Angriffe auf Windowssysteme

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1 Angriffe auf Windowssysteme von Markus Diett Ruhr-Universität Bochum Lehrstuhl Kommunikationssicherheit Seminar: IT-Sicherheit Wintersemester 2003/2004 Fachsemster: 5 Matrikel-Nr.: Betreut durch: Thomas Wollinger

2 Inhalt Einleitung MS SQL Server RPC Schnittstelle Standartfreigaben Sicherheitspolitik Schlusswort

3 Einleitung starke Bedrohung aus dem Internet Windows Ziel der meisten Würmer und Viren Probleme werden verursacht durch: Softwarefehler Benutzer Betriebssystemsicherheit

4 MS SQL Server Funktionsweise Seit der 2000er Generation können mehrere SQL-Server auf einem System laufen Problem: Wie findet der Client den gewünschten Server Lösung: SQL Server Resolution Service Service teilt dem Client mit, an welchen Port er sich wenden muss

5 MS SQL Server - Schwachstelle Stack basierter Pufferüberlauf 1/2 Resolution Server erhält Paket welches mit 0x04 beginnt Er versucht einen Registrierungsschlüssel mit den gegebenen Informationen zu öffnen Bsp: Paket \x04\x41\x42\x43 öffnet HKLM\Software\Microsoft\Microsoft SQL Server\ABC\MSSQLServer\CurrentVersion

6 MS SQL Server - Schwachstelle Stack basierter Pufferüberlauf 2/2 Länge des Registrierungsschlüssels wird nicht überprüft Durch überlange Schlüsselnamen kann die Rücksprungadresse im Stack überschrieben werden und so auf eigenen Code zeigen Angreifer kann Code mit den Rechten des SQL Servers ausführen!

7 MS SQL Server - Schwachstelle Heap basierter Pufferüberlauf Resolution Server erhält Paket welches wie folgt strukturiert ist: \x08\<string>\':'\<zahl> Wenn der String sehr lang ist erfolgt ein Heap Overflow Es können beliebige 4 Bytes im Speicher überschrieben werden Falls der Doppelpunkt fehlt, stürzt der SQL Server ab DoS

8 MS SQL Server - Schwachstelle Keep-Alive Pakete 1/2 Ein Paket welches 0x0A enthält wird mit 0x0A beantwortet Angreifer kann Absender fälschen und so einen endlosen Prozess hervorrufen

9 MS SQL Server - Schwachstelle Keep-Alive Pakete 2/2

10 MS SQL Server W32.SQLExp.Worm Vorgehensweise Verbreitung über Pufferüberlauf Infiziert ausschließlich x86 Windows Systeme Versendet sich selbst an zufällige IP Adressen um weitere SQL Server zu infizieren

11 MS SQL Server W32.SQLExp.Worm Wurmcode ws2_32handle = LoadLibrary ( "ws2_32.dll" ); kernel32handle = LoadLibrary ( "kernel32.dll" ); getprocaddress ( kernel32handle, "GetTickCount" ); IPAddress = GetTickCount(); while ( true ) { IPAddress = generaterandom ( IPAddress ); Send Copy of Self through UDP }

12 Der Code wird hier noch weitergeführt. Das Paket ist insgesamt 376 Bytes groß. MS SQL Server W32.SQLExp.Worm UDP-Paket DC C9 B0 42 EB 0E AE...B...p AE DC C9 B.p.B...h.. B0 42 B C9 B E2 FD B P E E 64 6C 6C C 33...P..Qh.dllhel B E F 75 6E B 2hkernQhounthick B9 6C 6C E 64 ChGetTf.llQh32.d

13 MS SQL Server W32.SQLExp.Worm Schutzmaßnahmen Patches einspielen Firewall konfigurieren UDP Pakete auf Port 1434 filtern

14 RPC Schnittstelle Funktionsweise Remote Procedure Call Prozeduren auf entfernten Systemen wie auf lokalen ausführen Stubs: Representanten der Funktion Rückgabe wird durch Stubs zurückgegeben

15 RPC Schnittstelle Pufferüberlauf 1/4 Fehler in der Funktion CoGetInstanceFromFile Funktion erstellt ein Objekt aus einer Datei Definition in der MSDN: HRESULT CoGetInstanceFromFile( COSERVERINFO * pserverinfo, CLSID * pclsid, IUnknown * punkouter, DWORD dwclsctx, DWORD grfmode, OLECHAR * szname, ULONG cmq, MULTI_QI * rgmqresults );

16 RPC Schnittstelle Pufferüberlauf 2/4 szname besitzt eine maximale Größe von 544 Bytes Wert wird allerdings überprüft, sodass man nicht einfach längere Strings einfügen kann Es ist trotzdem möglich defekte Pakete zu erzeugen die den Überlauf auslösen Schwer möglich und kompromitiert das lokale System darum besser ein Remote Angriff

17 RPC Schnittstelle Pufferüberlauf 3/4 Funktion soll Remote ausgeführt werden. Bsp: CoGetInstanceFromFile (pserverinfo,null,0,clsctx_remote_serv ER,STGM_READWRITE,"C:\\1234.doc",1,&qi ); Server wandelt Dateinamen in "\\servername\c$\1234.doc" um Servernamen wird eingelesen keine Überprüfung der Länge, höchstens 32 Byte

18 RPC Schnittstelle Pufferüberlauf 4/4 Die Funktion GetMachineName wird benutzt Sie liest Zeichen bis zum \ Schwierigkeit liegt darin, dass der Maschinenname von der Funktion eingefügt wird durch defekte Aufrufe kann der Server dazu gebracht werden, lange Computernamen einzufügen

19 RPC Schnittstelle Schutzmaßnahmen Angreifer nutzen offene RPC-Ports Microsoft gibt folgende Ports an: TCP 135, 139, 445, 593 UDP 135, 137, 138 Ports sollten wenn möglich geblockt werden Patches einspielen

20 Standardfreigaben Übersicht jedes Festplattenlaufwerk ist freigegeben Systemverzeichnis freigegeben Freigabe für Prozesskommunikation

21 Standardfreigaben Problematik geben Möglichkeit für Zugriff auf den Rechner Benutzer wissen meist nicht, dass sie existieren schwache oder keine Administratorpasswörter bieten Angreifer einfache Möglichkeit ins System einzudringen

22 Standardfreigaben Schutzmaßnahmen 1/2 starkes Passwort wählen per Firewall den Dienst blockieren Freigaben in der Systemregistrierung entfernen

23 Standardfreigaben Schutzmaßnahmen 2/2 in Pfad HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentCont rolset\services\lanmanserver\parameter s wechseln Schlüssel AutoShareWks (Workstation) oder AutoShareServer (Server) als DWORD anlegen und auf 0 setzen

24 Sicherheitspolitik Übersicht Fehler durch falsche Konfiguration Benutzer meist unwissend System kann Benutzer unterstützen und sensibilisieren

25 Sicherheitspolitik Administratorpasswörter Windows akzeptiert leere oder schwache Administratorpasswörter Schlecht, da Attacken auf die Standartfreigaben möglich sind System sollte schlechte Passwörter filtern und Benutzer direkt auf die Risiken hinweisen

26 Sicherheitspolitik Firewall Windows XP besitzt eingebaute Firewall standardmäßig deaktiviert Benutzer soll bei der Netzinstallation direkt Firewall mitinstallieren Warum nicht auch hier ein Wizard?

27 Sicherheitspolitik Bindung der Dienste Dienste werden an alle Interfaces gebunden z.b. Datei- und Druckerfreigabe auch ins Internet Benutzer soll wählen, an welche Netzwerkkarten die Dienste benötigt werden

28 Sicherheitspolitik Services mit SYSTEM-Rechten Services laufen unter Benutzer SYSTEM Durch Kompromittierung ist Vollzugriff möglich Services mit eigenen Benutzern und eingeschränkten Rechten stellen kleinere Gefahr dar

29 Schlusswort Durch erfahrenen Benutzer kann Windows auch recht sicher geschützt werden Windows Betriebssystem der breiten Masse Microsoft sollte das Sicherheitsbewusstsein der Nutzer schulen

30 Fragen?

Angriffe auf Windowssysteme

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