Schweizer Wirtschaft im Aufschwung!

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1 Nummer 08, 10. Jahrgang, August 2004 In dieser Ausgabe weiters: Anleihen Seite 2 Fortsetzung - Aufschwung in der Schweiz Seite 3 Wirtschaft & Konjunktur Seite 4 Welt der Anleihen Seite 5 Welt der Aktien Seite 6 Welt der Aktien Seite 7 Unternehmenssplitter Seite 8 Unternehmenssplitter Seite 9 Technik - Ecke Seite 10 Raiffeisen-Inflationsschutz-Fonds Seite 11 Raiffeisen InvestmentClubTirol Seite 12 Impressum Liebe Leserinnen, liebe Leser! Es gibt drei Grundannahmen, auf denen der technische Analyseansatz für Wertpapiere basiert: Die Marktbewegung diskontiert alles, die Kurse bewegen sich in Trends und die Geschichte wiederholt sich selbst. Die meisten Technischen Analysten stimmen wahrscheinlich zu, dass es die ökonomischen Fundamentals sind, die die längerfristige Richtung des Bullen- und Bärenmarktes bestimmen, glauben aber, dass alles, was möglicherweise die Kurse beeinflussen kann - fundamental, politisch, psychologisch oder sonst wie - durch den Marktpreis aktuell bereits widergespiegelt wird. Die Behauptung die Marktbewegung diskontiert alles bildet deshalb den Grundstein der Technischen Analyse. Die Chartisten kümmern sich nicht um die Gründe, warum Kurse steigen oder fallen und sie versuchen nicht, den Markt zu überlisten. Sie lassen sich lieber, durch die Untersuchung von Kursbewegungen und mit Hilfe unterstützender technischer Indikatoren vom Markt erzählen, wohin dieser wahrscheinlich gehen wird. Wenn man davon überzeugt ist, dass alles, was die Marktpreise beeinflusst, letzten Endes in den Kursen widergespiegelt wird, dann ist es nur folgerichtig, sich bei der Analyse auf das Studium der Marktpreise zu konzentrieren. Peter Goller Schweizer Wirtschaft im Aufschwung! Gute Wachstumsaussichten für die Schweiz Das BIP-Wachstum im ersten Quartal betrug 1,5 % p.a. Gegenüber dem Vorquartal ergab sich ein Zuwachs von 0,4 %. Die Expansion der privaten Konsumausgaben hat sich fortgesetzt. Der Anstieg der Staatsausgaben resultierte hauptsächlich aus einer höheren Lohnsumme. Die Gesamtinvestitionen haben sich leicht rückläufig entwickelt. Die Konjunkturvorlaufindikatoren für die Schweiz zeigen ein eher optimistisches Bild für die nahe Zukunft. Der PMI vom Mai sank zwar von 60,3 auf 56,9, aber die Teilkomponenten sind nach wie vor stark. Sowohl die Auftragslage, die Produktion aber auch die Lagerbestände lieferten einen positiven Beitrag. Speziell die oben erwähnten Lagerbestände sind gemäß einer Umfrage deutlich gestiegen. Für 2004 wird ein BIP-Wachstum von 2 % erwartet. Bereits im zweiten Quartal sollte bei 0,6 % liegen. Damit ist das Potenzialwachstum bereits seit vier Quartalen übertroffen worden. Ein Risiko für die Wachstumsschätzungen in der Schweiz könnte von einer positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt und damit einem erhöhten Lohndruck ausgehen. Fortsetzung auf Seite 3

2 Seite 2 Anleihen letzte Ausgabe Ultimo 2003 Jahreshoch Jahrestief ( ) ATX 2020,75 3,92 % 30,78 % 2036, ,4 DAX 3837,6-2,31 % -3,22 % 4175, ,4 TECDAX- 513,78-8,22 % -5,09 % 654,97 505,02 DOW JONES 10149,07-2,37 % -2,92 % 10753, ,11 NASDAQ 1917,07-3,87 % -4,31 % 2153, ,88 NIKKEI 11433,86-1,27 % 7,09 % 12195, ,43 EUR/USD 1,2344 1,57 % -0,58 % 1,29 1,09 Raiffeisen empfiehlt in diesem Monat: WP-NR Verzinsung WP-Bezeichnung Laufzeit Kurs Rendite Rating Euroland - Euro XS ,75 % General Electric Cap ,09 2,66 % Aaa AT ,00 % Raiffeisen-Tirol Anleihe ,75 3,11 % N.R. XS ,875 % Bank Nederlandse Gem ,57 3,03 % Aaa AT ,25 % BAWAG ,20 3,35 % N.R. DK ,25 % Kingdom of Denmark ,42 3,39 % Aaa DE ,50 % KFW ,77 3,55 % Aaa AT ,00 % Republik Österreich ,99 3,56 % Aaa XS ,50 % Volkswagen Finance AG ,39 4,42 % A3 AT ,75 % OMV AG ,20 4,10 % N.R. AT ,80 % Republik Österreich ,61 4,25 % Aaa US - Dollar XS ,750 % European Investment Bk ,15 2,72 % Aaa XS ,625 % Republik Österreich ,33 2,89 % Aaa XS ,625 % General Electric ,71 3,71 % Aaa XS ,875 % European Investment Bk ,34 4,00 % Aaa Daueremissionen der Raiffeisen-Landesbank Tirol AG keine Kaufspesen WP-NR Verzinsung WP-Bezeichnung Laufzeit Kurs Rendite Rating AT ,00 % Raiffeisen-Tirol Anleihe ,30 3,20 % N.R. AT ,75 % Raiffeisen-Tirol Anleihe ,30 4,01 % N.R.

3 Schweizer Aufschwung Seite 3 Fortsetzung von Seite 1 Die Inflation steigt Die Schweizer Jahresteuerung stieg im Mai auf 0,9 % p.a. Für den Anstieg der Inflation ist vor allem der hohe Ölpreis verantwortlich. Wegen der höheren Transportkosten verteuerten sich neben den Brennstoffen insbesondere die Importgüter. Die Preise des privaten Konsums (Konsumdeflator) stiegen um 0,2 % p.a. Geldpolitik expansiv Die Schweizer Nationalbank hat im Juni d.j. die Bandbreite für den 3- Monats-LIBOR überraschend um 25 Basispunkte ausgeweitet. Die Bandbreite wurde auf 0 bis 1 % erhöht. Die Schweizer Nationalbank hat ihre Inflationsprognose für 2004 von 0,4 % auf 0,6 % angehoben. Die Prognose für 2005 ließ man unverändert bei 1 %. Folgende Punkte sprechen für weitere Zinsanhebungen: Das Geldmengenwachstum ist zwar kräftig zurückgegangen, die annualisierten Wachstumsraten sind aber noch hoch. Bereits seit drei Quartalen liegt das Wachstum über dem Potenzialwachstum. Auch die bereits eingetretene kräftige handelsgewichtete Aufwertung des CHF sollte dieses Szenario nicht gefährden. Der Renditespread zwischen den 10- jährigen Staatsanleihen der Schweiz und Deutschland wird sich voraussichtlich zumindest um Basispunkte verringern. Die Realzinsen werden wohl erst im zweiten Quartal 2005 wieder nachhaltig positiv sein. Die Zinsstrukturkurve in der Schweiz ist nach wie vor steil, wird sich aber bei Zinsanhebungen der Schweizer Nationalbank wieder verflachen. CHF - Aufwertungsdruck Bei EUR/CHF sind im Moment folgende Einflussfaktoren relevant: Die geopolitische Situation wirkt sich im Moment positiv auf den Schweizer Franken aus. Die wirtschaftliche Situation hat sich in der Schweiz schneller verbessert als im Euroland. Langfristig ist der Schweizer Franken eine Aufwertungswährung. Der hohe Leistungsbilanzüberschuss sowie eine restriktive Fiskalpolitik sorgen für einen permanenten Aufwertungsdruck. Einziger negativer Einflussfaktor für den CHF war und ist die hohe Zinsdifferenz am Geldmarkt. Erwartung In der zweiten Jahreshälfte spricht vor allem die Einengung der Zinsdifferenz am Geldmarkt für eine Aufwertung des Franken. Im ersten Quartal 2005 wird aber auch die EZB einen ersten Zinsschritt um 25 Basispunkte setzen. Im zweiten Quartal sollte sich die Zinsdifferenz wieder zugunsten des Euros ausweiten. Schweizer-Franken Kredite Der bestimmende Faktor bei der Kalkulation der Vorteilhaftigkeit eines Fremdwährungskredites ist (neben der Zinsdifferenz) der erwartete Verlauf des Wechselkurses. Ausgehend vom aktuellen Zinsniveau (3-Monats LIBOR) in CHF und EUR wird der Zinsvorteil eines CHF-Kredites errechnet. Aus dieser jährlichen Zinsersparnis wird die maximale Aufwertung des CHF gegenüber dem EUR berechnet, die durch den Zinsvorteil des CHF-Kredites gerade noch gedeckt ist. Für einen Kredit mit 10-jähriger Laufzeit bedeutet dies, dass der CHF über diese Laufzeit maximal 8,0 % aufwerten darf (das heißt ca. 0,80 % pro Jahr). Das entspricht einem Kurs von EUR/ CHF 1,41 am Laufzeitende. Jede Aufwertung über dieses Maß hinaus macht den CHF-Kredit teurer als einen vergleichbaren Kredit in EUR Raiffeisen Research Zinsvorteil eines variablen CHF-Kredites aktuell Differenz 3 M 1,66 1,43 1,20 0,96 0,73 0,50 0,50 0,50 0,50 0,50 0,50 max. Aufwertung 1,7% 3,1% 4,1% 4,8% 5,3% 5,9% 6,4% 6,9% 7,4% 8,0% CHF/EUR Kurs 1,52 1,49 1,47 1,46 1,45 1,44 1,43 1,43 1,42 1,41 1,41 Aktuell: CHF 3M-LIBOR: 0,49, EUR 3M-LIBOR: 2,15 (Zinsdifferenz: 1,66)

4 Seite 4 Wirtschaft & Konjunktur Schlagzeilen KONJUNKTURSKEPTIKER IM VORMARSCH+++UNTERNEHMENSGEWINNE IN DEN ERWAR- TUNGEN+++PESSIMISTISCHE STIMMUNG AN DER NASDAQ+++EUROPÄISCHE AKTIEN AT- TRAKTIV BEWERTET...ATX HÄLT SICH GUT+++VERBUND LEGT ZU+++EUROPÄISCHER KON- JUNKTURAUFSCHWUNG GEWINNT AN BREITE IM ZWEITEN HALBJAHR Aktienmärkte mit Wachstumsängsten Am Tag nach der Ankündigung der größten Ausschüttung der Unternehmensgeschichte durch Microsoft sank der S&P 500 Index auf den tiefsten Stand seit Mai. Im Nasdaq Composite Index muss man in der Kurszeitreihe schon bis in den Oktober 2003 zurückgehen, um einen tieferen Schlusskurs zu finden. In dieser Kursentwicklung spiegelt sich eine wachsende Unsicherheit in Bezug auf die weitere Entwicklung der Konjunktur und der Unternehmensgewinne wider. Vom dritten Quartal 2003 bis zum zweiten Quartal 2004 wuchsen die Gewinne der Unternehmen im S&P 500 Index im Jahresvergleich um jeweils mehr als 20 %. Für das zweite Halbjahr 2004 werden "nur" noch 15 % erwartet. Und die Ausblicke der Unternehmen der letzten zwei Wochen deuten Zukunft fortgeschrieben, was eben zur Annahme enttäuschender Wachstumsraten führt. Hier setzen wir einen Kontrapunkt: Wir glauben, dass die Konjunkturschwäche nur vorübergehend ist und in den nächsten Monaten ein kräftiger Beschäftigungszuwachs sowie weiterhin robuste Produktionsdaten zu erwarten sind. Hand in Hand wird es den Unternehmen gelingen, die Gewinnerwartungen zu erfüllen, was auch bei den Aktieninvestoren wieder zu einem Umdenken führen wird. Bis das Vertrauen in die Konjunkturentwicklung allerdings wieder hergestellt ist, wird es einer Reihe von guten Indikatoren bedürfen. Dieser Prozess wird sich über den August und vielleicht sogar bis in den September hinein ziehen. Auch wenn sich in diesem Zeitraum die Großwetterlage an den Aktienmärkten somit langsam bessern wird, muss immer wieder auch mit Wärmegewittern gerechnet werden. Peter Brezinschek Microsoft: Milliarden-Ausschüttung S&P 500 Future letzter Kurs: 1.091,20 Der S&P 500 befindet sich innert einer Breitband-Konsolidierung, deren Spanne von bis reicht. Infolge des jüngsten Rückfalls unter die Durchschnittslinien, die sich beide bei finden, muss mit einem Rutsch bis zumindest gerechnet werden. Das Tief vom Mai, also 1.075,30, könnte fallen. Aufwärtstrend: > 1120//1140/... Abwärtstrend: > 1075/1040//990//... S&P 500 Future darauf hin, dass diese Wachstumsraten durchaus erreichbar sind. Es stellt sich die Frage, warum die Aktienmärkte angesichts dieser durchaus guten Aussichten zuletzt doch beträchtliche Kursverluste hinnehmen mussten, obwohl die Bewertungen insbesondere in Europa bereits sehr niedrig sind. Unserer Ansicht nach "glaubt" der Markt nicht an eine Fortsetzung der Konjunkturerholung bzw. geht von Enttäuschungen bei der Gewinnentwicklung aus. Tatsächlich gab es in den letzten Wochen eine Anzahl von Konjunkturdaten, die darauf hindeuten, dass die Wirtschaft gegen Ende des zweiten Quartals einen "Schwächeanfall" erlitt. Einzelhandelsumsätze, Arbeitsmarkt, regionale Einkaufsmanagerindizes sowie einige Gewinnwarnungen von kleinen und mittleren Unternehmen vermiesten den Anlegern die Stimmung. Offensichtlich wird diese Schwächephase in die Quelle : Reuters, Raiffeisen Research

5 Welt der Anleihen Seite 5 Staatsanleihen - Aufschwung gewinnt an Breite Empfehlungen Verkauf: lange/mittlere Laufzeit Die Konjunkturerholung des Euroraums wird allein von der Exportnachfrage getragen, welche aufgrund der boomenden Weltwirtschaft kräftig anzieht. So oder so ähnlich lautet die Beschreibung der wirtschaftlichen Entwicklung vieler Kommentatoren. Doch dieses Bild steht für die konjunkturelle Situation Deutschlands und trifft nicht für die gesamte Eurozone zu. Richtig ist, dass die Binnennachfrage (privater Konsum, Investitionen) in Deutschland keinen Beitrag zum BIP- Wachstum liefert und der Aufschwung dort allein von der gesteigerten Exportnachfrage getragen wird. Wahr ist aber auch, dass die deutsche Exportwirtschaft nicht nur von der globalen Entwicklung, sondern inzwischen kräftig von den EU- Handelspartnern profitiert. In Frankreich und Spanien ist der Konsument - gleich wie in den USA - einer der Hauptträger der Konjunkturerholung. Und im ersten Quartal griffen nicht Frankreich konsumiert - Deutschland produziert Corporate Bonds - Automobilergebnisse Eines der Hauptereignisse der Berichtssaison für den EUR Corporate Bond Markt stellen mit Sicherheit die Ergebnisse von General Motors und Ford dar. Diese Woche war es wieder soweit. In üblicher Manier konnten beide Unternehmen ihre eigenen Schätzungen und die Gewinnerwartungen des Marktes übertreffen. Betrachtet man das Ergebnis nach Sparten und Regionen, so zeigt sich ein differenzierteres Bild. Der Gewinnbringer ist bei beiden Unternehmen nach wie vor die jeweilige Finanzsparte. Als "Bank auf vier Rädern" wurden die zwei großen US-Hersteller vor kurzem bezeichnet und ein Blick auf die Verteilung des Vorsteuergewinnes auf Auto- und Finanzsparte bekräftigt diese Bezeichnung. Ford erzielte 95 % des Gewinnes im Finanzdienstleistungen, bei GM waren es immerhin 64 %. Hier profitieren die Unternehmen gleich auf zwei Seiten, zum einen ermöglicht das rekordtiefe Zinsniveau eine günstige Refinanzierung, auf der anderen Seite hat sich die Qualität der Kreditnehmer verbessert und es waren weniger Abschreibungen notwendig. Diese optimalen Bedingungen werden sich aber mittelfristig aufgrund der steigenden Leitzinsen nicht halten können. Ford & General Motors nur die Haushalte dort, sondern in beinahe allen Ländern der Währungsunion wieder tiefer in die Tasche. Die letzten Daten zeigen, dass die Stärke der Konsumnachfrage in Frankreich - Deutschlands wichtigster Handelspartner - ungebrochen ist. Würde das französische Konsumverhalten für die gesamte Eurozone gelten, so wären all die Sorgen bezüglich Dauerhaftigkeit der Wirtschaftsbelebung Schall und Rauch. Wichtig ist also, dass die Nachzügler weiter aufschließen, sodass die Wirtschaftsbelebung, die zuletzt an Breite gewonnen hat, nachhaltig abgesichert wird. Wir gehen davon aus, dass der Euroraum seinen eingeschlagenen Weg Richtung steigende BIP-Wachstumsraten fortsetzt und rechnen schon allein aus diesem Grund in den nächsten zwölf Monaten mit stark steigenden Renditen (=hohe Kursverluste) bei lang laufenden Anleihen. Renditeprognosen 10J aktuell Sep.04 Dez.04 Jun.05 USA 4,5 5,1 5,3 5,5 Euroland 4,3 4,5 4,9 5,3 Unweigerlich werden die Automobilsparten die Funktion des Gewinnwachstumsmotors übernehmen müssen. Hier stellt der nordamerikanische Markt aufgrund der intensiven Konkurrenzsituation, der Marktsättigung sowie des Preisund Margendrucks eine problematische Region dar. Wachstumspotenzial bietet vor allem der asiatische Markt mit China, hier hat GM gegenüber Ford noch die Nase vorn. In Europa kann der Automobilmarkt insgesamt nach einer langen Schwächephase mit einer Wachstumsrate von 3,6 % im ersten Halbjahr aufwarten. GM kann hier trotz Umsatzsteigerungen den Breakeven nicht schaffen, während Ford mit den neuen Modellen (Fokus) am europäischen Markt punkten kann. Alles in allem sind die Ergebnisse gemischt, entsprechend gab es auch keine signifikanten Bewegungen auf der Finanzmarktseite. Aufgrund des überdurchschnittlichen Spreadniveaus bleiben die Anleihen weiter attraktiv. Angesichts unserer Renditeprognosen für Staatsanleihen gilt unsere Kaufempfehlung nur für kurz laufende Ford und GM Anleihen.

6 Seite 6 Welt der Aktien Dow Jones Industrials - überwiegend positive Berichte Empfehlung: Kauf Kauf: 3M, Alcoa, Altria, Boeing, Citigroup, Coca Cola, Ford, General Electric, IBM, McDonalds, Pfizer, Procter&Gamble, Time Warner, Walt Disney Was angesichts der Marktentwicklung der letzten Wochen nicht zu erwarten wäre, wird erst anhand der nackten Zahlen offenkundig: die Berichtssaison für die Gewinne des zweiten Quartals verläuft im Großen und Ganzen gut. Per 21. Juli haben bereits 164 der S&P 500-Unternehmen berichtet. 145 davon veröffentlichten höhere Gewinne, nur 14 mussten niedrigere Gewinne eingestehen. Die Quartalsgewinne von 116 Unternehmen (71 %) lagen über den Analystenerwartungen, nur 13 (8 %) waren enttäuschend. Zum Vergleich: vor einem Jahr lagen nur 64 % über und immerhin 15 % unter den 3M: Vorsichtiger Ausblick NASDAQ - Negative Grundstimmung Empfehlung: Kauf Kauf: Cisco Systems, Intel, Microsoft, Yahoo Motorola mit Quartalsverlust Erwartungen. Nur positive Überraschungen gab es bis jetzt in den Sektoren Energie und Telekom. Verhältnismäßig viele Enttäuschungen gab es in den Sektoren Industrie (12,5 %) und zyklischer Konsum (10 %). Die Ausblicke der Unternehmen lagen weitgehend in den Erwartungen, was anhand der relativ konstanten Gewinnwachstumserwartungen für das dritte und vierte Quartal erkennbar ist (ca. 15 %). Trotzdem reagierte der Markt auf einzelne Ankündigungen negativ, wie etwa im Fall von 3M. Vor dem Hintergrund weiterhin robuster Konjunkturdaten gehen wir allerdings von einer Bodenbildung in den nächsten Wochen aus und bleiben bei unserer Kauf-Empfehlung. Dow Jones Industrials In den letzten Tagen haben sich die Kursverluste an der Nasdaq neuerlich beschleunigt. Ausgelöst durch eine Welle von Gewinnwarnungen von kleinen und mittleren Softwareunternehmen Anfang Juli sowie durch pessimistische Aussagen zur Halbleiterbranche herrschte zuletzt eine negative Grundstimmung. Diese führt dazu, dass momentan in jedem Quartalsbericht nach einem Haar in der Suppe gesucht und dieses in den meisten Fällen auch gefunden wird. Im Falle des weltgrößten Chipherstellers Intel waren es die Lagerbestände und der Ausblick für die Gewinnmargen, welche die gute Umsatz- und Gewinnentwicklung in den Hintergrund gedrängt haben. Ebay konnte mit dem gegebenen Ausblick die hoch gesteckten Erwartungen nicht erfüllen, was in der Wahrnehmung der Anleger schwerer wog als die Verdoppelung des Gewinnes im abgelaufenen Quartal. Und Motorola musste einen Verlust hinnehmen, was die Marktanteilsgewinne im Mobilfunkmarkt überlagerte. Obwohl einige Ausblicke durchaus als zurückhaltend bezeichnet werden können, haben sich die Gewinnwachstumserwartungen jedoch nicht verändert. Für die IT-Branche im S&P 500 wird für heuer 42 % Gewinnwachstum erwartet, ein Wert der sich in den letzten Wochen kaum verändert hat. Die negative Markreaktion dürfte also etwas übertrieben sein. NASDAQ

7 Welt der Aktien Seite 7 Europa - Gute Ergebnisse verpuffen Empfehlung: Kauf Kauf: Vodafone, Nestlé, Roche, Philips, ENI, France Telecom, Total, Nokia, adidas-salomon, Allianz, BASF, BMW, Deutsche Telekom, E.ON, Münchener Rück, Siemens Verkehrte Welt an den europäischen Börsen. Obwohl die Berichtssaison für das zweite Quartal nach einem anfänglichen Schock (Nokia) sehr gut verläuft, werden die Unternehmen mit Kursverlusten abgestraft. Philips, Ericsson, Roche oder etwa Novartis sind nur einige der Namen, die sowohl mit dem Ergebnis als auch mit dem Ausblick für den weiteren Jahresverlauf über den Erwartungen lagen. Welche Themen sorgen also für diese negative Stimmung an den Märkten? Konjunkturpessimismus ist wohl das derzeitige Schlagwort schlechthin. Die Furcht vor einer Abschwächung der Konjunkturdynamik in den USA im zweiten Halbjahr sowie im Getrübte Aussichten Österreich - Stemmt sich gegen internationale Vorgaben Empfehlung: Kauf Kauf: Andritz, AT&S, Constantia Verpack., OMV, Boehler Uddeholm, Schoeller-Bleckmann, Fabasoft, Telekom Austria, Mayr-Melnhof In einem schwachen internationalen Börsenumfeld konnte sich der ATX sehr gut halten. Auch wenn sich der österreichische Markt nicht vollständig abkoppeln kann, so scheint einmal mehr die ausgezeichnete Gewinnentwicklung der Unternehmen auch in diesem Umfeld für den ATX zu sprechen. Während wir zu Beginn des zweiten Quartals mit einem Gewinnanstieg 2004 von etwa 8 % gerechnet haben, erwarten wir aktuell bereits über 16 %. Zwar dürfte die außerordentliche Entwicklung des ersten Halbjahres kaum zu wiederholen sein, dennoch gehen wir von weiteren Kursanstiegen auf unsere Zielmarke von 2150 Punkten im Dezember aus. Verbund mit Umsatzzuwachs Jahr 2005 bereitet den Investoren Kopfzerbrechen. Die Sorgen drehen sich dabei weniger um die "Tatsache" einer Abschwächung als vielmehr das Ausmaß des Rückganges. Auch ein Blick auf die mittlerweile sehr niedrigen Bewertungen verdeutlicht die Unsicherheit an den Märkten. Aufgrund der guten Fundamentaldaten (erfreuliche Konjunkturdaten, attraktive Bewertungen, positive Gewinnrevisionen) erwarten wir jedoch, dass sich die Stimmungslage im weiteren Jahresverlauf wieder aufhellen wird. EuroStoxx50 Der Umsatz von Verbund legte im ersten Halbjahr 2004 um 22 % auf EUR 1,47 Mrd. zu. Aufgrund der schlanken Kostenstruktur stieg das operative Ergebnis um 19 % auf EUR 191 Mio. und die EBIT-Marge betrug 21 %. Das Konzernergebnis erhöhte sich auf EUR 145 Mio. Der operative Start der Österreichischen Stromlösung, der Zusammenschluss von Großhandel und Vertrieb des Verbund mit der EnergieAllianz, erfolgt per 1. Oktober Verbund erwartet Synergien von EUR 40 Mio. p.a. Wir behalten unsere "Neutral"-Empfehlung mit Kursziel 150 bei. ATX

8 Seite 8 Unternehmenssplitter IBM (USD 85,30) IBM... guter Ausblick für das zweite Halbjahr Einschätzung: Kauf Aufgrund besser als erwarteter Einnahmen aus Lizenzverträgen, höheren Gewinnmargen in der Softwaresparte und starkem Wachstum bei Großrechnern konnte IBM für das zweite Quartal einen über den Erwartungen liegenden Nettogewinn (USD 1,16 pro Aktie) präsentieren. Im zweiten Halbjahr sollen die zuletzt stagnierenden Softwareumsätze wieder steigen. Für die Dienstleistungssparte wurden höhere Umsätze und Gewinnmargen in Aussicht gestellt. Vor dem Hintergrund steigender Technologieausgaben (+4-5 % im Jahr 2004; stärkster Anstieg seit 2000) und einer weiterhin robusten Konjunkturentwicklung sind unserer Ansicht nach höhere Bewertungen gerechtfertigt, als der Markt momentan bereit ist, für die Aktie zu bezahlen. Infineon (EUR 9,80) Infineon... Senkung der Produktionskosten Einschätzung: Halten Der Quartalsumsatz des deutschen Chipunternehmens verbesserte sich im dritten Fiskalquartal gegenüber dem Vorquartal um 14 % bzw. gegenüber dem Vorjahr um 30 % auf EUR 1,9 Mrd. Die Infineon-Aktie befindet sich trotzdem seit längerem in einem Abwärtstrend, wobei sich die Kursverluste gerade in den letzten Wochen abermals beschleunigt haben. Aufgrund der geplanten Produktionskostensenkung sowie der Restrukturierung des Geschäftsbereichs "drahtgebundenen Kommunikation" glauben wir jedoch, dass auf dem aktuellen Kursniveau nachhaltige weitere Kursverluste unwahrscheinlich sind. Aufgrund dessen stufen wir die Aktie von Verkauf auf Halten hoch. Novartis (CHF 57,15) Novartis... zweites Quartal beeindruckt Einschätzung: Kauf Die vorgelegten Quartals- bzw. Halbjahreszahlen haben die Analystenerwartungen bei weitem übertroffen. Für das zweite Halbjahr zeigt sich die Unternehmensleitung weiterhin euphorisch und sieht ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Bereich. Die Entwicklung des operativen Ergebnisses dürfte sich allerdings angesichts steigender Ausgaben für Forschung und Entwicklung verlangsamen. Trotz einer anhaltend negativen Stimmung im Gesundheitssektor sollte die Aktie aufgrund der erfolgreichen Produktpipeline in keinem Depot fehlen.

9 Unternehmenssplitter Seite 9 Pfizer (USD 32,00) Pfizer... attraktives Bewertungsniveau Einschätzung: Kauf Dank Pharmacia konnte Pfizer sowohl beim Umsatz (+ 24 %) als auch beim operativen Gewinn im zweiten Quartal deutlich zulegen, wenngleich die Zahlen unter den Analystenerwartungen lagen. Die anhaltend negative Stimmung im Gesundheitssektor (vor allem in den USA), der steigende Druck durch Generika und Konkurrenzprodukte sowie die enttäuschende Entwicklung einiger Blockbuster kommt auch in der Kursentwicklung zum Ausdruck. Obwohl kurzfristig weitere Kursrückschläge nicht auszuschließen sind, erachten wir die Aktie auf Jahressicht aufgrund ihres attraktiven Bewertungsniveaus als kaufenswert. Roche (CHF 128,00) Roche... erreicht Unternehmensziele Einschätzung: Kauf Mit starken Quartalszahlen konnte Roche aufwarten: Umsatzanstieg in Lokalwährung um 14 %; Betriebsgewinn + 33 %, Konzerngewinn plus 46 %. An diesen Zahlen kann man erkennen, dass der Konzern in den letzten Jahren die Pharma-Entwicklungspipeline hinsichtlich Qualität und Quantität markant verbessert hat. Für das Gesamtjahr rechnet die Unternehmensleitung mit einem Pharmawachstum, das über dem geschätzten Marktwachstum von sieben bis acht Prozent liegt. Weitere Verbesserungen der Gewinnmargen werden in Aussicht gestellt. Trotz hoher Bewertung gegenüber der Konkurrenz noch immer interessant. SAP (EUR 128,07) SAP... starke Marktstellung bestätigt Einschätzung: Kauf Nachdem Anfang Juli eine Welle von Gewinnwarnungen von kleinen und mittleren Softwareunternehmen die Anleger verunsichert hatte, kamen Befürchtungen auf, dass auch SAP die Geschäftsziele nicht erreichen würde. Der deutsche Softwareriese konnte jedoch abermals gute Ergebnisse präsentieren und untermauert damit die sehr starke Marktstellung des Unternehmens. Weiters wurden die Geschäftsziele für das Gesamtjahr bestätigt. Wenngleich die Aktie kurzfristig aufgrund der schlechten Marktstimmung weiter unter Druck geraten könnte, sind die längerfristigen Aussichten sehr gut. Trotz relativ hoher Bewertungen stufen wir die Aktie daher von Halten auf Kauf hoch.

10 Seite 10 Technik - Ecke Boeing Letzter Kurs: 47,72 Verkauf Kursziel: 43 Am 27. Mai bei 45 mit Zielzone zum wiederholten Kaufe empfohlen, sei nun, nach dem Tweezer'sTop + BearishEngulfing (siehe Wochenchart) ein Verkauf nahe gelegt. Die 50-Tages Linie bei 47,55 wird wohl dran glauben müssen, der Aufwärtstrend bei 42 jedoch nicht. Aufwärtstrend: 48,40 -> 48,60/50// Abwärtstrend: 47,55 -> 46,90 & 43 & 42// Preise in USD, NYSE Boeing Quelle : Reuters, Raiffeisen Research Unilever Letzter Kurs: 52,70 Verkauf Kursziel: Der Kurs verlässt soeben ein symmetrisches Dreieck nach unten, das heißt, der Kampf zwischen Optimisten und Pessimisten rund um 60 dürfte zugunsten letzterer an der Aufwärtstrendlinie bei 46,50 entschieden werden. In Folge kämen dann 43 und 35 zum Test. Die Umkehrformation heißt übrigens "RickshawMan". Aufwärtstrend: 54,00 -> 56 & 57/60/ Abwärtstrend: 51,30 -> 46,50//46 & 43/ Preise in EUR, ASE Unilever Quelle : Reuters, Raiffeisen Research Vodafone Group Letzter Kurs: 21,70 Verkauf ab 21 Kursziel: 18 Wenngleich sich hier eine zu Hoffnungen auf ein Kaufsignal bei 22,80 (-> 24) Anlass gebende Keilformation zeigt, ist nun doch mit einem Verkaufsignal an der 21er Marke zu rechnen. In Folge sollte die Fibonacci-Linie bei 18 (-> 12) einem Test unterzogen werden. Von dort ist aber jedenfalls eine Erholung bis 20 drin. Aufwärtstrend: 22,60 -> 22,80/24//26,80/ Abwärtstrend: 21,60 -> 21,50//21 Preise in USD, NYSE Vodafone Group Quelle : Reuters, Raiffeisen Research Pfizer Letzter Kurs: 32,00 Verkauf ab 31 Kursziel: Der seit Juli 2002 Bestand gehabt habende Aufwärtstrend wurde zuletzt bei 33 verlassen, nochmals von unten her getestet und nun fehlt nur noch die Bestätigung an der Fibonacci-Linie bei 31,50, wonach flott 26 und eventuell noch 20 folgen sollte. Aufwärtstrend: 33,00 -> 34,50// Abwärtstrend: 31,50 -> 31 & 26 & 25,13/20 Preise in USD, NYSE Pfizer Quelle : Reuters, Raiffeisen Research

11 Seite 11 Inflationsschutz-Fonds

12 Seite 12 InvestmentClub Tirol Leserservice Hedgefonds - eine Anlagealternative? Der Begriff Hedge steht in der Praxis für die Risikoabsicherung von Wertpapiergeschäften. Allerdings haben Hedgefonds mit Hedging (in der Bedeutung von Absicherung) nichts zu tun. Sie nutzen eine Vielzahl unterschiedlicher Handelsstrategien, deren Ziel es ist, konstante absolute Erträge zu erwirtschaften. Da Hedgefonds keinen Anlagerichtlinien unterliegen und alle Formen der Kapitalanlage nutzen, weisen sie gegenüber normalen Investmentfonds meist ein höheres Risiko auf. Sie bieten dem Anleger ein breit gefächertes Spektrum: von Aktien und Rentenpapieren bis zu Options- und Futuregeschäften. Die verschiedenen Gesellschaften spekulieren unter Umständen auch auf Kredit (mit Hebel). Hedgefonds zeichnen sich durch eine geringe Korrelation (Abhängigkeit) zu den Aktienmärkten aus, haben ein hohes Performancepotenzial und eignen sich optimal zur Portfoliodiversifikation. Bekannte Hedgefonds-Strategien: Long Short Equity Vermeintlich überbewertete Aktien werden leer verkauft (Leerverkäufe = Short Selling ) und gleichzeitig werden unterbewertete Titel gekauft. Der Fondsmanager setzt auf Gewinne aus der relativen Wertänderung der beiden Portfolioteile. Relativ Value Hier wird versucht Preisunterschiede und -ineffizienzen zwischen gleichen und ähnlichen Anlagen zu nutzen. Event Driven Diese Strategie setzt auf Gewinne aus den zum Teil heftigen Kursbewegungen, die von erwarteten oder angekündigten Unternehmensereignissen wie Übernahmen, Fusionen, Restrukturierungen, Sanierungen ausgelöst werden. Managed Futures Mittels komplexer, statistischer und mathematischer Methoden werden Trends in unterschiedlichsten Märkten analysiert. Investments werden sowohl auf fallende als auch auf steigende Kurse getätigt. Global Macro Es wird weltweit investiert. Die Manager haben eine explizite Meinung zu Ländern, Zinsen und Währungen und positionieren sich dementsprechend Peter Goller Medieninhaber und Verlag: Raiffeisen-Landesbank Tirol AG; Herausgeber und Redaktion: Klaus Lindner; Schluss- und Chefredaktion: RLB Marketing & Vertrieb; Verlags- und Herstellungsort: 6020 Innsbruck; Druck: Ablinger & Garber; Mitarbeiter dieser Ausgabe: Oliver Egger, Peter Goller, Klaus Lindner, Mag. Wolfgang Weninger; Satz: Raiffeisen-Rechenzentrum, Birgit Heyer-Lercher; Die Erstellung dieser Zeitschrift erfolgt in Zusammenarbeit mit Raiffeisen Research, A-1030 Wien, Am Stadtpark 9; Anschrift für alle: Adamgasse 1-7, 6021 Innsbruck; kostenloses Exemplar; Erscheinungsweise: mehrmals jährlich; Risikohinweise: Alle in dieser Zeitschrift enthaltenen Angaben (wie z.b. Kurse und Renditen), Analysen und Prognosen gelten trotz sorgfältiger Recherchen ohne Gewähr. Sie dienen lediglich der unverbindlichen Information unserer Kunden und basieren auf dem Wissensstand und der Markteinschätzung der mit der Erstellung betrauten Personen zum Redaktionsschluss. Diese Broschüre kann die Beratung für den An- oder Verkauf von Wertpapieren oder für Veranlagungen nicht ersetzen. Wenden Sie sich diesbezüglich bitte an Ihren Berater in der Raiffeisenbank. Wertpapiergeschäfte bergen zum Teil hohe Risiken in sich, deshalb besteht für Kursgewinne keine Garantie und Verluste können nicht ausgeschlossen werden. Unsere Aktienempfehlungen verstehen sich als langfristige Prognosen. Redaktionsschluss für diese Ausgabe: 21. Juli Österreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahlt

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