Skript zur Vorlesung Differentielle Psychologie

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1 Weder die Autorin noch der Fachschaftsrat Psychologie übernimmt Irgendwelche Verantwortung für dieses Skript. Das Skript soll nicht die Lektüre der Prüfungsliteratur ersetzen. Verbesserungen und Korrekturen bitte an mailen. Die Fachschaft dankt der Autorin im Namen aller Studierenden! Version 1.0 (2011) Skript zur Vorlesung Differentielle Psychologie (Prof. Dr. Jutta Stahl) Wintersemester 2010/2011 verfasst von Kim K.

2 2 1. Vorlesung Jeder Mensch ist in gewisser Hinsicht... a) wie jeder andere Allgemeine Psychologie b) wie mancher andere Differentielle Psychologie c) wie kein anderer Individuelle Persönlichkeitspsychologie Persönlichkeitspsychologie ist eine empirische Wissenschaft, die sich mit überdauernden, verhaltensrelevanten individuellen Besonderheiten des Menschen befasst. Differentielle Psychologie ist eine empirische Wissenschaft, die sich mit verhaltensrelevanten interindividuellen Unterschieden des Menschen befasst. Begriffe: Merkmale, Eigenschaften, Dispositionen, Traits & States Beispiele für Persönlichkeitsmerkmale: Extraversion, Impulsivität, Intelligenz, Ängstlichkeit (Angst), Optimismus, Aggressivität, Empathie Traits = stabile Eigenschaften, z.b. Ängstlichkeit States = vorübergehende Zustände, z.b. Angst Implizite Persönlichkeitstheorie (IPT) = intuitive Theorie, die wir über Verhaltensweisen von Menschen bilden, um uns selbst und andere zu verstehen (ohne wissenschaftliche Basis) Verhalten Warum? IPT Erklärung für Verhalten Folgen IPT scheinen zu funktionieren, um sich in der Umwelt zurechtzufinden! Aber mögliche Fehleinschätzungen aufgrund mangelnder Informationen evtl. schwerwiegende Folgen! Persönlichkeit (lat. persona, Maske) Laiendefinition oft ähnlich, aber nicht identisch mit psychologischer Definition Problem: Beschreibung und Erklärung in einem Psychologische Definition: Allport (1961): Persönlichkeit ist die dynamische Organisation derjenigen psychophysischen Systeme im Individuum, die dessen charakteristisches Verhaltensmuster, Denken & Fühlen determinieren. Persönlichkeit ist ein Konstrukt (d.h. ein mentales Konzept), dass Verhalten durch Seele Körper Interaktion erklärt Aktives, responsives System; jedoch gewisser Grad an Stabilität ( typisch für die Person ) Ziele persönlichkeitspsychologischer Fragestellungen: 1. die Suche nach der motivationalen Basis von Verhalten 2. Natur des Menschen : Positives vs. negatives Menschenbild 3. Beschreibungen bzw. Kategorisierung individuellen Verhaltens: Menschen mit ähnlicher Persönlichkeit zeigen ähnliche Verhaltensmuster (Grundannahme) 4. Klassifikation von Persönlichkeitstypen macht Messung der Persönlichkeit erst möglich Fragebogen mit vielen Items (= Frage im Fragebogen) 5. Persönlichkeitsentwicklung (Veränderung der Persönlichkeit über Zeit/ Lebensalter/ Situationen): Ist Persönlichkeit veränderbar? 6. tieferes Verständnis des menschlichen ( normalen ) Verhaltens Interventionen (z.b. Psychotherapie), die dabei helfen, Persönlichkeitsveränderungen zu erleichtern 7. Erbe (Gene) vs. Umwelt (Erziehung) Ansätze der Persönlichkeitserforschung: Idiographisch vs. nomothetisch Idiographisch: Individuum & dessen Persönlichkeitsvariablen; Einzigartigkeit des Individuums; Unterschiede zwischen Individuen größer als Gemeinsamkeiten;

3 Nomothetisch: begrenzte Zahl an Eigenschaften, die Persönlichkeit beschreiben können; Gruppierungen der Individuen über Gemeinsamkeiten; Durchschnittswerte einer Eigenschaft (Normen), indem große Gruppen untersucht werden; grundlegende Basis Struktur der Persönlichkeit Merkmal Idiographisch Nomothetisch Strategie Einzigartigkeit des Individuums Gemeinsamkeiten verschiedener Individuen (nu Kombination von Eigenschaften ist verschieden Ziel Tiefgehendes Verständnis des Indiv Identifikation der Basisstruktur der Persönlichke mit wenigen Merkmalen eine Person beschreib können Methoden Qualitativ (single case studies) Quantitativ Datensammlung Interview, Tagebücher, Erzählungen Selbstbericht in Persönlichkeitsfragebögen Aufzeichnungen von Therapiesitzungen Vorteile Tiefes Verständnis Allgemeine Prinzipien Nachteile Keine Generalisierung Oberflächliches Verständnis einer Person Von den meisten Persönlichkeitsmerkmalen nimmt man an, dass sie normalverteilt sind, d.h. bei der Erfassung eines Merkmales über die gesamte Population sollte theoretisch jede Ausprägung möglich sein Die Verteilung der Ausprägungen variiert: extreme Ausprägungen sind selten wohingegen um den Mittelwert (0 +/ 1ơ ) 68% aller Ausprägungen liegen 3 Arten von Normen nach Allport (1970) 1) Universelle Normen = Vergleich mit der allg. Bevölkerung menschlicher Wesen 2) Gruppen Normen (Population) = universelle Normen gehen fließend in Gruppen Normen über (typischer Jurist, typischer Intellektueller, ) 3) Individuelle Normen = Vergleich der Person mit sich selbst über bestimmte Zeitpunkte (Er ist heute nicht er selbst!) Persönlichkeitsmerkmal: relativ stabil (über die Zeit), andauernd (unterschiedliche Situationen), bedeutend (grundlegend (in Sprache verankert: psycholexikalischer Ansatz)) Unterscheidungen von Merkmalen: Beobachtbare vs. nicht beobachtbare Aspekte der Persönlichkeit Bewusste vs. unbewusste Aspekte der Persönlichkeit Private und öffentliche Persönlichkeit Verhalten als Resultat von Persönlichkeit und Situation Anlage ( die Gene ) Umwelt Anlage Umwelt Interaktion Messung von Persönlichkeit Fragebögen (Persönlichkeit im engeren Sinne) Tests (Leistungsaspekte) nicht in unqualifizierte Hände! andere Methoden (Interview, Verhaltensbeobachtung ) Beurteilung/Evaluation von Persönlichkeitstheorien nach Maltby: Kriterien einer Theorie (Was leistet sie?): Beschreibung: Wichtige Aspekte vereinfachen, identifizieren, klären, ordnen Erklärung: Warum und Wie des Verhaltens Empirische Validität (Gültigkeit): Generalisierbarkeit der Vorhersagen Prüfbarkeit der Konstrukte: Operationalisierung möglich? 3

4 4 Reichhaltigkeit: vielseitige Erklärungen von normalem & anormalem Verhalten Sparsamkeit: ökonomisch, genug Variablen untersuchen, aber nicht zu viele heuristischer Wert: weckt Interesse und weitere Forschung mit wissenschaftlichem Inhalt Anwendungswert: Theorie im Kontext; praktische Anwendbarkeit Geschichte: Philosophie als Mutter der Psychologie Temperamenten bzw. Charakterlehre von Hippokrates ( v. Chr.): Vier Persönlichkeitsstrukturen 1) Choleriker: zornig, bitter, reizbar, erregbar 2) Sanguiniker: lebhaft, emotiv, heiter, aktiv 3) Phlegmatiker: langsam, kalt, passiv, schwerfällig 4) Melancholiker: düster, pessimistisch, traurig, nachdenklich Experimentelle / naturwissenschaftliche Ära der Psychologie: Helmholtz, Fechner, Darwin, Wundt, Müller: Experimentell arbeitende Psychologen (allgemeine Psychologie) Galton ( ): Gründer der Forschung zu individuellen Unterschieden; interindividuelle Unterschiede und Entwicklung (Fragebögen und Test); Frage nach der Vererbung geistiger Fähigkeiten (Zwillingsforschung) Stern ( ): gilt als Begründer der wissenschaftlichen Differentiellen Psychologie; Intelligenzquotient Phrenologie & Physiognomik (nach Lavater & Gall) Craniometrie: Schädelvermessung liefert Schlüsse bezüglich der Gehirnform

5 Phrenologie: Zusammenhang zwischen Schädel & Gehirnform einerseits und Charakter & Geistesgaben andererseits Physiognomie: persönliche Charakterzüge bzw. Eigenschaften im Gesicht über die Mimik abzulesen fmri als moderne Phrenologie? 2. Vorlesung: Persönlichkeit I: Freud Inhalt: Freud Biographie & Geschichte Persönlichkeitsstrukturmodell Menschliche Motivation und Psychoanalyse Persönlichkeitsentwicklung Persönlichkeitstypen Abwehrmechanismen Sigmund Freud ( ): - Medizinstudium; Habilitation in Neuropathologie - Fall Anna O. von Josef Breuer Studien der Hysterie - Zur Ätiologie der Hysterie : Beginn der Psychoanalyse durch das Werk "Die Traumdeutung - Psychopathologie des Alltagslebens" - Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie - "Jenseits des Lustprinzips" Fall Anna O. Bertha Pappenheim ( ): jüdische Frauenrechtlerin, erst posthum enttarnt (1953) Symptome der damals so bezeichneten Hysterie (heute: histrionische Persönlichkeits & Konversionsstörung) - Sprachstörungen (Aphasien), Nervenschmerzen (Neuralgien), Lähmungserscheinungen (Paresen) & Taubheitserscheinungen, Sehstörungen, Stimmungsschwankungen (Angstzuständen, Depressionen, entspannte Zustände), Amnesien, Essstörungen, Veränderte Bewusstseinslagen, Dissoziative Identitätsstörungen Freuds Persönlichkeitstheorie: - Psychoanalytischer Ansatz: meisten unserer Verhaltensweisen sind von Motiven getrieben, derer wir uns nicht bewusst sind - Motive sind unbewusste Kräfte schwer, uns selbst zu kennen wir zeigen ab und zu Verhalten, das wir nicht erklären können - Theorie beinhaltet Stufen des Bewusstseins, Natur des Menschen, Quelle der menschlichen Motivation, Struktur der Persönlichkeit und Entwicklung der Persönlichkeit Persönlichkeitsstrukturmodell nach Freud: Stufen des Bewusstseins: - Bewusstsein: (Consciousness) = Gedankeninhalte sind zu jederzeit bewusst - Vorbewusstsein: (Preconsciousness) = Inhalte, die nicht unmittelbar im Bewusstsein sind. Es ist aber jederzeit möglich sie bewusst zu machen - Unbewusstes: (Unconsciousness) = Inhalte werden aktiv zurückgehalten und sind auch nicht direkt abrufbar, weil inakzeptabel (Verdrängung = repression) Bewusstes Vorbewusstes - Übergänge zwischen Stufen sind fließend - Eisbergmetapher des Unbewussten - Zugriff auf Unbewusstes: unter Alkoholeinfluss, in Träumen, Fehlleistungen, Kunst, Neurosen/Psychosen, Rituale, Hypnose, freie Assoziation - Träume: Unbewusstes - Direkter Weg zum Unbewussten - Manifester Inhalt: Beschreibung des Traumes, die vom Träumer abgerufen werden kann (aber: Zensur durch 5

6 Träumer, deshalb keine wahre Repräsentation des Unbewussten!) - Latenter Inhalt: wahre Bedeutung des Traumes; kann nur von geschicktem Analysten gefunden werden - Verschiedene Denkarten stehen in Zusammenhang mit verschiedenen Stufen des Bewusstseins: - Primäres Prozessdenken (primary process thinking): irrationale mentale Aktivität; z.b. Träume; getrieben durch Lustprinzip (pleasure principle; angeborener primitiver Instinkt) Unbewusstes - Sekundäres Prozessdenken (secondary process thinking): rationales Denken (logisch, organisiert), getrieben vom Realitätsprinzip (reality principle; erlernt) Bewusstsein & Vorbewusstsein Der psychische Apparat : 3 Systeme (entwickeln sich in dieser Reihenfolge): Es (Id): - Elementare, nicht sozialisierte, innere motivierende Kräfte - angeborene Triebe - Psychische Grundenergie/ motivation = Instinkte oder Impulse - Grundlegendes Prinzip: Lustprinzip (Libido) - Reduktion von innerer Spannung (Triebbefriedigung) - Reflexe, Primärprozess - Lokalisation im Unbewussten - Belohnungsaufschub nicht möglich unmittelbare Befriedigung nötig - Bsp: Nahrungsaufnahme beim Säugling, (Sexualtrieb) Ich (Ego): - Realitätsprinzip - Sekundärprozess (d.h. erlernt) - Vollstrecken (Umsetzen) der Triebe in der realen Welt (Triebreduktion) - Belohnungsaufschub möglich (Lustbefriedigung zur richtigen Zeit ) - Hat eine exekutive Funktion in der Persönlichkeit: Vermittler zwischen Forderungen des ES & Beschränkungen der externen Welt - Lokalisation zwischen Bewusstsein & Unbewusstem - Bsp: Nahrungsaufnahme beim Erwachsenen, (Sexualtrieb) Über Ich (Super Ego): - Kind lernt durch Eltern - Internalisierung von traditionellen Werten und Idealen (Introjektion) - Um Liebe der Eltern zu erhalten den Wünschen der Eltern genügen - Perfektionsstreben statt Vergnügen - Gewissen und Ich Ideal (Regeln über gutes Verhalten vs. Regeln über schlechtes Verhalten) - (Selbst )Bestrafung bei Verletzung der Moral (Schuldgefühle, Unfälle...) - Belohnung bei regelkonformem Verhalten (Stolz) - Teile des Über Ichs sind unbewusst Erklärung von Abweichungen in der Persönlichkeit Konflikte - Es vs. Ich - Über Ich vs. Ich (z.b. moralisches Dilemma) - Über Ich vs. Es - z.b. durch Realitätsbeschränkungen Systeme stehen immer im Konflikt miteinander Grundangst (da man immer eine Anforderung enttäuscht) Ziel eines gesunden Zustandes (Persönlichkeit): Balance zwischen den Systemen Ich Stärke in unterschiedlicher Ausprägung und die Auswirkungen Ungelöste Konflikte Neurosen Negatives Menschenbild Freuds (Mensch als Sklave seiner Triebe) Die menschliche Natur und Quellen der Motivation - Libido (Lustprinzip, Eros) - Interpretationen im Laufe der Jahre unterschiedlich 6

7 - Sexualtriebe aber noch mehr, d.h. Lebenserhaltung (Fortpflanzung, Vergnügen, Hunger & Schmerzvermeidung) - Thanatos (Todestrieb) - Trieb nach Selbstzerstörung - auch zellinterne Suizidprozesse (Apoptosis) - Aggression als Folge von unterdrücktem Thanatos - Mensch = Energiesystem Dampfkessel - Psychohydraulisches Prinzip - nicht ausgelebte Triebe stauen sich an (im Unbewussten) & wollen raus (Fehlleistungen, Träume) Mittel, Ziele und Probleme der Psychoanalyse Als Therapieform: Über das Prinzip der Katharsis: durchspülen, reinigen Abreagieren (abreaction) - Emotionen zum Konflikt in Sitzung frei werden lassen - Zur Erlangung Verständnis des Konfliktes - Methode: Freies Assoziieren - Mögliche Folgen: Abwehr/ Widerstand - Wichtiges Prinzip: zunächst Abhängigkeit, dann Lösung vom Therapeut Übertragung (transference) = Therapeut als Projektionsfläche für Klient (erwünscht!) Gegenübertragung (counter transference) = Klient als Projektionsfläche für Therapeut (z.t. unerwünscht!) Gegenmaßnahme (Selbstanalyse & Supervision) Häufiges Vorgehen: Regression bzgl. der Phase (s. unten) Psychosexuelle Entwicklungsphasen - Instanzen (Es, Ich & Über Ich) bilden sich heraus - Entfaltung kindlicher & jugendlicher Sexualität - Sexuell sind Aktivitäten dann, wenn diese körperliche Lust entwickeln (nicht nur genital) - Unterschiedliche Partialtriebe (PT, einzelne Elemente der Libido) an unterschiedlichen erogenen Körperzonen - Vereinfachte Darstellung: PT1 + PT2 + = Gesamttrieb Phasen der Entwicklung nach Freud Nicht alle der 3 Instanzen sind angeboren & entwickeln sich von 0 18 Jahren: (Vorgeburtlich) Orale Phase (Ich) Lebensjahr - Mund als erogene Zone (Lustgewinn und Befriedigung z.b. durch Lutschen) - Dient der Selbsterhaltung (Nahrung, etc.), aber auch unabhängig davon - Prozess vom Objekt an mütterlicher Brust zum Subjekt: Unterscheidungsfähigkeit Ich Anale Phase (Ich) Lebensjahr - Anus als erogene Zone (Lustgewinn durch Ausscheidung; Beherrschung des Sphinktermuskels) - Sauberkeitserziehung - Aufschub von Befriedigung mit Kontrolle von triebhaften Bedürfnissen - Weiterentwicklung des Ich - Realitätsprinzip - (Erleben der Wechselwirkung: Ich und Umwelt) Phallische Phase (Über Ich) Lebensjahr - Genitale als erogene Zone: Phallus - Penisstolz ( ) vs. Penisneid ( ) - Ödipuskomplex bzw. Elektrakomplex (geschlechtsspezifisch): - : Mutter als Libido Objekt vs. Vater als Autorität und Rivale; Lösung: Identifikation mit Vater - : Vater als Libido Objekt (Penisneid) vs. Mutter als Rivalin; Lösung: Identifikation mit Mutter - Verdrängung des Konflikts Neurose 7

8 8 - Über Ich (Außenwelt Innenwelt) Latenzphase (Ich & Über Ich) Lebensjahr - Sublimierung von Sexual und Aggressionstrieben - freigewordene Energie Umlenkung auf Wissenserwerb - Libibo: Ideen oder sachliche Objekte (Desexualisierung) - Aufhebung des Ödipuskomplexes - Ich und Über Ich werden verfeinert - Abwehrmechanismen, um Grundangst entgegenzutreten, entwickeln sich (siehe unten!) Genitale Phase (Ich & Über Ich) - > 13. Lebensjahr (Pubertät) bis Vollendung der Sozialisation (Ehe, Beruf ) - Von kindlicher zur normalen Sexualität - Sexualtrieb nicht mehr autoerotisch, sondern auf Sexualobjekt abgezielt - Genitalzone als wichtigste erogene Zone - Zusammenwirken aller Partialtriebe - Ich und Über Ich Beispiele für unbearbeitete Phase: - Mangelnde Verarbeitung des Ödipuskomplex: Verdrängung Unbewusste Verarbeitung - Kastrationskomplex: Angst vor Kastration( ) vs. Folge einer Kastration ( ) - = durch Vater Identifikation - = Akzeptanz der Penislosigkeit und Kompensation durch Wunsch nach Kind Persönlichkeitstypen nach Freud Fixierung vs. Regression - Phasenübergang wichtig für Persönlichkeitsentwicklung Einfluss auf Verhaltensweisen - Zu wenig Lustgewinn in einer Phase Fixierung ( Verbleiben in der Phase ) - Zu viel Lustgewinn in einer Phase Regression ( Zurückfallen in eine Phase ) - Prägung der Persönlichkeitstypen nach Freud Orale Persönlichkeit - Fixierung in oraler Phase - Eigenschaften: still, selbstbezogen/narzistisch, eifersüchtig, aufbrausend, keine Wahrnehmung anderer (nur deren Fütterungsnutzen ) - Ursache: Nicht genug gefüttert oder zu viel - Suche nach oraler Stimulation: Rauchen, Alkohol, Kaugummi - Neurosenbild: schizoid, depressiv Anale Persönlichkeit - Fixierung in analer Phase: - Anal retentiv (Fixierung): ordentlich, sparsam, geizig, trotzig, pedantisch, ehrgeizig, nach Macht & Kontrolle, streben, beschäftigt sich entweder mit Zustimmung oder Ablehnung - Ursache: Misslungenes Sauberkeitstraining - Neurosenbild: zwanghaft - Regression in analer Phase: - Anal expulsiv (grausam, selbstbewusst, künstlerisch, rebellisch, sorgenfrei ) Phallischer Charakter - Frauen: naiv, exhibitionistisch, kokett, verführerisch - Männer: kämpferisch, freiheitsdurstig, rücksichtslos, exhibitionistisch, Betonung der Männlichkeit - Ursache: Misslungene Lösung des Ödipus /Elektrakomplexes - Neurosenbild: hysterisch

9 9 Abwehrmechanismen - Verzerrung der Realität, um das Ich vor schmerzlichen Erfahrungen zu schützen, die vom Es kommen - Dauerhafte Präferenzen für bestimmte Mechanismen als Teil der Persönlichkeit - 1. Verdrängung - 2. Reaktionsbildung - 3. Verleugnung - 4. Projektion - 5. Verschiebung - 6. Sublimierung - 7. Regression - 8. Rationalisierung Verdrängung (repression) - bedrohliche oder unerwünschte Gedanken/ Triebimpulse werden ins Unbewusste geschoben & können nicht mehr erinnert werden - Bsp.: Erinnerung an Mordfall nach 21 Jahren - Belege für Verdrängungen: posttraumatische Belastungen, Flashbacks von Kriegsveteranen, Vergewaltigungsopfer - Problem der falschen Erinnerungen - Nach Freud: kaum Missbrauch durch Eltern; nur Fantasie (Ödipus/Elektra) Reaktionsbildung - Prozess, bei dem Handlungen & Denkweisen übermäßig betont werden, die genau entgegengesetzt zu den bedrohlichen/unbewussten Impulsen des Individuums stehen - Bsp.: Homophobe Aktivitäten, aber unbewusste homosexuelle Neigungen; Monica von Friends (nach außen hin übertrieben ordentlich, hat aber verschlossenen, unordentlichen Schrank) - Belege: Untersuchung zur Homophobie (Adams et al., 1996) - Im Extremfall kann dies zu Zwangsneurosen führen Verleugnung - Strikte Weigerung, Angst erregende Stimuli anzunehmen; - unerwünschte Tatsachen werden durch Wunschvorstellungen ersetzt - Bsp.: 11. September 2001 (vermisste Leichen); Amnesie nach Trauma - Schmerzlosigkeit nach schweren Verletzungen - Schutzmechanismus Projektion - Angst auslösende Impulse werden auf andere externalisiert (Zuschreibung auf andere Personen) - Bsp.: Vorwurf Freundin sei in verheirateten Mann verliebt, obwohl sie es selber ist. - Belege z.t. aus Vorurteilsforschung - Im Extremfall kann dies zu Paranoia führen Verschiebung - Triebimpulse, die nicht am Original befriedigt werden können, werden bei anderen befriedigt - Verlagerung des Ziels der eigenen unbewussten Ängste oder Wünsche

10 10 - Bsp.: seinen Hund treten wenn eigentlich der Chef gemeint ist - Kann zu Einschränkungen in zwischenmenschlichen Beziehungen führen Sublimierung - bedrohliche Triebimpulse werden in positive, sozial akzeptierte Motive gewandelt - Bsp.: Kunst, Wissenschaft, Sexuelle Revolution = Untergang der Kreativität?!; Regression - Rückzug auf eine frühere sichere psychosexuelle Phase des Lebens - Bsp.: Schulkind zeigt kleinkindliches Verhalten; Kind, das schon zur Toilette ging, wird wieder zum Bettnässer, wenn es Geschwister bekommt; in Urlaub fahren Rationalisierung - Verhalten, welches durch unbewusste bedrohliche Triebimpulse hervorgerufen wurde, wird im Nachhinein logisch erklärt, anstatt sich mit den Ängsten auseinander zu setzen - Bsp.: Umzug wegen Partner/in andere Stadt: das mache ich nicht aus Liebe, sondern weil es für meine berufliche Entwicklung wichtig ist ; nachdem man Job, den man haben wollte, nicht bekommen hat, redet man ihn schlecht - unlogisches Verhalten - hilft uns dabei, unser Gesicht zu wahren & unseren Selbstwert zu schützen & macht so erneute Versuche möglich Evaluation der Theorie von Freud: - Beschreibung: keine qualitativ guten Daten (Validität?); revidierte viele seiner Theorien ( schwer zu folgen); beschrieb große Bandbreite an Phänomenen; Konzepte & Theorien zwar gut erklärt, jedoch nur auf Basis von Beobachtungen neurotischer Menschen entwickelt; Komplexität des menschlichen Verhaltens angesprochen; Originalität? (viele Ideen wurden nur von ihm popularisiert!) - Erklärung: einige vage Aussagen darüber, was für gesunde Entwicklung nötig ist; Gründe für pathologische Entwicklung werden besser erklärt; zu große Betonung auf Sexualtrieben; Abwehrmechanismen: wichtigster Beitrag Freuds; tautologisch!!!; reduktionistische Sichtweise - Empirische Validität (Gültigkeit): wissenschaftstheoretisch fragwürdige Methodik - Prüfbarkeit der Konstrukte: einige Konstrukte konnten operationalisiert werden (hier konnten auch Belege für Freuds Theorien gefunden werden), andere Konstrukte waren nicht zu operationalisieren & müssen erneuert bzw. verändert werden - Reichhaltigkeit: recht breite Theorie; beschreibt normales & anormales Verhalten - Sparsamkeit: recht sparsam; allerdings nicht bei Erklärung der motivationalen Basis von Verhalten (nur sexuelle & aggressive Instinkte als ursächliche Motive allen Verhaltens zu wenig, um Komplexität des menschlichen Verhaltens zu erklären) - heuristischer Wert: erfuhr große Resonanz; auch heute noch viele Debatten & Forschung; stellte neue, aufregende Ideen vor; viele neue Therapieansätze auf Basis seiner Theorie; beeinflusste sogar Literatur & Kunst - Anwendungswert: große Fortschritte in Behandlungsmethoden (Freuds Theorie als Basis für viele Ansätze noch heute sehr bedeutsam); jedoch starke Modifikationen von der Psychoanalyse nach Freud; bezieht Umwelt nicht mit ein; sehr pessimistische, einseitige Sichtweise der menschlichen Natur 3. Vorlesung: Persönlichkeit II: Freud, Adler, Jung Alfred Adler ( ) Zweitgeborener von 6 Kindern, leidete an Rachitis und erlebte 2 Unfälle; Medizinstudium 1902: erste Begegnung mit Sigmund Freud 1907: Studie über die Minderwertigkeit von Organen 1911: Bruch mit Freud & Austritt aus der Psychoanalytischen Vereinigung ; gründet den Verein für freie Psychoanalyse, später Umbenennung in Individualpsychologie 1912: Über den nervösen Charakter 1934: Übersiedlung in die USA

11 Wie kam es zum Bruch mit Freud? zu negatives/deterministisches Menschenbild von Freud Adler: Beschäftigung mit vorbeugenden Maßnahmen, um Persönlichkeitsstörungen zu vermeiden (Freud nahm an, dass alle Menschen Neurosen haben) sehr unterschiedliche Einstellung zur menschlichen Motivation Nach Adler: Motivation ist einzigartig, d.h. individuell; es besteht nicht rein sexuelle (libidinöse) Motivation; auch Teil des sozialen Kontexts (v.a. Familie: Geschwisterreihung) Dominante Persönlichkeit von Freud Der Minderwertigkeitskomplex (inferiority complex) Nur eine Motivation: Mensch strebt nach Überlegenheit (Perfektionismus) kann bei Nicht Erreichen dazu führen, dass man sich minderwertig fühlt kann somatische und/oder psychische Ursachen haben (z.b. Organschwäche, anderes Handicap, ) Kompensation u.a. durch: Verstecken der Minderwertigkeit (z.b. Rückzug) Überdecken der Minderwertigkeit (z.b. Überheblichkeit, Arroganz & Prahlerei ) das kann wiederum zur Ablehnung führen (Teufelskreis) Lebensstil gleichmäßige, zielgerichtete Bestrebung individuelle Auseinandersetzung in der frühen Kindheit mit den angeborenen Anlagen & den umweltbedingten Anforderungen des Lebens; entsteht in den ersten 4 5 Jahren der Kindheit wie wir unsere Minderwertigkeit angehen, bestimmt unseren Lebensstil (Einstellung, die unser gesamtes Verhalten leitet) Aspekte, die Lebensstil beeinflussen: Grad: je stärker das Minderwertigkeitsgefühl, desto stärker der Drang zur Kompensation Bereich: worin sie Minderwertigkeitsgefühle erleben Mittel: akzeptierte Mittel einsetzen oder nicht Nur akzeptierte Mittel führen auf Dauer zu einem integrierten Lebensstil Wenn ein Lebensstil ausgebildet worden ist, wird das Lernen aus neuen Erfahrungen erschwert (Stil wirkt wie ein Filter) Neurotischer Lebensstil: Kind hat seine Umwelt verzerrt wahrgenommen oder fehlinterpretiert 3 grundlegende Anliegen, mit denen man sich beschäftigen muss: Arbeit, Freundschaft und Liebe Aspekte von Adlers Theorie Aggressionstrieb: umgewandelter Trieb Reaktion auf Hilflosigkeit oder Minderwertigkeit Männlicher Protest: Versuch eines Individuums, kompetent & unabhängig zu sein Handeln, als wäre man überlegen (superior), um Minderwertigkeit zu kompensieren gilt für beide Geschlechter Weigerung des Individuums, das Stereotyp der weiblichen Rolle (Schwäche) anzunehmen Weiblicher Protest: Wenn typisch weibliche Verhaltensweisen im sozialen Umfeld als erstrebenswert gelten, werden besonders diese Eigenschaften angeeignet (Kulturabhängig) Teleologie: Ziel der Überlegenheit (superiority oder mastery) als Motivation dafür, unser Potential in jedem Abschnitt unseres Lebens zu optimieren (zielorientiertes Handeln Maximierung des eigenen Potentials) Fiktives Ziel (kann nie vollständig erreicht werden) Determinismus (Freud): Verhalten kann nicht frei gezeigt werden, sondern ist das Resultat anderer Ereignisse Geburtenfolge und Entwicklung der Persönlichkeit Erstes Kind: 11

12 zunächst Einzelkind, dann kommt Konkurrent (Prinzip entthronter Monarch ), ab dann muss es Vorbild sein versteht Wichtigkeit von Macht und Autorität am besten, da es sie erfahren & verloren hat leistungs und machtorientiert, pflichtbewusst, konservativ, unterstützen Autorität, behalten Status quo bei, hervorragend in intellektuellen Aktivitäten Zweites Kind: Rivalität zum 1. ( überrunden wollen) Entwicklung abhängig von Behandlung durch Älteren Wenn dieser unterstützend ist, ist gesunde Entwicklung wahrscheinlicher Minderwertigkeitsgefühl schwaches Selbstbewusstsein mit unrealistischen Zielen (wenn sie scheitern, enttäuschen sie den Älteren nicht), hohe Erwartungen an sich selbst 12 Jüngstes Kind: Verwöhntes Nesthäkchen, erhält viel Aufmerksamkeit erlebt Druck, muss auf allen Gebieten erfolgreich sein später kreativ, rebellisch aber immer Bedürfnis nach Lob & Einzigartigkeit Einzelkind: Extrem verwöhntes Nesthäkchen ohne Druck von bzw. Verantwortung für Geschwister nicht kritikfähig, hohes Bedürfnis nach Beifall, intellektuell begabt Dabei ist nicht die Geburtenfolge selbst, sondern die damit verbundene unterschiedliche Motivation entscheidend Persönlichkeitstypologie nach Adler 2 Dimensionen: Energie (aktiv, passiv) & Sozial/emotional (sozial, unsozial) Daraus resultierende Typologie (vgl. Hippokrates) Herrschender Typ (Choleriker): aktiv & unsozial Mangelndes soziales Interesse, dominierend, Wunsch nach Macht, Überlegenheit, andere zur eigenen Zielerreichung benutzen, emotional manipulativ, tyrannisch Bsp.: Drogensüchtige, jugendliche Delinquenten, erfolgreiche Personen Vermeidender Typ (Melancholiker): passiv & unsozial Keine Vertrauen eigene Probleme lösen zu können, Verleugnen, Probleme behandeln, als existierten sie nicht (Vogelstrauß Taktik: Kopf in den Sand stecken), Schuld auf andere schieben Annehmender Typ (Phlegmatiker): passiv & sozial Passiv, machen nichts selber, um ihre Probleme zu lösen, Parasitär (sehr ungesund), da sie andere mit ihrem Charme dazu bringen, Dinge für sie zu erledigen Sozial nützlicher Typ (Sanguiniker): aktiv & sozial Zuversichtlich, problemlösend, positives soziales Interesse (social interest), kooperativ, für andere nützlich, hilft anderen (sehr gesund) Evaluation der Theorie von Adler: Beschreibung: gute Beschreibung der Persönlichkeitsentwicklung, normalen & anormalen Verhaltens Erklärung: gute & einfache Erklärungen von Überlegenheit & Minderwertigkeit, Einfluss von Eltern & Geschwistern, Eltern Kind Interaktionen; aber nicht sehr detailliert bei Entwicklung & Psychopathologie Empirische Validität (Gültigkeit) & Prüfbarkeit der Konstrukte: Lebensstil, soziales Interesse & Kooperation messbar; einige Belege für Geburtenfolge Effekte Reichhaltigkeit: sehr reichhaltig; aber (wie Freud) nur ein (zu wenig!) Motiv für Verhalten (soziales Interesse) Sparsamkeit: sehr globale Theorie; wenig Konstrukte, sehr generelle & unpräzise Anwendung dieser heuristischer Wert: Wichtigkeit des Selbst, frühe humanistische Theorie (ihm folgten Maslow & Rogers) Anwendungswert: effektive Elternschulungen; frühe Interventionen (schon im Kindesalter); Therapiekonzept Carl Gustav Jung ( ) Ab 1906 Briefwechsel mit Freud; 1909 gemeinsame Reise in USA zu einer Vorlesungsreihe

13 : wird erster Präsident der Internationalen Psychoanalytischen Gesellschaft 1913 wird die Korrespondenz mit Freud langsam eingestellt 1914: tritt von seiner Präsidentschaft zurück & kündigt seine Mitgliedschaft Unterschiede zwischen Jung & Freud Jung Verhalten Folge von individueller Geschichte & seiner Stammesgeschichte (schöpferische) Entwicklung, Suche nach Ganzheit & Vollkommenheit, Sehnsucht nach Wiedergeburt Freud Ursprünge der Persönlichkeit & des Verhaltens liegen in d Kindheit Endlose Wiederholung der Triebproblematik (bis zum unausweichlichen Tod) Bedeutung der Menschheitsgeschichte für Jung individuelle Persönlichkeit als Ergebnis & Behältnis der Ahnengeschichte jeder Mensch wird mit Prädispositionen geboren, die ihm von seinen Vorfahren vermacht wurden Steuert Selektion der Erfahrungen Prägung der Wahrnehmungen Wechselwirkung zwischen Prädispositionen (durch Erfahrungen früherer Generationen) & eigenen Erfahrungen Struktur der Persönlichkeit nach Jung Psyche als komplexes Netzwerk entgegengesetzter Kräfte, in dem das Ziel der Entwicklung darin besteht, Harmonie zwischen den Strukturen der Persönlichkeit herzustellen Aus Konflikten zwischen Kräften entsteht Lebensenergie (life process energy; vergleichbar mit Freuds Libido als psychischer Kraft, aber in weiterem Sinne, nicht nur sexuelle & aggressive Triebe) Prinzip der Gegensätze Ich (Bewusstsein) = bewusste Wahrnehmungen, Erinnerungen, Gedanken & Gefühle; Zentrum des Bewusstseins; vermittelt inneres Gefühl der eigenen Persönlichkeit Persönliches Unbewusstes = Elemente innerhalb des persönlichen Unbewussten = Komplex ; Kernelement wirkt wie ein Magnet; Komplexe können Ich kontrollieren; beinhalten persönliche Erfahrungen, die dem Bewusstsein vorenthalten bleiben, da sie inakzeptabel sind (vgl. Freud: Unbewusstes) Kollektives Unbewusstes = Erfahrungen der früheren Generationen Sammlung der Stammesgeschichte (nicht nur menschliche, sondern auch vormenschliche Evolution) losgelöst von persönlichen Erinnerungen beinhaltet es Erfahrungen, die ganze Generationen von Menschen vor uns gemacht haben jeder Mensch hat das gleiche kollektive Unbewusste (angeboren) Archetypen im kollektiven Unbewussten Uridee innerhalb des kollektiven Unbewussten, die eine bestimmte Bildvorstellung erzeugt Entstehen durch wiederkehrende, einschneidende Erfahrungen der Menschen/ heit prägen das Erleben dieser Ereignisse & werden wiederum von diesen beeinflusst Entstanden aus Beobachtungen fremder Kulturen, Film, Literatur Die Persona (lat. Maske) nach außen getragene Seite der Persönlichkeit, die sich nach den gesellschaftlichen Konventionen & nach der Rolle, die von einer Person erwartet wird, ausrichtet; für jede Rolle haben wir eine Persona Gefahr der Scheinpersönlichkeit & Stereotypisierungen Entstanden aus dem Archetyp der Notwendigkeit sozialer Beziehungen Die Anima und der Animus Anima = feminine Seite der männlichen Persönlichkeit Animus = maskuline Seite der weiblichen Persönlichkeit Durch Zusammenleben von Männern & Frauen wechselseitig geprägt ermöglicht Verständnis für anderes Geschlecht, kann aber auch für Missverständnisse sorgen, da diese Archetypen sehr stark das darstellen, was wir als stereotpyisches Männer oder Frauenbild sehen

14 14 Der Schatten Tierische Instinkte, die sich im Laufe der Evolution im Menschen erhalten haben ( animalische Seite des Menschen) Archetypus für die Vorstellung der Ursünde Besteht aus Material, das Repression im Unbewussten hält; wir sind uns dessen nie ganz bewusst (zu angsteinflößend, unser Potential, Böses zu tun, zu kennen) Aber auch diese leidenschaftlichen, instinktiven Komponenten gehören zum Charakter des Menschen! Das Selbst Archetypus für das Streben des Menschen nach Einheit, nach dem Ganzen Selbst ist das Ziel des Lebens, nach dem die Menschen ständig streben Selbst kann erst entstehen, wenn die anderen Komponenten der Persönlichkeit voll entwickelt sind zwischen Bewusstsein & Unbewusstem 8 Persönlichkeitstypen aus 4 Grundfunktionen (Denken, Fühlen, Empfinden, Intuieren) und 2 Einstellungsformen (extravertiert vs. introvertiert): Denken Fühlen Empfinden Intuieren Extravertiert Extravertierter Denktypus orientiert sich an Tatsachen als richtig gilt, was einer Formel entspricht Reformatoren, Kritiker, Propagandisten Extravertierter Fühltypus strahlt gefühlsmäßig Sicherheit aus ist taktvoll & hilfsbereit Vorsitzende, Fürsorger Extravertierter Empfindungstypus orientiert sich an sinn haften Tatsachen ge das Leben ästhetisch hochdifferenzierte Menschen Extravertierter Intuitionstypus deutet die Wirklichkeit immer wieder neu greift viel auf & führt wenig zu Ende Diplomaten, Spekulanten Introvertiert Introvertierter Denktypus orientiert sich an eigenen Ideen & seiner inneren Re Zerstreuter Professor Introvertierter Fühltypus wirkt nach außen hin kühl, innen glüht aber eine Leidenschaft Personen, die sich z.b. für Religion einsetzen Introvertierter Empfindungstypus erlebt die Welt höchst subjektiv, hat aber Schwierigke innere Erlebnisse auszudrücken Musiker und Maler des Abstrakten Introvertierter Intuitionstypus träumt & phantasiert gerne Künstler, Seher, Propheten Evaluation der Theorie von Jung: Beschreibung: beschreibt Entwicklung nicht; Therapieziel: Selbstrealisation finden (Endstadium der Persönlichkeitsentwicklung); komplexe Verhaltensbeschreibungen; mystische Elemente (kollektive Unbewusstes, Archetypen); z.t. verwirrend & komplex; Erklärung: im Groben gute Erklärungen (z.b. Persona); im Detail oft defizitär Empirische Validität (Gültigkeit) & Prüfbarkeit der Konstrukte: schwierig zu testen; Schwerpunkt auf Persönlichkeitstypen (wurden ergänzt, heute 16 verschiedene); Archetypen nicht definierbar oder messbar Reichhaltigkeit: zwar viele Bereiche (Religion, Erziehung, Beziehungen, etc.) abgedeckt, aber oberflächlich Sparsamkeit: nicht sparsam; riesige Bandbreite an Persönlichkeitsstrukturen; verschiedene Konzepte um ähnliches Verhalten zu erklären; unklar, ob manche Archetypen mächtiger sind als andere, etc. heuristischer Wert: einflussreich in vielen Bereichen, v.a. Religion & Spiritualität (Hippies!), nicht so sehr in psychologischer Forschung (da schwer messbar) Anwendungswert: viel Diskussion in versch. Bereichen (das Böse, Religion, inneres Selbst, etc.); Persönlichkeitstypen weiter erforscht & gemessen; Eysenck: Introversion & Extraversion; AA; Kunsttherapie 4. Vorlesung: Persönlichkeit III: Theorien Einordnung der Persönlichkeitstheorien und Theoretiker

15 15 Psychoanalytische Sicht Lerntheorien Humanistische Theorien Kognitive Theorien Freud Jung Adler Erikson Pawlow Skinner Bandura Rotter Maslow Rogers Kelly Maslow Ellis Kognitive Persönlichkeitstheorien Persönlichkeit als die Summe der Kognitionen (Denken, Aufmerksamkeit, Gedächtnis ) einer Person George Alexander Kelly ( ) 1926: Mathematik & Physik Abschluss (USA); arbeitete eine Zeit als Luftfahrtingenieur 1929: Wechsel zu EZW & promoviert über Sprach & Leseschwierigkeiten bei Kindern 1940: Professor für Klinische Psychologie 1955: Begründer der Psychologie der persönlichen Konstrukte Vertreter des Konstruktivismus (Überschneidungen zu anderen Ansätzen, z.b. Phänomenologie) Begrifflichkeiten Phänomenologisch = Alles, was sich dem Wahrnehmenden, Fühlenden oder Denkenden unmittelbar gibt, sofern er sich seinem schlichten Erleben überlässt; ein Gegenstand, eine Stimmung, ein Einfall sowie die gesamte erlebte Welt sind in diesem Sinne Phänomenologie Konstruktivistisch = Welt wird nicht gespiegelt abgebildet, sondern von Personen konstruiert durch Kognitionen Konstruktivismus oder Theorie der persönlichen Konstrukte nach Kelly = aktives Bemühen der Menschen, sich durch Verstehen & Interpretieren in der Welt zurechtzufinden Theorie der persönlichen Konstrukte von Kelly Ein Mensch versucht ständig herauszufinden, wie seine Welt funktioniert mittels Beobachtung Hypothesenbildung Experiment eigene Theorie Die (Informations ) Verarbeitung einer Person wird durch die Art, in der sie Ereignisse antizipiert, psychologisch kanalisiert d.h. der Mensch = Wissenschaftler, der versucht der Welt einen Sinn zu verleihen, jeder auf seine eigene Weise Es gibt keine objektive Realität! Nur Individualität! Entstehung und Funktion der Persönlichen Konstrukte Persönliche Konstrukte = Kriterien, die der Mensch nutzt, um Ereignisse zu beobachten & zu interpretieren Handlungsmotivation durch zukünftige Ziele Konstrukte entstehen: durch die Beobachtung von Mustern & Regeln (Schulbesuch) durch viele Erfahrungen bemerkt man, dass Ereignisse Ähnlichkeit/Unähnlichkeiten haben (Kindergartenbesuch, Schulbesuch, Universitätsbesuch) Interindividuelle Differenzen werden durch unterschiedliche Konstruktsysteme erklärt, d.h. unterschiedliche Ereignisse können unterschiedlich interpretiert werden unterschiedliche Persönlichkeiten Strukturierung: mind. 3 Elemente sind nötig, um ein Konstrukt zu bilden, 2 müssen als ähnlich angenommen werden, das 3. als unähnlich zu den beiden anderen Eigenschaften von Konstrukten: Bipolarität (hilfsbereit vs. egoistisch) Ähnlichkeits Unähnlichkeits Vergleich führt zum Konstrukt Dichotom (!), nicht kontinuierlich Verbale vs. präverbale* Konstrukte *= Entweder man kann ein Konstrukt nicht in Worte fassen oder man kann keinen Gegenpol finden 11 Prozesse zur Konstruktbildung: Folgerungen aus Kellys Postulat Konstruktion (Konstruktion von Bedeutung hilft bei Verständnis von Ereignissen)

16 Individualität (jeder Mensch interpretiert Ereignisse individuell, je nach Vorlieben, Interessen, etc.) Organisation (jedes individuelle Konstruktsystem ist hierarchisch organisiert; Präferenzen für best. Konstrukte) Dichotomie (Konstrukte sind Gegensätze; wenn etwas gut ist, ist es gleichzeitig nicht schlecht ) Wahl (freie Wahl des Konstruktes, das am besten passt und zu Verständnis beiträgt) Fragmentierung (erklärt Inkonsistenzen im Verhalten; übergeordnete Konstrukte können z.b. erweitert werden eigentlich inkonsistente Subkonstrukte werden integriert) Sozialität (in sozialer Interaktion nutzt man Wissen über Konstrukte des Partners, um eigene Konstrukte anzupassen und somit mit Partner interagieren zu können) Breite der Angemessenheit Erfahrung (Veränderbarkeit der Konstrukte durch neue Erfahrungen) Modulation (permeables vs. unpermeables Konstruktsystem: anpassungsfähig vs. starr & unveränderbar) Kommunalität (ähnliche Konstruktsysteme ähnliches Verhalten) Konstruktarten 1) Präventive (pre emptive) Konstrukte = nur ein Element rigide Sichtweise (aber änderbar) 2) Konstellatorische (constellatory) Konstrukte = Stereotype Cluster nicht leicht änderbar 3) Propositionale Konstrukte = sehr flexibles Denken nur diese Konstrukte machen Leben unmöglich, da sie ständig uminterpretiert werden müssen (ein bisschen Stabilität muss sein!) Persönlichkeitsentwicklung Ziel: Maximierung des Wissens über die Welt mit Hilfe der Entwicklung von persönlichen Konstrukten Entwicklung motiviert durch angeborenes Bedürfnis, Wissen über die Welt zu erlangen Umwelt spielt Rolle bei Entwicklung (aber nicht so extrem wie in Lerntheorie) Durch dynamische Bildung von Konstrukten (Interpretation & Re Interpretation von Ereignissen) Folge: Verbesserung der Wahrnehmung der Umwelt: Hypothesenbildung Prüfung Ziel: ähnliche Konstrukte machen soziale Interaktionen leichter Umwelt determiniert nicht zwangsläufig Verhalten (da unterschiedliche Konstrukte in gleicher Umwelt zu unterschiedlichem Verhalten führen können) Kinder haben flexibleres Konstruktsystem als Erwachsene Persönlichkeitsentwicklung: Circumspection pre emption control (CPC) cycle, Kelly (1958) Wenn eine Person in eine (neue) Situation kommt & diese für sich konstruiert : 1. Zunächst alle möglichen (bekannten) Konstruktarten der Situation erfassen (Circumspection = Umsicht) 2. Welches Konstrukt ist wahrscheinlich das Erfolgreichste? Untaugliche (nicht erfolgreich für Situation) entfernen (Pre emption = Vorwegnahme) 3. Evaluation gibt es Alternativen? Welches Konstrukt bringt uns am ehesten zu gewünschter Lösung? Gesundes System ist dynamisch & konstruktiv (Vermittlung zwischen Individuum & Umwelt): Lebenslange Modifikationen möglich (Control) Motivationskonzept nach Kelly Motivation: zukünftige Ziele erreichen; bessere Vorhersagen treffen können nicht durch Lernen in Vergangenheit oder Triebe etc. " Since we prefer to look at the nature of the animal himself [between the pitchfork and the carrot], ours is probably best called the 'jackass' theory. (Zitat von Kelly, 1958) d.h. weder push (Triebe) noch pull (Anreize), sondern aus sich selbst heraus motiviert Frage nach freiem Willen Konstrukte (Interpretationen von Ereignissen) sind wandelbar frei? Trotzdem sind Gedanken & Verhalten manchmal durch andere Personen/Ereignisse determinier unfrei? Unterscheidung: Langfristige (übergeordnetes Konstrukt) vs. kurzfristige Ziele guter vs. schlechter Abschluss (frei gewähltes Ziel); aber ausgeschlafen in VL gehen vs. abendliches Vergnügen in Kneipe (unfrei) wenn eine Strategie nicht erfolgreich ist Änderung des Konstrukts 16

17 17 Mensch ist zukunftsorientiert (Antizipation) Teleologie (s. Adler) Messung der Konstrukte: Repertory Grid Test (Rep Grid) Erfassung des individuellen Konstruktsystems: Qualitative Auswertung (auch faktorenanalytisch) Mensch mit komplexem Konstruktsystem: bessere Vorhersagen möglich (kommt besser in seiner Umwelt zurecht) Klinisch therapeutische Implikationen Entdecken des Konstruktsystems Dysfunktionale Konstrukte aufdecken (kontrollierte Elaboration) Oben: Elemente (z.b. Personen, Gegenstände, Produkte, Situationen, Lehrformen) Seite: Konstrukte (Eigenschaften) Personen/Gegenstände in 3er Sets vorstellen Kreis drunter Konstrukte an Seite schreiben (beide Pole, z.b. erfolgreich nicht erfolgreich) 2 Personen/Gegenstände ankreuzen, die sich in jeweiligem Konstrukt ähneln, 3. Person ist unähnlich (kein Kreuz) Bsp.: Man Selbst & Mutter haben Sinn für Humor, Vater hat keinen Sinn für Humor Wenn in jeweiliger Reihe noch jemand anders (außer den 3 beachteten) z.b. einen Sinn für Humor hat, wird in dieses Kästchen ein Häkchen gesetzt VP bestimmt selbst, wie viele Konstrukte es verwendet Keine standardisierte Auswertung möglich! Nur Einsicht in persönliches Konstruktsystem der VP! Therapie: Induzierte Reorganisation Psychische Probleme entstehen durch ein ungünstiges Konstruktsystem Therapie als gesteuerte Veränderung eines gestörten Konstruktsystems Selbstcharakterisierungssketche, Fixed Role Therapie: neue Konstrukte werden aufgebaut & in Experimenten werden Hypothesen verifiziert/falsifiziert neue Elemente werden eingeführt neue Datenquellen werden zugängig gemacht, um Konstrukte zu validieren Weitere Vertreter des Konstruktivismus: Albert Ellis & Rational Emotive Verhaltenstherapie Paul Watzlawick Kersten Reich (Uni Köln) Evaluation der Theorie von Kelly: Beschreibung: verwendet oft komplizierte Beschreibungen Erklärung: klare kognitive Systeme; Rep Grid gibt wichtige Einsichten in Kognitionen & deren Einfluss auf Verhalten; Fokus zu sehr auf individuellen Gedankenprozessen; aber: trotz Fokus auf Individuum, dennoch Generalisierung der Basiskonstrukte auf alle Menschen Empirische Validität (Gültigkeit) & Prüfbarkeit der Konstrukte: Kelly selbst keine Belege, aber Rep Grid von anderen bestätigt (aber keine systematische Auswertung); viel Selbstbericht, Korrelationen (!), keine experimentellen Belege für Kellys Theorie Reichhaltigkeit: nicht sehr reichhaltig; Fokus auf Vorgängen im Individuum; Umweltfaktoren nicht einbezogen zugunsten der Kognitionen; vereinfacht, geht davon aus, dass Denken immer rational ist Sparsamkeit: zu sparsam; wenig Konzepte, zu allgemein, zu weit/global

18 heuristischer Wert: populärer in England als in USA; forderte Psychoanalyse & Lerntheorien heraus; klinisch relevant in England, Kanada, Israel, Holland; immer noch Therapeuten, die Konzept nutzen Anwendungswert: Anwendung in Klinik; Einsichten in gestörtes Denken (z.b. Schizophrenie); Rep Grid auch in Marktforschung (Unternehmensberatung, Beziehungen in Firmen, Konsumentenerforschung, etc.) Humanistische Persönlichkeitstheorien Auch in der existenzialistischen Philosophie verankert (Kieerkegrad, Camus, Sartre, Heidegger) Betonung auf persönlichem Wachstum; Fokus auf Gegenwart (Vergangenheit hat zwar Einfluss, aber man kann sich ändern!); Menschliche Natur ist positiv ( Freud) Motivation: Bedürfnis zu wachsen & sich positiv zu entwickeln Freier Wille (man kann entscheiden, was man tun möchte) persönliche Verantwortung Phänomenologischer Ansatz: Individuelle Erfahrung & individuelles Bewusstsein (Einzigartigkeit!) Therapie: hilft dabei, Probleme zu erkennen anstatt Lösungen zu bieten Abraham Maslow ( ) wichtigster Gründervater der Humanistischen Psychologie, Kind jüdisch russischer Immigranten 1934 in Psychologie promoviert; 1937 Professur am Brooklyn College; 1967: Humanist des Jahres Fokus auf positiven Möglichkeiten der menschlichen Entwicklung 18 Maslow und Selbstaktualisierung Motivation menschlichen Handelns: Instinktive Verhaltenstendenzen (instinctoid tendencies) = angeborene Tendenz zu gesundem Wachstum & Entwicklung Diese sind schwach & leicht zu überwinden, z.b. durch negative Umwelteinflüsse Unterschiedliche Bedürfnisse in verschiedenen Ebenen, d.h. zunächst müssen Grundbedürfnisse befriedigt sein Mangelmotive Körperlicher/psychischer Mangel muss überwunden werden für alle Menschen gleich; wenn erreicht, kommen andere Motive ins Spiel Ziel: Überleben sichern Prinzip der Homöostase Bsp.: Hunger, Durst, Sicherheitsbedürfnis, Bedürfnis geliebt zu werden Wachstumsmotive Auch Being Motive oder B Motive Streben nach Verbesserung eines Zustandes individuell verschieden; wenn erreicht, werden sie intensiver entwickeln/erhöhen das Potential des Individuums (man belohnt sich selbst man will mehr) Prinzip der Heterostase Bsp.: uneigennützig Liebe geben, Erhöhung im Antrieb (Neugier; Wissensdurst), Entwicklung von Fertigkeiten, neue Erfahrungen sammeln Motivklassifikation nach Maslow: Bedürfnishierarchie Basisbedürfnisse (Mangel Motive) Physiologische Bedürfnisse: Hunger, Durst, Schlaf, Sauerstoff, körperliche Belastung eliminieren, Sex Sicherheitsbedürfnisse: Sicherheit, sicherere Lebensumstände, Selbstschutz, Gesetzestreue, Ordnungssinn Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe: soziale Bindung jeglicher Art, Deficit & Being Liebe Meta Bedürfnisse (Wachstums Motive) Bedürfnis nach Achtung: Durch einen selbst & durch andere Bedürfnis nach Selbstaktualisation: Lebenssinn finden

19 19 Müssen von unten an erfüllt sein/werden Eigenschaften eines Selbstaktualisierten Menschen 1. Realistischere Wahrnehmung der Welt 2. Akzeptanz der eigenen Person und anderer 3. Spontaneität, Einfachheit und Natürlichkeit 4. Problemorientierte Einstellung 5. gute Selbstkenntnis 6. eigene ethische Grundsätze befolgend 7. Wohlfahrt unterstützend 8. Objektivität und das Bedürfnis nach Privatheit 9. Gemeinschaftsgefühl 10. Tiefe interpersonelle Beziehungen 11. Demokratische Charakterstruktur 12. Unterscheidung zwischen Mittel und Zweck, Gut und Böse 13. Sinn für philosophischen Humor 14. Kreativität 15. Widerstand gegen gesellschaftliche Anpassung 16. Peak Experiences ( Gipfel Erfahrung) Niemand ist immer selbstaktualisiert ; Wachstumsbedürfnisse & nicht Mangelbedürfnisse Eigenschaften einer Gipfel Erfahrung 1. Aufmerksamkeitsabsorption durch Tätigkeit 2. Klare Zielsetzung der Tätigkeit 3. Herausfordernd aber schaffbar 4. Volle Konzentration auf Tätigkeit 5. Gefühl der Kontrolle der Tätigkeit 6. so einnehmend, dass man sich selbst vergisst 7. Zeit vergessen machend 8. Rückmeldung / Bewertung über Fortschritt Implikationen Persönlichkeitsentwicklung frei den Bedürfnissen nachkommen können aber durch Eltern und kulturelle Einflüsse gesteuert (eingeschränkt) Grenzen wichtig aber selbst gewählt (Beispiel: Summerhill School) Klinische Implikationen Psychische Störungen: abhängig vom Grad des nicht erfüllten Bedürfnisses Verschiedene Methoden Weitere Vertreter der humanistischen Sichtweise C.R. Rogers: bedingte & unbedingte positive Wertschätzung als Kernelemente der Persönlichkeitsentwicklung Selbstkonzept & Real organismisches Selbst Evaluation der Theorie von Maslow Beschreibung: nachvollziehbarer, aber auch vereinfachte Beschreibung von Verhalten; hohe face (?) Validität; extrem positive & fast zu einfache Sicht von menschlicher Natur & Menschen im Allgemeinen; zum Teil inkonsistent mit seiner Akzeptanz Freudianischer Abwehrmechanismen; Blockaden in Selbstaktualisierung als Ursprung von Verhaltensproblemen (zu vereinfacht); genetische Einflüsse werden nicht beachtet zu viel Betonung auf Umwelteinflüssen (unhaltbar!) Erklärung: Motivation wird als deutlicher dargestellt, als sie tatsächlich ist, & Verbindung zwischen Bedürfnissen & Verhalten wird als offensichtlich dargestellt (Grundlage von Verhalten immer nur ein Motivator statt mehrere); Bedürfnistypen & Liebenstypen interessant (neuer, kreativer Ansatz; weniger positiv: Menschen sind manipulierbar, respektlos, sehr fordernd)

20 Empirische Validität (Gültigkeit): nur sehr kleine Stichprobe bei Untersuchung der Selbstaktualisierung; keine randomisierte Auswahl der VP, sondern Wahl von Personen, von denen Maslow dachte, sie seien am ehesten selbstaktualisiert; keine objektiven Messungen; Mangel in Konsistenz der Untersuchungen der einzelnen VP extrem subjektiv, mehr deskriptiv als evaluativ Prüfbarkeit der Konstrukte: andere Konzepte auch schwer definierbar empirische Testung schwierig; Basis der 5 Basis Bedürfnisse unklar; viele andere menschliche Bedürfnisse wurden identifiziert Reichhaltigkeit: starker Fokus auf positivem Wachstum einseitig; keine systematische oder verständliche Diskussion von Psychopathologie; Beschreibung menschlicher Motivation ist beschränkt; starker Fokus auf Selbstaktualisierung, aber keine klare Erklärung, wie man diese erreichen kann; nur sehr generelle Ausführungen zur Persönlichkeitsentwicklung Sparsamkeit: zu sparsam! Sehr knappe Persönlichkeitstheorie; Motivationskonzept beschränkt, Wahl der 5 Basis Bedürfnisse z.t. willkürlich; Persönlichkeitsentwicklung nicht detailliert genug, Inkonsistenzen heuristischer Wert: einer der ersten, die gesunde Seite der Persönlichkeitsentwicklung beschrieben; großer Einfluss auf verschiedene Disziplinen; seine Kritik an Forschung (damals v.a. Laborstudien) führte dazu, dass viele Forschungsmethoden neu bewertet wurden; lebensnahe Fragestellungen Anwendungswert: größter Einfluss auf Wirtschaft; Motivationstheorie beliebt bei Managern; Betonung von Wichtigkeit von Aufstiegsmöglichkeiten; Zugehörigkeitsgefühl zu Firma schaffen; Umgang mit Angestellten; auch in Unternehmensberatung & Trainingsprogrammen & Bildung (Schüler zentrierter Unterricht; Bsp.: Summerhill) Vorlesung: Methoden & Statistik Untersuchungsgegenstände Was wird in der Differentiellen Psychologie untersucht? Merkmale (j = 1..n) (auch Variablen ): Ängstlichkeitswerte, Intelligenzwerte, Extraversionswerte, EEG Aktivität, Herzfrequenz, Blutdruck, Reaktionszeit Personen (i = 1..v) Situationen (k = 1..m): vor dem Fernseher, im Büro, im Hörsaal, Normalverteilung: Varianz und Streuung Abweichungen der Rohwerte (x) vom Mittelwert (Mx) Varianz: Summe der quadrierten Abweichungen vom Mittelwert Standardabweichung SD ( Streuung): Wurzel aus der Varianz SD und Varianz sind mehr im Interesse der Differentiellen Psychologie als der Mittelwert: Warum? Korrelation & Regression Frage: Wie stark variieren Variablen (X, Y) miteinander? keine Kausalitätsprüfung! r xy = Standardisierte Kovarianz (Werte von 1 bis +1) S x, S y = Streuung der Variablen X und Y Vorsicht bei Nullkorrelationen: es kann Teil SP (z.b. Männer/Frauen) geben, in denen ein Zusammenhang existiert! Einfache Regressionsgleichung auch ein korrelativer Ansatz (lineare Regression) Ziel ist es, Beziehungen zwischen einer AV (y) und einer UV (x) festzustellen z.b. zwischen Schulerfolg (y) und IQ (x): Vorhersagen möglich? y = a + b yx x Multiple Regressionsgleichung

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