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1 vom NutZeN Des umnutzens vom NutZeN Des umnutzens umnutzung von DeNKmAlgeschütZteN gebäuden

2 Niederlande Belgien 55 Aachen 79 Kleve Heinsberg Krefeld 37 Rhein Düren Euskirchen 15 Bocholt Köln 16 Düsseldorf Bonn Duisburg Gronau Ruhr Coesfeld Essen Siegburg Rheine Wuppertal MÜNSTER Dortmund-Ems- Kanal 32 Hagen 05 Dortmund Lüdenscheid Gummersbach Rheinland-Pfalz 17 MIttellandkanal 57 Ems Siegen Lippe Soest Arnsberg Gütersloh Bielefeld 72 Minden Detmold Paderborn 19 Hessen 51 Weser Höxter kapitel 1 kapitel 4 01 Gut Herbershausen Detmold 40 Jahrhunderthalle Bochum 02 Ehem. Fliegerhorst Detmold 41 Max-Ernst-Museum Brühl 03 Tierärztliche Klinik Domäne Karthaus Dülmen 42 Julia Stoschek Collection Düsseldorf 04 Bürgerhaus Avenwedde Gütersloh 43 Bahnhof Kettwig Essen-Kettwig 05 Städt. Kindergarten Cuno-Villa Hagen 44 Infozentrum Kump Hallenberg 06 Club 74 e. V. Minden 45 Ehem. Schacht Oberschuir Gelsenkirchen 07 Alfonsushaus Rheine 46 Tuppenhof Kaarst-Vorst 08 Begegnungsstätte Schötmar Bad Salzuflen 47 Ehem. Flughafen Butzweilerhof Köln 09 Ehem. Färberei Schmitz Wuppertal 48 Palmenhaus Krefeld 49 Dormitorium Asbeck Legden-Asbeck kapitel 2 50 Freudenthaler Hammer Leverkusen-Schlehbusch 10 Schulzenhof Ascheberg 51 Ehem. Ackerhaus, Abtei-Wirtschaftshof 11 Schloss Frens Bergheim Marienmünster 12 Ehem. Bahnhof Dollendorf Blankenheim-Ahrhütte 52 Kloster Bredelar Marsberg 13 Flurklinik Düsseldorf-Flingern 53 Wasserturm Merzenich 14 Ehem. Schule Essen-Werden 54 Altes Fachwerkhaus Stockebrand 15 Tuchfabrik Euskirchen Möhnesee-Körbecke 16 Brikettfabrik Grube Carl Frechen 55 Zinkhütter Hof Stolberg 17 Villa Bubenzer Freudenberg 56 Kulturforum Kapelle Waltrop 18 Forum Jacob Pins im Adelshof Höxter 57 Wohnhaus Warendorf 19 Fachwerkhaus Kalletal 20 Ehem. Danziger Lagerhaus Rheinauhafen kapitel 5 21 Aggrippinawerft Köln Ehem. Königliches Eisenbahnamt Krefeld Künstleratelier Dahlem-Kronenburg Finanzamt Detmold Detmold 22 Wohnhaus Bürger.Schule 1834 Minden 60 Stiftung Fabrik für Kultur und Stadtteil Düren 23 Ehem. Taubstummenanstalt für Kinder Soest 61 Meilenwerk Forum für Fahrkultur Düsseldorf 24 Ehem. Transformatorenturm Solingen 62 Ehem. Werhahn-Mühle Duisburg 63 Husarenquartier Erfstadt-Lechenich kapitel 3 64 Schmitman sches Haus Menden 25 Empfangsgebäude Bahnhof Bad Münstereifel 65 Die Hofwerkstatt Merzenich 26 Landschaftsstation Borgentreich 66 Ehem. Rheinische Provinzial-Fürsorge- 27 Wasserturm Bornheim-Brenig Erziehungsanstalt Mönchengladbach 28 Malakowturm Bottrop-Batenbrock 67 WCG-Speicher Münster 29 Ehem. 55er-Kaserne Detmold 68 Ehem. Spinnerei Gebrüder Laurenz Ochtrup 30 Freie Evangelische Schule Detmold 69 Manufactum in der ehem. Zeche Waltrop Waltrop 31 Fachschule für Baudenkmalpflege Detmold 70 Villa Frowein Wuppertal 32 Bildungszentrum Hansemann Dortmund-Mengede 71 Hofanlage Zülpich 33 Ehem. Spinnerei Bendix Dülmen 34 Malteser Kommende Engelskirchen kapitel 6 35 Förderschule Altes Pfarrhaus Herdecke 72 Ringlokschuppen Bielefeld 36 Ehem. Akkumulatorenfabrik Gottfried Hagen 73 La Vecchia Trattoria Bochum-Langendreer Köln-Kalk 74 Rohmühle Bonn-Oberkassel 37 Mühle Obermaubach Kreuzau 75 Hochofenwerk Meiderich Duisburg 38 Leonardo-Campus Münster 76 Ehem. Bürgerhaus Minden 39 Ehem. Stahlwerk Becker Willich Caffee-Rösterei Wilhelm Maassen Monschau Lederfabrik Carl Abel Mühlheim a. R. Hof Lynders Nettetal Lennemühle Schmallenberg-Oberkirchen Café Adler Schwelm Haus Martfeld Schwelm Rohrmeisterei Schwerte Schwerte Hauptbahnhof Solingen Brauhaus Barmen Wuppertal Villa Media Wuppertal

3 3 INHALT VOM NUTZEN DES UMNUTZENS Umnutzung von denkmalgeschützten Gebäuden 7 VORWORT Lutz Lienenkämper Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen 8 Ein Teil der Architekturgeschichte Weiterbauen zur Umnutzung Udo Mainzer 12 Vom Nutzen des Umnutzens Markus Harzenetter 14 Hilfe in guter Umgebung Umnutzung von Denkmälern für karitative und soziale Zwecke Ulrich Reinke 16 Offen für alle Ethnien das Gutshaus Herberhausen wird Haus der Kirche Danae Votteler 18 Zum Wohle der Patienten das Gemeindepsychiatrische zentrum Detmold in der ehemaligen Luftwaffenkaserne Barbara Seifen 20 Vom Kartäuserkloster über die Domäne zur Tierklinik Ulrich Reinke 22 Ein Empfangsgebäude für die Jugend und die Freunde der Eisenbahn Christian Hoebel 24 Fröhliches Kinderspiel in der Villa Cuno von Peter Behrens Kurt Röckener 26 Betreutes Wohnen im einstigen Offizierskasino Iris Tillessen 28 Der Garten der Fabrikantenvilla Kümpers seine Anpassung an die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz Amrei Mosbauer 30 Zwei prominente Fachwerkhäuser des 16. Jahrhunderts als soziokulturelle Begegnungsstätte Iris Tillessen 32 Klönen statt färben von der Textilindustrie zum sozialen Treffpunkt Klaus-Ludwig Thiel 34 Wohnst du noch oder lebst du schon? Umnutzung von Denkmälern für Wohnzwecke Gundula Lang 36 Wohnen im Fachwerkspeicher auf einem alten Schulzenhof Barbara Seifen 38 Neue Schlösser in der Wasserburg Frank Kretzschmar 40 Ein Bahnhof zum Leben Monika Herzog 42 Wohnraum nicht nur für Frauen Christiane Matz 44 Wohnen im Klassenzimmer Heinrich Walgern 46 Lohnende Investition in eine anspruchvolle Planung Octavia Zanger 48 Vom Braunkohlenstaub zu weissen Wänden Frank Kretzschmar 50 Wo die Chrysanthemen blühen die Villa Carl Bubenzer Barbara Pankoke 52 Noblesse oblige der Adelshof in Höxter Christoph Heuter 54 Das älteste Haus im Dorf Zeitzeugnis und Schmuckstück Barbara Seifen 56 Wohnen im Siebengebirge Thomas Goege 58 Als Verwaltungsgebäude viel zu schade Wohnen und Arbeiten im Königlichen Eisenbahnbetriebsamt Helmtrud Köhren-Jansen 60 Schönes Wohnen in der Bürger.Schule 1834 Barbara Pankoke 62 Vielseitige Nutzung einer ehemaligen Taubstummenanstalt für Kinder Iris Tillessen 64 Wohnen unter Strom Maria Kampshoff

4 4 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 5 66 Schlösser werden zu Universitäten, Kasernen zu Akademien Umnutzung von Denkmälern für Bildung und Fortbildung David Gropp 98 Spannende Orte setzen neue Impulse Umnutzung von Denkmälern für kulturelle Zwecke Barbara Seifen 136 Neue Geschäfte in alten Gemäuern Umnutzung von Denkmälern für Handel und Gewerbe Octavia Zanger 166 Denkma(h)l à la carte Umnutzung von Denkmälern für Gastronomie und Hotellerie Oliver Meys 68 Mit diesem Bahnhof lässt sich wieder repräsentieren Monika Herzog 70 Vom Klosterhof zur Landschaftsstation Hartmut Ochsmann 72 Tagen mit Rundblick Heinrich Walgern 74 Ein Malakowturm als Lernort und Zentrum für Migration und Integration Imme Wittkamp 76 Wo kleine und grosse Leute lernen die ehemalige 55er-Kaserne Danae Votteler 78 Blau wie der Himmel die Freie Schule in der ehemaligen Kaserne Barbara Seifen 80 Handwerkerschule unter Dach und Fach Danae Votteler 82 Handwerkerausbildung in der Zeche Adolf von Hansemann Imme Wittkamp 84 Lernen und Vergnügen in alten Spinnereigebäuden Christian Hoebel 86 Kontemplation in ländlicher Idylle Heinrich Walgern 88 Neues Lernen und Fördern im alten Pfarrhof Danae Votteler 90 Strukturwandel in Köln-Kalk Thomas Goege 92 Platz für Ideen im kreativen Ambiente der Mühle Obermaubach Octavia Zanger 94 Von der Kaserne zur Hochschule Leonardo-Campus Ulrich Reinke 96 Von der Stirne heiss Fitness statt FlieSSband Julia Kollosche-Baumann 100 Jahrhunderthalle wird Montagehalle für Kunst Imme Wittkamp 102 Hier zog Max Ernst ein! Frank Kretzschmar 104 Fabrikationsgebäude als bewohnbarer Kunstspeicher Jörg Heimeshoff und Julia Kollosche-Baumann 106 Kultur und Sport in repräsentativen Bahnhofshallen Heinrich Walgern 108 Stadtgeschichte erleben im Infozentrum Kump Oliver Karnau 110 Die ehemalige Schachtanlage Oberschuir stadtbauraum (in) Gelsenkirchen Lutz Heidemann 112 Geschichte zum Anfassen im Tuppenhof Helmtrud Köhren-Jansen 114 Kultur im Luftkreuz des Westens Thomas Goege 116 Pétanque und Prosa im Palmenhaus Helmtrud Köhren-Jansen 118 Kulturzentrum und Heimathaus in Kreuzgang und Dormitorium Ulrich Reinke 120 Schmieden, Schleifen, Hämmern ein Museum unter Strom Heinrich Walgern 122 Schöne Klänge im Ackerhaus des Klosters Marienmünster Barbara Seifen 124 Lebhafter Ort des Friedens im Kloster Bredelar Oliver Karnau 126 Ein Kulturerlebnis für Sportliche Octavia Zanger 128 Schauseiten im Heimatmuseum Haus Stockebrand Oliver Karnau 138 Modernes Atelier im alten Baubestand des Künstlerortes Kronenburg Monika Herzog 140 Die Farbe Rot für das Finanzamt in der Luftwaffenkaserne Barbara Seifen 142 Unsere Fabrik ein vielseitig genutztes Stadtteilzentrum Octavia Zanger 144 Klassiker der Autogeschichte im Ringlokschuppen Julia Kollosche-Baumann 146 Tatort Innenhafen Maria Kampshoff 148 Einst Husarenquartier, heute Bürogebäude Frank Kretzschmar 150 Wandlungen eines Bürgermeisterhauses Barbara Seifen 152 Die Hofwerkstatt Autos und mehr Octavia Zanger 154 Wie aus verwahrlosten Jugendlichen gepflegte Dienstleister werden Helmtrud Köhren-Jansen 156 Coppenrath Verlag erfüllt Hafenspeicher mit neuem Leben Imme Wittkamp 158 Bummeln und Shoppen im Rundbau Christian Hoebel 160 Die ehemalige Zeche Waltrop I/II ein qualitätvolles Gewerbegebiet Gabriele Podschadli 162 Vom Wohnpalast zur Arbeitsresidenz Klaus-Ludwig Thiel 164 Arbeiten hinter geschlossenen Mauern Octavia Zanger 168 Tanzvergnügen im Ringlokschuppen Christian Hoebel 170 Westfälische Brennerei mit italienischem Flair Imme Wittkamp 172 Ein Ort für Business und Rekreation Andreas Stürmer und Octavia Zanger 174 Vom Hauptschalthaus zur Schaltzentrale für Besucher Maria Kampshoff 176 Zu Gast in einem alten Bürgerhaus in Minden Fred Kaspar 178 Ein Denkmal für die Sinne Monika Herzog 180 Übernachten in der Chromgerberei Ralph Quadflieg 182 Kaffeepause im Bauernhof Ulrich Stevens und Julia Kollosche-Baumann 184 Eine Wassermühle mit Cafébetrieb Christian Hoebel 186 Kaffee und Kuchen statt Pillen und Salben Danae Votteler 188 Gut bewirtet im Nordflügel von Haus Martfeld Kurt Röckener 190 Kulturelle und kulinarische Genüsse in der Rohrmeisterei Schwerte Gabriele Podschadli 192 Ein Bahnhof für die Zukunft Maria Kampshoff 194 Brautempel im wassersportpalast Klaus-Ludwig Thiel 196 Vom Viehhandel zum Medienzentrum Klaus-Ludwig Thiel 130 Stolberger Industriegeschichte Thomas Goege 132 Kulturforum Kapelle der Altbau des St.-Laurentiusstifts Ulrich Reinke 134 Einblick in die Zeitgeschichte um 1925 Fred Kaspar 198 English Summary 202 Glossar 205 AutorINNEN und AUTOREN 206 BILDNACHWEIS 208 Impressum

5 7 VORWORT Wirtschaftlicher Strukturwandel führt immer wieder zur Aufgabe von Nutzungen in alten Gebäuden. Aus denkmalpflegerischer und städtebaulicher Sicht sind viele dieser alten Gebäude interessant und spannend. Denkmalgeschütze Bauten und erhaltenswerte Bausubstanz geben Architekten und Planern wichtige Orientierungshilfen für die Stadtentwicklung in Bezug auf Maßstäblichkeit, angemessene Bauformen und architektonische Qualität. Sie sind verlässliche Indikatoren für Wohn- und Lebensqualität in einem überschaubaren, auf den Menschen bezogenen Raum. Der historische Bestand ist aber auch ein wertvolles materielles Erbe nicht nur in Hinblick auf Einmaligkeit, künstlerischen Wert und historische Zeugniskraft, sondern auch in Bezug auf die Nutzung und Verwertbarkeit von Materie. Die Masse gut nutzbarer Denkmal- und Altbausubstanz ist eine wichtige Ressource, aus der sich Synergieeffekte ergeben: Die personalintensiven Arbeiten bei der Erhaltung des Bestandes binden bei gleichem Investitionsvolumen mehr Arbeitsplätze als der Neubaubereich. Die konsequente Erhaltung und Wiederver wendung des historischen Bestandes trägt außerdem zur Einsparung von Flächen, Rohstoffen, Energie und Bauschutt bei. Eine sorgfältige, alle Faktoren berücksichtigende Bilanz ergibt oft, dass der Erhalt des Bestandes und die kontinuierliche Nutzung von bebauten Flächen insgesamt günstiger sind als Abbruch und Neubau. Denkmalschutz und Bauwerkerhaltung sind also sowohl arbeitsmarkt politisch als auch wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll und notwendig. Der behutsame Umbau der Stadt, das heißt städtebauliche Kontinuität bei den notwendigen Anpassungsprozessen durch Respektieren des historischen Erbes, ist eine der Grundlinien der Stadterneuerungspolitik des Landes Nordrhein-Westfalen. Dazu gehört, neue Nutzungen für leer stehende, in ihrer alten Funktion nicht mehr benötigte Bausubstanz zu fordern und zu fördern. Insbesondere denkmalgeschützte Bauten wurden und werden landesweit als Flächen für Handel, Gewerbe und Dienstleistung, als Museen, Kulturund Begegnungsstätten, Kindergärten und Jugendtreffs umgenutzt. Die vorliegende Publikation stellt rund 80 besonders gute Beispiele vor und reflektiert die Baukultur in den Städten und Regionen unseres Landes. Sie belegt auch, dass ein Nutzen vom Umnutzen die Lust auf mehr ist und Mut macht, in das historische Erbe zu investieren. Lutz Lienenkämper Lutz Lienenkämper Minister für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

6 8 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 9 EIN TEIL DER ARCHITEKTURGESCHICHTE WEITERBAUEN ZUR UMNUTZUNG Udo Mainzer Zahlreiche Bauten, die jetzt Baudenkmäler sind, bereichern heute nur noch deshalb unser Lebensumfeld, weil sie nach Verlust ihrer ursprünglichen Funktion für andere Nutzungen ertüchtigt wurden. Insofern ist die Geschichte der Architektur auch eine Geschichte des Wandels, der es Gebäuden im Laufe der Zeit ermöglicht hat, politische, ökonomische und religiöse Systeme zu überleben. Wenn es für eine neue Nutzung im Bestand zu eng wurde, war eine bauliche Erweiterung oftmals der nahe liegende, wenn nicht der einzige Weg für die angestrebte Funktionsänderung. Die Beispiele für ein solches pragmatisches Vorgehen reichen bis in die Frühzeit der Baugeschichte. In Trier beispielsweise, der zur Römerzeit größten Stadt nördlich der Alpen, wurde die im 2. Jahrhundert als Nordtor der Stadtbefestigung errichtete Porta Nigra nach jahrhundertelangem Leerstand 1034 unter Hinzufügung eines Turmes und von Treppenanlagen sowie durch Einziehen von Decken und Gewölben in eine Doppelkirche umgebaut. Das Geschoss oberhalb der zugeschütteten Durchfahrt diente als Volkskirche, das Geschoss darüber war die Kirche des benachbarten Simeonstiftes. Insbesondere aber erweiterte man den antiken Baukörper zur Erfüllung seiner liturgischen Funktion um die Mitte des 12. Jahrhunderts an seiner Ostseite um einen stattlichen Chor. Da diese Umwandlung des fortifikatorischen Profanbaus in eine christliche Sakralarchitektur ohne wesentliche bauliche Eingriffe erfolgte, war es für Napoleon 1803 ein Leichtes, die Entfernung aller mittelalterlichen Einbauten bis auf den Chor anzuordnen. Wenn die Porta Nigra seit 1822 wieder in ihrer Gestalt als Stadttor erlebbar ist, so vor allem deshalb, weil die Einbauten den historischen Bestand respektiert hatten und wie es die Denkmalpflege immer wieder fordert reversibel waren. Die Umnutzung der Porta Nigra zur Kirche war ganz offensichtlich unter dem Gebot einer ökonomischen Vernunft erfolgt, die sich einen baulichen Leerstand aus Gründen der Sparsamkeit und damit der nach wie vor unverzichtbaren Ressourcenschonung zunutze machte. Jenseits solcher wirtschaftlichen Erwägungen für eine Umwidmung und Erweiterung des überkommenen Bestandes kann aber auch der Genius Loci, der Bedeutungsgehalt der historischen Stätte, Motiv für eine funktionale und daraus resultierende architektonische Erweiterung sein. So wurde in Aachen der Pfalzkapelle Karls des Großen aus dem späten 8. Jahrhundert, die sich bald als Krönungskirche der deutschen Könige etablierte, bis 1414 nach Osten die grandiose, als Glashaus konzipierte Chorhalle angefügt. Sie steht in der Nachfolge der französischen Reliquiarbauten, namentlich der Sainte-Chapelle in Paris. Ihre bauliche Notwendigkeit resultierte aus dem Funktionswandel, den der karolingische Mausoleumsbau durch seinen wachsenden Reliquienbesitz und die damit einhergehenden beträchtlichen Pilgerströme erfahren hatte. Aus der mehr privaten Herrscherkapelle war eine öffentliche Wallfahrtskirche geworden, die dem symbolbefrachteten und gleichermaßen nutzungsorientierten Anspruch nur durch eine bauliche Erweiterung gerecht werden konnte. Dabei bleibt bis heute faszinierend, mit welcher klaren Haltung der Neubau damals die Symbiose mit dem Altbestand einging. Was bei der Bewunderung für die baukünstlerische Leistung der Chorhallenerweiterung zumeist nicht bedacht wird, ist die Tatsache, dass dieser Ergänzungsbau dazu beigetragen hat, die einzigartige Substanz der einstigen Pfalzkapelle umfassend zu schonen. Häufig genug wird die Denkmalpflege mit einer Auffassung konfrontiert, die das Auskernen historischer Bauten bereitwillig akzeptiert, wenn dabei deren äußeres Erscheinungsbild ungeschmälert bleibt. Hingegen stößt sie nicht selten auf Ablehnung bei ihrem Anliegen, wertvolle innere Gebäudestrukturen dadurch zu bewahren, indem neue Funktionsbedürfnisse in Anbauten ausgelagert werden. So stieß der Konservator etwa bei Schloss Rheydt, einer kostbaren Initialarchitektur der Renaissance im Rheinland, auf Unverständnis bei seiner Weigerung, dessen einzigartigen Dachstuhl aus der Erbauungszeit und das barocke Treppenhaus nicht den Zwängen eines zeitgemäßen Museumskonzeptes zu opfern. Dieses ließ sich denkmalverträglich nur durch eine Verlegung der bauaufsichtlich geforderten Treppe und des behindertengerechten Aufzugs in einen seitlichen Anbau erreichen. Der zur Lösung des Problems durchgeführte Wettbewerb führte schließlich zu einem filigranen Annexturm aus Stahl und Glas, der den historischen Bestand unangetastet beließ und gegebenenfalls wieder leicht demontierbar ist. Mit seiner geradezu bekennerhaften Absicht, die der Maxime form follows function verpflichtet ist und sich als unumgängliche Zutat von Altbestand absetzt, stieß dieser Anbau anfänglich auf erhebliche Ablehnung in der Öffentlichkeit. Spätestens seit Carlo Scarpas Sanierung des mittelalterlichen Castelvecchio in Verona von 1956 bis 1964 gehört es zu den Prinzipien gegenwärtiger Denkmalpflege, eine deutliche, wenn nicht selbstbewusste Trennung von historischem Bestand durch eigenständige, zeitgemäße Formen, bisweilen auch Materialien, zu vollziehen. Freilich sollte dabei das Neue nicht gegen das Alte stehen, sondern um ein kreatives Miteinander bemüht sein, wie es etwa der Eichstätter Diözesanbaumeister Franzjosef Schattner in seiner Bischofsstadt mehrfach glanzvoll vorgeführt hat. Eine disziplinierte, weil die Altsubstanz angemessen respektierende und gleichwohl harmonisch weiterentwickelnde Entwurfsleistung stellt die Umnutzung der Jahrhunderthalle in Bochum zum zentralen Veranstaltungsort für die RuhrTriennale 2003 dar. Die Halle, ursprünglich als Ausstellungspavillon für die Düsseldorfer Gewerbeausstellung 1902 errichtet, wurde später als Gaskraftzentrale des 1984 stillgelegten Stahlwerks nach Bochum transloziert. Bei der Ergänzung mit zwei in Konstruktion und Material gestalterisch verwandten, aber als modern erkennbaren Anbauten war es das Ziel der Architekten, den Charakter der alten Halle so wenig wie möglich zu verändern. Nun hilft ein Gespinst aus kaum sichtbaren Seilen deren Stahlskelett, die neuen Lasten zu tragen, die sich aus Zutaten für die neue Nutzung ergaben. Aber nicht immer lässt sich die erforderliche bauliche Erweiterung in der Fläche realisieren. Eine deshalb häufig angewandte Alternative besteht in einer Aufstockung des vorhandenen Bestandes. Auch dabei gibt es eine

7 10 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 11 Vielzahl von unterschiedlichen Varianten. Ein Ausnahmefall dürfte bleiben, wenn der Altbau gewissermaßen als Baugrundstück für einen davon funktional mehr oder weniger unabhängigen Neubau dient. So nutzte ein Architekt in Hamm einen Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg als Unterbau für ein Einfamilienhaus. Demonstrativer lässt sich das Bemühen um Ressourcenschonung durch Einsparen von enormen Abbruchkosten für den Betonklotz bei gleichzeitiger optimaler Ausnutzung der vorhandenen Grundfläche kaum darstellen. Verfügt ein Baudenkmal nicht über die notwendige Außenfläche für eine horizontale Erweiterung, bleibt nur die Möglichkeit einer vertikalen Ausdehnung nach oben, um zusätzlichen Nutzungsraum zu realisieren. Doch namentlich bei Aufstockungen, die in der Regel im wahrsten Sinne des Wortes von weitreichender Wirkung sind, kommt es in vergleichsweise höherem Maße darauf an, in Gestalt und Material die Proportionen zum Bestand zu wahren. Aufstülpungen dürfen das Denkmal als Unterbau nicht karikieren. Eine solche Beeinträchtigung geht gegenwärtig vornehmlich von Entwürfen aus, die gerne auf spektakuläre Weise einem modernistischen Dekonstruktivismus huldigen, der es dem Oben und Unten schwer macht, in Harmonie zusammenzuleben. Als weltweit vorbildhaft darf dagegen die Aufstockung für die Tate Modern auf dem zwischen 1947 und 1963 von Giles Gilbert Scott unmittelbar an der Themse in London erbauten ehemaligen Kraftwerk gelten, die jüngst dem Baseler Architekturbüro Herzog & de Meuron gelungen ist. Dagegen ist dessen Vorschlag, im Duisburger Binnenhafen auf den Silos und damit über dem First des Museums Küppersmühle einen gewaltigen Quader zu platzieren, aus Sicht der Denkmalpflege nicht hinnehmbar. Einen Sonderfall stellt die Nutzbarmachung von Ruinen dar, die in der Regel nur durch Weiterbauen zur Schließung der rudimentären Architekturhülle erzielbar ist. Hierbei ist es wichtig, den Eindruck des Ruinenhaften, der ja eigentlich das Denkmal ausmacht, trotz der architektonischen Vervollständigung und Ergänzung zu bewahren. Insofern kommt es bei einem solchen Vorhaben insbesondere auf ein differenziertes Miteinander an, um die Ablesbarkeit von Alt und Neu in überzeugender Weise zu gewährleisten. Im Gegensatz zum Neubau, der in Körper und Ausstattung gezielt auf die ihm zugedachte Zweckbestimmung hin figuriert werden kann, ist es beim Bauen im und am Bestand entscheidend, sich dem Denkmal zwar nicht anbiedernd, aber doch verständig unterzuordnen, was eine klare Haltung gegenüber dem Vorgefundenen überhaupt nicht ausschließt. Gefragt ist die kreative, ja fantasievolle Auseinandersetzung mit der vorhandenen Substanz. Nur mit einem respektvollen, gleichwohl selbstbewussten Weiter bauen, das durchaus die individuelle Architektenhandschrift erkennen lassen soll, ist ein schlüssiger Beitrag zur heute angemahnten Baukultur zu leisten, die sich dadurch ausweist, dass sie Alt und Neu gleichermaßen in Wert setzt.

8 12 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 13 VOM NUTZEN DES UMNUTZENS Markus Harzenetter WER ETWAS ÜBER DIE GESCHICHTE DER WELT ERZÄHLEN MÖCHTE, DER SOLL DIE GESCHICHTE EINES HAUSES ERZÄHLEN. ( Honoré de Balzac ) * Allein ein Blick in die einschlägigen Zeitschriften und Veranstaltungskalender zeigt, wie aktuell das Thema Umnutzung ist: Die Deutsche Bauzeitschrift widmete ihre August-Ausgabe des Jahres 2008 diesem Thema, die Denkmalakademie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz führte im September in Frankfurt ein Symposium durch über die Chancen und Risiken der Umnutzung historischer Industriebauten, der 26. Evangelische Kirchbautag, der im Herbst 2008 in Dortmund stattfand, hatte das Motto transformationen. übergänge gestalten. Umnutzung, Umwidmung, Revitalisierung, Konversion, Neunutzung, Nachnutzung die Häufigkeit, mit der diese Begriffe jedem, der mit Bauten zu tun hat sei es als Bauherr oder Architekt begegnen, spiegelt eine freiwillig oder erzwungenermaßen veränderte Haltung gegenüber diesen Themen wider. Das Bauen im Bestand umfasst mittlerweile, je nach Region, zwischen 40 bis 70 Prozent des Gesamtbauvolumens. Im Gegenzug geht der Anteil an Neubauten kontinuierlich zurück. Die Tendenz zu vermehrter Umnutzung ist auch deshalb so relevant, weil sie einem stärkeren Umweltbewusstsein in der Gesellschaft ebenso Rechnung trägt wie den geradezu explosionsartig steigenden Rohstoffpreisen. Waren es vor einer Generation nahezu ausschließlich Gründe der Denkmalpflege oder der Stadtbilderhaltung, die sich gegen die Vernichtung der baukulturellen Umwelt richteten, so ist nun die Bewahrung und Pflege der vorhandenen baulichen Werte auch als bedeutender volkswirtschaftlicher Faktor erkannt geworden. Der vorhandene Baubestand kann gewissermaßen als Depot der zu seiner Entstehung aufgewendeten Energie und Rohstoffe verstanden werden. Eine gelungene Umnutzung zeichnet sich dadurch aus, dass sie auf diese vorhandenen Ressourcen behutsam und reflektiert zurückgreift und dieses volkswirtschaftliche Vermögen nicht leichtfertig verspielt. Dahinter steht die Idee eines sustainable development, einer nachhaltigen Entwicklung, die durch die Arbeit der UN-Weltkommission für Umwelt und Entwicklung weltweit bekannt wurde. Der Abschlussbericht dieser Kommission von 1987, der sogenannte Brundtland-Bericht, benannt nach der den Vorsitz führenden ehemaligen norwegischen Ministerpräsidentin Gro Harlem Brundtland, trägt den Titel Our common future. Die darin formulierte Aussage zur Nachhaltigkeit zielt genau auf das Thema Umnutzung: Im Wesentlichen ist dauerhafte Entwicklung ein Wandlungsprozess, in dem die Nutzung von Ressourcen, das Ziel von Investitionen, die Richtung technologischer Entwicklung und institutioneller Wandel miteinander harmonieren und das derzeitige und künftige Potenzial vergrößern, menschliche Bedürfnisse und Wünsche zu erfüllen. Umnutzung ist also ökologisch und ökonomisch sinnvoll und notwendig. Umgekehrt bedeuten Abriss und Entsorgung alter Gebäude eine vermeidbare ökologische und finanzielle Belastung. Insbesondere bei dem Abbruch von Bauten, denen Denkmaleigenschaft zukommt, entsteht nicht nur ein irreparabler kultureller Schaden, sondern auch ein konkreter materieller Verlust. Baudenkmale zeichnen sich oftmals durch arbeitsintensive handwerkliche und kunsthandwerkliche Besonderheiten aus, seien es sorgfältig behauene Werksteine, vielteilige Füllungstüren, aufwändige Dekorationen, großzügige Räumlichkeiten oder repräsentative Eingangsbereiche. Die gesellschaftliche Aufwertung des Bauens im Bestand veränderte auch die Bewertung der dahinterstehenden Architektenleistung. Wurde es in den 1920er Jahren eher als Pflichtübung empfunden kreativer Künstlerarchitekt versus Umbauarchitekt, so wird das Entwerfen im Bestand heute längst als anspruchsvolle Aufgabe anerkannt. Viel zitierte architektonische Inkunabeln auf diesem Gebiet entstanden bereits im Zusammenhang mit den Wiederaufbauleistungen nach dem Zweiten Weltkrieg, beispielsweise bei der behutsamen Reparatur der Alten Pinakothek in München aus Trümmermaterial in vereinfachten Formen durch Hans Döllgast (1956) oder beim Wiederaufbau des Gürzenich in Köln durch Rudolf Schwarz (1958). In den 1960er Jahren definierte Carlo Scarpa mit seiner Sanierung des mittelalterlichen Castelvecchio in Verona die Messlatte für den Umgang mit hochwertigen Baudenkmälern. In Süddeutschland verlieh Karljosef Schattner der kleinen bischöflichen Residenzstadt Eichstätt ein dezidiert modernes Gepräge, ohne ihren Denkmalcharakter zu beschädigen. Heute ist es selbst für internationale Stararchitekten wie beispielsweise David Chipperfield und Julian Harrap selbstverständlich, sich mit hochwertigem Baubestand in einen Dialog zu setzen, wie am Beispiel des Neues Museums in Berlin zu sehen ist. Umgenutzte Bauten bleiben nütze : Das aus dem heutigen Sprachgebrauch weitgehend verschwundene althochdeutsche Adjektiv nütze bezeichnet etwas, das gebraucht werden kann. Das Substantiv Nutzen, das seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich ist, hat sich in der Wirtschaftswissenschaft zu einem zentralen Terminus entwickelt: Hier wird Nutzen definiert als die auf der subjektiven Werteinschätzung beruhende Eigenschaft eines Gutes, zur Bedürfnisbefriedigung eines Wirtschaftssubjektes beizutragen. Davon abgeleitet ist die Nutzen-Kosten-Analyse, eine Methode zur Bewertung von Investitionsvorhaben. Trotz der breiten Anwendung kann dieses Instrument in der Denkmalpflege nicht als alleiniges Entscheidungskriterium dienen, da es den nichtmonetären, kulturellen und gesellschaftlichen Nutzen von Denkmälern nicht abbildet eine Beschränkung, die Wirtschaftswissenschaftlern im Übrigen durchaus geläufig ist. Massiert auftretende Umnutzungsnotwendigkeiten sind ein Symptom für gesellschaftliche Umbruchzeiten. Dabei sind zu allen Zeiten mit hoher Selbstverständlichkeit vorhandene Baulichkeiten weiter genutzt worden, sehr früh auch unter obrigkeitlicher Begleitung. Als im Zuge der fortschreitenden Christianisierung im 4./5. Jahrhundert heidnische Tempel zunehmend ihre bisherige Funktion verloren, wurde deren Weiternutzung durch kaiserliche Gesetzgebung gesondert geregelt; alle baulichen Maßnahmen waren von kaiserlicher oder behördlicher Erlaubnis abhängig. Für die Mission der außerhalb der imperialen Macht stehenden Angelsachsen gab Papst Gregor der Große im ausgehenden 6. Jahrhundert die ausdrückliche Weisung, Tempel zu christianisieren, ohne diese zu zerstören und begründete dies nicht zuletzt mit der Wirtschaftlichkeit der Umnutzung. Ein sehr anschauliches Beispiel für den bestandswahrenden Umgang mit kultischen Bauten liefert der ehemalige Athena-Tempel in Syrakus, der heutige Dom, der im 7. Jahrhundert christianisiert wurde und das bezeichnende Patrozinium Santa Maria delle Colonne erhielt: Zwischen die Säulen des Säulengangs (Peristase) wurden Mauern eingezogen, der Hauptraum des Tempels, in dem zuvor das Götterbild stand (Cella), bildet nun mit dem Vorraum ein Mittelschiff, und der gesamte Tempel wurde in ein neues Gebäude eingebaut. Die Nutzungsgeschichte gehört zum Wesen eines Baudenkmals. Seine Identität definiert sich nicht statisch, sondern entsprechend dem geschichtlichen Verlauf: Exemplarische Untersuchungen in einzelnen Regionen haben gezeigt, dass die weit überwiegende Zahl aller öffentlichen Gebäude mindestens einmal umgenutzt worden ist. Bauten mit einer durchgängigen Nutzungskontinuität sind die Ausnahme eigentlich eine nahe liegende Erkenntnis: Epochale Zäsuren, gesellschaftliche Wandlungen, industrielle und wirtschaftliche Veränderungen hinterlassen immer auch bauliche Spuren. Umbruchzeiten wie die Reformation im 16. Jahrhundert oder die Säkularisation im frühen 19. Jahrhundert führten vermehrt zu Nutzungsänderungen. Nach der Säkularisation kam es dabei zu einem in dieser Dimension neuen Phänomen mit erheblichen Auswirkungen auf die Art der Umnutzung: Es gab gleichsam über Nacht ein Überangebot an großvolumigen Baulichkeiten, mit der Konsequenz, dass selbst bedeutende künstlerische Kirchen- und Klosterbauten leer standen oder weit unter Wert genutzt wurden. In dieser Hinsicht ist die Situation heute vor völlig anderem Hintergrund durchaus mit der Situation vor rund zweihundert Jahren vergleichbar: Infolge des Rückgangs der Gottesdienstbesucher werden heute Kirchenbauten, speziell der 1950er bis 1970er Jahre, von den Kirchen zur Disposition gestellt, für die kein Markt existiert. Analoges gilt auch im Bereich der Industriearchitektur, wo wirtschaftliche Umbrüche zu Leerständen von Gebäuden geführt haben. In beiden Fällen handelt es sich zudem oftmals um monofunktionale Bauten in peripherer Lage, mit entsprechenden Folgen bei der Suche nach einer dauerhaften Umnutzung. Aufgabe der Denkmalpflege in diesen unaufhaltsamen Konversionsprozessen ist es, ganz im Sinne der eingangs zitierten Definition von Nachhaltigkeit, auf die In-Wert-Haltung oder die In-Wert-Setzung denkmalpflegerisch bedeutsamer Baulichkeiten hinzuwirken und kurzfristige Reaktionen mit irreparablen Folgen zu vermeiden, auch und gerade, wenn der Nutzen des Umnutzens sich erst in der Zukunft zeigen wird. Denkmalpflege hält immer schon auch die Dimension der Zukunft gegenwärtig. Sie macht sich zunächst dadurch bemerkbar, dass ein Werk sich geschichtlich durchsetzt, dadurch in der Erinnerung der Menschen steht und auch künftig bewahrenswert erscheint. Was ist, ringt immer auch mit der Zukunft... Bewahrung ist auch eine Kategorie der Zukunft. ** LITERATUR DER BRUNDTLAND-BERICHT DER WELTKOMISSION FÜR UMWELT UND ENTWICKLUNG hrsg. von Volker Hauff Greven 1987, S UMBAU IM BESTAND Hg. Wüstenrot Stiftung, Ludwigsburg SÄKULARISATION UND NEUBEGINN. DIE KULTUR DER KLÖSTER IN WESTFALEN Dalheimer Kataloge, Bd. 2, Regensburg J. CRAMER UND S. BREITLING: ARCHITEKTUR IM BESTAND Basel u. a MARTIN HAHN: HISTORISCHE UMNUTZUNGEN. GEBÄUDE DES ÖFFENTLICHEN LEBENS IM WANDEL DER ZEITEN, BEISPIELE AUS BAYERN Berlin LEO SCHMIDT: IDENTITÄTSWANDEL DURCH NUTZUNGSÄNDERUNG in DKD 46 (2) 1988, S CHRISTIANISIERUNG II (DER MONUMENTE) in Reallexikon für Antike und Christentum, Stuttgart 1954, Bd. II, Sp * Das Zitat verdanke ich Frau Dr. Barbara Seifen, LWL-Amt für Denkmalpflege in Westfalen, Münster. ** Karl Kardinal Lehmann: Bauen Bewahren Verkünden. Denkmalpflege und Kirche. In das münster 3/2006, S , hier S.162 und S.164.

9 HILFE IN GUTER UMGEBUNG UMNUTZUNG VON DENKMÄLERN FÜR KARITATIVE UND SOZIALE ZWECKE Ulrich Reinke Wenn Denkmäler für karitative und soziale Zwecke umgenutzt werden, findet die Verknüpfung zweier wichtiger Ziele bei den Betroffenen und in der Öffentlichkeit schnell volle Akzeptanz: Zum einen werden Gruppen, die Hilfe und Räumlichkeiten benötigen, Baudenkmäler zur Nutzung überlassen; zum anderen sichert die Umnutzung den Fortbestand der Baudenk mäler. Meist haben die Gebäude eine schlechte Zeit mit Leerstand und mangelhaftem Bau unterhalt hinter sich, oftmals wegen längerer, kontrovers geführter Dis kus sionen um deren Erhalt und Nutzung. Nur bei wenigen Objekten war der herausgehobene Stellenwert als Denkmal allgemein bekannt, wie bei der Villa Cuno in Hagen, die, um 1910 entstanden, einen wichtigen Schritt auf dem Weg in die architektonische Moderne in Deutschland markiert. Die Finanzierung sozialer Einrichtungen ist mitunter nicht gesichert, und sie sind nur provisorisch untergebracht. Erst über öffentliche Geldmittel wird es möglich, für den jeweiligen Belang Gebäude und Ausstattung zu beschaffen. Historische, denkmalwerte Bauten werden dem öffentlichen Willen zufolge für solche Zwecke bevorzugt berücksichtigt. Dies hat bewirkt, dass die Gebäude und die sie nutzenden Einrichtungen so gefördert werden, dass ein ansprechendes Gesamtbild entsteht. So nehmen die neuen Nutzer ihr Gebäude schnell an, und das Projekt wird zum Erfolg. Eine solche sinnvolle Zielsetzung bedeutet allerdings nicht, dass die Wege zum gewünschten Ergebnis immer leicht zu beschreiten sind. Ein grundsätzliches Problem stellt sich fast immer dadurch, dass keines der Baudenkmale für exakt die gleiche Nutzung vorgesehen war, wie das zukünftige Projekt. Moderne Erschließungen, Barrierefreiheit, Aufzüge, Rettungswege und Brandschutz gehören zu den Vorgaben, die zu erfüllen sind, um die neue Nutzung zu ermöglichen. Da historische Gebäu de sehr unterschiedlich sind, müssen in der Regel individuelle Lösungen erarbeitet werden, die viel Planung, gemeinsame Überlegungen und Teamarbeit erfordern. Dass so etwas möglich ist, zeigen die Beispiele in diesem Buch mit ihrer erstaunlichen Vielfalt an Lösungsmöglichkeiten. eine bestimmte Förderung verwirklicht werden kann. In einem solchen Fall müssen die Gebäude mehr Änderungen hinnehmen, als für die neue Nutzung selbst sachlich notwendig gewesen wäre. Viele Änderungen, wie der Einbau von Aufzügen und Fluchttreppenhäusern, bedeuten große Eingriffe in die Bausubstanz. Meist ist das Gebäude dafür auch noch statisch zu verstärken. Es gelingt aber auch dann häufig, wichtige alte Räume und ihre mit der Wand verbundene Ausstattung sowie originale Wandfassungen zu erhalten oder wiederherzustellen. Ein reizvoller Effekt kann sich ergeben, wenn diese Räume die Mitte der neuen Nutzung bilden und so ein harmonischer Zusammenhang zwischen geschichtlichem und aktuellem Gebrauch entsteht. In Minden besitzt die ehemalige Offiziersspeiseanstalt solche Räume. Besonders ansprechend ist der ehemalige Speisesaal wiederhergestellt. Doch auch das Außengelände spielt eine Rolle, so ist der erhalten gebliebene Park für das Institut für Rehabilitation von ebenso großer Bedeutung wie die gelungene Innenarchitektur. Die geglückte Verbindung zwischen einer sozialen Nutzung und einem wie der belebten Baudenkmal findet in der Öffentlichkeit breite Zustimmung. Die bestehenden Förderrichtlinien für soziale Einrichtungen haben Vorgaben entwickelt, um die Nutzungsziele und den dafür notwendigen finanziellen Aufwand in einem sinnvollen Rahmen zu halten. So sind z. B. für Sozialwohnungen bestimmte Größen festgelegt, die einzuhalten sind, um die finanzielle Förderung zu erlangen. Zuweilen kommt es vor, dass in dem alten Gebäude nur wenig an dem alten Grundriss geändert werden müsste. Diese Lösung ist aber unter Umständen nicht möglich, weil das Projekt nur über

10 16 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 17 Offen für alle Ethnien das Gutshaus Herberhausen wird Haus der Kirche Danae Votteler Das Haus der Kirche wurde vor zehn Jahren von der evangelisch-lu theri schen Kirchengemeinde Detmold und der evangelisch-reformierten Kirchen ge meinde Detmold-Ost gegründet und war zunächst in Räumen der ehemaligen Wohnsiedlung der britischen Armee in Detmold-Hakedal unter gebracht. In diesem Stadtteil, der in den 1960er und 1970er Jahren entstanden ist, wohnen heute vor allem Menschen mit Migrationshintergrund. Viele von ihnen leben ohne feste Arbeitsstelle und in wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen. In direkter Nachbarschaft zu den großen Wohnblocks befindet sich das Gut Herberhausen. Es war eines von mehreren Rittergütern auf dem Stadtgebiet von Detmold. Als lippisches Lehen und eines der 29 landtags fähigen Güter in Lippe hatte es eine besondere Bedeutung. Zum denkmalwerten Bestand gehören neben dem Gutshaus mehrere ehemals landwirtschaftlich genutzte Gebäude wie Ställe und Speicher, ein Gartenpavillon, ein Waldfriedhof und zwei abseits gelegene Arbeiterhäuser. Die Gutsanlage ging bereits 1761 in bürgerlichen Besitz über. Ende der 1980er Jahre wurde der landwirtschaftliche Betrieb aufgegeben und einige Gebäude des am Stadtrand gelegenen und von Vandalismus bedrohten Areals wurden mit Städtebau- und Denkmalfördermitteln neu, meist für soziale Zwecke genutzt. Heinrich Christian Eberhard Niemeyer hatte das Gutshaus 1895 errichten lassen. Die bürgerliche Villa im historistischen Stil bot mit ihren großzügigen Räumlichkeiten ideale Voraussetzungen für eine flexible Umnutzung, sodass nur wenige Eingriffe notwendig waren, um das Gebäude schließlich an die Bedürfnisse des Hauses der Kirche anzupassen: Ein zentral gelegener Wohnraum wurde in eine Verkehrs- und Erschließungsfläche umgewandelt, über die ein dahinter gefangener Raum nun direkt zu erreichen ist. Auch ein Fahrstuhl und eine notwendige zweite Treppe wurden eingebaut. Im Erdgeschoss befinden sich Büros für einen Pfarrer und die Mitarbeiter, ein Andachtsraum sowie ein Gruppenraum mit Computerarbeitsplätzen. Im Obergeschoss sind unter anderem eine große Küche, weitere Gruppenräume und eine Kleiderkammer untergebracht. Im gut belichteten Souterrain befinden sich Räume für die Kinderbetreuung. Das Dachgeschoss wurde für eine Hausmeisterwohnung ausgebaut. Die Fassaden des zweigeschossigen Villengebäudes sind mit Backstein verkleidet. Der hohe Sockel besteht aus Kalkwerksteinen. Besonders markant ist der dreigeschossige Eckturm mit spitzer hoher Haube. Im Inneren beeindruckt das Gutshaus durch seine gut erhaltene Ausstattung der Eingangshalle und der Repräsentationsräume. So haben die Räume im hoch gelegenen, über eine geschwungene zweiarmige Treppe erreichbaren Erdgeschoss eine umlaufende, brüstungshohe hölzerne Verkleidung und aufwändig gestaltete Türen mit Verdachungen. In drei Räumen befinden sich bemalte Stuckdecken, von denen aber nur zwei sichtbar sind. Auch die detailreiche Treppe war in einem sehr guten Erhaltungszustand. Insbesondere die genannten hölzernen Ausstattungsteile wurden denkmalgerecht restauriert, ebenso die originalen Fenster in der Hauptfassade. Die Räume im Obergeschoss wurden ursprünglich meist als Schlafzimmer genutzt und sind daher einfacher ausgestattet. Im Jahr 2003 konnte das Haus der Kirche das renovierte und modernisierte Gutshaus beziehen. Es bildet nun den städtischen Mittelpunkt des infrastrukturell schlecht entwickelten und von der Stadt Detmold isolierten Wohn ge biets Hakedal. Die Einrichtung versteht sich als Begegnungsort für Menschen verschiedener ethnischer Herkunft, bietet Angebote und Hilfe stellungen für den Alltag wie auch Beschäftigungsmöglichkeiten und unterstützt damit die soziokulturelle Entwicklung des Stadtteils. Die erhaltene wertvolle Ausstattung bietet insbesondere im Erdgeschoss einen anspruchs vollen Rahmen für diesen Begegnungsort. Zugleich wurde das ehemalige Herrenhaus für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Haus der Kirche Herberhausen Gut Herberhausen Detmold ARCHITEKT: Heinemann, Schreiber, Schaul GmbH, Architekturbüro Detmold BAUHERR: Stadt Detmold, Fachbereich Jugend, Senioren und Kultur Träger: Ev.-luth. Kirchengemeinde Detmold und ev.-ref. Kirchengemeinde Detmold-Ost

11 18 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 19 ZUM WOHLE DER PATIENTEN DAS GEMEINDE psychiatrische ZENTRUM DETMOLD IN DER EHEMALIGEN LUFTWAFFENKASERNE Barbara Seifen Die politischen Veränderungen in der Zeit um 1989 mit dem Fall der Grenze zwischen Ost- und Westdeutschland führten bundesweit zu einem erheblichen Truppenabbau. Er bewirkte, dass zahlreiche Kasernenanlagen in Stadt und Land zunächst leer standen und ganz neue, unerwartete städtebauliche Entwicklungsperspektiven boten. Die Überlegungen zur Umnutzung dieser Anlagen erwiesen sich als sehr komplex und meist ausgesprochen langwierig. In manchen Fällen wurde großflächig abgerissen, aber in anderen wurden auch gute neue Nutzungen gefunden. Die ehemalige Luftwaffenkaserne in Detmold, ein insgesamt etwa 108 Hektar großes Areal, von dem etwa 55 Hektar bebaut sind, liegt am Hohenlohberg in der ehemaligen Bauernschaft Hakedahl im Nordosten der Stadt. Zwischen 1935 und 1936 entstanden, ist diese Kaserne der ersten Aufbauphase der Wehrmacht zuzuordnen und bezeugt mit anderen ausgewählten Kasernen und militärischen Einrichtungen der 1930er Jahre die Aggressions- und Expansionspolitik der nationalsozialistischen Machthaber. Nach 1945 bis 1995 wurde die Kaserne von der britischen Armee genutzt. Der Baubestand blieb im Wesentlichen gut gepflegt erhalten, größere Veränderungen bzw. bauliche Ergänzungen erfolgten nicht. Die grundsätzliche Gestaltung der einzelnen Baukörper als zweigeschossige Putzbauten mit geschweiften Walmbzw. bei den Einfamilienhäusern Satteldächern, abgewalmten Dachhäuschen und Bruchsteinsockeln entspricht einem im Kasernen- aber auch im Siedlungsbau der 1930er Jahre weit verbreiteten Schema. Ab 1995 suchten das Land NRW als Eigentümer der inzwischen für denkmalwert befundenen Kaserne und die Stadt Detmold, die sich mit dem plötzlich neu gewonnenen Stadtteil flächenmäßig ebenso groß wie der historische Stadtkern planerisch auseinander setzen musste, nach Wegen für eine tragfähige Nutzung dieses Geländes und seiner Bauten. Im Grundsatz waren sich die Beteiligten darüber einig, dass der Militärcharakter der Anlage für eine zivile Nutzung zumindest teilweise gebrochen werden müsste. Insgesamt sollte ein Umbau für die dauerhafte Nachnutzung angestrebt werden. Dass Teile des Gebäudebestands sich nur schwer für eine Umnutzung eignen und der Abriss mancher Teile nicht zu umgehen sein würde, war allen bewusst. Die Rahmenplanung für das Gesamtgelände schlug deshalb eine maßvolle Nachverdichtung mit der Ausweisung möglicher Bauplätze vor. Für Wohnen, Dienstleistungen, Gewerbe, Freizeit, Kultur, schulische Einrichtungen und Sport wurden Nutzungskonzepte erarbeitet. Die ehemalige Offizierswohnanlage mit sechs Unterkunftsgebäuden, dem Offizierskasino, den dazugehörigen Parkanlagen und drei Wohnhäusern galt in den Diskussionen schon frühzeitig als ein Bereich, der mit seinem von großzügigen Park- und Freiflächen bestimmten Charakter erhalten werden sollte. In dreien der Offizierswohnheime wurde das gpz, das Gemeindepsychiatrische Zentrum Detmold eine neu entstandene Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie eingerichtet. Die denkmalgeschützten Gebäude sind mit einer Neubauspange verbunden, die ihrerseits aus drei Einzelgebäuden besteht und die historischen Bauten zu einer Funktionseinheit zusammenfügt. Insgesamt sind im gpz vier Stationen mit je 16 Betten entstanden. Zusätzlich befindet sich auf dem Quadratmeter großen Gelände eine Tagesklinik. Der Zentralbereich, Haus 3 Neubau, beherbergt das Foyer, eine Cafeteria, die Institutsambulanz und die Verwaltungsbereiche. Neben den Aufenthaltsbereichen für die stationär untergebrachten Patienten und der Tagesklinik sind weiträumige Therapiebereiche mit Werk- und Arbeitsräumen, Gymnastikraum und Gesprächsräumen vorhanden. Die psychiatrischpsychosoziale Therapie prägt die gesamte Gebäudenutzung und die Gebäudeform und zieht sich über den Zentralbereich und die Stationen auch in die Freianlagen hinein. Die Grundrissstruktur der zweigeschossigen Wohnheime mit jeweils einem mittleren Längsflur, an dem beidseitig die Unterkunftsräume lagen, kam der neuen Nutzung entgegen. Von den Altbauten setzen sich die mit einem Pultdach versehenen drei neuen Gebäude in Form, Material und Farbigkeit ab, ohne sie in der Gesamterscheinung zu dominieren. Durch eine gut gestaltete Freiraumplanung bleibt die Wirkung der ehemaligen Offizierswohnheime in dem großzügigen parkartigen Gelände erhalten und bietet den Patienten und Mitarbeiterinnen der Klinik ein wohltuendes, Ruhe ausstrahlendes Umfeld. gpz GmbH Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Schlabrendorffweg Detmold Entwurfsverfasser: Vorentwurf: Bauabteilung LWL, Münster; Entwurf bis einschl. Übergabe an die Nutzer: Hochbauabteilung Kreis Lippe, Detmold Ansprechpartnerin: Architektin Hannelore Sulner

12 20 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 21 So entstand ein völlig anderes Nutzungskonzept: In einigen Gebäuden sollte eine Pferdeklinik untergebracht werden. Dabei konnten die bisherigen Wiesen unverändert bleiben, lediglich eine Bewegungshalle musste als Neubau zugefügt werden. Auf dem großen Areal war dafür Platz genug. Das 1996 vorgestellte Konzept erschien so schlüssig und die Bewahrung des gewachsenen Klosterareals so glänzend gelöst, dass Stadt und Kreis mit der Denkmalpflege diesem Konzept inhaltlich voll zustimmen konnten. Der erste Hauptabschnitt wurde im Dezember 1999 eröffnet. Vom Kartäuserkloster über die Domäne zur Tierklinik Ulrich Reinke Das ehemalige Kartäuserkloster Karthaus ist ein Ort, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Doch seine Geschichte verlief nicht ohne Brüche. Im hohen Mittelalter stand hier eine Burg. Das Kloster wurde 1476 von dem letzten Burgherren derer von Keppel gestiftet; die Burg wurde in die große Klosteranlage einbezogen. Mit der Aufhebung des Klosters 1804 wurden die eigentlichen Klostergebäude und die Burg abgebrochen. Nur die spätgotische Kirche, zwei Torhäuser, die Wirtschaftsgebäude und weitere Nebengebäude blieben erhalten. Das Klosterareal war an die Herzöge von Croy übergegangen, die es als Domäne weiterführten. Mit den Modernisierungen in der Landwirtschaft wurden im 19. und frühen 20. Jahrhundert die großen Wirtschaftsgebäude erneuert. Sie liegen in zwei Baugruppen seitlich nach Südwesten vor dem inneren Klosterbereich und fügen sich in ihrer traditionellen Bauweise bruchlos in das Gesamtbild des alten Klosterareals ein. Die alten Grabensysteme und Landaufteilungen des Klosters blieben im Wesentlichen erhalten. Um 1990 war abzusehen, dass die Landwirtschaft in der Domäne in der bisherigen Form und in den vorhandenen Gebäuden nicht mehr lange würde weiterbetrieben werden können. Eine moderne Gutsanlage hätte aber den historischen Ort so einschneidend verändern müssen, dass die Herzoglich von Croy sche Verwaltung andere Alternativen gründlich prüfte. Die eigentliche Klinik mit den Operationsräumen ist in einer Scheune des späten 19. Jahrhunderts untergebracht, deren Inneres wegen mehrfacher Umbauten keinen Denkmalwert mehr besaß. Daneben entstand eine neue Bewegungshalle, die sich mit ihrem tief herabreichenden Satteldach unauffällig ins Gelände einfügt. Vom ältesten Wirtschaftsgebäude des Klosters, dem späteren Borggrevenhof, konnte ein Teil instand gesetzt und genutzt werden. In seinem Dachstuhl sind Teile der ab 1479 errichteten Scheune erhalten, seine Außengestalt in Form eines münsterländischen Bauernhofs aus Backstein erhielt er um Die vorhandenen Wohnungen in dem kleinen Torhaus, welches im Südwesten an der Straße liegt, wurden modernisiert. Zum Konzept gehörte, dass auch die anderen im Klosterareal stehenden historischen Gebäude möglichst bewahrt bleiben und weitergenutzt werden sollten. Da die Pferdeklinik sich sehr erfolgreich entwickelte und schnell weithin bekannt wurde, konnten schon bald weitere Instandsetzungsarbeiten verwirklicht werden. So wurden die Arbeiten am Borggrevenhof zwischen 2001 und 2002 abgeschlossen. Ein besonders bemerkenswertes Gebäude ist der große Pferdestall des späten 19. Jahrhunderts. Außen zeigt der Ziegelbau Lisenen und feine Halbkreisfenster mit Gusseisensprossen. Sein Inneres hat Gusseisenstützen und ist steinern eingewölbt. Er ist für die Pferdeunterbringung der Tierklinik so gut geeignet, dass er in seiner überlieferten Gestalt mit den Pferdeboxen funktionsfähig geblieben ist. Als jüngste große Maßnahme wurde der ehemalige Kuhstall 2006 der Tier klinik zugeführt. Er wird als Orthopädie- und Zahnbehandlungsbereich genutzt. Auch hier blieben die überlieferte Gestalt und die alte Bausubstanz bewahrt. Das sehr gute Ergebnis dieser Umnutzung wurde durch die mutige Investitionsbereitschaft des Eigentümers ermöglicht, der die Bewahrung des besonderen geschichtlichen Orts als entscheidende Zielsetzung nicht aus dem Blick verlor. Die Domäne Karthaus zeigt beispielhaft, wie gerade aufgrund der Umnutzung ein überliefertes wertvolles Gesamtbild sowohl im Baubestand wie in der Gestalt der überlieferten Kulturlandschaft bewahrt werden konnte. Tierärztliche Klinik Domäne Karthaus Weddern 16 C Dülmen Architekten: Rudolf und Jochem Weber, Dülmen Bauherr: Herzog von Croy sche Verwaltung, Dülmen

13 22 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 23 Ein Empfangsgebäude für die Jugend und die Freunde der Eisenbahn Christian Hoebel Am 15. Oktober 1847 eröffnete die Köln-Mindener Eisenbahn den Stre ckenabschnitt zwischen Hamm und Minden. Seitdem stiegen das Fracht auf kommen und die Mobilität der Bevölkerung kontinuierlich, sodass der Per so nenund Güterverkehr auf dieser Streckenführung zu Beginn des 20. Jahr hunderts getrennt werden musste. Auch das Bestreben, internationale Züge pünktlich an den Grenzen zu übergeben, war ein Argument für den zweigleisigen Ausbau der mit rund 200 Zügen pro Tag belasteten Eisenbahnstrecke. Der ebenfalls zunehmende Straßenverkehr hatte damals eine Aufhebung vieler bis dahin schienengleicher Bahnübergänge dringend erforderlich gemacht. Wenn möglich, wurde die Gleisführung angehoben so auch in Avenwedde. Dies erklärt die Lage des Bahnsteiges in der Höhe des ersten Ober geschosses. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bahnstrecke wurde das Empfangsgebäude des Avenwedder Bahnhofs 1918 neu erbaut. Es handelt sich um ein repräsentatives Beispiel der Heimatschutzarchitektur. Dachflächen, Putz und dekorative Elemente wie die mit Konsolsteinen abgetragene Eingangsüberdachung und das vorwölbende Giebelschild stehen in einem harmonischen Verhältnis miteinander. Ende 2003 erwarb die Stadt Gütersloh das Empfangsgebäude und übergab es 2005 in die Trägerschaft des Fördervereins Bahnhof Avenwedde Bürgerund Jugendhaus e. V.. Das Hochbauamt der Stadt Gütersloh entwickelte mit dem Architekten Andreas Grube ein denkmalpflegerisch sensibles Konzept zur Umnutzung der 670 Quadratmeter Nutzfläche. Im Zuge der Umbaumaßnahmen wurde bald sichtbar, dass die Fliesenspiegel, die Gepäckannahme mit ihren Schiebefenstern und viele andere bauzeitliche Details der Empfangshalle erhalten waren. Dem Architekten gelang es, diese Ausstattung zu bewahren und in die neue Nutzung der Halle einzubeziehen. Nach einer einjährigen Umbauphase öffnete das neue Bürger- und Jugendhaus im April 2006 seine Türen für die Gütersloher Bürger. Das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss werden als Kommunikations- und Begegnungsstätte genutzt. Die Diakonie bietet hier ihre Jugendarbeit an. Im Dachgeschoss haben die Eisenbahn- und Modellbaufreunde ein Zuhause gefunden. Spiel- und Freizeiträume, ein Bistrobereich, Vortragsräume mit Beamern, Bastel- und Gruppenräume sowie ein Internetcafé gehören zu den zahlreichen Angeboten, die der ehemalige Bahnhof bietet. Er ist durchgehend barrierefrei gestaltet, die modulare Ausstattung kann je nach Bedarf variiert werden. Entstanden ist eine gelungene Synthese aus historischen Elementen und moderner Einrichtung. Der Bahnhof Bürgerhaus Avenwedde Isselhorster Straße Gütersloh Architekten: GJL Freie Architekten, Gütersloh Bauherr: Stadt Gütersloh

14 24 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 25 Fröhliches Kinderspiel in der Villa Cuno von Peter Behrens Kurt Röckener Im Damen- und Herrenzimmer, im Ess- und Wohnzimmer der Villa Cuno in Hagen spielen die quirligen Gruppen eines städtischen Kindergartens. Nachdem die Villa zuvor als Musikschule genutzt worden war, hatte sie seit 1990 leer gestanden. Da der Charakter als großzügiges und repräsentatives Wohnhaus so weit wie möglich erhalten bleiben sollte, schien eine erneute Nutzung zu Wohnzwecken keine geeignete Lösung, denn hierzu wäre eine Aufteilung in kleinere Einheiten notwendig geworden. Ein Sonderförderungsprogramm des Landes NRW unterstützte schließlich die Nutzung als Kindertageseinrichtung bis 1910 hatte der Architekt Peter Behrens die Villa Cuno als repräsentativen Wohnsitz für den damaligen Oberbürgermeister Cuno an der Haßleyer Straße errichtet. Noch heute markiert die Villa mit ihrem ebenfalls denkmalgeschützten Garten eine städtebaulich wichtige Eingangssituation zur damals entstandenen Siedlung Hohenhagen. Der Kunstmäzen Karl-Ernst Osthaus holte zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedeutende Künstler und Architekten wie Henry van de Velde und Peter Behrens nach Hagen, um im Stil des Werkbunds eine Gartenstadt errichten zu lassen. Im Schaffen von Peter Behrens dokumentiert die Villa den Übergang von seinen frühen, durch den Jugendstil beeinflussten Bauten zu einer streng funktional geprägten Bauweise, die ihn als einen Vertreter des Neuen Bauens kennzeichnet. Bei der Villa Cuno entwickelt sich die gesamte Architektur aus dem Treppenhaus. Als zentraler Erschließungskern tritt es über einem erweiterten Eingangsbereich halbrund aus dem Baukörper hervor. Sowohl der Grundriss des Hauses als auch die Gartengestaltung mit ihrer Ummauerung sind darauf bezogen. Für die neue Nutzung als Kindergarten wurde das Gebäude bis 1998 nachhaltig saniert. Konstruktionsbedingte Mängel, die bereits seit der Errich tung des Gebäudes bekannt waren, mussten behoben werden. Peter Behrens hatte sich seinerzeit über Warnungen seines bauleitenden Architekten Walter Gropius hinweggesetzt, der Mängel in der technischen Umsetzung der Pläne erkannt hatte. Behrens verstand sich in erster Linie als Architekt und Künstler, nicht als Bauingenieur. Materialien, Anschlusspunkte und viele andere Details wurden ästhetischen Gesichtspunkten untergeordnet. Als Folge traten schon kurz nach der Fertigstellung erste Schäden auf, insbesondere durch eindringende Nässe im Sockelbereich. Hier musste die Vormauerschale aus bossierten Quadern abgenommen und nach bauphysikalischer und bauenergetischer Sanierung des Sockels wieder vorgesetzt werden. Die Putzfassaden zeigten sich in einem maroden und kaum sanierbaren Zustand mit zahlreichen Reparaturstellen. Da kein Originalputz in größerem Zusammenhang mehr vorhanden war, wurde der Oberputz entsprechend den vorhandenen Resten erneuert. Die zahlreichen Originalfenster konnten fast alle erhalten und zu Kastenfenstern erweitert werden. Später erneuerte Fenster wurden, wo möglich, in den Originalzustand zurückgeführt, zumeist als Verbundfenster. Die nachträglich abgehängten Decken wurden entfernt und entsprechend den Brandschutzvorgaben durch Unterdecken der Widerstandsklasse F90 ersetzt, die in ihrer Gestaltung den Originaldecken angeglichen wurden. In einigen Bereichen konnten die originalen Stuckdecken sichtbar erhalten und in die neuen Konstruktionen integriert werden. An einigen Stellen wurde die repräsentative Treppenanlage statisch verstärkt, blieb sonst jedoch unangetastet. Entsprechend der neuen Nutzung der Villa als Kindertagesstätte musste ein zusätzliches, den kindlichen Maßen ange passtes Treppengeländer angebracht werden, das sich jedoch unauffällig in den Bestand einfügt. Im Zuge der Voruntersuchungen waren die ursprünglichen Farbfassungen der Wände und Decken festgestellt und dokumentiert worden. Die intensiven Farben erschienen zunächst gewöhnungsbedürftig, doch im Zusammenhang mit der Nutzung als Kindertagesstätte tauchte recht schnell der Gedanke auf, den Originalzustand zu wiederholen. Die ersten Probeflächen bestätigten die Richtigkeit dieser Entscheidung und stießen auf breite Akzeptanz. Entsprechend dem Befund erfolgte die Neufassung mit reinen Mineralfarben. Die bauzeitliche Innenausstattung, u. a. mit Türen, Böden aus Holz und Terrazzo, Wandbekleidungen und anderen Zierelementen, war in großem Umfang erhalten, sie wurde aufgearbeitet und weiterverwendet. Wo neue Teile hinzugefügt werden mussten, z. B. vor den Heizkörpernischen, erfolgte dies mit modernen Materialien und in modernen Formen. Die Umnutzung der Villa Cuno zur Kindertagesstätte bot die Möglichkeit, ein Bauwerk von überregionaler Bedeutung in allen wesentlichen Merkmalen zu erhalten. Durch die umfangreichen Befunduntersuchungen flossen wichtige Erkenntnisse über den Bau und seine Ausstattung in die Sanierung ein. Vor allem die Wiederholung der originalen Farbigkeit von Wänden und Decken gab der Villa viel von ihrem ursprünglichen Charakter zurück. Planer und Denkmalbehörden haben konstruktiv und in stetigem Gedankenaustausch zusammengearbeitet und so ein Ergebnis herbeigeführt, das dem architekturgeschichtlichen Rang des Gebäudes gerecht wird. Städtischer Kindergarten Cuno-Villa Haßleyer Straße Hagen Architekt: Hochbauamt der Stadt Hagen Bauherr: Stadt Hagen

15 26 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 27 Betreutes Wohnen im einstigen Offizierskasino Iris Tillessen Anfang des 20. Jahrhunderts wurden südöstlich des historischen Stadtkerns von Minden der entfestigte Klausenwall zur Straße umgebaut und die sogenannte Hausberger Front städtebaulich neu erschlossen. Zwischen Klausenwall und Weser entstand zwischen 1908 und 1911 an der Johansenstraße 1, inmitten eines kleinen Parks, die neue Offiziersspeiseanstalt des Infanterie-Regiments Prinz Friedrich der Niederlande Nr. 15. Deshalb schmückt eine Rocaille-Kartusche mit der bekrönten Initiale F für Friedrich den Sturz des korbbogigen Eingangsportals. Der noble Standort, die schlichte neobarocke Architektur der eingeschossigen, verputzten Villa in Massivbauweise mit Mansardwalmdach, ihre repräsentative Außengestaltung und vornehme Innenausstattung erinnern an ein maison de plaisance, ein abseits und im Grünen gelegenes Schlösschen. Der homogene Entwurf überzeugt auch durch die Korrespondenz zwischen Innen und Außen. Das ursprüngliche Erscheinungsbild, die parkähnliche Umgebung und die Raumkonzeption mit einer individuellen und aufwändigen Ausstattung blieben während der Nutzung als Offiziersheim in der Zeit des Nationalsozialismus und ab Kriegsende bis 1992 als britische Offiziersmesse substanziell nahezu unverändert. Zuletzt war das bundeseigene Baudenkmal fünf Jahre ungenutzt. Es galt nun, für das Gebäude einen Investor zu finden, der eine Idee für eine geeignete Neunutzung mitbrachte. Seine Wünsche sollten mit den Grundsätzen der Denkmalpflege harmonieren, die die Authentizität des Baudenkmals so weit wie möglich erhalten und für die Zukunft sichern wollte. Parallel dazu würden wie bei fast jeder Umnutzung die Be lange von Bauordnung, Brandschutz, Statik und möglicherweise Gewerbeaufsicht zu berücksichtigen sein komplexe Anforderungen also. Der Ankauf der Villa im Jahr 1997 durch den Club 74 e. V., den ältesten Förderkreis für psychisch Erkrankte und Behinderte im Kreis Minden-Lübbecke, war die Rettung für das denkmalgeschützte Gebäude. Der Verein gründete hier 1999 das Mindener Institut für Rehabilitation : Die teilstationäre Einrichtung umfasst Tagesstätte, Rehabilitation sowie betreutes Wohnen und den hauseigenen Integrationsbetrieb Café crazy cup. Erst die zweite Umbauplanung wurde als denkmalverträglich genehmigt. Das Äußere und Innere des Baudenkmals blieben weitgehend unverändert. Viele historische Sprossenfenster wurden handwerksgerecht aufgearbeitet, neu gedichtet und teilweise für verbesserten Wärmeschutz zu Kastenfenstern umgebaut. Die originale Farbigkeit der ersten Putzbeschichtung wurde in Anlehnung an die Ergebnisse einer restauratorischen Voruntersuchung mit mineralischen Anstrichen wiederhergestellt. Das zur Erbauungszeit mit Kammern und Räumen ausgebaute Mansardwalmdach, und jetzt auch ein Teil des Oberbodens, wurden mit Einzelzimmern, Bädern, Aufenthalts-, Arzt- und Therapieräumen modern eingerichtet, wobei die alte Innenausstattung teilweise erhalten werden konnte. Besonders eindrucksvoll ist der einstige Offiziersspeisesaal im Erdgeschoss mit Musikerloge und großen Gartenfenstern. Bei den res tauratorischen Voruntersuchungen wurden acht Farbschichten festgestellt. Decken und Wände wurden entsprechend farbig überfasst. Das kleine Eingangsvestibül ist mit einer Mischung von modernen und nostalgisch wirkenden Elementen aufwändig und wohnlich eingerichtet. Hier befindet sich das Café-Restaurant crazy cup mit den zugehörigen Speiseund Frühstücksräumen. Die Musikerloge wurde vom Saal abgetrennt und wird zu Wohnzwecken genutzt, die ehemalige Bibliothek und das Spielzimmer dienen als Büros der Vereinsverwaltung. Um die Stuckdecke des Saals sichtbar zu erhalten, das alte Treppenhaus umund einen neuen Aufzug einzubauen, waren schwerwiegendere Eingriffe in die Bausubstanz des Denkmals unumgänglich: Mit 40 Tonnen Stahlträgern wurde das Mauerwerk ertüchtigt. Damit gelang auch die Umsetzung eines F-90-Brandschutzkonzepts. Hauswirtschaftsräume und eine gastro no mische Großküche wurden nach Absenkung des Bodenniveaus im Keller eingerichtet. Die ideale neue Nutzung der Villa, modern gestaltet, verbunden mit dem Charakter und der unverwechselbaren Atmosphäre eines Baudenkmals, ist ein nachhaltiges Dokument für eine beeindruckend gelungene und vorbildhafte Instandsetzung. Für Menschen mit Behinderung stellt sie eine wichtige Lebenshilfe dar und bietet ihnen die Chance, sich in das Alltagsund Arbeitsleben zu integrieren. Club 74 e. V. Förderkreis für psychisch Erkrankte und Behinderte Johansenstraße Minden Architekt: Andreas Steinmeier, Lübbecke Bauherr: Club 74 e. V., Minden

16 28 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 29 Der Garten der Fabrikantenvilla Kümpers seine Anpassung an die Bedürfnisse von Menschen mit Demenz Amrei Mosbauer Im Garten der Villa Kümpers finden Menschen mit Demenz einen Freiraum, der es ihnen ermöglicht, in ihrer eigenen krankheitsbedingten Welt zu leben und dennoch über die Natur mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen. schaftlich gestaltet, mit einem von Rhododendren gerahmten Rundweg um eine große Rasenfläche. Nach außen wird das Grundstück durch eine dichte Bepflanzung mit heimischen Eichen, Birken und Lärchen sowie einer doppelreihigen Hainbuchenhecke vor fremden Blicken geschützt. Haus und Garten wurden nach dem Zweiten Weltkrieg zunächst von englischen Offizieren als Unterkunft genutzt. Die Erhaltung der Denkmalsubstanz ist dem Redemptoristen-Orden zu verdanken, der die Anlage als Kloster nutzte. Seine Ergänzungen des historischen Gartenbestands beschränkten sich auf einige Zier- und Obstbäume, Beerensträucher und Frühbeetkästen, da sich die Ordensbrüder durch Obst- und Gemüseanbau überwiegend selbst versorgten. Die notwendige Pflege des Gehölzbestandes unterließen Für sich und seine Familie ließ der in Rheine ansässige Textilfabrikant Paul Kümpers im Jahr 1935 eine repräsentative Villa im Stil eines Landhauses errichten. Als Architekten hatte er Theodor Merrill gewinnen können, der wie auch bei diesem Projekt häufig mit dem Gartenarchitekten Heinrich Wiepking-Jürgensmann zusammenarbeitete. Der in den Bauakten befindliche Gartenplan ist eher skizzenhaft; er wurde nur in seinen Grundzügen umgesetzt. Auf der Südseite des Hauses befindet sich eine große Terrasse, die von Staudenbeeten begrenzt wird. Der sich anschließende Garten ist landsie allerdings, sodass sich Bäume und Sträucher über die Maßen ausbreiteten. Zusammen mit Gehölzsämlingen bildeten sie einen dichten, düster wirkenden Bestand, der die ursprünglichen Blickbeziehungen nicht mehr zuließ. Nach dem Auszug der Redemptoristen im Jahr 2003 kamen zunächst Pläne für eine intensive Bebauung des Gartens auf, da sich das Grundstück in einem beliebten Villenviertel in unmittelbarer Nähe zur Innenstadt von Rheine befindet erwarb der Caritasverband Rheine das Areal, um es einer neuen Nutzung zuzuführen. Unter Bewahrung der denkmalwerten Substanz wurde die Villa umgebaut. Ihre neuen Bewohner sind zehn Menschen mit Demenz, die in einer Wohngruppe zusammenleben. Daneben sind in dem Gebäude, das nun den Namen Alfonsushaus trägt, eine Tagespflegeeinrichtung und ein Schulungszentrum des Caritasverbandes untergebracht. Inzwischen ist allgemein bekannt, dass der Aufenthalt im Freien positive Auswirkungen auf Menschen mit Demenz hat: Sowohl Schlafstörungen wie herausforderndes Verhalten und Immobilität können durch die Bewegung im Freien reduziert werden. Für die Bedürfnisse und Anforderungen der neuen Bewohner war der Garten zunächst allerdings noch nicht geeignet. Daher wurden unter Erhaltung der Denkmalstrukturen behutsame Anpassungen durchgeführt. Eine schützende Begrenzung des Gartens war mit der Hainbuchenhecke bereits gegeben. Sie verhindert, dass Bewohner unbemerkt das Grundstück verlassen und sich verirren können. Der dichte Gehölzbestand wurde ausgelichtet und reduziert. Blicke vom Rundweg auf das Gebäude und umkehrt sind jetzt wieder möglich. Das erleichtert den Bewohnern die räumliche Orientierung und verhindert Angstzustände, die als Symptome von Demenz bei Desorientierung entstehen können. Auch die Pflegenden haben ihre Schützlinge im Blick. Das Wegesystem wurde für die in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohner durch Stichwege in kürzere Abschnitte unterteilt. Sitzplätze, die entlang der Wege angelegt wurden, laden zum Verweilen oder Ausruhen ein. Die Gartenpflanzen können mit ihren Blüten und Früchten Farb-, Geruchs- und Geschmackssinn ansprechen. Obst- und Beerensträucher sind dazu ebenso geeignet wie die Blumensorten, die in den 1930er bis 1960er Jahren beliebt waren. Sie können auch zur Aktivierung des Langzeitgedächtnisses genutzt werden, denn viele Bewohner erkennen sie wieder. Aus diesem Grund sind die vorhandenen Obst- und Beerensträucher ergänzt und die vorhandenen Staudenbeete entlang der Terrasse neu bepflanzt worden. Mit Mitteln der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW wurde der Garten im Frühjahr 2009 weiter an die Bedürfnisse der Wohngemeinschaft angepasst. Soziale nachbarschaftliche Kontakte werden im Alfonsushaus über das Medium Garten gefördert, um der Isolation und gesellschaftlichen Ausgrenzung von demenziell erkrankten Menschen entgegenzuwirken. Alfonsushaus Schleupestraße Rheine Landschaftsplanerin: Ilse Copak, Münster Gartendenkmalpflege: Prof. Dr. Amrei Mosbauer, Essen Bauherr: Caritasverband Rheine

17 30 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 31 bedingt nur unerheblich und bauhistorisch schlüssig verändert worden. 2. Für Nr. 27 lagen seit 1991 ein verformungsgerechtes Aufmaß, ein dendrochronologisches Gutachten und eine bauhistorische Untersuchung vor. 3. Die Finanzierung der Maßnahme war durch Mittel von Kirchengemeinde und Stadt sowie durch ein Stadterneuerungsprogramm gesichert. Zwei prominente Fachwerkhäuser des 16. Jahrhunderts als soziokulturelle Begegnungsstätte Iris Tillessen In dem Ort Schötmar, der auf eine frühmittelalterliche Gründung zurückgeht, stehen zentral zwei beeindruckende Fachwerkhäuser des späten 16. Jahrhunderts eng beieinander. Die Rückfassaden mit Gartengrundstück und Brunnen grenzen nach Westen an den Kirchplatz der Kilianskirche, nach Osten schließen die giebelständigen Schaufassaden die Bebauung der Schlossstraße ab, einer alten Handels- und Verkehrsader. Das kleinere Fachwerkhaus Nr. 27 wurde im 18. Jahrhundert als Scheune genutzt, im frühen 19. Jahrhundert wieder als Wohnhaus. Seit dem 18. Jahrhundert war es Miteigentum von Nr. 29. Das stattliche Fachwerkgebäude hat einen unterkellerten Saalanbau aus dem 17. Jahrhundert und eine Utlucht, die etwa aus der gleichen Zeit stammen dürfte. Auch außerhalb Westfalens extrem selten ist die Wendeltreppe aus Eiche, die um 1630 entstanden ist. Beide Baudenkmäler sind als Dielenhäuser erbaut worden. Mit der aufwändigen Instandsetzung der Gebäude gelang den Trägern der Stadt Bad Salzuflen als Eigentümerin und der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Schötmar nach dreijähriger Planungs- und Bauphase von 2000 bis 2003 die Verwirklichung eines herausragenden Projekts erwarb die Stadt das lange ungenutzte und etwas verwahrloste Baudenkmal Nr. 27, das dendrochronologisch auf die Zeit um 1591 datiert werden konnte, und 1999 das benachbarte Haus, das am Außenbau mit der Jahreszahl 1588 bezeichnet ist. Hier war zuletzt im Erdgeschoss ein Reinigungs- und Heißmangelbetrieb betrieben worden. Während die Bausubstanz des kleineren Fachwerkhauses durch Leerstand und Vandalismus gelitten hatte, führte die ungeeignete Teilnutzung des größeren Gebäudes zu einer anderen Art von Beschädigung: Das gesamte Baudenkmal hatte über Jahre als Abzugskamin für die bis unter den Dachfirst hochziehenden Dämpfe von chemischen Reinigungsmitteln und heißem Wasser gedient. Die Grundlagen für das Umnutzungsprojekt soziokulturelle Begegnungsstätte waren dennoch ideal: 1. Die beiden prominenten Fachwerkhäuser waren durch wenige Eigentumswechsel im Laufe von 400 Jahren nutzungs Seit Baubeginn wurden eine baukundliche Untersuchung beider Gebäude, weitere dendrochronologische Untersuchungen, eine archäologische Grabung sowie restauratorische Befundanalysen von Malereien, farbigen Fassungen an den Außenfassaden und Innenwänden, Decken, Fenstern und weiteren Ausstattungsdetails durchgeführt. Nahezu alle Befunde aus verschiedenen Entstehungsphasen, das historische Erschließungskonzept und die Ausstattung konnten trotz der hohen statischen, brandschutztechnischen und denkmalpflegerischen Auflagen für die neue Nutzung Begegnungsstätte Schötmar mit traditionellen Materialien, Techniken und Konstruktionen konserviert oder restauriert sowie durch den Einsatz von modernen Materialien und Konstruktionen erhalten werden. Die verbindende Erschließung beider Baudenkmäler erfolgt im Erdgeschoss über einen Rampensteg als Komposition aus Glas und Stahl. Er ist rückwärtig aus der nördlichen Fachwerkwand des kleineren Dielenhauses in die südliche Trauffassade des größeren geschoben. Der letzte überlieferte Zustand von Nr. 27 konnte mit der Treppe des 19. Jahrhunderts und teilweise mit den alten Strukturtapeten komplett erhalten und restauriert werden. Die Räume werden als Verwaltungsbüros der evangelischreformierten Kirchengemeinde genutzt. Die im rückwärtigen kleinen Anbau installierte Küche ist auch vom Nachbarhaus nutzbar. In der Deele von Nr. 29 wird unter Glas sichtbar ein Teil des aufwändig restaurierten historischen Findsteinbodens illuminiert: Flusskieselsteine im Fischgrätverband, eingebettet in Sand. Um die Substanz zu schützen, wurde auf den zuerst geplanten gläsernen Schacht für einen Personenaufzug in der Dielenmitte verzichtet. Nur ein kleiner unauffälliger Speisenaufzug für die Räume im Obergeschoss und im Dachstudio wurde eingebaut. Um alle alten Treppen, Stiegen, den Hauskeller und die Fassaden unangetastet zu erhalten, musste ein neues und brandschutzsicheres Treppenhaus an untergeordneter Stelle in die alte Raumkomposition integriert werden. Kostspielig war die Schaffung des hiermit verbundenen zweiten Rettungsweges: Unterirdisch wurde parallel zur nördlichen Kellerwand ein Tunnel mit einem Außenzugang geschaffen. Das barrierefreie Erdgeschoss dient für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen: Hier befinden sich die historische Diele und der Haussaal, beide mit Kamin, der Saalkeller und ein weiterer Raum. In der Diele und im kleinen Ratszimmer mit historischer Ausstattung und Wandmalerei werden Trauungen vorgenommen. Die Begegnungsstätte ist seitdem corporate building im Mittelpunkt von Schötmar. Ausstellungen, Seminare, Vorträge, Konferenzen, Workshops, evangelische Familienbildungsarbeit, CVJM- und Seniorentreffen, Trauungen und Privatveranstaltungen finden hier statt. Beide Baudenkmäler haben ihren historisch gewachsenen Charakter unverfälscht erhalten und stehen für das Miteinander von Modernem und Tradiertem mit höchstem Qualitätsanspruch. Begegnungsstätte Schötmar Am Kirchplatz 1C/Schlossstraße Bad Salzuflen Architekt: G. Schröder, Bad Salzuflen Bauherr: Stadt Bad Salzuflen und evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Schötmar

18 32 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 33 Klönen statt färben von der Textilindustrie zum sozialen Treffpunkt Klaus-Ludwig Thiel Als in den 1970er und 1980er Jahren die Wuppertaler Textilindustrie, die einst mals den Reichtum und die weltweite Bedeutung der Stadt ausgemacht hatte, zusammenbrach, verlor nicht nur die Wupper ihre berühmte bunte Färbung, auch standen entlang dem Fluss und in der Hofaue zahlreiche Fabrikationsgebäude leer. Damit waren sie dem Verfall und dem üblichen innerstädtischen Vandalismus preisgegeben so auch die Gebäude der alten Färberei Schmitz in Oberbarmen, direkt am Flussufer gelegen. Das denkmalgeschützte Ensemble, bestehend aus einem dreigeschossigen Büro- und Fabrikationsgebäude an der Straße und einer angebauten Fabrikationshalle, wurde 1923 für den Färbereifabrikanten O. Schmitz als Betonskelettbau mit großen Eisengussfenstern nach der damals modernsten Fabrikbauweise errichtet. Leider sind im Zweiten Weltkrieg die Bauakten der Stadt Wuppertal verbrannt, sodass der Architekt der ursprünglichen Anlage unbekannt ist begann die Umnutzung der gesamten Anlage zum Kommunikationszentrum für behinderte Menschen, Veranstaltungsort und Jugendtreff im problembehafteten Stadtteil Oberbarmen. Die Planung lag in den Händen des damaligen Hochbauamts der Stadt Wuppertal. Heute ist das Gebäude in der Trägerschaft des Vereins Paritätischer Wohlfahrtsverband und der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultureller Zentren NRW e. V. und hört noch immer auf den alten Hausnamen Die Färberei. Die Sanierung des soliden Beton-Backstein-Gebäudes war problematisch, vor allem was die Eisenfachwerkkonstruktion des Dachs der Fabrikationshalle mit zentraler Belichtungsraupe betraf. Aufgrund starker Korrosionsschäden und dem daraus folgenden fehlenden statischen Nachweis konnte sie nicht erhalten werden. Im Hauptgebäude, dem ehemaligen Büro- und Fabrikationsbau an der Straße, wurden in den verschiedenen Ebenen Therapie- und Mehrzweckräume eingerichtet. Dabei war die barrierefreie Erschließung der drei Etagen dank eines bestehenden, historischen Aufzugsschachts kein denkmalpflegerisches Problem. An der Ecke zur Berliner Allee hatte sich vor der ehemals nicht einsehbaren Seitenfront von Hauptgebäude und Fabrikationshalle durch Abbrüche ein wilder Parkplatz gebildet. Dieser Bereich wurde zur Anlage eines Sommercafés mit Außengastronomie und mit entsprechenden Parkmöglichkeiten genutzt, scheint doch in der als regenreichste Region bekannten Talachse der Wupper zumindest gelegentlich die Sonne. Im August 1994 wurde der Gebäudekomplex dem Trägerverein mit einem Festakt zur sinnvollen Nutzung übereignet. Ehemalige Färberei Schmitz Stennert Wuppertal-Oberbarmen Architektin: Renate Gelissen, Hochbauamt Wuppertal Bauherr: Stadt Wuppertal

19 WOHNST DU NOCH ODER LEBST DU SCHON? UMNUTZUNG VON DENKMÄLERN FÜR WOHNZWECKE Gundula Lang Dieser Werbeslogan passt man glaubt es kaum auch auf die Ziele, die Investoren, Kommunen, Bewohner und Denkmalpflege gemeinsam verfolgen, wenn es um das Umfunktionieren historischer Gebäude zu Wohnzwecken geht, denn fest steht: Eine gelungene Umnutzung bietet individuellen Wohnstil, der das Wohnen zum Lebensgefühl macht. Gewohnt wird heute nicht mehr nur in Villen, Wohnsiedlungen oder Bungalows, sondern auch in ehemaligen Scheunen und Stallungen, in Mühlen und ihren Schäften, Wassertürmen, Hochbunkern oder einstigen Industriegebäuden sogar Transformatorenhäuschen lassen sich zum Wohnraum umbauen. Es scheint, als ließe sich jeglicher Gebäudetyp einfach und unkompliziert mit Bad und Küche ausstatten. Tatsächlich bietet gerade dieses Modell vielfach die letzte Möglichkeit, denkmalwerte Bausubstanz einer sinnvollen Nutzung zuzuführen und damit die Erhaltung des Baudenkmals zu gewährleisten. Dennoch ist, aus denkmalpflegerischem Blickwinkel betrachtet, die Wohnnutzung eine der folgenreichsten neuen Aufgaben für den Altbestand und stellt daher alle Beteiligten vor besondere Herausforderungen. Die ursprünglichen Strukturen der Gebäude bieten zumeist nicht die erforderlichen, relativ kleinteiligen Grundrisse einer Wohnung mit ihren verschiedenen Funktionsabschnitten. So zeichnen sich Industriehallen ebenso wie Scheunen oder technische Bauten im Inneren maßgeblich durch große, ungeteilte Räume aus. Planer und Architekten stehen daher vor der Aufgabe, trotz der Verwirklichung einzelner Wohnräume, das ursprüngliche Raummaß und damit das Raumgefühl der eigentlichen Bestimmung erlebbar zu machen. Nassräume wie Küche und Bad erfordern vom Gebäude aufgrund ihrer neuen und schwierigen Mikroklimate besondere bauphysikalische Anstrengungen. Bei der technischen Ausstattung, die gerade in Industriebauten einen wesentlichen Teil der historischen Aussagekraft beinhaltet, stehen sich denkmalpflegerische und nutzungsbedingte Ziele gegenüber. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass gerade die Erhaltung derartiger Relikte für die neu entstehenden Wohnareale ein Alleinstellungsmerkmal ist, das besonderen Reiz verschafft und zudem als Trademark vielfältige Vermarktungsmöglichkeiten bietet. daher ein neues Belichtungskonzept, das die Vergrößerung bestehender Öffnungen und oftmals das Einbringen von neuen Fenstern und Türen verlangt. Da namentlich im ländlichen Bereich die geschlossenen Dachflächen der Hofanlangen nicht nur das Baudenkmal an sich, sondern auch die weiträumige Kulturlandschaft stark prägen, ist in Bezug auf den Ausbau von Dachböden und damit der notwendigen Öffnung der Fläche durch Dachflächenfenster oder Gauben Sensibilität und Zurückhaltung erforderlich. Der Wunsch nach einem Raum im Freien, sei es als Balkon, Dacheinschnitt oder Loggia, ohne welchen weder in der Stadt noch auf dem Land Wohnraum langfristig zu vermieten oder zu verkaufen ist, lässt sich sowohl aus ästhetischen wie auch aus denkmalpflegerischen Gründen nur selten akzeptabel realisieren. Wenngleich Baudenkmäler nach der derzeit gültigen Novellierung der Energieeinsparverordnung (EnEV) von dieser ausgenommen sind und damit Miet- oder Kaufinteressenten kein Energiepass vorgewiesen werden muss, werden von den Eigentümern doch erhebliche Anforderungen an die Energieeffizienz der Gebäude gerichtet. Außerdem wird auch der Wunsch, erneuerbare Energiequellen wie Solar- oder Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen o. ä. einzusetzen und von den damit verbundenen Subventionen zu profitieren, immer häufiger geäußert. Dies erfordert eine qualifizierte und detaillierte, vor allem aber eine individuell auf das Gebäude abgestimmte Beratung der Bauherren darüber, welche Art der Energiegewinnung, Wärmedämmung und Isolierung notwendig und möglich ist, den Eigenheiten des Gebäudes entspricht und damit denkmalverträglich ist. Dank der Kreativität, Sensibilität und Flexibilität und auch der Kompromissbereitschaft, die genauso von der meist unkonventionell planenden und wohnenden Klientel wie vonseiten der Denkmalpflege im Umnutzungsprozess gezeigt wird, ist fast immer ein Resultat zu erwarten, das nicht allein die historische Substanz und damit die Ablesbarkeit der ursprünglichen Bestimmung der Gebäude erhält, sondern dem Bewohner vor allem anstatt eines standardisierten Wohnkomforts ein individuelles Lebensgefühl bietet, das eben nicht aus dem Warenhaus stammt. Technische Gebäude wie auch Scheunen und Stallungen stellen sich vornehmlich als spärlich durchfensterte Bauten dar. Die Aufteilung des Grundrisses in mehrere Wohneinheiten mit ihren verschiedenen Räumen erfordert

20 36 : VOM NUTZEN DES UMNUTZENS 37 WOHNEN IM FACHWERKSPEICHER AUF EINEM ALTEN SCHULZENHOF Barbara Seifen Der zweigeschossige Fachwerkspeicher gehört zu einer alten Schulzenhofanlage in der Gemeinde Ascheberg im Kreis Coesfeld. Das Haupthaus des Hofes reicht in Teilen bis ins 16. Jahrhundert zurück, die noch ältere Hofstelle hat ortsgeschichtliche Bedeutung. Der mit der Jahreszahl 1798 bezeichnete Speicher ist in kurzer Entfernung seitlich vom Hofhaus platziert an traditioneller Stelle in Höhe der Diele. Er wurde ursprünglich zur Aufbewahrung von Gütern, Korn und anderen Lebensmitteln benutzt; dazu dienten das Dachgeschoss und das Obergeschoss mit je einer Ladeluke im Nordgiebel. Die zugehörige Seilrolle, mit deren Hilfe die Säcke nach oben gezogen werden konnten, befindet sich noch über diesen Öffnungen. Im Erdgeschoss gab es kleine Kammern und einen nachträglich eingebauten Backofen. Diesem Zweck diente der Speicher bis in die 1960er/1970er Jahre, danach war er nur noch Abstellraum und verfiel zusehends. Im Jahr 1993 wechselte die Hofstelle, die nicht mehr landwirtschaftlich genutzt wurde, den Besitzer. Nach der Sanierung bietet sie nun Raum für eine Restaurierungswerkstatt und eine Wohnung. In diesem Zusammenhang fand sich auch eine neue Perspektive für den inzwischen sehr baufälligen Speicher: Er wurde zu einem Wohnhaus umgebaut. Die vier großen Findlinge, die bisher die einzige Fundamentierung des Gebäudes unter den vier Eckständern gebildet hatten, wurden durch ein umlaufendes Fundament mit Betonsohle ersetzt. Die Fachwerkkonstruktion wies große Schäden auf. Daher mussten die Ausfachungen der Fachwerkwände, die teilweise auch schon fehlten, für die notwendigen Reparaturen und Erneuerungen vollständig herausgenommen werden. Im Laufe der Jahre war das Fachwerkgefüge durch Feuchte- und Fäulnisschäden an den Hölzern, insbesondere im Bereich eines verfallenden Eckpfostens, in eine Schief stellung geraten. Sie wurde durch das schrittweise Anheben der Konstruktion vorsichtig zurückgeführt. Das Fachwerk konnte anschließend zimmermannsmäßig wieder mit Eichenholz instand gesetzt werden. Für die Ausfachung wurden an der Nordseite die alten Ziegelsteine vermauert, an den übrigen Seiten neue, weich gebrannte Ziegel. Der Speicher erhielt eine zusätzliche, mit der Fachwerkwand verbundene Innenschale aus Lehmsteinen mit Holzständerwerk, in die Heizröhrchen zur Wandtemperierung eingelegt wurden. Die Dachflächen wurden mit einer Innendämmung aus Weichfasern versehen. Die ursprüngliche Raumaufteilung wurde beibehalten: je ein ungeteiltes Dach- und Speichergeschoss, im Erdgeschoss zwei abgeteilte Kammern, darin jetzt Bad und Vorrat, sowie ein offener Raum mit Küche, von dem aus die Treppe nach oben bis ins Dachgeschoss führt. Das Speichergeschoss unterhalb der Deckenbalken besaß nur eine niedrige Raumhöhe von etwa zwei Metern. Deshalb wurden die Balken und aufliegenden Bohlen über dem ausreichend hohen Erdgeschoss um etwa 15 Zentimeter abgelassen und auf der neuen Innenschale wieder aufgelegt. Dadurch konnte eine ausreichende Kopfhöhe für das Speichergeschoss erzielt werden. Die dem Haupthaus zugewandte Nordfassade des Speichers, die zugleich die Hauptansicht darstellt, erhielt zwei zusätzliche Fensteröffnungen beiderseits der Ladeluke im Speichergeschoss. Die übrigen Tür- und Fensteröffnungen dieser Fassade blieben, ebenso wie die Türblätter, erhalten. Hinter ihr führt jetzt die Treppe nach oben. In der Ostwand wurden die vorhandenen zwei Fensteröffnungen, je eines im Erd- und im Speichergeschoss belassen, genauso in der Westwand, wo zusätzlich die neue Hauseingangstür und ein weiteres Fenster geschaffen wurden. An der Südseite, wo sich ehemals nur zwei kleine Luken befanden die Vorräte im Speicher sollten schließlich vor Wärme und Sonne geschützt sein, entstanden in allen drei Geschossen neue Fenster, um für die Wohnnutzung eine zwar knappe, aber noch ausreichende Belichtung sicherzustellen. Alle Fenster wurden neu angefertigt und erhielten einen lichtgrauen Anstrich, der auf die verwitterten Eichenholzoberflächen Bezug nimmt, die die alten Fenster und Türen solcher ländlichen Nebengebäude besessen haben. Aus dem desolaten denkmalwerten Fachwerkspeicher wurde ab 1997 auf diese Weise ein ansprechendes kleines Wohnhaus mit insgesamt etwa 125 Quadratmetern Nutzfläche auf drei Ebenen und mit einem kleinen Garten an der Südseite. Ein zusätzlicher Abstellraum, in dem sich unter anderem die Heiztherme und Platz für eine Waschmaschine befindet, konnte in der benachbarten Remise des Hofes untergebracht werden. Der Charakter des alten Vorratsspeichers ist innen wie außen nach wie vor sehr gut ablesbar. SCHULZENHOF, EHEMALIGER SPEICHER Sandstraße 13a Ascheberg BAUHERR: Dr. Christoph Hellbrügge, Ascheberg

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