Wie Sie Ihren Schritt in die Selbständigkeit optimal planen. Unternehmensgründung

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1 Wie Sie Ihren Schritt in die Selbständigkeit optimal planen. Unternehmensgründung

2 Vorwort Die Unternehmerpersönlichkeit als Erfolgsfaktor Überlegungen vor der Gründung Ihres Unternehmens 3. Das Unternehmenskonzept 4. Das Gewerberecht 5. Die Rechtsformen 6. Das Sozialversicherungsrecht 7. Selbständigenvorsorge 8. Die Steuerbehörde 2.1 Was ist vor der Unternehmensgründung zu tun? Der rote Faden für Behördenwege Ihr Businessplan: die ersten Schritte zum Erfolg Inhalte eines Businessplans Persönliche und sachliche Voraussetzungen Gewerbeanmeldung Inhalt des Antrags Kriterien für die Wahl der Rechtsform Übersicht über mögliche Rechtsformen in Österreich Wann beginnt bei Neugründern die Versicherungspflicht? Ausnahmen für Kleinstunternehmer in der GSVG Vorsicht bei der Liquiditätsplanung Ihrer SV-Beiträge Sozialversicherungsrechtliche Betrachtung beim geschäftsführenden Gesellschafter einer GmbH Verpflichtung eines neu gegründeten Unternehmens gegenüber dem Finanzamt Wie erfolgt die Betreuung durch das Finanzamt? Versäumnisse gegenüber dem Finanzamt Die wichtigsten Steuern näher betrachtet 10. Das Rechnungswesen 11. Die Finanzierung 12. Förderungen erleichtern den Unternehmensstart 13. Betriebswirtschaftliche Überlegungen 14. Vorsorge und Risikoabsicherung 15. Starten Sie Ihr Unternehmen im GO! GründerCenter 16. Ihr Zahlungsverkehr rasch und um 50 % günstiger 17. GO! online: 18. Businessplan: Abenteuer Gründung mit Plan zum Erfolg 9.1 Die Umsatzsteuer Der Vorsteuerabzug Rechnungslegung nach dem Umsatzsteuergesetz Die Umsatzsteuerjahreserklärung Die Umsatzsteuerveranlagung Die Einkommensteuer Einkunftsarten und Berechnung der Einkommensteuerbemessungsgrundlage Einkommensteuerberechnung Die Körperschaftsteuer Der Steuersatz Die Mindestkörperschaftsteuer Jahressteuererklärung Sonstige Steuern Steueroptimierung Bilanz und GUV Einnahmen-Ausgaben-Rechnung Die Pauschalierung der Betriebsausgaben Das Eigenkapital Die Fremdfinanzierungsformen Die ABC-Analyse - ein Diagnoseinstrument Zahlungsziel ausschöpfen oder Skonto nutzen? Wichtige Kennzahlen für Ihr Unternehmen Stundensatzkalkulation in KMUs Die Kostenrechnung

3 Sehr geehrter Unternehmensgründer! Der Erste Bank und den Sparkassen ist es ein besonderes Anliegen, Sie als Gründer eines Unternehmens bestmöglich zu fördern. Schließlich sind leistungsfähige Unternehmen die Voraussetzung für die erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft Österreichs. Damit wir Sie bei Ihrem Vorhaben mit kompetenter Beratung, erstklassigem Service und praktischen Hilfeleistungen optimal unterstützen können, haben wir vor einigen Jahren die GO! Gründer Offensive ins Leben gerufen. Mittlerweile hat sich die GO! Gründer Offensive von Erste Bank und Sparkassen zur größten Initiative für Unternehmensgründer, Betriebsnachfolger und Franchisenehmer in Österreich entwickelt. Sie umfasst: die GO! Gründer Akademie GO! Workshops und Beratertage die GO! GründerCenter das Internetportal den i2b Businessplan-Wettbewerb In dieser Broschüre finden Sie wertvolle Anleitungen und praktische Tipps für Ihren erfolgreichen Start in die Selbständigkeit. Als umfassender Ratgeber wird sie Ihnen bei vielen Fragen wertvolle Dienste leisten. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Kundenbetreuer in Erste Bank oder Sparkasse. Er wird Sie individuell bei Ihrem Vorhaben beraten und begleiten. Gutes Gelingen beim Unternehmensstart wünschen Erste Bank und Sparkassen Als Mitautoren möchten wir uns vorstellen. Die Bollenberger & Bollenberger Beratungsgruppe mit rund 65 Mitarbeitern an den Standorten in Wiener Neustadt, Wien, Purkersdorf und Aspang betreut eine große Zahl von Unternehmen in steuerlichen und betriebswirtschaftlichen Belangen. Als Mitglied der ECA Partner GmbH und bei Kreston International bietet die B & B Beratungsgruppe zuverlässigen und bequemen Zu - gang zu qualitativ hochwertigen Beratungsleistungen rund um den Globus. B&B-Kunden profitieren dank dieses nationalen und internationalen Experten- und Kontaktnetzwerks von effektiven Umsetzungslösungen unabhängig von ihrer Unternehmensgröße. Bollenberger & Bollenberger bietet als One-Stop-Shop Steuer- und Rechtsberatung - Buchhaltung und Bilanzierung Wirtschaftsprüfung Unternehmensberatung Förderungscoaching Businessplan Lohnverrechnung Gutachten EDV-Serviceleistungen... Das B&B-Beraterteam hat die Entwicklung vieler Unternehmen entscheidend mitgeprägt und zu deren Erfolg beigetragen. Gründerprojekte werden ganzheitlich betrachtet. Steuerliche Aspekte, betriebswirtschaftliche Analysen und marketingstrategische Überlegungen werden gemeinsam mit den Gründern reflektiert, in zielführende Umsetzungsmaßnahmen übergeleitet und aktiv begleitet. Ein Beispiel zur geförderten Beratung für Gründer und Jungunternehmer bei B&B: Die Bollenberger & Bollenberger Beratungsgruppe führt geförderte Gründer- und Jungunternehmerberatungen durch. Das Investment für das mit 75 % geförderte Unternehmensstartprogramm im Ausmaß von 20 Beratungsstunden beträgt in Niederösterreich nur 400 Euro (exkl. USt.). Fragen Sie uns nach Ihren Förderchancen: Viel Erfolg wünscht Ihnen die Bollenberger & Bollenberger Beratungsgruppe Mehr über B&B auf

4 1. Die Unternehmerpersönlichkeit als Erfolgsfaktor 2. Überlegungen vor der Gründung Ihres Unternehmens Das wichtigste Startkapital Ihres Unternehmens sind Sie. Tatendrang und Entscheidungsfreude zeichnen erfolgreiche Unternehmer aus Sie haben sich entschlossen, einen neuen Weg einzuschlagen, und sind hochmotiviert. Sie finden eine neue wirtschaftliche Situation vor. Die ständige Suche nach neuen Aufgaben, bei denen Sie sich den Erfolg direkt selbst zuschreiben können, beginnt nun. Ihre Persönlichkeit ist der entscheidende Erfolgsfaktor Wichtige Grundcharakteristika sind Problemlösungs - kompetenz, Selbstsicherheit und Durchsetzungsfähigkeit, gepaart mit einer überdurchschnittlichen Portion Optimismus. Anders als im Regelfall gewinnen die Persönlichkeitsfaktoren in Krisensituationen deutlich an Wichtigkeit. Jener Unternehmertyp, der nüchtern analysiert und entscheidet, schnell klare Zielvorstellungen aufbaut und dann auch konsequent umsetzt, ist anderen überlegen. Selbständigkeit bedeutet Entscheidungsfreude, Dynamik und Kontaktfreudigkeit. Risikobewusstsein und Belastbarkeit Realistische Einschätzung von Chancen und Risken und persönliches Engagement sind für den Start unerlässlich. Eine der wichtigsten Eigenschaften des zukünftigen Unternehmers muss absolute Leistungsbereitschaft sein. Auch eine Portion guter Nerven gehört dazu. Fachliche Qualifikation und Know-how Entsprechende Fachkenntnisse, Branchenerfahrung, kaufmännische Grundkenntnisse sowie stete Lernbereitschaft sind unerlässlich und gegebenenfalls rasch aufzubauen. Identifikation Ihres persönlichen Umfelds mit Ihrer beruflichen Entscheidung Hohe Arbeitsbelastung und Einschränkung der Freizeit wirken sich auf das soziale Umfeld aus. Daher ist es sehr wichtig, dass sich auch Ihre Familie mit Ihrer Selbständigkeit identifiziert. Ein wirtschaftlich wichtiger Ansatzpunkt ist die Frage, ob Ihre Familie im Notfall ohne Einkünfte aus Ihrem zukünftigen Betrieb für den Lebensunterhalt aufkommen kann. 2.1 Was ist vor der Unternehmensgründung zu tun? Die Entscheidung für die Unternehmensgründung wirft drei elementare Fragen auf, die jeder Unternehmer gewissenhaft im Vorfeld beachten muss. Denn jeder Bereich für sich kann zum fundamentalen Erfolgsfaktor, aber auch zum Stolperstein werden. Drei Fragen für eine erfolgreiche Zukunft Welche behördlichen Schritte muss ich bei einer Unternehmensgründung setzen und wer sind meine Ansprechpartner? Welche Rechtsform ist für mein Unternehmen am besten geeignet? Mit dieser Frage entscheiden Sie unter anderem über die wichtige Haftungssituation bei Worst-Case-Szenarien. Benötige ich externe Unterstützung? Brauche ich einen oder vielleicht sogar mehrere Partner vielleicht um fehlendes Know-how ins Unternehmen zu integrieren oder um die finanzielle Situation meines Unternehmens zu stärken? Für diese strategischen Entscheidungen ist es ratsam, professionellen und vor allem unabhängigen Rat einzuholen. Hier sind wir bei der Wahl eines vertrauensvollen Unternehmens- und Steuerberaters angelangt, den Sie bei wichtigen Weichenstellungen im Unternehmen einbeziehen sollten. Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige tun. Das bedeutet RECHTZEITIG planen und agieren. Die Dinge richtig, aber auch rechtzeitig zu tun ist entscheidend, egal, ob bei Finanzierungsfragen, im Steuerrecht oder im ganzen unternehmerischen Umfeld. Insbesondere bei der Wahl der Finanzierungskonzepte rund um die Optimierung des Fördermix wird oft nicht rechtzeitig überlegt. Für Planung und Organisation des Unternehmens sollten Sie unbedingt einen Zeitrahmen zwischen drei und neun Monaten in Betracht ziehen. Der zeitliche Aufwand für die Gründung wird oft unterschätzt, und das führt zu Rückschlägen und Enttäuschungen. Bevor es ans Arbeiten und ans Geldverdienen geht, sind auch die ersten Behördenwege zu erledigen. Ihre Geschäftsidee steht. Sie haben die Marktsituation und das Marktumfeld eingehend betrachtet und den relevanten Mitbewerb analysiert. Auch die Finanzierung Ihres Projekts ist gesichert, und Sie treffen die grundlegende Entscheidung: Ja, ich realisiere mein Projekt. Ich gründe ein Unternehmen und werde selbständig! Unter Pkt. 2.2 erhalten Sie einen Überblick, für welche Belange welche Behörde die richtige Anlaufstelle ist

5 3. Das Unternehmenskonzept 2.2 Der rote Faden für Behördenwege Neugründungsförderungsgesetz Formular NeuFö1 Bestätigung Betriebsanlagengenehmigung Nachsicht Flächenwidmung Arbeitnehmerschutz Anmeldung der Arbeitnehmer (unselbstständig Erwerbstätige) Regionale Wirtschaftskammer Bezirkshauptmannschaft, Magistrat Landesregierung Gemeinde Arbeitsinspektorat Finanzamt Allgemeine Sozialversicherungsanstalt Gebietskrankenkasse Wahl der Selbstständigenvorsorgekasse bzw. Mitarbeitervorsorgekasse Informationen Gewerbeberechtigung Förderungen beantragen (z. B. geförderte Beratungsangebote der Wirtschaftskammer) Gewerbeberechtigungen Baubewilligung bauliche Voraussetzungen Ansuchen Steuernummer, UID-Nummer bei GmbHs: Geschäftsführer, sofern ASVG-versichert Das Unternehmenskonzept ist die BASIS für die wichtigsten Grundsatzentscheidungen in Bezug auf Ihr Unternehmen. Es ist wichtig, Ihr Vorhaben strukturiert und klar darzustellen. Das Konzept soll Ihnen als Wegweiser dienen. 3.1 Ihr Businessplan: Die ersten Schritte zum Erfolg Warum brauchen Sie einen Businessplan? Ihr Businessplan muss alle betriebswirtschaftlichen und finanziellen Aspekte Ihrer Unternehmensgründung beleuchten. Unternehmensgründungen, aber auch -erweiterungen sind in der Regel mit finanziellem Aufwand und nicht zu unterschätzendem Risiko verbunden. Oft wird der angehende Jungunternehmer erst durch die Erstellung eines Businessplans dazu veranlasst, z. B. Markteinschätzungen und Prognosen betriebswirtschaftlich zu untermauern. Ohne Plan kein Erfolg Dass ein Businessplan maßgeblich zum Gelingen einer Unternehmensgründung beiträgt, ist auch wissenschaftlich belegt. Studien zeigen, dass rund ein Drittel aller Existenzgründungen nicht von Erfolg gekrönt ist. Die häufigste Ursache: Der Gründungsplan war fehlerhaft, wurde nicht eingehalten oder war nicht vorhanden. Kaum ein Investor lässt sich ohne Businessplan von den ausgezeichneten Ertragschancen überzeugen. Egal, ob dieser eine Behörde, eine Bank, ein Venture Capitalist oder ein privater Geldgeber ist. Darüber hinaus finden nur Unternehmen mit einem schlüssigen Businessplan Zutritt zu staatlichen Fördertöpfen. Die Einhaltung von Ablaufplänen kann ebenso kontrolliert werden wie z. B. Zeitpläne oder Investitionspläne usw. Gesteckte Ziele können mit dem bisher Erreichten verglichen werden. Stellt sich dabei heraus, dass sich die Situation grundlegend geändert hat, so muss auch der Businessplan geändert werden. Ein Businessplan ist etwas Lebendiges und verliert seinen Wert, wenn er in die Schublade gesteckt und nicht beachtet wird. Der Businessplan ist nicht nur das Schlüsseldokument für die Konzeption des Geschäftsvorhabens er ist unerlässlich bei der Führung des Unternehmens und der laufenden Erfolgskontrolle. Abweichungen sind Ausgangspunkte für gezielte Maßnahmen Korrekturmaßnahmen Ist- Analyse Soll-Zustand planen Soll/Ist- Vergleich Ein Unternehmen muss flüssig sein Die Liquiditätsplanung ist besonders wichtig. Weder die beste Geschäftsidee noch technische Top-Ausstattung des Unternehmens hilft, wenn die ersten Rechnungen nicht bezahlt werden können Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft Versicherung der Selbstständigen ordentliche Wirtschaftskammer- Mitglieder und Geschäftsführer, sofern GSVG-versichert Fazit: Der Businessplan ist in der Gründungsphase DIE Visitenkarte Ihres Unternehmens. Er bildet die Grundlage bei Verhandlungen mit Banken, Investoren, Förderstellen, aber auch anderen Geschäftspartnern. Der Businessplan lebt Ein Businessplan zwingt den Unternehmer, die angestrebten Ziele und die Entwicklung des Unternehmens zu überprüfen. Der Unternehmer hat mit einem Businessplan eine der wichtigsten Controlling-Möglichkeiten. Ein Beispiel: Die ersten Aufträge haben das Unternehmen in den ersten Wochen restlos ausgelastet. Stolz wurde rund um die Uhr im neu angemieteten Studio an der Realisierung gearbeitet. Der Hauptkunde fast die Hälfte des Umsatzes ging auf seine Rechnung war auch sichtlich zufrieden. Doch nach anerkennendem Schulterklopfen kam das böse Erwachen. Die Rechnung ließ der Kunde liegen. Zu lange. Die Unternehmensführung hatte auf die genaue Berechnung der Cashflow-Entwicklung verzichtet und ein zu großzügiges Zahlungsziel eingeräumt. Die Tatsache, dass man ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung auch rentabel anbieten kann, bedeutet nicht automatisch, dass immer genügend frei verfügbare

6 Geldmittel vorhanden sind, um Mitarbeiter, Mieten, Kreditraten oder Steuern auch tatsächlich bezahlen zu können. Und bevor es richtig angefangen hat, könnte es auch schon wieder vorbei sein. Die Liquidität, die Zahlungsfähigkeit im Unternehmen, stets aufrechtzuerhalten ist das A und O jedes Unternehmens. Fazit: Ein Businessplan hätte den Finanzbedarf aufgezeigt, und der Unternehmer hätte RECHTZEITIG gezielt finanziell vorsorgen können. Der Finanzplan und die laufende Kontrolle Ihrer Liquidität sichern Ihre Zahlungsfähigkeit!. Erst die erfolgreiche Umsetzung in ein Produkt oder eine Dienstleistung macht die Idee auch kommerziell verwertbar. c) Unternehmen/Management/Organisation Wer sind die handelnden Personen (Gründerteam, Managementteam) und welche Funktionen sind ihnen zugewiesen? Geben Sie im Anhang zum Businessplan Statements bezüglich Werdegang, Branchen-Know-how, persönlicher Stärken, Führungserfahrung, Netzwerken u. dgl. ab, die ein möglichst ganzheitliches Bild vermitteln Unternehmensgegenstand, Geschäftszweck Rechtsform, Gesellschaftsverhältnisse Investoren Standort (Gründe für die Entscheidung Ihres Standorts angeben) SWOT Quickcheck Stärken Chancen Schwächen Risken Eigenes Unternehmen Mein stärkster Konkurrent Potenziale GUT MITTEL SCHLECHT Bemerkungen Produkt Dienstleistung Zusatzleistungen/Service Material-/ Wareneinkauf Finanzsituation Standort Produktion Kostenstruktur Vertrieb Marktanteil Inhalte eines Businessplans Natürlich können Sie nicht alle Aspekte bis ins letzte Detail erläutern. Folgende Punkte sind aber ein absolutes MUSS: a) Executive Summary Das Wichtigste zusammengefasst gleich zu Beginn: d) Marktanalyse/Zielgruppe Damit Sie Investoren von den Erfolgschancen Ihres neuen Produkts oder Ihrer Dienstleistung überzeugen können, müssen diese Investoren den Zielmarkt Ihres Produkts kennenlernen. Liefern Sie die dafür notwendigen Daten. Helfen Sie Ihrem Investor, sich ein möglichst exaktes Bild von der Branche zu machen. Beschreiben Sie die aktuelle Situation. Liefern Sie Zahlen zum Marktvolumen und zu den in der Branche erwirtschaftbaren Renditen. Zukunftsfähigkeit Image Marktkommunikation Bekanntheitsgrad Führungsqualität Organisation/Prozesse Personal Flexibilität Geschäftsidee Wer (Team)? Wo? Was? Markt Key Financials die wichtigsten Zahlen. Die Kapitalgeber wollen sich überzeugen, ob das Unternehmen bzw. das Managementteam die Fähigkeit besitzt, die Geschäftsidee erfolgreich umzusetzen. Die Finanzierung stellt nicht nur eine Investition in die Idee dar, sondern vor allem auch in die Personen, die die Geschäftsidee verwirklichen wollen. b) Die Geschäftsidee Ausgangspunkt jeder erfolgreichen Geschäftsgründung ist eine innovative Produkt- bzw. Dienstleistungsidee. Die Idee allein stellt an sich aber noch keinen Wert dar. Oft ist ein Markteintritt mit sehr hohen Kosten verbunden. Zeigen Sie potentielle Eintrittsbarrieren auf. Im Zeitalter der Globalisierung kommt dem Mitbewerb immer mehr Bedeutung zu, denn geschützte Märkte gehören der Vergangenheit an. Widmen Sie daher Ihrem kompetitiven Umfeld entsprechende Aufmerksamkeit. e) Stärken/Schwächen/Chancen/Risiken Menschen gehen in ihrem persönlichen Umfeld oft intuitiv richtig mit Stärken und Schwächen um. Kein Unternehmer sollte vergessen, dass ihm die Kunden vor allem aufgrund seiner Stärken einen Auftrag erteilen, aber wegen seiner Schwächen die Konkurrenz vorziehen. Beim Gründen einer Firma z. B. reicht intuitives Vorgehen nicht aus, eine kritische Standortanalyse ist unbedingt notwendig. Mithilfe Hilfe dieser Quickcheck-Liste kann das eigene Unternehmen mit einem oder mehreren Mitbewerbern verglichen werden. Hierzu werden die Faktoren nach Ausprägung markiert und verbunden. Beim Mitbewerb ist genauso gleichermaßen vorzugehen. vorzugehen. Ergebnisbewertung Die wirklichen Stärken sind die Faktoren, die dem der Unternehmen Unternehmung zu zu einer einer relativ relativ starken starken Wettbewerbsposition verhelfen, während die wirklichen Schwächen die Punkte sind, die ein Unternehmen daran hindern, Wettbewerbsvorteile zu erringen. Chancen, die wirklich von Bedeutung sind, sind nur solche, die vom Unternehmen auch genutzt werden können, da sie gut zu den strategischen Ressourcen und Werten passen. Echte Risiken sind die, mit denen denen sich die sich Unternehmung das Unternehmung unweigerlich unweigerlich befassen muss! befassen muss! Jedes Unternehmen hat neben seinen Stärken auch Schwächen - und und für für jedes jedes Unternehmen gibt gibt es eschan- Chancen und gewisse und gewisse Gefahren. Gefahren. Entscheidend Entscheidend für den für Erfolg den ist, Erfolg die ist, eigene die eigene Situation Situation richtig richtig einzuschätzen, einzuschätzen, um so die optimale um so die Strategie optimale zu Strategie finden. zu finden. Zur Anwendung der SWOT-Analyse Analysieren Analysieren Sie Sie immer immer im im Kontext Kontext Ihres Ihres Konkurrenzumfelds Konkurrenzumfelds. Hinterfragen Hinterfragen Sie Sie kritisch, kritisch, ob ob Sie Sie über über geeignete geeignete Informationen Informationen verfügen, verfügen, um um die die richtigen richtigen Schlüsse zu Schlüsse ziehen. zu ziehen Halten Halten Sie Sie die die SWOT-Analyse SWOT-Analyse möglichst möglichst kurz kurz und und einfach. einfach. Konzentration Konzentrieren auf Sie das sich Wesentliche auf das Wesentliche. Die Die Umwelt Umwelt ist ist dynamisch dynamisch sie sie verändert verändert sich sich ständig! ständig! Eine Regelmäßige regelmäßige Wiederholung, Wiederholung, Kontrolle und Kontrolle Beobachtung und Beobachtung der Analyse/des der Analyse/des Marktes sind zwingend Marktes ist notwendig! zwingend notwendig!

7 4. Gewerberecht Conclusio Die Ergebnisse aus der Stärken-Schwächen-Analyse wie auch der Chancen-Risken-Analyse können einerseits zur Überprüfung der Geschäftsidee genutzt werden und andererseits als Grundlage für die Strategieentwicklung dienen. Es lohnt sich, Zeit zu investieren. Es gilt: Stärken zu verstärken und sichtbar zu machen und Schwächen/Risken zu bearbeiten, um sie zu vermeiden. f) Produkt/Dienstleistung Stellen Sie Ihr innovatives Produkt oder Ihre innovative Dienstleistung vor. Beleuchten Sie das Alleinstellungsmerkmal (Unique Selling Proposition) die Nutzenargumentation in welchem Stadium der Entwicklung befindet sich das Produkt/die Dienstleistung? Deckungsbeiträge, Handelsspannen u. dgl. die Preispolitik (Preisstrategien) Marketing und Vertriebsstrategie die nächsten Schritte g) Produktion - Leistungserbringung - Logistik Beschreibung der Verfahren und Rahmenbedingungen und der logistischen Prozesse. h) Financials Drücken Sie Ihr Vorhaben in Zahlen aus. Finanzierung Investitionsplan Planungsrechnung und Finanzplan Gewöhnen Sie sich daran, dass Ihre Finanzierungspartner darauf drängen, die Entwicklung Ihrer Geschäftsidee/Ihres Unternehmens für die nächsten Jahre abgebildet in Zahlen kennenzulernen. Simulieren Sie auch Best- und Worst-Case-Szenarien. Wichtige Fragestellungen sind z. B.: Wie finanziert sich das Unternehmen? Wie hoch sind die erzielbaren Renditen? Wie entwickelt sich der Unternehmenserfolg in den ersten drei bis fünf Jahren? Wie verhält sich der Finanzbedarf in diesen Jahren? Was muss wann investiert werden? Wann kann der Investor mit der ersten Gewinnausschüttung rechnen? Vorlage für Ihre Planung (vereinfachte Darstellung einer Erfolgs- und Finanzplanung) siehe i) Zeitplan Gerade in der Anfangsphase eines Unternehmens können unerwartete Probleme auftreten. Erstellen Sie eine Liste für alle geplanten Aktivitäten in den ersten Monaten. Arbeiten Sie einen Zeitplan aus. Setzen Sie sich Meilensteine, um zeitlich strukturiert vorzugehen. Das richtige Projektmanagement sichert die geordnete zeitliche Abfolge Ihres Tuns und desjenigen Ihrer Mitstreiter. Es hilft, die ersten Hürden leichter zu nehmen. Nähere Informationen finden Sie auf oder bei Ihrem Kundenbetreuer in der Erste Bank oder Sparkasse. Für die Ausübung eines reglementierten Gewerbes bzw. Teilgewerbes ist ein Befähigungsnachweis zu erbringen. Unter Befähigungsnachweis versteht man den Nachweis der fachlichen und kaufmännischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die zur selbständigen Ausübung eines Gewerbes erforderlich sind. Kein Befähigungsnachweis ist erforderlich bei Ausübung eines freien Gewerbes und bei Gewerben, die in Form eines Industriebetriebs ausgeübt werden, mit Ausnahme einiger Gewerbe (z. B. Baumeister, Waffengewerbe) Eine Tätigkeit, die der Gewerbeordnung unterliegt, kann dann selbständig, regelmäßig und mit Gewinnabsicht ausgeübt werden, wenn das Gewerbe bei der zuständigen Gewerbebehörde des Betriebsstandorts angemeldet worden ist. Auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (www.bmwfj.gv.at) können Sie abrufen, welche Tätigkeiten als freie Gewerbe ausgeübt werden dürfen und welche den reglementierten Gewerben zuzuordnen sind. 4.1 Persönliche und sachliche Voraussetzungen Persönliche Voraussetzungen Eigenberechtigung (Vollendung des 18. Lebensjahres) österreichische Staatsbürgerschaft oder EWR-/EU-Staatsbürgerschaft oder Staatsbürgerschaft eines Landes, mit dem ein entsprechender Staatsvertrag besteht, oder Aufenthaltsberechtigung, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt kein Vorliegen von Ausschließungsgründen Besitz eines Befähigungsnachweises bei reglementierten Gewerben Erbringt eine natürliche Person den Befähigungsnachweis nicht, so kann ein reglementiertes Gewerbe dann angemeldet werden, wenn ein geeigneter gewerberechtlicher Geschäftsführer bestellt wird. Dieser gewerberechtliche Geschäftsführer muss ein mindestens zur Hälfte der wöchentlichen Normalarbeitszeit im Betrieb beschäftigter und voll sozialversicherungspflichtiger Arbeitnehmer sein. Sachliche Voraussetzungen Eignung des Standorts Vorliegen einer Betriebsanlagengenehmigung Vorliegen einer Betriebsanlagengenehmigung Zweck des gewerbebehördlichen Betriebsanlagen- Genehmigungsverfahrens ist, mögliche Gefährdungen und Belästigungen der Anrainer und der Umwelt durch Errichtung oder Fortführung einer Betriebsanlage zu vermeiden. Auskunft über alle notwendigen Unterlagen und Dokumente (einschließlich der zu entrichtenden Gebühren) erhält man bei der jeweils zuständigen Gewerbebehörde (Bezirkshauptmannschaft, Magistrat, Landeshauptmann bzw. Bundesminister für Wirtschaft, Familie und Jugend) sowie bei den Wirtschaftskammern. Infos sind auch im Internet unter u. dgl. abrufbar. 4.2 Gewerbeanmeldung Als Betriebsgründer müssen Sie bei der zuständigen Gewerbebehörde Ihr Gewerbe anmelden. Grundsätzlich ist die Bezirkshauptmannschaft des geplanten Standorts zuständig, in Statutarstädten der Magistrat und in Wien, je nach Gewerbe, das Magistratische Bezirksamt oder die MA 63. Bei freien Gewerben und keine Zuverlässigkeitsprüfung erfordernden Gewerben ( 95 GewO 1994) können Sie unmittelbar nach Anmeldung mit der Gewerbeausübung beginnen, wenn Sie bei der Gewerbeanmeldung die allgemeinen und besonderen Voraussetzungen für die Ausübung des Gewerbes nachweisen. Bei den eine Zuverlässigkeitsprüfung erfordernden Gewerben darf 12 13

8 5. Die Rechtsformen erst nach Erlassung eines Bescheids mit der gewerblichen Tätigkeit begonnen werden. Erfüllen Sie zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht sämtliche Voraussetzungen, so können Sie mit der Gewerbeausübung nicht beginnen und müssen eventuell um Nachsicht einzelner Anforderungen bei der Gewerbebehörde ansuchen. Bezüglich des allenfalls erforderlichen Befähigungsnachweises gibt es die Möglichkeit eines Verfahrens zur Feststellung der individuellen Befähigung ( 19 GewO 1994). Für nähere Auskünfte wenden Sie sich an die zuständige Gewerbebehörde. Weitere Beratung in gewerberechtlichen Fragen bieten Ihnen die rechtspolitischen Abteilungen der Wirtschaftskammern. 4.3 Inhalt des Antrags Persönliche Informationen Der Antrag muss folgende Angaben beinhalten: Art des Gewerbes, genaue Bezeichnung Standort der Gewerbeausübung Erklärung betreffend Gewerbeausschlussgründe genaue Bezeichnung des Gewerbeanmelders Bei natürlichen Personen Vor- und Familienname (ev. Heiratsurkunde) Geburtsdatum und -ort, Sozialversicherungsnummer Wohnsitz Angaben über die Befähigung des Anmelders Staatsangehörigkeit Bei der Gründung von Gesellschaften müssen angegeben werden: genauer Firmenwortlaut und Firmenbuchnummer Geschäftsanschrift Firmenbuchauszug Geschäftsführer Bestellung des gewerberechtlichen Geschäftsführers (persönliche Angaben wie beim Gewerbeinhaber) eigenhändige Unterschrift bzw. firmenmäßige Fertigung Bei Arbeitnehmereigenschaft des gewerberechtlichen Geschäftsführers Sozialversicherungsnummer Dienstgeberkontonummer Der Antrag ist formlos, oftmals bereits elektronisch einzubringen. Soweit sich die Gewerbebehörde einzelne Informationen elektronisch beschaffen kann, entfällt der Nachweis (z. B. Strafregisterauszug). Beachte: Bei Neugründung eines Betriebs können Sie nach Maßgabe der Bestimmungen des Neugründungsförderungsgesetzes Gebührenbefreiung in Anspruch nehmen. Erforderlich ist eine Bestätigung von der zuständigen Wirtschaftskammer, dass die Voraussetzungen auf Sie zutreffen. Diese ist gleichzeitig mit dem Antrag vorzulegen. Wenn Sie eine Tätigkeit auszuüben beginnen, die unter die Gewerbeordnung fällt, besteht für Sie Pflichtmitgliedschaft bei der Wirtschaftskammer Österreich sowie Versicherungspflicht nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG). Für die Wahl der Rechtsform Ihres Unternehmens gibt es keine allgemeingültigen Regeln, sondern nur eine individuelle, den Voraussetzungen und Gegebenheiten des zukünftigen Betriebs angepasste Lösung. In der Praxis wird die Rechtsformwahl einen Kompromiss darstellen, denn die Kriterien für die optimale Rechtsform sind vielfältig. 5.1 Kriterien für die Wahl der Rechtsform Die Rechtsformwahl wird beeinflusst von zivilrechtlichen und gewerberechtlichen Aspekten der Betriebsgröße und der Kapitalsituation betriebswirtschaftlichen Notwendigkeiten sozialversicherungsrechtlichen und steuerrechtlichen Voraussetzungen und davon ob Sie allein oder mit Partnern das Unternehmen führen wollen Haftungsfragen Vor der Rechtsformentscheidung sollten Sie sich überlegen, wie viel Gewinn Sie voraussichtlich dem Unternehmen entnehmen bzw. ausschütten möchten. Gewichtige Kriterien für die Rechtsformwahl sind aber vor allem die Haftungsbeschränkung der Gesellschafter und die Trennung zwischen Betrieb und Betriebsvermögen einerseits und Privatvermögen andererseits. Ein Entscheidungskriterium stellen auch die unterschiedlichen Gewinnermittlungsarten dar. 5.2 Übersicht über mögliche Rechtsformen in Österreich Rechtsformen der Unternehmen in Ö Einzelunternehmen (protokolliert oder nicht protokolliert) GesbR Personengesellschaften OG GmbH & Co OG KG GmbH & Co KG Genossenschaften Gesellschaftsunternehmen Stille Gesellschaft EWIV Handelsgesellschaften (Privat-) Stiftung Verein Kapitalgesellschaften GmbH Beachten Sie bei der Wahl der Rechtsform sämtliche maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen Faktoren und ziehen Sie einen Experten hinzu. Aktuelle Informationen über Gesellschaftformen finden Sie auf AG Mit Hilfe nachstehender Dokumente werden die Angaben überprüft: Geburtsurkunde, Staatsbürgerschaftsnachweis, Meldezettel, Firmenbuchauszug, Strafregisterbescheinigung, Nachweis der Befähigung (Meisterprüfungszeugnis, Zeugnis über die Lehrabschlussprüfung, Schulzeugnisse, Diplome von Universitäten und Fachhochschulen, Dienstzeugnisse etc.). Ziehen Sie alle Vor- und Nachteile ins Kalkül und bedenken Sie weiters: Was in der Gründungsphase optimal ist, muss zukünftig nicht das Beste sein! Jedes Unternehmen und dessen Eigentümer durchlaufen mehrere Phasen, wodurch sich die Rahmenbedingungen ändern. In Zukunft sollte in regelmäßigen Abständen geprüft werden, ob die Rechtsform des Unternehmens den Gegebenheiten und Anforderungen noch gerecht wird.

9 6. Das Sozialversicherungsrecht Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (SVA) bietet Kranken- und Pensionsversicherungsschutz für die meisten der in Österreich selbständig Erwerbstätigen (die jeweils aktuellen Werte finden Sie unter 6.1 Wann beginnt bei Neugründern die Versicherungspflicht? Beginn der Pflichtversicherung bei ordentlichen Wirtschaftskammermitgliedern (d. s. Personen, die über einen Gewerbeschein verfügen und dadurch Kammermitglied werden, d. h. keine Neuen Selbständigen sind) mit dem Tag der Erlangung der Gewerbeberechtigung bei persönlich haftenden Gesellschaftern von Personengesellschaften mit dem Tag der Erlangung der Gewerbeberechtigung durch die Gesellschaft bzw. bei Eintritt des persönlich haftenden Gesellschafters an dem Tag, an dem der Eintragungsvorgang beim Firmenbuch beantragt, d. h. eingereicht wird bei Gesellschafter-Geschäftsführern einer GmbH (sofern in dieser Funktion nicht ASVG-versichert) mit dem Tag der Erteilung der Gewerbeberechtigung der GmbH bzw. mit dem Tag, an dem die Eintragung des Gesellschafters als Geschäftsführer beim Firmenbuch beantragt wird mit dem Tag, an dem der Geschäftsführer auch Gesellschafter wird (Tag der Erstellung des Notariatsakts) 6.2 Ausnahmen für Kleinstunternehmer in der GSVG Gewerbetreibende, die ihre selbständige Tätigkeit nur in sehr eingeschränktem Umfang ausüben, können sich unter bestimmten Voraussetzungen von der Pensions- und Krankenversicherung befreien lassen. Die Unfallversicherung bleibt jedoch bestehen. Durch die Ausnahme von der Pflichtversicherung werden keine Pensionszeiten erworben, und es ist auch kein Krankenversicherungsschutz gegeben. Die Befreiung von der Pflichtversicherung setzt immer einen Antrag voraus. Im Nachhinein werden die Voraus - setzungen anhand des Umsatz- und Einkommensteuerbescheids auch geprüft. Voraussetzungen: 1. Keine Überschreitung der Umsatzgrenze (30.000, netto/jahr) 2. Keine Überschreitung der Gewinngrenze (des Zwölffachen der monatlichen ASVG-Geringfügigkeitsgrenze; 2012: 4.515,12/Jahr) 3. Alternativ eine der drei folgenden Varianten: In den letzten 60 Monaten vor der Antragstellung darf nicht länger als zwölf Monate eine GSVG- Pflichtversicherung bestanden haben oder der Antragsteller muss mindestens 60 Jahre alt sein oder der Antragsteller muss mindestens 57 Jahre alt sein. In den letzten fünf Kalenderjahren vor Antragstellung darf weder die obige Umsatz- noch die Gewinngrenze überschritten worden sein. 6.3 Vorsicht bei der Liquiditätsplanung Ihrer SV-Beiträge Für die Berechnung der Sozialversicherungsbeiträge werden die Einkünfte herangezogen. Da die Einkünfte immer erst im Nachhinein von der Finanzbehörde festgestellt werden können, kommt es zu einer Vor - schreibung aufgrund einer vorläufigen Beitragsgrundlage. Für die vorläufige Beitragsgrundlage werden grundsätzlich die versicherungspflichtigen Einkünfte des drittvorangegangenen Kalenderjahres herangezogen, und die vorgeschriebenen Pensions- und Krankenversicherungsbeiträge werden hinzugerechnet. Sobald der Einkommensteuerbescheid des Jahres vorliegt, kommt es zur Feststellung der endgültigen Beitragsgrundlage. Dies kann zu einer Nachzahlung oder einer Gutschrift führen. Anmerkung! Für Neugründer gilt in den ersten drei Jahren ihrer selbständigen gewerblichen Tätigkeit eine besondere vorläufige Mindestbeitragsgrundlage, welche die finanzielle Situation bei Neugründungen berücksichtigt. Bestand während der letzten 120 Monate keine Pflichtversicherung in der GSVG, so werden die Beiträge in der Krankenversicherung in den ersten zwei Kalenderjahren mit dem Mindestbeitrag fixiert. Es erfolgt nur bei der Pensionsversicherung eine entsprechende Nachbemessung. 6.4 Sozialversicherungsrechtliche Betrachtung beim geschäftsführenden Gesellschafter einer GmbH Die Beiträge zur Sozialversicherung sind unterschiedlich: ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz) rd. 40 % der Beitragsgrundlage für Angestellte oder GSVG (Gewerbliches Sozialversicherungsgesetz) rd. 25 % der Beitragsgrundlage für Selbständige. Die Zuordnung der Geschäftsführerbezüge hängt vom Ausmaß der Beteiligung am Stammkapital ab. Geschäftsführende Gesellschafter einer GmbH mit einer Beteiligung bis zu 25 % sind grundsätzlich ASVGversichert und beziehen Einkünfte aus nichtselbständiger Tätigkeit (Dienstnehmereigenschaft). Bei einer Beteiligung zwischen >25 % und <50 % ist zu prüfen, ob der geschäftsführende Gesellschafter weisungsabhängig ist oder über weitergehende Rechte wie etwa eine Sperrminorität verfügt. Bei Arbeitnehmerähnlichkeit besteht ASVG-Versicherungspflicht, bei einer dominierenden Stellung besteht GSVG- Versicherungspflicht. Ab 25 % bezieht der geschäftsführende Gesellschafter Einkünfte aus selbständiger Arbeit (Einkommensteuerpflicht). Bei einer Beteiligung mit mehr als 50 % besteht GSVG- Versicherungs-Pflicht

10 7. Selbständigenvorsorge 8. Die Steuerbehörde Jetzt gibt es die Abfertigung NEU auch für Unternehmer. Für Gewerbetreibende und Neue Selbständige, die in der Krankenversicherung nach dem Gewerblichen Sozialversicherungsgesetz (GSVG) pflichtversichert sind, ist die Selbständigenvorsorge verpflichtend. Für freiberufliche Selbständige und Land- und Forstwirte ist die Teilnahme an der Selbständigenvorsorge freiwillig, und es besteht keine Verpflichtung ( Opting-in ). Der monatliche Vorsorgebeitrag beträgt 1,53 %. Die Obergrenze bildet die Höchstbeitragsgrundlage. Die Beiträge werden gemeinsam mit den Krankenversicherungsbeiträgen von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft vorgeschrieben. Sie hebt die Beiträge ein und führt sie auch an die ausgewählte Betriebliche Vorsorgekasse ab. Die Veranlagung in der Vorsorgekasse ist steuerfrei. Die Auszahlung der Leistung als Einmalbetrag ist mit 6 % steuerbegünstigt. Die Auszahlung als Rente ist zur Gänze steuerfrei. Sie müssen innerhalb von sechs Monaten eine Vorsorgekasse auswählen. Erfolgt die Auswahl nicht rechtzeitig, wird Ihnen eine Vorsorgekasse von der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft zugeteilt. Freiberufler und Land- und Forstwirte müssen selbst handeln! Nähere Informationen finden Sie auf oder bei Ihrem Kundenbetreuer in der Erste Bank oder Sparkasse. Ein ständiger Begleiter im Leben des Unternehmers ist das Finanzamt. 8.1 Verpflichtung eines neu gegründeten Unternehmens gegenüber dem Finanzamt Schritt 1 - Meldepflicht Innerhalb eines Monats ab Eröffnung Ihres Betriebs sind Sie verpflichtet, das zuständige Finanzamt schriftlich oder durch persönliche Vorsprache davon zu verständigen, dass Sie eine unternehmerische Tätigkeit aufgenommen haben. Die Meldung muss an Ihr Betriebsfinanzamt ergehen jenes Finanzamt, in dessen Amtsbereich sich die Leitung Ihres Unternehmens befindet. Dabei ist die Mitnahme eines Lichtbildausweises und des Meldezettels notwendig. Sie bekommen eine Steuernummer, unter der alle Steuern verrechnet werden. Außerdem erhalten Sie ein Formular mit Fragen über Ihre Person und Ihr Unternehmen. Schritt 2 - Fragebogen ausfüllen Je nachdem, in welchem Rechtskleid Sie Ihr Unternehmen führen, ist ein eigener Fragebogen auszufüllen. Drei unterschiedliche Formulare kommen in Frage: für natürliche Personen, für Kapitalgesellschaften oder für Personengesellschaften. Die Formulare finden Sie unter Ist der prognostizierte Gewinn zu hoch, zahlen Sie zu viel Steuer voraus, ist er zu niedrig, laufen Sie Gefahr, gleichzeitig die Nachzahlung für die vorangegangenen Jahre sowie die erhöhten Vorauszahlungen für das laufende Jahr leisten zu müssen. Es ist daher anzuraten, für Steuerzahlungen, aber auch für Sozialversicherungsforderungen Geld zurückzulegen. Erstellen Sie eine Planerfolgsrechnung und eine Finanzplanung, die auch die entsprechende Steuerplanung beinhaltet, um Liquiditätsengpässen vorzubeugen. Sonst droht Ihnen das verflixte dritte Jahr. Anhand Ihrer Planerfolgsrechnung und Ihrer Finanzplanung, die jedes Unternehmen vom EPU (Einpersonenunternehmen) bis zum Großbetrieb vor der Gründung aufstellen sollte, können Sie erkennen, wie viel Geld Sie für die Steuer und die Sozialversicherung ansparen müssen, damit Sie nicht zum Zahlungszeitpunkt Liquiditätsprobleme zu bekommen so wie leider viele Unternehmen in den kritischen ersten drei Jahren nach der Unternehmensgründung. Aber auch nach der Gründung ist das Führen des Unternehmens anhand von Zielen, die in Zahlen ausgedrückt sind, ein MUSS für die erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Eine weitere wesentliche Frage ist im Fragebogen zu beantworten, nämlich: ob ein Regelbesteuerungsantrag gemäß 6 Abs 3 Umsatzsteuergesetz beantragt wird oder nicht Die Angaben im Fragebogen haben Konsequenzen: Unter anderem sind der geschätzte Umsatz und der geschätzte Gewinn des laufenden Jahres und des Folgejahres anzugeben. Dieser Gewinnangabe sollten Sie besondere Aufmerksamkeit schenken, denn sie dient als Basis für die Berechnung der Einkommensteuer- bzw. Körperschaftsteuervorauszahlung. Beachten Sie bei Ihrer Gewinnund Umsatzschätzung, dass das Eröffnungsjahr meist ein Rumpfwirtschaftsjahr (z. B. April bis Dezember) ist. Dies betrifft Kleinunternehmer. Das sind Unternehmer, deren Jahresumsatz Euro nicht übersteigt. Es gilt der Grundsatz der Unternehmereinheit! Obige Umsatzgrenze bezieht sich auf den einzelnen Unternehmer und nicht auf die einzelnen Tätigkeiten (z. B. Gewerbebetriebe, Vermietung usw.). Weiters kann entscheidend sein, wie viele Einnahmen im Kalenderjahr zugeflossen sind. Die Umsatzgrenze von Euro ist ein Nettobetrag. Innerhalb von fünf Kalenderjahren darf der Unternehmer einmal die Umsatzgrenze um maximal 15 % (Toleranzgrenze somit Euro) überschreiten.

11 Kleinunternehmer haben die Wahl: a) die Umsatzsteuer den Kunden in Rechnung zu stellen und an das Finanzamt abzuführen, aber auch die ihnen in Rechnung gestellte Umsatzsteuer (Vorsteuer) vom Finanzamt zurückzuverlangen oder b) keine Umsatzsteuer zu verrechnen, aber auch keinen Vorsteuerabzug geltend zu machen. Sollten Kleinunternehmer irrtümlicherweise dennoch ihren Kunden Umsatzsteuer in Rechnung stellen, schulden sie diese dem Finanzamt kraft Rechnungslegung. Diese Umsatzsteuer kann der Geschäftspartner jedoch nicht als Vorsteuer abziehen. Den Regelbesteuerungsantrag, mit dem Sie auf die Möglichkeit der unechten Steuerbefreiung verzichten, können Sie bis zur Rechtskraft des jeweiligen Jahresbescheids stellen. Dies bedeutet, Sie berechnen die Umsatzsteuer, führen diese an das Finanzamt ab und erlangen damit das Recht auf Vorsteuerabzug. Der Antrag bindet Sie für fünf Kalenderjahre. Daraus folgt, dass dies eine mit großer Sorgfalt zu treffende Entscheidung ist. Beide Systeme haben Vor-, aber auch Nachteile, die es sorgfältig abzuwägen gilt. Sofern Ihr Kunde Ihre in Rechnung gestellte Umsatzsteuer als Vorsteuer beim Finanzamt zurückverlangen kann, ist die Regelbesteuerung in 99 % der Fälle die günstigere Variante. 8.2 Wie erfolgt die Betreuung durch das Finanzamt? a) Vergabe der Steuernummer Vor Vergabe Ihrer Steuernummer prüft das Finanzamt, ob Sie als Steuersubjekt im Sinne der österreichischen Steuergesetzgebung gelten und welches Finanzamt für Sie zuständig ist. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Ihnen ein Vertreter des Finanzamts einen Antrittsbesuch abstattet und Ihre Angaben laut Fragebogen überprüft. Das Finanzamt erteilt Ihnen dann eine Steuernummer. Diese besteht aus einer zweistelligen Finanzamtsnummer und einer siebenstelligen Steuernummer. Das Finanzamt legt Ihren Steuerakt und Ihr Abgabenkonto an. Von nun an sind jedes Schriftstück, Steuererklärungen, aber auch Zahlungsbelege, die an Ihr Finanzamt gerichtet sind, mit Ihrer Steuernummer zu versehen. b) Einrichten Ihres Abgabenkontos unter Ihrer neuen Steuernummer und laufende Buchung Ihrer Abgaben und Zahlungen Auf Ihrem Abgabenkonto werden gemeldete oder vorgeschriebene Abgaben als Belastung bzw. Gutschriften und Ihre Zahlungen als Gutschriften gebucht (Umsatzsteuer, Einkommensteuer, lohnabhängige Abgaben, Zahlungen, Rücküberweisungen etc.). Wenn Ihr Abgabenkonto ein Guthaben aufweist, können Sie einen Rückzahlungsantrag stellen. Mittels Buchungsmitteilungen werden Sie vom Finanzamt über Ihre Kontobewegungen informiert. Über FinanzOnline können Sie elektronisch die Buchungen auf Ihrem Steuerkonto abfragen. Die Registrierung für den elektronischen Zugriff können Sie als Einzelunternehmer auf der Homepage des Bundesministeriums für Finanzen unter vornehmen. Bei Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften müssen deren Vertreter persönlich beim Finanzamt den Antrag einbringen oder sich von ihrem Wirtschaftstreuhänder vertreten lassen, der dann allerdings eine Spezialvollmacht braucht. c) Veranlagung Ihrer Steuererklärungen mittels Abgabenbescheid und Buchung auf Ihrem Abgabenkonto Im Folgejahr ist bei Ihrem Finanzamt die Einkommensteuererklärung bis zum 30. April, bei elektronischer Abgabe über FinanzOnline bis 30. Juni abzugeben. Werden Sie von einem Steuerberater vertreten, sind auch längere Fristen möglich. d) Prüfung durch das Finanzamt Z. B. Außenprüfung, Nachschau, Vorhalt, Nachbescheidkontrolle. Das ist eine Situation, in der entsprechende Vorbereitung und Betreuung durch Ihren Steuerberater wesentlich ist. e) Vergabe einer UID-Nummer Die UID-Nummer steht für Umsatzsteueridentifikationsnummer, auch ATU-Nummer (für Österreich) genannt. Sofern Sie umsatzsteuerpflichtige Leistungen oder Lieferungen erbringen bzw. in Geschäftsbeziehung mit Unternehmern in anderen Staaten der Europäischen Union stehen, benötigen Sie eine UID-Nummer. Sie sind auch zum Vorsteuerabzug bezüglich Rechnungen über einen Betrag von mehr als Euro nur dann berechtigt, wenn neben den anderen Rechnungsmerkmalen auch Ihre UID-Nummer auf der Rechnung angegeben ist. Was passiert, wenn Sie nicht rechtzeitig zahlen? Wird die Abgabenschuld nicht spätestens an ihrem Fälligkeitstag entrichtet, so wird Ihnen der erste Säumniszuschlag vorgeschrieben. Gleichzeitig tritt die Vollstreckbarkeit der aushaftenden Abgabenschuld ein. Sollte innerhalb der nächsten drei Monate wieder nicht bezahlt werden, wird ein weiterer der zweite Säumniszuschlag verhängt. Ist drei Monate, nachdem der zweite Säumniszuschlag verhängt wurde, die Abgabenschuld immer noch nicht beglichen, so fällt der dritte Säumniszuschlag an. Meist kommt es aber nicht so weit, da der 8.3 Versäumnisse gegenüber dem Finanzamt Versäumnisse bei der Abgabe der Steuererklärungen Sofern Sie der Pflicht zur Abgabe Ihrer Steuererklärungen nicht fristgerecht nachkommen, kann ein Verspätungszuschlag bis zu 10 % des vorgeschriebenen Abgabenbetrags verhängt werden. Informieren Sie sich ausführlich über Ihre Pflichten (z. B. die Pflicht zur Abgabe von Zusammenfassenden Meldungen ). Fälligkeiten von Steuerzahlungen Nachstehend sind die wichtigsten Steuerarten und ihre Fälligkeit Fälligkeit dargestellt: dargestellt: Abgabenart Höhe Fälligkeit Selbstbemessungsabgaben: Umsatzsteuer Kammerumlage I Ertrags-/Gewinnsteuern: Einkommensteuer-Vorauszahlung Körperschaftsteuer-Vorauszahlung Lohnabgaben: Lohnsteuer 20 % oder 10 % vom Entgelt (Nettobetrag) 0,3 % von der abziehbaren Vorsteuer 0 % bis 50 % vom Einkommen 25 % vom Einkommen (Gewinn) 0 % bis 50 % der Lohnsteuerbemessungsgrundlage (Bruttobezug abzüglich Sozialversicherung und Lohnsteuer- Freibeträge) 15. des zweitfolgenden Monats 15.2., 15.5., 15.8., , 15.5., 15.8., , 15.5., 15.8., des Folgemonats Dienstgeberbeitrag 4,5 % der Bruttolohnsumme 15. des Folgemonats Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag 0,45 % bis 0,53 % der Bruttolohnsumme 15. des Folgemonats Kommunalsteuer 3 % der Bemessungsgrundlage 15. des Folgemonats Abgaben, die an einem Samstag, Sonntag oder Feier- Finanzbeamte dann bereits vor Ihrer Tür steht, um die Abgaben, tag (wie auch die an Karfreitag einem Samstag, und ) Sonntag fällig oder werden, Feiersind Abgaben Ihrer Türe für steht, den um Staat die abzusichern, Abgaben für d. den h. Staat sie eintreibt abzu - erst am nächsten Werktag zu bezahlen. oder Pfändungen vornimmt. Bei Banküberweisungen, Postanweisungen und Zahlungen per Verrechnungsscheck räumt Ihnen das Finanzamt eine Respirofrist von drei Tagen ein. Das bedeutet, dass bei einer Gutschrift auf dem Konto des Finanzamts innerhalb dieser drei Tage die Verspätung ohne Rechtsfolgen bleibt. Wie hoch ist der Säumniszuschlag? Der erste Säumniszuschlag beträgt 2 % des nicht zeitgerecht entrichteten Abgabenbetrags. Der zweite und dritte Säumniszuschlag betragen jeweils 1 % des zum maßgebenden Stichtag nicht entrichteten Abgabenbetrags

12 9. Die wichtigsten Steuern, näher betrachtet Beispiel: Verspätung der Einzahlung um eine Woche bedeutet 2 % Zinsen für eine Woche, das sind, auf Jahreszinssatz umgerechnet, satte 104 %! Achten Sie rechtzeitig auf Ihre Liquidität. Verglichen mit Bankzinsen, ist der Säumniszuschlag die mit Abstand teuerste Finanzierungsvariante. Beachten Sie weiters, dass Säumniszuschläge, die für Privat- bzw. Personensteuern bezahlt werden, steuerlich nicht absetzbar sind. Anspruchszinsen Anspruchszinsen sind Zinsen, die für Nachforderungen ( Nachforderungszinsen ) und Gutschriften ( Gutschriftszinsen ) von Einkommen- und Körperschaftsteuer verrechnet werden. Verzinst wird ab dem 1. Oktober des dem Veranlagungsjahr folgenden Jahres bis zur Festsetzung der Steuer, höchstens jedoch für einen Zeitraum von 48 Monaten. Bei Anspruchszinsen ist weiters die jeweilige Zinssatzhöhe (2 % über dem Basiszinssatz) von Bedeutung, wenn Sie die für Sie betriebswirtschaftlich optimale Entscheidung über den Zeitpunkt Ihrer Zahlung treffen wollen. Der Vorschreibung von Anspruchszinsen können Sie durch Zahlung an Ihr Finanzamt mit Angabe der jeweiligen Abgabenart und des Zeitraums entgehen. Grundsätzlich ist die Zahlung vor dem 1. Oktober notwendig. Stundungszinsen Wenn Sie Ihre Abgaben nicht bei Fälligkeit zahlen können, sollten Sie rechtzeitig, also spätestens am Tag der Fälligkeit, einen Antrag auf Stundung oder Ratenzahlung stellen. Wird Ihnen Zahlungserleichterung bewilligt, sind bei Abgabenschuldigkeiten, die den Betrag von 750 Euro übersteigen, für die Dauer des Zahlungsaufschubs Stundungszinsen zu entrichten. Der Zinssatz liegt 4,5 % über dem jeweiligen Basiszinssatz. 9.1 Die Umsatzsteuer Die Umsatzsteuer ist die Steuer mit dem größten Aufkommen für den Staat. Die Rechtsgrundlage ist das Umsatzsteuergesetz, ein formalistisches Recht mit vielen Fallen. Die Umsatzsteuer wird zwar auf jeder Wirtschaftsstufe eingehoben (z. B. beim Produzenten, beim Groß- und beim Einzelhändler), wegen des Vorsteuerabzugs stellt sie jedoch innerhalb der Unternehmerkette üblicherweise keinen Kostenfaktor dar, sondern wird wie ein durchlaufender Posten behandelt. Die Steuersätze der Umsatzsteuer: Normalsteuersatz 20 % vom Nettoentgelt ermäßigter Steuersatz 10 %, für bestimmte Waren wie Lebensmittel, Pflanzen, Bücher, Wohnungsvermietung, Zeitungen, Personenbeförderung (Taxi, Bahn, Bus) sowie in speziellen Fällen 12 %, z. B. für Ab-Hof-Verkauf von Wein 19 % ermäßigter Steuersatz in den früheren Zollausschlussgebieten Jungholz und Mittelberg Einkauf Unternehmen Verkauf Unternehmern in Rechnung gestellte Umsatzsteuer ist als Vorsteuer abzugsfähig, wenn eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegt (Ausnahme Kleinbetragsregelung) sofern die Lieferung oder sonstige Leistung zu mindestens 10 % unternehmerischen Zwecken dient. Die Differenz aus der Umsatzsteuer (aus eigenen Lieferungen und Leistungen) und der abziehbaren Vorsteuer (Umsatzsteuer aus empfangenen Lieferungen und Leistungen) ist entweder eine Umsatzsteuer- Zahllast oder eine Gutschrift. Die magische Jahresumsatzgrenze von Euro Umsatzsteuerpflichtig sind Unternehmer, deren Jahresumsatz Euro übersteigt. Für diese Unternehmer besteht bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen das Recht auf Vorsteuerabzug. Welche Lieferungen und Leistungen sind umsatzsteuerpflichtig? Der Umsatzsteuer unterliegen: jede Lieferung oder sonstige Leistung, die ein Unternehmer im Inland im Rahmen seines Unternehmens gegen Entgelt erbringt der Eigenverbrauch die Einfuhr von Waren aus einem Drittland ins Inland (z. B. Import von Textilien aus Taiwan) der innergemeinschaftliche Erwerb (z. B. Import von Maschinen aus Deutschland) Entgelt USt. Entgelt USt. USt. vom Verkauf MINUS USt. vom Einkauf (Vorsteuerabzug) = Umsatzsteuerschuld bzw. Vorsteuerüberhang Endverbraucher trägt Umsatzsteuer Die Vorsteuer ist die Umsatzsteuer, die ein Unternehmer beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen an den Verkäufer zahlen muss. Die von anderen Umsatzsteuerpflichtig sind auch geleistete An- bzw. Teilzahlungen, die vor Ausführung der Leistung vereinnahmt werden. Tipp: Abgesehen von den genannten Tatbeständen kann eine Steuerschuld auch aufgrund unrichtiger oder unberechtigter Rechnungslegung entstehen. Weiters kann in bestimmten Fällen die Steuerschuld (bei Dienstleistungen oder Werklieferungen durch ausländische Unternehmen oder in bestimmten Fällen bei Bauleistungen) auf Sie als Leistungsempfänger übergehen.

13 Echte und unechte Steuerbefreiungen Es gibt Umsätze, die zwar der Umsatzsteuer unterliegen, aber ausdrücklich befreit sind. Hier unterscheidet man: echte Befreiungen Hier sind die Umsätze von der Umsatzsteuer befreit, das Recht des Unternehmers auf Vorsteuerabzug bleibt trotzdem gewahrt. Wichtigstes Beispiel sind Warenexporte. unechte Befreiungen Für unecht befreite Umsätze wird keine Umsatzsteuer verrechnet. Vorsteuern, die damit im Zusammenhang stehen, können nicht geltend gemacht werden. Wichtige Beispiele sind: Kleinunternehmer sowie Versicherungen, Versicherungsvertreter, Ärzte, Zahntechniker. WIE, WANN und von WEM wird die Umsatzsteuer berechnet? Die Umsatzsteuer ist grundsätzlich vom Unternehmer für jeden Voranmeldungszeitraum selbst zu berechnen. Die Umsatzsteuervoranmeldung (UVA) dient der Berechnung der Steuervorauszahlung oder der Gutschrift. Das Formular U 30 ist hierfür vom Finanzamt vorgesehen. Unter Voranmeldungszeitraum versteht man jenen Zeitraum, für den der Unternehmer die Umsatzsteuer selbst zu berechnen hat, eine Umsatzsteuervoranmeldung abgeben und eine sich daraus ergebende Vorauszahlung entrichten muss. Der Unternehmer zahlt an das Finanzamt nur die Differenz zwischen Umsatzsteuer und Vorsteuer, die sogenannte Zahllast. Eine Vorauszahlung ergibt sich, wenn die abzuführende Umsatzsteuer höher als die abzugsfähige Vorsteuer ist. Eine Gutschrift ist demzufolge ein Überhang der Vorsteuer über die Umsatzsteuer. Voranmeldezeitraum ist grundsätzlich der Kalendermonat, bei einem Vorjahresumsatz bis Euro ist es das Kalendervierteljahr. Unternehmer, deren Vorjahresumsätze Euro nicht überstiegen haben, sind von der Abgabe einer UVA befreit, wenn die Umsatzsteuer spätestens am Fälligkeitstag entrichtet wird. Es kann freiwillig, durch fristgerechte Abgabe einer Voranmeldung für den ersten Kalendermonat eines Veranlagungszeitraumes (Jänner), der Kalendermonat als Voranmeldungszeitraum gewählt werden. Unternehmer, die zur Einreichung einer UVA nicht verpflichtet sind, müssen trotzdem unter Verwendung des Formulars U 30 eine Aufstellung der Besteuerungsgrundlagen anfertigen und im Betrieb aufbewahren (interne Voranmeldung). Der Fälligkeitstag der Umsatzsteuervoranmeldung ist der 15. Tag des auf den Voranmeldezeitraum zweitfolgenden Kalendermonats bzw. bei vierteljährlichem Voranmeldezeitraum der 15. des auf das Kalendervierteljahr zweitfolgenden Monats. Wenn ein Internetanschluss besteht, muss die UVA elektronisch abgegeben werden. Achtung: Die UVA gilt als Steuererklärung. Sofern Abgabeverpflichtung besteht, kann die verspätete Abgabe zu einem Verspätungszuschlag bis zu 10 % der Nachzahlung führen. Weiters wird ein Säumniszuschlag von 2 % (bis maximal 4 %) des zu spät entrichteten Steuerbetrags eingehoben. Sofern der Verspätungs- bzw. Säumniszuschlag 50 Euro nicht übersteigt, wird er nicht verhängt. WANN entsteht die Umsatzsteuerschuld? Die Fälligkeit der Umsatzsteuer richtet sich nach dem Zeitpunkt der Entstehung der Steuerschuld. Man unterscheidet diesbezüglich zwischen a) der Soll-Besteuerung (Besteuerung nach vereinbarten Entgelten) und b) der Ist-Besteuerung (Besteuerung nach vereinnahmten Entgelten). Das Wesen der Soll-Besteuerung Bei der Soll-Besteuerung entsteht die Umsatzsteuerschuld mit Ablauf des Kalendermonats, in dem die Lieferung oder die sonstige Leistung erbracht wird. Entscheidend ist die Vollendung. Die Steuerschuld verschiebt sich maximal einen Monat, wenn die Rechnungslegung erst im Folgemonat erfolgt. Die Soll-Besteuerung gilt zwingend für buchführungspflichtige Gewerbebetriebe und land- und forstwirtschaftliche Betriebe andere Tätigkeiten (z. B. Umsätze aus Vermietung), wenn die Umsätze in einem der beiden vorangegangenen Kalenderjahre mehr als Euro betrugen (ausgenommen sind freiberufliche Tätigkeiten) Leistungen, für welche die Steuerschuld auf den Leistungsempfänger übergeht (siehe Reverse- Charge). Anwendungsfälle sind Bauleistungen und bestimmte Leistungen ausländischer Unternehmer Das Wesen der Ist-Besteuerung Bei nicht buchführungspflichtigen Unternehmen ist die Fälligkeit der Umsatzsteuer von der Bezahlung abhängig. Die Umsatzsteuer ist spätestens am 15. des der Bezahlung der Rechnung zweitfolgenden Monats zu entrichten. Wesentlich bei der Ist-Besteuerung ist, dass das Entgelt dem leistenden Unternehmen tatsächlich zugeflossen ist. Die Steuerschuld entsteht daher unabhängig vom Zeitpunkt der Leistungserbringung. Alle Lieferungen und Leistungen, die nicht zwingend nach dem Soll-System versteuert werden müssen, sind nach dem Ist-System zu versteuern. Dies betrifft 1. nicht buchführungspflichtige Gewerbebetriebe und 2. land- und forstwirtschaftliche Betriebe 3. Umsätze aus freiberuflicher Tätigkeit (z. B. Arzt, Künstler, Musiker u. a.) unabhängig von der Höhe der erzielten Umsätze 4. Umsätze aus anderen Tätigkeiten (z. B. Vermietung), wenn diese in einem der beiden vorangegangenen Kalenderjahre maximal Euro betragen haben Unternehmen haben die Wahl und können ihre Umsätze auch nach dem Soll-System versteuern. Der Wechsel der Besteuerungsart kann nur zu Beginn eines Veranlagungsjahres erfolgen. Die Ist-Besteuerung ist gegenüber der Soll-Besteuerung in der Regel günstiger, weil die Umsatzsteuer an das Finanzamt erst abzuführen ist, nachdem das Geld tatsächlich vom Kunden eingelangt ist. Die Umsatzsteuer ist demzufolge nur von den tatsächlichen Zahlungseingängen zu bezahlen. Im Soll-System ist die Umsatzsteuer von den Außenständen zu entrichten. Hier besteht seitens des Unternehmens ein Vorfinanzierungsbedarf in Höhe der ausstehenden Umsatzsteuer von der Rechnungslegung bis zum tatsächlichen Zahlungseingang. Wird eine Rechnung uneinbringlich, wird die anteilige Umsatzsteuer refundiert bzw. gegenverrechnet Der Vorsteuerabzug Der Vorsteuerabzug ist das Kernstück des europäischen Mehrwertsteuersystems. Er garantiert, dass die Verrechnung von Umsatzsteuer zwischen Unternehmern kostenneutral ist. Der Vorsteuerabzug steht grundsätzlich nur Unternehmern zu. Abziehbar ist nur die österreichische Umsatzsteuer. Ausländische Vorsteuern können im jeweiligen Land rückgefordert werden. Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug: Die der Rechnung zugrunde liegenden Lieferungen oder sonstigen Leistungen müssen für das Unternehmen ausgeführt worden sein. Dies ist dann der Fall, wenn die unternehmerische Nutzung mindestens 10 % beträgt. Im Ausmaß einer eventuellen privaten Verwendung fällt steuerpflichtiger Eigenverbrauch an. Die Lieferung oder sonstige Leistung muss bereits ausgeführt worden sein (Ausnahme Anzahlungen). Die bezogenen Lieferungen oder sonstigen Leistungen müssen zur Ausführung steuerpflichtiger oder echt steuerbefreiter Umsätze (z. B. für Ausfuhroder innergemeinschaftliche Lieferungen, grenzüberschreitende Güterbeförderungen) verwendet werden. Eine Rechnung muss ausgestellt worden sein und den gesetzlichen Anforderungen entsprechen (siehe Checkliste unter Die Bezahlung des Rechnungsbetrags ist vorerst nicht Voraussetzung für den Vorsteuerabzug! 24 25

14 Tipp: Obwohl die Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug wirtschaftlich klar sind, treten bei Betriebsprüfungen häufig Probleme auf. Sehr oft wird der Vorsteuerabzug aus formalen Gründen gestrichen Rechnungslegung nach dem Umsatzsteuergesetz Eine Rechnung nach dem Umsatzsteuergesetz ist auszustellen, wenn ein Unternehmer Umsätze an andere Unternehmer im Inland für deren Unternehmen oder an juristische Personen ausführt oder eine steuerpflichtige Werklieferung oder Werkleistung im Zusammenhang mit einem Grundstück an einen Nichtunternehmer (privaten Empfänger) erbringt. Die Ausdehnung der Rechnungsausstellungsverpflichtung gegenüber privaten Empfängern von Werklieferungen und -leistungen im Zusammenhang mit Grundstücken zielt auf die Bekämpfung der Schwarzarbeit, insbesondere in der Bauwirtschaft, ab. Da privaten Auftraggebern bisher keine Rechnung ausgestellt werden musste, war es schwer zu überprüfen, ob eine Leistung legal erbracht worden war. Wenn die Pflicht der Rechnungsausstellung besteht, ist die Rechnung innerhalb von sechs Monaten auszustellen. Was Sie über die UID-Nummer wissen sollten Betriebsgründer erhalten die UID-Nummer grundsätzlich gleichzeitig mit Zuteilung der Steuernummer. Rechnungen mit einem Rechnungsbetrag über Euro (inkl. USt.) müssen die UID-Nummer des Leistungsempfängers enthalten. Jede UID-Nummer ist in der UID-Datenbank der österreichischen Finanzverwaltung mit Namen und Anschrift des Unternehmers und dem Umsatzsteuer-Abgabenkonto verbunden. Namensänderungen, Änderungen des Firmenwortlauts oder der Anschrift sind dem Finanzamt daher umgehend bekanntzugeben. Vorsicht: Stimmen Name und Anschrift des Lieferanten oder des Leistungserbringers nicht überein, steht kein Vorsteuerabzug zu (Achtung, Scheinfirmen!). Ist dem leistungsempfangenden Unternehmen bekannt, dass der Rechnungsaussteller vorhat, die in der Rechnung ausgewiesene Umsatzsteuer mit Absicht nicht an das Finanzamt zu bezahlen, haftet er für die nicht abgeführte Steuer des Lieferanten oder Leistungserbringers! Eine gültige Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID-Nummer) als Indiz für die Unternehmereigenschaft ist Voraussetzung für die steuerfreie Lieferung in einen anderen EU-Mitgliedsstaat bzw. für den Erwerb von Waren aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Sollten Sie Zweifel an der Gültigkeit einer Ihnen von Ihrem Geschäftspartner bekanntgegebenen UID- Nummer bzw. seiner Unternehmereigenschaft haben, können Sie diese in einem EU-weiten Bestätigungsverfahren überprüfen lassen. Informationen erhalten Sie im UID-Büro des Finanzministeriums. Die Bestätigung von UID-Nummern kann auch über FinanzOnline erfolgen. Tipp: Bei Erstgeschäften mit nicht bekannten Geschäftspartnern sollten Sie sich auf jeden Fall absichern und die UID-Nummer prüfen Die Umsatzsteuerjahreserklärung Die Jahreserklärung fasst im Grunde alle monatlichen bzw. vierteljährlichen Umsatzsteuervoranmeldungen zusammen und ist für etwaige Berichtigungen da. Veranlagungszeitraum das ist jener Zeitraum, für den die Jahreserklärung abzugeben ist ist grundsätzlich das Kalenderjahr. Bei abweichendem Wirtschaftsjahr kann dieses nach entsprechender Erklärung gegenüber dem Finanzamt für die Umsatzsteuerjahreserklärung als Veranlagungszeitraum gewählt werden. Nach Ablauf des Kalenderjahres ist bis 30. April des folgenden Jahres die Umsatzsteuerjahreserklärung abzugeben. Bei elektronischer Übermittlung der Steuererklärung verlängert sich die Abgabefrist bis 30. Juni, ebenso kann sich bei steuerlicher Vertretung die Frist verlängern. Das Jahreserklärungsformular U 1 entspricht weitgehend dem Umsatzsteuervoranmeldungsformular U 30. Aus der Gegenüberstellung der sich aufgrund der Jahreserklärung ergebenden Jahres-Zahllast und der Summe der entrichteten Vorauszahlungen kann sich eine Nachzahlung oder eine Gutschrift ergeben. Sofern die Nachzahlung höher als Euro ist, wird jedenfalls ein Säumniszuschlag von 2 % festgesetzt. Unterbleibt die Einreichung der Umsatzsteuerjahreserklärung, kann es seitens der Finanz zur Festsetzung von Zwangsstrafen kommen, und es wird eine Schätzung vorgenommen. Die verspätete Vorlage kann zur Festsetzung eines Verspätungszuschlags von bis zu 10 % der Nachzahlung führen. Es könnten auch finanzstrafrechtliche Auswirkungen bestehen. Spezialfall Kleinunternehmer Sofern die Umsätze eines Kleinunternehmers im Veranlagungszeitraum Euro nicht übersteigen und er für den Veranlagungszeitraum keine Steuer zu entrichten hat, ist er von der Verpflichtung zur Abgabe der Umsatzsteuererklärung befreit Die Umsatzsteuerveranlagung Aufgrund der Umsatzsteuerjahreserklärung erlässt das Finanzamt einen Umsatzsteuerbescheid, durch den die Steuerfestsetzung erfolgt und gegen den innerhalb eines Monats berufen werden kann. 9.2 Die Einkommensteuer Die Einkommensteuer ist die Lohnsteuer der Selbständigen. Basis und Bemessungsgrundlage sind die jährlich erwirtschafteten Einkünfte. Die Einkommensteuer ist eine Personensteuer, die nach dem Einkommen bemessen wird. Unbeschränkt einkommensteuerpflichtig sind natürliche Personen, die im Inland einen Wohnsitz oder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben. Unbeschränkte Steuerpflicht bedeutet, dass grundsätzlich alle in- und ausländischen Einkünfte in Österreich steuerlich erfasst werden. Besteuert wird das Einkommen, das Sie innerhalb eines Kalenderjahres bezogen haben Einkunftsarten und Berechnung der Einkommensteuerbemessungsgrundlage Unter dem Begriff Einkommen versteht man den Gesamtbetrag aus den sieben Einkunftsarten unter Berücksichtigung allfälliger Verluste abzüglich der Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen. Einkunftsarten und Ermittlung des Einkommens: a) Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft erzielen z. B. Landwirte oder Gärtner b) Einkünfte aus selbständiger Arbeit erzielen z. B. Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten oder Journalisten und zu mehr als 25 % beteiligte Gesellschafter von GmbHs c) Einkünfte aus Gewerbebetrieb erzielen z. B. Handelsbetriebe, Tischler, Friseure usw. und Industriebetriebe d) Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit erzielen Arbeitnehmer und Pensionisten e) Einkünfte aus Kapitalvermögen, z. B. Zinserträge aus Sparguthaben oder Wertpapieren sowie Veräußerungsgewinne aus Finanzvermögen ab und Dividenden aus Aktien und GmbH-Anteilen. Werden diese Erträge im Inland erzielt, wird die Einkommensteuer in Form der Kapitalertragsteuer einbehalten. f) Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung z. B. einer Wohnung, eines Hauses g) Sonstige Einkünfte: wiederkehrende Bezüge, z. B. bestimmte Leibrenten Überschüsse aus privaten Veräußerungsgeschäften innerhalb bestimmter Spekulationsfristen Überschüsse aus der Veräußerung von privaten Kapitalbeteiligungen ab 1 % Beteiligung (z. B. Verkauf von GmbH-Anteilen bis ) Einkünfte aus Leistungen (z. B. Provisionen für gelegentliche Vermittlungen und Einnahmen aus der gelegentlichen Vermietung privater Gegenstände) Funktionsgebühren (Entgelt für Funktionäre von öffentlich-rechtlichen Körperschaften, sofern sie keine Arbeitnehmer sind) = Gesamtbetrag der Einkünfte Sonderausgaben außergewöhnliche Belastungen = Einkommen (Steuerbemessungsgrundlage) 26 27

15 Die Einkunftsarten a bis c werden betriebliche Einkünfte oder Gewinneinkünfte genannt. Die Einkunftsarten d bis g bezeichnet man als Überschusseinkünfte oder außerbetriebliche Einkünfte. Sonderausgaben sind Personenversicherungen, Ausgaben für Wohnraumschaffung und -sanierung, bestimmte Kapitalanlageformen diese Ausgaben sind in der Regel betragsbegrenzt und nur zu einem Viertel absetzbar. Bei Einkünften ab Euro wird der absetzbare Betrag weiter reduziert, ab Euro sind die Ausgaben nicht mehr absetzbar. Kirchenbeiträge (ab Veranlagung 2012 bis höchstens 400 Euro), Leibrenten, Nachkauf von Versicherungszeiten, Steuerberatungskosten Verlustabzug Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen z. B. Kosten von Behinderungen, Krankheiten oder Kosten für die auswärtige Berufsausbildung von Kindern. Im Gründungsjahr ist oft keine Steuer zu bezahlen, da Sie wahrscheinlich mit sehr hohen Erstausgaben und Abschreibungen rechnen können. Diese können den Gewinn stark drücken bzw. sogar zu Verlusten führen, die Sie gegen spätere Gewinne verrechnen können Einkommensteuerberechnung Besteuert wird das Einkommen des Einzelunternehmers bzw. Personengesellschafters, das innerhalb eines Kalenderjahres bezogen wird. Der Durchschnittssteuersatz gibt an, wie hoch die Tarifsteuer, bezogen auf die Bemessungsgrundlage (Einkommen), ist. Der Grenzsteuersatz gibt an, wie hoch die Steuerbelastung einer zusätzlichen Einkommenseinheit ist. So wird ab einem Einkommen von Euro jeder zusätzliche Euro mit 50 % besteuert. Einkommensteuer zahlen nur natürliche Personen, die im Inland steuerpflichtig sind. Juristische Personen unterliegen der Körperschaftsteuer. Die Zuordnung ist somit von der Rechtsform des Unternehmens abhängig. Personengesellschaften selbst sind nicht ertragsteuerpflichtig, sondern immer ihre Gesellschafter mit ihrem Gewinnanteil. Sämtliche natürlichen Personen, die ein Einzelunternehmen führen oder/und Gesellschafter sind, sind mit ihrem Einkommen einkommensteuerpflichtig. Einkommen in Euro 9.3 Die Körperschaftsteuer Die Körperschaftsteuer ist die Einkommensteuer von z. B. Kapitalgesellschaften wie der GmbH und der Aktiengesellschaft. Während die Einkommensteuer alle natürlichen Personen betrifft, stellt die Körperschaftsteuer die Einkommensteuer der juristischen Personen dar. Genossenschaften, Vereine, Privatstiftungen sowie Kapitalgesellschaften selbst sind mit ihren Gewinnen körperschaftsteuerpflichtig Der Steuersatz Einkommensteuer in Euro (vor Absetzbeträgen) Die Körperschaftsteuer beträgt 25 % vom steuerpflichtigen Einkommen. Hierbei handelt es sich um einen linearen Steuertarif im Gegensatz zur Einkommensteuer. Durchschnittssteuersatz in % Die Mindestkörperschaftsteuer Grenzsteuersatz in % bis bis (Einkommen ) x 36,50 % 36,50 % ,44 % bis (Einkommen ) x 43,2143 % 43,2143 % ,73 % über (Einkommen ) x 0,5 50 % Sowohl bei einem Gewinn als auch bei einem Verlust fällt bei einer GmbH die Mindestkörperschaftsteuer an, die im ersten Jahr des Bestehens Euro und in den Folgejahren Euro beträgt und zu je einem Viertel am 15.2., 15.5., und zu entrichten ist. Bei einer AG beträgt die Mindestkörperschaftsteuer Euro. Wäre die tatsächliche Körperschaftsteuer des laufenden Jahres wegen eines niedrigeren Gewinns kleiner oder anlässlich eines Verlusts null, so wird die Differenz zur entrichteten Mindestkörperschaftsteuer in späteren Jahren, in denen höhere Gewinne erzielt werden, wie eine Vorauszahlung angerechnet. So geht die Mindestkörperschaftsteuer nicht verloren

16 Die steuerliche Situation der GmbH und der Gesellschafter Gewinn vor Steuern (steuerpflichtiger Gewinn) 100,00 % davon 25 % Körperschaftsteuer 25,00 % Wer zahlt was? Die 25 % Körper - schaftsteuer bezahlt die GmbH. Anmerkung Die Körperschaftsteuer ist die Einkommensteuer der Kapitalgesellschaften. Unabhängig vom steuerpflichtigen Einkommen (auch bei einem Verlust) fällt die Mindestkörperschaftsteuer an. Diese beträgt im ersten Jahr des Bestehens Euro und in der Folge Euro jährlich. 9.4 Jahressteuererklärung Achtung: Im Anfangsjahr beruht die Berechnungsbasis auf Ihren Schätzungen und Erwartungen. Seien Sie realistisch. Zu hohe Schätzungen und die daraus resultierenden Vorauszahlungen belasten unnötig Ihre Liquidität, und zu niedrige Annahmen führen zu Nachzahlungen, die Sie ebenso ins Schleudern bringen können. Die Übermittlung der Jahressteuererklärung hat grundsätzlich elektronisch über FinanzOnline zu erfolgen. Termine: 15. Februar 15. Mai 15. August 15. November Sollte sich im Laufe des Jahres zeigen, dass die Vorauszahlungen zu hoch sind, können Sie bis zum beim Finanzamt einen Herabsetzungsantrag stellen. 9.5 Sonstige Steuern Gewinn nach Abzug der Körperschaftsteuer (zur Gewinnausschüttung oder Thesaurierung ) 75,00 % davon 25 % Kapitalertragsteuer bei Gewinnausschüttung 18,75 % Gewinn nach Steuern bei Ausschüttung 56,25 % Gesamtsteuerbelastung bei Ausschüttung 43,75 % Gesamtsteuerbelastung bei Thesaurierung 25,00 % Vom Ausschüttungsbetrag wird die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 % von der Gesellschaft einbehalten und an das Betriebsfinanzamt abgeführt. Der Begriff Thesaurierung bedeutet, dass die vom Unternehmen erwirtschafteten Gewinne nicht ausgeschüttet werden, sondern im Unternehmen selbst verbleiben. Die Gewinnausschüttung beim empfangenden Gesellschafter ist grundsätzlich endbesteuert, die Kapitalertragsteuer für den Gesellschafter von der GmbH entrichtet. In diesem Fall verbleibt der Gewinn in der Gesellschaft und wird nicht ausgeschüttet. Ist dem Steuerpflichtigen die Übermittlung der Steuererklärung auf elektronischem Wege nicht zumutbar (z. B. kein Internetanschluss), ist die Steuererklärung schriftlich auf dem Formular zu machen und beim zuständigen Finanzamt abzugeben. Abgabefrist für die Steuererklärung ist spätestens der 30. April jeden Jahres, wenn die Übermittlung der Einkommensteuererklärung nicht elektronisch erfolgt, und spätestens der 30. Juni, wenn die Übermittlung elektronisch über FinanzOnline erfolgt. Diese Fristen können bei begründetem Antrag verlängert werden. Bei Vertretung durch einen Steuerberater sind auch längere Fristen möglich. Gegen den Steuerbescheid kann innerhalb eines Monats ab Zustellung des Bescheids Berufung eingelegt werden. Für die Einkommensteuer wie auch für die Körperschaftsteuer sind vierteljährlich Vorauszahlungen zu entrichten. Zu den Sonstigen Steuern zählen z. B. die Kommunalsteuer (für Dienstnehmer und Gesellschaftergeschäftsführer) sowie der Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichfonds. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von zum Teil branchenspezifischen Verkehrsund Verbrauchsteuern, z. B. die Kfz-Steuer oder die auf Landes- bzw. Gemeindeebene erhobenen Fremdenverkehrsabgaben. 9.6 Steueroptimierung Legitimes Ziel jedes Unternehmens ist, den Steuerkostenblock so gering wie möglich zu halten. Steueroptimierung beginnt bereits bei der Gründung. Sie sollten einen Berater zuziehen und eine auf Ihr Unternehmen abgestimmte Steuerstrategie erarbeiten. Besprechen Sie die Vor- und Nachteile von Steueroptimierungsmaßnahmen, damit die Auswirkungen für Ihre individuelle Situation abschätzbar sind und Sie die für Ihr Unternehmen steueroptimale Entscheidung treffen können. Es gilt die Steuerbegünstigungen maximal auszunutzen! Auch hier ist entscheidend, rechtzeitig das Richtige zu tun. Fordern Sie Ihre Berater! 30 31

17 10. Das Rechnungswesen 10.1 Bilanz und GuV Doppelte Buchführung Bilanz Bei der doppelten Buchführung erfolgt zweifache Erfassung jedes Geschäftsfalls: auf je einem Konto im Soll und im Haben. Jeder Geschäftsfall wird einerseits im Grundbuch (Journal) und andererseits im Hauptbuch auf den Sachkonten jeweils im Soll und im Haben erfasst. Weiters kommt es zur zweifachen Gewinnermittlung durch Bestandsverrechnung und durch Gewinn-und-Verlust- Rechnung. Gewinnermittlung durch Bestandsverrechnung Der Gewinn ist der Unterschied des Reinvermögens am Ende und des Reinvermögens am Anfang der Geschäftsperiode unter Abzug der Privateinlagen und Hinzurechnung der Privatentnahmen (sogenannter Betriebsvermögensvergleich). Das Reinvermögen ergibt sich aus Vermögen abzüglich Schulden. Der Vermögensvergleich stellt die Vermögenslage zum Bilanzstichtag dar. Gewinnermittlung durch Gewinn-und-Verlust-Rechnung Hier wird der Erfolg direkt ermittelt (+ Erfolg = Gewinn, Erfolg = Verlust). Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung stellt die Ertragslage dar, wie sie sich im Laufe des gesamten Geschäftsjahres entwickelt hat. Besonderheiten der doppelten Buchführung Kassabuchführung, Inventuraufnahme zum Bilanzierungsstichtag, Erfassung und Bewertung der Forderungen und Verbindlichkeiten, periodenreine Abgrenzung von Erträgen und Aufwendungen. Der Zeitpunkt der Leistungserbringung und nicht der Zahlungszeitpunkt ist für die zeitliche Zuordnung entscheidend! Die Gewinnermittlung kann nach 4 Abs 1 EstG oder 5 EstG erfolgen. Das Charakteristikum der Gewinnermittlungsart der doppelten Buchführung gemäß 4 Abs 1 EstG und 5 EstG besteht darin, dass nur der Gewinnermittler nach 5 EstG gewillkürtes Betriebsvermögen (das sind Gegenstände, die weder notwendiges Betriebsvermögen noch notwendiges Privatvermögen darstellen, z. B. ein brachliegendes Grundstück) und ein vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr haben kann, weiters besteht Steuerpflicht für Grund und Boden. Das Rechnungswesen der Klein- und Mittelbetriebe besteht aus der Finanzbuchhaltung, aus der sich der jeweilige Jahresabschluss ergibt, der aus der Bilanz und der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) besteht. Kapitalgesellschaften müssen einen Jahresabschluss erstellen, der sich aus Bilanz, Gewinn-und-Verlust- Rechnung und Anhang zusammensetzt. Die Bilanz zeigt die Werte der vorhandenen Vermögensgegenstände und Schulden/Kapital zu einem bestimmten Stichtag (meist ); sie ist damit eine Zeitpunktbetrachtung. Die Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist eine Zeitraumbetrachtung und zeigt die während eines Wirtschaftsjahres im Unternehmen entstandenen Aufwendungen und die im selben Zeitraum erzielten Erträge. Im Anhang sind die Bilanz und die Gewinn-und-Verlust- Rechnung sowie die darauf angewandten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden so zu erläutern, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt wird. Diese Generalnorm gilt auch für den von Kapitalgesellschaften ab einer bestimmten Größe aufzustellenden Lagebericht, wo der Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens darzustellen sind. Die im Jahresabschluss errechneten Ergebnisse dienen nicht nur als Grundlage für die Besteuerung, sondern sind vor allem (in Form der aus der Bilanz und der Gewinn-und-VerlustRechnung ermittelten Kennzahlen) die Basis für Entscheidungen des Unternehmers wie auch für Banken, Kunden, Investoren und sonstige Geschäftspartner des Unternehmers Einnahmen-Ausgaben- Rechnung Die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung nach 4 Abs 3 EstG ist eigentlich kein Buchführungssystem, sie ist lediglich eine besondere Art der steuerlichen Gewinnermittlung. Der Einnahmen-Ausgaben-Rechner führt daher auch keine Bücher, sondern Aufzeichnungen. Entscheidend ist hierbei, dass erst der Zufluss bei Einnahmen und der Abfluss bei Ausgaben zur Aufnahme in die Aufzeichnungen führen. Einnahmen und Ausgaben (und nicht wie bei der doppelten Buchführung Erträge und Aufwendungen) sind zu erfassen. Nicht der Zeitpunkt der Leistungserbringung ist entscheidend, sondern grundsätzlich der Zahlungsein- bzw. -ausgang (Zu-und-Abfluss-Prinzip). Eine Ausnahme von diesem Prinzip besteht bei der Abschreibung für Investitionen des Anlagevermögens, da bei der Anschaffung von Anlagegegenständen die Anschaffungskosten nicht im Jahr der Anschaffung, sondern nur verteilt über die Nutzungsdauer als Betriebsausgaben (Abschreibungen) angesetzt werden dürfen. Nur geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis zu 400 Euro können sofort als Ausgabe betrachtet werden. Einnahmen-Ausgaben-Rechner müssen folgende Aufzeichnungen führen: Aufzeichnung der Betriebseinnahmen und -ausgaben Wareneingangsbuch Anlagenkartei Lohnkonten In den Aufzeichnungen sind die Betriebseinnahmen und die Betriebsausgaben laufend, der Zeitfolge nach geordnet, zu erfassen (die bloße Sammlung von Belegen und die Aufstellung zum Jahresende genügen nicht). Zeitpunkt der Erfassung Die Eintragungen sind dann zeitgerecht, wenn sie spätestens einen Monat und 15 Tage nach Ablauf des Kalendermonats, für den sie zu erfolgen haben, vorgenommen werden. Gilt aufgrund umsatzsteuerlicher Vorschriften das Kalendervierteljahr als Voranmeldungszeitraum, können die Eintragungen spätestens einen Monat und 15 Tage nach Ablauf des Kalendervierteljahres vorgenommen werden. Grundlagensicherung (betrifft jede Gewinnermittlungsart!) Der Zeitpunkt der Eintragung ist jedoch zu unterscheiden von der Grundlagensicherung. Bareinnahmen und Barausgaben sind täglich in geeigneter Form festzuhalten. Dies bedeutet, dass die Grundlagensicherung zumindest einmal am Tag, spätestens jedoch zu Beginn des nächstfolgenden Arbeitstages, vorzunehmen ist. Sämtliche Geschäftsfälle sind grundsätzlich einzeln aufzuzeichnen. Folgende Formen der Einzelerfassung sind zulässig: chronologische händische Aufzeichnungen der Einzellosungen Paragondurchschriften Rechenstreifen Losungsblätter Kassabucheinzelaufzeichnungen Registrierkassenstreifen von mechanischen Registrierkassen oder elektronische Registrierkassensysteme (grundsätzlich sind Sie aber nicht verpflichtet, eine elektronische Registrierkassa zu führen). Beachten Sie die Kassenrichtlinien 2012! (www.bollenberger.com) Das Festhalten der Bargeldbewegungen kann darüber hinaus auch unmittelbar durch Eintragen in die Aufzeichnungen erfolgen. Folgende Formen der Losungsermittlung werden vom Finanzamt nicht mehr anerkannt: Losungsermittlung durch Kassasturz (Vergleich des Kassastands am Tagesanfang und nach Tagesende) Ausnahme: Umsatz bis Euro pro Jahr Losungsermittlung durch Warenstand-Vergleich (Berechnung der Tageslosung durch Vergleich des Warenstands am Tagesanfang und am Tagesende) Losungsermittlung aus EDV-Tagesjournal (das lediglich die Tagessumme pro verkauftes Produkt anzeigt) 32 33

18 11. Die Finanzierung Da beim Einnahmen-Ausgaben-Rechner das Zu-und- Abfluss-Prinzip somit der Zahlungsfluss über den Zeitpunkt, wann eine Einnahme oder Ausgabe steuerlich anzusetzen ist entscheidet, kann folgende Belegablage empfohlen werden: Investitionen (Eingangsrechnungen) Banken Buchungsbelege und sonstige Dokumente Einnahmen-Ausgaben-Buch 10.3 Pauschalierung der Betriebsausgaben Bei den Einkünften aus selbständiger Arbeit und aus Gewerbebetrieb können die Betriebsausgaben mit 6 % bzw. 12 % des Umsatzes ( 125 Abs 1 BAO) abgesetzt werden, sofern der Vorjahresumsatz nicht höher als Euro ist und die Gewinnermittlung nach 4 Abs 3 EstG (Einnahmen-Ausgaben-Rechnung) erfolgt. 6 % des Umsatzes: bei kaufmännischer oder technischer Beratung, bei schriftstellerischer, vortragender, wissenschaftlicher, unterrichtender oder erzieherischer Tätigkeit, höchstens Euro 12 % des Umsatzes: bei allen restlichen selbständigen und gewerblichen Tätigkeiten gem. 22 und 23 EstG, höchstens Euro Neben den Pauschalbeträgen sind folgende Ausgaben abzugsfähig: Ausgaben für den Eingang von Waren, Rohstoffen, Halberzeugnissen, Hilfsstoffen und Zutaten, die nach ihrer Art und ihrem betrieblichen Zweck in ein Wareneingangsbuch einzutragen sind oder einzutragen wären; Ausgaben für Löhne und Lohnnebenkosten; Ausgaben für Fremdlöhne, soweit diese unmittelbar in die Leistung eingehen, die den Betriebsgegenstand des Unternehmens bilden; Beiträge zu Pflichtversicherungen gemäß 4 Abs 4 Z 1 EstG. Der Gewinn wird wie folgt pauschal ermittelt: Nettoeinnahmen (ohne Umsatzsteuer) Nettoausgaben für Waren, Rohstoffe, Hilfsstoffe, Halberzeugnisse und Zutaten Lohnkosten und Lohnnebenkosten 12 % der Nettoeinnahmen (ohne Nachweis), für bestimmte Berufsgruppen, z. B. kaufmännische und technische Beratung, nur 6 % = steuerpflichtiger Gewinn Es gibt auch noch andere Arten von Pauschalierungen für bestimmte gesonderte Berufsgruppen, z. B. Branchenpauschalierungen oder Vollpauschalierungen bei Landwirten. Achtung: Die pauschale Ermittlung der Betriebsausgaben ist nicht zulässig, wenn Sie (auch freiwillig) eine doppelte Buchhaltung mit Jahresabschluss führen. Welche Art der Buchführung für Sie zweckmäßig ist, besprechen Sie am besten mit Ihrem Steuerberater. Besonders wichtig ist, dass die Aufzeichnungen laufend erfolgen und der Jahresabschluss bei Unternehmen mit doppelter Buchführung bzw. der Abschluss bei Unternehmen mit Einnahmen-Ausgaben-Rechnung nicht nur fristgerecht, sondern möglichst zeitnah erstellt wird. Achten Sie darauf, dass der Jahresabschluss rasch Ihrem Unternehmen zur Verfügung steht. Nur möglichst gegenwartsnahe Daten bringen Nutzen für die Unternehmensführung. Wenn der durchdachte Finanzplan fehlt, so kann dies zu Fehlentwicklungen führen. Fehlentwicklungen können sein: zu niedrige Eigenkapitalquote langfristige Anlagegüter werden durch kurzfristige Kredite finanziert dass es zu Kostenüberschreitungen kommt, da keine exakte Planung des notwendigen Kapitalbedarfs für Investitionen besteht dass Erweiterungsinvestitionen vergessen werden und bei Umsatzsteigerungen die Erhöhung des Betriebsmittelbedarfs unberücksichtigt bleibt dass mögliche Finanzierungsalternativen nicht beachtet werden dass geförderte Kredite nicht fristgerecht beantragt werden. Für viele Investitionen gibt es geförderte Kredite, die in Anspruch genommen werden können. Hier ist jedoch fristwahrende Beantragung erforderlich Zahlungsunfähigkeit, das Aus für die beste Geschäftsidee Ziel des Finanzplans ist, dass Ihr Unternehmen über die erforderlichen Finanzmittel verfügt sprich jederzeit flüssig ist. Sorgen Sie rechtzeitig für Liquidität. Wichtig ist, Liquiditätsengpässe rechtzeitig zu erkennen. Nur so können Sie gegensteuern und gegebenenfalls Vorsorge treffen, damit zum richtigen Zeitpunkt der erforderlichen Finanzbedarf gedeckt ist. Agieren statt Reagieren ist die Devise. Der Finanzplan ist Ihr Navigationssystem Das Eigenkapital Dem Eigenkapital kommt im Rahmen der Unternehmensgründung besondere Bedeutung zu. Je besser Sie mit Eigenkapital ausgestattet sind, desto sicherer können Sie Anlaufschwierigkeiten bewältigen. Über wie viel Eigenkapital sollte man als Gründer verfügen? Als Richtwert gilt, dass ca. 30 % des gesamten Kapitalbedarfs einer Unternehmensgründung als Eigenkapital zur Verfügung stehen sollten. Bitte bedenken Sie, dass die Gründung eines Unternehmens ohne entsprechende Eigenkapitalausstattung ein sehr großes Risiko darstellt! Der Venture Capitalist = Partner auf Zeit Anders ist die Situation bei Venture Capital: Venture Capital ist Eigenkapital, das von privaten Investoren oder Fondsgesellschaften zur Verfügung gestellt wird. Venture Capitalists beteiligen sich am Unternehmen und wollen vom Wertzuwachs profitieren. Als Teilhaber tragen sie das volle Risiko. Bekommt das Unternehmen Probleme, ist auch ihr Geld verloren. Venture Capitalists sind Partner auf Zeit. Denn Ziel jedes Venture Capitalist ist to make money. Aus diesem Grund ist sein finanzielles Engagement in der Regel befristet. Sobald sich das Unternehmen am Markt erfolgreich etabliert hat, verkauft der Venture Capitalist seine Anteile mit zum Teil erheblichen Gewinnen. Da sein Schicksal mit dem Ihren untrennbar verbunden ist, müssen Sie ihm vertraglich ein Mitspracherecht einräumen. Unter Umständen redet der Venture Capitalist als Hauptgeldgeber bei der strategischen Ausrichtung des Unternehmens ein gewichtiges Wort mit. Dafür arbeitet ein Venture Capitalist aber auch oft aktiv mit. Vor allem im Bereich Controlling bieten diese Geldgeber gezielte Managementunterstützung. Eine derartige Partnerschaft, auch wenn sie nur auf Zeit eingegangen wird, kann nur halten, wenn die Partner einander gut verstehen

19 Die Finanzierungsregeln Die Zusammensetzung der Finanzierung aus Eigenkapital sowie kurzfristigem und langfristigem Fremdkapital sollte auf die Zusammensetzung des Vermögens und auf die Erfordernisse der Betriebsart und der Betriebsgröße abgestimmt sein. Das Anlagevermögen ist langfristig gebunden und sollte deshalb mit langfristigem Kapital finanziert werden, ebenso jene Teile des Umlaufvermögens, die langfristig zur Verfügung stehen, z. B. der sogenannte eiserne Bestand des Warenlagers. Für das übrige Umlaufvermögen können kurzfristige Fremdfinanzierungen herangezogen werden Die Fremdfinanzierungsformen a) Finanzierung der Betriebsmittel Der Betriebsmittelkredit ist für den laufenden Geschäftsund Zahlungsverkehr geeignet. Sie verschaffen sich damit einen Liquiditätsspielraum. Durch zeitgerechte Bezahlung von Lieferungen können Sie Skonti in Anspruch nehmen und ersparen sich dadurch einen Lieferantenkredit. c) Finanzierung, unterstützt durch Fördermittel Es gibt eine Reihe von Bundes- und Landesförderungen speziell für Unternehmensgründer. Viele Förderungsaktionen beziehen sich auf Investitionen. Die Anträge müssen in der Regel vor Durchführung (vor Bestellung) der Investitionen unter Vorlage entsprechender Unterlagen gestellt werden. Siehe 12. Förderungen erleichtern den Unternehmensstart. d) Leasing Leasing ist eine weitere Finanzierungsalternative, wobei das Wirtschaftsgut nicht gekauft, sondern geleast wird (d. h. ein Investitionsgut wird genutzt, ohne dass Sie daran Eigentum erwerben). Kredit oder Leasing? Beim Kredit gehört Ihnen das Vermögensgut von Beginn an. Bei der Rückzahlung können Sie flexibel agieren, da Sie den Kredit auch schneller als geplant zurückzahlen können. Beim Leasing entfällt die generelle Kapitalbindung. Damit können Sie den Liquiditätsspielraum Ihres Unternehmens vergrößern. Durch Leasingfinanzierung Ihrer Mobilien können Sie die Abschreibungsdauer Ihres Wirtschaftsguts nach Ihren individuellen Bedürfnissen gestalten. Achten Sie aber auch auf etwaige steuerliche Vor- oder Nachteile! Kfz-Leasing Immobilienleasing Immobilienleasing umfasst die Finanzierung von Grundstücken und Gebäuden. Zusätzlich kann der Leasingnehmer bei Bedarf auf eine breite Dienstleistungspalette der Leasinggesellschaften zurückgreifen, z. B. Grundstücksbevorratung, Projektentwicklung, Führung der Planungs- und Bauverhandlungen, Vergabe von Lieferungen und Leistungen mit Ausarbeitung der Verträge, Aufstellung eines Zeit- und Zahlungsplans, Prüfung der Schlussrechnungen unter Zugrundelegung der Rechnungsprüfungsergebnisse, Schlussabnahme des Bauwerks im Einvernehmen mit der örtlichen Bauaufsicht sowie Beratungsunterstützung bei Förderungsanträgen etc. Kriterien wie Kosten einmalig/laufend, bilanzielle Darstellung, steuerliche Begünstigung, Fördermöglichkeiten sind bei jeder Leasingentscheidung individuell abzuwägen. Nähere Informationen finden Sie auf oder bei Ihrem Kundenbetreuer in der Erste Bank oder Sparkasse Siehe 13.2 Zahlungsziel ausschöpfen oder Skonto nutzen?. Für Fremdkapital müssen Sie hingegen regelmäßigen Zinsendienst leisten. Außerdem kann das kreditgewährende Institut zusätzliche Sicherheiten verlangen, z. B. die Übernahme einer persönlichen Haftung durch den Unternehmensgründer, Bürgschaften, Hypotheken u. dgl. Ist das Unternehmen insolvent, müssen Sie je nach gewählter Rechtsform im schlimmsten Fall für alle Bankschulden geradestehen. Autoleasing bietet Ihnen einige Vorteile: geringe monatliche Belastung, da Sie nur den Wertverlust und nicht den gesamten Kaufpreis bezahlen günstige Prämien bei der Kaskoversicherung flexible Möglichkeiten bei der Vertragsgestaltung Bei Pkws und Kombis ist steuerlich die Bildung eines Aktivpostens zu beachten, dieser bewirkt die steuerliche Gleichstellung zum Kauf. b) Finanzierung von Investitionen Der Investitionskredit dient zur Anschaffung von Investitionsgütern. Die Laufzeit des Kredits richtet sich dabei nach der Nutzungsdauer der finanzierten Güter. Mobilienleasing Mobilienleasing ist eine Form der Finanzierung beweglicher Wirtschaftsgüter von der Fertigungsmaschine über die EDV-Anlage bis zur Büroeinrichtung.

20 12. Förderungen erleichtern den Unternehmensstart Förderungen werden im Wesentlichen auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene, aber auch von der Wirtschaftskammer vergeben. Es gibt unzählige Förderungsarten und -modelle. Beachten Sie, dass kein Rechtsanspruch auf Förderungen besteht. Die Art der Förderung ist von unterschiedlichsten Faktoren abhängig und daher für jedes Unternehmen individuell abzuklären. Welche Arten von Förderungen können Sie bekommen? Zinsgünstige Finanzierungen Zuschüsse für Investitionen, Forschung und Entwicklung Geförderte Beratungsleistungen von externen Beratern Übernahme von Bürgschaften für Finanzierungen Befreiung von Gebühren und Abgaben Achtung: Förderungen RECHTZEITIG beantragen. Bei fast allen Förderungsmodellen ist die rechtzeitige Beantragung vor Projektbeginn entscheidend. Sobald Sie das Investitionsgut gekauft haben bei vielen Förderungen genügt sogar eine der Antragstellung zeitlich vorgelagerte Bestellung, ist es schon zu spät. Bei einem Projektstart, der vor der Beantragung einer Förderung liegt, hat man in den meisten Fällen die Fördermöglichkeit verwirkt. Das Neugründungsförderungsgesetz Der Gründer hat sich hinsichtlich der Neugründung von der jeweiligen gesetzlichen Berufsvertretung beraten zu lassen und erhält von dieser eine bestätigte Erklärung der Neugründung (Formular Neufö1) bzw. der Betriebsübernehmer eine Erklärung der Betriebsübertragung (Formular Neufö3). In den Wirtschaftskammern werden die NEUFÖG-Bestätigungen durch das Gründerservice, meist auch durch die Fachgruppen und die Bezirksstellen durchgeführt. Kann der Betriebsinhaber keiner gesetzlichen Berufsvertretung zugerechnet werden, so ist für ihn die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft zuständig. Links zu den wichtigsten Förderstellen: Austria Wirtschaftsservice GmbH Wichtige Förderinstitution des Bundes FWF Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung Förderung von Grundlagenforschung Kommunalkredit Umweltförderungen Oesterreichische Kontrollbank Wichtiger Ansprechpartner bei Exportfinanzierungen und -garantien Österreichische Hotel- und Tourismusbank Die Förderbank für die österreichische Tourismusund Freizeitwirtschaft Unternehmensfinanzierung.at Von der Wiener Börse betriebene Website mit Infos zum Thema Unternehmensfinanzierung in Kooperation mit der Wirtschaftskammer Österreich 7. EU-Rahmenprogramm für Forschung und Entwicklung Österreichisches Informationsportal zum Rahmenprogramm Niederösterreichische Wirtschaftsförderung Förderungen des Landes Niederösterreich Wirtschaftsservice Burgenland AG Förderungen des Landes Burgenland Steirische Wirtschaftsförderung Wirtschaftsförderung des Landes Steiermark Wirtschaftsförderungen des Landes Oberösterreich Salzburger Wirtschafts- und Technologieförderungen Förderungen des Landes Salzburg Kärntner Wirtschaftsförderungsfonds Förderungen des Landes Kärnten Inforegio Informationen über Maßnahmen der EU für die regionale Entwicklung Informationen der Europäischen Kommission zu den EU-Regionalförderungen regional_policy/index_de.htm LEHRE.FÖRDERN Umfassende Infos über Förderungen für Lehrbetriebe. Die Förderungen werden über die Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern abgewickelt wk?angid=0&dstid=8631; Internationalisierungs-Programm der Außenwirtschaft Österreich Weitere Infos unter und

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