SAP Business Connector 4.8 Administration und Entwicklung

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1 Christian Sy SAP Business Connector 4.8 Administration und Entwicklung Bonn Boston

2 Inhalt 1 Einleitung Zielgruppe Aufbau des Buches Danksagung Enterprise Application Integration und der SAP Business Connector Enterprise Application Integration aus Anwendersicht Tanker und Schnellboote Welches Tool für welchen Zweck? Migration oder Kooperation des BCs mit anderen EAI-Tools? Funktionsübersicht des Business Connectors Positionierung durch SAP Landkarte für ein BC-Projekt Planung eines BC-Projekts Durchführung des Projekts BC-Administration Installation Grundlagen Starten des BC-Servers Aufruf des Server-Administrator-UIs Administration der Kernfunktionen Monitoring der Serverperformance Shut-down und Restart SAP JVM Monitoring Log File Monitoring Scheduler Sicherheit Resource Settings

3 Inhalt 4.4 Adaptermanagement Konfiguration des SAP-Adapters Konfiguration der Routing Rules Transaction Monitoring Konfiguration des DB-Adapters Package-Management BC System Packages Servicebrowser Installieren neuer Packages Archivierung Publish/Subscribe BC-Entwicklung Grundlegende Konzepte im BC Developer Servicekonzept Pipelinekonzept Entwicklungsobjekte Packages Folder und ihr Namensraumkonzept Flow-Services Java-Services WebTap- und C-Services Record Specification Schema Webservice-Connector Zusammenfassung Flow-Services Szenario, Teil 1: Implementierung innerhalb des BCs Szenario, Teil 2: volle Unterstützung der SAP-Anbindung Handling großer Eingabewerte im BC Developer GUI Java-Services Ein erster Java-Service Verwendung eines anderen Services innerhalb eines Java-Services Einbinden von Java-Code aus BC-fremden Klassen

4 Inhalt 5.5 Debugging Flow Debugging im Developer Java Debugging in Eclipse Flow Debug Logs Debugging in QA und Prod SAP-Connectivity-Unterstützung Lookup (Administrator-UI) Inbound Maps (Administrator-UI) Outbound Maps (Administrator-UI) SAP-Funktionen im BC Developer Webservice-Unterstützung BC als Webservice-Client BC als Webservice-Server Verwendung der mitgelieferten Package-Services WmPublic Package SAP Package WmDB Package WmPartners Package WmSamples Package Teamarbeit im BC Developer Locking-Konzept Anbindung externer Versionierungssysteme Hinweise zur Wahl von Adaptertypen Erstellung von Webanwendungen mit DSPs Nutzen der BC JARs in einer Stand-alone-Java-Anwendung Häufige Probleme und Lösungen bei der Entwicklung Performanten IDoc-Download implementieren Transaktionale Sicherheit bei der Verarbeitung Serverabhängige Informationen pflegen Vermeiden von Elementduplikaten in der Pipeline Löschen nicht mehr benötigter Elemente in einer Loop Debuggen von IDoc-Receive-Services Fazit

5 Inhalt 6 Neuerungen und Erweiterungsmöglichkeiten Neuerungen im SAP Business Connector Neue Features und Änderungen Migration von Release 4.7 nach Erweiterungsmöglichkeiten durch Third-Party-Hersteller Fazit und Ausblick Anhang A Wichtige Anwendungsfälle Schritt für Schritt A.1 SAP-IDoc-Download A.2 SAP-Upload A.3 DB-Anbindung B Glossar C Der Autor Index

6 5 BC-Entwicklung In diesem Kapitel werden die Funktionen der BC Developer-Anwendung behandelt. Sie benötigen den BC Developer nur, wenn Sie eigene Services entwickeln. Diese Services haben meistens mit der Transformation von Eingangsdaten zu tun, beispielsweise von einem SAP-IDoc-Format in ein anderes fremdsystemspezifisches Format. Eigene Services entwickeln Wenn Sie hingegen nur Standardadapter und -formate verwenden, brauchen Sie den Developer nicht. Ein Beispiel: Sie haben ein Fremdsystem, das in der Lage ist, XML-Dokumente via HTTP im SAP-XML-Format zu senden und zu empfangen. Dann brauchen Sie nur SAP-Systeme und Routing Rules im BC-Administrator-UI zu konfigurieren und schon ist dieses Szenario einsatzbereit. Sind allerdings Transformationen oder komplexere Routing-, Anwendungs- oder Fehlerlogik notwendig, so bietet Ihnen der BC die Möglichkeit, diese als Services im BC Developer zu implementieren. Wie werden die Services zur Laufzeit gefunden; woher weiß der BC, dass und wann er sie ausführen soll? Die wichtigste Verbindungsstelle sind die Routing Rules. Wenn Sie dort den Typ B2B Service wählen, können Sie einen BC-Service angeben, der aufgerufen werden soll. Diesem Service wird dann beim Empfang einer entsprechenden Nachricht automatisch das Eingangsdokument (zum Beispiel ein IDoc) übergeben. Die zweite wichtige Verbindungsstelle ist der BC Scheduler. Auch dort können Sie Services angeben, die dann Scheduler-gesteuert aufgerufen werden. Routing Rules und BC Scheduler Dieses Kapitel erläutert zunächst die grundlegenden Konzepte im BC Developer. Anschließend werden die Entwicklungsobjekttypen beschrieben und schließlich wird auf Details bei der Programmierung eingegangen (Erstellen von Services mit Flow, Java, Anbindung an das SAP-System, Webservices usw.). 71

7 5 BC-Entwicklung 5.1 Grundlegende Konzepte im BC Developer In diesem Abschnitt werden zunächst die wichtigsten allgemeinen Konzepte des BC Developers beschrieben Servicekonzept Anforderungen Die Erstellung von Services im Developer lässt sich in den meisten Fällen auf die beiden folgenden Anforderungen zurückführen: 1.Transformation der Eingangsdaten 2. Transport der Ausgangsdaten Folgerichtig lassen sich die meisten im BC eingebauten Funktionen diesen beiden Kernaufgaben zuordnen. Servicekategorien Zweck des BC Developers ist es, Services zu erstellen, die vom BC- Server verwendet werden. Die beiden wichtigsten Servicekategorien sind: Java-Service Erstellung eines Services in Java Flow-Service Erstellung eines Services in einer proprietären Flow-Sprache, für die es sehr gute grafische Unterstützung im Developer gibt Um von den Fähigkeiten des BCs maximal zu profitieren, empfiehlt sich die Verwendung von Flow-Services, wo immer es möglich ist. Wo die Fähigkeiten der Flow-Sprache nicht ausreichen, weichen Sie auf Java aus. Eine Ausnahme zu dieser Richtlinie gibt es: Bei Massendaten- oder performancekritischen Szenarien sollten Sie Java-Services immer bevorzugen, da Java-Services performanter als Flow- Services sind. Die Servicekategorien werden im folgenden Abschnitt detailliert beschrieben. Zunächst möchten wir aber auf ein zentrales Konzept eingehen, das für alle Servicetypen von Bedeutung ist: die Pipeline Pipelinekonzept Pipeline Sie können sich die Pipeline als Datenspeicher vorstellen, der einerseits dazu dient, Eingangsparameter an Services zu übergeben und andererseits dazu, deren Ausgangsparameter zu speichern. Insbeson- 72

8 Entwicklungsobjekte 5.2 dere bei Flow-Services spielt die Pipeline eine zentrale Rolle, nämlich beim Verbinden der einzelnen Flow-Steps. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in Abschnitt 5.3,»Flow-Services«. Trifft ein neuer Request über eine Routing Rule oder über den Scheduler ein, so wird dem aufgerufenen Service eine Pipeline übergeben. Abhängig von der Request-Art ist die Pipeline entweder leer, oder sie enthält ein zu verarbeitendes Objekt (zum Beispiel ein IDoc). Jeder neue Request erhält eine eigene neue Pipeline. Der BC sorgt automatisch dafür, dass die Pipelines von abgearbeiteten Requests intern entfernt werden. Tipp: Vermeiden von Kontextabhängigkeit Sie sollten es möglichst vermeiden, bei der Ausführung eines Services bestimmte Annahmen über bereits vorher ausgeführte Services zu machen oder auf den Kontext aus anderen BC-Sessions zuzugreifen. Optimalerweise arbeitet der Service nur mit den Eingangsvariablen. Wird externe Information benötigt, so arbeiten Sie möglichst nicht mit Dateien auf dem lokalen BC-Server, denn dies erschwert die Konzepte für die Lastverteilung. Speichern Sie solche Informationen am besten in einer externen Datenbank ab, und stellen Sie die Konsistenz durch die Verwendung von DB-Transaktionen sicher. 5.2 Entwicklungsobjekte In diesem Abschnitt erhalten Sie einen Überblick über die BC Developer-Objekttypen (siehe Abbildung 5.1). Die komplexesten Typen (Flow-Service, Java-Service und Webservice-Connector) werden in den Abschnitten 5.3,»Flow-Services«, 5.4,»Java-Services«, und 5.7,»Webservice-Unterstützung«, detaillierter beschrieben. Öffnen Sie nun den BC Developer, um sich die Entwicklungsobjekttypen anzusehen. Starten Sie den BC Developer über das Verzeichnis developer/bin integrator.bat. Sie sehen nun die Loginmaske (siehe Abbildung 5.2). Geben Sie <host>:<port> für Ihren BC-Server an sowie Username und Password. Der Benutzer muss zur Developer-Gruppe des BCs gehören. Nach dem Login werden die Objekte des Servers in einer Baumstruktur angezeigt (siehe Abbildung 5.3). Login 73

9 5 BC-Entwicklung Abhängig vom ausgewählten Baumobjekt wird nun in der rechten Seite eine spezielle Ansicht für diesen Objekttyp eingeblendet. Die Objekttypen werden im nächsten Abschnitt beschrieben. Abbildung 5.1 BC-Objekttypen Abbildung 5.2 Developer-Login 74

10 Entwicklungsobjekte 5.2 Abbildung 5.3 Baumstruktur Tipp: Mehrere Server gleichzeitig bearbeiten Der BC Developer bietet die Möglichkeit, Verbindungen zu mehreren Servern gleichzeitig zu öffnen. Jeder Server erscheint dann als Top-Level- Node. Dies ist zum Vergleichen von Services hilfreich, oder auch zum Kopieren von Implementierungen. Hierbei ist zu beachten, dass Sie zwar keine kompletten Services zwischen zwei Servern kopieren können, dafür aber zumindest Flow-Steps und Input-/Output-Parametersignaturen Packages Packages sind die oberste Gruppierungs- und Deploy-Ebene von Services. Services werden in Packages organisiert und verwaltet. Aus Administrationssicht ist die Deployment-Sicht interessant (gemeinsames Publizieren/Archivieren von Services); aus Entwicklersicht ist eher die logische Zusammengehörigkeit einzelner Services und deren weitere hierarchische Strukturierung innerhalb des Packages von Bedeutung. Kundenfunktionen sollten nicht in den standardmäßig mitgelieferten Packages, sondern in neuen Kunden-Packages erstellt werden. Andernfalls kann es Probleme beim BC-Upgrade oder beim Einspielen von BC-Servicereleases geben. Spezielle Namenskonventionen für die Kundenfunktionalität, wie bei den SAP-Kundenfunktionen (diese beginnen mit Y oder Z), gibt es allerdings beim BC nicht. Kunden-Packages 75

11 5 BC-Entwicklung Hat der Entwickler innerhalb eines Packages Änderungen vorgenommen, die nun transportiert werden sollen, so vergibt er sinnvollerweise zunächst eine neue Package-Versionsnummer (siehe Abbildung 5.4). Anschließend transportiert der Administrator das Package und gibt dabei eine Beschreibung der Änderungen ein. Abbildung 5.4 Vergabe einer Package-Versionsnummer Änderungen an Services sollten prinzipiell nicht direkt auf der Produktivumgebung, sondern auf dem Entwicklungssystem vorgenommen und von dort transportiert werden. Hierbei gibt es nur zwei Ausnahmen, nämlich das temporäre Debuggen (siehe Abschnitt 5.5.4,»Debugging in QA und Prod«) und das Konfigurieren serverspezifischer Informationen (siehe Abschnitt ,»Serverabhängige Information pflegen«). Folder Folder und ihr Namensraumkonzept Folder sind Ordner innerhalb eines Packages. Sie dienen der hierarchischen Strukturierung der Package-Elemente. Wichtig zum Verständnis des Namensraumkonzepts ist Folgendes: Zur Laufzeit wer- 76

12 Entwicklungsobjekte 5.2 den die Packages mit der Ordnerstruktur, aber ohne den Package- Namen als oberste Ebene in einen globalen Namensraum geladen. Dies bedeutet, dass, wenn Sie in Package A einen Ordner X mit dem Service Y anlegen und im Package B dasselbe versuchen, der BC eine Fehlermeldung ausgeben wird, da das Element X:Y schon im globalen Namensraum existiert. Services sind immer für alle anderen Packages sichtbar. Das heisst es gibt kein Konzept für private, protected oder public Services wie in Java. Ab Version 4.8 können Sie im BC zu Dokumentationszwecken eine Folder Description eingeben Flow-Services Flow-Services sind aus Flow-Steps zusammengebaut, die im Developer mit grafischer Unterstützung erstellt werden. Die einzelnen Steps können eine Kontroll-Logik enthalten (Branch, Loop) oder andere Services aufrufen. Flow-Services werden in Abschnitt 5.3 detailliert beschrieben Java-Services Der BC Developer bietet auch die Möglichkeit, Services in Java zu schreiben. Dies wird in Abschnitt 5.4,»Java-Services«, erläutert WebTap- und C-Services Der Objekttyp der WebTap-Services ist veraltet und sollte daher nicht mehr verwendet werden. Vermutlich wird er in künftigen BC-Versionen nicht mehr unterstützt. Veraltet Mit C-Services haben Sie die Möglichkeit, C-Code zu verwenden Record Ein Record definiert eine Struktur. Diese Struktur kann dann in Mappings oder Input-/Outputdefinitionen verwendet werden. Einen Record können Sie aus einem vorhandenen XML-Schema/DTD, aus einem SAP-IDoc oder aus einer SAP-Struktur erzeugen lassen. Record erstellen 77

13 5 BC-Entwicklung Abbildung 5.5 Erstellen eines neuen Records Immer nur ein Element auf oberster Ebene Achten Sie darauf, immer nur ein Element auf der obersten Ebene des Records zu definieren. Richtig wäre zum Beispiel ein wie in Abbildung 5.6 dargestellter Record; problematisch wäre ein wie in Abbildung 5.7 gezeigter Record. Der BC warnt Sie beim Anlegen eines problematischen Records leider nicht. Dies kann später zu Problemen führen. Die Begründung liegt darin, dass der Record vom Anwendungsentwickler oft in eine XML-Struktur umgewandelt wird, und XML nur ein Root-Element haben darf. Abbildung 5.6 Korrekter Record 78

14 Entwicklungsobjekte 5.2 Abbildung 5.7 Problematischer Record Ein Record kann aus den in Abbildung 5.8 gezeigten Datentypen bestehen. Wichtig für das Verständnis und für die Verwendung in Java-Services ist zu wissen, wie die BC-Datentypen auf Java-Datentypen abgebildet werden (jeweils in Klammern angegeben): BC-Datentypen String (java.lang.string) String List (java.lang.string[]); eindimensionales String Array String Table (java.lang.string[][]); zweidimensionales String Array Record (com.wm.data.idata oder com.wm.util.values); ein Container für weitere Elemente Die Elemente selbst können ebenfalls wieder Records sein, sodass Sie geschachtelte Strukturen aufbauen können. Record List (com.wm.data.idata[] oder com.wm.util.values[]); eindimensionales Record Array 79

15 5 BC-Entwicklung Record Reference wie Record, allerdings nur ein Verweis auf einen im BC definierten Record Record Reference List wie Record List, allerdings nur eine Liste mit Verweis auf einen im BC definierten Record Object jedes Element, das nicht in eine der obigen Kategorien fällt, (java.lang.object oder Unterklasse von java.lang.object) Object List eindimensionales Objekt Array (zum Beispiel Vector[]) Abbildung 5.8 Datentypen Records und Record Lists werden Ihnen zum Beispiel bei der SAP- IDoc-Verarbeitung häufig begegnen. Objects tauchen beispielsweise als Byte Arrays in manchen BC-Servicefunktionen auf Specification Eine Specification speichert die Input-/Outputparameter. Haben mehrere Services dieselben Input-/Outputparameter, so können Sie eine Specification verwenden, um das nicht doppelt deklarieren zu müssen Schema Ein Schema definiert, wie ein XML-Dokument auszusehen hat. Sie können beispielsweise definieren, dass ein Element ein Mussfeld oder optional ist, oder ob es ein- oder n-mal vorkommen soll. 80

16 Flow-Services Webservice-Connector Dieser Typ ist ein Wizard, mit dem Sie Services generieren können, mit denen der BC als Webservice-Client auf einen Webservice zugreifen kann. Sie sollten die Generierung in einem eigenen Ordner stattfinden lassen, da viele Services erzeugt werden. Wizard Beispiele für Webservices (BC sowohl als Client als auch als Server) finden Sie in Abschnitt 5.7,»Webservice-Unterstützung« Zusammenfassung Die Typen Package und Folder sind Strukturierungselemente für die Services selbst. Record, Schema und Specification definieren Strukturen, die innerhalb der Services verwendet werden. Services gibt es in den Ausprägungen Flow, Java, WebTap und C. Wenn es keine zwingenden Gründe für die anderen Ausprägungen gibt (zum Beispiel existierender Code), empfiehlt sich die Verwendung von Flow und Java, da dies am produktivsten ist. Java und Flow sind die intern verwendeten Sprachen des BCs und werden daher bei der Entwicklung am besten unterstützt. 5.3 Flow-Services Die Entwicklung von Flow-Services wird im BC Developer komfortabel unterstützt. Ein Flow-Service besteht aus n Flow-Steps, einer Liste von Eingabeparametern und einer Liste von Ausgabeparametern. Flow-Steps Die Steps können wiederum in zwei Kategorien aufgeteilt werden: Kontroll-Steps (Loop, Branch, Repeat, Exit, Sequence) Diese Steps steuern, wie der Flow durchlaufen wird. Execution-Steps (Invoke, Map) Diese Steps verändern die Pipelinedaten. Diese Step-Arten werden im Folgenden anhand eines Beispiels beschrieben. Das Beispiel beschreibt folgendes Szenario: Wir empfangen ein IDoc vom SAP-System, führen bestimmte Prüfungen durch und konvertieren das Dokument in eine Zielstruktur. Das Beispiel ist nicht trivial; es kann deshalb die alltäglichen Problemstellungen und Lösungen beim Mapping im BC sehr gut veranschaulichen. Beispiel 81

17 5 BC-Entwicklung Wir splitten das Szenario in zwei Teile auf. Im ersten Teil wird die Verarbeitung im BC beschrieben; die Darstellung der SAP-Anbindung folgt im zweiten Teil Szenario, Teil 1: Implementierung innerhalb des BCs Zunächst durchlaufen wir also die Implementierung im Business Connector: Neuen Flow- Service anlegen 1. Für unser Szenario möchten wir das Orders-IDoc vom SAP-System verwenden. Zunächst legen wir einen neuen Flow-Service an. Klicken Sie auf [Ctrl-N] im Developer, und wählen Sie als Typ Flow Service (Default) aus. Geben Sie nun das gewünschte Verzeichnis innerhalb des Packages an, und vergeben Sie einen Servicenamen (Abbildung 5.9). Schließlich drücken Sie auf Finish. Abbildung 5.9 Neuen Flow anlegen Inputstruktur generieren 2. Der BC hat nun den neuen Flow angelegt. Als Nächstes brauchen wir eine Inputstruktur, damit der Flow mit den Daten arbeiten kann. Diese Inputstruktur können wir aus dem SAP-System gene- 82

18 Flow-Services 5.3 rieren, da es sich um ein SAP-IDoc handelt. Wählen Sie SAP IDoc Definition, und geben Sie den Namen des IDoc-Typs und des SAP-Servers an (siehe Abbildung 5.10). Abbildung 5.10 IDoc-Generierung, Teil 1 3. Sie sehen nun (hoffentlich) die gewünschte SAP-Struktur (siehe Abbildung 5.11). Klicken Sie auf Generate Record und dann auf Next. Vergeben Sie einen Namen für den Record, zum Beispiel orderrec. Drücken Sie Next und dann Finish. Der BC hat nun den Record generiert, und Sie können ihn verwenden (siehe Abbildung 5.12). Abbildung 5.11 IDoc-Generierung, Teil 2 83

19 5 BC-Entwicklung Abbildung 5.12 Ergebnis IDoc-Generierung Ausgabestruktur definieren 4. Gehen Sie nun auf den ordersservice, wählen Sie den Input/Output-Tab, und legen Sie einen neuen Inputparameter vom Typ Record Reference an (siehe Abbildung 5.13). 5. Selektieren Sie orderrec im darauf folgenden Select-Dialog (Abbildung 5.14), und vergeben Sie einen Namen für den Inputparameter (zum Beispiel idoc). 6. Wir definieren nun die Ausgabestruktur für unser fiktives externes System Global Trade. Die Struktur soll Folgendes enthalten: Auf der Kopfebene die Auftragsnummer sowie die Adresse des Warenempfängers, auf der Positionsebene PosNr, Menge und Preis. Diesen Record legen Sie wie folgt manuell an: Legen Sie ein neues Record-Element (Source für record generation ist diesmal None) mit dem Namen globaltraderec an. Erstellen Sie nun die 84

20 Flow-Services 5.3 einzelnen Record-Elemente durch Einfügen der jeweils richtigen Elementtypen (Abbildung 5.15). Abbildung 5.13 Inputparameter definieren Abbildung 5.14 Record als Input selektieren 85

21 5 BC-Entwicklung Abbildung 5.15 Manuelles Erstellen eines Records 7. Zunächst erstellen Sie das Root-Element (Typ Record). Anschließend erstellen Sie zwei weitere Records innerhalb des Root-Elements. Diese Records werden die Header- und Positionsstrukturen aufnehmen. Mit den blauen Pfeilen können Sie die Elemente umgruppieren. Schieben Sie mit diesen das Header- und das Pos-Record nach rechts. Das Zwischenergebnis sollte wie in Abbildung 5.16 dargestellt aussehen. 8. Innerhalb der header- und pos-records definieren Sie Elemente vom Typ String. Das Endergebnis sollte wie in Abbildung 5.17 dargestellt aussehen. 86

22 Flow-Services 5.3 Abbildung 5.16 Zwischenergebnis GTS-Record Abbildung 5.17 Endergebnis GTS-Record 9. Diesen Record geben Sie nun als Ausgabeparameter im Input/Output-Tab von ordersservice ein, indem Sie einen neuen Ausgabeparameter vom Typ Record Reference anlegen. In den Input/Output-Tab können Sie auch einen Kommentar eingeben, der sich auf den ganzen Service bezieht (Abbildung 5.18). Ausgabeparameter 87

23 5 BC-Entwicklung Abbildung 5.18 Service-Kommentar Schritte der Transformationsaufgabe Nun können Sie mit der Flow-Entwicklung starten, da die Eingabeund Ausgabeparameter definiert wurden. Unsere Aufgabe ist es nun, die IDoc-Struktur in eine Zielstruktur zu transformieren. Hierbei werden Sie die wichtigsten Step-Typen und deren Besonderheiten kennenlernen. Die gesamte Transformationsaufgabe zerlegen wir gedanklich in folgende Schritte: Mapping der Kopfdaten Mapping der Positionsdaten Beliebig viele Flow-Steps Der BC bietet hierzu gute Unterstützung, denn Sie können beliebig viele Flow-Steps einfügen, die dann sequenziell ausgeführt und grafisch dargestellt werden. Auf diese Weise behalten Sie auch bei komplexen Flows die Übersicht. Die Ausgangsdaten des Vorgänger- Flows sind die Eingangsdaten des Nachfolger-Flows (Pipelinekonzept). Wir führen nun das Mapping für die Kopf- und Positionsdaten durch: 1. Wechseln Sie in den Flow-Tab vom Orders-Service. Fügen Sie nun einen Map-Step in den Flow ein (siehe Abbildung 5.19). 88

24 Index A Abwärtskompatibilität 150 ACL (Access Control List) 64, 159 Adapter 17, 22, 40, 159 Adaptertyp 134 Add SAP Server 41 Administration 25 Administrationsumgebung 17 Administrator 23 Administrator-UI 121, 123, 124 Anmeldedaten 157 API-Referenz 109 Archivierung 66 Audit Log 52 ausschalten 52 Aufwandsschätzung 22 B BAPI (Business Application Programming Interface) 159 BC (Business Connector) 21 Developer 22, 72, 159 Funktionsübersicht 17 Hilfsklasse 109 Mapping Engine 144 Neuerungen in Package 23 Scheduler 71 Stärken 17 BC-Server 22 starten 26 Benutzer 37 Berechtigungssteuerung 69 BPEL (Business Process Execution Language) 159 BPEL-Engine 17 BPM (Business Performance Management) 13, 159 Branch 101 Business Connector BC C C 17 Clustering 40 Code-Generierung 137 Concat-Transformer 97 Connection-Pool 54, 150, 159 Connectivity 17, 159 Create Archive 66 C-Service 77 D Database Alias 159 Datenbank 53, 55 Adapter 40, 53 Alias 158 Anbindung 53, 158 Connection-Pooling 53 Lock 56 DDIC-Cache 159 Debugging 24, , 146 in QA und Prod 116 Debug-Port 33 Developer 114 documenttorecord 117 DSP (Dynamic Server Page) 135, 159 E EAI (Enterprise Application Integration) 159 EAI-Tool 14 Eclipse 116 Eingabewerte, große 103 Elementduplikate Listener 38, 39 -Port 38 Entwickler 23 Entwicklungsobjekt 73 Entwicklungssystem 21 Entwicklungsumgebung 17 Exception

25 Index Exception-Handling 111 Extended Settings 159 F Filter 101 Firewall-Timeout 56 Flat File 134, 160 Flat-File-Adapter 17 Flow 160 Debug Logs 116 Debugging 114 Language 17 Service 72, 77, 81, 82, 114 Step 81, 88 Flow-Verarbeitung Robustheit 104 Folder 76, 150, 160 fremde Klassen 113 FTP 17 FTP-Server 38 G Garbage Collection 32 grafisches Mapping-Tool 17 Gruppe 37 Guaranteed Delivery 160 H History-Counter 56, 58 Home-Button 135 HTTP 17, 134 I IDoc 90, 95, 123, 145, 160 Child-Segment 123 Download 141, 157 Receive-Service 146 Upload 142 IDocLib 151 Inbound Map 123 Information serverabhängige 143 Install Inbound Release 65 Installation 25 Installer 25 Integrationsszenario 21 Integrationstest 23 Invoke 110, 112, 113 Invoke-Step 102 J J2SE-Anwendung 160 JAR 136 Java 17 Code aus BC-fremden Klassen einbinden 113 Debugging 116 Editor 105 Sample-Code 113 Shared-Code 107 Java Connector , 151 Java-Service 72, 77, 105, 106, 110 anlegen 105 Architektur 105 JDBC (Java Database Connectivity) 18, 160 JDBC-Treiber 160 JDBC-URL 160 JMS (Java Messaging Service) 160 JMS-Adapter 17 JRE (Java Runtime Environment) 25, 160 JSP (Java Server Page) 160 JVM (Java Virtual Machine) 160 Speicherparameter 29 K Klasse, BC-fremde 113 Konfigurations-Package 143 Kontextabhängigkeit 73 Kopfdaten 90 Kunden-Packages

26 Index L Locking 132 Logfile 35 Logging 24 Log-Level 39 Lookup 121, 122, 123 Loop 96, 97, 144 Loop-Step 95 Löschen von Elementen 144 M Map 125 Mapping 90, 94, 95, 102 Mapping-Variable 98 Map-Step 89 Middleware 160 Migration von 4.7 nach Monitoring 29, 31, 55, 146 N Namensraum 76 O Outbound Map 124 Output-Pipeline 92 P Package 40, 60 62, 66, 68, 75, 160 installieren 65 Management 60 Services 130 Parametername 109 Performance 29, 54 Pipeline 72, 89, 109, 114, 115, 144 Plattenplatz 52 Poll-Komponente 142 Pool-Statistik 56, 57 Port 38 pflegen 38 Positionsdaten 90 Produktivsystem 21 Programm-ID 44, 47, 161 Publish/Subscribe 66 Publishing 161 Q QA-System 21 R Receiver-Adresse 95 Record 77, 78 manuell erstellen 86 Remote-Server 40 Repository 161 Repository Setting 40 Resource Setting 38, 161 Restart 30 Reverse-Invoke-Szenario 40 RFC 122, 160 Destination 44, 45 Server 44 Trace 44 Robustheit 104 Rolle 37 Administrator 23 Entwickler 23 Routing 17 Routing Engine 161 Routing Rule 23, 40, 47 50, 71, 161 Routing Transports 161 S Sammel-IDoc 90 Sample-Code 113 SAP Adapter 40, 41, 150 Anbindung 102 Connectivity 121 Destination 45 GUI 45 IDoc 157 JVM 25, 31, 150, 161 JVM Debugging

27 Index JVM Monitoring 31 Listener 43, 44, 46, 157, 161 Map 161 Package 130 Server 41, 42 Upload 158 Scheduled Task 36 Scheduler 35, 161 Schema 80 Send Release 68 Sequence 101 Server-UI 27, 161 Service 30, 36, 109, 110, 130, 161 entwickeln 71 Servicebrowser 61 Servicekategorie 72 Servicekonzept 72 Service-Usage 30 Shut-down 30 Sicherheit 37 SMTP-Server 161 SOA (Service-Oriented Architecture) 13, 161 SOAP 17 Specification 80 Speicherverbrauch 32 stringtodocument 117 Subscriber 67 Subscribing 162 Sweeper 52 T Teamarbeit 131 Test SQL 59 Thread-Pool 39 Transaction Detail 51 Transaction List 162 Transaction Message Type 162 Transaction Monitoring 40, 50 Transaction State 162 transaktionale Sicherheit 142 Transaktionsdatei 53 Transaktionsliste 50, 51 Transformer 98, 99 Transport 17, 49 U Unlocken 132, 133 Users and Groups 37 V Verbindungsdaten 41, 67 Verbindungstest 46, 47 Versionierungssystem 133 Viewer zentraler 146 Visual Basic 17 W Webanwendung 135 Webservice Webservice-Client 126 Webservice-Connector 81, 126 Webservice-Server 128 WebTap-Service 77 WmDB Package 130, 150 WmPartners Package 131 WmPartnersUsers Package 37 WmPublic Package 130 WmSamples Package 131 Work-History-Fenster 149 WSDL (Web Services Description Language) X XML 17 XML-Template 122 Z Zielstruktur 93 Zwischenvariable

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