Alfons Koller Web-2.0: Wiki-Bücher Blogs Voice-over-IP und ihre Bedeutung für den GW-Unterricht

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1 Alfons Koller Web-2.0: Wiki-Bücher Blogs Voice-over-IP und ihre Bedeutung für den GW-Unterricht Das Web sei in eine zweite Entwicklungsphase getreten, sagt man. Worin besteht Web-2.0? Was sind die neu entwickelten Dienste? Wie könnte man sie für den GW-Unterricht nutzen? Das 1x1 des Internet Internet TCP/IP Internetzugang Internetprovider Internetdienste Web, WWW Worldwide Web Hypertext und Hyperlink Web-Homepage Suchmaschinen Die Infrastruktur, mit der Computer und lokale Computernetzwerke global verbunden sind. Das Protokoll, die vereinbarte technische Basis, auf der Computer im Internet Daten austauschen. Jeder PC hat eine eigene IP-Nummer (Internet-Protokoll-Nummer), durch die er weltweit eindeutig identifizierbar ist. Über Telefonleitung (z.b. ADSL), Fernsehkabel, Funkverbindung über Mobiltelefon (z.b. UMTS) oder Hotspots (Stationen von Funk- Computernetzwerken, sogenannten WLans / Wireless Local Area Networks) sowie Datenstandleitung kann der eigene Computer bzw. das lokale Computernetzwerk global vernetzt sein. Ein Unternehmen, das Kunden einen Internetzugang - meist gegen Bezahlung - anbietet. Nutzungsmöglichkeiten des Internets, wie Web, , Chat, File- Transfer, Computer-Fernsteuerung et al. Der Informationsdienst des Internets, der multimedial (textlich, bildhaft und akustisch) Information anbietet. Diese wird dabei von einem Web- Server abgerufen und am Bildschirm des Benutzers dargestellt bzw. über die Lautsprecherboxen ausgegeben. Die klassische Form der Informationsdarstellung im Web: Ein Text, bei dem manche Worte angeklickt werden können ( Hypertext ). Manchmal erscheinen diese unterstrichen oder in einer speziellen Farbe (z.b. blau). Klickt man mit der linken Maustaste darauf, so erscheint eine andere Webseite mit neuer Information. Dieser Hyperlink kann auch unter einem Bild oder einem Teil eines Bildes liegen. Eine Web-Seite oder eine Gruppe von Web-Seiten, die eine Person, eine Schule, ein Unternehmen oder ein Projekt öffentlich vorstellen. Sie enthält die wichtigsten Informationen, eröffnet für berechtigte Benutzer persönliche Zugänge und stellt heute einen wesentlichen Teil der öffentlichen Repräsentanz dar. z.b. Google, Yahoo etc. - Computer, die Web-Seiten durchsuchen, deren Inhalt in einer Datenbank speichern, inklusive aller Verweise auf andere Webseiten, Bilder, Ton-, Musik und Textdokumente in üblichen Formaten. Über eine Web-Seite gibt der Benutzer Begriffe auf einer Suchmaschine ein, löst damit eine Datenbankenabfrage aus und erhält eine Liste von Suchergebnissen, in denen der Suchbegriff vorkommt. Ein elektronischer Brief von einem Absender an einen oder mehrere Empfänger.

2 Chat Ftp - File-Transfer Protokoll Remote Access Eine Art von Plaudern, eine von Jugendlichen sehr geschätzte Form der Kommunikation mit Hilfe des Internets, die von Informalität geprägt ist. Man gibt sich einen neuen Namen ( Nick-Name ) oder schlüpft in eine neue Rolle, die sich vom Alltäglichen unterscheiden kann (z.b. anderes Geschlecht, höheres Alter, andere persönliche Eigenschaften) Die Möglichkeit der Übermittlung von Dateien zwischen dem eigenen PC und einem Ftp-Server im Internet oder im lokalen Netzwerk. Fernzugriff und Fernsteuerung eines Computers von einem anderen aus, beispielsweise bei der Behebung von Fehlern, zur Vorbereitung von Software oder als Unterstützung bei der Bedienung. Die Entwicklungsphase von Web-1.0 Die Nutzung des Web ( Web-1.0 ) beruhte im letzten Jahrzehnt primär auf Web-Seiten, die Hyperlinks enthalten, also verschiedene Text- und Bildbausteine, die zu anderen sinnverwandten Web-Seiten weiter führen und somit eine netzwerkartige Struktur von Information entstehen lassen. Web-Seiten werden auf Web-Servern gespeichert, welche beliebige Internet-Nutzer (z.b. Schulen, Träger von Bildungsservern, öffentliche Institutionen, private Unternehmen) betreiben können. Berechtigte Personen (Schüler, Lehrer, Netzwerkadministratoren, etc.) erhalten dort Rechte zum Speichern und Publizieren von Information. Das Web kann auch multimedialen Charakter haben, also Texte, (stehende) Bilder (images / still pictures), Video und Animation (movie pictures) sowie akustischen Elemente (Sprache, Musik, Klänge etc.) enthalten und auch die Möglichkeit zur Interaktion bieten. Blickt man auf den Zeitraum 1990 bis 2005 zurück, war das Web neben , Chat, Ftp und Remote Access die vorherrschende Nutzung des Internets. Es eröffnete die Möglichkeit eines zeit- und ortsunabhängiger Kommunikations- und Informationszuganges und schuf durch unterschiedliche Verfügbarkeit wiederum neue Disparitäten. Dabei stand primär der kognitive Aspekt im Vordergrund, auch wenn es zum Ausdruck von Emotionen und Haltungen genutzt wurde oder Menschen miteinander in Verbindung traten. In Web-2.0 bleiben diese kognitiven Möglichkeiten erhalten, ja sie werden sogar erweitert. Aber andere Anwendungen gewinnen an Bedeutung; bei ihnen stehen Affektives und sozial-kommunikative Aspekte im Vordergrund stehen. Das Web wird zur Plattform, Emotionen darzustellen, Einstellungen zu prägen, Geisteshaltungen auszutauschen und zu verstärken sowie soziale Gruppen enger zu binden. Über das Internet entstehen Communitys, die auf Leben und Wirtschaften bereits einen Einfluss haben. Ausgewählte Angebote von Web-2.0 Web-2.0 bezeichnet diese Weiterentwicklung, welche durch die technische Entwicklung der letzten Jahre möglich wurde. Dazu zählen Wiki-Bücher (z.b. Wikipedia), Blogs, Internettelefonie u.a.m. Als Beginn kann die Web-2.0 Konferenz im Oktober 2004 bezeichnet werden. (O Reilly 2005) Wiki-Bücher oder Wiki-Webs sind Web-Seiten, die von den Web-Benutzer mitgestaltet werden. Während eine klassische Web-Homepage von einem Administrator zentral gewartet wird, ist bei Wiki-Büchern jeder berechtigt, einen Text einzufügen, umzuschreiben und zu ergänzen. Diese können öffentlich zugänglich sein (Änderungen erfolgen dann in der Regel anonym.) oder innerhalb einer Community quasi als Intranet genutzt werden. Öffentliche Wiki-Bücher versuchen kollektives Wissen zu sammeln, das unter den Menschen dieser Erde (zumindest unter jenen, die Zugang zum Internet haben, diesen auch nutzen und Interesse an einer Partizipation daran haben) verfügbar ist.

3 Das bekannteste Beispiel ist Wikipedia (http://www.wikipedia.org). Es enthält Begriffsbestimmungen, Ortsbeschreibungen, ist ein Lexikon für den schnellen Überblick, ein Nachschlagewerke für Zitate und Aussprüche u.v.a.m. Wikipedia, ist mittlerweile in mehr als 100 Sprachen verfügbar; die deutschsprachige Version weist im August 2006 mehr als Einträge auf. Es unterscheidet sich von traditionellen Büchern, dass es nicht einer festgelegten Autorenund Herausgeberschaft, einem Lektorat oder einer zentralen Redaktion unterliegt. Überraschend ist die Einfachheit der Bedienung, mit der Texte geschrieben, Bilder eingefügt und neue Kapitelüberschriften verfasst werden. Es unterscheidet sich von anderen Web- Seiten und Suchmaschinen, dass es eine thematische Struktur und eine einheitliche Gliederung gibt, sodass sich ein roter Faden durch den Text hindurch zieht. Verblüffend ist die Genauigkeit, die Aktualität und die Selbstreinigungskraft, was Rechtschreib- und inhaltliche Fehler betrifft. Natürlich garantiert niemand die Qualität der Einträge, auch für Manipulationen steht die Tür offen. Man vertraut darauf, dass diese erkannt werden und ihnen widersprochen wird. Und es ist verblüffend, wie schnell dies auch geschieht. Die Eintragenden folgen i.w. vereinbarten Regeln der Wikipedia-Community. Benutzer, die sich nicht daran halten, können auch befristet gesperrt werden. Blogs, die Abkürzung von Web-Logs, sind Web-Seiten, die persönliche Kommentare, Schilderungen und Erkenntnisse enthalten. Sie folgen einer zeitlichen (chronologischen) und thematischen Gliederung und dienen als öffentliche Web-Tagebücher. Damit werden beispielsweise Expeditionen dokumentiert, wie im Frühjahr 2006 die Besteigung des Lhotse und Kangchendzönga durch die oö. Extrembergsteigerin Gerlinde Kaltenhuber (vgl. Diese Anwendungen entwickeln Online-Exkursionen weiter, wie sie Helmut Schrettenbrunner und Yvonne Schleicher mit Studierenden der Uni Erlangen in Südostasien eindrucksvoll vorgezeigt haben (Y. Schleicher 2003). Blogs dienen auch der Kommentierung von Medienereignissen, politischen Entscheidungen und juristischen Erkenntnisse sowie der öffentlichen Sammlung von Fotos und Links. Sie enthalten neben den eigentlichen Texteinträgen auch Verweise auf Web-Seiten, Bilder und andere Blog-Einträge. Sie sind durch einen fixen Web-Link eindeutig identifizierbar ( Perma-Link ) und können damit von Web-Seiten aus direkt angesprochen werden. Automatisiert können auch jene Web-Seiten verzeichnet werden, die auf diesen Eintrag verweisen ( TrackBack ). Damit werden Querverweise zwischen Blog-Einträgen in beiderlei Richtungen möglich. Jeder Blogger (Nutzer eines Web-Blogs) gibt mit seinen Texten, Fotos und Kommentaren einen Teil seiner Persönlichkeit bekannt, er dokumentiert seine Gedanken und Ideen. Eine Reflexion darüber, was der Blogger wirklich bekannt geben möchte, und eine Wertung vieler Einträge sind sicherlich nötig. Einstiege zu eigenen Blogs bietet oder installierte Blog-Software auf den Community- und Lernplattformen der Schulen und Bildungsserver. Neben diesen beiden Diensten von Web-2.0 wird heute auch vermehrt über das Internet telefoniert (Voice-over-IP / Abk. VoIP). Der Computernutzer meldet sich bei einem der VoIP- Service-Provider an und erhält einen Account. Mit Kopfhörer bzw. Lautsprecher und Mikrophon kann er von seinem PC aus mit einem anderen Computernutzer sprechen. Ist auch eine Web-Cam, eine kleine Kamera, vorhanden, ist Videotelefonie genau so möglich. Während die Telefonie von PC zu PC weltweit gratis ist abgesehen von den anfallenden Internetkosten, ist der Telefonanruf von PC auf Festnetz- oder Mobiltelefone kostenpflichtig. Ein Blick auf die Gebühren, speziell bei internationalen Gesprächen ins Festnetz, lohnt sich allemal. Manche Provider bieten auch Gespräche zwischen zwei Telefonen (Festnetz oder Mobil) über das Internet an, die über den PC vermittelt wird. Als zwei mögliche Zugänge wären und zu nennen. Mit dieser neuen Form der Telefonie erwächst den traditionellen Telefonanbietern egal ob am Festnetz oder am Handy neue Konkurrenz.

4 Der Einsatz von Web-2.0-Anwendungen im Unterricht Wikipedia im Unterricht Wikipedia bietet einen guten Einstieg in verschiedene Themenbereiche. Es liefert einen Überblick und bei einer Vielzahl von Begriffen einen für Schulzwecke ausreichend detaillierten Einblick. Es stellt zugleich aber eine neue Herausforderung für die Vergabe und das Erstellen von Referaten dar (Wie gelingt es Schülern verschiedene Textquellen zu verarbeiten und einen roten Faden durch die eigene Arbeit zu legen? Wie können Lehrer Plagiate erkennen?). Spezielle Impulsfragen oder das eigenständige Aufstellen von Detailfragen sind neben der Festlegung des Titels im Vorhinein absolut notwendig. Vollständiges Zitieren sollte ebenso Pflicht sein und zur Gewohnheit werden (vgl. GW- Unterricht, Nr.97) Eigene Wiki-Bücher gestalten Im GW-Unterricht können auch eigene Beiträge gestaltet werden. Schüler erforschen ihre Heimatgemeinde ist ein Projektansatz, bei dem Schüler sich auf Spurensuche begeben, eigene Informationen und eigenes Fotomaterial erheben und das als Experten in einem Wiki- Buch zusammentragen und im Klassenverband oder öffentlich publizieren. Dass den Anforderungen des Urheberrechts Folge geleistet werden muss, muss wohl nicht speziell erwähnt werden (Rechte der abgebildeten Personen, ausschließliche Publikation eigenen Materials etc.). Lernende verfassen gemeinsam einen Text, sie prüfen kritisch verschiedene Versionen und entwickeln ihn weiter unter der Wahrung anderer Meinungen. Technisch gesehen ist das eine Fortführung der Korrekturfunktion vieler Textverarbeitungen. Vom inhaltlichen Standpunkt her gesehen, entsteht ein gemeinsames Werk, mit dem alle Beteiligten zufrieden sein sollen. Diese Arbeit schult Teamfähigkeit und entwickelt die soziale Kompetenz weiter. Teamleistung steht vor Eigenleistung! Blogs als Werkzeug zur Dokumentation und Rückmeldung Der Unterricht in Notebookklassen, im Computerraum oder während eines Unterrichtsprojektes wird von einem Blog begleitet. Regelmäßig berichten Schüler über ihren Entwicklungsstand, über Fragen und Probleme oder über ihre Emotionen. Da Blog-Einträge mehreren Kategorien zugeordnet werden können (z.b. Anfrage an Lehrer, Anfrage an alle, etc.), sind sie für diese leicht erkennbar, und Antworten werden einfacher möglich. Auch für Portfolioarbeiten und den Entwicklungsprozess einer Fachbereichsarbeits eigenen sich Blogs. Die Dokumentation geschieht datumsbezogen, und alle Beteiligten können unabhängig von Ort und Zeit darauf reagieren. Blogs sind auch über Klassen- und Stundengrenzen hinweg möglich. Die Kooperation und Kommunikation mit anderen Interessierten wird erleichtert, speziell dann, wenn kein persönliches Zusammentreffen möglich ist. In thematischen Blogs berichten Schüler über ihren Alltag, ihr Konsumverhalten, ihre Freizeitaktivitäten, das Gestalten von Festen etc. Gesellschaftliche Normen werden erkennbar und Themen werden aus verschiedenen politischen Blickwinkeln angesprochen. In einer internationalen Zusammenschau wird die Beschäftigung mit der Alltagswelt anderer Menschen in fernen Regionen möglich, Unterschiede und Gemeinsamkeiten können erkannt werden. Einen ersten Ansatz in dieser Richtung (noch ohne Blogs) bot Hartwig Haubrich mit seiner Europa-Community (http://community.schule.at/gw.at/europa, vgl GW-Unterricht Nr. 93), in der Schüler aus dem ehemaligen Ostblock ihre Sicht des Transformationsprozesses darstellten. Auch zu botanischen und zoologischen Themen oder bei der Beobachtung von Wetterphänomenen sind Blogs möglich: Wann tritt eine Pflanze das erste Mal auf? Welche Wetter-Disparitäten sind im W-O- oder N-S-Vergleich zu beobachten? Nahezu beliebig ließe sich diese Liste fortsetzen.

5 E-Portfolios E-Portfolios sind eine Methode, die persönliche Weiterentwicklung zu dokumentieren. Schüler sammeln selbstständige Arbeiten (Aufsätze, Projektarbeiten, Referate etc.) digital und lassen andere darauf zugreifen. Diese können kommentieren und Teile daraus zitieren. Damit erfolgt eine Dokumentation der persönlichen Entwicklung, der Themen, die einen beschäftigen, der Fertigkeiten, die man zum jeweiligen Zeitpunkt beherrscht und die zur Zeit technisch möglich sind. Auch für Lehrer bieten E-Portfolios eine Möglichkeit, Unterrichtsprojekte und realisierte Unterrichtsideen zu archivieren. Verschwinden nicht oft Projektergebnisse irgendwo in einer Schublade oder einem Computerverzeichnis, die später nicht mehr gefunden wird? Es wäre eine Chance, unterrichtliche Arbeit und Engagement zu dokumentieren sowie innerhalb und außerhalb der Schule transparent zu machen. Könnte das nicht auch einen Beitrag zur Verbesserung unseres Images beitragen? Web-2.0 Grundprinzipien und kritischer Ausblick Konstruktivisches Arbeiten Die genannten Web-2.0-Aktivitäten und ihre unterrichtliche Nutzung folgen den Prinzipien des Konstruktivismus. Der einzelne und in der Summenwirkung die Gemeinschaft konstruieren ihr kollektives Wissen. Dass hier Fragen der Bewertung und Gewichtung zunächst offen bleiben, steht für mich außer Zweifel. Auch die Mitarbeit von Experten ist bei vielen Themen zwingend nötig. Dennoch gelingt es diesen Web-Aktivitäten viele zur Mitarbeit zu bewegen sowie ein ansehnliches Ausmaß und eine bemerkenswerte Qualität zu erreichen. Sie bauen auf intrinsischen Motiven auf und setzen auf die Bedeutung eines sinnerfüllten Handeln der Betroffenen. Handlungsbereitschaft und geistige Aktivitäten der Benutzer sind dabei Grundvoraussetzung. Keine Produkte, sondern Dienstleistungen Überträgt man die Grundprinzipien von Web-2.0, wie sie Tim O Reilly (2005) darlegt, auf die Schule, so scheint die Zeit der klassischen Schulbücher und OH-Folienmappen abgelaufen. Keine fertigen Produkte sondern Ressourcen mit Aktualität und zum Weiterentwickeln sind gefragt. An die Stelle fixer Preise treten bedarfsabhängige Kosten pro Foto und Videominute. Keine Neuauflagen im Abstand mehrerer Jahre sind mehr nötig, sondern eine permanente Weiterentwicklung der Ressourcen wird üblich. Nutzung kollektiven Wissens und Vertrauen in die Anwender als Mitentwickler Web-2.0 setzt auf die Beteiligung der Nutzer selbst. Lehrer-Communtys sind gefragt, die analog zur Flickr-Community (http://www.flickr.com) oder Confluence-Community (http://www.confluence.org) unterrichtsrelevante Bilder zusammen tragen, Arbeitsblätter bereit stellen und austauschen. Das Prinzip der Creative Commons steht bereit, unterschiedliche Nutzungsvarianten urheberrechtlich zu trennen (vgl. Wer die Realität der Schule heute kennt und auf die Erfahrungen der letzten Jahre zurück schaut, wird bei diesen Entwicklungen wahrscheinlich skeptisch sein. Viele Lehrer arbeiten heute noch als Einzelkämpfer und quasi als Jäger und Sammler von Unterrichtsressourcen. Viele Initiativen des Materialaustausches sind gescheitert. Aber das Prinzip der Partizipation hat etwas Faszinierendes an sich, und es funktioniert in vielen außerschulischen Bereichen. Web-2.0 Keine neue Wunder-Methode, aber eine zukunftsfähige Option für den GW- Unterricht

6 Web-2.0-Anwendungen sind heute gesellschaftliche Realität. Sie werden in den nächsten Jahren noch weitere Verbreitung finden und in größerer Vielfalt auftreten. Ja, viele Jugendliche nutzen sie heute bereits in ihrem Alltag. Prüfen wir Lehrende, wo wir diese Methoden und Techniken im GW-Unterricht gewinnbringend einsetzen können und tauschen wir unsere Erfahrungen aus! Literatur Yvonne Schleichere (2003) Mehr Bezug zur Wirklichkeit. Leben in Südostasien: Schülerinteressen, Schülervorstellungen und Online-Exkursionen.- In: Praxis Geographie Jg. 2003, Heft 6, S Tim O Reilly (2005) What Is Web 2.0, Design Patterns and Business Models for the Next Generation of Software.- Sebastopol, Web: ( ) oder ( ). Deutsche. Übersetzung von Patrick Holz (2006): Web: twozero.uni-koeln.de/content/e14/index_ger.html ( ) Michael Kurzidim (2004) Wissenswettstreit, die kostenlose Wikipedia tritt gegen die Marktführer Encarta und Brockhaus an.- In: c t Magazin für Computer und Technik Nr. 21 ( ), S

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