Jüngste Entwicklungen in der Verschuldungskrise und Wege zur Lösung der Verschuldungsfrage 1

Größe: px
Ab Seite anzeigen:

Download "Jüngste Entwicklungen in der Verschuldungskrise und Wege zur Lösung der Verschuldungsfrage 1"

Transkript

1 Jüngste Entwicklungen in der Verschuldungskrise und Wege zur Lösung der Verschuldungsfrage 1 Europa versucht seit langem, unabhängig von den Zielen der Supermächte, bestimmte Probleme mit Lateinamerika direkt im Dialog zu behandeln. Das führt dazu, daß auch Vertreter mit durchaus unterschiedlichen Standpunkten bei der Lösung dieser Probleme auf der Seite Lateinamerikas stehen. Trotzdem stoßen die europäischen Vorstellungen aufgrund der verwickelten Situation bezüglich der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse sehr oft auf große Akzeptanzprobleme in Lateinamerika. Vor ein paar Wochen fand die interparlamentarische Konferenz der Europäischen Gemeinschaften und Lateinamerikas in Lissabon statt, wo gerade solche Probleme, wie zum Beispiel die der Solidarität, der Zusammenarbeit und der Verständigung intensiv behandelt wurden. Es war kein Zufall, daß diese Tagung in Lissabon stattfand, denn der Beitritt Portugals uns Spaniens in die Europäischen Gemeinschaften ist vielleicht einer der ersten Schritte, das Forum für die Diskussion und den Dialog zwischen Europa und Lateinamerika zu verbessern, da eine historische und kulturelle Sonderbeziehung zwischen Portugal, Spanien und Lateinamerika besteht. Bei einem politisch so prädominanten Treffen ist es auch verständlich, daß wegen der engen Beziehungen zwischen Politik uns Wirtschaft das Problem der Außenverschuldung eine besondere Rolle spielte uns im Laufe der Sitzung zum Hauptproblem der Diskussion avancierte. I Die Agonie der internationalen Ausleihungen John Reed, Präsident der CITICORP, der mächtigsten Bank der Welt, überraschte jüngst die Finanzwelt mit der Erklärung, seine Bank hätte wegen der unsicheren Schulden in der Dritten Welt die Bildung von zusäztlichen Reserven in Höhe von drei Milliarden Dollar beschlossen.im juni 1987 erklärte er, daß seine Bank bereit wäre eine Milliarde US-Dollar in öffentliche und private Unternehmen der Schuldnerländer zu investieren. Es gibt natürlich seit der Schulden-Eklärung Mexikos im Jahre 1982 viele Reaktionen, aber dies war die erste konkrete, originelle Initiative. Seit der 1 In: Lateinamerika und Europa im Dialog, Prof. Dr. Hans-Uwe Erichsen(Herausgeber, Duncker & Humbolt, Berlin, 1989

2 Erklärung Mexikos ist die Lage immer komplizierter geworden, immer mehr Abkommen wurden nicht erfüllt. Brasilien stand in Jahre 1987 an der Spitze der Schuldnerländer mit über hundert Milliarden US-Dollar Außenverschuldung; aber nicht nur Brasilien ist hochverschuldet, die Hauptschuldnerländer kommen eigentlich fast alle aus Lateinamerika. Im Februar 1987 kündigte Brasilien praktisch ein Moratorium für den Fall an, daß die internationalen Geschäftsbanken nicht mindestens 50% des zu tilgenden Kapitals refinanzieren würden. Allerdings erklärte sich Brasilien dann im Juni 1987 bereit, die Hälfte der Schulden zu bezahlen und ein Stabilisierungsprogramm zu entwickeln, damit die externen Kredite umgeschuldet werden können. Dem Beispiel Brasiliens uns Mexikos folgte die Elfenbeinküste, die nach einem Moratorium 1984/85 erklärte, daß sie nicht in der Lage sei, ihren Verpflichtungen im Jahr 1987 und in den darauffolgenden Jahren nachzukommen. Der Schuldnerdienst der Elfenbeinküste im Jahr 1987 betrug 1,1 Milliarden US-Dollar; ihre Hauptexportprodukte sind Kaffee und Kakao, deren Preise in letzter Zeit ungefähr um 20% gesunken sind. Dies schmälerte die Exporteinnahmen um 600 Millionen US-Dollar. Obwohl die Elfenbeinküste dafür bekannt ist, daß sie stets das Programm des Internationalen Währungsfonds erfüllt hat, waren ihre Zahlungsprobleme so gravierend geworden, daß sie den Internationalen Währungsfonds und den Pariser Club darüber informieren mußte. Es ist vielleicht die Loyalität der Elfenbeinküste dem Internationale Währungsfonds gegenüber, die das Land als Kandidaten des Baker-Plans auszeichnet. Das bedeutet, daß die Gläubiger die finanzielle Lager der Elfenbeibküste die nicht unbedingt nationaler Schuld zuzurechnen ist bei Schuldenverhandlungenn weitgehend akzeptieren. So wird eine Umschuldung stattfinden, die neben längeren Fristen auch einen Rückzahlungsmodus vorsieht, der der Divisenlage des Landes Rechnung trägt. Die oben erwähnte Stellungnahme der CITICORP ist also auch als Reaktion auf die Vorgehensweise Brasiliens zu betrachten. Die CITICORP ist besonders engagiert in Lateinamerika, speziell in Brasilien mit 4,6 Lilliarden US-Dollar und in Mexiko mit 2,8 Milliarden US-Dollar. Die Bank erklärte gleichzeitig, daß 20% der Schulden als vergessen oder verloren betrachtet werden müßten. Es war allerdings nicht klar, wie die anderen Banken auf diese Erklärung reagieren würden. Inzwischen weiß man jedoch, daß die Chase Manhatten Bank und die Security Pacific Bank eine ähnliche Politik eingeschlagen haben.

3 II Gründe für die neue Politik der internationalen Banken Die Erklärung Mexikos aus dem Jahr 1982 war vielleicht nicht so bedeutsam wie die Stellungnahme Brasiliens, denn man befürchtet seitdem, daß eine Art OPEC der Schuldnerländer zustande kommen könnte. Dies wäre ein Kartell von Schuldnerländern, das sich kollektiv weigern könnte, seine Schulden zu tilgen. Es ist jedoch übertrieben, eine solche Befürchtung als Motiv für die Politik der CITICORP und Chase Manhattan Bank anzusehen, da die Macht eines aus so heterogenen Ländern bestehenden Kartells relativ gering einzuschätzen ist. Die Liste der Schuldnerländer reicht von Südafrika wo die Rückzahlungen praktisch garantiert sind über Korea, das seine Kredite tatsächlich für produktive Investitionen benutzt hat, über Kolumbien und Paraguay die überhaupt nicht in der sogenannten Schuldenfalle sitzen bis zu Brasilien, Chile, Mexiko et cetera. Chile versuchte seit seiner Zahlungskrisim Jahre 1982 seine externe Zahlungssituation zu verbessern, allerdings mit unerträglich hohen internen Kosten.Mexiko hat seit 1986 ein Schuldenabkommen mit den Gläubigern geschlossen, Argentinien ebenso. Die Philippinen das meistverschuldete Land Asiens gleichen den meisten lateinamerikanischen Ländern, würden aber in bezug auf ihr Schuldenmanagement nicht ohne weiteres einem Kartell nichtzahlender Schuldnerländer beitreten, nicht zuletzt, um die Sympathie der Vereinigten Staaten für Corazon Aquino nicht zu verlieren. Es ist also nicht anzunehmen, dass wenn ein Kartell überhaupt zustande käme dieses einen spürbaren Machtfaktor darstellen würde, da die nationalen Interessen wohl zu sehr voneinander differieren. So kann man die neue Politik der Banken eigentlich nicht mit der Furcht vor einer Konfrontation mit einem solchen Kartell begründen, sondern man muß sie mit anderen Gründen erklären. Dabei steht eigentlich fest, daß die hochverschuldeten Länder im Prinzip gar nichts zurückzahlen können. Es ist also eine Politik gefordert, diesen Ländern durch ein Programm zu helfen, das ihnen Entwicklungsmöglichkeiten läßt und sie in die Lage versetzt, spatter die vergessenen Schulden nachzuzahlen. Nur die Meinungen über das zu wählende Programm sind nicht überall gleich. Ein zeitlich unbegrenztes Moratorium widerspricht allerdings der Meinung des Federal Reserve System der Vereinigten Staaten. Zinsen werden nähmlich augrund eines im voraus fixierten Termins der Rückzahlungen festgelegt. Wenn man nun keinen Rückzahlungstermin mehr hat, ist eigentlich der Sinn für die Berechnung, und sogar die

4 Legitimierung der Zinsen an sich, hinfällig. Anderseits gibt es auch Wege des Schuldenmanagements, die sowohl für die Privatbanken als auch für amerikanische, monetäre Instanzen akzeptabel erscheinen. Vor allem ist dies eine Umwandlung von Schuldtiteln in Titel für die Beteiligung an Unternehmen der Schuldnerländer. Wenn auch am Anfang die Position der CITICORP erstaunt hat und eine Überraschung war, wird sie nun verständlich, wenn man darunter die Uwandlung von Schulden in Beteiligungskapital an Unternehmen der Schuldnerländer versteht. Es handelt sich praktisch um debt equity swaps. So hat Chile inzwischen 20% seiner Schulden durch Verkauf eigener Unternehmer bezahlt. Das heißt im Prinzip, daß die Wirtschaft Chiles ausverkauft wird. In Mexiko beginnt man denselben Prozeß, stößt allerdings viel stärker auf nationale Souveranitätsprobleme als es in Chile der Fall ist. Souveranitätsprobleme stellen die haupsächliche Schwierigkeit bei dem Versuch dar, Schulden durch die Übereignung inländischen Vermögens an Ausländer zu tilgen. Daneben kann es technische Schwierigkeiten geben, denn in vielen Ländern gibt es gar nicht genug Unternehmen, die für Gläubiger als Angebot zur Schuldenumwandlung in Frage kämen. Die Weltbank berichtete in ihrem letzten Bericht aus dem Jahr 1986, daß die Entwicklungsländer 15 Milliarden US-Dollar mehr an Schuldendienst bezahlen als sie an ausländischen Darlehen empfangen hatten. Es ist sehr unwahrscheinlich, daß diese Länder durch mit Auslandskredite finanzierten Investitionen ein solches Wirtschaftswachstum auslösen könnten, das für die Schuldenrückzahlung ausreicht, wenn die Konditionen für die Rückzahlung nicht verbessert werden. Die Weltbank appelliert deshalb praktisch an die internationalen Banken und Kreditgeber, dass bei ungenügender Bereitstellung finanzieller Mittel die makroökonomische Umstrukturierung dieser Länder unmöglich sei und dies das Problem der Rückzahlung nur weiter erschweren würde. III Die Schuld der Schulden Die These der Nichtrückzahlung der Schulden ist an sich richtig, weil es die Industrieländer waren, die ihre relativ reichliche Liquidität für die Kreditvergabe zur Verfügung stellten. Petro-Dollars mußten in den 70er Jahren investiert werden, so dass den Drittländern Kredite fast oktroyiert wurden. Die Kreditbedingungen waren zwar sehr hart, da die Bedingungen von marktwirtschaftlich agierenden Privatbanken gesetzt wurden. Aber

5 anderseits machten sie ihre Kredite zugleich leicht zugänglich und unterstützten siedie Versuchung, dieses Kreditangebot wider ökonomische Vernunft zu akzeptieren. Man kann zwar vielem widerstehen, aber oft der Versuchung sebst nicht. Dies legitimiert es jedoch nicht, seine Schulden nicht zu bezahlen. Die Tatsache, daß die Industrieländer eigennützig Kredite vergaben und sich nicht überlegten, was die Kreditschwemme für Entwicklungsländer in der Zukunft bedeutet, rechtfertigt es noch nicht, daß die Entwicklungsländer jetzt ihre Schulden nicht bezahlen wollen. Es kann eigentlich nur bedeuten, daß die Industrieländer Einbussen hinzunehmen haben und außerdem noch einmal ihre Kredit-Fristen und Zinsbedingungen revidieren. Das Ergebnis der Kreditverhandlungen sollte den wirtschaftlichen, politischen und sozialen Bedingungen der jeweiligen Länder gerecht werden. Man kann den Entwicklungsländern natürlich auch nicht Minderjährigkeit oder Unverantwortlichkeit bescheinigen, indem man sie aus ihrer Zahlungspflicht für Schulden entläßt. Sie wußten genau, was sie zu zahlen hatten, und auch wenn das Verhalten der Industrieländer nicht uneigennützig war, heißt das noch nicht, daß die Schuldnerländer mit ebenso wenig korrektem Verhalten reagieren dürfen. Eines der Argumente für einen Schuldendienstboykott ist eine zu starke Abhängigkeit dieser Länder von den weltwirtschaftlichen Zentren in den Industrieländern. Anderseits war es gerade die Intention der Entwicklungsländer, die externen Kredite für die Umstrukturierung der Wirtschaft zu benutzen. Nun, die Politiker, die an der Macht waren, haben das Geld für andere Dinge benutzt als für die vorgesehene Umstrukturierung, und zwar füt private und öffentliche Konsumausgaben. Das Ziel dieser Politiker war oft, durch Zwendungen an die Bevölkerung deren Zustimmung zu erlangen. Dies heißt, daß sie die Bevölkerung mit den Auslandskrediten kauften und ihnen so das Gefühl vermittelten, mit dieser Regierung also mit größerer Kaufkraft besser zu leben. Dies hat mit der Schuld der Industrieländer nun überhaupt nichts mehr zu tun. In solchen Fällen sollten es die Politiker der Entwicklungsländer sein, die ihrer Bevölkerung erklären müßten, daß es nicht so weiterginge wie bisher. Es war ein Mißbrauch der Auslandskredite, und man kann es nicht akzeptieren, daß solche Politiker weiter ihrem Motto wir zahlen die Schulden nicht gemäß handeln.

6 IV Die Rolle von Weltbank und Internationalem Währungsfonds Es wird allgemein akzeptiert, daß die gegenwärtigen Schuldnerländer nicht sehr lange ohne weiteres Geld wirtschaften können, weil die Ersparnisse in diesen Ländern für die Finanzierung großer Projekte nicht ausreichen. So muß man sich darüber im klaren sein, irgendeine andere Möglichkeit zu finden, weiterhin Kapital in diese Länder für die Restrukturierung der Wirtschaft und als Garant für ein Minimalwachstum zu bringen. Eine Hauptfunktion für die Lösung dieses Lquiditätsproblems soll dabei die Weltbank übernehmen. Man kann allerdings bezweifeln, ob die Weltbank überhaupt in der Lage ist, ernsthaft dazu beizutragen. Das gleiche gilt für den Internationalen Währungsfonds, der letzlich angekündigt hat, mehr die Nachfrageseite bei den neuen Programmen zu berücksichtigen und nicht mehr immer nur die Angebotseite. Bei der Weltbank gibt es allerdings einen Programmpunkt, der die Lage eventuell verbessert: Sie akzeptierte eine verstärkte Mitsprache von Drittweltländern bei der Investitionsplanung. Aber ob die Personen, die die Drittweltländer im Internationalen Währungsfonds vertreten, auch diejenigen sind, die die richtigen Vorschläge für ihre Länder vorlegen, bleibt abzuwarten. V Die drei Ebenen des Schuldproblems Es gibt drei verschiedene Ebenen, das Schuldproblem zu betrachten. Die eine ist die Frage nach den Spielregeln des ökonomischen Systems, das prinzipiell im Westen besteht, die zweite Ebene ist die Problematisierung der stets unterstellten, ortodoxen Volkswirtschaft neoklassischer Art, und die dritte Ebene ist der Versuch einer Weiterentwicklung dieses Systems für die Zukunft. Was die Spielregeln des westlichen ökonomischen Systems angeht, so sind einige Ideen schon dargestellt worden. Dazu gehört das Aufleben der Vorschläge von Keynes in Bretton Woods, eine internationale Clearing Union zu schaffen, in der weltweit entstehende Leistungsbilanzüberschüsse den Ländern mit defizitärer Zahlungsbilanz zur Verfügung gestellt werden. Das könnte ein Weg zur langfristigen Stabilisierung der Weltwirtschaft bedeuten. Ein anderer Weg auf dieser ersten Ebene könnte in eine Änderung des internationalen Zahlungssystems liegen. Die Sonderziehungsrechte zum Beispiel sind eigentlich eine

7 Erfindung, gegen die anfangs insbesondere von Seiten der Vereinigten Staaten viele Einwände gab. Man könnte nun überlegen, die Kreierung von Sonderziehungsrechte nicht mehr allein dem Internationalen Währungsfonds zu überlassen, sondern auch nationale Regierungen oder gar Private einzubeziehen. Die internationale Verschuldung könnte durch eine neue Definition der Sonderziehungsrechte direkt mit diesem neuen Sonderziehungsrecht gekoppelt werden. Auf der zweiten Ebene sind - entsprechend der Logik der ortodoxen Volkswirtschaft, das heißt der neoklassischen Volkswirtschaft, - wesentliche Bedingungen zu schaffen, um das Schuldenproblem zu lösen. Zum einen müssen die Schuldnerländer in die Lage versetzt werden, ihre potentiellen Entwicklungsmöglichkeiten auch tatsächlich realisieren zu können. Das bedeutet neue Investitionen, und das kann nur durch fresh money geschehen. Mehr Geld für Investitionen, die ein bestimmtes Niveau an Profit mit sich bringen, ist notwendig. Zweitens muss ein strukturellen Anpassungsprozeß durchgeführt werden. Dies ist eine langfristig angelegte Politik, so daß auch die gegenwärtigen, kurzfristig angelegten Kreditbedingungen neu durchdacht werden müssen. Drittens muß der Welthandel belebt und der Protektionismus, so weit er diese Länder beeinträchtigt, eingeschränkt werden. Die dritte Ebene, die Weiterentwicklung des gegenwärtigen ökonomischen Systems für die Zukunft, geht über diese ortodoxen Regeln hinaus. Wenn man dabei bestimmte, systemerweiternde Vorschläge heranzieht, heißt dies jedoch noch nicht, dass man die älteren Methoden die der anderen Ebenen verwirft. Im Prinzip muß man auf allen drei Ebenen simultan vorgehen und immer versuchen, dabei die Erweiterung oder Verbesserung zustandezubringen. Das Problem der Verschuldung ist nicht nur ein Problem der Finanzwelt und auch nicht nur eines allein der Banken, sondern letzlich ein politisches Problem. Für seine Lösung gibt es Anhaltspunkte in der Vergangenheit. VI Die Lehre aus der Vergangenheit Portugal hat solche Probleme bei der Entkolonisierung selbst sehr hautnah erfahren. Alle Kolonien waren seinerzeit gegenüber Portugal verschuldet, so wie das gegenüber jeder Metropole der Fall zu sein pflegte. Die Verschuldung stammte aus Krediten von Portugal an seine ehemaligen Kolonien für Pläne, die Portugal durchführen wollte, damit diese Kolonien komplementär zur portugiesischen Wirtschaft funktionieren könnten. Es soll hiermit nicht unbedingt eine Parallele zwischen Kolonialismus und Neokolonialismus

8 gezogen werden, aber es gibt wohl gemeinsame Züge. So war es nicht möglich, die Entkolonisierungsvsrhandlungen zum Abschluß zu bringen, solange Portugal darauf bestand, Bankschulden getilgt zu bekommen. Die Entkolonisierung konnte nur politisch gelöst werden. Es kann durchaus für alle vorteilhaft sein, wenn man einen anderen Weg als dem rein finanziellen Weg bei der Schuldenlösung den Vorzug gibt. Solche Lösungsansätze, die Merkmale einer Weiterentwicklung des Systems für die Zukunft enthalten, können dem rein wirtschaftlichen System überlegen sein. Denn wenn man das gegenwärtige Schuldenproblem nicht richtig löst, wird man andere Systeme versuchen mit denen man vielleicht gar nicht zurechtkommt. Und wenn man nicht alle drei Ebenen parallel vorantreibt, wobei der dritten Ebene der Vorrang einzuräumen ist, werden noch mehr unlösbare Probleme auftreten. Ich erinnere daran, daß Japan ein Hilfsprogramm von 30 Milliarden US-Dollar aufgestellt hat. Es sei auch daran erinnert, daß in der Geschichte eine Machtverlagerung langsam vom Mittelmeer zum Atlantik stattfand und sich nun vom Atlantik zum Pazifik anbahnt.

WAS BRINGT DER VON DER G-8 ANGEKÜNDIGTE SCHULDENERLASS BOLIVIEN?

WAS BRINGT DER VON DER G-8 ANGEKÜNDIGTE SCHULDENERLASS BOLIVIEN? FACTSHEET WAS BRINGT DER VON DER G-8 ANGEKÜNDIGTE SCHULDENERLASS BOLIVIEN? Am 11. Juni dieses Jahres verkündeten die Finanzminister der 7 reichsten Nationen (G7) einen neuen Plan für den Erlass der Auslandsschuld

Mehr

Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger

Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger Kann eine Wirtschaft auch ohne Wachstum funktionieren? Prof. Dr. Mathias Binswanger Inhalt 1. Historischer Überblick 2. Traditionelle Argumente für Wachstum 3. Wie kommt es zu einem Wachstumszwang? 4.

Mehr

www.geld-ist-genug-da.eu

www.geld-ist-genug-da.eu www.geld-ist-genug-da.eu - Geld ist genug da. Zeit für Steuergerechtigkeit Wir wollen ein Europa, in dem jeder Mensch Arbeit findet und davon in Würde leben kann. Wir wollen ein Europa, in dem erwerbslose,

Mehr

(Text von Bedeutung für den EWR) (2014/908/EU)

(Text von Bedeutung für den EWR) (2014/908/EU) 16.12.2014 L 359/155 DURCHFÜHRUNGSBESCHLUSS R KOMMISSION vom 12. Dezember 2014 über die Gleichwertigkeit der aufsichtlichen und rechtlichen Anforderungen bestimmter Drittländer und Gebiete für die Zwecke

Mehr

Geld leihen Lehrerinformation

Geld leihen Lehrerinformation Lehrerinformation 1/7 Arbeitsauftrag Ziel Material Die SuS lesen einen kurzen Text zum Thema. Sie bearbeiten Fragen dazu auf einem Arbeitsblatt. Im Klassengespräch werden die Vor- und Nachteile von Krediten

Mehr

Problemdimensionen im Weltfinanzsystem. Welche wesentlichen Parameter bestimmen die Stabilität bzw.

Problemdimensionen im Weltfinanzsystem. Welche wesentlichen Parameter bestimmen die Stabilität bzw. - 1 - Problemdimensionen im Weltfinanzsystem Dirk Solte Welche wesentlichen Parameter bestimmen die Stabilität bzw. Instabilität des Weltfinanzsystems? Das erste Kriterium ist die Liquidität, also die

Mehr

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei

der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei der die und in den von zu das mit sich des auf für ist im dem nicht ein eine als auch es an werden aus er hat daß sie nach wird bei einer um am sind noch wie einem über einen so zum war haben nur oder

Mehr

Globalisierung und Soziale Marktwirtschaft. Rede. Michael Glos, MdB. Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

Globalisierung und Soziale Marktwirtschaft. Rede. Michael Glos, MdB. Bundesminister für Wirtschaft und Technologie Globalisierung und Soziale Marktwirtschaft Rede Michael Glos, MdB Bundesminister für Wirtschaft und Technologie anlässlich der Veranstaltung zum 60. Jahrestag der Währungsreform am 16. Juni 2008 um 10:00

Mehr

Was ist Geld? Betrachtung des Weltfinanzsystems. Dr. Dirk Solte 25. Mai 2009 FAW/n, Lehrstuhl für Informatik. solte@faw-neu-ulm.de

Was ist Geld? Betrachtung des Weltfinanzsystems. Dr. Dirk Solte 25. Mai 2009 FAW/n, Lehrstuhl für Informatik. solte@faw-neu-ulm.de Dr. Dirk Solte 25. Mai 2009 FAW/n, Lehrstuhl für Informatik Was ist Geld? Betrachtung des Weltfinanzsystems solte@faw-neu-ulm.de Seite 2 Bretton Woods (1) Benannt nach einem Ort in New Hampshire Währungssystem

Mehr

Japans mittelfristiges Ziel zur Bekämpfung des Klimawandels

Japans mittelfristiges Ziel zur Bekämpfung des Klimawandels Botschaft von Japan. Neues aus Japan Nr. 58 September 2009 Japans mittelfristiges Ziel zur Bekämpfung des Klimawandels Reduzierung der Treibhausgase um 15% Am 10. Juni 2009 verkündete Premierminister Aso,

Mehr

Kapitalflüsse in ökonomisch sich entwickelnde Staaten

Kapitalflüsse in ökonomisch sich entwickelnde Staaten Kapitalflüsse in ökonomisch sich entwickelnde Staaten In absoluten Zahlen, nach nach Arten, Arten, 1998 1998 bis 2008 bis 2008 Mrd. US-Dollar 500 450 517,2 459,3 400 * Durchschnittswert in den genannten

Mehr

Zugelassenes Hilfsmittel: nicht programmierbarer Taschenrechner.

Zugelassenes Hilfsmittel: nicht programmierbarer Taschenrechner. Bachelor-Kursprüfung Kapitalmarkttheorie Schwerpunktmodul Finanzmärkte 6 Kreditpunkte SS 2014 4.8.2014 Prof. Dr. Lutz Arnold Bitte gut leserlich ausfüllen: Name: Vorname: Matr.-nr.: Wird vom Prüfer ausgefüllt:

Mehr

Globale Finanz- und und Wirtschaftskrise

Globale Finanz- und und Wirtschaftskrise Globale Finanz- und und Wirtschaftskrise Prozentuale Veränderung des des BIP* BIP* im Jahr im Jahr 2009 2009 im Vergleich im Vergleich zum Vorjahr, zum Vorjahr, Stand: Stand: April 2010 April 2010 * Bruttoinlandsprodukt,

Mehr

Finanzkrise 2007-2008. von Verena Köck

Finanzkrise 2007-2008. von Verena Köck Finanzkrise 2007-2008 von Verena Köck Inhalt Ursachen Niedrige Zinsen Änderungen im Bankensystem Billige Kredite und Immobilienboom Chronologie Verstärkungsmechanismen Loss Spiral und Margin Spiral Interbankenmarkt

Mehr

Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011:

Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011: Eine makroökonomische Theorie der offenen Volkswirtschaft Betrachten wir die folgende Klausuraufgabe aus dem Wintersemester 2010/2011: Die Euro-Schuldenkrise hat dazu geführt, dass Anleihen in Euro für

Mehr

Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen

Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen Janne Jörg Kipp Rolf Morrien Staatsbankrott voraus! Hintergründe, Strategien und Chancen, die Sie kennen müssen 1. DIE GRUNDANNAHMEN Es gibt einige Grundannahmen, von denen wir in diesem Buch ausgehen.

Mehr

Global Development Finance 2012 der Weltbank: Trends der Staatsschuldenkrise

Global Development Finance 2012 der Weltbank: Trends der Staatsschuldenkrise erlassjahr.de Hintergrundpapier Global Development Finance 2012 der Weltbank: Trends der Staatsschuldenkrise Gerd Altmann, pixelio.de Hintergrund Global Development Finance 2012 der Weltbank: Trends der

Mehr

Ein bloß mündlich vereinbarter Beitritt zu einer fremden Schuld ist so rechtlich nicht (mehr) durchsetzbar.

Ein bloß mündlich vereinbarter Beitritt zu einer fremden Schuld ist so rechtlich nicht (mehr) durchsetzbar. Der Oberste Gerichtshof ist von seiner bisherigen Rechtsansicht abgegangen. Mit Urteil vom 20. April 2010, hat er nunmehr entschieden, dass nicht nur eine Bürgschaft, sondern auch ein Schuldbeitritt nur

Mehr

Altersvorsorge Finanzen langfristig planen

Altersvorsorge Finanzen langfristig planen Altersvorsorge Schön, dass Sie sich um Ihre Finanzen selber kümmern und dies nicht Banken überlassen. Finanzwissen hilft Ihnen dabei. Sie können noch mehr gewinnen. Mit dem DAX-Börsenbrief von Finanzwissen

Mehr

Szenarien der Weltwirtschaft 2010 bis 2025

Szenarien der Weltwirtschaft 2010 bis 2025 Szenarien der Weltwirtschaft 2010 bis 2025 Gunther Tichy, Ewald Walterskirchen WIFO-Workshop 12.5.2011 Weltwirtschaftliches Basisszenario Zentraler Trend der letzten Jahrzehnte Wachstum lässt in den Industrieländern

Mehr

Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat

Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat Dogmen 8 - Keynesianismus: Krisen, Geld und Staat John Maynard Keynes (1883-1946) General Theory of Employment, Interest and Money (1936) Keynes zweifelt an der Selbstregulierungsfähigkeit der Wirtschaft

Mehr

HAIRCUTS: YES or NO WAY? U3L Seminar Europäische Integration Februar 2011 Bernhard Schüller

HAIRCUTS: YES or NO WAY? U3L Seminar Europäische Integration Februar 2011 Bernhard Schüller HAIRCUTS: YES or NO WAY? U3L Seminar Europäische Integration Februar 2011 Bernhard Schüller Langfristige Kapitalimporte an Entwicklungsländer 1946 1955 Kapital-Importe US $ Mrd. von ohne Rückzahlung der

Mehr

Businessplan-Aufbauseminar

Businessplan-Aufbauseminar Businessplan-Aufbauseminar A11: Wie tickt eine Bank und wie tickt Beteiligungskapital? UnternehmerTUM 12.01.2011 1 Situation der Banken Die Banken sind nach der weltweiten Existenzkrise noch nicht über

Mehr

Nach dem Euro: Wie muss eine Währungsverfassung aussehen. Ulf Heinsohn, HTWK Leipzig, 22. Juni 2011

Nach dem Euro: Wie muss eine Währungsverfassung aussehen. Ulf Heinsohn, HTWK Leipzig, 22. Juni 2011 Nach dem Euro: Wie muss eine Währungsverfassung aussehen Ulf Heinsohn, HTWK Leipzig, 22. Juni 2011 Geld ist: Abruf-Kollateraleingentums-Eigentum ein Instrument, um alle Verbindlichkeiten zu erfüllen von

Mehr

Kredite + Finanzierung. Ist es nicht egal, wofür man einen Kredit aufnimmt?

Kredite + Finanzierung. Ist es nicht egal, wofür man einen Kredit aufnimmt? Investition eller Mittel, mit dem Ziel, Gewinne zu erwirtschaften. Konsum Privater Verzehr oder Verbrauch von Gütern. Ist es nicht egal, wofür man einen Kredit aufnimmt? 1 Finanzierung von Konsum oder

Mehr

13200/J XXIV. GP. Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich. ANFRAGE

13200/J XXIV. GP. Dieser Text wurde elektronisch übermittelt. Abweichungen vom Original sind möglich. ANFRAGE 13200/J XXIV. GP - Anfrage (elektr. übermittelte Version) 1 von 7 13200/J XXIV. GP Eingelangt am 05.12.2012 ANFRAGE der Abgeordneten Kaufmann-Bruckberger und Kollegen an die Bundesministerin für Finanzen

Mehr

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Verlag Fuchs AG

News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Verlag Fuchs AG News Aktuelles aus Politik, Wirtschaft und Recht 10.01.11 Geldschöpfung Geldschöpfung durch die Geschäftsbanken Durch die Gewährung von Krediten schaffen die Geschäftsbanken neues Geld. Der Anteil von

Mehr

Bankenbarometer in Österreich

Bankenbarometer in Österreich Chart Bankenbarometer in Österreich Projektleiter: Studien-Nr.: Prok. Dr. David Pfarrhofer F..P.T n= telefonische CATI-Interviews, repräsentativ für die österreichischen Unternehmen Erhebungszeitraum:

Mehr

Wieso wäre es eine gute Nachricht? Könnten wir nicht mit weniger Arbeit sehr gut leben?

Wieso wäre es eine gute Nachricht? Könnten wir nicht mit weniger Arbeit sehr gut leben? INITIATIVE FÜR NATÜRLICHE WIRTSCHAFTSORDNUNG Arbeitslos? Wieso wäre es eine gute Nachricht? Könnten wir nicht mit weniger Arbeit sehr gut leben? Wir könnten das, wenn das Einkommen reichen würde. Wir hören

Mehr

Angewandte Probleme der

Angewandte Probleme der Angewandte Probleme der Volkswirtschaftslehre: l h Entwicklungsökonomik ik Dr. Andreas Schäfer WS 10/11 Dr. Andreas Schäfer Angewandte Probleme der Volkswirtschaftslehre: l h Entwicklungsökonomik 1. Einleitung

Mehr

Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt

Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt Von der Niedrig- zur Negativzins-Welt Wellenreiter-Kolumne vom 02. November 2014 Ein Hypothekendarlehen mit 10jähriger Laufzeit ist in Japan für 1,3 bis 1,5 Prozent zu haben. Daran hat sich in den letzten

Mehr

POLICY BRIEF ZU DEN NORRAG NEWS 40 BILDUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG? ODER, DIE NACHHALTIGKEIT VON BILDUNGSINVESTITIONEN?

POLICY BRIEF ZU DEN NORRAG NEWS 40 BILDUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG? ODER, DIE NACHHALTIGKEIT VON BILDUNGSINVESTITIONEN? POLICY BRIEF ZU DEN NORRAG NEWS 40 BILDUNG FÜR EINE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG? ODER, DIE NACHHALTIGKEIT VON BILDUNGSINVESTITIONEN? Diese Spezialausgabe behandelt viele verschiedene Dimensionen von Bildung

Mehr

Übung 6. Ökonomie 30.11.2015

Übung 6. Ökonomie 30.11.2015 Übung 6 Ökonomie 30.11.2015 Aufgabe 1:Eigenkapital und Fremdkapital 1.1 Bitte beschreiben Sie die grundlegenden Unterschiede zwischen Eigenund Fremdkapital. Eigenkapital ist der Teil des Vermögens, der

Mehr

Stabiles Geld, starkes Deutschland.

Stabiles Geld, starkes Deutschland. FDP.de Gut Gemacht: Stabiles Geld, starkes Deutschland. Gut Gemacht, Deutschland. FDP Die Liberalen Gut Gemacht: Stabiles Geld, starkes Deutschland. Die Rechnung ist ebenso einfach wie folgenreich: Wenn

Mehr

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 4:

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 4: Internationale Ökonomie II Vorlesung 4: Die Kaufkraftparitätentheorie: Preisniveau und Wechselkurs Prof. Dr. Dominik Maltritz Gliederung der Vorlesung 1. Ein- und Überleitung: Die Zahlungsbilanz 2. Wechselkurse

Mehr

Länder Lateinamerikas und der Karibik

Länder Lateinamerikas und der Karibik Länder Lateinamerikas und der Karibik 1 Antigua und Barbuda 2 Argentinien 3 Bahamas 4 Barbados 5 Belize 6 Bolivien 7 Brasilien 8 Chile 9 Costa Rica 10 Dominica 11 Dominikanische Republik 12 Ecuador 13

Mehr

Abzahlungsplan und Abzahlungsgleichung Gekürzte Fassung des ETH-Leitprogramms von Jean Paul David und Moritz Adelmeyer Teil 2

Abzahlungsplan und Abzahlungsgleichung Gekürzte Fassung des ETH-Leitprogramms von Jean Paul David und Moritz Adelmeyer Teil 2 - 5 - Abzahlungsplan und Abzahlungsgleichung Gekürzte Fassung des ETH-Leitprogramms von Jean Paul David und Moritz Adelmeyer Teil 2 Frau X hat ein Angebot der Bank: Sie würde 5000 Euro erhalten und müsste

Mehr

Haushalts- und Finanzkrise

Haushalts- und Finanzkrise Einführung in das politische System der Europäischen Union WS 2012/13 Haushalts- und Finanzkrise Wird der Euro überleben? Prof. Dr. Jürgen Neyer Die Theorie optimaler Währungsräume Eine gemeinsame Währung

Mehr

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 7:

Internationale Ökonomie II. Vorlesung 7: Internationale Ökonomie II Vorlesung 7: Übersicht: Das internationale Währungssystem bis 1973 Prof. Dr. Dominik Maltritz Gliederung der Vorlesung 1. Ein- und Überleitung: Die Zahlungsbilanz 2. Wechselkurse

Mehr

Vorlesung BWL IIa: Investition und Finanzierung

Vorlesung BWL IIa: Investition und Finanzierung Vorlesung BWL IIa: Investition und Finanzierung Priv.-Doz. Dr. Dr. Aurelio J. F. Vincenti Vertretungsprofessur BWL, Unternehmensfinanzierung Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Universität Kassel Wintersemester

Mehr

Häufig gestellte Fragen zum Thema Migration

Häufig gestellte Fragen zum Thema Migration Häufig gestellte Fragen zum Thema Migration Was tun die EU und die Niederlande zur Bekämpfung der Fluchtursachen? Im November 2015 haben die Europäische Union und zahlreiche afrikanische Länder in der

Mehr

Inhaltsverzeichnis Kapitel 1: Gegenstand und Problemstellungen der internationalen Volkswirtschaftslehre.........................................

Inhaltsverzeichnis Kapitel 1: Gegenstand und Problemstellungen der internationalen Volkswirtschaftslehre......................................... Inhaltsverzeichnis Kapitel 1: Gegenstand und Problemstellungen der internationalen Volkswirtschaftslehre......................................... 15 1.1 Gegenstand und historische Entwicklung........................

Mehr

SCHWEIZER GOLDMÜNZWÄHRUNG. Überparteiliches Projekt einer wertsicheren Ergänzungswährung zum Franken

SCHWEIZER GOLDMÜNZWÄHRUNG. Überparteiliches Projekt einer wertsicheren Ergänzungswährung zum Franken SCHWEIZER GOLDMÜNZWÄHRUNG Überparteiliches Projekt einer wertsicheren Ergänzungswährung zum Franken Schweizer Goldmünzwährung Es gibt nichts Mächtigeres als eine Idee, deren Zeit gekommen ist Victor Hugo

Mehr

Basel 3: Die Rückkehr der Bankregulierer

Basel 3: Die Rückkehr der Bankregulierer Basel 3: Die Rückkehr der Bankregulierer Am Hauptsitz der Universalbank Hey Mann, warum so niedergeschlagen? Hast du die Nachrichten über die neue Basel 3 Regulierung gelesen? Die wollen das Bankkapital

Mehr

Mitgliedschaft. So investiert man heute sinnvoll: Werden Sie Mitglied

Mitgliedschaft. So investiert man heute sinnvoll: Werden Sie Mitglied Mitgliedschaft So investiert man heute sinnvoll: Werden Sie Mitglied Gemeinsam Brücken bauen Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, Eigentümerin oder Eigentümer Ihrer Bank zu werden? Wir möchten Sie

Mehr

Lösungshinweise zur Einsendearbeit 2 SS 2011

Lösungshinweise zur Einsendearbeit 2 SS 2011 Lösungshinweise zur Einsendearbeit 2 zum Kurs 41500, Finanzwirtschaft: Grundlagen, SS2011 1 Lösungshinweise zur Einsendearbeit 2 SS 2011 Finanzwirtschaft: Grundlagen, Kurs 41500 Aufgabe Finanzierungsbeziehungen

Mehr

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2014

Erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 Pressemitteilung 11. März 2015 Erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank zieht Bilanz WITTLICH - Die Vereinigte Volksbank Raiffeisenbank aus Wittlich setzt weiter auf persönliche

Mehr

Die Welt von morgen entdecken MIT EXPERTEN IN SCHWELLENLÄNDER INVESTIEREN

Die Welt von morgen entdecken MIT EXPERTEN IN SCHWELLENLÄNDER INVESTIEREN Die Welt von morgen entdecken MIT EXPERTEN IN SCHWELLENLÄNDER INVESTIEREN Inhaltsverzeichnis Attraktive Anlageziele 4 Wo die Zukunft zum Leben erwacht 8 Abseits der bekannten Pfade 20 Neue Ziele, neue

Mehr

Ziele der Vorlesung. Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen. Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008

Ziele der Vorlesung. Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen. Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008 Einführung, Wirtschaftliche Grundlagen Wirtschaftsvölkerrecht Vorlesung vom 20. Februar 2008 Frühjahrssemester 2008 Prof. Christine Kaufmann Ziele der Vorlesung Einblick in verschiedene Themen des Wirtschaftsvölkerrechts

Mehr

WERDEN SIE KÜNFTIG AUSREICHEND REGULIERT UND ANGEMESSEN BEAUFSICHTIGT?

WERDEN SIE KÜNFTIG AUSREICHEND REGULIERT UND ANGEMESSEN BEAUFSICHTIGT? PRIVATE EQUITY GESELLSCHAFTEN, HEDGEFONDS, SCHATTENBANKEN & CO WERDEN SIE KÜNFTIG AUSREICHEND REGULIERT UND ANGEMESSEN BEAUFSICHTIGT? Prof. Dr. Mechthild Schrooten Hochschule Bremen, DIW Berlin Agenda

Mehr

DIPLOM. Abschlussklausur der Vorlesung Bank I, II:

DIPLOM. Abschlussklausur der Vorlesung Bank I, II: Seite 1 von 9 Name: Matrikelnummer: DIPLOM Abschlussklausur der Vorlesung Bank I, II: Bankmanagement und Theory of Banking Seite 2 von 9 DIPLOM Abschlussklausur der Vorlesung Bank I, II: Bankmanagement

Mehr

Wie sieht in der heutigen Wirtschaftslage die richtige Finanzierung für Ihr Unternehmen aus?

Wie sieht in der heutigen Wirtschaftslage die richtige Finanzierung für Ihr Unternehmen aus? Wie sieht in der heutigen Wirtschaftslage die richtige Finanzierung für Ihr Unternehmen aus? Finanzierung - welche ist die richtige? Das Bankgespräch Das Bankgespräch Ergreifen Sie die Initiative - warten

Mehr

Tilgungsgebot in Diskussion: Sollen Geldschöpfungsgewinne zwingend zur Tilgung von Staatsschulden verwendet werden?

Tilgungsgebot in Diskussion: Sollen Geldschöpfungsgewinne zwingend zur Tilgung von Staatsschulden verwendet werden? Tilgungsgebot in Diskussion: Sollen Geldschöpfungsgewinne zwingend zur Tilgung von Staatsschulden verwendet werden? von Thomas Mayer (Stand August 2014, thomas.mayer@vollgeld-initiative.ch) In der Eurozone

Mehr

Mundell-Fleming Modell. b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses?

Mundell-Fleming Modell. b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses? Mundell-Fleming Modell 1. Wechselkurse a) Was ist ein Wechselkurs? b) Was versteht man unter der Preis- und der Mengennotierung des Wechselkurses? c) Wie verändert sich bei der Preisnotierung der Wechselkurs,

Mehr

Staaten mit der höchsten Anzahl an Migranten USA 13,5. Russland 8,7. Deutschland 13,1. Saudi-Arabien. Kanada. Frankreich 10,7 10,4.

Staaten mit der höchsten Anzahl an Migranten USA 13,5. Russland 8,7. Deutschland 13,1. Saudi-Arabien. Kanada. Frankreich 10,7 10,4. Migration Nach Aufnahmestaaten, Migranten in absoluten in absoluten Zahlen Zahlen und Anteil und an Anteil der Bevölkerung an der Bevölkerung in Prozent, in 2010 Prozent, * 2010* Migranten, in abs. Zahlen

Mehr

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - MUSTERLÖSUNG -

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - MUSTERLÖSUNG - Beispielklausur 1 IWB Musterlösung, Seite 1 FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM - Fachgebiet Volkswirtschaftslehre - MUSTERLÖSUNG - Fachbereich: Fach: Internationale Wirtschaftsbeziehungen Studiengang: Studiensemester:

Mehr

Die Antwort der EZB auf die Krise auf den Finanzmärkten

Die Antwort der EZB auf die Krise auf den Finanzmärkten Die Antwort der EZB auf die Krise auf den Finanzmärkten Dr. Petra Senkovic Assistant General Counsel Juristischer Dienst der EZB Frankfurt am Main, 4. März 2009 Maßnahmen der EZB (I) Liquiditätssteuerung:

Mehr

Zugelassenes Hilfsmittel: nicht programmierbarer Taschenrechner.

Zugelassenes Hilfsmittel: nicht programmierbarer Taschenrechner. Bachelor-Kursprüfung Kapitalmarkttheorie Schwerpunktmodul Finanzmärkte 6 Kreditpunkte WS 2014/15 23.2.2015 Prof. Dr. Lutz Arnold Bitte gut leserlich ausfüllen: Name: Vorname: Matr.-nr.: Wird vom Prüfer

Mehr

Sicherung der Liquidität. Kapitalfreisetzung für Investitionen. Aus der Schuldenfalle entkommen. Vermeidung von Insolvenzgefahren.

Sicherung der Liquidität. Kapitalfreisetzung für Investitionen. Aus der Schuldenfalle entkommen. Vermeidung von Insolvenzgefahren. LICON 5 Unternehmenskreislauf- Ihre Stärke Sicherung der Liquidität Kapitalfreisetzung für Investitionen Aus der Schuldenfalle entkommen Vermeidung von Insolvenzgefahren durch KREDITFINANZIERUNG über KAPITALANLAGE

Mehr

Die Notare Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel

Die Notare Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel Die Notare informieren Grundschulden Dr. Martin Kretzer & Dr. Matthias Raffel Großer Markt 28 66740 Saarlouis Telefon 06831/ 94 98 06 und 42042 Telefax 06831/ 4 31 80 2 Info-Brief zum Thema Grundschulden

Mehr

Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen

Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen Mathias Binswanger Geld aus dem Nichts Wie Banken Wachstum ermöglichen und Krisen verursachen WlLEY WILEY-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA Inhaltsverzeichnis Vorwort Einleitung: Warum wir den Prozess der Geldschöpfung

Mehr

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan

Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China, Indien und Pakistan Schillerstr. 59 10 627 Berlin E-Mail: info@berlin-institut.org Tel.: 030-22 32 48 45 Fax: 030-22 32 48 46 www.berlin-institut.org Wirtschaftliche Entwicklung und Bevölkerungswachstum am Beispiel von China,

Mehr

Staatsbankrotte. Staatsbankrotte sind die große Ausnahme. Gegen den Strich

Staatsbankrotte. Staatsbankrotte sind die große Ausnahme. Gegen den Strich Staatsbankrotte Heribert Dieter Die Regierungen der Eurozone versuchen mit aller Macht und mit milliardenschweren Rettungspaketen, den griechischen Staatsbankrott zu verhindern. Warum eigentlich? Staatsbankrotte

Mehr

A n a l y s i s Finanzmathematik

A n a l y s i s Finanzmathematik A n a l y s i s Finanzmathematik Die Finanzmathematik ist eine Disziplin der angewandten Mathematik, die sich mit Themen aus dem Bereich von Finanzdienstleistern, wie etwa Banken oder Versicherungen, beschäftigt.

Mehr

Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM

Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM Rettungspaket für Griechenland - EFSF - ESM Nach einer Rettungsaktion im Jahre 2010 wurde im Februar 2012 ein weiteres Griechenlandpaket beschlossen. Die Euro-Staaten erklärten sich bereit, Griechenland

Mehr

SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 Interview der Woche Manuskript

SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 Interview der Woche Manuskript SÜDWESTRUNDFUNK SWR2 Interview der Woche Manuskript Autor: Gesprächspartner: Redaktion: SWR Studio Berlin Birgit Wentzien Sendung: Samstag,.2010, 18.30 18.40 Uhr, SWR2 2 SWR2 Interview der Woche vom 11.12..2010

Mehr

Internationales Wirtschaftsrecht II

Internationales Wirtschaftsrecht II Internationales Wirtschaftsrecht II Sommersemester 2014 Uni Tübingen Dr. Marc Jacob, LL.M. 4. Juni 2014 Heute Internationales Währungs- und Finanzrecht Globale Finanzregulierung? Resümee zum Wirtschaftsvölkerrecht

Mehr

Generalthema: Organisationsformen des Kreditgeschäfts. Fragen Thema 7: Künftige Organisationsformen des Kreditgeschäfts

Generalthema: Organisationsformen des Kreditgeschäfts. Fragen Thema 7: Künftige Organisationsformen des Kreditgeschäfts Institut für Geld- und Kapitalverkehr der Universität Hamburg Prof. Dr. Hartmut Schmidt Integrationsseminar zur BBL und ABWL Wintersemester 2004/2005 Zuständiger Mitarbeiter: Dipl.-Kfm. Sandro Zarß Generalthema:

Mehr

M I C R O F I N A N C E

M I C R O F I N A N C E M I C R O F I N A N C E Seminararbeit an der Universität Zürich Prof. Dr. Urs Birchler Autor: Patrick Kolb Seestrasse 211 8802 Kilchberg/ZH Tel.: 01 715 18 76 E-Mail: kolbp@isb.unizh.ch Einleitung Inhaltsübersicht:

Mehr

Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei

Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei Der Schuldenabbau im privaten Sektor der EWU Notwendigkeit, Ausgestaltung und die (schwierige) Rolle der Geldpolitik dabei Dr. Manuel Rupprecht, Abteilung Geldpolitik und monetäre Analyse, Zentralbereich

Mehr

Trainingsmodul 4 (ESC Beginner-Markt)

Trainingsmodul 4 (ESC Beginner-Markt) Trainingsmodul 4 (ESC Beginner-Markt) ESC-Finanzierung Projekt Transparense Überblick: Trainingsmodule I. ESC-Grundlagen II. ESC-Prozess von Projektidentifikation bis Auftragsvergabe III. ESC-Prozess von

Mehr

"" ;'I",er,'" " t\ t J J i.. u' _ '- ' _, i ENTSCHLIESSUNGSANTRAG. betreffend Aktivitäten zur Förderung der Existenzgründung

 ;'I,er,'  t\ t J J i.. u' _ '- ' _, i ENTSCHLIESSUNGSANTRAG. betreffend Aktivitäten zur Förderung der Existenzgründung 514/A(E) XVIII GP - Entschließungsantrag (gescanntes Original) 1 von 5 " n l(b 2 der Beilagen zu den Stenographisehen Protokollen des Nationalrates XVIII Gesetzgebungsperiode "" ;'I",er,'" " t\ t J J i

Mehr

SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg

SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg SPD-Stadtratsfraktion Aschaffenburg SPD-Stadtratsfraktion, Goldbacher Straße 31, 63739 Aschaffenburg Telefon:0175/402 99 88 Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Giegerich Aschaffenburg, 31.3.2015 Oberbürgermeister

Mehr

HIER GEHT ES UM IHR GUTES GELD ZINSRECHNUNG IM UNTERNEHMEN

HIER GEHT ES UM IHR GUTES GELD ZINSRECHNUNG IM UNTERNEHMEN HIER GEHT ES UM IHR GUTES GELD ZINSRECHNUNG IM UNTERNEHMEN Zinsen haben im täglichen Geschäftsleben große Bedeutung und somit auch die eigentliche Zinsrechnung, z.b: - Wenn Sie Ihre Rechnungen zu spät

Mehr

Geldvermögensbildung und Finanzierung des privaten Sektors 2015 1

Geldvermögensbildung und Finanzierung des privaten Sektors 2015 1 Geldvermögensbildung und Finanzierung des privaten Sektors 2015 1 Stefan Wiesinger 2 Nichtfinanzielle Unternehmen Das Geldvermögen nichtfinanzieller österreichischer Unternehmen betrug mit Ende 2015 474,8

Mehr

Währungsanalyse COT Report FOREX

Währungsanalyse COT Report FOREX Währungsanalyse COT Report FOREX Yen-Daytrader schließen ihre Shortpositionen Dollarindex fällt Jahrestief Europas Arbeitslosenquote steigt auf 9.1 Prozent Machtkampf USA China KW23/2009 Marktgerüchte

Mehr

Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise in Mittel- und Osteuropa

Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise in Mittel- und Osteuropa Die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise in Mittel- und Osteuropa 1 Ausgangspunkte Ursachen der Krise Bankensektor Entwicklung der Kredite Vernetzung MOE auf Wirtschafte WE Finanz- und Witrschaftkrise

Mehr

Geld und Währung. Übungsfragen. Geld

Geld und Währung. Übungsfragen. Geld Universität Ulm 89069 Ulm Germany Prof. Dr. Werner Smolny Institut für Wirtschaftspolitik Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften Ludwig-Erhard-Stiftungsprofessur Institutsdirektor Geld und

Mehr

ABKOMMEN USA - SCHWEIZ

ABKOMMEN USA - SCHWEIZ ABKOMMEN USA - SCHWEIZ ABKOMMEN ZWISCHEN DER SCHWEIZERISCHEN EIDGENOSSENSCHAFT UND DEN VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA ZUR VERMEIDUNG DER DOPPELBESTEUERUNG AUF DEM GEBIETE DER STEUERN VOM EINKOMMEN, ABGESCHLOSSEN

Mehr

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen

Solider Haushalt, starke Wirtschaft. Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Solider Haushalt, starke Wirtschaft Fakten über Wachstum und Wettbewerb, Schulden und Zinsen Spiegel-Online

Mehr

Die weltweite Finanzkrise: Gefahr der Ansteckung? Daniel Friedrich Memo- Sommerschule 2008

Die weltweite Finanzkrise: Gefahr der Ansteckung? Daniel Friedrich Memo- Sommerschule 2008 Die weltweite Finanzkrise: Gefahr der Ansteckung? Daniel Friedrich Memo- Sommerschule 2008 Verhalten sich Finanzmärkte rational? Milton Friedman (1953): Unmöglichkeit destabilisierender Spekulation: -

Mehr

Teil II: Die offene Volkswirtschaft

Teil II: Die offene Volkswirtschaft Teil II: Die offene Volkswirtschaft Kapitel I Offenheit 1 To Do: Teil II Offenheit Gütermarkt Mundell-Fleming Modell Wechselkursregime 2 Ausblick Offenheit Exporte und Importe Wechselkurs Kaufkraftparität

Mehr

Bundesgesetz über einen bilateralen Kreditvertrag zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Oesterreichischen Nationalbank. Vorblatt.

Bundesgesetz über einen bilateralen Kreditvertrag zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Oesterreichischen Nationalbank. Vorblatt. Bundesgesetz über einen bilateralen Kreditvertrag zwischen dem Internationalen Währungsfonds und der Oesterreichischen Nationalbank Einbringende Stelle: Bundesministerium für Finanzen, Abteilung III/1

Mehr

1 Monetäre Entwicklung 2 2 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung 4

1 Monetäre Entwicklung 2 2 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung 4 INHALTSVERZEICHNIS I II III IV Ausgewählte Daten zur Wirtschaftsentwicklung 1 Monetäre Entwicklung 2 2 Allgemeine Wirtschaftsentwicklung 4 Bankstatistische Gesamtübersichten Erläuterungen 11 1 Konsolidierte

Mehr

DAS WICHTIGSTE KAPITAL DER UNTERNEHMEN?

DAS WICHTIGSTE KAPITAL DER UNTERNEHMEN? EXPERTENWISSEN HUMANKAPITAL DAS WICHTIGSTE KAPITAL DER UNTERNEHMEN? Mitarbeiter als Humankapital zu betrachten, entspricht nicht der Realität. Vielmehr investieren sie ihr eigenes Humankapital in das Unternehmen,

Mehr

Inflation. Was ist eigentlich../inflation u. Deflation

Inflation. Was ist eigentlich../inflation u. Deflation Inflation Unsere Serie Was ist eigentlich... behandelt aktuelle und viel diskutierte Themen, die beim Nicht-Spezialisten eine gewisse Unsicherheit hinterlassen. Wir wollen das Thema jeweils einfach und

Mehr

Lernender.ch - Das Infoportal für Lernende

Lernender.ch - Das Infoportal für Lernende 1. Kreditgesuch: Wird mit zusätzlichen Unterlagen vor gestellt (Projektbeschreibung/ Bilanz und Erfolgsrechnung/ Angaben zur Unternehmung/ Persönliche Angaben und Referenzen) 2. Beurteilung des Kreditgesuchs:

Mehr

Modul 4 Leihst Du noch oder sparst Du schon? Banken, Finanzierung und Kredite

Modul 4 Leihst Du noch oder sparst Du schon? Banken, Finanzierung und Kredite Modul 4 Leihst Du noch oder sparst Du schon? Banken, Finanzierung und Kredite Baustein: B5 Wissenstest Ziel: Abfrage von Vorwissen oder Erfolgskontrolle für vermitteltes Wissen Anmerkung: Der Wissenstest

Mehr

Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation?

Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation? Exkurs: Führt Monetisierung von Staatschulden zu Inflation? Monetisierung von Staatschulden kann erfolgen durch... Ankauf von Staatsschulden auf dem Primärmarkt (der EZB verboten) Ankauf von Staatsschulden

Mehr

Widerrufsbelehrung. Gestaltungshinweise [1] Wird die Belehrung erst nach Vertragsschluss mitgeteilt, lautet der Klammerzusatz einem Monat.

Widerrufsbelehrung. Gestaltungshinweise [1] Wird die Belehrung erst nach Vertragsschluss mitgeteilt, lautet der Klammerzusatz einem Monat. Muster für die Widerrufsbelehrung 08.12.2004-31.03.2008 Widerrufsrecht Widerrufsbelehrung Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von [zwei Wochen] [1] ohne Angabe von Gründen in Textform (z.b. Brief,

Mehr

»Auszug aus Nicht lesen! Bankgeheimnis«

»Auszug aus Nicht lesen! Bankgeheimnis« 1 »«wollte Werner Wildschwein wissen.»es gibt einige wenige Finanzberater, die die Situation genau kennen und ihre Klienten entsprechend beraten. Wenn du von einem solchen beraten werden willst, dann schreib

Mehr

bereit zum Abflug? Sind Ihre Talente

bereit zum Abflug? Sind Ihre Talente Sind Ihre Talente bereit zum Abflug? Die Weltwirtschaft wächst wieder und konfrontiert die globalen Unternehmen mit einem Exodus der Talente. 2013 und 2014 kommt das Wachstum in Schwung die Arbeitsmärkte

Mehr

sich wegen der Friedens- und Versöhnungsarbeit in der Nagelkreuzkapelle gesammelt haben.

sich wegen der Friedens- und Versöhnungsarbeit in der Nagelkreuzkapelle gesammelt haben. Liebe Synodale, die Kirchenleitung legt Ihnen diesen Antrag auf Gewährung eines Darlehens an die Stiftung Garnisonkirche zur Beschlussfassung vor und bittet Sie um Zustimmung. Seit vielen Jahren wird um

Mehr

Das heißt: Der Großteil unseres Geldes ist eigentlich wertlos.

Das heißt: Der Großteil unseres Geldes ist eigentlich wertlos. Die tatsächlichen Ursachen der Eurokrise lassen sich herausfinden, wenn man sich unser Geldsystem anschaut. Ein Kollaps ist bei unserem heutigen Geldwesen unvermeidbar, weil das Geldsystem fest eingebaute

Mehr

Article Die Verschuldungskrise der Entwicklungsländer: Eine Gefahr für die Weltwirtschaft?

Article Die Verschuldungskrise der Entwicklungsländer: Eine Gefahr für die Weltwirtschaft? econstor www.econstor.eu Der Open-Access-Publikationsserver der ZBW Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft The Open Access Publication Server of the ZBW Leibniz Information Centre for Economics Nunnenkamp,

Mehr

Prof. Dr. Norbert Konegen II. Theoretische Grundlagen der öffentlichen Verschuldung. Quelle: Konegen, Uni Münster, IfP, SS 11 1

Prof. Dr. Norbert Konegen II. Theoretische Grundlagen der öffentlichen Verschuldung. Quelle: Konegen, Uni Münster, IfP, SS 11 1 Prof. Dr. Norbert Konegen II. Theoretische Grundlagen der öffentlichen Verschuldung Quelle: Konegen, Uni Münster, IfP, SS 11 1 Gliederung der Vorlesung I. Verschuldungstheorien im Überblick II. Theoretische

Mehr

a) der größte Teil von Kapitalverkehr findet zwischen den Industrieländer statt b) der kleinere Teil macht dennoch eine Menge aus

a) der größte Teil von Kapitalverkehr findet zwischen den Industrieländer statt b) der kleinere Teil macht dennoch eine Menge aus 1) Gibt es gutes Kapital für den Süden? - Kapitalverkehr aus entwicklungspolitischer Perspektive (Gliederung eines Vortrags für den Workshop zu Kapitalverkehrsregimen beim Attac- Ratschlag in Göttingen,

Mehr

Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015

Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015 Deutsche Energiewende eine Blaupause für die Welt? Weltenergierat Deutschland Berlin, Januar 2015 Weltenergierat Deutsche Energiewende Inhaltsverzeichnis 1 2 Globale Ergebnisse 35 Antworten Europäische

Mehr

Akzeptanz von Studiengebühren

Akzeptanz von Studiengebühren Akzeptanz von Studiengebühren Ergebnisse einer forsa-umfrage in der Bevölkerung und bei Studierenden Im November 2003, im Juni 2000 und im Februar 1998 hat die Gesellschaft für Sozialforschung und statistische

Mehr