STEFFI S PFLEGETEAM DIE PFLEGEREFORM SPINNEREIINSEL KOLBERMOOR Mobil /

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1 STEFFI S PFLEGETEAM DIE PFLEGEREFORM 2015 SPINNEREIINSEL KOLBERMOOR Mobil /

2 Die Pflegereform Pflegestärkungsgesetz Mehr Zeit für die Pflege Wie Sie davon profitieren! Die nächste Pflegereform (das 1. Pflegestärkungsgesetz) tritt am 1. Januar 2015 in Kraft. Durch eine Flexibilisierung und Ausweitung bei den Leistungen der Verhinderungspflege, Tagespflege und Kurzzeitpflege und Betreuung sowie mehr Leistungen für Wohnraumanpassungsmaßnahmen und für Pflegebedürftige der Pflegestufe 0 zielt das Gesetz insgesamt auf eine stärkere Entlastung der pflegenden Angehörigen ab und stärkt somit den Bereich der ambulanten Versorgung.

3 1. Erhöhung der Pflegesachleistungsbezüge um 4 %! Pflegesachleistungen Um Unterstützung bei der Pflege zu Hause zu erhalten, können Pflege- und Betreuungsbedürftige die Hilfen ambulanter Pflegedienste nutzen. Sind diese durch Versorgungsvertrag mit den Pflegekassen zugelassen, können sie Leistungen der Grundpflege, der hauswirtschaftlichen Versorgung und der häuslichen Betreuung erbringen, deren Kosten innerhalb der geltenden gesetzlichen Höchstbeträge von der Pflegeversicherung übernommen werden. Bis zu welchem Betrag pro Monat die Pflegekassen diese Leistungen finanzieren, hängt davon ab, welche Pflegestufe vorliegt sowie ggf. ob eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz ( 123 SGB XI) festgestellt worden ist. Einen Überblick über die jeweiligen Höchstgrenzen gibt die untenstehende Tabelle. Überschreiten die Kosten diese monatlichen Höchstbeträge, sind die nicht abgedeckten Kosten vom Versicherten selbst zu tragen. Pflegestärkungsgesetz Für ambulant versorgte Pflegebedürftige erhöhen sich ab die Sachleistungsbeträge nach 36 SGB XI um 4 %. Dabei ergeben sich folgende Ansprüche nach 36 SGB XI und bei eingeschränkter Alltagskompetenz ( 45 a SGB XI) nach 123 SGB XI: Pflegestufe Pflegesachleistung bisher Pflegesachleistung ab 1. Januar 2015 ohne 123 SGB XI ohne 123 SGB XI 0 0,00 225,00 0,00 231, ,00 665,00 468,00 689, , , , , , , , ,00 Härtefall 1.918, , , ,00

4 2. Erhöhung des Pflegegeldes Pflegegeld Pflegebedürftige sollen selbst darüber entscheiden, wie und von wem sie gepflegt werden möchten. Sie haben deshalb die Möglichkeit, Sachleistungen (Hilfe von Pflegediensten) oder Pflegegeld in Anspruch zu nehmen. Voraussetzung für den Bezug von Pflegegeld ist, dass die häusliche Pflege selbst sichergestellt ist, z.b. durch Angehörige oder andere ehrenamtlich tätige Pflegepersonen. Das Pflegegeld wird dem Betroffenen von der Pflegekasse überwiesen. Dieser kann über die Verwendung des Pflegegeldes grundsätzlich frei verfügen und gibt das Pflegegeld regelmäßig an die ihn versorgenden und betreuenden Personen als Anerkennung weiter. Kombinationsleistungen Um eine optimale, auf die individuellen Bedürfnisse abgestimmte Pflege zu gewährleisten, ist es möglich, den Bezug von Pflegegeld mit der Inanspruchnahme von Sachleistungen zu kombinieren. Das Pflegegeld vermindert sich in diesem Fall anteilig um den Wert der in Anspruch genommenen Sachleistungen. Pflegestufe Pflegesachleistung bisher Pflegesachleistung ab 1. Januar 2015 ohne 123 SGB XI ohne 123 SGB XI 0 0,00 120,00 0,00 123, ,00 305,00 244,00 316, ,00 525,00 458,00 545, ,00 700,00 700,00 700,00 Härtefall Besondere Leistungen bei Härtefällen gibt es nur bei Pflegesachleistungen, aber nicht beim Pflegegeld. Notizen:

5 3. Verhinderungspflege Wer pflegt, wenn die Pflegeperson im Urlaub oder krank ist? Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege für längstens sechs Wochen je Kalenderjahr, die sogenannte Verhinderungspflege. Seit dem 1. Januar 2013 können auch Versicherte in der sogenannten Pflegestufe 0 mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz ( 123 SGB XI) Leistungen der Verhinderungspflege in Anspruch nehmen. Pflegestärkungsgesetz Ab haben Pflegebedürftige ab der Pflegestufe 0 (bisher: ab Pflegestufe 1) bis zu 6 Wochen (bisher: bis zu 4 Wochen) Anspruch auf Verhinderungspflege bis zu 1.612,- jährlich (bisher: 1.550,- )! Sofern der Betrag der Kurzzeitpflege noch nicht beansprucht wurde, kann die Verhinderungspflege um bis zu 806,- auf insgesamt bis zu 2.418,- erhöht werden! Eine Vorpflegezeit von mind. 6 Monaten ist nicht mehr erforderlich. Pflegestufe 39 SGB XI bisher 39 SGB XI ab 1. Januar 2015 Betrag Dauer Betrag zzgl. Kurzzeit maximal Dauer SGB XI 1.150,00 4 Wo ,00 806, ,00 6 Wo ,00 4 Wo ,00 806, ,00 6 Wo ,00 4 Wo ,00 806, ,00 6 Wo ,00 4 Wo ,00 806, ,00 6 Wo. Härtefall 1.550,00 4 Wo ,00 806, ,00 6 Wo. Tipp: Nehmen Sie zuerst 50 % ihres Anspruchs auf Kurzzeitpflege (806,- jährlich) als Verhinderungspflege in Anspruch und dann erst Ihren Anspruch auf Verhinderungspflege i. H. v ,- jährlich.

6 4. Kurzzeitpflege Viele Pflegebedürftige sind nur für eine begrenzte Zeit auf vollstationäre Pflege angewiesen, insbesondere zur Bewältigung von Krisensituationen bei der häuslichen Pflege oder übergangsweise im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Für sie gibt es die Kurzzeitpflege in entsprechenden stationären Einrichtungen. Während der Kurzzeitpflege wird für bis zu vier Wochen je Kalenderjahr die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes weitergezahlt. Pflegestärkungsgesetz Die Kurzzeitpflege wird auf bis zu jährlich erhöht (bisher ). Für die Kurzzeitpflege kann zusätzlich der Leistungsbetrag der Verhinderungspflege in Höhe von in Anspruch genommen werden, so dass insg. max zur Verfügung stehen. Anspruch besteht auch für Betroffene der Pflegestufe 0. Pflegestufe 42 SGB XI bisher 42 SGB XI ab 1. Januar 2015 Betrag Betrag zzgl. Verhinderung maximal , , , , , , , , , , , , , , ,00 Härtefall 1.550, , , ,00 Notizen:

7 5. Besondere Betreuungsleistungen gem. 45 b SGB XI Ist der Pflegebedürftige in seiner Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt ( 123 SGB XI), z.b. bei demenzbedingten Ausfällen, geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankungen, kann er dafür zusätzliche Betreuungsleistungen erhalten. Pflegestärkungsgesetz Ab haben alle Pflegebedürftige ab Pflegestufe 0 Anspruch auf Besondere Betreuungsleistungen bis zu 104,- monatlich (bisher war eine Einstufung nach 45 a SGB XI erforderlich)! Pflegebedürftige, die nach 45 a SGB XI eingestuft sind, erhalten nun 104- (Stufe 1) bzw. 208,- (Stufe 2) monatlich! Welche Leistungen können Pflegebedürftige in Anspruch nehmen: Betreuung Hauswirtschaft (Neu!) Entlastung (auch für Angehörige) Pflegestufe 45 b SGB XI bisher 45 b SGB XI ab 1. Januar 2015 Stufe 1 Stufe 2 ohne Einstufung mit Einstufung 0 100,00 200, / ,00 200,00 104, / ,00 200,00 104, / ,00 200,00 104, / 108 Härtefall 100,00 200,00 104, / 108 Notizen:

8 6. Tagespflege Unter Tagespflege (teilstationäre Versorgung) versteht man die zeitweise Betreuung im Tagesverlauf in einer Pflegeeinrichtung. Dabei übernimmt die Pflegekasse die Pflegekosten, die Aufwendungen der sozialen Betreuung und die Kosten der medizinischen Behandlungspflege. Darin enthalten sind auch die Kosten der morgendlichen und abendlichen Hol- und Bringdienste der Einrichtungen. Die Kosten für Verpflegung müssen dagegen privat getragen werden bzw. können bei eingeschränkter Alltagskompetenz aus dem Budget für Besondere Betreuungsleistungen finanziert werden. Gewährt wird teilstationäre Pflege, wenn die häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung und Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist. Die Tagespflege wird in der Regel von Pflegebedürftigen in Anspruch genommen, deren Angehörige tagsüber berufstätig sind. Darüber hinaus bietet sie für pflegende Angehörige von Menschen mit einer Demenzerkrankung oft eine bedeutende Entlastungsmöglichkeit. Die Pflegebedürftigen werden meist morgens abgeholt und nachmittags zurück nach Hause gebracht. Pflegestärkungsgesetz Unabhängig von Geld- und Sachleistungen haben Pflegebedürftige Anspruch auf Tagespflege i. H. v. 100 % des Pflegesachleistungsbetrages. Eine Kombination mit Geld- und Sachleistungen ist möglich, ohne dass eine Anrechnung erfolgt. Pflegestufe 41 SGB XI bisher 45 b SGB XI ab 1. Januar 2015 ohne 123 SGB XI ohne 123 SGB XI 0 0,00 0,00 231, ,00 332,50 468,00 689, ,00 625, , , ,00 775, , ,00

9 7. Wohnungsumbau / Pflegehilfsmittel Wenn ein Pflegebedürftiger oder jemand, dessen Bedarf an Grundpflege und hauswirtschaftlicher Versorgung (noch) nicht das Ausmaß der Pflegestufe I erreicht, der in seiner Alltagskompetenz aber dauerhaft erheblich eingeschränkt ist (sogenannte Pflegestufe 0), zu Hause gepflegt und betreut wird, kann es hilfreich sein, das Wohnumfeld an die besonderen Belange des Pflege- oder Betreuungsbedürftigen individuell anzupassen. Beispielsweise kann das Bad behindertengerecht umgebaut, die Kücheneinrichtung oder anderes Mobiliar angepasst oder es können Schwellen und sonstige Hindernisse abgebaut werden. Zu solchen sogenannten Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds kann die Pflegekasse auf Antrag bis zu 4.000,- Euro als Zuschuss zahlen, wenn sie dazu dienen, die häusliche Pflege zu ermöglichen oder gerade auch für die Pflegepersonen erheblich zu erleichtern oder eine möglichst selbständige Lebensführung des Pflege- oder Betreuungsbedürftigen wieder herzustellen. Ein Zuschuss zur Wohnungsanpassung kann auch ein zweites Mal gewährt werden, wenn die Pflegesituation sich so gravierend verändert hat, dass erneute Maßnahmen nötig werden. Wohnungsumbau / Pflegehilfsmittel 40 und 45 e SGB XI bisher ab 1. Januar 2015 bis zu 2.557,- je Maßnahme bis zu ,- bei mehreren Pflegebedürftigen in einer Wohnung in Pflegestufe 0, 1, 2, 3 bis zu 4.000,- je Maßnahme bis zu ,- bei mehreren Pflegebedürftigen in einer Wohnung in Pflegestufe 0, 1, 2, 3 Pflegehilfsmittel (Hausnotruf) 31,- Pflegehilfsmittel ( 40 Abs. 2) 40,-

10 8. Ambulant betreute Wohngruppen ( 38a SGB XI) Ambulant betreute WGs sind: Wohngruppen (3 10 Personen) zum Zwecke der gemeinschaftlich organisierten pflegerischen Versorgung mit mind Pflegebedürftigen bzw. Personen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz, die Leistungen nach 36, 37, 38, 45 b oder 123 SGB XI beziehen, die eine Person / einen Pflegedienst gemeinschaftlich beauftragen, allgemeine organisatorische, verwaltende, betreuende oder gemeinschaftsfördernde Tätigkeiten zu verrichten. Neu: Auch Personen mit Pflegestufe 0 und eingeschränkter Alltagskompetenz können zusammen wohnen. Pflegebedürftige in einer ambulant betreuten Wohngruppe haben Anspruch auf zusätzlich 205,- monatlich, mit der die Präsenzkraft finanziert werden kann. Als Anschubfinanzierung für eine ambulant betreute WG können zusätzlich 2.500,- pro Pflegebedürftiger bzw. max ,- pro WG in Anspruch genommen werden. Unabhängig davon können zudem Wohnungsumbaumaßnahmen bis zu 4.000,- je Maßnahme bzw. bis zu ,- bei mehreren Pflegebedürftigen in Anspruch genommen werden. Wie Sie von der Pflegereform profitieren können erfahren Sie in einem unserer Vorträge zum 1. Pflegestärkungsgesetz GUTSCHEIN für eine kostenlose Pflegeberatung Einzulösen bei: Büro Steffi s Pflegeteam Spinnereiinsel 1, Kolbermoor Betreutes Wohnen Amerang Bahnhofstr. 26, Amerang

11 Die Vorteile des Pflegestärkungsgesetzes anhand von Beispielen: Beispiel 1: Herr Müller, Pflegestufe 1 (seit 1 Monat), keine eingeschränkte Alltagskompetenz hat ab 1. Januar 2015 folgenden monatlichen Anspruch: Pflegesachleistung = 468,00 Verhinderungspflege = 201,50 (zzgl. Kurzzeitpflege); 2.418,00 / 12 Monate Besondere Betreuungsleistungen = 104,00 Tagespflege = 468,00 Pflegehilfsmittel = 40,00 Gesamt = 1.281,50 Für den behindertengerechten Umbau seines Bades bekommt Herr Müller von der Pflegekasse einen Zuschuss i. H. v ,00. Beispiel 2: Frau Maier, Pflegestufe 2, mit erhöht eingeschränkter Alltagskompetenz (Stufe 2) hat ab 1. Januar 2015 folgenden monatlichen Anspruch: Pflegesachleistung = 1.298,00 Verhinderungspflege = 201,50 (zzgl. Kurzzeitpflege); 2.418,00 / 12 Monate Besondere Betreuungsleistungen (Stufe 2) = 208,00 Tagespflege = 1.298,00 Pflegehilfsmittel = 40,00 Gesamt = 3.045,50 Notizen:

12 Notizen:

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