Hessische Zentrale für Datenverarbeitung JAHRESBERICHT 2012

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1 Hessische Zentrale für Datenverarbeitung JAHRESBERICHT 2012

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3 JAHRESBERICHT 2012

4 JAHRESBERICHT 2012 Vorwort 4 PROFIL DER HZD 6 Shared Service Center 8 Kooperationen 8 Organisation 9 Sicherheit 9 Leistungsangebot 10 Personalentwicklung 13 Beruf & Familie 13 Green IT 13 Wiesbadener Ökoprofit-Betrieb 13 HessenPC KURSWECHSEL Dr. Ulrich Schmidtberg, Direktor der HZD 14 WEITBLICK Manfred Pospich, Gesamtprojektleiter 16 MEILENSTEINE Entwicklungen und Performance 20 SEPA: Vorbereitung einheit licher Euro-Zahlungsverkehrsraum 21 Finanzämter: Windows 7-Migration und PC-Rollout von rund Arbeitsplatz-PCs 22 Polizei: Rollout von mehr als Rechnersystemen und SCCM-Integration 23 Risiko-Management im IT-Betrieb 23 Einsparung durch Virtualisierung 24 HessenPC EINSICHT Horst Kiehl, Produktmanager 26 VERFÜGBARKEIT Andreas Böcher, Ruth Hoffmann, Georg Wiesel, Asset-, Beschaffungs- und Lizenzmanagement Verfahren und Betrieb 30 ELStAM: Einführung elektro nische Lohnsteuerkarte 31 SESAM: Scannen im Finanzamt 32 ELFE-RBM Stufe 2: Steuerlich nicht geführte Fälle mit Rentenbezug 33 Neues Informationsportal der Landesregierung 33

5 INHALT HZD übernimmt Betrieb 34 https://portal.serviceportal.hessen.de: Das Employee Self Service Portal der Landesverwaltung 35 Betriebsportal KONSENS 36 Web-Auftritt und Teamspace für Euritas 37 GIS: Erneuerung der Infrastruktur, neue Releases und Umzug ins Rechenzentrum Mainz 38 Solardach kataster als Blaupause für geo basierte Anwendungen 39 LUSD: Erweiterung um weitere Verfahren 40 E-Vergabe: Grundlegende Moder nisierung 41 HessenPC TRANSFER Klaus Müller, Bereichsleiter Finanzen und Controlling 42 ABSICHERUNG Angelika Blasche, Dr. Ute Hellwig, Florian Michel, Gabriele Pflüger, Zentrales Virenschutzmanagement Kommunikation und Partnerschaften 46 MPLS: Doppelte Bandbreite zum gleichen Preis 47 HessenVoice: Zentral gesteuerte Telekommunikationslösung für das Land 47 Videokonferenz: Komfortabel kommunizieren 48 Mobile Access: Der Weg zur Produktreife 49 ELEVATOR: Elektronischer Rechtsverkehr in der Justiz 50 Vom Schulungszentrum zur IT-Fortbildung 51 HessenPC PLANUNGS- SICHERHEIT Dr. Martina Murrmann, Rollout 52 TRANSPARENZ Frank Unruh, Client & Application 54 TECHNISCHER ANTRIEB Dr. Udo Ornik, Zentrale Betreiberplattform 56 KOMPAKT 58 JAHRESABSCHLUSS Organigramm 64 Abkürzungsverzeichnis 66 Impressum 68

6 JAHRESBERICHT 2012 Sehr geehrte Damen und Herren, 2012 war für die HZD durch richtungsweisende Veränderungen geprägt. Veränderungen bergen meiner Meinung nach in erster Linie neue Chancen mögliche Risiken gilt es hierbei abzuwägen. Der erfolgreiche Jahresabschluss der HZD, den wir Ihnen präsentieren, belegt, dass die HZD Veränderung als Chance wahrgenommen hat. Die Verwaltung steht nicht still, die IT noch weniger. Für die HZD war die Zeit reif, sich für eine erfolgreiche Zukunft neu aufzustellen. Zum 1. Januar 2012 haben wir deshalb unsere Organisation neu ausgerichtet. Die vorrangigen, keineswegs gering gesetzten Ziele hießen: Unsere Kunden stehen noch stärker im Fokus unseres Handels, die Effizienz der HZD können wir noch weiter steigern und mehr Leistung bei geringeren Kosten erbringen. So war die Neuausrichtung unter anderem auch ein Beitrag für die Umsetzung des 30 Mio. Euro Einsparprogramms im Zuge der Haushaltskonsolidierung haben wir die Einsparvorgaben erbracht ohne Einschränkungen für unsere Kunden. Im Gegenteil, wie das Beispiel MPLS-Landesnetz zeigt: Hier können wir doppelte Bandbreiten zum gleichen Preis anbieten. Angebote wie diese verpflichten und wecken Erwartungen, schaffen aber auch Vertrauen in die HZD. Dass durch Sparmaßnahmen auch neue Geschäftsfelder erschlossen werden können, hat sich für die HZD im vergangenen Jahr beispielhaft am HessenPC gezeigt. Am 15. Juni 2012 beschloss der Kabinettsauschuss Verwaltungsmodernisierung die Einführung des erweiterten HessenPC zum 1. Januar 2013 und beauftragte damit die HZD. Für uns bietet sich hier die große Chance, unsere 4

7 VORWORT Rolle als Konzerndienstleister des Landes zu festigen. Mit unserem Schwerpunkt zum HessenPC in diesem Jahresbericht stellen wir Ihnen das HZD-Team vor, erklären, was dieser Kurswechsel bedeutet und warum Sie unserer Navigation vertrauen können. Virtualisierung und Rollouts, Info- und Serviceportal, LUSD und KONSENS, Solardachkataster und E-Vergabe, Mobile Access und HessenVoice diese Meilensteine und noch viele mehr finden Sie in diesem Jahresbericht. Sie sind Zeichen unserer Kompetenz, und sie zeigen auf, wo die Entwicklungen der Informationstechnologie hinführen. Allein bei der Infrastruktur, den Clients, den Rechenzentren und den Netzen wird das Land Hessen in wenigen Jahren anders aufgestellt sein als heute. Eine Vorhersage aller Entwicklungen wäre vermessen. Garantiert werden Fragen der IT-Sicherheit und der Sicherheits-Beratung immer mehr an Bedeutung gewinnen. Spannende Zeiten erwarten uns, die wir mit und für die Hessische Landesverwaltung gerne mitgestalten. Mit dieser positiven Bilanz des zurückliegenden Jahres und dem zuversichtlichen Blick in die Zukunft wünsche ich Ihnen eine interessante Lektüre. Dr. Ulrich Schmidtberg, Direktor der HZD 5

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9 PROFIL DER HZD Die HZD ist der zentrale IT-Dienstleister für die Hessische Landesverwaltung. Durch inno vative, qualitativ hochwertige, zuverlässige und wettbewerbs fähige IT-Lösungen gilt sie bundesweit als richtungsweisend. Die rund 800 IT-Spezialisten der HZD investieren ihre ganze Energie, um die führende Stellung unter den öffentlich-rechtlichen IT-Dienstleistern auszubauen und zu festigen. 7

10 JAHRESBERICHT 2012 Seit mehr als 40 Jahren unterstützt die Hessische Zentrale für Datenverarbeitung (HZD) die Hessische Landesverwaltung in der Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologie und spielt bei der Umsetzung der IT-Strategie des Landes als zentraler IT-Dienstleister eine maßgebliche Rolle. Rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestalten eine effektive und effiziente Verwaltung mit und stellen dabei die Zufriedenheit ihrer Auftraggeber in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Dabei konzentriert sich die HZD auf die bedarfsgerechte Entwicklung qualitativ hochwertiger IT- Lösungen bei budget- und termintreuer Umsetzung der Projekte. Zu den Kunden der HZD zählen im Wesentlichen die hessischen Ministerien und deren nachgeordnete Dienststellen, der Hessische Landtag und die Hessische Staatskanzlei. Darüber hinaus ist die HZD für Bund-Länder-Kooperationen, andere Bundesländer und Berufsgenossenschaften tätig. Mit ihren Standorten in Wiesbaden, Hünfeld und Mainz gewährleistet die HZD neben der Entwicklung von IT- Lösungen vor allem einen zuverlässigen und sicheren Betrieb. Diese Betriebsstabilität zeigt sich in hohen Verfügbarkeits- und Performancewerten und in der Sicherstellung der Kontinuität der ihr anvertrauten Verfahren. Ein umfassendes Qualitätsmanagement stellt gleichzeitig die ständige Selbstprüfung sämtlicher HZD-Produkte und Dienstleistungen sicher. Die HZD verfügt durch ihre Rolle und jahrzehntelange Historie als Konzerndienstleister der Hessischen Landesverwaltung über umfangreiche Erfahrungen sowie die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Bündelung von Ressourcen Konsolidierung von IT-Infrastruktur auf allen technischen Ebenen Standardisierung von Prozessen Entwicklung von Vorgehensmodellen und Durchführung von Migrationsprojekten Realisierung von Kostenvorteilen (Einkauf Ressourcen-Sharing) Realisierung von Synergieeffekten (Standardisierung, Automatisierung, Reduktion von Komplexität) SHARED SERVICE CENTER Das Konzept eines Shared Service Centers stellt ein wichtiges Prinzip der HZD dar. Damit ist es möglich, besten Service effizient und kostengünstig zu erbringen. Durch die mehrfache Nutzbarkeit eines Services für mehrere Kunden und durch die damit einhergehende Standardisierung trägt die HZD zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung der öffentlichen Verwaltung bei. Neben augenfälligen Beispielen für vielfach genutzte Services wie die Zentrale -Plattform oder das Dokumentenmanagementsystem bieten sich Synergien auch bei kundenspezifischen Fachverfahren an: Durch Standardisierung und Virtualisierung der Rechenzentrums-Infrastruktur sind Qualität, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit gestiegen, während die Kosten gesunken sind. KOOPERATIONEN Die konsequente Weiterentwicklung des Shared Service Center-Gedankens stellen weiterreichende Kooperationen dar. Auf europäischer Ebene ist die HZD Gründungsmitglied der europäischen Allianz öffentlich-rechtlicher IT-Dienstleister, Euritas. Länderübergreifend ist sie beispielsweise aktives Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Datenzentralen (ALD). Beim Betrieb der großen bundeseinheitlichen Fachverfahren, wie im Bereich der Justiz und der Steuer, bestehen bundesweite Kooperationen, teilweise unter Federführung der HZD. Ein bedeutendes gemeinsames Projekt zwischen Hessen und Rheinland-Pfalz ist der Betrieb eines gemeinsamen Rechenzentrums in Mainz. Des Weiteren kooperiert die HZD mit der ekom21, dem größten kommunalen IT-Dienstleistungsunternehmen in Hessen. 8

11 PROFIL DER HZD HZD KOMPAKT Die HZD integriert moderne Informationstechnologie mit Verwaltungserfahrung. Die HZD betreut alle Ressorts des Landes Hessen und erbringt auf Nachfrage Dienstleistungen für Dritte. Die HZD bündelt mit rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern IT-Spezialisten für Projekte, Entwicklung und Betrieb. Die HZD betreibt in Wiesbaden, Hünfeld und Mainz Rechenzentren auf einer Fläche von über Quadratmetern. Die HZD hat an ihre Rechenzentren Dienststellen und Schulen angeschlossen. Die HZD realisiert jährlich 50 bis 60 IT-Projekte und betreibt über 450 IT-Verfahren. Die HZD setzt Netzwerk-Komponenten, Server sowie die BS2000- und IBM-Mainframes zum Betrieb der IT-Verfahren ein. Die HZD stellt eine gemeinsame Landes-IT-Infrastruktur bereit, zum Beispiel das Hessennetz, Internet oder eine Zentrale - Plattform mit Postfächern. Die HZD stattet mehr als PC-Arbeitsplätze in der Hessischen Landesverwaltung mit dem erweiterten HessenPC aus und erbringt damit verbundene zentrale Services wie Hardware- Beschaffung, Softwareverteilung, Lizenz- und Virenschutz-Management. Die HZD ist die zentrale IT-Beschaffungsstelle für das Land Hessen. Die HZD hat eingeführte Prozesse ausgerichtet nach ITSM/ITIL, die einen professionellen IT-Betrieb garantieren. Die HZD schult die Landesbediensteten in landesspezifischen Anwendungen, E-Goverment Projekten und -Verfahren und nach Bedarf in weiteren Themen der IT-Fortbildung. Die HZD nimmt Green IT ernst und spart durch den Einsatz von nachhaltigen, energieeffizienten Technologien Stromkosten und IT-Ressourcen. ORGANISATION Die HZD ist ein Landesbetrieb nach 26 der Hessischen Landeshaushaltsordnung. Grundlagen sind das DV- Verbundgesetz in der Fassung vom 1. Januar 2012, das Gesetz zur Errichtung der Informationstechnik-Stelle der hessischen Justiz und zur Regelung justizorganisatorischer Angelegenheiten sowie zur Änderung von Rechtsvorschriften, die HZD-Satzung vom 23. Dezember 2011, die Verordnung über die Einrichtung der HZD als Behörde der Landesfinanzverwaltung und deren Aufgaben im Besteuerungsverfahren und der Kabinettbeschluss vom 23. Dezember Die HZD ist gemäß ihrer Satzung zentraler Dienstleister der Informations- und Kommunikationstechnik sowie für alle darauf basierenden Verfahren und Anwendungen aller Behörden, Gerichte und sonstigen öffentlichen Stellen des Landes Hessen. Sie ist zentrale Beschaffungsstelle des Landes für Anlagen, Geräte und Kommunikationseinrichtungen sowie Liefer- und Dienstleistungen der Informationstechnik. Die HZD untersteht der Dienst- und Fachaufsicht des Hessischen Ministeriums der Finanzen (HMdF). Soweit Aufgaben der Staatskanzlei und der anderen Ministerien wahrgenommen werden, ist die HZD deren Fachaufsicht unterstellt. SICHERHEIT In der Verwaltung werden besonders sensible Daten verarbeitet, die strengen Datenschutzbestimmungen unterworfen sind. Mit ihren Hochsicherheitsrechenzentren in Wiesbaden, Hünfeld und Mainz verfügt die HZD über alle Voraussetzungen, um den Anforderungen ihrer Kunden gerecht zu werden. Alle Leistungen der HZD werden grundsätzlich mit IT-Sicherheitsmaßnahmen gemäß Schutzbedarfsniveau Normal bereitgestellt. Basis dafür sind die Informationssicherheitsleitlinie für die Landesverwaltung Hessen, die Informationssicherheitsleitlinie des Hessischen Ministeriums der Finanzen (HMdF), die Empfehlungen des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationssicherheit (BSI) und das Hessische Datenschutzgesetz. Über normalen Schutzbedarf hinausgehende Anforderungen werden individuell vereinbart und maßgeschneidert umgesetzt. Die Informationssicherheits- und Datenschutzmaßnahmen der HZD beschränken sich dabei nicht nur auf die Verarbeitung personenbezogener Daten, sondern beziehen alle auf den IT- Systemen der HZD verarbeiteten und gespeicherten Daten sowie den Gebäudeschutz mit ein. 9

12 JAHRESBERICHT 2012 LEISTUNGSANGEBOT Die HZD unterstützt das Land Hessen durch den Einsatz von IT in Verwaltungsarbeiten und anderen Aufgaben. Die Leistungen umfassen IT-Projekte, IT-Verfahren, außerdem das Hessennetz und Mehrwertdienste sowie IT-Beschaffungen. IT-PROJEKTE In IT-Projekten realisiert die HZD konkrete IT-Lösungen innerhalb eines zeitlich festgelegten Rahmens mit dem Ziel, neue IT-Verfahren zu konzipieren, zu realisieren und einzuführen oder bestehende zukunftsorientiert weiterzuentwickeln. Das IT-Wissen des Landes bündelt sich in der HZD. Dies ist ein deutlicher Vorteil für die erfolgreiche Projektumsetzung, da ein kundenorientiertes, schnelles und flexibles Handeln möglich ist. Die HZD ist somit seit über 40 Jahren ein verlässlicher Partner der Hessischen Landesverwaltung. Gleichzeitig hat sich die Hessische Landesverwaltung mit der HZD eine Instanz geschaffen, die die Ausrichtung der Projektziele aller landesinternen Auftraggeber an den strategischen und politischen Rahmenvorgaben und dem gezielten Einsatz von Projektmitteln sicherstellt. Neben landesspezifischen IT-Projekten beteiligt sich die HZD an länderübergreifenden Projekten, Forschungsprojekten sowie Beratungs-, Evaluations- oder Migrationsprojekten. IT-VERFAHREN Die HZD stellt den Produktivbetrieb der hessischen IT- Verfahren in einer zentralen Organisationseinheit sicher. Größtmögliche Verfügbarkeit, Sicherheit und Performance aller IT-Verfahren sind dabei der zentrale Anspruch der HZD. 10

13 PROFIL DER HZD WESENTLICHE IT-PROJEKTE FÜR DIE HESSISCHEN RESSORTS (AUF GRUNDLAGE DER VORHABENPLANUNG) Neuausrichtung des Besteuerungsverfahrens im Rahmen der KOordinierten Neuen Software-ENtwicklung für die Steuerverwaltung (KONSENS) Einführung der IT Service Management Prozesse im KONSENS-Verbund (KONSENS ITSM) Hessenportal (PORTAL MIGRATION) Lehrer- und Schülerdatenbank (LUSD) Optimierung der Personalverwaltung WESENTLICHE IT-VERFAHREN FÜR DIE HESSISCHEN RESSORTS HessenPC KONSENS-Verfahrensbetrieb Betrieb und Ausbau des Technischen Hessischen Competence Centers (THCC) Infrastrukturverfahren der Polizei Steuerliche IT-Verfahren Geodaten-Online-Verfahren Benutzerservicezentrum Justiz Benutzerservicezentrum Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV) Lehrer- und Schüler-Datenbank (LUSD) Telekommunikationsüberwachung (TKÜ) übergreifende IT-Verfahren der Hessischen Landesverwaltung Polizeiliches Auskunftsverfahren (POLAS) Benutzerservicezentrum Hessisches Baumanagement (HBM) Automatisiertes Mahnverfahren (AUMAV) E-Beihilfe Automatisierungsverfahren des Gerichtskosten- und Kassenwesens (JUKOS) Bewertungsverfahren Elektronische Aufenthaltsüberwachung (EAÜ) Die Dienste umfassen sowohl den Betrieb der zentralen Netzwerk-, System- und Anwendungskomponenten als auch die informations- und kommunikationstechnische Ausstattung inklusive der notwendigen Anwendungssoftware. Darüber hinaus pflegt die HZD die Software, berät und betreut die IT-Verfahren und schult die Bediensteten. Die Kunden der HZD haben einen zentralen Ansprechpartner und eine landeseigene Organisationseinheit, die bei auftretenden Problemen mit standardisierten Workflows reagieren kann. Die Softwarepflege der HZD umfasst Entwicklungs-, Programmierungs- und Customizingarbeiten, die im Rahmen des Betriebes anfallen und nicht auf Grund ihrer Größe oder Bedeutung als eigenes Projekt geführt werden. Dazu zählt auch die Einbindung von Standard- und Individualsoftware in vorhandene Softwaresysteme. Der IT-Service Desk, der Aufgaben des 1st Level-Supports wahrnimmt, sowie der Betriebs- und Anwendersupport, im Rahmen des 2nd- und 3rd Levels, sind zuständig für alle von Nutzerseite eingehenden Unterstützungsanfragen. Sowohl für Kunden neuer IT-Verfahren als auch für Kunden, die ihre bestehenden Betriebsumgebungen veränderten Voraussetzungen anpassen, bietet die IT-Fortbildung der HZD Seminare an. IT-HESSENNETZ UND MEHRWERTDIENSTE Eine leistungsfähige Verwaltung ist auf ein sicheres und funktionsfähiges Kommunikationsnetz angewiesen. Mit zunehmender Zahl von IT-Anwendungen wächst die Bedeutung der Netzwerkinfrastruktur. Mit dem Hessen Corporate Network (HCN) steht der hessischen Verwaltung eine wirtschaftliche Vernetzung zur Verfügung. Die HZD bietet Verbindungen über ein Wide Area Network (WAN) in auf die Dienststellen zugeschnittenen Varianten an. Multiprotocol Label Switching Lösungen (MPLS) stehen hessenweit zur Verfügung. Im Stadtbereich Wiesbaden kann zusätzlich auf breitbandige Citynetz-Anschlüsse zurückgegriffen werden. Zur Anbindung kleiner Standorte mit geringeren Breitbandanforderungen bietet die HZD eine spezielle DSL-Lösung an, für die Anbindung von Einzelarbeitsplätzen eine Einwahl-Lösung. Des Weiteren übernimmt die HZD die Konzeption, den Aufbau sowie den Betrieb lokaler Netzwerke (LAN) und stellt den hessischen Dienststellen den Dienst HessenVoice bereit. Die HZD steht ihren Kunden außerdem bei Fragen zum Netzdesign beratend zur Seite. 11

14 JAHRESBERICHT 2012 PRODUKTE/LEISTUNGEN UND DEREN ANTEIL AM GESAMTERLÖS Produkte / Leistungen Erlös Ist 2012 (TEUR) In Prozent Ein effizientes und umfassendes Störungsmanagement unterstützt die durchgängige Verfügbarkeit und Sicherheit der Netzwerke. Gateways zu kommunalen Netzen, über das Testa-Netz zu den anderen Bundesländern und zum Bund sowie bei Verfügbarkeit ein Anschluss an das Kommunikationsnetz von Deutschland Online Infrastruktur (DOI) sichern den Datenverkehr über die Landesverwaltung hinaus. Externe Leistungen % IT-Projekte % IT-Verfahren % IT-Hessennetz und Mehrwertdienste % IT-Beschaffungen % Interessenvertretung Ressort Anordnungen an andere Buchungskreise Gesamtsumme % % IT-BESCHAFFUNG Die IT-Beschaffung sorgt zentral für die Bereitstellung aller IT-Anlagen, IT-Geräte und IT-Dienstleistungen sowie Kommunikationseinrichtungen. Ausgenommen sind spezielle Kommunikationstechniken und zugehörige IT-Einrichtungen der Polizei und anderer Behörden mit Sicherheitsaufgaben. Die Abwicklung der Beschaffungsvorgänge erfolgt weitestgehend über die Logistiksysteme des Landes Hessen. Das elektronische Katalogsystem E-Procurement regelt die Rahmenverträge in den Bereichen Hard- und Software und sorgt für die Beschaffung von Standardbedarfen. Das SAP-Modul Materialmanagement (SAP-MM) stellt die erklärungs- bzw. konfigurationsbedürftigen Artikel (z. B. speziell für den Kunden konfigurierte PCs, Notebooks, Server, aktive Netzwerkkomponenten und Telekommunikationsanlagen). Telekommunikationsdienstleistungen für den Mobilfunk (D1 und D2) werden von den Dienststellen direkt über die HZD beschafft. IT-VERGABEN Die Vergabestelle der HZD führt zentral für die Dienststellen des Landes Hessen die Vergaben von allen Anlagen, Geräten, Kommunikationseinrichtungen sowie Liefer- und Dienstleistungen der IT durch. Die HZD kann für ihre Kunden bei Bedarf, unter Beachtung vergaberechtlicher Vorschriften, Funktionalitäten beschaffen, die nicht im E-Procurement oder SAP-MM aufgeführt sind. DIE FÜNF UMSATZSTÄRKSTEN KUNDEN DER HZD Kunde 2012 (TEUR) Hessisches Ministerium der Finanzen Hessisches Ministerium des Innern und für Sport Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung Hessisches Kultusministerium Hessischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Übrige Ressorts inkl. Staatskanzlei und Landtag Gesamtsumme PERSONALSTRUKTUR Personalstruktur zum Stichtag Anzahl VZÄ Stammpersonal 753 Abordnungen an andere Buchungskreise 3 Auszubildende 10 Langzeitabwesende 25 + Abordnungen an eigenen Buchungskreis 5 = Personal vor Ort 720 davon befristetes Personal 41 12

15 PROFIL DER HZD PERSONALENTWICKLUNG 2012 erstellte die HZD ein Personalentwicklungskonzept, das die Lücke zwischen Personalbestand und Personalbedarf über geeignete Maßnahmen schließt bzw. eine Differenz zukünftig erst gar nicht entstehen lässt. Kern des Personalentwicklungskonzeptes ist eine genaue Bedarfsanalyse der einzelnen Abteilungen und fachlichen Bereiche, um das Leistungs- und Lernpotenzial der Beschäftigten zu erkennen und in Abstimmung mit dem Bedarf der HZD verwendungs- und entwicklungsbezogen zu fördern. Diese Personalentwicklung ist eingebettet in die strategische Gesamtplanung der HZD. Sie zielt darauf ab, durch Steigerung der Qualifikationen die bestmögliche Aufgabenerfüllung der HZD zu gewährleisten. Damit wird die Entwicklung der vergangenen Jahre, nämlich der Ersatz externen Personals durch eigene Kräfte, kontinuierlich fortgesetzt und gestärkt. Weitere Maßnahmen sind die Weiterführung der Ausbildung von IT-Nachwuchskräften und gezielte Neueinstellungen von Fachkräften für ausscheidendes Personal zur Stärkung der fachlichen Kompetenzen. BERUF & FAMILIE Die HZD ist seit 2001 im Besitz des Zertifikats Beruf & Familie der berufundfamilie GmbH. Es wird u. a. auch für die Personalgewinnung genutzt. GREEN IT Einer der wichtigsten Beiträge der HZD zum Umweltschutz besteht im Betrieb des hauseigenen Blockheizkraftwerks, das 2005 auf dem Dach der Zentrale in Wiesbaden installiert wurde. Es erzeugt Strom wie herkömmliche Kraftwerke. Es nutzt aber auch die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme zum Heizen und zum Kühlen des Rechenzentrums, um so eine Überhitzung der Server zu vermeiden. Seit 2008 können dadurch jährlich rund 1,5 Tonnen CO 2 -Ausstoß eingespart werden. WIESBADENER ÖKOPROFIT-BETRIEB 2006 wurde die HZD im Rahmen des Umweltberatungsprogramms ÖKOPROFIT der Stadt Wiesbaden als umweltfreundlicher Betrieb ausgezeichnet. Die HZD kann sich seither Wiesbadener Ökoprofit-Betrieb nennen. 13

16 KURSWECHSEL Dr. Ulrich Schmidtberg DIREKTOR DER HZD HessenPC

17 H essenpc Der HessenPC, ein Produktpaket der HZD, ist die Basis für den standardisierten Betrieb und die transparente Leistungs verrechnung der mehr als PC-Arbeits plätze in der Hessischen Landesverwaltung als Abrechnungsmodell eingeführt, wurde sein Leistungsumfang zum 1. Januar 2013 um die Hardware und Basissoftware sowie weitere zentrale Services erweitert und damit direkt am Arbeitsplatz erlebbar. Ein zentraler Virenschutz führt dabei zu einer deutlichen Erhöhung des Sicherheitsstandards. Der regelmäßige Austausch der Hardware stellt eine leistungsfähige und zuverlässige Performance am Arbeitsplatz sicher. Die Software wird über die Zentrale Betreiberplattform verteilt. Rechts sicherheit herrscht durch umfassende Lizenzvereinbarungen. Mit der Konsolidierung und Standardisierung der PC- Arbeitsplätze wird landesweit ein Mindestmaß an IT-Qualität und -Sicherheit erreicht und so die Zufriedenheit der Nutzerinnen und Nutzer erhöht. Selbstverständlich kann jedes Ressort seine individuellen Fachverfahren auf dieser Plattform nutzen.»der HessenPC ist eine große Chance für die Hessische Landesverwaltung und für die HZD sich zu bewähren. Diese werden wir zu nutzen wissen haben wir die Vorbereitungen getroffen, stets das Ziel vor Augen, die Performance am Arbeitsplatz der Bediensteten zu verbessern, ihnen einen zentralen Service aus einer Hand zu bieten und nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit zu steigern. 15

18 WEITBLICK Manfred Pospich GESAMTPROJEKTLEITER HessenPC

19 H essenpc Am 15. Juni 2012 beschließt der Kabinettsausschuss Verwaltungsmodernisierung (KAVMO) die Erweiterung des HessenPC zum 1. Januar 2013 und beauftragt die HZD mit der Umsetzung. Die Umsatzzahlen in Höhe von rund 40 Millionen Euro pro Jahr verdeutlichen die Bedeutung des HessenPC. Der HessenPC dient einer zentralen IT-Steuerung und ist wesentlicher Bestandteil des E-Government Masterplans in Hessen: Die gewachsene, dezentrale, heterogene IT-Landschaft des Landes soll bereinigt werden, um Effizienzpotenziale der IT in den allgemeinen Verwaltungsprozessen besser nutzen zu können. Der HessenPC stellt dabei die zentrale technische und wirtschaftliche Plattform dar. Auf diese können die Ressorts ihre individuellen Fachanwendungen aufsetzen. Bis Ende 2012 hat die HZD in der Initialisierungsphase das Fundament für den HessenPC gelegt. Am 1. Januar 2013 ging der HessenPC teilproduktiv wird der Übergang in die Vollproduktion vollzogen. Die wichtigsten Aufgaben sind die Bereitstellung der Zentralen Betreiberplattform und der Rollout der Dienststellen gemäß der vierjährigen Staffelplanung.»Meine Aufgabe als Gesamtprojektleiter vergleiche ich gerne mit der des Steuermanns, der seine Mannschaft weitsichtig und sicher manövriert. Das bedeutet, den reibungslosen Übergang des HessenPC in die Produktion sicherzu stellen. Projektarbeit oder Liniengeschäft, organisa tionsübergreifend oder interdisziplinär viele müssen an einem gemeinsamen Strang ziehen. Das schaffen wir nur, indem wir offen kommunizieren, Wissen bündeln und streuen gemeinsam funktionieren, auch auf stürmischer See. 17

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21 MEILENSTEINE Die HZD verbindet moderne Informationstechnologie mit langjähriger Verwaltungs erfahrung. Damit wird sie einerseits den spezifischen Anforderungen der Verwal tung an einen zentralen IT-Dienstleister gerecht, andererseits hält sie mit den Entwick lungen am IT-Markt Schritt und ist wirtschaftlich konkurrenzfähig. In diesem Spannungsfeld hat die HZD ihre Stärken entwickelt und kontinuierlich ausgebaut. 19

22 JAHRESBERICHT _ENTWICKLUNGEN UND PERFORMANCE 20

23 ENTWICKLUNGEN UND PERFORMANCE»Bedarfsgerechte Entwicklungen von hochwertigen IT-Lösungen zählen zu den wichtigen und zukunftsweisenden Aufgaben der HZD. Dabei behalten wir immer die Kundenanforderungen und die Wirtschaftlichkeit im Blick und unterstützen so ein effektives und effizientes Arbeiten. Dr. Ulrich Schmidtberg, Direktor der HZD SEPA: VORBEREITUNG EINHEITLICHER EURO-ZAHLUNGSVERKEHRSRAUM Politik und Kreditwirtschaft haben einheitliche Regelungen für den nationalen und europäischen Zahlungsverkehr eingeführt. Hintergrund ist die Realisierung eines einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraums (SEPA, Single Euro Payment Area) bis Februar Dies soll garantieren, dass Bankgeschäfte zwischen den Ländern, die an SEPA teilnehmen (27 EU-Staaten, Island, Liechtenstein, Norwegen, Monaco und Schweiz), genauso funktionieren wie inländische Bankgeschäfte. Für den Steuerzahler ändert sich bei Überweisungen wenig. Lediglich die International Bank Account Number (IBAN, die Internationale Bankkontonummer) und der Business Identifier Code (BIC, das Geschäftskennzeichen) ersetzen die bisherige Bankleitzahl (BLZ) und Kontonummer (Kto.-Nr). Im Lastschriftverfahren werden durch den geänderten gesetzlichen Rahmen die Rechte des Zahlenden gestärkt. Vor einer geplanten Abbuchung erhält der Kontoinhaber künftig folgende Informationen: wann die Abbuchung erfolgt, unter welcher Nummer (sogenannte Mandatsreferenznummer), von wem (sogenannte Gläubiger-ID) und in welcher Höhe. So kann ein Steuerpflichtiger sicherstellen, dass sein Zahlungskonto zum Zeitpunkt des Lastschrifteinzugs über ausreichend Deckung verfügt. Auch die Länder nehmen an SEPA teil. Programmtechnisch ist das Projekt eine gewaltige Herausforderung für sie und damit auch für die HZD. Viele Programme und Makros mussten 2012 analysiert, geändert und optimiert werden. Darüber hinaus waren die Neuentwicklungen einiger Programme unerlässlich. In Vorbereitung auf den bereits in 2013 anstehenden Einsatz der Funktionalitäten für SEPA im Grundinformationsdienst Steuer (GINSTER) dem führenden Verfahren hinsichtlich der Verarbeitung von Grunddaten der Steuerverwaltung innerhalb des Bundesvorhabens KONSENS (Koordinierte neue Softwareentwicklung der Steuerverwaltung) standen 2012 vielschichtige Maßnahmen für die verantwortlichen Entwickler der HZD an. Es musste frühzeitig eine Basis geschaffen werden, z. B. die Umstellung von BLZ/Kto.-Nr. auf das SEPA-verbindliche IBAN/ BIC-Format in den Steuerkonten. Nur so konnten die in anderen Bereichen des automatisierten Besteuerungsverfahrens vorzunehmenden Anpassungen überhaupt ermöglicht werden. Im Bereich der steuerlichen Auswertungen, für die die HZD ebenso wie für GINSTER die Betreuung der Programme für alle Bundesländer übernommen hat, waren 21

24 JAHRESBERICHT 2012 durchgängig sämtliche Mitteilungen und Schreiben an die Steuerpflichtigen anzupassen. Eine Neuentwicklung in diesem Umfeld war ein Programmsystem, das Zahlungsträgeraustauschsätze in der XML-Technologie (Extensible Markup Language, erweiterbare Auszeichnungssprache) erzeugt. Allein hierfür haben die verantwortlichen Entwickler der HZD mehrere Programme neu konzipiert, um den Besonderheiten und Anforderungen aller Bundesländer gerecht werden zu können. Bei der Umsetzung dieser besonders sensiblen und komplexen Programmbereiche bedurfte es intensiver Tests und Abstimmungen, um die Auszahlungen an Steuerpflichtige weiterhin sicherzustellen. Allein in Hessen beliefen sich im Jahr 2012 derartige Erstattungen auf rund 14,1 Milliarden Euro. FINANZÄMTER: WINDOWS 7-MIGRATION UND PC-ROLLOUT VON RUND ARBEITSPLATZ-PCS Hessen ist das erste Bundesland, das in seinen Finanzämtern mit dem Betriebssystem Windows 7 arbeitet. Im Juli 2012 hat die HZD dafür in 35 hessischen Finanzämtern den großen PC- und Windows 7-Rollout gestartet und nur zwei Monate später erfolgreich abgeschlossen. Rund Arbeitsplätze betraf der Betriebssystemwechsel, gleichzeitig wurden rund PCs in den Finanzämtern erneuert. Pro Tag konnten 300 PCs vollautomatisch installiert werden. Die Neuausstattung eines Arbeitsplatzes war für die Anwenderinnen und Anwender mit nur 15 Minuten Ausfallzeit verbunden, ein Vorgang, der einen hohen logistischen Aufwand darstellte und eine detaillierte Planung voraussetzte. Austausch von Arbeitsplatz-PCs im Innendienst inklusive der Migration auf das neue Betriebssystem Austausch und Migration der Notebooks im Innendienst, die überwiegend in den Schulungsräumen bzw. bei den Auszubildenden eingesetzt werden Austausch und Migration von 362 Notebooks der Steuerfahndung im Außendienst Migration von Notebooks auf Windows 7 bei den Prüfungs-Außendiensten Bereits ein Jahr im Voraus begannen die Vorbereitungen mit der Klärung von Grundsatzfragen. Danach baute die HZD in ihrem Labor ein Mini-Finanzamt nach und testete die Technik, während die OFD für die fachliche Überprüfung der circa 100 Anwendungen zuständig war. Für die Installationsroutine erstellte die HZD ein Image mit allen notwendigen Informationen, mit deren Hilfe die Vorinstallation der über PCs in den Räumlichkeiten des Lieferanten erfolgte. Ein zuvor eingerichteter Hessennetz- Anschluss ermöglichte die Anbindung an das Active Directory (AD). Vorausgegangen war eine Sicherheitsprüfung des Lieferanten. Den größten logistischen Aufwand erforderte der sogenannte arbeitsplatzgebundene Rollout der Geräte im Innendienst. Hier wurde mit Hilfe der Bestandsverwaltung E-Inventory jedem Arbeitsplatz ein bestimmter neuer Rechner zugewiesen. Der Zeitpunkt für die Windows 7-Migration in den hessischen Finanzämtern war so gewählt, dass er mit dem Ende der Leasingverträge für die Arbeitsplatz-PCs zusammenfiel, sprich: Zeitgleich mit der Auslieferung der neuen PCs wurden die alten Geräte zurückgenommen. So konnten Ressourcen gespart und Kosten reduziert werden. Während die Oberfinanzdirektion (OFD) die Gesamtplanung koordinierte, war die HZD für die technische Projektabwicklung zuständig. Insgesamt setzte die HZD vier unterschiedliche Anforderungen an die Migration um: 22

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