Anforderungen und Erfolgsfaktoren von KMU S im Innovationsmanagement. REISCHAUER CONSULTING 2004, Mag. Isabella Mayer

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1 Anforderungen und Erfolgsfaktoren von KMU S im Innovationsmanagement

2 Vorstellung Mag. Isabella Mayer»Unternehmensberatung»Projektmanagement Mag. Angelika Stadelmann»Unternehmensberatung»Zentrumsleitung Business- und Innovationszentrum, Gründer- und Technologiezentrum

3 Spruch Ich glaube nicht, dass Kreativität die Gabe einer guten Fee ist. Ich glaube, sie ist eine Fertigkeit, die wie Autofahren geübt und gelernt werden kann. (De Bono: The Use of Lateral Thinking )

4 Innovationsmanagement - Definition Innovation Kunde und sein Umfeld Nutzwert Neuheit Innovationsfelder Produktportfolio Unternehmen Rendite Markenprägung INNOVATION = kundenwertige Neuheit mit Markterfolg

5 GLIEDERUNG Allgemeiner Teil konventionelle Vortragsform, dient der Information und der Richtungsweisung Anforderungen und Erfolgsfaktoren interaktiv unter Einbindung der Teilnehmer

6 Grundstrategien des Innovationsmanagement Strategiebegriff stammt aus dem Altgriechischen stratos = etwas Umfassendes, Übergreifendes, igo = tun, handeln. Strategie = das Denken, Entscheiden und Handeln an übergeordneten, obersten Zielen oder Zielvoraussetzungen orientieren und sich nicht durch vordergründige Dringlichkeiten, Augenblicksvorteile bzw. nachteile ablenken lassen.

7 Grundstrategien des Innovationsmanagement II Merkmale des Strategischen: 1.Relevanz = Betonung des Wichtigen 2.Vereinfachung = Beschränkung auf einige wesentliche Gesichtspunkte 3.Proaktivität = Streben nach frühzeitigem Handeln Grundziele strategischer Unternehmensführung: Sicherung der Bestandsfestigkeit des Unternehmens durch aktive, systematische und zielgerichtete Steuerung seiner langfristigen Entwicklung. Gilt für alle Formen von Unternehmen KMU und große

8

9 Akteursverhalten und unternehmerischer Innovationsprozess Innovationsverhalten des Unternehmens Innovationsrelevantes Verhalten von Umfeldakteuren Innovationsorientiertes Verhalten von Umfeldakteuren

10 Innovationskraft Dauerhafte Innovationskraft ist die permanent abrufbare Bereitschaft und Fähigkeit eines Unternehmens in seinem Innovationsverhalten seine internen Potenziale unter vorteilhafter Nutzung externer Innovationsbedingungen so zu entwickeln und einzusetzen, dass beständig Problemlösungsbedarfe erkannt, innovative Lösungsideen generiert und die chancenreichsten Projekte technisch, organisatorisch umgesetzt und ökonomisch am Markt bzw. im Unternehmen verwertet werden.

11 Unternehmensgröße Qualifikationsprofile materiell-technische Ausstattung finanzielle Ressourcen Organisationsstruktur Prozessorganisation Leistungsniveau der Institutionen Innovations -potenzial Innovationsbereitschaft Unternehmenskultur Wollensbarrieren Beharrungsvermögen Qualifizierungsbereitschaft Innovationsklima Einstellung Motivation Anreizsysteme, Risikobereitschaft Innovationsfähigkeit Wissen, Kreativität Innovationserfahrung strategisches Denken Organisationsentwicklung Flexibilität, Spezialisierung und Differenzierung Kooperationsfähigkeit Innovationscontrolling

12 Innovation und Geschäftsfelder Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens sind immer bezogen auf seine verschiedenen Geschäftsfelder zu entwickeln. Der Aufbau eines neuen Geschäftsfeldes ist selbst eines der komplexesten und anspruchsvollsten Innovationsvorhaben eines Unternehmens. Das heisst: Innovation kann aus einem/mehreren Geschäftsfeld(ern) kommen oder ein Geschäftsfeld das Resultat der Innovation eines Unternehmens sein.

13 Market Pull und Technology Push Jede technische Innovation hat ihren Ausgangspunkt entweder in der technologischen Entwicklung (technology push) oder in Anforderungen des Marktes (market pull). Beide Strategien, technology push (synonym: technologiegetrieben, -orientiert,-induziert) und market pull (synonym: marktgetrieben,- orientiert,-induziert) haben unterschiedliche Quellen, Ziele, Vorteile und bergen bestimmte Gefahren.

14 Ansoff Matrix

15 Chancen für KMU - Brainstorming

16 Chancen für KMU Innovative kleine Unternehmen gehören zur Weltspitze Unsere Zeit (schnelllebig) zwingt alle Unternehmen zu Innovation Mittelständische Unternehmen sind eher Technologieanwender Handlungsbedarf: FuE-Kompetenz, Innovationsmanagement immer verbunden mit strategischen Entscheidungen Hohes Internationalisierungsniveau im Bereich von FuE günstige Lage Österreichs Fähigkeit zur flexiblen und bedarfsgerechten Zusammenarbeit im Weltmaßstab ein strategischer Erfolgsfaktor

17 Chancen für KMU II Sektorale und regionale Spezialisierung /Profilbildung weltweiter, unmittelbarer Wettbewerb (Erfolgsmaßstab: Innovationen auf Weltniveau) von Unternehmen, Produkten Regionen Es sind innovationsfeld (branchen-) und regionenspezifische Handlungskonzepte erforderlich Großunternehmen verlagern zunehmend Aufträge an Dritte zunehmend an KMU! Die Wissenschaft hat als Kooperationspartner der Wirtschaft für KMUs einen deutlich höheren Stellenwert als für Großunternehmen. Die öffentlich finanzierte FuE / Wissenschaft ist ein strategischer Standortfaktor.

18 Was sind die Erfolgsfaktoren? Brainstorming

19 Was sind die Erfolgsfaktoren? Erfolgsfaktoren: Positionierung als kommerzieller Entwickler und Anwender sowie von Forschungseinrichtungen mit internationaler Reputation, Tradition erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen Forschung und Industrie, Gründungsklima keine zu enge thematische Eingrenzung, Entwicklung von unternehmerischen Fähigkeiten, Einrichtung von Schnittflächen auf hohem Niveau zwischen Forschung und Wirtschaft, Integration regionaler Akteure in regionale Innovationsnetze. Intensive Zusammenarbeit mit Kunden in der Entwicklung und Problemlösung Öffnung anderer Sichtweisen

20 Was sind die Erfolgsfaktoren? II Erfolge sind nicht abhängig von einer bestimmten Organisation und Koordination. Regionen mit traditionell erfolgreichen Branchen müssen nicht automatisch Anschluss finden an Wachstums- und Zukunftsbranchen. Aufholende Regionen tun sich oft schwer, Anschluss an führende Herstellerregionen in neuen Technologiegebieten zu finden. Soziokulturelle Nähe der Akteure ist meist wichtiger als regionale Nähe. - Wir-Gefühl

21 Der Beweis: Erfolgsgrößen für Innovationen Genaue Marktkenntnisse Hohe Motivation der Mitarbeiter Bewertung von Technologien Effektives Projektmanagement Zielgerichtete Durchführung Aus- und Weiterbildung Rückendeckung im Unternehmen 19% 29% 37% 53% 49% 48% 46% Hohe Entwicklungskapazität Techn. Informationssysteme 9% 12%

22 Innovation verpasst - Kosten verspäteten Markteintritts Wenn ein Unternehmen um den nachstehenden Zeitraum zu spät auf den Markt kommt: 6 Monate 5 Monate 4 Monate 3 Monate 2 Monate 1 Monat Nimmt das Gewinnpotential ab um: -33% -25% -18% -12% -7% -3% Wenn der für die Markteinführung benötigte Zeitraum um 1 Monat verkürzt wird, steigt der Ertrag um: +11,9% +9,3% +7,3% +5,7% +4,3% +3,1%

23 Strategische Grundsätze (für Innovation) Nutzung der Unternehmensstärken Konzentration der Kräfte Ausschöpfung der Umwelt- und Marktchancen Ausnutzung von Synergiepotentialen ( auch in Kooperationen ) Klare Ausrichtung auf Ziel-/Kundengruppen im Markt, Marktsegmentierung nach Intelligente Spezialisierung neue Problem-/ Systemlösungen, erster werden in einer neuen Kategorie Sicherstellung eines Wachstums-/ Risikoausgleiches

24 Basis: Innovationsfördernde Ausrichtung von... Unternehmenskultur» Veränderungsbereitschaft und dem Streben nach innovativen Lösungen» Fehlertoleranz und -akzeptanz Ziel- und Strategiesystem» Wo wollen wir hin bzw. weshalb wollen wir innovieren?» Das Innovationsmanagement hat einen geordneten Zielkatalog zu erarbeiten und in individuellen Zielvereinbarungen als verbindlich festzulegen, welche innovativen Beiträge der einzelne Mitarbeiter leisten soll.

25 Führen und Verändern - die ganzheitliche Dimension Wo wollen wir hin? Kunde Kultur Wie gehen wir miteinander und mit den Herausforderungen von außen um? Führen & Verändern Strategie Strukturen Konkurrenz Ohne Berücksichtigung der Würde des Menschen, ist jedes Management- Instrument kostenintensiv, wirkungslos und letztendlich demotivierend! Wie passen wir unsere Organisation an? Umfeldfaktoren Geschäftspartner

26 ...in meinem Unternehmen Unternehmenskultur... Ziel- und Strategiesystem

27 MOI: Motivation, Organisation, Innovation im Gleichgewicht --- Zu wenig Einsatz, Working the Hours, Ausreden suchen +++ Burn Out, Oberflächliches Hurra Motivation Organisation Innovation --- Chaos, kein Ergebnis, keine Qualität +++ Falscher Fokus, Erstarrung --- Mittelmass, Verschlossenheit durch Eifersucht +++ Ideenflucht, Verzettelung

28 Aufgaben betrieblichen Innovationsmanagements 1. Entscheidungsvorbereitung für Innovationen im Unternehmen 2. Wissensmanagement - der Schlüssel für Innovationen 3. Durchsetzung von Innovationen im Unternehmen

29 Generelle Innovationsinstrumente interne Ideenlieferungsinstrumente Kreativitätstechniken.ppt(beispielhaft):» Betriebliches Vorschlagswesen» Qualitätszirkel» Kreativitätstechniken Analyse- und Bewertungsinstrumente für neue Ideen:» (Nutz-)Wertanalyse» Scoring (Bewertungs) - Methoden Projektmanagement als Planungs- und Steuerungsinstrument für Innovationsvorhaben aller Art

30 Ideensammlung: externe und interne Quellen

31 ...in meinem Unternehmen Ideensammlung

32 Ideenquellen unternehmensintern unternehmensextern Forschungs- und Entwicklungsabteilung Patentabteilung Produktionsabteilung Marketingabteilung (Verkäuferstab, Marktforschung, Produktmanager usw.) Betriebliches Vorschlagswesen Think - Tank Projektgruppe Innovation Konsumenten/Kunden Groß- und Einzelhandel Erfinder, Erfinderbörsen Forschungsinstitute Lieferanten Konkurrenzunternehmungen Marktneuheiten auf anderen Märkten Produkte anderer Branchen Hersteller von Komplementärprodukten Marktforschungsorganisationen, Ministerien und andere Absatzhelfer Wirtschaftsverbände, Ministerien und andere staatliche Institutionen Unternehmensberater Innovationsberater Informationsbroker

33 ...in meinem Unternehmen Ideenquellen

34 Kreativitätstechniken: Brainstorming (Brainwriting) Methode 623 Morphologischer Kasten

35 Hauptphasen des Innovationsprozesses Suchfeldbestimmung Prüfung der Ideen Konkrete Verwirklichung der neuen Ideen Ideengenerierung Ideenvorschlag Ideenakzeptierung Entscheidung für einen zu realisierenden Plan Ideenrealisierung Akzeptanzkontrolle Ideenfindung Erstellung von Realisationsplänen Absatz der neuen Ideen an Adressaten

36 Zum Schluss Unsere moderne Welt wird nicht von Menschen beherrscht, sondern von Ideen.

37 Kontakt Reischauer Consulting Reischauer Consulting GmbH Durisolstr. 7, 4600 Wels Tel: 07242/ Newsletterabo:

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