass. Sind mehrere Erben vorhanden, so erhält jeder von ihnen eine bestimmte Erbquote. BEISPIEL: Eine verstorbene, ledige Mutter hinterlässt ohne Testament ihren drei Kindern eine Liegenschaft. Jedes der Kinder erhält ein Drittel, die Erbquote beträgt daher jeweils 1/3. Somit wird jedes Kind zu einem Drittel Eigentümer der Liegenschaft, muss aber auch zu je einem Drittel eventuelle Schulden übernehmen. DER LEGATAR Der Legatar ist jene Person, die vom Erblasser nicht als Erbe eingesetzt wurde und daher auch keinen Erbteil in Höhe eines bestimmten Anteils oder Prozentsatzes der ganzen Verlassenschaft erhält, sondern die vom Erblasser mit einer bestimmten Sache bedacht wurde (Legat/Kodizill/Vermächtnis). Er ist somit Einzelrechtsnachfolger. Er haftet jedoch nur für Schulden, die mit diesem Gegenstand zusammenhängen. Für andere Verbindlichkeiten haftet er nicht. BEISPIEL: Eine Person hinterlässt ein Testament mit folgendem Wortlaut: Ich setze meine Frau Maria und meine beiden Söhne Klaus und Franz als meine Erben ein und hinterlasse jedem ein Drittel meines Vermögens. Meinem Freund Rudi hinterlasse ich meine Taschenuhr. Rudi ist in diesem Fall Legatar und kein Erbe. DER PFLICHTTEILSBERECHTIGTE Das Pflichtteilsrecht engt die gesetzliche Freiheit des Erblassers, über sein Vermögen letztwillig zu verfügen, zu - gunsten von Nachkommen und in deren Ermangelung auch von Vorfahren und zugunsten des Ehegatten ein. Der Pflichtteilsberechtigte wird auch als Noterbe bezeichnet. Pflichtteilsberechtigte sind grundsätzlich der Ehegatte, die Kinder und Kindeskinder bzw. die Eltern, Großeltern sowie Urgroßeltern des Erblassers, wenn keine Kinder pflichtteilsberechtigt sind. Niemals pflichtteilsberechtigt sind die Geschwister des Erblassers. Der Pflichtteilsberechtigte erhält auf jeden Fall einen gewissen Teil der Verlassenschaft, auch wenn der Erblasser dies nicht in seinem letzten Willen verfügt hat. Er hat jedoch nur Anspruch auf einen bestimmten Geldbetrag. Der Pflichtteil kann unter bestimmten Umständen allerdings entzogen werden. Vergleichen Sie dazu bitte den Beitrag Pflichtteil (siehe Seite 12 unter Die gesetzliche Erbfolge ). LETZTWILLIGE VERFÜGUNG Es gibt drei Gründe, durch die man zu einer Erbschaft be rufen werden kann:. ERBVERTRAG. TESTAMENT. GESETZLICHE ERBFOLGE Rechtlich gesehen erbt grundsätzlich zuerst der Erbe diese Sache. Er hat jedoch die Verpflichtung, diese an den rechtmäßigen Legatar herauszugeben. Unter Umständen kann das Vermächtnis wertvoller sein als das Erbe. Diese Reihung drückt die Stärke der Berufungsgründe aus. Dies bedeutet, dass der Erbvertrag vorrangig zu berücksichtigen ist. Er geht dem Testament vor. Das Testament geht wiederum der gesetzlichen Erbfolge vor. Die gesetzliche Erbfolge greift demnach nur, wenn der Erblasser weder einen Erbvertrag noch ein Testament errichtet hat. 7

8 ERBEN UND VERERBEN ERBVERTRAG Der Erbvertrag kann nur zwischen Ehegatten abgeschlossen werden. Der Erbvertrag muss bei einem Notar in Form eines Notariatsaktes abgeschlossen werden und ist daher gebührenpflichtig. Ein Erbvertrag kann nicht einseitig auf - gehoben oder abgeändert werden. Dazu müssen beide Ehegatten ihre Zustimmung geben. In einem Erbvertrag setzen sich die Ehegatten darin gegenseitig zu Erben ein. Dadurch ist er einseitig nicht mehr widerrufbar. Dabei kann nur über maximal drei Viertel des Nachlasses verfügt werden. Das restliche Viertel bleibt dem Erblasser zur freien Verfügung und muss von Schulden, Pflichtteilen und sonstigen Verpflichtungen frei sein. Dieses fällt den testamentarischen oder wenn kein Testament vorhanden ist den gesetzlichen Erben zu. Das aus dem Erbvertrag entstehende Recht wird erst mit dem Tod des Erblassers wirksam. Vorher kann der Erblasser frei über sein Vermögen verfügen. Dies bedeutet, er kann auch das Vermögen zu Lebzeiten weitergeben. Somit erbt der Hinterbliebene nichts. Im Falle einer Scheidung, Aufhebung oder Nichtigkeit einer Ehe erlischt der Erb - vertrag. Allerdings bleibt dem schuldlos geschiedenen Ehegatten das Recht aus dem Erbvertrag vorbehalten. Häufig ist der Erbvertrag in bäuerlichen Kreisen anzutreffen. Somit kann der Zerfall eines landwirtschaftlichen Gutes nach einem Todesfall verhindert werden. Dies gilt ebenso bei Gewerbebetrieben. Auch hier kann eine Aufteilung vermieden werden. TESTAMENT ALLGEMEINES Das Testament ist eine letztwillige Anordnung, in der eine Person zur Gänze oder mehrere Personen zu je einem bestimmten Anteil oder Prozentsatz des Nachlasses als Erben eingesetzt werden. In einem Testament kann der Erblasser völlig frei verfügen, wer Erbe oder Legatar werden soll. Er kann sein Vermögen z.b. dem Lebensgefährten, den Verwandten, Freunden, Kindern, aber auch Vereinen etc. vermachen. Ein Testament ist unbedingt erforderlich, sobald der Erblasser mit der gesetzlichen Erbfolge (siehe Seite 12) nicht zufrieden ist oder überhaupt keine gesetzlichen Erben vorhanden sind. Bei einem Testament handelt es sich um eine einseitige Erklärung. Es kann daher jederzeit und an jedem Ort im Gegensatz zum Erbvertrag vom Erblasser widerrufen bzw. abgeändert werden. Rein theoretisch kann der Erblasser jeden Tag ein neues Testament aufsetzen. Sind mehrere Testamente vorhanden, hebt das zeitlich jüngere ein älteres auf. Die Formen und Inhalte eines Testaments sind streng gesetzlich geregelt, um den Erblasser vor der leichtfertigen Errichtung eines Testaments zu schützen. Aber nicht nur dazu, sondern auch als Schutz vor Unterschiebung eines von einer dritten Person vorverfassten Testaments zur Unterfertigung. Sind die Formvorschriften nicht erfüllt, ist die Verfügung ungültig, auch wenn sie eindeutig dem Willen des Erblassers entspricht. Es ist daher von Vorteil, sich bei der Erstellung eines Testaments an einen Notar zu wenden. Empfehlenswert ist es auch, das errichtete Testament beim Notar oder bei einem Bezirksgericht zu hinterlegen bzw. im Zentralen Testamentsregister der Österreichischen Notariatskammer registrieren zu lassen, oder es jener Person auszuhändigen, die man testamentarisch bedacht hat. Dadurch kann einerseits verhindert werden, dass jemand, der das Testament findet und inhaltlich damit nicht einverstanden ist, dieses unterschlägt, andererseits wird damit die Auffindbarkeit gewährleistet. 8

9 ERBEN UND VERERBEN DER INHALT DES TESTAMENTS. DIE ERBSEINSETZUNG Hier benennt der Erblasser seine Erben. Dies ist somit eine Erklärung, dass eine oder mehrere Personen die Erben sein sollen.. AUFLAGE Der Erblasser kann den Erben zu einem bestimmten Verhalten verpflichten. Bei Nichterfüllung kann allerdings der Erb anspruch wie beim Eintritt einer auflösenden Bedingung verloren gehen.. DIE ERBQUOTE Hier erfolgt die Angabe, wie viel jeder Erbe bekommen soll. Dies kann gleichzeitig bei der Erbseinsetzung angeführt werden. BEISPIEL: Ich setze meinen Mann Hubert und meine Tochter Christina zu je einer Hälfte als meine Erben ein.. SONSTIGE ANORDNUNGEN Hier können z.b. Legate angeführt werden. BEISPIEL: Ich vermache meine Modelleisenbahn meinem Enkel Lukas.. BEDINGUNG Um das Erbe bzw. Vermächtnis zu erhalten, muss eine allenfalls angegebene Bedingung erfüllt werden. BEISPIEL: Mein Bruder Harald erhält mein Auto, wenn er sich um den Verkauf meiner Wohnungseinrichtung kümmert. BEISPIEL: Ich erteile meiner Tochter die Auflage, mein Grab zu pflegen.. ERSATZERBSCHAFT (Substitution) Sollte der Ersteingesetzte die Erbschaft nicht annehmen wollen oder können, kann der Erblasser einen Ersatzerben bestimmen. Die Ersatzerbschaft erlischt, sobald der Erst - ein gesetzte die Erbschaft antritt. BEISPIEL: Meine Frau Margit soll meine Erbin sein. Sollte meine Frau die Erbschaft nicht antreten können oder antreten wollen, so soll der Ersatzerbe mein Sohn Anton sein.. NACHERBSCHAFT Die Nacherbschaft wird auch als fideikommissarische Substitution bezeichnet. Der Erblasser kann bestimmen, dass nach dem Tod seines Erben eine andere bestimmte Person sein Vermögen bekommen soll. In der Praxis ist die Nacherbschaft nicht immer ratsam, da sie zu verfahrensrechtlichen Problemen führen kann. Außerdem kann der Vorerbe über das Vermögen nicht frei verfügen.. BEFRISTUNG Möglichkeit, den Zeitpunkt festzulegen, an dem ein Recht beginnt oder endet. BEISPIEL: Meine Nichte Andrea erhält 5 Jahre nach meinem Tod meinen gesamten Schmuck.. AUFTEILUNG DES NACHLASSES Setzt der Erblasser mehrere Erben ein, werden diese zu Miteigentümern der Nachlassgegenstände. Um Streitigkeiten zu vermeiden, sollte der Erblasser bereits in seinem Testament vermerken, wer was bekommen soll (=Teilungsanordnung). BEISPIEL: Meine Erben sollen zu gleichen Teilen meine Frau Margit und mein Sohn Anton sein. Meine Frau Margit soll die Eigentumswohnung erhalten und mein Sohn Anton das Grundstück in Baden. 9

10 ERBEN UND VERERBEN FORMEN VON TESTAMENTEN. SCHRIFTLICHES, EIGENHÄNDIGES TESTAMENT Diese häufigste Form einer letztwilligen Verfügung muss zur Gänze eigenhändig handschriftlich niedergeschrieben und unterschrieben werden, andernfalls ist sie ungültig und die gesetzliche Erbfolge tritt in Kraft. Da das Testament jederzeit widerrufbar oder abänderbar ist, sollte es unbedingt mit Ort und Datum versehen werden: Gültig ist immer nur das zuletzt verfasste. BEISPIEL: Ich befinde mich im Vollbesitz meiner geistigen Kräfte und setze nach reichlicher Überlegung meinen Neffen Andreas Huber, geb. am , wohnhaft in Bergheim, Voggenbergstraße 10, und meine Nichte Anna Muster, geb. am , wohnhaft in Salzburg, Herrengasse 25, zu gleichen Teilen als Erben meines Vermögens ein. Mein Augarten Porzellanservice vermache ich meiner Freundin Agnes Maier, wohnhaft in Oberndorf, Hauptstraße 27. Dies habe ich eigenhändig geschrieben und unterschrieben. Theresia Huber, geb. am Salzburg, am FREMDHÄNDIGES TESTAMENT Dieses Testament wird entweder mit Schreibmaschine oder Computer bzw. von einer anderen Person handschriftlich geschrieben. Der Erblasser muss das Testament am Ende wieder eigenhändig unterschreiben. Der Erblasser muss vor drei Zeugen, von denen zwei gleichzeitig anwesend sein müssen, ausdrücklich erklären, dass das Testament seinen letzten Willen enthält. Als Zeugen kommen Personen ab 18 Jahren, im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte, in Frage. Zeugenunfähig sind Taube, Blinde, Stumme sowie Personen, die die Sprache des Erblassers nicht verstehen. Auch dürfen nahe Angehörige und Personen, die im Testament bedacht werden, nicht Zeugen sein. Die Zeugen müssen ebenfalls auf der Urkunde mit dem Zusatz, der auf ihre Zeugeneigenschaft hinweist, unterschreiben. z.b.: Johann Maier als ersuchter Testamentszeuge. BEISPIEL: Ich, Klaus Haindl, geb. am , wohnhaft in 1220 Wien, Donaustadtstraße 1, setze hiermit meine Schwester Susanne Haindl, geb. am , wohnhaft in 1100 Wien, Pernerstorfergasse 14, zur Allein - erbin meines Vermögens ein. Mein Bruder Friedrich Haindl soll aus meinem Nachlass nichts bekommen. Klaus Haindl Wien, am Gerhard Meisner als ersuchter Testamentszeuge Wilhelm Maier als ersuchter Testamentszeuge Klara Obrist als ersuchte Testamentszeugin. MÜNDLICHES TESTAMENT Die Möglichkeit, gegenüber zwei Zeugen seinen letzten Willen mündlich zu erklären, ist seit nur mehr in einer Notsituation zulässig. Besteht die unmittelbare Gefahr, dass der Erblasser stirbt oder die Fähigkeit zu testieren in einer anderen Weise verliert, so kann er mündlich (aber auch schriftlich!) in Gegenwart zweier Zeugen testieren. Ein derartiges Testament verliert drei Monate nach Wegfall der Gefahr seine Gültigkeit. Eine mündliche Willenserklärung muss jederzeit durch die übereinstimmende Aussage der zwei Zeugen bestätigt werden, sonst ist das mündliche Testament ungültig. 10

11 ERBEN UND VERERBEN. ÖFFENTLICHES TESTAMENT Dieses Testament wird bei einem Notar oder Bezirksgericht errichtet. Dies ist die einzige Möglichkeit für mündige Minderjährige (14 bis 18 Jahre), einen gültigen letzten Willen zu erklären. Personen, die unter Sachwalterschaft stehen, können nur aufgrund einer gerichtlichen Anordnung vor einem Notar oder vor Gericht mündlich testieren. Öffentlich bedeutet nicht, dass der Erblasser in aller Öffentlichkeit seinen letzten Willen verkündet, sondern dass das Testament nur vor Gericht oder vor einem Notar errichtet werden kann. Bei Notaren und Richtern handelt es sich um Personen mit öffentlichem Glauben. Der Inhalt bleibt somit vor anderen Personen geheim. FORMEN VON TESTAMENTEN. DAS LEGAT (VERMÄCHTNIS) Vom Testament unterscheidet sich das Legat, auch Vermächtnis genannt, dadurch, dass es keine Erbs einsetzung beinhaltet. Nur hinsichtlich einzelner Vermögenswerte werden Verfügungen getroffen. Sinnvoll ist ein Legat nur, wenn zwar die Aufteilung des Nachlasses nach der gesetzlichen Erbfolge mit den eigenen Vorstellungen übereinstimmt, aber bestimmte Gegenstände des Nachlasses (z.b. Bilder, Münzen) eine oder mehrere bestimmte Personen bekommen sollen. BEISPIEL: Ich, Rudolf Huber, Kaufmann, Lalmstraße 3, 9020 Klagenfurt, vermache meine Münzensammlung meiner Nichte Edeltraud Strebsam, Reinstraße 23, 9500 Villach. Klagenfurt, am Rudolf Huber Für die Formerfordernisse gilt das zu Testamenten Gesagte. GOLDENE REGELN FÜR TESTAMENTE. Letztwillige Anordnungen werden niemals zu früh, häufig aber zu spät verfasst. Auch junge Paare mit minderjährigen Kindern sollten vorsorglich eine letztwillige Anordnung errichten.. Verfügt werden sollte über alle wesentlichen Vermögenswerte, insbesondere über Grundstücke, Eigentumswohnungen, Wohnungseinrichtung, Schmuck, Wertgegenstände, Kraftfahrzeuge, Sparbücher und Wertpapiere.. Wichtiges Anliegen ist in der Regel die Vermögens - erhaltung. Die letztwillige Anordnung sollte jedenfalls eine konkrete Vermögensaufteilung unter den Nachkommen beinhalten und einen klaren Willen zum Ausdruck bringen.. Die steuerlichen Auswirkungen sind zu beachten (Zuwendung von Bargeld/Schmuck oder von Sparbüchern).. Bei der Aufteilung des Nachlasses sind insbesondere Ansprüche Minderjähriger und Pflichtteilsansprüche zu berücksichtigen.. Die Formgültigkeit der Verfügung ist durch Errichtung beim Notar oder Rechtsanwalt oder Überprüfung durch diesen sicherzustellen. Ein formungültiges Testament bringt nichts, da es im Verlassenschafts - verfahren nicht berücksichtigt wird.. Die Auffindbarkeit ist durch Hinterlegung beim Notar oder Bezirksgericht zu gewährleisten, oder es jener Person auszuhändigen, die man testamentarisch bedacht hat.. Die letztwillige Verfügung sollte in regelmäßigen Abständen überprüft werden, ob sie noch immer dem Willen des Erblassers entspricht oder ob Anpassungen aufgrund der vergangenen Ereignisse vorzunehmen sind. 11

12 ERBEN UND VERERBEN DIE GESETZLICHE ERBFOLGE ZUR GESETZLICHEN ERBFOLGE KOMMT ES, WENN JEMAND VERSTIRBT,. ohne einen Erbvertrag errichtet zu haben,. ohne ein gültiges Testament zu hinterlassen,. der in einer gültigen letztwilligen Verfügung nur über bestimmte Teile des Nachlasses verfügt hat (Legat). oder die Testamentserben die ihnen zugedachte Zuwendung nicht annehmen können oder wollen. Es handelt sich dabei um ein gesetzliches Erbrecht innerhalb der Familie. Die Erben müssen mit dem Erblasser verwandt oder verheiratet sein. Aus diesem Grund erben z.b. der Lebensgefährte oder der beste Freund nicht! Ebenso haben angeheiratete Verwandte (z.b. der Schwager, Schwiegertochter, Stiefvater) kein gesetzliches Erbrecht. Hingegen sind das uneheliche Kind und natürlich umgekehrt die unehelichen Elternteile sehr wohl erbberechtigt. Dies gilt auch für Adoptivkinder, die zusätzlich gegenüber ihren leiblichen Eltern erbberechtigt sind. Beim Tod eines Adoptivkindes treten die Adoptiveltern in die gesetzliche Erbfolge ein (nach den Adoptiveltern gibt es jedoch keine 3. und 4. Linie (siehe unten), sondern gehen hier die leiblichen Verwandten vor. Die gesetzliche Erbfolge in Österreich ist in vier Linien (Parentelensystem) geteilt, wobei der Nachlass grundsätzlich der ersten Linie (siehe unten) zufällt. Ist niemand der ersten Linie vorhanden, hatte der Erblasser also keine Kinder, kommt die zweite Linie zum Zug usw. Ist ein Ehepartner vorhanden, stehen diesem neben der 1. Linie 1/3 und neben der 2. Linie 2/3 des Nachlasses zu, ab der 3. Linie bekäme der Ehepartner alles. 1. LINIE Kinder und deren Nachkommen. Bei Kindern wird nach Köpfen geteilt. Der Anteil vorverstorbener Kinder fällt an deren Nachkommen, sind keine vorhanden, wird der Anteil auf die übrigen Kinder verteilt. Gibt es einen Ehegatten des Erblassers, erhält dieser ein Drittel, die Kinder zu gleichen Teilen zwei Drittel des Vermögens. 2. LINIE Eltern und ihre Nachkommen. Gibt es keine Nachkommen, erben die Eltern des Verstorbenen oder deren Nachfahren (Geschwister). Ist ein Ehegatte vorhanden, erhält dieser zwei Drittel, die zweite Linie ein Drittel. 3. LINIE Großeltern und ihre Nachkommen. Großeltern, Onkel und Tanten sowie deren Kinder bilden die dritte Linie in der gesetzlichen Erbfolge. Sie sind erbberechtigt, wenn weder Nachkommen oder Eltern noch Geschwister vorhanden sind. Für den Fall, dass der Ehegatte des Verstorbenen noch lebt, fällt diesem jener Anteil zu, der aufgrund gesetzlicher Erbfolge den Nachkommen der verstorbenen Großeltern des Verstorbenen zustehen würde. Besteht die Gruppe der Hinterbliebenen also nur aus dem Ehegatten und dem Nachkommen der bereits verstorbenen Groß eltern, erbt der Ehegatte das gesamte Vermögen. 4. LINIE Urgroßeltern des Erblassers. Für den Fall, dass es keine näheren Verwandten gibt, kommen die Urgroßeltern zum Erben. Allerdings haben deren Nachkommen kein Eintrittsrecht, hier verläuft die sogenannte Erbrechtsgrenze. Ehegatten Neben dem gesetzlichen Erbteil erhält der Ehegatte das Vorausvermächtnis (Wohnrecht in der ehelichen Wohnung, sofern diese nicht ohnehin in das Eigentum des überlebenden Ehegatten übergeht, zum ehelichen Haushalt gehörende Sachen) und hat eventuell einen Unterhalts anspruch gegen die Erben. Sofern zwei Personen (Ehe oder Verwandtschaft wird nicht vorausgesetzt) gemeinsam Wohnungseigentümer eines Wohnungseigentumsobjektes sind, so geht der Anteil des Verstorbenen nach 14 Wohnungseigentumsgesetz (WEG) von Gesetzes wegen unmittelbar ins Eigentum des überlebenden Partners über, sofern dieser keinen Verzicht abgibt. Der überlebende Partner hat, einen Übernahmspreis an die Verlassenschaft zu zahlen. Dieser Übernahmepreis kann dem überlebenden Wohnungseigentümer durch letztwillige Verfügung 12

13 ERBEN UND VERERBEN oder Schenkung auf den Todesfall erlassen werden. Auf die Interessen der Pflichtteilsberechtigten (Verhindern der Schmälerung des Pflichtteils) und der Gläubiger des Nachlasses nimmt 14 WEG entsprechend bedacht. Seit 1. Jänner 2010 können in Österreich zwei Personen gleichen Geschlechts eine eingetragene Partnerschaft begründen. Die Rechtsgrundlage ist das Eingetragene Partnerschaft-Gesetz (EPG, sie BGBl I/135/2009 vom ). Die österreichische EP (eingetragene Partnerschaft) ist nur für gleichgeschlechtliche Paare offen, heterosexuelle Paare können sie nicht schließen. Generell entsprechen die Wirkungen der eingetragenen Partnerschaft im Wesentlichen den Rechten und Pflichten verheirateter Personen, weshalb Anpassungen in zahlreichen Gesetzen erforderlich waren. Ein Eckpunkt des Gesetzes ist in diesem Zusammenhang die sinngemäße Anwendung der für Ehegatten geltenden erbrechtlichen Bestimmungen. Hinweis: Geschiedene Ehepartner und Lebensgefährten haben kein gesetzliches Erbrecht nach dem geschiedenen verstorbenen Ehegatten bzw. dem verstorbenen Lebensgefährten. Sie können nur mittels Testament bedacht werden. UNEHELICHE VERWANDTSCHAFT Uneheliche Kinder erben genauso wie eheliche, wenn sie mit dem Erblasser blutsverwandt sind. Umgekehrt ist auch der Vater Erbe seiner unehelichen Kinder. PFLICHTTEIL Wie bereits erwähnt, ist die testamentarische Erbfolge grundsätzlich stärker als die gesetzliche, was bedeutet, dass man so im Allgemeinen durch letztwillige Verfügung den Nachlass zuwenden kann, wem man will. Es gibt hier jedoch eine Grenze, und zwar in der Weise, dass das Gesetz gewisse ganz nahe Angehörige des Erblassers als Personen bestimmt, denen dieser etwas hinterlassen muss, die sogenannten Pflichtteilsberechtigten. PFLICHTTEILSANSPRUCH Pflichtteilsberechtigt sind der Ehegatte und die Nachkommen (z.b. Kinder, Enkel, Adoptivkinder); wenn keine Nachkommen vorhanden sind, die Vorfahren (Eltern, Großeltern, Urgroß eltern, Adoptiveltern). Andere Angehörige des Erblassers, wie etwa die Geschwister, haben kein Pflichtteilsrecht. Pflichtteilsberechtigte erhalten auf jeden Fall einen gewissen Teil des Nachlasses, auch gegen den Willen des Erblassers, wenn er abweichend testiert hat. Eine Entziehung des Pflichtteils ist nur in ganz bestimmten Ausnahmefällen möglich. Hinweis: Im Einzelfall kann die Berechnung des Pflichtteilanspruchs sehr kompliziert sein, da eventuell auch Schenkungen und Vorempfänge, die der Erblasser zu Lebzeiten gemacht hat, bei der Berechnung Beachtung finden können. Diesbezügliche Fragen sollten daher unbedingt mithilfe eines Notars erörtert werden (Infos unter BEISPIEL: Der Erblasser hinterlässt seine Frau Hilde und seinen Sohn Klaus. Es liegt ein Testament vor, in dem er seinen Freund Peter zum Alleinerben eingesetzt hat. Diese Verfügung ist zwar wirksam, das heißt, Peter wird Alleinerbe, doch haben Hilde und Klaus einen Pflichtteilsanspruch gegen Peter. DIE HÖHE DES PFLICHTTEILSANSPRUCHS Der Pflichtteil beträgt bei Nachkommen und Ehegatten die Hälfte, bei Vorfahren ein Drittel des gesetzlichen Erbteiles. Es handelt sich dabei um einen Anspruch gegen die Erben auf Zahlung einer bestimmten Geldsumme, nicht jedoch auf eine bestimmte Nachlasssache, sei sie auch noch so geringfügig. Um den Pflichtteil richtig berechnen zu können, werden alle zur Verlassenschaft gehörigen beweglichen und un - beweglichen Sachen, Rechte und Forderungen, selbst die der Erbe oder Legatar der Erbmasse schuldig ist, genau beschrieben und geschätzt (Inventar). Auf Verlangen eines 13

14 ERBEN UND VERERBEN Noterben sind bei der Berechnung des Nachlasses Schenkungen des Erblassers in Abschlag zu bringen. Der Pflichtteil wird ohne Rücksicht auf Vermächtnisse und andere aus dem letzten Willen entspringende Lasten berechnet. BEISPIEL: Der Erblasser hinterlässt seine Frau Martha und zwei bereits volljährige Kinder (Hans und Paul). Er setzt seine Frau als Alleinerbin ein. Nach der gesetzlichen Erbfolge hätte die Witwe des Mannes ein Drittel des Nachlasses erhalten, jedes der beiden Kinder ebenfalls ein Drittel. Diese Quote vermindert sich nun als Pflichtteilsanspruch auf die Hälfte: Jedes Kind hat daher Anspruch auf ein Sechstel, beide zusammen also auf ein Drittel des Nachlasses. Die beiden anderen Drittel stehen der testamentarisch als Universalerbin eingesetzten Witwe zu. Diese erhält die ganze Erbschaft, muss aber jedem Kind ein Sechstel davon in Geld auszahlen. PFLICHTTEILSMINDERUNG Der Pflichtteil eines Berechtigten (nicht jedoch eines Ehegatten) kann aufgrund letztwilliger Anordnung auf die Hälfte gemindert werden, wenn zwischen dem Erblasser und dem Pflichtteilsberechtigten zu Lebzeiten kein Naheverhältnis bestanden hat, wie es normalerweise in einer Familie zwischen solchen Verwandten gewöhnlich besteht. Dies gilt nicht, wenn der Erblasser den persönlichen Kontakt mit dem Pflichtteilsberechtigten grundlos ablehnt. BEISPIEL: Der Pflichtteil eines Kindes, das der Erblasser nie zu Gesicht bekommen hat, kann somit auf die Hälfte gemindert werden. Umgekehrt kann natürlich auch das Kind unter denselben Voraussetzungen den Pflichtteil seines Vaters mindern. Hinweis: Die Pflichtteilsminderung muss in einer formgültigen letztwilligen Verfügung vom Erblasser angeordnet werden, sie tritt also nicht schon von Gesetzes wegen ein. ENTERBUNG Unter Enterbung wird die Entziehung des Pflichtteiles durch letztwillige Verfügung verstanden. Eine Enterbung ist allerdings nur dann gültig, wenn ein Enterbungsgrund vorliegt. Das heißt nun im Speziellen, dass ein Pflichtteils - berechtigter nur enterbt werden kann, wenn er. den Erblasser im Notstand hilflos gelassen hat,. wegen einer oder mehrerer mit Vorsatz begangener strafbaren Handlung(en) zu einer zwanzigjährigen oder lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist,. beharrlich eine gegen die öffentliche Sittlichkeit anstößige Lebensart führt (z.b. Prostitution, nicht aber außereheliche Lebensgemeinschaft),. sehr verschuldet oder verschwenderisch ist und die Gefahr besteht, dass der ihm gebührende Pflichtteil ganz oder zum größten Teil seinen Kindern entgehen würde (sog. Enterbung in guter Absicht, die allerdings nur wirksam wird, wenn der dem Noterben entzogene Pflichtteil den Kindern zugewendet wird). BEISPIEL: Der Sohn ist ein stadtbekannter Alkoholiker, der sein Erbe mit seinen Saufkumpanen vermutlich in kürzester Zeit in den einschlägigen Lokalen durchbringen würde. Dessen Sohn wiederum (also der Enkel des Erblassers) ist ein braver, strebsamer junger Mann, der bei entsprechender Dotierung mit Erfolg studieren könnte. Der Erblasser wendet den Pflichtteil, der an sich dem Sohn zustehen würde, in selber Höhe dem Enkelsohn zu. Auch vom Ehegatten zum Kind kann so disponiert werden.. gegen den Erblasser eine gerichtlich strafbare Handlung gesetzt hat, die nur vorsätzlich begangen werden kann und mit einer mehr als einjährigen Freiheitsstrafe bedroht ist (z.b. schwerer Diebstahl, schwerer Betrug, schwere Körperverletzung, Mordversuch).. den Erblasser zur Erklärung des letzten Willens gezwungen oder in betrügerischer Weise verleitet, an der Erklärung des letzten Willens gehindert oder einen von ihm 14

15 ERBEN UND VERERBEN bereits errichteten letzten Willen unterdrückt hat (z.b. Testamentsfälschungen, Unterschiebung eines falschen Testaments, Verhinderung der Testamentsabfassung).. seine aus einem Rechtsverhältnis zwischen Eltern und Kindern sich ergebenden Pflichten dem Erblasser gegenüber vernachlässigt hat (z.b. grobe Verletzung der Unterhaltspflicht, der Obsorgepflicht oder ein Verstoß gegen das Gewaltverbot). Die drei letztgenannten Enterbungsgründe sind zugleich auch allgemeine Erbunwürdigkeitsgründe. Durch diese Fälle der Erbunwürdigkeit wird ein Ausschluss vom Erbrecht als solchem herbeigeführt, in der Folge auch ein Ausschluss vom Pflichtteilsrecht. Einer förmlichen Enterbung bedarf es dabei nicht. Die Erbunwürdigkeit muss jedoch von jemandem, der ein berechtigtes Interesse daran hat, geltend gemacht werden. BEISPIEL: Der Erblasser hinterlässt einen Sohn, ohne ein Testament errichtet zu haben. Der Sohn hat seinerseits seinem Vater die Münzensammlung im Wert von Euro , gestohlen. ERB- UND PFLICHTTEILSVERZICHT Der Erb- und Pflichtteilsverzicht ist ein Vertrag in Form eines Notariatsaktes oder des gerichtlichen Protokolls zwischen dem Erblasser und dem Erbberechtigten. In diesem Vertrag verzichtet der Erbberechtigte auf seinen Pflichtteil oder seinen Erbteil. Dieser vertragliche Erbverzicht ermöglicht dem Erblasser eine freiere Gestaltung seines letzten Willens und erfolgt häufig gegen Bezahlung einer Abfindung, was bedeutet, dass der Verzichtende vom Erblasser einen Ausgleich in Form von Geld oder sonstigem Vermögen erhält. BEISPIEL: Ein Unternehmer bezahlt einem unehelichen Sohn eine Abfindung, damit dieser im Falle des Ablebens des Unternehmers keinerlei Ansprüche auf das Unternehmen erhebt. Hinweis: Wegen seiner Wichtigkeit bedarf ein Erbverzicht unbedingt der Notariatsaktform! Im Gegensatz zur Enterbung und der Erbunfähigkeit wirkt der Erbverzicht auch zu Lasten der Nachkommen eines Verzichtenden. VERLASSENSCHAFTSVERFAHREN Wenn jemand verstorben ist, dann übersendet das Standesamt eine Abschrift der Sterbeurkunde an jenes Bezirksgericht, in dessen Sprengel der Verstorbene seinen letzten Wohnsitz hatte. Dort kommt es dann zur Durchführung eines eigenen Verlassenschaftsverfahrens, das man zum Erwerb einer Erbschaft benötigt. Weitgehend werden von den Bezirksgerichten Notare als Gerichtskommissäre mit der Durchführung beauftragt. TODESFALLAUFNAHME Nach Verständigung vom Ableben einer Person beauftragt das Verlassenschaftsgericht einen Notar mit der Todes - fallaufnahme. Dabei werden alle für die Verlassenschaftsabhandlung bedeutsamen Umstände in einem Formblatt erhoben. Weiters müssen alle Testamente beim Notar vorgelegt werden, auch ungültige und aufgehobene. Üblicherweise bespricht der Notar anlässlich der Errichtung der Todesfall - aufnahme gleich die weitere Abwicklung. Danach bereitet er das entsprechende Abhandlungsprotokoll vor, das von den Erben bzw. deren Vertretern unterschrieben wird. Der Gerichtskommissär muss zur Sicherheit eine Anfrage an das Österreichische Zentrale Testamentsregister richten, um eventuelle Testamente, Erb- und Pflichtteilsverzichte auszuforschen. Darüber hinaus beschafft er bei den Banken die entsprechenden Barwertauskünfte, besorgt Firmen- und Grundbuchauszüge sowie alle sonstigen Daten, die für die Durchführung der Verlassenschaft von Bedeutung sind. 15

16 ERBEN UND VERERBEN Hinweis: Die Bankkonten werden ab dem Zeitpunkt des Todes des Erblassers gesperrt. Dadurch können sich eventuell Probleme für die Erben und Zeichnungsberechtigten ergeben. IN DREI FÄLLEN KOMMT ES ZU KEINER VERLASSENSCHAFTSABHANDLUNG:. ABTUUNG ARMUTSHALBER Sind Aktiva der Verlassenschaft nicht vorhanden oder übersteigen sie nicht den Wert von EUR 4.000, und sind keine Eintragungen in die öffentlichen Bücher erforderlich, so unterbleibt die Abhandlung, wenn kein Antrag auf Fortsetzung des Verlassenschaftsverfahrens gestellt wird. Einer Verständigung bedarf es nicht. Dies ist oft der Fall, wenn das Vermögen bereits zu Leb - zeiten übertragen wurde. Sind derartige Voraussetzungen gegeben, so genügt lediglich eine Todesfallaufnahme. Dies bedeutet in weiterer Folge, dass der Nachlass als armutshalber abgetan erklärt wird und die Erben vom Unterbleiben der Verlassenschaftsabhandlung verständigt werden. Mit diesem Schritt werden die Akten geschlossen. Ausnahme: Wenn Minderjährige (Personen unter 18 Jahren), Pflegebefohlene usw. mit mehr als je Euro 1.000, an einer solchen Verlassenschaft beteiligt sind, kommt es auch von Amts wegen auf jeden Fall zur Durchführung eines gerichtlichen Abhandlungsverfahrens.. ÜBERLASSUNG AN ZAHLUNGS STATT Wenn eine Verlassenschaft überschuldet ist und es weder eine unbedingte Erbantrittserklärung oder einen Antrag auf Überlassung als erblos gibt noch der Verlassenschaftskonkurs eröffnet wurde, kann das Gericht die Aktiva der Verlassenschaft auf Antrag den Gläubigern an Zahlungs statt überlassen. Die Aufteilung der vorhandenen Aktiva unter den Gläubigern erfolgt gestaffelt, wobei die Massekosten vorrangig berichtigt werden. Die Verteilung eines allfälligen Restvermögens an die übrigen Gläubiger erfolgt quotenmäßig. Übersteigen die Aktiva voraussichtlich EUR 4.000,, so sind die bekannten Gläubiger und Erben zu verständigen und ist diesen vor der Überlassung an Zahlungs statt eine Äußerungsmöglichkeit zu gewähren. Übersteigen die Aktiva voraussichtlich EUR ,, sind die Verlassenschaftsgläubiger (zwecks Forderungsanmeldung, Vornahme von Bestreitungshandlungen, Einbringung von Konkursanträgen etc.) einzuberufen. Der Überlassungsbeschluss bildet einen Erwerbstitel.. NACHLASSKONKURS Ist der Nachlass beträchtlich, aber verschuldet, so wird der Nachlasskonkurs eröffnet. Es kann also auch eine Verlassenschaft in Konkurs gehen. Liegen für keinen dieser drei Fälle die gesetzlichenvoraussetzungen vor, dann kommt es zur Durchführung der gerichtlichen Verlassenschaftsabhandlung. ERBANTRITTSERKLÄRUNG Die Verlassenschaftsabhandlung beginnt mit der Verständigung der vermutlichen Erben und der Aufforderung, die Belege ihres Erbrechts beizubringen und zu erklären, ob sie die Erbschaft annehmen. Hinweis: Die Erbantrittserklärung ist unwiderruflich! Die Erbantrittserklärung ist die ausdrückliche Erklärung, ein Erbe anzutreten. Die Abgabe einer Erbantrittserklärung ist für den Erben der wichtigste Akt im Verlassenschaftsverfahren. Eine Erbantrittserklärung wird meist beim Notar zu Protokoll gegeben. Der Erbberufene soll die Möglichkeit haben, sich vorher beraten zu lassen. Die Erbantrittserklärung ist deshalb so wichtig, weil der Erbe mit deren Abgabe nicht nur in das Vermögen des Verstorbenen eintritt, sondern auch für dessen Verbindlichkeiten eine Haftung übernimmt. Für diese Haftungsübernahme sieht das Gesetz zwei Möglichkeiten vor: 16

17 ERBEN UND VERERBEN DIE UNBEDINGTE ERBANTRITTSERKLÄRUNG Gibt der Erbe eine unbedingte Erbantrittserklärung ab, so haftet er. für alle Schulden und für die Erfüllung von Vermächtnissen,. in unbeschränkter Höhe,. mit seinem gesamten Vermögen,. auch dann, wenn er von der Existenz dieser Forde - rungen nichts wusste,. und schließlich, wenn der Nachlass überschuldet ist, für die gesamte Schuld bei Vorhandensein mehrerer Erben solidarisch. DIE BEDINGTE ERBANTRITTSERKLÄRUNG Gibt der Erbe eine bedingte Erbantrittserklärung ab, so haftet er zwar mit seinem gesamten Vermögen, aber zweifach beschränkt. bis zur Höhe der Nachlassaktiva (z.b. Bankguthaben, Eigentumswohnung) und. nur im Rahmen seines Erbteils. Bei dieser Vorgehensweise wird der Nachlass inventarisiert und geschätzt. Das heißt, es wird (unter Umständen mit - hilfe eines Sachverständigen) festgestellt, welche Gegenstände, aber auch welche Verbindlichkeiten zur Verlassenschaft gehören und wie sie im Einzelnen zu bewerten sind. Hinweis: Im Zweifelsfall sollte man daher immer nur eine bedingte Erbantrittserklärung abgeben, vor allem dann, wenn der Nachlass nicht eindeutig hochaktiv ist. Zwar kommt das Verfahren bei einer bedingten Erbantrittserklärung etwas teurer, weil die Inventarerrichtung und die Schätzung des Nachlasses gewisse Kosten mit sich bringen. Es kann im Zweifelsfall jedoch vorteilhaft sein, da eine Einantwortung in diesem Fall für den Erben zumindest nicht mit einem Verlust enden kann. ERBSENTSCHLAGUNG Ist die Überschuldung des Nachlasses offenkundig, wird der Erbe keine unbedingte Erbantrittserklärung abgeben, sondern er wird sich des Erbes entschlagen. Wer sich entschlägt, erbt nichts und haftet demnach auch für nichts. Der Erbe kann unter diesen Gegebenheiten auch eine bedingte Erbantrittserklärung abgeben, muss jedoch, bei Vorhandensein von Gegenständen (z.b. Schmuck, Gemälde, Liegenschaften), den Gläubigern den Schätzwert zahlen. VERMÖGENSAUFSTELLUNG INVENTAR Das Inventar ist ein vollständiges Verzeichnis des Vermögens, das sich zum Zeitpunkt des Todes im Besitz des Verstorbenen befunden hat. Ein Inventar ist fortan zu errichten, wenn. eine bedingte Erbantrittserklärung abgegeben wurde,. Personen, die als Noterben in Frage kommen, minderjährig sind oder aus anderen Gründen einen gesetzlichen Vertreter benötigen,. die Absonderung der Verlassenschaft bewilligt wurde,. auf eine Nacherbenschaft Bedacht zu nehmen ist oder die Errichtung einer Privatstiftung letztwillig verfügt wurde,. die Verlassenschaft dem Staate als erblos zufallen könnte,. dies eine berechtigte Person oder der Verlassenschaftskurator beantragt. Die Inventarliste ist in weiterer Folge maßgeblich für die Errechnung der Erb- und Pflichtteile sowie für die Frage, ob alle Schulden bezahlt und Vermächtnisse erfüllt werden müssen bzw. können. VERMÖGENSERKLÄRUNG Gibt der Erbe eine unbedingte Erbantrittserklärung ab, so muss er das Verlassenschaftsvermögen wenn kein Inventar zu errichten ist nach allen seinen Bestandteilen beschreiben und mit eigenhändiger Unterschrift bekräftigen. 17

18 ERBEN UND VERERBEN EINANTWORTUNG Den Schlusspunkt des Abhandlungsverfahrens bildet die Einantwortung. Sind die Ansprüche der Minderjährigen sichergestellt, volljährige Vermächtnisnehmer nachweislich vom Testamentsinhaber verständigt worden und ist Einigkeit unter den Erben erreicht (z.b. wurde geklärt, welcher von mehreren Erbberechtigten die Eigentumswohnung übernimmt), wird vom Gericht der Einantwortungs - beschluss ausgestellt und dadurch in der Folge alle gesperrten Guthaben freigegeben. Mit diesem Schritt wird also die Erbschaft den Erben zugewiesen. GRUNDBUCH Unter Vorlage des Einantwortungsbeschlusses und der steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung kann der Erbe die Einverleibung seines Eigentumsrechtes im Grundbuch beantragen, sofern er nicht von der Möglichkeit Gebrauch macht, als außerbücherlicher Eigentümer das Eigenheim, die Eigentumswohnung etc. weiterzugeben. ERBSCHAFTSSTEUER / GRUNDERWERBSTEUER Seit 1. August 2008 fällt keine Erbschafts- bzw. Schen - kungs steuer mehr an. Bei Erbschaften ist weiterhin die Grunderwerbsteuer vom dreifachen Einheitswert des Grundstückes zu entrichten. 18

19 SCHENKEN UND ÜBERGEBEN VORWEGGENOMMENES ERBEN 19

20 SCHENKEN UND ÜBERGEBEN VORWEGGENOMMENES ERBEN ALLGEMEINES Die Hauptgründe für die wachsende Bedeutung dieser beiden Alternativen zum klassischen Vererben sind:. die Möglichkeit, den Zeitpunkt und den Umfang der Vermögensweitergabe selbst zu steuern,. die Erhaltung des Familienbesitzes,. die eigene Absicherung (z.b. durch Leibrente). Hinweis: Eine weitere Möglichkeit der Vermögensweitergabe ist die Gründung einer Stiftung (siehe dazu das Kapitel Privatstiftung Seite 24). Die allgemein beste Methode der Weitergabe von Vermögen gibt es nicht. Immer spielt die verwandtschaftliche bzw. steuerliche Situation eine wichtige Rolle. Es empfiehlt sich daher, eine professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. SCHENKUNG Die Schenkung ist ein Vertrag, mit dem sich jemand verpflichtet, einem anderen eine Sache unentgeltlich und sofort zu überlassen. Schenkungen, die sofort übergeben werden, sind formfrei, während Schenkungen ohne tatsächliche Übergabe notariatsaktpflichtig sind. Die Schenkung kann im Gegensatz zum frei widerruflichen Vermächtnis nur mehr bei Vorliegen besonderer Gründe widerrufen werden (z.b. wegen Dürftigkeit, grobem Undank oder nachgeborener Kinder). Der Vertrag ist zweiseitig, da der Beschenkte zustimmen muss; entweder durch Notariatsakt oder durch Übergabe beim Abschluss des Vertrages.. SCHENKUNG AN UNMÜNDIGE MINDERJÄHRIGE (unter 14 Jahren) Für Minderjährige bis 14 Jahre müssen die Erziehungsberechtigten eine Schenkung annehmen. Wenn Eltern gleichzeitig Schenkende und für das Kind die Schenkung annehmende Partner im Rechtsgeschäft sind, ist es ratsam, dass alle Urkunden von beiden unterschrieben werden. Es handelt sich hier um ein In-sich-Geschäft, d.h. zweiseitiges Rechtsgeschäft, bei dem jemand im eigenen Namen (Eltern) mit sich selbst als Vertreter eines Dritten (Kind) abschließt. DIE SCHENKUNG AUF DEN TODESFALL Will der Geschenkgeber die Sache dagegen weiterhin benutzen und erst nach seinem Ableben endgültig über - geben, muss der Schenkungsvertrag in Form eines Nota - riats aktes abgeschlossen und zugleich auf den Widerruf der Schenkung ausdrücklich verzichtet werden. DIE EHEGATTENSCHENKUNG Die Eintragung des Ehepartners ins Grundbuch ist nicht nur ein Vertrauensbeweis, sondern gibt auch das Gefühl, abgesichert zu sein, sollte ein Partner versterben. SCHENKUNGSPFLICHTTEIL Die Schenkung (aber auch Übergabe, Stiftung) fällt nicht in die Verlassenschaft. Daher der Begriff vorweggenommene Erbfolge. Fall 1 zu Lebzeiten wurde bereits alles oder ein beachtlicher Teil des erblasserischen Vermögens verschenkt:. SCHENKUNG AN MÜNDIGE MINDERJÄHRIGE Mündige Minderjährige (ab dem vollendeten 14. Lebensjahr bis zum vollendeten 18. Lebensjahr) dürfen selbst Geschenke annehmen. Allerdings nur, wenn sie sich dadurch ausschließlich berechtigen, aber zu nichts verpflichten. Geld - geschenke müssen mündelsicher angelegt werden. Der Pflichtteilsberechtigte kann unter bestimmten Voraussetzungen den Beschenkten zur Deckung seines Pflichtteils in Anspruch nehmen. Bei Nichteinigung mit dem Beschenkten muss der Pflichtteilsberechtigte versuchen, seinen Pflichtteil im streitigen 20

Workshop 3 Wie erstelle ich ein Testament?

Workshop 3 Wie erstelle ich ein Testament? Workshop 3 Dr. jur. Marie-Theres Frick Frick & Partner Rechtsanwälte, Vaduz Freitag, 9. November 2007 Workshop 3 Themen Liechtensteinisches Erbrecht (FL-Bürger, andere Staatsbürgerschaft) Testament und

Mehr

Grundzüge des Erbrechtes

Grundzüge des Erbrechtes Grundzüge des Erbrechtes Unter Erbrecht versteht man all jene Vorschriften, die die Rechtsnachfolge in das Vermögen eines Verstorbenen betreffen. Das Erbrecht bestimmt also, auf wen die Güter und Verpflichtungen

Mehr

Erbrecht. Der Nachlass (= Erbschaft): WICHTIG WICHTIG

Erbrecht. Der Nachlass (= Erbschaft): WICHTIG WICHTIG Erbrecht Es gibt zwei grundsätzliche Arten des (Ver)Erbens: Die gesetzliche ErbfolgeDie letztwillige Anordnung (Testament)Nach österreichischem Recht kann grundsätzlich jede Person selbst regeln, was nach

Mehr

Erbrecht: Grundzüge und Neuerungen Di., 16. April 2013. Dr. jur. Marie-Theres Frick 1

Erbrecht: Grundzüge und Neuerungen Di., 16. April 2013. Dr. jur. Marie-Theres Frick 1 1 Erbrecht: Grundzüge und Neuerungen Dr. iur. Marie-Theres Frick Frick & Partner Rechtsanwälte AG, Vaduz 2 Themen Gesetzliche Erbfolge Pflichtteilsrecht Was erbt der/die überlebende PartnerIn? Was ist

Mehr

der Ehegatte oder die Ehegattin und die Nachkommen (die Kinder, wenn diese verstorben sind, die Enkel und Enkelinnen und so weiter).

der Ehegatte oder die Ehegattin und die Nachkommen (die Kinder, wenn diese verstorben sind, die Enkel und Enkelinnen und so weiter). Pflichtteilsrecht Allgemeines zum Pflichtteilsrecht Der Gesetzgeber gibt einem bestimmten Personenkreis die Möglichkeit, auf jeden Fall etwas aus dem Nachlass zu erhalten, auch wenn der Verstorbene oder

Mehr

INFORMATIONSBLATT. Erben & Vererben

INFORMATIONSBLATT. Erben & Vererben INFORMATIONSBLATT Erben & Vererben 1 I. Wie läuft das Verlassenschaftsverfahren ab? Mit jedem Todesfall wird ein gerichtliches Verlassenschaftsverfahren ausgelöst. Zuständig für das Verlassenschaftsverfahren

Mehr

Übertragung privater Liegenschaften

Übertragung privater Liegenschaften Übertragung privater Liegenschaften Erben und Schenken ohne Steuer geht das? Notar Dr. Hansjörg Brunner Notar Dr. Hansjörg Brunner Vererben oder Schenken? Vermögenserhalt in der Familie Vorsorgevollmacht

Mehr

ERB- UND PFLICHTTEILSRECHT

ERB- UND PFLICHTTEILSRECHT ERB- UND PFLICHTTEILSRECHT ACHTUNG: Mit dem Erbrechts-Änderungsgesetz 2015 wurde das Erb- und Pflichtteilsrecht in vielen Punkten neu geregelt. Die Änderungen gelten jedoch erst ab 01.01.2017. Im Folgenden

Mehr

Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen.

Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen. Erbrecht I. Vorüberlegungen zur Nachlassgestaltung Zu Beginn ist zu empfehlen, sich einen Überblick zu verschaffen. Vier Leitfragen können dabei eine Rolle spielen. 1. Was habe ich zu vererben? Vermögensstatus

Mehr

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt

Merkblatt. Erbschaftsteuer. Inhalt Erbschaftsteuer Inhalt 1 Erbrechtliche Hinweise 2 Erbschaftsteuerliche Besonderheiten 2.1 Erwerbe von Todes wegen 2.2 Entstehung der Erbschaftsteuer 2.3 Steuerpflichtiger Erwerb 2.4 Steuerbefreiungen 2.5

Mehr

Erbe, Erbschaft, Testament Was ist zu beachten? Notar Dr. Jens Fleischhauer

Erbe, Erbschaft, Testament Was ist zu beachten? Notar Dr. Jens Fleischhauer Was ist zu beachten? Übersicht Warum ein Testament? Gesetzliche Erbfolge: Wer erbt was? Testament und Erbvertrag: Gestaltungsmöglichkeiten Grenze der Testierfreiheit: Pflichtteilsrecht Erbschaftsteuer:

Mehr

Inhalt. Kapitel 1 Die richtige Nachlassplanung. Kapitel 2 Schenken oder Vererben? Vorwort... 5

Inhalt. Kapitel 1 Die richtige Nachlassplanung. Kapitel 2 Schenken oder Vererben? Vorwort... 5 Vorwort... 5 Kapitel 1 Die richtige Nachlassplanung Wie kann ich meinen Nachlass richtig regeln?... 14 Warum sind meine persönlichen Interessen und Wünsche für die Nachlassplanung wichtig?... 16 Vermögensverzeichnis

Mehr

Die Notare Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel

Die Notare Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel Die Notare informieren Pflichtteilsrecht Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel Großer Markt 28 66740 Saarlouis Telefon 06831/ 94 98 06 und 42042 Telefax 06831/ 4 31 80 2 Info-Brief zum Pflichtteilsrecht

Mehr

Erbschaft- und Schenkungsteuer

Erbschaft- und Schenkungsteuer 1 Erbschaft- und Schenkungsteuer Das Erbrecht befasst sich mit der Frage, was nach dem Tode eines Menschen mit seinem Vermögen und seinen Schulden geschieht. Mit dem Tod eines Menschen geht sein Vermögen

Mehr

Erbrecht. Das Erbrecht regelt

Erbrecht. Das Erbrecht regelt Erbrecht Das Erbrecht regelt welcher Personenkreis Anspruch auf den Nachlass einer verstorbenen Person hat in welchem Umfang und unter welchen Voraussetzungen man Erbe wird ob man einen Erbteil oder ein

Mehr

14. Salzburger Anlegerforum

14. Salzburger Anlegerforum 14. Salzburger Anlegerforum Generationengespräch Vermögensverhältnisse rechtzeitig ordnen Schenken oder vererben? Das ist die Frage! Es gilt, den richtigen Zeitpunkt für die Vermögensübertragung zu finden.

Mehr

Immobilien richtig vererben. Rechtsanwältin & Notarin Dr. Kirsten Reich, LL.M. Friedrichstraße 15 60323 Frankfurt am Main

Immobilien richtig vererben. Rechtsanwältin & Notarin Dr. Kirsten Reich, LL.M. Friedrichstraße 15 60323 Frankfurt am Main Immobilien richtig vererben Rechtsanwältin & Notarin Dr. Kirsten Reich, LL.M. Friedrichstraße 15 60323 Frankfurt am Main Übersicht Gesetzliches Erbrecht Ordnungs- und Stämmesystem Erbrecht des Ehegatten

Mehr

Themenbereiche. Überblick über das gesetzliche Erbrecht. Pflichtteilsrecht. Übergabe zu Lebzeiten versus Erbschaft. Problematik Pflegeheim

Themenbereiche. Überblick über das gesetzliche Erbrecht. Pflichtteilsrecht. Übergabe zu Lebzeiten versus Erbschaft. Problematik Pflegeheim Vortrag RLB 13.10.2005: Erbrecht Liegenschaften: Übergabe zu Lebzeiten versus Vererbung Problematik Pflegeheim Notar Dr. Philipp Schwarz Themenbereiche Überblick über das gesetzliche Erbrecht Pflichtteilsrecht

Mehr

Immobilien richtig weitergeben und vererben.

Immobilien richtig weitergeben und vererben. Immobilien richtig weitergeben und vererben. Was soll aus meiner Immobilie einmal werden? Wer ein Haus oder eine Wohnung besitzt wird sich eines Tages fragen, was damit passieren soll. Wer soll sie einmal

Mehr

Wissenswertes zu Testament und Erbe

Wissenswertes zu Testament und Erbe Wissenswertes zu Testament und Erbe Sie können über Ihr Hab und Gut weitgehend frei verfügen. Zu Lebzeiten und auch in der Nachlassregelung. Viele Menschen machen jedoch zu Lebzeiten davon keinen Gebrauch.

Mehr

Richtig Erben und Vererben. www.privatebanking-schaerding.at. Qualität schafft Mehrwert

Richtig Erben und Vererben. www.privatebanking-schaerding.at. Qualität schafft Mehrwert Richtig Erben und Vererben www.privatebanking-schaerding.at Qualität schafft Mehrwert RICHTIG ERBEN UND VERERBEN Wie Sie Ihr Vermögen individuell weitergeben Früh genug festzulegen, an wen Sie Ihr Vermögen

Mehr

Erbe, Erbschaft, Testament. Notar Dr. Jens Fleischhauer

Erbe, Erbschaft, Testament. Notar Dr. Jens Fleischhauer Erbe, Erbschaft, Testament Notar Dr. Jens Fleischhauer Übersicht Nachlassplanung und Testamentsgestaltung: Ziele und Wünsche Rahmenbedingungen: - die gesetzliche Erbfolge - das Pflichtteilsrecht - die

Mehr

Die gesetzliche Erbfolge

Die gesetzliche Erbfolge Die gesetzliche Erbfolge Was und wie wird geerbt? Gesamtrechtsnachfolge. Mit dem Tode eines Menschen geht sein Vermögen ohne dass die Erbin oder der Erbe etwas tun muss oder Kenntnis von dem Erbfall hat

Mehr

Antworten auf Fragen zur - Sachwalterschaft - Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung - Erb- und Pflichtteilsrecht - Übergabe

Antworten auf Fragen zur - Sachwalterschaft - Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung - Erb- und Pflichtteilsrecht - Übergabe Antworten auf Fragen zur - Sachwalterschaft - Vorsorgevollmacht - Patientenverfügung - Erb- und Pflichtteilsrecht - Übergabe Referent: Mag. Rüdiger Kriegleder, MBL Öffentlicher Notar in Gallneukirchen

Mehr

Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern. In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes.

Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern. In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes. Erben und Vererben Nichts in dieser Welt ist sicher, außer dem Tod und den Steuern. In this world nothing can be said to be certain, except death and taxes. Benjamin Franklin Briefe an Leroy 1789 2 Überblick

Mehr

Erben und Vererben. Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland

Erben und Vererben. Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland Erben und Vererben Vortrag am 09.10.2008 Die Heilsarmee in Deutschland Herzlich willkommen Erbrecht 2 Allgemeines Vortragszeit 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr Fragen sind willkommen Zu meiner Person Erbrecht 3

Mehr

Testamentsgestaltung nach Trennung und Scheidung

Testamentsgestaltung nach Trennung und Scheidung Gudrun Fuchs Rechtsanwältin Maximilianstr. 14/III 93047 Regensburg Telefon: 0941/561440 Telefax: 0941/561420 Internet: http://www.rain-fuchs.de e-mail: kanzlei@rain-fuchs.de in Kooperation mit Steuerberaterinnern

Mehr

Wer erbt eigentlich was?

Wer erbt eigentlich was? Wer erbt eigentlich was? Die sogenannte gesetzliche Erbfolge kurz erklärt Jeder weiß es, jedem ist es bewusst: Sterben müssen wir alle. Und doch wird oft die Frage an mich herangetragen, wer denn nun eigentlich

Mehr

Soll ich ein Testament machen?

Soll ich ein Testament machen? Soll ich ein Testament machen? Wichtige Bestimmungen aus dem Erbrecht Stand: Juni 2013 Inhaltsverzeichnis 1. Der Nachlass... 3 2. Der Erbgang... 3 3. Die Erbfähigkeit... 3 4. Berufungsgründe als Erbe...

Mehr

14 Was unbedingt zu beachten ist 14 Individuelle Entscheidungssituation 18 Aufstellung eines Vermögens verzeichnisses

14 Was unbedingt zu beachten ist 14 Individuelle Entscheidungssituation 18 Aufstellung eines Vermögens verzeichnisses 7 Inhalt 01 Allgemeines übers Vererben und Verschenken 14 Was unbedingt zu beachten ist 14 Individuelle Entscheidungssituation 18 Aufstellung eines Vermögens verzeichnisses 02 Wenn Vermögen zu Lebzeiten

Mehr

Die Personen, die in diesem Falle die Erbschaft erhalten, werden als die «gesetzlichen Erben» bezeichnet. Es sind dies:

Die Personen, die in diesem Falle die Erbschaft erhalten, werden als die «gesetzlichen Erben» bezeichnet. Es sind dies: ERBEN > REGELN SIE IHREN NACHLASS > SEITE 1 VON 5 ERBEN Regeln Sie Ihren Nachlass A WAS, WENN ICH NICHTS REGLE? Für all diejenigen Personen, die für den Fall ihres Todes keine Vorkehrungen getroffen haben,

Mehr

Notar Schwarzer, Tegernsee. Erben und Vererben. Erben und Vererben. Notar Wilfried Schwarzer Tegernsee

Notar Schwarzer, Tegernsee. Erben und Vererben. Erben und Vererben. Notar Wilfried Schwarzer Tegernsee Notar Wilfried Schwarzer Tegernsee Erben und Vererben Rathausplatz 5 83684 Tegernsee Telefon (08022)7052-0 Telefax (08022) 705252 Mail: info@notariat-tegernsee.de Erben und Vererben 1. Notwendigkeit letztwilliger

Mehr

Erben und Vererben. 1. Was heißt gesetzliche Erbfolge? 2. Wann kommt es zur gesetzlichen Erbfolge?

Erben und Vererben. 1. Was heißt gesetzliche Erbfolge? 2. Wann kommt es zur gesetzlichen Erbfolge? 1 Erben und Vererben 1. Was heißt gesetzliche Erbfolge? 2. Wann kommt es zur gesetzlichen Erbfolge? Ohne Testament tritt gesetzliche Erbfolge ein. Gesetz = BGB Bürgerliches Gesetzbuch Gilt seit 1.1.1900,

Mehr

So fühlt sich das Leben für ein Schmetterlingskind an. Noch. Sie können es ändern! Ihr persönlicher Ratgeber zu Testament und Erbrecht in Österreich.

So fühlt sich das Leben für ein Schmetterlingskind an. Noch. Sie können es ändern! Ihr persönlicher Ratgeber zu Testament und Erbrecht in Österreich. So fühlt sich das Leben für ein Schmetterlingskind an. Noch. Sie können es ändern! Ihr persönlicher Ratgeber zu Testament und Erbrecht in Österreich. Ihr Vermächtnis für die Schmetterlingskinder Liebe

Mehr

Erben und Vererben. Hans-Michael Schiller. Referent:

Erben und Vererben. Hans-Michael Schiller. Referent: Aktuelle Rechts- und Steuerfragen des Eigenheims: Vererben oder Schenken 09.30 12.30 Uhr 1.Teil Referent: Rechtsanwalt und Notar Fachanwalt für Familienrecht Merksatz: Wer keine eigene letztwillige Verfügung

Mehr

Erbfolgeplanung. RA Uwe Frosch. Rechtsanwälte Görgen & Frosch, Andernach 1

Erbfolgeplanung. RA Uwe Frosch. Rechtsanwälte Görgen & Frosch, Andernach 1 Erbfolgeplanung RA Uwe Frosch Andernach 1 In sechs Schritten zum erfolgreichen Testament Persönliche Verhältnisse klären Was wird vererbt? Wer soll was bekommen? Lebzeitige Übergabe Steuern Start Andernach

Mehr

Muster: Festsetzen einer Auflage im Testament

Muster: Festsetzen einer Auflage im Testament Muster: Festsetzen einer Auflage im Testament Hiermit lege ich, Hans Schmidt, geb., wohnhaft., meinen letzten Willen wie folgt fest: 1. Zu meinem Alleinerben setze ich den Gemeinnützigen Verein der Katzenfreunde«mit

Mehr

Gesetzliche Erbfolge oder letztwillige Verfügung?

Gesetzliche Erbfolge oder letztwillige Verfügung? Gesetzliche Erbfolge oder letztwillige Verfügung? Freitag, 11. April 2014 Referent: Rechtsanwalt Jörg Heuser Fachanwalt für Erbrecht Fachanwalt für Arbeitsrecht Zertifizierter Testamentsvollstrecker Gesetzliche

Mehr

Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer Institut für Zivilrecht, Universität Wien SoSe 2015. II. Erbfolge. A. Voraussetzungen des Erbrechts

Univ.-Prof. Dr. Martin Schauer Institut für Zivilrecht, Universität Wien SoSe 2015. II. Erbfolge. A. Voraussetzungen des Erbrechts II. Erbfolge A. Voraussetzungen des Erbrechts 1. Allgemeines zum Erwerb des Erbrechts sind in jedem Fall folgende Voraussetzungen erforderlich Erbrechtstitel Erleben des Erbanfalls Erbfähigkeit und Erbwürdigkeit

Mehr

Thema: Testamente. 20.11.2013 Testamente 1

Thema: Testamente. 20.11.2013 Testamente 1 Thema: Testamente 20.11.2013 Testamente 1 Rechtsanwältin Sybille M. Meier Fachanwältin für Medizinrecht Fachanwältin für Sozialrecht meier@ratgeber-arzthaftung.de 1982 Rechtsanwaltszulassung Berlin 1985

Mehr

Muster-Testamente. Das Berliner Testament - Formulierungsbeispiel - Ausgangslage:

Muster-Testamente. Das Berliner Testament - Formulierungsbeispiel - Ausgangslage: Muster-Testamente Das Berliner Testament - Formulierungsbeispiel - Ausgangslage: Ehegatten mit (gemeinschaftlichen) Kindern länger lebender Ehegatte soll optimal abgesichert werden Kinder sollen nach dem

Mehr

Ihr persönlicher ROTE NASEN Testament-Ratgeber

Ihr persönlicher ROTE NASEN Testament-Ratgeber Ihr persönlicher ROTE NASEN Testament-Ratgeber Hier finden Sie die wichtigsten rechtlichen Rahmenbedingungen für eine Nachlassregelung. Schenken Sie Lebensfreude. Inhaltsverzeichnis 1) Was ist ein Testament?

Mehr

Rechtsanwalt und Notar Friedrich Schmidt, Giessen: Erbrecht und Beratung durch den Notar

Rechtsanwalt und Notar Friedrich Schmidt, Giessen: Erbrecht und Beratung durch den Notar Vorsicht... Erbschaft! Eine Erbschaft bedeutet nicht nur wegen des traurigen Anlasses ein eingeschränktes Vergnügen. Auch nach dem Erbfall erwarten den Erben - in wirtschaftlicher wie in menschlicher Hinsicht

Mehr

Rechtliche und praktische Hinweise rund um das Testament

Rechtliche und praktische Hinweise rund um das Testament Rechtliche und praktische Hinweise rund um das Testament mit Neuregelung in der Erbschaftssteuer ab Januar 2009 2) Ein Testament und seine Vorteile 3) Eigenhändiges oder öffentliches Testament, einschließlich

Mehr

Ratgeber. Testament. und. Erbschaft. Ein Leitfaden

Ratgeber. Testament. und. Erbschaft. Ein Leitfaden Ratgeber Testament und Erbschaft Ein Leitfaden Vorwort Peter M. Endres Vorstandsvorsitzender KarstadtQuelle Versicherungen Liebe Leserin, lieber Leser, wer schon einmal selbst etwas geerbt hat, weiß wahrscheinlich,

Mehr

Erbrecht für Versicherungsmakler

Erbrecht für Versicherungsmakler Erbrecht für Versicherungsmakler Vortrag im Rahmen der Hauptstadtmesse der Fonds Finanz Maklerservice GmbH im September 2014 Referentin: Ulrike Specht Rechtsanwältin und Fachanwältin für Erbrecht Paluka

Mehr

Erbrechtliche Aspekte

Erbrechtliche Aspekte VERMÖGENSWERTE IN DER VERLASSENSCHAFT Erbrechtliche Aspekte Dr. Gerhard Nothegger, Notar in Wels Präsident der Notariatskammer für OÖ Seminar für Bankrecht Linz, 22.03.2011 1 Ablauf des Verlassenschaftsverfahrens

Mehr

Prof. Dr. Thomas Rüfner. Materialien im Internet: http://ius-romanum.unitrier.de/index.php?id=40423

Prof. Dr. Thomas Rüfner. Materialien im Internet: http://ius-romanum.unitrier.de/index.php?id=40423 Repetitorium Erb- und Familienrecht Vorlesung am 08.07.2011 Gesetzliche und testamentarische Erbfolge (1) Prof. Dr. Thomas Rüfner Materialien im Internet: http://ius-romanum.unitrier.de/index.php?id=40423

Mehr

Das Berliner Testament

Das Berliner Testament Das Berliner Testament Besonderheiten und Fallstricke Von RA Dr. Ulrich Zacharias Berlin - Adlershof Das klassische Berliner Testament: Wir setzen uns gegenseitig zum Alleinerben ein. Erben des Überlebenden

Mehr

Testamentsformen, Erbfolge. - Leitfaden -

Testamentsformen, Erbfolge. - Leitfaden - Testamentsformen, Erbfolge - Leitfaden - erstellt durch: Rechtsanwalt André Tschörner Hindenburgstr. 31 73760 Ostfildern Tel.: 0711/ 348 20 39 Fax.: 0711/ 348 25 39 Der Leitfadeninhalt ist nach bestem

Mehr

Von Mensch zu Mensch - Bremer Stiftung Martinsclub

Von Mensch zu Mensch - Bremer Stiftung Martinsclub Von Mensch zu Mensch - Bremer Stiftung Martinsclub Menschen mit Behinderungen haben es schwer, einen Platz in dieser Gesellschaft zu finden. Offiziell und laut Gesetz sind sie zwar integriert und dürfen

Mehr

Von Notar Nico Matheis, Mallersdorf-Pfaffenberg am 05.04.2011 in der Sparkasse Mallersdorf

Von Notar Nico Matheis, Mallersdorf-Pfaffenberg am 05.04.2011 in der Sparkasse Mallersdorf Von Notar Nico Matheis, Mallersdorf-Pfaffenberg am 05.04.2011 in der Sparkasse Mallersdorf Mit dem Tod eines Menschen geht dessen gesamtes Vermögen (Immobilien, Bar- und Anlagevermögen, Auto, etc., aber

Mehr

Nichteheliche Lebensgemeinschaft Versorgungslücken und erbrechtliche Risiken vermeiden

Nichteheliche Lebensgemeinschaft Versorgungslücken und erbrechtliche Risiken vermeiden Nichteheliche Lebensgemeinschaft Versorgungslücken und erbrechtliche Risiken vermeiden Hans-Oskar Jülicher Fachanwalt für Erbrecht Testamentsvollstrecker Ostpromenade 1, 52525 Heinsberg Telefon: 02452

Mehr

Die Erbordnungen nach dem BGB 1924 ff - ausgehend von dem Tod eines Ehegatten, hier des Mannes -

Die Erbordnungen nach dem BGB 1924 ff - ausgehend von dem Tod eines Ehegatten, hier des Mannes - Erben und Vererben Die Erbordnungen nach dem BGB 1924 ff - ausgehend von dem Tod eines Ehegatten, hier des Mannes - V. V. V. V. V. V. V. V. IV. IV. IV. IV. 1928 1928 III. III. II. 1925 1926 Geliebte I.

Mehr

Ihr vermächtnis für tiere

Ihr vermächtnis für tiere Ihr vermächtnis für tiere Ein Ratgeber für Ihren letzten Willen Glückliche Menschen durch glückliche Tiere Glückliche Menschen durch glückliche Tiere Nichts ersetzt ein eigenes Zuhause, das gilt für Mensch

Mehr

Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare

Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare Dr. Paul Rombach, LL.M. Dr. Claudie Rombach Notare 40212 Düsseldorf Königsallee 70 Telefon (0211) 86 32 72-0 Fax (0211) 86 32 72 20 E-Mail: mail@notare-rombach.de Internet: www.notare-rombach.de Erbe und

Mehr

Gestaltungsmöglichkeiten im Erbrecht. Das Testament und Erbrechtsgrundlagen aus juristischer Sicht

Gestaltungsmöglichkeiten im Erbrecht. Das Testament und Erbrechtsgrundlagen aus juristischer Sicht Gestaltungsmöglichkeiten im Erbrecht Das Testament und Erbrechtsgrundlagen aus juristischer Sicht Vorwort Das deutsche Erbrecht ist eine schwierige Materie. Neben den emotionalen Herausforderungen gibt

Mehr

Fakten zum Erbrecht. Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern. www.grafpartner.com

Fakten zum Erbrecht. Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern. www.grafpartner.com Fakten zum Erbrecht Gesetzliche Erbfolge Berliner Testament Steuern Alle nachfolgenden Ausführungen erfolgen ohne Gewähr und ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Stand: Januar 2010. www.grafpartner.com

Mehr

NEU AB 1.1.2016 GRUNDERWERBSTEUER IHR RECHTSANWALT. FÜR JEDEN FALL.

NEU AB 1.1.2016 GRUNDERWERBSTEUER IHR RECHTSANWALT. FÜR JEDEN FALL. IHR RECHTSANWALT. FÜR JEDEN FALL. GRUNDERWERBSTEUER NEU AB 1.1.2016 Werden Übertragungen von Immobilien teurer? Alle Infos und Antworten auf die wichtigsten Fragen Die Steuerreform 2015/16 bringt mit Jahreswechsel

Mehr

Kreishandwerkerschaft Füssen-Marktoberdorf. Erben und Vererben. Die Erbfolge nach Gesetz oder die Alternative: Testament

Kreishandwerkerschaft Füssen-Marktoberdorf. Erben und Vererben. Die Erbfolge nach Gesetz oder die Alternative: Testament Kreishandwerkerschaft Füssen-Marktoberdorf Erben und Vererben Die Erbfolge nach Gesetz oder die Alternative: Testament Vortrag am 08.02.2012 Marktoberdorf, Modeon Seite 2 Beispielsfall : Unternehmerin

Mehr

Handbuch Erben und Vererben interna

Handbuch Erben und Vererben interna Handbuch Erben und Vererben interna Ihr persönlicher Experte Inhalt 1) Wie Sie ein Berliner Testament aufsetzen... 7 2) So setzen Sie ein Einzeltestament auf... 25 3) Alles zur Erbengemeinschaft... 42

Mehr

Vererben und Schenken. Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013

Vererben und Schenken. Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013 06. März 2013 Vererben und Schenken Gedächtniskirche Bad Homburg 06. März 2013 Rudolf Herfurth Rechtsanwalt Seite 2 Themenüberblick Schenkung formlos bei sofortigem Vollzug Schenkungsversprechen nur notariell

Mehr

Testament Muster, Testament Vorlage, Testament Vordruck kostenlos

Testament Muster, Testament Vorlage, Testament Vordruck kostenlos Testament Muster, Testament Vorlage, Testament Vordruck kostenlos Einzeltestament mit dem Schwerpunkt: Kinderloser Erblasser setzt seine Eltern und seinen Bruder als Erben ein (inklusive weiterer Bestimmungen).

Mehr

Vorsorgen, einfach machen Vollmachten, Testamente, Überträge - den Nachlass richtig regeln - Teil II: Vererben Rechtsanwalt und Notar Eckehard Firl

Vorsorgen, einfach machen Vollmachten, Testamente, Überträge - den Nachlass richtig regeln - Teil II: Vererben Rechtsanwalt und Notar Eckehard Firl 1 Vorsorgen, einfach machen Vollmachten, Testamente, Überträge - den Nachlass richtig regeln - Teil II: Vererben Rechtsanwalt und Notar Eckehard Firl Im Rahmen der Vortragsreihe der Sparkasse Geseke hat

Mehr

VERERBEN, VERMACHEN UND STIFTEN - einige grundlegende Gedanken

VERERBEN, VERMACHEN UND STIFTEN - einige grundlegende Gedanken Stiftung Häuser der christlichen Nächstenliebe Bischof-von-Rammung-Str. 2 68753 Waghäusel Tel. 07254-9288-0 stiftung@kloster-waghaeusel.de www.wallfahrtskirche-waghaeusel.de VERERBEN, VERMACHEN UND STIFTEN

Mehr

Ihr Vermächtnis für die Jugend dieser Welt

Ihr Vermächtnis für die Jugend dieser Welt Ihr Vermächtnis für die Jugend dieser Welt Liebe Förderinnen unserer Arbeit! Liebe Freunde von Jugend Eine Welt! Immer wieder berührt uns die Hilfsbereitschaft von Menschen, die uns in ihrem Testament

Mehr

Erben und Schenken ab 01.08.2008. Ihre RaiffeisenBank Kitzbühel informiert

Erben und Schenken ab 01.08.2008. Ihre RaiffeisenBank Kitzbühel informiert Erben und Schenken ab 01.08.2008 Ihre RaiffeisenBank Kitzbühel informiert Seite 1 Dir. Dr. Heinrich Weninger Mag. Hannes Laner Kathrein & Co. Privatgeschäftsbank AG Wipplingerstrasse 25 1010 Wien RaiffeisenBank

Mehr

Erbrechtliche Lösungen für Patchwork -Familien. I. Einige Daten

Erbrechtliche Lösungen für Patchwork -Familien. I. Einige Daten Erbrechtliche Lösungen für Patchwork -Familien I. Einige Daten Nach den Erhebungen des Statistischen Bundesamtes werden in Deutschland jährlich ca. 190.000 bis 200.000 Ehen geschieden. Seit dem Jahr 2001

Mehr

Vererben und verschenken 28.02.2008

Vererben und verschenken 28.02.2008 Vererben und verschenken 28.02.2008 Wie Sie Ihr Vermögen erhalten und Steuer schonend weitergeben. Erbfolge Gewillkürte Erbfolge Testament privatschriftlich notarielles Testament Ehegattentestament Optionen

Mehr

Brauche ich ein Testament?

Brauche ich ein Testament? Brauche ich ein Testament? Beispiel 1: Eine alleinerziehende Mutter, die auch das alleinige Sorgerecht hat, möchte sicherstellen, dass ihr einziges Kind alleine erbt. Sollte sie vor dem 18. Lebensjahr

Mehr

Erbrecht in Frage und Antwort

Erbrecht in Frage und Antwort Beck-Rechtsberater im dtv 50761 Erbrecht in Frage und Antwort Vorsorge zu Lebzeiten, Erbfall, Testament, Erbvertrag, Vollmachten, Steuern, Kosten von Bernhard F. Klinger 5. Auflage Verlag C.H. Beck München

Mehr

persönlich für: Mein letzter Wille Erbschaftsratgeber

persönlich für: Mein letzter Wille Erbschaftsratgeber persönlich für: Mein letzter Wille Erbschaftsratgeber Inhalt Ein Testament sorgt für klare Verhältnisse 3 Lebensversicherung zugunsten eines Vereins 4 Die gesetzliche Erbfolge 5 Eintrag in das allgemeine

Mehr

Die in diesem Buch verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen.

Die in diesem Buch verwendeten personenbezogenen Ausdrücke umfassen Frauen und Männer gleichermaßen. Impressum: Bundesministerium für Justiz, Palais Trautson, Museumstraße 7, 070 Wien Ausgabe März 203, www.justiz.gv.at Grafik: Art Direction Janauschek, www.ad-janauschek.at Illustration: DI Markus Szyszkowitz,

Mehr

Newsletter Schiedermair Rechtsanwälte Lebensversicherungen, Erbrecht und Steuern

Newsletter Schiedermair Rechtsanwälte Lebensversicherungen, Erbrecht und Steuern Newsletter Schiedermair Rechtsanwälte Lebensversicherungen, Erbrecht und Steuern Dezember 2013 Begriffe Versicherungsnehmer, das ist diejenige Person, die den Versicherungsvertrag mit dem Versicherer abgeschlossen

Mehr

I. Die gesetzliche Erbfolge

I. Die gesetzliche Erbfolge Was Sie vom Erbrecht wissen sollten I. Die gesetzliche Erbfolge 1. Das gesetzliche Erbrecht der Verwandten, insbesondere der Abkömmlinge Verwandt sind Personen, - die voneinander abstammen Verwandtschaft

Mehr

Richtig erben und vererben

Richtig erben und vererben Richtig erben und vererben Der Gesetzgeber unterscheidet grundsätzlich zwischen der 1.) gesetzlichen Erbfolge 2.) testamentarischen Erbfolge Allgemeine Information und keine Rechtsberatung! Bei der gesetzlichen

Mehr

Investition für die Ewigkeit V e r e r b e n S c h e n k e n

Investition für die Ewigkeit V e r e r b e n S c h e n k e n Investition für die Ewigkeit V e r e r b e n S c h e n k e n Mit dieser Broschüre möchten wir denen eine Hilfe sein, die mit Ihrem Vermögen und wenn es noch so klein ist dazu beitragen wollen, Menschen

Mehr

Was Sie über das Erbrecht wissen sollten.

Was Sie über das Erbrecht wissen sollten. 1 Was Sie über das Erbrecht wissen sollten. www.justiz.nrw.de 3 Was geschieht mit meinem Vermögen, wenn ich nicht mehr bin? Diese Frage beantwortet das Erbrecht. Selbst wenn es nicht leicht fällt die Frage,

Mehr

Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten

Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten Gesetzliches Erbrecht des Ehegatten 13 Frau Jansen aus Oschatz: Ich bin Witwe und habe drei Kinder, die mich eigentlich zu jeweils einem Drittel beerben sollten. Im letzten Jahr ist tragischerweise mein

Mehr

Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden?

Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden? Faxabruf Erben und Vererben (06.08.2015) Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden? Ein privates Testament ist nur wirksam, wenn bestimmte Formerfordernisse beachtet werden ( 2247 BGB):

Mehr

Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden - Ein kurzer Ratgeber rund um das Testament

Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden - Ein kurzer Ratgeber rund um das Testament Was muss bei der Abfassung eines Testaments beachtet werden - Ein kurzer Ratgeber rund um das Testament von Dr. Ulrike Tremel Rechtsanwältin, Fachanwältin für Erbrecht und Sachverständige für Grundstücksbewertung

Mehr

Pflichtteilsergänzung

Pflichtteilsergänzung Pflichtteilsergänzung Der Pflichtteilsergänzungsanspruch bei Schenkungen zu Lebzeiten Für nahe Verwandte gibt es bei Enterbung einen Pflichtteilsanspruch der sich aus dem Nachlass zum Todestag ergibt.

Mehr

ERBRECHT Eine Information für Angehörige

ERBRECHT Eine Information für Angehörige ERBRECHT Eine Information für Angehörige Dr. Heinz TROMPISCH EINLEITUNG Wenn jemand stirbt, ist er zwar körperlich, nicht aber im rechtlichen Sinne tot. Rechtlich gesehen lebt er in manchen Bereichen weiter:

Mehr

Erbrecht- gesetzliche Ausgestaltung und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Vortrag zum Unternehmergespräch von Dr. Ulrich Dieckert am 14.12.

Erbrecht- gesetzliche Ausgestaltung und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten. Vortrag zum Unternehmergespräch von Dr. Ulrich Dieckert am 14.12. Erbrecht- gesetzliche Ausgestaltung und individuelle Gestaltungsmöglichkeiten Vortrag zum Unternehmergespräch von Dr. Ulrich Dieckert am 14.12.2010 Grundlagen I Mit dem Tod einer natürlichen Person tritt

Mehr

ERBEN UND VERERBEN SIMPLIFIED

ERBEN UND VERERBEN SIMPLIFIED Judith Engst ERBEN UND VERERBEN SIMPLIFIED FinanzBuch Verlag Was geschieht, wenn kein Testament oder Erbvertrag besteht?»geht es nicht auch ohne Testament?«, fragen sich viele Menschen, die nicht gern

Mehr

Pflichtteilsberechnung

Pflichtteilsberechnung Pflichtteilsberechnung Der Pflichtteil gibt dem Pflichtteilsberechtigten eine Mindestbeteiligung am Nachlaß in Höhe der Hälfte des Werts des gesetzlichen Erbteils. Der Wert des Pflichtteils wird also bestimmt

Mehr

A D V O C A - I N F O

A D V O C A - I N F O A D V O C A - I N F O I / 2013 Inhalt: Erbrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten Nichtzahlung erhöhter Vorauszahlungen durch Mieter: Kündigung auch ohne Zahlungsklage Erbrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten

Mehr

Geschenkt ist geschenkt.

Geschenkt ist geschenkt. Das Haus schon zu Lebzeiten verschenken? Schenken mit warmer Hand Folgen im Pflegefall Ergolding, den 17. April 2013 Geschenkt ist geschenkt. (deutsche Redensart) 2 Überblick Erbfolge erst mit dem Tod

Mehr

Notar Dr. Markus Mayrhofer St. Gilgen am Wolfgangsee

Notar Dr. Markus Mayrhofer St. Gilgen am Wolfgangsee Notar Dr. Markus Mayrhofer St. Gilgen am Wolfgangsee ERBEN, VERERBEN und SCHENKEN Schenken oder vererben? Das ist die Frage! Es gilt, den richtigen Zeitpunkt für die Vermögensübertragung zu finden. 1 Überblick

Mehr

Erbschafts-Ratgeber für Eigentümer von Anlageimmobilien

Erbschafts-Ratgeber für Eigentümer von Anlageimmobilien Erbschafts-Ratgeber für Eigentümer von Anlageimmobilien Gesetzliches Erbrecht 1 2 3 Gewillkürte Erbfolge Pflichtteilsrecht Wir informieren, Sie profitieren - Rechte und Möglichkeiten für Erblasser. Schenkungen

Mehr

Daher sollten die Ansprüche der Pflichtteilsberechtigten bei der Abfassung eines Testamentes bedacht und in die gewählte Regelung einbezogen werden.

Daher sollten die Ansprüche der Pflichtteilsberechtigten bei der Abfassung eines Testamentes bedacht und in die gewählte Regelung einbezogen werden. Tücken des Pflichtteils bei der Gestaltung von Testamenten Grundsätzlich kann jeder frei entscheiden, wen er durch Errichtung eines Testamentes als Erben einsetzen möchte. Die Gestaltungsfreiheit stößt

Mehr

Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht

Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht Grundstücksbewertung im Erbrecht, Familienrecht und Steuerrecht Referentin: Dr. Ulrike Tremel Rechtsanwältin Fachanwältin für Erbrecht Sachverständige für Grundstücksbewertung Anwaltskanzlei Fachanwältin

Mehr

Ehe- und Erbrecht. Dr. iur. Alexandra Zeiter Rechtsanwältin / Fachanwältin SAV Erbrecht

Ehe- und Erbrecht. Dr. iur. Alexandra Zeiter Rechtsanwältin / Fachanwältin SAV Erbrecht Ehe- und Erbrecht 10. November 2011 Dr. iur. Alexandra Zeiter Rechtsanwältin / Fachanwältin SAV Erbrecht Übersicht I. Zu meiner Person II. III. IV. Was bedeutet erben? Wer erbt nach Gesetz wie viel? 1.

Mehr

Streit ums Erbe. Ratssaal der Verbandsgemeinde Wörrstadt Wörrstadt, den 23. Februar 2005 um 19.30 Uhr. Referent:

Streit ums Erbe. Ratssaal der Verbandsgemeinde Wörrstadt Wörrstadt, den 23. Februar 2005 um 19.30 Uhr. Referent: Streit ums Erbe Ratssaal der Verbandsgemeinde Wörrstadt Wörrstadt, den 23. Februar 2005 um 19.30 Uhr Referent: Fall 1 Der böse Schwager Erblasser E verstirbt 1994 ohne Kinder und ohne Testament und hinterlässt

Mehr

sterben erben streiten?

sterben erben streiten? sterben erben streiten? Markus Schärer Notar und Rechtsanwalt Von Graffenried Recht, Bern / Zürich markus.schaerer@graffenried.ch / 031 320 59 11 2 Übersicht 1. Einleitung 2. Zusammenspiel Ehe - und Erbrecht

Mehr

NOTARIATSKANZLEI DR. DIETER ANDERLUH. Erben und Vererben. Eine kleine Einführung in das Erbrecht. bearbeitet von Mag.

NOTARIATSKANZLEI DR. DIETER ANDERLUH. Erben und Vererben. Eine kleine Einführung in das Erbrecht. bearbeitet von Mag. NOTARIATSKANZLEI DR. DIETER ANDERLUH Erben und Vererben Eine kleine Einführung in das Erbrecht bearbeitet von Mag. Klaus Schöffmann Notariatskanzlei Dr. Dieter Anderluh Inhaltsverzeichnis ERBRECHTLICHE

Mehr

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch: Benachteiligen lebzeitige Schenkungen den Pflichtteilsberechtigten?

Der Pflichtteilsergänzungsanspruch: Benachteiligen lebzeitige Schenkungen den Pflichtteilsberechtigten? Gartenstraße 14 26122 Oldenburg T: 0441 361 333 0 F: 0441 361 333 22 E: info@hillmann-partner.de 17. Juni 2015 Der Pflichtteilsergänzungsanspruch: Benachteiligen lebzeitige Schenkungen den Pflichtteilsberechtigten?

Mehr