Erst kamen sie für die Sozialisten Und ich habe nichts gesagt Denn ich war kein Sozialist

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1 Erst kamen sie für die Sozialisten Und ich habe nichts gesagt Denn ich war kein Sozialist Dann kamen sie für die Gewerkschaftler Und ich habe nichts gesagt Denn ich war kein Gewerkschaftler. Dann kamen sie für die Juden Und ich habe nichts gesagt Denn ich war kein Jude. Dann, kamen sie für mich Und da gab es keinen Menschen Der für mich etwas sagen konnte. Pastor Martin Niemüller KZ Dachau (schon in 1937)»Und den ganzen Tag und die ganze Nacht alle Tage und alle Nächte rauchen die Schornsteine, gefüttert mit Brennstoff aus aüenteilen Europas.«CHARLOTTE DELED»

2 NS-Lagersystem auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz #^ Lager*-undjjaftstatien d^shuustirund dbrfoiizel &?^.um8rziej)iuigs aoeirr tg--.^rieasabrangbnqti-stamniia^hr.i: I i v1»_ iä im. ^ty.mw^.-li ^n^.r. i[ nrr.hiihn. [l mtlimlnai I 1 (f ) Zwanasarbertsmaer-.1iJr'JUden;:-:.-.J TDam-litutft^lfliiati; a" Q Konzefflrations uuu AuBenlagpr. C. 4 - r ^ ^ ^ ^mburg/freetidez^. je A3 v -SS* * Uttlftlnat 3 1 i II A ; M, 4 i I Joggte tritt cmdi: nett?otan? t tin"nü[tl)llna[ äst 6er gramnfdjap: tmjjtjpfth Bl5 Hnrtuuitnallul fckntniif%n Erülaiait CLriD*i»niM ift,titttbi.11 ein UlifEliUng.Äe* ndt etoara ^Jiiöeti Äiniier uwrira 3nian. a» HlsTtjJe gilt ppän tbitnuclilüiii.äer aus einer eijfcmlt tlucm Tiifeeo. Ihunmt &U und] 6m gt(cljldjfen llt. 4 eiü.tdifcl]ung, btr aus -gerbetenem htljr mit Jtlmm ^[aäfin {tammt nufi QUptxtljcUdj ijtwrtnlll.-

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4 DER GELBE FLECK KeicOs&flrgergefei Com 15_GEj>rem&ür % taä Jglgmtt 044 NW» S" S1 * M l tan W SJmtföni Krf*ti «ij,imtt «Jl k>fsr =116»4 toi Sorföilftei Sa «"* BMMajiSWaliW»**» r 2taat=atiQt 8rfot SttitfiSi.? Inn 1=4 jnljiut fthsmic toi Seil»«B*S 1» «"«" :äs DeirtfcJien States unt>»er Seutfcfjöi Bom 15. etptoobtr =±3. Saj Ml «AS* M hulwn «*» «<»""l«5? ^^21 0 a J^ wjätf äbjl«ltl4b.»te«*«l'w»^f^» r f l^- 3 Verfolgung Die Nürnberger Rassegesetze Am 15. September 1935 verabschiedete die NSDAP auf ihrem Reichsparteitag die folgenreichen Nürnberger Rassegesetze". Das Reichsbürgergesetz" erklärte alle deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens zu Menschen mit eingeschränkten Rechten. Das Gesetz zum Schütze des deutschen Blutes und der deutschen Ehre" verbot Eheschließungen zwischen Juden und Deutschblütigen"; sexuelle Beziehungen zwischen jüdischen und arischen" Bürgern galten als Rassenschande". a tjdi di i 1 F nn att Als die Nazis nach der Okkupation der Tschechoslowakei auch hier im Jahre 1941 die Verordnung erließen, daß alle nach den Rassengesetzen als Juden geltende Personen einen gelben sechszackigen Stern mit der Aufschrift JUDE zu tragen hätten, war das eigentlich keine neue Erfindung. Im Jahre 1670 hatte nämlich Kaiser Leopold -I. Hitler ein Vorbild geboten, indem er die Kenntlichmachung der Prager Juden durch einen Kreis verfügte. Dem deutschen Kaiser Leopold fehlten allerdings die Gründlichkeit der Nazis.sowie ihre unmenschliche Strafordnung, so daß der kaiserliche Erlaß bald in Vergessenheit geriet ' Erst Maria Theresia erinnerte sich im Jahre 1748, nach der Rückwanderung der Juden aus dem Exil, an diese Verordnung und befahl, eine Untersuchung darüber anzustellen. Nach knapp zwei Jahren ließ sie dem Ältestenrat der jüdischen Gemeinde mitteilen, daß vom 1. Juli 1750 an alle ledigen jüdischen Männer vom auf dem rechten Ärmel ein Zeichen tragen müßten, damit sie sich von den Christen unterschieden; Maria Theresia War gründlich und verfügte daher alles genau: Auf dem Ärmel muß' ein zwei Finger breiter und eine achtel Elle langer gelber Stoffleck aufgenäht sein. Die verheirateten Männer waren ausgenommen, weil man sie an der B arttracht erkannte, die damals j e- der jüdische Ehemann trug. Frauen und Mädchen mußten den gelben Heck an den Stimbinden und Hauben tragen. Als die Verordnung am SonnabencL dem 31. Mai, in allen Prager Synagogen verlesen wurde, nahmen die Männer sie mit Gelassenheit zur Kenntnis. Sie schämten sich ihres jüdischen Glaubens nicht und sahen nichts Demütigendes darin, sich durch ihr Äußeres dazu bekennen zu müssen. Anders die Frauen, was nicht zu verwundem war, denn die weibliche Eitelkeit war damals die gleiche wie in allen vergangenen und wahrscheinlich auch künftigen Zeiten. SelbstverstäncUich reagierte das weibliche Geschlecht irr puncto Eitelkeit in jedem Zeitalter anders. Im Jahre 1750 verfaßten die jüdische Frauen von Prag eine - hört! - emstimmig gebilligte Bittschrift an die höchsten Stellen, den verheirateten wie den ledigen Frauen allergnädigst zu gestatten, anstatt des gelben Tuchstreifens, der sie von den Christenfrauen unterscheiden sollte, als Kennzeichen ein an der Haube befestigtes gelbes Band oder ein anderes Zeichen tragen zu dürfen, das sich an Haube oder Stirnband anbringen läßt..." Die Qual der Ungewißheit war kurz, der Jubel und die Genugtuung der Frauen um so größer, als bereits am 2. Juni 1750 das Gesuch günstig erledigt und die freudige Nachricht einige Tage später in allen Synagogen'bekanntgegeben wurde. Zur Freude der Schneiderinnen und Modesalons war und ist Damenmode nie beständig. Aber es "geschah, daß die Modetorheit auch jene befiel, die sich bisher darüber lustig gemacht.hatten: die Herren der Schöpfung. Die Ehemänner begannen sich nämlich plötzlich die Barte zu stutzen. Und weil sie immer kürzer und kürzer wurden, sah sich der Prager Rabbiner Landau bemüßigt, energisch einzugreifen. Er erließ im Jahre 1755 eine religiös begründete Anordnung, derzufolge jeder Verheiratete einen wenigstens fingerlangen Bart zu tragen hatte. Da die'männer jedoch sichtlich nicht geneigt waren, die Vorschrift einzuhalten, griff wieder Maria Theresia ein. Fünf. Jahre später erließ sie nämlich ein Dekret, daß bartlose Mäner vom.25. Februar an gelbe bis zu'fitßllbogeivreichende Ärmelaufschliige tragen mußten. Verfo/gung:Dfe Nürnberger fiassegese/ze

5 Morde an kranken und behinderten Menschen Mit Beginn des Krieges begannen die Vorbereitungen zur Ermordung der hilflosesten aller NS-Qpfer, der Behinderten und der psychisch Kranken. Diese Massenmordaktionen wurden nach dem Sitz ihrer Verwaltung in der Berliner Tiergartenstraße 4 Aktion T4" genannt Initiiert wurde dieses Mordprogramm von der Kanzlei Hitlers, die eigentlich für die" Beantwortung von Anfragen aus der Bevölkerung zuständig war. Sie bildete Tarngesellschaften für den Transport und die Ermordung der Opfer. Dabei arbeitete sie von Anfang an eng mit Institutionen und Personal, die für die Betreuung der Patienten zuständig waren, zusammen. DieT4-Organisation übernahm sechs Anstalten für die Ermordung der Opfer. Dort wurden in den Jahren 1940 und 1941 etwa psychisch kranke oder geistig behinderte Menschen, fast ausschließlich Patienten von Heilanstalten, mit Kohlenmonoxyd getötet. Eine der Anstalten lag in Hadamar bei Limburg. Aus dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz wurden Patientinnen und Patienten aus den öffentlichen Anstalten Andernach, Alzey, Klingenmünster und Heidesheim sowie aus den evangelischen Anstalten Bad Kreuznach, Nassau-Scheuern und Hausen a. d. Wied ermordet In den letzten Kriegsjahren verschleppte man die Patientinnen und Patienten in Anstalten in die deutschen Ostprovinzen, nach Wien und ins deutsch besetzte Polen. ProvinzIaJh eilanstaltandernach (Foto um i960)' Das Kohlenmonoxydgas für alle deutschen Gasmordanstalten stammte von der BASF (IG-färben- Werke) in Ludwigshafen. Zwei Einrichtungen im heutigen Rheinland-Pfalz dienten als so genannte Zwischenanstalten": die ProvinzialheilanstaltAndemach und die evangelische Heilerziehungs- und Pflegeanstalt Scheuern in Nassau/Lahn. Von dort aus traten die Patienten ihren letzten Weg nach Hadamar an. Nach Protesten aus der Bevölkerung und insbesondere der katholischen Kirche stellten die Nationalsozialisten 1941 die offiziellen"tötungen ein. Aber das Morden ging weiter. Ober Patientinnen und Patienten verhungerten bis Kriegsende in Deutschland nach bewusstern Nahrungsentzug, z.b. auch in der pfälzischen Ansrah Klingenmünster, oder starben an überdosierter. Medikamentengaben.. *ftfc jut SSecFjüiimg ermtonf«s«e$h)udfl«. Born 14.3<ttt 1933, Sie. <RctcFj8tegl«ung rjat bcrö fotgaibe (Se[f!j it> [äjtoftm, bau Granit»töflnbet wirb: 1 ff. (OSßKKljfrontirt, tarnt 6utrfi tfjitutgiftfjun < m- " griff unfruchtbar rjemacfjt Qhtfflnett) Werber., toenn tmcfj bot Srfafjrunflen bet iqfflttjen ffllflenfcficift mit atopet SffiafjrfrbJdntitFjfeU ju ertoarien i[t, bnpfeine SiacSEommen an [djtoeten tätj)«ticfjen geijtibttt Et&fdj&btrt (efberrrdttben. obtt (2) Sr&ftcme Irrt Smne.bleftS efetjtü ( t, tostan einer ber fotgtnben fttantljeften teloet: 1. angeborsnem rfjroatrjlmnj 2. tljijoljljtenie, 3. jitfultam (manlf^6et)tefil»em) 3r»fun, 4. ttbtlcfjtt ga&fu($t, 5. cr&licijetn SBtMtanj (guntmgrottfcfjc Eljowa), 6. tt6ua>r BlfaMjeit, '.. 7. tt6«4et Sau&Fjelt,. 8..'Ph)ttct etühdj«förpetiirfjer 5K ß6ißtmg. (BJ'thtutt Samt wiftu^t6at gemalt Karten, wer an fetterem WRoijoflSimtS feibet. Die Not derzeit verlangtgebieterisch Maßnahmen, dass nicht die Sorge für die nutzlose, minderwertige Nachkommenschaft soviel Aufwehdungen verschlingt, dass darunter die gesunden Volksteile leiden..." Ärztlicher Bericht Im ert.jahresbericht der Anstalt Scheuern (ca ) Erbbiologie und Rassenhygiene" Bereits seit den zwanziger Jahren wurde in der medizinischen Fachwelt über die Beseitigung so genannten unwerten Lebens" nachgedacht. Für direkte Morde setzten sich jedoch nur wenige Außenseiter ein. Ideologischer Hintergrund war das sozialdarwinistische Denkmodell, demzufolge durch eine natürliche Auslese nur erbbiologisch gesunde Menschen" zur Fortpflanzung gelangensollten. Die Nationalsozialisten mit ihrer Idealisierung des großen, blonden, gesunden arischen" Menschen übernahmen diese Ideologie und stuften neben Juden, Sinti und Roma auch geistig Behinderte und psychisch Kranke als minderwertig" ein. Sie behaupteten, das Leben dieser Menschen sei. nicht lebenswert, eine erbbiologische und wirtschaftliche Belastung für den Staat und die gesamte Volksgemeinschaft;'. Deshalb verabschiedete das NS-Regime.imJuli 1933 ein Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" und setzte alles daran, das vermeintlich schlechte Erbgut von geistig Behinderten und psychisch Kranken'durch Sterilisation auszumerzen". Schätzungsweise Menschen aus Gemeinden und Städten des heutigen Rheinland-Pfalz wurden so zwischen 1933 und 1945 unfruchtbar gemacht Mit Kriegsbeginn im Herbst 1939 wurde damit begonnen, Kranke und Benin-. derte in speziellen Tötungsanstalten mit Gas und überdosierten Medikamentengaben umzubringen..eines Tages, es war Anfang 1941,riefmich Professor Creirtz aus Düsseldorf, Dezernent des Irrenwesens beim Landeshauptmann in Düsseldorf, an und sagte mir, dass jetzt Kranke im Zusammenhang mit der Euthanasie-Aktion abtransportiert würden... Und zwar sollten die Kranken der südlichen Anstalten derrheinprovinz in der Anstalt Andernach zum Abtransport gesammelt werden/ Dr. Recktenwald, Direktor In Andernach

6 o -u 'S w & 3 I ja a CD CD i ö J a D< Ii3 M. a a 13 cd ä fcf E p es s=t ; cd «! w ö w Hä O n cd o 1 3 s & i EEST - r l E S COBAYES D E LA MEDECINE NAZIE DE MALINES A STRUTHOF L'epilogue de cruairc-vingt six existences alors midcdnc n& soit tuvoyk* encore en sursis. debuta lorsqu'en 1941, le mededn August Hirt fut nomm professeur ä. la Faculte CBLTJ de Strasbourg, 11 decembre2005 de M&iedne de ltjniversite de Strasbourg Lc 3 janvier 1945 paraissart dans le Daily devenue «KdcbuniyersiTjtt universitc du Ma3j quotidien londoniai, un article deyollant Ja decouverte ä Flostitut d'anatomie de ITJjoiversite de Strasbourg de 86 cadavres oonserves dans de FalcooL Tpas portaient rai numero, tatoue sur leur avant-bras gauche, Reick Quelques temps apres son arriyee, Hirt coneut l'idfc de realiser une collecdon de squelettes juiß dont la vocation principale serait de d6- montrer sdenrisquement k supenorite de la race gcmiänique. Membre de la fondation S.S"Ahncnerbe" (hentage de nos ancetres), Hirt prdsenta Le 11 decembrc 2005, une pkque commemorativc 6tait scellec sur le mur de l'institut d'amtomle de k Eaculte' de m dcdne du GHU de Strasbourg et une stelc, cornportant 86 noms,. inauguree au dmeriere israetfte de Cronenbourg. " ASn d'honorer la memoire de edles qui furent, en realite, les 86 yicümes juives de Panatomiste nazi August Hirt, lequel «professa» ä- l'höpital unryersitaire strasbourgeois durant FOccupation. son projet a Himmler, lequd donna aussitöt son aecord pour le mener ä. bien. Un groupe d'anthropologues SS depedbcsparhrtsercnditäaiischratzälarecherchcde«sujets appropnes». le 30 juillet 1943, 87detenus selectionncs - 29 femmes et 58 hommes- etaient envoyes au camp alsaden de StmtnoJR^atzweÜer situe ä une dnquantainc de Hometres au sud de Strasbourg. Entre le 11 et le 13 aout 1943, dies furent toutes > cönduites devant Tannexe ä l'allure de roaison de Non seulement fl aura fallu soixante ans pour que soit pubkquemcnt connu ce qu'il advint nomroement de ces 86 personnes, mais en plus, ccs comroernorarjohs offidellcs hterviennent au moment DU sevissent en Brance dlndecents debats sur la «concurrencc des memoires» et ou chez nous, aussi helas, emergent des vejleites de Camouflage de la spedfidt mernorielle de la Shoa. Dans.un td contexte, lc commandement de se souvenir de ces 86 vies aneanries dans des conditions atroecs et d'evocjuer'le.nom'de 6 campagne d'un petit bötd situe ä. proximiti imm^diate du camp et transformee, pour l'occasion, en cbambre a. gaz.xjn des hommes refusa cpentrer dans le bitiment Tu^ d'unc balle dans'la tetc, ses bourreavjx jugerent son cadavre impropre ä rejoindre k rbture collection de squdettes. Les 86 autres Juifs furent gazes et leurs corps aussitöt transferes ä. l'institut d'anatomie de l'höpital uniyershaire ä Strasbourg. EQrth n'aeheva pas 5 es travaux de preparation des cadavres car lorsque Strasbourg fut liberee, fin d'enrre-ellcs, six femmes arretecs en Bdgique, furent'decouverts, non a Tetat de prend un-sens parücuuerement douloüreux mais squdettes, mais afrreusement mutfles et conserves n cessaire.. dans du formol Ces restes, apres aroir et6photographies, furent inhiimes dans une fosse commune au dmeüere juif voisb. de StrasbourgVoid dnq ans, Hans-Joachim Lang, charge de cours a k Bacultfi des Lcttrcs et Sdences Humaincs de. itjiotersite de Tübingen, enrama un travail de recberchesur Ijhistoire de ces 86 cadavres. Partant des numeros iatoues sur l'avant-bras des victimes dont il avait recupere les photographies et des proces-yerbaux d'audition de Kramer, commandant du can^j de Struthof) ü reconstitlia le puzzlc avec une minutie extreme. Un ouvrage, pubfi en 2004, «Die Namen der Nummern», racontc k yerite. Des bribes de j&milles surrivantes l'apprcnnent ces demiers mois. La Bdgique, aussi, d6- couvre, fin decembrc 2005, au fil de qudque entrefilct publid dans les grands quotidiens, que six de ces 86 Juus cob^es de k meaecine nazie venaient de son propre tmitoire. Ces 6 victimes lä etaient toutes des femmes. Elles ayaient ete deportecs ä Auschwitz par le XK. eme convoi parti. le soir de Pessach du 19 avril 1943 de k Casemc Dossin ä MaUnes et attaque ä hauteur de Boortmeerbcek par 3 jeunes gens : Jean Eranfclemon, Yoüra Lrvschitz et Robert Mdstrau, ayant de reprendre sa routc vers k Po- Iognc, trainant ä sa surtc une grande partie de son chargement humaia qui n'ayait pu prendre k fuite... Elles s'appdaient Sara Birentzvdg epousc- Bombcrg; 39 ans, intemee ä Malines le 10 avril 1943 ; Mark Bozen epouse Kempner, 52 ans, auetee a. Grivegn c et intemee a Malines le 17 avril 1943 ; Elisabeth Thalham epouse Kein, 42 ans, arretec ä. Bruxdles le 13 fevner 1943 et internce ä Malines ; Jeanette Vogdsong epouse Passman, 65 ans, intemee ä Malines le 15 ferner 1943,; Made Brodsky epouse Sabderichin, 63 ans, arreteeä.aayersle 12 fevner 1943 et intemee i Malines ; Mark BrancHss epouse Urstein, 51 ans, intemee ä Malines le 22 janvier «Air yfvifiant, sports d'hiver, exquise namrc», ainsi kbcihsee, k rigion du vülagc de Stmthof dans les depliants tpuristiques dkvant guerre ; Alsace gasrronome, maisons charmantes aux co-..lombagcs garnis de fleurs chatoyantes, cradfix soignesauxcoinsdesvignobles ; Andens du petit vilkge aux Souvenirs peut etre genes, que Fodeur de k cherninec cemincment interpella ; Arrjourd'hui, un nom, une sepulturc decente, une memoire sont attribues ä. chacune de ccs personnes martyrisees. Malines, gare bdge de depart, parmi 25J251 autres personnes, pour ces six ctres humains parques dans des y/agons ä, bestiaux, gazes, disseques, cnfbrmo- 16s dans les soubassements nazis du sennent d'hippocrate alsaden. Comment penser ceux qui, a Pinstant, songent a fondre k Memoire bdge de k Shoa dans les meandres geheraux des Droits de FHomme bafbues? Comment reagir justc, facc ä ceux qui, en ce moment, coneoivent k fusion du Mus c juif de k Deportation et de k Resistance de Malines dans un grand projet d'cxposrdon des Genoddes ob. k Shoa, drärne particulier, edordt en prernisses sur FArmcnic et en epilogues provisoires sur les Khmers Rouges an les Hutus, commc un gagc admirablc d'altruisme intellectuel? Gar meme s'il nc peut exister d'echelle de valcux dans k souferance, oü sc sitnerait donc la frontiere de k legitimite historique, thique, didactique a affirmer que jamais ne doit etre deniee k speafidte de k Shoa, paroxysme de k vüenie humainc dans ce que Fextnmination de six rnfllions d'hommes, de femmes et d'enfänts, simplementparce qu?ils 6taient juife, a d'unique et de consequent ä, des siedes d'antrjudaisme et k propos de kquellc, helas, k Bdgique fut, bien malgr6 eile parfbis, partie prenante i H arnve, en ccs jours de tous les soubresauts d'antisemitlsmc possibles, que des adolescents en cksse de secondaures superieures, dans les ecoles beiges, enahutent leur professeur, ä PeYOcation dariscbwitz. Que ceux que k tentation de k banalisation de k Soiution Hnale inspire y songe. Zachor IZachor!

7 zogen sjch durch, viele der Reden, die gestern gehalten wurden, erst im Theater, später Hann im einstigen Lager Auschwitz-Birkenau. Doch neben diesem Zorn auch der Warum.haben sie mern voiir verbrannt, mein jüdisches Volk?" schrie sie in, die Menge. Ich. habe ein Land, eine Armee. Das (AuscK- witz) wird sich nie wiederholen." yowsv^ifjäg^ D. Geschichte eiaei; Mordfabrik Ende Januar 1940 beschließen die SS-Führer, in Oberschlesien ein großes Konzentrationslager zu errichten: Auschwitz er Ort Auschwitz wird im Jahr 1270 von deutschen Siedlern gegründet. ' Die mittelgroße Marktstadt umfaßt um das Jahr 1300 kaum 200 Häuser. Polens König Kasimir IV. envirbt 1457 Auschwitz; der neue Name der Stadt lautete.oswleclm. Durch die Aufteilung Polens 1772 fällt der Ort an Österreich-Ungarn zahl-. te die'gemeinde Oswiedm.'etwa Eiriwohna; zur Hälfte Ju: den kommt Oswieoim zum wieder entstandenen Polen. Im - September 1939'-erobert die'wehrj macht Polen und gliedert-das wie^ der-umbenannte Auschwitz, dem Reich ein. ', End» Januaf entscheidet die.ss-führung, in Oberschlesien eingroßes Konzentrationslager zu errichten. Im Marz wird der erste Leichenofen für das künftige KZ bestellt; seine Kapazität" beträgt 70 Leichen pro 1kg. Am 18. imd.19. April besichtigt Rudolf HÖß eine Kasernenanlage westlich von Auschwitz, am 27. April ergeht der "Befehl, in Auschwitz ein Lager für Männer einzurichten. Zwei Tage später wird Höß zum Kommandanten ernannt. Am 20. Mal kommen die. ersten 30 Häftlinge "aus Sachsenhausen nach Auschwitz; die -Nr. I erhalt der Deutsche Bruno Bardnle-' witsch; Am 29. Mai treffen die ersten 39. polnischen Häftlinge ein. Aöi A5;Aü^^\r^dieBSfQingsnum- - mer 3179 vergeben;" am selben Tag.geht der Leichenofen in.betrieb. E n de. Dezember werden in "Auschwitz, etwa 6000 Häftlinge ge-. langen gehalten. Jm Februar "1941 überschreitet das Lager seine Ka-. pazitat von Birtlingen. Am L März inspiziert Himmler. Auseh-- witz und befiehlt,'das Stamrnlager' für Häftlinge auszuhauen, nahe des benachbarten Dorfes Birkenau ein Lager für Kriegsgefangene einzurichten und- weitere der IG Farben -zur Verfügung zu stellen. Am 9. August wird die Häftltngsnummer vergeben. Die polnische Exilregierung berichtet am 15. August, in Auschwitz säßen etwa 12 00p Häftlinge,", überwiegend Polen; bereits vier- hls fünftausend seien gestorben. ' Am 3. September, nach anderen Angaben Anfang Dezember findet im Keller des Blocks 11 die erste Ver-.gasung von etwa 600 Russen mit Zyklon B statt Am 25. Septemberwird ein weiterer Krematoriumsöfen bestellt, am' 30. Oktober berechnet SS-Bauleiter Karl Bischoff als Irirnfttge Einäscherungsleistung4' Leichen pro Tag.. - Im "Winter 1941/42 werden ins Totenbuch"' täglich zwischen 48 und 284. tote Kriegsgefangene eingetragen. Im Mai 1942 werden die systematischen Massenverga^ungen," die seit Januar im Krematorium des Stammlagers stattfinden, in einer provisorischen Gaskammer direkt" neben dem Lager Birkenau verlegt. Anfang Juni kommt ein" zweiter sogenannter Bunker dazu; in beiden zusammen können zwischen tausend bis zweitausend Menschen auf einmal ermordet werden.. Die Leichen werden zunächst ver- _ scharrt, später in offenen Gruben verbrannt Anfang JiinI 1942 teilt Himmler dem Komrnandanten Rudolf HÖß mit, daß Auschwitz zur zentralen Mordfabrik ausgebaut werden soll; am.17. und 18.'Juli inspiziert Himmler zum zweiten Mal das KZ. Ab 10. August wird das erste Gjoßkrematorlum in Birkenau errichtet; drei weitere. folgen. Alle sind mit Gaskammern mit Gebläsen ausgestattet, um die' Ermordung zu beschleunigen. Neben, den Vergasungen sterben viele Häftlinge- in Auschwitz an Krankheiten; allein im Herbst 1942 gibt es etwa Sleckflehertote. " Am 13. Mäa 1943 geht die erste neue Mordstaticm in Birkenau in Betrieb; 1492 Menschen werden getötet. Bald folgen die anderen' drei v pro Tag können nun mehr als 50DD Menschen ermordet werden. Die Mordfabriken fallen allerdings in den kommenden -anderthalb Jahren häufig wegen Überlastung" aus. Zwischen 8. Mai und 8. Juli 1944 werden ungarlr sehe Juden nach Auschwitz deportiert; die meisten werden sofort ermordet und teils in den Krematdrieiii teils'erneutiii offenen. Gruben verbrannt. Ende November 1944 werden die Vergasungen beendet, im Dezember mehrere Krematorien abgerissen. Am 18. und 19. Januar 1945 räumt die SS dasjja'ger und schickt mehr als auf Todesmarsche0. Am 20. Januar werden die Reste der Gaskammern gesprengt, am-2g. Jartuar das letzte Krematorium, Am' 27. Januar erreichen sowjetische Truppen das KZ-Gebiet. Sie finden etwa 7Q00 Häftlinge von Insgesamt werden im Vernichtungslager Birkenau mindestens 900 OQD Juden vergast, hinzu kommen etwa Opfer der KZs im Räum Auschwitz und mindestens Sinti und,roma. Der Holocaust kostete insgesamt zwischen 5(29 und 6,1 Millionen Juden sowie drei hjs vier Millionen Sla wen und anderen van den Nazis als rassisch rninderwertig"-', eingestuften Menschen das Leben.. Ei als Foi V erbrechen \ ren ist eine von Widerst suchten Auschwib Mitglieder des pol grundes immer w und Filme ins Ve Birkenau zu schm Realität des Masss halten. Nur drei so.erhalten. Aufgeno insgeheim ein Mitj nannten ' Sonderki Krematorium V im mitten während da an den ungarische acht Wochen mehr* send Menschen v Am 4. September zwei polnischen p< lingen, diese Bildet herauszubringen. Das deutlichste zeigt einen Leichen! Krematorium V. Sommer 1344':'MItgIt Opfer In eine Grube,

8 Der Pogrom 9./10. November 1938 In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 brannten jüdische Synagogen in ganz Deutschland. Die Nationalsozialisten zertrümmerten Schaufenster und die Einrichtung jüdischer Geschäfte, demolierten Wohnungen und misshandelten jüdische Bürger. Als Vorwand für den Terror diente den Nationalsozialisten die Ermordung eines deutschen Diplomaten in Paris. Täter war der siebzehnjährige Herschel Grynszpan, der mit diesem Attentat auf die Abschiebung von polnischstämmigen Juden nach Polen aufmerksam machen wollte. Zu den Deportierten hatten auch seine Eltern gehört Reichspropagandaminister Goebbels nahm dieses Verbrechen bei einem Treffen der NSDAP-Führerschaft in München zum Anlass für eine antisemitische Hetzrede und löste damit den Pogrom aus. SA- und SS- Verbände sowie Angehörige anderer NSDAP- Organisationen setzten die Befehle ihrer Vorgesetzten um, steckten Synagogen in Brand, zerstörten jüdische Geschäfte und demolierten Privatwohnungen. Die Feuerwehren griffen meist nur ein, um umstehende Häuser vor dem Übergreifen der Flammen zu bewahren. 31 Tote, zerstörte Synagogen und Gemeindehäuser, verwüstete Geschäfte - das war die offizielle" Bilanz des Pogroms. Etwa männliche Juden wurden im Verlauf der Aktion verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt Für die entstandenen Schäden mussten die Juden selbst aufkommen. linke Seite: Zerstörte Synagoge In Worms oben: Brennende Synagoge in Landau unten: Zerstörtes jüdisches Altersheim in Neustadt an der Weinstraße V.U Hans Scholl sowie Willi Graf, Alexander Schmorell und Hans1 Schwester Sophie auf dem Münchner Bahnhof 1942 : \. FEBRUAR Geschwister Scholl verhaftet An der Münchner Universität werden Hans und Sophie Scholl, Mitglieder der Widerstandsgruppe Weiße Rose, beim Verteilen von Flugblättern verhaftet, in denen sie das hjs-regime anprangern. Am 22. Februar werden die beiden Geschwister im Alter von 24 bzw. 21 Jahren sowie ihr Freund Christoph Probst (23) In München zum Sophie Scholl, mit 21 ahren als Widerstandskämpferin hingerichtet Tode verurteilt und noch am selben Nachmittag hingerichtet. In der Urteilsbegründung des Volksgerichtshofs, der den Prozess unter Vorsitz des»blutrichters«roland Freister durchführt (- S. 185), heißt es u.a.: «Wenn solches Handeln anders als mit dem Tod bestraft würde, wäre der Anfang einer Entwicklungskette gebildet, deren Ende einst 1918 war.«im Verlauf Hans Scholl, 24 Jahre, wird von den Nationalsozialisten enthauptet. des Verfahrens stellt Sophie Sdiiill dem Vorsitzenden die Frage:»Sie wissen so gut wie Ich, dass der Kriit verloren ist. Warum sind Sie sn feige, das nicht zugeben zu wollen?«die im Vorjahr gegründete Weiße Rose Ist eine lose Widerstandsorganisation von Studenten, Künstlern, Gelehrten und Geistlichen. Die Gruppe hat Anhänger In Berlin, Freiburg. Hamburg, Kiiln. ' München imd Saarbrücken; (Iii1 Zentren sind Hainburg-und vor allem München, wo der Psydwilugieprofessor Kurt Huber groeen Elnfluss auf die beteiligten Studenten hat. Die mit»die Weiße Rosesignierten Flugblätter des Widerslandskrelscs waren der Gcslapn seil langem ein Dorn im Auge; sie 'vermutete ihre Urheber In der Münchner Universität. Am Id. Februar berief der Münchner Gauleiter Paul Glesien eine Versamniliiiif Ins Auditorium Maximum nn der Ludwlgslraße ein, um die Studenten zu größerein' Einsatz für die» Yolksgcmcii ISCIMI II«a u fzu fordern, erntete für seine Ausführungen aber keinerlei Beifall. Als er sich In beleidigender Welse an die Studentinnen wandle, kam eszti Protesten. Später fand eine offene Kundgebung gegen das NS-Regime stall.

9 Komilitonirmen! Komilitonen 1 Es gibt für uns nur eine Parole: Kampf gegen die'partei 1 Heraus aus' den Partei Schlittert steht unser Volk vor dem Untergang der Männer von'stalingrad. Dreiadertdrei-ßigtausend deutsche Männer hat die geniale Strategie des Weltkriegsfreiten sinn- und verantwortungslos in Tod und Verderben gehetzt. Führer, r danken dir! ' gärt im deutschen Volk: Wolien wir weiter einem Dilettanten das Schicksal unxer Armeen anvertrauen? Wollen wir den niedrigsten Machtinstinkten einer Pardclique den Rest unserer deutschen Jugend opfern? NimmermehrI Der Tag der Abschnung ist gekommen, der Abrechnung der deutschen Jugend mit der verabscheuigswilrdigsten Tyrannis, die unser-volk je erduldet hat. Im Namen des ganzen sutschen Volkes fordern wir vom 'Staat Adolf Hitlers die persönliche Freiheit, ia kostbarste Gut der Deutschen zurück, um das er uns in der erbärmlichsten sise betrogen. ' i einem Staat rücksichtsloser Knebelung jeder freien Meinungsäußerung sind wir angewachsen. HJ, SA und SS haben uns in den fruchtbarsten Bildungsjahren unsees Lebens zu uniformieren, zu revolutionierenzu narkotisieren versucht. Weltanschauliche Schulung" hieß' die verächtliche Methode, das aufkeimende Selbstenken in einem Nebel leerer Phrasen zu ersticken. Eine Führerauslese,' wie sie euflischer und zugleich bornierter nicht gedacht werden kann, zieht ihre ünftigen Parteibonzen auf Ordensburgen zu gottlosen, schamlosen und gewissenosen Ausbeutern und Mordbuben heran, zur blinden, stupiden Führergefolgschaft, 'ir Arbeiter des Geistes" wären'gerade recht, dieser neuen Herrenschicht'den hüppel zu machen'. Frontkämpfer werden von Studentenführern und Gauleite'rasliranten. wie Schulbuhen gemaßregelt. Gauleiter'greif en mit'geilen Spaßen den It'udentinnen. an die Ehre. Deutsche Studentinnen haben an der-münchner Hochichule auf die Besudelung ihrer Ehre eine würdige Antwort gegeben, deutsche Studenten haben sich für ihre Kameradinnen eingesetzt und standgehalten... Jas i s t ein Anfang zur.brkämpfung unserer freien Selbstbestimmung, ohne die jeistige Werte nicht geschaffen werden können. Unser;Dank gilt den tapferen Cameradinnen und Kameraden, die mit leuchtendem Beispiel vorangegangen sind! gliederungen, in denen man uns politisch weiter mundtot halten will! Heraus aus den Hörsälen der SS-Unter- und -Oberführer"und Parteikriecher!. Es geht uns um wahre Wissenschaft und echte Geistesfreiheit! Kein Drohmittel kann uns schrekken, auch nicht die Schließung unserer'hochschulen. Es gilt den Kampf jedes einzelnen von.uns um unsere Zukunft, unsere Freiheit und Ehre in einem'seiner sittlichen Verantwortung bewußten Staatswesen. Freiheit und Ehrel Zehn Jahre lang haben Hitler und seine Genossen die beiden' herrlichen deutschen Worte bis. zum Ekel ausgequetscht, abgedroschen, verdreht, wie es nur Dilettanten vermögen, die die höchsten Werte einer Nation vor die Säue'werf en. Was ihnen Freiheit und Ehre gilt, das haben sie' in zehn Jahren der Zerstörung aller materiellen und.geistigen Freiheit, aller sittlichen Substanz im deutschen Volk genugsam gezeigt.- Auch, dem dümmsten Deutschen hat das furchtbare Blutbad die Augen geöffnet, das sie im Namen der Freiheit und Ehre der deutschen. Nation in ganz- Europa angerichtet haben und täglich neu anrichten. Der deutsche Name bleibt für immer geschändet, wenn nicht die deutsche Jugend endlich aufsteht, rächt und sühnt zugleich, ihre Peiniger zerschmettert und ein neues, geisti- ges Europa aufrichtet.. Studentinnen! Studenten1 Auf uns sieht das deutsche Volk!'Von uns erwartet es, wie 1813 die Brechung des Napoleonischen, so 1943 die Brechung des nationalsozialistischen Terrors aus der Macht des. Geistes. Beresina und Stalingrad flammen im Osten'auf, die Toten von Stalingrad beschwören uns! ^ "Frisch auf mein Volk, die Flammenzeichen rauchen!" Unser Volk steht im Anbruch gegen die Verknechtung Europas durch den Nationalsozialismus, im neuen gläubigen Durchbruch von Freiheit und Ehre.

10 Es gibt für uns nur eine Parole: Kampf gegen die' Parteil Heraus aus den Parteigliederungen, in denen man uns politisch weiter mundtot halten will! Heraus aus den Hörsälen der SS-Unter- und -Oberführer'und Parteikriecher! Es geht uns um wahre Wissenschaft und echte Geistesfreiheit! Kein Drohmittel kann uns schrekken, auch nicht die Schließung unserer Hochschulen. Es gilt den Kampf jedes einzelnen von.uns um unsere Zukunft, unsere Freiheit und Ehre in einem seiner sittlichen Verantwortung bewußten Staatswesen. Freiheit und Ehre! Zehn Jahre lang haben Hitler und seine Genossen die beiden herrlichen deutschen Worte bis zum Ekel ausgequetscht, abgedroschen, verdreht, wie es nur Dilettanten vermögen, die die höchsten Werte einer Nation vor die Säue werfen. Was ihnen'freiheit und Ehre gilt, das haben sie in zehn Jahren der Zerstörung aller materiellen und geistigen Freiheit, aller sittlichen Substanz im deutschen Volk genugsam gezeigt.- Auch dem dümmsten Deutschen hat das furchtbare Blutbad die Augen geöffnet, das sie im Namen der Freiheit und Ehre der deutschen. Nation in ganz Europa angerichtet haben und täglich neu anrichten. Der deutsche Name bleibt für immer geschändet, wenn nicht die deutsche Jugend endlich aufsteht, rächt und sühnt zugleich, ihre Peiniger zerschmettert und ein neues geisti ges Europa aufrichtet. Studentinnen! Studenten! Auf uns sieht das deutsche Volk! Von uns erwartet es, wie 1813 die Brechung des Napoleonischen, so 1943 die Brechung des nationalsozialistischen Terrors aus der Macht des Geistes. Beresina und Stalingrad flammen im Osten auf, die Toten von Stalingrad beschwören uns! "Frisch auf mein Volk, die Flammenzeichen rauchen!" Unser Volk steht im Anbruch gegen die Verknechtung Europas durch den Nationalsozialismus, im neuen gläubigen Durchbruch von Freiheit und Ehre.

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