Geschäftsprozessmanagement

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1 Methoden und Werkzeuge für das Geschäftsprozessmanagement Jens Drawehn Dietmar Kopperger Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) Hamburg, 14. April 2011 Die Fraunhofer-Gesellschaft im Profil Gründungsjahr: Mitarbeiter Mehr als 80 Forschungseinrichtungen, davon 60 Institute als selbständige Profit-Center Fraunhofer International Europa: Brüssel (Belgien), Moskau (Russland), Budapest (Ungarn), Jönköping (Schweden), Bozen (Italien) u.a. USA: Boston (Massachusetts), Pittsburgh (Pennsylvania), Plymouth (Michigan), Providence (Rhode Island), College Park (Maryland), Peoria (Illinois) Asien: Ampang (Malaysia), Beijing (China), Jakarta (Indonesien), Koramangala Bangalore (Indien), Seoul (Korea), Singapur, Tokio (Japan) Naher Osten: Dubai (VAE), Kairo (Ägypten) 1

2 IAO und IAT im Profil Gründungsjahr: IAO 1981 IAT 1991 Institutsleiter: Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Dieter Spath Finanzvolumen: 31,5 Mio, davon 33% im Auftrag der Wirtschaft Mitarbeiter: 480 Mitarbeiter Daten 2010, inklusive IAT der Universität Stuttgart Geschäftsfelder des Fraunhofer IAO Unternehmensentwicklung und Arbeitsgestaltung Unternehmen zukunftsorientiert entwickeln I Arbeitswelten perfekt gestalten I Prozesse effizient vernetzen Dienstleistungs- und Personalmanagement Mitarbeiterpotenziale optimal ausschöpfen I Kompetenzen passgenau entwickeln I Dienstleistungen kundenorientiert gestalten Engineering-Systeme Virtuelles Engineering systematisch vorantreiben I Technik ergonomisch gestalten I Mobilität neu denken Informations- und Kommunikationstechnik IT-Potenziale intelligent nutzen I Prozessinnovationen erfolgreich umsetzen I Systeme intuitiv gestalten Technologie- und Innovationsmanagement Innovationsfähigkeit nachhaltig stärken I Technologiestrategien gezielt entwickeln I Forschung & Entwicklung optimieren 2

3 Leistungsangebot Business Process Management Anforderungsermittlung Konzeption Produkt- und Anbieterevaluierung Begleitung der Umsetzung Weitere Informationen unter: Prozessmodellierung Prozessanalyse Prozessoptimierung Prozessautomatisierung Projektmanagement und -begleitung Qualitätssicherung Wirtschaftlichkeitsbetrachtung Seminare Agenda Business Process Management Historie und Markt Fraunhofer IAO Marktstudie BPMT 2011 Fraunhofer IAO Marktstudie BPM 2010 Standardisierung Fazit 3

4 Prozessmanagement-Tools 1995 Ablaufmanager PACE AENEIS Design/IDEF LEU SYCAT GRADE ARIS-Toolset AMTOS Income ORGLINE Adonis CABRE FlowStream BDF CAIPLAN-process Bonapart Unterschiedliche Kategorien von Werkzeugen 2001 zunehmender Grad der werkzeugspezifisch bereitgestellten IT-Funktionalität informationstechnische Realisierung Automatisierung Simulation Optimierung Darstellung Modellierungswerkzeuge Visualisierungswerkzeuge Simulationswerkzeuge Workflow- Management- Systeme CASE- Werkzeuge zunehmender Grad der werkzeugbezogenen informationstechnischen Unterstützung 4

5 Modellierungssprachen und -methoden Informatik- und ingenieurgetriggerte Ansätze Petri Netze Structured Analysis and Design Tecnique (SADT) ICAM DEFinition (IDEF) Unified Modeling Language (UML) Business Process Model and Notation (BPMN) Wirtschaftswissenschaftliche Ansätze inklusive Wirtschaftsinformatik Kommunikationstechniken KommunikationsStrukturAnaly se (KSA) MOSAIK Andere Ansätze Ereignisorientierte Prozessketten (EPK) Kommunikation, Kooperation und Koordination (K3) Semantisches Objektmodell (SOM) Integrierte UnternehmensModellierung (IUM) Line Of Visibility Enterprise Modeling (LOVEM) Business Process Management Tools Anbieter / Produkte Detaillierte Produktinformationen Übergreifende Darstellung zu den Themen Modellierung Qualitätsmanagement, Referenzund Reifegradmodelle Analyse, Simulation und Optimierung Schnittstellen Ausführung von Geschäftsprozessen 5

6 Einsatzfelder im Prozess-Lebenszyklus Modellieren, Analysieren, Steuern Zieldefinition als Ausgangspunkt Modellierung als Arbeitsgrundlage Prozessanalyse Monitoring / Performance Measurement Steuerung Automatisierung / Implementierung Qualitätsmanagement Business Intelligence Change Management Business Process Management - Heute Ungebrochener Drang zur Prozessverbesserung Eine Umfrage im März 2011 mit 211 Mitwirkenden zeigte eine hohe Relevanz der Thematik Geschäftsprozessmanagement. 80,7% der Befragten sehen die Bedeutung von Geschäftsprozessmanagement als sehr wichtig an. Quelle: BPM&O Akademie, European Business School, FH Bonn-Rhein-Sieg: Umfrage Status Quo Prozessmanagement 2010/2011, März 2011 Das Marktwachstum liegt nach Gartner bei den reinen Modellierungswerkzeugen bei 10% und bei den BPM-Werkzeugen bei 15%. Quelle: Sinur, Jim; Hill, Janelle B.: Magic Quadrant for Business Process Management Suites, 2010 und Norton, David; Blechar, Michael J.; Jones, Teresa: Magic Quadrant for Business Process Analysis Tools, Februar

7 Business Process Management Tools im Jahr 2011 Stark verbreitet bei Großunternehmen Faktoren für die steigende Verbreitung im Mittelstand Lieferantenbeziehungen, die Zertifizierungen etc. erfordern Marktdruck (Kundenanforderungen, Konkurrenz) führt zur Notwendigkeit Prozesse zu beschleunigen Dokumentation und Transparenz Vorhandene Erfahrungen in Unternehmen am Markt Veränderte Einstellung zu den Nutzenpotenzialen BPM as a Service Software AG Savvion Pegasystems Oracle Metastorm Lombardi IBM HandySoft Global 360 Fujitsu Appian Führende Systeme nach Forrester im Jahr 2010: Umfassendes Angebot Strategie Marktpräsenz Skala je Kategorie: 0: schwach bis 5: stark Tools und Anbieter im deutschsprachigen Raum 7

8 Agenda Business Process Management Historie und Markt Fraunhofer IAO Marktstudie BPMT 2011 Fraunhofer IAO Marktstudie BPM 2010 Standardisierung Fazit Business Process Management Tools Anbieter / Produkte Übergreifende Darstellung zu den Themen Marktüberblick BPM Modellierungsfunktionen Qualitätsmanagement, Referenz- und Reifegradmodelle Monitoring & Steuerung Schnittstellen Ausführung von Geschäftsprozessen Herstellerneutrale Hinweise zu Werkzeugauswahl Detaillierte Produktinformationen 8

9 Teilnehmer der Marktstudie BPMT 2011 Anzahl Installationen n=24 9

10 Modellierungssprachen BPMN 21 BPEL EPK IUM 4 KSA 3 LOVEM 4 SOM 2 UML Flowchart 16 Ishikawa 3 n=24 (Mehrfachnennungen möglich) Referenzmodelle DOMEA ITIL 2 ITIL 3 CoBIT SAP R/3 ISO EFQM n=24 (Mehrfachnennungen möglich) 10

11 Monitoring Abfrage von Daten aus Modellen / anderen Systemen n=24 (Mehrfachnennungen möglich) Monitoring Systeme für das Performance Measurement n=24 (Mehrfachnennungen möglich) 11

12 Forecasting Möglichkeiten zur Vorhersage n=24 (Mehrfachnennungen möglich) Agenda Business Process Management Historie und Markt Fraunhofer IAO Marktstudie BPMT 2011 Fraunhofer IAO Marktstudie BPM 2010 Standardisierung Fazit 12

13 Marktstudie: Business Process Modeling 2010 Inhalt der Markstudie Modellierung von ausführbaren Geschäftsprozessen mit BPMN Erfahrungsberichte zu den einzelnen Werkzeugen Umsetzung eines Anwendungsszenarios für jedes Werkzeug Fragestellungen der Studie Wie Standardkonform (BPMN) sind die Werkzeuge? Wie bringen die Werkzeuge fachliche und technische Modelle zusammen? Welche verschiedenen Ansätze gibt es? Wie gut ist die Umsetzung der Ansätze? Welche Möglichkeiten bieten die Tools? Wohin geht der Trend bei der Entwicklung von ausführbaren Prozessen mit fachlichen Modellen? Warum BPMN? BPMN EPK UML Befragung: BPM-Software, , camunda service Gmbh 13

14 Detaillierte Betrachtung der Werkzeuge: Anwendungsszenario»ProduktdatenbeschaffungBPM 2010«- Teilnehmerfeld Cordys: Dr. Karb: Intalio: inubit: itp commerce: MID: Software AG: Soreco: Business Operations Platform ActiveVOS von ActiveEndpoints Intalio Works Community Edition inubit BPM-Suite Process Modeler Inovator for Business Analysts Software AG Designer und webmethods Xpert.ivy 14

15 Vorgehensmodelle Prozessausführung 15

16 Ergebnisse / Ausblick Prozessmodellierung BPMN als Standard vielversprechend Prozessausführung proprietäre Umgebungen leistungsfähiger Verbindung von fachlicher und technischer Modellierung bei allen Tools Defizite, unabhängig vom Vorgehensmodell Systemintegration bestehende Standards (hier: WSDL) nicht problemfrei Business Process Management Tools 2011 Agenda Business Process Management Historie und Markt Fraunhofer IAO Marktstudie BPMT 2011 Fraunhofer IAO Marktstudie BPM 2010 Standardisierung Fazit 16

17 Warum Standards für das Geschäftsprozessmanagement? Die Erstellung von Prozessmodellen ist eine aufwändige Angelegenheit. Prozessmodelle, die nicht genutzt werden, werden schnell unbrauchbar sie stimmen nicht (mehr?) mit der Realität überein. Die bereichs- oder organisationsübergreifende (Wieder-)Verwendung erfordert Standards. Mit den richtigen Werkzeugen werden Prozessmodelle ausführbar. formale Beschreibung offener Standard Vollständigkeit(?) Ebenen der Standardisierung abstrakte Konzepte: z.b. Prozess, Aktivität, Ressource, Kennzahl konkrete Implementierung: Realisierung der Konzepte mit den jeweils aktuellen Technologien Geschäftsprozessmodellierung und Workflow Standards Prozessdefinition (intern) Prozesssemantik XPDL BPEL BPML Notation UML BPMN Prozessdefinition (extern) Interaktionen BPEL BPML BPSS WSCL WSCI Semantik für Interoperabilität Wf-XML Endpunkte WSDL Datenformat XML Prozessausführung Prozessausführung (extern) (intern) Repository UDDI DISCO B2B Prozessschema CPA/CPP RosettaNet PIP B2B Laufzeit Interaktionen Wf-XML Kodierung SOAP Transport HTTP Prozesstatus WfMC Modell Revisionsformat WfMC Interface 5 Syntax für Laufzeit- Interaktionen BPQL Funkt. für Laufzeit- Interaktionen WfMC WAPI abstrakt konkret Quelle: WfMC Workflow Handbook

18 Business Process Management Tools 2011 Agenda Business Process Management Historie und Markt Fraunhofer IAO Marktstudie BPMT 2011 Fraunhofer IAO Marktstudie BPMN 2010 Standardisierung Fazit Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Es ist nicht gesagt, dass es besser wird, wenn es anders wird. Wenn es aber besser werden soll, muss es anders werden. Georg Christoph Lichtenberg Naturgelehrter und Schriftsteller

19 Ansprechpartner Fraunhofer IAO Dipl.-Inf. Jens Drawehn Fraunhofer IAO +49 (0) 711 / Dipl.-Kfm. Dietmar Kopperger Fraunhofer IAO +49 (0) 711 /

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