Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Vertreterinnen und Vertreter unserer Mitgliedsunternehmen!

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1 26. Ordentliche Mitgliederversammlung des BWV 7. Juli 2015 im Hotel Westin Grand Hotel München Anlage 1: Bericht des Vorsitzenden Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Vertreterinnen und Vertreter unserer Mitgliedsunternehmen! Sehr gerne nehme ich in meinem Bericht Stellung zur Arbeit des BWV im vergangenen Jahr. In diesem Jahr möchte ich nicht den Schwerpunkt allein auf die Initiative gut beraten legen, sondern meine Ausführungen zu den Einsatzfeldern des BWV breiter aufspannen. Im ersten Teil ist es mir ein Anliegen, die Bedeutung der Arbeit des BWV für unseren Wirtschaftszweig herauszustellen. Dabei beziehe ich auch die Arbeit der regionalen Berufsbildungswerke an den bundesweiten Standorten ein. Im zweiten Teil möchte ich auf die Entwicklungen rund um die Qualifizierung der Versicherungsvermittler eingehen das ist zum einen unsere Mindestqualifikation Versicherungsfachmann, zum anderen unsere darauf aufsetzende Weiterbildungsinitiative. Wenn ich die Arbeit des BWV betrachte, gehe ich von der Grundannahme aus, dass eine gut aus- und weitergebildete Erwerbsbevölkerung das Rückgrat einer Volkswirtschaft bildet und ich bin mir sicher, dass jeder von Ihnen diese Annahme gerade für unsere Branche teilt. Vom Umfang der Teilhabe an beruflicher Aus- und Weiterbildung hängt die Ertragskraft, die Innovationskraft und volkswirtschaftlich gesehen auch der Anteil der Erwerbstätigen in hochwertigen Stellen ab. Im Vergleich zu anderen Industrienationen weist Deutschland mit 6,2 Prozent eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten auf im Vergleich zum EU-Durchschnitt mit 9,6 Prozent. Bei der Beschäftigungsquote von Jugendlichen zeigt sich der deutliche Vorteil des deutschen Berufsbildungssystems: mit einer relativ geringen Jugendarbeitslosenquote von 4,9 Prozent im Vergleich zu 21,1 Prozent im EU-Durchschnitt. 1 Mit der Aus- und Weiterbildungsbeteiligung, die wir in der Versicherungswirtschaft heute schon haben, sollten wir ein gutes Instrument gegen den Fachkräftemangel, der viele Branchen hart treffen wird, in den Händen halten. Unsere Ausbildungsquote von 7 Prozent kann sich sehen lassen. Um Ihnen eine Orientierung zu geben, wie sich dieser Wert in der Gesamtwirtschaft und beispielsweise im privaten Bankengewerbe grob einordnen lässt, folgende Zahlen aus anderen Statistiken: die Ausbildungsquote der Gesamtwirtschaft (2013) liegt bei 5,4 Prozent die Ausbildungsquote im privaten Bankgewerbe (2013) liegt bei 5,9 Prozent. 2 Unsere letzte Weiterbildungserhebung haben wir gemeinsam mit dem IW, dem Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, durchgeführt, um uns mit anderen Branchen zu unseren Weiterbildungsaktivitäten vergleichen zu können. 1 Quelle: Bundesagentur für Arbeit; Eurostat; https://statistik.arbeitsagentur.de/statischer-content/statistische- Analysen/Statistische-Sonderberichte/Generische-Publikationen/Arbeitsmarkt-im-europaeischen-Vergleich.pdf 2 Quelle: BIBB Datenreport zum Berufsbildungsbericht 2015; Stichtag der Beschäftigungsstatistik der Bundesagentur für Arbeit ist der Seite 1 von 5

2 Das IW stellt unserem Wirtschaftszweig in punkto Weiterbildung ein hervorragendes Zeugnis aus, denn unsere Branche zeigt ein weit überdurchschnittliches Weiterbildungsengagement: Jeder Mitarbeiter im Innendienst bildete sich im Durchschnitt jährlich 58,1 Stunden weiter. Das sind rund 25 Stunden mehr als in der Gesamtwirtschaft (32,7 Stunden). Den Versicherungsunternehmen kann eine gelebte Weiterbildungskultur attestiert werden, die sich in dieser Ausprägung in keiner anderen Branche finden lässt: in 82 Prozent unserer Unternehmen ist Weiterbildung Bestandteil des Unternehmensleitbilds sowie Teil der strategischen Personalentwicklungsplanung. Gewiss ist es ein Verdienst des BWV, hier gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband diese Erkenntnisse ans Licht zu befördern. Unser Engagement in Sachen Aus- und Weiterbildung transparent zu machen, hilft uns sicher auch dabei, unsere Branche als Arbeitgeber attraktiv zu machen. Wie hoch kann man den Beitrag des BWV an diesem hohen Aus- und Weiterbildungsengagement der Branche einschätzen sind es doch zunächst einmal die Unternehmen und Betriebe der Branche, die Auszubildende einstellen, ausbilden, vergüten, übernehmen und weiterbilden, die ihren Mitarbeitern ein weit überdurchschnittliches Weiterbildungsangebot machen, die in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren und ihnen damit auch das Signal geben, dass ihre Arbeitsleistung geschätzt und auch in Zukunft für erforderlich gehalten wird. Welchen Beitrag leistet also das BWV? Zunächst einmal sorgt das BWV dafür, dass unser Berufsbild Kaufmann für Versicherungen und Finanzen modern ist die Prüfungsanforderungen decken genau die Kompetenzen ab, die in unseren Unternehmen benötigt werden. Die Ausbildung in den Betrieben richtet sich entsprechend nach diesen Anforderungen aus. Zuweilen klagen Ausbildungsbetriebe über die wiederkehrenden Modernisierungen des Berufsbilds, denn Neuerungen machen Arbeit und zwingen Ausbilder und Ausbildungsabteilungen zum Umdenken. Aber gerade darin liegt ja die Notwendigkeit einer alle paar Jahre fälligen Überarbeitung des Berufsbilds, die auch für das Team im BWV jedes Mal einen großen Kraftakt darstellt: aus der Erkenntnis einiger weniger Vordenker in den Ausschüssen und Gremien, dass es wieder Zeit wird, das Berufsbild auf neue Beine zu stellen, wird ein Changeprojekt. Hiervon sind alle Beteiligten am Ausbildungsprozess betroffen. Ausbilder sind zum Beispiel gefordert, neue Brücken zwischen Innen- und Außendienst zu schlagen, um Auszubildenden die intensive Verzahnung dieser Bereiche zu verdeutlichen. Oder sie müssen dafür sorgen, die Prozessketten zwischen Antrag, Vertrag und Leistung für die Auszubildenden transparent zu machen und damit manchmal auch neu zu denken. Ein weiterer Grund, warum in unserer Branche so intensiv ausgebildet wird, liegt sicher auch darin, dass die Berufsschullehrer in Versicherungsfachklassen insgesamt eine sehr gute Arbeit am Lernort Schule leisten denn kaum ein anderer Wirtschaftszweig bildet seine Berufsschullehrer so gut fort wie die Versicherungswirtschaft. In den meisten Branchen gibt es gar keine fachliche Lehrerfortbildung. Und noch etwas haben wir dem BWV zu verdanken, und das ist eine hervorragend ausgebaute Bildungsarchitektur, die dem Motto Anschlüsse mit Abschlüssen gerecht wird. So bestätigt es die BDA in ihrer Broschüre Wir brauchen alle! die Verzahnung von beruflicher und akademischer Aus- und Weiterbildung ist der Versicherungswirtschaft beispielhaft gelungen, mit ihrem Kaufmann, ihrem Fachwirt für Versicherungen und Finanzen und der nahtlos daran anschließenden akademischen Weiterbildung zum Versicherungsbetriebswirt und weiter zum Bachelor of Insurance Management. Seite 2 von 5

3 Die Bildungsarchitektur bietet die passende Studienintensität und Geschwindigkeit für jeden Mitarbeiter entweder Stufe für Stufe hintereinander geschaltet, oder integriert. Es sollten bei dieser Bildungsarchitektur keine Weiterbildungswünsche offen bleiben und diese Entwicklungsmöglichkeiten in der Branche sprechen sich gewiss herum und werben wiederum für die Versicherungswirtschaft als Arbeitgeber. Denn eines ist deutlich zu spüren: die Neigung der Schulabgänger zu höheren Bildungsabschlüssen ist seit Jahren ungebrochen, so dass Teile der Wirtschaft schon Angst haben, dass es bald keine Jugendlichen mehr gibt, die man noch für eine klassische Berufsausbildung interessieren kann, sondern nur noch Bachelorabsolventen mit unerfüllbaren Ansprüchen ohne Praxis-Know-How. In der bildungspolitischen Debatte gab es das Lager der Vertreter eines Akademisierungswahns, und auf der anderen Seite das Lager derer, die eine immer höhere Akademisierungsquote vor dem Hintergrund von OECD-Studien für Deutschland fordern. Hierzu haben wir in unserem Geschäftsbericht, den wir Ihnen heute überreichen, einen lesenswerten Beitrag abgedruckt. Hier bestätigt sich, dass das BWV den richtigen Weg gefunden und das Beste aus beiden Welten miteinander verzahnt hat. Das heißt nicht, dass man Gutes nicht noch besser machen kann. Wenn wir einerseits für unsere hohe Ausbildungsquote gelobt werden, so wissen wir intern auch, dass wir in der Fläche, in den Agenturen und Maklerbetrieben Bedarf an Nachwuchsgewinnung haben. Und damit haben wir theoretisch ein Potential für weitere Ausbildungsplätze. An diesem Punkt ist das BWV bereits vor Jahren mit unterstützenden Hilfsmitteln für die Ausbildung in Vertriebseinheiten in Vorleistung getreten. Auch das Angebot der regionalen Berufsbildungswerke an überbetrieblicher Ausbildung und Prüfungsvorbereitung ist gerade für Auszubildende in kleineren Betrieben ein Erfolgsgarant. Wenn ich mit den Leitern regionaler Berufsbildungswerke spreche, die ihre Aufgabe als Vereinsvorstand ehrenamtlich leisten, dann höre ich zuweilen, dass es für Führungskräfte schwieriger wird, von ihrem Unternehmen eine Unterstützung und Freistellung für ihre ehrenamtliche Arbeit in den regionalen BWV zu erhalten sei es als Vereinsvorstände, Prüfer oder Dozenten. Ich möchte die Gelegenheit nutzen, Sie um Ihre Unterstützung zu bitten, wissend, wie viel an der Unterstützung unserer betriebsinternen Aus- und Weiterbildungsaktivitäten auch am Engagement des BWV im Verband und in den Regionen hängt. Das BWV ist nicht nur im Bereich der beruflichen Bildung engagiert, sondern hat wie Sie wissen in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten zwei wegweisende Initiativen zur Vermittlerqualifizierung im Auftrag der Branche auf den Weg gebracht. Lassen Sie mich zunächst über das erste Großprojekt sprechen die Einführung einer Prüfung für Versicherungsvermittler im Jahr 1990, die quer in unsere Branche einsteigen. Diesen Standard hat unser Gesetzgeber im Jahr 2007 in die Versicherungsvermittlerverordnung übernommen und als Aufgabe der IHK-Organisation übertragen seither führt das BWV diese Prüfung im Auftrag von 37 Industrie- und Handelskammern durch. Alle Kammern, die Prüfungen für unsere Versicherungsvermittler anbieten, haben das BWV als Dienstleister im Hintergrund. Die Handelskammer in Hamburg hat den Vertrag mit dem BWV zum Ende dieses Jahres gekündigt. Weitere Kammern wie München oder Frankfurt haben verlauten lassen, dass sie perspektivisch auch gerne die Sachkundeprüfung eigenständig ohne Kooperation mit dem BWV auf den Weg bringen würden. Aus diesem Anlass möchte ich Sie gerne sensibilisieren und noch einmal auf die besondere Qualität des Prüfungsverfahrens durch das BWV hinweisen: Das BWV erstellt mit Fachexperten aus unseren Häusern die Prüfungsaufgaben. Diese Aufgaben werden in unseren Unternehmen vorgetestet, bevor sie Eingang in die Aufgabendatenbank des BWV finden. Die wissenschaftlich ausgearbeiteten Testdaten, zum Beispiel Schwierigkeitsgrad oder Seite 3 von 5

4 Plausibilität der Antwortalternativen, werden zu den einzelnen Aufgaben gespeichert und nach jedem Prüfungseinsatz mit den Echtdaten vervollständigt. Aus dieser Aufgabendatenbank stellt das BWV Aufgabensätze exakt nach Lernzielen und Schwierigkeitsgraden zusammen. Ein Aufgabenauswahlausschuss beim DIHK verabschiedet dann diese Aufgabensätze für die Prüfungen. Von Vertretern des Auswahlausschusses weiß ich, dass man dort die hohe Qualität der BWV-Aufgabensätze zu schätzen weiß, denn dort kennt man auch die Qualitäten von Aufgabensätzen, die in anderen IHK-Prüfungen eingesetzt werden und derartige Standards nicht kennen. Persönlich halte ich es für wichtig, dass das Fachwissen unserer Versicherungsvermittler mit einem zuverlässigen Messinstrument nachgewiesen wird. Und ob ein Instrument dies kann, das liegt an der Qualität der Aufgabensätze. Ein weiterer Verdienst des BWV ist die Aus- und Weiterbildung der Prüfer für den verkaufspraktischen Teil, also das simulierte Gespräch zwischen Prüfer und Prüfling. Ein solcher Prüfungsteil kann zeigen, dass der Teilnehmer nicht nur Fachwissen hat, sondern dieses beim Kunden auch wirksam einsetzen kann also Beratungskompetenz nachweisen. Natürlich kann so ein Prüfungsverfahren überaus subjektiv ausfallen, wenn die Prüfer nicht umfassend geschult werden und wenn sie nicht bundesweit einheitliche Bewertungsinstrumente nutzen. Für unsere Zwecke benötigen wir bundesweit einheitliche Verfahren. Dafür sorgt das BWV. Und auch von der Anmeldeplattform für unsere Unternehmen profitieren unsere Abteilungen in hohem Maße sie können dort alle Teilnehmer für eine Prüfung hochladen und auf die Standorte verteilen und müssen nicht die Anmeldungen bei jeder IHK einzeln und in unterschiedlichen Portalen eingeben. Für unseren Wirtschaftszweig gehe ich davon aus, dass Quereinsteiger eine wichtige Quelle der Nachwuchsgewinnung für den Vertrieb bleiben, auch wenn wir die Auswahl heute sicher mit höherem Qualitätsanspruch angehen und die Teilnehmerzahlen perspektivisch voraussichtlich sinken. Der gestiegene Qualitätsanspruch an Versicherungsvermittler, mit denen wir zusammenarbeiten, ist ein Hebel mit enormer Wirkung, was unsere Reputation, aber auch was den wirtschaftlichen Erfolg unserer Häuser angeht. Und genau da setzt der GDV-Verhaltenskodex für den Vertrieb an, und natürlich insbesondere unsere Weiterbildungsinitiative gut beraten. Im vergangenen Jahr konnte ich Ihnen vermelden, dass wir nach erheblichen Anstrengungen mit Zeitverzug von drei Monaten schließlich am 7. April unsere Weiterbildungsdatenbank in Betrieb nehmen konnten. Vor einem Jahr um die gleiche Zeit hatten sich 186 Bildungsanbieter als Bildungsdienstleister akkreditieren lassen, davon 64 Versicherungsgesellschaften. Heute kann ich Ihnen sagen, dass es 370 Bildungsdienstleister sind, davon 89 Versicherungsgesellschaften. Im vergangenen Jahr hatten im Juli Vermittler ein Konto eröffnen lassen und Weiterbildungspunkte gesammelt. Zum 30. Juni dieses Jahres haben Versicherungsvermittler ein Konto, und es sind über 5 Mio. Punkte ( WP) in der Weiterbildungsdatenbank eingetragen. Am 2. Juni haben wir uns im Seminarzentrum in Hohenkammer hier bei München erstmals mit Mitgliedern aller Arbeitsgruppen und Gremien getroffen, die bei der Entstehung dieser Initiative ehrenamtlich und hoch engagiert mitgearbeitet haben. Es war für mich beeindruckend, noch einmal nachzuvollziehen und zu würdigen, was unsere Branche da gemeinsam auf die Beine gestellt hat. Die Ernsthaftigkeit und Stringenz der Umsetzung demonstriert, zu welchen Projekten die Versicherungswirtschaft als Gemeinschaft fähig ist. Ich bin mir sicher und weiß, dass diese Initiative auch in der Politik Eindruck hinterlassen wird und schon hinterlassen hat. Seite 4 von 5

5 Es imponiert mir auch, wie in den Unternehmen die Initiative an die Vermittler getragen wird. Wir haben Aufkleber für Agenturbüros gesehen mit dem gut beraten-logo und Aufschriften wie Wir bilden uns für Sie weiter!. Auf diesem Weg nämlich über die teilnehmenden Vermittler werden wir schließlich auch unsere Kunden erreichen. In Hohenkammer wurde von allen Beteiligten hervorgehoben, dass auch zusätzliche und zunächst gar nicht als Ziel formulierte Effekte erreicht werden konnten: zum Beispiel dass sich die Qualität der Schulungsmaßnahmen deutlich verbessert habe, insbesondere bei den dezentralen Schulungen durch Vertriebsführungskräfte. Auch habe man nun erstmals Transparenz über die durchgeführten Schulungen. Berichten möchte ich Ihnen auch, dass der schweizerische Versicherungsverband eine analoge Initiative unter dem Namen Cicero in diesem Jahr erfolgreich gestartet hat. Im Jahr 2014 konnten wir im Projekt gut beraten erstmals einen Überschuss erwirtschaften, und auch für das Jahr 2015 rechnen wir mit einem Überschuss, wie Sie dem Wirtschaftsplan entnehmen können. Die realisierten Überschüsse sollen zunächst dazu dienen, die Investitionskosten, die das BWV der Betriebsmittelrücklage entnommen hat, wieder dort einzustellen. Die Deckungslücke betrug zum Ende 2014 noch EUR. Dass diese Deckungslücke so gering ist, haben wir den 24 Versicherungsunternehmen zu verdanken, die sich im Jahr 2013 bereit erklärt hatten, eine Vorfinanzierung in Höhe von 2,4 Mio. EUR zu gewähren. Ende 2014 hatten bereits 8 Unternehmen die Anzahlung durch Weiterbildungspunktebuchungen abgetragen. Wir gehen davon aus, dass die weiteren Unternehmen in diesem Jahr die Anzahlungen aufbrauchen werden. Mein herzliches Dankeschön geht an diese Häuser für diese Vorleistung! Auch wirtschaftlich ist das Projekt also auf gutem Weg. Für die vor uns liegenden Monate gibt es noch allerhand anzupacken: die Auditierungen werden starten, und in der Weiterbildungsdatenbank werden gerade die letzten Pflichtfunktionen programmiert. Die Trilogverhandlungen in Brüssel sind abgeschlossen. Wie wir erfahren haben hat man sich darauf geeinigt, dass die Staaten mindestens 15 Stunden Weiterbildung pro Jahr verpflichtend einführen sollen. Die nationale Gesetzgebung kann über diesen Mindeststandard hinausgehen. Mit unseren 40 Punkten beziehungsweise 30 Zeitstunden überspringen wir locker diese sehr niedrig gehängte europäische Messlatte. Mit dem BMWi waren wir zu gut beraten schon im Gespräch. Gemeinsam mit den Trägerverbänden werden wir uns beim Gesetzgeber dafür stark machen, dass unser sinnvoller und etablierter Weiterbildungsstandard von 30 Zeitstunden beibehalten wird. Zum Abschluss möchte ich mich bei Ihnen allen für die bemerkenswerte Unterstützung bedanken, die Sie und Ihre Häuser dem BWV geben. Es ist uns im Vorstand eine Ehre und es bereitet Freude, sich bei so viel Engagement Ihrer Häuser für die Bildungsarbeit und für das BWV einzusetzen. Ihnen allen vielen Dank! Seite 5 von 5

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