Generalthema: Kreditrisikomanagement. Thema 2: Die Neue Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II)

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1 Institut für Geld- und Kapitalverkehr der Universität Hamburg Prof. Dr. Hartmut Schmidt Generalthema: Kreditrisikomanagement Integrationsseminar zur BBL und ABWL Wintersemester 2002/2003 Zuständiger Mitarbeiter: Dipl.-Kfm. Stefan Krohnsnest : Die Neue Basler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) A. Einführung in die Thematik I. Kreditrisiken und Bankinsolvenzen II. Entwicklung des Aufsichtsrechts III. Zielsetzungen von Basel II B. Überblick über Basel II C. Der Standardansatz I. Klassifizierung von Forderungen II. Externe Bonitätsbeurteilungen und Risikogewichte III. Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen IV. Kreditrisikominderungen 1. Sicherheiten 2. Garantien 3. Kreditderivate 4. Netting V. Berücksichtigung von Inkongruenzen 1. Laufzeiten 2. Währungen D. IRB-Ansätze I. Klassifizierung von Forderungen II. Mindestanforderungen für die Anwendung und Anerkennung III. Interne Bonitätsbeurteilungen und Risikogewichte IV. Der Basisansatz 1. Ermittlung der Risikogewichte und Eigenkapitalanforderungen 2. Beispiele V. Der fortschrittliche Ansatz 1. Mindestanforderungen für die Anwendung und Anerkennung 2. Ermittlung der Risikogewichte und Eigenkapitalanforderungen 3. Beispiele und potentielle Modifikationen E. Kritische Aspekte der Basler Eigenkapitalvereinbarung I. Standardansatz II. IRB-Ansätze III. Operationelles Risiko

2 - 2 - IV. Wettbewerbsverzerrung V. Prozyklische Wirkung F. Zusammenfassung und Ausblick Fragen A. Einführung in die Thematik I. Kreditrisiken und Bankinsolvenzen a) Stellen Sie die Berechnungen des Mindesteigenkapitals nach Basel I und Basel II einander gegenüber. Erläutern Sie, was genau sich hinter den Komponenten der Berechnungen verbirgt und gehen Sie auf die Unterschiede ein. b) Was versteht man unter dem Kreditäquivalent? c) Erläutern Sie das Verhältnis zwischen Kredit, Kreditäquivalent, Anrechnungssatz und durchgerechneter Anrechnungssatz. d) In welchen Verhältnis stehen die Begriffe Anrechnungssatz und Kreditumrechnungsfaktor zueinander? Wie beurteilen Sie den Ausdruck Kreditumrechnungsfaktor? e) Welche Bonitätsgewichte kennt der Grundsatz I? Ordnen Sie den Bonitätsgewichtsklassen jeweils einen Forderungstitel zu. f) In der Literatur findet man häufig die Ausdrücke Schuldner- oder Forderungsklasse. Erläutern Sie, warum die Ausdrücke ungenau sind. Welcher Ausdruck wäre Ihrer Meinung nach geeigneter als die genannten? g) Warum sollte man nicht von zu unterlegendem Eigenkapital sprechen? Welche Formulierungen sind besser geeignet? h) Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen Liquidationsverlusten im Maximalbelastungsfall und der Mindesteigenkapitalanforderung. i) Erläutern Sie, welche Bedeutung der Liquidationssatz besitzt. Interpretieren Sie einen Liquidationssatz von 80%. j) Was versteht man unter Verlustpotential, was unter Verlustdeckungspotential? k) Wann und durch welchen Auslöser hat der Basler Ausschuss seine Arbeit aufgenommen? Welches bis dahin ungeregelte Risiko ist zum Tragen gekommen? Erläutern Sie den Hergang der Ereignisse. II. Entwicklung des Aufsichtsrechts a) Stellen Sie den bisherigen und zukünftig geplanten Ablauf des Basel-II- Prozesses dar.

3 - 3 - b) Was versteht man unter einer Konsultationsphase? Wie beurteilen Sie die Art der Zusammenarbeit zwischen dem Basler Ausschuss und den Banken bei der Gestaltung der neuen Eigenkapitalvereinbarung? III. Zielsetzungen von Basel II a) Erläutern Sie die Ziele der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung. b) Halten Sie die Ziele für sinnvoll? c) Wodurch kann Ihrer Meinung nach eine Verbesserung der Risikosysteme von Banken erreicht werden? Wird der Basel-II-Vorschlag nach dem derzeitigen Stand solche Verbesserungen initiieren? B. Überblick über Basel II a) Erläutern Sie den grundlegenden Aufbau des Vorschlags der Eigenkapitalvereinbarung und gehen Sie auf die wesentlichen Inhalte die Abschnitte ein. b) Welche Abschnitte von Basel II halten Sie für besonders wichtig? Diskutieren Sie. c) Stellen Sie wesentlichen Inhalte der ersten Säule dar. d) Erstellen Sie eine Graphik, die einen Überblick über den Aufbau der ersten Säule liefert. e) Wodurch entscheidet sich, welchen der angebotenen Ansätze von Basel II ein Institut zur Festlegung des Mindesteigenkapitals auswählt? Gehen Sie bei Ihrer Antwort insbesondere auf die Problematik der Ziffer 159 des 2. Konsultationspapiers ein. f) An wen wendet sich Basel II primär? Weshalb ist Basel II trotzdem für alle Unternehmen und auch andere potentielle Kreditnehmer interessant? g) Erläutern Sie genau, in welcher Hinsicht Eigenkapitalanforderungen nach Basel II differenzierter ermittelt werden als unter Basel I. h) Was kann als entscheidende Neuerung von Basel II betrachtet werden? Erläutern Sie die Konsequenzen. i) Welche wesentliche Verbesserung wird durch die Berücksichtigung von Laufzeiten nach der zweiten Säule erzielt? C. Der Standardansatz I. Klassifizierung von Forderungen a) Wie beurteilen Sie den Ausdruck Klassifizierung von Forderungen? Welcher Ausdruck wäre Ihrer Meinung nach besser? b) Klassifizieren und definieren Sie die Forderungen einer Bank nach Basel II. c) An welchen externen Bonitätsbeurteilungen darf sich ein Kreditinstitut bei Staaten orientieren? Stellen Sie die Risikogewichte in tabellarischer Form dar. d) Welche Ausnahmeregelung gilt für bestimmte Forderungen gegenüber dem Heimatstaat? e) Welche Risikogewichte können Titeln gegenüber Banken in Abhängigkeit von der Bonität zugeordnet werden? Stellen Sie die Optionen tabellarisch gegenüber.

4 - 4 - f) Wie erklären Sie sich die Ungleichbehandlung zwischen gewerblich und wohnwirtschaftlich genutzten Immobilien als Sicherheit? g) Welche Risikogewichte können Titeln gegenüber Unternehmen in Abhängigkeit von der Bonität zugeordnet werden? Stellen Sie Risikogewichte tabellarisch dar. II. Externe Bonitätsbeurteilungen und Risikogewichte a) Definieren Sie den Begriff Rating. b) Was drückt ein Rating aus? Erläutern Sie den Unterschied zwischen investment grade und speculative grade. c) Welche Kriterien determinieren ein Ratingergebnis? d) Diskutieren Sie die Problematik der Überwachung von Ratingagenturen und ihrer Bonitätsurteile. e) Wonach entscheidet sich, ob die Bonitätsbeurteilungen einer externen Ratingagentur verwendet werden dürfen? Nach welche Kriterien werden Ratingagenturen bei der Prüfung ihrer Zulassung beurteilt? f) Ordnen Sie die Problematik des Rosinen-Pickens in den Kontext der Verwendung externer Ratings ein. Wie schützt Basel II davor? g) Welche Vorschriften gelten nach Basel II, wenn verschiedene Bonitätsbeurteilungen für den Emittenten oder die Emission vorliegen? h) Erläutern Sie den Unterschied zwischen Emittenten- und Emissionsrating. Welche Bonitätsbeurteilung muss eine Bank in welcher Situation verwenden? i) Unter welchen Umständen sind kurzfristige Ratings langfristigen vorzuziehen? j) Wie regelt Basel II die Verwendung unbeauftragter Ratings? k) Ist ein Ratingurteil mit einer Ausfallwahrscheinlichkeit gleichzusetzen? Erläutern Sie den Zusammenhang zwischen beiden Größen. III. Ermittlung der Eigenkapitalanforderungen a) Stellen Sie die Formel für die Berechnung der Eigenkapitalanforderung dar und erläutern Sie die Komponenten. b) Nehmen Sie an, Ihnen steht noch Eigenkapital von zur Verfügung. Nigeria beantragt ein Darlehen von 12,5 Mio. und besitzt ein Rating von B. Den gleichen Kredit beantragt die African Development Bank, deren Rating Ihnen nicht bekannt ist. Die Willgeld AG beantragt und ist mit CCC geratet. Die Brunei-Bank möchte ein zehntägiges Darlehen über 6,25 Mio. Ihr Rating ist A. Welchen Kreditanfragen können Sie nachkommen? Berechnen Sie für alle Kredite das notwendige Eigenkapital. IV. Kreditrisikominderungen 1. Sicherheiten a) Erläutern Sie, warum durch Sicherheiten das Kreditrisiko gemindert werden kann und sich das Mindesteigenkapital verringert.

5 - 5 - b) Warum ist eine geringe Korrelation zwischen der abzusichernden Forderung und der Sicherheit eine Grundvoraussetzung für eine Kreditrisikominderung? Argumentieren Sie anhand von Beispielen. c) Was versteht man unter dem bereinigten Wert einer Sicherheit und wie berechnet er sich? d) Was versteht man unter dem bereinigten Wert einer Forderung und wie berechnet er sich? e) Wie errechnet sich das effektive Risikogewicht einer Position? Erläutern Sie die Änderungen gegenüber der Formel, die im 2. Konsultationspapier zur Anwendung kam. f) Welchem Zweck dienen die verschiedenen Sicherheitsmargensätze? Halten Sie sie für sinnvoll? g) Erläutern Sie, welche Annahmen für den Standardsicherheitsmargensatz der Sicherheit getroffen werden und wie dieser gegebenenfalls an abweichende Begebenheiten angepasst werden muss. 2. Garantien a) Was versteht man unter einer Garantie? b) Wie wird die Werthaltigkeit von Garantien und anderen Sicherheiten im Regelfall, abweichend vom Wortlaut des Konsultationspapiers, geprüft? c) Erläutern Sie die Anforderung, dass Garantien unmittelbar, ausdrücklich, unwiderruflich und unbedingt sein müssen. d) Welche Garanten werden aufsichtsrechtlich anerkannt? Finden Sie diese Auswahl nachvollziehbar? Begründen Sie Ihre Antwort. e) Stellen Sie die Formel vor, mit deren Hilfe sich das effektive Risikogewicht unter Berücksichtigung einer Garantie errechnen lässt. Unterscheiden Sie zwischen vollständiger und anteiliger Absicherung. Gehen Sie (in allen Aufgaben) davon aus, dass kein Restrisikofaktor w berücksichtigt werden muss. f) Erläutern Sie die Berücksichtigung der Rangfolge bei der Berechnung von Eigenkapitalanforderungen. Welches Risikogewicht entspricht der Basel-II-Regelung muss vom Eigenkapital abgezogen werden? 3. Kreditderivate a) Welche Kreditderivate werden aufsichtrechtlich anerkannt? Nennen Sie die Unterschiede in der Behandlung dieser Derivate im Vergleich zu derjenigen der Garantien. b) Welche Ausfallereignisse müssen für die aufsichtsrechtliche Anerkennung der Kreditrisikominderung durch ein Kreditderivat nach Basel II mindestens spezifiziert sein? 4. Netting a) Was versteht man unter dem Begriff Netting? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein, damit Forderung gegeneinander aufgerechnet werden dürfen?

6 - 6 - b) Stellen Sie die Formel zur Berechnung des effektiven Risikogewichts vor. Welcher Wert ist für die Einlage zu verwenden? V. Berücksichtigung von Inkongruenzen 1. Laufzeiten a) Was versteht man unter einer Laufzeitinkongruenz und warum ist sie bei der Berechnung des Mindesteigenkapitals zu berücksichtigen? Was wäre die Folge einer Nichtbeachtung? b) Wie werden Laufzeitinkongruenzen bei der Berechnung des Risikogewichts bei Bedarf berechnet? Finden Sie die Methode sinnvoll? Welche Alternative wäre möglich? 2. Währungen a) Was versteht man unter einer Währungsinkongruenz und warum ist sie bei der Berechnung des Mindesteigenkapitals zu berücksichtigen? Was wäre die Folge einer Nichtbeachtung? b) Für die Berücksichtigung etwaiger Währungsinkongruenzen steht nach dem Standardansatz ein Sicherheitsmargensatz zur Verfügung. Wie wird er in die Formel für das effektive Risikogewicht integriert? VI. Rechenbeispiele a) Schweden besitzt zu Ihrer Verwunderung eine OECD-Risikokennzahl von 3. Sie als Experte würden eine Risikokennzahl von 4 oder 5 für angemessener halten. Die schwedische Regierung bittet Sie um ein einjähriges endfälliges Darlehen über 10 Mio. Schwedische Kronen. Als Sicherheit bietet Ihnen die Norway Bank, die ein Rating von AA besitzt, eine Garantie in gleicher Höhe für die gesamte Laufzeit an. Nehmen Sie einen Sicherheitsmargensatz für den Kredit von 0% an. Berechnen Sie die Eigenkapitalanforderung. b) Der HSV beantragt ein Darlehen über 5 Mio. Euro. Eine externe Bonitätsbeurteilung des HSV steht Ihnen nicht zur Verfügung. Als Fan sind Sie sich jedoch sicher, dass der HSV ein AAA verdient. Als Sicherheit stellt Ihnen der HSV Schuldverschreibungen der Holsten AG im Wert von 3 Mio. Euro mit einer Restlaufzeit von 2 Jahren zur Verfügung. Das Rating der Emission liegt bei BBB-. Ein Neubewertung der Sicherheit erfolgt alle drei Tage. Der Sicherheitsmargensatz für das Darlehen beträgt 5%. Errechnen Sie das Mindesteigenkapital. c) Die Basel AG beantragt bei Ihnen einen Kredit über 15 Mio. Euro für 5 Jahre. Während S & P die Basel AG mit AA- bewertet, vergibt Fitch ICBA ein Rating von A+. Als Sicherheiten stehen für jeweils die ersten 2 Jahre eine Barsicherheit über 3 Mio. Euro sowie Deutsche Bank-Aktien im Wert von 6 Mio. Euro zur Verfügung. Der Sicherheitsmargensatz für den Kredit beträgt 7%. Berechnen Sie das Mindesteigenkapital.

7 - 7 - D. IRB-Ansätze I. Klassifizierung von Forderungen Stellen Sie dar, wie die Risikoaktiva einer Bank nach dem IRB-Ansatz verschiedenen Titelklassen zugeordnet werden. II. Mindestanforderungen für die Anwendung und Anerkennung a) Formulieren Sie einen Katalog von Mindestanforderungen, die eine Bank für die Zulassung zur Anwendung des IRB Basisansatzes erfüllen muss. b) Erläutern Sie die besondere Bedeutung der Ziffer 159 für die Entscheidung der Bank für einen Ansatz. III. Interne Bonitätsbeurteilungen und Risikogewichte Welche Mittel stehen Banken zur Verfügung, um interne Ratings zu erstellen? IV. Der Basisansatz 1. Ermittlung der Risikogewichte und Eigenkapitalanforderungen a) Welche Größen muss ein Kreditinstitut beim Errechnen des Risikogewichts und der Eigenkapitalanforderung berücksichtigen? Welche Größen darf die Bank im Basisansatz selbst schätzen? b) Zeigen Sie, wie sich die Ausfallwahrscheinlichkeit errechnet. Gehen Sie auch auf etwaige Besicherungsmöglichkeiten und deren Einfluss ein. Gehen Sie (immer) davon aus, dass der Gewichtungfaktor w (in allen Aufgaben) entfällt. c) Wie werden die übrigen Komponenten Verlust bei Ausfall, Forderung bei Ausfall und Restlaufzeit im Basisansatz berechnet? d) Wie ist im Basisansatz das Mindesteigenkapital für einen Unternehmenskredit nach neuestem Stand zu ermitteln? Stellen Sie die Berechnung der nach Grundsatz I gegenüber. Zeigen Sie anhand von Beispielen die Wirkung der neuen Regelung. e) Vergleichen Sie die Risikogewichte des Privatkundenportfolios mit denen des Unternehmensportfolios. Was fällt Ihnen auf? Wie erklären Sie sich die Unterschiede? Unterstützen Sie Ihre Argumentation graphisch. 2. Beispiele Ein Darlehen über 10 Mio. Euro wird einer mit AA beurteilten Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Das entspricht einer Ausfallwahrscheinlichkeit von 3%. Sie rechnen damit, dass zum Zeitpunkt des Ausfalls noch 65% der Forderung bestehen werden, von der dann 40% eingetrieben werden kann. Berechnen Sie die Eigenkapitalanforderung. Um welchen Betrag erhöht sich das Mindesteigenkapital, wenn die Ausfallwahrscheinlichkeit um 2 Prozentpunkte steigt?

8 - 8 - V. Der fortschrittliche Ansatz 1. Mindestanforderungen für die Anwendung und Anerkennung a) Erläutern Sie die zusätzlichen Anforderungen, die ein Institut erfüllen muss, um vom Basisansatz zum fortschrittlichen Ansatz wechseln zu dürfen. b) Welche Sicherung hat der Baseler Ausschuss für den Einführungszeitraum vorgesehen, damit die Eigenkapitalanforderungen nicht zu gering ausfallen? c) Aus welchen Gründen besteht der Basler Ausschuss auf einer umfangreichen Datenhistorie? Wie beurteilen Sie die den Zeitraum von 7 Jahren? 2. Ermittlung der Risikogewichte und Eigenkapitalanforderungen a) Welche Veränderungen bei der Bestimmung der Forderung bei Ausfall ergibt sich gegenüber dem Basisansatz? b) Welche Veränderungen bei der Bestimmung der Ausfallwahrscheinlichkeit ergibt sich gegenüber dem Basisansatz? c) Wie errechnet sich der effektive Verlust bei Ausfall nach dem fortschrittlichen Ansatz? Stellen Sie die Berechnung dar. d) Im fortschrittlichen Ansatz dürfen die Institute selbst Restlaufzeiten schätzen. Welche Restlaufzeit ist grundsätzlich als vorteilhaft zu sehen? Sind längere Laufzeiten immer negativ zu beurteilen? Betrachten Sie in Ihren Überlegungen die Laufzeit im optionstheoretischen Kontext. Beziehen Sie in Ihre Überlegungen das Ausgangsrating ein und analysieren Sie, wie sich die Bonität des Kreditnehmers entwickeln kann. 3. Beispiele und potentielle Modifikationen a) Welche Bedeutung haben die QIS für Basel II? Welche Modifikationen sind auf Basis der Ergebnisse der QIS geplant? b) Zeigen Sie am Beispiel der Unternehmenstitel graphisch die Auswirkungen der Modifikationen auf das Mindesteigenkapital in Abhängigkeit von der Ausfallwahrscheinlichkeit. c) Stellen Sie die Methodik zur Berechnung des Mindesteigenkapitals für Forderungen an Unternehmen nach der QIS 3 dar. Erläutern Sie die Zusammenhänge zwischen den Formeln. d) Einem vierjährigen Kredit der Allianz AG über Euro ordnen Sie Standardausfälle in Höhe von Euro zu, da Sie mit einer Rückzahlungsquote von 55% rechnen. Berechnen Sie aus diesen Angaben mit Hilfe der Formeln der QIS 3 das Mindesteigenkapital nach dem fortschrittlichen Ansatz. e) Wie verändert sich die Eigenkapitalanforderung aus Frage d), wenn sich die Ausfallwahrscheinlichkeit verdreifacht? f) Wie verändert sich die Eigenkapitalanforderung aus Frage d), wenn sich die Rückzahlungsquote auf 80% erhöht?

9 - 9 - g) Wie verändert sich die Eigenkapitalanforderung aus Frage d), wenn sich die Restlaufzeit um 2 Jahre verlängert? E. Kritische Aspekte der Basler Eigenkapitalvereinbarung I. Standardansatz a) Welche Probleme resultieren aus der Verwendung externer Ratings? b) Welchen Banken bringt die aufsichtsrechtliche Verwendung externer Bonitätsbeurteilungen einen Wettbewerbsvorteil? Berücksichtigen Sie verschiedene Staaten. c) Diskutieren Sie die Überwachungsprobleme, die externe Ratings aufwerfen. II. IRB-Ansätze a) Was versteht man unter einer Granularitätsanpassung? Seit wann wird Sie gefordert und warum ist sie sinnvoll? Warum verzichtet der Basler Ausschuss auf sie? b) Welche Problematik sehen Sie in der Auswahl der Messmethoden von Basel II? c) Auf welche Weise beschäftigt sich Basel II mit den Ausfällen im Maximalbelastungsfall? III. Operationelles Risiko a) Warum werden operationelle Risiken unter Basel II berücksichtigt? Einige Autoren argumentieren, dass sich durch den hundertprozentig idiosynkratischen Charakter operationeller Risiken jeder aufsichtsrechtliche Regelungsbedarf erübrigt. Nehmen Sie Stellung dazu. b) Welche Probleme sehen Sie bei der Messung und Quantifizierung operationeller Risiken? c) Welche Betriebsrisiken werden die Banken ohne hoheitlichen Zwang zu beherrschen versuchen, welche nicht? Auf welche Regelungsbereiche sollte sich die Aufsicht deshalb konzentrieren? IV. Wettbewerbsverzerrung a) Welche Konsequenzen sind bei einem Begünstigungswettbewerb der Aufsichtsbehörden zu befürchten? b) Beurteilen Sie die Risikogewichte nicht gerateter Kreditnehmer nach Basel II. Welche Probleme resultieren aus dem festgelegten Risikogewicht? Gehen Sie in Ihrer Antwort vor allem auf Anreize ein. V. Prozyklische Wirkung Warum könnte Basel II Aufschwung und Abschwung der Konjunktur verstärken? F. Zusammenfassung und Ausblick a) Wie beurteilen Sie die Verknüpfung von Bonität und Eigenkapitalanforderung durch Basel II?

10 b) Es ist ökonomisch nicht sinnvoll, ein Regelwerk zu schaffen, dass Kosten in Milliardenhöhe für die Bankensektor mit sich bringt, obwohl die Banken intern ohnehin ausreichendes Eigenkapital vorhalten. Diskutieren Sie diese Aussage. Literatur Basle Committee on Banking Supervision (Hrsg.) [2002] Quantitative Impact Study 3. Technical Guidance. Basel (http://www.bis.org/bcbs/qis/qis3tech.pdf) Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Hrsg.) [2001] Results of the Second Quantitative Impact Study. Basel (http://www.bis.org/bcbs/qis/qis2summary.pdf) Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Hrsg.) [2001] Potentials Modifications on the Committee`s Proposals. Basel (http://www.bis.org/bcbs/capotenmodif.pdf) Basler Ausschuss für Bankenaufsicht (Hrsg.) [2001]* Konsultationspapier. Die Neue Basler Eigenkapitalvereinbarung. Basel (www.bundesbank.de/de/banken/aufsicht/international/pdf/rules_translation.pdf) Basle Committee on Banking Supervision (Hrsg.) [2001]* The Internal Ratings-Based Approach. Supporting Document to the New Basel Capital Accord. Basel (www.bis.org/publ/bcbscal05.pdf) Basle Committee on Banking Supervision (Hrsg.) [2001] The Standardized Approach to credit risk. Supporting Document to the New Basel Capital Accord. Basel (www.bis.org/publ/bcbscal04.pdf) Bigus, Jochen und Dirk Matzke [2000]+ Der neue Grundsatz I zwei Jahre nach Inkrafttreten: Systematische Darstellung und empirische Relevanz (Teil 1).. In: Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft, 12. Jg. (2000), Heft 4, S

11 Boos, Karl-Heinz und Hermann Schulte-Mattler [2001]# Basel II: Credit Risk Mitigation Techniques in der Standardmethode. In: Die Bank, o. Jg. (2001), Heft 6, S Boos, Karl-Heinz und Hermann Schulte-Mattler [2001]# Basel II: Credit Risk Mitigation Techniques im IRB-Ansatz. In: Die Bank, o. Jg. (2001), Heft 7, S Daníelsson, Jón, Paul Embrechts, Charles Goodhart, Con Keating, Felix Muennich, Olivier Renault und Hyun Song Shin [2001]* An Academic Reponse to Basel II. In: LSE Financial Markets Group Special Paper Series, Special Paper No. 130, May (http://risk.ise.ac.uk/rr/files/jd pdf) Paul, Stephan Der Basler Akkord im Überblick, Internet: Schmidt, Hartmut [1979]# Liquidität von Finanztiteln als integrierendes Konzept der Bankbetriebslehre. In: Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 49. Jg. (1979), Heft 8, S Schulte-Mattler, Hermann [2002]# Basel II: Start der Quantitative Impact Study 3. In: Die Bank, o. Jg. (2002), Heft 11, S Schwaiger, Walter S. A., und Jochen Lawrenz [2002]# Standard- versus IRB-Ansatz: Auswirkungen auf die Bank Deutschland. In: Kreditwesen, 55. Jg. (2002), Heft 3-4, S Steiner, Manfred und Nikolaus Starbatty [2001]# Kritische Aspekte der Neuen Basler Eigenkapitalvereinbarung. In: Finanzbetrieb, 3. Jg. (2001), Heft 7-8, S Wilkens, Marco, Oliver Entrop und Hendrik Scholz [2002]# Eigenkapitalanforderungen für Kreditrisiken Analyse des modifizierten IRB- Ansatzes. In: Kreditwesen,, 55. Jg. (2002), Heft 3-4, S

12 Wilkens, Marco, Oliver Entrop und Jörg Völker [2001]# Strukturen und Methoden von Basel II Grundlegende Veränderungen der Bankenaufsicht. In: Kreditwesen, 54. Jg. (2001), Heft 4, S Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft (Hrsg.) [2001]# Stellungnahmen aus der Kreditwirtschaft zu Basel II. In: Zeitschrift für Bankrecht und Bankwirtschaft, 13. Jg. (2001), Heft 3, S * Grundlagenliteratur + Literatur liegt bei Thema 1 aus # Literatur wird ausgelegt

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