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1 H A N S E M E R K U R H O L D I N G A G G E S C H Ä F T S J A H R HMH

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3 HanseMerkur Holding AG Jahresabschluss 2013 vorgelegt zur ordentlichen Hauptversammlung am 28. Juni 2014

4 Organe Aufsichtsrat Beirat Jürgen R. Thumann Vorsitzender (ab ) Dietrich von Albedyll Vorsitzender der Geschäftsfüh- Dietmar Gunz Vorsitzender der Geschäftsfüh- Herbert Nißel Vorstandsvorsitzender Vorsitzender des Beirates d er rung rung impuls Finanzmanagement AG Heitkamp & Thumann KG Tourismus GmbH FTI Touristik GmbH Gersthofen Düsseldorf Jörg G. Schiele Vorsitzender Dipl.-Wirtschafts-Ing. Geschäftsführer ENERGY & MORE ENERGIE- Wolfgang Altmüller Vorstandsvorsitzender VR meine Raiffeisenbank eg Altötting (ab ) München Petra Hedorfer Vorsitzende des Vorstands Deutsche Zentrale für Tourismus e.v. Frankfurt/Main Vural Öger Dipl.-Ing. Geschäftsführender Gesellschafter ÖGER TÜRK TUR GmbH (bis ) BROKER GmbH & Co. KG (bis ) Volker Bremkamp stellv. Vorsitzender Geschäftsführer BMB Bremkamp Management- und Beteiligungs-GmbH Prof. Dr. med. Jörg F. Debatin Vorsitzender des Vorstandes amedes Holding AG (ab ) Dr. Karl-Joachim Dreyer Präses des Verwaltungsrates HASPA Finanzholding Hasso von Düring Geschäftsführer Lufthansa City Center Reisebüropartner GmbH Frankfurt/Main (ab ) Thomas H. Eckelmann Dipl.-Kfm. Vorsitzender der Geschäftsführung EUROGATE Gruppe Bremen Eckelmann-EUROKAI-Gruppe Prof. Dr. Rolf Eggert Präsident der Hauptverwaltung i. R. DEUTSCHE BUNDESBANK Wismar Andreas Heimann Geschäftsführer DER Deutsches Reisebüro GmbH & Co. OHG Frankfurt/Main Heinz Hilgers Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes e.v. Dormagen Rolf Hunck Deutsche Bank AG Reinhard Klein stv. Sprecher des Vorstands er Sparkasse AG Dr. Robert Pohlhausen Vorsitzender des Vorstands i.r. VGH Versicherungen Hannover (bis ) Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher Vorsitzender des Vorstands DAK-Gesundheit Unternehmen Leben Hansjoachim Fruschki Vorsitzender des Vorstands i. R. Deutsche Angestellten- Krankenkasse Berlin Dr. Christoph Frankenheim Rechtsanwalt KSP Kanzlei Dr. Seegers, Dr. Frankenheim Rechtsanwaltsgesellschaft mbh Prof. Dr. Thomas Köhne Fachleiter Versicherung Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin Berlin Gunnar Uldall Dipl. Volkswirt Senator a. D. Prof. Dr. Michael Göring Vorsitzender des Vorstands ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius Jens Luther Vorstand HANSEATISCHE KRANKENKASSE Wybcke Meier Geschäftsführerin Windrose Finest Travel GmbH Berlin 2

5 Dr. Günter Schmidt Vorstandsvorsitzender i. R. Versicherungsgruppe Hannover Hannover (bis ) Dr. Friedhelm Steinberg Präsident Hanseatische Wertpapierbörse Prof. Dr. Thomas Straubhaar Direktor isches WeltWirtschaftsInstitut ggmbh Arno Surminski Journalist und Schriftsteller Cord Wöhlke Geschäftsführer IWAN BUDNIKOWSKI GmbH & Co. KG Georg Alexander Zeiss Vorstand Finanzen Fielmann AG Vorstand Fritz Horst Melsheimer Vorsitzender Dipl.-Kfm. Eberhard Sautter stellv. Vorsitzender Dipl.-Math. Eric Bussert Dipl.-Kaufm., Dipl.-Ök. Holger Ehses Dipl.-Math., Dipl.-Kfm. Dr. Andreas Gent Rechtsanwalt Dr. Wilfried Hauck Dipl.-Wirtschafts-Ing. (bis ) Raik Mildner Dipl.-Kaufmann (ab ) Prokurist Tobias Blodau Angela Garden Andreas Koll Alexander Oelze Brigitte Sierau 3

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7 Bericht des Aufsichtsrats Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2013 die Geschäftsführung entsprechend der nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben laufend überwacht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen sowie aufgrund schriftlicher Berichterstattung laufend umfassend von der geschäftlichen Entwicklung und von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung unterrichtet. Darüber hinaus wurde der Vorsitzende des Aufsichtsrats über wesentliche Geschäftsvorfälle laufend unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und die Entwicklung der Gesellschaft wurden in den Sitzungen des Aufsichtsrats eingehend erörtert. Dies schloss insbesondere auch die zeitnahe Unterrichtung über die Risikolage und das Risikomanagement mit ein. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat umfassend über die Geschäftsentwicklung in den Tochterunternehmen, sowie über die Auswirkungen der Kapitalmarktentwicklung auf die Kapitalanlagen bzw. den Kapitalanlagenertrag und über Sicherungsmaßnahmen informiert. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat zusammen mit dem Vorstand eingehend mit der strategischen und operativen Unternehmensplanung sowie der mittel- und langfristigen Entwicklung der Unternehmensgruppe befasst. Die aktuellen und anstehenden wesentlichen Projekte und Vorhaben hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand berichten lassen und umfassend behandelt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und der Lagebericht des Vorstands sowie das vom Vorstand eingerichtete Risikofrüherkennungssystem ( 91 Abs. 2 AktG) sind vom Abschlussprüfer, der RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft,, geprüft worden. Es wurden keine Beanstandungen erhoben, so dass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben die Berichte des Abschlussprüfers sofort erhalten. Der Abschlussprüfer hat an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Den Bericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat ausführlich erörtert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Das abschließende Ergebnis der eigenen Prüfung des Aufsichtsrats entspricht vollständig dem Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Aufsichtsrat sieht daher keinen Anlass, Einwendungen gegen die Geschäftsführung oder den vorgelegten Jahresabschluss zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013, in der heutigen Sitzung gebilligt und damit gemäß 172 AktG festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns stimmt der Aufsichtsrat zu. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß 312 AktG sowie den hierzu von der RBS RoeverBroennerSusat GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft,, gemäß 313 AktG erstatteten Prüfungsbericht vorgelegt. Der entsprechende Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers lautet wie folgt: Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind. Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu den verbundenen Unternehmen geprüft und von dem hier zu erstatteten Bericht des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen. Bemerkungen sind nicht zu machen. Der Aufsichtsrat begrüßt grundsätzlich das mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex verfolgte Ziel einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und - kontrolle. Da die Konzernobergesellschaft dem Kodex aufgrund ihrer Rechtsform nicht unterliegt und von ihr sämtliche mittelbaren und unmittelbaren Anteile der Gesellschaft gehalten werden, findet der Kodex als solcher keine verpflichtende Anwendung. Der Aufsichtsrat dankt allen Beteiligten für die erbrachten Leistungen und die erreichten Arbeitsergebnisse im Berichtsjahr 2013., 10. April 2014 Der Aufsichtsrat Jürgen R. Thumann Vorsitzender 5

8 Lagebericht Das Marktumfeld für Versicherungen Die Gesamtentwicklung der deutschen Versicherungswirtschaft war im Geschäftsjahr 2013 stabil. Das gesamte Prämienvolumen entwickelte sich nach vorläufigen Angaben des GDV (Stand November 2013) mit 4,0 % (Vj. 1,5 %) positiv. Die Anzahl der abgeschlossenen Lebensversicherungsverträge sank auf ungefähr viereinhalb Millionen (- 7,1 %). Die Beitragseinnahme im Neugeschäft belief sich bei Lebensversicherungen mit laufender Beitragszahlung auf 4,32 Mrd EUR (- 7,0 %). Lebensversicherungen gegen Einmalbeitrag konnten dagegen ein Wachstum von 22,4 % (auf 21,86 Mrd EUR) verzeichnen. In der Schaden- und Unfallversicherung, dem zweitgrößten Versicherungszweig in der Assekuranz, erhöhten sich die Beitragseinnahmen von 58,6 Mrd EUR auf 60,5 Mrd EUR. Dies entspricht einem Anstieg von 3,2 % (Vj. 3,5 %). Die Einnahmen in der Teilsparte Kraftfahrtversicherungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 % gestiegen (Vj. 5,3 %), das Prämienaufkommen in der Haftpflichtversicherung verbesserte sich um 2,0 % (Vj. 2,4 %) und die Beitragseinnahmen der Unfallversicherung verminderten sich leicht um 0,5 % (Vj. Anstieg um 0,5 %). Die Beitragseinnahmen der Sachversicherungssparten stiegen insgesamt im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % (Vj. 3,6 %). Die private Krankenversicherung (PKV), der drittgrößte Versicherungszweig, konnte auch in 2013 einen Netto- Zuwachs verzeichnen. Mit einem Anstieg auf eine Gesamtzahl von über 32 Millionen Versicherungen ist das Neugeschäft aus Krankenvoll- und Zusatzversicherung insgesamt positiv. Allerdings ist das Wachstum dem Bereich der Zusatzversicherung geschuldet, wohingegen bei den Krankenvollversicherungen ein Rückgang zu verzeichnen ist. Das Marktumfeld in der für die HanseMerkur Versicherungsgruppe sehr wichtigen privaten Krankenversicherung (PKV) ist in hohem Maße von den politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen geprägt. Zum 1. Januar 2013 trat das Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz in Kraft. Gegenstand des Gesetzes sind Leistungserweiterungen in der privaten Pflegepflicht- und sozialen Pflegeversicherung zur Verbesserung der Situation für Demenzkranke und pflegende Angehörige. Zur Finanzierung der Leistungserweiterungen wurden die Beiträge zur privaten Pflegepflicht- und zur sozialen Pflegeversicherung zum 1. Januar 2013 angehoben. Im Rahmen des Gesetzes wurde außerdem die Einführung einer staatlich geförderten Pflegeversicherung ( Pflege- Bahr ) mit Mindestleistungsumfang und staatlicher Zulage beschlossen. Entsprechend förderungsfähige Pflegezusatzprodukte werden mittlerweile von den meisten PKV- Unternehmen angeboten. Mit Wirkung zum 1. August 2013 wurde das Gesetz zur Beseitigung sozialer Überforderung bei Beitragsschulden in der Krankenversicherung verabschiedet. Damit soll der Zugang bisher nicht krankenversicherter Personen zur GKV oder zur PKV erleichtert werden. Zudem wurde die gesetzliche Grundlage für den Notlagentarif ( 12h VAG) geschaffen, der den Unternehmen der PKV und den betroffenen Versicherungsnehmern im Falle von Beitragsrückständen erlaubt, die damit verbundenen Rechtsfolgen neu zu ordnen. Nach der Bundestagswahl im September 2013 einigten sich CDU, CSU und SPD nach mehrwöchigen Koalitionsverhandlungen im November auf die Bildung einer großen Koalition. Neuer Gesundheitsminister wurde der bisherige CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe. Karl-Josef Laumann, bisher Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen, wurde Patientenbeauftragter und Pflegebevollmächtigter. In der Zeit vor der Bundestagswahl sorgte die politische Diskussion um die Zukunft der PKV für ein hohes Maß an Unsicherheit bei potentiellen Neukunden. Dem Ergebnis der Koalitionsverhandlungen ist zu entnehmen, dass derzeit wesentliche Änderungen weder am dualen Gesundheitssystem noch innerhalb der PKV vorgesehen sind. In den folgenden Jahren dürfte somit Ruhe in die die PKV betreffende politische Diskussion einkehren, was sich positiv auf das Marktumfeld auswirken wird. Im Koalitionsvertrag verständigten sich die Regierungsparteien auf Reformen zur Finanzierung der GKV, der Pflegeversicherung sowie der Krankenhäuser. In der Pflegeversicherung ist eine Pflegereform in zwei Stufen geplant. Neben dem Ausbau und der Dynamisierung bereits vorhandener Betreuungsleistungen ist auch die Einführung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs geplant. Zur Finanzierung der Reform wird der Beitragssatz der sozialen Pflegeversicherung stufenweise ab 1. Januar 2015 erhöht. In der privaten Pflegepflichtversicherung werden die reformbedingten Mehrausgaben voraussichtlich ebenfalls zu entsprechenden Beitragsänderungen ab dem Jahr 2015 führen. 6

9 Im November 2013 schlossen Bundesärztekammer und der Verband der privaten Krankenversicherung e.v. eine Rahmenvereinbarung zu einer umfassenden Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Ein gemeinsamer Entwurf soll dem Bundesgesundheitsministerium bis Ende des Jahres 2014 vorgelegt werden. Die deutsche Wirtschaft verzeichnete im abgelaufenen Jahr mit 0,4 % nur ein schwaches Wachstum. Dabei belasteten die Situation in der Eurozone und eine global geringe konjunkturelle Dynamik in wichtigen Regionen (Schwellenländer, USA). Die Eurozone befand sich bis zum Frühjahr in einer Rezession. Die notwendigen Anpassungsprozesse in Folge der Staatsschuldenkrise sorgten in den betroffenen Ländern für eine rückläufige Wirtschaftsleistung. Gegen Jahresende hellten sich jedoch im gesamten Wirtschaftsraum die Konjunkturperspektiven auf, so dass sich ein wirtschaftlicher Aufschwung abzeichnete. Auf Ebene der Einzelländer der Eurozone blieb die wirtschaftliche Entwicklung jedoch sehr heterogen. Einhergehend mit der Verbesserung der Konjunkturperspektiven stabilisierte sich der Finanzsektor in der Eurozone. Hierzu trug auch die sehr lockere Geldpolitik der EZB bei. Die historisch niedrigen Leitzinsen und die starke Bereitstellung von Liquidität erleichterten Staaten und Banken die Refinanzierung. Zudem kehrte Kapital sukzessive in die Krisen-Staaten zurück. Die Inflation blieb aufgrund der schwachen Konjunktur trotz der sehr expansiven Geldpolitik niedrig. In Deutschland lag die Inflationsrate für 2013 bei 1,4 %. In der gesamten Eurozone betrug die Inflationsrate lediglich 0,8 % - dabei herrschte in einigen Ländern auch Deflation. Die Entwicklung an den Anleihemärkten war von der Nullzinspolitik der EZB und nachlassender Risikoaversion der Kapitalmarktteilnehmer geprägt. In der Folge waren die Risikoaufschläge für risikobehaftete Anleihen rückläufig. Dies galt sowohl für Staats- und Unternehmensanleihen als auch für Pfandbriefe. Die Rendite für Bundesanleihen, die als sicherste Anlagen in der Euro-Krise galten, stieg hingegen an. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen betrug zum Jahresende ,93 % nach 1,32 % zum Vorjahreszeitpunkt. Mit der sukzessiven Rückkehr des Kapitals in die Krisen-Staaten (Italien, Irland, Spanien und Portugal) setzte ein Konvergenztrend zwischen den fragmentierten Zinsmärkten der Eurozone ein. Im Vergleich zur Situation vor Ausbruch der Eurokrise bestand zwischen den einzelnen Ländern jedoch weiterhin eine ausgeprägte Differenzierung der Risikoprämien. Die Aktienmärkte verzeichneten im Jahr 2013 eine sehr positive Entwicklung. Diese basierte auf der sehr expansiven Geldpolitik der wichtigsten Notenbanken der Industrieländer, verbesserte konjunkturelle Perspektiven und die geringere Risikoaversion der Kapitalmarktteilnehmer. Der DAX konnte in diesem Umfeld einen Anstieg um 25,5 % auf Punkte verzeichnen. Der EUROSTOXX 50 Performance-Index verzeichnete mit einem Zuwachs um 21,5 % auf Punkten einen weniger starken Anstieg. Geschäftsverlauf Das Vermögen der HanseMerkur Holding AG besteht im Wesentlichen aus Anteilen an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapieren des Anlagevermögens und hat einen Buchwert zum Jahresende 2013 von 162,3 Mio EUR (Vj. 156,8 Mio EUR). Der Zeitwert beträgt 442,8 Mio EUR und beinhaltet damit Bewertungsreserven von 280,5 Mio EUR. Der Wert des Umlaufvermögens beträgt 27,7 Mio EUR (Vj. 14,0 Mio EUR) und beinhaltet hauptsächlich nicht festverzinsliche Wertpapiere und Tagesgelder. Der Zeitwert des Umlaufvermögens beträgt 27,7 Mio EUR. Die HanseMerkur Holding AG verfügt über keine eigenen Mitarbeiter, sondern hat die Verwaltungsaufgaben der HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit übertragen, die bei der Durchführung der übernommenen Verwaltungsarbeiten in erheblichem Umfang auf die Dienste der HanseMerkur Krankenversicherung AG zurückgreift. Das laufende Geschäftsjahr wird, wie in den Vorjahren, wesentlich durch Beteiligungserträge bestimmt, die nach 12,9 Mio EUR im Vorjahr auf 20,8 Mio EUR im Berichtsjahr anstiegen. Zinsen und Erträge aus Finanzanlagevermögen wurden in Höhe von 0,5 Mio EUR (Vj. 0,2 Mio EUR) vereinnahmt. Der Geschäftsverlauf zeigte damit im abgelaufenen Geschäftsjahr eine erfreuliche Entwicklung. Dies gilt sowohl für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der HanseMerkur Holding AG als auch für die Entwicklung und den Geschäftsverlauf der Beteiligungsunternehmen. 7

10 Lagebericht Geschäftsergebnis Im Geschäftsjahr 2013 konnte ein Jahresüberschuss von 19,7 Mio EUR (Vj. 11,7 Mio EUR) erzielt werden, der sich aus einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 20,5 Mio EUR (Vj. 12,1 Mio EUR), einem außerordentlichen Ergebnis von 1,1 Mio EUR (Vj. -1,1 Mio EUR) und einem Steuerertrag von 0,4 Mio EUR (Vj. 0,7 Mio EUR) zusammensetzt. Der Hauptversammlung steht unter Berücksichtigung des Gewinnvortrages ein Bilanzgewinn von 19,7 Mio EUR (Vj. 11,7 Mio EUR) zur Verfügung, wobei für einen Teilbetrag von 1,9 Mio EUR (Vj. 1,3 Mio EUR) die Restriktionen aus 268 Abs. 8 Satz 2 HGB zu beachten sind. Ergebnisse der Beteiligungsgesellschaften Die HanseMerkur Krankenversicherung AG konnte im Geschäftsjahr 2013 an das positive Ergebnis des Vorjahres anknüpfen. So erhöhte sich der Bestand von Tsd. auf Tsd. versicherte Personen; hiervon entfallen 229 Tsd. (Vj. 227 Tsd.) auf die Krankheitskostenvollversicherung. Die HanseMerkur Krankenversicherung AG und die DAK- Gesundheit kooperieren seit vielen Jahren erfolgreich im Gesundheitssektor. Durch diese strategische Partnerschaft bietet sich der HanseMerkur Krankenversicherung AG eine sehr erfolgreiche Möglichkeit zum Vertrieb von GKV- Ergänzungsprodukten an. Die HanseMerkur Krankenversicherung AG und die DAK Gesundheit bilden unverändert die erfolgreichste Kooperation zwischen einer gesetzlichen und einer privaten Krankenversicherung in Deutschland. Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen um 5,1 % auf 1.018,1 Mio EUR (Vj. 968,4 Mio EUR). Bei der Schadenquote war ein leichter Anstieg von im Vorjahr 68,1 % auf 70,4 % zu verzeichnen. Die Verwaltungskostenquote für das Gesamtgeschäft betrug 2,0 % (Vj. 2,3 %). Die Abschlusskostenquote ist als Folge des im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Neugeschäftes auf 12,5 % gesunken (Vj. 17,2 %). Die Nettoerträge der Kapitalanlagen, also die Bruttoerträge vermindert um die Aufwendungen für die Kapitalanlagen, beliefen sich auf 154,4 Mio EUR (Vj. 131,8 Mio EUR). Es wurde eine Nettoverzinsung von 4,6 % (Vj. 4,5 %) erzielt. Der Überschuss vor Ertragssteuern und Zuführung zur erfolgsabhängigen RfB betrug 173,0 Mio EUR (Vj. 134,9 Mio EUR). Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung werden 132,5 Mio EUR (Vj. 102,4 Mio EUR) und 12,1 Mio EUR (Vj. 11,1 Mio EUR) gemäß Poolvertrag für die Pflegepflichtversicherung (PPV) zugeführt. Aus dem Jahresüberschuss von 27,0 Mio EUR (Vj. 23,0 Mio EUR) werden der gesetzlichen Rücklage 1,4 Mio EUR (Vj. 1,2 Mio EUR) und den anderen Gewinnrücklagen 1,6 Mio EUR (Vj. 10,3 Mio EUR) zugeführt. Weitere 24,0 Mio EUR (Vj. 11,5 Mio EUR) werden als Bilanzgewinn ausgewiesen. Es soll, zusätzlich zur Zuführung von 12,0 Mio EUR (Vj. 0,0 Mio EUR) in die Gewinnrücklagen, eine Dividende in Höhe von 12,0 Mio EUR (Vj. 11,5 Mio EUR) ausgeschüttet werden. Das Unternehmen betreibt die wesentlichen Arten der privaten Krankenversicherung. Neben den Krankenvollversicherungstarifen wurde - auch aufgrund unserer Kooperation mit verschiedenen Partnern - ein breites Spektrum an Zusatzversicherungen geschaffen. Beim jährlichen PKV-Rating des map-reports erzielte die HanseMerkur Krankenversicherung AG in der Bewertung der Kategorien Bilanz, Service und Vertrag (Beitragsentwicklung) mit einem sehr gut (mm) zum achten Mal in Folge ein Spitzenergebnis. In der Mai-Ausgabe 2013 der Zeitschrift Finanztest wurden 23 Pflegetagegeldtarife ohne staatliche Förderung anhand zweier Modellvorgaben getestet. Der Tarif PA der Hanse- Merkur Krankenversicherung AG hat als einziger das Qualitätsurteil sehr gut sowohl für 45-jährige als auch für 55- jährige Neukunden erhalten und wurde damit zum Testsieger gekürt. Mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz wurden die Leistungen für Pflegebedürftige der Pflegestufe 0 (eingeschränkte Alltagskompetenz / Demenz) sowie innerhalb der ambulanten Pflege zum 1. Januar 2013 deutlich ausgebaut. Mit dem neuen Pflegemonatsgeld PA bietet die HanseMerkur Krankenversicherung AG ihren Kunden seit dem Jahr 2013 nun auch die Möglichkeit, im Bereich Demenz und ambulanter Pflege zusätzlich optimal vorzusorgen. Mit dem höchsten Leistungsniveau der untersuchten Pflegezusatztarife wurde der Tarif PA von Finanztest unmittelbar nach der Markteinführung als einziger für alle untersuchten Alter mit dem Qualitätsurteil "sehr gut" bewertet und zum Testsieger ernannt. Der Tarif PA sieht je nach Pflegestufe gestaffelte Leistungen in Höhe von 25, 50 oder 100 % vor. Das abzusichernde monatliche Pflegegeld ist zwischen 300 EUR und EUR frei wählbar. Darüber hinaus sieht der Tarif PA Leistungen in Form einer Soforthilfe in Höhe des 12-fachen Pflegemonatsgeldes, eine 8

11 Pflegeplatzgarantie, eine telefonische Pflegeberatung, die Vermittlung von Assistance-Leistungen und eine dynamische Anpassung der Leistungen an die Entwicklung der Pflegekosten vor. Die HanseMerkur Krankenversicherung AG erweitert zum 1. Januar 2014 ihr Produktportfolio in der Vollversicherung um einen weiteren attraktiven Baustein. Das Produkt Start Fit wird zukünftig auch mit einer jährlichen Selbstbeteiligung von EUR (Tarif KVS 3) angeboten. Die HanseMerkur Speziale Krankenversicherung AG bietet die Brillenversicherung gemeinsam mit dem Kooperationspartner Fielmann AG an. Im Geschäftsjahr 2013 konnte die Gesellschaft an die positiven Ergebnisse der Vorjahre anknüpfen und verzeichnete erneut ein hohes Neugeschäft, das sich in einer gestiegenen Beitragseinnahme niederschlug. Die Beitragseinnahme im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft erhöhte sich durch den anhaltenden Bestandszuwachs um 8,1 % von 110,8 Mio EUR im Vorjahr auf 119,8 Mio EUR im Geschäftsjahr Nach mehr als 5,9 Mio Verträgen in der Brillenversicherung im Vorjahr bestehen zum Bilanzstichtag mehr als 6,4 Mio Verträge. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich um 9,1 % von 46,6 Mio EUR im Jahr 2012 auf 50,9 Mio EUR im Geschäftsjahr Die Bruttoschadenquote blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Sie erhöhte sich nur unwesentlich von 42,8 % auf 42,9 %. Die Brutto-Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb in Höhe von 162 T EUR (Vj. 158 T EUR) enthalten im Wesentlichen Verwaltungskosten. Aufgrund der bestehenden Vereinbarungen mit der Fielmann AG fallen in der Brillenversicherung keine Abschluss- und nur geringe Verwaltungskosten an. Der Bestand an Kapitalanlagen erhöhte sich im Berichtsjahr um 4,8 % von 37,3 Mio EUR auf 39,1 Mio EUR. Zum Jahresende betrug der Marktwert 41,7 Mio EUR (Vj. 40,3 Mio EUR). Die laufenden Erträge aus Kapitalanlagen beliefen sich auf 1,2 Mio EUR (Vj. 1,0 Mio EUR). Die laufenden Erträge saldiert mit den Verwaltungskosten führten zu einer laufenden Durchschnittsverzinsung von 2,9 % (Vj. 2,7 %). Die Nettoerträge der Kapitalanlagen, also die Bruttoerträge vermindert um die Aufwendungen für Kapitalanlagen, beliefen sich auf 1,4 Mio EUR (Vj. 1,1 Mio EUR). Es wurde eine Nettoverzinsung von 3,6 % (Vj. 3,2 %) erzielt. Die sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen beinhalten die zur Deckung beim Kooperationspartner in der Brillenversicherung angefallenen Aufwendungen, die dieser statt einer Abschlussprovision erstattet bekommt. Dieser Posten ist, bedingt durch den Bestandszuwachs, von 58,9 Mio EUR auf 63,7 Mio EUR gestiegen. Der Jahresüberschuss vor Steuern lag mit 4,7 Mio EUR leicht über dem Wert des Vorjahres (4,5 Mio EUR). Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 1,6 Mio EUR (Vj. 1,4 Mio EUR.) verbleibt wie im Vorjahr ein Jahresüberschuss von 3,1 Mio EUR. Unter Berücksichtigung eines Gewinnvortrags von 0,1 Mio EUR (Vj. 0,1 Mio EUR) ergibt sich ein Bilanzgewinn von 3,2 Mio EUR (Vj. 3,2 Mio EUR). Es soll eine Dividende in Höhe von 3,2 Mio EUR (Vj. 3,0 Mio EUR) ausgeschüttet werden. Die HanseMerkur Lebensversicherung AG verzeichnete auch im Geschäftsjahr 2013 eine sehr erfreuliche Entwicklung des Neugeschäftes. Das Neugeschäft erreichte eingelöste Verträge (Vj ). Der Neuzugang des laufenden Jahresbeitrags verzeichnete einen Zuwachs von 60,1 % auf 30,6 Mio EUR (Vj. 19,1 Mio EUR). Die gebuchte Beitragseinnahme ist im Geschäftsjahr 2013 um 17,7 % auf 228,4 Mio EUR (Vj. 194,0 Mio EUR) gestiegen. Der Versicherungsbestand erhöhte sich, bezogen auf die Versicherungssumme, auf Mio EUR (Vj Mio EUR). Die Eigenkapitalquote liegt mit 1,3 % unter dem Niveau des Vorjahres (1,6 %). Der ungebundene Teil der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entspricht 28,5 % (Vj. 38,1 %) der gesamten Rückstellung für Beitragsrückerstattung. Die Nettoverzinsung sank von im Vorjahr 4,8 % auf 4,6 % im Geschäftsjahr. Die Abschlusskostenquote belief sich auf 4,3 % (Vj. 3,9 %) des eingelösten Neugeschäftsbeitrags. Die Verwaltungskostenquote sank von 2,3 % im Vorjahr auf 2,2 %. Im Geschäftsjahr 2013 lag der Bruttoüberschuss bei 19,6 Mio EUR (Vj. 32,0 Mio EUR). Vom Bruttoüberschuss wurden 18,4 Mio EUR (Vj. 24,5 Mio EUR) der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen, die den Versicherungsnehmern zugutekommt Es ist 9

12 Lagebericht eine Überschussquote von 6,7 % (Vj. 11,5 %) erzielt worden. Der Jahresüberschuss belief sich auf 1,0 Mio EUR (Vj. 5,0 Mio EUR) und es verbleibt ein Bilanzgewinn von 1,0 Mio EUR (Vj. 2,5 Mio EUR). Es soll eine Dividende in Höhe von 1,0 Mio EUR (Vj. 2,5 Mio EUR) ausgeschüttet werden. Die HanseMerkur Lebensversicherung AG positioniert sich mit einem attraktiven Produktportfolio. Absicherung und Vorsorge können hier in transparenter Weise der aktuellen Lebenssituation und der individuellen Risikoneigung anpasst werden. Dabei lässt sich die Sicherheit einer klassischen Versicherung mit den Chancen einer Fondsanlage verbinden. Je nach individueller Risikoneigung bietet die Fondsgebundene Rentenversicherung den Kunden die Möglichkeit, in unterschiedlichem Maße unmittelbar an den Entwicklungen der Finanzmärkte zu partizipieren und so ggf. von einer positiven Wertentwicklung der Finanzmärkte zu profitieren. Ein weiteres besonderes Highlight im Rahmen der Produktmodernisierung stellt die Erweiterung der Rentenprodukte um eine Pflegeoption dar, die es einem Rentner erlaubt, im Falle der Pflegebedürftigkeit einen versicherten Todesfallschutz gegen eine höhere Rente zu tauschen. Das Unternehmen bietet bedarfsorientierte Produkte an, die im Bereich der Altersvorsorge alle drei Schichten abdecken. Schwerpunkt im Bereich der betrieblichen Altersversorgung ist die Direktversicherung. Der Berufsunfähigkeitsschutz wird mit einer Einsteigeroption angeboten, die um 50 % verminderte Startbeiträge vorsieht. Zudem gibt es ein Risikolebensversicherungsprodukt mit Nachlässen für Nichtraucher und privat krankenvollversicherte Personen. Mit diesen innovativen Produkten kommt die HanseMerkur Lebensversicherung AG den Wünschen der Kunden nach Flexibilität und Transparenz nach. Zusammen mit der klassischen Kapitallebensversicherung und der Sterbegeldversicherung arrondieren die Lebensversicherungsprodukte den Krankenversicherungsschutz und komplettieren somit die Produktpalette der Gesellschaft. Die HanseMerkur24 Lebensversicherung AG bietet derzeit ausschließlich staatlich geförderte Rentenversicherungen nach dem Altersvermögensgesetz an. Der Vertrieb erfolgt dabei ohne Einschaltung einer Vermittlerorganisation überwiegend über das von der Gesellschaft zu diesem Zweck errichtete Internetportal Dort können sich die Nutzer über das Thema Altersvorsorge informieren. Im Geschäftsjahr erreichte das Neugeschäft 221 (Vj. 577) eingelöste Verträge. Die Versicherungssumme des Neuzugangs betrug 8,0 Mio EUR (Vj. 16,0 Mio EUR) und der laufende Jahresbeitrag 0,3 Mio EUR (Vj. 0,7 Mio EUR). Die entsprechende Beitragssumme belief sich auf 9,7 Mio EUR (Vj. 22,2 Mio EUR). Der Bestand der HanseMerkur24 Lebensversicherung AG umfasste Verträge (Vj Verträge) mit einem laufenden Jahresbeitrag von 5,1 Mio EUR (Vj. 5,0 Mio EUR) für das Geschäftsjahr Im Berichtsjahr wurden für Versicherungsleistungen und Rückkäufe 436 T EUR (Vj. 366 T EUR) aufgewendet. Die Abschlusskosten beliefen sich auf 112 T EUR (Vj. 170 T EUR). Gemessen an der Beitragssumme des Neuzugangs betrug die Abschlusskostenquote 1,2 % (Vj. 0,8 %). Die Verwaltungsaufwendungen für das selbst abgeschlossene Geschäft lagen bei 90 T EUR (Vj. 77 T EUR); damit ergab sich eine Verwaltungskostenquote von 1,3 % (Vj. 1,1 %). Die Guthaben der Versicherungsnehmer wurden 2013 mit dem tarifabhängigen Rechnungszins (1,75 % bzw. 2,25 %) verzinst. Die Überschussbeteiligung, basierend auf einer Gesamtverzinsung unter Anrechnung der Garantieverzinsung von 3,65 % (Vj. 4,10 %), belief sich auf 466 T EUR (Vj. 391 T EUR) und wurde komplett der Rückstellung für Beitragsrückerstattung entnommen. Davon wurden 292 T EUR (Vj. 217 T EUR) zur verzinslichen Ansammlung, 168 T EUR (Vj. 168 T EUR) für die Anlage in Fondsguthaben und 6 T EUR (Vj. 5 T EUR) für die Beteiligung an Bewertungsreserven verwendet. Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Bruttoüberschuss von 695 T EUR (Vj. 511 T EUR) erwirtschaftet. Von diesem wurden 613 T EUR (Vj. 450 TEUR) der Rückstellung für Beitragsrückerstattung zugewiesen, die den Versicherungsnehmern zugutekommen. Es ist eine Überschussquote von 7,9 % (Vj. 6,5 %) erzielt worden. Der Jahresüberschuss betrug 50 T EUR (Vj. 60 T EUR). Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr von 287 T EUR (Vj. 230 T EUR) und einer Einstellung in die gesetzliche Gewinnrücklagen von 3 T EUR (Vj. 3 T EUR) verbleibt ein Bilanzgewinn von 334 T EUR (Vj. 287 T EUR). Die HanseMerkur Reiseversicherung AG konnte auch im Geschäftsjahr 2013 von dem andauernden Aufschwung 10

13 der Tourismusbranche profitieren und sich weiter als Qualitätsanbieter auch für langfristige Auslandsreisen, Expatriates, Schüler und Studenten profilieren. Die gebuchten Bruttobeiträge der Gesellschaft sind im Berichtszeitraum um 19,9 % auf 143,9 Mio EUR gestiegen (Vj. 120,0 Mio EUR). Die verdienten Nettobeiträge stiegen um 20,4 Mio EUR von 114,4 Mio EUR im Vorjahr auf 134,8 Mio EUR. Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr lediglich um 7,1 % von 44,8 Mio EUR auf 47,9 Mio EUR. Gemessen an den verdienten Beiträgen verringerte sich die Kostenquote von 37,8 % auf 34,4 %. Die Brutto-Schadenquote einschließlich der Schadenregulierungskosten für das gesamte Reiseversicherungsgeschäft erhöhte sich im Geschäftsjahr von 58,1 % auf 69,6 %. Wesentlich für diese Entwicklung war ein Großschaden in der Kautionsversicherung, der vor Rückversicherung zu einem Verlust in dieser Sparte von 8,0 Mio EUR geführt hat. Aufgrund der im Vergleich zum übrigen Versicherungsgeschäft hohen Rückversicherungsabgabe verblieb nach Rückversicherung noch ein versicherungstechnischer Verlust von 2,0 Mio EUR. Ferner haben Abwicklungsverluste im Geschäftsjahr im Vergleich zu Abwicklungsgewinnen im Vorjahr zu einer Verschlechterung der Brutto-Schadenquote um 2,6 %-Punkte geführt. Das versicherungstechnische Bruttoergebnis vor Schwankungsrückstellung sank bedingt durch den Großschaden von + 4,8 Mio EUR im Vorjahr auf -5,5 Mio EUR im Berichtsjahr. Die Entlastung durch Rückversicherung erbrachte einen Ertrag von 4,9 Mio EUR, dem im Vorjahr ein Aufwand in Höhe von 1,9 Mio EUR gegenüberstand. Damit betrug das versicherungstechnische Nettoergebnis vor Schwankungsrückstellung -0,7 Mio EUR (Vj. +2,9 Mio EUR). Trotz des bereits negativen Ergebnisses ergab sich per saldo noch eine Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 0,3 Mio EUR (Vj. 3,2 Mio EUR). Die Auflösung in der Sparte Kaution wurde durch die technischen Zuführungen bzw. die Zinszuführungen in den übrigen Sparten überkompensiert. Dies führte zu einem versicherungstechnischen Verlust von 0,9 Mio EUR, womit der Vorjahreswert von -0,3 Mio EUR nochmals um 0,6 Mio EUR unterschritten wurde. Das nichtversicherungstechnische Ergebnis belief sich auf 1,9 Mio EUR (Vj. 2,5 Mio EUR). Neben dem Nettokapitalanlagenergebnis von 3,3 Mio EUR (Vj. 3,1 Mio EUR) wird ein Saldo aus sonstigen Erträgen und sonstigen Aufwendungen von 1,4 Mio EUR (Vj. -0,6 Mio EUR) ausgewiesen. Hierin sind insbesondere die Kosten für laufende Rechtsverfahren enthalten. Das Ergebnis vor Steuern betrug 0,9 Mio EUR nach 2,6 Mio EUR im Vorjahr. Nach Abzug der Steuern verblieb ein Jahresüberschuss von 0,8 Mio EUR (Vj. 2,1 Mio EUR). Aus dem Bilanzgewinn von 0,8 Mio EUR (Vj. 2,8 Mio EUR) soll eine Dividende von 0,8 Mio EUR (Vj. 2,8 Mio EUR) gezahlt werden. Die HanseMerkur Reiseversicherung AG ist als Spezialversicherer auf dem Markt der Touristik und langfristigen Auslandsreisen einer der größten Versicherer Deutschlands. Die Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren verstärkt international aufgestellt. Mit Ansprechpartnern vor Ort in allen bedeutenden Ländern Kontinentaleuropas, Großbritannien sowie in anderen Regionen kann sie auch internationales Versicherungsgeschäft im Rahmen des freien Dienstleistungsverkehrs und als Rückversicherer zeichnen. Die HanseMerkur Allgemeine Versicherung AG verzeichnete trotz der starken Belastungen aus den zahlreichen Elementarereignissen in den Sommermonaten ein positives Gesamtergebnis. Die im Geschäftsjahr 2012 gegründete Niederlassung BD24 Berlin Direktversicherung wurde im abgeschlossenen Geschäftsjahr wie geplant als eigener Versicherer im Wege der Abspaltung neu errichtet. Im letzten Jahr wurde dieses Geschäft separat dargestellt. Im selbst abgeschlossenen Geschäft ist der gebuchte Bruttobeitrag mit 41,8 Mio EUR (Vj. 40,9 Mio EUR) um 2,3 % gestiegen. Diese Steigerung ist auf ein gutes Neugeschäft in den Sparten der Sach- und Haftpflichtversicherung zurückzuführen. Insgesamt konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Anzahl der Versicherungsverträge um 2,9 % gesteigert werden (Vj. 2,5 %). In der Haftpflichtversicherung war ein Anstieg um 10,0 % (Vj. 10,2 %) und in der Sachversicherung ein Anstieg um 1,0 % (Vj. -0,9 %) zu verzeichnen. In der Kraftfahrtversicherung ist die Anzahl um 1,9 % (Vj. 1,4 %) und in der Unfallversicherung um 2,8 % (Vj. 2,1 %) gesunken. Die Geschäftsjahres-Schadenquote brutto im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft ohne Berücksichti- 11

14 Lagebericht gung der Abwicklungsergebnisse ist mit 78,0 % gegenüber dem Vorjahr (76,7 %) nur leicht angestiegen. Unter Einbeziehung der Abwicklungsergebnisse aus den Vorjahren liegt die Gesamt-Schadenquote im selbst abgeschlossenen Geschäft mit 61,8 % nur leicht über dem Niveau des Vorjahres (61,2 %). Die besonderen Belastungen aus den Elementarereignissen wurden durch einen guten Verlauf in den anderen Sparten nahezu kompensiert. Die Brutto-Betriebskostenquote ist im Geschäftsjahr um 1,0 %-Punkte auf 29,0 % gegenüber dem Vorjahr (30,0 %) zurückgegangen. Im selbst abgeschlossenen Geschäft ist die Quote mit 29,1 % gegenüber dem Vorjahr (30,0 %) zurückgegangen. Eine verbesserte Kostensituation sowie die Fixkostendegression auf Ebene der Hanse- Merkur Versicherungsgruppe sind die Ursache für diese Verbesserung. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Jahresüberschuss vor ertragsabhängigen Steuern von 4,6 Mio EUR (Vj. 6,2 Mio EUR). Nach Abzug der Steuern beträgt der Jahresüberschuss 2,9 Mio EUR (Vj. 3,6 Mio EUR) und führt zu einem Bilanzgewinn von 3,0 Mio EUR (Vj. 3,6 Mio EUR). Es soll eine Dividende in Höhe von 3,0 Mio EUR (Vj. 0,0 Mio EUR) ausgeschüttet werden. Für den Erfolg der Gesellschaft sind vor allem der ausgewogene Spartenmix und die vorteilhafte Bestandsstruktur verantwortlich. Die bisherige ertragsorientierte Zeichnungspolitik wird unverändert zu den Vorjahren fortgesetzt. Das Unternehmen konzentriert sich weiter auf das Privatkundengeschäft und auf ausgewählte einfache bis mittlere gewerbliche Risiken. Die BD24 Berlin Direkt Versicherung AG ist ein in 2013 neu gegründeter Komposit-Versicherer, der sich ausschließlich auf den Internet-Vertrieb fokussiert. Die Beitragseinnahmen der Gesellschaft beliefen sich auf 15,3 Mio EUR. Davon entfielen 12,1 Mio EUR auf die Sparte Reiserücktritt. Die Beitragseinnahmen für die Sparte Reisekranken beliefen sich auf 2,0 Mio EUR und in der Sparte Reisegepäckversicherung wurden rund 0,8 Mio EUR Beiträge generiert. Im Jahr 2013 wurden 6,3 Mio EUR an Provisionen aufgewendet und 1,2 Mio EUR für die Verwaltung des Versicherungsbetriebes ausgegeben. Daraus ergeben sich Bruttobetriebskosten von 7,5 Mio EUR. Die Brutto-Schadenquote einschließlich der Schadenregulierungskosten für das gesamte Reiseversicherungsgeschäft beträgt 35,8 %. Den größten Anteil im Sachversicherungsbereich hat mit 35,6 % die Sparte Reiserücktritt. Das Geschäftsjahr schließt mit einem positiven Ergebnis vor ertragsabhängigen Steuern von 121 T EUR. Nach Abzug der Steuern in Höhe von 41 T EUR beträgt der Jahresüberschuss 80 T EUR und führt nach Zuführung zu der gesetzlichen Rücklage zu einem Bilanzgewinn von 76 T EUR, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll. Wie schon in den Vorjahren ist auch für die kommenden Jahre ein deutlicher Aufwärtstrend für Onlinebuchungen zu erwarten. Bereits jetzt planen 48 % der Deutschen ihre Reise online zu buchen. Dieser neue Markt mit einer solch hohen Nachfrage stellt auch Ansprüche an neue, innovative Geschäftsmodelle. Die HVP Hanse Vertriebspartner AG ist auf den Erwerb, die Entwicklung sowie die partnerschaftliche Betreuung und Verwaltung von Beteiligungen an Vertriebsgesellschaften sowie vertriebsnahen Dienstleistern spezialisiert. Das Anlagevermögen der HVP Hanse Vertriebspartner AG besteht im Wesentlichen aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Hier wird ein Buchwert von 36,7 Mio EUR zum Jahresende 2013 nach 30,2 Mio EUR im Vorjahr ausgewiesen. Neu hinzu kam im Geschäftsjahr die Ausreichung von Ausleihungen in Höhe von 24,3 Mio EUR. Der Wert des Umlaufvermögens beträgt 2,9 Mio EUR (Vj. 7,8 Mio EUR) und beinhaltet hauptsächlich Bankguthaben und kurzfristig fällige Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Beteiligungen. Das vergangene Geschäftsjahr wurde im Wesentlichen durch den Ausbau der Geschäftstätigkeit bestimmt. Dazu zählt der Erwerb der inpunkto AG, Mönchengladbach, der verticus Finanzmanagement AG, Köln und der Versicherungscheck24 AG, ebenfalls mit Sitz in Köln. 6,5 Mio EUR wurden so nachhaltig investiert. Hinzu kam die langfristig orientierte Vergabe von Darlehen in Höhe von 24,3 Mio EUR. Erträgen aus Dienstleistungen in Höhe von T EUR (Vj. 750 T EUR) stehen Verwaltungskosten von T EUR (Vj. 635 T EUR) gegenüber. Dazu gesellt sich das Finanzergebnis in Höhe von T EUR (Vj. + 3 T EUR). Die Gesellschaft weist damit ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T EUR (Vj. 118 T EUR) aus. 12

15 Im Geschäftsjahr 2013 konnte ein Jahresüberschuss von T EUR (Vj. 73 T EUR) durch die Steigerung des Finanzergebnisses erzielt werden, der sich aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T EUR (Vj. 118 T EUR) und einem Steueraufwand von 257 T EUR (Vj. 45 T EUR) zusammensetzt. Nach Zuführung von 482 T EUR (Vj. 73 T EUR) zu den gesetzlichen Rücklagen verblieb erstmals ein Bilanzgewinn von 700 T EUR. Dieser Betrag wurde phasengleich im Geschäftsjahr vereinnahmt. Ergänzende Angaben Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Die HanseMerkur Versicherungsgruppe besteht aus neun Versicherungsunternehmen. An der Spitze steht die HanseMerkur Krankenversicherung auf Gegenseitigkeit. Sie ist Alleinaktionärin der HanseMerkur Holding AG, die wiederum jeweils 100 % der Aktien der übrigen Versicherungsunternehmen hält. Im Einzelnen sind dies die HanseMerkur Krankenversicherung AG, die HanseMerkur Lebensversicherung AG, die HanseMerkur Allgemeine Versicherung AG, die HanseMerkur Reiseversicherung AG, die HanseMerkur Speziale Krankenversicherung AG, die HanseMerkur24 Lebensversicherung AG, die BD24 Berlin Direkt Versicherung AG und die Uelzener Lebensversicherungs-AG. Darüber hinaus ist die HanseMerkur Holding AG Alleinaktionärin der HVP Hanse Vertriebspartner AG und der HM Trust AG. Hinzu kommen Mehrheitsbeteiligungen an verschiedenen Immobilien-, Service- und Vertriebsgesellschaften, die ebenfalls zum Kreis der verbundenen Unternehmen ( 18 Abs. 1 AktG) gehören. Gegen Entgelt werden innerhalb der HanseMerkur Versicherungsgruppe die wesentlichen Verwaltungsaufgaben unter Einbeziehung des Mutterunternehmens durch die HanseMerkur Krankenversicherung AG erbracht. Davon ausgenommen sind wesentliche Teile der Vermögensverwaltung der Versicherungsunternehmen, die auf die HM Trust AG ausgelagert wurden. In den Organen der verbundenen Unternehmen besteht teilweise Personalunion. Gemäß 312 AktG wurde ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der mit folgender Erklärung schließt: Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die aufgeführten Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Maßnahmen, durch die die Gesellschaft benachteiligt wurde, wurden weder getroffen noch unterlassen. Risikoberichterstattung Risikomanagementprozess Versicherungsunternehmen bieten Vorsorgeleistungen und finanzielle Sicherheit im Schadenfall. Die dauerhafte Erfüllbarkeit dieser Ansprüche hat höchste Priorität und findet in einem angemessenen Risikomanagement Niederschlag. Auch die Aufsicht erfolgt zunehmend risikoorientiert. Erfreulich ist, dass die Bemühungen bzw. Aktivitäten in Bezug auf die Einführung einheitlicher Solvabilitätsstandards auf europäischer Ebene - Solvency II - voranschreiten. Europäisches Parlament, Europäischer Rat und Europäische Kommission haben sich auf einen Kompromiss zur Omnibus II-Richtlinie einigen können. Die Europäische Kommission hat in Abstimmung mit den Trilogpartnern einen neuen Zeitplan (sog. Quick Fix 2 ) vorgelegt. Demnach soll Solvency II bis zum 31. März 2015 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht umgesetzt werden. Die Anwendung von Solvency II soll schließlich zum 1. Januar 2016 erfolgen. Am 1. Januar 2014 startete europaweit die einheitliche Vorbereitungsphase des neuen Aufsichtsregimes Solvency II. Die Europäische Aufsichtsbehörde für das Versicherungswesen und die betriebliche Altersversorgung (EIOPA) hat diesbezüglich aufsichtsrechtliche Leitlinien vorgelegt. Diese Leitlinien umfassen Bestimmungen zu den Bereichen FLAOR (Forward-Looking Assessment of Own Risks), Governance, Berichterstattung und zur Vorantragsphase für Interne Modelle. Da alle von der EIOPA vorgelegten Leitlinien in Deutschland angewendet werden, fordert die BaFin die Unternehmen auf, sich mit allen Vorbereitungsleitlinien intensiv zu befassen, um frühzeitig die nötigen Schritte zu ihrer Beachtung und Implementierung umzusetzen. Vor diesem Hintergrund wurden die Aktivitäten in der HanseMerkur Versicherungsgruppe in einem unternehmensweiten Projekt Solvency II gebündelt, das bereits seit 2 Jahren für die Umsetzung bzw. aktive Begleitung des gesamten Solvency II-Prozesses verantwortlich zeichnet. 13

16 Lagebericht Die HanseMerkur Versicherungsgruppe und ihre Einzelgesellschaften verfolgen als Versicherungsunternehmen unter Beachtung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorgaben den Grundgedanken des Risikoausgleichs im Kollektiv. Um dies dauerhaft sicherzustellen haben alle Gesellschaften ein Risikomanagementsystem eingerichtet. An der Spitze des Risikomanagementsystems steht die aus der Unternehmensstrategie abgeleitete Risikostrategie. Die Risikostrategie bildet die Grundlage des risikoorientierten Handelns innerhalb der HanseMerkur Versicherungsgruppe. Die eingegangenen Risiken und ihre Verflechtungen stellen das individuelle Risikoprofil dar. Mit Hilfe eines Risikomodells (aktuell das Solvabilität I-Modell und zukünftig das Standardmodell von Solvency II) wird dieses Risikoprofil bewertet, den anrechenbaren Eigenmittel gegenübergestellt und so die Tragfähigkeit der eingegangenen Risiken für den Betrachtungszeitraum nachgewiesen. Um die Risikotragfähigkeit laufend zu überwachen, wird ein hierarchisches Limitsystem eingesetzt. Dieses belegt einzelne Risikokategorien, bis hin zu Einzelrisiken mit regelmäßig zu überwachenden Grenzwerten. Jedem Risiko sind dabei individuelle Indikatoren zugeordnet, die zudem eine Veränderungstendenz frühzeitig anzeigen. Entwicklungen, welche die Risikotragfähigkeit nachhaltig verändern könnten, werden so umgehend dem Management bekannt und die Risikotragfähigkeit laufend abgesichert. Das Limitsystem wird dabei konsistent bis in die operativen Bereiche fortgeführt. Im Rahmen des so implementierten Risikomanagementprozesses werden sämtliche Risiken identifiziert, analysiert und bewertet, intern kommuniziert sowie laufend gesteuert und dokumentiert. Die Steuerung des Risikoprofils erfolgt über ein Risikokomitee, zu dessen Mitgliedern unter anderem die gesamte Geschäftsleitung und der Verantwortliche Aktuar zählen. Dieses Komitee tritt in regelmäßigen Zeitabständen zusammen; es überwacht die Risikolage auf Ebene des Gesamtrisikos. Die Risikosteuerung auf Ebene des Einzelrisikos liegt in der Verantwortung der Fachbereiche. Die von der Risikosteuerung unabhängige Risikokontrolle/-überwachung wird durch die Risikomanagementfunktion wahrgenommen. Über die als wesentlich identifizierten Risiken sowie die fokussierten Risiken, die sich tendenziell in Richtung wesentliche Risiken entwickeln, erfolgt eine regelmäßige Berichterstattung an das Risikokomitee und damit den Gesamtvorstand. Zudem werden der Vorstand sowie auch der Aufsichtsrat und die BaFin mittels eines jährlichen Risikoberichts über die Risikosituation der Gruppe sowie der Einzelunternehmen unterrichtet. Die Interne Revision prüft jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems der HanseMerkur Versicherungsgruppe und begleitet dessen Weiterentwicklung. Darüber hinaus prüft die Interne Revision in regelmäßigen Abständen die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit der internen Kontrollsysteme sowie Limite und berichtet dem Vorstand hierüber. Anliegen des Risikomanagements ist es zum einen, das Risikoprofil zu analysieren und wesentliche Risiken, die sich nachhaltig auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens auswirken, frühzeitig zu erkennen und ihnen durch geeignete Maßnahmen entgegenzuwirken. Zum anderen trägt eine aktive Risikokommunikation dazu bei, dass ein Risikobewusstsein bei allen Mitarbeitern des Unternehmens gefördert und auf diese Weise Teil der Unternehmenskultur wird. Die HanseMerkur Versicherungsgruppe folgt mit ihren Methoden zur Analyse, Erfassung und Überwachung der Risiken dem 91 Abs. 2 AktG. Zentrale Elemente der Kapitalanlagesteuerung sind Stresstests und Szenariorechnungen, die regelmäßig durchgeführt werden. Des Weiteren wird ein Risikofrühwarnsystem genutzt, das im Rahmen der Auslastung des zur Verfügung gestellten Risikokapitals die Risikoposition des Versicherungsunternehmens anzeigt. Diese beiden Bestandteile bieten die Möglichkeit, frühzeitig auf Kapitalmarktausschläge reagieren zu können. Ein umfassendes regelmäßiges Reporting beinhaltet alle wesentlichen Kennzahlen zu einer angemessenen Risikobeurteilung. Angemessene Kapitalausstattung Die Solvenz eines Versicherungsunternehmens wird durch die Analyse und Bewertung des individuellen Risikoprofils nachgewiesen. Dabei setzt sich das Risikoprofil aus unterschiedlichen Risikokategorien zusammen. Risiken der Kapitalanlage, des Marktes, der Bonität und der Liquidität Das Primärrisiko bei der Kapitalanlage besteht für ein Personen-Versicherungsunternehmen darin, dass der für die ausreichende Erfüllung der versicherungstechnischen Verpflichtungen erforderliche Nettokapitalertrag unterschritten wird. Dies gilt in gleicher Weise auch für die Dotierung der Pensionsrückstellungen, deren Abzinsungsannahmen über den aktuell erzielbaren Zinssätzen liegen. 14

17 Bei den festverzinslichen Wertpapierbeständen ist die Kreditbeurteilung von zentraler Bedeutung für das Management der Bonitätsrisiken, wobei eine risikoarme Anlagestrategie stets im Vordergrund steht. Entscheidend ist dabei die Qualität des Emittenten oder der jeweiligen Emission, die sich nach den Anlagegrundsätzen der HanseMerkur Versicherungsgruppe vor allem in der Bewertung internationaler Ratingagenturen widerspiegelt. Bonitätsrisiken im Anlageportefeuille werden auf der Grundlage eines Kontrahentenlimitsystems gemessen und limitiert. Dieses Limitsystem, mit dem die Ausfallrisiken gegenüber einzelnen Emittenten minimiert werden, berücksichtigt eine Vielzahl von Faktoren. Dazu gehören der Credit Default Swap des Emissionslandes, die Qualität der Besicherung und der jeweiligen Emission, die Branche sowie die intern definierte Risikobereitschaft. Die Emittentenstruktur aller direkt und indirekt gehaltenen Zinsträger auf Basis der Nominalwerte stellt sich wie folgt dar: Aufgrund der finanziellen Verpflichtungen aus dem Versicherungsgeschäft ist ein großer Teil des Portfolios aller Beteiligungsunternehmen in festverzinslichen Anlagen angelegt. Der Schwerpunkt liegt hier auf deutschen Pfandbriefen, ergänzt um deutsche und europäische Staatsanleihen. Pfandbriefe stellen durch ihre Unterlegung mit werthaltigen Sicherheiten, wie Kommunaldarlehen oder erstrangige Hypothekenkredite, sehr sichere Anlagen dar. Bei den Staatsanleihen wird sich auf die Kernländer der Eurozone konzentriert Zum Jahresende 2013 wurden keine Staatsanleihen der PIIGS-Staaten (Portugal, Italien, Irland, Griechenland, Spanien) gehalten. Dem Liquiditätsrisiko der Gesellschaft wird durch den Einsatz einer DV-gestützten Liquiditätsplanung entgegengewirkt, die alle wesentlichen Ein- und Auszahlungsströme sowohl aus der Versicherungstechnik als auch aus dem Kapitalanlagebereich erfasst. Zur Begrenzung der Markt- und Kreditrisiken erfolgt unternehmensübergreifend für die gesamte HanseMerkur Versicherungsgruppe eine fortlaufende Überwachung der Kumul- und Konzentrationsrisiken. Hierbei wird auf eine breite Mischung von Anlageklassen als auch auf eine breite Streuung von Emittenten geachtet. Risikokonzentrationen, die sich durch unvermeidbare externe Einflüsse (Fusionen, Übernahmen, etc.) ergeben, werden überwacht und aktiv abgebaut. Auswirkungen auf die Risikotragfähigkeit sind hiermit nicht verbunden. Eine Asset-Liability-Interaktion macht es möglich, Auswirkungen von Kapitalmarktentwicklungen auf die Versicherungsbilanz und die Solvabilität der Gesellschaft abzuleiten. Versicherungstechnische Risiken Versicherungstechnische Risiken entfallen auf die Bereiche Tarifwerk und Zeichnungspolitik. Die Risiken hinsichtlich des Tarifwerkes werden durch regelmäßige Bestands- und Schadenuntersuchungen minimiert. Dabei werden auch die weiteren Rechnungsgrundlagen überprüft, eine angemessene Reservepolitik und eine ausreichende Solvabilitätsbedeckung beachtet. Die konsequente Einhaltung der internen Annahmerichtlinien beeinflusst die Schadenentwicklung nachhaltig und minimiert das versicherungstechnische Risiko. Operationale Risiken Operationale Risiken beschreiben die Gefahr von Verlusten als Folge von Unzulänglichkeiten oder des Versagens von Menschen, internen Prozessen oder Systemen sowie aufgrund externer Ereignisse. Da der Großteil der Geschäftsprozesse und Aufgaben in der HanseMerkur Versicherungsgruppe von der Informations- und Kommunikationstechnik (IT) abhängig ist, bilden die Risiken im IT-Bereich den Schwerpunkt der operationalen Risiken. Die Risiken im IT-Bereich liegen in einem Teil- oder Gesamtausfall der IT- und Kommunikationssysteme bzw. in der Gefährdung der Datensicherheit. Zum Schutz werden fortlaufend die Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit der Hard- und Softwaresysteme sowie zum Datenschutz verbessert. Die Maßnahmen betreffen die Infrastruktur und Energieversorgung der Netzwerke, die Anwendungsentwicklung, die Datenhaltung und -sicherung sowie den Einsatz neuer Technologien, beispielsweise Zugangsschutzsysteme (Firewalls), Zugangsregelungen und Virenschutzprogramme. Politische Risiken Risiken aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen ergeben sich für Versicherungsunternehmen insbesondere aufgrund möglicher Änderungen der Sozial- und Steuergesetzgebung oder in Auslegungsfragen des Verbraucherschutzes. Den Risiken wird durch Analyse der öffentlichen Diskussionen und darauf aufbauenden Maßnahmenplänen begegnet, insbesondere in der Produktpolitik. Branchenspezifische Risiken (Krankenversicherung) Branchenspezifische Risiken ergeben sich für private Krankenversicherungsunternehmen im Wesentlichen aufgrund 15

18 Lagebericht möglicher Änderungen durch den Gesetzgeber in der Sozialversicherung. Die durch die seit 2009 geltende Versicherungspflicht hervorgerufene Nichtzahlerproblematik besteht weiterhin. Dem Risiko aus entsprechenden Forderungsausfällen begegnet die HanseMerkur Krankenversicherung AG durch ein Maßnahmenpaket, das veränderte Annahmerichtlinien und verschärfte Bonitätsprüfungen beinhaltet. Durch den in 2013 vom Gesetzgeber beschlossenen Notlagentarif erwarten wir eine Entspannung hinsichtlich der Nichtzahlerproblematik. Den verbleibenden Risiken aus Forderungsausfällen gegenüber Versicherungsnehmern und Vermittlern und den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Liquidität des Unternehmens wird durch regelmäßige Analyse und darauf aufbauende Maßnahmen begegnet. Das hieraus resultierende Risiko für die Liquiditätslage ist von untergeordneter Bedeutung. Die zukünftige Leistungsentwicklung stellt den wesentlichen Teil des Prämien- und Leistungsrisikos dar. Bei der HanseMerkur Krankenversicherung AG wird bei Antragsprüfung eine sorgfältige medizinische Bewertung der zu versichernden Risiken durchgeführt. Die auf diese Weise gewonnene Einschätzung führt gegebenenfalls zur Festlegung hinreichend bemessener Beitragszuschläge. Im Zusammenhang mit dem Reserverisiko wird auf eine angemessene Festlegung der für die Beitragskalkulation verwendeten Rechnungsgrundlagen geachtet. Dabei werden auch die aktuellen biometrischen Risiken und Kosten berücksichtigt. Auf dieser Grundlage ergeben sich die versicherungstechnischen Rückstellungen in entsprechendem Umfang. Die Rechnungsgrundlagen werden - wie der Gesetzgeber es fordert - regelmäßig überprüft. Soweit erforderlich, werden die Beiträge mit Zustimmung des mathematischen Treuhänders angepasst. Der Verantwortliche Aktuar bestätigt jährlich, dass die eingegangenen Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen entsprechend den gesetzlichen Vorschriften berechnet und in der Bilanz richtig dargestellt sind. Der Treuhänder für das Sicherungsvermögen der Gesellschaft garantiert mit seiner Bestätigung, dass die Vermögenswerte für die Erfüllung der vorgenannten Verpflichtungen im Sinne des Gesetzes angelegt und aufbewahrt sind. Branchenspezifische Risiken (Lebensversicherung) Branchenspezifische Risiken ergeben sich für ein Lebensversicherungsunternehmen insbesondere durch Änderungen der Steuergesetzgebung oder Auslegungsfragen des Verbraucherschutzes. Die daraus abgeleiteten Maßnahmen können die Neugestaltung von Produkten, aber auch die Neuausrichtung der Produktpalette zur Folge haben. Versicherungstechnische Risiken entfallen auf die Bereiche Tarifwerk und Zeichnungspolitik. Die Risiken hinsichtlich des Tarifwerks werden durch Anpassungen in den Rechnungsgrundlagen minimiert. Dabei werden alle Rechnungsgrundlagen überprüft sowie Zinsgarantien, eine ausreichende Reservepolitik und eine angemessene Solvabilitätsbedeckung beachtet. Die Einhaltung und Weiterentwicklung der Annahmerichtlinien tragen nachhaltig zu einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen tatsächlicher und kalkulierter Schadenentwicklung bei. Zur Abdeckung des Langlebigkeitsrisikos wird für die Rentenversicherungen mit veralteten Rechnungsgrundlagen seit 2004 eine zusätzliche Rückstellung auf der Grundlage aktueller Sterbetafeln der Deutschen Aktuarvereinigung gebildet. Diese Rückstellung ist 2013 angepasst worden. Um die zukünftige Erfüllbarkeit von Garantiezusagen sicherzustellen, wurde zudem ab 2011 mit dem Aufbau einer Zinszusatzreserve begonnen. Diese ist in 2013 um 2,5 Mio EUR auf 5,6 Mio EUR weiter erhöht worden. Zusätzlich wurde ab 2013 für den Altbestand eine Zinsverstärkung in Höhe von 12,5 Mio EUR gebildet. Branchenspezifische Risiken (Kompositversicherung) Versicherungstechnische Risiken ergeben sich für ein Schaden- und Unfallversicherungsunternehmen in den Bereichen Tarifwerk und Zeichnungspolitik. Die Risiken hinsichtlich des Tarifwerkes werden durch regelmäßige Bestandsund Schadenuntersuchungen minimiert. Dabei werden auch alle weiteren Rechnungsgrundlagen überprüft, eine angemessene Reservepolitik und eine ausreichende Solvabilitätsbedeckung beachtet. Die konsequente Einhaltung der internen Annahmerichtlinien beeinflusst die Schadenentwicklung nachhaltig und minimiert das versicherungstechnische Risiko. Risikobeurteilung Sowohl zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 als auch zu den Quartalsterminen wurden von den Tochterunternehmen alle Szenarien des aufsichtsrechtlichen Stresstests erfolgreich bestanden. 16

19 Die vorhandenen Eigenmittel sowohl auf Ebene aller Konzernunternehmen als auch im Hinblick auf die HanseMerkur Versicherungsgruppe insgesamt (Gruppensolvabilität) erfüllen die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen und überdecken das erforderliche Solvabilitätssoll. Insgesamt ergeben sich aus der Risikoanalyse keinerlei Hinweise auf eine Gefährdung des Fortbestandes oder der strategischen Ziele der Gesellschaften der HanseMerkur Versicherungsgruppe Ausblick 2014/Chancen der zukünftigen Entwicklung Es wird erwartet, dass sich die positive Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften auch im kommenden Geschäftsjahr fortsetzen und die Wettbewerbssituation weiterhin positiv entwickeln wird. Die HanseMerkur Krankenversicherung AG ist mit ihrem preis- und leistungsoptimierten Angebot in der Voll- und Zusatzversicherung für die Zukunft sehr gut positioniert. Die neue Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, wegen der demografischen Entwicklung und der hohen Kosten der Gesundheitsversorgung, die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung, der Krankenhausversorgung und der Pflegeversicherung zu reformieren. In der Pflegeversicherung soll der mit dem Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz beschrittene Weg fortgesetzt und die Leistungen und Versorgung weiter verbessert werden. Die rechtzeitige private Vorsorge für den Pflegefall findet immer mehr Gehör und Akzeptanz in der Bevölkerung. Dazu hat die Einführung der staatlich geförderten Pflegeversicherung ( Pflege-Bahr ) maßgeblich beigetragen. Mit dem sehr gut bewerteten Pflegezusatztarif PA und dem förderungsfähigen Pflege vorsorge-tarif PB ist die HanseMerkur Krankenversicherung AG in diesem Marktsegment für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Weiterer wichtiger Absatzmarkt bleibt die betriebliche Krankenversicherung (bkv), die Nachfrage der Unternehmen und Arbeitgeber hat deutlich zugenommen. Die Finanzverwaltung hat durch eine eigenwillige Auslegung der Rechtsprechung für große Verunsicherung gesorgt. Gleichwohl hat sich die HanseMerkur Krankenversicherung AG mit ihren bkv-tarifen sehr gut im Markt positioniert. Positive Impulse für den Verkauf von KV-Vollversicherungen dürften von der geplanten Abkehr vom GKV-Einheitsbeitrag zu erwarten sein. Die gesetzlichen Krankenkassen sollen den Beitragssatz zukünftig wieder selber festlegen. Bei festgeschriebenem Arbeitgeberanteil würde so der Beitragsanteil für den Arbeitnehmer wieder variabel und könnte damit auch steigen. Viele Interessenten könnte dies zu einem Wechsel in die PKV ermutigen. Die HanseMerkur Krankenversicherung AG bietet diesen Kunden mit ihren neuen günstigen Unisex-Vollversicherungsprodukten sehr gute Lösungsmöglichkeiten. Die Themen Nichtversicherte und Nichtzahler werden die PKV-Unternehmen auch im Jahr 2014 weiter beschäftigen. Der Erlass des Prämienzuschlags hat leider noch nicht die gewünschte Wirkung gezeigt, der Gesetzgeber wird in dieser Sache sicherlich noch nachbessern. Mit der Einführung des Notlagentarifs konnte hingegen die Schuldenlast für bereits Versicherte reduziert werden. Durch die langfristige Zusammenarbeit mit namhaften Kooperationspartnern, allen voran die DAK-Gesundheit und die Optikerkette Fielmann, gehört die HanseMerkur Versicherungsgruppe nach wie vor im Bereich des Vertriebs von GKV-Ergänzungsversicherungen zu den Top-Anbietern der Branche. Unterstützt werden die vertrieblichen Aktivitäten durch die bundesweite Werbekampagne mit der für die innovativen, an den Bedürfnissen der Kunden ausgerichteten Produkte geworben wird. "Gesund bleiben das Leben genießen" - diese Aussage steht für günstige, bedarfsgerechte Krankenversicherungsprodukte und unterstreicht die Markenstrategie, in deren Mittelpunkt der Begriff Lebensqualität steht. Die HanseMerkur Lebensversicherung AG bleibt auch in 2014 mit ihrem Produktportfolio konkurrenzfähig. Schon zu Beginn des Jahres mehren sich die Stimmen, eine erneute Rechnungszinssenkung könnte bevorstehen. Aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus empfiehlt die deutsche Aktuarvereinigung e.v. (DAV) ab 2015 eine Rechnungszinssenkung von 1,75 % auf 1,25 %, Die Aktuare raten aber, die jetzige Empfehlung in 2014 noch einmal zu überprüfen (Quelle: Versicherungsjournal vom ). Die Notwendigkeit der Altersvorsorge wird dadurch aber nicht in Frage gestellt. Das Sicherungsniveau vor Steuern (auch als Rentenniveau bezeichnet) der gesetzlichen Rentenversicherung sinkt schrittweise. Das macht deutlich, dass die gesetzliche Rente zukünftig alleine nicht ausreichen wird, um den Lebensstandard des Erwerbslebens im Alter fortzuführen. In Zukunft wird der erworbene Lebensstandard nur erhalten bleiben, wenn die finanziellen 17

20 Lagebericht Spielräume des Alterseinkünftegesetzes und die staatliche Förderung genutzt werden, um eine zusätzliche Vorsorge aufzubauen., so das Fazit im Rentenversicherungsbericht 2013 (Quelle: Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung 2013, S. 12). Mit flexiblen Produkten möchte die HanseMerkur Lebensversicherung AG auch in 2014 bei ihren Kunden erfolgreich sein. Durch die Produktverbesserungen der letzten zwei Jahre hat die HanseMerkur Lebensversicherung AG einen Neugeschäftsschub erfahren, der auch im Jahr 2014 auf breiter Produktbasis zu erwarten ist. Besonders die selbstständige Berufsunfähigkeitsversicherung konnte sich durch ein ausgezeichnetes Preis-/Leistungsverhältnis und eine flexible Berufsgruppeneinstufung (Verbesserung der Berufsgruppe für Personen mit Personalverantwortung und Personen ohne körperliche Tätigkeit) am Markterfolgreich behaupten. Die Risikolebensversicherung strebt eine Spitzenpositionierung im Markt an, indem sie Nachlässe sowohl für Nichtraucher und privat Krankenvollversicherte als auch für Akademiker gewährt. Die Rentenprodukte der HanseMerkur Lebensversicherung AG enthalten eine kostenlose Pflegeoption. Somit wird auch 2014 der Philosophie gefolgt, in hohem Maße flexible Produkte anzubieten, die es den Versicherten ermöglichen, sowohl in der Vorsorgephase als auch im Leistungsbezug den Versicherungsschutz an die aktuellen Lebensumstände anzupassen. Neu abgeschlossene Rentenversicherungen bleiben mit einer durchschnittlichen Gesamtverzinsung (inklusive Schlussüberschüsse und Beteiligung an den Bewertungsreserven) von 3,90 % weiterhin attraktiv. Die HanseMerkur Lebensversicherung AG verfügt damit im Jahre 2014 über ein in hohem Maße konkurrenzfähiges Produktportfolio, welches aktuelle Ratings der Agenturen Franke & Bornberg und Morgen & Morgen sowie der Stiftung Warentest belegen. Somit werden mittelfristig weiterhin die Chancen für ein Wachstum der HanseMerkur Lebensversicherung AG positiv bewertet. Das anhaltend niedrige Zinsniveau wird sich voraussichtlich auch in 2014 nicht deutlich erholen. Aufgrund der risikobewussten Kapitalanlagepolitik und der Ausrichtung auf langfristig stabile Zinserträge ist die HanseMerkur Lebensversicherung AG jedoch auf diese Entwicklung vorbereitet. Dennoch kann die HanseMerkur Lebensversicherung AG aufgrund ihrer Finanzstärke für das Geschäftsjahr 2014 eine marktkonforme Überschussbeteiligung von 3,40 % (Vj. 3,65 %) bieten. Für die HanseMerkur24 Lebensversicherung AG ist das Umfeld der staatlich geförderten Altersversorgung von Interesse. In diesem schwierigen Marktumfeld ist die Hanse- Merkur24 Lebensversicherung AG mit ihrem staatlich geförderten Altersvorsorgeprodukt, welches die höchste Garantieleistung in der Branche und eine attraktive Gesamtverzinsung bietet, hervorragend positioniert. Finanztest (12/2013) hob die HanseMerkur24 Lebensversicherung AG als Unternehmen hervor, welches die beste Rentenzusage macht. Diese Spitzenposition im Anbieterfeld von Rentenversicherungen nach dem Altersvermögensgesetz soll 2014 weiterhin gefestigt werden. Die HanseMerkur Reiseversicherung AG ist als Spezialversicherer auf dem Markt der Touristik einer der größten Versicherer Deutschlands. Dieses Geschäft ist im Wesentlichen durch die Reiserücktrittskostenversicherung im Zusammenhang mit der Buchung einer oder mehrerer touristischer Leistungen geprägt. Ein weiteres Standbein der Gesellschaft ist das Reiseversicherungsgeschäft, das außerhalb der klassischen touristischen Vertriebswege generiert und im Wesentlichen von der Reisekrankenversicherung bestimmt wird. Die in den letzten Jahren kontinuierlich vorangetriebene Positionierung als Qualitätsanbieter eröffnet der Gesellschaft Chancen, ihre Marktdurchdringung weiter zu erhöhen. Darauf aufbauende maßgeschneiderte Produkte für individuelle Zielgruppen runden das Erfolgskonzept ab. Dem Vertrieb bieten sich hierdurch Ansatzpunkte, sich über die intensive Betreuung unserer Partnerschaften hinaus positiv vom Wettbewerb abzugrenzen. Für beide Geschäftsfelder ergeben sich aus dem Verbund mit den anderen Gesellschaften der HanseMerkur Gruppe vertriebliche Synergien, die eine weitere Geschäftsausdehnung ermöglichen werden. Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein moderates Wachstum des Geschäftsvolumens erwartet. Die Geschäftstätigkeit in der Kautionsversicherung wurde durch den Eintritt eines Großschadens neu ausgerichtet. Hierbei wurde ein besonderer Wert auf die Begrenzung des maximalen Haftungsrisikos gelegt. Zeitgeist ist ein zentrales Element, welches die BD24 Berlin Direkt Versicherung AG als innovativen und ideenreichen Online-Versicherer auszeichnet. Als besondere Stärken der BD24 sind neben ihrer Innovationskraft, ihre Fähigkeit zur schnellen und effektiven Umsetzung von neuen Vorhaben sowie, der Mut, neue Wege zu gehen, zu nennen. Diese Stärken sind gleichzeitig zentrale Voraussetzung für Erfolg im schnelllebigen und wettbewerbsintensiven Internetgeschäft. Basierend auf diesen Fähigkeiten wird für das Jahr 2014 ein deutliches Wachstum im oberen zweistelli- 18

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