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1 Heidelberg, den 29. Mai 2014 STELLUNGNAHME ZUR BEENDIGUNG DER UNTERSTÜTZUNG VON 1000plus DURCH DIE KIRCHENGEMEINDEN IM BISTUM ROTTENBURG-STUTTGART DURCH BISCHOF DR. GEBHARD FÜRST Am 26. Mai 2014 haben wir einen Brief des Rottenburg-Stuttgarter Bischofs, Dr. Gebhard Fürst, erhalten. In diesem teilt er uns mit, er sei zu dem Entschluss gekommen, den Kirchengemeinden des Bistums Rottenburg-Stuttgart von einer Unterstützung der Aktion 1000plus abzuraten. Rottenburg-Stuttgart ist damit das vierte Bistum nach Augsburg, Speyer und Freiburg, in welchem die Babyflaschen-Aktionen von 1000plus nicht mehr durchgeführt werden können. Angesichts des klaren Zeugnisses von Weihbischof Thomas Maria Renz, der als Mitglied der Rottenburg-Stuttgarter Bistumsleitung unsere Beratung und Hilfe sehr gut kennt und schätzt, hat uns die Entscheidung von Bischof Dr. Fürst in besonderer Weise überrascht. Bischof Dr. Gebhard Fürst ist bisher der erste Diözesanbischof, der das faktische 1000plus-Verbot in seinem Bistum persönlich ausgesprochen und uns direkt mitgeteilt hat. Leider gab es auch diesmal keine Gelegenheit zu einem vorherigen Gespräch obwohl wir in einem persönlichen Schreiben vom 26. März 2014 ausdrücklich darum gebeten hatten. Der Bischof von Rottenburg-Stuttgart begründet seine folgenschwere Entscheidung in mehreren Punkten, zu denen wir nachfolgend gerne Stellung nehmen möchten.

2 Dokument 1: Brief von Bischof Dr. Gebhard Fürst an Kristijan Aufiero Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

3 Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

4 Unsere Stellungnahme zu dem Brief von Bischof Dr. Fürst: Im zweiten Absatz seines Briefs stellt Bischof Dr. Fürst klar, dass der Schutz des ungebornen Lebens [...] in der Diözese Rottenburg-Stuttgart oberste Priorität hat, also vorrangig zu allen anderen Anliegen behandelt wird. Wie und warum diese oberste Priorität mit einem faktischen Unterstützungsverbot der Beratung und Hilfe von 1000plus aus Sicht des Bischofs vereinbar ist, soll mit einer Liste von neun Argumenten begründet werden. Alle Argumente sind formaler und struktureller Natur. Der konkrete, subsidiäre und komplementäre Beitrag von Pro Femina für die Beratung und Hilfe für tausende Frauen in Schwangerschaftskonflikt in Deutschland wird nicht thematisiert. Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

5 1. Grund: Keine kirchliche bzw. staatliche Anerkennung und kein Beratungsnetz Im ersten Punkt seiner Begründung verwendet Bischof Dr. Fürst eine Formulierung, die praktisch identisch auch in der Freiburger Mitteilung zu lesen ist: Dokument 2: Auszug aus dem Amtsblatt des Erzbistums Freiburg vom 7. Mai 2014 Zu den Kritikpunkten weder staatlich noch kirchlich anerkannt sowie kein eigenes Beratungsnetz für schwangere Frauen haben wir uns bereits in unserer Stellungnahme zum faktischen Verbot jeglicher Unterstützung für Pro Femina im Erzbistum Freiburg vom 8. Mai 2014 ausführlich geäußert. Zusammenfassend lässt sich dazu folgendes sagen: Unserer Ansicht nach ist für uns die staatliche Anerkennung als eingetragener Verein und die Anerkennung als mildtätig und gemeinnützig durch das Finanzamt Heidelberg völlig ausreichend. Eine Teilnahme am staatlichen System der Schwangerschaftskonflikt-Beratung nach 219 StGB, welche die Ausstellung des Beratungsscheines beinhalten würde, lehnen wir aus Gewissensgründen ab. Warum uns diese fehlende staatliche Anerkennung nun schon mehrfach von Seiten katholischer Bistümer vorgehalten wurde, bleibt für uns unnachvollziehbar. In der Tat besitzen wir keine kirchliche Anerkennung durch die katholische Kirche bzw. keine Anerkennung als katholischer Träger im Rahmen der von der Deutschen Bischofskonferenz erlassenen Rahmenkonzeption für die Schwangerschaftsberatung. Als bewusst überkonfessionelle Einrichtung haben wir diese auch nie beantragt. Dennoch sehen wir uns im Einklang mit den Bestimmungen der genannten Rahmenkonzeption. Der Beratungsschwerpunkt von Pro Femina e.v. liegt in der telefonischen Beratung und in der proaktiven Online-Beratung. Insofern beraten wir - auch ohne ein Netzwerk von lokalen Beratungsstellen vergleichbar mit denen anderer Organisationen - ungewollt Schwangere im Konflikt aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Für detailliertere Ausführungen zu diesen drei Punkten verweisen wir auf die genannte Stellungnahme zur Mitteilung des Erzbistums Freiburg. 1 Die Stellungnahme kann hier auf unserer Webseite abgerufen werden: streit-um-1000plus-verbot-alle-infos-und-hintergruende/3-stellungnahme-von-pro-femina-ev-zum-faktischen-1000plus-verbot-in-freiburg.html 1 Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

6 2. Grund: Verweis auf das bistumseigene Beratungsangebot Wie auch in den faktischen Verboten aus Augsburg (07. Februar), Speyer (19. März) und Freiburg (07. Mai) wird auch hier auf das Beratungsangebot der Caritas verwiesen. In unseren bisherigen Stellungnahmen haben wir darum bereits mehrfach zu diesem wenig hilfreichen Vergleich zwischen Pro Femina und Caritas bzw. dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) Stellung genommen. Zusammenfassend ist dazu folgendes zu sagen: Wir verstehen unsere Tätigkeit als subsidiäre Ergänzung zu den offiziellen Beratungsangeboten der katholischen Kirche. Die Tatsache von über Abtreibungen jährlich in unserem Land betrachten wir als Daseinsberechtigung, neben anderen Beratungsorganisationen tätig zu sein, seien sie nun in kirchlicher Trägerschaft oder nicht. Unsere Beratungsfälle kommen in erster Linie über Google-Anfragen der Schwangeren oder durch unsere proaktive Kontaktaufnahme in Internetforen zustande. Wie bereits Weihbischof Thomas Maria Renz in seinem Artikel vom 12. April 2014 eindrucksvoll dargelegt hat, ist diese Geh-hin-Struktur ein Novum in der Landschaft der Schwangerschaftskonflikt-Beratung und bisher auch ein Alleinstellungsmerkmal unserer Arbeit 2. Laut Bischof Dr. Fürst richtet sich das kirchliche Beratungsangebot an Frauen und Paare, für die eine Schwangerschaft eine besondere Herausforderung oder persönliche Krise bedeutet. Leider ist nicht bekannt, in wie vielen Beratungsfällen bspw. des Stuttgarter SkF es tatsächlich um Frauen im existentiellen Schwangerschaftskonflikt geht. Dies wird im Gegensatz zu den Veröffentlichungen von Pro Femina in den verfügbaren Jahresberichten nicht ausgewiesen. 3 Das lässt vermuten, dass der prozentuale Anteil der Konfliktberatungen in Rottenburg-Stuttgart wie in anderen Diözesen bzw. wie bei den katholischen Beratungsstellen deutschlandweit im niedrigen, einstelligen Bereich liegt. 4 Im Rahmen von 1000plus geht es in über 85% der Beratungsfälle um die konkrete Frage: Abtreibung Ja oder Nein? Bischof Dr. Fürst schreibt weiter: Der Caritasverband der Diözese Rottenburg-Stuttgart sowie der Sozialdienst katholischer Frauen nutzen alle im rechtlichen und politischen Rahmen gegebenen Möglichkeiten, Paare und insbesondere Frauen in Konfliktsituationen zu erreichen. Dazu gehört auch längst das flächendeckende Angebot der Online-Beratung, die Pro Femina als besondere Innovation ihrer Arbeit ausweist. Sehr ähnlich formulierte auch Prof. Dr. Cremer, Generalsekretär des Deutschen Caritasverbands, in seinem Brief über Pro Femina e.v. an die Diözesanen Caritasdirektor(innen), in dem er diese dazu aufrief, bei ihren Bistumsleitungen ein faktisches 1000plus-Verbot zu erwirken 5: 2 Der in der Tagespost erschienene Artikel kann vollständig hier nachgelesen werden: - de/fileadmin/pdf/weihbischof_renz_dt.pdf 3 Die Jahresberichte 2010, 2011 und 2012 des SkF Rottenburg-Stuttgart sind hier abrufbar: 4 Vgl. hierzu unsere Stellungnahme zu Augsburg und Speyer ab Seite 9, abrufbar hier: lus.de/presse/streit-um-1000plus-verbot-alle-infos-und-hintergruende/2-stellungnahme-von-pro-femina-evzum-1000plus-verbot-in-den-bistuemern-augsburg-und-speyer.html Vgl. hierzu unsere Pressemitteilung vom 13. Mai 2014, abrufbar hier: 5 Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

7 Dokument 3: Aus dem Brief von Prof. Dr. Georg Cremer an die Diözesan-Caritasdirektoren vom 08. Mai 2014: Was mit den im rechtlichen und politischen Rahmen gegebenen Möglichkeiten konkret gemeint ist, bleibt unklar. Wir sind jedoch der Ansicht, dass es darüber hinaus vor allem die technischen Möglichkeiten des Internets sind, die es noch weiter auszubauen gilt. Dies mit dem Ziel, mehr ungewollt Schwangere dort zu erreichen, wo sie zuallererst nach Informationen und Rat suchen. Flächendeckend im Bereich der Online-Beratung bedeutet für uns, eine Informationsportal zu betreiben, das mittlerweile im Jahr von über deutschsprachigen Personen aus der ganzen Welt besucht wird. Es bedeutet für uns, gezielt und permanent an der Top-Positionierung bei einschlägigen Google-Anfragen zu arbeiten. Es bedeutet für uns die aktive Mitgliedschaft in allen deutschsprachigen Internetforen, in denen ungewollt Schwangere schreiben und mitlesen. Für uns ist es ein ständiger Schmerz, dass wir diese technischen Möglichkeiten derzeit nicht weiter ausbauen können, weil wir nicht über die nötigen Ressourcen verfügen, um die mit dem Ausbau einhergehende, enorme Nachfrage nach Beratung und Hilfe zu bewältigen. 3. Grund: Notwendige Genehmigung der Bistumsleitung Dies ist ein neues Argument: Zum ersten Mal ist in dem Schreiben von Bischof Dr. Fürst die Feststellung nachzulesen, dass nicht angemeldete Spendenaktionen im Gottesdienst der Prüfung und Zustimmung der Bistumsleitung bedürfen. Dieses Argument ist aus unserer Sicht deshalb überraschend, weil sich gerade katholische Gemeinden in beispielhafter Weise sehr umfangreich und großzügig an vielfältigen, privaten Projekten und Initiativen in der ganzen Welt mit Aktionen und Sammlungen beteiligen. Uns war bislang nicht bekannt, dass solches Engagement in jedem Einzelfall einer bischöflichen Genehmigung bedarf. Bei über 280 Babyflaschen-Aktionen in katholischen Pfarreien und Pfarrverbänden in ganz Deutschland hatte uns bislang kein Pfarrer darauf hingewiesen, dass es einer bischöflichen Erlaubnis für eine Babyflaschen-Aktion bedürfe. 4. Grund: Marken-Sponsoring Auch dies ist ein neues Argument: Auf unseren Babyflaschen ist tatsächlich das Logo der Hersteller HiPP bzw. NUK zu lesen. Jedoch sind unsere Babyflaschen-Aktionen keine Werbung für diese beiden Firmen. Sie werden auch nicht so aufgefasst. Als Spendenorganisation sind wir vielmehr auf kreative und kostengünstige Ideen zum Spendensammeln angewiesen. Die Babyflaschen werden sofort positiv mit der Fürsorge für Babys assoziiert und eignen sich zudem sehr gut als fest verschließbare Sammeldosen. Daher sind wir diesen beiden Firmen außerordentlich Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

8 dankbar, dass sie uns im Rahmen ihres sozialen Engagements einige tausend ihrer Babyflaschen zur Verfügung gestellt haben. 5. Grund: Mangelnde Transparenz in der Verwendung der Spendengelder Wie bereits in unserer Stellungnahme zu Augsburg und Speyer erwähnt 6, stellen wir unseren Unterstützern unseren jährlichen Tätigkeitsbericht zur Verfügung. Dieser beleuchtet auch die Verwendung der Spendengelder. Da unser Tätigkeitsbericht neben diesen Informationen auch andere sensible Daten enthält, haben wir bisher bewusst darauf verzichtet, ihn online zur Verfügung zu stellen. Erstaunlich an diesem Einwand ist, dass Bischof Dr. Fürst bzw. Mitarbeiter des Ordinariats bislang nie um Informationen oder Unterlagen bei Pro Femina nachgesucht haben. Dementsprechend ist es auch nie dazu gekommen, dass wir eine Frage unbeantwortet gelassen hätten oder eine Information schuldig geblieben wären. 6. Grund: Kampagnen mit hochbegabten, perfekten Kindern Unsere gesamte Kommunikation bis hin zu dem Slogan Weil jeder fehlt, der nicht geboren wird ist ein ständiges Bekenntnis zu einem bedingungslosen Ja zum Leben. Warum Otto Normalverbraucher, der Automechaniker Bastian, die Enkeltochter Greta, der Sonnenschein Josephine, das Geschenk des Himmels Ida, der Herzensbrecher Konrad, die Wutbürgerin Mei Li, die Erzieherin Lea oder der Papabile Peter auf Bischof Dr. Fürst hochbegabt und perfekt wirken, wissen wir nicht. Wir glauben jedenfalls, dass sie alle liebenswert sind, Liebe schenken und in ihrer Vielfalt deutlich zum Ausdruck bringen, dass JEDER fehlt, der nicht geboren wird. In unseren regelmäßigen und sehr ausführlichen Beratungsdokumentationen (die Bischof Dr. Fürst vermutlich nicht kennt) machen wir immer wieder deutlich, dass wir JEDES Kind, als lebens- und liebenswert erachten und dass wir jeder verzweifelten Schwangeren ohne Ansehen von Herkunft, Konfession oder der Art ihrer Beziehung wertschätzend begegnen und sie mit der Perspektive für ein Leben mit ihrem Kind beraten. Diese Dokumentationen, die gleichsam Schlaglichter auf unsere alltägliche Beratungsarbeit sind, haben wir in den vergangenen Jahren zu zehntausenden verschickt. Auch die Vielfalt der Rückmeldungen von beratenen Frauen nach unserer Beratung reflektieren diese grundsätzliche Haltung von Pro Femina. 7. Grund: Kein persönlicher Kontakt mit dem Ortsbischof Es verwundert uns ebenfalls, dass Bischof Dr. Fürst über uns durch Werbematerialien und durch die Presse erfahren hat. Von Beginn des Projekts 1000plus im Jahr 2009 an stehen wir im direkten Kontakt mit Weihbischof Thomas Maria Renz aus Rottenburg-Stuttgart. Auf vielfältige Weise haben wir seitdem seine Unterstützung erfahren. Hier abrufbar: stellungnahme-von-pro-femina-ev-zum-1000plus-verbot-in-den-bistuemern-augsburg-und-speyer.html 6 Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

9 Ferner haben wir uns am 26. März 2014 direkt an den Bischof von Rottenburg-Stuttgart sowie an Generalvikar Clemens Stroppel gewandt, um über die Entscheidungen in Augsburg und Speyer zu informieren, und haben inständig um einen Gesprächstermin gebeten: Dokument 4: Brief des Vorstands von Pro Femina e.v. an Bischof Dr. Gebhard Fürst vom 26. März 2014 Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

10 Auf dieses Schreiben haben wir keine Antwort erhalten. Es bleibt deshalb unverständlich, weshalb Bischof Dr. Fürst in seinem Brief vom 22. Mai schreibt, wir hätten zu keinem Zeitpunkt den persönlichen Kontakt gesucht. Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

11 8. Grund: Kontakt zu den Pius-Brüdern Neben dem Kontakt zur Priesterbruderschaft St. Pius X. stehen wir als überkonfessionelle Organisation auch in Kontakt zu Pfarrern der evangelischen Landeskirchen und verschiedenen freievangelischen Gemeinden. Sie alle stehen nicht im Einklang mit der Lehre der römisch-katholischen Kirche. Zur Veranschaulichung seien hier noch einmal die 307 Babyflaschen-Aktionen aufgeschlüsselt, die im Jahr 2013 stattfanden: 139 in katholischen Pfarrgemeinden, 101 in Gemeinden der evangelischen Landeskirchen, 66 in sog. freien evangelischen Gemeinden und 1 () in einer Kirche/ Kapelle der Priesterbruderschaft St. Pius X. All die Menschen, denen wir in in diesem Rahmen begegnet sind, eint der Wunsch und die Entscheidung, Schwangeren in Not zu helfen. Wir haben diese Vielfalt stets als Reichtum empfunden. In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir häufiger erlebt, dass man uns aus der Unterstützung durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. einen Vorwurf machen will. Wir haben deshalb zu dieser Anfrage bereits in unserer Stellungnahme zu Augsburg und Speyer detailliert Stellung genommen 7. An dieser Stelle möchten wir nochmals deutlich sagen: Wir werden uns niemals von unseren Freunden und Unterstützern ganz gleich welcher Konfession distanzieren. Niemals werden wir uns von Menschen distanzieren, die mit ihren Gebeten, ihren Spenden und ihrem Engagement die Beratung und Hilfe für tausende Frauen im Schwangerschaftskonflikt und für ihre ungeborenen Kinder ermöglichen. 9. Grund: Nennung der Verantwortlichen auf Homepage und Werbematerialien Bisher gingen wir davon aus, dass wir die Namen der Verantwortlichen für das Projekt 1000plus in ausreichender Weise kommunizieren, z.b. im Impressum unserer Webseite, auf dem online verfügbaren factsheet über das Projekt 1000plus oder auch auf der ersten Innenseite unserer Projektbeschreibung (die jede Gemeinde vor Durchführung einer Babyflaschen-Aktion erhält). Dennoch wollen wir diesen Hinweis ernst nehmen und überprüfen, wo solche Angaben noch sinnvoll sein können. Ab Seite 25, hier abrufbar: 7 - gruende/2-stellungnahme-von-pro-femina-ev-zum-1000plus-verbot-in-den-bistuemern-augsburg-und-speyer.html Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

12 EIN RESUMÉE Wir sind tief erschüttert und betroffen von der Entscheidung von Bischof Dr. Fürst. Gerade auch wegen des beispielhaften Engagements seines Weihbischofs Renz hatten wir gehofft, dass das Bistum Rottenburg-Stuttgart kein faktisches Verbot der Unterstützung von 1000plus aussprechen wird. Die vorgetragene Argumentation ist teilweise falsch und irreführend dargestellt. Wir hätten uns ein Gespräch mit Bischof Dr. Fürst sehr gewünscht, um ihm unsere Arbeit aus erster Hand vorstellen und auf seine Fragen unmittelbar eingehen zu können. Dass es zu einem solchen Gespräch - trotz inständiger Bitte - nicht gekommen ist, ist zutiefst bedauerlich. Die Leidtragenden dieses faktischen Verbots sind einmal mehr die vielen Frauen im Schwangerschaftskonflikt, die wir durch den nun folgenden Spendeneinbruch nicht beraten und in einer Entscheidung für ihr Kind unterstützen können. Alle wichtigen Informationen zu den faktischen 1000plus-Verboten in katholischen Diözesen bemühen wir uns, zeitnah unter diesem Link bereitzustellen: Für einen raschen Überblick über Pro Femina und 1000plus eignen sich insbesondere auch die verschiedenen Videos, die im Internet zur Verfügung stehen: Für jedwede Rückfragen stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung: Pro Femina e.v., Bergstraße 114, Heidelberg Tel.: 06221/ , Pro Femina e.v. Stellungnahme zum faktischen 1000plus-Verbot im Bistum Rottenburg-Stuttgart Mai

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