Anatomie & Physiologie. Org. Daniel Bader/Dr. Ch.Bertram `04, modifiziert Guido Leineweber

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1 Anatomie & Physiologie Org. Daniel Bader/Dr. Ch.Bertram `04, modifiziert Guido Leineweber

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3 Lage und Aufbau des Herzens Hohlmuskel zwischen dem Brustbein und der Wirbelsäule (HWL: Druck auf das Brustbein) Linke und rechte Herzhälfte Trennung durch Herzscheidewand linke Herzhälfte kräftiger als rechts In jeder Herzhälfte Vorhof und Kammer Trennung: Herzklappen (Ventile)

4 Funktion des Herzens und Kreislauf Funktion: Versorgung der Organe mit Blut (O 2, Abwehrzellen, Nährstoffe etc.) Linke Herzhälfte: Körperkreislauf Rechte Herzhälfte: Lungenkreislauf

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6 Blutkreislauf Lungenkreislauf: Rechter Vorhof, rechte Herzkammer, Lungenarterien, Kapillaren, Venen, linker Vorhof Körperkreislauf: Linker Vorhof, Linke Herzkammer, Aorta, (Hauptschlagader), Arterien, Arteriolen, Kapillaren Venolen, Venen, rechter Vorhof

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10 Schlagvolumen des Herzens bei 70kg Person: Schlagvolumen (70 ml) x Herzfrequenz (70 Puls) = Minutenvolumen (4900 ml) d. h.: 5 Liter / Minute

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12 Blutdruck Gemessen nach Riva Rocci (RR) Normal / mm Hg

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15 Herz-Kreislauf-System Ruhekreislauf zur Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen in Ruhe Steigerung bei Belastung durch das sympatische Nervensystem Sympatikus Steigerung von RR und Puls und Atmung-> Vervierfachung des Herz-Minuten-Volumens Effiziente Energiebereitstellung durch Atmung und Stoffwechsel...

16 Anatomie und Physiologie des Atemtrakts Oberer Atemtrakt: Nasenhöhle Rachenraum Kehlkopf Unterer Atemtrakt Luftröhre Lungen mit Bronchien Alveolen Anfeuchten und erwärmen der Atemluft in oberen und unteren Atemwegen

17 Unterer Atemtrakt Luftröhre (Trachea) Bronchien ( 10 rechts/9 links) Bronchioli Alveolen (Lungenbläschen) Durch die Aufteilung: Vergrößerung der Austauschfläche bis zu 100qm. Strömungsverlangsamung Begleitung durch Arterien und Venen

18 Gasaustausch in der Lunge Abhängig von: Belüftung Gaskonzentration Anzahl der Alveolen Atemfrequenz Atemvolumen Durchblutung Herzfrequenz Anzahl der Gefäße Diffusionsweg

19 Bronchien und Alveolen

20 Lungen und Alveolen

21 Gasaustausch in der Lunge Diffusion abhängig von: Austauschfläche (F) Konzentrationsgefälle (C 2 -C 1 ) Schichtdicke (I) Stoffart Diffusionsteilchen Diffusionsmembran Dauer: 0,3 Sekunden

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23 Ventilation der Lunge Vitalkapazität ~ 4,5Liter Atemzugvolumen = 0,5l Inspiratorisches Reservevolumen 70kg Person ca. 2,5 Liter Expiratorisches Reservevolumen 70kg Person ca. 1,5 Liter Totalkapazität = Vitalkapazität + Residualvolumen ( Totraum ) ¼ der totalen Lungenkapazität 70kg Person ca. 1,5 Liter Totalkapazität ~ 6 Liter Bei Anstrengung wird zunächst das inspiratorisches Reservevolumen genutzt Alle Werte altersabhängig

24 Atemsteuerung Chemorezeptoren für CO 2 und O 2 in den Gefäßen (Carotisgabel, Aortenbogen) Meldeanlagen vom aktuellen Gehalt an Sauerstoff und Kohlendioxid im Blut Primäre Atemsteuerung Atemzentrum im Gehirn (Medulla oblongata, zentrale Atemsteuerung) (Kohlensäure bzw. Protonenkonzentrationabhängig) Anstieg von CO2 im Blut führt zu einem erhöhten Atemreiz Je höher die CO2 Konzentration im Blut, desto schneller und tiefer die Atmung der Lunge Ziel des Körpers durch vermehrte Atmung mehr Energie für den Stoffwechsel bereit zu stellen Ziel des Körpers den vermehrten Atemanreiz aus zu gleichen, Atmung normalisieren Unzureichender Steuerungsausgleich führt zur Sicherheitsabschaltung, Bewußtlosigkeit bei Ersticken, Ertrinken Dehnungsrezeptoren in der Lunge

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26 Atemarbeit Atemwegswiderstand (Resistance) Obstruktion der Atemwege Erhöhter Atemwegs- Strömungswiderstand Asthma, Brochien-Konstriktion Dehnungswiderstand Ausdehnbarkeit der Lunge (Elastizität der Lunge = Compliance) Einatmung ist schwerer Gasaustausch ist Vermindert Lungenemphysem Fibrose...

27 Druckverteilung Lunge und Pleuraspalt Übertragung der Brustkorbbewegung auf die Lunge: (Unter)-Druck im intrapleural Raum (+0,3 bis 0,8 kpa) Flüssigkeitsfilm zwischen Pleura parietalis und visceralis

28 Foramen ovale Foramen ovale: Verbindung zwischen linkem und rechtem Vorhof beim Fetus. Verschlossen beim Erwachsenen.

29 Offenes Foramen ovale Offenes Foramen ovale: Shunt von Blut des rechten zum linken Vorhof Vorkommen ca % RISIKO: Gasembolien im Körperkreislauf

30 Organische Störungen und ihr Einfluss auf die Dekompression Funktionelles Foramen Ovale Funktionell: Bei Druckerhöhung im Körper, sodass der Druck im rechten Vorhof größer wird als links Direkter Übertritt von Mikrogasblasen aus dem venösen Blutstrom in das arterielle System

31 Die Heidelberg-Mannheimer Taucherstudie: Dr. Stefan Ries und Dr. Michael Knauth 100 Sporttaucher Dopplersono: PFO (MRT): intracerebrale Läsionen

32 Nach Aachener-Taucherstudie 95 Darstellung von Hirnläsionen Heidelberg-Mannheimer-Taucherstudie Dopplersonographie der Halsschlagadern unter simultaner Injektion eines Ultraschallkontrastmittels (Bläschenanalogon) Shunt bei 25 von 87 Tauchern Magnetresonanztomographie (2Sequenzen) des Schädels und Rückenmarkes zur Darstellung von Läsionen (Beurteilt durch 2 Neuroradiologen) Multiple Hirnläsionen bei 23% (95%-Konfidenzintervall) Aber Tauchen macht nicht doof Kein neurologisch pathologisches Korrelat!

33 Organische Störungen und ihr Einfluss auf die Dekompression Screening auf PFO gehört nicht zur normalen Tauchtauglichkeitsuntersuchung! Bei Symptomen nach TG Dopplersonographie der Halsschlagadern unter simultaner Injektion eines Ultraschallkontrastmittels (Bläschenanalogon) Echokardiographie des Herzens von hinter dem Herzen, durch die Speiseröhre. Transesoaphageale Echogardiogrophie (engl.) TEE + KM Magnetresonanztomographie des Schädels und Rückenmarkes zur Darstellung von Läsionen

34 Bei Verdacht auf PFO oder zur Sicherheit immer wg. DCS-Risiko Vermeide Tiefe lange dekompressionspflichtige TG Wiederholungstauchgänge Jo-Jo-Tauchgänge Anstrengungen (Tragen schwerer Ausrüstung nach TG, Kraftanstrengungen, Sport bis 2 h vor TG und nach Tauchgängen) Dehydratation Nutze stickstoffarme Gase / Nitrox Gesunde Ernährung / Vitamin E und C (Antioxidantien) vor TG

35 N o c h F r a g e n?

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