Content Management Systeme am Beispiel von Zope

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1 Forschungszentrum Informatik Universität Karlsruhe (TH) Content Management Systeme am Beispiel von Zope Antje Dietrich (FZI) und Heiko Paoli (FZI)

2 Programm Projektmanagement eines CMS Einführungsprojektes Content Management Systeme Kriterien Das CMS: ZOPE Demo 2

3 Warum CMS? Alternative zur programmgesteuerten Darstellung von Daten (Content) aus einer Datenbank. Vorteile: Leichte Handhabung Unterstützung von Workflows Konzentrierung auf den Content Jeder kann zum Autor werden Massenproduktion von Content durch viele Autoren Nachteile: Eingeschränkte Möglichkeiten und Flexibilität Schlecht für maschinellen Datenaustausch Professionelle Systeme z.t. sehr teuer 3

4 Applet WAP HTTP CGI Web-Technologien im Überblick JSP ASP Servlet XSL-FO Komponentenframeworks RMI Verarbeitung von XML-Daten CORBA XSL-T SQL DCOM Verteilte Transaktionen JDBC CICS XML XML-basierter Datenbankzugriff Datenaustausch und -zugriff mit XML XML Schema XML Schema XQuery OEM Architekturen und Systeme zur Informationsintegration Wrapper Mediator Mediator OEM XML Schema XQuery Semantische Integration Wrapper Wrapper <XML> RDBMS HOST RDBMS DBMS RDBMS OODBMS XML-DBMS 4

5 Projektmanagement eines CMS Einführungsprojektes

6 Motivation für die Einführung eines CMS Bisher ohne CMS: Probleme mit bestehender Site Statische Inhalte Veraltete Inhalte Erschwerte Wiederverwendung von Inhalten Jetzt mit CMS: Dezentrale Inhaltspflege Beschleunigung des Publikationsprozesses Qualitätssteigerung Wiederverwendbarkeit von Inhalten Effizienzsteigerung 6

7 Häufige Probleme Nicht genügend Ressourcen 44 % Inhalte aktuell halten 38 % Inkonsistente Links 12 % Übergang von statischen zu dynamischen Seiten 10 % Verschiedene Sites synchronisieren 6 % Quelle: Forrester Research 7

8 Erwartungen an ein CMS Schnelleres Update von Informationen 90 % Schnellere Entscheidungsprozesse 86 % Verbesserung der Kommunikation 85 % Vereinfachung des Publizierens 80 % Entlastung des Webmasters 64 % Nicht angewiesen auf Agenturen 51 % Quelle: Meta Group 8

9 Konkretes Projektvorgehen Bei Evaluierung und Einführung eines CMS Problem: Im Moment über 200 verschiedene CMS auf dem Markt Auswahl des Projektteams unter Beteiligung der späteren Redakteure, Publisher und Administratoren Beratung von außen hinzuziehen höhere Akzeptanz und Unabhängigkeit 9

10 Ist-Analyse Durchführung von Interviews mit beteiligten Mitarbeitern zur Ist-Aufnahme Internetangebot Intranetangebot IT-Infrastruktur Logischer Aufbau Physikalischer Aufbau Wünsche der Mitarbeiter an ein CMS Keine HTML-Kenntnisse Einfach zu bedienen Zeitersparnis 10

11 Soll-Analyse Welche Anforderungen werden an ein CMS gestellt? Dezentrale Inhaltspflege Qualitätssteigerung Rechte- / Rollenkonzept Plattform Unabhängigkeit Geringer Schulungsaufwand Geringer Einführungsaufwand XML-Unterstützung 11

12 Zusätzliche Anforderungen Übernahme des bestehenden Angebotes Internet Intranet Einbindung von bestehenden Werkzeugen Abbildung von speziellen Geschäftsprozessen in Workflows Wahrung der Corporate Identity durch Templates 12

13 Entscheidungsunterstützung: Balanced Score Card Zur Steuerung und Erfolgsbewertung von einem CMS Projekt Finanzperspektive Interne Prozessperspektive Mitarbeiter Kundenperspektive Lern- und Entwicklungsperspektive 13

14 Finanzperspektive Wertschöpfung Kostenentwicklung einer Webseite Kosten und Aufwand ohne WCMS mit WCMS Umfang der Webseite Quelle: Web Content Management, Galileo Business 14

15 Kundenperspektive Abgrenzung zu Mitbewerbern Steigerung der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung Gewinn neuer Kunden Unternehmensimage Verbesserung Anforderungen der Kunden an eine Webseite Benutzerfreundliche Navigation Wiedererkennung Kontaktmöglichkeiten Qualitativ hochwertige Inhalte 15

16 Erfolgsfaktor Inhalt Kundenbindung durch... Anerkennung: Interesse wird geweckt Anerkennung: Qualität und Vielfalt werden anerkannt Anerkennung: Kunden versprechen sich ein besseres Preis- Leistungsverhältnis Einzigartigkeit und verbesserter Kundenservice Zufälliger Besucher Besucher sucht Site gezielt Treuer Besucher Webkäufer auf dieser Site 16

17 Interne Prozessperspektive Innovationsprozess Identifizierung aktueller und zukünftiger Kundenwünsche Betriebsprozess Verkauf und Dienstleistungen Serviceprozess Zusätzliche Serviceleistungen 17

18 Lern- und Entwicklungsperspektive in einer lernenden und wachsenden Organisation Mitarbeiterpotentiale Verbesserungsvorschläge Mitarbeiterzufriedenheit Potentiale von Informationssystemen Umfassende und jederzeit abrufbare Informationen über Kunden, interne Prozesse und deren finanzielle Auswirkungen Unterstützung des erfolgsorientierten Handelns der Mitarbeiter Motivation und Zielausrichtung Freiheit eigene Entscheidungen treffen zu dürfen Optimale Prozesse brauchen motivierte Mitarbeiter 18

19 Vorgehensweise bei der CMS Einführung Schwerpunkte für ein erfolgreiches CMS Projekt Beherrschung der sachlichen Aspekte für das Projektmanagement Organisation Methoden Beachtung der menschlichen Aspekte Teamarbeit Kooperation mit den Mitwirkenden und Betroffenen Identifizierung mit den Projektzielen 19

20 Veränderungsmanagement Voraussetzungen für die erfolgreiche Einführung eines CMS Unternehmenswandel und Veränderung der Unternehmenskultur 20

21 Mitarbeiter Ein neues System wird eingeführt und keiner will s wissen Problem: Veränderungsfeindliche Unternehmenskultur Verteidigung von Machtpositionen Desinteresse Lösung: Lernende Organisation Kooperationskultur Verabschiedung von Individualitätskultur Umgang mit Feedback klare Verantwortungen gegenseitige Unterstützung offener Informationsfluss konstruktive Kritik Das war schon immer so! Da kann ja jeder kommen! 21

22 Kooperationskultur Grundvoraussetzung: Kommunikationsfähigkeit Zuhören können Fragen stellen können Lernende Organisation Lernkreisläufe Entwicklungen werden geplant Erfahrungen werden genutzt Prozesse und Ergebnisse werden nicht getrennt Überdenken von Prozessen Bereitschaft Verhaltensmuster zu ändern Fehler machen als wichtiger Teil des Lernprozesses 22

23 Veränderungsprozess Einführung eines CMS stellt hohe Ansprüche an alle Beteiligten: Konfliktängste: Angst vor neuen Strukturen und Kulturen Versagensängste: Angst vor Scheitern des Projekts Verlustängste: Angst vor Status- und Imageverlust Kommunikation auf allen Ebenen Sinn und Zweck des CMS Einsatzes kommunizieren Veränderungsbotschafter, die über eine hohe Kommunikationskompetenz verfügen Verankerung des Veränderungsprozesses bei allen Mitarbeitern Kultur der Offenheit und Neugier unterstützen Wandel der Individualitätskultur in eine Kooperationskultur 23

24 Integration eines CMS Einführung eines CMS top-down Alte Prozesse bewusst loslassen Zustimmung aller Beteiligter am CMS Projekt Grundlegende Veränderungen durch Einführung eines CMS Dokumentierung der Erfolge 24

25 Vorteile durch den CMS Einsatz Dezentrale Inhaltspflege Beschleunigung des Publikationsprozesses Qualitätssteigerung Wiederverwendbarkeit von Inhalten Effizienzsteigerung Verbesserung der Kundenbindung Abgrenzung zu Konkurrenten Einsparpotential durch Workflow Unterstützung Verbesserte interne Kommunikation 25

26 Content Management Systeme

27 Content Management System (CMS) Content Trennung von Struktur, Inhalt und Darstellung Content Management Erstellen und Verwalten von Inhalten Aktualität Konsistenz Content Management System Software für Content Management Schwerpunkt auf Web Content Management Systeme Typische Einsatzbereiche: Pressemitteilungen, Stellenangebote und Veranstaltungen 27

28 Einordnung Sehr viele verschiedene CMS auf dem Markt Unterscheidung CMS-Produkte (Enterprise CMS) Kommerzielle Produkte (pirobase, RedDot, Vignette) Einsatz im Internet, Extranet und Intranet Plattformunabhängig und Verwendung offener Standards Kostenlose Open-Source-Produkte (Zope, open CMS) Weitergabe des Quellcodes Jeder kann zum Mitentwickler werden CMS-Lösungen Kundenspezifische CMS Lösungen Sehr unterschiedliche Funktionalitäten, da CMS aus speziellen Projekten entstanden sind. Abhängigkeit von Agentur oder Systemhaus 28

29 Web Content Management Systeme Web Content Management Internet Intranet Extranet Text Bilder Sounds Videos Erstellung Bearbeitung Verwaltung Publikation Archivierung System 29

30 Architektur Administration Autor/ Client PC/ NC Kunde Applikation Datenbanken Zugangsrechte Style- Sheets Web- Server Webserver Web Browser Web- Browser INPUT OUTPUT 30

31 Kernkomponenten eines CMS Trennung von Struktur, Inhalt und Darstellung Workflow-Komponente Publikationsprozess Informationsverarbeitungsprozess Content Life Cycle Asset-Management Editieren und verwalten von Inhalten und Vorlagen Benutzer- und Zugriffsverwaltung Rechte- und Rollenkonzept Schnittstellen für funktionale Erweiterungen Im- und Exportschnittstelle Datenhaltung in einer Datenbank 31

32 Trennung von Struktur, Inhalt und Darstellung Überschrift: Froschwanderungen Bild: Text: Es ist wieder soweit. Frühlingsgefühle erobern allerorts die Herzen. Froschwanderungen Es ist wieder soweit. Frühlingsgefühle erobern allerorts die Herzen. Struktur und Inhalt Darstellung in Templates Publikation als HTML-Seite 32

33 Workflow des Publikationsprozesses ohne CMS Redakteur Graphiker Inhalte Website Redakteur Webmaster Redakteur Flaschenhals 33

34 Workflow des Publikationsprozesses mit CMS Redakteur Graphiker CMS Website Chef- Redakteur Redakteur für Inhalte Adminstrator 34

35 Informationsverarbeitungsprozess Autoren erstellen Inhalte Interner Bereich Erstellung Externer Bereich Überprüfung der Inhalte durch Verantwortliche Kontrolle Bei Negativer Kontrolle Bei Positiver Kontrolle Freigabe Publikation Veröffentlichung der Inhalte Internes Archiv Archivierung Öffentliches Archiv 35

36 Content Life Cycle Identifizieren, Sammeln, Erzeugen, Erfassen, Erstellen Archivieren, Löschen Contentgenerierung Strukturieren, Indexieren, Filtern, Speichern, Verwalten Contentreduzierung Interpretieren, Anwenden, Bewerten, Kommentieren, Visualisieren Contentnutzung Contentorganisation Verdichten, Integrieren, Verfeinern, Erweitern, Redaktion, Kontext erzeugen Contentaufbereitung Contentdistribution Suchen, Wissensfluss, Notifikation, Logistik 36

37 Digitale Assets Einordnung der Begriffe Content und Asset Asset Content Rechte Substanz -Text -Bild -Audio -Video Metadaten - Autor -Titel -Erstellungsdatum -Inhaltsbeschreibung 37

38 Wertschöpfung digitaler Assets Abschnitte der Wertschöpfung Wertschöpfung Prozesse/ Geschäft Wissen Information E-Commerce Wissensmanagement Management Idee Editoren Web Content Management Systeme Dokumenten- Management Unterstützende Software 38

39 Kriterien

40 Mandantenfähigkeit Wie werden verschiedene Unternehmen administriert? Gleichzeitige Unterstützung mehrerer, unterschiedlicher Unternehmen oder Unternehmensbereiche in einer CMS-Instanz Unabhängigkeit der Verwaltung und Aministration der verschiedenen Unternehmen oder Unternehmensbereiche Bereich 1 Gesamtadministration Bereich 2 Bereichsadministration Bereich 3 Bereich 4 40

41 Workflow Unterstützung Wie werden Workflows/Standardworkflows unterstützt? Unterstützung von Arbeitsabläufen Steuerung und Überwachung des Publikationsprozesses Automatisierung einzelner Arbeitsschritte je nach Rolle und Berechtigung des Mitarbeiters Zugriff auf bestimmte Assets Benachrichtigungsmechanismen Freigabemechanismen Einhaltung des 4-Augen-Prinzips 41

42 Workflow Arten Manuelle Workflows Einfachster Workflow ohne Automatismus Definition der Rollen und Berechtigungen sowie die Synchronisation der Arbeitsschritte durch die Mitarbeiter Statische Workflows Vordefinierte Workflows nach dem 4-Augen-Prinzip Sehr übersichtlich Selbst definierte Workflows Modellierung, Implementierung und Überwachung komplexer Arbeitsabläufe CMS eigenes Workflow Management System oder über Standardschnittstelle einzulesen 42

43 Initialisierungskosten Wie hoch sind die Investitionskosten? Wie sind die Lizenzmodelle? Anschaffungskosten für die technische Betriebsumgebung Hardware CMS-Server Datenbankserver LDAP-Server Software CMS Datenbank Wie hoch ist der Installations- und Administrationsaufwand? Aufwand für das technische Betriebskonzept Installation Aministration Schulung und Betreuung der Mitarbeiter 43

44 Betriebskosten und Einsparpotenziale Wie hoch sind die laufenden Betriebskosten? Support der Lizenzen durch Anbieter Wartung der Lizenzen durch Anbieter Personal für Wartung, Betrieb, Updates und Back Up Wie ist das Einsparpotenzial und die Qualitätssteigerung zu bewerten? Arbeitszeitersparnis des Webmasters und der Mitarbeiter Verbrauchsmaterialeinsparung Qualitativ hochwertigere Inhalte Verbesserte Kundenbindung Verbesserte interne Kommunikation 44

45 Weitere Kriterien Personalisierung der Arbeitsumgebung Individuelle Gestaltung der Arbeitsumgebung durch den Einsatz von Portlets Unterstützung der Mehrsprachigkeit 45

46 Skalierbarkeit Kann Leistungsfähigkeit kontinuierlich dem Bedarf angepasst werden? Einfaches Load-Balancing Modulare Server-Architektur Möglichkeit zur Verdopplung von Komponenten Skalierbare Datenbank Erweiterung im laufenden Betrieb möglich? Dynamische Synchronisation der Serverkomponenten 46

47 Performance Gute Ausnutzung der Ressourcen? Geringer Speicherbedarf Unterstützung von Multiprozessorsystemen Verarbeitung großer Datenmengen (> Seiten)? Unterstützung leistungsfähiger Datenbanken 47

48 Leistung, Verlässlichkeit Wie viele Benutzer gleichzeitig pro Instanz? Leistungsfähige Hardware Verfügbare Bandbreite Kommunikationsprotokolle Welche Datenbanken sind möglich? Fest integriert Standardschnittstellen (z.b. JDBC) zu Datenbank Ist das System sicher gegen Ausfall? Persistenz Redundante Komponenten 48

49 Sicherheit Sichere Authentifizierung durch das System? Integrierte Authentifizierung Benutzung von externen Verzeichnisdiensten z.b. LDAP-Server Austauschbares Authentifizierungsmodul Single-Sign-On Bietet das System Schutz gegen ungewollte Manipulation? Granularität der Zugriffsrechte Hierarchische Administration Rechte-/Rollenkonzept Selbstdefinierte Rechte und Rollen Benutzergruppen und profile 49

50 Schnittstellen, Anpassbarkeit Welche Schnittstellen zu externen Anwendungen? API, XML, FTP, WebDAV, CORBA, Enterprise Java Beans Leichte Integration externer Werkzeuge Werden Standards unterstützt? JSP, XSL-T für Templates WFMC für Workflows Wie kompatibel ist das System? Zusätzlich genutzte Anwendungen Keine häufigen Änderungen der Schnittstellen 50

51 Such- und Indizierungsfunktionalität Welche Suchmechanismen gibt es? Volltextsuche Strukturierte Suche Wie kann Content indiziert werden? Klassifizierung und Kategorisierung Freie Metadaten Unterstützung von Thesauri Automatische Verschlagwortung Wie gut ist das Assetmanagement? Leichte Auffindbarkeit von Assets Unterstützung von multimedialen Inhalten 51

52 Templates Welche Möglichkeiten bieten die Templates? Ausnutzung aller Darstellungselemente Keine Einschränkung durch Templatetechnologie Rechte auch für Templates, um teilweise Anpassung zuzulassen Wie schwierig ist die Template-Erstellung? Möglichst keine notwendige Programmierung Leichte Anpassbarkeit der Templates 52

53 Bedienwerkzeuge, Oberfläche Welche Bedienwerkzeuge gibt es? Unterschiedliche Werkzeuge für Administratoren, Autoren Direkte Erstellung des Contents im Anzeige-Template Wie ist die Oberfläche gestaltet? Web-basiert, Spezieller Client Einfach, funktional, komfortabel Möglichst leichte Bedienung des System 53

54 Content-Replizierung/-Integration Wie ist die Unterstützung der Content-Replikation? Intranet-/Internetspiegelung (evt. bidirektional) Leichtes Backup Synchronisierung/Verteilung Wie kann bestehender Content integriert werden? Automatische Trennung von Inhalt und Layout Beschränkungen 54

55 Plattformunabhängigkeit, Cross-Media-Publishing Für welche Plattformen gibt es das CMS? Windows, Linux, Solaris Java, Python, PHP, C Sicher in der Zukunft, Investitionsschutz Einschränkungen durch Werkzeuge, Clients Kann Inhalt leicht wiederverwendet werden? Web-CMS, Redaktionssystem Print-Medien, Offline-Version 55

56 Das CMS: ZOPE

57 Zope ZOPE = Z Object Publishing Environment Kein vollständiges CMS, sondern Framework Gute Anpassbarkeit durch Zope Produkte Entwicklung ab 1996 Zuerst nur 3 Pakete für Web Publishing, dann zu Applikationsserver weiterentwickelt (Zope Corporation) Seit 1998 Open Source Implementiert in Python Aktuelle Version: Download: 57

58 Architektur Zope Server: Schnittstelle zu den Clients Zope Datenbank: Objektorientiert Transaktionen Zope Kern: Rechte/Rollenverwaltung Objektverwaltung, Suchmaschine Erweiterbar 58

59 Erfüllung der Kriterien? Wie gut erfüllt Zope die vorhergehenden Kriterien? Mandantenfähigkeit Keine explizite Unterstützung von Mandanten vorhanden Getrennte Bereiche für verschiedene Mandanten möglich Getrennte Benutzerauthentifizierung für verschiedene Mandanten möglich => Quasi mandantenfähig 59

60 Erfüllung der Kriterien? Skalierbarkeit Zope durch Standardprodukt ZEO hochgradig skalierbar Keine direkte Unterstützung von Mehrprozessorsystemen Integrierte Datenbank nicht skalierbar 60

61 Erfüllung der Kriterien? Performance Gute Performance durch Python (schneller als Java) Gute Speicherausnutzung durch Python (besser als Java) Leistung Auf aktueller, leistungsfähiger Hardware und entsprechender Bandbreite mehrere tausend Benutzer möglich Integrierte objektorientierte Datenbank nicht so performant wie leistungsfähige relationale Datenbanken Datenbank austauschbar, bei relationaler Datenbank Verlust der objektorientierten Eigenschaften Verlässlichkeit Mit ZEO und entsprechender Zusatzhardware sicher gegen Ausfall 61

62 Erfüllung der Kriterien? Workflows Keine Unterstützung von Workflows im Standard Viele verschiedene Produkte für Workflows erhältlich (von einfach bis sehr komplex) Sicherheit Integrierte Benutzerauthentifizierung Authentifizierung austauschbar durch Zope Produkte z.b. LDAP-Server, Windows-Benutzerverwaltung, UNIX-Benutzerverwaltung Feingranulare Rechte Selbstdefinierte Rollen möglich Schnittstellen, Anpassbarkeit FTP, WebDAV vorhanden Gute Anpassbarkeit durch Zope-Produkte Keine direkte XML Unterstützung Schnittstellen können unverhofft und häufig geändert werden 62

63 Schnittstellen, Anpassbarkeit FTP und WebDAV Schnittstelle FTP-Schnittstelle zur Datenbank WebDAV = Web Distribution, Authoring and Versioning Unterstützt Locking -> parallele Bearbeitung möglich Möglichkeit zur Einbindung leistungsfähiger Werkzeuge möglich ZOPE-Produkte Mächtiges Erweiterungskonzept Können zum Teile ohne Programmierung erstellt werden Bereits mehr als 1000 freie Produkte verfügbar: Workflow Mehrsprachigkeit Site-Navigation Portale Relationen 63

64 Erfüllung der Kriterien? Suchfunktionalitäten, Indizierungsmöglichkeiten Strukturierte Suche möglich Kategorisierung durch Zope-Kataloge Volltextsuche nach Anpassung möglich Templates DTML = Document Template Markup Language Erste Auszeichnungssprache in Zope Sehr mächtig Nicht HTML konform TAL = Template Attribute Language Neue Auszeichnungssprache Leicht erlernbar und ideal nutzbar mit externen HTML-Editoren Was man sieht, ist sehr ähnlich zu dem, was man bekommt. Trennung von Geschäftslogik und Darstellung 64

65 Template Attribute Language Beispiel für TAL: <title tal:content="here/title">page Title</title> Attribut tal:content kennzeichnet den TAL-Befehl zum Einfügen von dynamischen Inhalt Der Pfadausdruck here/title wird zum Titel des aktuellen Objekts ausgewertet und ersetzt die Zeichenkette Page Title beim Rendern der Seite Weitere Pfandausdrücke sind z.b.: request/url: URL der aktuellen Seite user/getusername: Der Login-Name des Benutzers container/objectids: Liste der Objekt-IDs im aktuellen Ordner 65

66 Template Attribute Language Weiteres Beispiel für TAL: <table tal:condition="container/objectvalues" border="1" width="100%"> <tr><th>number</th><th>id</th><th>meta-type</th><th>title</th></tr> <tr tal:repeat="item container/objectvalues"> <td tal:content="repeat/item/number">#</td> <td tal:content="item/getid">id</td> <td tal:content="item/meta_type">meta-type</td> <td tal:content="item/title">title</td> </tr> </table> 66

67 Template Attribute Language Das vorhergehende Beispiel wird folgendermaßen ausgewertet: 1. Mit tal:condition="container/objectvalues" wird geprüft, ob der aktuelle Ordner Objekte besitzt 2. Falls ja, wird eine Tabelle erstellt und mit tal:repeat="item container/objectvalues " über alle Objekte iteriert 3. Mit tal:content="repeat/item/number" wird die aktuelle Schleifennummer ausgegeben 4. Mit den tal:content="item/... " werden die entsprechenden Metadaten der Objekte ausgegeben 67

68 Erfüllung der Kriterien? Personalisierung Personalisierung durch Anpassung am Zope-Server möglich Keine einfache Anpassung der Clientumgebung durch Portlets möglich Kosten Anschaffungskosten entfallen, da kosten- und lizenzfrei Zope-Produkte meist kostenfrei, aber auch kommerziell Kosten durch Wartung, Support, Anpassung Werkzeuge/Oberfläche Web-basierte Oberfläche Keine separaten Werkzeuge für Administration Einfache, funktionale Oberfläche Content kann nicht direkt im Anzeige-Template geändert werden 68

69 Erfüllung der Kriterien? Content-Replizierung, Content-Integration Keine direkte Unterstützung für Content-Replikation/- Integration Keine automatische Trennung von Inhalt und Layout vorhandener Seiten Nur eigene Import-/Exportfunktionen Leichtes Backup Plattformunabhängigkeit Abhängig von der Programmiersprache Python Für Windows, Linux und Solaris erhältlich Kann als zukunftssicher betrachtet werden 69

70 Erfüllung der Kriterien? Cross-Media-Funktionalität Leider keine Cross-Media-Funktionalität vorhanden Offline-Version kann nicht erstellt werden Installation, Administrationsaufwand Leichte Installation Kann oft bei Linux mitinstalliert werden Administrationsaufwand relativ gering Support Kein direkter Support durch Herstellerfirma Support hauptsächlich durch Entwicklerforen Mittlerweile auch Support durch externe Firmen 70

71 Demo Aufbau eines einfachen Bau-Portals: Bereits vorhanden: Portal-Seite Demonstration: Zope Oberfläche Definieren von Zope-Objekten für Metadaten Anlegen einer Seite Ändern einer Seite Löschen einer Seite Ändern des Anzeige-Templates mit TAL 71

72 Zusammenfassung Projektmanagement eines CMS Einführungsprojektes Content Management Systeme Kriterien an ein CMS Beispiel für ein Open Source CMS: Zope Demo: Umsetzung mit Zope 72

73 Weiteres Programm Nächste Vorlesung IBM WebSphere Portal Server 73

74 Fragen? Empfohlene Literatur: Heino Büchner, Oliver Zschau, Dennis Traub, Rik Zahradka: Web Content Management: Websites professionell betreiben, Galileo Press GmbH, Bonn, 2001 Jörg Biethahn, Harry Mucksch, Walter Ruf: Ganzheitliches Informationsmanagement, Band I: Grundlagen, Oldenburg Verlag München Wien, 1994 Gunther Rothfuss, Christian Ried: Content Management mit XML: Grundlagen und Anwendungen, Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2001 Gerhard Versteegen, Knut Salomon, Rainer Heinold: Change Management bei Software Projekten, Springer Verlag, Berlin Heidelberg, New York,

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