Tagungsmagazin USA IM FOKUS 2014

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1 Tagungsmagazin USA IM FOKUS 2014

2 Inhalt 4 Wirtschaftsaufschwung verläuft holprig 7 Wirtschaftsdaten kompakt 8 Millennials-Jahrgänge werden für US-Marketing immer wichtiger 11 Automobilmarkt überwindet kurzzeitigen Absatzeinbruch 14 Maschinenbau profitiert von anziehender Industriekonjunktur 17 USA bei Mobilfunkstandard 4G führend 20 Regierung forciert Emissionsbegrenzung im Stromsektor 22 Gute Wachstumsaussichten für Solarenergie 25 TTIP könnte Harmonisierung von Maschinenstandards beschleunigen 27 EU-US-Sicherheitspartnerschaft soll Warenabfertigung erleichern 29 Entsendung von Mitarbeitern: Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen Germany Trade & Invest 3

3 Wirtschaftsaufschwung verläuft holprig Wirtschaftsaufschwung verläuft holprig Wirtschaftsaufschwung verläuft holprig Washington D.C. (gtai) - Der schon fünf Jahre andauernde Wirtschaftsaufschwung in den USA verläuft weiter unstetig. Nach einem starken 2. Halbjahr 2013, in dem trotz einer vorübergehenden Lahmlegung der US-Regierung ein Realwachstum von 3,3% erzielt wurde, schrumpfte die Wirtschaft im 1. Quartal 2014 überraschend. In den vergangenen Monaten hat sich die Konjunktur allerdings wieder spürbar verbessert. Für das Gesamtjahr erwarten die meisten Ökonomen einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von rund 2,0% (2013: 1,9%). Infolge des scharfen BIP-Rückgangs im 1. Quartal 2014, in dem die US-Wirtschaft auf das Jahr hochgerechnet um 2,1% schrumpfte, korrigierten die meisten Ökonomen ihre Voraussagen für 2014 nach unten. Schätzungen zufolge gab es im 2. Quartal mit einem annualisierten BIP-Zuwachs von 4,0% allerdings einen beachtlichen Rebound. Nach der Mehrheit der Mitte 2014 veröffentlichten Konjunkturprognosen dürfte sich das Realwachstum im laufenden Jahr auf rund 2,0% belaufen (2013: 1,9%). Den Hauptantreiber soll dabei der private Konsum spielen, der in den USA fast 70% der wirtschaftlichen Aktivitäten ausmacht. Der nach dem strengen Winter wieder deutlich verbesserte Arbeitsmarkt kommt dem Verbrauch derzeit zugute. Positiv wirken zudem die steigenden Hauspreise und Aktienkurse sowie die immer noch relativ günstigen Finanzierungsbedingungen. Einer der größten Unsicherheitsfaktoren für die wirtschaftliche Erholung hat mit dem Ende 2013 erzielten Fiskalkompromiss an Brisanz verloren. Mit der Budgeteinigung im US-Kongress und der vorübergehenden Aussetzung der staatlichen Schuldengrenze besteht nun bis in das Jahr 2015 hinein ein stabiler fiskalpolitischer Handlungsrahmen. Auf eine geeignete Strategie zur langfristigen Begrenzung der Staatsverschuldung konnten sich die beiden Kongressparteien bislang jedoch noch nicht verständigen. Wirtschaftliche Entwicklung 2013 bis 2015 (reale Veränderung gegenüber dem Vorjahr in %) ) ) BIP 1,9 2,1 2) 3,0 2) Einfuhr 3) 1,4 3,6 5,4 Bruttoanlageinvestitionen 2,9 5,0 5,5 Privater Verbrauch 2,0 2,3 2,8 1) Prognose; 2) gemäß Blue Chip Economic Indicators (BCEI) vom August 2014 (Durchschnittswert der Prognosen von rund 50 Top-Analysten); 3) Waren und Dienstleistungen Quellen: IWF, World Economic Outlook, April 2014; BCEI, August 2014 (BIP-Prognosen) Gefahren für den Aufschwung drohen derzeit durch einen möglichen Anstieg der langfristigen Marktzinsen, der durch das erwartete Anziehen der geldpolitischen Zügel ausgelöst werden könnte. Darüber hinaus gibt es eine Reihe externer Risikofaktoren, so etwa neue ökonomische Turbulenzen aufgrund einer möglichen Eskalation der Ukraine-Krise. Investitionsdynamik im Wohnungsbau lässt nach Beim Konjunktureinbruch im 1. Quartal 2014 schlug auch zu Buche, dass im Halbjahr zuvor intensiv in den Lageraufbau investiert worden war. Wegen der Nachfrageschwäche durch das kalte Winterwetter wurden die Lagerinvestitionen dann anschließend stark zurückgefahren. Verschiedene Konjunkturindikatoren lassen jedoch hoffen, dass die Investitionsflaute nur vorübergehender 4 USA im Fokus

4 Natur war. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe befand sich in den Frühjahrsmonaten ebenso wie die industriellen Auftragseingänge wieder im Aufwind. Anlass zur Sorge bot zuletzt lediglich die etwas nachlassende Investitionsdynamik im Wohnungsbau. Im öffentlichen Sektor bleibt der Ausgabenspielraum weiter begrenzt. Während die US-Bundesverwaltung nach wie vor unter einem erheblichen Sparzwang steht, könnten jedoch einige Bundesstaaten und Kommunen künftig etwas ausgabenfreudiger werden. Sie dürften zusätzliche Steuereinnahmen unter anderem in dringend benötigte Infrastrukturprojekte investieren. Ausgewählte Großprojekte in den USA (Investitionssumme in Mrd. US$) Projektbezeichnung Investitionssumme Projektstand Anmerkung California High- Speed Rail Project, California High- Speed Rail Authority Petrochemieprojekt von Sasol Ltd., Westlake, Louisiana Morganza-to-the- Gulf Storm Protection Project, Louisiana Texas High Speed- Central Railway (TCR), Texas LNG-Exportprojekt, Jordan Cove, Veresen Inc., Coos Bay, Oregon Gigafactory für Elektrofahrzeugbatterien, Tesla Motors 67,6 Planung/Vorarbeiten Hochgeschwindigkeitszugverbindung über 520 Meilen zwischen San Francisco und Los Angeles/Anaheim; geplanter Baubeginn 2014 mit Fertigstellung bis 2028; Finanzierung noch nicht endgültig gesichert 16,0-21,0 Front-End-Engineering- und Design- Phase (FEED) 13,0 Planung; Projektzulassung für Zuschüsse der US-Bundesregierung von ca. 6,7 Mrd. US$ im Mai 2014 Bau einer GTL-Anlage*) für Barrel/Tag bis 2018/19; Bau eines Ethancrackers für 1,5 Mio. t/jahr Ethylen bis 2017 Flutkontrollsystem mit einer Ausdehnung von 98 Meilen (Schleusen, Dämme und andere# Strukturen) 10,0 Planung Hochgeschwindigkeitszugverbindung über 240 Meilen zwischen Dallas/Fort Worth und Houston; Fertigstellung ab 2022; private Finanzierung angestrebt 7,5 Genehmigung des US-Energieministeriums zum LNG- Export von 0,8 Mrd. Kubikfuß/ Tag in Länder ohne Freihandelsabkommen unter Auflagen im März ,0 Planung; Standortsuche im Südwesten der USA (TX, NV, AZ, NM) Geplanter Baubeginn 2014; zusätzlicher Export von 1,2 Kubikfuß/Tag in Länder mit Freihandelsabkommen Anlage mit einer Fläche von 10 Mio. Quadratfuß und Beschäftigten bis 2020, Plankapazität: Lithium-Ionen- Batterien pro Jahr *) gas-to-liquids Quellen: Recherchen von Germany Trade & Invest; Pressemeldungen Germany Trade & Invest 5

5 Wirtschaftsaufschwung verläuft holprig US-Verbrauchervertrauen steigt Der private Konsum hat sich in den USA auch fünf Jahre nach der großen Rezession noch nicht richtig erholt. Während vor der Finanzkrise jährliche Realzuwächse von 3% und mehr üblich waren, lagen diese nach 2008/09 nur noch bei 2,0 bis 2,5%. Breite Bevölkerungsschichten konnten vom Aufschwung der letzten Jahre nur wenig profitieren. Das reale Median-Haushaltseinkommen liegt in den USA auch heute noch rund 8% unter dem Vorkrisenniveau. Die vergleichsweise guten Konsumdaten im 1. Quartal 2014 haben wegen der hohen Aufwendungen für Heizung und aufgrund des Starts von ObamaCare nur eine begrenzte Aussagekraft. Dennoch dürfte sich der private Konsum 2014 etwas besser entwickeln als im Vorjahr (+2,0%). Positiv wirken die gestiegenen Haushaltsvermögen, eine höhere Kreditaufnahmebereitschaft und die Beschäftigungszugewinne am Arbeitsmarkt. Auch die verfügbaren Einkommen sollten 2014 wieder stärker zulegen können als im vergangenen Jahr (+0,7%). Das Verbrauchervertrauen hat nach dem Index des Conference Board zuletzt wieder zugelegt. Im Juni 2014 lag dieser Wert bei 85,2, nach 82,2 im Mai und 77,5 im Dezember Handelsbilanzdefizit wird kleiner Das Handelsbilanzdefizit der USA verminderte sich zwischen 2012 und 2013 von 4,5 auf 4,1% des BIP. Hauptgrund dafür war der infolge des US-Energiebooms um rund 60 Mrd. US$ gesunkene Fehlbetrag beim Austausch von Erdölprodukten. Mit 232 Mrd. US$ machte dieser 2013 nur noch etwa ein Drittel des Gesamtdefizits aus (2012: 39%). Trotz insgesamt leicht rückläufiger US-Warenimporte haben die deutschen Lieferungen laut dem US-Handelsministerium 2013 um 5,6% auf 114,6 Mrd. US$ zugelegt. Deutschland bleibt damit für die USA das fünftwichtigste Bezugsland. Besonders gut liefen 2013 Chemieprodukte und Kfz, die zusammen mit Maschinen und Elektrotechnik mehr als drei Viertel der Einfuhren aus Deutschland ausmachten. Werden die optimistischen Wirtschaftsprognosen für die USA Realität, ist mit weiteren deutschen Lieferzuwächsen zu rechnen. Langfristig könnte der deutsch-amerikanische Warenaustausch von dem zwischen den USA und der EU angestrebten Handels- und Investitionsabkommen (TTIP) profitieren. Autor: Martin Wiekert, Washington 6 USA im Fokus

6 Wirtschaftsdaten kompakt Wirtschaftsdaten kompakt Germany Trade & Invest 7

7 Millennials-Jahrgänge werden für US-Marketing immer wichtiger Millennials-Jahrgänge werden für US-Marketing immer wichtiger Millennials-Jahrgänge werden für US-Marketing immer wichtiger Washington D.C. (gtai) - Die Generation der Millennials, zu denen die Geburtenjahrgänge gezählt werden, die seit etwa der Jahrtausendwende in das Erwachsenenalter eintreten, gewinnen in den USA als Käuferschicht immer mehr an Bedeutung. Schon heute sind sie die größte Bevölkerungsgruppe des Landes. Mit ihrer hohen Diversität und ihrem speziellen Konsumverhalten stellen sie die Marketingstrategen der Wirtschaft vor besondere Herausforderungen. Die von Sozialforschern als Millennials oder auch Generation Y bezeichneten Geburtenjahrgänge von 1980 bis etwa 2000 lassen in den USA immer mehr ihre demographischen Muskeln spielen. Mit rund 86 Millionen umfassen sie noch mehr Menschen als die 81 Millionen zählenden Baby-Boomer, die in den geburtenstarken Nachkriegsjahren 1946 bis 1965 zur Welt gekommen sind. Der Einfluss der Millennials auf Wirtschaft und Gesellschaft nimmt in den USA stark zu und hat seinen Höhepunkt noch lange nicht erreicht. Mehr als 25 Millionen Millennials waren 2012 noch jünger als 18 Jahre und werden noch einige Zeit brauchen, bis sie am Zenit ihrer Schaffenskraft angelangt sind. Dies wird erst nach 2030 der Fall sein, wenn die letzten der bislang noch die Schaltstellen des Landes kontrollierenden Baby-Boomer in den Ruhestand eintreten. Bevölkerungsstruktur der USA zur Jahresmitte 2012 (Anzahl in Mio.; Anteile in %) *) Generation Alter USA Anteil Weiße (ohne Anteil insgesamt Latinos) 2) Kriegsgeneration 67 und älter 36,9 11,8 29,3 15,9 und Ältere Baby-Boomer ,8 25,7 57,9 29,6 Generation X ,2 19,5 36,7 18,4 Millennials/ ,3 27,5 48,6 24,5 Generation Y ältere ,3 19,5 34,9 17,6 jüngere ,1 8,0 13,7 6,9 Generation Z ,7 15,5 25,1 11,6 Gesamtbevölkerung alle Altersgruppen 313, ,6 100 *) Andere Quellen verwenden zum Teil leicht abweichende Generationsabgrenzungen. Quelle: U.S. Census Bureau, Population Division (Generationszuordnung durch den Verfasser) Als Verbraucher sind die Millennials jedoch schon heute ein beachtlicher Machtfaktor. Schätzungen zufolge geben sie derzeit rund 1,3 bis 1,7 Billionen US$ jährlich für den Konsum aus. Ihr Anteil an den gesamten US-Konsumausgaben von rund 11,5 Billionen US$ (2013) ist damit allerdings noch deutlich geringer als ihr Bevölkerungsanteil. 8 USA im Fokus

8 Millennials von Folgen der Finanzkrise stark betroffen Eine Ursache für die starke Diskrepanz, die über die üblichen altersbedingten Unterschiede hinausgeht, liegt in der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung der vergangenen Jahre. Da viele Millennials in der ökonomischen Krise und den nachfolgenden Jahren schwachen Wirtschaftswachstums ins Erwerbsalter eingetreten sind, stehen gerade die Älteren von Ihnen häufig schlechter da als die Generation X und die Baby-Boomer im gleichen Alter. Nicht selten haben sie außerdem noch einen großen Betrag an Ausbildungskosten abzutragen, da die Quote der Collegeund Hochschulabsolventen in dieser Gruppe höher ist als in vorangegangenen Jahrgängen. Mit 1,23 Billionen US$ erreichte der Umfang der ausstehenden US-Studentenkredite 2013 einen neuen historischen Höchststand. Es spricht aber Einiges dafür, dass sich die Konsumspielräume der Millennials künftig deutlich ausweiten. Da das Maximaleinkommen in den USA durchschnittlich erst zwischen 45 und 54 verdient wird, bestehen bei ihnen noch beachtliche Potenziale für Einkommenssteigerungen. Ein weiterer Faktor ist, dass zahlreiche Millennials die Nachkommen vergleichsweise wohlhabender Eltern sind. Viele von ihnen werden deshalb noch von größeren Erbschaften profitieren können. Haushaltseinkommen in den USA im Jahr 2012 (in US$) Altersgruppe *) Anzahl der Haushalte (in 1.000) Medianeinkommen Durchschnittseinkommen Jahre Jahre Jahre Jahre Jahre und älter *) bezogen auf den Haushaltsführer Quelle: U.S. Census Bureau Unternehmen, Consultingfirmen und die Werbewirtschaft widmen daher der Gruppe der Millennials eine immer größere Aufmerksamkeit. Millennials repräsentieren den Konsumentenmarkt der Zukunft, heißt es etwa in einer Analyse der Boston Consulting Group (BCG). Ein auf sie abgestimmtes Marketing wird deshalb von vielen Absatzstrategen als entscheidend für den langfristigen Unternehmenserfolg gesehen. Hohe Diversität und geringerer Deutschland-Bezug als in früheren Generationen Die große Diversität der Millennials macht es den Marketingplanern allerdings nicht leicht. BCG identifizierte in ihrem Report bereits sechs sehr unterschiedliche Grundprofile (vom Hip-ennial bis zum Gadget Guru ). Ein universaler Marketingansatz für die gesamte Zielgruppe ist deshalb laut BCG zum Scheitern verurteilt. Vielmehr sei ein differenziertes Vorgehen erforderlich, dass die Nuancen und Eigenheiten der einzelnen Subsegmente berücksichtigt. Von den zahlreichen den Millennials zugeschriebenen Eigenschaften gibt es nur wenige, die sich tatsächlich als Stereotyp eignen. Eine ist zum Beispiel die vergleichsweise hohe Affinität zu modernen Kommunikationstechnologien und die überaus starke Nutzung von Social Media, die immer mehr auch bei Kaufentscheidungen eine Rolle spielen. Der Pew Research Center beschreibt die US- Millennials als Digital Natives - die erste Generation, die bereits von Kindesbeinen an mit diesen neuen Technologien aufgewachsen ist. Germany Trade & Invest 9

9 Millennials-Jahrgänge werden für US-Marketing immer wichtiger Ein zentrales Charakteristikum der Millennials ist ihre außerordentliche ethnische Vielfalt. Der Einwohneranteil der weißen Amerikaner europäischer Herkunft liegt in dieser Altersklasse nur noch bei 56% (Gesamtbevölkerung: 63% oder 197,6 Mio.). Vor allem die US-Latinos werden dafür sorgen, dass die heutigen Minderheiten in rund 30 Jahren die Bevölkerungsmehrheit stellen werden. So soll die Zahl der aus Lateinamerika stammenden Bürger bereits zwischen 2012 und 2030 um rund 33 Mio. zulegen (2012: 53 Mio.). Für deutsche Unternehmen ist es eine besondere Herausforderung, gerade die schnell wachsenden und aufstrebenden Minoritäten zu erreichen. Bei vielen jüngeren Latinos, US-Bürgern asiatischer Abstammung und Afro-Amerikanern ist die Affinität zu Deutschland und seinen Produkten eher unterdurchschnittlich ausgeprägt. Die Wege und Methoden, die bei den älteren Kunden europäischer Abstammung zum Verkaufserfolg führten, werden in der Millennials-Generation nicht immer geeignet sein. Autor: Martin Wiekert, Washington 10 USA im Fokus

10 Automobilmarkt überwindet kurzzeitigen Absatzeinbruch Automobilmarkt überwindet kurzzeitigen Absatzeinbruch Automobilmarkt überwindet kurzzeitigen Absatzeinbruch New York (gtai) - Der US-Automobilmarkt hat die wetterbedingte Absatzschwäche zu Jahresbeginn 2014 überwunden. Angetrieben vom anziehenden Verkauf leichter Lkw ist der Markt wieder klar auf Wachstumskurs. Analysten erwarten für das Gesamtjahr ein moderates Plus um die 4%-Marke (in Einheiten). Die Produktion soll mittelfristig weiter leicht zulegen. Um die Nachfrage bedienen zu können, stehen bei den Herstellern zahlreiche Modernisierungsinvestitionen und Werkserweiterungen an. Der Absatz von Light Vehicles (Pkw und leichte Lkw bis 6,35 t) konnte sich von dem Einbruch im Januar und Februar 2014 im Laufe des Frühjahres erholen. Der Rückgang zu Jahresbeginn war vor allem auf den in weiten Teilen des Landes äußerst strengen Winter zurückzuführen. Im April und Mai 2014 zog der Markt dank des Nachholeffektes an. US-Absatz von Light Vehicles (in Einheiten) 1) Mai 2014 Veränd. 2) Jan. - Mai 2014 Veränd. 2) Absatz insgesamt , ,8 aus Inlandsproduktion , ,3 Kfz 562 4, ,3 leichte Lkw 706 9, ,0 Importfahrzeuge 333 7, ,0 Kfz 212 7, ,8 leichte Lkw 121 8, ,8 1) Light Vehicles = Pkw und leichte Lkw bis 6,35 t); 2) Im Vergleich zum Vormonat beziehungsweise Vorjahreszeitraum in % Quelle: Ward s Auto Data Center Der Light Vehicle-Markt wird weiter vor allem von leichten Lkw angetrieben. So legte der Verkauf in diesem Segment 2013 um etwa 10,0% zu (in Einheiten). Bei Pkw lag das Plus bei rund 4,7%. In den ersten fünf Monaten 2014 verfestigte sich der Trend hin zu leichten Lkw. Während hier der Absatz nach Angaben von Ward s Auto im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,6% zulegte, lag das Plus im Pkw-Segment bei lediglich 0,1%. Vor allem Crossover-Modelle und Minivans waren in diesem Zeitraum stark gefragt. US-Absatz von leichten Lkw nach Segmenten (in Einheiten) 1) Marktsegment Jan. - Mai 2014 Veränd. 2) Insgesamt ,4 Pick Up 905 3,6 Crossover ,5 SUV 604 5,1 Minivan ,2 1) Leicht abweichende Definition von leichten Lkw im Vergleich zu Ward s Auto; 2) Veränderung gegenüber Januar bis Mai 2013 in % Quelle: Motor Intelligence Germany Trade & Invest 11

11 Automobilmarkt überwindet kurzzeitigen Absatzeinbruch Prognosen deuten auf Fortsetzung des positiven Trends hin Das Marktforschungsunternehmen LMC Automotive prognostiziert eine Fortsetzung der moderaten Steigerungsraten auf dem Light Vehicle-Markt im 2. Halbjahr Laut Analysten von Ward s Auto dürfte das Wachstum nicht zuletzt von einer stark steigenden Nachfrage von Autovermietern angetrieben werden. Hier habe sich eine hohe Nachfrage angestaut. Für das Gesamtjahr 2014 geht LMC Automotive von rund 16,1 Mio. abgesetzten Einheiten aus. Gegenüber dem Vorjahr wäre dies ein Plus von circa 3,9% (in Einheiten). Die Erwartungen anderer Analysten bewegen sich ebenfalls in der Größenordnung von knapp über 16 Mio. Fahrzeugen. Damit würde sich die Automobilindustrie dem Absatzniveau der Vorkrisenzeit (zwischen 2000 und 2007 zumeist zwischen 16 Mio. und 17 Mio. Light Vehicles) nähern. Für 2015 erwarten die meisten Analysten, dass sich die gemäßigten Wachstumsraten verstetigen. Die Konditionen für Automobilkredite sollen weiter vorteilhaft bleiben, nicht zuletzt aufgrund der andauernden Niedrigzinspolitik der US-Notenbank. Derzeit stehen laut Analysten sehr attraktive Finanzierungs- und Leasingoptionen zur Verfügung. Das Volumen an Automobilfinanzierungen erreichte in den ersten vier Monaten 2014 einen Rekordwert, so der Informationsdienst Equifax. Experten erwarten unter den Anbietern einen zunehmenden Wettbewerb über günstige Preise und lukrative Kaufanreize von Seiten der Hersteller und Händler. Der Ersatzbedarf ist trotz hoher Absatzwachstumsraten in den vergangenen Jahren noch erheblich, so Ward s Auto. Das Durchschnittsalter der Light Vehicle-Flotte erreichte laut Einschätzungen von Marktexperten zu Jahresbeginn 2014 ein Rekordniveau von etwa 11,5 Jahren. Der Durchschnittswert 2009 lag bei rund zehn Jahren. Die aufgestaute Nachfrage sollte sich weiter abbauen, nicht zuletzt dank günstiger Finanzierungskonditionen. Leichte Lkw dürften mittelfristig weiter die Wachstumslokomotive bleiben. Das Marktsegment profitiert von relativ günstigen Benzinpreisen, ein Trend, der sich laut U.S. Energy Information Administration (EIA) fortsetzen dürfte. Für das 2. Halbjahr 2014 geht die EIA von einem durchschnittlichen Preis von 3,49 US$ pro Gallone (pg) aus (1 Gallone = 3,79 Liter). Die Marke soll 2015 bei 3,39 US$ pg liegen. Auch der wachsende Häusermarkt spielt eine zentrale Rolle. So sind nicht zuletzt verstärkte Investitionen von Bauunternehmern und Handwerkern in Pick-ups zu erwarten. Die drei Automobilkonzerne (General Motors, Ford und Chrysler) aus Detroit dominieren das Marktsegment. Das letztgenannte Unternehmen konnte im bisherigen Jahresverlauf vor allem dank der Dynamik beim Absatz von leichten Lkw seine Stellung auf dem Automobilmarkt stärken. Produktion bleibt auf Touren Die Light Vehicle-Produktion hat 2013 mit knapp 10,8 Mio. Einheiten das Niveau von 2007 übertroffen. Relativ hohe Lagerbestände und verminderte Wachstumsraten bei der Nachfrage im Vergleich zu den Vorjahren bremsen die Dynamik leicht. In den ersten vier Monaten 2014 zog der Output geringfügig an. Analysten erwarten für das Gesamtjahr und bis mindestens 2016 eine Fortsetzung moderater Steigerungsraten. Nach Angaben von Ward s Auto ist die Kapazitätsauslastung in US-Autowerken (inklusive der Produktion mittlerer und schwerer Lkw) im 4. Quartal 2013 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 91,7 auf 94,9% gestiegen. Die durchschnittliche Auslastung soll sich laut Einschätzungen von Analysten im 1. Quartal 2014 in etwa auf diesem hohen Niveau gehalten haben. Automobilhersteller begegnen der weiter steigenden Nachfrage vor allem mit Modernisierungsinvestitionen und 12 USA im Fokus

12 Output-Erhöhungen in den bestehenden Werken. Nicht zuletzt bei deutschen Herstellern stehen entsprechende Pläne weit oben auf den Prioritätenlisten. Ende März 2014 kündigte BMW eine Investition von rund 1 Mrd. US$ in sein Spartanburg-Werk in South Carolina an. Die Produktionskapazität vor Ort soll bis 2016 von etwa auf Automobile ansteigen. Am Standort wird künftig auch der Geländewagen X7 gefertigt. Damit wird 2016 das weltweit größte BMW-Werk in South Carolina stehen. Nach Angaben des Volkswagen-Konzerns im Januar 2014 wird das Unternehmen im Zeitraum 2014 bis 2018 rund 7 Mrd. US$ in Nordamerika investieren. Bestandteil des Plans ist, einen sportlichen Geländewagen auf den US-Markt zu bringen. Noch unklar ist der Produktionsstandort. Die Werke in den USA (Chattanooga) und Mexiko buhlen um den Zuschlag. General Motors kündigte im April 2014 an, in sein Werk nahe Detroit (Michigan) und die Batteriefabrik in Brownstown (Michigan) circa 450 Mio. US$ zu investieren. Die Mittel stehen unter anderem für die Produktion der nächsten Generation des Plug-in-Hybrids Chevrolet Volt bereit. Im gleichen Monat legte Ford Pläne offen, rund 500 Mio. US$ in seine Motorenfabrik in Lima (Ohio) zu stecken. Vor allem der Output des neuen 2,7 l- EcoBoost soll erhöht werden. Dieser kombiniert eine Direkteinspritzung mit einem Turboauflader. Autor: Christian Janetzke, New York Germany Trade & Invest 13

13 Maschinenbau profitiert von anziehender Industriekonjunktur Maschinenbau profitiert von anziehender Industriekonjunktur Maschinenbau profitiert von anziehender Industriekonjunktur New York (gtai) - Für die meisten Sparten des US-amerikanischen Maschinen- und Anlagenbaus bieten sich im Zuge der anziehenden Industriekonjunktur 2014 gute Rahmenbedingungen. Vor allem die anhaltende Expansion im Automobilsektor liefert Impulse für die Maschinennachfrage. Beispielsweise ist im Werkzeugmaschinenbau eine hohe Dynamik zu verzeichnen. Hersteller von Baumaschinen profitieren von dem expandierenden Häusermarkt. Auf dem Importmarkt ist 2014 nach einem leichten Rückgang ein moderater Zuwachs zu erwarten. Die prognostizierten makroökonomischen Rahmenbedingungen für das 2. Halbjahr 2014 sind für den US-Maschinen- und Anlagenbau günstig. Vor allem die anziehende Industriekonjunktur verspricht gute Absatzchancen. Die Industrieproduktion ist im 1. Quartal 2014 annualisiert um 1,7% gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Zu Jahresbeginn hatten Schneestürme im Osten der USA die Lieferungen von Ausrüstungen an einige Werke verhindert und ein höheres Wachstum ausgebremst. Die Produktion soll im weiteren Jahresverlauf an Fahrt aufnehmen. Frühindikatoren sprechen für eine weitere Aufwärtsbewegung. Der Einkaufsmanagerindex für die US-Industrie befindet sich nach einem wetterbedingten Einbruch seit Februar 2014 wieder auf Expansionskurs, so das Institute for Supply Management (ISM). Analysten erwarten nach einem Wachstum der Industrieproduktion 2013 von 2,6%, für 2014 und 2015 Zuwächse von etwa 3,3 beziehungsweise 3,6%. Die realen Anlageinvestitionen außerhalb des Wohnungsbaus sollen 2014 laut Analystenprognosen um 5,1% anziehen (2013: +2,6%). Ein Wermutstropfen sind reduzierte Möglichkeiten für Steuerabschreibungen. Im Jahr 2013 konnten im Rahmen des sogenannten Section 179 -Programms bei Maschinenkäufen mit einem Wert von bis zu 2 Mio. US$ im ersten Jahr der Anschaffung 0,5 Mio. als Sachinvestition abgesetzt werden. Der Betrag reduziert sich 2014 auf US$. Massiver Turnaround bei Werkzeugmaschinen erwartet Die Bestellungen von Werkzeugmaschinen waren 2013 leicht zurückgegangen, allerdings auf sehr hohem Niveau. Laut dem Fachverband The Association for Manufacturing Technology (AMT) belief sich der Rückgang um etwa 5% auf circa 4,9 Mrd. US$. Für 2014 deutet alles auf eine Umkehr des Negativtrends hin. Der Marktforscher Gardner Business Media prognostiziert einen Zuwachs bei der Inlandsnachfrage von etwa 19%. Stark profitieren dürften Anbieter von Drehbearbeitungszentren und Drehmaschinen. Für die Hersteller von Werkzeugmaschinen und zahlreichen weiteren Maschinensegmenten ist die anhaltend positive Entwicklung in der Automobilindustrie von herausragender Bedeutung. Die Produktion von Pkw und leichten Lkw hat 2013 mit rund 10,8 Mio. Einheiten das Vorkrisenniveau von 2007 übertroffen. Analysten erwarten bis mindestens 2016 eine weiter steigende Produktion. Die US-Automobilindustrie produziert derzeit auf rekordhoher Auslastung. Modernisierungsinvestitionen und Output-Erhöhungen stehen weit oben auf den Prioritätenlisten zahlreicher OEM. Einige Hersteller haben Ende 2013 milliardenschwere Investitionspläne vorgestellt. General Motors kündigte beispielsweise Investitionen von 1,3 Mrd. US$ in fünf seiner US-Werke an. Fast 500 Mio. US$ davon sind für Ausrüstungen zur Produktion einer neuen 10-Gang-Automatikschaltung in dem Werk in Romulus (Michigan) vorgesehen. 14 USA im Fokus

14 Fördertechnik profitiert von boomender Automobilbranche Im Fördertechniksegment ist mit einer unverändert hohen Dynamik zu rechnen, nicht zuletzt aufgrund der Nachfrage aus der Automobilbranche. Nach Angaben des Material Handling Institute ist die Inlandsnachfrage 2013 um 7,9% gestiegen. Für 2014 wird ein Wachstum knapp über der 7%-Marke erwartet. Im Jahr 2015 soll das Plus rund 10% betragen. Nach Angaben von Experten der Fachzeitschrift Modern Materials Handling ist in einigen Segmenten ein starker Austauschzyklus im Gang, vor allem bei Gabelstaplern. Die zivile Luftfahrtindustrie wird für Anbieter von Werkzeugmaschinen und weiteren Industriemaschinen als Abnehmerbranche immer wichtiger. Nach Angaben der Aerospace Industries Association konnte der US-Flugzeugbauer Boeing die Auslieferungen 2013 um etwa 7,7% auf rund 51 Mrd. US$ steigern. Für 2014 wird ein Zuwachs in ähnlicher Größenordnung erwartet. Boeing reagiert auf anziehende Bestellungen und beabsichtigt, die Produktion des Dreamliners 787 von Ende 2013 bis 2016 von zehn auf zwölf Flugzeuge pro Monat zu erhöhen. Im Luftfahrtsektor kommen immer mehr hochwertige Verarbeitungsstoffe zum Einsatz. Karbon-, Glasfaser- sowie Metall-Keramik-Verbundstoffe finden zunehmend Verwendung. Marktbeobachter erwarten daher, dass die Unternehmen vermehrt in Hightech-Werkzeugmaschinenparks investieren. Die Hersteller von Nahrungsmittelmaschinen profitieren derzeit von den kräftigen Ausweitungen der Produktportfolios der Nahrungsmittelindustrie sowie deren relativ hohen Kapazitätsauslastungen. Marktexperten gehen für 2014 von einer Steigerung der Nachfrage nach Maschinen zur Lebensmittelverarbeitung um etwa 4,0% aus. Außerhalb des industriellen Sektors sind die Aussichten für Maschinenanbieter uneinheitlich. Die positive Entwicklung bei der Nachfrage nach Landmaschinen dürfte sich leicht eintrüben. Marktexperten gehen davon aus, dass die Jahre mit erheblichen Investments in die Maschinenparks der Landwirte seit der Rezession im Jahr 2014 vorerst vorbei sind. Größtenteils wird von leichten Absatzrückgängen bei Landmaschinen um die 5%-Marke ausgegangen. Geschätzter Inlandsabsatz nach ausgewählten Maschinen- und Anlagensparten (in Mrd. US$, Veränderungen in %) *) NAICS Sparte Veränd. 2013/ Insgesamt 385,0 400,2 3, Baumaschinen 45,3 50,9 12, Klima-, Heizungs-, Lüftungsund 45,5 46,7 2,6 Kältetechnik 3336 Turbinen, Generatoren, Stromübertragungsanlagen 44,6 42,0-5, Metallbearbeitungsmaschinen 42,9 45,1 5, Industriemaschinen 36,4 41,4 13, Fördertechnik 31,5 34,1 8, Landmaschinen 21,5 23,2 7, Bergbaumaschinen, Öl- und Gasfeldausrüstungen 18,2 16,7-8,2 *) Gemäß NAICS 333 (North American Industrie Classification System); geschätzter Inlandsabsatz = Auslieferungen inländischer Hersteller + Importe - Exporte Quellen: U.S. Census Bureau, U.S. International Trade Commission Germany Trade & Invest 15

15 Maschinenbau profitiert von anziehender Industriekonjunktur Starke Nachfrage nach Baumaschinen Der Verkauf von Baumaschinen stieg 2013 um etwa 5,0%. Für 2014 prognostiziert die Fachzeitschrift Machinery Outlook ein Plus von etwa 7,4%. Damit wäre nach einem fünfjährigen Aufholprozess in etwa das Vorkrisenniveau erreicht. Eine sehr hohe Dynamik ist laut Experten bei Kränen sowie Rad- und Kompaktladern zu erwarten. Neben der verstärkten Nachfrage nach treibstoffeffizienten und emissionsarmen Maschinen gibt es einen Trend zur Satellitensteuerung. Vom expandierenden Häusermarkt gehen entscheidende Impulse für die Nachfrage nach Baumaschinen und weiteren Maschinensegmenten aus. Der Wohnungsbau stieg 2013 im Vergleich zum Vorjahr um circa 18% auf rund 0,9 Mio. Einheiten. Für 2014 prognostiziert der Branchendienst Reed Construction Data ein Plus von etwa 18% auf rund 1,1 Mio. Neubauten. Der hohe Bedarf der Schiefergasindustrie belebt die Nachfrage. Laut der U.S. Energy Information Administration (EIA) soll die Fördermenge an Schiefergas zwischen 2012 und 2020 von etwa 8,1 Billionen Kubikfuß (trillion cubic feet, tcf) auf 11,1 tcf steigen. Fracking-Projekte sind sehr maschinenintensiv. Stark gefragt sind laut Experten vor allem Erdbewegungsmaschinen und Kräne. Zentrale Auswirkungen auf die Maschinenanbieter haben die sogenannten Tier 4 -Emissionsstandards der Umweltbehörde EPA. Alle neuen und nicht für den Straßenverkehr bestimmten Dieselmotoren von Maschinen müssen eine wesentlich höhere Emissionseffizienz aufweisen, als dies bislang vorgeschrieben war. Im Zuge der Umrüstungen sind für zahlreiche Maschinentypen 2014 steigende Preise zu erwarten. Gefragt sind unter anderem neue Motorentechnologien und Systeme für die Abgasnachbehandlung. Branchenunternehmen berichten von Herausforderungen bei den Anpassungen an die neuen Richtlinien. Deutschland drittwichtigster Maschinenlieferant der USA Die Maschineneinfuhren sind 2013 um rund 3,4% auf etwa 145,1 Mrd. US$ gesunken. Starke Einbrüche in einigen Segmenten wie Werkzeugmaschinen haben kräftige Zuwächse in anderen Sparten (unter anderem Kunststoffmaschinen) überkompensiert. Die positiven Entwicklungen in den meisten Abnehmerbranchen dürften den Trend 2014 umkehren.. Im Jahr 2013 lieferten Hersteller Maschinen Made in Germany im Gesamtwert von etwa 18,7 Mrd. US$ (+1,6% im Vergleich zum Vorjahr). Deutschland war 2013 das drittbedeutendste Lieferland vor Mexiko. Auf den Plätzen 1 und 2 rangierten die VR China (25,1 Mrd. US$) und Japan (23,4 Mrd. US$). Der deutsche Maschinenbau hat vor allem in den Sparten Kunststoff- und Gummimaschinen (Importmarktanteil 2013: 28,7%), Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen (28,7%) sowie Druck- und Papiermaschinen (25,0%) eine herausragende Stellung. In diesen Bereichen sind deutsche Lieferanten auf dem Importmarkt führend. Autor: Christian Janetzke, New York 16 USA im Fokus

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