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1 Dezember 2010 Das Schaffhauser Wirtschaftsmagazin newsletter Wirtschaftsförderung Kanton Schaffhausen Im Gespräch Robert Sala über strategisches Innovationsmanagement. Seite 7 RSE-News Die Geschäftsstelle im Porträt. Seite 13 IPI-Message Kundenwünsche entdecken. Seite 19 ITS-Message Neuer Webauftritt. Seite 21 Firmenportrait Top-Restaurants setzen auf Fleisch von Luma Beef. Seite 31 Innovation von der Idee zum Produkt Wie entstehen Ideen für neue oder optimierte Produkte, Dienstleistungen und Prozesse? Wie können Unternehmen die Innovationskraft ihrer Mitarbeitenden fördern? Seite 4

2 2 newsletter 4/10 Einmalige grosszügige 4 ½ - 5 ½ Zimmer Terrassenhäuser, m2 BGF, Terrassen m2 ab SFR 760` (www.house-more.ch) Verkauf: House & More GmbH, 8222 Beringen Telefon

3 Editorial Inhalt 04 Report Innovation von der Idee zum Produkt. 07 Im Gespräch Robert Sala über strategisches Innovationsmanagement. 11 Wohnortmarketing Wettbewerbe mit reizvollen Preisen. 13 RSE-News Die Geschäftsstelle im Porträt. 15 IVS News Innovation hat viele Quellen. 16 Veranstaltungen Tischmesse IPI-Message Kundenwünsche entdecken. 21 ITS-Message Neuer Webauftritt. 27 Firmen-News Robion, TPP und Alcan. 31 Firmenportrait Luma Beef. Impressum 14. Jahrgang, Ausgabe 13. Dezember 2010 Verlag und Redaktion: Wirtschaftsförderung Kanton Schaffhausen, Herrenacker 15, 8200 Schaffhausen, Tel , Fax BBF Communication + Design Abonnement: Das Abonnement für den «Newsletter Wirtschafts förderung Kanton Schaffhausen» ist in den Mit gliederbeiträgen des Kantonalen Gewerbeverbandes (KGV) und der Industrie- und Wirtschafts- Vereinigung Region Schaffhausen (IVS) enthalten Exemplare Anzeigenmarketing: Schaffhauser Nachrichten Vordergasse 58, 8201 Schaffhausen Tel , Fax Erscheinungsweise: 4 x jährlich Druck: stamm+co, Schleitheim Papier: FSC Mix. Zert.-Nr. IMO-COC Die Schweiz gehört zu den innovativsten Ländern der Welt. Das freut uns als Wirtschaftsförderung natürlich, und damit werben wir auch im internationalen Standortwettbewerb. Innovation vom lateinischen novus «neu» und innovatio «etwas neu Geschaffenes» abgeleitet ist mittlerweile aber ein Modewort und verliert dadurch an Bedeutung. Innovationen sind Ideen dann, wenn daraus neue Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren umgesetzt werden, die tatsächlich erfolgreiche Anwendungen finden und den Markt durchdringen. Innovation braucht Ausdauer. Es ist nicht die erste Idee, die sich zu einem Kassenschlager entwickelt. Es steckt sehr viel Arbeit hinter dem Erfolg, und vor allem auch viele nicht entwickelte Ideen. Um innovativ zu sein und es auch bleiben zu können, brauchen wir ein attraktives Umfeld. Denn sonst kommen keine qualifizierten Mitarbeitenden, gibt es keine Spitzenleistungen in der Forschung und Entwicklung, und so auch keine Innovationen. Schaffhausen bietet diese Grundlagen. Das beweist das grosse Interesse am Innovationspreis der IVS und der Schaffhauser Platzbanken, an den zahlreichen Firmenportraits, sowohl in den regionalen Medien als auch in unserem Newsletter und der Erfolg des ITS. Denn mit dem ITS und dem RhyTech haben wir in Schaffhausen zudem zwei Institutionen, welche technologische Innovationen fördern. Durch Technologietransfer, -vermittlung und Vernetzung. Mehr zum Thema Innovation finden Sie in unserem Report ab Seite vier. Wirtschaftsförderung Mit Ideen attraktiv sein Die Schweiz ist innovativ Innovationen bedeuten Erfolg und letztlich auch Prestige. Für ein innovatives Unternehmen und eine Region und für einen Regierungsrat, der sich in Kürze von der politischen Bühne verabschiedet. Danke Erhard! Für Innovationen braucht es kreative Köpfe. Zu diesen gehört auch Erhard Meister in wenigen Tagen Alt-Regierungsrat und ehemaliger Volkswirtschaftsdirektor. In seine Amtszeit fallen viele wegweisende Entschlüsse und innovative Ideen. Er hat während zehn Jahren das Volkswirtschaftsdepartement geführt, die kantonale Wirtschaftsförderung unter seine Fittiche genommen und mit ihr zusammen viele neue Ideen aufgegleist, die Schaffhausen weitergebracht haben. Mit ihm verabschiedet ede sich ein Regierungsrat, der sich nicht zu schade war, bei Firmen, die Interessen an Schaffhausen zeigten, gleich selbst Überzeugungsarbeit rbeit zu leisten. Mit ihm schiedet sich auch eine verab- kritische Stimme me von der politischen Bühne. Er hat die Wirtschaftsförderung herausgefordert, indem er Ideen hinterfragt hat, zuerst überzeugt werdenen wollte, um sie dann zu unterstützen und zu vertreten. Lieber Erhard Meister, einen herzlichen en Dank vom ganzen Wirtschaftsförderungsrderungsteam für den Einsatz im letzten Jahrzehnt! Thomas Holenstein, Delegierter des Regierungsrates 4/10 newsletter 3

4 Report Neue Ideen aus Schaffhausen Innovativ dank Offenheit und Kommunikation Wie entstehen Innovationen? Diese Frage wäre vor dreissig Jahren wohl noch ganz anders beantwortet worden als heute. «Open Innovation» und «Ganzheitliches Innovationsmanagement» zwei Begriffe, welche die Innovationskultur des 21. Jahrhunderts beschreiben. Open Innovation in Schaffhausen Doch nicht nur Kunden können wichtige Impulse für Innovationen einbringen. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen oder Hochschulen kann genauso neue Ideen generieren. Ein Beispiel aus der Region, wie die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen gefördert wird, ist der Technologiepark RhyTech. Gemäss Robert Sala, Geschäftsführer 3A Technology und Management AG (3ATM) und Mitinitiator des RhyTech, entsteht automatisch eine neue Dynamik, wenn die Aktivitäten mehrerer Firmen auf einem Gebiet versammelt sind. Mittels standardisierten Innovationsmethoden werden dort Technologieprojekte lanciert und neue Ideen in innovative Produkte überführt. Ein Beispiel für die regionale Projektlancierung mittels Open Innovation sind die «Kaffee Kreativs», welche am RhyTech regelmässig veranstaltet werden. An diesen Anlässen diskutieren Experten verschiedener Fachrichtungen und Regionen, aus Firmen und Hochschulen, komplexe Problemstellungen und Lösungsansätze. Die Schweiz ist das innovativste Land der Welt. Dies geht aus einer diesjährigen Studie der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich hervor, welche im Auftrag des SECO erarbeitet wurde. «Die Schweiz ist das zweitinnovativste Land der Welt», so eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, welche im Oktober 2009 publiziert wurde. Ob legt eine weltweite Spitzenposition beim Thema Innovation. Innovationsfördernde Faktoren Gemäss dem Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) tragen verschiedenste Faktoren zu dieser Platzierung bei. Diese sind hoch qualifizierte Mitarbeitende, herausragende Leistungen in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Sicherung des geistigen Eigentums, ein grosser Anteil von KMU, ständige Verbesserung von Produkten und Herstellungsverfahren sowie weltweite Abnehmermärkte. Entwicklung von geschlossen zu offen Geht es um die Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen, so denken viele wohl immer noch an von der Aussenwelt abgeschottete firmeneigene Labors sogenannte Corporate Labs, in denen an geheimen Projekten gearbeitet wird. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Erfolgreiche Unternehmen setzen heute auf Open Innovation. Hinter diesem Begriff verbirgt sich ein kompletter Kulturwandel. Bei Open Innovation gibt es drei zentrale Leitideen. Man soll offen für das Wissen anderer sein, Wissen gemeinsam erzeugen und Wissen mit anderen teilen. Die Fokussierung auf die eigenen Kernkompetenzen, schnellere Entwicklungszeiten bei tieferen Kosten, grössere Trefferquoten dank enger Zusammenarbeit mit den Kunden, um nur einige zu nennen. So selbstverständlich dies heutzutage klingt, so schwer fällt es Unternehmen manchmal, diese Offenheit an den Tag zu legen. Neue Produkte entstehen nach wie vor allzu oft im stillen Entwicklungs-Kämmerlein. Dies wiederum führt zu Produkten und Dienstleistungen, die Kundenbedürfnisse nicht befriedigen und so am Markt floppen. Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, gemeinsam mit den Kunden die Lücke zwischen Markt und Technologie zu schliessen. Dem Kunden kommt also ein neues Rollenbild zu. Er ist nicht mehr lediglich passiver Leistungsempfänger, sondern wird zum aktiven Partner in der Innovationsforschung. Innovation als Unternehmenskultur Nebst externen Partnern und Kunden sind vor allem die Mitarbeitenden eines Unternehmens wichtige Innovationsträger. Sie sind es, die täglich mit den Prozessen konfrontiert sind und die Produkte oder Dienstleistungen am besten kennen. Um dieses Potenzial optimal ausschöpfen zu können, ist ein strategisches Innovationsmanagement unumgänglich. Dieses muss sich auf das gesamte Unternehmen beziehen; nicht nur auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Denn Innovationen können aus sämtlichen Abteilungen, Prozessen und Stufen kommen. Auf den nächsten Seiten erläutert Robert Sala, wie Innovationsmanagement im Unternehmen implementiert sein muss und welche Rolle die Kommunikation bei der internen Ideengenerierung spielt. Schaffhauser Ideen fördern Der Kanton Schaffhausen beherbergt unzählige innovative Firmen aus den unterschiedlichsten Branchen. Dies wird immer dann offensichtlich, wenn die Industrie- und Wirtschaftsvereinigung IVS den Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken ausschreibt. Wie Hermann Sieber, Projektverantwortlicher für den Innovationspreis, erklärt, soll der Preis dabei helfen, Schaffhauser Unternehmen die regionalen Angebote wieder ins Bewusstsein zu rufen. Viele würden auf der ganzen Welt nach spezifischen Produkten suchen und kämen dabei nicht auf die Idee, dass die Lösung viel näher liegen könnte. So unterstützt der Innovationspreis das Networking in der Region. Zudem werden Firmen angeregt, selbst aktiv und innovativ zu sein. 4 newsletter 4/10

5 Der Schlüssel zum Erfolg liegt darin, gemeinsam mit den Kunden die Lücke zwischen Markt und Technologie zu schliessen. Rege Beteiligung Die Firmen, welche sich für den IVS-Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken bewerben, sind ein Abbild der Schaffhauser Unternehmenswelt. Ob Grossbetrieb oder Kleinstunternehmen, regional oder international, produzierend oder Dienstleister jeder kann mitmachen. Und viele tun dies auch. In den bisherigen Bewerbungen findet sich beispielsweise die Artefix GmbH, eine Spiel- und Bastelgruppe für Kinder von drei bis zehn Jahren. Die Innovation besteht in der Kombination von Montessori-Pädagogik mit ästhetischer Elementarbildung und einer Sprachförderung. Innovationen aller Art Dem gegenüber stehen Grossbetriebe wie die Cilag AG, die Marquardt GmbH oder Bosch. Doch auch hier sind bei genauerem Hinsehen ganz unterschiedliche Innovations- Ansätze zu erkennen. Im vergangenen Jahr hat sich Alcon Grieshaber mit einem neuen Einweg-Instrument für Augenoperationen beworben. Aber auch organisatorische Innovationen können beim IVS-Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken angemeldet werden. So waren auch die nachhaltige Unternehmensentwicklung der Knecht & Müller AG oder das Risiko-Management-System der Cilag AG unter den Preisanwärtern. Nebst traditionellen Schaffhauser Betrieben beteiligen sich auch Neuansiedlungen rege am Wettbewerb, so zum Beispiel Suntech. Preisverleihung 2011 Die Teilnehmenden des IVS-Innovationspreises der Schaffhauser Platzbanken 2011 stehen bereits fest. Beworben haben sich unter anderen auch Tecaprint aus Thayngen mit ihren Drucktampons OrbiX, die Bones AG aus Neuhausen mit dem Produkt Milestone, einer Alltagshilfe für Sehbehinderte, und die IWC mit ihrem Energiesparprojekt. Die Preisverleihung wird am 2. März 2011 stattfinden. Die Preisträger des kommenden Jahres stehen noch nicht fest; rechts stellen wir Ihnen einen der Gewinner 2010 vor. Innovationspreis 2010 SSI Schäfer AG ORBITER System Nur wenige Monate nach seiner Markteinführung im Sommer 2009 wurde das ORBITER System von SSI Schäfer Schweiz mit dem IVS-Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken ausgezeichnet. Lösung für diverse Probleme Das ORBITER System von SSI Schäfer ist ein Kanalfahrzeug, das sowohl in Bezug auf Sicherheit, Effizienz als auch Leistungsfähigkeit weltweit einmalig ist und neue Massstäbe für Lager-Lösungen setzt. Ausgangslage für die Innovation war die mangelnde Sicherheit sämtlicher bisheriger Lösungen. Entstanden ist ein Regalbediengerät, welches nicht nur sicherer ist, sondern auch einfacher im Handling und dank dem Ersatz der üblichen Batterien durch wartungsfreien Power Caps auch umweltfreundlich. Seit dem Launch im Sommer 2009 konnte das Neunkircher Unternehmen bereits gegen hundert ORBITER Systeme verkaufen. Zu den Abnehmern zählen nebst anderen Pepsi Cola in Indien, der Kontraktlogistiker LGI in Deutschland oder die britische Drogeriemarktkette Boots. Das ORBITER System ist nicht die erste Innovation aus dem Hause SSI Schäfer. Das ORBITER System von SSI Schäfer setzt neue Massstäbe für Lager-Lösungen. Bereits vor drei Jahren machte der Intralogistik-Spezialist aus Neunkirch mit der Entwicklung eines vollautomatisierten Verschieberegalsystems auf sich aufmerksam. Ständige Weiterentwicklungen, Innovationen und ein immer grösser werdendes Mitarbeiterteam sprechen für die Stärke und Gesundheit der Firma.

6 Zyklus Innovationsmanagement Region Schaffhausen Auskunft/Anmeldung unter Tel , Unsere Seminartermine im Winter 2010/11 Theorie: ganztägiger Kurs Samstag, : Grundlagen Innovationsmanagement Samstag, : Ideengeneration und -evaluation Samstag, : Machbarkeitsstudie Samstag, : Erstellung eines Business Plans Samstag, : Finanzierung Samstag, : Umsetzung Praxis (Fallstudien):Abendkurs Mittwoch, : Grundlagen Mittwoch, : Ideengeneration Mittwoch, : Machbarkeit Mittwoch, : Business Plan Mittwoch, : 2011: Finanzierung Kosten Innovationstraining: Einzelthema (1 Samstag + 1 Mittwoch): Fr Ganzes Training: Fr Unsere Referenten Unsere Partner Dr. Harald Jenny, Entwicklung Dr. Carmen Kobe, Kreativität Andreas Schweizer, Startup Finanzierung Dr. Gabriele Schwarz, Innovation Rabatt: 10% für Mitglieder der Partnerorganisationen TM Cafuego TM Cafuego - Energie aus Kaffeesatz - Die Innovation aus Schaffhausen TM Cafuego ist ein CO2 neutrales Premium Produkt für den Einsatz in normalen Holzheizungen, Schnitzelheizungen, Cheminées und Pelletheizungen. zur Asche von der Staude zur Bohne TM Cafuego wird wie normales Brennholz oder Pellets verwendet TM Cafuego Briketts und Pellets aus Kaffeesatz zum zur Kapsel Brikett/Pellet zur Trennung TM Die Vorteile von Cafuego gegenüber herkömmlichen Produkten sind bestechend. TM Cafuego ist 100% CO neutral 2 hat einen bis zu 3 mal höheren Heizwert (kw/h) als andere Brennstoffe Briketts brauchen für die gleiche Heizleistung wie Holz-Schnitzel mehr als 10 Mal weniger Platz wird in der Schweiz aus Schweizer Kaffeesatz produziert 3R Company AG Herrenacker 15 CH-8200 Schaffhausen Tel: Fax: newsletter 4/10

7 Im Gespräch «Robert Sala Innovation ist Der erste Funke für eine Innovation kommt oft von Mitarbeitenden. Daher müssen diese spüren, dass ihre Ideen gewünscht sind, und wissen, was damit geschieht. Dies kann durch ein ganzheitliches Innovationsmanagement geregelt werden, wie Robert Sala, Geschäftsführer 3A Technology und Management AG, erklärt. Herr Sala, wo entstehen Innovationen in einem Unternehmen? Innovation kann überall stattfinden. Innovation ist nicht etwas, das nur ausgewählte Personen in einem Unternehmen «machen» können, sondern sie kann aus ganz unterschiedlichen Bereichen und Prozessen kommen. Das ist vielen nicht bewusst. Gerne werden Innovationen mit Entwicklungen oder mit Menschen, die sich professionell damit beschäftigen, assoziiert. Dieser Ansatz ist falsch, denn es gibt viele Formen der Innovation, welche in jedem Prozess eines Unternehmens entstehen können in der Spedition, der Buchhaltung, dem Personalwesen überall. Genau das macht Innovationsmanagement so schwierig; man muss damit wirklich jeden im Unternehmen erreichen. Was ist die Basis für Innovationsmanagement in einem Unternehmen? Klare Strategien sind die Voraussetzung. Das Unternehmen muss wissen, wo es hin will. Damit meine ich nicht nur den Chef, sondern die gesamte Firma jeden Mitarbeitenden. Das ist die Basis, auf der sich eine Innovationskultur aufbauen lässt. Wie entsteht dann eine Innovationskultur? Das ist eine grosse, komplexe Aufgabe. Klar ist, wie es nicht geht. Es ist nicht damit getan, dass der Chef sich vor die Belegschaft jemand eine gute Idee hat, muss er sich nur melden, dann funktioniert das.» Genau so funktioniert es nämlich nicht. Das weiss ich aus meiner Erfahrung in der Zusammenarbeit mit verschiedensten Firmen. Innovation ist eine Kultur. Das bedeutet, es müssen Werte vermittelt werden. Die Mitarbeitenden müssen wissen, dass Ideen gewünscht sind. Ganz wichtig Wie wird die Suche nach innovativen Ideen im Unternehmen in der Realität umgesetzt? Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Es gibt Leute, die lieben beispielsweise die konventionellen Briefkästen, im Stil eines Vorschlags-Verbesserungs-Wesens. Da wir jedoch weltweit tätig sind, können unsere Angestellten nicht einfach einen Brief einwerfen. Daher haben wir eine Internetplattform geschaffen, auf der jeder seine Ideen eingeben kann. Zusätzlich existiert auch die Möglichkeit, eine Idee direkt mit jenen Personen zu besprechen, die sie verarbeiten. Es gibt kaum etwas Emotionaleres oder Intimeres als eine Idee, sie Sie haben. Darum ist es heikel, wenn dieser Prozess anonym abläuft. Für uns ist es sehr wichtig, dass der Mitarbeitende in einem kurzen Abstand, also innerhalb von Tagen, Feedback auf seine Idee erhält. Schliesslich ist die Umsetzung immer firmenspezifisch. Wenn alle Mitarbeitenden vor Ort sind, läuft der Prozess anders ab, als wenn sie auf der ganzen Welt verteilt sind. Schnelligkeit und Feedback bleiben dabei aber immer wichtig. Birgt dieser Prozess auch Gefahren? Innovativ sein und seine Ideen einbringen können, motiviert einerseits, schafft andererseits aber auch eine Erwartungshaltung. Ein einziges negatives Erlebnis reicht ein Mitarbeitender hat seiner Meinung nach eine gute Idee, die aus irgendwelchen Gründen nicht ernst genommen oder abgearbeitet wird. Dies bricht die Motivation der Mitarbeitenden, sich zu beteiligen; der gesamte Prozess stockt. Um solche Probleme zu vermeiden, muss der Innovationsprozess in der Unternehmensstrategie verankert sein. Zudem muss den Angestellten eindeutig vermittelt werden, in welchen 4/10 newsletter 7

8 Im Gespräch 3A Technology & Management AG (3ATM) Das Unternehmen 3ATM ist ursprünglich entstanden aus einem Konzernforschungszentrum der Alusuisse, später Alcan wurde sie übernommen von der Schweiter Gruppe. 3ATM verfügt folglich über ein breites Wissen in den Bereichen Materialwissenschaften und Oberflächentechnologie sowie über ein breites Netzwerk von Kunden, Partnern und Hochschulen. Dieses Netzwerk stellt 3ATM internen und externen Kunden zur Verfügung. Das Angebot von 3ATM umfasst einerseits Forschung und Entwicklung im Bereich Verbundwerkstoffe. Andererseits bietet das Unternehmen anderen Firmen Unterstützung bei der Entwicklung eines Innovationsmanagementprozesses. Gerade bei KMU mit geringen finanziellen Mitteln sind Unterstützung und Erfahrung von 3ATM sehr gefragt. Weitere Informationen 3A Technology & Management AG Robert Sala Rhytech Areal, Badische Bahnhofstrasse 16, 8212 Neuhausenn Tel , Fax , meine Bank. In der Region, für die Region. Rundbuckstr Neuhausen Tel Kanalreinigung Saugarbeiten Schacht-Recycling Kanalfernsehen Dichtheitsprüfungen 24-Std.-Notfallservice z. B. Reinigung von Abwasserleitungen, Absaugen von Schächten, Abscheidern und Gruben Bereichen Innovationen gewünscht sind. Angestellte müssen wissen, dass eine Idee sehr gut sein kann, es aber dennoch Gründe gibt, sie nicht weiterzuverfolgen sie passt nicht zum Unternehmen und seiner Strategie, die finanziellen oder zeitlichen Möglichkeiten fehlen. Es gibt auch Firmen, die in der beneidenswerten Lage sind, so viele gute Ideen zu haben, dass sie sich leisten können, nur die allerbesten umzusetzen. Wie stellt man sicher, dass die Mitarbeitenden diesen Entscheid verstehen? Ich halte es für sehr wichtig, dass dieser Prozess transparent abläuft. Es muss klar sein, wer wann nach welchen Kriterien entscheidet. Damit tun sich viele Unternehmen schwer, denn Transparenz erfordert Disziplin. Wer entscheidet, ob eine Idee weiterverfolgt wird? In diesen Gremien sollten sich Vertreter des Managements befinden. Diese Aufgabe darf nicht einfach delegiert werden, denn es geht um die Zukunft des Unternehmens. Eine Innovation kann der Firma einen immensen Schub verleihen, eine schlechte Idee, die umgesetzt wird, kann sie aber auch stark schwächen. Daher ist es sehr wichtig, dass sich Führungskräfte wirklich Zeit für die Ideen ihrer Mitarbeitenden nehmen. Was passiert, nachdem eine Idee die Hürde dieses Grundsatzentscheids genommen hat? Auf die Kreativitätsphase folgt der eigentliche Management-Teil. Die Frage ist nun, wie die Idee verarbeitet wird, damit sie schliesslich zu einem erfolgreichen Produkt oder einer 8 newsletter 4/10

9 «Eine Idee ist nicht besser, nur weil sie vom Chef stammt.» Robert Sala, Geschäftsführer 3A Technology und Management AG erfolgreichen Dienstleistung wird. Das ist ja das Ziel von Innovationen. Keiner will innovativ sein, nur damit er innovativ ist, sondern man möchte innovativ sein, um erfolgreiche Produkte und Dienstleistungen am Markt zu etablieren. Im Prozessteil stellen sich daher die dass Ideen an die Oberfläche kommen, dass sie erkannt und bewertet werden? Wie geht es dann weiter, damit aus der Idee ein Projekt und aus dem Projekt ein neues Produkt, eine Produktgruppe oder eine Firma entsteht? Was passiert mit Ideen, die meine Firma nicht selbst umsetzen kann? Verkaufen wir sie?» Strategisches Innovationsmanagement beantwortet all diese Fragen. Sind sich Unternehmen der Wichtigkeit eines strategischen Innovationsmanagements bewusst? Alle reden von Innovation. Wir stellen jedoch fest, dass damit nicht immer das Gleiche gemeint wird. Was muss eine Firma tun, um als innovativ zu gelten? Sie muss sämtliche Prozesse darauf ausrichten ihr Leitbild, ihre Strategie, ihre Rekrutierungspolitik alles. Die Folge wird eine sehr positive Kulturveränderung in der Firma sein. Allerdings benötigt dieser Prozess einiges an Ressourcen und Zeit. Diesbezüglich treffen wir oft auf etwas unrealistische Erwartungen. Einige Firmen denken, Innovationsmanagement sei auch mit viel weniger Aufwand umzusetzen. Als Folge solcher, nicht ganzheitlicher Innovation, laufen gute Ideen ins Leere, was wiederum zu Frust führt. Wie innovativ ist Schaffhausen? Wir haben sehr viele gute, innovative Firmen in Schaffhausen. Bei KMU existiert aber noch immer ein grosser Bedarf an strukturierten Innovationsmanagementprozessen. In vielen kleineren Unternehmen wird Innovation nicht als ganzheitlicher Prozess gelebt. Meist ist es nur der Chef, der innovativ ist, oder nur glaubt, es zu sein. Für ein strukturiertes Innovationsmanagement sollte aber der gesamte Ablauf darauf ausgerichtet werden. Zudem müssen Ideen aus jedem Bereich des Unternehmens kommen können. Das ist nicht immer gegeben. Bei welchem Anteil der KMU existiert ein solcher Innovationsprozess? Das ist sehr schwierig zu sagen. Man muss aber betonen, dass nicht jede Tätigkeit oder Firma zwingend innovativ sein muss. Mit Inno- sich selten jemand als nicht-innovativ. Aber es gibt durchaus Branchen und Tätigkeiten, wo der Kunde keine Innovation erwartet. Ich gebe warte ich nicht, dass sie mein Geld innovativ anlegt. Sondern ich erwarte, dass sie sehr strukturiert und verlässlich arbeitet. Darum warne ich davor, wenn alle glauben, sie müssen jetzt wahnsinnig viel Wert auf Innovation legen. Es gibt durchaus Bereiche, wo standardisierte Dienstleistung und Kontinuität gefragt sind. Es ist mir deshalb wichtig zu betonen, dass nicht nur innovative Firmen gut und wichtig sind. Schaffen Sie als Chef es immer, auf Ideen von Mitarbeitenden so einzugehen, wie diese es erwarten? Ich glaube, es wäre überheblich zu behaupten, ich würde das immer schaffen. Aber ich bin selbstkritisch genug, um mich immer wieder zu hinterfragen. Das eigene Vorgehen sollte immer wieder neu justiert und dazu auch Feedback eingeholt werden. Wie gesagt, an diesem Punkt ist Kommunikation sehr wichtig. Denn eine erfolgreich umgesetzte Idee hat grosse Signalwirkung. Aber ein einzelner frustrierter Mitarbeitender kann einen mindestens gleich grossen Einfluss auf die Organisation haben. Deshalb ist es wichtig, frühzeitig miteinander zu sprechen und zu erklären, weshalb etwas so gelaufen ist und nicht anders. Sind Sie selbst auch innovativ? Ich versuche es. In meiner Funktion bin ich aber mehr dafür verantwortlich, dass die gesamte Organisation in diese Richtung geht. Wenn ich selbst eine Idee habe was durchaus auch mal vorkommt dann will ich, dass diese genau gleich behandelt und beurteilt wird wie die Idee jedes anderen Mitarbeitenden. Denn Ideen sind per se nicht von Personen abhängig. Ich denke, es ist sehr wichtig, sich dessen bewusst zu sein. Eine Idee ist nicht besser, nur weil Sie von einer Führungsperson stammt. In den vergangenen Jahren habe ich hervorragende Ideen von Leuten gesehen, die sich ganz unten in der Organisation befinden. Sie haben die eigenen Arbeitsprozesse sehr genau analysiert und dann Verbesserungen vorgeschlagen. Diese Ideen waren so bestechend, dass wir uns fragen mussten, weshalb wir nicht selbst darauf gekommen sind. Darum glaube ich, ist es wichtig, dass ich mich als Chef genauso in diesen Prozess einfüge. Meine Ideen sollen keinen anderen Weg nehmen, nur weil es die Ideen des Chefs sind. 4/10 newsletter 9

10 Aagne Familie Gysel Atlingerstrasse Hallau Tel DIE ERSTE ADRESSE FÜR HOCHKLASSIGE DRUCKPRODUKTE stamm.menschen Topmotiviertes, kundenorientiertes Team 30 qualifizierte Arbeitsplätze Grösster Lehrbetrieb des grafischen Gewerbes im Kanton Schaffhausen stamm.kompetenz Kompetente Projektberatung und -betreuung Hohe Qualität, kurze Produktionszeiten stamm.produkte Geschäftsberichte, Werbedrucksachen, Buchproduktion von A bis Z, Stamm + Co Kataloge, Zeitschriften, Zeitungen DM wirdstamm.technik bei BBF eingesetzt Prepress Typografisch gestalten und layouten 4farbigfix Satz erstellen, Korrektorat Bildbearbeitung Print Bogenoffsetdruck auf neuster 8-Farben-Hochleistungsanlage Ausrüsten und Konfektionieren Alle Ausrüstungs- und Konfektionierungsarbeiten stamm.umwelt FSC-zertifiziert Produktion mit Ökostrom Lieferwagen mit Erdgasantrieb stamm+co. AG Grafisches Unternehmen Hofwiesen 6, 8226 Schleitheim Zu den Gewinnern zählen diejenigen, die zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle sind. Feststellenvermittlung Temporärrekrutierung Outplacement Outsourcing Weiterbildung HR-Beratung Kontaktieren Sie uns: Manpower AG Vorstadt Schaffhausen newsletter 4/10

11 Wohnortmarketing Kinderzeichnungen und MMS Zwei Wettbewerbe mit reizvollen Preisen Das Wohnortmarketing machte im Herbst gleich mit zwei Wettbewerben auf Schaffhausen aufmerksam. Hiesige Primarschüler zeichneten für einen Malwettbewerb ihr eigenes kleines Paradies. Ausserhalb der Region wurde die Kampagne um einen MMS-Wettbewerb ergänzt. Das kleine Paradies Über 450 kunstvoll gemalte Bilder zogen die Blicke der Besucher der diesjährigen Schaffhauser Herbstmesse auf sich. Entstanden sind sie anlässlich eines Malwettbewerbs, an dem alle Primarschüler aus dem Kanton Schaffhausen teilnehmen durften. Die paradisischen Orte Schaffhausens Die kleinen Kunstwerke der Kinder leuchteten in bunten Farben und zeigten die Besonderheiten der Region Schaffhausen. Zu sehen waren viele individuelle Ausführungen von Rhein, Randen, Munot und Rheinfall. Aber auch «Highlights» der Region, die nicht bloss Kinderherzen höher schlagen lassen, fanden sich in den Produktionen wieder. So wurde der letzte Besuch im Seilpark, der Genuss einer Glace von El Bertin, die Biketour über den Randen, der Wochenmarkt oder die sommerliche Rheinschifffahrt gezeichnet. Der Wettbewerb machte die Einwohner der Region auf neue Art und Weise auf die Imagekampagne «Schaffhausen. Ein kleines Paradies.» aufmerksam und zeigte ihnen die Schönheiten Schaffhausens auf. Nebenbei hat das kleine Paradies viele weitere (kleine und grosse) Botschafter gewonnen. Oldtimer-Rundflug als Preis Um die Kinder für ihre Leistung zu belohnen, wurde unter allen Einsendungen ein attraktiver Preis verlost. Roger Schawinski, der an der Herbstmesse bei Radio Munot auf dem roten Sofa zu Gast war, zog aus sämtlichen Zeichnungen sechs Gewinner. Diese werden im nächsten Frühling das Vergnügen haben, mit einer Begleitperson das kleine Paradies aus der Luft zu erleben und zu geniessen Flugzeug «Tante Ju» verspricht einen spannenden Entdeckungsflug. Vera Zehnder aus Schaffhausen, Flavia Grossenbacher aus Schleitheim, Sophia Neukomm aus Hallau, Ardit Morina aus Schaffhausen, Zaklina Markucic aus Dörflingen und Elena Fahrni aus Schaffhausen. Gesucht: Überraschte Gesichter Die Bildergalerie auf der Website ist in den letzten Monaten stark gewachsen. Auf den Fotos zu sehen sind aufgerissene Münder, staunende Augen und Grimassen. Denn in der jüngsten, um einen Wettbewerb ergänzten Kampagne von «Schaffhausen. Ein kleines Paradies.» wurden Bilder von überraschten Gesichtern gesucht. Diese konnten per MMS und eingesandt werden und wurden auf der Website veröffentlicht. In einem ersten Schritt bewertete die Öffentlichkeit die Bilder, in einem zweiten Schritt aber auch eine Fachjury. Dem Gewinner des Wettbewerbes winkte eine IWC-Uhr. Schaffhausen überrascht Die Kampagne machte in und um Zürich multimedial auf das kleine Paradies aufmerksam und zeigte, womit Schaffhausen über- Wohnangeboten oder herrlicher Natur direkt vor der Haustür. Plakatwände an Zürcher Bahnhöfen und in Trams animierten dazu, ein eigenes Foto einzusenden. Radio-Spots verwiesen auf die Wettbewerbsseite und zeigten die Vorzüge Schaffhausens auf. Zudem wurde der Imagefilm des kleinen Paradieses an ausgewählten Tagen auf «Tele Züri» ausgestrahlt. Gestärktes Image Die aus dem Wettbewerb gewonnenen Kontakte werden in Zukunft genutzt, um über Anlässe, Besonderheiten und Neuigkeiten in und aus Schaffhausen zu informieren. Dank dem vertieften Wissen und dem dynamischsympathischen Eindruck wird man wohl schon bald den einen oder die andere im kleinen Paradies antreffen. Als Besucher in einem ersten Schritt, als Werbeträger oder sogar als Bewohner in späteren normalerweise weniger spontanen Schritten. Weitere Informationen Wirtschaftsförderung Ueli Jäger Herrenacker Schaffhausen Tel /10 newsletter 11

12 Erleben Sie den neuen, leistungsstärkeren imac. Das ultimative PC-Upgrade. 0% * Zinsen Dank der 0% Finanzierung* kommen Sie vom bis ganz einfach an Ihren neuen Mac. Mit einer neuen Prozessorarchitektur ist der ultimative All-in-One-Desktopcomputer noch schneller als je zuvor. Der imac ist nicht nur unglaublich flach, sondern hat ausserdem ein 16:9 Widescreendisplay mit LED-Hintergrundbeleuchtung und super-hoher Auflösung, sowie fortschrittliche dedizierte Grafikprozessoren bei allen Modellen. * Finanzierung zinsfrei, Laufzeit 10 Monate bei Erwerb eines beliebigen Apple Computers im Wert von mindestens CHF 1000., vorbehältlich Zustimmung durch BANK-now AG, Horgen. Der neue 21.5" imac Der neue 27" imac Besuchen Sie uns gleich heute. Wir sind die Apple Experten in Ihrer Nähe. Instrumente und Nahtmaterial für Mikrochirurgie Schweizer Präzision und Qualität für Mikrochirurg und Patient Wohnen, leben und Verantwortung übernehmen. In welchem Mass dem ökologischen Strom die Zukunft gehört, können Sie aktiv mitbestimmen. Infos über und die Gratisnummer S&T AG CH-8212 Neuhausen Schweiz Tel: +41 (0) Fax: +41 (0) newsletter 4/10

13 RSE-News Die Zukunft gestalten Die RSE-Geschäftsstelle Die Geschäftsstelle für Regional- und Standortentwicklung des Kantons Schaffhausen ist eine wichtige Koordinationsstelle zwischen Bund, Kanton und Projektträgern. Nebst Information, Basisberatung und Projektbegleitung gehört zu ihren Aufgaben insbesondere ein aktives Programm-Management. Die Geschäftsstelle der Regional- und Standortentwicklung (RSE) ist Informationsund Beratungsorgan für Initianten von Projekten und vermittelt zwischen ihnen und den zuständigen Verwaltungseinheiten bei Kanton und Bund. Welche Projekte bringen Schaffhausen weiter? Stefanie Rohner und Ueli Jäger im Gespräch. Ein Ziel der RSE-Geschäftsstelle ist das Bekanntmachen des RSE-Instrumentariums sowie ihrer Dienstleistungen. Diese Informationen bietet sie insbesondere möglichen Projektträgern wie Gemeinden, Privaten, Vereinen und Verbänden an. Um dies zu erreichen, wurde beispielsweise im Herbst 2009 an der Gemeindepräsidenten-Tagung über Möglichkeiten und Bedingungen der RSE-Förderung informiert. Nach individuellen Gesprächen mit Gemeinden oder Organisationen mit entsprechenden Projektideen, begleitet die RSE-Geschäftsstelle die Beantragung der ausgearbeiteten Projektskizze beim Kanton und fungiert so als Bindeglied zwischen Projekt und Verwaltung. Schliesslich entscheidet der Regierungsrat auf Antrag der Geschäftsstelle über die Unterstützung des eingereichten Projekts. Als Ergebnis der genannten Information bei der Gemeindepräsidenten-Tagung, konnte unter anderem eine Machbarkeitsstudie für einen zeitgenössischen Garten in Stein am Rhein initiiert werden. Projektbegleitung als vielseitige und interessante Aufgabe Die Zusammenarbeit mit den Projektträgern gestaltet sich je nach Konkretisierung der Geschäftsstelle reicht von der Bedürfnisanalyse, der entsprechenden Ideengenerierung bis hin zur gemeinsamen Erarbeitung des Projektantrags. Spricht der Regierungsrat in der Folge die Fördergelder von Kanton und Bund, erstellt die Geschäftsstelle die Leistungsvereinbarung zwischen Kanton und Projektträger. Die Geschäftsstelle kann im Auftrag der Trägerschaft auch die Leitung des Projekts übernehmen. Ein Beispiel dafür ist das aktuelle RSE-Projekt «Stahlgiesserei Schaffhausen». Nächste Programmphase in Planung Das Mehrjahresprogramm des Bundes zur Umsetzung der NRP bezieht sich auf die Jahre und ist in zwei Phasen à je vier Jahre aufgeteilt. Für beide Phasen müssen die Kantone ein jeweils eigenes Umsetzungsprogramm einreichen. In den nächsten Monaten geht es auch für Schaffhausen darum, das Umsetzungsprogramm zu erarbeiten. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit von Volkswirtschaftsdepartement und RSE- Geschäftsstelle unter Einbezug von wich- Basiswissen NRP und RSE Am 1. Januar 2008 trat das neue Bundesgesetz über Regionalpolitik in Kraft. Die Neue Regionalpolitik (NRP) des Bundes hat zum Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft einzelner Regionen zu stärken und deren Wertschöpfung zu erhöhen. Sie bezweckt damit die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen in den Regionen, die Beibehaltung einer dezentralen Besiedlung und den Abbau regionaler Unterschiede. Darauf aufbauend hat der Kanton Schaffhausen ein eigenes Regional- und Standortentwicklungsprogramm (RSE-Programm) geschaffen (Newsletter 1/2010). Die einzelnen Projekte werden von Projektträger, Kanton und Bund gemeinsam finanziert. tigen Entscheidungsträgern und Interessengruppen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) entscheidet auf dieser Basis dann über die Bundesmittel, welche in der Region Schaffhausen für Projekte in den Jahren zur Verfügung stehen. Die Personen hinter der Geschäftsstelle Die Führung der RSE-Geschäftsstelle ist vom Kanton Schaffhausen auf Mandatsbasis an die Wirtschaftsförderungsstelle übertragen worden. Innerhalb der Wirtschaftsförderung ist die RSE-Geschäftsstelle dem Bereich «Standortentwicklung und Wohnortmarketing» angegliedert, welcher von Ueli Jäger geführt wird. Die Leitung der Geschäftsstelle unterliegt Stefanie Rohner, die als Projektleiterin für die Wirtschaftsförderung arbeitet. Weitere Informationen Geschäftsstelle für Regional- und Schaffhausen Stefanie Rohner, Leiterin Geschäftsstelle Herrenacker 15, 8200 Schaffhausen Tel /10 newsletter 13

14 VERMIETUNG VON MÖBLIERTEN WOHNUNGEN IN SCHAFFHAUSEN APARTMENTS FÜR DIE ANSPRUCHSVOLLE KUNDSCHAFT Alle Wohnungen befinden sich an zentraler Lage, zwei Gehminuten vom Bahnhof. Preise auf Anfrage. DIREKTE ZUGSVERBINDUNG Flughafen Kloten (45 Min.), Stuttgart (90 Min.), Stundentakt zum HB Zürich (40 Min.) Bahnhofstrasse Schaffhausen (Schweiz) - Tel. +41 (0) Fax +41 (0) UBS Welcome KMU. Die umfassende Banklösung im Tagesgeschäft. UBS Alle Rechte vorbehalten. Mit UBS Welcome KMU offerieren wir Ihnen die wichtigsten Produkte und Dienstleistungen für die täglichen Finanzbedürfnisse Ihres Unternehmens. Testen Sie unser Willkommensangebot für Neukunden ein Jahr lang kostenlos. Und erfahren Sie mehr über unsere umfassende Beratung zu allen Finanzfragen. Entwicklung und Produktion von Verpackungen für Medizinalprodukte (z.b. Implantate, Katheter usw.) Wir bieten Verpackungslösungen aus einer Hand: Blister Herstellung unter Reinraumbedingungen MEDIPACK AG Mühlentalstrasse Schaffhausen Blister Herstellung unter Reinraumbedingungen Lohnverpacken von Kundenprodukten Entwicklung mit 3D CAD (3Arbeitsplätze) Eigener Werkzeug- und Formenbau Siegelmaschinen Typ MEDIPACKER TS Verpackungsvalidierung QS System nach ISO 9001:2000, ISO 13485:2003 Mehr erfahren sie unter 14 newsletter 4/10

15 IVS News Der IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken Innovation hat viele Quellen Am 2. März 2011 werden zum dritten Mal die IVS Innovationspreise der Schaffhauser Platzbanken verliehen. Das grosse Interesse der Firmen beweist, dass ein kleines Paradies mit einer hohen Lebensqualität eine hervorragende Grundlage für kreative Menschen bietet. Für den Innovations-nspreis 2011 haben sich wiederum rund 25 Unternehmen beworben. ben. Hermann Sieber, Projektleiter IVS- Innovationspreis Natürlich fängt Kultur bei Menschen an und hört auch bei ihnen auf. Doch man spricht zu oft von Motivation, wenn es um Führung geht, und übersieht dabei, dass gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht motiviert werden müssen. Sehr viel öfter werden sie in einer ungenügend sorgfältigen Unternehmenskultur Kultur im Unternehmen aufzubauen und diese auch zu pflegen. Die Elemente einer strategisch integrierten und konsistenten Innovationskultur, auch Innovations-Management genannt, finden sich an vielen Stellen im Unternehmen offen und versteckt. Der Umgang mit dem Luxus zu vieler Ideen Unternehmer und auch gute Mitarbei- ser und Neues machen könnten. Meist geht es da zuerst einmal darum, dass man sich darauf einigt, ob man bei Produkten, Dienstleistungen, Herstellprozessen, Werkstoffen oder Marketingmassnahmen beginnen soll. Oder ob Kooperationen, Übernahmen, aktive oder passive Lizenzverfahren (Lizenznehmer) angesagt sind. Und schon steht man vor der Erkenntnis, dass die vorhandenen Ressourcen (Finanzen, Manpower, Infrastruktur) zu beschränkt sind, um mehrere Projekte gleichzeitig zu entwickeln. Wie vergleichen wir aber unterschiedliche Projektideen, damit wir nicht nur die Erfolgversprechendsten zuerst anpacken, sondern auch eine Prioritätenordnung für zukünftige Innovationen herstellen? Denn schliesslich hat jede Innovation auch eine Lebenskurve. Das Vergleichbarmachen von Ideen ist eine besondere Disziplin. Und geniale Ideen entstehen nicht auf Befehl. Die Analyse von rund 60 Projekten des IVS-Innovationspreises der Jahre 2008 bis 2010 führt zu interessanten Ansätzen bezüglich der Entwicklung einer wirklich innovativen Unternehmenskultur (siehe Kasten). Die Mitglieder unserer Wirtschaftsverbände verfügen gemeinsam über das notwendige Wissen und können so zur Gestaltung einer nachhaltigen und erfolgreichen Zukunft unserer Wirtschaftsregion beitragen. Weitere Informationen IVS Industrie- und Wirtschafts- Vereinigung Region Schaffhausen Herrenacker 1 CH-8201 Schaffhausen Tel Wie entstehen Innovationen? In der Vision In den Strategien (Produkte, Dienstleistungen, Marketing) Bei den Mitarbeitenden in Führungsstil, Lohn- und Anreizsystemen, Aus- und Weiterbildung etc.. In Budgets und Investionen Mit dem objektiven Wissen (durch Kunden, Lieferanten und Geschäftspartner abgesichert), wo das Unternehmen steht. (Innovations-Check-up) In Materialien und Werkstoffen In neusten Entwicklungen In den Prozessen In Produktionsprozessen und das auch bei Dienstleistungen Bei Produkten und im Verkauf In Produkten und Dienstleistungen und bei Verkauf und Marketing Im Wissen über Stärken und Schwächen der Marktteilnehmer In Kenntnis eigener Stärken und Schwächen In Know-how über Projektmanagement, Kreativitätstechniken und Infomationsstand über Lizenz- und Franchising- Systeme und über Fachkenntnisse betreffend geistiges Eigentum und Patente 4/10 newsletter 15

16 Tischmesse Schaffhauser Tischmesse und Kontaktbörse Die Business-to-Business Plattform für Unternehmen aus Schaffhausen Welche Produkte sind in der Region Schaffhausen gefragt, was wird angeboten? Die 7. Schaffhauser Tischmesse vom Freitag, 20. Mai 2011 verfolgt das Ziel, die Zusammenarbeit von regionalen Unternehmen zu fördern und damit den Standort Schaffhausen zu stärken. Ein klarer Vorteil der Tischmesse ist das einfach gehaltene Konzept. Da jeder Aussteller sein Angebot auf einem oder mehreren normierten Tischen präsentiert, sind die kleinen Betriebe den grossen gleichgestellt. Business-to-Business-Plattform Die Tischmesse und Kontaktbörse bietet eine Plattform für regionale Unternehmen. Sie ermöglicht sowohl Ausstellern als auch Besuchern, direkt mit potenziellen Lieferanten und Kunden in Kontakt zu treten und so das regionale Firmennetzwerk auszubauen. Dies ferner mit dem Ziel, die Vergabe von Aufträgen an Unternehmen in der Region zu fördern und so den Wirtschaftsstandort Schaffhausen zu stärken. Die Tischmesse und Kontaktbörse ist also die wichtigste Business-to-Business-Plattform der Region. Zwölfjährige Erfolgsgeschichte Die Veranstaltung, welche seit 1998 jedes zweite Jahr durchgeführt wird, erntet von Seiten der Besucher und Aussteller stets eine sehr positive Kritik. Dies verdeutlichen auch die Besucherzahlen nahmen 158 Aussteller teil, welche ihre Unternehmen rund Besuchern präsentieren konnten. Termin reservieren! Die nächste Ausgabe steht bereits vor der Tür. Die 7. Schaffhauser Tischmesse und Kontaktbörse findet am Freitag, 20. Mai 2011 statt, erneut in der Veranstaltungshalle der ehemaligen GF-Stahlgiesserei im Mühlental. Auch in diesem Jahr werden die einheitliche Nummerierung und der umfangreiche Messekatalog den Ausstellern sowie den Besuchern die Orientierung erleichtern. Organisiert wird auch die 7. Schaffhauser Tischmesse und Kontaktbörse von der Wirtschaftsförderung des Kantons Schaffhausen in Zusammenarbeit mit der Industrie- und Wirtschafts-Vereinigung Region Schaffhausen, dem Kantonalen Gewerbeverband sowie der Stadt Schaffhausen.... für Aussteller Ist Ihr Betrieb tätig im Bereich Industrie, Gewerbe oder Dienstleistung? Sind Sie alteingesessen oder haben Sie ein Start-up gegründet? Befindet sich Ihr Unternehmen in der Wirtschaftsregion Schaffhausen? Dann ist die 7. Schaffhauser Tischmesse und Kontaktbörse genau das Richtige für men aus der Region sind selbstverständlich... für Besucher Die Aussteller freuen sich über Ihren Be- Mitarbeitende von Firmen aus der Deutschschweiz und dem süddeutschen Raum, welche mit ausstellenden Unternehmen in Kontakt treten möchten. Eintritt und Messe- Aussteller jetzt anmelden! bereits heute Ihren Tisch an der 7. Schaffhauser Tischmesse und Kontaktbörse vom 20. Mai Die Unterlagen sind dem Newsletter auf den folgenden Seiten beigeheftet. Weitere Informationen Wirtschaftsförderung Marcus Cajacob und Trix Brunner Herrenacker 15, CH-8200 Schaffhausen Tel kunzulmer.ch Volksapotheke Schaffhausen, vier vier Apotheken und ganz einin Orthopädiegeschäft Ihrer Nähe «Gesundheit für Generationen» 16 newsletter 4/10

17 SAY CHEESE! Die Fondue-Saison im Güterhof Schaffhausen. Vom5.Januarbis26.Februar2011. Informationen unter couteau à pain [ku.to a pɛ ]: Brotmesser ail [aj]: Knoblauch corbeille à pain [kɔrbɛj a pɛ ]: Brotkorb pain [pɛ ]: Brot comte [kõt]: Comte (Käse) louche [luʃ]: Rührkelle caquelon [kakɔlo]: Fonduetopf poivre [pwavʁ]: Pfeffer fourchette [-ɛt]: Gabel (Fondue) emmentaler [ɛmmontalɛr]: Emmentaler Käse SIG Immobilien & Dienste So Isch Guet.ch eau de vie [odvi]: Kirsch (Schnaps) verre à liqueur [vɛr a likœr]: Schnapsglas gruyère [gryjɛr]: Greyerzer Käse noix de muscade [ nwad.mys.kad]: Muskatnuss réchaud [reʃo]: Kocher (Fondue) assiette [asjɛt]: Teller allumette [a.ly.mɛt]: Streichhölzer alcool à brûler [al.kɔl a bryle]: Spiritus farine [farin]: Mehl sel [sɛl]: Salz vin blanc [vɛ blɑ ʃ ]: Weisswein 600'000 m² 98'000 m² 45'000 m² 34'000 m² 650 m² 1'700 t Wir bewirtschaften Arealflächen Produktionsflächen Büroflächen Lagerflächen Konferenzräume Abfälle pro Jahr Wohnungen Wir verfügen über Sanitätsstationen Gabelstapler Fahrzeuge Abfallcontainer Ideen Wir sind ein starkes Team Mitarbeiter/-innen Lehrlinge Wir sind Partner für Firmen Arbeitsplätze Und was können wir für Sie tun? SIG Immobilien und Dienste - CH-8212 Neuhausen am Rheinfall Telefon Fax /10 newsletter 17

18 Platz für alles, was kommt. Der neue Touran. Bis zu Liter Ladevolumen anders gesagt: Alles, was Ihnen wichtig ist, findet Platz im variablen Innenraum mit seinen vielen Ablagemöglichkeiten. Und das, obwohl im neuen Touran schon so viel drin ist: zum Beispiel die Klimaanlage Climatic, der Berganfahrassistent und 8 Airbags sowie optional der Park Assist und das elektrische Panorama-Schiebedach, um die Fahrt noch angenehmer zu machen. Und das bereits für * Franken. Erleben und testen Sie den neuen Touran doch einfach bei uns. Erst wenn ein Auto Innovationen allen zugänglich macht, ist es: Das Auto. * Touran 1.2 l TSI, 105 PS (77 kw). Abgebildetes Modell inkl. Mehrausstattung für Fr AMAG RETAIL Schaffhausen Spitalstrasse 27, 8201 Schaffhausen Tel , Fax Unser Vertriebspartner in der Region: - Wesag Auto AG, 8197 Rafz Technischer Leckerbissen in der Flüssigsilikon-Verarbeitung Die Silcotech AG, seit 1984 einer der führenden Silikonverarbeiter, stellte anlässlich der K 10 in Düsseldorf wieder einen technischen Leckerbissen vor. Herstellung eines Präzisions-O-Ring 4 x 1 mm aus einem 32-fach-Werkzeug, mit sehr hohen qualitativen Anforderungen. Der O-Ring wird normalerweise im Reinraum gefertigt. Die wesentlichen Spezialitäten dieser Fertigung sind: O-Ring direkt angespritzt mit 32-fach-Nadelverschluss, ohne Überlauf, sehr kompakte Bauweise Teilegewicht gr, Schussgewicht 0.45 gr eigene Entwicklung eines Microinjector als Einspritzeinheit für extrem kleine Schussgewichte Prozessüberwachung mit Drucksensoren vollautomatische, zuverlässige Entnahme mit Roboter, bei Bedarf mit Einzelablage sehr gratarme Fertigung ohne jegliche Nacharbeit Weitere Informationen zur Firma sehen Sie unter Silcotech AG, Kaltenbacherstr. 46, CH-8260 Stein am Rhein, Schweiz Tel , Fax , Orientierung schafft Sicherheit in ruhigen Phasen ebenso wie in turbulenten Zeiten. Lösungen aus einer Hand Wir gewährleisten den sicheren Transport von Flüssigkeiten und Gasen. Verlassen Sie sich dabei auf den Service unserer Experten - weltweit. Wir bieten Rohrleitungssysteme, die individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind. Immer mit Blick auf der Gesamtlösung, immer mit dem Schwerpunkt auf der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit Ihrer Prozesse. BMO TREUHAND AG Rundbuckstrasse 6, CH-8212 Neuhausen am Rheinfall 2 Telefon , Telefax GFDO 2402/1 18 newsletter 4/10

19 IPI-Message IPI-Seminar «Customer Insight» entdecken Welche Innovationen wollen Konsumenten? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Kunden wissen in der Regel, welches Ergebnis sie erreichen wollen, nicht aber, mit welchem Produkt. Das IPI-Seminar «Customer Insight» stellte eine Methode vor, die relevante Kundenbedürfnisse entdeckt. hoch Zufriedenhei eit niedrig Kostenfaktoren Latente Chancen niedrig Basisfaktoren Innovatinschancen Wichtigkeit hoch Priorisierung der Bedürfnisse. Viele Firmen wissen, dass sie ihre Produkte und Dienstleistungen an die Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen müssen, können ihre Abnehmer aber nicht direkt dazu befragen. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich weniger als zehn Prozent aller Innovationen auszahlen und die Mehrheit der Produkte nach wenigen Jahren vom Markt verschwindet. Das Institute for Customer-Focussed Innovation, CFI, hat verschiedene moderne Ansätze und Instrumente aus der Innovationsforschung, der Wahrnehmungspsychologie und der Marktforschung in einer Methode vereinigt, um dieses Dilemma zu umgehen. Die von Roger Chevalier vorgestellte CFI-Methode misst sehr früh unterbefriedigte Kundenbedürfnisse für Innovationszwecke. Jobs statt Lösungen Die Methodik identifiziert zunächst Aufgaben (sog. «Jobs»), welche Kunden ausführen wollen, und erwartete Ergebnisse, wenn sie ein Produkt oder eine Dienstleistung zur Erfüllung dieser Aufgaben nutzen. Schon der Mar- keinen Bohrer, sondern ein Loch in der Wand oder ein Bild aufhängen». Es wird klar zwischen der Kundenaufgabe (ein Bild aufhängen) und der Lösung (ein Bohrer) unterschieden. In einer ersten qualitativen Phase werden Kundenbedürfnisse für eine bestimmte Situation ermittelt. Mit einer speziellen Interviewtechnik werden für die einzelnen Aufgabenschritte rund 100 bis 150 Einzelaufgaben und Ergebnisaussagen mit Kunden analysiert. Die Erfahrung zeigt, dass es von Vorteil ist, wenn der Interviewer branchenextern ist und mögliche Lösungen nicht kennt. Aufgaben und erwartete Ergebnisse werden nun bereinigt, thematisch gruppiert und in einen Fragebogen übertragen. Anschliessend werden die Aussagen der Kunden nach Wichtigkeit und Zufriedenheit bewertet. Dies ermöglicht eine Priorisierung der Bedürfnisse und ist unerlässlich für die Innovationsstrategie. Priorisierung Die Teilnehmer der zweiten, quantitativen Befragung bewerten jede Frage nach Wichtigkeit und nach dem bisher erreichten Zufriedenheitsgrad mit dem jeweils benutzten Produkt. Diese Ergebnisse werden dann nach verschiedenen Kriterien priorisiert und zueinander in Relation gesetzt. Eine weitergehende Analyse erlaubt es, Chancen für Innovationen zu entdecken. Hier Bedürfnisse, die dem Kunden wichtig, aber nicht zu seiner Zufriedenheit erfüllt sind. In diesen sogenannten Schmerzpunkten liegt das grösste Potenzial für Innovationen. Grundlegende Faktoren, die aus Sicht des Kunden erfüllt sein müssen. Bedürfnisse, die dem Kunden nicht wichtig sind und die über seine Vorstellungen hinaus erfüllt werden. Möglichkeit, Leistungen abzubauen und Kosten zu sparen. Können ignoriert oder selektiv berücksichtigt werden. Nach einer umfassenden Auswertung der Ergebnisse werden die neu gewonnenen Erkenntnisse im Innovationsprozess genutzt, um neue Ideen zu finden und die bestehende Entwicklungspipeline abzugleichen. Da nun schon klar ist, welche Ideen die grösste Kundenakzeptanz haben, werden Ressourcen und Zeit schleunigt und Entscheidungen faktenbasiert getroffen. Die Transparenz und Nachvollziehbarkeit der CFI-Methode erhöht die Akzeptanz in beteiligten Abteilungen, was wiederum die Umsetzung beschleunigt. Kreativ-Workshops fokussieren nun konsequent auf die wenigen identifizierten Schmerzpunkte. Priorisierungs- Workshops helfen, die vielen vorhandenen Innovationsprojekte auf die wenigen entscheidenden zu reduzieren. Weitere Informationen IPI International Packaging Institute Stephan Schüle Neustadt Schaffhausen, Schweiz Tel /10 newsletter 19

20 Küchen mit Charakter Kreativ Küchen Küchen Gennersbrunnerstrasse Schaffhausen Tel , Fax Öffnungszeiten: Öffnungszeiten: Mo. Fr. Mo. Fr , , Uhr Sa nach Vereinbarung Uhr, wir sind EDV Service Beratung we are your IT Service company Vernetzung Konzeption Verkauf EDV-Dienstleistungen Mühlentalstrasse 28 CH-8200 Schaffhausen Telefon: Mineralische und organische Systeme Fassaden- Renovation Aufwertung und Werterhaltung Ihrer Liegenschaft Nachhaltige Beseitigung von Algen und Pilzen Sanierung von Putz- und Betonrissen Aussen- Wärmedämmung Verschiedene Systeme diverser Anbieter Finanzhilfe mit " Klimarappen " Einfach für Sie durch unsere Bauorganisation, Prüfung der Schwachstellen mit Thermografie, Berechnungen und Subventionseingaben Eigenes Gerüst 20 newsletter 4/10

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