Knowledge Communities als Innovationsschmieden Freiräume für freies Denken schaffen

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Knowledge Communities als Innovationsschmieden Freiräume für freies Denken schaffen"

Transkript

1 nr.61 JUNI 2014 Knowledge Communities als Innovationsschmieden Freiräume für freies Denken schaffen Von der Anforderung zum Kundennutzen Der Wow-Effekt im Software Engineering Agil oder innovativ? Oder beides? Gemeinsam an einem Strick ziehen Innovationsfördernde Preismodelle Transparenz und Agilität bei der Preisgestaltung

2 Innovative Software entwickeln aber wie? Software-Entwicklung ist ein kreativer Prozess, vergleichbar mit der Publikation eines Kompendiums: Es braucht eine Idee und Inhalte, Arbeitstechniken, das Wissen und die Experten, die die verschiedenen Kapitel verfassen. Der Herausgeber hat dafür zu sorgen, dass die Kohärenz gewahrt wird; ansonsten sollte er den Autoren möglichst viel Freiheit lassen. Doch wie kommt eine Software- Entwicklungsabteilung inmitten von vordefinierten Prozessen zu mehr Kreativität, die sich im Markt als Innovation kommerzialisieren lässt? Antwort: Indem im gesamten Entwicklungsprozess Anreize für ein innovationsförderndes Klima im Unternehmen und in der Zusammenarbeit mit Partnern geschaffen werden! Der erste Artikel zeigt, wie sich Unternehmen organisations- und verfahrensseitig aufstellen müssen, damit Wissen abteilungs- und prozessübergreifend ausgetauscht werden kann. Wir stellen Knowledge Communities als ein Gefäss vor, mit dem Silo-Denken im Unternehmen überwunden und aus Interdisziplinarität Innovationspotenzial erschlossen wird. CHRISTOPH AESCHLIMANN: Business Area Manager bei ERNI Schweiz Beratertätigkeit: Projekt-Management, Prozess- und Organisationsberatung, Near-/Off-Shoring-Projekte Im zweiten Text fokussieren wir auf das Anforderungsmanagement, mit dem die Saat für Innovation gelegt wird. Gelingt es nämlich, gemeinsam mit den Fachabteilungen Ideen oder Features in klare Anforderungen zu übersetzen, diese sinnvoll zu klassifizieren und nachvollziehbar zu visualisieren, werden die Intentionen dahinter fassbarer und die Stakeholder besser eingebunden. Anschliessend erläutern wir, wie das Feedback der Stakeholder und künftigen Nutzer möglichst qualifiziert und schnell in die Organisation zurückfliesst, damit ohne Zeit- und Geldverlust genau die für den Kunden innovativen Funktionalitäten mit kurzer Time to Market weiterentwickelt werden. Das EXPERIENCE wird abgerundet durch einen Artikel, der verdeutlicht, dass auch bei der Preisgestaltung Kunde und externer Entwicklungspartner ihre Verantwortung dafür wahrnehmen können, Freiraum für Innovation zu schaffen. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre! Herzlich, Christoph Aeschlimann

3 Editorial inhalt 2 3 KNOWLEDGE COMMUNITIES als InnovATIOnSSCHMIEden Freiräume für freies Denken schaffen Für eine Innovationskultur im Unternehmen braucht es Erfahrung in Best Practices gepaart mit der Motivation, Neuland zu betreten. von Jazz Kang und Jean-ChrISTOPHE Duméril 4 Von der Anforderung zum KundennUTzen Der Wow-eFFekt im Software Engineering Umso eher es gelingt, Anforderungen fassbar zu machen, desto grösser die Chance, ihr Innovationspotenzial zu erschliessen. Von MATTHIAS Künzi und FLOrIAn ramsbeck 12 AGIL oder innovativ? Oder beides? Gemeinsam an einem StriCK ziehen Mit «Minimal Viable Products» und «Define-Build-Test»-Teams werden Ideen schneller validiert und die Software-Entwicklung wirklich agil. Von Joffrey Zehnder und PATrIC LenGACHEr 18 InnovATIOnSFördernde PreismodELLE Transparenz und Agilität bei der Preisgestaltung Innovative Preismodelle sind kein Selbstzweck, sondern schaffen Freiraum für neue Denkansätze und bieten dennoch Budgetsicherheit. Von PATrICIA MEIER-MäCHLEr und PHILIP LEHMAnn 24 Lesen Sie alle Artikel jetzt auch online! Ihre offenen Fragen beantworten wir Ihnen gerne unter:

4 Freiräume für freies Denken schaffen Für eine Innovationskultur im Unternehmen braucht es Erfahrung in Best Practices gepaart mit der Motivation, Neuland zu betreten. Jedes Unternehmen sollte bestrebt sein, sich als lernende Organisation zu begreifen und ein Umfeld zu schaffen, in dem sich erfahrene Mitarbeitende mit viel Know-how und Neulinge mit frischen Ideen gegenseitig befruchten. Ein Innovationsklima kann gezielt gefördert werden, wenn der externe Berater ein breites Netzwerk an Experten für die Problemlösung aus verschiedenen Perspektiven mobilisieren kann. Von Jazz Kang und Jean-ChrISTOPHE Duméril In der Informationsgesellschaft sind Fachwissen, Spezialisierung und Arbeitsteilung unabdingbar. Hochqualifizierte Arbeitskräfte schaffen Werte, sammeln dabei Erfahrungen und lassen diese wiederum in ihre tägliche Arbeit einfliessen, damit nutzbringende Resultate noch schneller, besser und effizienter erzielt werden können. Für ein Unternehmen ist dieses Fach-Know-how wie ein kostbarer Schatz, den es zu bewahren gilt. Wege zu erschliessen, vorhandenes Wissen im Unternehmen zu erfassen, zu klassifizieren und zu dokumentieren, ist daher eine wichtige Managementaufgabe. Doch anders als ein Schatz entfaltet Wissen seine Wirkung erst dann, wenn es regelmässig hinterfragt, erneuert und vor allem geteilt wird. Bekanntlich entsteht Innovation nicht isoliert im stillen Kämmerlein, sondern erst, wenn ausgetretene Pfade ver- und neue Perspektiven zugelassen werden. Oftmals fehlt es im Tagesgeschäft jedoch an Gelegenheit und Zeit, über den sprichwörtlichen Tellerrand zu schauen. Ein objektiver Blick von aussen sei es aus einem anderen Unternehmensbereich oder von externen Dritten mit professionellem methodischem Rüstzeug für das Wissensmanagement hilft, Silo-Denken und Betriebsblindheit aufzubrechen. Denn Innovation entsteht vor allem da, wo Prozesse auf Technologie stossen. Beides wird von Menschen gesteuert. Insofern gedeiht ein innovationsförderndes Klima dort, wo Menschen im Zentrum stehen ihr Wissen, ihre Erfahrung, ihr Wille, gemeinsam etwas zu bewegen. Wird Innovation definiert als eine Erneuerung, die kommerziell erfolgreich ist, so rückt die Software-Entwicklung rasch in den Fokus. Die Hardwarekomponente ist heutzutage hinsichtlich Leistung und Kosten zumeist schon stark optimiert, jedoch nicht sehr flexibel. Wir erleben einen Paradigmenwechsel hin zu mehr und mehr Geräteintelligenz, die in der Software steckt. Damit die Intelligenz aus den Köpfen in die Geräte fliessen kann, müssen Prozesse und Organisationen so aufgesetzt werden, dass die richtige Balance zwischen Wissen extrahieren und Wissen generieren geschaffen wird. Bewährt haben sich für diesen Zweck Knowledge Communities. Bereichs- oder unternehmensübergreifende Netzwerke schaffen ein strukturiertes Gefäss, um vor allem «horizontales», also prozessübergreifendes Know-how sicherzustellen und auszutauschen. Unternehmen aller Branchen müssen gewährleisten, dass die Lernkurve ihrer Organisation steil bleibt, die Lernbereitschaft gefördert wird und die Mitarbeitenden spüren, dass ihr Arbeitgeber an ihrer steten Weiterentwicklung interessiert ist. In den Unternehmen treffen immer unterschiedliche Know-how-Typen aufeinander: der Denker, der Macher, der Netzwerker, der Experte, der «Inspirator» usw. Die Kunst ist es, diese Menschen mit ihrem Wissen, ihrer Leidenschaft und ihrer Erfahrung

5 KNOWLEDGE COMMUNITIES als InnovATIOnSSCHMIEden 4 5 «Innovation entsteht aus dem Zusammenspiel von Denkern, Machern, Experten und Nutzern, wenn sich Eigenverantwortung mit gesteuertem Wissenstransfer paart.»

6 Abb. 1: InnovATIOn durch Zusammenspiel von FACHSPEzifischen Services, Community-Aktivitäten, FACHEXPErtise des Beraters und des Kunden formell informell Dienstleistungen KNOWLeDGE COMMUNITIES PROJECT Management performance improvement MEET-UPS Requirements engineering software engineering testing HACK- SESSIONS BERATUNGsUNTERNEHMEN KUNDE INNOVATION EXPERTEN/ BERATER BERATER KUNDE EXPERTEN/ BERATER zusammenzuführen und Plattformen zu schaffen, auf denen der Experimentierlust gefrönt und frischen Ideen nachgegangen werden kann, die so noch nie gedacht, geschweige denn umgesetzt wurden. Am anderen Ende des Spektrums in der Organisation des unternehmensübergreifenden Wissens steht die Strukturierung, die formale Aufarbeitung und Bereitstellung der Wissensinhalte, damit sie intern und in der Kundenberatung verfügbar sind. Nur ein Berater, der intern selbst den Knowledge-Community-Gedanken lebt, ist auch in der Lage, seinen Kunden zu mehr Innovation zu befähigen. Und zwar in mehrfacher Hinsicht: Erstens versteht er, welche Anreize er für ein innovationsförderndes Klima setzen muss. Zweitens ist er selbst gewohnt, aus der Best Practice seines Netzwerks zu schöpfen und dieses Knowhow seinem Kunden verfügbar zu machen. Drittens ist er die Vertrauensperson beim Kunden, die unvoreingenommen und kritisch, aber immer im Sinne des Kunden dessen Fortkommen begleitet. Und zu guter Letzt kennt er die Methodik, wie in der Regel limitierte Entwicklungsressourcen so effizient wie möglich eingesetzt werden, damit aus innovativen Ideen auch praktisch umsetzbare Innovationen entstehen.

7 KNOWLEDGE COMMUNITIES als InnovATIOnSSCHMIEden 6 7 Beispiel 1 eine interne lernkultur etablieren Ein Dienstleister ist ganz besonders sensibel, wenn es darum geht, internes Know-how so für die Kundenberatung aufzuarbeiten, dass die Problemlösung im Vordergrund steht und man den Kunden möglichst ergebnisoffen auf seinem Weg begleitet. Insofern ist für die Beratung oft der Weg das Ziel, denn wenn der Kunde sich in seinen Bedürfnissen verstanden fühlt und ihm nicht von aussen eine Standardlösung oktroyiert wird, für die er nicht reif ist, wächst seine Bereitschaft, sich auch vorher undenkbaren Ideen zu öffnen und Innovation als steten Prozess zu akzeptieren. Um den Kunden zu dieser Prozessreife zu befähigen, muss im Beratungsunternehmen selbst eine methodische Lernkultur gelebt und fachliche Weiterbildung von Vorteil auch um fachübergreifende Gefässe erweitert werden, damit innovative Lösungen möglich werden. Vorhandenes Wissen muss langfristig dokumentiert und damit verfügbar gemacht werden; neue Mitarbeitende sollen sich auf dieser Basis schnell Know-how aneignen, aber auch ihre frische Sicht einbringen können. So wichtig, wie es ist, selbstständiges Lernen als individuelle Verpflichtung eines jeden Einzelnen zu erwarten so bedeutsam ist es aber auch, organisatorisch den Boden dafür zu bereiten. Das bedeutet: einen kreativen Mix an Plattformen zu schaffen, auf denen gestandene Berater auf junge Hochschulabsolventen, Projektleiter mit viel Kundenkontakt auf Geeks mit hochspezialisiertem Expertenwissen oder enthusiastische «Verkäufer» von noch unausgegorenen Ideen auf Skeptiker und Pedanten stossen. Wichtigste Regeln: die Menschen nicht nur virtuell, sondern auch physisch zusammenführen; keine Idee von vornherein (ab-)werten oder als zu verrückt erklären, als dass man sie nicht wenigstens denken dürfte; Experten in ihrem jeweiligen Bereich befähigen, ihrem Wissen Ausdruck zu verleihen, und ihnen helfen, ihre Argumente zu schärfen; informellen Austausch mit Spassfaktor und strukturierten Wissenstransfer mit Methodik untereinander kombinieren; gemeinsam aus den präsentierten Ideen neue Gedanken ableiten und Innovation in einen kontinuierlichen Prozess überführen. Der Beratungsdienstleister, der diese Regeln beherzigt, investiert in seine Mitarbeitenden und schafft Gefässe für eine informelle Community: 1. «Meet-Ups»: Zweimal im Quartal oder auch öfter werden thematisch flexible Sessions durchgeführt. Die Community wählt sowohl die Inhalte als auch die Organisationsform Präsentation, Gruppenarbeit, offenes Forum selbst. Ziel ist es, sich anhand praktischer Aufgaben auszutauschen, bestehende Methoden und Konzepte zu hinterfragen und gegebenenfalls mit neuen Ideen zu füllen. 2. «Hack-Sessions»: Monatlich wird eine Art «Spielwiese» geschaffen, zu der alle Mitarbeitenden eingeladen sind, sich in der Tat spielerisch mit kleineren Projekten zu beschäftigen. Ziel ist es, ohne Druck und ohne konkreten Zweck Freude an Teamwork und Motivation zum Experimentieren zu aktivieren.

8 Abb. 2: ERNI Community Unterstützung einer Lernkultur hochflexibel gezieltes LERNEN «meet-ups» Innovation Informell Neue Ideen Vernetzung «hack-sessions» kleine «Fun»- Projekte Training Workshops Lern-Prozesse Agiles Lernen, Methodik In den Unternehmen treffen immer unterschiedliche Knowhow-Typen aufeinander: der Denker, der Macher, der Netzwerker, der Experte, der «Inspirator» usw. Die Kunst ist es, diese Menschen mit ihrem Wissen, ihrer Leidenschaft und ihrer Erfahrung zusammenzuführen und Plattformen zu schaffen, auf denen der Experimentierlust gefrönt und frischen Ideen nachgegangen werden kann, die so noch nie gedacht, geschweige denn umgesetzt wurden.

9 KNOWLEDGE COMMUNITIES als InnovATIOnSSCHMIEden Diese Plattform bildet die Brücke zwischen der informellen Community und den formalen Strukturen der Organisation. Die reifsten Ideen werden mit den Prozess- und Produktverantwortlichen formalisiert, in die Knowledge-Datenbank überführt und somit in das strukturierte Wissen der Organisation integriert, damit es für die Beratungstätigkeit verfügbar ist. Dies können beispielsweise neue Produkt- oder Service-Ideen, Prozessoptimierungen oder sonstiges Know-how sein, die das Unternehmen voranbringen. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass intern eine Kultur der steten Wissensoptimierung geschaffen wird, in der sowohl die Mitarbeitenden, die eine eher entspannte kreative Arbeitsumgebung schätzen, als auch diejenigen, denen in formaleren Strukturen wohler ist, abgeholt werden. Wenn die Mitarbeitenden auf allen Ebenen die Überzeugung gewinnen, dass sie ihre Stärken einbringen, sich persönlich weiterentwickeln und zugleich als Team das Unternehmen voranbringen können, transportieren sie ihre Motivation und ihre Leidenschaft ganz automatisch in die Kundenberatung. Der Kunde profitiert mehrfach: vom Wissen seines Beraters, von der Erfahrung aus dessen Netzwerk, von den Methodiken, Wissen verfügbar zu machen, und von der Offenheit neuen Ideen gegenüber. Beispiel 2 Know-how aus dem netzwerk nutzbar machen Eine Institution, die landesweit Bildungseinrichtungen koordiniert, hat den Auftrag, eine Software zu entwickeln und zu implementieren, die die Zusammenarbeit untereinander vereinfachen und Prozesse harmonisieren soll. Jahrelang waren die einzelnen Einrichtungen dezentral aufgestellt und arbeiteten autonom. So hatten sich Insellösungen gebildet, und der Reifegrad in Bezug auf Prozesse und Strukturen war von Region zu Region sehr unterschiedlich. Hinzu kamen Befürchtungen, die Oberhoheit über die Informationen und Abläufe in den Organisationen zu verlieren. Der Projektleiter seitens des Kunden ist also nicht nur gefragt, seine Anforderungen an die zu entwickelnde Software zu formulieren, sondern in einem heterogenen Umfeld auch einheitliche Strukturen und Prozesse in der Vernetzung und im Informationsaustausch zu etablieren. Er wird unterstützt von Beratern eines Consultingunternehmens. In der Sache geht es um ein sehr komplexes Change-Projekt, das ganzheitlich auf den Ebenen Strategie, Projektmanagement, Process Improvement, Coaching, Requirements Engineering etc. angegangen werden muss. Begonnen wird mit einer Bestandsaufnahme: Was gibt es bereits an Systemen, welche Prozesse sind wo schon etabliert, wie können die unterschiedlichen Bedürfnisse zusammengeführt werden, gibt es einen gemeinsamen Nenner, auf den man sich einigen kann, wenn ja wie gross ist dieser? Die beiden Berater greifen den Community-Gedanken der Wissensvernetzung auf und setzen eine Workshop-Reihe auf, in die Schritt für Schritt sämtliche Stakeholder auf Kundenseite mit einbezogen werden. Dies ist notwendig, denn die ganze Organisation steht vor einem Paradigmenwechsel hin zu mehr Zentralisierung; es geht im weitesten Sinn im Projekt also auch darum, eine Art «Kitt» zu finden, der die divergierenden Interessen und Befindlichkeiten zusammenführt und -hält. Schrittweise wird im

10 «Eine unternehmensweite Lernkultur muss gelebt und gepflegt werden. Von aussen können Impulse, Methoden und Tools den Wissensaustausch vorspuren und so ein innovationsförderndes Klima schaffen.»

11 KNOWLEDGE COMMUNITIES als InnovATIOnSSCHMIEden Projektverlauf der gemeinsame Nenner so klein gehalten, dass sich alle Beteiligten noch damit identifizieren können, und auf dieser Basis ein Themenblock definiert. Gemeinsam wird das vorhandene Wissen zu diesem Themenblock gruppiert und kanalisiert, indem beispielsweise Skizzen und Visualisierungen dazu angefertigt oder andere geeignete Gefässe für die Strukturierung von Wissen erprobt werden. Anschliessend ziehen die Berater für jedes identifizierte Spezialthema Experten aus der eigenen Organisation hinzu, die bereits Erfahrung mit analogen Kundencases aufweisen können (siehe Abb. 1). Im Laufe des Projekts fungieren die beiden mehr und mehr als «Speerspitze» eines Experten- Pools, die den Kunden in den einzelnen Workshops als Gastreferenten, als Coachs oder als Moderatoren auf seinem Weg zu einer breit abgestützten, tragfähigen Lösung begleiten. Zugleich wird das immense implizite Wissen des Projektleiters auf Kundenseite explizit und damit für alle Stakeholder verfügbar gemacht. Mit diesem «ausgedeutschten» Wissen wird wiederum das Netzwerk des Dienstleisters mobilisiert, und die Experten vermitteln den Zugang zu weiteren Know-how-Trägern in angrenzenden Themenbereichen. Der Vorteil für den Kunden: Die Experten geben nicht nur ihre Best Practices in Bezug auf die Kundenlösung weiter, sondern auch ihre Erfahrung an Methoden und Tools für die Moderation der Workshops und die Kanalisierung, Strukturierung und Konkretisierung von Wissen. In der Folge etabliert sich ein iteratives Vorgehen, indem systematisch die Themen zuerst so breit als möglich gefasst, im nächsten Schritt konkretisiert und anschliessend wieder offen zur Diskussion gestellt werden. Der konkrete Output: Der Kunde erhält ein umfangreiches Konzept mit Vorschlägen zum neuen System, und zwar nicht nur auf technologischer, sondern auch auf der Strategie- und Prozessebene. Zur Einbeziehung der Entscheidungsträger ist die Dokumentation um visuelle Elemente für die Erklärung und Vereinfachung der komplexen Zusammenhänge bereichert. Der übergeordnete Nutzen: Der Kunde hat in einem mehrstufigen Verfahren miterlebt, dass Innovation ein bewusster Prozess ist, in dem Wissen, Erfahrung und neue Ideen situativ zusammengeführt und der richtige Weg zum Ziel ganzheitlich und nachvollziehbar herausgearbeitet wird. ERNI Innovation in Process and Technology Jazz Kang Beratertätigkeit: Agile Coach, Software Engineering, Experte für automatisierte Tests und ERNI Community Leader Jean-Christophe Duméril Beratertätigkeit: Requirements Engineering, Projekt-Management, Workshop- Moderation und Training Entdecken sie ERNI Experience Digital Lesen Sie unser Magazin jetzt auch online!

12 Der Wow-eFFekt im Software Engineering Umso eher es gelingt, Anforderungen fassbar zu machen, desto grösser die Chance, ihr Innovationspotenzial zu erschliessen. In der Phase der Anforderungserhebung wird der Boden für Innovation bereitet. Anforderungen strukturiert zu erheben, anschaulich zu gruppieren und methodisch für die Releaseplanung zu priorisieren, ist die Basis dafür, dass das richtige Feature zum richtigen Zeitpunkt seinen Nutzen bringt. Von MATTHIAS Künzi und FLOrian Ramsbeck Die Produktlebenszyklen werden immer kürzer; die Taktrate, in welcher der Markt nach Innovationen ruft, immer höher. Mit dem «Internet der Dinge» wird die Interaktion zwischen Gerät und Mensch immer mehr verwoben: Die uns umgebenden Geräte werden zunehmend smarter und nehmen dem Benutzer immer mehr Tätigkeiten ab. Ihre Intelligenz steckt vielfach in der Software. Software-Entwicklung, die dazu führt, dass ein Unternehmen mit einem besseren Produkt schneller am Markt ist als die Konkurrenz, wird zum strategischen Erfolgsfaktor. Was ein besseres Produkt ist, entscheidet sich daran, welches Kundenbedürfnis allenfalls geweckt, auf jeden Fall aber erfüllt werden kann. Wie man die Time to Market verkürzt, wird bestimmt dadurch, wie methodisch das Unternehmen von der Erhebung der Anforderung und deren Klassifizierung bis zur Umsetzung der daraus abgeleiteten User Stories vorgeht. Wenn man davon ausgeht, dass jedem unerfüllten Marktbedürfnis, jedem Kundenwunsch ein Produktfeature entspricht, wird rasch klar, dass das Requirements Engineering ein Schlüssel zu innovativen Softwarelösungen ist. Doch wie kommt ein Unternehmen zu innovativen Anforderungen? Wie priorisiert es sie und stellt sicher, dass die richtigen Features zuerst entwickelt werden? Welchen Abstraktionsgrad müssen die Anforderungen haben? Und welche Tools gibt es, damit Erhebung, Klassifizierung und Gruppierung der Anforderungen unterstützt werden können? Hier kann ein externer Berater bereits in der Phase der Anforderungserhebung helfen, aus seiner objektiven Warte heraus gewohnte Denkmuster aufzubrechen und eine Atmosphäre zu schaffen, in der konstruktiv gearbeitet und das Denken über Grenzen hinweg zugelassen werden kann. Und er kann Methoden und Tools einbringen, dank denen Innovation vom Prozess her getrieben wird. Damit bleibt mehr Zeit für wirklich wertschöpfende Arbeiten. Werden Anforderungen schneller, strukturierter und klassifizierter erhoben, kann effizienter entwickelt und möglicherweise ein bahnbrechendes Feature zügiger als durch die Konkurrenz auf den Markt gebracht werden. Im Requirements Engineering kann der Berater, der über entsprechend geschulte Experten verfügt, über den gesamten Prozess hinweg dafür sorgen, dass dieser in einem innovativen Modus bleibt und in eine ebenso produktive Umsetzungsphase überführt wird. Denn eine Anforderung kann noch so innovativ sein wenn sie falsch oder fehlerhaft umgesetzt wird, geht die Innovation verloren. Wesentlich ist für die Projektbegleitung, dass der Endnutzer und sein Bedürfnis immer im Fokus bleiben. Es bringt nichts, an einer «eierlegenden Wollmilchsau» zu tüfteln, die sich dann nicht vermarkten lässt. Lieber mit einem ausgereiften Feature schnell am Markt sein, als mit einer Vielzahl von technologischen Finessen am Kundenbedürfnis vorbeizuentwickeln! Dazu müssen gemeinsam mit den Kunden und Fachabteilungen

13 Von der AnFOrderung zum KundennUTzen «Ein Berater sollte die Bereitschaft und die Fähigkeit seines Kunden fördern, auch bewusst ein gewisses Wagnis einzugehen denn nur dann kann ein Innovationsprozess erfolgreich durchlaufen werden.»

14 Abb. 3: «Feature Tree» Beispiel Inhalt Präsentation Warenkorb-Management Verbesserte Warenkorb-Anzeige Produktvorstellung Suchen Liste priorisiert Artikellisten Liste priorisiert Artikel Liste jeweilige Sponsor-Links Suchen Artikel Anzeige korreliert Verkauf Anzeige Product-Tags Anzeige Artikelinformationen Anzeige Kunden-Feedback Anzeige anschliessender Verkauf Anzeige anschliessender Blick Produkt-Beschreibung Anzeige Produkt-Informationen Anzeige Vertrieb Beifügen Artikel in den Warenkorb Kaufen Artikel von Warenkorb Anzeige Inhalt von Warenkorb Anmelden Auftragsmanagement Surfen Verkaufsplattform Benutzerverwaltung Kontextuelle Empfehlungen Artikelanzeige zeigt letzte relevante Ansicht Informieren Sie sich über uns Anpassen Artikel anzeigen Werbung Sozial-Empfehlungen Empfehlungen Partnerdialog Legende: Umgesetztes Feature Umsetzungskandidat nächster Release Noch nicht geplantes Feature Anforderung Benötigt Quellenangaben: «Release Planning with Feature Trees Industrial Case CRC» von Samuel Fricker, Blekinge Institute of Technology, Sweden die Ideen, dazu passende Features und deren zugrundeliegende Anforderungen auf einer abstrakten Ebene zusammengetragen, gruppiert und anschaulich visualisiert werden, damit die Intentionen klar kommuniziert, allen Stakeholdern verständlich gemacht und die Konzentration auf die prioritären Aspekte gelenkt werden können. Wenn der externe Berater entsprechende kreative Methodiken beherrscht und zugleich Strukturen schafft, damit eine Übersicht über alle Anforderungen gewonnen werden kann, befähigt er seinen Kunden zu mehr Innovation. Schon alleine, indem er verhindert, dass der Kunde im Projektverlauf in alte (Denk-)Muster zurückfällt, hilft er ihm, erfolgreich zu sein. Mehr noch: Mit einfachen Hilfsmitteln kann er dafür sorgen, dass sich das Innovationspotenzial aus bestehenden, angedachten oder eruierten Anforderungen in einer kontinuierlichen Releaseplanung kanalisiert. In der agilen Software-Entwicklung von Vorteil ist dabei vor allem, dass nicht alle Anforderungen von Anfang an fertig definiert sein müssen, sondern die Anforderungen während

15 Von der AnFOrderung zum KundennUTzen des gesamten Entwicklungszyklus immer wieder revidiert werden. Basierend auf neuen Erkenntnissen und im Einklang mit den Kundenbedürfnissen können Prioritäten immer wieder so gesetzt werden, dass ein Produkt mit der richtigen Mischung an Must-have-Kriterien und Wow-Effekten zum richtigen Zeitpunkt auf den Markt kommt. Beispiel 1 mit dem richtigen werkzeug wege Für innovation eröffnen Ein Industrieunternehmen ist in seiner Branche Marktführer und unbestrittener Treiber von Innovation auf seinem Gebiet. Für die Vielzahl an Produkten und Technologien, die das Unternehmen bereits in seinem Portfolio hat, benötigt es eine systematisierte Übersicht aller Features, damit für die Neu- oder Weiterentwicklung die Anforderungen richtig priorisiert werden können: Die Übersicht soll dazu dienen, Innovationspotenzial im Detail zu erschliessen, indem die einzelnen Features in ihren gegenseitigen Abhängigkeiten, in ihren Trends, in ihrer gegenwärtigen Ausarbeitungsstufe und in ihren Möglichkeiten für weitere Verbesserungen dargestellt werden. Damit will der Kunde neue Perspektiven eröffnen, wohin er sich überhaupt noch entwickeln kann, um weiterhin Mehrwert für seine Kunden zu schaffen. Wenn man sich vor Augen führt, dass teilweise Produkte bereits in sechster Generation erfolgreich auf dem Markt sind, wird klar, wie interessiert das Unternehmen an einer neuen Sicht auf sein Feature-Set sein muss. Es zieht für die Releaseplanung in der Produktentwicklung einen strategischen Partner bei, der sich durch seinen Pragmatismus beim Kunden bereits bewährt hat. Als Methode für die Übersicht der Anforderungen sowie für eine effiziente Releaseplanung wird ein «Feature Tree» pro Produkt aufgebaut. Ein «Feature Tree» ist in Analogie zum Baum eine Visualisierung von Produkteigenschaften, wobei die ursprünglichen Funktionen die Wurzel bilden und Weiterentwicklungen die verschiedenen Verzweigungen. Ein bestehendes Entwicklungstool wird so erweitert und an die Bedüfnisse des Kunden angepasst, dass das Unternehmen damit seine «Feature Trees» erzeugen und darstellen kann. Der «Feature Tree» visualisiert die Spezifikationen (siehe Abb. 3), macht vorhandene Features eines Vorgängerproduktes sichtbar und stellt per Vektoren Bezüge zwischen den einzelnen Anforderungen her. So wird auf einen Blick ersichtlich, wie sich die Features über einen gewissen Zeitraum entwickelt haben, an welchen gerade gearbeitet wird, welche neuen bereits in der Pipeline sind und welche gegebenenfalls noch fehlen. Der Kunde ist angetan vom innovativen Ansatz, ein bestehendes Tool auszureizen und so mit wenig Aufwand grosse Wirkung zu erzielen. Mit der «Feature Tree»-Visualisierung können zudem Mitarbeitende aus den verschiedensten Bereichen im Kundenunternehmen zusammengeführt werden, da die bildlichen Darstellungen einleuchtend und Zusammenhänge deutlich abgebildet sind. Zugleich ist der Kunde in der Lage, im gleichen Tool die Spezifikationen bis zu dem für die Entwicklung erforderlichen Detaillierungsgrad herunterzubrechen und damit lückenlos nachvollziehen zu können. Der Kunde kann seine Produktweiterentwicklungsstrategie planen, den Aufwand für das Vorhaben genau abschätzen und Features sehr gezielt priorisieren und vorantreiben. Der Berater hat gezeigt, dass er das Kundenbedürfnis versteht und unkompliziert einen Lösungsvorschlag umsetzt, der dem Unternehmen Aufwand erspart und Wege für kommende Innovationen freisetzt.

16 Abb. 4: KANBAN-Chart zum Visualisieren des ForTSCHritts hoch Medium Tief verschoben erledigt Legende: Aufregung Performance Hygiene Abb. 5: KANO-Modell Zufriedenheit bei Erfüllung AUFREGUNG «wow» Hoch performance Unzufriedenheit bei Fehlen Tief Gleichgültig Hoch Tief Hygiene

17 Von der AnFOrderung zum KundennUTzen Beispiel 2 das richtige umfeld Für Kreativi- TÄT und ProduKtivität SChaFFen Ein Unternehmen der Medizinaltechnik hat in umfassenden Marktstudien die Kundenbedürfnisse an eine neue Produktgeneration ermittelt. Aus detaillierten quantitativen und qualitativen Befragungen von potenziellen Anwendern wird ein beträchtliches Innovationspotenzial eruiert. Daraus will das Unternehmen die Anforderungen zur Verbesserung von bestehenden sowie Entwicklung von neuen Produktangeboten ableiten (siehe Abb. 4). Für die Visualisierung und Kategorisierung der Ergebnisse holt das Unternehmen einen Technologieberater an Bord, der bereits seit längerer Zeit mit dem Kunden zusammenarbeitet. Die Herausforderung ist, die bei den potenziellen Anwendern erhobenen Anforderungen richtig zu interpretieren und in plausible Cluster im Sinne von Prozessschritten zu gruppieren. Das bedeutet, den Prozess selbst zu beschreiben und jedem Prozessschritt die entsprechenden Anforderungen zuzuordnen. Zugleich gilt es, das richtige Abstraktionslevel zu finden, damit die Grundidee der Anforderung klar und eindeutig formuliert ist und die Entwickler befähigt werden, die Spezifikation für das gewünschte Feature abzuleiten. Unternehmen die neue Produktgeneration so entwickeln, dass sie rentabel und gleichzeitig technologisch sowie medizinisch machbar ist? Um den Kunden zu befähigen, die schiere Menge an Anforderungen überschaubar zu machen, geht der Berater mit dem Kano-Modell an die Aufgabe heran. Das nach dem japanischen Professor Noriako Kano benannte Modell erlaubt es, die Wünsche (Erwartungen) von Kunden strukturiert zu erfassen und je nach Qualitätsstufe bei der Produktentwicklung zu berücksichtigen. Im Unterschied zur gewohnten Klassifizierung resultiert durch die Anwendung einer neuen Methode eine neue Sicht auf die Prozesse, welche wiederum zu neuen Fragestellungen und damit neuen Antworten führt (siehe Abb. 5). Mit dem Kano-Modell ist es zudem leichter, die Problemstellungen zu visualisieren und damit für alle Beteiligten der verschiedenen Abteilungen fassbarer zu machen. Und letztendlich erleichtert es die Kano-Klassifizierung, die innovativen Features zu identifizieren und in den Fokus zu rücken. Dem Berater ist es gelungen, den gesamten Prozess als solchen innovativ zu gestalten und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen Innovation gedeihen kann. ERNI Innovation in Process and Technology Entdecken sie ERNI Experience Digital Lesen Sie unser Magazin jetzt auch online! Der Technologieberater wählt eine innovative, für den Kunden ungewohnte Methode, um den Kunden im Prozess zu begleiten. Es zeigt sich, dass die Innovation des Produkts zunehmend in der Software steckt. Das Ziel besteht nun darin, aus den unstrukturierten Kundenwünschen im Hinblick auf Optimierungen im Verfahren oder die Erweiterung um zusätzliche Funktionen die richtigen Cluster zu bilden. Dabei ist die Kommerzialisierbarkeit des neuen Verfahrens im Auge zu behalten: Kann das Matthias Künzi Beratertätigkeit: Software Engineering, Projekt-Management, Produktentwicklung und Prozesse im regulatorischen Umfeld (Medtech) Florian Ramsbeck Beratungstätigkeit: Requirements Manager und Projekt-Management Support im regulatorischen Umfeld (Medtech)

18 Gemeinsam an einem StriCK ziehen Mit «Minimal Viable Products» und «Define-Build- Test»-Teams werden Ideen schneller validiert und die Software-Entwicklung wirklich agil. Es existieren bereits Organisations- und Prozessformen, die als besonders innovationsfördernd gelten. Ihnen allen gemeinsam ist, dass möglichst rasch und oft Feedback vom Business oder besser noch direkt vom Markt eingeholt wird, damit innovative Funktionalitäten gezielt und effizient weiterentwickelt werden können. Von Joffrey Zehnder und PATrIC LenGACHEr Neue Geschäftsmodelle werden heutzutage digital geboren. Die besten Erfolgschancen haben diejenigen, die bereits einen Markt besetzt haben, bevor das Produkt überhaupt vollständig reif ist. Aus dieser neuen Denke heraus ist es nicht überraschend, dass sich viele Methoden, die ursprünglich in der Programmierung und Software-Entwicklung eingesetzt wurden, mittlerweile in den Businessstrategien wiederfinden. Die wohl wesentlichsten Elemente, die ihnen eigen sind, lauten: Feedback, Kommunikation, Interdisziplinarität. Agile Methoden in der Software-Entwicklung sind auf eine enge Zusammenarbeit ausgelegt und bedingen permanente Abstimmung, um richtig zu funktionieren. Die Prozesse sind zwar streng definiert, aber sie sind absichtlich einfach und minimal gehalten. Allerdings wird dieser Minimalismus durch ein Mehr an Kommunikation und Interaktion zwischen den Projektbeteiligten ergänzt. Ein Unternehmen, das sich auf agile Methoden einlässt, muss sich bewusst sein, dass es kontinuierlich involviert sein wird und bereit sein muss, Zeit zu investieren. Diese Form der Zusammenarbeit braucht sowohl vonseiten des Kunden als auch des Technologiepartners viel Vertrauen; sie ist eine echte Partnerschaft auf Augenhöhe. Denn Agilität schafft Transparenz, und die Firmenkulturen beider Partner müssen es erlauben, dass ehrlich und fair miteinander kommuniziert wird. Diese Direktheit ist möglicherweise eine neue Erfahrung und kann in einem ersten Reflex Unsicherheiten auslösen. Doch die Vorteile überwiegen. Diese heissen: Schnelligkeit, Fokus auf den Kundennutzen, Teamwork, wertschöpfender Mehrwert. Denn Innovation geschieht heutzutage in den seltensten Fällen durch ein einzelnes Genie. Normalerweise steht ein ganzes eingeschworenes Team dahinter. Und es ist auch nicht immer der grosse Paukenschlag, sondern oft eine eher evolutionäre Verbesserung von Bestehendem. Dem kommen die agilen Methoden mit ihren häufigen Iterationen entgegen. Spätestens nach jeder Iteration muss Feedback zurückfliessen. Die Feedbackschleife beinhaltet im Einzelnen: Das Team präsentiert den Fachabteilungen und Benutzern die in der aktuellen Iteration komplett in Funktionalitäten umgesetzten Anforderungen und nimmt Kommentare, Ideen und Anregungen für Verbesserungen entgegen. Das Team diskutiert verschiedene Optionen für die Umsetzung der neuen Features und wählt im Konsens die ideale Lösungsvariante nämlich die, die mit möglichst wenig Aufwand maximale Wertschöpfung generiert (siehe Abb. 7). Im Software-Entwicklungsprozess eröffnen sich immer wieder neue Optionen. Je schneller Entscheide gefällt werden, in welche Richtung weiterentwickelt werden soll, desto eher liegt ein verwertbares Produkt vor. Oftmals ergeben sich dann im Zuge der eingehenden

19 AGIL ODER InnOVATIV? ODER BEIDES? «Innovative Ideen entstehen dann, wenn sich eine Vision bereits in ersten Ansätzen konkretisiert hat.»

20 Abb. 6: «MVP» Minimales Brauchbares Produkt minimum + Brauchbar Produkt kann genau das, was der Benutzer jetzt braucht minimum Brauchbar Unbrauchbare Produkte, die niemand benutzen will Produkt kann alles, was sich der Kunde je wünscht Legende: MVP «Minimal Viable Product» / Minimales brauchbares Produkt Verbesserungsvorschläge aus der Schärfung der Details die eigentlich innovativen Ideen. Diesem Gedanken folgend ist das Konzept des «Minimal Viable Product» (MVP) entstanden also eines Produktes, bei dem in einem ersten Schritt nur in die Funktionen investiert wird, die unbedingt nötig sind, um seinen eigentlichen Zweck zu ermöglichen (siehe Abb. 6). Dahinter verbirgt sich das Bestreben, möglichst schnell mit einem kommerzialisierbaren Produkt auf dem Markt zu sein, somit rasches Feedback vom Endnutzer zu erhalten, das dann sofort in die Weiterentwicklung des Produkts integriert wird. Die Fachabteilungen in den Unternehmen haben oftmals eine Vielzahl an Ideen, was der Markt brauchen könnte. Daraus wird ein Minimum destilliert, mit dem bei geringem Aufwand bereits ein Maximum an Wert für den Anwender erzielt werden kann. Damit ist ein MVP ein sehr effizienter Weg zu prüfen, wie der Markt auf eine innovative Idee reagiert. Schrittweise werden aus den Rückmeldungen neue Anforderungen abgeleitet, die dann wiederum priorisiert und schleunigst umgesetzt werden. Ein Technologieberater, der sich dem Fortschritt und Nutzen seines Kunden verschrieben hat, wird diesem die Vorteile dieses Modells klar aufzeigen und für eine unverzügliche Vermarktung sorgen, ohne darauf zu warten, dass alle wünschenswerten Features eines Produktes restlos umgesetzt sind. Ebenso wird der Dienstleister darauf achten, dass er beim Einsatz agiler Methoden interdisziplinäre Teams bildet, damit der Austausch zwischen den einzelnen Rollen im Projekt rasch und nahtlos erfolgen kann. Dieses Modell der «Define- Build-Test»-Teams (DBT) soll die Entwicklungszeit und damit die Time to Market verkürzen. Hintergrund ist, dass jede Dokumentation der Anforderungen

Experience. nr.52. ERNI Erfahrungsberichte rund um Management-, Prozess- und Technologiethemen. märz 2012

Experience. nr.52. ERNI Erfahrungsberichte rund um Management-, Prozess- und Technologiethemen. märz 2012 ERNI Erfahrungsberichte rund um Management-, Prozess- und Technologiethemen Experience nr.52 märz 2012 RequIREMENTs EngINEERINg Ins Schwarze treffen Ins SchwARze treffen Requirements Engineering: die Grundlagen

Mehr

Agiles Vorgehen Do s und Don ts im Umfeld und beim Management

Agiles Vorgehen Do s und Don ts im Umfeld und beim Management Agiles Vorgehen Do s und Don ts im Umfeld und beim Management Vortrag bei der Fachgruppe IT-Projektmanagement 22. Mai 2015, Steinbeis-Transferzentrum IT-Projektmanagement, Stuttgart hoffmann@stz-itpm.de

Mehr

Agile Programmierung - Theorie II SCRUM

Agile Programmierung - Theorie II SCRUM Agile Programmierung - Theorie II SCRUM Arne Brenneisen Universität Hamburg Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften Seminar Softwareentwicklung in der Wissenschaft Betreuer: Christian

Mehr

Agiles Projektmanagement - auch geeignet für Nicht-IT-Projekte? PMI Prof. Dr.-Ing. Holger Günzel 14.09.2012

Agiles Projektmanagement - auch geeignet für Nicht-IT-Projekte? PMI Prof. Dr.-Ing. Holger Günzel 14.09.2012 Agiles Projektmanagement - auch geeignet für Nicht-IT-Projekte? PMI Prof. Dr.-Ing. Holger Günzel Verglühte die Raumfähre Columbia durch einen unflexiblen Projektmanagementprozess? Rückblick: 2003 verglühte

Mehr

Taking RM Agile. Erfahrungen aus dem Übergang von traditioneller Entwicklung zu Scrum

Taking RM Agile. Erfahrungen aus dem Übergang von traditioneller Entwicklung zu Scrum Taking RM Agile CLICK TO EDIT MASTER OPTION 1 Erfahrungen aus dem Übergang von traditioneller Entwicklung zu Scrum Click to edit Master subtitle style Christian Christophoridis Requirements Management

Mehr

AGILE-PRODUKTENTWICKLUNG

AGILE-PRODUKTENTWICKLUNG AXEL SCHRÖDER & PARTNER UNTERNEHMENSBERATUNG AGILE-PRODUKTENTWICKLUNG DER RHYTHMUS FÜR MEHR F&E-EFFIZIENZ DER RHYTHMUS Klare Ziele, Timeboxing und schnelles Feedback. Höhere Produktivität und motivierte

Mehr

SCRUM. Software Development Process

SCRUM. Software Development Process SCRUM Software Development Process WPW 07.08.2012 SCRUM Poster www.scrum-poster.de Was ist Scrum? Extrem Schlanker Prozess 3 Rollen 4 Artefakte Wenige Regeln Die Rollen Product Owner Der Product Owner

Mehr

SCRUM. Scrum in der Software Entwicklung. von Ernst Fastl

SCRUM. Scrum in der Software Entwicklung. von Ernst Fastl SCRUM Scrum in der Software Entwicklung von Ernst Fastl Agenda 1. Die Entstehung von Scrum 2. Überblick über den Prozess 3. Rollen 4. Meetings 5. Artefakte 6. Fragen & Antworten Agenda 1. Die Entstehung

Mehr

RELEASE AUF KNOPFDRUCK: MIT CONTINUOUS DELIVERY KOMMEN SIE SCHNELLER ANS ZIEL.

RELEASE AUF KNOPFDRUCK: MIT CONTINUOUS DELIVERY KOMMEN SIE SCHNELLER ANS ZIEL. RELEASE AUF KNOPFDRUCK: MIT CONTINUOUS DELIVERY KOMMEN SIE SCHNELLER ANS ZIEL. Die Erwartungen Ihrer Businesskunden an ihre IT steigen. Mehr denn je kommt es darauf an, die Software optimal am Kunden auszurichten

Mehr

mimacom path Ihr Nutzen www.mimacom.com

mimacom path Ihr Nutzen www.mimacom.com ist ein Lösungspaket, mit dem sich das ganze Application Lifecycle Management abdecken lässt: Vom Requirements Engineering über die agile Abwicklung von Projekten bis hin zum Service Management. Der ganzheitliche

Mehr

Wir erledigen alles sofort. Warum Qualität, Risikomanagement, Gebrauchstauglichkeit und Dokumentation nach jeder Iteration fertig sind.

Wir erledigen alles sofort. Warum Qualität, Risikomanagement, Gebrauchstauglichkeit und Dokumentation nach jeder Iteration fertig sind. Wir erledigen alles sofort Warum Qualität, Risikomanagement, Gebrauchstauglichkeit und Dokumentation nach jeder Iteration fertig sind. agilecoach.de Marc Bless Agiler Coach agilecoach.de Frage Wer hat

Mehr

Werte und Prinzipien der agilen Softwareentwicklung

Werte und Prinzipien der agilen Softwareentwicklung 1 Was ist Scrum? Scrum ist ein einfaches Projektmanagement-Framework, in das Entwicklungsteams selbstbestimmt erprobte Praktiken einbetten. Der Rahmen sieht einen empirisch, iterativen Prozess vor, bei

Mehr

Übungen zur Softwaretechnik

Übungen zur Softwaretechnik Technische Universität München Fakultät für Informatik Lehrstuhl IV: Software & Systems Engineering Markus Pister, Dr. Bernhard Rumpe WS 2002/2003 Lösungsblatt 1 17. Oktober 2002 www4.in.tum.de/~rumpe/se

Mehr

Projektmanagement-Alternativen für BI-Projekte [Session D4] Uetliberg, 15.09.2015 www.boak.ch

Projektmanagement-Alternativen für BI-Projekte [Session D4] Uetliberg, 15.09.2015 www.boak.ch [Session D4] Uetliberg, www.boak.ch Im heutigen Vortrag stelle ich ihnen die Hauptunterschiede zwischen traditionell sequentiellen und agilen Projektmanagement Vorgehensmethoden vor. Dabei geht es um keine

Mehr

Der Business Analyst in der Rolle des agilen Product Owners

Der Business Analyst in der Rolle des agilen Product Owners Der Business Analyst in der Rolle des agilen Owners HOOD GmbH Susanne Mühlbauer Büro München Keltenring 7 82041 Oberhaching Germany Tel: 0049 89 4512 53 0 www.hood-group.com -1- Inhalte Agile Software

Mehr

Adlerblick So gewinnen Sie einen Überblick über ein DWH Dr. Andrea Kennel InfoPunkt Kennel GmbH CH-8600 Dübendorf Schlüsselworte Einleitung

Adlerblick So gewinnen Sie einen Überblick über ein DWH Dr. Andrea Kennel InfoPunkt Kennel GmbH CH-8600 Dübendorf Schlüsselworte Einleitung Adlerblick So gewinnen Sie einen Überblick über ein DWH Dr. Andrea Kennel InfoPunkt Kennel GmbH CH-8600 Dübendorf Schlüsselworte DWH Projekt, Methodik, Stärken und Schwächen, Übersicht, Weg der Daten,

Mehr

Agiles Projektmanagement. erklärt in 30 Minuten! IT-Forum Agiles Projektmanagement, NIK 29. Juni 2011. Thomas Hemmer

Agiles Projektmanagement. erklärt in 30 Minuten! IT-Forum Agiles Projektmanagement, NIK 29. Juni 2011. Thomas Hemmer Agiles Projektmanagement erklärt in 30 Minuten! IT-Forum Agiles Projektmanagement, NIK 29. Juni 2011 Thomas Hemmer Chief Technology Officer thomas.hemmer@conplement.de conplement AG, Nürnberg 2 conplement

Mehr

Mit agilen Methoden kommen Sie weiter

Mit agilen Methoden kommen Sie weiter Mit agilen Methoden kommen Sie weiter Wir machen Sie und Ihr Unternehmen fit für Scrum. Was ist Scrum? Scrum ist ein agiles Produktentwicklungs-Framework zur schlanken Entwicklung von Software. Da Scrum

Mehr

Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann

Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann Wie man mit Change Management IT-Projektkosten senken kann ein Artikel von Ulrike Arnold Kaum ein Projekt wird in der vorgegebenen Zeit und mit dem geplanten Budget fertiggestellt. Und das, obwohl die

Mehr

Fallstudie: Intranet-Neukonzeption Vorgehensweise, Methoden und Ergebnisse eines systematischen Konzeptionsprozesses am Beispiel der Knauf Gips KG

Fallstudie: Intranet-Neukonzeption Vorgehensweise, Methoden und Ergebnisse eines systematischen Konzeptionsprozesses am Beispiel der Knauf Gips KG Fallstudie: Intranet-Neukonzeption Vorgehensweise, Methoden und Ergebnisse eines systematischen Konzeptionsprozesses am Beispiel der Knauf Gips KG Das Ziel Ein runderneuertes Intranet für eine (R)evolution

Mehr

Projektorganisation und Vorgehen in agilen Projekten. Noser Technologieimpulse München 2013 - Matthias Neubacher

Projektorganisation und Vorgehen in agilen Projekten. Noser Technologieimpulse München 2013 - Matthias Neubacher Projektorganisation und Vorgehen in agilen Projekten Noser Technologieimpulse München 2013 - Matthias Neubacher Ein wenig Theorie Agile Methoden Warum? hohe Anpassbarkeit schnellere Ergebnisse günstigere

Mehr

IT-Service Management Success Story

IT-Service Management Success Story IT-Service Management Success Story Prozessreife erfolgreich verbessert! Ausgangsbasis und Konzeptphase Der Flughafen Stuttgart gehört mit knapp 10 Millionen Die Aufgabe der Flughafen Stuttgart GmbH Zentrale

Mehr

Verantwortung unternehmen

Verantwortung unternehmen Der Ablauf von Verantwortung Der Ablauf von Verantwortung Sie sind in einen Jahrgang von Verantwortung aufgenommen. Vorab haben Sie und ein weiterer Vertreter Ihres Unternehmens die Initiative in einem

Mehr

Scrum technische Umsetzung und kaufmännische Rahmenbedingungen

Scrum technische Umsetzung und kaufmännische Rahmenbedingungen Scrum technische Umsetzung und kaufmännische 9. Darmstädter Informationsrechtstag 2013 Darmstadt, 15. November 2013 Franziska Bierer 2 andrena ojects ag Gründung 1995 Standorte in Karlsruhe und Frankfurt

Mehr

PM-Forum Augsburg. Thomas Müller-Zurlinden, PMP 18.05.2012. Kontakt: Info@QinS.de

PM-Forum Augsburg. Thomas Müller-Zurlinden, PMP 18.05.2012. Kontakt: Info@QinS.de PM-Forum Augsburg Thomas Müller-Zurlinden, PMP 18.05.2012 Kontakt: Info@QinS.de Einführung in die Konzepte der Software Product Line Organisation einer globalen SPL Entwicklung SPL und die Herausforderungen

Mehr

das agile.agreement Agile Projekte bedürfen agiler Vertragsmechanismen Thomas Molitor (Consultant)

das agile.agreement Agile Projekte bedürfen agiler Vertragsmechanismen Thomas Molitor (Consultant) das agile.agreement Agile Projekte bedürfen agiler Vertragsmechanismen Thomas Molitor (Consultant) Dr. Pascal AG Was ist der Nutzen des agile.agreements? Das agile.agreement, als ein praxistaugliches Vertragsmodell

Mehr

INFOGEM AG Informatiker Gemeinschaft für Unternehmensberatung. Robust und Agil gegeneinander oder miteinander?

INFOGEM AG Informatiker Gemeinschaft für Unternehmensberatung. Robust und Agil gegeneinander oder miteinander? INFOGEM AG Informatiker Gemeinschaft für Unternehmensberatung Rütistrasse 9, Postfach 5401 Baden, Switzerland Phone: +41 56 222 65 32 Internet: www.infogem.ch Robust und Agil gegeneinander oder miteinander?

Mehr

INFOGEM AG Informatiker Gemeinschaft für Unternehmensberatung. Robust und Agil gegeneinander oder miteinander?

INFOGEM AG Informatiker Gemeinschaft für Unternehmensberatung. Robust und Agil gegeneinander oder miteinander? INFOGEM AG Informatiker Gemeinschaft für Unternehmensberatung Rütistrasse 9, Postfach 5401 Baden, Switzerland Phone: +41 56 222 65 32 Internet: www.infogem.ch Robust und Agil gegeneinander oder miteinander?

Mehr

Presseinformation. Unser Ansatz ist eben auch operational

Presseinformation. Unser Ansatz ist eben auch operational Unser Ansatz ist eben auch operational Ulrich Rehrmann und Wolfgang Lalakakis, Gründer der GMVK Consulting Group, über den Markt für Geschäftsprozessoptimierungen, ICM Information Chain Management und

Mehr

Mit Offshore-Teams arbeiten ist ein Kinderspiel. Von Vikram Kapoor

Mit Offshore-Teams arbeiten ist ein Kinderspiel. Von Vikram Kapoor Mit Offshore-Teams arbeiten ist ein Kinderspiel Von Vikram Kapoor Einführung Offshoring also Auslagern von Softwareentwicklung nach Indien ist nicht mehr einzigartig. Es ist ein übliches Geschäftsmodell

Mehr

Agile Vorgehensmodelle in der Softwareentwicklung: Scrum

Agile Vorgehensmodelle in der Softwareentwicklung: Scrum C A R L V O N O S S I E T Z K Y Agile Vorgehensmodelle in der Softwareentwicklung: Scrum Johannes Diemke Vortrag im Rahmen der Projektgruppe Oldenburger Robot Soccer Team im Wintersemester 2009/2010 Was

Mehr

1 Einleitung. 1.1 Unser Ziel

1 Einleitung. 1.1 Unser Ziel 1 Dieses Buch wendet sich an alle, die sich für agile Softwareentwicklung interessieren. Einleitend möchten wir unser mit diesem Buch verbundenes Ziel, unseren Erfahrungshintergrund, das dem Buch zugrunde

Mehr

UI-Testing mit Microsoft Test Manager (MTM) Philip Gossweiler / 2013-04-18

UI-Testing mit Microsoft Test Manager (MTM) Philip Gossweiler / 2013-04-18 UI-Testing mit Microsoft Test Manager (MTM) Philip Gossweiler / 2013-04-18 Software Testing Automatisiert Manuell 100% 70% 1 Überwiegender Teil der Testing Tools fokusiert auf automatisiertes Testen Microsoft

Mehr

Effiziente Steuerung von BI-Projekten - Agiles Projektmanagement vs. klassische Vorgehensmodelle. Windhoff Software Services GmbH www.wind-soft.

Effiziente Steuerung von BI-Projekten - Agiles Projektmanagement vs. klassische Vorgehensmodelle. Windhoff Software Services GmbH www.wind-soft. Effiziente Steuerung von BI-Projekten - Agiles Projektmanagement vs. klassische Vorgehensmodelle Folie 2 Agenda Projektmanagement: Ziele und Methoden Agile Methoden: Scrum Agile Methoden im BI Umfeld PM

Mehr

Water-Scrum-Fall Ein Entwicklungsprozess mit Zukunft? Bernhard Fischer

Water-Scrum-Fall Ein Entwicklungsprozess mit Zukunft? Bernhard Fischer Water-Scrum-Fall Ein Entwicklungsprozess mit Zukunft? Bernhard Fischer Wasserfall vs. Agile: Eine Erfolgsstory 2 Umsetzung agiler Prinzipien Entwicklungsprozess 2009 30.6% 13.4% 20.6% 35.4% Agil Iterativ

Mehr

Internet Briefing Agile SW-Entwicklung

Internet Briefing Agile SW-Entwicklung 1 www.namics.com Internet Briefing Agile SW-Entwicklung 6. Februar 2007 Peter Stevens, Principal Consultant Bern, Frankfurt, Hamburg, München, St. Gallen, Zug, Zürich Agenda 2 www.namics.com 3 www.namics.com

Mehr

SCRUM. Legalisierung der Hackerei? GI Regionalgruppe Dortmund 07.12.2009 Dipl.-Inform. (FH) Dirk Prüter. Dirk.Prueter@gmx.de

SCRUM. Legalisierung der Hackerei? GI Regionalgruppe Dortmund 07.12.2009 Dipl.-Inform. (FH) Dirk Prüter. Dirk.Prueter@gmx.de SCRUM Legalisierung der Hackerei? GI Regionalgruppe Dortmund 07.12.2009 Dipl.-Inform. (FH) Dirk Prüter Dirk.Prueter@gmx.de Überblick Was ist SCRUM Wie funktioniert SCRUM Warum lohnt es sich, SCRUM anzuwenden

Mehr

Hilfe, mein SCRUM-Team ist nicht agil!

Hilfe, mein SCRUM-Team ist nicht agil! Hilfe, mein SCRUM-Team ist nicht agil! Einleitung: Laut unserer Erfahrung gibt es doch diverse unagile SCRUM-Teams in freier Wildbahn. Denn SCRUM ist zwar eine tolle Sache, macht aber nicht zwangsläufig

Mehr

Projektplanung für Softwareprojekte: KLIPS 2.0 Prof. Dr. Manfred Thaller WS 2011/12 3.11.2011 Dana Wroblewski

Projektplanung für Softwareprojekte: KLIPS 2.0 Prof. Dr. Manfred Thaller WS 2011/12 3.11.2011 Dana Wroblewski Projektplanung für Softwareprojekte: KLIPS 2.0 Prof. Dr. Manfred Thaller WS 2011/12 3.11.2011 Dana Wroblewski 1. Was heißt Agil 2. Scrum? Grundbegriffe 3. Wer benutzt Scrum 4. Vorteile & Nachteile von

Mehr

Agile BI Kickstart. Beschreibung des Workshops. Workshopbeschreibung

Agile BI Kickstart. Beschreibung des Workshops. Workshopbeschreibung Bereich: Workshop: Dauer: In-House Workshop Agile BI Kickstart 2 Tage Beschreibung des Workshops Agile Vorgehensweisen werden bei der Entwicklung von BI- und Data Warehouse-Lösungen heutzutage mehr und

Mehr

Andrea Grass & Dr. Marcus Winteroll oose Innovative Informatik GmbH. Geschäftsprozessmanagement und Agilität geht das zusammen?

Andrea Grass & Dr. Marcus Winteroll oose Innovative Informatik GmbH. Geschäftsprozessmanagement und Agilität geht das zusammen? Andrea Grass & Dr. Marcus Winteroll oose GmbH Geschäftsprozessmanagement und Agilität geht das zusammen? Agenda I. Wozu eigentlich BPM? II. Vorgehen und Rollen im abpm III. Methoden und Techniken IV. Resümee

Mehr

impulse Strategie Innovation

impulse Strategie Innovation Strategie Innovation Mit kreativen Methoden und einer inspirierenden Moderation helfen wir Ihnen, neue Impulse für Ihre Unternehmensstrategie zu gewinnen sowie dazu passende Maßnahmen zu planen und umzusetzen.

Mehr

GESCHäFTSPROZESSMANAGEMENT

GESCHäFTSPROZESSMANAGEMENT GESCHäFTSPROZESSMANAGEMENT Veränderungsfähig durch Geschäftsprozessmanagement (BPM) Beratung und Training BPM-Lösungen und Technologien Branchenfokus Energie und Versorgung Im Zeitalter stetigen Wandels

Mehr

REZA NAZARIAN. Berater für digitale Projekte PROFIL. Schwerpunkt. Zusammenfassung. Kernkompetenzen

REZA NAZARIAN. Berater für digitale Projekte PROFIL. Schwerpunkt. Zusammenfassung. Kernkompetenzen PROFIL REZA NAZARIAN Telefon: 0163 54 90 761 Email: consulting@reza-nazarian.de Schwerpunkt Zusammenfassung Kernkompetenzen Strukturierte agile Produktentwicklung für sinnvolle technische Lösungen. Als

Mehr

Einführung in Scrum. Agiles Projektmanagement. Martin Krüger 27.04.2011 Entwicklung von Workflowanwendungen

Einführung in Scrum. Agiles Projektmanagement. Martin Krüger 27.04.2011 Entwicklung von Workflowanwendungen Einführung in Scrum Agiles Projektmanagement Martin Krüger 27.04.2011 Entwicklung von Workflowanwendungen Warum Agiles Projektmanagement? Scrum Empfehlungen Das Seminar Planbarkeit Warum Agiles Projektmanagement?

Mehr

Machbar? Machbar! 07.10.2010

Machbar? Machbar! 07.10.2010 TANNER AG 2010 TANNER AG Kemptener Straße 99 D-88131 Lindau (B) Telefon +49 8382 272-0 Fax +49 8382 272-900 www.tanner.de info@tanner.de Agile Softwareentwicklung im regulativen Umfeld. Machbar? Machbar!

Mehr

Einführung in das Scrum Framework & welche 10 Praktiken helfen, Scrum wirklich gut zu machen

Einführung in das Scrum Framework & welche 10 Praktiken helfen, Scrum wirklich gut zu machen Einführung in das Scrum Framework & welche 10 Praktiken helfen, Scrum wirklich gut zu machen Wer bin ich Kurse und Vorträge mit Jeff Sutherland und Ken Schwaber Verschiedene Kurse der Scrum.org Professional

Mehr

Kein Ruhestand für Wissen Möglichkeiten und Grenzen des Wissenstransfers

Kein Ruhestand für Wissen Möglichkeiten und Grenzen des Wissenstransfers Kein Ruhestand für Wissen Möglichkeiten und Grenzen des Wissenstransfers 20.11.2014, Wissenskongress Berlin Klemens Keindl keindl consulting keindl consulting: Themenfelder Wissensmanagement Attraktiver

Mehr

den sicherheitskritischen Bereich Christoph Schmiedinger Frankfurter Entwicklertag 2015 24.02.2015

den sicherheitskritischen Bereich Christoph Schmiedinger Frankfurter Entwicklertag 2015 24.02.2015 Agile Methoden als Diagnose-Tool für den sicherheitskritischen Bereich Christoph Schmiedinger Frankfurter Entwicklertag 2015 24.02.2015 Über mich Berufliche Erfahrung 3 Jahre Projektabwicklung 2 Jahre

Mehr

Kompetenz in Enterprise Software Engineering

Kompetenz in Enterprise Software Engineering Kompetenz in Enterprise Software Engineering 02 Getting ideas done Die conplement AG als Technologiepartner renommierter Unternehmen erarbeitet zukunftsfähige Enterprise Software Lösungen auf Basis neuester

Mehr

Produktphilosophie erstellen

Produktphilosophie erstellen User Experience Produktphilosophie erstellen Bereich Anforderungen Aktivität Ziele Erleichterte Kommunikation zwischen Stakeholdern Designentscheidungen erleichtern/rechtfertigen schnell durchführbar einfach

Mehr

Process Consulting. Beratung und Training. Branchenfokus Energie und Versorgung. www.mettenmeier.de/bpm

Process Consulting. Beratung und Training. Branchenfokus Energie und Versorgung. www.mettenmeier.de/bpm Process Consulting Process Consulting Beratung und Training Branchenfokus Energie und Versorgung www.mettenmeier.de/bpm Veränderungsfähig durch Business Process Management (BPM) Process Consulting Im Zeitalter

Mehr

3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen

3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen 3 Social Recruiting Kritik und Erwiderungen Das Wichtigste in Kürze Das Verständnis von Social (Media) Recruiting als soziale Aktivität der Mitarbeiter stößt häufig auf Skepsis. Berechtigterweise wird

Mehr

PITSS.CON und Scrum. Agile Softwareentwicklung für effizientes Projektmanagement PITSS.CON 12.3.1. White Paper, November 2014

PITSS.CON und Scrum. Agile Softwareentwicklung für effizientes Projektmanagement PITSS.CON 12.3.1. White Paper, November 2014 PITSS.CON und Scrum Agile Softwareentwicklung für effizientes Projektmanagement PITSS.CON 12.3.1 White Paper, November 2014 1/6 1. Einführung... 3 2. Die Bedeutung von PITSS.CON... 3 3. Die Vorzüge der

Mehr

Service Innovation Lab. Produktentwicklung im Dienstleistungsunternehmen

Service Innovation Lab. Produktentwicklung im Dienstleistungsunternehmen Service Innovation Lab Produktentwicklung im Dienstleistungsunternehmen 2 Wettbewerbsvorteile durch Dienstleistungsinnovation Die Erlangung von neuen oder die Sicherung bestehender Wettbewerbsvorteile

Mehr

Warum sich das Management nicht für agile Softwareentwicklung interessieren sollte - aber für Agilität

Warum sich das Management nicht für agile Softwareentwicklung interessieren sollte - aber für Agilität Warum sich das Management nicht für agile Softwareentwicklung interessieren sollte - aber für Agilität Marcus Winteroll oose GmbH Agenda I. Ziele und Zusammenarbeit II. Was wir vom agilen Vorgehen lernen

Mehr

CONTINUOUS DELIVERY. Entmystifiziert. codecentric AG

CONTINUOUS DELIVERY. Entmystifiziert. codecentric AG CONTINUOUS DELIVERY Entmystifiziert WIE SOFTWARE LIEFERN? 01.07.2014 2 WAS IST CONTINUOUS DELIVERY? Robust Wiederholbar Effektiv 01.07.2014 3 LANDSCHAFTEN Continuous Integration Public / Private Hybrid

Mehr

Teststrategie festlegen und Teststufen aufeinander abstimmen

Teststrategie festlegen und Teststufen aufeinander abstimmen Testen Teststrategie festlegen und Teststufen aufeinander abstimmen Bereich Projektplanung und -steuerung Aktivität Projekt planen Ziele Effiziente Testausführung Vermeidung von doppelter Arbeit schnell

Mehr

Software EMEA Performance Tour 2013. Berlin, Germany 17-19 June

Software EMEA Performance Tour 2013. Berlin, Germany 17-19 June Software EMEA Performance Tour 2013 Berlin, Germany 17-19 June Change & Config Management in der Praxis Daniel Barbi, Solution Architect 18.06.2013 Einführung Einführung Wer bin ich? Daniel Barbi Seit

Mehr

Firmenportrait open4business GmbH. open4business. Softwareentwicklung für Unternehmen

Firmenportrait open4business GmbH. open4business. Softwareentwicklung für Unternehmen Firmenportrait open4business GmbH open4business Softwareentwicklung für Unternehmen Wer sind Wer wir sind Kurzprofil Die open4business GmbH ist ein mittelständisches IT-Dienstleistungsunternehmen mit Firmensitz

Mehr

Von 0 auf 13 oder mit Vollgas ins agile Zeitalter

Von 0 auf 13 oder mit Vollgas ins agile Zeitalter Von 0 auf 13 oder mit Vollgas ins agile Zeitalter Silvio Simone, Bison Group Susanne Mühlbauer, HOOD GmbH Scrum Day 2012 Bison Schweiz AG Surentalstrasse 10 CH-6210 Sursee www.bison-group.com HOOD GmbH

Mehr

Agiles Testmanagment. Hugo Beerli bbv Software Services AG. Luzern, September 2011. www.bbv.ch

Agiles Testmanagment. Hugo Beerli bbv Software Services AG. Luzern, September 2011. www.bbv.ch Agiles Testmanagment Hugo Beerli bbv Software Services AG Luzern, September 2011 Product Backlog (Agenda) 1) Warum System Tests 2) Agile Arbeitsmethode Stand up Meeting 3) Vorteile der agilen Methode 4)

Mehr

Innovativ zum Markterfolg innovieren transformieren - abschöpfen

Innovativ zum Markterfolg innovieren transformieren - abschöpfen Innovativ zum Markterfolg innovieren transformieren - abschöpfen Anatol Zingg (PhD/ MBA) www.in2values.ch 1 in2values - Innovation & Business Logik Über uns WAS wir anbieten: Innovations-& Business Logik

Mehr

Business Intelligence Mehr Wissen und Transparenz für smartes Unternehmens- Management NOW YOU KNOW [ONTOS TM WHITE PAPER SERIES]

Business Intelligence Mehr Wissen und Transparenz für smartes Unternehmens- Management NOW YOU KNOW [ONTOS TM WHITE PAPER SERIES] NOW YOU KNOW [ SERIES] Business Intelligence Mehr Wissen und Transparenz für smartes Unternehmens- Management [YVES BRENNWALD, ONTOS INTERNATIONAL AG] 001 Potential ontologiebasierter Wissens- Lösungen

Mehr

ERFOLGREICHE TALENT MANAGEMENT SOFTWARE BEGINNT AM MENSCHEN 50% 75% 35% 90% NACHFOLGEPLANUNG SCHLÜSSELSTELLEN RICHTIG BESETZEN

ERFOLGREICHE TALENT MANAGEMENT SOFTWARE BEGINNT AM MENSCHEN 50% 75% 35% 90% NACHFOLGEPLANUNG SCHLÜSSELSTELLEN RICHTIG BESETZEN 50% 75% 35% 90% Gute Personalentwicklung ist kein reiner Mitarbeiter zu fördern und damit langfristig HR-Prozess, sie muss vielmehr als Teil der an das Unternehmen zu binden, stellt hohe unternehmerischen

Mehr

Kollaborative Wertschöpfung mit WissensportalenAspekte aus Theorie und Praxis

Kollaborative Wertschöpfung mit WissensportalenAspekte aus Theorie und Praxis Kollaborative Wertschöpfung mit WissensportalenAspekte aus Theorie und Praxis Thomas Schwenk Agenda! Kollaborative Wertschöpfung?! Web 2.0, Enterprise 2.0 Viel Wind um nichts?! Theorie und Praxis... Zu

Mehr

Scrum E I N F Ü H R U N G

Scrum E I N F Ü H R U N G Scrum EINFÜHRUNG Was ist Scrum? Agiles Vorgehensmodell Grundüberzeugungen Erste Tendenzen Mitte der 80er Jahre Grundidee: Entwickeln in Inkrementen Parallelen zur Lean Production Agiles Manifest Jeff Sutherland

Mehr

Agilität selbst erfahren. Agile Softwareentwicklung in der Praxis: Jetzt bewerben für das erste Agile Code Camp 2013!

Agilität selbst erfahren. Agile Softwareentwicklung in der Praxis: Jetzt bewerben für das erste Agile Code Camp 2013! Agilität selbst erfahren. Agile Softwareentwicklung in der Praxis: Jetzt bewerben für das erste Agile Code Camp 2013! Sie wollen alles über agile Softwareentwicklung wissen? Wie können Sie agile Methoden

Mehr

Wachsen Sie? Positive Personalimpulse für Ihr Unternehmen.

Wachsen Sie? Positive Personalimpulse für Ihr Unternehmen. Wachsen Sie? Positive Personalimpulse für Ihr Unternehmen. Mut zu nachhaltigem Wachstum? Unternehmen sind in den gesamtdynamischen Prozess der Welt eingebunden deshalb entwickeln sie sich in jedem Fall.

Mehr

mimacom path Ihr Nutzen www.mimacom.com

mimacom path Ihr Nutzen www.mimacom.com ist ein Lösungspaket, mit dem sich das ganze Application Lifecycle Management abdecken lässt: Vom Requirements Engineering über die agile Abwicklung von Projekten bis hin zum Service Management. Der ganzheitliche

Mehr

Mit Wertschätzung zu staufreien Prozessen

Mit Wertschätzung zu staufreien Prozessen Zabo Staupiloten Mit Wertschätzung zu staufreien Prozessen Egal, ob bei Ihnen die Geschäftsprozesse, das Change Management oder Personalthemen ins Stocken geraten sind. Es geht immer um Menschen und deren

Mehr

Checkliste für Scrum-Meetings

Checkliste für Scrum-Meetings Checkliste für Scrum-Meetings Gesamtdarstellung 2 Produktvision teilen 3 Estimating 4 Planning 1 - Das WAS 5 Planning 2 - Das WIE 6 Daily Scrum 7 Das Review 8 Die Retrospektive 9 Artefakte 10 GOagile!

Mehr

Testmanagement im agilen Entwicklungsprozess

Testmanagement im agilen Entwicklungsprozess Testmanagement im agilen Entwicklungsprozess Unser Beratungsangebot für die effiziente Abwicklung von Projekten: n Anforderungen erkennen n Software-Qualität steigern n Teams zum Erfolg führen Unser Erfolgskonzept:

Mehr

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis... I. 1 Problemstellung... 1. 2 V-Modell... 1. 2.1 Allgemeines... 1. 2.2 Anwendung des V-Modells...

Inhaltsverzeichnis. Inhaltsverzeichnis... I. 1 Problemstellung... 1. 2 V-Modell... 1. 2.1 Allgemeines... 1. 2.2 Anwendung des V-Modells... Inhaltsverzeichnis Inhaltsverzeichnis... I 1 Problemstellung... 1 2 V-Modell... 1 2.1 Allgemeines... 1 2.2 Anwendung des V-Modells... 3 3 SCRUM-Modell... 4 3.1 Allgemeines... 4 3.2 Anwendung des SCRUM-Modells...

Mehr

Effektstärken-Check: Wichtigste Projektkategorien

Effektstärken-Check: Wichtigste Projektkategorien Als die wichtigsten Einflussfaktoren für Projekterfolg wurden die nachfolgenden Fragen an die Teilnehmer der Studie Evidenzbasierte Erfolgsfaktoren im Projektmanagement, BPM-Labor Hochschule Koblenz, Prof.

Mehr

READY-STEADY-DONE! Der Product Owner are you READY for agile?!

READY-STEADY-DONE! Der Product Owner are you READY for agile?! READY-STEADY-DONE! Der Product Owner are you READY for agile?! Susanne Mühlbauer HOOD GmbH Büro München Keltenring 7 82041 Oberhaching Germany Tel: 0049 89 4512 53 0 www.hood-group.com -1- Neue Ideen sind

Mehr

Einleitung. Was ist das Wesen von Scrum? Die Ursprünge dieses Buches

Einleitung. Was ist das Wesen von Scrum? Die Ursprünge dieses Buches Dieses Buch beschreibt das Wesen von Scrum die Dinge, die Sie wissen müssen, wenn Sie Scrum erfolgreich einsetzen wollen, um innovative Produkte und Dienstleistungen bereitzustellen. Was ist das Wesen

Mehr

Compact Scrum Guide. Agile Coach / Business Consultant @ Prowareness Contact: o.mann@prowareness.de, 0176-52845680

Compact Scrum Guide. Agile Coach / Business Consultant @ Prowareness Contact: o.mann@prowareness.de, 0176-52845680 Compact Scrum Guide Author: Oliver Mann, Role: Agile Coach / Business Consultant @ Prowareness Contact: o.mann@prowareness.de, 0176-52845680 Compact Scrum Guide Inhalt 1. Was ist Scrum und wofür wird es

Mehr

Customer COE Best Practices SAP Solution Manager. Topic. Kundenempfehlung: Einführung Prozessmanagement für FB und IT

Customer COE Best Practices SAP Solution Manager. Topic. Kundenempfehlung: Einführung Prozessmanagement für FB und IT Topic Das Prozessmanagement als ganzheitlicher Ansatz zur Identifikation, Gestaltung, Optimierung, Dokumentation und Standardisierung für eine zielorientierte Steuerung von Geschäftsprozessen Customer

Mehr

Ein Arbeitsplatz der Zukunft

Ein Arbeitsplatz der Zukunft Schöne neue Welt Ein Arbeitsplatz der Zukunft Das Büro wandelt sich zum Ort der Kommunikation und Vernetzung. Dazu werden situationsorientierte Räumlichkeiten benötigt, die sowohl den kreativen Austausch

Mehr

Wie Sie mit Twitter neue Leads einsammeln

Wie Sie mit Twitter neue Leads einsammeln Wie Sie mit Twitter neue Leads einsammeln 10.03.2015 Worauf es ankommt, bisher unbekannte Kontakte via Twitter für sich zu begeistern Genau wie andere soziale Netzwerke ist auch Twitter eine gute Gelegenheit,

Mehr

10 Trends und neue Entwicklungen im Projektmanagement

10 Trends und neue Entwicklungen im Projektmanagement 10 Trends und neue Entwicklungen im Projektmanagement 10.1 Zukünftige Anforderungen im Projektmanagement Produkte folgen einem typischen Lebenszyklus, der in der Regel mit einer innovativen Idee startet.

Mehr

Der Projektmanager (nach GPM / IPMA) Fragen zur Selbsteinschätzung und für die Prüfungsvorbereitung. Kapitel B Vorgehensmodelle

Der Projektmanager (nach GPM / IPMA) Fragen zur Selbsteinschätzung und für die Prüfungsvorbereitung. Kapitel B Vorgehensmodelle Der Projektmanager (nach GPM / IPMA) Fragen zur Selbsteinschätzung und für die Prüfungsvorbereitung Kapitel B Vorgehensmodelle Inhaltsverzeichnis 1 B Vorgehensmodell... 3 1.1 Welche Vorgehensmodelle sind

Mehr

Einführung in SCRUM. Helge Baier 21.01.2010

Einführung in SCRUM. Helge Baier 21.01.2010 Einführung in SCRUM Helge Baier 21.01.2010 Helge Baier Master of Computer Science (Software Engineering) über 10 Jahre Erfahrung in der Software Entwicklung Zertifizierung zum Scrum Master (2009) praktische

Mehr

Optimieren von Requirements Management & Engineering

Optimieren von Requirements Management & Engineering Xpert.press Optimieren von Requirements Management & Engineering Mit dem HOOD Capability Model Bearbeitet von Colin Hood, Rupert Wiebel 1. Auflage 2005. Buch. xii, 245 S. Hardcover ISBN 978 3 540 21178

Mehr

Agile Software Development

Agile Software Development Dipl. Wirtsch. Ing. Alexander Werth Methoden der Softwareentwicklung 6-1 Agile Manifest Individuen und Interaktion statt Prozessen und Tools. Funktionierende Software statt umfangreicher Dokumentation.

Mehr

It s all about shipping software!

It s all about shipping software! 1 Shipping Software Raiffeisen Bausparkasse V-ARC, 21.12.2011 Gerhard H. Leonhartsberger It s all about shipping software! Seite 2 2 How fast do you ship quality software? Seite 3 Software Entwicklung

Mehr

Projektrisiken verringern und die Möglichkeit eines potenziellen Misserfolgs senken

Projektrisiken verringern und die Möglichkeit eines potenziellen Misserfolgs senken Projektrisiken verringern und die Möglichkeit eines potenziellen Misserfolgs senken Name: Henrik Ortlepp Funktion/Bereich: Prokurist / VP Consulting Europe Organisation: Planview GmbH Liebe Leserinnen

Mehr

Referat Extreme Programming. Von Irina Gimpeliovskaja und Susanne Richter

Referat Extreme Programming. Von Irina Gimpeliovskaja und Susanne Richter Referat Extreme Programming Von Irina Gimpeliovskaja und Susanne Richter 1.) Was ist XP? Überlegte Annäherung an Softwareentwicklung Prozessmodell für objektorientierte Softwareentwicklung erfordert gute

Mehr

Agile Entwicklung in IT-Projekten - Anforderungen an Systemintegratoren

Agile Entwicklung in IT-Projekten - Anforderungen an Systemintegratoren Agile Entwicklung in IT-Projekten - Anforderungen an Systemintegratoren Unternehmensberatung H&D GmbH AFCEA Mittagsforum M. Sc. Dipl. Ing. (FH) Matthias Brechmann Agenda Unternehmensberatung H&D GmbH Anforderungen

Mehr

End-to-End Agility Sind Sie schon agil genug? Mag. Christoph Leithner c.leithner@celix.at

End-to-End Agility Sind Sie schon agil genug? Mag. Christoph Leithner c.leithner@celix.at End-to-End Agility Sind Sie schon agil genug? Mag. Christoph Leithner c.leithner@celix.at www.celix.at September 2015 celix Solutions GmbH Spezialist für Team Collaboration und IT Prozess Management Agile

Mehr

Agile Projektverträge

Agile Projektverträge Agile Projektverträge Dr. Christian Laux Rechtsanwalt, LL.M. (Stanford) LawCamp 2014 5. April 2014 LAUX LAWYERS 1 Probleme bei Softwareprojekten Schwierigkeit, Bedürfnisse zu formulieren Missverständnisse

Mehr

Consumer Idealized Design

Consumer Idealized Design Consumer Idealized Design Der Erfolg von Produkt- und Dienstleistungsinnovationen ist daran gekoppelt, inwieweit es gelingt, tatsächliche Kundenbedürfnisse zu erfüllen. In der Literatur wird daher vorgeschlagen,

Mehr

Scrum. Eine Einführung

Scrum. Eine Einführung Scrum Eine Einführung Scrum-Charakteristika einfache Regeln wenige Rollen Pragmatismus statt Dogmatik iteratives Vorgehen Scrum auf einer Seite erklärt 3 Rollen für direkt am Prozeß beteiligte 1) Product

Mehr

Klausur mit Lösungshinweisen zur Vorlesung Planung und Entwicklung von IuK-Systemen Sommersemester 2005 02. August 2005 Deckblatt Hinweise

Klausur mit Lösungshinweisen zur Vorlesung Planung und Entwicklung von IuK-Systemen Sommersemester 2005 02. August 2005 Deckblatt Hinweise Klausur mit Lösungshinweisen zur Vorlesung Planung und Entwicklung von IuK-Systemen Sommersemester 2005 02. August 2005 Deckblatt Hinweise Die Bearbeitungszeit der Klausur beträgt 90 Minuten. Es sind alle

Mehr

Projektmanagement einführen und etablieren

Projektmanagement einführen und etablieren Projektmanagement einführen und etablieren Erfolgreiches und professionelles Projektmanagement zeichnet sich durch eine bewusste und situative Auswahl relevanter Methoden und Strategien aus. Das Unternehmen

Mehr

PostFinance und Design Thinking

PostFinance und Design Thinking PostFinance und Design Thinking Charly Suter Weiterentwicklung Geschäftskunden Consulting Cluster Wenn Sie diesen Text lesen können, müssen Sie die Folie im Post-Menü mit der Funktion «Folie einfügen»

Mehr

ISO 13485 konforme Entwicklung medizinischer Software mit agilen Vorgehensmodellen

ISO 13485 konforme Entwicklung medizinischer Software mit agilen Vorgehensmodellen ISO 13485 konforme Entwicklung medizinischer Software mit agilen Vorgehensmodellen Bernhard Fischer Fischer Consulting GmbH MedConf 2009 Folie 1 Wie soll Software entwickelt werden? MedConf 2009 Folie

Mehr

Unsere Leidenschaft. Service, Bestände, Kosten mit uns haben Sie das magische Dreieck des Supply-Chain-Managements im Griff. Supply Chains never sleep

Unsere Leidenschaft. Service, Bestände, Kosten mit uns haben Sie das magische Dreieck des Supply-Chain-Managements im Griff. Supply Chains never sleep Unsere Leidenschaft Service, Bestände, Kosten mit uns haben Sie das magische Dreieck des Supply-Chain-Managements im Griff Supply Chains never sleep - 1 - ILOCS bietet Software, Trainings und Lösungen

Mehr