Hermannstädter Zeitung

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1 Vater der Stolzenburger Gestalten (Seite 5) Hermannstädter Zeitung Wir sind immer für Sie da. Schreiben Sie uns oder rufen Sie an! Sibiu, Str. Tipografilor , Fax Online Nr / 46. Jahrgang Deutsches Wochenblatt Erscheint jeden Freitag in Sibiu/Hermannstadt, Rumänien 25. Januar Seiten, Preis 1 Leu Alles ist (un)möglich 1. Der Haushaltsplan sieht für das Transportministerium 40 Prozent mehr Geld vor als 2012, für das Gesundheitsministerium 14,94 Prozent weniger. Angesichts allein dieser Zahlen muss ich mich nicht länger auslassen über die Prioritäten der Regierung. Nur soviel: Die Bevölkerung, deren Mehrheit ihre Stimme dem aktuellen Regierungsbündnis gegeben hat, gehört nicht dazu... Also auch in diesem Bereich nichts Neues! 2. Weitere Zahlen zählt ein Beitrag in einer rumänischen Tageszeitung auf: ein Romgaz-Angestellter (Romgaz ist ein Staatsbetrieb) verdient durchschnittlich Lei im Monat. Hinzu kommen interessante Zulagen: für das Schweineschlachten an Weihnachten, für das Lamm an Ostern, für das Eingemachte (das klingt so schön, das will ich Ihnen nicht vorenthalten: primă de murături"). Der Arbeitgeber übernimmt übrigens 50 Prozent der Kosten für den Urlaub. Das Schönste zuletzt: 774 Lei pro Monat Heizungskostenzuschuss erhalten die Angestellten im Winter, 772 Lei im Sommer (Ja, auch im Sommer!) Das sind mehr als der monatliche Bruttodurchschnittslohn von derzeit 700 Lei, mit dem sich mehr als Erwerbstätige in Rumänien 2012 begnügen mussten. Ich frage mich, wovon denn diese Leute und ihre Familien leben? Denn die Romgaz-Angestellten meinen, Lei im Monat sei gar nicht so viel Lohn. Verstehen Sie mich jetzt bitte nicht falsch: Ich schreibe dies nicht, weil mich der Neid frisst Lei ist ein Lohn, mit dem man leben kann, gemessen an den Lebenshaltungskosten ist er nicht übertrieben hoch. Aber gemessen an den 2009 um bis zu 35 Prozent gekürzten Einnahmen der Staatsbediensteten in Rumänien finde ich es äußerst seltsam, dass einige von diesen Kürzungen unberührt bleiben. Vielleicht ist es bald aus mit diesen Vorteilen, wenn die Gesellschaft privatisiert wird, und mit der Million Euro für die Fußballmannschaft Gaz Metan Mediasch und vielleicht hat deshalb der langjährige Trainer der Mediascher zu Pandurii nach Târgu Jiu gewechselt Weil wir schon bei den Fragen sind: Welche Leasing-Firma wird wohl von der neuesten Idee des Vizepremiers und Ministers für Verwaltung und Regionale Entwicklung Liviu Dragnea profitieren, der den Bürgermeisterämtern die Befugnis erteilen möchte, Dienstwagen per Leasing-Vertrag zu nutzen? Beatrice UNGAR Sonderkonzert in der Eiskirche Freck/Avrig. - Der Kronstädter Bachchor, der in diesem Jahr sein 80. Gründungsjubiläum feiert, konzertiert am Sonntag, den 27. Januar, 12 Uhr, in der Eiskirche am Buleasee. Das Konzert kann unentgeltlich von allen interessierten Touristen mitverfolgt werden. Die Veranstaltung dieses Sonntages in der Eiskirche stellt den Beginn der Wintersaison 2013 dar und gleichzeitig die Vorbereitung für die offizielle Eröffnungszeremonie und Weihung der Kirche, die für den nächsten Samstag, den 2. Februar 2013, geplant ist. (BU) Ballett auf Schlittschuhen: Das einzige Eisballett der Welt, jenes aus Sankt Petersburg, führte am 18. Januar in Hermannstadt Pjotr Iljitsch Tschaikows- kis Nussknacker gleich zweimal auf. Die Eismaschine brachten die Russen selbst mit. Lesen Sie mehr dazu auf Seite 4. Foto: Cynthia PINTER Paten für Kirchenburgen gesucht Bischof Reinhart Guib zu Gast beim ersten DWS-Mitgliedertreffen dieses Jahres Vergangenen Mittwoch fand die 122. und zugleich erste Mitgliederversammlung des Deutschen Wirtschaftsclubs Siebenbürgen (DWS) im Jahr 2013 statt, im Rahmen derer Geschäftsführer Jörg Prohaszka das Jahresprogramm 2013 vorstellte. Zu den Gästen zählten diesmal auch Bischof Reinhart Guib, der die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien vorstellte, aber auch Jens Weingärtner, erster Vorsitzender des Deutschsprachigen Wirtschaftsclub Mureş (DWM), der über den Club sprach. Die evangelische Kirche ist eine Kirche, die es schon seit langem gibt, sagte Bischof Reinhart Guib, der nach der Begrüßung durch Präsident Thomas Gerlach und Geschäftsführer Jörg Prohaszka, als erster zu Wort gebeten wurde. Guib ging in seinem Vortrag auf die ausschlaggebenden Ereignisse, die die Siebenbürger Sachsen und zugleich die evangelischen Kirche im Laufe der Geschichte prägten ein und beschrieb auch die gegenwärtige Situation der evangelischen Kirche, ihre Tätig- keiten, die Gegebenheiten und Bestreben. Aus der Volkskirche der Siebenbürger Sachsen sei sie zu einer Diasporakirche geworden, die sich neu orientieren muss. Von über Evangelischen, die vor dem Zweiten Weltkrieg gezählt wurden, und über im Jahre 1990, ist die Zahl der Evangelischen in Rumänien heute auf gesunken. Der letzte und große Punkt in dem Vortrag Guibs bezog sich auf das Kulturerbe, das aus etwa (Fortsetzung auf Seite 3) Hermannstädter Musikanten Einen Neubau mit entsprechender Ausstattung für die Neurologie-Abteilung sieht ein EU-Projekt vor, das die Kinderklinik mit Unterstützung der Stadt durchführt. Mehr dazu in unserer nächsten Ausgabe. Unser Bild (v. l. n. r.): Dr. Mihai Neamțu, Ana Maria Roman-Negoi, von der Entwicklungsagentur Mitte, Bürgermeister Klaus Johannis, Verwaltungsratschef Dan Duşe und Klinikchef Alexandru Mihuț bei der Projektpräsentation im Rathaus. Foto: W. FINK Hermannstadt. - Eine neue Konzertreihe beginnt heute im Café Wien am Huetplatz 4. Es handelt sich um Hermannstädter Musikanten". Im Rahmen der Reihe werden jeden letzten Freitag des Monats bekannte und beliebte Musiker aus Hermannstadt um 21 Uhr für Interessierte ein Spaßkonzert" bieten, wie es die Veranstalter nennen. Die erste Veranstaltung bestreiten Dönie, Lucian Fabro, Călin und Cipi Oancea. (BU) Gastspiel in Luxemburg: Mit dem Stück Balul" nach einer Idee des Theatre de Compagnol in der Regie von Radu Alexandru Nica, gastiert das Hermannstädter Radu Stanca-Nationaltheater heute um 20 Uhr im Stadttheater in Esch-sur-Alzette in Luxemburg. Unser Bild: Szenenfoto mit Florin Coşuleț und Diana Fufezan. Foto: TNRS

2 NACHRICHTEN Seite 2 Fahrt zum Urzelnlauf Hermannstadt. - Für den Urzelnlauf organisiert das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt am 27. Januar eine Fahrt nach Agnetheln. Die Hermannstädter können sich beim Forumssitz, bei Helmut Lerner, Telefon einschreiben. Bei der Anmeldung soll ein Eigenbeitrag von 15 Lei/Mitglied entrichtet werden. Die Abfahrt ist um 8 Uhr vom Parkplatz des Thalia-Saals. (HL) Ballettgala am Mittwoch Hermannstadt. Eine Ballettgala wird am 30. Januar um 19 Uhr vorgestellt. Im Rahmen dieser zeigen Tänzer des Hermannstädter Balletttheaters Teile aus bekannten Ballettvorstellungen wie Der Korsar, La fille mal gardeé, La Esmeralda, Coppélia, Dornröschen, Diana und Achteon, La Bayadère, Die Flammen von Paris und Don Quijote. Eintrittskarten sind beim Gewerkschaftskulturhaus von Montag bis Freitag zwischen 10 und 16 Uhr erhältlich und kosten 10 Lei für Erwachsene und 5 Lei für Schüler, Studenten und Rentner. (WF) Marienball im Forum Hermannstadt. - Das Demokratische Forum der Deutschen in Hermannstadt veranstaltet am 2. Februar beginnend mit 19 Uhr den alljährlichen Marienball im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums. Im Rahmen der Veranstaltung werden der Singkreis Sälwerfäddem des Hermannstädter Forums, die siebenbürgisch-sächsische Volkstanzgruppe des Jugendforums Hermannstadt und Tanzgruppe Dance with me, geleitet von Csilla Gaspar, mitmachen. Die Musik kommt vom Band. Für Essen und Getränk sorgt jeder selbst. Eine kleine Spende wird erwartet. (HL) Skicup am 23. Februar Hermannstadt. - Der Skicup des Österreichischen Konsulats Hermannstadt wird in diesem Jahr am 23. Februar zum zweiten Mal stattfinden. Einschreibungen werden ab sofort und bis spätestens 15. Februar angenommen. Die Teilnehmerzahl ist auf 150 beschränkt. Anmelden können sich Amateurskiläufer aus den Kreisen, die zum Zuständigkeitsbereich des Österreichischen Konsulats Hermannstadt gehören: Hermannstadt, Alba, Kronstadt, Mureş, Harghita und Covasna. Näheres dazu unter (BU) Leiter der Kulturdirektion Hermannstadt. - Răzvan-Codruţ Pop ist für die nächsten sechs Monate ad interim Leiter der Kultur und Kulturerbedirektion des Kreises Hermannstadt, nachdem am 7. Januar der Vertrag zwischen dem Kulturministerium und Călin Trufaşiu in beidseitigem Einverständnis beendet wurde. (RS) Leiter des Kriminalamtes Hermannstadt. - Der neue Leiter des Kriminalistikamtes Hermannstadt ist Crişan Lăzureanu, der vor wenigen Wochen sein Amt als Leiter der Polizeihundeschule niedergelegt hatte, nachdem er von mehreren Angestellten der sexuellen Belästigung beschuldigt wurde. (RS) Rumänisches Fernsehen in deutscher Sprache TVR 2, Dienstag 29. Januar, Uhr: Patrimonium saxonicum; Neujahrsempfang des AHK in Bukarest; Hin und weg - das Reisemagazin der Deutschen Welle. TVR1, Donnerstag, 31. Januar, Uhr: Nachrichten; Presseschau mit Christel Ungar Ţopescu; Ökumenische Gebetswoche; Schicksale - Russlanddeportierte erinnern sich; Gedenken an die Russlanddeportation in Sathmar; Bukarester Geschichten; Tanzschritte...; Quiz. Einen hervorragenden wissenschaftlich fundierten Vortrag über die barocke Altarkunst des Holzschnitzers Sigismund Möß ( ) hielt am Dienstag die junge Kunsthistorikerin Elisabeth Binder (im Bild stehend), die seit kurzem die Leitung des Museums der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien im Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum inne hat. Der Schwerpunkt der Ausführungen lag bei den vorläufigen Ergebnissen der Untersuchung der Altäre aus Hammersdorf und Urwegen, die Möß geschnitzt hat. Mehr dazu in einer unserer nächsten Ausgaben. Foto: Beatrice UNGAR Themenabend zum Weltgebetstag Hermannstadt. - Unter dem Titel Begegnung mit dem Fremden. Resonanz zu vier Jahrzehnten Weltgebetstag der Frauen findet am 4. Februar, Uhr, im Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien (Hermannstadt, Fleischergasse/Mitropoliei 30) ein Themenabend zum Weltgebetstag der Frauen statt. Während des Treffens wollen wir uns der Anfänge des Weltgebetstags in Siebenbürgen erinnern und miteinander teilen, was wir im Laufe der Jahre im Vorbereiten und Feiern des Weltgebetstags erfahren und erlebt haben, was für die eine und andere besonders neu, fremd, schön, mühsam, aufregend, enttäuschend, lehrreich und beflügelnd war. Ein Impulsreferat von Dr. Sunhild Galter und das gemeinsame Singen mit Dorothea Binder aus dem Schatz der Lieder aus aller Welt werden den Abend bereichern. Vor rund 40 Jahren hatten sich evangelische Frauen in Siebenbürgen von der Idee des Weltgebetstags begeistern lassen. Sie haben sich auf ihre Weise, erst in kleineren Kreisen, dann auch ökumenische Kontakte knüpfend und jetzt in der Frauenarbeit der Kirche gut aufgehoben, dem weltumspannenden Gebet um Frieden und Gerechtigkeit angeschlossen. Der Weltgebetstag der Frauen wird in über 170 Ländern der Erde gefeiert. Das Treffen ist kostenlos und steht allen Interessierten offen. Gerhild RUDOLF Burzenländer Fasching in Petersberg Petersberg/Sânpetru. - Die Kirchengemeinde Petersberg feiert am 10. Februar ihren Burzenländer Fasching. Wie in den letzten Jahren wird er auch heuer vom Demokratischen Forum der Deutschen im Kreis Kronstadt finanziell unterstützt und richtet sich an alle, die sich gerne verkleiden oder/und in guter Runde miteinander feiern wollen. Unter den Klängen der Petersberger Blaskapelle (Leitung: Nicolae Dobrin) und mit dem Kabarett Kaktus erwartet Sie ein unterhaltsames Programm. Wir beginnen um 14 Uhr mit Blaskapelle, Kaffee und Krapfen; um Uhr Aufmarsch der Masken, später die Prämierung, gemeinsames Essen. Das Kabarett Kaktus tritt gleich zweimal auf, um und um Uhr. Es folgt das traditionelle gemeinsame Singen deutscher Volkslieder. Getränke können separat bei uns gekauft werden. Die Teilnahme sollte bis 5. Februar per Telefon, Fax ( ) oder bestätigt werden. Dr. Peter KLEIN Zwischen Folklore und kommunalpolitischer Verantwortung" lautet der Arbeitstitel des Dokumentarfilms, den Studierende vom Masterstudiengang Fernsehjournalismus der Fachhochschule Hannover derzeit über die deutsche Präsenz in Hermannstadt und Temeswar drehen. In Hermannstadt sind sechs Studierende mit ihrem Professor, Wilfried Köpke, unterwegs, hatten ein Gespräch mit Bürgermeister Klaus Johannis, drehten in der Altstadt, in einem Kindergarten und am Mittwoch auch in der Redaktion der Hermannstädter Zeitung. Unser Bild: Jens Kösters (links) und Pablo Augusto Relly (rechts) mit der stellvertretenden Chefredakteurin Ruxandra Stănescu. Foto: Beatrice UNGAR Evangelisches Gemeindeleben in Hermannstadt und Umgebung Vom 25. bis 31. Januar Wochenspruch: Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsre Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit." (Daniel 9,8) Hermannstadt Freitag, 25. Januar: 20 Uhr, Komplet in der Sakristei der Stadtpfarrkirche. Samstag, 26. Januar: Uhr, Abendmahlsgottesdienst im Dr. Carl Wolff -Altenheim. Sonntag, 27. Januar: 10 Uhr, Gottesdienst in der Johanniskirche. 10 Uhr, Kinderstunde in der Johanniskirche. Dienstag, 29. Januar: 8 Uhr, Morgenandacht im Presbyterialsaal. 11 Uhr, Bibelstunde im Gemeinderaum in der M.-Weiß-Str Uhr, Bibelstunde im Dr. Carl Wolff -Altenheim. Kirchenbezirk Hermannstadt Gottesdienste am Sonntag Großau 9 Uhr; Heltau, Neppendorf, Agnetheln, Alzen, Kerz 10 Uhr; Stolzenburg 11 Uhr; Michelsberg Uhr; Mergeln Uhr; Tarteln 12 Uhr; Reussdörfchen Uhr; Probstdorf, Reussen 13 Uhr. Kirchenbezirk Mediasch Gottesdienste am Sonntag Mediasch, Frauendorf, Birthälm 10 Uhr; Wurmloch, Bell, Elisabethstadt 12 Uhr; Martinsdorf 14 Uhr. Radio Neumarkt auf Deutsch Sendezeiten: Mo.-Sa. 21 bis 22 Uhr, So bis 11 Uhr auf den Frequenzen der Mittelwelle 1593, 1323, 1197 khz und im Livestream unter Freitag: Jugend und Bildung: Pläne der deutschen Schulkommission in Siebenbürgen für 2013; Samstag: Schlagerabend bei Radio Neumarkt; Sonntag: Volkserzählungen aus Siebenbürgen, Andacht; Montag: Buchvorstellung im Forumshaus Schässburg - Das sächsische Bauernhaus in Siebenbürgen" von Jan Hülsemann; Dienstag: Interview mit dem Kronstädter DFDR-Stadtrat Christian Macedonski; Mittwoch: Bilanz 2012 und Pläne 2013 des Deutschen Generalkonsulats in Hermannstadt; Donnerstag: Funkmagazin. Praktikumsplätze am RKI Berlin. - Im Rumänischen Kulturinstitut Berlin (RKI) besteht die Möglichkeit, ein Praktikum zu absolvieren. Bewerben können sich rumänische Staatsbürger. Das Praktikum kann laut RKI-Mitteilung leider nicht vergütet werden und wir haben auch keine Möglichkeit, eventuelle Unterkunftskosten zu übernehmen. Bei bestehendem Interesse, senden Sie uns bitte einen Lebenslauf unter: of (BU) Wetterprognose Vom 25. bis 31. Januar Sonnenaufgang: 7.53 bzw Uhr Sonnenuntergang: bzw Uhr Mond: Vollmond am 27. Januar Meteorologe: Eugen Mitea Heute und morgen allgemein bewölkt und kalt. Örtlich Schnee. Schwacher bis mäßiger Wind. Ab Sonntag kalt und örtlich bewölkt. Im Gebirge örtlich Schnee. Schwacher bis mäßiger Wind. Nachttiefsttemperaturen -4 bis -1 bzw. -2 bis 1 Grad; Tageshöchstwerte 2 bis 5 bzw. 6 bis 9 Grad. Schneedecke (gestern): Hohe Rinne 40 cm, Buleakessel 147 cm.

3 GESELLSCHAFT/WIRTSCHAFT Seite 3 Mehr Mindestlohn Von momentan über fünf Millionen Arbeitern beziehen in Rumänien derzeit ca den gesetzlichen Mindestlohn von 700 Lei Brutto. Der Mindestlohn soll noch in diesem Jahr schrittweise auf 800 Lei angehoben werden, ab dem 1. Februar um 50 Lei und um nochmals den selben Betrag ab dem 1. Juli Geplant ist laut Regierung eine etappenweise Erhöhung des Mindestlohns auf Lei bis zum Jahr (LM) Fünf Milliarden Euro aus Brüssel 2014 tritt der neue Haushaltsplan der EU in Kraft. Dieser sieht vor, dass alle von der EU zur Verfügung gestellten, bisher jedoch nicht verbrauchten Gelder verloren gehen. Rumänien stehen mehr als 5 Mrd. Euro aus Struktur- und Kohäsionsfonds zu, welche laut Brüssel in die Entwicklung des Landes investiert werden sollten. (LM) Mutmaßliche Kunstdiebe gefasst Der Raub in der Rotterdamer Kunsthalle, bei welchem sieben Gemälde von einem Wert bis zu 100 Millionen Euro gestohlen wurden, erschütterte im Oktober 2012 die Kunstwelt. Drei Monate später erließ jetzt die nationale Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen drei Rumänen in Bukarest. Die Gemälde, darunter Werke von Picasso, Gauguin, Monet und Matisse, bleiben laut Ermittler verschwunden. Die polizeilichen Ermittlungen laufen weiter. (LM) Direktinvestitionen gestiegen Ausländische Direktinvestitionen in Rumänien betrugen gegen Ende des letzten Quartals 2012 ca. 1,440 Milliarden Euro, somit 3,8 Prozent (58 Millionen Euro) mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Ausländische Mutterkonzerne stellten ihren Tochterfirmen oder Zweigstellen Kredite mit einem Gesamtvolumen von 9,67 Millionen Euro zur Verfügung. (LM) Kündigungen bei Hidroelectrica Der Bankrott des Konzerns Hidroelectrica soll laut des Insolvenzverwalters Remus Borza bis zum 26. Juni diesen Jahres überwunden werden. Nachdem bereits sämtlichen Direktoren und 154 Angestellten des Unternehmens gekündigt wurde, sollen bis zum 30. Juni noch weitere 500 Entlassungen folgen. 161 noch offene Stellen wurden gestrichen. (LM) Paten für Kirchenburgen gesucht (Fortsetzung von Seite 1) aus etwa 150 Wehrkirchen und Kirchenburgen besteht. Dazu gehörten auch jeweils ein Pfarrhaus, inzwischen oft auch eine Schule, ein Gemeindehaus, ein Rektorhaus, Grund, Boden und Wald, mit wenigen Mitarbeitern. Schließlich sei aber Siebenbürgen ohne Kirchenburgen wie ein Mund ohne Zähne, oder ein Haus ohne Leute. Etwa für die Hälfte der Kirchenburgen und der Liegenschaften, gäbe es auch Träger, Gemeinden, Heimatortsgemeinschaften der Siebenbürger Sachsen, Menschen aus Deutschland, die mit Herz und Seele mithelfen beim Erhalt und die Kirchenburgen auch wieder mit Leben füllen, aber auch Vereine und Organisationen aus dem In- und Ausland, die eine Kirchenburg als Paten übernommen haben und diese eben gestalten, aber etwa die Hälfte der Kirchenburgen warten noch auf einen Paten, auf eine Patenschaft, auf eine Nutznießung. Um dem Problem Herr zu werden, sei vor einigen Jahren eine Kirchenburgenleitstelle gegründet worden, wo Fachleute zusammengefasst haben, was wichtig ist. Es sei ein Dächerprogramm in Auftrag gegeben worden, so dass viele Kirchen zunächst einmal trocken gelegt werden konnten. Werbeaktionen seien gestartet, aber auch ein großes Projekt begonnen worden, dass auch jetzt laufe: Ein Kirchenburgenprojekt, das von der EU mit etwa 5,5 Millionen Euro finanziert werde, dessen Durchführung große Schwierigkeiten bereite. Paten werden gesucht, sagte Guib gegen Ende des Vortrages, Leute, die ein Herz und eine Seele suchen hier in Siebenbürgen. Für soziale Einrichtungen, für Kultur- und Begegnungsstätten, für Öko- oder touristische Zentren eignen sich die Kirchenburgen und deren Areale wunderbar. Das Jahr 2013 steht so ein bisschen unter dem Motto 'Strategien prüfen', sagte Geschäftsführer Jörg Prohaszka, der im Weiteren das DWS-Jahresprogramm 2013 vorstellte. Wir haben uns vorgenommen zu sehen, was fehlt vielleicht noch an Angeboten, ob noch Bedarf ist an Leistungen, die unsere Mitgliedsunternehmen in Anspruch nehmen möchten. Und das ganze werden wir durch eine großangelegte Mitgliederbefragung in diesem Jahr zusammenzufassen versuchen, und dementsprechend unsere Leistung und unser Angebot dann darauf abstellen. Das Jahresprogramm des DWS-Geschäftsführer Jörg Prohaszka, Generalkonsul und DWS-Präsident Thomas Gerlach, DWS-Vizepräsident Andreas Huber und Bischof Reinhart Guib (V. l. n. r.). Foto: der Verfasser Deutschen Wirtschaftclubs Siebenbürgen ist in fünf Themengebiete - Großveranstaltungen, Standard -Veranstaltungen, Aktionen, Projekte und Produkte - unterteilt. Zu den Großveranstaltungen gehört der Faschingsball der bereits im letzten Jahr ein Erfolg gewesen sei. Eine weitere Großveranstaltung ist eine Mitgliederversammlung am Flughafen, im Terminal des Hermannstädter Flughafens, ein Ereignis, das vermutlich im Sommer stattfinden wird. Außerdem feiert der DWS in diesem Jahr 15 Jahre seit der Gründung. Im Rahmen dieses Ereignisses soll auch ein bestimmtes Unternehmen für verschiedene Tätigkeiten ausgezeichnet werden. Eine weitere Großveranstaltung ist eine Messe, wo sich die Unternehmen mit ihren Produkten vorstellen. Eine Befragung soll allerdings noch ergeben, ob die Unternehmen Interesse daran haben. Miteinbezogen werden sollen auch die Partnerclubs. Das vierte Weinfest soll im Herbst stattfinden und soll noch größer als bis jetzt werden. Zu den Standardveranstaltungen gehören die Afterworkpartys. Die erste findet übrigens am 1. Februar im Kubata-Klub statt. Ebenfalls eine Standardveranstaltung ist auch der DWS-Fußballcup sowie der Sprachkurs für Rumänisch, falls es Bedarf gibt, und DWS-Workshops zu rechtlichen Themen, zu Personalmanagement, u.a. Die regelmäßigen Clubtreffen, insgesamt acht Treffen pro Jahr, sechs davon Mitgliedertreffen und zwei ordentliche Mitgliederversammlungen, gehören ebenfalls zu den DWS- Standard -Veranstaltungen. Zu den Aktionen gehören z. B. die Wohltätigkeitsveranstaltungen der Besseren Hälften" aber auch die Veranstaltung einer Delegationsreise. Eine mögliche Destination wäre Peking, da eine gute Beziehung zum dortigen Wirtschaftsclub aufgebaut wurde. Ein anderer Vorschlag lautet die Besichtigung der Justizvollzugsanstalt in Aiud/Straßburg am Mieresch. Der Direktor hier habe angeboten, zu günstigen Bedingungen Arbeitskräfte zur Verfügung zu stellen. Die Häftlinge müssten schließlich später in die Gesellschaft integriert werden. Etwa 40 Prozent des Lohns sollen die Häftlinge behalten, das übrige soll bis ans Ende der Haftzeit aufgespart werden. Weiterhin gibt es gemeinsame Aktionen der einzelnen Wirtschaftclubs, wie die dreimonatige Leiterkonferenz, wo sich deren Geschäftsführer treffen, um das Netzwerk der deutschen und deutschsprachigen Wirtschaftsclubs in Rumänien zu verstärken, Synergien zu finden und Aktionen zu planen. Außerdem sollen Regierungsgäste eingeladen werden. Wir haben uns vorgenommen, uns ein bisschen mehr zu rühren, gegen Dinge, die etwas unsinnig sind, sagte Prohaszka. Zu den DWS-Projekten gehört die Ausbildung im Bereich Metallverarbeitung, wobei versucht werden soll, eine eigene Ausbildungswerkstatt einzurichten und zu betreiben. Weitere Punkte wären der Zentraleinkauf von Ressourcen, woran die Firma Ceprocs bereits arbeite, das Bussinessclubmagazin, das Bussiness- Partner-Programm, in dessen Rahmen die Clubs im ganzen Land aktiv geworden seien. Zu den DWS-Produkten zählen die Newsletter, die viermal im Jahr von der Firma Pluspole geliefert werden, sowie das Downloadarchiv. Den Deutschsprachigen Wirtschaftsclub Mureş stellte dessen erster Vorsitzender, Jens Weingärtner vor. Vor knapp zwei Jahren haben wir uns gegründet, aus dem deutschen Stammtisch heraus, sagte Weingärtner. Im Stammtisch habe man gemerkt, dass es immer mehr geschäftlicher wurde sei die Gründung veranlasst und der erste Vorstand gewählt worden. Zurzeit zähle der Club effektiv acht sfirmen. Es werde versucht zu wachsen, das Potential sei allerdings nicht so groß wie in Hemannstadt. In Neumarkt dürften es laut Weingärtner 30, 40 Firmen sein. Unser ursprüngliches Ziel war es erstmal uns selber zu helfen, sagte Weingärtner zu den Zielen des Clubs, die Vernetzung unter diesen Firmen die in Mureş deutschsprachig sind und auch deutsch handeln. Beispielsweise werde der gemeinsame Einkauf auch hier angestrebt. Bereits gäbe es gemeinsamen Stromeinkauf. Unter anderem sollen auch die Partnerschaften im Inn- und Ausland gefördert werden, aber auch Vernetzung mit den anderen Clubs hier vorankommen. Zu dem bisher Erreichten gehört auch eine enge Kommunikation, Bürokratiefallen betreffend, der Austausch von Mitarbeitern, vor allem im Vertriebsbereich, außerdem wurde der Handel untereinander belebt. Es gibt regelmäßige Sitzungen und das Design der Internetpräsenz wurde erstellt soll nun der Internetauftritt erfolgen. Zuletzt stellte Marius Vecerdea vom Tennis Club Pamira das Tennisturnier ATP Sibiu Open 2013 vor und Diana Andriuţă präsentierte den Skicup des Osterreichischen Konsulats, der am 23. Februar ausgetragen wird. Werner FINK Neujahrsempfang der AHK: Die Deutsch-Rumänische Industrie- und Handelskammer hat am Donnerstag, den 17. Januar 2013, im Bukarester Parlamentspalast, zusammen mit rund 700 Mitgliedern und Gästen, den Neujahrsempfang 2013 gefeiert. Ehrengast des Abends war Mihai Tănăsescu, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB). Der Präsident der AHK Rumänien, Dr. Radu Merica, hat einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2012 gemacht, das er als ein verlorenes Jahr betrachtet, aus dem wir aber gelernt haben, dass ein politischer Kampf der Wirtschaft nicht zugute kommt. Merica unterstrich, dass im Vorjahr festgestellt wurde, dass die junge Generation in Rumänien auf eine gute Berufsausbildung hofft, nach deutschem Muster. Eine gute Qualifizierung und eine entsprechende Berufsausbildung sind unentbehrlich. Unser Bild: Mihai Tănăsescu, Radu Merica, Botschafter Andreas von Mettenheim und MP Ovidiu Ganț am VIP-Tisch (v. l. n. r.). Foto: Valeriu PANĂ Hermannstadt im Blick Der Turm von Pisa lässt grüßen: Schiefer als der berühmte schiefe Turm in Pisa steht diese Straßenlaterne schon lange im Erlenpark - wir wollen ihr mit diesem Bild zu mehr Berühmtheit verhelfen und vielleicht wird sich jemand ihrer erbarmen... Foto: Fred NUSS

4 GESELLSCHAFT Seite 4 Perfekt aufeinander abgestimmt: Die Sankt Petersburger Eisballetttänzerinnen und -tänzer. Fotos: die Verfasserin Grazil und federleicht Der Nussknacker auf russischen Schlittschuhen in Hermannstadt Erzählt wird die Geschichte von Klärchen, im russischen Original Mascha. Sie bekommt am Weihnachtsabend von ihrem Szenenfoto mit den Hauptdarstellern Patenonkel Drosselmeyer einen Nussknacker geschenkt. Als sie sich zum Schlafen hinlegt, träumt sie von einer Schlacht der vom Nussknacker angeführten Spielzeugsoldaten gegen das Heer des Mäusekönigs. Mit ihrer Hilfe siegt der Nussknacker, der sich danach in einen Prinzen verwandelt. Der Prinz reist mit Klara in das Reich der Süßigkeiten. Dabei geht es über den Tannenwald zum Schloss Zuckerburg, wo die dort residierende Diese besuchten in kleinen Gruppen verschiedene Dörfer im Kreis Hermannstadt, um Geschichten zum Thema Wein zu filmen. Es entstanden dreizehn Kurzfilme, die vom Weinbau, der Vermarktung von Wein und den Menschen, die mit und durch den Weinbau leben, handeln. Die Vorstellung der DVD begann mit der Begrüßung durch die Studentin Alexandra Munteanu, die Zuckerfee zu Ehren ihrer Gäste ein Fest veranstaltet. Auf dem 12 Quadratmeter großen Eislaufplatz glitten die Tänzer grazil und federleicht aber auch mit einer gewissen Sportlichkeit. Da die meisten Tänzerinnen und Tänzer aus dem Lager der mit russischen und internationalen Medaillen ausgezeichneten Einzel- und Paarläufern stammen, gab es auch des öfteren Sprünge und Pirouetten zu sehen, die sonst nur beim Eiskunstlauf zu sehen sind. Einige der von Konstantin Rassadin trainierten Tänzer boten den Toeloop, den Axel Projektkoordinatorin Prof. Dr. Ioana Creţu und den Herausgeber Günter Czernetzky. Als Einführung wurde ein Film von der Bonus CD gezeigt; danach ging es mit den dreizehn Kurzfilmen über die verschiedenen Dörfer weiter. Am Ende der Filmvorführung wurde noch einmal allen Unterstützern gedankt; darunter einige Professoren der journalistischen Fakultät. Zudem bekam Günter Czernetzky passenderweise Die Transilvania-Halle hat sich am Freitagabend in eine Bühne mit spiegelglattem Eis verwandelt. Hier, wo sonst die Basketballspieler von CSU Atlassib Hermannstadt von ihren Fans angefeuert werden, füllte sich der Saal mit einer anderen Sorte Publikum. Das russische Eisballett aus Sankt Petersburg verzauberte die über Zuschauer mit Pjotr Iljitsch Tschaikowskis Der Nussknacker, dem Weihnachtsballett schlechthin. Gleich zwei Vorstellungen gaben die russischen Tänzer auf ihrer Rumänien-Tournee in Hermannstadt und beide Male wurde man regelrecht in die Geschichte des Nussknackers eingesogen. Veranstalter waren Diesel Events und die Botschaft der Russischen Föderation in Bukarest. Weinland ohne Weinberge Filmemacher Günter Czernetzky präsentierte neueste Produktion Am Mittwoch der Vorwoche präsentierte Günter Czernetzky, die neueste DVD mit dem Titel In vino veritas Weinland ohne Weinberge die, wie die vorherigen DVDs, in Zusammenarbeit mit Studierenden der Lucian Blaga-Universität in Hermannstadt entstanden ist. oder den Rittberger, sehr zum Vergnügen der Zuschauer, die nach jedem Soloauftritt applaudierten. Bemerkenswert waren auch die bunten Kostüme, vor allem die Masken der Mäuse hatten es in sich. Das Bühnenbild war kunstvoll und in warmen Pastellfarben kreiert worden, den Mittelpunkt besetzte ein großer Weihnachtsbaum. Eine Überraschung für die Zuschauer war der heftige Schneefall vor der Bühne, der die winterliche Idylle unterstreichen sollte. Zuständig dafür waren oben befestigte Geräte, die kleine Schaumflocken auf die Bühne und die Zuschauer in der ersten Reihe bliesen. Die zweistündige Vorstellung kombinierte auf meisterhafte Art und Weise den Eiskunstlauf mit dem klassischen russischen Ballett, in dem spektakuläre Kunststücke verwoben wurden. Die Hermannstädter Zuschauer beschenkten die russischen Künstler mit Standing Ovations. Winterlich idyllisch zeigte sich auch die Stadt nach der letzten Vorstellung: Ganz im Sinne des Nussknackers fiel am Freitagabend richtiger Schnee, der die Zuschauer noch eine Weile von Prinzen und Schlössern träumen ließ. Cynthia PINTER ein Weinpräsent von Dozent Tiberiu Costăchescu überreicht. Der Vertrieb der DVD geht in Deutschland über Günter Czernetzky. In Rumänien ist die Journalistik- Abteilung der Lucian Blaga-Universität für den Vertrieb zuständig. In folgenden Ortschaften drehten die Studierenden: Almen/Alma Vii, Birthälm/Biertan, Bogeschdorf/ Băgaciu, Bulkesch/Bălcaciu, Durles/Dârlos, Hetzeldorf/Ațel, Langenthal/Valea Lungă, Meschen/ Moşna, Mortesdorf/Motiş, Grossprobstdorf/Târnava, Reichesdorf/ Richiş, Kleinschelken/Şeica Mică, Seiden/Jidvei. Larissa GRODKE-BRIED Ich war fremd..." Multiplikatorinnenwerkstatt zum Weltgebetstag 2013 Vom Januar dieses Jahres fand im Michelsberger Elimheim die schon zur Tradition gewordene Weltgebetstagswerkstatt für Multiplikatorinnen statt, wie immer von der Frauenarbeit der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien veranstaltet. Organisation und Leitung lagen in den bewährten Händen von Christiane Lorenz. Die rund 30 Teilnehmerinnen kamen aus allen Ecken der Landeskirche von Broos bis Kronstadt, von Bukarest bis Sächsisch-Reen. Wie jedes Jahr ging es darum, den Weltgebetstag (WGT), der immer am ersten Freitag im März stattfindet, heuer also genau am 1. März, gemeinsam vorzubereiten, und dabei Ideen zu sammeln, Anregungen zu erhalten, die man dann in den eigenen Gemeinden umsetzen kann. Beim WGT wird jedes Jahr jeweils für die Anliegen eines anderen Landes der Erde gebetet, und zwar buchstäblich, wie ein bekannter Kanon besagt, vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang, das heißt von Japan bis Kanada wird ein Gottesdienst mit der gleichen Liturgie, den selben Gebeten und Liedern gefeiert. Das Thema dieses Jahres lautet Ich war fremd - ihr habt mich aufgenommen und das Land, für das gebetet wird und dessen WGT-Komitee die Gottesdienstordnung und die informativen Materialien zusammengestellt hat, ist Frankreich. Frankreich ist uns allen ein Begriff meint man. So sollte denn auch jede Teilnehmerin bei der Begrüßungsrunde sagen, was sie von Frankreich weiß, mit Frankreich verbindet oder zeigen, denn manche hatten auch kleine Souvenirs, Postkarten u.a. mitgebracht. So kamen viele Farbtupfer zusammen, die von Ruth Wopalka durch eine umfassende, bildliche Information zu Land und Leuten souverän zu einem aussagekräftigen Bild verbunden wurden. Aber wen interessiert noch Geographie, Geschichte und Politik, wenn ein schickes Pariser Straßencafé winkt? Und dort gar ein Garcon feinen Käse mit Trauben und Baguette, dazu einen fruchtigen Rotwein serviert? Doch so ganz ohne Aufwandsentschädigung ging das nicht. An allen Tischen des Cafés wurden erst fleißig Landkarten gepuzzelt, Listen französischer Lebensmittel erstellt und gar Accessoires für eine Modeschau vorbereitet, ehe man sich dem wohlverdienten Schmaus widmen konnte. Am nächsten Morgen ging es dann um die Vorbereitung des Gottesdienstes. Adriana Florea, Vikarin in Heltau, führte in die Bibeltexte der Gottesdienstordnung ein, wobei sich die Teilnehmerinnen manch eigenem Vorurteil stellen mussten. Ein Musikteam, fast schon ein kleines Orchester, übte mit allen Gruppenbild mit Teilnehmerinnen. die Lieder der Ordnung ein, bot aber bei schwierigen Melodien auch den Gemeinden bekanntere Alternativen an. Der Aufbau des Gottesdienstes wurde gemeinsam besprochen, dann gingen mehrere Gruppen daran, die einzelnen Teile vorzubereiten. In Anlehnung an das Plakatmotiv, in dem man mit etwas Phantasie in einer orangeroten Menge eine einsame, grau gewandete Frauengestalt erkennen kann, der sich freundliche Arme entgegenstrecken, übernimmt auch im Gottesdienst eine Frau mit grauem Schal die Rolle der Fremden, die vordergründig in Frankreich, eigentlich aber überall aufgenommen wird oder zumindest aufgenommen werden sollte. Obwohl weitgehend ohne Absprache vorbereitet, fügten sich die Teile zu einem harmonischen Gottesdienst zusammen, den alle gemeinsam am Abend feierten. Am Sonntagmorgen besuchten nach einer Abschlussrunde, in der der Gottesdienst des Vorabends besprochen und noch weitere Vorschläge gemacht wurden, alle den Michelsberger Gemeindegottesdienst. Mit besonderem Dank sei noch erwähnt, dass sich die Küche des Hauses französische Kochrezepte vornahm und diese auch wunderbar ausführte, so wie es ihnen schon in den Vorjahren gelang, auf Anhieb leckere malaysische oder chilenische Spezialitäten zu servieren. Dieser gelungenen Vorbereitungswerkstatt werden sicherlich vielerorts beeindruckende Weltgebetstagsgottesdienste folgen. Seitens der Evangelischen Kirche in Rumänien geht die Gesamtkollekte dieses Tages an das Projekt CASAS in Straßburg, das mit haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern asylsuchende Frauen und Familien bei bürokratischen Wegen und auch direkt z. B. durch Lebensmittel und Sprachkurse unterstützt. Sunhild GALTER Renate KÖBER Foto: Brigitte AUNER

5 FEUILLETON Seite 5 Gleich zu Anfang wurde mir das Wort erteilt und so konnte ich in wenigen Zügen die Geschichte der Großgemeinde ausbreiten. Unter den Stolzenburger Gestalten erwähnte ich auch den Kaluschär Juon Comanitsch, den blinden Våtaf der zwölf Stabtänzer, einer Tänzergilde, die am 24. Juli 1852 vor dem jungen Kaiser Franz Joseph und seinem Geladenen, dem Fürsten Stirbey aus der Walachei, ihre Tanzkünste vorgeführt haben. So geschehen vor der Kaisereiche im Jungen Wald. Comanitsch war bei einem kühnen Sprung über die kaiserliche Kalesche unglücklich gestürzt und dabei erblindet. Daraufhin habe der Kaiser ihm eine monatliche Rente von drei Gulden zukommen lassen. Mit dieser Geschichte wollte ich dem Märchen von der Rechtlosigkeit der Rumänen in Siebenbürgen entgegentreten. Die Selbstgerechtigkeit der Zukurzgekommenen wird auch sächsischerseits nicht selten ins Feld geführt. Johann Plattner kam am 6. März 1854 in Stolzenburg, in der Anglergasse 56, im Hannenviertel", zur Welt. Seine Eltern waren die redlichen Bauersleute Michael Plattner und Anna Plattner geb. Siewerth. Er war der Jüngste im Kreis von sechs Geschwistern und schon als Kind begabt und von geistiger Regheit. Die Plattners stammen aus Martinsdorf. Einer ihrer Vorfahren, Michael Schwerdfeger, kam 1698 als Rektor nach Stolzenburg. Er wandelte den Namen Schwerdfeger über das griechische Wort platýs (breit) in Plattner um. Der Schwertfeger (Waffenschmied) hämmerte die Schwerter breit (s. Platon). Nach der Beendigung der Volksschule besucht Plattner das Hermannstädter Gymnasium besteht er die Reifeprüfung, Vater der Stolzenburger Gestalten Theodor Fontane beschreibt in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg auch Oranienburg, das kleine Städtchen im Havelland. Die prächtige Havel, mit jener Fülle von Seen, die sie namentlich um Potsdam herum aufreiht, ist auf weite Strecken hin, wie ein Spiegel unserer königlichen Schlösser, deren Schönheit sie verdoppelt. Mit dieser schönen Beschreibung beginnt das entsprechende Kapitel. Kurfürstin Henriette, eine geborene Prinzessin von Oranien, gab diesem Städtchen einst den Namen. Vierzig Jahre nach Fontanes zauberhafter Beschreibung, im Jahr 1933, errichteten die Nationalsozialisten in diesem kleinen idyllischen Havelstädtchen das erste Konzentrationslager. Politische Häftlinge wurden in dieses Lager verschleppt, so Erich Kurt Mühsam aus Lübeck. Ein humanistisches Gymnasium besuchte er, auf dem Monte Verita oberhalb Asconas im Tessin traf er sich mit Künstlern, Aussteigern, Pazifisten zum Erproben eines neuen Lebensbildes. In München gründete er mit anderen zusammen den sozialistischen Bund, war Anführer der Münchener Räterepublik und befreundet mit bekannten Schriftstellern wurde er in Schutzhaft genommen, nach Oranienburg gebracht und kurz darauf dort von der SS ermordet. Ein kurzer Vermerk in der Zeitung von damals: Der Jude Erich Mühsam hat sich in der Schutzhaft erhängt. Kurz nach Mühsams Ermordung wurde in dem Havelstädtchen das KZ aufgelöst. Im Jahr 1936 bauten die Nationalsozialisten am Rande des Ortes im Straßendorf Sachsenhausen ein neues, größeres, funktionaleres Konzentrationslager, zur Ausbildung von KZ-Kommandanten. Ein Musterlager sollte es werden, von Zwangsarbeitern und Häftlingen erbaut politische Gefangene wurden zu Beginn interniert, später kamen rassisch minderwertige Gruppen, Juden, Homosexuelle, Sinti, Roma, Zeugen Jehovas, u.a., hinzu erschoss die SS in diesem Lager ungefähr sowjetische Gefangene. In einer Fälscherwerkstatt des KZs wurden Millionen von englischen Pfund gedruckt. Für viele der Inhaftierten war Sachsenhausen ein Übergangslager bis zur Deportation nach Auschwitz. Der Sowjetische Geheimdienst errichtete 1945 ein Speziallager Nr. 7, wo erneut zehntausende von Menschen ihr Leben ließen, auch der Schauspieler Heinrich George. Am 21. April 1945 räumte die SS das KZ und der Todesmarsch für die entkräfteten, noch überlebenden Häftlinge begann in Richtung Ostsee. Auf diesen Märschen starben wiederum tausende von ihnen. In der Nähe von Schwerin wurden sie von der Amerikanischen Armee in Empfang genommen und befreit. Unter ihnen befand sich damals der 16jährige Helmut Steinitz aus Posen. Mehrere KZs hatte er überlebt, den Todesmarsch aufgrund seiner Jugend, seines Willens, geschafft. Von den Amerikanern wurde er nach Schleswig Holstein Vor fünfzig Jahren ist Johann Plattner gestorben Während der heißen Dezembertage 2012 luden der Stolzenburger Bürgermeister Nelu Şurean und sein Vize Ion Poplăcean die Ratsherren, die Mitglieder des Ortsverbands des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien und dessen Sympathisanten zu einer legte sein Freiwilligenjahr in Sighet ab und bezog die Universität Wien, um (Alt)-Philologie und Theologie zu studieren wechselt er nach Jena über. Hier verfasste er einen Studienbericht, in dem er seine geistige Haltung darlegt. Er schwärmt für die Klassiker, namentlich für Schiller, Jean Paul, Goethe, Lessing und Shakespeare. Man beachte die Reihenfolge. Sehr nahe stand er der damals aufkeimenden Religionsphilosophie. Gute Ergebnisse gab es auch beim Erlernen des Griechischen und Lateinischen. Der Altphilologe Nietzsche beeindruckt ihn mit seiner formvollendeten Sprachgewalt kehrt er heim. Er wollte den üblichen sächsischen Werdegang vom Schulmann zum Pfarrer einschlagen. Das gelingt ihm auch, wenn auch auf Umwegen. In Sächsisch Reen unterrichtete er acht Jahre hindurch zunächst am Untergymnasium, dann an der Gewerbeschule. Er heiratet 1880 Caroline Helene, die Tochter des Advokaten Dr. Guist. Vier Söhne kommen in Reen zur Welt wird Plattner nach Hermannstadt berufen. Er unterrichtet Deutsch, Griechisch und Latein. Er pflegte die Nähe zur Brukenthalischen Schatzkammer", wie er das Museum nannte, ging aber auch gerne auf die Jagd, und besorgte sich seiner alten Freundschaften in Stolzenburg. Um die Jahrhundertwende gründete er in seiner Heimatgemeinde eine Ziegelei. Was aus ihr geworden ist, kann heute niemand etwas sagen. Es geht auch Johann Plattner ( ). von nirgends hervor, von wem er das Pfropfen und Baumpflanzen erlernt hat. Von seinem Onkel, dem strengen Rektorlehrer Johann Hallmen? Vor etwa zwanzig Jahren erzählte mir ein alter weiser Rumäne, wie der Popa Plagner sämtliche Jugendliche der Gemeinde um sich scharte, um ihnen das Pfropfen beizubringen. Während seines Hermannstädter Aufenthalts stirbt seine Ehefrau Caroline Helene. Nach in ein Sammellager gebracht und sein Wunsch, nach Palästina zu gehen, ging in Erfüllung. Bereits 1946 betrat er das Gelobte Land im Hafen von Haifa. Vor Jahren lernte ich Zwi Helmut Steinitz im Abgeordnetenhaus in Berlin kennen, als er, moderiert von Avi Primor, dem ehemaligen Israelischen Botschafter in Bonn, aus seinem Leben erzählte. Stumm und tief atmend erlebte ich die Erzählung von Zwi Helmut Steinitz. Seitdem wird er, inzwischen auch mit Regina Steinitz, seiner Frau, geb in Berlin, sehr häufig nach Deutschland zu Gesprächen eingeladen. Vor allem in Schulen spricht er gerne, vermittelt den jungen Menschen die Zeit von damals, nicht anklagend, nur mit dem Hinweis, wach zu bleiben, zu beobachten. Eine bessere und informativere Geschichtsstunde gibt es kaum für diese Schüler. Ins Land Feierstunde ein. Gefeiert wurden die 730 Jahre, die seit der ersten urkundlichen Erwähnung der Gemeinde Stolzenburg (am 10. Dezember 1282) vergangen sind - und gedacht wurde des fünfzigsten Todestages des Stolzenburger Pfarrers, Chronisten und Dichters Johann Plattner. Ablauf des Trauerjahrs heiratet er in zweiter Ehe Auguste, die Tochter des damaligen Bischofs D. Dr. Friedrich Müller d.ä. Sie wird ihm vier weitere Söhne und zwei Töchter schenken ließ er sich von der Gemeinde Stolzenburg zum Pfarrer wählen. Neben vielen Zeitungsbeiträgen über geschichtliche Begebenheiten um Hermannstadt, schilderte er die Stolzenburger Gestalten" in kaum übertroffener Frische, mit dem Wohlwollen und Mitgefühl des arglosen Volkskenners. Seine Darstellungen sind so sächsisch wie siebenbürgisch. Die herausragenden Charakterköpfe", an denen es in Stolzenburg niemals mangelte, haben es ihm besonders angetan. Sein Lebenswerk ist verstreut in lauter Zeitungen und Zeitschriften, deren Zahl gegen Ende des 19. Jahrhunderts ins Beträchtliche anstieg. Was nicht in den Gymnasialprogrammen unterkam, wurde weiter gereicht an die Landwirtschaftlichen Blätter, an das Siebenbürgisch-Deutsche Wochenblatt, dann an das Tageblatt, schließlich an die verschiedenen Hauskalender. Sein Volksstück Die Müßigen" ist im Neuen Volkskalender 1909 bei Drotleff erschienen. Es wurde in Reußen aufgeführt und, vermutlich auch in Zeiden. Ein Jahr später erscheint gleichfalls im Neuen Volkskalender ein weiteres Volksstück: Auf nach Wien". Ob es je aufgeführt Wach bleiben und beobachten Begegnungen mit Zwi Helmut Steinitz / Von Christel WOLLMANN-FIEDLER Am 4. September 2012 hat der Deutsche Botschafter, Seine Exzellenz Andreas Michaelis, Zwi Helmut Steinitz das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland in einer Feierstunde in Tel Aviv in der Residenz des Botschafters Zwi Helmut Steinitz überreicht. Aus Anlass des Gedenktages an den Holocaust, den 27. Januar, erinnert sich unsere Berliner Korrespondentin, die Fotografin und Autorin Christel Wollmann-Fiedler an Begegnungen mit dem Geehrten. der Vorväter kommt das Ehepaar inzwischen oft, beide erzählen hier und dort ihre Erlebnisse, schreiben Bücher und viele Mails. Im Auditorium der schlichten Architektur, der Topographie des Terrors in Berlin, gab es ein Filmund Erzählereignis. Die blonde Provinz, ein Dokumentarfilm aus dem Jahr 2009 von Jacek Kubiak, Poznan, und Klaus Salge, Deutschland, wurde gezeigt. Eine Uraufführung sollte es werden. Die Gründung des Ostimperiums fand statt, der Überfall auf Polen 1939 und 1941 der Überfall auf die Sowjetunion. Weitere Überfälle auf andere Länder Europas erliegen dem Größenwahn des Hitler-Regimes. Der Kriegsbeginn 1939 ist gewollt. Der Untergang des Abendlandes beginnt! Tausende von Polen trieben sie in den Osten des Landes, in den Tod. Polnische Geistliche, Lehrer, Journalisten, Schriftsteller, Wissenschaftler werden kurzerhand ermordet, die Juden kamen in Vernichtungslager. Volksdeutsche aus dem Baltikum wurden Heim ins Reich geholt, wohnten seitdem in den verlassenen Wohnungen und Häusern der vertriebenen christlichen und jüdischen Polen in Poznan/Posen. Die Nazis schufen in Windeseile das Reichsgau Wartheland. Eine blonde Provinz, so Heinrich Himmler, ein Experiment zur Züchtung einer germanischen Herrenrasse, sollte entstehen. worden ist, weiß ich nicht. Ob ich das Stück einer Bühne empfehlen würde? Mit einigen Abstrichen schon. Gemeint sind die Stellen, die sich in einem unbegründeten Klamauk verausgaben. Sollte das Stück in der Art eines Schwanks aufgeführt werden, dürften wohl (gezügelte) Übertreibungen zulässig sein. Als Buch veröffentlicht wurden folgende seiner Schriften: Stolzenburg, Skizzen aus seiner Vergangenheit (1907) und Schatzgräber, Bauerngestalten und anders aus Siebenbürgen" (1928). In den fünfziger Jahren erschienen viele der Texte aus Zeitungen und Zeitschriften in dem Sammelband Stolzenburger Gestalten. Das Buch erlebte zwei Auflagen. Plattner starb am 17. Dezember 1942 in Hermannstadt, nachdem er eines rheumatischen Leidens wegen sich im Jahr 1913 (also vor hundert Jahren) aus dem Stolzenburger Pfarramt verabschieden musste. Die ihm verbliebenen fast drei Jahrzehnte nutzte er als Forscher und Dichter. Weil ihm das Schreiben immer schwerer fiel, diktierte er von hinfort seine Aufsätze und Erzählungen einer gedungenen Schreibkraft. Aus seinem Schrifttum wäre noch mancher Schatz zu heben. Selbst eine erweiterte Ausgabe der Stolzenburger Gestalten" wäre fällig, oder gar eine Drucklegung der Erinnerungen an die Zeit der Kurutzenkriege ( ), die Siebenbürgen an den Rand des Ruins gebracht hatten. Man spricht in diesem Zusammenhang von Zuständen, die an die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs in Deutschland erinnerten. Ich wiederhole zum Abschluss: Johann Plattners Werk ist so sächsisch wie siebenbürgisch. Walther Gottfried SEIDNER Die Protagonisten des Films sind drei Männer, die damals noch Kinder waren. Alle drei hatten einen Bezug zu Poznan. Dieter Bielenstein, wurde in Lettland geboren, seine Familie 1940 als Volksdeutsche in den neu geschaffenen Warthegau übergesiedelt. Henryk Jaszcz suchte nach dem Überfall der Deutschen seine Eltern vergeblich in Poznan, schloß sich dem Widerstand an. Zwi Helmut Steinitz, seine Eltern und sein Bruder wurden als Juden ins Lager nach Krakau geschafft und weiter nach Belzec, wo die Eltern und der Bruder ermordet wurden. Er selbst wurde weiter in die Lager Plaszow, Auschwitz, Buchenwald und zuletzt nach Sachsenhausen gebracht. Im April 1945 befreiten ihn die Amerikaner bei Schwerin und Zwi Steinitz war klar, nicht in diesem Land zu bleiben. Palästina sollte es sein und wurde es kam er mit dem Schiff nach Palästina. Seitdem lebt er in Tel Aviv. Das Filmteam begleitete Zwi Helmut Steinitz, geb in Posen/Poznan, bis in das Vernichtungslager Belzec in der Nähe Lublins, kurz vor der ukrainischen Grenze. Über Menschen jüdischer Abstammung aus Polen, Deutschland und der Tschechoslowakei wurden hier ermordet. Überlebende gab es keine! Siebzig Jahre nach der Ermordung der Eltern und des Bruders kam Zwi Helmut Steinitz zum ersten Mal nach hier, konnte ihnen, seinen liebsten und wichtigsten Angehörigen, endlich nach so vielen Jahren die letzte Ehre erweisen! Begleitet wurde Zwi Helmut Steinitz von seiner Frau Regina und dem Sohn Ami-Chai. Herzzerreißend war der Film. Das Publikum weinte, reichte Taschentücher weiter.

6 GESELLSCHAFT Seite 6 Die Junior-Ecke Briefe - Meinungen - Standpunkte - Briefe Verbinde die Zahlen! Zum Ausmalen Witze * Mein Onkel ist Numismatiker. - Was ist denn das, ein Numismatiker? - Das ist jemand, der Münzen sammelt. - Toll, diese Fremdwörter. Nannte man die früher nicht Bettler? * Wie werde ich bloß dünner? stöhnt Anneliese. Verzichte aufs Fernsehen und hör wieder Radio! - Wieso? - Seit Bestehen des Fernsehens sollen die Rundfunkhörer rapide abgenommen haben! * Vati, warum werfen die Säugetiere ihre Jungen und warum legen die Vögel Eier? - Dumme Frage. Wäre es umgekehrt, würden die Eier ja kaputt gehen! Rezept Pfirsich-Mandarinen- Dessert Du brauchst: 1 Dose Pfirsichkompott, 1 Dose Mandarinenkompott, 1 Becher, Joghurt (Pfirsichoder Mandarine), 100 ml Sahne, 1 Tüte Vanillezucker, 2 EL Kokosraspel, 1 handvoll Nüsse. So geht`s: Pfirsiche und Mandarinen abtropfen lassen und in mundgerechte Stücke schneiden. In einer separaten Schüssel Joghurt, Sahne, Kokosraspel und Vanillezucker verrühren, dann das Obst unterheben. Mit den Nüssen in Dessertschalen garnieren. Verbinde die Zahlen von 1 bis 94. Welches Tierchen ist zu erkennen? Hast du's? Dann schneide das Rätsel aus, lege den Ausschnitt in einen Briefumschlag und schicke diesen an die Hermannstädter Zeitung, Str. Tipografilor 12, Sibiu, oder wirf ihn in den Briefkasten beim Redaktionseeingang. Einsendeschluss ist der 5. Februar. Es gibt ein schönes Buch zu gewinnen! Im Herbst ist das Eichhörnchen, auch Eichkatze genannt, besonders fleißig und sammelt massenhaft Nahrung, um sich eine dicke Fettschicht für den Winter anzufuttern. Was es nicht schafft, bringt es in seine geheimen Verstecke in hohlen Bäumen oder tief vergraben im Erdreich. Das ist sehr wichtig, denn es braucht große Vorräte für den Winter. Wenn es kalt und frostig wird zieht das Eichhörnchen sich in sein kugelförmiges Nest (Kobel) zurück und hält Winterruhe, dabei schlägt sein Herz seltener als im Sommer. Es verlässt sein Heim nur, um zu futtern. Basteln Nussmaus und Nussschildkröte Du brauchst: Walnussschalen, Tonkarton, Bleistift, Filzstifte, Schere, Klebstoff, Bindfaden. Bitte einen Erwachsenen, dir mit Hilfe eines Messers ein paar Walnüsse zu halbieren. Danach zeichnest du den Umriss einer Walnuss auf Tonkarton, vergiss den Kopf und die 4 Beine nicht! Jetzt schneidest du die Schildkröte einfach aus. Bestreiche nun den Rand einer Walnussschale mit Kleber. Klebe die Walnuss auf den Schildkröten-Umriss und male ihm schließlich noch ein Gesicht auf. Für die Maus zeichnest du auch wieder den Umriss einer halben Walnussschale nach. Schneide den Umriss aus, bestreiche den Rand der Walnuss mit Kleber und klebe ein etwa 10 cm langes Stück Schnur hinten auf den Rand der Nuss. Nun klebst du den Umriss darüber. Jetzt musst du dem Mäuschen nur noch Schnauze und Augen aufmalen. Fertig sind deine eigenen Walnussschalen-Tiere. Was machen Eichhörnchen im Winter? Eichhörnchen sind Allesfresser und so finden sich in ihren Vorratskammern Eicheln, Kastanien, Nüsse, Beeren, Pilze und Knospen, manchmal fressen sie aber auch Insekten, Schnecken und sogar Jungvögel. Aber wie findet das Eichhörnchen den Weg zu seinen geheimen Kammern, wenn es im Winter geschneit hat und man keine Spur mehr erkennen kann? Jetzt kommt ihm sein hervorragender Geruchssinn zu Gute, ein sonderlich gutes Gedächtnis hat es nämlich nicht. Das Eichhörnchen erschnuppert sich sozusagen seinen Weg zum Futter. Akrobaten der Baumkronen Mit ihren schwarzen Knopfaugen, den feinen Pinselohren und ihrem Markenzeichen, dem buschigen Schwanz, sind sie die wahrscheinlich putzigsten Bewohner des Waldes. Hoch oben in den Wipfeln befinden sich ihre Nester (Kobel), 2 bis 8 Stück halten sie sich gleichzeitig, um notfalls umziehen zu können. Unzählige Zweige und Blätter bilden das Gerüst, Innen ist es besonders gemütlich, ausgestattet mit Moos, Federn und Gras bietet so ein Kobel Schutz vor Nässe und Kälte. Aber nicht nur das, ihr Kobel ist mehr, eine uneinnehmbare Festung für ihre Feinde: Marder und Greifvögel, ideal also, um ihre Eichhörnchenjungen darin großzuziehen. Flink flitzen sie die Bäume hoch und runter. Aufgrund ihrer messerscharfen Krallen rutschen sie nicht ab und trotzen wagemutig der Schwerkraft. Ein nützlicher Helfer ist auch der Schwanz eines Eichhörnchens. Sie brauchen ihn, um in windigen Höhen auf dünnstem Geäst die Balance zu halten. Bei Gefahr aus der Luft stürzen sie sich aber auch schon mal tollkühn in die Tiefe, doch keine Angst, ihr Schwanz wirkt dabei wie ein Fallschirm, sodass sie leichtfüßig auf dem Waldboden landen. Im Winter wird der Schwanz zur Decke umfunktioniert, sein Fell verlieren sie im Gegensatz zum Rest ihres Fells nur ein einziges Mal. So ist er schön kuschlig, was auch die kleinen Eichhörnchenbabys zu schätzen wissen. Richtig! In unserem Foto war der Schwanz eines Elefanten zu sehen. Erraten hat das Alexandra Fraţilă aus Hermannstadt. Herzlichen Glückwunsch, Alexandra! Erwin Josef Țigla bei seiner Ansprache vor dem Denkmal in Reschitza. Gedenken in Reschitza Am Mittwoch, den 16. Januar, fanden in Reschitza die Gedenkfeierlichkeiten zur Russlanddeportation der Rumäniendeutschen statt, seit dessen Beginn in diesem Januar 68 Jahre vergangen sind. Heutzutage leben noch im Banater Bergland 92 Russlanddeportierte oder dort Geborene, davon 42 in Reschitza. Begonnen hat das Gedenken in der römisch-katholische Maria Schnee -Kirche im alten Stadtteil Reschitzas, mit einen Requiem, konzelebriert von Pf. József Csaba Pál, Erzdechant des Banater Berglands, und von Pf. Virgil Fechetă, Pfarrer in Slatina-Temesch. Im Geiste der Ökumene, die im Banater Bergland praktiziert wird, nahm am Requiem auch Pf. Egon Wonner, evangelischer Pfarrer des Banater Berglands, teil. Das Requiem wurde musikalisch an der Orgel von Prof. Christine Maria Surdu begleitet. Nikolaus Rudolf Pilly, Vorsitzender des Deutschen Forums in Kalan, Kreis Hunedoara, spielte zwei Lieder auf seiner singenden Säge. Zum Schluss des Requiems sangen alle das Russlanddeportationslied Tief in Russland bei Stalino. Beim 1995 im Cărăşana - Park errichteten Denkmal der Russlanddeportierten, das erste in Rumänien nach der Wende, folgte eine Gedenkfeierlichkeit. Nach Einführungsworten von Erwin Josef Ţigla, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen, folgten Gebete von Pf. József Csaba Pál und Pf. Egon Wonner, und danach, während das Russlanddeportationslied gesungen wurde, wurden Blumenkränze von den Teilnehmerdelegationen niedergelegt. Darunter war auch die Delegation des Kreisrates Karasch- Severin unter der Leitung von Ion Imbrescu, Generalsekretär des Kreises. Am Requiem und an der Gedenkfeierlichkeit nahmen teil Russlanddeportierte und deren Nachkommen und Vertreter aus Diemrich, Dognatschka, Eisenmarkt, Ferdinandsberg, Kalan, Lugosch, Nadrag, Reschitza und Steierdorf - Anina. Anschließend folgte ein gemeinsames Mittagessen im Frédéric Ozanam -Sozialzentrum der Reschitzaer Vinzenzgemeinschaft, von deren Mitgliedern vorbereitet. Der zweite Tag der Gedenkfeierlichkeiten 2013, der 17. Januar, vereinte am Nachmittag alle Interessenten und die Presse in der Deutschen Alexander Tietz -Bibliothek. Im Programm stand die Präsentation des Dokumentarfilms Reşiţa - memoria deportării ( Reschitza - das Gedächtnis der Deportation ), eine Produktion der Reschitzarerin Cornelia Dunăreanu, Chefredakteurin des Banater Bergland-Fernsehens Banat TV, musikalisch vom Franz Stürmer -Chor (Dirigent. Prof. Elena Cozâltea; an der Orgel: Walter Karl Fleck), umrahmt. Nach der Einführung durch den DFBB-Vorsitzenden folgte Cornelia Dunăreanu, die über das Projekt, in dessen Rahmen der Film gedreht wurde, Einzelheiten berichtete. Das Projekt hieß Das Gedächtnis der Zwangsarbeit der Deutschen aus Rumänien in der Sowjetunion ( Memoria muncii forţate a etnicilor germani din România deportaţi în URSS, unser Bild unten) und wurde finanziert durch EACEA - P7 - Europe for Citizens Programme - Action 4 - Decision / Projektmanager war Univ.-Prof. Dr. Lavinia Betea von der Aurel Vlaicu - Universität in Arad. Der Franz Stürmer -Chor sang zwei Russlanddeportiertenlieder, die die Anwesenden im übervollen Begegnungssaal der Bibliothek allgemein beeindruckte. Für diesen Nachmittag wurde auch eine kleine Malereiund Graphikausstellung mit Arbeiten von Anton Ferenschütz und Franz Binder vorbereiten, mit Themen aus der Deportation, die sie selbst miterlebt hatten. Im Saal waren anwesend u. a. gewesene Russlanddeportierte, dort Geborene, Familienmitglieder und Freunde, Lehrkräfte, Politiker, Direktoren und Vertreter mehrerer Kulturbehörden des Kreises Karasch- Severin. Erwin Josef ŢIGLA

7 VERMISCHTES Seite 7 Kreuzworträtsel Nr. 3 Waagerecht: 1. bestimmter Artikel; 4. Runddorf afrik. Stämme; 8. männl. Vorname; 12. Weltorganisation; 13. Ureinwohner Japans; 14. Gestalt bei Ibsen; 15. Ergebnis; 17. Maßeinheit; 18. europ. Strom; 19. Erreger der Schlafkrankheit (... fliege); 21. Kürzel; 23. Spaltwerkzeug; 24. Theaterstück von Hauptmann; 25. Wolfsspinne; 29. Internationales Sport- Echo; 30. männl. Vorname; 31. Schweizer Kanton; 32. Abendständchen; 34. See in Nordamerika; 35. aktiv; 36. Feuersbrunst; 37. Insel im Pazifik; 40. Westeuropäer (Mz); 41. Schwung; 42. Zeittafel; 46. Vorort von Paris; 47. griech. Göttin; 48. Wind am Gardasee; 49. Seidengewebe mit Metallfäden; 50. Anklagezustand; 51. Handlung. Auflösung Kreuzworträtsel Nr. 2 Waagerecht: 1. Wetterbericht; 10. Rhone; 11. Ameise; 12. Damast; 13. Tiegel; 15. Ekel; 18. non; 19. Oman; 21. Ural; 23. Ader; 24. Ag; 25. Kamille; 26. la; 27. Eren; 29. Pose; 31. Elen; 32. a là; 34. Nase; 36. Trara; 38. Edison; 39. Atlant; 40. Rinne; 42. Drahtseilbahn. Senkrecht: 1. Tonart; 2. rum. männl. Vorname; 3. österr. Schriftsteller; 4. junge Kuh; 5. genügend (lat., geringstes Prädikat bei der Doktorprüfung); 6. Zitatensammlung; 7. Auslosung; 8. Freizeitsportart; 9. Umstandswort; 10. Papageienart (Mz); 11. Larve; 16. weibl. Kurzname; 20. ehem. Name von Thailand; 21. sei es (dichterisch); 22. weibl. Vorname; 23. Verbrechergruppe; 25. Trauerspieldichter; 26. Oper von Puccini; 27. keltischer Name Irlands; 28. Gesangstück; 30. franz. Schiftsteller; 33. griech. Rachegöttin; 34. Hausflur; 36. franz. Hafenstadt; 37. Bruchstück; 38. Vorname Edisons; 39. Gram (veralt.); 40. Ortschaft im Kreis Hunedoara; 43. Flächenmaß (Mz); 44. Nebenfluß des Arno; 45. Tip. Senkrecht: 1. Waage; 2. Treber; 3. erst; 4. Rhein; 5. Bo; 6. enden; 7. Real; 8. Charme; 9. Titan; 14. Gorilla; 16. Kugel; 17. Laken; 19. Odeon; 20. Arles; 22. LAN; 23. Alp; 28. Retina; 30. Sahara; 31. Elend; 32. Arnis; 33. Arany; 35. Estin; 36. Tort; 37. Aţel; 41. Ne. Das Reiseunternehmen ATLASSIB fährt täglich nach Deutschland über Österreich bis: Passau - Regensburg - Nürnberg - Heilbronn - Mannheim - Frankfurt - Siegen - Köln - Düsseldorf - Dortmund - Fulda - Kassel - Göttingen - Hannover - Hamburg; München - Ingolstadt - Landshut - Augsburg - Ulm - Heidenheim - Aalen - Stuttgart - Pforzheim - Karlsruhe - Rastatt - Homburg - Saarbrücken. Neu: Jeden Mittwoch nach Genf/Schweiz. Abfahrt in Hermannstadt 11 Uhr. Auskünfte: Hermannstadt , ; Mediasch ; Bukarest ; Kronstadt ; Arad ; Temeswar ; Klausenburg ; Heilbronn ; Nürnberg ; Frankfurt ; Dortmund ; Hamburg ; München , ; Stuttgart ; Berlin ; Bremen Anzeigenannahme in der Redaktion: Mo.-Do Uhr, Fr Uhr Siebenbürgen-Fan.de - T-Shirts, Souvenirs, Geschenke und mehr. (F235) Tägliche Stadtführungen und Tagesausflüge in Hermannstadt/Sibiu, Kronstadt/Brașov und Schäßburg/Sighișoara. 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8 Hermannstädter Zeitung Nr / 25. Januar 2013 VORSCHAU / SPORT Hermannstadt auf einen Blick BiBijou heißt der neue Laden an der Ecke Str. Timotei Popovici - Str. Papiu Ilarian in Hermannstadts Altstadt, der trendigen Modeschmuck anbietet. Die Betreiberin, Bianca Crucean, bietet auch Malereien, u. a. Porträts von Marilyn Monroe, zum Verkauf an. Öffnungszeiten: täglich Uhr. Auskünfte unter Foto: Fred NUSS Museen Wo nicht anders angegeben, Öffnungszeiten Uhr, montags und dienstags geschlossen. Brukenthalsche Gemäldegale rie, Piața Mare 4-5, Tel : Sonderausstellungen: Samuel von Brukenthal, Modell Aufklärung, Gipskopien nach berühmten Skulpturen, Orientteppiche; Siebenbürgische Steinskulpturen aus dem Jahrhundert; Gothic ; Entdeckungen in der Pinakothek des Brukenthalmuseums " (Brukenthalpalais); Botschaft, Magie, Mythos (Multimediasaal im Blauen Stadthaus); 10 Jahre Euro (Ausstellungsraum im zweiten Innenhof); Spanier und Portugiesen in der Geschichte (Landkartenkabinett); Lebende Reptilien (im Blauen Stadthaus, Öffnungszeiten: täglich Uhr). Franz Binder -Völkerkunde museum, Piața Mică 11, Tel : Außer europäische Völkerkunde. Sonderausstellung: Jocul de acasă. Bis 17. Februar Im Schatzkästlein am Kleinen Ring/ Piața Mică 21: Icoana, sărbătoare în dar (Die Ikone, ein Fest als Geschenk): Die Ausstellung zeigt das Innere eines Hauses aus Poiana Sibiului und Ikonen. Apothekenmuseum, Piața Mică Nr. 26, Tel August von Spieß -Museum der Jagdwaffen und Jagdtrophäen, Kunst Jenseits des Verschwindens. Aus dem fotografischen Nachlass der Gebrüder Fischer (Hermannstadt). Friedrich Teutsch-Kultur- und Begegnungszentrum, Str. Mitropoliei 30. AVATARx2 - Art in work WORKSHOW. Werke von Mircea und Radu Ignat. Galerie für zeitgenössische Kunst des Brukenthalmuseums, Str. Tribunei 6. Bis 28. Februar. Hermannstädter Persönlichkei ten. Wintersalon der Hermann städter Filiale des Rumänischen Künstlerverbandes (UAP). Galeria UAP, Piața Mare 12. Biobauernmarkt Am Huetplatz kann man jeden Freitag zwischen 9 und 16 Uhr Fleisch- und Milchprodukte, Gemüse, Früchte, Honig und viele andere Bioprodukte kaufen. Veranstalter des Biobauernmarktes sind die evangelische Kirchengemeinde A. B. Hermannstadt und Piețe Sibiu. Informationen unter , oder Str. Școala de Înot 4, Tel Naturwissenschaftliches Mu seum, Str. Cetății 1, Tel Sonderausstellung: Wusstet ihr, dass...? Historisches Museum im Alten Rathaus, Str. Mitropoliei 2, Tel Museum der Evangelischen Kirche A. B. in Rumänien, im Friedrich Teutsch -Kultur- und Begegnungszentrum, Str. Mitropoliei 30, Tel , Mo.-Fr Uhr. Freilichtmuseum des bäuerli chen Hand werks, Pădurea Dum bra va/jun ger Wald, Tel Gehöfte und Einrichtungen des bäuerlichen Gewerbes aus Ru mänien. Mo.-So Uhr. Die Gehöfte sind ab sofort und über den Winter geschlossen. Eintritt nur beim Haupteingang (Poarta Principală) und beim zweiten Eingang an der Straße (Poarta Tulgheş). Funktaxis Auto Sanro, Tel Pop Group, Tel Pro Taxi, Tel Taxi Star, Tel Total, Tel Preise: 1, 78 Lei/km tagsüber in der Stadt, 1,99 Lei/km nachts, 2, 48 Lei/km außerhalb Kino Arta, Piața Aurel Vlaicu 1, Tel , Januar: Gangster Squad, Regie Ruben Fleischer (US-Action). Los Angeles, Ende der 40-er Jahre: Der rücksichtlose MafiaKönig Mickey Cohen (Sean Penn) aus Brooklyn beherrscht den Untergrund von L.A. Geschützt durch korrupte Polizisten und Politiker, die auf seiner Gehaltsliste stehen, hat er scheinbar nichts zu befürchten. Lediglich eine kleine Geheimgruppe von Polizisten-Außenseitern, angeführt von John O Mara (Josh Brolin) und Jerry Wooters (Ryan Gosling), lässt sich nicht einschüchtern und versucht, dem Gangsterboss Paroli zu bieten. Besonders Jerry hat eine offene Rechnung mit Cohen zu begleichen, da beide um die Gunst der schönen Jean (Emma Stone) buhlen. Vorstellungen um 14, 16.30, 19 und Uhr. $ Geldwechsel Wechselkurse von Donnerstag Alpha Bank, Str. Someșului 2 A, Tel : Mo.-Fr Uhr. 4,35 Lei/Euro; 3,24 Lei/$. Konzerte Heute, 25. Januar, Cafe Wien (Piata Huet 4), 21 Uhr: Hermannstädter Musikanten". Spaßkonzert mit bekannten Hermannstädter Musikern. Donnerstag, 31. Januar, Thaliasaal, 19 Uhr: Sinfonisches Konzert. Dirigent Francois Robert Girolami, Solistin Nicoleta Meițoiu (Klavier). Im Programm: Franz Schubert (Ouvertüre Rosamunde"); Wolfgang Amadeus Mozart (23. Klavierkonzert in A-Dur KV 488); Felix Mendelssohn-Bartholdy (3. Sinfonie in a-moll, op. 56, die Schottische") Seite 8 Sport - Sport - Sport - Sport - Sport Erster Test im Februar Was bringt das Sportjahr 2013 für Rumänien? Was bringt das Jahr 2013 für die rumänische Sportszene? Dieser Fra ge geht der beliebte Sportkommentator Cristian Țopescu im Folgenden nach. Fußball ist nicht dabei. Die Europameisterschaften im Judo finden vom 25. bis 28. April in Budapest statt. Nachdem sich die zweifache Olympiameisterin Alina Dumitru zurückgezogen hat, kann Trainer Florin Bercean weiterhin auf die Europameisterinnen Corina Caprioriu und Andreea Chițu bauen. Im Vorfeld finden in Varna die Europameisterschaften im Gewichteheben statt, vom 5. bis 14. April. Nach dem unerwarteten Erfolg der rumänischen Gewichteheber bei den Olympischen Sommerspielen in London, wo Răzvan Martin Bronze und Roxana Cocoş Silber holten, müssen im Jahr 2013 diese Leistungen wohl bestätigt werden. Gute Ergebnisse darf man auch von den Tischtennisspielerinnen bei den Europameisterschaften erwarten, die vom 4. bis 13. Oktober in Wien stattfinden. Bei den Weltmeisterschaften kann man nicht viel erhoffen, da dort die Asiatinnen das Sagen haben. Aber von den Europameisterschaften brachten die Tischtennisdamen in letzter Zeit immer eine Medaille mit. Zuletzt holten Dordea, Samara und Szöcs im Team Gold. Auch auf europäischer Ebene müssen die Rumäninnen allerdings die in allen westlichen Staaten eingebürgerten Chinesinnen überflügeln! Der erste Prüfstein für die organisatorischen Fähigkeiten Rumäniens ist jedoch das Olympische Winterfestival der Europäischen Jugend, das vom 17. bis 22. Februar im Großraum Kronstadt ausgetragen wird. Kronstadts Bürgermeister sagt, dass die Vorbereitungen nicht abgeschlossen sind, weil das Geld für die Investitionen nicht zeitgerecht eingelaufen sei. Mit 45 angemeldeten Ländern ist diese Auflage des Festival die bisher größte. Nun hängt es von uns ab: Wir können mit der Organisation unser Image in der Welt verbessern oder uns zu Schanden machen! Samstagmarkt Jeden Samstag zwischen 8 und 14 Uhr gibt es einen Bauernmarkt Transilvania auf dem Platz vor der Transilvaniahalle, wo Produzenten aus dem Kreis Hermannstadt Lebensmittel zum Verkauf anbieten. Anmelden können sich die Produzenten bei der Landwirtschaftskammer (Str. Somesului 49, Tel ). Theater Radu-Stanca-Sprechbühne, Bd. C. Coposu 2, Tel : Heute, 25. Januar und Samstag, 26. Januar, jeweils 19 Uhr (Studiosaal im Gewerkschaftskulturhaus): O femeie singură nach Dario Fo und Dranca Rame, Regie Veronique Widock, mit Ioana Crăciunescu; Cavas-Saal, 21 Uhr: Melodie varşoviană von Leonid Zorin; Montag, 28. Januar, 19 Uhr (Studiosaal im Gewerkschaftskulturhaus): Cineva mă aşteaptă von Seiko Ito, mit Tomohiko Kogi; Mittwoch, 30. Januar, 19 Uhr: Platonov nach A. Tschechow, Regie Alexandru Dabija; (Studiosaal im Gewerkschaftskulturhaus): Shakespeares gesammelte Werke Regie Daniel Plier (deutsch); Donnerstag, 31. Januar, 19 Uhr: Gegen die Demokratie von Esteve Soler, Regie Alexandru Dabija (deutsch). Kartenvorverkauf: Theateragentur, Str. N. Bălcescu 17, Tel (Mo.-Fr Uhr), oder online unter Gong-Theater, Str. Odobescu 4, Tel ; Sonntag, 27. Januar, 11 Uhr: Sophiechen und der Riese nach Roald Dahl, Regie Daniel Plier (Premiere, deutsch); Dienstag, 29. Januar, und 14 Uhr, Mittwoch, 30. Januar, Uhr, Donnerstag, 31. Januar, Uhr und Freitag, 1. Februar, Uhr: Sophiechen und der Riese nach Roald Dahl, Regie Daniel Plier (deutsch). Freiwurf für die Gastgeber. Foto: die Verfasserin Kein Happy-End CSU Atlassib Hermannstadt-Municipal Oradea 76:83 Am Sonntagabend verließen die Anhänger des CSU Atlassib Her mannstadt enttäuscht die Transilvania-Halle. Es war ein packendes Spiel ohne Happy-End für den Basketballligisten aus Hermannstadt. Im zweiten Viertel führte der Gastgeber sogar zwischenzeitlich mit 46:40; am Ende hieß es jedoch 76:83 für Municipal Großwardein. Der CSU startete mit großem suchten ihr Team anzutreiben und Kampfgeist in das erste Viertel des die letzten Körner bei den Spielern Spiels und wurde mit der knapzu mobilisieren. Nun ging es hinpen Führung von 23:22 belohnt. und her. Oradea ging viermal in Das zweite Viertel war hart umführung und Hermannstadt glich kämpft. Nach der Führung von jedes Mal aus. So stand es knappe 29:33 für Großwardein nahm der drei Minuten vor Spielende zum Hermannstädter Trainer Perisic wiederholten Male unentschieden Timeout und schickte seine Sport(74:74). ler danach mit neuer Motivation Die Gastgeber verloren die Nerauf das Spielfeld. Mit Erfolg: 46:40 ven und damit ihre Konzentratifür die Gastgeber zur Halbzeit. on. Die Gäste dagegen ließen sich Die Fans waren begeistert von der von den Buh-Rufen der gastgeleistung ihres Teams und feuerbenden Fans nicht beeindrucken ten es lautstark an. und behielten einen klaren Kopf. Voller Zuversicht, es mit dem Technisch nicht unbedingt besser Tabellenführer aufnehmen zu aber dafür viel abgeklärter nutzkönnen, begab sich der CSU Atlasten sie ihre Chancen eiskalt um sib in die zweite Hälfte des Spiels. in Führung zu gehen und diese Doch die Gäste spielten gut und auszubauen. Dem CSU gelang in holten immer weiter auf. Verbisder Abschlussphase so gut wie sen versuchten die Gastgeber den nichts und das Team musste sich Vorsprung zu halten, doch mit den cleveren Großwardeinern der Verbissenheit kamen auch die schlussendlich mit 76:83 geschlafehler. Ungenaue Pässe und Würgen geben. fe ließen die Gäste auf 59:57 herfür dieses Spiel ist die Hoffankommen. nung erloschen, aber bereits am Das spannende letzte Viertel: 26. Januar gibt es ein neues Spiel, Sieben Minuten vor Ende schaffte in Piteşti gegen BCM U", und Großwardein den Ausgleich und neue Hoffnung. Diese stirbt, wie gleich darauf den Führungstreffer. man weiß, schließlich zuletzt. Die Hermannstädter Fans verlarissa GRODKE-BRIED Sport - Sport - Sport - Sport - Sport

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