GEMEINDE BRIEF. der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Selbitz

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1 by Müller Fotosatz&Druck - Zeichnung: Mirjam Browa GEMEINDE BRIEF der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Selbitz Selbitz Rodesgrün Neuhaus Kohlbühl Wachholderbusch Dörnthal Stegenwaldhaus Sellanger Rothenbürg Hüttung Weidesgrün Herbst 2014

2 angedacht Andacht Die Tage werden kürzer, es wird kühler und die Blätter fallen von den Bäumen. Der Herbstanfang liegt hinter uns. Es ist erst wenige Wochen her, dass Andreas Krauter in Unterrodach als Pfarrer eingeführt wurde. Etwa achtzig Selbitzer waren dort und sorgten dafür, dass Kirche und Gemeindehaus aus den Nähten platzten. Das waren wir unserm Andreas Krauter schuldig. Er hat sich sehr gefreut, dass wir so zahlreich erschienen waren. Nun liegt eine Zeit mit nur einem Pfarrer vor uns. Bitte beten Sie mit um einen Pfarrer, der sich von Gott hierher rufen lässt und Gott und der Gemeinde dienen will, und der auch hierher passt. Hinter mir liegt auch die Beerdigung meines Patenonkels. Mit seinen hundert Jahren war er bis zuletzt geistig und körperlich noch recht fit. Ich bin sehr dankbar, dass er sein Patenamt sehr ernst genommen, mir in meiner Kindheit und Jugend immer wieder christliche Bücher geschenkt und das Gespräch über Glaubensfragen mit mir geführt hat. Sehr dankbar blicke ich zurück. Allen Eltern und Paten möchte ich Mut machen: Betet für eure Kinder und Patenkinder und bleibt mit ihnen im Gespräch über Gott und die Welt. Wir können unsern Kindern und Patenkindern so viel Gutes mitgeben auf ihren Lebensweg. Selbst der Eiserne Vorhang, hinter dem mein Patenonkel als DDR Bürger gefangen war, hat ihn nicht daran gehindert, einen guten und dauerhaften Einfluss auf mein Leben auszuüben. Um wie viel mehr haben wir dann diese Möglichkeit, da wir uns doch frei bewegen können.

3 Andacht Im Kirchenladen finden sich gute Bücher zum Verschenken. Und was gerade nicht da ist, lässt sich bestellen. Der Halt bei Gott und die Gebote und die Vergebung durch Jesus gehören zu dem Besten, was wir unseren Kindern, Patenkindern und Enkelkindern mitgeben können auf die Reise durchs Leben. Man sollte ihnen genug Proviant mitgeben. Man weiß nicht, was kommt. Jede Generation hat ihre eigenen Herausforderungen zu bestehen. Dazu ist mehr nötig als Wissen und Können. Auch die wunderbaren Schätze, die Gott uns durch unsern Glauben gibt, gehören mit in den Rucksack: angefangen bei der Taufe, bis hin schließlich zur Hoffnung auf das ewige Leben bei Gott. Was Gott uns alles durch den Glauben an wunderbaren Schätzen gibt, das lässt sich ebenso wenig vollständig aufzählen wie das, was wir von unseren Eltern bekommen. Was wir unsern Kindern und Patenkindern und Enkelkindern weitergeben, kann ihnen den Weg ins Leben und den Weg ins ewige Leben ebnen. Nun aber bleiben: Glaube, Hoffnung, Liebe - diese drei. (1.Kor 13,13a) Ihr

4 Aus der Gemeinde IMPRESSIONEN VON DER VERABSCHIEDUNG DER FAMILIE KRAUTER Pfr. Krauter bei der ersten Predigt in seiner neuen Gemeinde Unterrodach am 21. September 2014

5 Ein Lied vorgetragen bei der Verabschiedung von Pfarrer Krauter Jetzt ist er also tatsächlich weg: unser Pfarrer Andreas Krauter wurde am 27. Juli im Gottesdienst und beim anschließenden Gemeindefest verabschiedet. Ein Abschied hinterlässt für manchen eine Lücke, und andere wiederum sehen eine Chance auf einen Neubeginn. Für mich persönlich bleiben im Nachhinein nach vielen guten Gesprächen und noch besseren Predigten zwei Worte im Gedächtnis: in einer Auslegung des Bibelwortes Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst... kamen sie immer wieder vor, und be- zeichnender Weise waren sie auch in Andreas Krauters Abschiedspredigt enthalten: GUT GENUG! Ja, wir sind gut genug, weil wir als Christen erlöste Menschen sind. Wir haben Schwächen und Stärken, wir müssen uns in unserem Alltag immer wieder hinterfragen und wir können stark sein und auf Wolke 7 schweben: Immer wieder nimmt Gott uns in den Arm und flüstert uns zu, dass wir GUT GENUG sind, dass er auf uns aufpasst, und dass er uns unendlich liebt. Gerhard Heinrich...und so ist das folgende Lied entstanden: GUT GENUG Ist das wirklich noch mein Weg? und wo führt er mich hin? Hält er wirklich, dieser Steg? Wo ist meines Lebens Sinn? Wird das reichen, was ich tu? Werd ich mir noch selbst gerecht? Wird er passen, dieser Schuh? Oder bin ich einfach schlecht? Wenn ich mein Leben hinterfrag hör ich diese Stimme, die mir sagt: Du bist gut genug in deiner Schwachheit!! Du bist gut genug in deiner Kraft!! Du bist gut genug, denn dies dein Leben hab ich mir für dich so ausgedacht!!!! Manchmal fühl` ich mich so klein wie weit reicht sie, meine Kraft? Dann wieder bin ich überrascht: Hab ich das wirklich selbst geschafft? Tolle Leistung, einfach super meine Brust wird weit und breit - heut reiß ich die Bäume nieder wie lang hält sie, diese Zeit? Wenn ich mein Leben hinterfrag hör ich diese Stimme, die mir sagt: Du bist gut genug in deiner Schwachheit!! Du bist gut genug... Alles kommt von MIR alles geb ich dir! Du bist nie zu klein schließlich bist du mein!! Du bist gut genug in deiner Schwachheit!! Du bist gut genug...

6 Aus der Gemeinde ABSCHIED PFARRER ANDREAS KRAUTER Die Kirchengemeinde feiert Gemeindefest anlässlich der Verabschiedung von Pfarrer Krauter. - wer diesen Satz in der Einladung las, spürte wohl im Inneren, dass das nicht zusammenpasst: wir feiern ein Fest, wenn Andreas Krauter geht...! Wo wir ihn doch so gerne behalten hätten! Doch schon der Prediger Salomo wusste: Ein jegliches hat seine Zeit und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde. Aus der Ausschreibung der vakanten Pfarrstelle im Jahr 1998 konnten Bewerber herauslesen, dass die Gemeinde mit ihren vielen Mitarbeitern, Gruppen und Gebäuden für einen zukünftigen Pfarrer viel Arbeit bedeuten würde. Zudem war das Pfarrhaus mit Schadstoffen verseucht. Kein Wunder, dass keine Bewerbungen eingingen. Regionalbischof Beyl hatte schließlich einen Pfarrer z.a. nach Selbitz geschickt - den Jungspund Andreas Krauter, der selbstbewusst seinem Herrn vertraute. Abschied vom Pfarrhaus: Andreas und Susanne Krauter Und so selbstbewusst blieb er auch: er hatte keinen Hang zum Nörgeln und Resignieren. Wenn er Mitstreiter fand, und dabei war er sehr kreativ, wurden seine Ideen umgesetzt. Die vielen Gruppen forderten Präsenz und Gesprächsbereitschaft. Auch in schwierigsten Situationen hat er die Kurve zur Versöhnung hin bekommen. Seine einfühlsame Art, Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen zu gestalten, beeindruckte. An der Wiederbelebung der Jugendarbeit hatte er maßgeblichen Anteil; behutsam hat er dem CVJM zur Stärkung verholfen. So gibt es seit JesusFire wieder einen Kreis junger Erwachsener, die sich auf den Weg mit Jesus machen. Chef einer großen Anzahl von Mitarbeitern und des verwaltungsintensiven Unternehmens Kirchengemeinde zu sein, war für ihn eine Herausforderung. Seine menschen-

7 Aus der Gemeinde zugewandte Art und Unbekümmertheit haben geholfen, manche Klippe zu umschiffen. Ein Arbeitsschwerpunkt neben der Seelsorge: die Baumaßnahmen. Die meisten Gebäude der Kirchengemeinde sind heute renoviert, das Kirchengebäude selbst ist das beste Beispiel für das Gelingen des gemeinsamen Arbeitens. Im Namen des Kirchenvorstandes und der Kirchengemeinde danken wir unserem Herrn für diese guten Jahre der Weiterentwicklung unserer Gemeinde, der Stärkung durch den tiefen Glauben und der Zugewandtheit zu den Menschen. So lassen wir die Familie Krauter nicht ohne Wehmut ziehen; die vielen guten Begegnungen und die gemeinsame Arbeit in der Gemeinde werden lange nachwirken. Herzlichen Dank für die Jahre der Gemeinschaft und der gemeinsamen Arbeit! Die Ausschreibung für die vakante Pfarrstelle wurde im Amtsblatt mit den gleichen Inhalten wie vor 16 Jahren veröffentlicht. Wir beten für einen Pfarrer, der den Menschen zugewandt tief im Glauben an den auferstandenen Herrn Jesus verwurzelt ist. Helmut Färber (Tal) DIE KRAUTER S SIND VERABSCHIEDET, UND DAS PFARRHAUS IST LEER. WIE GEHT ES WEITER? Bisher hat sich auf die Ausschreibung, die im April 2014 im kirchlichen Amtsblatt veröffentlicht wurde, noch kein Pfarrer beworben. Das Pfarrhaus ist allerdings inzwischen von der Landeskirchenstelle begangen worden, und es wird nun eine Übersicht zusammengestellt über das, was renovierunsbedürftig ist. Im Frühjahr 2015 soll dann mit den notwendigen Arbeiten begonnen werden. Lasst uns gemeisam weiter beten für einen passenden Pfarrer für Selbitz! Helmut Färber (Tal)

8 Das Jahresthema 2014/2015 der Walter-Hümmer-Kindertagesstätte lautet "Kinderbibeltage". Wir möchten die Kenntnis ausgewählter biblischer Geschichten festigen und bei den Kindern feste Rituale etablieren, indem wir z.b. im immer gleichen Raum mit Kerzen, Bibelliedern und Stille zusammen kommen. Für unsere Kinder soll dadurch eine vertraute und liebenswerte Athmosphäre entstehen. Aus den Kindertagesstätten JAHRESTHEMA KINDERBIBELTAGE DER WALTER-HÜMMER-KINDERTAGESSTÄTTE Im zweiten Halbjahr möchten wir in den "Kinderbibelwochen" über einen zusammenhängenden Zeitraum an einem ausgewählten christlichen Thema gemeinsam mit den Kindern arbeiten. Dies soll in Form von Rollenspielen, gestalterischen Projekten, eines Gottesdienstes in der Kita mit Pfarrer Stintzing und ähnlichem geschehen. Arbeitshilfen, Bausteine, Werkbücher mit religiösen Grundlagen und Praxisbeispielen erhielten wir vom Amt für Gemeindedienst in Nürnberg durch sehr freundliche Unterstützung der Diakonin Frau U. C. Todt (Referentin für Kinderbibelwochen). Christine Günther

9 Aus den Kindertagesstätten GROßZÜGIGE SPENDE FÜR KITA MÜHLBERG Gemeinsam mit den Kindern danken Tagesstättenleiterin Nicole Sielski (li.) und Krippengruppenleiterin Anja Gölkel (re.) dem Ehepaar Peter und Katja Brühschwein für die Spende Im Rahmen der Neueröffnungsfeier des Gasthofes Leupold in Stegenwaldhaus am 3. September 2014 veranstalteten die neuen Pächter Katja und Peter Brühschwein ein Spendenessen für die Kindertagesstätte Mühlberg. Vom Erlös wurden Bobbycars mit Anhänger für die Kindergartenkinder und vielfältiges Spielmaterial für die Krippenkinder angeschafft. Alle Mitarbeiter, und natürlich die Kinder der Tagesstätte, bedanken sich recht herzlich beim Ehepaar Brühschwein und allen Gästen der Gaststätte Leupold für die großzügige Sachspende. Nicole Sielski Kalender und Losungen 2015 bereits eingetroffen! DER KIRCHENLADEN Bahnhofstr. 16a Öffnungszeiten: Di. bis Sa Uhr Di., Do., Fr Uhr zugunsten der CVJM-Jugendarbeit und des FAIREN WELTHANDELS

10 Aus den Kindertagesstätten NEUE MITARBEITERINNEN IN DEN KITAS Neu in der Walter-Hümmer-Kindertagesstätte: KATHARINA RANK (links), Praktikantin in der Kinderkrippe im Sozialpädagogisches Seminar 2 und CAROLIN KRAUß, Praktikantin im Kindergarten im Sozialpädagogisches Seminar 1 CATHARINA FINDEIS, Jahrespraktikantin in der Fröschegruppe des Kindergartens der Kindertagesstätte Mühlberg MIRIAM LANG, Jahrespraktikantin in der Krippe Mäusenest der Kindertagesstätte Mühlberg

11 Aus der Gemeinde VERABSCHIEDUNG VON SCHWESTER BIRGIT SEIMER Schwester Birgit Seimer wurde im Gottesdienst am 7. September verabschiedet. Mit einem herzlichen Dankeschön überreichte Helmut Färber Geschenke; die Kirchengemeinde und die Leiterinnen der beiden Kindertagesstätten schlossen sich dem Dank für die vielfältige Arbeit in der Gemeinde an. Schwester Birgit war 12 Jahre lang ehrenamtlich im Posaunenchor aktiv, leitete den Spielkreis und betreute in den beiden Kindertagesstätten die musikalische Früherziehung. Ihre Musicals (z.b. in diesem Jahr Nehemia ), die sie mit Ruth Hofstetter zusammen mit Kindern aus Selbitz und Naila aufgeführt hat, sind in guter Erinnerung. Schwester Birgit hat ab in Löbau/Sachsen eine Stelle als Gemeindepädagogin und Organistin inne. Helmut Färber (Tal) Für den Spielkreis suchen wir noch eine/n Mitarbeiter/in, die die Betreuung übernehmen kann. Kontakt im Pfarramt. Schwester Birgit bei ihrer Verabschiedung mit Helmut Färber (Tal) vom Kirchenvorstand

12 Kinderseite Blätterrubbeln Jetzt ist die beste Zeit zum Blättersammeln. Abgesehen von den vielen verschiedenen Blattformen, die es gibt, ist dir vielleicht aufgefallen, dass jedes Blatt auch ein eigenes Adernsystem besitzt. Mit Hilfe der Rubbeltechnik kannst du die Blattstruktur deutlich machen. Die so entstandenen Bilder können euer Haus verzieren oder eignen sich auch als besondere Grußkarte und Geschenke für liebe Menschen. Du brauchst: frische oder getrocknete Blätter, Papier, weichen Bleistift, Buntstifte oder Wachsmalkreide. Lege das Blatt unter den Papierbogen und reibe mit einem weichen Bunt- oder Bleistift über das Papier. Schon nach kurzer Zeit werden alle Höhen und Tiefen, alle Adern und Ränder des Blattes sichtbar. Wir basteln Astschlangen Du brauchst: einen ziemlich dicken Ast, Holzperlen, Schnur, Handsäge, Handbohrer, stabile Unterlage, etwas Klebstoff und die Hilfe eines Erwachsenen. Von dem Ast werden mit Hilfe eines Erwachsenen dicke Scheiben abgesägt und in die Mitte jeder Scheibe ein Loch gebohrt. In das dicke Endstück des Astes wird das Maul gesägt und ein Loch in den Rachen gebohrt. Immer abwechselnd werden dann Holzscheiben und Perlen auf die Schnur gefädelt. Das Ende der Schnur wird durch den Schlangenkopf geführt und zu einer langen Schlangenzunge verknotet. Damit die Schlange gucken kann, bekommt sie zwei aufgeklebte Perlenaugen.

13 Aus der Gemeinde K4 BIBELLESEKIDS Unsere Haitimissionare, Familie Benoit, hinterließen uns nach den Kinderbibeltagen noch ein Geschenk: Sie initiierten einen Bibellesekreis für Kinder. Seit ihrer Rückkehr nach Haiti trifft sich Pfarrer i.r. Manfred Siegling immer montags um 17 Uhr für eine halbe Stunde mit den K4 Kids im ehemaligen Mesnerhaus neben der Kirche am Kirchplatz Nr. 4. Man liest gemeinsam in der Bibel, tauscht sich aus, betet miteinander und lernt so das Leben mit Jesus immer besser kennen. Im gemütlich eingerichteten Raum im K4 gibt es noch jede Menge Platz für weitere interessierte Kinder von 8 bis 12 Jahren. Schau doch einfach einmal vorbei du bist herzlich willkommen! Oliver Gramalla Pfarrer i.r. Manfred Siegling liest mit den Kindern wichtige Bibelstellen HERZLICHE EINLADUNG ZUR KRABBELGRUPPE IMMER DONNERSTAGS VON 15:30 BIS 17 UHR IM GEMEINDEHAUS FÜR KINDER ZWISCHEN 0-3 JAHREN MIT IHREN ELTERN UND GROSSELTERN. Kontakt: Christine Müller Tel

14 Aus der Gemeinde GEDANKEN ZUR TAUFE Viele Selbitzer sind am Taufengel getauft worden. Der Taufengel hält die Taufschale. In der evangelischen Kirche in Köditz wird der Taufengel sogar zu den Taufen von der Decke heruntergelassen unter der er schwebt. Dass ein Himmelsbote die Taufschale hält, hat eine tiefe Bedeutung. Die Taufe ist eine himmlische Gabe. Es waren nicht Menschen, die sich die Taufe ausgedacht haben. Denn nichts, was sich Menschen ausdenken, kann uns das ewige Leben schenken. Nur Gott hat das ewige Leben und deshalb kann auch nur Gott das ewige Leben schenken. Weil Gott die Taufe gebraucht um uns das ewige Leben zu schenken, ist es wichtig, dass wir unsere Taufe in Ehren halten und wertschätzen. Die Taufe ist mit Gold nicht aufzuwiegen. So wertvoll ist sie. Der Selbitzer Taufengel Zur Erinnerung bekommen Täuflinge bei ihrer Taufe heute eine Taufkerze. Dieser ursprünglich katholische Brauch ist seit vielen Jahrzehnten auch in der evangelischen Kirche üblich. Die Taufkerze soll am Tauftag angezündet werden. Jedes Jahr soll sie den Täufling daran erinnern: Heute ist ein besonderer Tag. Heute bin ich getauft worden. Die Kerze weist auf Jesus hin, der von sich sagt: Ich bin das Licht der Welt, wer mir nachfolgt, der wird nicht wandeln in der Finsternis, sondern er wird das Licht des Lebens haben (Joh 8,12). Von der Taufe an erleuchtet Jesus als Licht den Lebensweg des Täuflings. Die Taufkerze erinnert und ermutigt uns. Sie ermutigt uns, auf Jesus und seine Verheißungen zu vertrauen und in seiner Nachfolge zu leben. Am Tauftag kann man auch die Paten und Großeltern einladen und ein kleines Fest mit Geschenken feiern. Dabei können auch Bilder von der Taufe angeschaut und Lieder gesungen werden. Das Wasser der Taufe erinnert uns ans Waschen, zu dem wir auch Wasser benutzen. Wasser reinigt. Durch die Taufe werden wir gereinigt von unseren Sünden. Wie wir ungewaschen nicht unter die Leute gehen wollen, so ist es auch nicht passend, ohne die Reinigung in der Taufe und der Vergebung vor Gott zu treten. Gott sieht neben der Reinheit

15 Aus der Gemeinde unseres Leibes auch die Reinheit unserer Seele. Deshalb hat es seinen Sinn, wenn Katholiken vor dem Gottesdienst ins Weihwasserbecken greifen und sich erinnern: Ich bin getauft, und als Getaufter erscheine ich vor meinem Gott. Auch im evangelischen Gottesdienst wird gleich zu Anfang beim Sündenbekenntnis an die Taufverheißung Jesu erinnert: Wer glaubt und getauft wird, der wird selig werden (Mk 16,16). Durch die Taufe und den Glauben an Jesus werden wir von neuem geboren als Kinder Gottes. Wir werden hineingeboren in die Familie Gottes, die Ortsgemeinde. Wir werden auch hineingeboren in das neue Volk Gottes, die Christenheit. Der gegenseitige Beistand in Gottes Familie wird in den Hauskreisen und in der Nachbarschaftshilfe gelebt. Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen so rät der Apostel Paulus uns Getauften. Zur Taufe bekommt der Täufling auch einen Taufspruch. Es ist gut, ihn auswendig zu lernen, dann kann er uns in allen Lebenslagen begleiten. Neben dem Konfirmationsspruch ist auch mein Taufspruch für mich ein wertvoller Begleiter auf meinem Lebensweg. Heute werden in unserer evangelischen Kirche Menschen in verschiedenem Alter getauft: Neben Säuglingen auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Das ist gut so. Der Täufling wird in der Regel mit Wasser dreimal übergossen, aber auch die Taufe durch Untertauchen wird gelegentlich in der evangelischen Kirche praktiziert. Die Taufe soll uns mit allen Christen verbinden und deshalb ist es sehr schade, dass gerade die Taufe Anlass zu Streit, Spaltung und gegenseitiger Ablehnung unter Christen ist. Gott ist nicht so gesetzlich und rechthaberisch wie manche Menschen. Für seine himmlische Gabe hat Jesus uns nur geboten sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes mit Wasser zu vollziehen. Ein Gebot oder Verbot zum Alter des Täuflings oder zur genauen Handhabung des Wassers haben Jesus und die Apostel nirgends gegeben. Deshalb dürfen wir als evangelische Christen mit großer Dankbarkeit auf unsere Säuglingstaufe oder unsere Taufe als Kind, Jugendlicher oder Erwachsener zurückschauen. Großen Dank verdienen auch unsere Eltern, wenn sie uns zur Taufe gebracht haben. Wenn wir begreifen, welch wunderbarer Schatz die Taufe ist, dann werden wir auch all denen von Herzen dankbar sein, die uns zur Taufe und zum Glauben hin begleitet haben. Der größte Dank gebührt Gott für seine wunderbare Gabe. Pfr. Gerhard Stinzing

16 Aus der Mission IMPRESSIONEN VON DER VERABSCHIEDUNG DER FAMILIE BENOIT

17 Aus der Mission Liebe Freunde, Haiti, wir grüßen Euch ganz herzlich aus Haiti. Am Donnerstag, den sind wir gut gelandet und haben uns gleich am Tag darauf zu Raphaels Geburtstag einen ersten Spaziergang an der stürmischen Karibik gegönnt. Unsere 5 Koffer sind inzwischen ausgepackt und wir sind fleißig dabei unseren Haushalt wieder einzuräumen, der in Tonnen verpackt war. Daneben kommen immer wieder Besucher vorbei und heißen uns willkommen. Besonders bewegt hat uns heute morgen, als Junior kam, ein 11jähriger Junge aus unserm Kreis, der 2012 Jesus in sein Leben eingeladen hat (s.foto). Er erzählte, dass seine Mutter gläubig ist, aber seine Verwandschaft Satan dient und gestern seine Tante auf sehr schlimme Weise gestorben ist. Als er seiner Verwandtschaft sagte, dass sie Jesus brauchen, lachten sie über ihn und sprachen: Ou san konprann, ou se yon timoun... ( Du verstehst nichts, Du bist ein Kind ). Wir bewundern seinen Mut und dass er mit Jesus seinen Weg geht. Auch hat er erzählt, dass er das Neue Testament, was wir ihm gaben, bereits 1x durchgelesen hat und er mit seiner Mutter Bibelverse lernt. Es ist sehr bewegend für uns mitzuerleben, wie Kinder ihren Weg mit Jesus gehen unter oft sehr schwierigen Umständen und Jesus ihnen hilft. Das gibt Kraft in manchen Herausforderungen der ersten Tage: wir sind sehr müde, die Hitze macht zu schaffen. Weiterhin war Jean gleich nach der Ankunft mit enem Handwerker beschäftigt bis 22 Uhr, die Wasserpumpe wieder flott zu bekommen, da wir kein Wasser im Haus hatten. Nebenher hat er auch für Regen gebetet, dass wir etwas Abkühlung bekommen können und gegen 4 Uhr morgens hat es wirklich richtig geschüttet für eine Stunde und wir sind aufgewacht und haben Gott gelobt. Gut, soweit ein ersten Eindruck. Wir danken für Eure Gebete!, dass wir weiter Gottes Hilfe erleben: 1. in der Umstellung auf das heiße Klima 2. Gnade beim Einrichten: es gibt noch Tonnen auszupacken, die Schule und Büro einzurichten, uns zu orientieren im neuen Schulsystem für Jonathan, bevor Hanna unsere Lernhelferin ankommt Ende September. 3. Gnade bei Reparaturen, die wir am Haus vornehmen müssen: insbesondere bei der Stromversorgung, die uns dann hilft auch besser arbeiten zu können, wenn Ventilatoren wieder über den Inverter funktionieren können 4. dass Gott uns wieder jemand zuführt, der uns im Haushalt helfen kann 5. Gutes Aufarbeiten des zurückliegenden Jahres mit Vionel, der uns hier vor Ort vertreten hat und dann gemeinsam Gottes Führung und Seinen Plan mit uns in diesem neuen Dienstabschnitt von 4 Jahren, der vor uns liegt erkennen und tun 6. dann steht das gegenseitige Kennenlernen bevor mit der neuen Landesleitung 7. Die Kinderkreisarbeit und viele andere Dinge, die auf uns zukommen werden. Mit Vertrauen auf einen großen Herrn, der uns hilft, wollen wir Schritt für Schritt weitergehen. Seid gesegnet für Eure Treue uns gegenüber. In Verbundenheit Eure 5 Benoits

18 Aus der Mission NEUES VON MARIA MOHR Hallo ihr Lieben! Wie ich in meinem letzten Rundbrief ganz kurz erwähnte, bin ich schon wieder im Einsatz. Seit Dezember 2013 hatte Gott immer wieder zu mir gesprochen, dass ich nach Südostasien gehen solle. Nachdem ich aus Brasilien zurückgekommen war, hatte mich ein Freund gefragt, ob ich immer noch gehen wolle - und aus einer scherzhaften Unterhaltung wurden präzise Pläne: am gleichen Abend schauten wir nach Flugtickets; vier Wochen später ging unser Flug. Wir hatten weder Kontakte noch genug Geld, aber Gott hat gesagt, dass wir gehen sollen, also gingen wir. Angekommen in Bangkok - ohne einen Platz zum Schlafen - durften wir gleich sehen, wie sich Gott um uns kümmert. Auf dem Weg zu unserem Hostel, das ein Reiseagent für uns gefunden hatte, wurde unglücklicherweise ein Rucksack samt Geld, Reisepass, Bankkarte gestohlen. Mit Gottes Führung und Gnade haben wir innerhalb weniger Stunden einen Notfallpass erhalten; unser Plan war, Bangkok schon bald zu verlassen und weiter nach Chiang Mai zu ziehen, wo wir nur kurz unterkommen wollten, da wir das Gefühl hatten, dass Gott in Laos und Vietnam etwas für uns bereit hält. Und wieder zeigte uns Gott unseren Weg! Er sorgt sich um uns und lässt uns nie im Stich. Angekommen in einem christlichen Hostel, stellte unser Kumpel fest, dass er im Zimmer mit dem Leiter von Jugend mit einer Mission aus Indochina untergebracht war. Der öffnete uns Türen und stellte Kontakte her. Dank ihm werden wir unsere Reise nach Laos auf einem Boot antreten, mit einem bestätigten Gefühl, dass alles in Gottes Hand liegt. Bis zum nächsten Mal! Euere Maria Mohr Damit ich weiterhin Gottes Willen umsetzen kann, denn Gottes Wege sind vollkommen (PS 18,31), brauche ich dringend eure Unterstützung! Mit Visagebühren, Transport und Unterkunft (da wir in Laos und Vietnam nicht in Familien wohnen dürfen) benötige ich für den weiteren Einsatz circa 500 Euro. Ich und mein Team freuen uns über jede Unterstützung - ob finanziell oder im Gebet! DANKE FÜR ALLES! Maria Mohr Sparkasse Hochfranken Konto: BLZ: Wer eine Spendenquittung benötigt, kann diese Verbindung nutzen: JMEN Herrenhut e.v. IBAN: DE BIC: GENODEF1NGS Betreff: Projekt Maria Mohr

19 Aus dem CVJM Im kleinen Ort Haueisen, der politisch zur Stadt Schauenstein und kirchlich zu Döbra gehört, war bereits Ende des vorletzten Jahrhunderts nach einer Evangelisation des Evangelisten Johannes Seitz, einem Vertreter der württembergischen Erweckungsbewegung, ein Bibelkreis entstanden. Dem gehörte der ans Bett gefesselte Martin Klotz an, der sich eines Tages wünschte, dass ihn alle seine Freunde im Frühling besuchen sollten. An Pfingsten 1914 wurde sein Wunsch erfüllt: zur ersten Pfingsttagung trafen sich 36 Leute aus Naila, Hof, Münchberg und Bayreuth, um zu singen, zu beten und auf Gottes Wort zu hören. Man beschloss, sich für die nächsten Jahre wieder zu verabreden. 100 JAHRE PFINGSTTAGUNG Schnell wuchs die Zahl: bereits 1923 wurden 215 Teilnehmer in Haueisen gezählt und von der Mutter des zwischenzeitlich verstorbenen Martin Klotz versorgt. Auch während der nationalsozialistischen Diktatur hielt der Bobengrüner Bäckermei- Pfingsttagung damals noch in Haueisen ster Hans Hägel in einem versteckten kleinen Blockhaus im Wald weiter geheime Bibelstunden ab; er belebte das Treffen im Wald unter Gottes Wort bereits 1946 wieder. Aus diesen Anfängen wuchs die heute so bekannte Pfingsttagung in Bobengrün: die Zahl der Dauerteilnehmer hat sich bei rund eingependelt; zum Gottesdienst und zur Nachmittagsversammlung am Sonntag kommen - je nach Witterung und Bekanntheitsgrad der Referenten - jedes Jahr zwischen und Besucher hinzu. Gott und anderen Christen mitten in der Natur zu begegnen wird seit 100 Jahren zum Erlebnis, das über die Pfingsttagung hinaus in den Alltag strahlt

20 Aus dem CVJM GOTT SORGT FÜR UNS Der CVJM Männerkreis lud auch dieses Jahr wieder zum Männerzelten am letzten Augustwochenende ein. Unter der Organisation von Volker Roßner machten sich einige Männer auf und campierten im Herrengärtlein in St. Helena in der Fränkischen Schweiz. Zum Motto Sehet die Vögel unter dem Himmel gab es kurze Impulsandachten, aber auch viel Freiraum und Zeit für Gespräche am Lagerfeuer, gemeinsames Grillen und Kochen, Ausflüge in die wunderschöne Umgebung und einfach Spaß miteinander. Unter dem Sternenhimmel berichtete der Besitzer des Grundstücks, der auch Bäcker am Ort, Kirchenvorstand und aktiver CVJMler ist, aus seinem Leben und gestaltete so den letzten Abend mit. Nachdem es in der Nacht zu regnen begonnen hatte, konnte nur etwa die Hälfte der Teilnehmer den Sonntagsgottesdienst im Ort besuchen, während die anderen fleißigen Männer das Lager abbauten und die Zelte abbrachen. Auch beim mittlerweile 3. Männercamp gab es wieder ein fröhliches Miteinander, und eines ist den Teilnehmern heute schon klar: Wir freuen uns auf das 4. Zelten im Herrengärtlein Oliver Gramalla

21 Aus dem CVJM GROSSER JUNGSCHAR-START AM ZUM THEMA: GOTT IST MEINE BURG! Ein gemeinsamer Start für alle Jungschar-Gruppen lockte rund 35 teilweise mittelalterlich gewandete Kinder ins Gemeindehaus. Wir trafen uns im ritterlich geschmückten Saal zum Singen und hörten eine Geschichte über eine Familie, die einen Ausflug zu einer Burg machte und dabei den biblischen Vers Gott ist meine Burg! erlebte. Der biblische Impuls war so verständlich für die Kinder in eine Geschichte gepackt. Nach einem kleinen Imbiss teilten sich die Kinder in Gruppen auf, um die verschiedenen Stationen, die im Gemeindehaus aufgebaut waren, auszuprobieren. Man konnte an einer großen Burg aus Holzsteinen bauen oder sich bei mittelalterlichen Tänzen austoben. Der Merkvers wurde gelernt und es gab einen Kräfte- Wettkampf im Wasserflaschen-Halten. Außerdem gab es Bastelangebote. Mit einem gemeinsamen Abschluss endete unser erlebnisreicher Jungscharnachmittag. Wir würden uns freuen, viele von den Teilnehmern demnächst in den Jungschar- Gruppen begrüßen zu können! Übrigens: die Burg, die in Gemeinschaftsaktion gebaut wurde, konnte man im Gottesdienst am bestaunen. Christine Müller

22 Freud und Leid BEERDIGT WURDEN GETRAUT WURDEN Ende Juni Josefa Glaser (79 Jahre) Naila Juli Walter Dörsch (85 Jahre) Neuhaus Hans Riedel (75 Jahre) Weidesgrün Edith Tschirdewahn (80 Jahre) Selbitz Helga Moh (83 Jahre) Selbitz Friedrich Engel (85 Jahre) Selbitz August Christine Franz (68 Jahre) Selbitz Augusta Saalfrank (94 Jahre) Selbitz Bruder Andreas Ding (56 Jahre) Petersberg September Hedda Bulin (88 Jahre) Bad Steben Kurt Luthardt (77 Jahre) Selbitz Klara Hüttemann (93 Jahre) Selbitz Werner Peetz (90 Jahre) Selbitz Juli Sandra Thomalla und Christian Thomalla, geb. Weißmann, Selbitz Michael Wachter und Angelika Heinz-Wachter, Selbitz Stephan Kießling und Saskia Kießling, geb. Gebhardt, Selbitz Johannes Grimm und Veronika Grimm, geb. Wölfl, Hof Claus Laubmann und Rebecca Laubmann, geb. Brunner, Selbitz September Andreas Ludwig und Carolin Ludwig, geb. Schmidt, Selbitz GETAUFT WURDEN Juli Vanessa Gattig, Selbitz Kevin Volkmann, Selbitz Johannes Assmann, Sellanger Ida Fromm, Neuhaus August Jamie Haberland, Selbitz Luca Vogt, Selbitz Emilia Hasenöder, Leipzig Linnea Hasenöder, Leipzig September Annika Wenzel, Uschertsgrün Sophia Schübel, Hüttung Constantin Köppe, Aidlingen

23 Termine OKTOBER Do., Uhr Seniorennachmittag im GH mit Stadtrundfahrt Sa., Uhr Frauenfrühstück im GH So., Uhr Gottesdienst u. Mitarbeitereinführung So., / Kirchweih 9.30 Uhr Gottesdienst mit Konfirmandeneinführung u. Posaunenehrungen NOVEMBER So, Uhr CVJM Generationengebet Di., Uhr Erster Präparandenunterricht im GH Sa., Uhr Männerfrühschoppen im SV Heim Selbitz So., Uhr Ökumenischer Gedenkgottesdienst -25 Jahre Grenzöffnung Mi., Uhr Leitertreff mit Jahresplanung Sa., Uhr Nacht der Lieder in der Kirche in Naila So., Uhr Gottesdienst zum Volkstrauertag Mi., Uhr Gottesdienst zum Buß- u. Bettag mit Beichte u. Abendmahl Sa., Uhr Frauentag in der Christusbruderschaft So., Uhr Musik zum Ewigkeitssonntag in der Friedhofskapelle So., Uhr Gottesdienst mit Präparandeneinführung Zum Vormerken: Fr., 20. bis So., 22. März 2015 GEMEINDEWOCHENENDE im Christian Keyßer-Haus in Schwarzenbach/Wald Bitte beachten Sie die aktuellen Termine im Bürgerblatt!

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