Innovationsmanagement in der Medizin Was heißt das eigentlich?

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1 Innovationsmanagement in der Medizin Was heißt das eigentlich? IX. Innovationskongress der Deutschen Hochschulmedizin e.v. 27./, Berlin Jörg Haier/Norbert Roeder, Universitätsklinikum Münster

2 Wettbewerb in der Medizin Patient Qualität Markensichtbarkeit Personal Wettbewerb Innovation Kosten Zuweiser 2 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

3 Herausforderung auch für die Medizin Spannungsfeld Medizin - Ökonomie Mittlere Fallkosten dürfen nicht über Erlösen liegen Sind weitgehend vorgegeben Erlöse Ko osten Qualität Muss nachweisbar besser als Durchschnitt sein Fazit Qualität steigern bei Kosteneffizienz (Wettbewerbsfähig bleiben!) 3 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

4 Herausforderung auch für die Medizin Strategische Leistungsausrichtung Unterstützung der Forschungsschwerpunkte Schaffung von Leistungsschwerpunkten und Nutzung der Synergiemöglichkeiten Leistungsleuchttürme herausarbeiten und gezielt weiterentwickeln (Infrastruktur, Personal) Forschungsschwerpunkte Klinisch / ökonomisch sinnvoll Verzichtbar 4 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

5 Herausforderungen 2013 ff Gründe für Innovationsmanagement Chancen Medizinisches Leistungsangebot & Niveau hlt halten Besetzung weiterer Marktanteile Effizienzsteigerung g (Wettbewerbsfähigkeit) Risiken Patientenschwund Fachkräftemangel Attraktivitätsverlust der Tätigkeit im Krankenhaus Unsichere Investitionsfinanzierung Wettbewerb! Vielzahl von Innovationsmöglichkeiten Eingeschränkte Investitionsmittel Strukturierung/Kanalisierung/Fokussierung notwendig 5 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

6 Innovationsentscheidungen Schlüsselfaktoren 6 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder Leistungsangebot und nachfrage (Art & Qualität) Wirtschaftliche Effizienz Bedingungen der Krankenhausfinanzierung Vielfältiger Wettbewerb Ansprüche: Fakultät, Mitarbeiter, Patienten Kooperationspartner, Zuweiser Innovationskraft & Investitionskraft

7 Innovationsmanagement Strategie ist unverzichtbar Definiert Weg, den Fakultät & Klinikum gehen Forschungsschwerpunkte Klinische Leistungsausrichtung Entscheidet über Erfolg und Misserfolg Erfordert Formulierung konkreter strategischer Ziele Muss kontinuierlich überprüft und ggf. modifiziert werden (Rahmenbedingungen) Cave: Freiheit von Forschung & Lehre berücksichtigen! 7 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder Innovationstrategie sollte der Gesamtstrategie folgen!

8 Innovationsstrategie Ziel: Neue erfolgreiche Leistungsangebote einführen Diagnostik und Therapieinnovation Translation sowie neue Innovationen von außen Qualitätsinnovation Prozessinnovation (Verbesserung von Effektivität und Effizienz) Dienstleistungsinnovation Kunden : Patienten, Mitarbeiter, Öffentlichkeit Organisationsinnovation Kernorganisation, Tochterunternehmen etc. 8 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

9 Innovationsentscheidungen Einflussfaktoren Patienten Einzugsgebiet Morbiditätsentwicklung Sozial und Altersstruktur Regionale Konkurrenz Klinikum Berufungs Forschungs Umsetzungs Betriebs demographie ausrichtung logistik organisation Medizin i Med. tech. Behandlungs Indikations Medizinrechtl. Fortschritt standards shift Standards Rahmen Vergütungsstrukturen Sozialgesetzgebung il 9 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

10 Innovationsmanagement Umsetzung Controlling Identifizieren einer Rollierende Planung Innovation geänderte Einflussfaktoren f Bewertungskriterien Betriebsorganisation Leistungspotential Innovations management Zeitpunkt der Umsetzung Tatsächliche Erfordernisse Bauliche Möglichkeiten Finanzierung Machbarkeitsanalyse Forschungskooperation, Fallzahlen, Kosten / Erlösvergleiche, Wettbewerb, Umsetzungshindernisse 10 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

11 Innovationsstrategie Beispiel Strahlentherapie Strategisches Ziel Regionale Vorrangstellung Strategische Partnerschaften Business Case Indikationen, Patientenströme Investkosten, Betriebskosten etc. Implementierung & Betriebsorg. Qualifikation & Ausstattung Personal MVZ Erweiterung etc. Forschungsausrichtung Neuberufung 11 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

12 Innovationsstrategie Beispiel Schnittbildgebung Berufungen Strateg. Mengen steuerung Allg. Li Leistungsentwicklung Kapazitäten Modalitäten Lokalisation Auslastung 12 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

13 Perspektivgestaltung von Innovationen Innovationskommission Medizinische Ausrichtung / Leistungsportfolio Ideen und Feedback Visionen, Ziele und Richtungen Synergien identifizieren (z.b. Navigation, Robotik) klinische Konzepte umsetzen Potentialanalyse Forschungsstrategie Krankenversorgungsstrategie Marketingstrategien Informationen und Bewertungskriterien für den Entscheidungsprozess generieren Benchmarks festlegen Maßnahmen ableiten Qualitätsziele Risiken minimieren Die Kraft einer interdisziplinären Kommission nutzen, um notwendige und zukunftsweisende Innovation (Investition) zu identifizieren 13 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

14 Fazit Notwendigkeit eines Innovationsmanagements Vielfältige Veränderungsprozesse erfordern eine permanente Neupositionierung Kontinuierliche Anpassung aller wesentlichen Einflussfaktoren! Effiziente Ressourcenallokation auf Ebene des Gesamtunternehmens (Fakultät und Klinikum) ik in Kenntnis der Forschungsziele und der Effizienzziele i i der klinischen Abteilungen unabdingbar Innovationen und Investitionen sollten einer klaren Strategie folgen Ohne Strategie und Innovationsmanagement geht das nicht! Unternehmerische UnternehmerischeFreiheiten derabteilungsleitungen müssen durch geeignete Steuerungs und Kontrollinstrumente flankiert werden Innovationscontrolling! 14 Universitätsklinikum Münster J. Haier / N. Roeder

15 Es war einmal ein erschöpfter Holzfäller, der Zeit Ziund Kraft verschwendete, weil er mit einer stumpfen Axt einschlug. Denn wie er sagte, habe er keine Zeit, die Schneide zu schärfen. (Anthony de Mll) Mello) Schärfen wir unsere Axt! 15 J. Haier / N. Roeder Universitätsklinikum Münster

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