Globalisierung und. Mikrokredit

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1 AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE PROVINZIA AUTONOMA DE BULSAN - SÜDTIROL Globalisierung und Mikrokredit Autor: Alessandro Montoro Koordination: Astrid Freienstein Lektorat: Helene Dorner Stand: Juli 2014 Alle Rechte vorbehalten NGO GVC (Gruppo Volontario Civile) mit Sitz in Bologna und Autonome Provinz Bozen Südtirol

2 Projekt: Teaching Microcredit grant contract no. DCI-NSAED/2012/ Die Autonome Provinz Bozen - Südtirol hat sich verpflichtet einen Beitrag zum EU-Projekt Bewusstseinsbildung zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten. Für die Studenten der Oberstufe wurden Unterrichtsmaterialien erarbeitet, um das Verständnis für globale Entwicklungsprozesse, unter Bezugnahme auf konkrete Bespiele von Kleinkreditmodellen und dem Thema Teaching Relational Economy, zu stärken. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bildungsressort wurden Lehrtexte und didaktische Materialien, gemäß den Vorgaben der Rahmenrichtlinien für die Fachoberoberschulen und Gymnasien mit deutscher Unterrichtssprache, erstellt. Das Projekt wurde von der NGO GVC (Gruppo Volontario Civile), mit Sitz in Bologna, bei der Europäischen Union eingereicht. Neben dem GVC sind folgende Organisationen Partner: Autonome Provinz Bozen, Universität von Bologna, Corvinus Universtiy of Budapest, Hungarian Babtist Aid, Asociación Consorcio de Cooperación. Mit dem Begriff der Globalisierung verbinden sich einerseits optimistische Zukunftsvisionen, andererseits aber auch Befürchtungen. Viele Auswirkungen des weltweiten Wirtschaftens betreffen mittelbar oder unmittelbar den Lebensalltag des Einzelnen. Diese Aussage lässt sich auch umkehren: Das Verhalten einzelner Menschen oder Menschengruppen wirkt sich direkt oder indirekt auf ganze Wirtschaftssysteme aus. Schüler/innen sind die Erwachsenen der Zukunft, ihnen kommt eine zentrale Rolle bei der zukünftigen Gestaltung dieser Prozesse zu. Daher ist es sinnvoll und notwendig, das Thema Globalisierung methodisch und didaktisch angemessen aufzubereiten. Zunächst geht es darum, den Heranwachsenden den vielschichtigen Begriff der Globalisierung nicht nur näher zu bringen, sondern ihn auch schülergerecht aufzuschlüsseln. Deshalb zielen diese Unterlagen darauf ab, den Schülerinnen und Schülern die komplexe Thematik der Globalisierung schrittweise verständlich zu machen und ihnen so eine globale Perspektive des Denkens zu vermitteln. Mit globalem Denken ist hier prinzipiell die Fähigkeit gemeint, Situationen und Probleme in einem weltweiten und ganzheitlichen Zusammenhang zu erfassen. Die Unterrichtsunterlagen versuchen durch methodische Vielfalt systemorientiertes Denken zu fördern und einen Perspektivenwechsel zu bewirken. Der Einblick in die kulturelle, ökonomische, ökologische, rechtliche und gesellschaftliche Dimension der Globalisierung soll eine gesamtheitliche Analyse der Globalisierungsprozesse ermöglichen. Diesem Konzept folgt auch der sachlogische Aufbau dieser Unterrichtsmaterialien. Eingangs wird der Begriff Globalisierung in seinen verschiedenen Dimensionen beleuchtet und geschärft. Der nächste Schritt beschäftigt sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen des weltweiten Handels als Voraussetzung für die Entfaltung der ökonomischen Dimension der Globalisierung. In einer dritten Etappe erfolgt eine Darstellung der Auswirkungen auf vier große Bereiche (Arbeitswelt, Wirtschaft und Politik, Gesellschaft und Kultur, Umwelt), durch welche die Komplexität einer globalen Vernetzung erst wirklich sichtbar wird. 2

3 Ein wesentliches Ziel der Auseinandersetzung mit dem Thema ist auch die Sensibilisierung für Probleme im Umfeld der Globalisierung, die Förderung der Empathiefähigkeit und eine differenziertere Sicht auf die Situation der Entwicklungsländer. Daraus entwickelt sich der zweite Abschnitt dieser Arbeit, der sich mit der Verbreitung des Mikrokreditwesens befasst. Auf ein einführendes Kapitel zur Entstehungsgeschichte dieser verbreiteten Kreditrealität, hauptsächlich in Entwicklungsländern, folgt eine Studie zweier Fallbeispiele, Ecuador und Mozambique. Die Analyse der Fallbeispiele ist zwar herausfordernd und komplex, beweist aber auf empirische Weise, wie unterschiedliche kulturelle, wirtschaftliche, soziale und historische Voraussetzungen über Gelingen oder Scheitern internationaler Kooperation entscheiden. Als Abschluss wird noch ein Bezug zum unmittelbaren Lebensumfeld der Schüler/innen hergestellt. Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit den EU-Programmen zur Mikrofinanzierung in Europa. Zu allen Abschnitten gibt es didaktische Materialien. Dabei wurde auf Methodenvielfalt und Kompetenzorientierung geachtet. Alle Materialen sind so angelegt, dass sie zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem kontroversen Thema anregen. Die Unterrichtseinheiten stützen sich auf die Rahmenrichtlinien verschiedener Fächer. So sind einige Kapitel und die dazugehörigen didaktischen Materialien nicht nur vorwiegend im Fach Recht oder Volkswirtschaft, sondern auch für die Bereiche Wirtschaftsgeographie oder Betriebswirtschaftslehre verwendbar. Im Lehrtext wird lediglich die männliche Form benutzt. Diese steht gleichbedeutend für Frauen und Männer. Das Symbol weist auf didaktisches Material hin. Zum Autor ALESSANDRO MONTORO 1976 in Bruneck geboren, Studium der Politikwissenschaften in Bologna, Erwerb der Lehrbefähigung für das Fach Recht und Wirtschaft im Jahr 2005, freier Mitarbeiter von Prof. Rolf Steininger, Universität Innsbruck, für die italienischen Texte der 8-bändigen Buchreihe Akten zur Südtirol-Politik. Seit 2002 Unterrichtstätigkeit an diversen Oberschulen Südtirols, derzeit am Oberschulzentrum J. Ph. Fallmerayer in Brixen. 3

4 Inhaltsverzeichnis GLOBALISIERUNG MODUL 1 EINFÜHRUNG UND ABGRENZUNG DER THEMATIK 6 DIE VIELEN GESICHTER DER GLOBALISIERUNG 6 MODUL 2 NORMATIVE RAHMENBEDINGUNGEN DER GLOBALISIERUNG 10 SCHRITT FÜR SCHRITT ZUR GLOBALISIERUNG 10 MODUL 3 DIE GLOBALISIERUNG UND IHRE AUSWIRKUNGEN 15 GLOBALISIERUNG VERÄNDERT DIE WELT FOLGEN DER GLOBALISIERUNG FÜR DIE ARBEITSWELT FOLGEN DER GLOBALISIERUNG AUF WIRTSCHAFT UND POLITIK FOLGEN DER GLOBALISIERUNG AUF GESELLSCHAFT UND KULTUR FOLGEN DER GLOBALISIERUNG AUF DIE UMWELT 19 MIKROKREDIT MODUL 1 ENTSTEHUNGSGRUND UND EIGENSCHAFTEN 22 MIKROKREDIT IM ZEITALTER DER GLOBALISIERUNG 22 MODUL 2 MIKROKREDIT AM BEISPIEL VON ECUADOR UND MOZAMBIQUE 24 ARMUTSBEKÄMPFUNG DURCH MIKROKREDITE 24 MODUL 3 AUS DER WIRTSCHAFTSKRISE MIT NEUEN-ALTEN IDEEN 30 MIKROFINANZEN IN EUROPA 30 4

5 AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE PROVINZIA AUTONOMA DE BULSAN - SÜDTIROL Globalisierung Modul 1 Einführung und Abgrenzung der Thematik Die vielen Gesichter der Globalisierung Modul 2 Normative Rahmenbedingungen der Globalisierung Schritt für Schritt zur Globalisierung Modul 3 Die Globalisierung und ihre Auswirkungen Globalisierung verändert die Welt 5

6 Modul 1 Einführung und Abgrenzung der Thematik Die vielen Gesichter der Globalisierung (it. globalizzazione, engl. globalisation, frz. mondialisation) Das Wort Globalisierung hat sich in den Neunzigerjahren des letzten Jahrhunderts zu einem Schlagwort entwickelt. Die schnelle Verbreitung des Begriffs ist Hinweis auf eine zunehmend intensiver geführte Auseinandersetzung mit dem Phänomen selbst. Globalisierung beinhaltet eine Vielzahl von Aspekten; die wirtschaftliche Komponente besitzt zweifelsohne die größte Wichtigkeit und bildet die Triebkraft für jene Prozesse, welche die Globalisierung in anderen Bereichen weiterführt. Es darf aber nicht vergessen werden, dass Globalisierung weit mehr bedeutet als die zunehmende Integration der Weltwirtschaft. Es wäre demzufolge ein Fehler, den Prozess der Globalisierung nur auf das Wirtschaftliche zu beschränken. In der Realität ist dieser Prozess viel komplexer und erfasst viele andere Sphären. Die Globalisierung muss daher auch im Kontext der sozialen, technologischen und politischen Wechselwirkungen gesehen werden. Wer sich mit dieser Thematik schon einmal auseinandergesetzt hat, weiß, dass sich über Globalisierung streiten lässt. Sogar über den Beginn des Phänomens besteht keine Einigkeit. Viele Zeitgenossen lassen den Beginn der Globalisierung mit der Entdeckung Amerikas zusammenfallen. Andere sehen die Geburt der globalen Wirtschaft in der Zeit der Industriellen Revolution, während für wiederum andere der 2. Weltkrieg die Entstehungsstunde der Globalisierung sein kann. Fakt ist, dass die Globalisierung seit einigen Jahrzehnten, besonders im Vergleich zur Vergangenheit, eine enorme zeitliche Beschleunigung erfahren hat. Zu dieser Entwicklung bzw. Beschleunigung hat mit Sicherheit auch die so genannte digitale Revolution der Computer und der konsequente Ausbau der Kommunikation beigetragen. Der häufig benutzte Begriff Global Village" weist darauf hin, dass die heutige Welt keine Grenzen mehr kennt und alles und jeder immer und überall erreichbar sein kann. Der Grund, warum wir heute bei diesem Punkt angelangt sind, ist im Vergleich zur Geburtsstunde des Phänomens leichter zu erkennen. Das Hauptziel der wirtschaftlichen Globalisierung ist es, ein einheitliches ökonomisches System zu entwickeln, in dem alle Hindernisse zur freien wirtschaftlichen Tätigkeit abgeschafft sind. Das klingt in der Theorie vielversprechend. Der offene Zugang zu weltweiten Kapitalien und nicht regulierten globalen Märkten, in denen sich die unsichtbare Hand der freien Marktwirtschaft selbst regulieren kann, hätte eine Möglichkeit für Schwellenländer sein können, um den Lebensstandard der eigenen Bevölkerung zu verbessern. Bis heute hat sich diese Prognose kaum erfüllt. Eher kann man den Globalisierungsprozess als eine wirtschaftliche Möglichkeit für internationale Unternehmen sehen, die ihre finanzielle Position verbessern wollen. Ihre ökonomische Stärke ermöglicht es ihnen, die Güterproduktion an jene Standorte zu verlegen, in denen die Arbeitskraft am billigsten ist, der Verkauf die höchsten Gewinne abwirft und die Steuern am günstigsten sind. Das Schlüsselwort für diese Evolution der Wirtschaft ist Wettbewerb, noch genauer, globaler und freier Wettbewerb. Multinationale Konzerne, die gerade durch die Öffnung der Märkte enorm wachsen können und die dank ihrer Wirtschaftskraft in der Lage sind, verschiedene Bereiche des öffentlichen Lebens zu beeinflussen, haben gute Chancen, dass ihre privaten Interessen geschützt bleiben. Staatliche Regierungen sind mit diesen neuen Gegebenheiten häufig überfordert und die normativen Reaktionen, um dem Phänomen entgegenzuwirken, erfolgen meistens sehr langsam. All dies bewirkt sehr hohe soziale und ökologische Kosten für die Bürger. Weitere wirtschaftliche Folgen sind einerseits die Beseitigung der lokalen Produzenten, Händler und Verkäufer, die mit diesem System nicht mehr konkurrenzfähig sein können, andererseits auch der Mangel an Kapital zur Förderung der lokalen, ökonomischen Entwicklung. 6

7 Globalisierung gibt es schon seit längerer Zeit Verschiedene Dimensionen eines vielseitigen Phänomens Das Phänomen Globalisierung muss unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachtet und analysiert werden. Wirtschafts-, Geschichts- und Politikwissenschaft, Soziologie und Ökologie beschäftigen sich mit dem gleichen Phänomen, all diese Bereiche haben jedoch ihre Schwierigkeit mit einer allumfassenden Begriffsbestimmung, die es womöglich gar nicht geben kann. Folgende Aussagen geben uns einen Einblick in die komplexe Themenwelt der Globalisierung. La globalizzazione culturale è una forma di totalitarismo. (Jean-Luc Godard) Wir erleben eine Transformation, aus der im kommenden Jahrhundert neue Formen von Politik und Wirtschaft hervorgehen werden. Es wird dann keine nationalen Produkte und Technologien, keine nationalen Unternehmen, keine nationalen Industrien mehr geben. Es ist das Ende der Volkswirtschaften. (Robert B. Reich) Einst pflegte man zu sagen, dass die Sonne über dem Britischen Empire niemals untergehe. Heute geht sie zwar über dem Britischen Empire unter, aber nicht über den Weltreichen großer globaler Konzerne wie IBM, Unilever, Volkswagen und Hitachi. (Lester Brown) La globalizzazione è un'enorme onda, che lenta e silenziosa, trascina via quel che rimane di una cultura. (Youness Khalki) La globalizzazione è una forza positiva che ha portato enormi vantaggi ad alcuni, ma per il modo in cui è stata gestita, tanti milioni di persone non ne hanno tratto alcun beneficio e moltissime altre stanno ancora peggio di prima. (Joseph Stiglitz) Wie vorausgeschickt, kann niemand behaupten, er kenne den genauen Moment, in dem die Menschheit begonnen hat, global zu denken. Ob das Phänomen Globalisierung nun tatsächlich ein Kind unserer Zeit ist, hängt eben primär davon ab, wie der Begriff verstanden wird. Die fast inflationäre Verwendung des Wortes verfälscht sehr oft die historische Bedeutung und Dimension des Phänomens. Überstaatliche Kapitalverflechtungen oder weltweite Präsenz kultureller Ideale sind keine Erfindung der letzten Jahrzehnte. Die hier angeführten möglichen Geburtsstunden der Globalisierung entsprechen daher keiner wissenschaftlichen Erkenntnis. Jede Aussage enthält nur ein Körnchen Wahrheit. Die angeführten historischen Ereignisse können als Ansätze zur Globalisierung gedeutet werden und bezeugen, dass das Phänomen Globalisierung als ein langer Prozess zu verstehen ist. 7

8 Die europäischen Welteroberungen am Ende des 15. Jahrhunderts durch Kolumbus 1492 und Vasco da Gama 1498 sind die Vorreiter-Events des nachfolgenden Vertrags von Tordesillas aus dem Jahre 1494, dem ersten Vertrag der Weltgeschichte mit globaler Reichweite. Globalisierung beginnt mit der Industriellen Revolution, als erstmals eine industrielle Massenfertigung nicht mehr nur auf handwerklicher Basis betrieben wurde und einen wachsenden Rohstoffbedarf (z.b. Baumwolle) erzeugte. Insbesondere die französische Kontinentalsperre der Jahre sorgte dafür, dass englische Baumwolltextilien vom europäischen Kontinent nach Nord- und Südamerika und sogar nach Asien umgelenkt wurden. Globalisierung beginnt im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts, als die verkehrenden Segelschiffe durch das eiserne Dampfschiff ersetzt wurden. Sobald die Gefrierverfahren erfunden und Kühlhäuser und Kühlschiffe gebaut wurden, als der Telegraph Verbreitung fand, die Seekabel verlegt wurden und die Schifffahrtslinien ihren Dienst aufnahmen, war de facto eine Weltwirtschaft entstanden. Globalisierung beginnt im Jahre 1945, als mit dem Abwurf der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki die Entwicklung der Waffentechnik an einem Punkt anlangt, an dem die globale Zerstörung der Welt möglich ist. Globalisierung beginnt Mitte der 1970er Jahre, als es zum ersten Male in großem Stil zur Verlagerung von Produktionsstandorten kommt, wobei hier nicht natürliche Faktoren (Vorkommen von Bodenschätzen, Böden, Klima), sondern Kostengesichtspunkte (z.b. unterschiedliche Löhne) das Motiv für Auslandsinvestitionen sind. Globalisierung beginnt mit der Verwendung des Begriffs. Während dieser in der sozialwissenschaftlichen Literatur der 1970er und 1980er Jahre entweder gar nicht oder nur sehr selten auftaucht, erfährt er seit Anfang der 1990er Jahre eine nahezu inflationäre Verwendung mit exponentiellen Steigerungsraten. 8

9 4 Dimensionen der Globalisierungsprozesse Ökonomische Dimension Würde man mit einem Volkswirt sprechen, würde er die Globalisierung etwa mit diesen Worten definieren: Es handelt sich dabei um eine steigende Entstehung weltweiter Märkte für Waren, Kapital und Dienstleistungen sowie die damit verbundene internationale Verflechtung der Volkswirtschaften. Seine Position ist leicht verständlich. Er denkt dabei an jene neuen Technologien der Kommunikation, Informationstechnik und des Transportwesens, welche die Globalisierungsprozesse der Märkte ständig fördern. Weltweite Datennetze, Satellitenkommunikation, computergestützte Logistik und hoch entwickelte Verkehrsmittel verlagern Arbeit und Produktion, Produkte und Dienstleistungen von den nationalen Standorten in die ganze Welt. Diese Fortschritte ermöglichen es den Unternehmen, die günstigsten Produktions- bzw. Lieferstandorte auszuwählen und ihre Aktivitäten weltweit zu koordinieren. Angebot und Nachfrage treffen weltweit aufeinander und so kommt es zu einer globalen Preisbildung. Sozio-kulturelle Dimension Aus der Sicht eines Soziologen sind die Herausforderungen der Globalisierung völlig andere. Er sieht Globalisierung an die gesellschaftliche Entwicklung gebunden. Soziologen erkennen im Phänomen die kulturelle Variable und betrachten die Globalisierung aus der Sicht der sozialen Auswirkungen. Soziologisch gesehen haben die globale Verflechtung und der wachsende Austausch von Informationen mit anderen Kulturen die sozialen Werte verändert. Diese Entwicklung kann positiv oder negativ gedeutet werden. Kritiker dieses Phänomens sehen hier Gefahren für die Eigenart der verschiedenen Kulturen, Befürworter beispielsweise eine Chance für die Verbreitung neuer Rechte. Ökologische Dimension Wieder anders könnte das Phänomen Globalisierung von einem Ökologen betrachtet werden. Globale Umweltprobleme wie der Treibhauseffekt, die Verschmutzung der Weltmeere oder die Schädigung der Ozonschicht in der Stratosphäre lassen sich auf die steigende Globalisierung zurückführen. Der Beweis dafür, dass diese Umweltprobleme explizit zum Thema Globalisierung gezählt werden müssen, ist die Tatsache, dass sie nicht im nationalen Alleingang zu lösen sind. Spätestens die Folgen des Reaktorunfalls von Tschernobyl haben bewiesen, dass Umweltverschmutzung grenzüberschreitend ist. Die Erwärmung der Erdatmosphäre, das Ozonloch oder die Abholzung der tropischen Regenwälder veranschaulichen Globalisierung am eindrucksvollsten, da es sich hier unbestritten um globale Phänomene und Probleme handelt, die einer globalen Bearbeitung bedürfen. Trotzdem gibt es natürlich auch im Umweltbereich regionale und lokale Probleme, selbst wenn sie grenzüberschreitenden Charakter aufweisen, wie etwa die Verschmutzung von Flüssen. Politische Dimension Die durch Wirtschaft und Technologie entstehenden Globalisierungsprozesse haben unsere Welt in ein komplexes System von wechselseitigen Abhängigkeiten verwandelt. Mit der fortschreitenden gegenseitigen Vernetzung von Wirtschaft, Kommunikations- und Transportsystemen bekommen auch Phänomene wie Arbeitslosigkeit, Armut, Kriminalität, Drogenkonsum und Umweltzerstörung eine neue globale Dimension. Das traditionelle Verständnis von Politik als Politik der einzelnen Länder in einer Staatenwelt kann diesen Herausforderungen nicht mehr gerecht werden und soll durch eine neue Weltordnungspolitik ersetzt werden. Der Begriff der Global Governance wird ähnlich inflationär gebraucht wie der Begriff der Globalisierung selbst, jedoch ist hier schon eine klarere Definition möglich. Es hat sich die Meinung durchgesetzt, dass damit das Streben nach einem Regelsystem und neuen Mechanismen internationaler Kooperation gemeint sei. Gemeinsame Lösungswege für globale Herausforderungen und grenzüberschreitende Phänomene sollen damit ermöglicht werde. 9

10 AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE PROVINZIA AUTONOMA DE BULSAN - SÜDTIROL Modul 2 Normative Rahmenbedingungen der Globalisierung Schritt für Schritt zur Globalisierung Die Idee des Global Free Trade sprengt alte Gewohnheiten Der Begriff "global free trade" ist die Basis der wirtschaftlichen Globalisierung und definiert den Austausch von Waren zu ihren Marktpreisen frei von so genannten "Verzerrungen". Solche Verzerrungen sind Tarife (Aufpreise beim Import von Waren aus dem Ausland), Importquoten (Einschränkungen bei der Importmenge) und Exportsubventionen (Unterstützungen der eigenen Exportwaren mit absichtlich niedrigerem Preis). Dies sind Beispiele von "protektionistischen" Maßnahmen, weil sie national von den Regierungen eingesetzt werden, um ihre heimischen Industrien zu schützen. Nationaler Protektionismus verursacht aber oft versteckte Kosten für den Staat, da man davon ausgehen muss, dass auch die Handelspartner wahrscheinlich protektionistische Maßnahmen als Gegengewicht einführen. Während der Protektionismus kurzfristige Interessen einer Nation begünstigen könnte, besteht die langfristige Gefahr eines versteckten Handelskrieges mit anderen Volkswirtschaften. Theorie der "offenen Märkte" Die Vorteile des freien Handels wurden erstmals aus Ricardos Theorien abgeleitet. Der Ökonom argumentierte damit, dass Staaten durch die Spezialisierung in jenen Branchen, in denen sie den größten Effizienzvorteil (d.h. Rentabilität im Vergleich zu anderen Staaten) erwirtschaften, die Voraussetzungen für eine volkswirtschaftliche Gewinnmaximierung finden. Dies bedeutet, dass sich die Gewinne sowohl für Staat A als auch für Staat B maximieren lassen, selbst wenn der Staat A in allen Sektoren der Wirtschaft weniger Potential aufweist als der Staat B, wenn jeder Staat sich auf jene Branchen spezialisiert, in denen er am effizientesten tätig werden kann. Die Theorie der komparativen Kostenvorteile stützt sich allerdings auf eine Reihe von unrealistischen Annahmen. Eine davon ist die Annahme, dass alle Volkswirtschaften in der Lage sind, ihre Ressourcen (Humankapital, Arbeit, Kapital, Technologie usw.) optimal zu 10

11 nutzen. Sollte es den Staaten nicht gelingen, ihre Ressourcen bestmöglich einzusetzen, dann rechtfertigen viele damalige Kritiker der Ricardo-Theorie eine gezielte protektionistische Wirtschaftspolitik mit der Begründung, junge Branchen der Volkswirtschaft ausreifen zu lassen. Dennoch bleibt in der Argumentation von Ricardo ein wesentlicher Aspekt relevant. Konzentriert sich in einem Land die Produktion auf jene Bereiche, in denen die Produktivität und damit die Gewinne am höchsten sein können, so erreicht man eine Maximierung der wirtschaftlichen Vorteile. Mit dieser Erkenntnis setzt Ricardo einen Meilenstein zugunsten der offenen Volkswirtschaften. Die Vorteile des freien Handels für den Kapitalismus, auf die Ricardo seine Aufmerksamkeit lenkt, werden nach dem 2. Weltkrieg ein wichtiger Faktor für eine immer größere, länderübergreifende Rentabilität. Internationale Mobilität von Kapital, Waren und Dienstleistungen kennzeichnet diese Periode der kapitalistischen Entwicklung. Neubeginn nach dem 2. Weltkrieg Die Voraussetzungen für eine neue Wirtschaftsentwicklung waren nach dem 2. Weltkrieg gegeben. Schon bald nach den Friedenskonferenzen entwickelt sich eine intensive Aktivität seitens der USA, Europas und Japans für neue Handelsbeziehungen im Namen einer weltweiten wirtschaftlichen Hegemonie. Die Liberalisierung des Kapitalverkehrs und der Gütermärkte war ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie. Die USA und Großbritannien vereinbarten schon 1944 eine Senkung der Tarife als Teil der berühmten Bretton-Woods-Abkommen. Weitere Maßnahmen wurden bereits 1949 ergriffen, als 30 Prozent des europäischen Handels von nationalen Beschränkungen befreit wurden. GATT - General Agreement on Tariffs and Trade GATT steht für "General Agreement on Tariffs and Trade" (Allgemeines Zoll- und Handelsabkommen) und wurde im Oktober 1947 in Genf von 23 Ländern unterzeichnet. Die Initiative wurde schon 1945 von den USA mit dem Ziel vorangetrieben, gemeinsame Grundsätze für eine internationale Handelspolitik zu definieren, die in der Lage sein sollte, den starren Bilateralismus der Handelsabkommen zu überwinden. Das Ziel des GATT ist die fortschreitende Entwicklung der Volkswirtschaften unter den Vertragsparteien durch den Abschluss von gegenseitigen Vereinbarungen. Damit sollten der Abbau der Zölle und andere Hemmnisse für den internationalen Handel und die Beseitigung von (Handels-)Diskriminierungen erreicht werden. Man kann die Merkmale des GATT-Abkommens wie folgt von anderen vorhergehenden Handelsabkommen unterscheiden: Ausdehnung auf alle Vertragsparteien der bilateral und multilateral vereinbarten Verhandlungen und Verpflichtung der Vertragsparteien zur Durchführung kollektiver Maßnahmen, z.b. die Einführung einer anti-dumping Regelung für alle Mitgliedstaaten, um künstlich niedrig gehaltene Produktionskosten zu vermeiden. In den darauf folgenden Jahren schlossen die Mitglieder des GATT immer neue und umfassendere Handelsabkommen. Die Zahl der Teilnehmerstaaten unterschied sich von Runde zu Runde, stieg aber bis zur letzten Vereinbarung in Doha im Jahre 2001 ständig an. Hier eine Übersicht der insgesamt 9 Verhandlungsrunden (Rounds) zwischen 1948 und

12 Bezeichnung der Vereinbarung Genfer- Runde Annecy- Runde Torquay- Runde Sitz Hauptthemen Jahr Anzahl der Mitgliedsstaaten Genf Einführung des GATT - Reduzierung der Tarife Annecy Reduzierung der nationalen Tarife Torquay Reduzierung der nationalen Tarife Runde Genf Reduzierung der nationalen Tarife, Definition der zukünftigen Strategien des GATT bezüglich der Schwellenländer Dillon-Runde Genf Reduzierung der nationalen Tarife Kennedy- Runde Genf Tokyo-Runde Tokyo und Genf Uruguay- Runde Doha-Runde Doha Punte del Este, Genf, Marrakesch Reduzierung der nationalen Tarife (zum ersten Mal spricht man von einer allg. Reduzierung der Tarife und nicht von Zurücksetzung der Tarife für spezifische Produkte), Antidumping-Maßnahmen (Der amerikanische Kongress hat diese Maßnahmen aber nie ratifiziert.) Reduzierung der nicht tarifären Handelshindernisse, Reduzierung der Tarife auf Manufakturen, Verbesserung und Erweiterung des GATT Abkommen Bildung der World Trade Organisation, Reduzierung der Tarife und der Subventionen, Vereinbarungen zum Schutz des geistigen Eigentumsrechts, Lösung internationaler Auseinandersetzungen in der Landwirtschaft und dem Dienstleistungsbereich Es entstehen neue Abkommen: GATS (General Agreement on Trade in Services): Vereinbarung zum Dienstleistungshandel TRIPS (Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights): Abkommen zum Schutz geistiger Eigentumsrechte Liberalisierung des globalen Handels für landwirtschaftliche Produkte, industrielle Güter und Dienstleistungen offen Die Uruguay-Runde mündete in die Gründung der Welthandelsorganisation WTO. Die WTO bildet nun den Rahmen für verschiedene handelsrechtliche Abkommen. Es folgen weitere Verträge, insbesondere das Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen (GATS) und das Abkommen über handelsbezogene Aspekte des Schutzes geistigen Eigentums (TRIPS). Auch der gerade für Entwicklungsländer besonders sensible Handel mit Agrarprodukten und Textilien wurde durch separate Abkommen im Sinne einer stetigen Liberalisierung des Welthandels neu geregelt. 12

13 Die kurze Rückkehr des Protektionismus in den 70ern Die schwierigen weltwirtschaftlichen Bedingungen der 70er Jahre ließen einige große Industrienationen zum Protektionismus zurückkehren. Der Ölpreisschock von 1973 bis 1974 bewog viele Nationen dazu, den Zeiger der Zeit um einige Jahrzehnte zurückzudrehen und die nationale Produktion gegenüber dem Ausland zu schützen. Viele der G.A.T.T.-Regeln wurden in den 70er Jahren ignoriert und reiche Nationen gingen eigenmächtig vor, um Stoffe, Kleidung, Unterhaltungselektronik, Stahl, Autos und andere Produkte aus Schwellenländern zu blockieren. Die zeitweilige Wiedereinführung protektionistischer Maßnahmen hat den globalen Trend nur um einige Jahre eingebremst. WTO - der Globalisierung des Marktes sind keine Grenzen mehr gesetzt Seit 1995 hat die WTO, welche auch als Sonderorganisation der UNO gilt, ihren Sitz in Genf als ideale Fortsetzung des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (GATT). Nach 15 Jahren Tätigkeit weist die WTO 153 Mitglieder auf. Neben dem Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank ist die WTO die wichtigste Institution zur Regelung internationaler Wirtschaftsprobleme. Einfuhrbeschränkungen sind nach dem Grundsatz der Voraussehbarkeit und Transparenz der Maßnahmen verboten. Zölle bilden eine Ausnahme, wobei die Zollobergrenze für jedes Gut im Voraus bindend festgelegt werden muss und eine Anhebung im Nachhinein ausgeschlossen ist. Identisch wie bei GATT sind die wichtigsten Prinzipien der kommerziellen Vereinbarungen die Meistbegünstigungsklausel und das Prinzip der Inländerbehandlung: Das Prinzip der Meistbegünstigung (Meistbegünstigungsklausel) verpflichtet ein WTO-Mitglied dazu, alle handelspolitischen Vorteile, insbesondere Zollermäßigungen, die es einem WTO-Mitglied gewährt, auch allen anderen Mitgliedern zu gewähren Das Prinzip der Inländerbehandlung oder Gleichbehandlung der Waren (z. B. hinsichtlich steuerlicher oder anderer Standards) verbietet, dass importierte Waren schlechter als einheimische Waren behandelt werden. 13

14 Mit der Gründung der WTO ist die globale Wirtschaft über den klassischen Warenhandel hinaus auf weitere Bereiche ausgeweitet worden. Als wichtigste sind der Handel mit Dienstleistungen (GATS), handelsbezogenen geistigen Eigentumsrechten (TRIPS), handelsbezogenen Investitionsmaßnahmen (TRIMS) und landwirtschaftlichen Produkten (AoA) zu nennen. Darüber hinaus bildet die Streitschlichtungsvereinbarung (DSU) eine zentrale Neuerung, durch die etwaige Vertragsbrüche von einem von den beteiligten Staaten unabhängigen Gremium (DSB) in einem Schiedsgerichtsverfahren entschieden werden. Die Mitgliedsstaaten der WTO kontrollieren heute mehr als 90 % des Welthandelsvolumens. Bedeutende Nicht-Mitglieder sind einige Staaten der ehemaligen Sowjetunion sowie mehrere Staaten Nordafrikas und des Nahen Ostens. Anregung Anhand aktueller Zeitungsartikel den Stand der internationalen Verhandlungen und die Maßnahmen der WTO diskutieren. 14

15 AUTONOME PROVINZ BOZEN - SÜDTIROL PROVINCIA AUTONOMA DI BOLZANO - ALTO ADIGE PROVINZIA AUTONOMA DE BULSAN - SÜDTIROL Modul 3 Die Globalisierung und ihre Auswirkungen Globalisierung verändert die Welt Die Auswirkungen der Globalisierung beschäftigen Regierungen, Wirtschaftstreibende, Gewerkschaften, Philosophen, Historiker, aber auch den einfachen Bürger. Für die einen ist der weltweite Handel der Auslöser jeglichen Übels, für die anderen ein positiver Prozess, der den westlichen Wohlstand global verbreiten kann. Die einen belächeln die Thesen der anderen, aber alle sehen ein, dass Globalisierung die Welt unwiderruflich verändert hat und noch verändern wird. Wenn wir unseren Alltag kritisch beobachten, kommen wir schnell zur Erkenntnis, dass wir alle Teil dieser globalen Veränderung sind. Oberschüler/innen aus Südtirol planen Schulaufenthalte in den USA oder England und täglich kaufen wir Produkte aus allen Teilen der Welt. Wir verspeisen exotische Spezialitäten, wie Sushi oder Frühlingsrollen, und chatten auf Facebook oder Twitter mit Menschen, die wir womöglich nie sehen werden. Die englische Sprache ist mittlerweile so verbreitet, dass man ohne sie fast keinen Beruf mehr ausüben kann. Diese Gegebenheiten wären noch vor circa 15 Jahren schwer vorstellbar gewesen. Andererseits spüren wir auch in unserem Land die Auswirkungen internationaler Krisen. Betriebe, die auch außerhalb Südtirols tätig sind, klagen über den enormen Konkurrenzdruck auf dem internationalen Markt. Entlassungen und Betriebsschließungen sind auch bei uns keine Seltenheit mehr. Wir interessieren uns für den Arabischen Frühling, weil politische Veränderungen, beispielsweise in Ägypten, auch bei uns Immigrationswellen bewirken können. Das Reaktorunglück in Fukushima macht uns Angst, obwohl wir tausende von Kilometern entfernt wohnen. Die Welt ist ein Dorf geworden, in dem wir alle eng miteinander vernetzt sind. Die komplexen weltweiten Verflechtungen und Auswirkungen der Globalisierung auf das Weltgeschehen sind nur schwer durchschaubar. Im Folgenden werden einige Aspekte mit dem Hauptaugenmerk auf Arbeit, Wirtschaft, Politik, Kultur und Umwelt aufgezeigt. 15

16 1. Folgen der Globalisierung für die Arbeitswelt Die Verlagerung der Produktionsstätten in Länder wie China, Indien oder Südkorea, wo niedrige Löhne große internationale Investoren anziehen, bewirkt, dass heute viele Massenwaren hauptsächlich aus diesen Nationen kommen. Die wirtschaftlichen Vorteile für Unternehmer sind eindeutig. Mit Containerschiffen können die dort erzeugten Waren schnell in den Westen transportiert werden. Somit können multinationale Konzerne kostengünstiger produzieren und gleichzeitig die westlichen Produktionskosten (Lohnkosten, Steuern, Umweltschutzauflagen etc.) umgehen. Handwerkliche Tätigkeiten werden in Schwellenländern so spärlich entlohnt, dass die dort produzierten Waren, ungeachtet der Transportkosten, wesentlich billiger sind als solche, die beispielsweise in Italien hergestellt werden. Dies bringt besonders jene Arbeitsplätze in Gefahr, für die eine geringe Ausbildung ausreicht. Demzufolge müssen Menschen einen immer qualifizierteren Ausbildungsgrad vorweisen, um mit der Arbeitnehmerschaft anderer Produktionsländer konkurrenzfähig zu bleiben. Als Gegenpol werden sehr hohe und spezialisierte Qualifikationen weltweit stark gefordert und auch überdurchschnittlich bezahlt. Damit erhöht sich im globalen Arbeitsmarkt die ohnehin schon bestehende Schere zwischen Großverdienern und Lohnempfängern am unteren Ende der Einkommensskala. Die Lohnkosten sind mit Sicherheit eine wichtige Größe, um die Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Regionen und Länder zu vergleichen, stellen aber gleichzeitig nur ein Kriterium bei der Auswahl des Produktionsstandortes dar. Andere Gegebenheiten des Arbeitsmarktes sind dafür ebenfalls maßgeblich. Neben der Verfügbarkeit von billigen Arbeitskräften spielen auch die Arbeitsproduktivität und die bestehenden arbeitsrechtlichen Voraussetzungen eine wesentliche Rolle. Besonders Letztere unterscheiden sich stark von Staat zu Staat. Personalzusatzkosten, wie Sozialabgaben, Unfall- bzw. Arbeitslosenversicherungen, Pensionskassen- oder andere Sozialabgaben lassen bestimmte Volkswirtschaften auf dem globalen Arbeitsmarkt attraktiver erscheinen als andere. Hinzu kommen noch die Vorgaben des Arbeitsrechts, wie zum Beispiel die Vielfalt und Flexibilität der Arbeitsverträge oder der Einfluss der Gewerkschaftsvertretungen auf die Entscheidungsträger, die Arbeits- und Freizeitgesetzgebung, das Bestehen eines Kündigungsschutzes oder die Möglichkeit der Kurzarbeit. Aber nicht alle Unternehmen lassen sich von der Attraktivität von Billiglohnländern mit geringen arbeitsrechtlichen Auflagen überzeugen. Die Kosteneinsparung bei der Produktion der Waren kann langfristig auch einige Schattenseiten aufweisen. Folgende Merkmale werden zunehmend wichtiger und überzeugen viele Unternehmer wieder in westlichen Ländern zu investieren: - die politische Stabilität eines Landes - die Rechtssicherheit - die Anzahl und Verfügbarkeit von Lieferanten - der Grad der Marktliberalisierung - der soziale Frieden - das Währungsrisiko - die soziale Akzeptanz ausländischer Unternehmen Zudem können besser qualifizierte Arbeitskräfte - trotz erhöhter Lohnkosten - oder das Image bei Qualitätsprodukten ausschlaggebend sein. Der deutsche Stofftierhersteller Steiff holte beispielsweise 2008 seine Produktion an Stofftieren von China wieder zurück nach Deutschland. Die Gründe dafür waren viele. Sie können auf wirtschaftliche Überlegungen zurückgeführt werden: Zum einen erhöhten sich die Lieferzeiten der traditionellen Teddybären auf 2 bis 3 Monate, die Qualitätsstandards der Firma für die Spielsachen wurden häufig nicht eingehalten und zudem erlitt die deutsche Firma nach der Verlagerung der Produktionsstätte einen Rufschaden. Steiff Kuscheltiere sind Qualitätsprodukte und lassen sich auch deswegen um einen höheren Preis verkaufen. Viele Kunden überzeugte die neue Produktionsstätte nicht und sie brachten das Markenzeichen mit Billigmarken in Verbindung. Auch Porsche lässt seine Luxuswagen ausschließlich in Deutschland produzieren. Das Auto steht international für deutsche Qualität und Genauigkeit. Die Herstellung in Billiglohnländern könnte die Gewinnspanne vielleicht erhöhen, würde aber maßgeblich am Bild der Firma nagen. 16

17 2. Folgen der Globalisierung auf Wirtschaft und Politik Die Globalisierung hat in zunehmender Weise die Finanzmärkte voneinander abhängig gemacht. Diese ökonomische Vernetzung führt zu Auswirkungen, die sich besonders bei internationalen Krisen stark bemerkbar machen. Börsen, Investoren und Finanzen sind dermaßen verflochten, dass wirtschaftliche Phänomene in einem einzelnen Land zu Auswirkungen in einem oder mehreren anderen Ländern führen können. Welche Auswirkungen hat diese Entwicklung aber auf einzelne Unternehmen? Mit der Vernetzung der Märkte hat sich die Konkurrenz von den Betrieben und Geschäften in der unmittelbaren Umgebung auf die ganze Welt verbreitet. Der Wettbewerbsdruck ist in der Folge angestiegen. Um sich gegen die immense Konkurrenz durchsetzen zu können, müssen beispielsweise die Kosten für das Unternehmen so niedrig wie möglich gehalten werden. Viele Unternehmen sehen die Lösung dabei in der Rationalisierung der Produktion, wobei teure Produktionsschritte durch den Einsatz von Maschinen oder durch die Verlagerung der Fertigungsstätte ins Ausland umgangen werden können. Arbeitslosigkeit und Produktionsverlagerungen sind die Folge dieser Tendenz. Der weltweite Handel bietet aber auch Vorteile für die Unternehmen. Einige Bestandteile oder Rohstoffe für die Herstellung der Waren können weltweit zu den günstigsten Preisen erworben werden. Auf diese Weise werden kostenintensive Vorprodukte häufig günstiger aus Ländern mit niedrigeren Lohnkosten eingekauft. Dies hat in den westlichen Industrieländern mehrfach einen Wandel in der Struktur des Betriebs in Richtung neuer Technologien bewirkt, die den Einsatz von immer mehr spezialisierten Arbeitskräften erfordern. Hauptsächlich jene Unternehmen, die sich vorwiegend auf den Export spezialisiert haben, nützen die Globalisierung und die Öffnung der Märkte zur Erweiterung ihres Kundenpotentials. Dies erhöht den Verkauf und steigert den Umsatz Kleine Unternehmen haben es dagegen schwer, sich gegen die riesige Konkurrenz und den damit verbundenen Preisdruck durchzusetzen. Weltweit tätige Betriebe, wie IKEA oder McDonalds, haben ihre Filialen mittlerweile auf der ganzen Welt. Dies steigert den Druck für andere Einzelunternehmen. Was aber kann die nationale Politik heute tun, um diese Phänomene zu steuern oder zu regeln? Welche Handlungsspielräume haben die Nationalstaaten heute noch, um die Lebensstandards ihrer Bürger zu sichern bzw. zu verbessern? Auch in diesem Zusammenhang melden sich sowohl Globalisierungspessimisten als "Globalisierungsoptimisten" zu Wort. Die Ersteren konzentrieren sich auf die negativen wirtschaftlichen Folgen der Globalisierung und auf den Machtverlust der nationalen Regierungen. Das Schrumpfen sozialer Leistungen und der Abbau bestehender Umweltschutzregelungen werden als notgedrungene Folgen einer globalen Wirtschaft gesehen, die zunehmend die lokale Politik dazu drängt, die Märkte immer mehr zu deregulieren, um günstige wirtschaftliche Spielräume zu schaffen. In den Augen der Globalisierungspessimisten hat die Politik ihre Berufung zum Gegensteuern verloren und ist der Macht der Wirtschaft praktisch ausgeliefert. Die Globalisierung verlagert aus ihrer Sicht die Macht von den nationalen Regierungen zu den multinationalen Betrieben. Ein mögliches Rezept, um dieser Tendenz entgegenzuwirken, sei die transnationale Zusammenarbeit der Regierungen, d. h. die Absprache zwischen den Regierungen, die zum Ziel haben sollte, den Wettlauf beim Abbau der Sozialstaatlichkeit zu beenden. Die Globalisierungsoptimisten dagegen heißen diesen Marktdruck auf die Politik willkommen, weil dadurch die Regierungen zu Veränderungen gezwungen sind. Die internationale Konkurrenz zwischen den einzelnen Staaten hinsichtlich des günstigsten Investitions- und Produktionsstandortes würde die Regierungen veranlassen, "veraltete" Marktregeln, langsam arbeitende Institutionen und den teuren Sozialstaat schleunigst zu modernisieren. Besonders für die neoliberale Wirtschaftsphilosophie ist die Globalisierung der Wirtschaft eine gute Gelegenheit, den allzu verschuldeten Staat auf ein akzeptables Minimum zu reduzieren. Der Soziologe Ulrich Beck argumentiert noch weiter und unterstützt die These, dass im Zeitalter der Globalität die Politik sogar einen Neubeginn wagen kann. Laut Beck gäbe gerade die Globalisierung der Politik neue Gestaltungsspielräume, besonders außerhalb der nationalen Grenzen. Er selbst unterstreicht aber, dass diese Chancen teilweise nur sehr spärlich wahrgenommen wurden. 17

18 3. Folgen der Globalisierung auf Gesellschaft und Kultur Die erhöhte Mobilität der Menschen in einer globalisierten Welt bedeutet auch intensiveren Kontakt zwischen den Kulturen und eine damit verbundene gegenseitige Beeinflussung. Der Begriff Wirtschaftsflüchtlinge definiert nicht umsonst die Flut von Menschen aus Schwellenländern, die in den reichen Westen migrieren, um Arbeit zu suchen. Überlastung und Ausnützung des Sozialsystems, Risiko der Ghettoisierung von Einwanderern und Bildung von Parallelgesellschaften sind nur einige der möglichen Auswirkungen. Diese Arbeitsemigranten bringen ihre Wertvorstellungen und Bräuche aus den Ursprungsnationen in ihre neue Gastheimat mit. Die kulturelle Mannigfaltigkeit äußert sich auf vielfältige Art und Weise. Als Vorzeigephänomen kann die Entwicklung in der Gastronomie hergenommen werden. So sind beispielsweise in vielen Städten Restaurants mit Gerichten ferner Länder vorzufinden. Kebab und Frühlingsrollen können heute gleichermaßen zu unserem Speiseplan gehören wie Spaghetti und Hamburger. Die einen sehen in diesem Phänomen eine kulturelle Bereicherung und für andere stellt es ein Risiko für den kulturellen Status Quo innerhalb einer Nation dar. Dieses Melting Pot an Kulturen und verschiedenen Weltanschauungen wird dann durch andere globale Tendenzen zum Teil wieder ausgeglichen. Internationale Unternehmen haben durch das Standardangebot an Waren die Bedürfnisse in vielen Ländern standardisiert und die Konsumbereitschaft der Menschen damit uniformiert. Heute gibt es in zahlreichen Städten der Welt identische Angebote, gleiche Fast-Food-Restaurants, identische Unterhaltungsgeräte oder Bekleidungsartikel. Dies hat nicht nur den evidenten Vorteil, dass der Kunde weltweit über die gleiche Qualität verfügt, sondern auch den Nachteil, dass lokaltypische Produkte oder Eigenschaften verloren gehen. Auf diese Weise verdrängen große Weltkonzerne, wie etwa McDonalds, Apple oder Zara die lokale Produktion. Dies geschieht auch durch Verbreitung von Sat-TV und modernsten Kommunikationstechnologien, deren Inhalte bzw. Botschaften das Weltbild stark beeinflussen. Jene Experten, welche die Verbreitung von globalen Telekommunikationsmitteln kritisch betrachten, beziehen sich hauptsächlich auf die Vorherrschaft amerikanischer Kulturstandards im Fernsehen. Besonders muslimische Beobachter stehen dieser Tendenz kritisch gegenüber, weil sie darin eine versteckte Propaganda für westliche Lebensstile sehen, die ihre traditionellen Werte in Gefahr bringt. Befürworter dieser Tendenz hingegen sehen darin auch die Möglichkeit der Verbreitung zeitgenössischer Sozialerrungenschaften, wie beispielsweise die Emanzipation der Frau in der Gesellschaft oder die Religionsfreiheit. Fakt bleibt, dass das Aufrechterhalten nationaler Identitäten in allen Bereichen des menschlichen Daseins ein immer schwierigeres Unterfangen ist. Dies geschieht auch durch die standardisierte Globalsprache. In sehr vielen Bereichen ist die englische Sprache die Sprache aller geworden, beispielsweise im Welthandel, in der Unterhaltungselektronik, in der Programmiersprache oder in den moderneren Sportarten. Die Anglizismen verdrängen oft auch Begriffe, die es in der einheimischen Sprache seit langer Zeit gibt und die auch stets verwendet wurden. Andererseits schafft Englisch als globale Sprache auch die Voraussetzungen für eine intensivere Zusammenarbeit zwischen den Menschen und den Handelstreibenden. 18

19 4. Folgen der Globalisierung auf die Umwelt Heute ist es möglich, Produkte aus aller Welt zu erhalten. Hinter der Vielfalt von Angeboten verbirgt sich allerdings auch eine Vielzahl von Gefahren für unsere Umwelt. Die erhöhte Massenproduktion und der globale Handel haben einen enormen Anstieg an umweltschädlichen Stoffen bewirkt. Viele Produkte müssen über weite Strecken transportiert werden, um in unsere Wohnungen zu gelangen. Unabhängig davon, ob die Waren per Schiff, Flugzeug oder Lkw befördert wurden, Erdöl wird dabei immer verbraucht. Neben dem Ressourcenverbrauch muss auch der Ausstoß von Schadstoffen betrachtet werden. Beides, Input und Output der Unternehmen und der Konsumgesellschaft, bewirkt schwere Folgen in unserem Ökosystem. Demzufolge sind Umweltschäden weit verbreitet: Luft-, Boden- und Wasserverschmutzung und der daraus resultierende Mangel an Trinkwasser, die Verdünnung der Ozonschicht und der damit verbundene Klimawandel sowie die steigenden Abfallberge meist schwer recycelbarer Rohstoffe sind nur einige der sichtbarsten Nebenerscheinungen einer fortlaufenden und weltweiten Massenproduktion. Große Weltkonzerne sehen die Natur fast ausschließlich als kostenlosen Rohstofflieferanten und beuten die Fruchtbarkeit der Böden und die Ressourcen der Tropenwälder bis zur Erschöpfung aus, was wiederum das schrittweise Verschwinden vieler Tier-und Pflanzenarten mit sich bringt. Die Energienachfrage ist trotz der Bemühungen der letzten Jahrzehnte, aus reinen Kostengründen einen effizienteren Energieverbrauch anzustreben, stark angestiegen. Die kleine Revolution in der Energieeffizienz gleicht trotz aller Bemühungen die zunehmende Umweltverschmutzung nicht aus. Autos beispielsweise nutzen die Energie heute effizienter als vor einigen Jahrzehnten, dieser Fortschritt ist aber durch den Zuwachs an PKWs und die gefahrenen Kilometern weitaus überkompensiert. Betrachtet man die Folgen der Globalisierung auf die Umwelt, ist leicht festzustellen, dass unser Wirtschaftssystem allzu energie- und verkehrsabhängig ist. Nicht außer Acht zu lassen ist die Tatsache, dass viele Gesundheitsprobleme auf Umwelteinflüsse zurückgeführt werden können. Allergien und Intoleranzen werden von belasteten oder genetisch modifizierten Lebensmitteln mitverursacht, Luftverschmutzung und schädliche chemische Substanzen in der Nahrungskette erhöhen das Krebsrisiko, der Trinkwassermangel, der sich auch durch die oben genannte Verschmutzung von Wasser und Boden ergibt, bringt viele Entwicklungsländer in extreme Schwierigkeiten. Trotz Bemühungen und eines konkreteren Konsumbewusstseins auf der ganzen Welt ist der bestehende Konsumstil langfristig nicht auf die ganze Welt ausdehnbar. Ein wesentlicher Teil der Erdbewohner ist an diesem Wohlstand noch nicht beteiligt, aber weltweit schwinden die Ressourcen. Der "Earth Overshoot Day" oder "Ecological Debt Day", manchmal auch als "Welterschöpfungstag" bezeichnet, ist ein symbolischer Tag, der jedes Jahr vom Global Footprint Network bestimmt wird, um die Weltbevölkerung auf den exzessiven Verbrauch der natürlichen Ressourcen aufmerksam zu machen. An diesem einen Tag sind die biologischen Ressourcen der Erde ausgeschöpft und können sich erst innerhalb von zwölf Monaten wieder erneuern fiel dieser Tag auf den 20. August, das Jahr zuvor auf den 22. August und 2011 war es der 27. September. Bereits seit den 80er Jahren überschreiten die menschlichen Bedürfnisse das biologische Potential unserer Erde war das erste Jahr, in dem wir weltweit über unseren Möglichkeiten lebten. Tag der ökologischen Überschuldung war damals der 31. Dezember. Vergleicht man frühere Jahre mit heute, kann man feststellen, dass der Ökologische Schuldentag immer früher eintritt. Diese Tendenz 19

20 sollte uns anregen, bei jedem Einkauf auch die versteckten Auswirkungen auf unser biologisches System zu berücksichtigen. 1 Die gute Nachricht Zahlreiche globalisierungskritische Bewegungen, die trotz der Vielfalt ihrer Positionen alle dasselbe betonen, konzentrieren ihre Kritik vorwiegend auf die neoliberale Politik und die wachsende Macht der transnationalen Konzerne, die nach ihren Meinung für das Zunehmen der weltweiten Ungleichheit und der steigenden Umweltbelastung verantwortlich sind. Die Globalisierung der Märkte hat allerdings auch eine soziale Globalisierung von unten bewirkt, d.h. einen vermehrten Einsatz von Bewegungen, bestehend aus einfachen Menschen, die auf globaler Ebene lokale Aktionen unterstützen, die beispielsweise den Umweltschutz, die Verteidigung der Rechte von Minderheiten, den Boykott von Kinderarbeit oder den fairen und gesünderen Handel propagieren. Diese Bewegungen haben politische und wirtschaftliche Alternativen aufgezeigt und das TINA Syndrom" (TINA = There is no Alternative) der Globalisierung in Frage gestellt. Der Druck, der damit ausgeübt wird, hat zum Beispiel das Bewusstsein der Politik für heikle soziale oder ökologische Thematiken sensibilisiert und gleichzeitig die internationale Kooperation bei der Eindämmung der Umweltbelastung unterstützt. Viele Staaten haben keine Chancen, grenzüberschreitende Probleme allein zu lösen, und dies bewirkt erneute Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Beispiele für diese Kooperation im Umweltbereich sind das Kyoto-Protokoll, die Bemühungen der Europäischen Union zur Senkung der CO 2 - Belastung in der EU-Zone, die Basler Konvention gegen den Giftmüllhandel oder die London Dumping Convention, die sich gegen das Ablagern gefährlicher Abfälle in den Meeren einsetzt. Nicht zu vergessen ist das erhöhte Potential der internationalen NROs und Netzwerke, die soziale Härtefälle oder Umweltskandale mittels moderner Kommunikationsmedien der Öffentlichkeit bekannt machen. Terre de Hommes, Emergency, JUSTICE, Greenpeace, Attac, Amnesty International und andere Organisationen haben oft problematischen Situationen Einhalt geboten und damit Mensch und Natur geschützt. Weitere Organisationen haben ältere Formen der ökonomischen Zusammenarbeit wieder aufleben lassen, wie beispielsweise kooperative lokale Wirtschaftsformen. Damit üben sie indirekt eine klare Kritik am bestehenden globalen Handelssystem, das Bauern in ärmsten Ländern der Welt verarmen lässt, wenn nicht gar finanziell tötet, um so billig wie möglich Nahrungsmittel in westliche Nationen zu verkaufen. Ein Beispiel kann hier Klarheit schaffen. Jene Geschäfte, die Produkte mit dem Markenzeichen fair trade" vermarkten, entstehen genau aus diesen Überlegungen heraus. Sie sind heute weit mehr als eine unbedeutende Nische. Die Bewegung, die in Italien als commercio equo solidale" bekannt ist, hat mittlerweile weltweit Filialen und setzt allein in Europa circa 100 Milliarden Euro um. Ein anderes Phänomen, das sich besonders in Schwellenländern verbreitet, sind Mikrokredite an einfache Bürger. Dort, wo Banken und Kreditwesen keine Zukunft sehen, ermöglichen Genossenschaften und Stiftungen durch kleine Beträge auch sozial schwächeren Schichten eine Entwicklungsmöglichkeit Siehe dazu:

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